Krieg

Iran’s Luftwaffe (2) – Was bastelt der Iran?

Michael Schulze von Glaßer – Das ARD sprach in einem kurzen Bericht über die iranische Militärparade am 22.September 2007 von neuen Kampfflugzeugen die der Iran selbst gebaut haben will. Drei dieser neuen Kampfjets wurden bei der Parade vor den Augen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vorgeführt. Doch ist die iranische Industrie wirklich schon fähig einen ganz eigenen Kampfjet zu bauen?


Ausschnitt aus dem Bericht des ARD dass die drei angeblichen „neuen“ und „selbst entwickelten“ Kampfflugzeuge des Iran bei der Militärparade am 22.September 2007 zeigen soll.

Medienberichte verwirren zudem. So spricht das ARD von „neuen, erstmals im Iran hergestellten Kampfjets“, andere Quellen wie beispielsweise GlobalSecurity.org sprechen von drei Typen von Kampfflugzeugen die der Iran selbst hergestellt haben will, wieder andere von zwei Flugzeugtypen. Drei Bezeichnungen tauchen immer wieder auf: Azarakhsh, Saeqeh und Shafaq. Oft tritt auch die Bezeichnung Tazarv auf, dies ist jedoch nur ein vom Iran entwickeltes Trainingsflugzeug für die Luftwaffe.

Azarakhsh („Blitz“)
Im April 1997 verkündete der iranische Brigadegeneral Arasteh den erfolgreichen Bau eines neuen – eines eigenen – Kampfjets. Die Maschine erinnert jedoch sehr stark an die US-amerikanische Northrop F-5 und einige Teile scheinen auch von der F-4 „Phantom“ abgekupfert zu sein. Nach iranischen Angaben soll die Azarakhsh jedoch rund 15 Prozent größer als die F-5 sein und natürlich kein Plagiat.


Oben zusehen ist eine Azarakhsh mit Lufteinlässen unterhalb der Tragflächen (gelb eingekreist). Das untere Foto zeigt eine Northrop F-5 aus iranischen beständen mit Lufteinlässen oberhalb der Tragflächen. Außerdem wurden Veränderungen am Aufbau hinter dem Cockpit vorgenommen.

Das Radar sollen die Iraner selbst entwickelt haben – jedoch mit einiger Hilfe russischer Ingenieure. Im September 1997 verkündete Arasteh den Beginn der Massenproduktion des ersten im Iran entwickelten Kampfflugzeugs. Im Februar des Jahres 1999 verkündete Habibollah Baqaei, Brigadegeneral der iranischen Luftwaffe, stolz den technologischen Fortschritt den der Iran seit der islamischen Revolution vollzogen hat und dass der iranische Luftraum durch die neuen Flugzeuge gesichert sei. Die Produktion des iranischen Jets verschob sich jedoch um Jahre. Im Juni 1999 sollte die Linienfertigung endlich beginnen doch noch im Jahr 2000 gab es nur vier der Flugzeuge.

2001 tauchten sechs Maschinen im Inventar der iranischen Luftwaffe auf, mit dem Vermerk in den folgenden drei Jahren weitere 30 Maschinen fertig zustellen. Heute wird davon ausgegangen das der Iran rund 30 Azarakhsh einsatzfähig hat. Der Plagiatsvorwurf an die Iraner fruchtet beim vergleichenden Blick auf F-5 und Azarakhsh, die aerodynamische Form ist beinahe identisch, größter Unterschied ist die Anordnung der Flügel und Lufteinlässe für die Düsen die bei der F-5 oberhalb und beim iranischen Kampfjet unterhalb der Vorderflügel liegen. Beim genauen Blick zeigen sich kleinere Unterschiede wie beispielsweise der Aufbau hinter dem Cockpit. Die Behauptung der Iraner die Flugzeuge seien ganz neu und eigens entwickelt scheinen schlicht gelogen: es handelt sich lediglich um eine eigens aufgerüstete Version der US-amerikanischen Northrop F-5.

Saeqeh („Donnerschlag“)
1998 stellte der Iran überraschend ein neues Projekt namens „Saeqeh“ vor. Das Projekt wurde der Öffentlichkeit erst spät bekannt gegeben. Die ersten Flüge des Kampfjets fanden im Jahr 2001 statt, am 6.September 2006 zeigte das iranische Fernsehen erstmals ein Video des Jets.


Video in den iranischen Nachrichten über das neue Flugzeug „Saeqeh“.

Wenn es um genaue Daten des Kampfflugzeuges geht übt sich der Iran noch heute in Zurückhaltung. Auffällig ist bei diesem Jet wieder die aerodynamische Nähe zur F-5 beziehungsweise der verbesserten Northrop F-5 „Tiger“ die der Iran ebenfalls besitzt. Die doppelten vertikalen Heckflügel der Saeqeh sollen die Maschine sehr wendig machen und einen Vorteil im Luftkampf verschaffen. Dies scheint eine eigene Erfindung des Iran zu sein. Vorbild für die Saeqeh scheint die amerikanische F-18 Hornet gewesen zu sein die ebenfalls zwei angewinkelte – V-Flügel genannte – vertikalen Heckflügel besitzt.


Die Stellung der Heckflügel bei beiden Maschinen – Seaeqeh (oben) und F-18 Hornet (unten) – ist beinahe identisch. Außerdem sieht die Flügelkonstruktion bei der iranischen Saeqeh wie „aufgesetzt“ aus, der Lack ist an den Verbindungen zwischen den vertikalen Heckflügeln und dem Flugzeugrumpf schwarz statt grau – wurde also einer normalen Northrop F-5 der Heckflügel abgenommen und eine Konstruktion mit doppelten vertikalen Heckflügeln draufgesetzt?

Die US-amerikanische F-18 ist aber um einiges größer als die Saeqh. Auch hier sollen russische Ingenieure beim Radar geholfen haben. Wie viele der Maschinen die iranische Luftwaffe besitzt ist unbekannt. Sehr hoch wird die Stückzahl bei dem relativ neuen Jet jedoch nicht sein da der iranischen Luftwaffenindustrie bekanntlich Kontingente fehlen.

Am 23.September 2007 berichtete die IRNA – Islmic Republic News Agency – dass der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad drei Modelle der Kampfflugzeuge Saeqeh, Azarakhsh und Tazarv besichtigt hat und sehr zufrieden mit der Arbeit der iranischen Entwickler ist.


Es scheint die Saeqeh in zwei Varianten zu geben. Einmal mit eckigen Lufteinlässen (oben) und einmal in blauer Lackierung mit runden Lufteinlässen (unten). Ob dieser Unterschied nur äußerlich ist oder ob die Maschinen auch ein anderes Innenleben besitzen ist unbekannt. Die runden Lufteinlässe sollen jedoch automatisch verschließbar sein – ein Schutz vor dem staubigen iranischen Wüstensand?

Shafaq („Morgengraun“)
Das neueste Projekt des Iran heißt Shafaq. Die ersten Prototypen sollen erst im Jahr 2008 flugfähig sein, es ist jedoch nicht genau zu erkennen ob es sich auf den Bildern des ARD von der iranischen Militärparade 2007 um Saeqeh oder sogar Shafaq handelt. Die Shafaq ist das erste wirklich moderne Flugzeug des Iran, das zwar noch an die F-5 erinnert aber sich radikal von der alten Technik absetzt. Der Entwürfe für den Jet, der bedingte Stealth-Eigenschaften haben soll, kommt wahrscheinlich aus dem Haus des russischen Rüstungsherstellers Mikojan-Gurewitsch der bei dem Projekt auch mit anderen russichen Rüstungskonzernen zusammengearbeitet haben soll. Unverkennbar ist auch die Verwandtschaft beim vergleich zwischen der iranischen Shafaq und der russischen YAK-130.


Video über das neue Kampfflugzeug „Shafaq“ im iranischen Fernsehen.

Auch die Schleudersitze sollen aus Russland kommen. Inwieweit Russland sich an dem Projekt Shafaq beteiligt ist noch unbekannt – es gibt viele Spekulationen dass sich Russland mittlerweile ganz aus dem Projekt zurückgezogen hat. Die Shafaq soll rund 5 Tonnen wiegen, 14 Meter lang sein und eine Spannweite von 12 Metern besitzen. Die Maschine sollte einst von zwei Düsen angetrieben werden, neuste Fotos und Informationen sprechen jedoch nur von einer Düse die aus der F-4 Phantom stammen soll und somit überschallfähig ist.

Das ganze Projekt steht unter der Aufsicht der iranischen Revolutionsgarde – einer Art Eliteeinheit – und wird an der Malek Ashtar University of Technology am Flughafen Mehrabad entwickelt. Die Shafaq gehört zu einer Gruppe von kleinen Bodenangriffsflugzeugen die zurzeit von vielen Nationen entwickelt werden. Die internationalen Gegenstücke zur Shafaq sind neben der russichen YAK-130, die polnische PZL-230 „Skorpion“ und die „Mako“ vom europäischen Rüstungskonzern EADS.


1 – Das neue iranische Flugzeug „Shafaq“ auf einem iranischen Flugplatz.
2 – Die „Mako“ des europäischen Rüstungsgiganten EADS.
3 – Die russische „YAK-130“ vom Hersteller Yakovlev und dem italienischen Rüstungskonzern Aermacchi.
4 – „PZL-230 Skorpion“ ist die Bezeichnung des polnischen Trainings- und leichten Kampfflugzeuges.

Trotzdem stellt sich die Frage ob der Iran in der Lage ist ein Flugzeug mit Stealth-Eigenschaften zu bauen. Russische Ingenieure müssen bei der Entwicklung ordentlich mitgeholfen haben. Doch warum hat sich der russische Rüstungshersteller Mikojan-Gurewitsch aus dem Projekt zurückgezogen? Konnte die iranische Rüstungsindustrie den Jet überhaupt ohne russische Hilfe zu Ende bauen? Bisher gibt es keine Beweise für die Flugfähigkeit der neuen Shafaq. Auf den Bildern des ARD ist nicht genau zu erkennen ob es sich um Saeqeh oder Shafaq handelt, ob die Lufteinlässe wie bei der neuen Shafaq unterhalb der Tragflächen oder wie bei der Saeqeh oberhalb der Tragflächen liegen.

Was bastelt der Iran?

Auch wenn die iranische Luftwaffe nicht sehr schlagfertig sein mag und gegen einen US-amerikanische Angriff nicht lange standhalten würde ist in dem Land am persischen Golf mittlerweile eine fast eigenständige kleine Luftwaffenindustrie entstanden. Das neue Kampfflugzeug Shafaq ist – wenn es funktioniert – ein ernstzunehmender Feind für gegnerische Bodentruppen. Da die Zahl der neu entwickelten iranischen Flugzeuge wohl nur sehr gering ist wird es wohl noch Jahrzehnte dauern bis der Iran seine Luftwaffe vollkommen modernisiert hat. Je länger die USA und ihre Verbündeten also mit einem Einmarsch warten desto höher wird die Gefahr hoher Verluste in den eigenen Reihen.


Eine Saeqeh oder gar schon eine moderne Shafaq? Die Bilder des ARD lassen nur Vermutungen zu. Ist der Iran überhaupt in der Lage die Shafaq in die Luft zu bekommen?

Ein Militärischer Angriff gegen den Iran wäre jedoch Schwachsinn, da das Land – wie schon der Irak – nicht unter Kontrolle gebracht werden kann. Zudem ist es viel größer und geografisch unzugänglich – ideal für einen Zermürbungskrieg. Zudem kommt noch die Schlagkraft der iranischen Armee die viel größer als die der Iraker vor dem Sturz Saddam Husseins ist.

Iran’s Luftwaffe (1) – Eine Gefahr?
Iran’s Luftwaffe (2) – Was bastelt der Iran?
Iran’s Luftwaffe (3) – Unschlagbare Luftabwehr?

Krieg

Iran’s Luftwaffe (1) – Eine Gefahr?

Michael Schulze von Glaßer – Alljährlich findet im Iran am 22. September eine große Militärparade zum Gedenken an den Beginn des Irak-Iran-Krieges von 1980 statt. Der Krieg dauerte acht Jahre und forderte auf beiden Seiten mehrere hunderttausend Tote.

Heute stehen sich die USA und Iran feindlich gegenüber. Immer wieder wird in den Medien über einen Angriff auf den Iran spekuliert. Die „Surge“-genannte Truppenaufstockung der USA im Irak – dem Nachbarstaat des Iran – mit über 30.000 zusätzlichen Soldaten und die Ansammlung großer amerikanischer Flottenverbände im persischen Golf – darunter auch U-Boote und Flugzeugträger – nährten solche Spekulationen. Die USA halten Ausschau nach möglichen Verbündeten wie neuerdings Frankreich oder sogar Deutschland – der Iran rüstet sich für das Schlimmste.

Bei der diesjährigen Militärparade durch Irans Hauptstadt Teheran ließ der islamische Staat seine Muskeln spielen. „Wir lassen uns von keinem Gremium der Welt davon abhalten“ so Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad „unsere Technik auf den neuesten Stand zu bringen. Sowohl bei der Urananreicherung als auch bei den Waffen für unsere Verteidigung.“ Eine unmissverständliche Botschaft an den Westen – die Zeichen stehen auf Rüstung. Die veraltete iranische Armee rüstet sich für eine bevorstehende Schlacht mit den USA und ihren Verbündeten.

Die USA rüsten nicht nur ihre eigene Armee mit Unsummen auf den neuesten Stand der Technik, sondern exportiert in die Region auch Unmengen von Waffen an „befreundete“ Staaten wie Saudi-Arabien, Ägypten, Oman und Kuwait. Am 2. August 2007 kündigte die US-amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice an, in den nächsten zehn Jahren Waffen im Wert von 46 Milliarden Dollar in die arabischen Staaten zu exportieren. Der engste Verbündete der USA in der Region – der Staat Israel – bekommt von den Amerikanern in den nächsten zehn Jahren allein Waffen für 30 Milliarden Dollar – ein Erhöhung der Militärhilfe für Tel Aviv um ein Viertel!

Der Iran wendet sich indes an Russland und China, um an militärischer Stärke zu gewinnen. Besonders interessant bei der diesjährigen Militärparade waren drei neue Kampfflugzeuge, die der Iran selbst entwickelt und gebaut haben will.

Mannstärke und Liegenschaften der iranischen Luftwaffe
Seit 1996 sollen rund 52.000 Soldaten in der iranischen Luftwaffe aktiv sein, davon jedoch ein großer Teil – rund 15.000 – in Luftabwehrdivisionen. Im Iran gibt es 46 größere Flughäfen, die theoretisch vom Militär genutzt werde könnten. Von den Flughäfen sind sechs internationale Großflughäfen, sechs werden von iranischen Ölfirmen betrieben, acht sind in privatem Besitz und 26 sind kleine Zivilflughäfen.

Die Luftwaffe des Iran hat das Land in die drei Areale West, Ost und Süd unterteilt. Kommandozentrale der Luftstreitkräfte ist der Flughafen „Doshan Teppeh“ im Osten Teherans. Der größte Militärflughafen des Iran ist gleichzeitig auch der größte Zivilflughafen: „Mehrabad“ westlich von Teheran.

Kampfjets des Iran
Das iranische Arsenal an funktionstüchtigen Kampfflugzeugen soll nach Schätzungen von Militärs relativ klein sein. So sind noch viele Flugzeuge aus den Beständen der Schah-Zeit vor der islamischen Revolution 1979. Außerdem führte der Iran einige von den Irakern erbeutete Maschinen in ihre Luftwaffe ein. Obwohl sich der Irak und der Iran noch 1991 offiziell im Krieg befanden, brachte Saddam Husseins Luftwaffe viele Flugzeuge in den vermeintlich sicheren Iran, um sie vor der Zerstörung durch die USA im Golf-Krieg zu schützen – der Iran gab die 94 Maschinen des Irak jedoch nie wieder her und überführte sie in die eigenen Armee. Heute besitzt der Iran eine ganze Palette verschiedener – meist veralteter – Flugzeuge; genaue Angaben wie viele der Kampfjets noch einsatzbereit sind, gibt es aber nicht:

F-4 Phantom
Die iranische Luftwaffe soll einst 225 dieser auch heute noch von der deutschen Luftwaffe und anderen Armeen eingesetzten Flugzeuge gehabt haben. Davon 16 als Aufklärer, 32 mit verbesserter Luft-Boden Angriffstechnik und 177 F-4E mit einem „Vulcan“-Geschütz, da die Lenkraketen zu oft versagten. Weil die Maschinen aus US-Produktion stammen und die USA ihre Beziehungen nach der islamischen Revolution beziehungsweise dem Irak-Iran-Krieg auf Eis legten, fehlen heute vermutlich viele Ersatzteile. Heute sollen nur noch 60 – 65 F4-Phantom einsatzfähig sein. Die Bewaffnung der Flugzeuge stellt ein weiteres Problem für den Iran dar, schon im Irak-Iran-Krieg war die schlagkräftige iranische Luftwaffe durch Munitionsengpässe stark behindert.

Northrop F-5
Das kleine und wendige Jagdflugzeug wurde ab 1962 gebaut, erlangte aber nie den Ruhm anderer amerikanischer Kampfflugzeuge. Allerdings wurde die relativ preiswerte Maschine zum Exportschlager und wird noch heute in rund 32 Ländern eingesetzt – darunter auch im Iran. Es sollen noch 60 der Maschinen einsatzfähig sein.


Die Northrop F-5 und ihre zahlreichen Varianten sind ein wahrer Exportschlager. Gelb gefärbt sind die Länder welche die F-5 besitzen und größtenteils noch heute einsetzen.

F-14 „Tomcat“
Von dem schweren Jagdbomber sollen mittlerweile wieder 25 von der iranischen Luftwaffe genutzt werden können. Kurz vor dem Sturz des Schahs lieferten die USA 200 dieser relativ modernen Maschinen an den Iran. Amerikanische Ingenieure, die zur Wartung und Übergabe der Flugzeuge mit in den Iran gereist waren, gaben jedoch an, die Kampfflugzeuge vor ihrer Flucht aus dem Land wegen des politischen Umsturzes sabotiert zu haben. Der Iran hat nach mehr als 20 Jahren jedoch heute eine kleine eigenständige Luftwaffenindustrie aufgebaut und soll die sabotierten Flugzeuge teilweise selbst repariert haben können.


Eine US-amerikanische F-14 „Tomcat“ vor ihrem Hangar am Flughafen Esfahan. Das Flugzeug ist sehr groß, besitzt Schwenkflügel und kann eine enorme Bombenlast tragen.

J-7
Der chinesische Import fand in den 80er Jahren ihren Weg in die iranische Luftwaffe. 25 einsatzbereite Maschinen soll der Iran besitzen. Das im Anschaffungspreis relativ billige Flugzeug soll jedoch nicht mit anderen seiner Klasse mithalten können.

MiG-29 Fulcrum
Die sowjetischen Maschinen waren in den 1980ern der Schreck des Westens, da sie den westlichen Kampfflugzeugen überlegen waren. Die Iraner gliederten vier irakische Maschinen in ihre Luftwaffe ein und kauften zudem noch 32 weitere von Russland. Die USA verhinderten den Lizenzbau von 120 weiteren Maschinen indem sie politischen Druck auf Russland ausübten. Mittlerweile sollen noch 25 Mig-29 der iranischen Armee einsatzfähig sein, die von der iranischen Luftwaffenindustrie noch verbessert worden sein sollen.


Eine iranische MiG-29 nach der Landung auf einem iranischen Flugfeld. Wegen dieses und anderer Fotos iranischer Kampfflugzeuge soll der Fotograf heute mit dem Vorwurf der Spionage im iranischen Gefängnis sitzen.

Suchoi SU-25
Es sollen sich noch sieben einsatzbereite SU-25 „Erdkampfflugzeuge“ in iranischen Besitz befinden. Die „Frogfoot“ genannten Maschinen ähneln der noch heute von den USA im Irak eingesetzten A-10 „Thunderbolt“.


Am Shiraz International Airport lassen sich einige SU-25 sichten.

Suchoi SU-24
Ebenso wie die MiG-29 und die SU-25 kommt auch die SU-24 aus irakischen Beständen. 30 einsatzbereite Maschinen des „Schwenkflüglers“ sollen sich noch in der iranischen Luftwaffe befinden.


Auch diese Aufnahme stammt vom Shiraz International Airport und zeigt vier SU-24 die wegen ihrer lang gestreckten Form und den Schwenkflügeln einfach zu erkennen sind.

Mirage F-1
Das Flugzeug stammt aus französischer Produktion und absolvierte im Mai 1958 ihren Erstflug. Die F-1 ist eine verbesserte Version der Mirage, wurde jedoch auch schon 1973 in Dienst gestellt. Der Iran besitzt heute wahrscheinlich 25 flugfähige Maschinen.

Mig-23 Flogger
15 Maschinen soll der Iran noch flugbereit haben. Von dem sowjetischen Erfolgsflugzeug wurden rund 11.000 Stück gebaut. Die letzte Mig-23 ging 1978 vom Band, viele Flugzeuge werden aber noch heute eingesetzt.

Es sollen insgesamt nur noch 300 iranische Flugzeuge einsatzfähig sein, von denen viele veraltet und wohl nur notdürftig mit Ersatzteilen zusammengeflickt sind. Im Jahr 2001 schätzten US-Militärexperten, dass sogar nur 100 Flugzeuge in einem Krieg vom Iran einsetzbar wären. Allerdings hat die iranische Luftwaffenindustrie in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und steht im Verdacht, nun auch eigene Ersatzteile für westliche Flugzeuge bauen zu können.


Propagandavideo über die iranischen Luftwaffe.

Eine Gefahr?
Einen Luftkampf gegen die USA würde der Iran – wie wohl die meisten Länder – verlieren. Die iranische Luftwaffe ist zu veraltet. Käme ein Erstschlag der USA überraschend, könnten die Flugfelder zerbombt werden und ein Starten der iranischen Maschinen unmöglich werden lassen. Kriegt der Iran seine Flugzeuge allerdings in die Luft, müssten die USA immerhin mit eigenen Verlusten durch Luftkämpfe rechnen. Eins steht schon heute fest: Kommt es zu einem Krieg zwischen den USA und ihren Verbündeten und dem Iran, wird die Luftschlacht umkämpfter sein als beim Krieg gegen den Irak – Verluste auf beiden Seiten wären absehbar. Hinzu kommt die Gefahr, dass über die iranische Luftwaffe wenig bekannt ist und viele Zahlen nur auf Spekulationen beruhen. Bei einem Krieg gegen den Iran wären die iranischen Luftstreitkräfte ein unkalkulierbares Risiko.

Iran’s Luftwaffe (1) – Eine Gefahr?
Iran’s Luftwaffe (2) – Was bastelt der Iran?
Iran’s Luftwaffe (3) – Unschlagbare Luftabwehr?

kultur

Tratschundlaber

Sonja Wenger – Wer heutzutage in sein will, muss sich einbuchten lassen – woher man das weiss? Paris Hilton hat’s vorgemacht, und alle anderen ziehen nach: Lindsay Lohan säuft und fährt und geht für einen Tag in den Knast, Nicole Richie hat auch 82 Minuten (!) ihrer viertägigen Haftstrafe abgesessen, und weil das ausser BBC kaum noch jemanden interessiert, sich nun etwas ganz Eigenes ausgedacht: sie ist schwanger. Seither überschlagen sich die Klatschspalten mit der Freudenbotschaft und wissen, dass das Mädel jetzt endlich etwas essen muss! Schöne Vorbilder für unsere Tugend und Jugend also.


Herzig: Die Knastschwestern Nicole Richie & Paris Hilton

Dafür gibt es nun «Thinspiration» auf dem Internet. Seit kurzem fi nden sich vermehrt auch auf sogenannten Social Networks wie MySpace und Facebook Pro-Anorexia- und Pro-Bulimie- Webseiten, deren Devise lautet: «The Thinner is the Winner». Nicht, dass die oben genannten Damen da noch etwas Neues erfahren würden, aber für unsereins eröffnen sich ganz neue Dimensionen.

So lässt uns ein 14-jähriges Mädchen auf der Kommentarseite von BBC wissen, dass in der «Fachwelt» ein neuer Begriff geschaffen wurde: Aus anorektisch und sexy entsteht «rexy».

Damit könnte man es glatt auf die Liste der RTL-Show «Die 10» Besten und Schlimmsten von Irgendetwas schaffen. Bei der Präsentation der zehn grössten Fettnäpfe der letzten Jahre haben es nämlich nur die üblichen Verdächtigen wie USPräsident George Bush («er würde auch in einen Fettnapf treten, wenn er an der Decke hinge») und Gloria von Thurn und Taxis geschafft.


Paris Hilton machts vor: Knast ist lustig

Dabei gäbe es so viele aktuelle Beispiele. Nehmen wir nur den Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche» Roger Köppel. Mit Vorliebe geifert auf in seinem Tagebuch auf der letzten Seite, die nicht nur so heisst, weil sie physisch dort platziert ist, über provokativ-populistische Themen. In den vergangenen Wochen waren besonders Frauen, die sich für gleichberechtigte Löhne und Feminismus einsetzen unter seinen Lieblingszielen. Er nannte es die «Rache der weniger schönen Frauen an den Männern mit den schönen Frauen». Woher er das nur wieder weiss?

Noch interessanter zu wissen wäre allerdings, ob die Leserschaft jemals den alternierenden Baby- und Hochzeitsberichten, den schockierenden Geständnissen («Jetzt packt sie aus: So hat mich Boris verführt») und den nie enden wollenden Fotostrecken der «funkelnd schunkelnden Golden Girls und VIPs» in irgendeinem Ferienparadies müde wird. Immerhin versucht die «Schweizer Illustrierte» hin und wieder, ein Gegengewicht zu liefern, zum Beispiel mit 279 Schwinger im Bild. Wann genau war schon wieder die Miss Schweiz Wahl?

kultur

k-notes

Lukas Vogelsang – Es ist soweit: Zürich hat ein neues Kulturmagazin! Gestern haben wir die Daten in den Druck gebracht, bereits morgen werden wir in Papierbergen ertrinken… Aber dem nicht genug: artensuite ist ab sofort eine eigenständige Publikation und wird den Abonnenten beigelegt – wer kein Abo hat muss in eine Galerie oder Museum rennen.

Ein grosses Stück Arbeit liegt hinter uns. Ohne das wirklich fantastische Team, welches die letzte Woche bis zum Umfallen mitgewirkt hat, wäre das alles nicht möglich gewesen. Ein ganz grosser Dank deswegen an Monique Meyer, Anna Vershinova, Stephan Fuchs, Dominik Imhof – und natürlich all den Schreiberlingen, welche seit 5 Jahren beim ensuite mitwirken.

Und so haben wir eine neue Ära einberufen. ensuite ist gewachsen und zum grössten Kulturblatt der Schweiz geworden. Mit einer Gesamtauflage von 37’500 Exemplaren stehen wir jetzt ganz vorne. Das ist sicher noch gewöhnungsbedürftig…

ensuite das Kulturmagazin mit mehr Druck

surveillance

Scientists Use the „Dark Web“ to Snag Extremists and Terrorists Online

National Science Foundation – Terrorists and extremists have set up shop on the Internet, using it to recruit new members, spread propaganda and plan attacks across the world. The size and scope of these dark corners of the Web are vast and disturbing. But in a non-descript building in Tucson, a team of computational scientists is using the cutting-edge technology and novel new approaches to track their moves online, providing an invaluable tool in the global war on terror.

Funded by the National Science Foundation and other federal agencies, Hsinchun Chen and his Artificial Intelligence Lab at the University of Arizona have created the Dark Web project, which aims to systematically collect and analyze all terrorist-generated content on the Web.

This is no small undertaking. The speed, ubiquity, and potential anonymity of Internet media–email, web sites, and Internet forums–make them ideal communication channels for militant groups and terrorist organizations. As a result, terrorists groups and their followers have created a vast presence on the Internet. A recent report estimates that there are more than 5,000 Web sites created and maintained by known international terrorist groups, including Al-Qaeda, the Iraqi insurgencies, and many home-grown terrorist cells in Europe. Many of these sites are produced in multiple languages and can be hidden within innocuous-looking Web sites.

Because of its vital role in coordinating terror activities, analyzing Web content has become increasingly important to the intelligence agencies and research communities that monitor these groups, yet the sheer amount of material to be analyzed is so great that it can quickly overwhelm traditional methods of monitoring and surveillance.

This is where the Dark Web project comes in. Using advanced techniques such as Web spidering, link analysis, content analysis, authorship analysis, sentiment analysis and multimedia analysis, Chen and his team can find, catalogue and analyze extremist activities online. According to Chen, scenarios involving vast amounts of information and data points are ideal challenges for computational scientists, who use the power of advanced computers and applications to find patterns and connections where humans can not.

One of the tools developed by Dark Web is a technique called Writeprint, which automatically extracts thousands of multilingual, structural, and semantic features to determine who is creating ‚anonymous‘ content online. Writeprint can look at a posting on an online bulletin board, for example, and compare it with writings found elsewhere on the Internet. By analyzing these certain features, it can determine with more than 95 percent accuracy if the author has produced other content in the past. The system can then alert analysts when the same author produces new content, as well as where on the Internet the content is being copied, linked to or discussed.

Dark Web also uses complex tracking software called Web spiders to search discussion threads and other content to find the corners of the Internet where terrorist activities are taking place. But according to Chen, sometimes the terrorists fight back.

„They can put booby-traps in their Web forums,“ Chen explains, „and the spider can bring back viruses to our machines.“ This online cat-and-mouse game means Dark Web must be constantly vigilant against these and other counter-measures deployed by the terrorists.

Despite the risks, Dark Web is producing tangible results in the global war on terror. The project team recently completed a study of online stories and videos designed to help train terrorists in how to build improvised explosive devices (IEDs). Understanding what information is being spread about IED methods and where in the world it is being downloaded can improve countermeasures that are developed to thwart them.

Dark Web is also a major research testbed for understanding the propaganda, ideology, communication, fundraising, command and control, and recruitment and training of terrorist groups. The Dark Web team has used the tools at their disposal to explore the content and impact of materials relating to „virtual imams“ on the Internet, as well as terrorist training and weapons manuals.

Dark Web’s capabilities are also being used to study the online presence of extremist groups and other social movement organizations. Chen sees applications for this Web mining approach for other academic fields.

„What we are doing is using this to study societal change,“ Chen says. „Evidence of this change is appearing online, and computational science can help other disciplines better understand this change.“

This is a Press Release from the National Science Foundation
National Science Foundation

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Unter Wortverdacht: „Bombe“ „Völkermord“ „Terrorismus“

World Content News – User hört die Signale! Wenn es nach dem Willen der europäischen Heimatschutzbehörde geht, macht sich künftig jeder verdächtig, der eine Suchmaschine benutzt und womöglich andere Begriffe als „Schnäppchen“, „Paris Hilton“, „Aktienkurse“, „Papst“ oder „Haribo“ eintippt. Na ja, Scherz beiseite, wir leben ja in einer freien Welt, die Wirklichkeit sieht natürlich ganz anders aus:

Demnach existieren Pläne, künftig Personen zu überwachen, die zündende Wörter wie z.B. „Bombe„, „Völkermord“ oder „Terrorismus“ im Netz suchen. Dies berichtet jedenfalls die „Bild-Zeitung“ unter Berufung auf den deutschen EU-Abgeordneten Alexander Alvaro (FDP), der es auch noch wagt, dieses Vorhaben zu kritisieren.


Video: Wie wird man Terrorführer

Dass da tatsächlich etwas dran sein könnte, zeigt auch eine kürzlich gemachte Äußerung des für Justiz und Sicherheit zuständigen EU-Kommissars Franco Frattini. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters soll Frattini laut dieser gesagt haben, er wolle zusammen mit der Privatwirtschaft untersuchen, wie technisch verhindert werden kann, dass Menschen „gefährliche Worte“ wie „Bombe“ (bomb), „töten“ (kill), „Völkermord“ (genocide) oder „Terrorismus“ (terrorism) nutzen oder nach diesen suchen. Frattini wolle dies den Mitgliedsstaaten im Rahmen eines Anti-Terror-Plans im November vorschlagen, so Reuters.

Wenn also jetzt ein Anschlag mit einer Bombe passieren würde, man könnte sich im Internet nicht einmal darüber mehr informieren. Anscheinend hat aber Google Lunte 🙂 gerochen und dem besorgten wortmanischen Herrn schlicht einen Vogel gezeigt, jetzt muss man es halt anders rum probieren.

Ja meine Lieben – nicht dass ihr jetzt explodiert, (reisst Euch besser mal zusammen. Bedenkt, dass diese Liste noch erheblich größer werde könnte. H2O2 bzw. Wasserstoffperoxyd sind natürlich auch tabu, Wasser (H2O) könnte noch durchgehen, aber dann bloss nicht zu hastig eintippen. Chemiker und Apotheker sollten sich dann halt am besten unter Google einen anderen Job suchen, Terrorexperten, Journalisten und Historiker könnten sich gleich erschießen. Anscheinend hat man soeben den perfekten gesellschaftlichen Sprengstoff erfunden, der zur Zerreissprobe oder gar zu einer Revolution führen könnte.

Nach den Bauplänen der europäischen Sicherheitsarchitekten müsste dieser Un-Wortschatz natürlich auch noch in mindestens 3.000 Sprachen übersetzt werden. Nicht auszudenken, was man am Ende überhaupt noch eintippen darf, ohne sich verdächtig zu machen.


Video: Fragen Sie Dr. Schäuble

Da aber zu erwarten ist, dass diese Narretei für unsere Kommunikationsgesellschaft tödlich wäre, wird es wohl zu einem Kompromiss kommen. Demnach könnte man etwa bestimmten Berufsgruppen nach sorgfältiger persönlicher Überprüfung eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen. Deren Daten müssten natürlich auch wieder in einer Datenbank erfasst werden.

Ganz ganz sicher: Es ist wortwörtlich zum Schießen, diese Terrorhyper ticken nicht mehr richtig …

P.S.: Vieleicht noch zum Schluss einen Befriedungsvorschlag, der sowohl billiger wäre als auch die anscheinend wirklich langsam zerfallende Ziviliation noch ein Weilchen am Leben erhalten könnte: Die Behörden könnten ja statt dessen nach der Fünf-Finger-Taktik (G8 – was haben wir gelacht, zumindest zu Hause im Fernsehsessel) sagen wir mal 20.000 verschiedene Anleitungen zum Bombenbau ins Internet stellen und mit dem nötigen Google-Page Rank versehen. Dann könnte jeder Depp sich seine eigene Bombe im Keller basteln. Der Clou dabei – alles nur gefaked – im entscheidenden Moment gibt das stolze Objekt der Begierde nur einen hohlen Flop von sich. Aber Apparatschiks und Guerilla-Methoden, das wäre wohl etwas zuviel verlangt.

Übrigens: Leute, die nicht ganz auf den Kopf gefallen sind, die brauchen keine Suchmaschine, die wissen eh wo sie hin müssen.

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

Quellen:
Wer „Bombe“ eingibt, soll überwacht werden (Die Welt, 27.09.2007)
EU-Kommissar will Bombenbau-Seiten sperren (ZDF, 27.09.2007)
EU-Kommissar will „gefährliche Wörter“ im Internet sperren
(golem.de, 11.09.2007 !!!)

spionage

Guantanamo-Flieger stürzt mit 4 Tonnen Kokain an Bord in den Dschungel Yukatans

World Content News – Am Montag dieser Woche musste der amerikanische Geheimdienst CIA zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten einen empfindlichen Rückschlag im Drogenschmuggel-Business hinnehmen. Wieder in Mexiko. Eine Gulfstream II mit der Registriernummer N987SA stürzte am Montag nur 2 km von der Stadt Tixkokob und etwa 30 km von Merida entfernt (Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán), auf der Flucht vor mexikanischen Militärhubschraubern in ein Waldgebiet. Verletzte oder Tote gab es offenbar nicht, die Besatzung konnte sich zunächst aus dem Staub machen. Letzten Berichten zufolge gab es schließlich doch noch zwei Festnahmen.

Statt menschlichen Passagieren, für deren Transport das Flugzeug eigentlich vorgesehen ist, fanden sich 132 Säcke, die über 3,6 t Kokain enthielten. Das zulässige Transportgewicht des 22-sitzigen Business-Jets wurde somit um mehr als vierzig Prozent überschritten, die Maschine zerbrach in mehrere Teile.

Besonders pikant: Das Flugzeug landete zwischen 2003 und 2005 mindestens drei mal auf der Gefangeneninsel Guantanamo, dessen Flugdaten wurde von europäischen Behörden mit dem Verdacht auf Entführung von Terrorverdächtigen überprüft. Beim damaligen Operator handelte es sich um die Firma Richmor Aviation, die Flugzeuge zur Weitervermietung anbietet, von denen etliche für konspirative Operationen der CIA genutzt wurden und werden.

Die derzeitigen Eigentümer der Gulfstream, die Firma Donna Blue Aircraft Inc. mit Sitz in Coconut Creek, Florida, gegründet im März dieses Jahres von Joao Luiz Malago und Eduardo Dias Guimaraes, hatten das Flugzeug erst vor wenigen Wochen erworben und bei der FAA angemeldet. Die N987SA wurde daraufhin von Wichita nach Clearwater in Florida überführt, am 18. September 2007 ging die erste Reise mit den neuen Besitzern über Fort Lauderdale nach Cancun, Mexiko und weiter zu einer bisher noch unbekannte Destination in Kolumbien, wo die Drogensäcke an Bord verladen wurden.

Am 24. September erfolgte dann die Wiedereinreise nach Mexiko. Laut mexikanischen Behördenvertretern sei das Flugzeug zwei Stunden lang über der Kleinstadt Tixkokob gekreist, woraufhin man die Armee darüber informiert habe. Anderen Quellen zufolge wurde das Flugzeug bereits seit Eintritt in den mexikanischen Luftraum verfolgt. Man vermutet, dass das Flugzeug in Yucatán eine Zwischenlandung einlegen sollte.

Vorbesitzer der N987SA war die weitgehend unbekannte Firma SA Holdings LLC mit Sitz in New York und San Francisco, der das Flugzeug von 2001 bis August 2007 gehörte und deren Geschäftsadresse laut Firmenregistrierungsunterlagen über ein New Yorker Rechtsanwaltsbüro verlief. Das Flugzeug selbst hatte in dieser Zeit einige hoch interessante Reiseziele angesteuert: z.B. Guantanamo, Bahamas, Barbados, St. Lucia, Guadeloupe, Puerto Rico, Virgin Islands, Aruba und die Dominikanische Republik.

In Europa, wo die Maschine des öfteren in Frankreich, Italien und Großbritannien auftauchte, stand sie unter Verdacht, für die CIA zu fliegen, das Europaparlament verzichtete jedoch in seiner Untersuchung auf eine nähere Überprüfung ihrer Flüge, da sie nicht zu den Kernflugzeugen der CIA zu zählen schien.

Guantanamo-Flüge der N987SA:

30.05.03 von Oxford, CT (USA) nach Guantanamo
30.05.03 von Guantanamo nach Washington

12.04.04 von Washington nach Guantanamo
20.01.05 von Washington nach Guantanamo
20.01.05 von Guantanamo nach Washington

Die Umstände des Drogenfundes in Tixkokob weisen frappierende Ähnlichkeiten zu einem Vorfall im April 2006 in Ciudad del Carmen auf, als die mexikanische Polizei eine DC-9 mit der Registrierungsnummer N900SA stürmte und 5,5 t Kokain, die in Koffern verstaut, waren beschlagnahmte. Auch damals hatte ein US-Bürger hispaniolischer Abstammung ein kurz zuvor verkauftes Flugzeug von Florida aus auf die Kokapiste geschickt, auch hier ging es gleich beim ersten Mal schief, die mexikanischen Behörden waren rechtzeitig vorgewarnt worden.

Die Vorbesitzer wurden von investigativen Journalisten wie Hopsicker schnell als Personen mit Kontakten zur internationalen Waffen- und Drogenschmuggelszene entlarvt, die Behörden sahen freilich keinen Anlass, außer einer höflichen Befragung weitere Ermittlungen aufzunehmen.

„Zufällig“ wiesen auch damals involvierte Drogen-Flugzeuge die beiden Endbuchstaben SA in der Registriernummer auf, fast wäre man geneigt, zu glauben, dass die mysteriöse Firma SA Holdings LLC mit ihren Geheimdienstfingern auch die DC-9 steuerte.

Doch selbst wenn sich im nachhinein eine derartige Spur nachweisen ließe, die Komplexität dieses Netzwerkes geht weit über US-südamerikanische Verknüpfungen und den Drogenhandel hinaus, Tim Osman, die iranische Schah-Familie und die Old Boys will never die, auch wenn es inzwischen zwangsweise einige Personalveränderungen gegeben hat. Und schließlich gilt auch in diesem Erwerbszweig der eherne Spruch: „Wenn wir es nicht tun, dann macht es die Konkurrenz„.

Doch keine Bange, von wegen Verschwörungshirngepinste und so – Untersuchungen werden am Ende zu dem Schluss kommen, zwei Mexikaner hätten das alles mit Hilfe von kolumbianischen Drogenbaronen alleine durchgezogen. Und Schwamm drüber, bis zum nächsten mal …

Quellen:
Keine Leichen dafür 3,6 Tonnen Koks
(oraclesyndicate.twoday.net, 25.09.2007)
Drogenflieger abgestürzt (aerosecure.de, 25.09.2007)
Plane with four tonnes of cocaine crashes in Mexico
(Monsters and Critics, 24.09.2007)
Cocaine-laden plane crashes in Mexico jungle (ABC, 24.09.2007)
Accident description (aviation-safety.net, 24.09.2007)

Download: Flight Data N987SA
(2001-2005, Excel-Sheet, zipped, 60 KB)

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CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
(WCN, 24.04.06)
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spionage

Keine Leichen dafür 3,6 Tonnen Koks

World Content News & Stephan Fuchs – 132 militärisch aussehende Taschen, gepackt mit 3.3 metrischen Tonnen Kokain wurden im einem Wrack einer Gulfstream II mit der amerikanischen N- Nummer N987SA im Dschungel nahe der südmexikanischen Stadt Tixkobob gefunden. Der amerikanische Businessjet gehört der in Coconut Creek in Miami registrierten Firma Donna Blue Aircraft Inc.

Dem Absturz ging ein Luftscharmützel mit zwei mexikanischen Armeehelikoptern voraus. Die mexikanischen Behörden hatten das Flugzeug bereits seit Eindringen in den mexikanischen Luftrum auf dem Verfolgungsradar und hatten es – laut mexikanischen Behörden – mit Armeeflugzeugen verfolgt. Nachdem die Flugbesatzung der Gulfstream Aerospace G-1159 Gulfstream II den Landeaufforderungen des Towers nicht Folge leistet, starteten die zwei Helikopter und zwangen den Jet zur Landung. Die Verfolgungsjagd endete mit dem Absturz der Maschine, das Flugzug wurde dabei zerstört.


Carramba! 13 militärisch aussehende Säcke mit Kokain

Verletzte gab es offensichtlich keine. Wie der örtliche Polizeichef Eustaquio Arredondo der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte wurde eine Person beim Flugzeug verhaftet. Die 3.3 Tonnen Kokain wurden möglicherweise auf einer verdeckten Landepiste geladen und waren auf dem Weg in die USA. Um welchen Zielflughafen es sich handelte, ist zurzeit noch nicht bekannt. Interessanterweise flog die N987SA in letzter Zeit auch den Flughafen Clearwater in Florida an. Just jener Flughafen der bereits mit der DC 9 Coca Airline N900SA von Skyways Aircraft angeflogen wurde. Eine durchaus interessante Kombination, nicht nur der Destinationen, sondern auch der N –Nummer Endung SA.


Verfolgungsjagd mit durch militärische Hubschruber über dem mexikanischen Dschungel

Besonders pikant: Das Flugzeug landete zwischen 2003 und 2005 mindestens drei mal auf der Gefangeneninsel Guantanamo, dessen Flugdaten wurde von europäischen Behörden mit dem Verdacht auf Entführung von Terrorverdächtigen überprüft. Beim damaligen Operator handelte es sich um die Firma Richmor Aviation. Zufälle?

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Guantanamo-Flieger stürzt mit 4 Tonnen Kokain an Bord in den Dschungel Yukatans

BREAKING NEWS WCN. Gestern mußte der amerikanische Geheimdienst CIA zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten einen empfindlichen Rückschlag im Drogenschmuggel-Business hinnehmen. Wieder in Mexiko. Eine Gulfstream II mit der Registriernummer N987SA stürzte am Montag nur 2 km von der Stadt Tixkokob auf der Flucht vor mexikanischen Militärhubschraubern in ein Waldgebiet. Verletzte oder Tote gab es offenbar nicht, die Besatzung konnte sich aus dem Staub machen.

Statt menschlichen Passagieren fanden sich 132 Koffer, die über 3,6t Kokain enthielten. Besonders pikant: Das Flugzeug landete zwischen 2003 und 2005 mindestens drei mal auf der Gefangeneninsel Guantanamo, dessen Flugdaten wurde von europäischen Behörden mit dem Verdacht auf Entführung von Terrorverdächtigen überprüft. Beim damaligen Operator handelte es sich um die Firma Richmor Aviation.

Keine Leichen dafür 3,6 Tonnen Koks

Krieg

„Lost“ B-52 nuke cruise missiles were on way to Middle East for attack on Iran

Wayne Madsen. SPECIAL REPORT — „Lost“ B-52 nuke cruise missiles were on way to Middle East for attack on Iran; Air Force refused to fly weapons to Middle East theater.

WMR has learned from U.S. and foreign intelligence sources that the B-52 transporting six stealth AGM-129 Advanced Cruise Missiles, each armed with a W-80-1 nuclear warhead, on August 30, were destined for the Middle East via Barksdale Air Force Base in Louisiana.

However, elements of the Air Force, supported by U.S. intelligence agency personnel, successfully revealed the ultimate destination of the nuclear weapons and the mission was aborted due to internal opposition within the Air Force and U.S. Intelligence Community.

Yesterday, the Washington Post attempted to explain away the fact that America’s nuclear command and control system broke down in an unprecedented manner by reporting that it was the result of „security failures at multiple levels.“ It is now apparent that the command and control breakdown, reported as a BENT SPEAR incident to the Secretary of Defense and White House, was not the result of a command and control chain-of-command „failures“ but the result of a revolt and push back by various echelons within the Air Force and intelligence agencies against a planned U.S. attack on Iran using nuclear and conventional weapons.

The Washington Post story on BENT SPEAR may have actually been an effort in damage control by the Bush administration. WMR has been informed by a knowledgeable source that one of the six nuclear-armed cruise missiles was, and may still be, unaccounted for. In that case, the nuclear reporting incident would have gone far beyond BENT SPEAR to a National Command Authority alert known as EMPTY QUIVER, with the special classification of PINNACLE.

Just as this report was being prepared, Newsweek reported that Vice President Dick Cheney’s recently-departed Middle East adviser, David Wurmser, told a small group of advisers some months ago that Cheney had considered asking Israel to launch a missile attack on the Iranian nuclear site at Natanz. Cheney reasoned that after an Iranian retaliatory strike, the United States would have ample reasons to launch its own massive attack on Iran. However, plans for Israel to attack Iran directly were altered to an Israeli attack on a supposed Syrian-Iranian-North Korean nuclear installation in northern Syria.

WMR has learned that a U.S. attack on Iran using nuclear and conventional weapons was scheduled to coincide with Israel’s September 6 air attack on a reputed Syrian nuclear facility in Dayr az-Zwar, near the village of Tal Abyad, in northern Syria, near the Turkish border. Israel’s attack, code named OPERATION ORCHARD, was to provide a reason for the U.S. to strike Iran. The neo-conservative propaganda onslaught was to cite the cooperation of the George Bush’s three remaining „Axis of Evil“ states — Syria, Iran, and North Korea — to justify a sustained Israeli attack on Syria and a massive U.S. military attack on Iran.

WMR has learned from military sources on both sides of the Atlantic that there was a definite connection between Israel’s OPERATION ORCHARD and BENT SPEAR involving the B-52 that flew the six nuclear-armed cruise missiles from Minot Air Force Base in North Dakota to Barksdale. There is also a connection between these two events as the Pentagon’s highly-classified PROJECT CHECKMATE, a compartmented U.S. Air Force program that has been working on an attack plan for Iran since June 2007, around the same time that Cheney was working on the joint Israeli-U.S. attack scenario on Iran.

PROJECT CHECKMATE was leaked in an article by military analyst Eric Margolis in the Rupert Murdoch-owned newspaper, the Times of London, is a program that involves over two dozen Air Force officers and is headed by Brig. Gen. Lawrence Stutzriem and his chief civilian adviser, Dr. Lani Kass, a former Israeli military intelligence officer who, astoundingly, is now involved in planning a joint U.S.-Israeli massive military attack on Iran that involves a „decapitating“ blow on Iran by hitting between three to four thousand targets in the country. Stutzriem and Kass report directly to the Air Force Chief of Staff, General Michael Moseley, who has also been charged with preparing a report on the B-52/nuclear weapons incident.

Kass‘ area of speciality is cyber-warfare, which includes ensuring „information blockades,“ such as that imposed by the Israeli government on the Israeli media regarding the Syrian air attack on the alleged Syrian „nuclear installation.“ British intelligence sources have reported that the Israeli attack on Syria was a „true flag“ attack originally designed to foreshadow a U.S. attack on Iran. After the U.S. Air Force push back against transporting the six cruise nuclear-armed AGM-129s to the Middle East, Israel went ahead with its attack on Syria in order to help ratchet up tensions between Washington on one side and Damascus, Tehran, and Pyongyang on the other.

The other part of CHECKMATE’s brief is to ensure that a media „perception management“ is waged against Syria, Iran, and North Korea. This involves articles such as that which appeared with Joby Warrick’s and Walter Pincus‘ bylines in yesterdays Washington Post. The article, titled „The Saga of a Bent Spear,“ quotes a number of seasoned Air Force nuclear weapons experts as saying that such an incident is unprecedented in the history of the Air Force. For example, Retired Air Force General Eugene Habiger, the former chief of the U.S. Strategic Command, said he has been in the „nuclear business“ since 1966 and has never been aware of an incident „more disturbing.“

Command and control breakdowns involving U.S. nuclear weapons are unprecedented, except for that fact that the U.S. military is now waging an internal war against neo-cons who are embedded in the U.S. government and military chain of command who are intent on using nuclear weapons in a pre-emptive war with Iran.

CHECKMATE and OPERATION ORCHARD would have provided the cover for a pre-emptive U.S. and Israeli attack on Iran had it not been for BENT SPEAR involving the B-52. In on the plan to launch a pre-emptive attack on Iran involving nuclear weapons were, according to our sources, Cheney, National Security Adviser Stephen Hadley; members of the CHECKMATE team at the Pentagon, who have close connections to Israeli intelligence and pro-Israeli think tanks in Washington, including the Hudson Institute; British Foreign Secretary David Miliband, a political adviser to Tony Blair prior to becoming a Member of Parliament; Israeli political leaders like Prime Minister Ehud Olmert and Likud leader Binyamin Netanyahu; and French Foreign Minister Bernard Kouchner, who did his part last week to ratchet up tensions with Iran by suggesting that war with Iran was a probability. Kouchner retracted his statement after the U.S. plans for Iran were delayed.

Although the Air Force tried to keep the B-52 nuclear incident from the media, anonymous Air Force personnel leaked the story to Military Times on September 5, the day before the Israelis attacked the alleged nuclear installation in Syria and the day planned for the simultaneous U.S. attack on Iran. The leaking of classified information on U.S. nuclear weapons disposition or movement to the media, is, itself, unprecedented. Air Force regulations require the sending of classified BEELINE reports to higher Air Force authorities on the disclosure of classified Air Force information to the media.

In another highly unusual move, Defense Secretary Robert Gates has asked an outside inquiry board to look into BENT SPEAR, even before the Air Force has completed its own investigation, a virtual vote of no confidence in the official investigation being conducted by Major General Douglas Raaberg, chief of air and space operations at the Air Combat Command.
br>ates asked former Air Force Chief of Staff, retired General Larry Welch, to lead a Defense Science Board task force that will also look into the BENT SPEAR incident. The official Air Force investigation has reportedly been delayed for unknown reasons. Welch is President and CEO of the Institute for Defense Analysis (IDA), a federally-funded research contractor that operates three research centers, including one for Office of Science and Technology Policy in the Executive Office of the President and another for the National Security Agency. One of the board members of IDA is Dr. Suzanne H. Woolsey of the Paladin Capital Group and wife of former CIA director and arch-neocon James Woolsey.

WMR has learned that neither the upper echelons of the State Department nor the British Foreign Office were privy to OPERATION ORCHARD, although Hadley briefed President Bush on Israeli spy satellite intelligence that showed the Syrian installation was a joint nuclear facility built with North Korean and Iranian assistance. However, it is puzzling why Hadley would rely on Israeli imagery intelligence (IMINT) from its OFEK (Horizon) 7 satellite when considering that U.S. IMINT satellites have greater capabilities.

The Air Force’s „information warfare“ campaign against media reports on CHECKMATE and OPERATION ORCHARD also affected international reporting of the recent International Atomic Energy Agency (IAEA) resolution asking Israel to place its nuclear weapons program under IAEA controls, similar to those that the United States wants imposed on Iran and North Korea. The resolution also called for a nuclear-free zone throughout the Middle East. The IAEA’s resolution, titled „Application of IAEA Safeguards in the Middle East,“ was passed by the 144-member IAEA General Meeting on September 20 by a vote of 53 to 2, with 47 abstentions. The only two countries to vote against were Israel and the United States. However, the story carried from the IAEA meeting in Vienna by Reuters, the Associated Press, and Agence France Press, was that it was Arab and Islamic nations that voted for the resolution.

This was yet more perception management carried out by CHECKMATE, the White House, and their allies in Europe and Israel with the connivance of the media. In fact, among the 53 nations that voted for the resolution were China, Russia, India, Ireland, and Japan. The 47 abstentions were described as votes „against“ the resolution even though an abstention is neither a vote for nor against a measure. America’s close allies, including Britain
, France, Australia, Canada, and Georgia, all abstained.

Suspiciously, the IAEA carried only a brief item on the resolution concerning Israel’s nuclear program and a roll call vote was not available either at the IAEA’s web site — www.iaea.org — or in the media.

The perception management campaign by the neocon operational cells in the Bush administration, Israel and Europe was designed to keep a focus on Iran’s nuclear program, not on Israel’s. Any international examination of Israel’s nuclear weapons program would likely bring up Israeli nuclear scientist Mordechai Vanunu, a covert from Judaism to Christianity, who was kidnapped in Rome by a Mossad „honey trap“ named Cheryl Bentov (aka, Cindy) and a Mossad team in 1986 and held against his will in Israel ever since.

Vanunu’s knowledge of the Israeli nuclear weapons program would focus on the country’s own role in nuclear proliferation, including its program to share nuclear weapons technology with apartheid South Africa and Taiwan in the late 1970s and 1980s. The role of Ronald Reagan’s Director of the Arms Control and Disarmament Agency Ken Adelman in Israeli’s nuclear proliferation during the time frame 1983-1987 would also come under scrutiny. Adelman, a member of the Reagan-Bush transition State Department team from November 1980 to January 1981, voiced his understanding for the nuclear weapons programs of Israel, South Africa, and Taiwan in a June 28, 1981 New York Times article titled, „3 Nations Widening Nuclear Contacts.“ The journalist who wrote the article was Judith Miller. Adelman felt that the three countries wanted nuclear weapons because of their ostracism from the West, the third world, and the hostility from the Communist countries. Of course, today, the same argument can be used by Iran, North Korea, and other „Axis of Evil“ nations so designated by the neocons in the Bush administration and other governments.

There are also news reports that suggest an intelligence relationship between Israel and North Korea. On July 21, 2004, New Zealand’s Dominion Post reported that three Mossad agents were involved in espionage in New Zealand. Two of the Mossad agents, Uriel Kelman and Elisha Cara (aka Kra), were arrested and imprisoned by New Zealand police (an Israeli diplomat in Canberra, Amir Lati, was expelled by Australia and New Zealand intelligence identified a fourth Mossad agent involved in the New Zealand espionage operation in Singapore). The third Mossad agent in New Zealand, Zev William Barkan (aka Lev Bruckenstein), fled New Zealand — for North Korea.

New Zealand Foreign Minister Phil Goff revealed that Barkan, a former Israeli Navy diver, had previously worked at the Israeli embassy in Vienna, which is also the headquarters of the IAEA. He was cited by the Sydney Morning Herald as trafficking in passports stolen from foreign tourists in Thailand, Myanmar, Laos, and Cambodia. New Zealand’s One News reported that Barkan was in North Korea to help the nation build a wall to keep its citizens from leaving.

The nuclear brinkmanship involving the United States and Israel and the breakdown in America’s command and control systems have every major capital around the world wondering about the Bush administration’s true intentions.

publication date: Sep 23, 2007

Wayne Madsen is a Washington, D.C.-based investigative journalist, author, and syndicated columnist. His articles have appeared in The Village Voice and Wired.

Wayne Madsen Report