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Journalistenmord-Hintermänner in Freiheit, die Frage nach Involvierung der austrischen Hypo Alpe Adria-Bank unbeantwortet

Dr. Alexander von Paleske —– 5.3. 2015 —- Am 23. Oktober 2008 explodiert eine auf einem Motorrad angebrachte Bombe in der Stara Vlaska Strasse der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Sie reißt zwei Menschen in den Tod, weitere werden verletzt.

Ein investigativer Journalist muss sterben
Die Opfer sind der investigative kroatische Journalist und Herausgeber der kritischen Wochenzeitung Nacional, Ivo Pukanic, und der Marketing – Direktor des Blattes, Niko Franjic.


Kaltblütig ermordet: Investigativer Journalist Ivo Pukanic

Sechs in Kroatien wegen dieses Mordes angeklagte Personen waren 2012 zu insgesamt 150 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Diese Mörder sind offenbar jedoch nur Handlanger, von anderen angeheuert, die ein grosses Interesse hatten, den Journalisten aus dem Wege zu räumen .

Als unmittelbarer Hintermann war der serbische Grossgangster und Drogen-Mafiaboss Sreten Jocic alias Joca Amsterdam in Belgrad angeklagt . Ihm wurde vorgeworfen rund 1,5 Million Euro für den Mord auf Bestellung bekommen haben.

Nun hat ein Berufungsgericht in Belgrad ihn am Montag in zweiter und letzter Instanz von dem Mordvorwurf freigesprochen. Die Beweise der Anklage seien nicht ausreichend .


Sreten Jocic …….Freispruch für einen Schwerverbrecher Screenshot Dr. v. Paleske

Kein Zigarettenschmuggler
In einer Agenturmeldung der APA – in Deutschland wurde in der Presse nichts über diesen Prozess und seinen Ausgang berichtet – wurde Sreten Jocic als Zigarettenschmuggler bezeichnet.
Jocic war jedoch kein Zigarettenschmuggler, sondern ein Schwerverbrecher, der offenbar an einer Reihe von Morden beteiligt war, bzw. diese in Auftrag gegeben hatte, und zur Zeit eine 15-jährige Freiheitsstrafe wegen Anstiftung zum Mord in einem Belgrader Gefängnis absitzt.

Ein Schwerverbrecher, dessen Blutspur sich durch ganz Europa zieht, und der sein Geld nicht etwa mit Zigarettenschmuggel verdiente, sondern vor allem mit Drogenschmuggel in grossem Stil.

Wir haben den Lebensweg dieses Berufsverbrechers, der eine Zeit lang auch Mitglied der hochkriminellen Frankfurter Jugo-Mafia war, in einem Artikel zu Prozessbeginn nachgezeichnet.

Interessant: In diesem Prozess erklärte Jocic unter anderem: der Mord an Pukanic habe etwas mit den Machenschaften der Hypo-Alpe–Adria-Bank zu tun. Eine Bank, die gerade mit einem Milliardenschaden für den österreichischen Steuerzahler abgewickelt wird, und die zu einer Verschlechterung der Bonitätsnote Österreichs bei den Ratingagenturen führt.

Ganz zu schweigen von dem Rattenschwanz von Prozessen, die mittlerweile zwischen der einstigen Mutter, der Bayerischen Landesbank (BayernLB), und dem Nachfolger im Eigentum, dem österreichischen Staat, geführt werden.


Skandal-, Pleite-, Fass-ohne-Boden-Bank

Korrupten Politikern und kriminellen Geschäftsleuten auf der Spur
Der investigative kroatische Journalist Pukanic sollte vermutlich aus dem Wege geräumt werden, weil er den kriminellen Machenschaften kroatischer Politiker und Geschäftsleute, an vorderster Stelle der damalige hochkorrupte Premier Ivo Sanader, auf der Spur war.

Sanader, zur Zeit der Ermordung von Pukanic in Amt und Würden, sitzt mittlerweile eine Gefängnisstrafe wegen Bestechlichkeit ab – die Hypo-Alpe Adria-Bank, die offenbar auch als Waschmaschine für kroatische Finanzbetrüger diente, hatte ihn tüchtig geschmiert.

Nicht der einzige Mordanschlag auf Journalisten
Pukanic war jedoch nicht der einzige kroatische Journalist, auf den ein Mordanschlag verübt wurde. Auch der investigative Journalisten Domagoj Margetic sollte getötet werden. Ein Auftragsmörder versuchte ihn am 14. August 2014 mit einen Betonklotz zu erschlagen. Margetic wehrte sich und überlebte schwer verletzt.

Domagoj Margetic war seit Jahren den kriminellen Machenschaften der Hypo-Alpe Adria-Bank (Skandalpe) in Kroatien auf der Spur und berichtete bereits 2007, als die Bank noch Tochter der Bayern LB war, über die Geldverschiebungen von der Hypo-Skandalpe an die Hypo-Zagreb unter Einschaltung von „Durchlauferhitzern“ im Bankbereich, im Fachjargon auch Geldwäsche genannt.

Margetic informierte auch österreichische Parlamentsabgeordnete über das Ergebnis seiner Recherche, stiess aber auf keinerlei Interesse.

Die Frage, von uns im Jahre 2012 gestellt: war die Hypo Alpe in den Journalistenmord verwickelt, was der Verbrecher Jocic behauptete. Sie ist bis heute unbeantwortet.

Aber vielleicht bringt der neue austrische Hypo-Alpe Untersuchungsausschuss zum Thema „Mein Gott, wie konnte das alles geschehen“ nicht nur etwas mehr Licht in den Absturz, sondern auch in die offenbar kriminellen Machenschaften dieser ehemaligen „Jörg Haider Bank“.

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