SATIRE

Trauert Ex-Aussenminister Joseph Martin (Joschka) Fischer um Gaddafi?

Dr. Alexander von Paleske — 20.10. 2011 — Die folgende Meldung kam heute über den N 24 Nachrichtenticker:

Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hat den Kurs der Bundesregierung im Libyen-Krieg scharf kritisiert. Er sagte dem Magazin „Der Spiegel“: „Das Verhalten der Bundesregierung im Libyen-Konflikt mit der Enthaltung im UNO-Sicherheitsrat ist ein einziges Debakel, vielleicht das größte außenpolitische Debakel seit Gründung der Bundesrepublik. Die Position unseres Landes in der Welt wurde wesentlich beschädigt.“
Dem Amtsnachfolger Westerwelle warf er vor, die westlichen Partner vor den Kopf gestoßen zu haben, eine „eigenständige Weltpolitik“ zu verfolgen und neue strategische Partnerschaften zu suchen“

Nein, das darf doch nicht wahr sein, es muss sich doch um eine Falschmeldung handeln – oder?.

In lebhafter Erinnerung ist geblieben, wie der Grösste Deutsche Aussenminister aller Zeiten (GröDAAZ) dem Sohn Gaddafis, Saif al-Islam am 12.9. 2000 in Tripolis seine Aufwartung machte, und auf einem Sofa mit ihm posierte, als Gaddafi Senior noch zur „Achse des Bösen“ gehörte, und sein Atomprogramm mit der Hilfe des Khan-Netzwerks, zu dem auch der Deutsche Gotthard Lerch, der Holländer Henk Slebos, und die schweizer Familie Tinner gehörten, vorantrieb, wir berichteten ausführlich darüber..


September 2000: Joseph M. Fischer mit Saif al-Islam Gaddafi. …..Saif war während seines Studiums in Österreich in einen Prostituiertenmord verwickelt, konnte aber mit Hilfe des Rechtsaussen Haider unbehelligt das Land verlassen.

Später durften dann offenbar Deutsche BND-Beamte Folterverhöre im berüchtigten Abu Salim Gefängnis von Tripolis durchführen, dort, wo Gaddafi im Jahre 1996 mehr als 1200 Menschen hatte umbringen lassen.

Dies dürfte Fischer vermutlich kaum entgangen sein, dem ehemaligen Putzgruppen-Scheinrevolutionär und jetzigem Industrie-Klinkenputzer, der seinerzeit keine Demonstration ausliess, die sich gegen angebliche Folter in bundesrepublikanischen Gefängnissen richtete.

Um die gleiche Zeit (der Folterbefragungen), im Jahre 2004, wimmelte Fischer das Aufklärungsbegehren des Vaters von Daniel Reinschmidt, ein im Auftrag Gaddafis ermordeter deutscher Nachwuchswissenschaftler, ab.

Und am 14.10. 2004 flog dann der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder nach Tripolis – ob mit oder ohne Fischer auf jeden Fall sicherlich zur Freude Fischers – um Gaddafi einen Besuch abzustatten.


2004: Viel Gelächter im Wüstenzelt: Gaddafi sen. und Gerhard Schröder

Aber die Liste freudiger deutscher Besucher ist länger: 2006 war der damalige SPD-Aussenminister Steinmeier an der Reihe, und 2009 der (damalige) Wirtschaftsminister Guttenberg (Guttiplag).

Also doch keine Fischer-Falschmeldung? Nein, denn bereits der Top-Journalist Günter Gaus meinte, dass dieser Fischer der grösste Opportunist sei, den er kenne, und, wie er sogleich hinzufügte, er würde viele kennen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Nur dies: Nein, Fischer trauert sicherlich nicht um Gaddafi, vielleicht trauern ein paar Alt-Linke darum, dass sie auf diesen Putzgruppen-Schein-Proletarier reingefallen sind, der in Wirklichkeit nur (zeitlich begrenzt) ein randalierender Kleinbürger war.

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