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Europas Flüchtlingspolitik fördert die neue Sklaverei in Libyen

Dr. Alexander von Paleske —– 25.11. 2017 ——
In Libyen ist ein neuer Sklavenmarkt entstanden, dem es an Nachschub nicht mangelt: Täglich kommen die Transporte mit Migranten aus Niger in Libyen an. Ziel der Menschen: Europa.


Durch die Sahara nach Libyen

Aber statt in Europa landen viele jetzt auf dem Sklavenmarkt in Libyen. Umgerechnet 400 Dollar pro pro Mann/Frau.

Statt Schlepperei jetzt Verhinderung

Bis vor kurzem beherrschten Schlepperbanden das Feld, welche den Flüchtlingen das letzte Geld abnahmen, und sie in Schlauchbooten auf die gefährliche Seereise schickten. 33000 ertranken während der Überfahrt seit dem Jahr 2000.

Mittlerweile hat für die Milizen und Banden sich ein wesentlich lukrativeres Geschäftsfeld aufgetan: Migranten an der Weiterreise nach Europa zu hindern – gegen Bezahlung versteht sich. Geldgeber: Europäische Länder.

Das Resultat: Die Zahl der Flüchtlinge, die es nach Europa über das Mittelmeer schaffen, ist um 2/3 gesunken.


An der Überfahrt gehinderte Flüchtlinge

Statt Europa: Endstationen Camps und Sklavenmarkt
Das gestrandete „Menschenmaterial“ wandert in Detention-Camps
wo die Migranten zusammengepfercht unter unerträglichen zuständen vegetieren, oder aber auf dem Sklavenmarkt
So sind die europäischen Regierungen indirekt wieder an der Sklaverei beteiligt.


Eingesperrte Flüchtlinge im Camp

Die Migranten kommen aus vielen afrikanischen Ländern, vorwiegend aber aus Eritrea, Somalia, Elfenbeinküste und Nigeria. Grösstenteils sind es Wirtschaftsflüchtlinge, aber auch Kriegsflüchtlinge, wie aus dem Bürgerkriegsland Somalia.

Die EU hat Italien, wo 75% dieser Flüchtlinge landen, bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise ziemlich allein gelassen. Und ist schliesslich auf die „Zuhälterstrategie“ mit den libyschen Milizen verfallen

Dass Libyen überhaupt in den Status eines Flüchtlings-Transitlandes geraten konnte, ist wiederum eine Folge der Beseitigung des libyschen Herrschers Gaddafi und der chaotischen Zustände, die folgten und bis heute dort herrschen. An vorderster Front griffen in den Konflikt – neben den USA – Frankreich und Grossbritannien ein.

Der damalige deutsche FDP-Aussenminister Westerwelle hielt Deutschland aus dem Konflikt heraus – wofür er von dem ehemaligen Grünen Aussenminister Fischer heftig kritisiert wurde – und leistete stattdessen humanitäre Hilfe.

Zögerliche Rückführung
Nun haben einige Länder begonnen, die in Libyen Gestrandeten zurückzuholen. Nur die völlig Verzweifelten treten jedoch diese Heimreise an, denn zurück in der Heimat gelten sie als Versager.

Statt Rückkehr wurde von ihnen erwartet, nicht nur das Geld zurückzuzahlen, das die Reise nach Libyen und die Weiterreise mit Schleppern gekostet hatte bzw. hätte, sondern danach die weitverzweigte Familie, die zusammengelegt hatte, in der Zukunft zu unterstützen, und weiteren Mitgliedern die Passage nach Europa zu finanzieren.

Ruanda hat angeboten, 30.000 der von Sklaverei Bedrohten aufzunehmen. Allerdings muss befürchtet werden, dass nicht wenige von ihnen für die ruandischen Expansions- Annexions-Pläne im Ostkongo „verheizt“ werden sollen.

Kein Thema
Bei den gescheiterten Jamaika-Koalitionsverhandlungen spielten diese Flüchtlinge keine Rolle, obwohl auch Deutschland finanziell die libyschen Milizen unterstützt, stattdessen ging der Streit vor allem um den Nachzug der Familien von in Deutschland lebenden Flüchtlingen.

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