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„Where is my ship?“ Arctic Sea bleibt verschwunden

World Content News – Danke Russland. Wir haben alles gesehen. Die heldenhaft gerettete Mannschaft der Arctic Sea. Die bösen Entführer der Arctic Sea. Sogar ein Interview mit einem der gefangenen Piraten hast Du uns gezeigt. Du bist ein medienoffenes Land geworden, das nichts zu verbergen hat. Nur ein klitzekleines Souvenir vermissen wir noch: Das Objekt der Begierde – die Arctic Sea itself.


Fliegender Holländer: „Johohoe! Traft ihr das Schiff im Meere an?“

Was passiert eigentlich normalerweise bei einem Medienereignis wie diesem? Ja, die Schuldigen werden vorgeführt, die erschöpfte Crew wird freudig empfangen und – im Hintergrund – ganz groß – das Objekt, von dem in den letzten Wochen ständig die Rede war und inzwischen bei der Suchmaschine Google 7.880.000 Treffer vorweisen kann. Das ist normalerweise der Stolz und der Mittelpunkt jeder Pressestelle – seht her, das Schiff ist wieder da – wir haben es den Bösewichtern wieder abgejagt…

Aber nichts, njet, nicht mal ein kleines unscharfes Foto wird der Öffentlichkeit gegönnt. Statt dessen wird das Schiff eiligst in einen russischen Schwarzmeerhafen verschleppt. Das wirft noch mehr Fragen auf, als die ohnehin schon suspekte Geschichte mit der Entführung und dem Verschwinden des Schiffes.

Freilich – für manche sind damit auch alle Fragen beantwortet. Für diejenigen nämlich, die von Anfang an an eine Inszenierung geglaubt haben. Deren Verdacht sieht sich nun bestätigt: Da ist ein extrem krummes Ding gelaufen.

Und die westliche Mainstream-Presse, die vorher ohne zu murren und ohne mal nachzudenken folgsam jede behördliche Verlautbarung mitgeschrieben hat, spielt plötzlich verrückt. Von Waffenschmuggel ist die Rede, gar von versteckten Missiles, die in den Iran gehen sollten. IRAN! Das war das Stichwort, wo jetzt wieder alle hinter dem Ofen hervorgekrochen kommen und jeden Blödsinn mitschreiben, den „Experten“ von sich geben, Hauptsache man hat wieder was über den Lieblingsfeind zu kamellen.

Konkret geht es um vier (sic!) Marschflugkörper vom Typ X-55 (auch Kh-55, Nato-Codename: AS 15 Kent), berichtet die ukrainische (!) Zeitung „Obozrevatel„, die heimlich in Kaliningrad an Bord der Arctic Sea verbracht worden sein sollen.


Zugebrettert: Missiles aus dem Museum für den Lieblingsfeind Iran

OK – dann sind sie also erst mal seelenruhig hoch ins finnische Pietarsaari damit getuckert um Holz zu holen. Womöglich ganz offen, vielleicht unter Planen verborgen, falls das Schiff zu diesem Zeitpunkt nichts geladen hatte. Und dann sind sie – jetzt unter Holz versteckt – wieder zurück und anschließend wurde dieses Entführungsdrama veranstaltet, damit es auch auffällt oder wozu auch immer.

Ein Schwindel erregende Vorstellung. Was natürlich die Theorie nicht hinfällig macht, dass da etwas auf dem Schiff war, was dort nicht hingehörte.

Aber ein alter Geheimdiensttrick geht so: Schlage bei einem Schiff heftig mit den (Schwimm-) Flügeln, mit den drei anderen ziehst Du mit der heißen Ware husch um die nächste Ecke. Oder ein weiterer: Fixiere ein Ereignis auf einen bestimmten Zeitpunkt, um vom vorherigen Verlauf abzulenken.

Es muss auf jeden Fall einen gewichtigen Grund geben, wieso das Schiff bisher unsichtbar bleibt. Folgendes kommt in Betracht:

  • Es werden derzeit unerwünschte Spuren beseitigt, von einer Ladung oder von der Befreiung
  • Eine Gefahrensituation, welche auch immer, besteht weiter
  • Das Schiff ist entweder gesunken oder so schwer beschädigt, dass man es der Öffentlichkeit nicht plausibel machen könnte
  • Die Arctic Sea ist nicht die Arctic Sea. Ein anderer Frachter hat den AIS-Sender, die entsprechenden Papiere und den Anstrich. (Das letzte Archiv-Foto stammt von Dez. 2008).

In den letzten beiden Fällen würde dies wahrscheinlich früher oder später auffliegen, zumal inzwischen den europäischen Behörden ein Mituntersuchungsrecht nicht ausdrücklich abgesprochen wurde. Es sei denn, das Schiff fällt auf dem Weg nach Noworossijsk einem bedauerlichen Unfall zum Opfer.

Der zweite große Honey-Pot ist das AIS Signal der Arctic Sea aus dem Golf von Biskaya am 15.08, dessen Existenz später dementiert wurde. Es ist aber existent und wurde aufgezeichnet. Wenn es nicht die letzte Position der Arctic Sea war, dann wurde es entweder durch Manipulation geklont oder es wurde durch die Bergung des Senders ausgelöst.

Im ersten Fall konnten sich die Manipulateure sicher sein, dass das Signal nicht an Land ankommen würde, da die Empfangsstation Nantes seit Tagen abgeschaltet war und der Sender sich außerhalb des üblichen Empfangsbereiches befand. Das Pech war: An diesem Tag gab es wetterbedingte Überreichweiten.


Mysterium: Das doppelte Lottchen im Kielwasser der Arctic Sea

Und last aber auf keinen Fall least sind da noch die AIS-Spuren vor dem angeblichen Überfall am 22. Juli. Es entsteht der Eindruck, als wäre ein zweites Schiff mit der identischen Kennung der Arctic Sea in Abstand von etwa einer halben Stunde hinterhergefahren, und das etwa drei Stunden lang.

Diesen und anderen Fragen sollten die investigativen Sitzfleischreporter von der Presse auf den Grund gehen und sich nicht von ukrainischen Propagandapubsern raketenhaft in die Irre führen lassen.

Hier noch die Namen der Entführer, gegen die inzwischen Haftbefehl erlassen wurde: Alexei Andryushin, Yevgeny Mironov, Dmitri Bartenev, Igor Borisov, Vitaliy Lepin, Alex Boulet, Andrey Lunev und Dmitriys Savinf.

News:
Haftbefehl gegen Piraten
(n-tv.de, 21.08.2009)
Arctic Sea – Umweltschützer als Piraten?
(russland.ru, 21.08.2009)
Rogosin: „Arctic Sea“ war kein russisches „Irangate“
(Russland.ru, 20.08.2009)

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

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Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen

Dr. Alexander von Paleske – 21.8. 2009 — Alle reden jetzt vom Waffentransport für den Iran – wir nicht, denn das haben wir längst getan.

Bevor wir auf Spekulationen kommen, halten wir uns an die Fakten:

Die Arctic Sea verliess am 21. Juli 2009 den finnischen Hafen Pietarsaari, an Bord 6700 Kubikmeter Holz.

Zielhafen Algiers. Zuvor befand sich das Schiff in Kaliningrad für zwei Wochen „zur Reparatur“

Drei Tage später enterte ein Kommando das Schiff. Das Kommando bestand aus 8 Männern, osteuropäischer Herkunft. Auf ihren Pullovern war „Polis“ zu lesen, das schwedische Wort für Polizei.

19 Tage war das Schiff dann angeblich nicht auffindbar, schon hier gibt es widersprüchliche Meldungen.

Das Schiff wurde am 18.8 dann 500 km vor der westafrikanischen Inselrepublik Kap Verde „entdeckt“. Die Entführer und die 15 köpfige Mannschaft wurden an Bord eines russischen Kriegsschiffs genommen.

Gestern trafen die angeblichen Entführer, 11 Männer der Schiffsbesatzung und eine Gruppe von russischen Armeeangehörigen, welche die erste Befragung durchführen sollte, In Moskau ein.

Zum Transport wurden drei Transportmaschinen des Typs Ilyushin IL 76 verwendet, Transportflugzeuge, die auch Panzer befördern können.

Die Crew der Arctic Sea wurde zusammen mit den angeblichen Entführern in das Geheimdienst-Gefängnis Lefortowo eingeliefert, zur Befragung wie es hiess.

Der israelische Staatspräsident Shimon Peres traf in Sotchi am 18.8. 2009 mit dem russischen Staatspräsidenten Medwedew zusammen.Am gleichen Tag kam die Besatzung der Arctic Sea frei. Hauptthema: Iran.

INDIZIEN
Normalerweise hätte man wohl erwarten dürfen, dass die Crew mit rotem Teppich empfangen würde, deren Familien am Flughafen.
Ebenfalls die internationale Presse und Fernsehteams aus aller Welt. Erste Erlebnisberichte.

Nichts davon. Stattdessen Einlieferung ins berüchtigte Lefortowo-Gefängnis.

Die Befragung der Crew dort sollte nach offiziellen Angaben dem Zweck dienen, herauszufinden, ob jemand aus der Crew mit den Entführern zusammengearbeitet hatte.

Eine derartige Vorgehensweise darf man wohl kaum annehmen, wenn es sich um eine „normale“ Entführung handelte, wohl aber dann, wenn sich noch eine geheime Ladung an Bord befand und möglicherweise ein Besatzungsmitglied die Info – an wen auch immer – weitergeleitet hat.
.
Kein Angehöriger der Crew konnte bisher mit seiner Familie sprechen, Familien, die vermutlich Tage der Angst und Panik hinter sich hatten.

Das Schiff steuert nun auch nicht Algiers an, um die Holzladung zu löschen, sondern offenbar mit der Ladung einen russischen Schwarzmeerhafen.

SPEKULATIONEN
Wir haben von Anfang an den nicht unbegründeten Verdacht geäussert, dass die Ladung wohl letztlich für den Iran oder aber Syrien bestimmt ist, und haben uns heftige, allerdings vorwiegend unqualifizierte, Kritik eingehandelt.
Nunmehr wird diese Vermutung national und international geäussert.

Raketen für den Iran?
Konkreter: Es soll sich um hochmoderne Luftabwehrraketen des Typs S 300 handeln.


Boden-Luftrakete S-300

Sollte sich diese Version bestätigen, dann gibt es praktisch nur ein Land, das extrem heftiges Interesse hat, diese Lieferung zu unterbinden: Israel. Auch das haben wir in unserem ersten Artikel bereits dargelegt.

Was ist mit der Lösegeldforderung?
Die Höhe und die Art und Weise der Forderung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.
Es könnte durchaus sein, dass diese Forderung als falsche Fährte ausgelegt wurde.

Und die Kapercrew?
Da könnte es sich durchaus um Leute handeln, die für entsprechendes Geld diesen Auftrag von einem ausländischen Geheimdienst übernommen haben.

Warum keine frühere Befreiung?
Die NATO wusste ja nach eigenen Angaben die ganze Zeit, wo sich das Schiff jeweils befand. Man hätte daher eine zügige Befreiungsaktion erwarten dürfen.

Erklärung aus Brüssel und von anderswo: „Wir hätten erheblichen Aerger mit den Russen bekommen“

Das Schiff ist in Malta registriert, die Reederei ist finnisch, lediglich die Besatzung ist russisch. Die Kaperung fand in schwedischen Hoheitsgewässern statt.

Damit hätte das Zugriffsrecht und die Zugriffsverpflichtung klar bei europäischen Ländern gelegen. Aber die Ladung, so sie denn mehr war, als nur finnische Holzlatten, wäre dann entdeckt worden. Und damit könnten dann keine Pseudoerklärungen und Ablenkmanöver mehr stattfinden. Der Skandal, so er denn einer ist, wäre aufgeflogen.

Da drängt sich der Verdacht auf, dass im Hintergrund längst hektische Verhandlungen liefen, z.B. ihr bekommt die Crew und das Schiff, im Gegenzug schafft die Ware zurück nach Russland, bei denen die NATO selbstverständlich nicht stören wollte..

Stoff für Hollywood
Dies sei ein Stoff für Hollywood hiess aus Kreisen der EU-Kommission. Eine einfache Geiselnahme ein Stoff für Hollywood? Wer soll das glauben?
Nun ja, Hollywood macht auch inhaltslose Filme.

FAZIT
Nur die Ladung schafft Klarheit

Nur wenn Klarheit über die wirkliche Ladung besteht, wird man endgültige Schlüsse ziehen können.

Eine derartige Aufklärung ist weder von der russischen Regierung zu erwarten, noch von einem „Dienst“ wie dem Mossad.

Man kann nur hoffen, dass ein Insider anfängt auszupacken – dann allerdings müsste er bei einem wirklichen Waffentransport wohl um sein Leben fürchten.

Bis dahin sind die genannten Indizien jedoch geeignet, an der offiziellen Version erhebliche Zweifel aufkommen zu lassen und unsere bereits vor 9 Tagen geäusserte Vermutung zu stützen, dass nämlich ein Geheimdienst, am ehesten der israelische Geheimdienst Mossad, hinter der Kaperung steckt. Dieser Verdacht wird mittlerweile selbst in der seriösen israelischen Zeitung Jerusalem Post geäussert.

E-Mail avpaleske(at)botsnet.bw

Nachtrag: Der Clickzähler war zwischenzeitlich ausser Betrieb.
Auch neu hinzukommende Backlinks wurden nicht registriert.

Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten
Arctic Sea – Die Besatzung ist frei, die Fragen bleiben
Geheimdienste in das Verschwinden der „Arctic Sea“ verwickelt?
Israel bereitet sich auf einen Vergeltungsschlag des Iran vor
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT
Greift Israel den Iran an ?
Sindbad, der Iranfahrer oder: wie man beim BND einen nutzlos gewordenen „Top-Spion“ los wird
Ein “investigativer“ israelischer Journalist und Geschichten, die der Mossad erzählte
Der Iran, das Atomprogramm und Ahmadinejad
linkIran: Der Krieg rückt näher
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
Prozess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich
linkNahost-Neue Eskalationsstufe erreicht
Lügen vor dem Irakkrieg und Vorbereitungen für den Irankrieg
linkIsrael has a long history of supplying Iran with weapons
US aganist Iran (Gerhard Merz)
linkA Coup for a Mountain of Wonga

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Dokumentation: Arctic Sea meets Arctic Spirit

World Content News – Arctic Sea wieder da – Mannschaft wohlauf hieß es in den letzten Meldungen. Doch auch die Presse ist zunehmend skeptischer geworden. Wer sagt uns denn, dass das Drama – wenn es denn überhaupt eins gab – inzwischen vorbei ist? Nachrichten Heute bleibt auf Kurs und hat ein Schwesterchen der Arctic Sea entdeckt, das kurz zuvor einen Unfall hatte. Und jetzt geht es in die Vollen: War es ein Versicherungsbetrug? Oder vielleicht doch ein stilles atomares russisch-finnisches Partnerschaftsprojekt?

Fangen wir von vorne an: Bevor die Arctic Sea Kurs auf den finnischen Hafen Pietarsaari nahm, hielt sie sich zwei Wochen lang auf der Pregol-Werft im russischen Kaliningrad auf. Dort ist sie angeblich repariert worden.

Am 18.07., am frühen Abend, das Schiff befindet sich auf Nordkurs nach Finnland, kommt es zu einer familiären Begegnung: Die „Arctic Sea“ dürfte etwa auf der Höhe von Gotland in Sichtweite an ihrem Schwesterschiff, der „Arctic Spirit“ (AIS hier, Foto hier) vorbeigetuckert sein, das südwärts in den englischen Kanal unterwegs war. Die Arctic Spirit wird ebenfalls von der finnisch-russischen Reederei Solchart gemanagt und sollte ursprünglich nach dem Willen der Eigentümer für Erdgastransporte umgebaut werden. Sie fährt erst seit kurzem unter der Flagge von Malta (vorher Bahamas, Teekay Ltd).


Arctic Sea, Arctic Spirit: Auf dem Holzweg oder des Rätsels Lösung?

OK- eigentlich nichts Besonderes. Warum sich eine Beschäftigung mit diesem Schiff dennoch lohnen könnte: Zum einen sind alle Webseiten, die Solchart als Manager ausweisen, kürzlich gelöscht worden und befinden sich nur noch im Google-Cache. Der nächste Schock folgt auf dem Fuße: Am 16. Juli 2009 berichtet die finnische Zeitung „Kymen Sanomat“ folgende Begebenheit:

LOVIISA. The timber was loaded, the ship called the Arctic Spirit began to flood Valkonen port of Loviisa. Eastern Uusimaa rescue received a notification of a sinking ship on Wednesday evening. The water has been pumped up about. Water flooding of the ship began in the engine room, but the precise cause of water entry is not yet known. The ship would have been ready to go.

(finnisch-englische Übersetzung, Quelle im Original)

Loviisa ist eine Stadt an der Südostküste Finnlands. Dort brütet auch ein Atomkraftwerk sowjetischer Bauart namens Olkiluoto vor sich hin, und ein Endlager lässt ebenfalls grüßen. Klick? Soviel Pech aber auch für diesen Reeder – zwei große Vorkommnisse innerhalb einer Woche – oder waren es gar keine?

Rekonstruktion: Das Schwesterschiff hatte also in Finnland ebenfalls Holz geladen, Wasser war in die „Arctic Spirit“ eingedrungen. Möglicherweise Beschädigungen im Maschinenraum, vielleicht war auch die Holzladung betroffen. Dieses Schiff trifft sich zwei Tage später mit der Arctic Sea am 18.07. vor Gotland, die zu diesem Zeitpunkt ohne Ladung gewesen sein dürfte. Oder sie hatte eben doch etwas aus Kaliningrad an Bord (siehe unten), das beim Stelldichlein „über die Reling ging“.

Eine andere Quelle aus Russland (Maritime Sovfracht) bestätigt sowohl den Unfall als auch den Operator:

Leaks in the engine department of the Russian dry cargo ship, Finland
July 16, discovered a leak in the engine department of the Russian dry cargo ship Arctic Spirit, when the Finnish port of Loviisa. That is all that is known. Bulk carrier Arctic Spirit (formerly Peacock Vinogradov) – 7850 deadweight tons, built in 1987, the flag of Malta, the operator Solchart Arkhangelsk Ltd Arkhangelsk.
(russisch-englische Übersetzung)

Aha. Da verwundert es nicht – das stand u.a. auch in der taz:

„…Auch Michail Wojtenko, Chefredakteur des Fachdienstes Sovfracht Maritime Bulletin (siehe oben) glaubt an die Theorie einer „geheimen Ladung“, möglicherweise in Kaliningrad an Bord genommen. Er vermutet eine wie immer geartete „staatliche Beteiligung“. …(Quelle)

Folgt man seiner Theorie, bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen: Hat die Arctic Sea etwas nach Pietarsaari mitgebracht oder die Arctic Spirit etwas von Loviisa herausgeschafft? Oder umgekehrt, oder war gar noch ein drittes Schiff von Solchart im Spiel? Oder, oder … die Hirnrinde dreht sich weiter.

Übrigens, Wojtenko hat inzwischen die Segel gestrichen: „Für mich ist die Sache vorbei“.

Wer den obigen Quellen nicht glaubt, sogar einen deutschen Bericht gibt es inzwischen:

Frachter hatte Wassereinbruch im Maschinenraum
( 17.7.09 ) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter „Arctic Spirit“, 6.395 BRZ (IMO-Nr.: 8419128) erlitt am 16.7. im Hafen des finnischen Loviisa einen Wassereinbruch im Maschinenraum. Das Schiff war dort am 12.7. von Felixstowe kommend eingetroffen. Das Schiff gehört zur Klasse der Holzfrachter, die in der Vergangenheit mehrfach durch Untergang oder Ladungsverlust auffielen. Schwesterschiffe sind z.B. die im Ärmelkanal gesunkene „Ice Prince“, die „Kodima“ und die „Sinegorsk“.

(Quelle: Seenotfälle Juli 2009)

Wer ist Solchart Management? From lloydslist.com:

Solchart Arkhangelsk is one of three companies within a small group involved in chartering of dry cargo vessels for the transport of timber, predominantly from Finland, but also from Sweden and, to a lesser degree Russia. Mostly they serve on long-term contracts with major timber exporters, including Finnforest and Rauma-Enso, also known as Rets Timber.

The group controls five general cargo ships. In addition to Arctic Sea, these include 1996-built, 7,239 dwt Arctic Sky; 1987-built, 7,850 dwt Arctic Spirit; 1990-built, 7,850 dwt Arctic Star; and 1990-built, 7,075 dwt Solombala. All are ultimately owned by single shipowning companies registered in Liberia and Malta.

Quelle (Cache)

Fehlt noch die Meldung: Die Arctic Sea soll bei ihrer Befreiung aus Piratenhand beschädigt worden sein. Doch Versicherungsbetrug mit staatlicher Beihilfe? – oder siehe oben.

Punkt. Aus. Letzter Beitrag zu diesem Thema auf WCN. Spekulieren und untersuchen mögen ab jetzt andere, mehr als ein kleines Bullauge lässt sich mit Internetrecherchen alleine bei diesem Kaliber nicht aufmachen … Die jüngsten Märchenversionen wie immer bei Google News. Mit etwas Glück findet man ja vielleicht dort auch bald die Arctic Spirit.

Arctic Sea: Bisherige Artikel von World.Content.News

Arctic Sea: Bisherige Artikel vom Seefahrer-Blog

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

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Arctic Sea – Die Besatzung ist frei, die Fragen bleiben

Dr. Alexander von Paleske – Die Besatzung der Arctic Sea ist heute freigekommen. Ueber die näheren Umstande gibt es aber bisher keine Angaben. Damit besteht nach wie vor Unklarheit, wer wirklich hinter dieser Affäre steckt.

Der von uns geäusserte Verdacht, dass Geheimdienste involviert sind, besteht nach wie vor.
Mittlerweile sind auch andere Medien auf diese Linie eingeschwenkt.

Folgende Fragen harren der Beantwortung. Erst mit deren umfassender Beantwortung wäre eine Aufklärung erreicht.

1. Was war – neben dem Holz – wirklich die Ladung des Schiffes?

2. Warum steuerte das Schiff nach dem Ueberfall in der Ostsee nicht den nächstgelegenen Hafen an?

3. War die Kapercrew noch an Bord, als das russische U-Boot auftauchte?

4. Wenn ja, wurden sie festgenommen? Welche Nationalität haben sie? Haben sie Aussagen gemacht?

5. Wenn nein, sind sie noch auf dem Schiff oder hatten sie das Schiff vor dem Auftauchen des U-Boots bereits verlassen?

6. Ist ein Teil der Ladung unterwegs auf ein anderes Schiff umgeladen worden? Oder in die See gekippt worden?

7. Wer stand hinter der Lösegeldforderung in Höhe von 1,5 Millionen US Dollar? Muss sie nicht angesichts des gesamten getriebenen Aufwands seitens der Kapercrew als offenbar „gering“ bezeichnet werden?

8. Handelte es sich um Trittbrettfahrer oder sollte sie lediglich als Ablenkungsmanöver dienen? Oder aber als Verschleierung einer zwischen zwei Staaten getroffenen Abmachung?

Nachtrag 18.8.2009 16.00h
Nach der Verhaftung 8 mutmasslichen Piraten – 4 Esten, zwei Russen und zwei Letten – haben sich einige der Fragen – vordergründig jedenfalls – möglicherweise erledigt. Aber vemutlich doch nicht.

Die kritische russiche Journalistin und Autorin Julia Latynina vermutet, dass radioaktive Substanzen an Bord des Frachters waren oder Raketen und der Mossad und/oder CIA dahinter kamen.

„Latynina says she believes the incident was neither a pirate attack nor involved ordinary cargo, but rather involved some kind of ‚highly illegal cargo‘. She says the cargo was possibly nuclear components or, more likely, weapons being sold to a Middle Eastern country.

„Latynina says she thinks there was a disagreement between the various people involved, and does not rule out the involvement of ’special services‘.“

In commentary appearing in The Moscow Times,
http://www.themoscowtimes.com/article/1016/42/380923.htm
Ms Latynina wrote that one among several hypotheses was that: „The Arctic Sea was carrying something, not timber and not from Finland, that necessitated some major work on the ship. Something that required dismantling the bulkhead, complete with gas cutting torches, during two weeks of ‚repair work‘ in Kaliningrad before the voyage, and something so large that it couldn’t be loaded for
something so large that it couldn’t be loaded for delivery onto just any little boat.

To put it plainly: The Arctic Sea was carrying some sort of anti-aircraft or nuclear contraption intended for a nice, peaceful country like Syria, and they were caught with it. And this wasn’t a one-time delivery. I’m not a believer in the omniscience of the CIA or Mossad, who might have somehow found out that on a certain date a certain old vessel would be delivering a certain little something. Most likely, it was a tried and true route that had been used successfully for quite some time. And now they’ve been caught.
http://www.thenational.ae/apps/pbcs.dll/article?AID=/20090819/GLOBALBRIEFING/908199991/-1/ART

Wir werden sehen.

Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten
Geheimdienste in das Verschwinden der „Arctic Sea“ verwickelt?


Kommentare

Einige Kommentare wurden aus redaktionellen Gründen gelöscht.

Leon (Gast) – 18. Aug, 13:23
Fragen
Bitte beantworten Sie mir folgende Fragen:

1. Sie schreiben ständig in Ihren Artikeln von „Wir“. Bei keinem anderen Autor von nachrichtenheute.ch finde ich dieses Verhalten. Wer ist denn „Wir“ bei Ihnen?

2. An welcher Rechtschreibung orientieren Sie sich? Sie überraschen mich und meinen Kindern stets von Neuem mit einer Häufung von Rechtschreibefehlern, die ich von einer umfassend studierten Persönlichkeit aber nicht erwarte.

3. Weshalb übergehen Sie die Frage, wo sich das Schiff „Arctic Sea“ jetzt befindet? Nachdem die russische Marine die Besatzung befreit hat und veröffentlichte, die Piraten hätten den Transponder sowie sämtliche Funk-Elektronik an Bord zeitweise ausgeschaltet, erstaunt es mich, dass die angeblich so heldenhaften russischen Militärs die Verschleierung beibehalten. Das Transponder-Signal der „Artic Sea“ fehlt ebenso wie auch das Signal des Schwesterschiffes „Artic Spirit“, das gestern noch Gibraltar passiert hatte und nun auch verschwunden ist.

onlinedienst – 18. Aug, 15:35
Fehler
Zu 2) Sehen Sie sich mal Ihren Satz „Sie ueberraschen mich und meinen Kindern“ an. Faellt Ihnen da was auf?

Zu 1) Wir sehen uns als Gruppe an und tragen gemeinsam zu den Beitraegen bei. Insoweit moechte ich den Kredit nicht allein in Anspruch nehmen.

Zu 3) Nun aber zum wesentlichen Teil Ihres Beitrags: Da haben Sie offenbar erheblich bessere Informationen, die ich/wir gerne und mit Interesse zur Kenntnis nehmen. Sie sind herzlich willkommen, hier dazu beizutragen entweder unter „ich“ oder „wir“.

Ich halte die ganze Angelegenheit nach wie vor nicht fuer abgeschlossen, siehe zum letzten Stand
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,643515,00.html

MfG

Dr. v. Paleske
bearbeiten – löschen

Leon (Gast) – 18. Aug, 19:03
Keine Fragen beantwortet
Schön, dass Sie meinen Test hinsichtlich des Erkennens sprachlicher Mängel bestanden haben. Damit beweisen Sie mir, dass Sie durchaus in der Lage dazu sind. Aber anstatt meine Frage zu beantworten, besitzen Sie nicht die Souveränität adäquat zu antworten, was leider auch die Fragen 2 und 3 impliziert. Ihnen zuliebe übergehe ich nun die Frage 2, weil Sie mich mit Ihrer mehr oder weniger gehässigen Antwort davon überzeugten, es mit dem Leiden einer mentalen Divergenz zu tun zu haben. Doch kann es denn sein, dass Ihnen nichts einfällt, um meine dritte Frage konkret zu beantworten? So wie Sie antworteten, müsste ich eine ganz andere Frage gestellt haben und ich finde es traurig, dass Sie sich offensichtlich sofort persönlich angegriffen fühlen. Wer solche Allwissenheit verbreitet, wie Sie es tun, von dem erwartete ein intelligenteres Verhalten und Antworten und plausible Einfälle. Da lese ich doch lieber gleich World Content News auf der Originalseite.

Rolf Böhl (Gast) – 18. Aug, 19:24
Gesalzene Sahnehäubchen
Hallo Leon, ich stimme Ihnen zu: Kein Journalist und bislang auch kein Blogger kam auf die Idee nach dem Verbleib des Schiffes seit dem Ende der Kaperfahrt zu fragen. Statt dessen wird munter weiter spekuliert. Es ist nicht sonderlich klug, auf eine angeblich kritische Journalistin zu verweisen, die es auch nicht besser versteht. Wer sich anmaßt über solchen Vorfall zu schreiben, sollte nicht mit Steinen um sich werfen und LeserInnen dazu auffordern seiner „Burschenschaft“ beizutreten bzw. Information zu liefern. Wer sich journalistisch betätigt, von dem verlange ich fundierte Recherchen und keine gesalzenen Sahnehäubchen als Ersatz, bevor er schreibt.
– löschen

onlinedienst – 18. Aug, 19:52
Ad Boehl
Na, dann legen Sie mal los.

Immerhin erfreulich, dass diesmal keine haltlosen Nazi-Vorwuerfe von Ihrer Seite erhoben werden.

Allerdings sollte Ihnen klar sein, dass die Infos, was wirklich an Ladung sich auf dem Schiff befunden hat, nur von Insidern kommen koennen, Indizien werden da kaum ausreichen, oder wenn die Crew anfaengt, auszupacken. Dazu bedarf es einfach der noetigen Kontakte. Hier ist wirklich investigativer Journalismus „vor Ort“ gefragt.

Was von hier aus geleistet werden konnte, ist , auf die ganzen Widersprueche der Meldungen hinzuweisen und daraus und aus den bekannten Tatsachen, sowie aus aehnlichen Vorgaengen in der Vergangenheit die entsprechenden Rueckschluesse zu ziehen, die natuerlich mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet sind, was auch ausgefuehrt wurde.

Vielleicht schreiben Sie noch was dazu auf newsbattery.

Gruss

AvP

.

Naumi – 18. Aug, 19:55
Burschenschaft
What a word! Ist das nicht diese Kai Diekmann (BILD) Fraktion (Welt usw.) vom Axel-Springer-Verlag?
Anyway.
Was heult Ihr, Leon (Gast) & Rolf Böhl (Gast) hier rum?
Es ist nur ein Blog ohne finanzielle Interessen, keine Meinungsmache.

Geht doch auf die aufgefuehrten Punkte dieses Blogeintrages ein?

rechtschreibfÄhler duerft ihr bähelten

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Geheimdienste in das Verschwinden der „Arctic Sea“ verwickelt?

World Content News – Am Samstag morgen wurde im Golf von Biskaya zwischen Bordeaux und Nantes ein Signal des Automatische Identifizierungssystems des seit zwei Wochen verschwundenen Frachters „Arctic Sea“ aufgefangen, das auch im Internet festgehalten ist.

Dumm nur: Statt des vermissten Holz-Schiffchens hat die französische Marine drei russische Kriegsschiffe ausgemacht, die sich zum Zeitpunkt des Signals vor Ort und Stelle befanden. Auch der Focus spekuliert: Das AIS-Gerät befinde sich möglicherweise nicht mehr an Bord der „Arctic Sea“.


AIS-Signal (15.08.): Kriegsschiff auf dem Holzweg

Nur um es noch mal festzunageln:

Eine russische Marine-Website meldete, am Samstagvormittag sei ein Signal der «Arctic Sea» aus dem Golf von Biskaya empfangen worden. Möglicherweise befinde sich aber das Gerät des Automatischen Identifikationssystems (AIS) nicht mehr an Bord des Frachters, schrieb die Seite «Sowfracht». Das Signal sei nach etwa einer Stunde verschwunden. Der französische Marinesprecher Kapitänleutnant Jerome Baroe dementierte die russischen Angaben und erklärte, das Signal sei von russischen Kriegsschiffen auf dem Weg vom Mittelmeer in die Ostsee gekommen.
Quelle

Die vielen Widersprüche und Ablenkungsmanöver, die seltsamen Schiffskurven zwei Tage vor dem angeblichen Hijacking – langsam droht es zur Gewissheit zu werden, dass sich die lächerliche Piratenstory zu einer skandalösen Geheimdienst- oder Militärangelegenheit ausweitet.


Holzfrachter (22.07.): Vor „Schiffsdurchsuchung“ (24.07.)
ziellos hin und her gekurvt

Welches Material da von wem, ausgerüstet mit dem AIS-System des Frachters, heimlich durch die Nordsee geschippert wurde, bleibt vorerst ebenso unklar wie der Verbleib des vermissten Schiffes.

Im Internet kursieren inzwischen Vergleiche mit dem Untergang der Estonia im Jahr 1994 oder zur israelischen Operation Plumbat von 1968.

Und als das deutsche Frachtschiff MS Wehr Elbe Anfang 2009 in Europa dabei ertappt wurde, wie es für den Gaza-Krieg 14.000 Tonnen Waffen heimlich und ohne Beförderungsgenehmigung nach Israel brachte, darunter befand sich auch der durch die Genfer Konvention geächtete „Weiße Phosphor“, schaltete es kurzerhand das Positionssystem aus.

Es ist fast schon folgerichtig, dass das Seeräubergarn jetzt erst mal weiter gesponnen wird. Inzwischen sind erste Lösegeldforderungen aufgetaucht. Die Medien springen dankbar drauf an. Bald wird man uns auch stolz die Schurken präsentieren können. Und den über Bord geworfenen AIS-Sender hat man natürlich gefunden und aus dem Meer geborgen.

Aber wer die letzten Tage aufmerksam verfolgt hat, ahnt, die Verwirrung war taktischer Natur, die Reederei war von Anfang an verwickelt und bei der NATO weiß man auch mehr, als man zugeben möchte.

Am Sonntag dann der nächste Versuch, die rumorenden Gerüchte abzuwürgen, was wiederum noch mehr Fragen aufwirft. Diesmal hat sich der Focus auf den finnischen Hafen von Pietarsaari verlagert, wo die „Arctic Sea“ 4.700 Tonnen Holz aufnahm und am Morgen des 22. Juli gegen 2:30 Uhr MESZ auslief.

Nach Gerüchten über eine mögliche atomare Fracht an Bord des Schiffes hat der Leiter der finnischen Strahlenschutzbehörde, Jukka Laaksonen, überraschend erklärt, die „Arctic Sea“ wäre vor ihrem Auslaufen auf Radioaktivität hin geprüft worden, die Messungen hätten jedoch nichts ergeben.

Grund für die Untersuchung seien „dumme“ Feuerwehrleute gewesen, die einen entsprechenden Verdacht auf radioaktive Verseuchung gehabt hätten. Man beachte: In seinem Statement kommt das Wort „stupid“ gleich vier Mal vor.

Blicken wir kurz zurück: Am Freitag nachmittag berichtete die finnische Zeitung „Österbottens Tidning„, die örtliche Feuerwehr habe einen „Tipp“ über Reste von Radioaktivität auf einem Lastenkai in Pietarsaari erhalten, Daraufhin seien Messungen veranlasst, aber gleich wieder abgebrochen worden, weil die finnische Strahlenschutzbehörde (STUK) eingeschritten sei und die Messungen für „nicht notwendig“ erachtet habe. Dies könnte nur in dem Fall geschehen, falls ein entsprechendes Ersuchen von der Polizei oder seitens der Regierung gestellt würde.

Die britische „Mail on Sunday“ wiederum, die mit Reportern vor Ort war, zeigt Bilder vom Wochenende, wo Offizielle den Kai mit Strahlenmessgeräten absuchen

Wer war denn da so hartnäckig – und warum?

Zum Schluss – wirklich nur am Rande – bemerkt 🙂

Der Golf von Biscaya, wo am Samstag das ominöse Signal aufgefangen wurde, ist derzeit von Schiffen wie leergefegt. Während sich bei Brest über 360 Schiffe tummeln, ist an der portugiesischen Atlantikküste bis hinunter ins südspanische Cádiz nur ein einziges auszumachen. Ist dort die Schweinegrippe ausgebrochen? Oder haben die Schiffe nur ihr AIS abgeschaltet, um Ortungen nicht zu behindern? (Stand: Sonntag 19:00 Uhr).

Quellen:
Experte: „Das Ganze ist sehr mysteriös“
(Badische Zeitung, 15.08.2009)
Die russische Spur
(Vlothoer Anzeiger, 15.08.2009)
Bericht über abgebrochene Radioaktivitätsprüfung
(Der Standard, 15.08.2009)
Reederei erhält Lösegeldforderung für „Arctic Sea“
(Spiegel Online, 15.08.2009)
“Arctic Sea”: Versteckspiel mit der Welt – grandiose Vertuschungsaktion
(Radio Utopie, 15.08.2009)
„Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion…
(oraclesyndicate.twoday.net, 13.08.2009)

vorherige Artikel von World.Content.News:
„Arctic Sea“ wieder da? Gerüchte und Dementis schlagen immer höhere Wellen
(15.08.2009)
„Arctic Sea“: Angeblich vor Kapverdischen Inseln gesichtet – Zweites Schiff im Funkschatten?
(14.08.2009)
Frachter „Arctic Sea“ – Von der DEA gehijackt?
(13.08.2009)

Dieser Artikel erschien erstmailg bei World Content News

terror

Is Baitullah really dead?

Hamid Mir – US drone attacks are not popular in Pakistan but it is the first time that a big number of Pakistanis are happy over a news report that the head of Tehrik-e-Taliban Pakistan, Baitullah Mehsud, was killed in a drone attack on Aug 5 in South Waziristan. Baitullah Mehsud was the most wanted and the most ruthless man in Pakistan who was responsible for dozens of suicide attacks across the country. Government of Pakistan has not officially confirmed his death yet. (The Taliban have denied his killing.)

News of his death first came through American media sources on Aug 7. Pakistani Foreign Minister Shah Mahmood Qureshi also confirmed his death by quoting intelligence sources but Interior Minister Rehman Malik is careful. A senator from South Wazirastan told him in the morning of Aug 8 that Baitullah is not dead and that was why Rehman Malik never confirmed the death of the most wanted man to media.

Many Pakistanis think that if Baitullah is dead just few days before the 62nd independence day of Pakistan then it is a great gift from a US drone but common Pakistanis are also raising some questions.

Pakistani security establishment started saying last year that Baitullah was actually working for Americans and Indians and that was why US drones never attacked him. The reason behind this conspiracy theory was the rising suicide attacks against Pakistani security forces. ISI requested CIA many times in 2007 to target Baitullah Mehsud but CIA never obliged ISI. CIA was under the impression that ISI is not helping it in hunting down the militant leaders like Maulvi Nazir, Hafiz Gul Bahadar and Sirajuddin Haqqani who are attacking US troops in Afghanistan. Pakistani government made peace agreements with these militants who were only fighting in Afghanistan while Baitullah was fighting against Pakistani security forces. Situation started changing after the removal of Musharraf from the top Army command.

Well coordinated joint efforts to defeat Taliban and Al Qaeda were started just few months back.

US announced 5 million dollars and Pakistan announced 50 million rupees as a head money for Baitullah. Some problems were still there. Few weeks ago a rebel militant from South Wazirastan Qari Zainuddin Mehsud gave interviews to Pakistani media and claimed that Baitullah was working for Americans and Indians. This rebel militant was backed by the security establishment and his claim created lot of misunderstandings. Within few days of these interviews, Baitullah killed Qari Zinuddin on June 23, 2009, in Dera Ismail Khan and gave a message that he can target his enemies anytime and anywhere in Pakistan.

Just few weeks after the death of Qari Zainuddin, Pakistani intelligence sources are now claiming that Baitullah have been killed in a US drone attack. Question is that will the Pakistani government pay Rs50 Million to CIA for eliminating the most wanted man in the country? US drones cannot target anyone in Pakistani territory until someone from Pakistan is not ready to share intelligence with CIA. Now who will get 5 million US dollars from CIA in Pakistan? Will our president and prime minister say openly „Thank You America?“ or they will again condemn the US drone attack in Pakistan?

It is now proved that despite some trust deficit in the past, currently US and Pakistani intelligence agencies are working closely with each other.

Pakistani security forces encircled Baitullah Mehsud from three sides in South Wazirastan and someone provided information of his movement to CIA and that was how the head of Pakistani Taliban was targeted by a US drone. There is no doubt now. US drones are attacking targets in Pakistan with the secret cooperation from some Pakistanis but our government always condemned these drone attacks. Pakistan today needs a transparent and bold policy for fighting terrorism. If we are coordinating US drone attacks in our own country then our government should not condemn drone attacks in Pakistan publicly. It is only creating misunderstandings. Common Pakistanis cannot be fooled. It is the Pakistani government which is losing credibility. A government without credibility cannot defeat terrorism. If Baitullah is really dead and our government is happy then US drone attacks in Pakistan will be legitimised and we will not be in a position to condemn these attacks in the future. May be that is the reason Interior Minister Rehman Malik told me that „even if Baitullah Mehsud is killed I condemn US drone attacks in Pakistan.“

We must learn lessons from our past mistakes.

We must admit that Baitullah Mehsud was actually created by our own establishment. We used Brig (R) Qayyum Sher in January 2005 to win the support of Baitullah Mehsud against Abdullah Mehsud. Lt Gen Safdar Hussain approved the first peace agreement with Baitullah Mehsud in February 2005 and Pakistan Army agreed to withdraw its troops from the areas under Baitullah control. After the withdrawal of the Army from his areas, Baitullah broke the peace agreement in July 2005. He kidnapped 243 Pakistani soldiers from his area in August 2007 and Musharraf was forced to release these soldiers again through another secret deal with Baitullah on Nov 4, 2007. Pakistani establishment again struck a deal with him in January 2008 but it was broken in a few weeks. All these deals were secret. We don’t need secret deals with militants anymore. If we need peace deals then discuss these deals first in the parliament.

And the most important lesson. We should not form any private militias against other private militias to fight in our own country. Read Article 256 of the Constitution of Pakistan which says „no private organisation capable of functioning as a military organization shall be formed, and any such organisation shall be illegal.“ Unfortunately we are again forming private militias in Swat, Buner and Dir. These militias may produce some more Baitullah Mehsuds.

I still believe that we must not celebrate the reported death of Baitullah Mehsud. His network is still intact. If he is dead then his network will organise brutal attacks in our cities soon. His physical elimination is not a victory. I think that the real victory will be establishing the writ of Pakistani state in the whole of South Wazirastan. Unfortunately we don’t have control in that area. We are not sure that Baitullah is dead or alive. For me he is still alive. I will consider him dead when the national flag of Pakistan will be hoisted on the buildings of all the schools in South Wazirastan and students will celebrate Aug 14 without any fear.

sendenHamid Mir, the author of this article, is a top Pakistani reporter, head of the Geo TV Bureau in Islamabad. He has won a world-wide acclaim for his interviews with Osama bin Laden and Dr. Ayman al-Zawahiri, before and following 9/11. His new book about OBL is due to appear in Britain, later this year.

kriminalitaet

„Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

Dr. Alexander von Paleske – 13.8. 2009 — Der Frachter Arctic Sea mit russischer Besatzung ist nach der Fahrt durch den Aermelkanal seit dem 27. Juli „verschwunden“.
Während die deutsche Presse überwiegend von „Piraten im Aermelkanal“ spricht, deuten die Indizien in eine ganz andere Richtung: Auf eine Kaperung des Schiffes durch einen Geheimdienst, vermutlich Mossad.

Ein Indizienbeweis ist ein Beweis der nicht durch klassische Beweismittel wie Zeugenaussagen sondern durch die Anzahl von Umständen geführt wird, die letztlich nur einen und keinen anderen Schluss erlauben.

Ein vollständiger Indizienbeweis kann auch hier nicht geführt werden, aber es gibt eine ganze Reihe von Umständen, die gegen eine Kaperung durch Piraten sprechen und eher den oben geführten Schluss wahrscheinlich machen.

Indiz 1: . Das Schiff wurde in der Ostsee überfallen und durchsucht. Das Kommando gab sich als Drogenfahnder aus.

Piraten hätten aber das Schiff gekapert, und nicht wieder verlassen.

Indiz 2: Es gibt – bisher jedenfalls – nicht Piraten in diesen Gewässern (Ostsee/Nordsee).

Indiz 3: Ernst zu nehmende Lösegeldforderungen wurden bis heute nicht gestellt.
Wenn es Piraten auf einen Teil der Ladung und nicht auf Lösegeld abgesehen hätten, dann wäre bereits die Ware in der Ostsee umgeladen worden. Piraten hätten wohl nicht die Gefahr auf sich genommen, beim zweiten Anlauf dann festgenommen zu werden.

Indiz 4: Das Schiff hatte vermutlich Kriegsgerät an Bord, vermutlich für ein kriegführendes oder potentiell kriegführendes Land, am ehesten Iran.
Jetzt kann man weiter spekulieren, entweder für sein Atomprogramm, oder, was noch wahrscheinlicher ist, Flugabwehrraketen.

Die Israelis bereiten sich auf einen Angriff gegen den Iran vor. Die grossen Unbekannten sind die Flugabwehr und die Vergeltungswaffen des Iran, Raketen, mit Massenvernichtungswaffen gefüllt, die Israel einst an den Iran geliefert hatte, wir berichteten darüber.

Indiz 5: Für einen solchen Piratenakt muss man absolut sicher sein, dass es sich tatsächlich um die gesuchte Ladung handelt. Daher die Inspizierung der Fracht in der Ostsee unter einem Vorwand.

Indiz 6: Man sollte erfolgreich schon einmal eine solche Aktion durchgeführt haben, und vor allem keine schweren diplomatischen Auswirkungen fürchten.
Damit scheiden alle Geheimdienste in Europa aus. Keiner würde es wagen, ein Schiff mit russischer Besatzung auf hoher See zu kapern.

Der Mossad und seine Kaperungen.
Bleibt Israel übrig.
Israel kann bereits auf zwei „erfolgreiche“ Kaperungen zurückblicken:

Es handelt sich zum einen um die Mossad Aktion „Seedieb“ im Jahre 1948. Da hatten Mossad Agenten einen 450 Tonnen Frachter, die Lino, beladen mit Waffen für Syrien, im Hafen von Bari/Italien auf Grund gesetzt und dann das Ersatzschiff Agiro, auf das die Waffen umgeladen worden waren, gekapert, Statt in Syrien landete die Ladung nach der Kaperung in Haifa/Israel.

Operation Plumbat
Die spektakulärste Aktion aber war die „Operation Plumbat“ im November 1968.
Israel war seinerzeit von Uranlieferungen für seinen Atomreaktor Dimona in der Negev-Wüste abgeschnitten. Dort sollten Atomwaffen hergestellt werden. Frankreich hatte die Uranlieferungen aus politischen Gründen eingestellt.

Mossad Agenten kaperten das Schiff „Scheersberg A“ , das 200 Tonnen Uranoxid (Yellowcake) der EURATOM an Bord hatte, und offiziell für Marokko, in Wirklichkeit aber für Indien bestimmt war. Statt in Indien landete die Ladung also in Israel und ermöglichte die Herstellung von Atombomben.
Eine gute Darstellung der Aktion findet sich hier , mit Fortsetzung hier und schliesslich hier.
Inhaber des Schiffes war ein Israeli und Mossad Agent namens Dan Ert alias Dan Erbel alias Dan Ertz alias Dan Erteschick..

Dieser Mann war später in die Lillehammer Affäre verwickelt, über die wir hier kürzlich zusammenfassend berichtet haben. Er informierte bereits im Jahre 1974 die norwegischen Behörden nach seiner Festnahme über Israels Griff nach der Atombombe.

Fazit: Es spricht fast alles gegen einen Piratenangriff und fast alles für eine Geheimdienstoperation, am ehesten Mossad. Die nächsten Tage werden wohl Klarheit bringen.

Nachtrag vom 16.8 2009, .20.45 Uhr
Laut Moskaus Nato-Botschafter Rogosin verfügt aber allein Russland über die vollständigen Informationen, um eine geeignete, wohl überlegte Entscheidung zu treffen. Alle andere Versionen im Internet und der Presse seien hingegen mit Spekulationen verbunden, zitierte die Nachrichtenagentur Itar-Tass in Moskau den Diplomaten.

Wohl wahr, denn Russland weiss ja wohl, was an Ladung sich wirklich auf dem Schiff befand. Und aus der Ladung lassen sich dann die endgültigen Rückschlüsse ziehen. Zur Zeit werden von den involvierten Regierungen, die ganz offensichtlich mehr wissen, als sie sagen, Nebelkerzen geworfen.

Siehe hierzu den Folgeartikel: Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
E-Mail avonpaleske@yahoo.de

Israel bereitet sich auf einen Vergeltungsschlag des Iran vor
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT
Greift Israel den Iran an ?
Ein “investigativer“ israelischer Journalist und Geschichten, die der Mossad erzählte
Der Iran, das Atomprogramm und Ahmadinejad
linkIran: Der Krieg rückt näher
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
Prozess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich
linkNahost-Neue Eskalationsstufe erreicht
Lügen vor dem Irakkrieg und Vorbereitungen für den Irankrieg
linkIsrael has a long history of supplying Iran with weapons
US aganist Iran (Gerhard Merz)
linkA Coup for a Mountain of Wonga

spionage

Secrets and the C.I.A.

Melvin A. Goodman – My 24 years as an analyst at the Central Intelligence Agency (1966-90) taught me that national security is only the ostensible reason for using the state secrets privilege in cases before the court. The real reason usually has more to do with national embarrassment and not national security.

National embarrassment is the reason we have not seen the additional photographic evidence of torture and abuse; the C.I.A. investigation from 2004 on detentions and interrogations; a C.I.A. investigation on the agency’s role in the downing of a missionary plane in Peru in 2001; and numerous documents that reveal the C.I.A.’s politicization of intelligence on the Soviet Union and Central America in the 1980s.

If Congress ever got around to giving genuine whistleblower protection to members of the intelligence community, this country might get some idea of the extent of the perfidy and duplicity of some government officials.

kriminalitaet

Sibel Edmonds: Mehrere US-Abgeordnete von türkischen Lobbyisten bestochen und erpresst

World Content News – Die ehemalige FBI-Dolmetscherin Sibel Edmonds, der 2002 von der US-Regierung eine Rede-Verbot auferlegt wurde, hat für ein in Kürze beginnendes Gerichtsverfahren unter Eid ausgesagt, dass der American Turkish Council (ATC) vor Jahren mehrere Mitglieder des US-Repräsentantenhauses bestochen hatte gegen eine Resolution zu stimmen, die die Verfolgung und Vertreibung von Armeniern im Ersten Weltkrieg durch die Türkei als Völkermord einstufte.

Kernpunkte ihrer Aussage waren:

  • Die Regierung der Türkei hat illegal verschiedene US-Regierungsstellen infiltriert und beeinflusst, darunter das State Departement, das Verteidigungsministerium und mehrere Mitglieder des Kongresses. Die türkische Regierung hat Praktiken angewandt, die unvereinbar mit den amerikanischen Interessen sind und sowohl direkt als auch indirekt für den Tod von US-Bürgern mit verantwortlich sind.
  • Außerdem sollen folgende Mitglieder des US-Repräsentantenhauses Bestechungsgelder erhalten haben: der frühere Sprecher Dennis Hastert (R-IL), Dick Gephardt (D-MO), Robert Livingston (R-LA), Dan Burton (R-IN) und der inzwischen ausgeschiedene Stephen Solarz (D-NY). Genannt wurden auch: Brent Scowcroft, früherer Sicherheitsberater unter George H. W. Bush und Gerald Ford und Marc Grossman, der frühere Staatssekretär im Außenministerium unter George W. Bush und ehemaliger US-Botschafter in der Türkei zurzeit des Susurluk-Skandals.
  • Eine Abgeordnete, deren Namen nicht genannt wurde, sei darüber hinaus sexuell erpresst worden.
  • Die CIA-Tarnfirma Brewster Jennings & Associates hätte bereits zwei Jahre vor den Novak-Enthüllungen ihre Arbeit eingestellt:

    Novak has nothing to do with it. Wilson has nothing to do with it. Valerie Plame has nothing to do with it. The whole operation has to do with something totally different and it had to do with the American Turkish Council and the Turkish clients who were about to hire Brewster Jennings as an analyst … and Grossman found out about it, and tipped off his diplomatic contact who was a target of the FBI counter-intelligence, and that person notified the ISI , etc. …
    Grossman and Armitage, they are the only two people involved. Later on Cheney and his people may have used it, but it had nothing to do with those other things, [Brewster Jennings] was completely destroyed and gone by the summer of 2001.

Die eidesstattlichen Aussagen sollen für den Prozess Jean Schmidt gegen David Krikorian verwendet werden. Krikorian hatte 2008 in einem Flugblatt behauptet, Schmidt hätte für ihre Wahlkampagne für die Republikaner Geld von der türkischen Regierung erhalten.

Vor wenigen Wochen erst hatte Sibel Edmonds Aufsehen erregt mit der Bemerkung in einer Radio-Sendung, die US-Regierung hätte durchgängig bis zum 11. September 2001 intensive Beziehungen zu Osama bin Laden und diversen Talibangruppen unterhalten:

“I have information about things that our government has lied to us about. I know. For example, to say that since the fall of the Soviet Union we ceased all of our intimate relationship with Bin Laden and the Taliban – those things can be proven as lies, very easily, based on the information they classified in my case, because we did carry very intimate relationship with these people, and it involves Central Asia, all the way up to September 11.”

These ‚intimate relations‘ included using Bin Laden for ‚operations‘ in Central Asia, including Xinjiang, China. These ‚operations‘ involved using al Qaeda and the Taliban in the same manner „as we did during the Afghan and Soviet conflict,“ that is, fighting ‚enemies‘ via proxies.

In der Unruheprovinz Xinjiang sind Anfang Juli bei einem Aufstand mindestens 184 Menschen ums Leben gekommen. Von einem Leser ihres Blogs auf die Situation angesprochen, hat sie kürzlich noch einmal bekräftigt:

That’s a loaded area; has been (in a quiet way) for a while. As in Chechnya our fingerprint is all over it…I think you know what I’m talking about here;-)

Und am 9. August hat die chinesische Regierung eine Boeing 767 (YA-KAM) der afghanischen Firma Kam Air, die von Kabul nach Xinjiang unterwegs war, gezwungen umzukehren, in dem sie behauptete, dass uighurische Terroristen und explosives Material an Bord gewesen wären.

http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=6063340745569143497&hl=en&fs=true
Sibel Edmonds: „Kill the messenger“

Zur Person Sibel Edmonds:
Edmonds wurde beim FBI wenige Tage nach dem 11. September als Dolmetscher für die Übersetzungseinheit eingestellt. Sie arbeitete an der Übersetzung von Überwachungs-Tonbändern, die mit den Terror-Anschlägen am 11. September 2001 in den USA in Zusammenhang stehen. Sie wurde am im März 2002 entlassen, nachdem sie sich über Vorgesetzte beschwert hatte. Seitdem hat sie wiederholt Anschuldigungen gegen korrupte Pentagon-Angestellte im Zusammenhang mit unerlaubter Atom-Proliferation der USA erhoben, zuletzt in einer Enthüllungs-Serie der Londoner Times. Edmonds publizierte auch verschiedentlich für Nachrichten Heute

Quellen:
FBI Insider Links Turkish Lobby To Bribery And Blackmail
(Assyria Times, 10.08.2009)
Deposition of Sibel Edmonds Completed, DoJ a ‚No Show,‘ Bombshells Under Oath
(Brad Blog, 08.08.2009)
FBI Whistleblower Sibel Edmonds Subpoenaed, Set to ‚Break‘ Gag Order Unless DoJ Intercedes
(Brad Blog, 05.08.2009)
Sibel Edmonds and the sex scandal testimony…
(at-Largely, 08.08.2009)
Sibel Edmonds Fights To Testify
(National Whistleblowers Center, 07.08.2009)
Flier fuels fierce debate in Ohio
(Politico, 16.07.2009)
It Aint About Hot Dogs & Fireworks
(OpEdNews, 10.08.2009)

Bombshell: Bin Laden worked for US till 9/11
(Against All Enemies, 31.07.2009)
US, Osama had close ties till 9/11?
(Times of India, 03.08.2009)
Sibel Edmonds Granate – Bin Laden hat bis 9/11 für die USA gearbeitet
(mein-parteibuch.com, 01.08.2009)
Wie die USA gegen China und Russland Krieg führt
(Alles Schall und Rauch, 02.08.2009)
CIA agent alleged to have met Bin Laden in July
(Guardian, 01.11.2001)
Hospital Worker: I Saw Osama
(CBS News, 28.01.2002)
Very Informed Reader Says Tim Osman is NOT Osama bin Laden
(Rumor Mill, 08.04.2009)
Wikipedia: Inslaw Inc.

Blog von Sibel Edmonds: 123 Real Change
Google and Blogger Shut Down Sibel Edmonds’ Blog
(prisonplanet, 09.08.2009)
Sibel Edmonds on Twitter

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

vermischtes

Kampf um Land

Auf den Philippinen kämpfen Bauern verzweifelt gegen Großgrundbesitzer – die Menschenrechtssituation ist vielerorts miserabel.

Michael Schulze von Glaßer – Das philippinische Volk trauert. Am 1. August starb die ehemalige philippinische Präsidentin Corazon Aquino im Alter von 76 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. 1986 wurde sie die erste philippinische Präsidentin nach dem Sturz des Diktators Ferdinand Marcos, dessen Regime das Land über 20 Jahre fest im Griff hatte. Die Lebenssituation der Menschen hat sich seitdem verbessert, dennoch sind Menschenrechtsbrüche keine Seltenheit in dem Inselstaat. Die 1988 von Corazon Aquino begonnene Landreform wurde noch immer nicht umgesetzt – in ländlichen Regionen herrschen feudale Verhältnisse.

Ängstlich blickt er sich um. Noch immer ist ihm seine Unsicherheit anzumerken. Yoly Abrenica sitzt im spärlich möblierten Büro des International Peace Observers Network (IPON) in Mulanay, auf der philippinischen Halbinsel Bondoc rund 200 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila. Seine Augen wandern aufmerksam durch den Raum, immer wachsam auf der Suche nach Gefahrenquellen. Fünf Mordversuche habe er schon überlebt, erzählt er den jungen Menschenrechtsbeobachtern von IPON. 2007 verlor er beim Angriff eines bewaffneten Millizionärs eines Großgrundbesitzers eine Hand und erlitt schwere Kopfverletzungen. Bis dahin war Yoly Bauer und setzte sich für die Menschenrechte – besonders für das verbriefte Recht auf Nahrung – ein. Seit zwei Jahren versteckt er sich nun aus Furcht vor weiteren Attentaten in den Bergen. Die kleine deutsche Menschenrechtsorganisation IPON will dem 44-Jährigen helfen ein Zeugenschutzprogramm zu beantragen. Keine einfache Aufgabe in der langsamen und von Korruption und Vetternwirtschaft geprägten philippinischen Justiz.


Wirkt verstört: Yoly Abrenica verlor im Konflikt um Boden schon eine Hand.

Nach dem Fall der Marcos-Diktatur wurde 1988 ein Gesetz zur philippinischen Landreform erlassen. Großgrundbesitzer mussten einen Teil ihres Landes abgeben, wenn bodenlose Bauern es beantragten – regeln sollte das der Staat. Nachdem das befristete Gesetz 1998 für zehn Jahre verlängert wurde, ist es 2008 ausgelaufen. Ein Jahr lang existierte die Agrarreform nur noch formal, weil die Zwangsumverteilung gestrichen wurde. Vor wenigen Monaten wurde endlich ein neues Programm für die nächsten fünf Jahre verabschiedet. Dass dieses zu einer umfassenden Landumverteilung führen wird, kann jedoch getrost bezweifelt werden. Die letzten 20 Jahre Agrarreform haben nicht gereicht, die Übermacht der Großgrundbesitzer zu brechen. Noch immer stehen die meisten Bäuerinnen und Bauern in einem feudalen Abhängigkeitsverhältnis. 60 Prozent ihrer Ernte müssen viele von ihnen an den Landbesitzer abgeben.


Die IPON-Beobachter nehmen auch an Treffen der lokalen Bauerngruppen teil.

Die mangelnde Umsetzung der Agrarreform liegt vor allem in der massiven Repression, die Antragssteller und Unterstützer der Reform zu fürchten haben. Sie werden bedroht und angegriffen – auch Yoly war Opfer dieser Repression. Aber es sind nicht nur physische Übergriffe, die die Bauern zu fürchten haben – die Landbesitzer gehen auch mit „legalen“ Mitteln gegen sie vor. Menschenrechtsbeobachter berichten von Bauern, die mit Anzeigen wegen „Kokosnussdiebstahls“ oder „unbefugten Betretens“ überhäuft werden. Anwaltskosten und Kautionen für die Freilassung sind für die armen Bauern in den meisten Fällen unerschwinglich, die Gerichtsprozesse meist langwierig und unfair.

Auch die Versuche sich zu organisieren werden von den Großgrundbesitzern sabotiert: bewaffnete Mitarbeiter versperren den zu Treffen anreisenden Bauern den Weg und geben Warnschüsse ab – selbst in Anwesenheit der deutschen IPON-Beobachter. Die Milizen kontrollieren Wege und wissen die Vernetzungsversuche der Bauern zu verhindern. Jahrelang wurde ein ganzes Dorf eingezäunt, weil es von Farmland eines Großgrundbesitzers umgeben war. Antragssteller konnten den Ort nur über den Seeweg verlassen.


In Manila demonstrieren Bauern häufig für eine Umsetzung der Gesetze.

Yoly ist einer von denen, die gekämpft und viel verloren haben. Ob ihm von den Behörden ein Zeugenschutzprogramm zugestanden wird ist dennoch unsicher. Die Familie des Anfang 2008 ermordeten Bauern Deolito Empas ist bis heute noch nicht Teil eines solchen Programms und damit ein trauriges Beispiel für ein schlampiges und korruptes Politsystem. Deolito Empas war Vorsitzender der Bauernvereinigung des Dorfes Centro.

Im Jahr 2007 kandidierte er für den Gemeinderat. Schon damals soll er seinen Söhnen von Todesdrohungen sowohl von Seiten kommunistischer Guerilla als auch von einem Großgrundbesitzer erzählt haben. Am Abend des 19. Februar 2008 wurde Empas von zwei bewaffneten Männern aus einer Bar entführt und anschließend ermordet. Am 8. März 2008 wurde sein Leichnam durch das Militär gefunden. Es handelt sich um den fünften Mord an lokalen Gemeindevertretern und Bauernführern innerhalb von 10 Jahren in dem kleinen Dorf.

Im Fall Empas nahm das Militär zwar einen Verdächtigen fest – der naheliegende Verdacht eines Zusammenhangs zum Landkonflikt wurde jedoch schnell abgetan. Die Menschenrechtsbeobachter von IPON fürchten, dass die Auftraggeber für den Mord an Deolito Empas von den ermittelnden Behörden gedeckt werden. Immerhin untersteht die Polizei der Bürgermeisterin und die gehört zu den Großgrundbesitzern der Region.

Daher sorgt sich IPON auch um die Leben der anderen Familienmitglieder, die im Falle eines Gerichtsprozesses aussagen wollen und hofft ebenso wie in Yolys Fall auf ein baldiges Zeugenschutzprogramm. Yoly zweifelt aber immer mehr an dessen Wirksamkeit zumal er dafür in die Metropole Manila gehen und sein bäuerliches Leben aufgeben müsste. Er muss sich also entscheiden: entweder er geht in die zumindest halbwegs sichere Stadt oder er bleibt auf dem Land und muss weiter um sein Leben bangen. Ohne Schutz bleibt den Betroffenen nichts weiter als die Angst, das nächste Opfer der Großgrundbesitzer zu werden.

Weitere Informationen:
http://www.ipon-philippines.org/
http://menschenrechtsbeobachtung.wordpress.com/