SATIRE

Staatspräsident Erdogan: Jetzt geht es den Kurden und dem IS an den Kragen

Dr. Alexander von Paleske — 23.8. 2016 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Tayyip Erdogan
Staatspräsident der Türkei
Präsidentenpalast
Ankara
Demokraturische Republik Türkei

Guten Tag türkische Untertanen,

während die Säuberung von diesen Gülen-Anhängern im öffentlichen Dienst, der Armee, und der Richterschaft nach dem fehlgeschlagenen Putsch planmässig weitergeht, habe ich jetzt radikale Änderungen in unserer Taktik gegenüber Syrien im allgemeinen, und den Kurden insbesondere beschlossen :

Bisher sah es so aus: Der Aufstand der Sunni-Salafi-Terrroristen vom islamischen Staat (IS) im Irak und in Syrien kam uns gerade recht. Unsere Hauptfeinde, die Kurden, waren auch die Feinde der IS-Terroristen. Und natürlich der alawitisch-syrische Präsident Assad

Meines Feindes Feinde……..
Nach dem Motto:

„Meines Feindes Feinde sind meine Freunde“

kippten wir ordentlich Öl ins irak-syrische Aufstandsfeuer, in der Hoffnung, die Kurden und der IS würden sich gegenseitig so massakrieren, dass von ihnen wenig nur übrigblieb.

So liessen wir die IS-Terror-Internationalisten aus Europa, aber auch aus Tunesien und Marokko nahezu ungehindert über unser Staatsgebiet nach Syrien einreisen.

Das lief am Anfang ganz vorzüglich, siehe Kobane, wo sie sich gegenseitig hohe Verluste beibrachten. Allerdings musste ich bereits damals zu meinem Schrecken feststellen, dass dort die Terror-Kurden die Oberhand behielten.

Unerwünschte militärische Erfolge

Das wurde noch schlimmer, als die Kurden eine Stadt nach der anderen dem IS entrissen, unterstützt auch noch von unserem NATO Partner USA & Co. Sogar US-Special Forces halfen den Kurden am Boden..

Das nächste Ziel unserer Kurden-Feinde war die IS- Hochburg Raqqa. Eine weitere Etappe mit dem Endziel, nach Vernichtung des Terror-IS einen eigenen Kurden-Staat auszurufen, der auch letztlich Teile von unserem heiligen Staatsgebiet im Südosten umfassen sollte.

Neben den Attentaten der PKK auf unserem Boden – den Waffenstillstand zwischen uns hatte ich ja aus wahltaktischen Gründen aufgekündigt – fing auch der IS mit Selbstmord-Tötungen auf unsrem Boden an: dem Atatürk-Flughafen in Istanbul, und vorgestern bei einer Hochzeitsfeier in Gaziantep.

Diese Terror-Kalifaten wollten sich offenbar dafür rächen, dass der Nachschub von Terrorbrüdern über unser Territorium nicht mehr reibungslos läuft, und das Endziel dieses Pseudokalifen Abu Bakr al Bagdadi offenbar auch noch die Einverleibung unseres Staates in ein Terror-Kalifat sein sollte.

Kragen geplatzt

Jetzt ist mir endgültig der Geduldsfaden gerissen. Jetzt ist Schluss damit. Unsere Salafisten-Freunde von der Al Nusra Front und anderen fälschlicherweise als gemässigt angesehenen Rebellengruppen die ja auch von unseren Sunni-Glaubensbrüdern in Saudi-Arabien und Katar mit Waffen und viel Geld unterstützt werden, und die wir in der Zukunft als Regierung in Damaskus sehen wollen, werden in den nächsten Tagen den IS mit Hilfe unserer Artillerie und Luftwaffe aus Nordsyrien vertreiben – Insch Allah

Gleichzeitig wird die syrische Armee die Kurden angreifen, und nicht mehr als heimlich Verbündete ansehen.

Ob PKK, YPG oder Peschmerga, Euch kurdischen Terroristen geht es jetzt an den Kragen. Das habe ich mit meinem neuen Freund Wladimir (Putin) so verabredet. Natürlich keine richtige Freundschaft, sondern ein reines Zweckbündnis auf Zeit mit einem Ungläubigen.

Den syrischen Präsidenten Assad wollen wir erst einmal da lassen, wo er ist, solange der auch auf die Kurden einprügelt. Den knöpfen wir uns zu einem späteren Zeitpunkt vor, wenn der IS davongejagt und die Kurden kleingemacht wurden.

Dann werden unsere Salafi Radikalinskis von Al Nusra & Co in Damaskus Teil einer Koalitionsregierung werden, und Assad ins Exil nach Moskau gehen, bis schliesslich die Sunni-Salafisten komplett die syrische Regierung übernehmen – Insch Allah.

Für die schiitische (alawitische) Minderheit wird es bald finster werden.

Nichts zu befürchten
Vom Westen, insbesondere von dieser Angela Merkel, werden wir keinen ernsthaften Widerstand zu befürchten haben. Wenn ich in Telefonaten mit dieser Kanzlerin nur das Wort Flüchtlinge in den Mund nehme, führt das bei ihr sofort zu Schweissausbrüchen.

Die EU wird weiter an uns Milliardenbeträge zahlen, nur um zu verhindern, dass ich die Schleusentore für eine neue Flüchtlingswelle öffne.

Ja, endlich geht es in Syrien voran – für uns versteht sich.

Euer Volksheld und erwählter Staatspräsident

Tayyip Erdogan

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