SATIRE

Israels Premier Benyamin Netanyahu: So machen wir Zukunft in Israel

Dr. Alexander von Paleske — 24.10. 2015 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Beyamin Netanyahu
Premier Israels
Regierungspalais
Jerusalem
Israel

Guten Morgen Deutschland,

als israelischer Premier möchte ich mich heute direkt an das Deutsche Volk wenden, um unsere fortschrittliche Politik im Nahen Osten ein wenig näher zu erläutern:

Natürlich auch um unseren Freunden in den Medien, wie z.B. Josef Joffe von der einflussreichen Wochenzeitung DIE ZEIT, ein wenig Argumentationshilfe zu geben.


Benyamin Netanyahu ……Argumentationshilfe für unsere Freunde

.
Zur Klarstellung.
Zunächst einmal zur Klarstellung: In Sachen Palästinenserstaat reden wir grundsätzlich mit gespaltener Zunge: Hier in Israel ist das überhaupt kein Thema, jedenfalls so, wie es das westliche Ausland versteht, also Westbank mit Hauptstadt Ost-Jerusalem.

Den westlichen Ländern gaukeln wir prinzipielle Gesprächsbereitschaft vor. Gleichzeitig schaffen wir Fakten, fressen wir uns mit unseren Siedlungen weiter, weiter und weiter in das Palästinenserland hinein.

Von der 1967 besetzten Westbank ist nur noch ein palästinensischer Flickenteppich mit 50% des ursprünglichen Landes übrig geblieben, sehr erfreulich.

Jüdisches Eigentum
Es handelt sich weder in der Westbank, noch in Ost-Jerusalem, um palästinensisches Gebiet, sondern um jüdisches Siedlungsland, das vor zweitausend Jahren von unseren Vorfahren verlassen, aber niemals aufgegeben wurde.

Damit sind die Eigentumsverhältnisse klar: Die Palästinenser halten sich illegal auf unserem Staatsgebiet auf, und das werden wir Zug um Zug rückgängig machen.

Zwar widerspricht das dem Völkerrecht, aber wir beziehen unsere Rechtspositionen direkt aus der Bibel. Das Völkerrecht interessiert uns in diesem Zusammenhang überhaupt nicht.

Nie mit Friedlichkeit gerechnet
Dass unsere Landrücknahme friedlich ablaufen kann, damit haben wir nie gerechnet. Vielmehr war zu erwarten, dass ein paar Palästinenser Amok laufen würden, so wie jetzt mit ihren Messerattacken, weil sie für sich keine Zukunft mehr sehen. Dabei bieten wir in Israel Arbeitsplätze im Niedrigstlohnsektor für diese Volksgruppe an.

Mit eiserner Faust und Kollateralschäden
Wir werden mit eiserner Faust dagegen vorgehen, und fassen auch eine allgemeine Volksbewaffnung ins Auge.

Da kann es sicherlich ein paar Kollateralschäden geben, wie zuletzt in der abgelaufenen Woche, wo versehentlich ein orthodoxer Jude für einen Palästinenser gehalten und erschossen, und ein jüdischer Mitbürger, aus Eritrea stammend, von aufrechten und wachsamen Israelis versehentlich gelyncht wurde.

Parallel dazu gehen die Sprengungen von Palästinenserhäusern in Ost-Jerusalem, und die aussergerichtlichen Erschiessungen von Feinden Israels in der Westbank, unvermindert weiter.
Auch ein paar steinewerfende Demonstranten werden erschossen.

Das Grossmufti-Märchen
Um die Palästinenser als Täter, und nicht als Opfer unserer Politik darzustellen, habe ich das Grossmufti-Märchen erfunden: Den Grossmufti von Jerusalem beschuldige ich jetzt, für den Holocaust verantwortlich gewesen zu sein.


Grossmufti Mohammed Amin al-Husseini von Jerusalem ……..Judenvernichtung vorgeschlagen

Das Märchen besagt, der habe Adolf Hitler 1941 bei seinem Besuch in Berchtesgaden erst auf die Idee der Judenvernichtung gebracht.

Ein- für allemal
Um es ein- für allemal klarzustellen: Israelis und Araber können nicht zusammenleben, das verbietet schon unsere Herrenrasse-Mentalität, die unser Glaubensbruder Daniel Cohn-Bendit bereits vor 40 Jahren in Israel feststellte..

Die Herrenrasse-Mentalität hat sich vielmehr Zug um Zug verfestigt, wie unsere Mitbürgerin Yael Ronen im ZEIT-Magazin vom 8.10. 2015 zu Unrecht beklagte.

Diese Dame Yael Ronen verstieg sich noch dazu zu folgenden Bemerkungen:

„Israel wird immer undemokratischer, immer rassistischer, immer schamloser und immer rechtsextremer“.


Yael Ronen

Darauf antworte ich nur: Na und? Schliesslich müssen wir die Palästinenser loswerden. Zuerst vollständig aus Jerusalem, und dann in der Westbank in ein paar Ghettos zwängen, die wir von hohen Mauern umgeben werden.

Als Ausweichroute bieten wir den Weg über den Balkan nach Deutschland an. Deutschland schafft das, wie deren Kanzlerin Merkel betonte.

Mittlerweile hat sich auch die illusionsreiche israelische „Peace Now“ Bewegung weitgehend in Luft aufgelöst. Sehr erfreulich.

Keine Alternativen
Die Alternativen sähen so aus:

– Ein Palästinenserstaat, also die Zwei Staaten-Lösung – das kommt überhaupt nicht in Frage, wie ich bereits ausgeführt habe.

– Die Integration aller Palästinenser in einen jüdischen Staat. Das ginge nur, wenn wir denen kein Wahlrecht geben würden, ansonsten würden wir Juden keinen eigenen Staat mehr haben. Also die Einführung einer Art Diktatur. Das widerspricht unserem Demokratieverständnis.

So bleibt nur die von uns eingeschlagene Marschroute. Damit wird sich auch der Westen abzufinden haben, auch wenn wir noch ein wenig von der surrealen Zwei-Staaten-Lösung denen gegenüber reden.

Schalom

Beyamin (Bibi) Netanyahu
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