vermischtes

Die Ersten sind die Letzten – das Elend der First People (Indigene) in aller Welt

Dr. Alexander von Paleske —- 5.9. 2016 —- Sie waren die Ersten, die First People: in Australien die Aborigines, in den USA und Kanada die Indianer, im südlichen Afrika die Basarwa (Buschmänner).

Heute nichts
Ihnen gehörte das Land, bis sie von den Siedlern aus Europa davongejagt, dezimiert, mit Alkohol willfährig gemacht, und schliesslich in Reservate gepfercht wurden.

Heute gehört ihnen nichts mehr: auf ihrem angestammten Land wird enormer Reichtum gefördert, sei es aus Minen oder in der Landwirtschaft. Die Indigenen hingegen leben wie in der 3. Welt, gleichgültig wie reich die jeweiligen Länder sind.

In der letzten Zeit kamen die Schreckensnachrichten über das Leid der Indigenen vor allem aus Kanada:
In den Jahren von 1876 bis 1996 wurden mehr als 150.00 indigene Kinder den Eltern weggenommen, und in sogenannte Residential Schools gestopft, wo unerträgliche Zustände herrschten; Körperliche Gewalt gehörte bei den Lehrkräften zum Tagesgeschäft.

Traditionen herausgeprügelt
Die indigene Sprache und ihre Traditionen wurden im wahrsten Sinne des Wortes aus den Kindern und Jugendlichen herausgeprügelt.

6ooo Kinder starben in diesen Einrichtungen, Tausende wurden für den Rest ihres Lebens traumatisiert. Oftmals praktizierten sie die gleiche Gewalt, die sie selbst erlitten hatten, später in ihrer Familie, und wurden nicht selten trunksüchtig.

Diese erbarmungswürdigen Schicksale förderten wiederum den Rassismus der Siedlernachkommen, die nur mit Verachtung auf diese Eingeborenen blickten, und keinerlei Veranlassung sahen, etwas zur Änderung der Lebensbedingungen zu tun.

Die Folgen
Die Folgen sind heute zu besichtigen. Während Bergbau-Multis Riesenprofite mit dem Schürfen von Nickel, Ölsand und Diamanten machten und machen, blieb der indigenen Bevölkerung, auf deren angestammtem Land das stattfand, die Armut und Perspektivlosigkeit:.

– So förderte die Minenfirma De Beers Diamanten im Werte von 392 Millionen US Dollar aus der Victor Lake Mine, auf dem Gelände angesiedelt, das einstmals dem Indigenen von Attawapiskat gehörte, und ihnen 1930 weggenommen wurde – ohne nennenswerte Entschädigung versteht sich.

– Bei der Ölsand-Förderung und –Reinigung sind die Indigenen auch noch der massiven Umweltverschmutzung durch die dabei eingesetzten Chemikalien ausgesetzt.

Eine Welle von Selbstmorden
Nun erschüttert eine Welle von Selbstmorden den Norden Kanadas.
Nährboden sind die Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit der Indigenen.

Zum Beispiel die Gemeinde Attawasipat, 600 Meilen nördlich von Ottawa: Seit September 2015 haben von den 2000 Einwohnern 100 Menschen einen Selbstmordversuch unternommen.

Landesweit liegt die Selbstmordrate unter den Indigenen 10-20 mal höher, als unter dem Rest der kanadischen Bevölkerung.

Morde nicht aufgeklärt
Morde an Indigenen werden oftmals nicht aufgeklärt – ein Versagen der Polizei gefördert durch Desinteresse – oder sie werden gar fälschlich als Selbstmorde deklariert.

So sind seit 1980 rund 1200 indigene Frauen in Kanada entweder ermordet worden oder spurlos verschollen.

Die indigene Bevölkerung lebt in Behausungen zusammengepfercht, die oftmals vom Schimmelpilz befallen sind, oder in Zelten und ungeheizten Wohnwagen bei arktischen Temperaturen.

Das Gesundheitswesen in diesen Gegenden kann nur als miserabel bezeichnet werden. Die Lebenserwartung ist deutlich niedriger, als bei der übrigen Bevölkerung.

Wir berichteten bereits vor drei Jahren, wie Indigene in Kanada von gewissenlosen Ärzten mit Opioiden gefüttert und süchtig gemacht wurden:

Unter Teenagern und Erwachsenen aus der Community der Indigenen, auch als Aborigines bezeichnet, hat eine Drogensucht um sich gegriffen, die ihresgleichen sucht. Eine Drogensucht, von gewissenlosen Ärzten des staatlichen Gesundheitsdienstes per Rezeptblock in die Wege geleitet.

Mittlerweile nehmen schon 15% der Teenager in der Provinz Ontario / Kanada Opioide ein, vor allem Oxycodon. Selbst bei Schwangeren lag der Anteil nach einer Untersuchung der medizinischen Hochschule Ontarios bei 17%. Die Neugeborenen kamen gleich nach der Geburt in den Zustand des Drogenentzugs.

Der Anteil der Süchtigen unter Erwachsenen der Aborigines (Indigenen) liegt mittlerweile bei rund 50%.

Kriminelles Vertauschen von Babys
Nun stellt sich auch noch heraus, dass Babys in Entbindungskliniken vertauscht wurden, offenbar kein Einzelfall sondern gezielte kriminelle Akte.

Die hochangesehene Medizinzeitschrift LANCET veröffentlichte im Juli 2016 die Ergebnisse einer weltweiten Studie, welche

– geringere Lebenserwartung

– erhöhte Müttersterblichkeit

– Fehl- und Mangelernährung von Säuglingen und Kleinkindern

unter der indigenen Bevölkerung in 23 Ländern, verglichen mit der Mehrheitsbevölkerung belegt: Ob z.B. in Australien, Neuseeland oder Kanada.

Kanadas neuer Premier Justin Trudeau und seine Ministerin für die Indigene Bevölkerung haben nun viele Versprechungen gemacht.


Justin Trudeau (l), Sprecher der Indigenen (r)

Es bleibt abzuwarten, ob sich wirklich etwas ändern wird.

Ein Gedanke zu “Die Ersten sind die Letzten – das Elend der First People (Indigene) in aller Welt

  1. Babys vertauschen? Welches Ziel wird beim Vertauschen von Babys verfolgt? Das ist doch perfide. Was bringt das?

    Was macht De Beers mit seinem vielen Geld in Südafrika? Beteiligt es sich irgendwo erwähnenswert an gesellschaftlichen Projekten ausser Charity auf Golf-Turnieren wo $50.000,- zusammengekratzt werden?

    Apropos Aborigines:
    Hier hat jemand deren Flagge (schwarz, rot, gold) besonders hübsch in Szene gesetzt:
    http://emma-constance.deviantart.com/art/Australian-Aboriginal-Flag-2-148547477

    Zum kleinen Hoffnungsträger Justin Trudeau:
    Er kann erklären wie Quantencomputer funktionieren.

    Sonnige Grüße aus Kapstadt,
    Naumi

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