SATIRE

Danke BILD, danke BILD-Kai (Diekmann) für die Kampagne „Weg mit den russischen Panzern aus dem Tiergarten“

Dr. Alexander von Paleske — 17.4. 2014 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Herbert Rechtslastig
Oswald Spengler Gedächtnisplatz 33
Brandenburg

An
Herrn
Chefredakteur der BILD-Zeitung
Kai Diekmann
Axel Springer Haus
Axel Springer Gedächtnisplatz
Hamburg 36

Betr: Kampagne der BILD-Zeitung „Weg mit den letzten russischen Panzern aus Berlin“

Sehr geehrter Herr Diekmann,

ganz, ganz herzlichen Dank dafür, dass Sie die Kampagne

Weg mit den russischen Panzern aus Berlin, weg mit dem Schandmal im Tiergarten“

losgetreten haben.


Jahrelang geärgert

Jahrelang habe ich mich über dieses Schandmal geärgert, welches wieder und wieder mich daran erinnerte, dass wir den Krieg verloren haben, und mit ihm unseren geliebten Führer.


BILD: Dieses Schandmal muss weg

Nicht nur ich habe mich über dieses Denkmal geärgert, sondern sicherlich auch Ihr Gründervater, Axel Cäsar Springer, der Grosse Blatt-, Meinungs- und Plattmacher.

Er war es ja, der Berlin zu einem Bollwerk gegen den Bolschewismus ausbaute, die Taxifahrer und sonstige rechtschaffende Menschen gegen die verlausten linken Studenten in den 60er Jahren aufwiegelte, dabei tatkräftig unterstützt von seinen hochkompetenten Chefredakteuren Karl-Heinz Hagen, Peter Boenisch und deren Nachfolgern.

Direkt an der Schandmauer
Springer war es, der sein Verlagsgebäude direkt an die Schandmauer setzte und mit seinen Medien tagtäglich das Trommelfeuer gegen die russischen Okkupanten losliess.

Der auch hochqualifizierte Menschen als oberste Bodyguards beschäftigte, wie diesen Paul Carell, mit bürgerlichem Namen Paul Karl Schmidt, ehemaliger SA-Mann und dann SS-Obersturmbannführer, der 1944, als Pressechef von Adolf Hitlers Aussenminister Ribbentrop, PR-Ratschläge gegeben hatte, wie die Deportation der Budapester Juden am besten zu bemänteln sei.

Paul Carell, der mittels entschuldbarer Geschichtsfälschung im Nachkriegsdeutschland die Heldentaten der Wehrmacht im 2. Weltkrieg in seinem wunderbaren Buch

Unternehmen Barbarossa

gemeint ist der Russlandfeldzug, über den grünen Klee lobte, ein Heldenepos sozusagen.


Absolut richtiger Titel: Marsch (nach Russland), nicht Überfall

Dass Deutschland rund 20 Millionen tote Russen auf dem Gewissen hat, unterschlug er selbstverständlich, wofür ich ihm ausserordentlich dankbar war und bin.

Wenn Deutsche Truppen jetzt wieder in die Ostländer verlegt werden, wenn Deutsche Kampfflugzeuge wieder den Luftraum im Osten durchpflügen, und bald die Scharte auswetzen, welche sie durch die Rote Armee seinerzeit erlitten haben, dann müssen gleichzeitig die Schandmale der Vergangenheit getilgt werden: dann müssen als erstes diese beiden russischen T 34 Panzer aus dem Tiergarten verschwinden.

Gerade dieser Panzertyp T 34, der entscheidend zur Niederlage unserer Wehrmacht in der zweiten grossen Panzerschlacht in Russland bei Kursk im Jahre 1943, und später dann bei der Schlacht um Berlin, beitrug.

Aus der BILD-Petition muss eine breite Massenbewegung werden mit dem Motto:

Siegreich wolln‘ wir Russland schlagen, im Berliner Tiergarten und anderswo.

Wie sagten Sie doch völlig zutreffend anlässlich des 60. Geburtstags der BILD am 23.6. 2012::

Wenn es darum geht, Haltung zu zeigen, macht der BILD keiner was vor.

Richtig!

Mit vaterländischen Grüssen

Herbert Rechtslastig

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Ein Gedanke zu “Danke BILD, danke BILD-Kai (Diekmann) für die Kampagne „Weg mit den russischen Panzern aus dem Tiergarten“

  1. Nicht wirklich neu Das ist vielleicht für Berlin was Neues. In der „Provinz“ war man da deutlich schneller. Ein ähnliches Denkmal in Chemnitz (früher Karl-Marx-Stadt) wurde schon kurz nach der Wende entsorgt.
    In Greiz wurde ein Denkmal zu Ehren des Ende von Weltkrieg und Faschismus vor einigen Jahren still und leise in eine abgelegene Ecke eines stillgelegten Friedhofs umgesetzt.

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