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Taxi-Konkurrent Uber: Nach Zoff in Deutschland und Frankreich nun Südafrika

Dr. Alexander von Paleske — 11.7.2015 —- „Arschloch Taxi“ nannte der Chef von der US-Jedermann-Taxi-Vermittlung“ Uber, Kalanick, seine Konkurrenten, denen er Marktanteile abjagen will. Ein Modell, bei dem vor allem Uber reich, das geordnete Personenbeförderungs-Gewerbe ausgehebelt wird, und den Taxifahrern der soziale Abstieg droht.

Ein Gewinner – viele Verlierer
Es gibt dabei vor allem einen Gewinner, und der heisst Uber. Kalanicks Firma, angeblich 40 Milliarden US Dollar wertvoll, kassiert von jeder Vermittlung 20%. Eigene Vorhaltekosten: gering. Wie schön!

Rechnung ohne Wirte
Allerdings hatte Kalanick die Rechnung für sein Deregulierungsvorhaben offenbar ohne zwei Wirte gemacht: Die Taxifahrer und die jeweiligen Ländergesetze, welche die Personenbeförderung regeln.


Uber …….Zoff auch in Südafrika.

Kalanick will das Jedermann-Taxi, und damit Geld verdienen – viel Geld. Jeder die ein Auto hat, das nicht älter als neun Jahre ist, darf Taxifahrer werden. Die Realität sieht jedoch anders aus:

– Spanien hat Uber kurzerhand verboten

– In Frankreich machte Uber – trotz Gerichtsurteilen, die für Uber negativ ausgingen , einfach weiter. Darauf griffen die Taxifahrer zur „Selbsthilfe“: es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, worauf Uber seine Geschäfte in Frankreich – vorerst – einstellte.

– In Deutschland untersagte das Landgericht Frankfurt den Uber-Pop-Betrieb, worauf Uber sich vorerst auf das Mietwagengeschäft verlegte. Konflikte mit den Taxifahrern stehen möglicherweise auch hier ins Haus.

– In Südafrika wollte Uber sich auch ein paar schöne Dollar verdienen, auch hier rebellierten die Taxifahrer und die Provinzregierung in Gauteng (Grossraum Johannesburg) erklärte mittlerweile, Uber verstosse gegen die Gesetze.


Saturday Star Südafrika,11.7. 2015

Hinzu kommt, dass die Uber-Vermittlungsgebühr mit Devisen bezahlt werden muss – das Uber Vermittlungsgeld fliesst in die USA, und zwar aus einem Land, das die Devisen zur Einfuhr nicht lokal hergestellter Güter selbst benötigt.

Dass es sich bei der Uber-Vermittlung um ein notwendiges, nicht lokal hergestelltes Gut handelt, kann wohl kaum behauptet werden.

Keine Maschinenstürmerei
Wir hatte in mehreren Artikeln bereits dargelegt, warum Uber keinerlei signifikanten Fortschritt darstellt. Vielmehr muss jetzt konstatiert werden, dass Uber die sozialen Spannungen erhöht, und zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in vielen Ländern führt.

Bei den Aktionen der etablierten Taxifahrer handelt es sich keineswegs um „Maschinenstürmerei“, also die gewaltsame Behauptung von Positionen gegen den Fortschritt, den Uber kaum für sich reklamieren kann, sondern um einen Kampf gegen den sozialen Abstieg durch Deregulierung eines geordneten Geschäftszweigs.

Fazit:
Uber braucht die Deregulierung der Personenbeförderung international, aber die Welt braucht weder die Deregulierung noch Uber.

So einfach ist das!

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