SATIRE

Grüne Elite: Was interessiert uns der Weltklimarat, was die Massentierhaltung? Wir schwafeln über Schnittmengen und Pöstchenschieberei

Dr. Alexander von Paleske 28.9. 2013 — Folgende E-Mail landete heute in meiner Mailbox:

Hans Grünfink
Interims-Sprecher der Grünen-Fraktion
Berlin

Guten Morgen liebe Grüninnen und Grünlinge,

ich bin der Interims-Sprecher der Grünen nach den Massenrücktritten wegen des Wahldebakels vor einer Woche .

Ökologische Petitessen
Gestern kam das Gutachten des Weltklimarates heraus, das deutlich belegt, wie katastrophal der Klimawandel bereits vorangeschritten ist, und deshalb unverzüglich Massnahmen getroffen werden müssen, um den Ausstoss von CO2 drastisch zu reduzieren, und zwar nicht nur in Deutschland, aber auch dort.

Aber auch zu dem uns Grüne eigentlich am Herzen liegenden Thema, der Zurückdrängung der Massentierhaltung, kam in dieser Woche eine neue Untersuchung heraus, die in der Zeitschrift TEST veröffentlicht wurde, und die belegt, welche katastrophalen Auswirkungen der unumgängliche Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung auf die Resistenzentwicklung von Bakterien hat.

Leider haben die Führungs-Grünen gegenwärtig keine Zeit für solchen ökologischen Kleinkram, denn bei uns läuft zur Zeit die Aktion „Pensionssicherung und Pöstchenschieberei“, die in ihrer Bedeutung – jedenfalls für einige grüne Führungsfiguren – nicht weniger wichtig ist, als Weltklimarat und die Probleme der Massentierhaltung.

Ansturm auf Pöstchen
Ich möchte zunächst erklären, warum ein solcher Ansturm verdienter und nachstrebender Grünlinge und Grüninnen auf die wenigen vakanten Posten stattfindet, der einige Aussenstehende verwirren könnte:

Nach einem langen und aufreibenden Leben in der – und für die – grüne(n) Politik, insbesondere also die sogenannten Gründungsgrünlinge und –grüninnen, steht, nach dem nun bevorstehenden Generationswechsel – die Gruppe 40+ will verständlicherweise auch mal an die Futtertröge – die finanzielle Absicherung der Alt-Grünen für den Herbst des Lebens an.

Finanzielle Absicherung für verdiente Parteiveteranen
Verständlich auch dass diese, um das Gemeinwohl lange so besorgten Grüninnen und Grüne, aus den Bereichen Realo, Fundi, Linke und anderweitige nicht genannte Strömungen, im Alter ihre Häuser nicht mit Ikea-Möbeln einrichten, und am Hungertuche nagen wollen.

Das Beispiel Fischer
Der grösste deutsche Aussenminister aller Zeiten (GröDAAZ), unser hochverehrter Joseph Martin (Joschka) Fischer, hat das ja eigentlich hervorragend vorgemacht. Der kann auf der Terrasse seines putzgruppensicheren und geräumigen Haus im Berliner Stadtteil Grunewald jetzt die milde Herbstsonne auf seinen scheingrünen Schädel scheinen, und sich von seiner 5. Ehefrau Minu Barati (36) umsorgen lassen.


Villa Fischer

Aber nicht alle verdienten Grünlinge und Grüninnen können kurz vor dem Abtritt in den Schaukelstuhl noch zum Industrie-Klinkenputzer mutieren. Für diese steht daher eine Pöstchenzuteilung an, wie z.B. der Posten einer Bundestags-Vizepräsidentin. der ihnen bei Erreichen des Rentenalters eine höhere Pension sicherstellt, als sie langjährigen Bundestags-Abgeordneten zusteht.

Keine Lottoverwaltung auf Bundesebene
In den Ländern werden solche verdienten Parteiveteranen gerne in den jeweiligen Landes- Lottoverwaltungen platziert.

SPD-Hans Eichel hat das ja in Hessen vorgemacht, wo sie dann Woche für Woche die glücklichen Lottogewinner begrüssen dürfen.

Leider gibt es keine Lottoverwaltung auf Bundesebene. Aber der Posten der Bundestags-Vizepräsidentin ist ja auch nicht sehr anstrengend, und ausserdem mit vielen erholsamen Reisen ins Ausland verbunden.

Der Posten ist ja jetzt frei, nachdem die berufslose, abgebrochene Theologiestudentin Katrin Göring-Eckardt – trotz des Wahldebakels – nicht kürzer treten will, sondern für den Fraktionsvorsitz der Grünen kandidiert, der sie ihrem angestrebten Ziel, eines Tages Bundespräsidentin zu werden – das präsidiale Gehabe hat sie ja schon hervorragend verinnerlicht – sicherlich näher bringen wird.

Zwei grüne Bewerberinnen für ein Pöstchen
Grüne Bewerber für den Posten der Bundestagsvizepräsidentin sind gleich zwei verdiente Damen: „Eichhörnchen auf Ecstasy“, Claudia Roth, und die gern geifernde Granate- Renate Künast.


Renate Künast…………..Veggie Day in der Bundestagskantine

Die Wahl der Künast hätte den Vorteil, dass dann in der Bundestags-Kantine ein Veggie-Day eingeführt werden könnte, was benachbarten Restaurants, wo Fleischgerichte angeboten werden einigen Zulauf bescheren dürfte.

Grüninnen und Grüne, lasst den Kopf nicht hängen, nach dem Generationswechsel wird alles noch viel besser, noch viel grüner.

Herzlichst
Hans Grünfink

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