SATIRE

Danke, danke Bundespräsident Joachim Gauck für Ihren Besuch zum Maidan-Gedenktag in der Ukraine

Dr. Alexander von Paleske —– 23.2. 2015 —– Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Andrij Bilezkyj
Chef der nationalfaschistischen Azov-Brigaden
Maidan 88
Kiev
Ukraine

Seine Exzellenz
Bundespräsident der
Bundesrepublik Deutschland
Joachim Gauck
Schloss Schöne Aussicht
Berlin
Deutschland

Hochverehrter Herr Bundespräsident,

ich möchte mich an dieser Stelle ganz, ganz herzlich für Ihren Besuch gestern In Kiev zum Gedenktag des Maidan-Putsches bedanken.

Es ist ermutigend zu sehen, wie so ein prominenter Freiheits-Apostel, wie Sie es nun einmal sind, uns hier in der Ukraine nicht im Regen stehen lässt, sondern Flagge zeigt, Putsch-Freiheitsflagge sozusagen, und dann noch so schön eingehakt mit unserem Präsidenten, dem Schokoladen-Klepto-Oligarchen Petro Poroschenko in der ersten Reihe, wie wir das sonst nur bei Protestdemonstrationen aus Deutschland kennen.

Maidan – Vor einem Jahr
Ein Jahr ist es nun schon her, dass auch wir Azov-Brigaden, aus dem Lager der kämpfenden ukrainischen Rechtsradikalen, zu den Waffen (Schusswaffen) griffen, und die Polizei des Viktor Janukowitch Seite an Seite mit den irren unbewaffneten Freiheitsidealisten bekämpften. Wir standen an vorderster Front, es diesen russophilen Herrschaften ordentlich zu zeigen, was der Wille des (rechten) ukrainischen Volkes wirklich ist.

Wir haben dafür gesorgt, dass es nach dem Maidan natürlich keine umfassende Untersuchung gab, wer da wann auf wen geschossen hatte.

Präsident Poroschenko hatte das auch ernsthaft gar nicht vor, weil die zu erwartenden Ergebnisse die Tarnkappe des friedlichen Aufstandes der ukrainischen Revolution weggepustet hätte. So sind alle Untersuchungen im Sande verlaufen, und so muss es sein.

Herzliche Kampfesgrüsse
Ich darf ihnen von der ostukrainischen Front, von unserem, tapferen Azov- Bataillonen, herzliche Kampfesgrüsse übermitteln.

Wir von der Azov kämpfen nach wie vor an vorderster Front gegen diese russischen Untermenschen, schmücken unsere Helme gerne mit den SS-Runen bzw. dem Hakenkreuz, und erinnern so daran, dass wir ganz in der Tradition der Hitler-Truppe stehen, die vor 75 Jahren ebenfalls gegen diese russischen Barbaren den Kampf aufnahm.


Mitglied der AZOV

Auch ihre Eltern, Herr Gauck, waren ja glühende Faschisten seinerzeit, was mich natürlich ganz besonders erfreut.

Nicht immer mit der Verfassung
Natürlich verbietet eigentlich die deutsche Verfassung solche Aufmunterungs-und Solidaritätsbesuche, solch undiplomatisches Vorgehen des Bundespräsidenten, aber hier zeigt sich erneut, was für ein mutiger Präsident Sie doch sind, wenn es darum geht, dem russischen Bären eins auszuwischen.

Ein verantwortungsvoller, mutiger Bundespräsident kann eben nicht die ganze Zeit mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumlaufen.

Springer-Presse jubelt
Erfreulich auch, wie die hochobjektive Springer Presse Ihr Auftreten unterstützte.
In der Tageszeitung DIE WELT heisst es heute in dem Leitartikel auf Seite 1:

Es ist ein starkes und in der gegenwärtigen Lage bedeutsames Zeichen, dass Joachim Gauck an der Gedenkfeier für die Opfer des Maidan- Aufstandes teilgenommen hat….. Denn was immmer Kritisches über den Maidan zu sagen sein mag……unzweifelhaft steht er für …einen Aufstand für europäische demokratische Werte.


Springers WELT vom 23.2. 2015

Ich darf Ihnen versichern Herr Bundespräsident: Ganz egal was da in Minsk beschlossen wurde: Wir kämpfen weiter, bis wir siegreich die Putin-Kolonnen ausser Landes gejagt haben. Für uns kann es keinen Frieden geben, solange noch auch nur ein Putin-Soldat auf unserer heiligen Erde steht.

Und wenn die erst einmal vertrieben sind, dann knöpfen wir uns linke Spinner und Maidan-Idealisten vor.

Ich grüsse Sie herzlich mit ukrainischen Blut- und Boden-Grüssen

Andrij Bilezkyj

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