SATIRE

Karl-Heinz Grasser schreibt an Profi-Polit-Aufmischer Thilo Sarrazin: Austrisches Skandal-Thema für ein neues Buch

Dr. Alexander von Paleske — 23.2. 2014 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Karl-Heinz Grasser
Ex Finanzminister
In dem Sümpfen 1
Kitzbühel
Skandalrepublik Österreich

An
Herrn
Thilo Sarrazin
Ex Bundesbanker, Bestsellerautor
und Profi-Polit-Aufmischer
Deutschlanderneuerungsirrpfad 1
Berlin
Bundesrepublik Deutschland

Hochverehrter Herr Dr. Sarrazin,

ich nehme an, Sie kennen mich: ich bin der beste Finanzminister (2000-2007), den die Skandalrepublik Österreich je hatte, und ein politischer Zögling des mittlerweile verstorbenen austrischen Rechtsaussen Jörg Haider.


Das bin ich, der fesche Karl-Heinz

Zunächst einmal : ganz, ganz herzlichen Glückwunsch zu Ihrer neuen Aufmisch-Fibel:

Der neue Tugendterror: Abseits vom Mainstream lauert die Medien-Stasi

Ich freue mich schon riesig darauf, nicht nur Auszüge aus Ihrem Buch in dem Intellektuellen-Blättchen BILD zu lesen, sondern das ganze Machwerk zu verschlingen, wie ich es bereits mit Ihren Berichten von der Deutschlandabschaffungsverhinderungsfront und der Wahrheitsfibel über die Eurolüge getan habe.

Auch mein politischer Ziehvater Jörg Haider dachte ja in sehr ähnlichen Dimensionen, insbesondere was die drohende Überfremdung durch Asylanten angeht.

Austrischer Medienterror als Thema
Da Sie ja in atemberaubender Geschwindigkeit Ihre tiefschürfenden Ergüsse in Buchform fertigstellen, und damit einen nachhaltigen und positiven Einfluss auf den gesellschaftlichen Entwicklungsprozess in Deutschland ausüben, wäre vielleicht auch ein Thema für Sie interessant, das in unserem skandalreichen Alpenländle- und natürlich auch für mich – zur Zeit brandaktuell ist: Der Medienterror gegen erfolgreiche Politiker und Wirtschaftsführer.

Erfolgreiche Unternehmer wie Walter Meischberger, Frank Stronach , Ernst Plech oder Martin Schlaff – und natürlich ich – werden wie Säue von den Medien durch die Republik gehetzt, und ohne Gerichtverfahren bereits an den Medien-Pranger gestellt.

Hier ist insbesondere die austrische Kampfpresse zu nennen, vertreten durch Blättchen wie FORMAT, PROFIL, NEWS aber auch die Tagespresse wie KRONE, STANDARD und DIE PRESSE, wobei die meisten noch voneinander abschreiben, nachdem das erste Halali geblasen wurde.

Blut soll schneller fliessen
Mehr noch: Während in früheren Jahren Verfahren gegen höhergestellte Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik – so sie je zustande kamen – von der Aufnahme der Ermittlungen bis zum Strafprozess gut und gerne 10 Jahre und mehr dauerten, wie jetzt im Y-Line Verfahren, sodass dann einige Anklagepunkte schon wegen Verjährung unter den Tisch fallen, drängt nun die austrische Kampfpresse darauf, dass „schneller Blut fliessen soll“, also die angemessene Frist zu unserer Verteidigung deutlich verkürzt wird, womit unsere Verteidigungsrechte stark und unverhältnismässig beschnitten werden.

Besonders betroffen
Ich bin ganz besonders von dieser medialen Treibjagd betroffen, weil die Presse nicht honorieren will, dass ich der erfolgreichste Finanzminister war, den die austrische Alpenrepublik je hatte.

Mehr noch, diese Kampfpresse, die ihren Tintenkulis, ob angestellt oder (vogel-)freiberuflich nur Hungerlöhne zahlt, ist offenbar der irrigen Meinung, dass auch Politiker mit Hungerlöhnen auskommen müssen, und nicht angemessen am gesellschaftlichen Reichtum partizipieren dürfen, bzw. jeden durch harte Arbeit haupt- bzw. nebenberuflich eingenommenen Cent gleich der Steuer melden müssen.

Angriff als letzte Verteidigung
Als Verteidigungsmittel bleibt mir daher dann nur noch, zum Angriff überzugehen: mit Strafanzeigen bzw. Zivilklagen mich gegen Verfolgungsbehörden und schwatzhafte Steuerberater zur Wehr zu setzen. Steuerberater wie Haunold und Beratungsfirmen wie Deloitte, , die offenbar vergessen haben, sich nur gegenüber ihren Klienten verantwortlich zu fühlen, nicht aber gegenüber einer verfolgungsgeilen Staatsanwaltschaft.

Angebliche Grasser Skandale
Bei den folgenden Skandalen werde ich rechtswidrig mit in Verbindung gebracht:

– Buwog-Skandal

– Austria Telekom Skandal

– Valora Skandal

– Eurofighter Skandal

– Hypo-Alpe-Schwiegermutter Skandal

– Terminal-Tower-Linz-Skandal,

– Steuer-Hinterziehungsskandal

– Schliesslich die Porr-Geschichte, der in die Hose gegangenen Novomatic Deal, und die Dorotheum-Privatisierung.

Details siehe hier. und hier

Mit anderen Worten: Überall wo in Österreich Skandal draufstand, setzte die Kampfpresse das Wort „Grasser“ dazu. Lächerlich!

Anschaffung des Eurofighters
Heute will ich, nachdem ich der deutschen Volksgemeinschaft schon in mehreren Botschaften meine Unschuld in den vielen Skandalen dargelegt habe, zu dem Komplex Eurofighter Stellung nehmen.

Unser austrisches Militär braucht eine kampfstarke Luftwaffe, da wir – anders als noch zu Zeiten des Kalten Krieges – ringsum von politischen Feinden umgeben sind, gegen die wir uns notfalls schlagkräftig verteidigen müssen.

Ich habe deshalb im Jahre 2002 darauf gedrängt, den besonders teuren aber hochmodernen Eurofighter von der EADS (Airbus) zu kaufen, nachdem ich eine Woche zuvor genau das Gegenteil wollte.


Eurofighter ……alles sauber zugegangen.

Obwohl ich das völlig uneigennützig und nur aus übergeordnetem Staatsinteresse gemacht habe, warf die austrische Presse mit Dreck nach mir und schrieb:

Bis heute nicht geklärt ist Grassers Rolle beim Kauf der 18 Abfangjäger. Für Freund und Feind gleichermaßen überraschend setzt sich der Minister 2003 plötzlich sehr dafür ein, die Flugzeuge bei EADS/Eurofighter zu kaufen. Im Rahmen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses kommt Jahre später ans Licht, dass EADS äußerst großzügige Aufträge an die Werbeagentur „100% Communications“ vergeben hat, die den Grasser-Parteifreunden Erika und Gernot Rumpold gehört. Am Ende wurden Honorare von fast sieben Millionen Euro bezahlt. Zu den größten Nutznießern der umfangreichen Gegengeschäfte mit EADS zählte wiederum Grassers ehemaliger Arbeitgeber Magna.“.

Griff in die Skandal-Mottenkiste
Nachdem eine Zeitlang Ruhe an dieser Front herrschte, greift jetzt die Kampfpresse wieder in diese Mottenkiste: Danach habe die hochseriöse EADS eine Firma City Chambers in London beauftragt, in der austrischen Bananenrepublik der Entscheidungsfindung im Sinne der EADS etwas nachzuhelfen, und sei zu diesem Zwecke mit 8 Millionen Euro ausgestattet worden.

Hinzugekommen seien auch noch Kompensationsgeschäfte zwischen dem damaligen EADS Grossaktionär Daimler und der
austro-kanadischen Firma Magna International in Höhe von 27 Millionen Euro, nach anderen Quellen bis zu 300 Millionen Euro.

Man habe sich seinerzeit mit einem Dr. Lüssel, Dr.Laider und Dr. K.H. Lassel in der Milchbar des austrischen Parlaments
getroffen.

Die Kampfpresse fehl-dechiffriert nun diese Namen als Dr. Schüssel (damaliger austrischer Bundeskanzler), Dr. Haider, unser verstorbener Rechtsaussen, und Dr. K.H. Grasser.

Die Fehl-Dechiffrierung ergibt sich schon daraus, dass alle angeblich blossgestellten Persönlichkeiten keinen Doktortitel besitzen und auch nie geführt haben. Die phonetische Ähnlichkeit ist daher rein zufällig.

Dass die Firma Magna von der Daimler AG nach dem Vertragsabschluss mit Aufträgen gesegnet wurde, hat nichts,aber auch gar nichts damit zu tun .

Die in den Medien verbreitete Meldung:

„Am 11. Juni 2001 flog ein gewisser Karl-Heinz Grasser – Finanzminister und Ex-Magna-Manager – mit Magna-Boss Siegfried Wolf im Firmen-Jet zur Eurofighter-Fabrik nach Manching (Bayern): Stronach selbst gab im U-Ausschuss auf Nachfragen des BZÖ-Abgeordneten Ewald Stadler zu, dass Magna den Flug bezahlt habe. Warum scheint auch klar zu sein: Man hoffte im Zuge des Jet-Deals an Autobau-Aufträge der Daimler-AG – der Mutter von Eurofighter-Hersteller EADS – heranzukommen. 27,2 Millionen Euro konnten Magna-Firmen 2002 und 2003 im Zuge des Eurofighter-Deals als Gegengeschäfte umsetzen.

ist eine glatte Lüge.

Die Verträge waren Resultat der guten Qualität und der Preiswürdigkeit der Magna-Produkte.

Lieber Herr Dr. Sarrazin, ich denke, dass sich hier ein reiches Forschungsgebiet erschliessen lässt, und ich habe keinen Zweifel, dass Ihr Resumee lauten würde:

Justizterror in einer Skandalrepublik

und Untertitel:

Wie unbescholtene Bürger in einem EU-Staat von einer Kampfpresse an die Wand gefahren werden.

Ich freue mich schon darauf.

Servus

Ihr
Karl Heinz Grasser

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