vermischtes

Zehn Jahre Bloggen – warum und für wen? (4)

Dr. Alexander von Paleske —- 12.11. 2016 — (Fortsetzung) Wenn erst einmal eine investigative Tätigkeit aufgenommen wird, dann ergeben sich oftmals weitere Querverbindungen.

Apartheidverbrecher und Freiheitskämpfer
So führte mich die Jagd nach dem Betrüger Fourie, der die namibische halbstaatliche Firma ODC um 100 Millionen Rand (15 Millionen Dollar damals) erleichtert hatte, in die Umgebung von Sedgefield an der Garten-Route Südafrikas. Dort gibt es ein geschütztes Feucht-Biotop und einen Naturschutzpark.

Ein gewisser Steyn Fourie (nicht identisch mit dem Betrüger) wollte dort Luxuswohnungen samt Golfplatz errichten, was lokale Umweltschützer auf den Plan rief.

Zu Fouries lokaler Naturschutzgebiet-Umwidmungsmannschaft in Sedgefield gehörten zwei der übelsten Armee-Gestalten aus der Apartheidzeit: Jan Breytenbach und Willy Ward.
Breytenbach war der Gründervater von Apartheid-Südafrikas Terror- und Zerstörungskommandos die in die Nachbartstaaten Südafrikas, Angola, Mosambik und Zimbabwe in den 70er und 80er Jahren ausschwärmten und dort Tod und Zerstörung hinterliessen:

– Das 32. Buffalo Bataillon, das für die weitgehende Zerstörung Süd-Angolas verantwortlich zeichnete,

. Die 44 Parachute (Fallschirmjäger-)Brigade, die für das Massaker von rund 1000 Flüchtlingen und Freiheitskämpfern Namibias in Cassinga / Südangola am 4.Mai 1978 verantwortlich zeichnet. Im Gedenken an dieses Massaker ist Cassinga Day in Namibia heute Nationalgedenktag.

– die Recce Kommandos, die Mordanschläge in den Nachbarländern Südafrikas verübten.

Was die Sache noch unerfreulicher machte: dass man sich einen früheren Freiheitskämpfer und ehemaligen Generalstaatsanwalt des neuen demokratischen Südafrikas ins Boot geholt hatte: Bulelani Ngcuka auch Ehemann der Vizepräsidentin Südafrikas, Phumzile Mlambo- Ngcuka, unter dem damaligen Präsidenten und Mandela-Nachfolger Thabo Mbeki
Die Anfänge der monetären Schamlosigkeit einer neuen Elite, die nach dem Motto handelte: „Geld stinkt nicht“, und damit der Korruption im neuen Südafrika Tür und Tor öffneten.

Die lokale Presse nahm nun – endlich – auch Notiz, und mit dem Material, das ich den Umweltschützern verfügbar machte, konnten diese noch effektiver gegen die geplante Umweltzerstörung vorgehen.

Gelandet bei den MLM-Firmen
Auf der Suche nach Fourie stiess ich auf eine international operierende Firma namens Herbalife, die zur Gruppe der Multi Level Marketing (MLM) Firmen gehört, wie ebenfalls Amway und mittlerweile auch die chinesische Firma Tiens.
Sunday Standard Editor Outsa Mokone machte sich mit meinem Material an die Arbeit und fand heraus, wie weitverbreitet diese Firmen nicht nur in den USA, sondern auch in Afrika sind.

Nach Untersuchungen in Grossbritannien verdient die grosse Mehrzahl der MLM-Netzwerker wenig oder gar nichts. Das Thema MLM sollte mich noch mehrmals beschäftigen


Sunday Standard Artikel über MLM’s

Die Hypo-Alpe Skandalbank in Wien et al.
Über den Skandal mit der General Commerce Bank in Wien landete ich zwangsläufig bei der österreichischen Hypo-Alpe Skandalbank, zu einem Zeitpunkt, als die schon mit etlichen Skandalen gesegnet war, aber noch nicht an die Bayern LB verkauft. Der Verkauf stand kurz bevor.

Die Financial Times Deutschland wurde von mir kontaktiert, auf diese Schmierenaffäre aufmerksam gemacht, und die nahm auch sofort die Fährte auf, stoppte jedoch, als Bayern LB und Hypo Alpe ihre Anwälte in Stellung brachten und mit Millionen-Klagen drohten.

Die FTD zuckte zurück, der Deal ging ungestört über die Bühne, Bayerns und Österreichs Steuerzahler durften später für die Milliarden-Verluste blechen.
Schaden bei er Hypo´-Skandalpe allein irgendwo zwischen 10 und 20 Milliarden Euro.

Jede Menge weitere Skandale im grossen Hypo Alpe Skandal kamen ans Tageslicht, und ich fasste sie einigen grossen Übersichtsartikeln und vielen kleineren Artikeln zusammen. Im Zentrum: der ehemalige Chef der Skandalbank, Wolfgang Kulterer, mittlerweile im Gefängnis zu erreichen.

Und eine andere Bank hatte es mir angetan: die austrische Bank für Arbeit und Wirtschaft BAWAG, die durch Manipulationen mit Swaps haarscharf am Konkurs vorbeirutschte.

Im Zentrum: der hoffnungsvolle Spross es BAWAG Chefs Flöttl. Der austrische Gewerkschaftsbund musste die Streikkasse opfern, um die Verluste auszugleichen.

In der nächsten Folge:
Ein austrischer Sumpf, Ein Mann namens Joseph Martin (Joschka Fischer) Die Zeit versucht einen Artikel zu verbieten, Satire um Politiker blosszustellen

10 Jahre bloggen: warum und für wen?
10 Jahre bloggen: warum und für wen? (2)
10 Jahre bloggen: warum und für wen? (3)

Zu Breytenbach Ngcuka & Co
Bulelani Ngcuka and his Apartheid Soldiers

Zu den MLM’s
Netzwerk-Multi-Level-Marketing: (K)ein Ausweg aus Arbeitslosigkeit und Finanznot?
Chinesische Firmen springen auf den MLM-Zug

Zur Hypo Alpe Skandalbank
Wolf of Wall Street, die Hypo-Alpe-Adria Bank, und wer die Multi-Milliarden-Zeche zahlen soll

Zentraler Artikel für alle bereits bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

Zur BAWAG
linkBAWAG -Es war einmal eine Arbeiterbank in Wien

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