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Futtertrog-Grüne und Bundestagsabgeordnete Tatjana Bussner zur neuen Strategie der Grünen in Hessen und anderswo

Dr. Alexander von Paleske —- 25.2. 2015 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Tatjana Bussner, MdB
Aktionskreis Rückkehr an die Bundes-Futtertröge
Reichstagsgebäude
Berlin

Liebes grünes Völkchen nah und fern,

zur Zeit braut sich leider einiges zusammen, was wir als fortschrittliche friedensstiftende Partei Bündnis 90/Die Grünen argumentativ in den Griff bekommen müssen – und können – um weiter unsere Wähler (täuschend) bei der Stange zu halten

Hessen und wir
Die grösste unmittelbare Gefahr für uns sehe ich zur Zeit in Hessen, wo wir Grüne uns ja in einer ausserordentlich lukrativen und bequemen Koalition mit dem CDU- Bouffier eingerichtet, ja eingenistet haben, nachdem wir etlichen grünen Ballast vorher über Bord geworfen, sozusagen entsorgt haben, z.B. bei der Massentierhaltung.

Aber wenn es um den Zugang zu den Regierungs-Futtertrögen geht, dann muss man eben auch mal zu (schmerzhaften) Kompromissen bereit sein, vorausgesetzt, es gelingt uns, unseren treuen Wählern dies auch noch als einen Riesenerfolg grüner Politik zu verkaufen.

Bisher ist uns das in Hessen gut gelungen, denn kaum einer unserer Mitglieder – geschweige denn unserer Wähler – hat ja den Koalitionsvertrag richtig gelesen, und festgestellt, dass dort vor allem viel unverbindliches Bla Bla drinnen steht.


……… nur Bla Bla

Bouffier kein unbeschriebenes Blatt
Natürlich wussten wir Grüne, dass wir mit dem Ministerpräsidenten Bouffier ein gewisses Risiko eingingen. Der hatte ja offenbar schon einen Parteiverrat als Rechtsanwalt auf dem Kerbholz gehabt, bevor er Minister werden durfte.
Auch war er als Innenminister und (raben-)“schwarzer Sheriff“ eng mit dem Ministerpräsidenten Roland Koch verbandelt, dessen Regierung knietief in den Steuerfahnder-Skandal verwickelt war, wo Steuerbeamte, die ihren Auftrag gewissenhaft erfüllen wollten, mit Hilfe eines regierungsfreundlichen Psychiaters in einem „Schlechtachten“ für „verrückt“, und damit für dienstuntauglich, erklärt wurden.
Bouffier selbst musste in drei Untersuchungsausschüssen, die sich mit seinen angreifbaren Entscheidungen beschäftigten, Rede und Antwort stehen – ein kleiner Rekord, in negativer Hinsicht versteht sich..

Aber wir Grüne sind der Meinung, dass selbst in einem Augiasstall es wärmer ist, als auf den kalten Oppositionsbänken, insbesondere im Winter.

Leider wird es in Hessen-Augias zur Zeit, politisch gesehen, etwas ungemütlich: Der hessische NSU-Untersuchungsausschuss, dem wir sogleich das Prädikat „völlig überflüssig“ anhängten, muss sich jetzt mit diesem Agenten Andreas T.des hessischen Verfassungsschutzes befassen, der oft genug offenbar immer dort war, wo gerade die NSU mordete: in Nürnberg, Müchen und natürlich Kassel. Da stellen sich Fragen: War der nicht selbst beteiligt?

Und als wäre das nicht schon schlimm genug, glaubt die Opposition im hessischen Landtag den Ministerpräsidenten der Lüge überführen zu können. Der behauptet nämlich: mein Name in Sachen NSU war Hase, und ich wusste von nichts.


Volker Bouffier …mein Name ist Hase

Wollen nicht mit ihm absaufen
Wenn der Bouffier fällt, dann wollen wir selbstverständlich nicht mitfallen. Es kommt also für die Futtertrog-Grünen darauf an, rechtzeitig das sinkende Schiff unter Werfen von Nebelkerzen zu verlassen.

Wir müssen rechtzeitig den Rücktritt Bouffiers fordern, sollte der tatsächlich gelogen haben – sei es im Parlament, sei es auf einer Pressekonferenz oder privat – und mit dem Austritt aus der Koalition drohen, sollte der wie mit Pattex an seinem Stuhl festkleben.

Vorübergehend müssen wir in eine sogenannte Scheinoppositionsrolle wechseln, damit danach wir weiter in grün-opportunistischer Haltung an den hessischen Regierungs-Futtertrögen ausharren können.

Bereits jetzt werden uns ja Vorwürfe gemacht, wir hätten diesen hessischen Untersuchungsausschuss nicht nur für überflüssig gehalten, sondern sogar behindert.. Das müssen wir rasch wahrheitswidrig in Abrede stellen.

Unser scheinoppositionelles hochopportunistisches Vorgehen wird uns dadurch erleichtert, dass wir ja nicht den Innenminister stellen, dessen Rücktritt wir notfalls auch noch fordern können, sollte es unserem Selbsterhalt dienlich sein.

Sofort sollten daher jetzt absetzende Stellungnahmen formuliert werden, die dann ggf. sofort aus der Schublade gezogen werden können.Die Stellungnahme müssen dann vom Waziristan, äh, ich meine vom Wazir verlesen werden, weil der – genau wie der Özdemir – im Falle von Migrantenfragen einen besonders hohen Grad von Glaubwürdigkeit besitzt.

Weiteres Problem Afghanistan
Zug um Zug wird sich herausstellen, dass dieses Kriegsabenteuer leider nur ein blutiger Schlag ins Wasser war. Es kommt es deshalb darauf an, den Hans-Christian Ströbele, der schon immer gegen diesen Einsatz war, als Alibi herauszustellen, und unser ständiges mehrheitliches Kriegsabenteuer-Abnicken im Bundestag vergessen zu machen.

Strategie in Sachen Ukraine
Nachdem unser aussenpolitischer Fachmann Manuel Sarrazin (nicht zu verwechseln mit dem Deutschland-Abschaffungs-Gegner Thilo S.) in Sachen Ukraine patriotisch klar ausgeführt hat, dort werde die Freiheit Europas gegen den wildgewordenen Putin verteidigt, („Ukraine hat auch für uns gekämpft“), muss es jetzt darum gehen, diese ganze durch und durch korrupte Oligarchenwirtschaft – sowie den Defätismus in der ukrainischen Armee – herunterzuspielen, und immer wieder gebetsmühlenartig zu behaupten, die Ukraine würde demokratische Prinzipien verteidigen, obgleich wir natürlich wissen, dass an vorderster Front die Faschisten der Azov kämpfen, und die natürlich auch einen politisch rechtslastigen Preis fordern werden. Ausserdem noch Islamisten mit Syrien-Erfahrung.

Auch sollten wir lauthals begrüssen, dass heute US-Panzer an der russischen Grenze Estlands manövermässig aufgekreuzt sind, um so dem aggressiven russischen Bären Kriegsbereitschaft zu signalisieren. Dort sollte in Zukunft auch die Bundeswehr mit ihren herrlichen Leopard-Panzern nicht fehlen.


Unsere herrlichen Leos müssen an die Ostfront

Keine Notgeilheit öffentlich machen
Abschliessend möchte ich noch darum bitten, in Zukunft anzügliche notgeile Äusserungen wie die unseres Jörg Rupp über FDP-Katja Suding zu unterlassen. Natürlich spricht gar nichts gegen diese Denke, auch ich ertappe mich immer wieder dabei, aber nach aussen müssen wir uns das Mäntelchen der politischen Correctness umhängen.

So viel für heute

Bis bald

Eure
Tatjana Bussner

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