kriminalitaet

Vermisstes Kind nach acht Jahren wieder da?

Harald Haack – Immer wieder verschwinden Kinder spurlos. Polizei und Öffentlichkeit gehen dann von einem Verbrechen aus; irgendwann wird die Leiche des Kindes entdeckt und es stellt sich heraus, dass es zur Befriedigung sexueller Triebe entführt und zum Vertuschen der Tat ermordet wurde. Doch es gibt auch Fälle, da bleiben die vermissten Kinder verschwunden. Keine Leiche, keine Hinweise auf Täter.

So war das auch im Fall der am 2. März 1998 verschwundenen, damals zehnjährigen Natascha.

An jenem Tag sollte Natascha wie jeden Morgen mit ihrer Schultasche von der elterlichen Wohnung im Wiener Distrikt Donaustadt zur Schule gehen, doch der Tag beginnt nicht ganz wie gewohnt. Natascha verschläft, die Zeit drängt und die Mutter schimpft. Das Mädchen verabschiedet sich von seiner Mutter nicht, als es um 7.02 Uhr die Wohnung verlässt.

Zur Schule ist es nicht weit, und nach der Schule geht Natascha üblicherweise selbständig in einen nahe gelegenen Kinderhort. Um 16.15 Uhr ruft die besorgte Mutter in der Schule an und erfährt, das das Kind nicht in der Schule war. Sie fragt im Hort nach, doch auch dort war ihre Tochter nicht erschienen und bleibt verschwunden. Natascha wurde zum vermutlich meist gesuchten Kind Österreichs.

Doch nun, nach acht Jahren, wurde eine junge Frau im niederösterreichischen Deutsch-Wagram aufgefunden. Sie erklärte, die einst auf dem Weg zur Schule verschwundene Natascha zu sein. Sollte nun das wahr geworden sein, womit niemand mehr gerechnet hat?

Die zunächst angeblich verwirrt wirkende Frau wurde von der Polizei vernommen. Nach dem Verhör leitete die Polizei sofort eine Großfahndung nach den möglichen Entführern von Natascha im Osten Österreichs ein. Die Identität der jungen Frau soll mittels eines DNA-Tests geklärt werden. Ein Sprecher der Kriminalpolizei teilte der Nachrichtenagentur APA am Nachmittag des 23. Augsut 2006 mit, man wisse noch nicht, ob es sich tatsächlich um Natascha oder um eine verwirrte Frau handelt. Die Frau sei zwar in schlechtem Gesundheitszustand, aber unverletzt.

Einer der spektakulärsten Fälle der jüngsten Kriminalgeschichte. Nataschas rätselhaftes Verschwinden aus Wien-Donaustadt hatte vor acht Jahren für Hysterie gesorgt. Zeugen wollten das Mädchen einmal in einem Supermarkt in Liesing, dann in einer Straßenbahn in Döbling gesehen haben. Auch sah sich die Polizei veranlasst, einen Jungen zu verhören, der behauptet hatte, die damals Zehnjährige einen Tag nach ihrem Verschwinden in der U-Bahn gesehen zu haben. Er hatte behauptet, er wisse, Natascha sei ausgerissen und würde in einem Keller der Wohnhausanlage am Rennbahnweg schlafen. Doch später gab der Junge zu, Natascha nicht zu kennen. Er habe sich alles nur ausgedacht.

Aber wahrscheinlich wirklich zuletzt gesehen wurde Natascha von ihrer Mitschülerin Bettina, die damals versicherte, sie habe sie am Tag des Verschwindens gegen 7.30 Uhr wenige hundert Meter von der Schule entfernt am Broschiweg gesehen. Natascha sei in Richtung Schule gegangen.

Erfolglos überprüfte die Polizei damals mehr als 700 Kleinbusse in ganz Österreich. Teiche wurden von Tauchern durchsucht. Mit Wärmebildkameras wurde von Helikoptern aus nach dem vermutlich meist gesuchten Kind Österreichs gesucht. Tausenden von Hinweisen verfolgte die Polizei. Noch unter dem Eindruck des Dutroux-Skandals in Belgien standen die österreichische Öffentlichkeit und die Polizei und es wurde spekuliert, die Zehnjährige sei von einem Kinderschänder entführt worden.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie weggelaufen ist“, meinte damals Nataschas Lehrerin, Susanne B. und schränkte ein: „Zumindest wäre sie, wenn sie aus irgendeinem Ärger nicht in die Schule gegangen wäre, spätestens am Nachmittag wieder heimgegangen.“ Und der Schuldirektor Günter W. teilte mit, Natascha habe in dem Schuljahr noch kein einziges Mal gefehlt.

Wegen des Streits um Nataschas Verschlafens sei ihre Tochter nicht ausgerissen, war Brigitta S. überzeugt. Doch sie und auch ihr Mann, Ludwig K., der Vater des Mädchens, gaben die Hoffnung nicht auf, dass es dennoch ausgerissen war. Sie vermuteten, sie sei vielleicht nach Ungarn, wo der Vater in Nöygr ein Haus besaß. In diesem Haus hatte er das Wochenende mit seiner Tochter vor ihrem Verschwinden verbracht. Deshalb besaß sie auch einen EU-Reisepass und den soll sie auch noch am Montag danach, dem Tag ihres Verschwindens, bei sich gehabt haben. „Sie kann sich doch nicht in Luft auflösen“, hatte Ludwig K., der Verzweiflung nahe, geschimpft und fuhr in der Nacht auf Mittwoch, am 4. März 1998 nach Nöygr, um die Suche nach Natascha dort anzukurbeln. Doch gefunden wurde sie auch dort nicht. Sie blieb verschwunden. Vielleicht aber ist sie jetzt wieder aufgetaucht. Ist sie es wirklich? Ist sie einem Irren in die Hände gefallen, wie ihre Mutter damals vermutete?

Krieg

Tollwut?

Leserbrief zum Artikel „In der eigenen Falle gefangen“ von Karl Weiß

G. Nagel, Berlin – In einer Deutlichkeit wie man sie in diesen Tagen leider nur allzu selten antrifft, beschreibt Karl Weiss anhand der Begleitumstände, Hintergründe und weitergehenden Ankündigungen der *einzig verbliebenen Weltmacht* in welch tödlicher Gefahr die Welt sich heute befindet.

Umso mehr frage ich mich, aus welchem Grund der Autor es offensichtlich nicht fertigbringt, auch noch den letzten gedanklichen Schritt zu vollziehen?

Die USA BRAUCHT einen Dritten Weltkrieg und tut seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts buchstäblich alles dafür, ihn auszulösen.

Warum? Nun weil diese Volkswirtschaft in allen Sektoren, die der Fachmann unterscheidet, so über alle Maßen verschuldet ist, daß ihre führenden Köpfe nur noch in der Zerstörung weiter Teile der Welt bei gleichzeitiger Ausschaltung von Konkurrenz im besonders lukrativen Wiederaufbau-Geschäft eine reale Möglichkeit sehen, diesen Schuldenberg 1.) auf Dritte abwälzen und 2.) dann irgendwann „großzügig vergessen“, d.h. schlicht streichen zu können.

Eine anno Tobak festgelegte, damals für irreal hoch gehaltene Obergrenze für die Verschuldung des Staates USA mußte in diesem Februar vom Kongreß weiter erhöht werden, denn andernfalls, so erklärte es der damals noch amtierende US-Finanzminister John Snow, wäre die USA spätestens ab Mitte März zahlungsunfähig geworden. Ebenfalls ab März 2006 nahm die FED Abstand davon, die Entwicklung der Geldmenge M3 noch zu veröffentlichen, welche allzu deutliche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Inflation erlaubt. Die offiziell verkündete Inflationsrate ist neuerdings eine „bereinigte“: weil, so wird das erklärt, die Preise im Energiesektor so stark schwanken würden, rechne man sie einfach heraus. Zwar versteht man unter schwankenden Preisen im allgemeinen ein hoch und runter – nur ist das bei den Energiepreisen eben nicht der Fall. Beispiel: 1 Barrel Öl kostete bei Bushs Amtsantritt noch etwa 22 Dollar, heute kostet das Barrel nur relativ leicht schwankend um die 70 Dollar. Und das liegt nicht an der Unersättlichkeit irgendwelcher „Ölscheichs“ in Asien, Südamerika oder Rußland sondern daran, daß der Dollar aufgrund des US-Finanzdesasters schlicht seinen Wert verliert und daher in der akuten Gefahr steht, seine Rolle als sog. Weltleitwährung in Kürze zu verlieren. Dann müßten IWF und Weltbank einen Plan zur Abwehr einer weltweiten Wirtschaftskrise entwickeln, die die USA von der angeblich *einzig verbliebenen Weltmacht* zum BITTSTELLER gegenüber dem Rest der Welt machen würde.

Die ganze Entwicklung, welche spätestens seit dem 91er Irak-Krieg erkennbar wurde, ist eine völlig rationale Angelegenheit und hat nichts, aber auch rein gar nichts mit „Tollwut“ zu tun.

Auf den ebenso rationalen wie menschenverachtenden Plan, die sich bereits in den 80er Jahren abzeichnende gigantische Schuldenkrise durch die Herbeiführung eines Dritten Weltkrieges zu „lösen“, verlegte man sich in USA (und befreundeten Nationen, auch *Koalition der Billigen* genannt) aufgrund der diesbezüglich guten Erfahrungen mit den beiden Weltkriegen des letzten Jahrhunderts. Siehe dazu den Artikel bei Goldseiten.de

So und nur so wird aus der us-amerikanischen Außenpolitik seit dieser Zeit ein rational nachvollziehbares Stück Arbeit aus einem Guß.

Zur geistigen Anregung:
Heise.de
Heise.de
Heise.de

Man kann nur vermuten, warum der Autor (und mit ihm sicher viele, die in ihren Überlegungen ähnlich weit gediehen sind) sich dennoch dagegen sperren, eine Eskalation seitens der USA und ihrer *Koalition der Billigen* hin zu einem ausgewachsenen Weltkrieg auch nur in Gedanken als ABSICHTLICHEN PLAN erkennen zu wollen.

Nein, nicht etwa weil ein Weltkrieg heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einer atomaren Apokalypse enden würde und der Mensch von heute sich dem Gedanken an das eigene Ende eben so gern entzieht…

Vielmehr dürfte der Grund für diese innerliche Verweigerung, den Entwicklungen ins Auge zu sehen, darin liegen, daß dies unser vertrautes Weltbild allzu arg ins Wanken bringen würde.

Der Autor selbst gibt dazu einen sehr deutlichen Hinweis:

„Das deutsche Kaiserreich hätte im Ersten Weltkrieg spätestens Ende 1916 sehen müssen, daß der Krieg verloren war und versuchen, zu einem Frieden unter annehmbaren Bedingungen zu kommen. Stattdessen… (man lese in den Geschichtsbüchern nach).“

Solange man „den“ Geschichtsbüchern vertraut, hat man sich eben noch nicht einmal mit den tatsächlichen Motiven (jenseits irgendwelcher für die Sieger eines großen Krieges so angenehmen „Schuldfrage“) aller Seiten im ERSTEN Weltkrieg beschäftigt… Da hilft nur ein Blick in das Geschichtsbuch eines Menschen mit nüchternerem Blick:

Heise.de

Insofern hat der Autor, gewiß unbeabsichtigt, mit dem von ihm gewählten Titel zu seinen Überlegungen auch gleich sein eigenes Dilemma auf den Punkt gebracht:

„In der eigenen Falle gefangen“

In der Hoffnung, die werten Leser dieser Zeilen in Ihrem Mittagsschlaf nicht über Gebühr gestört zu haben…

surveillance

Lassen sich mit dem neuen Schweizer Pass auch Leute sprengen?

Stephan Fuchs – RFID Pässe kommen unweigerlich und sind unbeliebt. In der Schweiz soll ab dem 4. September 06 der elektronisch lesbare Pass 06 bestellt werden können, darin befindet sich ein per Funk auslesbarer RFID-Chip. Mit dem lässt sich allerhand anstellen.

Den neuen Pass brauchen Reisende, sofern sie keinen Maschinenlesbaren Pass 03 besitzen nach dem 26. Oktober 2006 für aufenthalte in Amerika. Um den neuen Pass zu bekommen, muss eines der kantonalen Erfassungszentren aufgesucht werden, in denen die Daten inklusive Gesichtsbild elektronisch erfasst und überprüft wird. Erst dann ist man ein biometrisch akzeptierter Mensch. An einem so genannten Biometrie-Checkpoint können Sie dann einsehen, welche Daten auf dem Chip gespeichert sind. Aber welche Netzwerke haben da noch Zugang?

Dass ein RFID Dokumente quasi geklont werden, die Identität des Trägers gestohlen werden kann, das ist mittlerweile bewiesen und demonstriert worden. Dass unliebsame Personen gelöscht werden könnten, das ist nahe liegend. Nun zeigen zwei amerikanische Jungs wie man den Passträger in die Luft sprengen kann. RFID macht’s möglich.

Wie Gulli.com berichtet, wurden auf der Black Hat Konferenz spannende neue Anwendungsgebiete demonstriert. Dazu Gulli.com:
„Die nicht allzu wirkungsvolle Abschirmung der geplanten US-Pässe läßt ein Auslesen des Ausweises zu, auch wenn dieser nur ein kleines Stück weit aufgeklappt ist. Flexilis beanstanden, dass die Technik erlaubt, Ausweise aufzuspüren. Außerdem halten sie es für möglich, dass die Nationalität des Passinhabers durch die Charakteristiken des jeweils verwendeten Funkchips erkennbar wird, auch wenn die auf dem Chip gespeicherten persönlichen und biometrischen Daten nicht ausgelesen werden können. Zusammengefasst ergibt sich die Möglichkeit, beispielsweise Sprengfallen zu bauen, die auf Pässe der Angehörigen bestimmter Nationen reagieren.“

Eine entsprechende Demonstration:

Möglich wäre auch, dass jemand bei ihrem nächsten US Aufenthalt mittels ihres Passes plötzlich eine Bombe zünden wird und sie so zum Terroristen werden. Viel Spass beim Reisen.

deutschland

Die Bundeswehr – Europas Wechselbalg

Michael Schulze von Glaßer – Neue Panzer, Fahr- und Flugzeuge sowie Hubschrauber – die Bundeswehr rüstet sich für die Schlachten der Zukunft. Der Wandel zur Hightech-Armee ist fast vollzogen.

Ein paar Beispiele:

Ende Juli 2006 wurden die ersten „Eurofighter“-Kampfflugzeuge von der deutschen Luftwaffe in Empfang genommen. Das noch zu Zeiten des Kalten Krieges entwickelte 2400 km/h schnelle Kampfflugzeug kann momentan mit Luft-Luft-Raketen ausgestattet werden, Luft-Boden-Raketen aber sind in der Entwicklung.

Kosten für den Eurofighter: 16 Milliarden Euro.

Ab dem Jahr 2010 kann die Bundeswehr auf ein neues Transportflugzeug vom Typ A 400 M zurückgreifen. Der Airbus fliegt mit einer Geschwindigkeit von 900 km/h und ist doppelt so schnell wie das bisherige Transportflugzeug der Bundeswehr „Transall“. Mit seiner Fähigkeit 32 Tonnen Nutzlast mitzunehmen, können sogar schwere Panzer zum Einsatzgebiet geflogen werden.

Kosten für das neue Transportflugzeug: 9 Milliarden Euro.

Das MEADS (Medium Extended Air Defence System) Programm soll die „Patriot”-Luftabwehrraketen ablösen. Das umstrittene Raketenprogramm ist mit der „hit-to-kill“-Technologie ausgestattet, was den Abschuss von feindlichen Flugzeugen und Raketen deutlich effektiver machen soll.

Kosten des MEADS: 7 Milliarden Euro.

Seit kurzem hat die Bundeswehr einen neuen Hubschrauber namens „Tiger“ im Heer. Der looping-fähige Unterstützungshubschrauber ist für den Luft-Boden-Kampf konzipiert worden.

Kosten des Tiger-Hubschraubers: 4 Milliarden Euro

Vor einigen Jahren wurde das erste wasserstoff-angetriebene U-Boot der Marine in Dienst gestellt. Das 56 Meter lange Boot ist mit Torpedos bestückt – an der Technik ist die USA sehr interessiert; einige U-Boote sollen nach Israel verkauft werden, wo diese auch mit Atomwaffen bestückt werden können. Der Verkauf nach Israel wird vom Bundestag mit 300 Millionen Euro unterstützt.

Kosten für das wasserstoff-angetriebene U-Boot: 4 Milliarden Euro.

Der Spähwagen „Fennek“ wurde ab 2003 in Dienst gestellt und ist sowohl für Aufklärungs- als auch für Kampfeinsätze verwendbar.

Kosten für den Fennek-Spähwagen: 300 Millionen Euro.


Alles neu – die Bundeswehr rüstet auf! Von oben links nach unten rechts: Abschussrampe für MEADS Raketen; Airbus 400 M Transportflugzeug; mit Wasserstoff angetriebenes U-Boot der Klasse 212A; Unterstützungshubschrauber „Tiger“; neues Kampfflugzeug Eurofighter der Luftwaffe; Spähwagen „Fennek“ (Fotos: http://www.Bundeswehr.de)

Das sind nur sechs Anschaffungen der Bundeswehr, hinzukommen noch weitere wie die Entwicklung eines neuen Panzers namens „Marder“ und eines unbemannten, selbstständig agierenden Kampfflugzeuges.

Die Kosten explodieren, wie man sieht, jetzt schon. Im Bundeshaushalt 2006 stellt der Posten „Verteidigung“ 23,9 Milliarden Euro und ist somit der zweitgrößte Einzelposten im Haushalt. Trotzdem fordert der so genannte „Verteidigungsminister“ Franz-Josef Jung (CDU) mehr Geld für die Armee. Die Kosten steigen zusätzlich durch die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Laut dpa befinden sich momentan 7711 Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. 2800 befinden sich im Kosovo – die gleiche Anzahl in Afghanistan, 950 in Bosnien-Herzegowina, 780 entfallen auf den Kongo, 270 sind am Horn von Afrika, 60 auf Marineschiffen im Mittelmeer und weitere 51 sind als Militärbeobachter im Sudan, in Georgien und Äthiopien/Eritrea stationiert. Bald werden Soldaten der Bundesmarine mit Kriegsschiffen wohl auch vor dem Libanon patrouillieren. Die Kosten für die Einsätze sind schwer abzusehen wie der Einsatz im Kongo zeigt. Die Kosten für den Einsatz wurden auf 20 Millionen Euro geschätzt, noch bevor ein deutscher Soldat seinen Fuß auf afrikanischen Boden setzte wurde die Zahl auf 56 Millionen korrigiert.

Die Bundeswehr lässt sich aber nicht von ihrem Kurs abbringen, eine international agierende EU-Kampftruppe zu werden – koste es was es wolle. Interessant hierbei ist, dass den EU-Ländern in der abgelehnten Verfassung eine dauerhafte Aufrüstung aufgezwungen werden sollte. Jedoch formiert sich die EU auch ohne gemeinsame Verfassung zu einer Militärmacht, die nur mit der US-Armee verglichen werden kann. Die Machthaber geben offen zu, eine Gegenmacht zu den USA aufbauen zu wollen. Der Kongo-Einsatz der EU-Truppen soll zeigen, wie selbstständig die Europäische Armee schon ist. Die Bundeswehr baute extra für die Auslandseinsätze der EU einen Hightech-Kommandostand in Potsdam.


Logo des vor kurzem fertig gestellten und schon genutzten „EU OPERATION HEADQUARTERS“ in Potsdam (Foto: http://www.einsatz.bundeswehr.de)

Die EU-Streitmächtigen wollen unabhängig von den USA werden. Diese sehen die Streitmacht „EU“ schon auf sich zukommen und machen Eingeständnisse in der NATO, um Europa mit weniger militärischen Forderungen an sich zu binden. Die letzten so genannten „Verteidigungsminister“ sprachen von Reformen – der Kalte Krieg war vorbei, der „Krieg gegen den Terror“ begann – die Bundeswehr selbst spricht gar von Transformation.

Erschreckend sind die Kosten, die Deutschland und die anderen EU-Länder für ihr Militär ausgeben – noch erschreckender ist die Akzeptanz der militärischen Aufrüstung:

All die teure Technik täuscht über den eigentlichen Zweck der Waffen hinweg – den Zweck zu töten. In Bürgerlichen Medien wird die Technik aufs Höchste angepriesen und dabei ausgeblendet, dass Waffen im Falle eines Einsatzes den Zweck haben, so effektiv wie möglich zu töten.

Doch was will eine kampfstarke EU-Armee?
Zwei der Hauptziele sind es, Rohstoffe zu sichern und neue Märkte zu erobern. Das Vorbild – wie immer – die Vereinigten Staaten von Amerika. Doch wie werden sich die USA verhalten, wenn neben ihr eine neue „Weltpolizei EU“ auf die Bühne tritt?

Die aufstrebende Weltmacht China hat mit 2,5 Millionen Soldaten die größte Armee der Welt. Der Etat für das chinesische Militär betrug im Jahr 2005 rund 90 Milliarden Euro. Damit hat China die dritthöchsten Militärausgaben der Welt (nach den USA und Russland). Kurz: China ist auch im Wettbewerb um die mächtigste Armee der Welt mit dabei.

In den nächsten Jahrzehnten wird sich im Bereich Militär einiges bewegen. Nicht auszudenken, was bei dem Wettrüsten passieren kann. Sechzehn Jahre nach Beendigung des Kalten Kriegs bereitet sich die Welt auf neue Welt-Kriege vor.

spionage

Stop Belittling the Theories About September 11

Bill Christison – However horrendous the crimes of two of the world’s great liars and terrorists in Gaza and Lebanon, it is imperative that we not let the deeds of Ehud Olmert and George W. Bush distract us from another recent event.

The U.S. alliance with Israel and the power of the lobby that lets Israel so easily influence U.S. foreign policy have been major factors in allowing the monstrous slaughter of innocent civilians in Gaza and Lebanon.

What is happening in these lands may also encourage Olmert and Bush to start new hostilities in Syria and heavy, possibly nuclear, bombings in Iran — and this entire mess of neocon pottage may lead to a new World War and clashes of civilizations and religious fundamentalisms that these two wretched politicians seem quite literally to want to impose on the rest of us. It’s a tough case to make that anything else going on in the world — anywhere — could possibly be of equal importance.

But on July 29 and 30, and then again on August 1, something else happened that increasing numbers of people believe is of equal importance. On these dates C-SPAN rebroadcast a panel discussion, held originally in late June, sponsored by an organization called the American Scholars’ Symposium to discuss what really happened on September 11, 2001. Held in Los Angeles, the meeting lasted two days, and the C-SPAN rebroadcast covered one almost two-hour wrap-up session. The meeting was attended by 1,200 people interested in hearing something other than the official story of 9/11.

The TV audience was evidently large enough to spur C-SPAN to broadcast the panel discussion five separate times in four days.
Even a month late, this is a lot of airtime for stories that many people call conspiracy theories — and for which many others use nastier descriptions. It is possible that the head of C-SPAN, Brian Lamb, so strongly disbelieves the conspiracy theories that he felt giving them ample publicity would discredit them further.

It is equally possible, however, that Lamb, who seems honestly to believe in presenting various sides of most issues as fairly as he can (although not always giving every side equal time), tried to do exactly that on the many legitimate questions raised about what actually happened on September 11. In any event, C-SPAN has made a major effort to bring information on the principal theories about 9/11 to the mainstream U.S. media. Lamb cannot be blamed for the coincidence that recent heavy military activity in Gaza and Lebanon is nearly drowning out his efforts.

Let’s address the real issues here. Why is it important that we not let the so-called conspiracy theories surrounding 9/11 be drowned out? After spending the better part of the last five years treating these theories with utmost skepticism, I have devoted serious time to actually studying them in recent months, and have also carefully watched several videos that are available on the subject.

I have come to believe that significant parts of the 9/11 theories are true, and that therefore significant parts of the “official story” put out by the U.S. government and the 9/11 Commission are false. I now think there is persuasive evidence that the events of September did not unfold as the Bush administration and the 9/11 Commission would have us believe. The items below highlight the major questions surrounding 9/11 but do not constitute a detailed recounting of the evidence available.

ONE: An airliner almost certainly did not hit The Pentagon. Hard physical evidence supports this conclusion; among other things, the hole in the Pentagon was considerably smaller than an airliner would create. The building was thus presumably hit by something smaller, possibly a missile, or a drone or, less possibly, a smaller manned aircraft. Absolutely no information is available on what happened to the original aircraft (American Airlines Flight 77), the crew, the “hijackers,” and the passengers.

The “official story,” as it appeared in The 9/11 Commission Report simply says, “At 9:37:46, American Airlines Flight 77 crashed into the Pentagon, traveling at approximately 530 miles per hour. All on board, as well as many civilians and military personnel in the building, were killed.” This allows readers to assume that pieces of the aircraft and some bodies of passengers were found in the rubble of the crash, but information so far released by the government does not show that such evidence was in fact found.

The story put out by the Pentagon is that the plane and its passengers were incinerated; yet video footage of offices in the Pentagon situated at the edge of the hole clearly shows office furniture undamaged. The size of the hole in the Pentagon wall still remains as valid evidence and so far seems irrefutable.

TWO: The North and South Towers of the World Trade Center almost certainly did not collapse and fall to earth because hijacked aircraft hit them. A plane did not hit Building 7 of the Center, which also collapsed. All three were most probably destroyed by controlled demolition charges placed in the buildings before 9/11. A substantial volume of evidence shows that typical residues and byproducts from such demolition charges were present in the three buildings after they collapsed. The quality of the research done on this subject is quite impressive.

If the judgments made on Points ONE and TWO above are correct, they raise many “Who done it” questions and strongly suggest that some unnamed persons or groups either inside or with ties to the government were actively creating a “Pearl Harbor” event, most likely to gain public support for the aggressive foreign policies that followed — policies that would, first, “transform” the entire Middle East, and second, expand U.S. global domination.

These first two points provide the strongest evidence available that the “official story” of 9/11 is not true. If the government could prove this evidence false, and its own story on these points correct, all the other data and speculation supporting the conspiracy theories would be undermined. It has provided no such proof and no answers to growing questions.

Other, less important points supporting the theories include the following.

THREE: For at least one hour and 45 minutes after the hijacking of the first aircraft was known, U.S. air defense authorities failed to take meaningful action. This strikes some “conspiracy theorists” as valid evidence that the U.S. Air Force was deliberately restrained from acting. Maybe so, but my own skepticism tells me that the inefficiency of U.S. defense forces is likely to be just as plausible an explanation.

FOUR: Some of the theorists believe that the 19 named hijackers were not actually the hijackers. One claim is that the names of the hijackers were not on the manifests of any of the four aircraft.

FIVE: None of the 19 hijackers’ bodies were ever autopsied (since they were allegedly totally destroyed in the crashes, including even the people in the Pennsylvania crash).

SIX: At least five of the alleged hijackers (or persons with identical names) have since turned up alive in the Middle East. Nonetheless, the FBI has never bothered to re-investigate or revise the list of hijackers. Does this suggest that the FBI knows that no one in the administration is interested in reopening any further investigations?

SEVEN: Numerous pilots have allegedly told the theorists that none of the 19 hijackers could have flown the airliners well enough to hit the World Trade Center towers and the Pentagon with as much accuracy as was displayed. The debate on this issue simply raises more doubt about the government’s charge that the people it has named as hijackers are the real hijackers.

EIGHT: No one, except possibly government investigators who are not talking, has seen the plane that went down in Pennsylvania. Some of the conspiracy theorists suggest that it was deliberately destroyed before it hit the ground; others suggest that the plane actually landed in Cleveland and that passengers then were whisked away to some unknown destination. What happened to them at that point is simply a large question mark that makes it more difficult to believe this particular scenario.

NINE: Machinations in the U.S. stock market in the days before 9/11 suggest that some inside players in the market knew or suspected that United and American Airlines stock would soon drop. Two of the four of the aircraft involved in 9/11 were, or course, United planes and the other two were American Airlines planes.

It should be reemphasized that these items do not make up a complete list of all the charges made by the theorists, but they are a good sample. Anyone interested in perhaps the best summary of these charges should watch the video “Loose Change.”

To repeat, points ONE and TWO above are the most important. If something other than an airliner actually did hit the Pentagon on 9/11, and if the North and South Towers of the World Trade Center actually were dropped to the ground by controlled demolitions rather than by anything connected to the hijackings, the untrue stories peddled by The 9/11 Commission Report are clearly susceptible of being turned into major political issues.

A Scripps Howard News Service/Ohio University poll taken from July 6 to 24, 2006 concluded that “more than a third [36 percent] of the American public suspects that federal officials assisted in the 9/11 terrorist attacks or took no action to stop them, so that the United States could go to war in the Middle East.” The poll also found that “16 percent of Americans speculate that secretly planted explosives, not burning passenger jets, were the real reason the massive twin towers of the World Trade Center collapsed.”

A poll done by the Zogby polling organization two months earlier, between May 12 and 16, 2006, and using questions worded somewhat differently, suggested even more strongly that the issue could become a “big one” if aggressively publicized. This poll concluded that 42 percent of Americans believed there had indeed been a cover-up of the true events of 9/11, and an additional 10 percent of Americans were “unsure.” The co-author of the poll, W. David Kubiak, stated that,
“despite years of relentless media promotion, whitewash, and 9/11 Commission propaganda, the official 9/11 story still can’t even muster 50 percent popular support.”

Whichever of these polls is closer to the truth, it would seem that there is considerable support for making a major political issue of the subject.

This should be worked on at two different levels. At the first level, the objective should be long-term, centered on making a maximum effort to find out who the individuals and groups are that carried out the attacks in New York and Washington. Then, these people should be tried in an international court and, if possible, convicted and punished for causing so many deaths. Such a trial, accompanied by actual change in U.S. policies, would show that some people on this globe are at least trying to move closer to more just and decent behavior in human relationships around the world.

At the second level, the short term, the task should be to immediately set to work as hard as is humanly possible to defeat in this year’s congressional election any candidate who refuses to support a no-holds-barred investigation of 9/11 by the Congress or a high-level international court. No more evidence than is now available is needed in order to begin this process.

A manageable volume of carefully collected and analyzed evidence is already at hand on both items ONE and TWO above. Such evidence should be used right now to buttress charges that elements within the Bush administration, as well as possibly other groups foreign or domestic, were involved in a massive fraud against the American people, a fraud that has led to many thousands of deaths.

This charge of fraud, if proven, involves a much greater crime against the American people and people of the world than any other charges of fraud connected to the run-up to the invasion of Iraq in March 2003. It is a charge that we should not sweep under the rug because what is happening in Lebanon, Gaza, Iraq, Syria, and Iran seems more pressing and overwhelming. It is a charge that is more important because it is related to all of the areas just mentioned — after all, the events of 9/11 have been used by the administration to justify every single aspect of U.S. foreign policy in the Middle East since September 11.

It is a charge that is more important also because it affects the very core of our entire political system. If proven, it is a conspiracy, so far successful, not only against the people of the United States, but against the entire world. Finally, it is a charge too important to ignore simply because the U.S. government refuses to discuss it. We must force the Bush administration to discuss it.

Discussions aggressively pushed day after day about what really happened on 9/11 will be one of the most important tasks between now and early November. Such discussions can, one hopes, provide progressives with a way to jolt voters out of their apathy and inchoate willingness to support the status quo that they think gives them security — and encourage more voters to stop supporting Bush, the Republicans, and the wobbly Democratic politicians who might as well be Republicans. A major issue like this, already supported by many voters, may prove particularly important in a congressional election year when new uncertainties in the Middle East, new possibilities of terrorism against the U.S. in retaliation for recent large-scale acts of Israeli/U.S. terrorism in Gaza and Lebanon, and the corrupt almost-single-party U.S. political system combine to make it more likely that supporters of Bush will retain their majority this November.

In terms of electoral impact, it would not matter whether heavy publicity did in fact force the administration to accept a new high-level investigation of the 9/11 events. Initially, the principal goal would be to contribute heavily to the defeat of both Republicans and Democrats who refuse to support wholeheartedly a major new investigation by Congress or an international court. This might result in the defeat of more Republicans than Democrats in November, but ultimately the hoped-for goal should be the end of a system in which Democrats are barely different from Republicans, along with cutbacks in the political power of wealth and the foreign and domestic lobbies paid for by wealth.

These are the dominant features of our system today that have practically eliminated meaningful democracy in the U.S. This failure of democracy has happened before in U.S. history, but this time it is likely to last longer — at least until U.S. policies begin to pay as much attention to the needs of the world as they do to selfish or thoughtless needs of the U.S. and of its military-industrial complex. Attacks on the criminal events surrounding 9/11 might speed this process.

Virtually no members of Congress, Democratic or Republican, will relish calling for a further investigation of 9/11. For right now, in addition to other motives, the issue should be used to go after those political prostitutes among elected office-holders who should also be defeated because they are so easily seduced by money and power to vote for immoral wars against weak enemies.

At the Los Angeles meeting of the American Scholars’ Symposium, one of the main speakers, Webster Tarpley, summarized his own views on the events of 9/11. He emphasized that “neocon fascist madmen” had perpetrated the 9/11 “myth.” He went on to say, “The most important thing is that the 9/11 myth is the premise and the root of the Afghanistan War and the Iraq War and the coming attack on Iran. … We must … deprive [the myth’s perpetrators] of the ability to stampede and manipulate hundreds of millions of people [with their] … cynically planned terrorist events.”

Let’s give Webster Tarpley and other mistakenly labeled conspiracists who have labored in the wilderness for so long three cheers.

Bill Christison is a former senior official of the CIA. He was a National Intelligence Officer and the Director of the CIA’s Office of Regional and Political Analysis before his retirement in 1979. Since then he has written numerous articles on U.S. foreign policies.

This Article was first published at dissidentvoice.org

spionage

Government Begins its Witch Hunt Targeting Whistleblowers

Sibel Edmonds / National Security Whistleblowers Coalition – On Wednesday, July 26, Russell Tice, former National Security Agency (NSA) intelligence analyst and a member of National Security Whistleblowers Coalition (NSWBC), was approached outside his home by two FBI agents who served him with a subpoena to testify in front of a federal grand jury. NSWBC has obtained a copy of the subpoena issued for Mr. Tice’s testimony and is releasing it to the public for the first time. The subpoena directs Mr. Tice to appear before the jury on August 2, 2006 at 1:00 p.m. in the Eastern District of Virginia. Mr. Tice “will be asked to testify and answer questions concerning possible violations of federal criminal law.

In response to the subpoena, Mr. Tice issued the following statement: “This latest action by the government is designed only for one purpose: to ensure that people who witness criminal action being committed by the government are intimidated into remaining silent.” He continued: “To this date I have pursued all the appropriate channels to report unlawful and unconstitutional acts conducted [by the government] while I served as an intelligence officer with the NSA and DIA. It was with my oath as a US intelligence officer to protect and preserve the U.S. Constitution weighing heavy on my mind that I reported acts that I know to be unlawful and unconstitutional. The freedom of the American people cannot be protected when our constitutional liberties are ignored and our nation has decayed into a police state.”

On December 22, 2005, the National Security Whistleblowers Coalition made public a request by Tice to report to Congress probable unlawful and unconstitutional acts by the government while he was an intelligence officer with NSA and DIA. In a press release, NSWBC urged the congress to hold hearings and let Mr. Tice testify. Mr. Tice, a responsible veteran intelligence officer, tried to use the so-called appropriate channels, including the United States Congress, to responsibly and lawfully disclose government wrongdoing.

“What we are seeing here is a government desperate to cover up its criminal and unconstitutional conduct. They now are going beyond the usual retaliation against whistleblowers who courageously come forward to report cases of government fraud, waste, abuse, and in some cases such as this one, criminal actions. Their old tactics of intimidation, gag orders, and firing, have not stopped an unprecedented number of whistleblowers from coming forward and doing the right thing. Desperate to prevent the public’s right to know, they now are getting engaged in a witch hunt targeting these patriotic truth tellers.” stated Sibel Edmonds, the Director of National Security Whistleblowers Coalition.

In addition, the timing of the subpoena appears to be more than a little suspect. On July 25, 2006, Judge Matthew Kennelly upheld the government’s assertion of the state secrets privilege in Terkel v. AT&T. The crucial issue in the case was whether or not the government’s program of surveillance had been publicly acknowledged, and Kennelly wrote „the focus should be on information that bears persuasive indication of reliability.“ If there were reliable public reports of the program then the fact of the program’s existence could not be a state secret. Kennelly found that there were no reliable sources of public information about the contested program’s existence sufficient to thwart the government’s need for secrecy. In other words, the existence of the program had not been conclusively established, and the government therefore had a right to prevent probing into the matter. This stops a case that represented a serious threat to the Bush administration.

Professor William Weaver, NSWBC Senior Advisor, stated: “Russ Tice is the only publicly identified NSA employee connected to the New York Times in its December 2005 story publicizing warrantless Bush-ordered surveillance. Tice is also publicly perceived as someone who could authoritatively establish the existence of the program at issue in Terkel; Tice could remedy the defect in the plaintiff’s case cited by Kennelly that allowed the government’s assertion of the state secrets privilege to be successful.

Later, on the same day Kennelly’s opinion was filed, the Department of Justice sent out Tice’s subpoena. The date on the subpoena is July 20th, before Kennelly’s decision was filed, but the issue in the Terkel case was so pregnant that it would be easy for the government to anticipate the ruling and only issue the subpoena to Tice if necessary. It has now become necessary, and the government seems to be moving to put pressure on Tice not to reveal information that would confirm the electronic surveillance program at issue in Terkel by threatening him with investigation and possible indictment.”

All That’s Given Up In The Name Of Security

Sibel Edmonds is the founder and director of National Security Whistleblowers Coalition (NSWBC). Ms. Edmonds worked as a language specialist for the FBI. During her work with the bureau, she discovered and reported serious acts of security breaches, cover-ups, and intentional blocking of intelligence that had national security implications. After she reported these acts to FBI management, she was retaliated against by the FBI and ultimately fired in March 2002. Since that time, court proceedings on her case have been blocked by the assertion of “State Secret Privilege”; the Congress of the United States has been gagged and prevented from any discussion of her case through retroactive re-classification by the Department of Justice. Ms. Edmonds is fluent in Turkish, Farsi and Azerbaijani; and has a MA in Public Policy and International Commerce from George Mason University, and a BA in Criminal Justice and Psychology from George Washington University. PEN American Center awarded Ms. Edmonds the 2006 PEN/Newman’s Own First Amendment Award.

National Security Whistleblowers Coalition, founded in August 2004, is an independent and nonpartisan alliance of whistleblowers who have come forward to address our nation’s security weaknesses; to inform authorities of security vulnerabilities in our intelligence agencies, at nuclear power plants and weapon facilities, in airports, and at our nation’s borders and ports; to uncover government waste, fraud, abuse, and in some cases criminal conduct. The NSWBC is dedicated to aiding national security whistleblowers through a variety of methods, including advocacy of governmental and legal reform, educating the public concerning whistleblowing activity, provision of comfort and fellowship to national security whistleblowers suffering retaliation and other harms, and working with other public interest organizations to affect goals defined in the NSWBC mission statement. For more on NSWBC visit http://www.nswbc.org

spionage

Telecom Italia Wiretapping Scandal

Digital Rights – Telecom Italia, one of the major electronic communications providers in Italy is in the middle of a huge scandal regarding the illegal wiretapping and surveillance of the telephone networks.

The journalists from the weekly L’Espresso have proven that an entire system called Radar was capable of recording sensitive information about millionsof Italians. The system was discovered by the internal audit, but also by the Milan Prosecutors that have opened an investigation against Marco Mancini, the deputy director and director of the first „foreign“ or counter-intelligence division SISMI (Military Intelligence and Security Service) and his friends Giuliano Tavaroli former director of security in Telecom Italia and Emanuele Cipriani, owner of the private investigation company Polis d’Istinto.

Tavaroli, who occupied the key national position to which were passed all authorized requests by magistrates to make wiretaps, has recently resigned and is under investigation by the Milan Prosecutors for association in violating privacy. In the computers of another central figure of the scandal, Cipriani, the magistrates have found a huge archive of files regarding magistrates, political persons, football players and referees – all the major figures in the recent scandals in Italy. Apparently, wiretaps that could have been used to blackmail them were also found during the investigation.

According to Telecom Italia’s own investigation, their procedure and machines used for the legal wiretaps had a number of flaws and it was technically possible to spy on the telephone conversations, without leaving any trace. Moreover the interceptions were analysed with two special software programs: Enterprise Miner and Analyst’s Notebook.

An investigation was started also by the Italian Data Protection Commission (Garante per la protezione dei dati personali) to check if the personal data protection requirements have been observed.

The situation has become much more complicated after the recent death of Adamo Bove, an investigation cop and a leading expert on electronic surveillance who apparently committed suicide by jumping from the highway. Bove had been hired by TIM to manage their Radar software system and had discovered a flaw in the system allowing people to enter the Telecom system without a trace. He announced the fact to the Milan magistrates, that has lead to the above-mentioned top-secret investigation.

The telecom wiretapping scandal has shown that private companies and reporters in connection with SISMI were able to access information regarding Italian citizens, using the system in place for legal wiretapping.

The man from the case „Thus they were spying for Telecom“ speaks
The suicide thriller, poisons and a too slow investigation
Telecom case – The Data Protection Authority makes a move
Need for Enhanced Security Measures in Processing Telephone Traffic Data – Decision of 1 June 2006 – Italian Data Protection Authority
007 Operazione Corriere

Krieg

Wurden im Libanon radioaktive Bomben eingesetzt?

Stephan Fuchs – Wie IsraelNN.com einen libanesischen Forscher zitiert, soll Israel in der Libanon Offensive auch mit radioaktiven Bomben gearbeitet haben. Mohamed Ali Qobeissi sagte gegenüber der Zeitung, dass Hisbollah Ziele mit radioaktivem Material angegriffen worden seien. Laut seiner Aussage soll ein rund 3.5 Meter tiefer Bombenkrater hohe Dosen radioaktiven Materials aufweisen. Er vermutet, dass einige israelische Bomben hohe Mengen an Uranium enthalten haben.

Krieg

In der eigenen Falle gefangen

Karl Weiss – Der 12. Juli 2006 könnte in die Geschichtsbücher als der Beginn der gewaltigen Kriegsperiode zu Beginn des 3. Jahrtausends eingehen. Mit dem gemeinsam inszenierten Libanonkrieg seit diesem Tag, der dann zunächst 34 Tage dauerte, haben sich die US- und die israelische Regierung in ihrer eigenen Falle gefangen.


Hat der Krieg erst begonnen?

Damit können sie so gefährlich werden wie tollwütige Hunde. Entsetzliche Schlächtereien könnten auf die Menschheit zukommen. Aller Voraussicht nach ist der Krieg nicht zu Ende, sondern hat gerade erst angefangen.

Die Ähnlichkeit zu gewissen Aspekten des 1.Weltkrieges wird immer deutlicher. Damals strebte der deutsche Imperialismus nichts weniger als die Weltherrschaft an. Ab dem Moment, als die Möglichkeit der Niederlage ins Auge gefaßt werden mußte, gebärdete er sich wie tollwütige Hunde. Millionen und Abermillionen mußten dafür sterben.

Zwar war die US-Regierung durch den Albtraum gewarnt, den sie im Irak und teilweise auch schon in Afghanistan durchlebt, aber Cheney, Rumsfeld und deren Umfeld glauben anscheinend immer noch fest daran, daß man jedes Problem lösen kann, wenn man einfach noch mehr Gewalt anwendet.

Die israelische Regierung wußte ebenfalls, auf was sie sich einläßt, denn sie hatte 1982 schon einmal den Libanon überfallen und mußte sich später kleinlaut zurückziehen. Allerdings konnte damals ein wesentlicher Teil der PLO vernichtet werden. Man schien zu glauben, es werde immer alles so weitergehen wie früher. Wenn man einen Krieg anfängt, kann man die feindlichen Milizen weitgehend ausschalten und hat dann die Hände frei.

Offensichtlich wurde mit dem Kommandounternehmen, das man am 12.7. über die Grenze des Libanon schickte, absichtlich das Töten / die Gefangennahme von israelischen Soldaten (es gibt keine „Entführung von Soldaten“ im Krieg) durch die Hisbollah provoziert, um einen Vorwand für Luftschläge zu haben, die dann wiederum eine Antwort der Hisbollah hervorrufen sollten. Soweit ging der Plan auf.

Doch ab dann ging alles schief.
Statt mit Luftschlägen und Kommandounternehmen die Hisbollah in die Flucht zu schlagen, so wie die ägyptischen, jordanischen und syrischen Soldaten im Sechs-Tage-Krieg gelaufen waren wie die Hühner, stellt sich die Hisbollah plötzlich als ausgebildete und ausgerüstete Guerillatruppe dar, die alle Finten der „asymmetrischen Kriegsführung” beherrscht (was Israels Regierung hätte wissen können, denn man hat einen gut funktionierenden Geheimdienst, der auch schon bekanntermaßen mit der Hisbollah zusammengearbeitet hat – die Miliz ist im wesentlichen ein Produkt des Mossad).

Am Beginn des Waffenstillstands waren es 34 Tage, daß die Hisbollah standhielt. Standhielt einem massiven Einsatz der fünftstärksten Streitmacht der Welt. Hatten die islamistischen Fanatiker am Anfang noch 10 Raketen täglich nach Israel geschossen, waren es zum Schluß an einigen Tagen bereits über hundert täglich – und alle Anstrengungen der machtvollen israelischen Streitkräfte haben nichts daran zu ändern vermocht.

Offenbar war der Krieg gegen den Libanon als Auftakt des großen Krieges um den Nahen und Mittleren Osten von vornherein für einen Monat vorgesehen. So wurde dann im Weltsicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, die man so schon nach zwei Tagen hätte haben können. Daß man sie bewußt durch die Vertreter Großbritanniens und der Vereinigten Staaten hinauszögern ließ, beweist, daß beide Regierungen eingeweiht waren in alle Pläne (oder mitgeplant haben) und eine längst geplante Agenda ausführten.

Die Kriegsziele nicht erreicht.
Man wollte die Hisbollah vernichten oder jedenfalls so schwächen, daß keinerlei Vergeltungsschlag von ihr ausgehen könnte, wenn man mit dem Iran-Krieg begänne. Tatsächlich ist die Hisbollah stärker denn je.

Israel hatte bereits vor dem Waffenstillstand den kommandierenden General für den Libanon-Feldzug abgelöst, ein klares Anzeichen, daß man sich des Desasters absolut bewußt ist. Statt Udi Adam war nun Mosche Kaplinski verantwortlich.

Der Gedankenwelt von Kommißköppen ist es fremd, daß sie mit jedem getöteten Hisbollah-Kämpfer zwei neue hervorbrachten, mit jedem zerfetzten libanesischen Baby hundert, mit jedem getöteten Zivilisten zehn und daß sie mit jeder Ausweitung des Krieges ganze Völker als Gegner hineinziehen.

Ihnen ist nicht klar (oder sie wollen nicht wahrhaben), daß parallel zu den rein militärischen Ergebnissen eines Krieges immer ein Kampf um die Herzen der Menschen gefochten wird und daß sie dabei sind, diesen zu verlieren. Nicht nur die Herzen der Menschen im Libanon haben sie schon verloren, nicht nur die der Menschen in der arabischen und islamischen Welt, sondern auch und gerade da, wo ihre wichtigsten Rückhalte lagen: In der europäischen und nordamerikanischen Bevölkerung. Selbst unter Juden, die nicht schon der Friedensbewegung angehörten und selbst im eigenen Land Israel beginnt sich bereits Entsetzen zu verbreiten.

Ein Mitglied des deutschen Zentralrats der Juden, Rolf Verleger, hat in einem Brief an den Zentralrat „Israels Gewaltpolitik“ verurteilt. Und man weiß, daß es dort wirklich nur doppelt eingeschworene Zionisten gibt.

Der österreichische Oberrabiner Friedmann hat den Überfall Israels auf den Libanon eindeutig verurteilt.

Hunderte junger Israelis haben den Kriegsdienst verweigert, obwohl dies für sie Gefängnis bedeutet.

Eine Meinungsumfrage auf der Internet-Site der „Newsweek“, einem ultrarechten US-Magazin, hätte vor dem Krieg sicherlich über 90% positive Stimmen für Israel gegeben – wenn nicht mehr. Am 8.8., nach etwa 15.600 abgegebenen Stimmen, fanden sich nur noch 59% für die Israelfreundliche Seite, während bereits 37% Israel die Schuld geben. Das ist bemerkenswert angesichts der Situation, daß alle großen US-Medien völlig unisono nur die israelische Seite darstellen.

Unabhängig voneinander haben drei Gruppen von einheimischen Juden in arabischen bzw. islamischen Ländern den Einmarsch Israels im Libanon verurteilt. Es sind Gruppen libanesischer, marokkanischer und iranischer Juden.

Im Libanon wurden durch Zeitungen Meinungsbefragungen über die Hisbollah durchgeführt. Vor dem Krieg war die Hisbollah ganz knapp in der Minderheit (wie auch die Wahlen gezeigt haben) gegenüber den Christen und den Sunniten sowie „Anderen“, heute stimmen 85% für die Hisbollah. Wären mit der libanesischen Regierung, der nur eine Minderheit von Hisbollah-Mitgliedern angehört, vor dem Krieg noch Vereinbarungen möglich gewesen, die eine Übergabe der Hisbollah-Waffen an die libanesische Armee beinhaltet hätten, ist dies nun genau umkehrt. Die libanesische Armee steht auf Seiten von Hisbollah. Da kann man ruhig Waffen übergeben, es geht gemeinsam gegen Israel.

Der Chefredakteur der Beiruter Zeitung „Morning Star“ wird in Newsweek mit der Aussage abgedruckt, daß kurz vor dem Waffenstillstand bereits 80% der Christen im Libanon die Hisbollah-Attacken auf Israel unterstützen. Israel hat in Wirklichkeit den Libanon verloren, nicht gewonnen.

Taktisches Geschick
Der „Morning Star“ hebt auch das taktische Geschick des Generalsekretärs der politischen Bewegung Hisbollah, Nasrallah, hervor. Man hatte die Raketen mit längeren Reichweiten bewußt solange nicht eingesetzt, wie die Israelis nur Wohngebiete der Schiiten im Süden der Hauptstadt bombardierten. Da Israel aber neue Wohngebiete zum Bombardieren brauchte, denn man hatte ja beschlossen, zehn Wohnblocks zu „pulverisieren“ für jede Rakete auf Israel, begann man dann auch sunnitische und christliche Wohngebiete anzugreifen. Genau ab diesem Moment begann die Hisbollah die Raketen größerer Reichweite einzusetzen. Mit dem Erfolg, daß sich Sunniten und Christen nun mehr und mehr, wenn überhaupt, dann von der Hisbollah geschützt fühlten.

Die entstandene Situation im Libanon ist so, daß die Hisbollah darauf vertrauen kann, daß niemand etwas gegen sie unternehmen wird und daß keine Entscheidung mehr an ihr vorbeiläuft.

Zu Zeiten des Einmarsches von Israel in den Libanon 1982 war es noch möglich, einen weltweiten Aufschrei der Empörung über Israel zu verhindern, denn die von den Herrschenden kontrollierten Zeitungen und Fernsehen in den Ländern des Westens und auch in arabischen und islamischen Ländern hatten die absolute Monopolstellung in der Information. Doch heute gibt es das Internet und Fernsehsender wie Al Arabia und Al Jazeera, wo man ständig neue Bilder verfolgen konnte von dem, was im Libanon vor sich geht.

In vielen arabischen und islamischen Ländern versammelten sich Menschen vor den Bildschirmen von Computern und TV und sahen sich immer neue Photos und Videos von zerfetzten Babys, Kindern ohne Arm oder Bein, zerschmetterten Körpern und weinenden und klagenden Menschen an. Und diese Menschen rufen auf arabisch, das fast alle in der Region verstehen: „Seht an, was Israel uns angetan hat! Seht, was Amerika uns angetan hat! Gott wird sie strafen dafür!“

Verlieren Generäle das Gesicht?
Genau die gleiche hirnverbrannte Politik, die gegenüber den Palästinensern bereits zu einer Situation geführt hat, in der ein Ausgleich fast unmöglich geworden ist, hat Israel nun auch im Libanon angewandt mit dem gleichen Ergebnis. In Palästina wurde die Hamas gewählt, im Libanon hat nun die Hisbollah die Meinungsführerschaft. Damit reißt Israel eine Brücke nach der anderen hinter sich ein. Es gibt kein Zurück mehr, ohne daß die führenden Politiker und Generäle das Gesicht verlieren.

Vielleicht ist diese Politik auch nicht hirnverbrannt, sondern voll beabsichtigt. Wenn man auf der anderen Seite niemand mehr hat, der den Frieden will, sondern jene fundamentalistisch-extremistischen religiösen Gruppen, wie Hamas und Hisbollah, die von Israel ausgerüstet und unterstützt wurden, um die PLO zu bekämpfen, so wird man endgültig den Druck los, Frieden machen zu sollen.

Das deutsche Kaiserreich hätte im Ersten Weltkrieg spätestens Ende 1916 sehen müssen, daß der Krieg verloren war und versuchen, zu einem Frieden unter annehmbaren Bedingungen zu kommen. Stattdessen… (man lese in den Geschichtsbüchern nach).

Genauso scheinen jetzt die Regierungen der USA und Israels auf das Desaster zu reagieren: Noch mehr Krieg und Bomben, noch mehr Überfälle, noch weit mehr Truppen.

Ist einmal die Logik tollwütiger Hunde durchgebrochen, gibt es kein zurück mehr, es geht nur nach vorne. Und was heißt das?

Condies „Der Neue Nahe Osten“
Frau Rice hat es in einem unbedachten Moment bereits gesagt: „Der Neue Nahe Osten“ (Genau gesagt, muß man auf deutsch übersetzen: „Nahe und Mittlere Osten“, wenn im Englischen „Middle East“gebraucht wird, das ist das Gebiet vom Suezkanal bis zur indischen Grenze unter Einbeziehung von Aserbeidschan, das betrifft also außer Israel zunächst Teile von Ägypten, dann Palästina und Jordanien, Libanon, Syrien, Irak, Iran, Saudi-Arabien, die Emirate, Jemen, Kuweit, Oman, Qatar, Aserbeidschan, Afghanistan und Pakistan.)

Die Rice’sche Aussage dürfte auch als eines der größten diplomatischen Desaster in die Geschichtsbücher eingehen, denn in dem Moment, in dem der arabischen und muslimischen Öffentlichkeit bewußt wurde, was da gesagt worden war, hatte Frau Rice den Krieg verloren. Ihre Aussage heißt nichts anderes, als daß USA/Israel sich dieses ganze Gebiet unterwerfen und auf Dauer militärisch kontrollieren wollen. Das ist objektiv unmöglich.

Zwar mag man anfangs ‚nur’ an die Eroberung Syriens und des Irans denken (oder Syrien einfach links liegenlassen), aber die Eroberung Irans hat weitreichende Folgen in der ganzen Region. Schwerlich wird die Bevölkerung etwa in Saudi-Arabien und Ägypten hinnehmen, daß die dortigen Regierungen beifallklatschend daneben stehen. Die werden vielmehr unter heftigsten Druck der eigenen Bevölkerung geraten oder sogar hinweggefegt werden und dann muß man diese Länder auch erobern.

Selbst wenn man unterstellen will, daß mit europäischer Hilfe (damit muß man leider rechnen bei der gezeigten Haltung der europäischen Regierungen, entgegen dem Willen der europäischen Völker) in einem großen Krieg die Eroberung dieses ganzen Gebiets möglich wäre, ist es objektiv unmöglich, es auch zu kontrollieren, denn man hätte es mit Hunderten von Guerilla-Gruppen zu tun. Man bräuchte zig Millionen, wenn nicht hunderte von Millionen von ausgebildeten Soldaten, die es nicht gibt, zur Kontrolle der Situation in diesen Ländern, um nicht in Albtraum-Situationen wie im Irak und in Afghanistan zu geraten.

„Frühen Stufen“ eines „Dritten Weltkriegs“
„Der Dritte Weltkrieg hat… schon begonnen“, sagte Israels UN-Botschafter Dan Gillerman. Der republikanische US-Politiker Newt Gingrich (einer der Vor-Kandidaten der Republikaner für Bushs Nachfolge) spricht schon von „frühen Stufen“ eines „Dritten Weltkriegs“. Das Neocon-Organ „Weekly Standard“ schreibt: „Wir müssen erwägen, diesen Akt der iranischen Aggression mit einem Militärschlag gegen die Nuklearanlagen des Irans zu beantworten. Warum warten?…“ Max Boot, ein reaktionärer Vordenker Bushs, rief in der „Los Angeles Times“ zu mehr Härte auf. Israel zahle derzeit den Preis für den weichen US-Kurs gegenüber Damaskus und Teheran. Die „extrem humane Zurückhaltung“ der Israelis im Libanon, die nicht einmal ‚zufällig’ die Botschaften Syriens und des Irans in Beirut bombardierten, sei auch ein falsches Signal. Er rief unverhohlen zum Angriff gegen Syrien auf, wo Israel den USA „die Schmutzarbeit“ abnehmen könnte.

Das sind tollwütige Hunde.
Ein Großkrieg gegen alle diese Länder, der mit Sicherheit als 3.Weltkrieg in die Geschichtsbücher einginge, würde fast alle wehrfähigen Männer dieser Länder wie auch anderer arabischer und islamischer Staaten in die Widerstandsbewegungen rufen. Die westfreundlichen Regierungen nicht nur der eigentlichen Region, sondern auch Marokkos, Algeriens, Libyens, Ägyptens und Tunesiens, vor allem aber auch der Türkei und nicht zu vergessen Indonesiens, das alleine schon fast so viele Menschen hat wie alle anderen islamischen Staaten zusammen, würden in Bedrängnis geraten und wohl auf die Dauer nicht standhalten können. Damit müßte der Krieg nach und nach auch auf diese Länder ausgeweitet werden. Kurz: Das kann USA/Israel objektiv nicht gewinnen.

Der „Neue Nahe/Mittlere Osten“ ist unerreichbar. Der Krieg ist für USA/Israel bereits verloren. Will man nicht das Debakel noch vergrößern, müßte man schnellstens gangbare Seitenausgänge aus dem Krieg suchen.

Darum kam der Beobachter zu der Einschätzung, daß die beiden Regierungen nun wie tollwütige Hunde handeln könnten.

Es ist zwar nicht auszuschließen, das sich doch noch „gemäßigte Kräfte“ in den USA und/oder Israel durchsetzen (speziell das US-Militär hat ja schon fast mit Gehorsamsverweigerung gedroht und auch Rumsfeld hat zur Mäßigung aufgerufen) und einen der noch möglichen Seitenausgänge aus der selbst gestellten Falle benutzen, aber das wird dann eine Niederlage vor den Augen der Welt sein – speziell der arabischen und islamischen.

Einer dieser Seitenausgänge wäre es, es nun einfach bei diesem Libanonkrieg zu belassen und im weiteren die Bemühungen um das iranische Atomprogramm den Diplomaten zu überlassen. Aber wer glaubt schon, daß sie das tun werden?

Können die europäischen Regierungen diese einfachen Tatsachen nicht sehen? Hat Frau Merkel nicht gelesen, daß 75% der Deutschen dies Vorgehen Israels ablehnen (eine ähnliche Zahl würde sich wohl auch über ganz Europa ergeben)? Was hat die französische Regierung geritten, einen Resolutionsentwurf mit den US-Amerikanern vorzulegen, der selbst von Olmert als „gut für Israel“eingestuft wurde und daher keine Chance hatte, sondern nur weiteren Zeitverlust ergab – und Zeitgewinn für Israels Schlächtereien? Wie lange wird Blair sich noch gegen die klare Mehrheit seiner Partei durchsetzen können? War Prodi von allen guten Geistern verlassen, nicht sofort eine klare Erklärung im Sinne der sofortigen Einstellung der Kriegshandlungen und dem sofortigen Rückzug Israels abzugeben? Will man sich wirklich auf einen Husarenritt zusammen mit USA/Israel ins Nichts einlassen, in Richtung auf den „Neuen Nahen und Mittleren Osten“, der unerreichbar ist?

Georg Meggle in „telepolis“ geht davon aus, daß als Antwort auf einen Iran-Angriff die Hisbollah begonnen hätte, ihre Raketen auf Israel zu schießen und die Bestückung mit chemischen oder nuklaren Sprengköpfen nicht auszuschließen war. So habe man mit dem Überfall auf den Libanon geglaubt, daß denen die Raketen (zumindest die mittlerer Reichweite) bald ausgehen und man dann freie Hand habe, den Iran-Feldzug zu beginnen, ohne irgendetwas befürchten zu müssen.

Das ist möglich, aber auch in diesem Fall hat man sich völlig verkalkuliert. Die Hisbollah hat in diesem Krieg täglich mindestens das Doppelte an Freiwilligen bekommen, als Israel abschlachten konnte. Sie wird sich nun weiter stärken mit neuen Rekruten. Material (wie in diesem Fall die Raketen) ist nie ausschlaggebend für Kriegsausgänge, wenn es diese auch beeinflussen kann. Die Vorstellung, daß man völlig und zeitlich unbegrenzt den Nachschub der Raketen unterbinden könne, ist nicht realistisch. Man wird schon viel damit zu tun haben, die gestärkte Hisbollah als Fußtruppe im Zaum zu halten.

Dieser Krieg, der als Libanonkrieg begann, wird nicht so schnell zu Ende sein, ist zu befürchten. Es wird wohl noch viel mehr Leid, Tote, Verstümmelte, noch viel mehr zerstörte Wohnungen, Häuser und Infrastruktur, zerfetzte Babys, Kinder ohne Arme und Beine, blutende Zivilisten und wiederum Flüchtlinge, Flüchtlinge, Flüchtlinge geben und dies auf beiden Seiten und jedes und jeder Einzelne (auf beiden Seiten) wird USA/Israel näher der völligen Niederlage bringen.

Vor allem aber wird bei einem Überfall auf den Iran mit Bodentruppen für USA/Israel bald der „point of no return“ erreicht sein, ab dem kein Seitenausgang mehr gangbar ist.

Und man sehe sich das Ende des 1.Weltkrieges an. Wehe den Besiegten!

Tollwut? Leserbrief von G. Nagel, zum Artikel „In der eigenen Falle gefangen“ von Karl Weiß

afrika

Kampf gegen AIDS: Gesundheitsministerin bevorzugt Gemüse statt Kondome

Dr. Alexander von Paleske – Das wirtschaftlich stärkste Land Afrikas, Südafrika, mit seiner ausgezeichneten Infrastruktur, das tatsächlich zu den Schwellenländern gezählt werden kann, präsentierte sich auf der internationalen AIDS-Konferenz in Toronto/Kanada. Die von weit her angereisten Reporter, die ansonsten nur wenig Erfreuliches zu berichten haben, kamen dank der südafrikanischen Gesundheitsministerin Dr. Tshabalala-Msimang ganz auf ihre Kosten. Auf dem südafrikanischen Stand waren nämlich nicht, wie man erwarten sollte, in erster Linie Medikamente gegen das HIV-Virus zu sehen, sondern allerlei Grünzeug: Knoblauch, Rote Beete und Vitamine gegen AIDS. Endlich einmal ein Knüller!

Südafrika, der Staat, in dem mittlerweile 10 Prozent der Bevölkerung mit dem HIV-Virus infiziert sind und der die am schnellsten wachsende Zahl an Neuinfektionen in der Welt hat, mangelt es nicht der Mittel zur Bekämpfung des HIV-Virus – im Gegensatz zu vielen anderen afrikanischen Ländern, die von der AIDS-Epidemie heimgesucht wurden und die sich die antiretroviralen Medikament nicht leisten können.

Als Nelson Mandela nach den ersten freien Wahlen 1994 sein Amt als Präsident antrat, lag die Infektionsrate noch bei 2 Prozent der Gesamtbevölkerung; allerdings wusste Mandela aus den Erfahrungen, die Zambia und Zimbabwe schon hinter sich hatten, dass es hier ein Riesenproblem gab.

Für Nelson Mandela lag aber das allergrößte und vordringlichste Problem darin, nach den Wahlen in Südafrika einen Bürgerkrieg zu verhindern. Dies konnte nur durch Versöhnung geschehen, und es hätte wohl kein anderer diese Herkules-Arbeit mit solcher Bravour bewältigt als er.

Mandela gab nach dem Ende seiner Präsidentschaft 1999 in mehreren Interviews zu verstehen, wie sehr er es nachträglich bereute, dieses Problem während seiner Präsidentschaft nicht genügend angepackt zu haben und dies nicht nur, weil zwei seiner engsten Familienangehörigen an Aids starben.

Ihm folgte Thabo Mbeki als Präesident, der sich erst einmal mit Hilfe seines Heimcomputers daran machte herauszufinden, ob es nicht andere Auswege auf dem AIDS-Problem gab, als antiretrovirale Medikamente und Kondome. Und siehe da: Es gab gleich zwei Gruppen, die bereit waren ihn auf dem Weg in diese Sackgasse zu begleiten.

Da ist erst einmal ein Prof. Duesberg zu nennen, der an der kalifornischen Berkeley-Universität den Unfug verbreitete, AIDS sei eine Lifestyle-Krankheit. Mit anderen Worten: „Ändere deine Lebensweise und Aids verschwindet sozusagen von selbst.“ Doch die Toten, die in den Industrienationen trotz Lifestyle-Änderung zu beklagen sind, veranlassen uns eine andere Sprache zu sprechen.

Aber für Mbeki war das der Ausweg: Die Verbesserung des Lebensstandards, die ja ohnehin Teil seines Regierungsprogramms war, würde von selbst das HIV-Problem erledigen. Und Mbeki scheute sich auch nicht, diesen Unfug öffentlich zu verkünden. Dass dies nur wenige Menschen ermutigt haben dürfte Kondome zu verwenden und antiretrovirale Medikamente zu schlucken, versteht sich von selbst.

Nun hätte man ja erwarten können, dass seine Gesundheitsministerin Dr. Manto Tsabalala-Msimang ihm freundlich auf die Schulter klopfen und ihm sagen würde, er solle die Finger von Sachen lassen soll, von denen er als gelernter Betriebswirtschaftler nichts versteht. Aber das Gegenteil war der Fall.


Möchtegern-Wunderheilerin und Gesundheitsminsterin Dr. Tshabalala-Msimang.

Freudig erregt unterstützte sie all diese Thesen und holte sich noch einen gelernten Doktor an Bord der bereit war mitzumachen, Dr. Rath aus Deutschland. Nicht nur „Lifestyle“ sagte der, sondern auch „Nahrungsergänzungsmittel“, von ihm natürlich geliefert. Zu diesem Trio stieß dann noch eine Krankenschwester holländischer Abstammung, die die Knoblauch-Rote Beete-Therapie propagierte, ein Quartetto infernale war komplett.

Dr. Tshabalala hieß nun „Dr. Beetroot“ (Dr. Rote Beete) und sie machte ihrem Namen alle Ehre, wie zuletzt vergangenen Woche in Toronto. Ihr Stand war umlagert, nicht von ernstzunehmenden Wissenschaftlern und Ärzten, sondern von Sensationsreportern und Menschen, die bei aller Depression, die die HIV-Epidemie auslöst, auch etwas zum Lachen haben wollten. Bis die AIDS-Aktivisten der Treatment Action Group (TAC) aus Südafrika auftauchten und das Grünzeug vom Tisch warfen.

Sie, die Leute von der TAC, liegen schon lange im Clinch mit dieser Doktorin, die einstmals, vor vielen Jahren, auch in Botswana als Ärztin arbeitete. Die Kommentare, die ich von Krankenschwestern über sie erhielt, möchte ich besser für mich behalten.


Zackie Achmat, zweiter von rechts, und andere Aktivisten der TAC während des jüngsten Protestmarsches durch Kapstadt. Sie fordern die Verhaftung von Südafrikas Gesundheitsminsterin Dr. Tshabalala-Msimang.

Dass es mit der Bekämpfung von AIDS auch anders geht, zeigen die Erfahrungen in Botswana, dem Nachbarn von Südafrika.

Hier hatte der Präsident Festus Mogae fast im Alleingang durchgesetzt, dass die Bekämpfung der HIV-Krankheit oberste Priorität haben muss, eine Einstellung, die mittlerweile als Allgemeingut bezeichnet werden kann: Weg mit der Stigmatisierung und hin zur Behandlung und zur Verhütung. So sind landesweit mittlerweile 30.000 an HIV erkrankte Patienten in Behandlung. Innerhalb kürzester Zeit wurden zwei Referenzlaboratorien aus dem Boden gestampft, die die Viruslast und die CD4-positiven Lymphozyten im Blut der Patienten messen.

Viele dieser Patienten, die im Rollstuhl oder auf der Trage in der Klinik eintrafen, sind inzwischen so weit wiederhergestellt, dass sie wieder zur Arbeit gehen können.

Dr. Alexander von Paleske ist Arzt für Innere Medizin – Haematologie und Head des Department of Oncology am Princess Marina Hospital im afrikanischen Gabarone in Botswana. Herr Dr. von Paleske ist ehemaliger Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M).

Abwerbung von afrikanischen Krankenschwestern

Weiterführende Links zum Thema:
TAZ
AGPF
AIDS : Verheerender Vitamin-Rath
Tod einer Star-Patientin
Dr. Rath gefährdet das Leben von AIDS-Kranken in Südafrika