SATIRE

Ex- Innenminister Otto Schily: „Geld stinkt nicht, auch nicht Geld aus dem demokratischen Kasachstan“

Dr. Alexander von Paleske —– 14.6. 2014 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Otto Schily
Rechtsanwalt
Ex Bundes-Innenminister
Verfasser des Law and Order „Otto-Katalogs“
Villenlage 1
Berlin-Grunewald

Guten Morgen Deutschland

gestern erschien eine SPIEGEL Ausgabe mit drei Fotos auf der Frontseite. Neben dem meinigen noch die des Ex-Bundespräsidenten Horst Köhler und des Ex Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

Titel: „Die Verführung“.

Unsere Konterfeis sind so platziert, als seien wir eine Verbrecher-Gang, wie seinerzeit die Terroristen von der RAF, deren Verteidiger ich war.


1970 in Berlin ……..Als ich Horst Mahler verteidigte


1968 – Als ich Gudrun Ensslin verteidigte

Gier vorgeworfen
Uns wird vorgeworfen, aus Geldgier uns mit dem Präsidenten Kasachstans, Nursultan Nazarbajew, eingelassen zu haben. Dass wir, gegen sechsstellige Euro-Beträge, zu seinen engsten Beratern wurden, um mitzuhelfen, eine gute Presse für Nursultan in Deutschland zu bekommen. Aber auch, um dafür zu sorgen, dass sein ehemaliger Schwiegersohn und Geheimdienstchef Rachat Alijew für den Rest seines Lebens hinter Gittern landet.

SPIEGEL übergeschnappt
Ich glaube, der SPIEGEL ist übergeschnappt.

Dann noch ein erbärmlicher Kommentar von diesem Jürgen Dahlkamp auf SPIEGEL-online: „Geld frisst Gewissen“

Zutreffend ist:
Ich habe einen Vertrag mit Nursultan abgeschlossen mit dem Versprechen, unter Einsatz meines Kontakt-Netzwerks, wozu viele ehemalige Regierungsmitglieder aber auch Tintenkulis in Pressehäusern, darunter auch der SPIEGEL, gehören, dafür zu sorgen, dass Kasachstans Nursultan als das dargestellt wird, was er wirklich ist:

– ein aufrechter Demokrat, der nur das Beste für sein rohstoffreiches Land will,

– von seinen Untertanen abgöttisch geliebt, und deshalb mit 95% der Wählerstimmen immer wiedergewählt wird.

– der nur durch harte Arbeit ein steinreicher Mann geworden ist, dessen Vermögen deshalb rund 14 Milliarden Euro beträgt.

– der nur unabsichtlich 2011 gegen tausende streikende Arbeiter wegen Unruhestiftung in Schanaosen etwas strenger vorging, und die Polizei dabei versehentlich 17 erschoss, vermutlich weil sie noch nicht mit deutschen Präzisionsgewehren vom Typ G36 ausgestattet waren.

Ex-Geheimdienstchef muss hinter Gitter
Parallel dazu hatte ich zugesagt, mich dafür einzusetzen, dass sein ehemaliger Schwiegersohn und Geheimdienstchef, Rachat Alijew ,der nach Europa aus Kasachstan abgehauen war, die volle Schärfe des Gesetzes zu spüren bekommt.

Alijew war bereits von der unabhängigen und absolut rechtsstaatlichen Justiz Kasachstans zu 40 Jahren Gefängnis wegen Entführung der Bankmanager Scholdas Timralijew und Aibar Chanesow am 31.1. 20007, und Hochverrats wegen des Versuchs, mich zu stürzen, verurteilt worden.

Später stellte sich heraus, dass die Entführungen tatsächlich mit Morden nach ausgiebiger Folter endeten, wie der Rechtsmediziner Tsokos von der Charite in Berlin nach der Leichenöffnung feststellen konnte.

Also nicht nur Entführung, sondern auch Folter und Mord.

Hinzu kommen noch massive Geldwäschevorwürfe, auch aus Deutschland.

Waschmaschine und Durchlauferhitzer waren offenbar unter anderem die technisch bankrotten Recycling-Metallwerke Bender in Krefeld.

Austrische Justiz weigerte sich
Trotzdem weigerte sich die austrische Justiz mit fadenscheinigen Argumenten, diesen Verbrecher in das demokratische Kasachstan auszuliefern, und somit seiner gerechten Strafe zuzuführen.
Nun starb er leider in seiner Zelle in Wien vorfristig am 24.2. 2015


Richat Alijev – 1952 – 2015

Feinde Kasachstans lügen
Die Feinde Kasachstans behaupten, Nursultan habe von diesen Morden gewusst, sie gebilligt, und von der Geldwäscherei profitiert. Das ist einfach erstunken und erlogen. Nursultan macht so etwas nicht. Deshalb hatte ich auch keine Skrupel, mich Nursultan anzudienen.

Nicht alleine
Ich stehe da keineswegs alleine:

– der ehemalige britische Premier Tony Blair war ebenfalls Berater Nursultans – gegen ein Millionengehalt

– ebenso die einstigen Präsidenten der EU-Kommission Romano Prodi und der ehemalige austrische Bundeskanzler und Bilderberger Alfred Gusenbauer, den nur böswillige Menschen Alfredo Gruselbauer nennen.

Hochanständige Besucher
Auch von hochanständigen hochrangigen Politikern des Westens erhielt mein Nursultan regelmässig Besuch:

– Ex- US-Präsident Bill Clinton kam 2005. Im Schlepptau der Minenmogul und Clinton-Freund Frank Giustra, dem Clinton half – gegen erbitterte Konkurrenz – den Zuschlag zur Ausbeutung der Uranminen Kasachstans zu bekommen. Bei dieser Gelegenheit lobte Clinton die Verbesserung der Menschenrechte.


Wunderbare Freundschaft, Giustra (r) Clinton (m)

– der ehemalige US- Vizepräsident Dick Cheney

– der ehemalige US-Aussenminister Henry Kissinger

– der ehemalige US-CIA-Chef George Tenet

waren gern gesehene Gäste Nursultans.

Auch Freund von Genscher
Nursultan ist auch ein Freund des ehemaligen Bundesaussenministers Hans Dietrich Genscher, mit dem er sich anlässlich des Staatsbesuchs 2012 in Deutschland in den Räumen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik traf.

Originalton Genschers:

„Mich hat beeindruckt, mit welcher Klarheit Sie den Weg ihres Landes vorgezeichnet haben.“

Nur diese erbärmlichen Gutmenschen von Amnesty international behaupten, dieser vorgezeichnete Weg sei mit Leichen, Folter, und Willkürjustiz gepflastert. Ich halte das für eine grobe Lüge:

– Denn sonst würden ja wohl kaum Deutsche Konzerne wie Linde, Siemens und Thyssen Krupp mit Nursultan Millionengeschäfte abschliessen.

– denn sonst hätte BK Angela Merkel ihn ja wohl kaum zum Staatsbesuch 2012 nach Deutschland eingeladen, und wie einen alten Freund begrüsst.


Nursultan, Merkel – Staatsbesuch in Deutschland 2012 – Screenshot Dr. v. Paleske

Riesige Bodenschätze
Natürlich ist Kasachstan ein wichtiger Handelspartner, es besitzt riesige Vorkommen an Uran, Eisenerz, Gas, Erdöl und dazu noch die Seltenen Erden, für die Herstellung von Laptops, Handys, und Tablet-Computer unersetzlich.

Aber die Politik der Bundesrepublik war schon immer: Kein Handel mit Ländern, die nicht als demokratisch bezeichnet werden können.

Was soll also dieser erbärmliche SPIEGEL-Artikel?

Im übrigen hat der SPIEGEL offenbar vergessen: Geld stinkt nicht – Pecunia non olet – das wussten schon die Römer.

Lächerliche Pensionen
Schliesslich möchte ich noch auf folgendes aufmerksam machen: Die Pensionen, die wir nach härtester Arbeit als Minister bekommen, sind einfach erbärmlich niedrig. Damit lassen sich nicht meine vielen Ausflüge in die Toskana und mein gehobener Lebensstil bezahlen.

Versuche, diese Pension auf dem Rechtswege erhöht zu bekommen, sind leider zum Scheitern verurteilt, wie der Fall des ehemaligen Bundesfinanzministers Hans Eichel nur allzu deutlich zeigt, der letztlich vor dem Bundesverwaltungsgericht kein Recht bekam.

Wie sind daher selbst nach Jahren der Tätigkeit im Dienste des Deutschen Volkes gezwungen, nach unserer Pensionierung noch Geld dazu zu verdienen.

Mir in diesem Zusammenhang Gier vorzuwerfen, ist eine böse Beleidigung des SPIEGEL, gegen die ich mich gerichtlich zur Wehr setzen werde.

Ich stehe zu meinen Verträgen, zu meiner Vergangenheit, und zu Nursultan

Gute Nacht Deutschland

Otto Schily

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