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Demokratische Republik Kongo – 50 Jahre Unabhängigkeit. Grund zum Feiern?

Dr. Alexander von Paleske — 1.7. 2010 — Gestern feierte die Demokratische Republik Kongo (DRC) 50 Jahre Unabhängigkeit mit grosser.Miltärparade..Eine Reihe von Staatsgästen war gekommen, darunter auch der belgische König und Simbabwes Präsident Robert Mugabe.


DR Kongo. Das Land hat etwa die Grösse Westeuropas

Ein Bild, das um die Welt ging
Vor 50 Jahren ging ein Bild um die Welt, geschossen von dem damals unbekannten und späteren STERN-Starfotografen Robert Lebeck: Ein Kongolese schnappt sich den Degen des belgischen Königs Baudouin, als dieser im offenen Wagen durch das damalige Leopoldville, heute: Kinshasa, fuhr.

Ein symbolträchtiges Bild: Dem ehemaligen Kolonialherren wird die Waffe abgenommen, er wird scheinbar entmachtet. Es sollte sich als Täuschung herausstellen..

Ein Blick zurück
Die Geschichte des Belgisch-Kongo, wie er nach der Berliner Afrika-Aufteilungskonferenz von 1885 genannt wurde, war zunächst eine Privatkolonie des belgischen Königs, was zur Folge hatte, dass die Bevölkerung unter den schlimmsten kolonialen Verhältnissen zu leiden hatte.

Kautschuk für die aufkommende Reifenindustrie wurde angebaut, und wer nicht auf die Kautschukplantagen wollte, dem hackte eine Privatarmee, die sich „Force Public“ nannte, kurzerhand die Gliedmaßen ab.

Zwischen 5 und 15 Millionen Einwohner verloren in der Zeit 1877 bis 1908 das Leben – bis schließlich der belgische Staat die Kolonie übernahm. Joseph Conrads Novelle „Herz der Finsternis“ schildert die Zustände in dieser grauenvollen Periode.

Mit der Erlangung der Unabhängigkeit im Juni 1960 hatte der Kongo nun eine eigene Regierung unter dem populären Premier Patrice Lumumba, der versprach, die Kupfer- Kobalt- und Uranminen in der Provinz Katanga zu verstaatlichen.

Zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit besass der Kongo aber kaum Infrastruktur, eine ausgebildete Mittelschicht fehlte völlig. Gleichzeitig war das Land mit natürlichen Reichtümern so gesegnet, dass die Belgier den Reichtum an Rohstoffen einen „geologischen Skandal“. nannten..

Armut trotz Reichtum
Die Demokratische Republik Kongo (DRC) hat nämlich riesige Rohstoffreserven von geschätzten 27 Billionen (27.000.000.000.000) US-Dollar, insbesondere Diamanten, Kassiterite (Quarzstufe mit Zinn) Kupfer, Kobalt, , Zink, Niob, Gold, Uran, Eisen und Silber.

Das Land besitzt 80 Prozent der weltweiten Coltan (Columbo-Tantalite) Reserven, ein Material, das in der Herstellung von Handys und Laptops wegen seiner Korrosions- und Hitzebeständigkeit verwendet wird.

Die DR Kongo besitzt 10 Prozent des weltweiten hydroelektrischen Potentials, außerdem genügend landwirtschaftliches Potential, um das gesamte Westafrika mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

Aber die ehemalige Koloniamacht Belgien, zusammen mit den USA, setzten nach der Unabhängigkeit seinerzeit alles daran, weiter die Macht in der Hand zu behalten, um insbesondere weiter die Bodenschätze des Landes ungestört ausbeuten zu können.
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Mobutos Diktatur
Was sich nach der Unabhängigkeit abspielte, war dann ein von Belgien und den USA inszeniertes Chaos.
Zunächst lief das Neo-Kolonalisierungs-Progamm über den Sezessionisten Moise Tshombe in der rohstoffreichen Provinz Katanga.Dort hatte weiterhin der belgische Minenkonzern Union Minere (jetzt: Umicore) das Sagen. Tshombe war seine Marionette.

Der weitere Verlauf war gekennzeichnet durch das Auftreten von Söldnern einschliesslich des Deutschen Kongo-Müller, die Ermordung des Premiers Patrice Lumumba, bis schließlich Mobuto Sese Seko 1965 mit Unterstützung des CIA putschte und eine Diktatur errichtete.


1961, Protest in New York nach der Ermordung Lumumbas

Gekennzeichnet war diese Diktatur durch die brutale Unterdrückung jeglicher Opposition, und das Desinteresse, die enormen Resourcen für die Entwicklung des Landes zu nutzen.

Die Einkünfte aus den Rohstoffverkäufen landeten stattdessen vorwiegend auf Mobutos privaten schweizer Bankkonten, mehrere Milliarden US-Dollar, man spricht von 4 Milliarden,
Nicht zu vergessen das „Versailles im Urwald“ namens Gbadolite, seinem Heimatdorf, wo er einen zweiten Regierungssitz mit allem Drum und Dran baute, einschließlich mehrerer Paläste, und einem Staudamm zur Elektrizitätsversorgung.. Ein Projekt, ohne jeglichen Nutzen für das Land, das aber etliche Millionen Dollar verschlang.

Unterstützt wurde Mobuto, der einen stramm antikommunistischen Kurs fuhr – trotz all der von ihm verübten Verbrechen, der permanenten Missachtung der Menschenrechte, der Misswirtschaft und der allgegenwärtigen Korruption – von westlichen Demokratien wie den USA, Frankreich, Großbritannien, Belgien aber auch der Bundesrepublik Deutschland. Die sahen in ihm einen „Stabilitätsfaktor“ im postkolonialen Afrika, wo bis dato Nationalisten und Panafrikanisten wie Kwame Nkrumah aus Ghana, Yomo Kenyatta aus Kenia und Sekou Toure aus Guinea das Wort geführt hatten.

Exit Mobuto

Als dann der Ost-West-Konflikt vorbei war, konnte man den alternden Mobutu fallen lassen, und ein neuer Mann wurde auf das Schild gehoben: Laurent Kabila. Der hatte im Osten des Landes über 30 Jahre ein bisschen auf Opposition gemacht, hielt sich aber häufig in Rotlichtbezirken, z.B. in der tansanischen Hauptstadt Dar-es-Salaam, auf, so dass der legendäre Che Guevara nach seinem afrikanischen Revolutionsversuch im Jahr 1965 nur Verachtung für diesen Gelegenheitsrevolutionär übrig hatte.
1996 marschierte Kabila , mit Unterstützung Ugandas und Ruandas nach Kinshasa. Mobuto verschwand.
Aber Laurent Kabila dachte nicht daran, die seinerzeit Ruanda und Uganda gegebenen Versprechungen zur Neuaufteilung des Kongo zu erfüllen.

Und so begann im Jahr 1998 der zweite Kongokrieg, ruandische und ugandische Söldner standen kurz vor den Toren Kinshasas, mehr als 1500 Kilometer von der eigenen Grenze entfernt, nicht um Rebellennester zu zerstören, sondern um Kabila zu verjagen. Der aber sicherte sich die Unterstützung Simbabwes, Angolas und Namibias. Deren Truppen warfen die Invasionstruppen zurück in den Osten. Kabila versäumte es aber auch nicht, die Hutus auch zum Kampf gegen die Invasionstruppen zu ermutigen, obgleich Zehntausende von ihnen bei seinem Marsch auf Kinshasa 1996 ermordet worden waren.

Der Krieg ging weiter und kostete direkt und indirekt schließlich rund 4 Millionen Menschen das Leben, mehr als der erste Weltkrieg an Opfern gefordert hatte. Kabila wurde im Jahr 2001 ermordet, sein Sohn Joseph der Nachfolger.

Ein bisschen Frieden
Unter Vermittlung des ehemaligen Staatspräsidenten Botswanas, Sir Ketumile Masire, wurde dann im Jahr 2003 in Sun City/Südafrika ein Frieden ausgehandelt. Ruanda und Uganda zogen sich zurück, nachdem sie über die Kriegsjahre die Rohstoffe des Ostens der Demokratischen Republik Kongo geplündert hatten; nämlich Diamanten, Coltan Gold und Tropenhölzer, wie ein UN-Bericht im Jahre 2002 feststellte.

Ruanda und Uganda konnten diesen Krieg nur führen, weil sie massive Unterstützung seitens Großbritanniens und der USA erhielten – logistisch, militärisch und finanziell – während Frankreich die Regierung Kabila unterstützte. Insoweit war auch dieser Krieg in gewisser Weise ein Stellvertreterkrieg.

Der Krieg geht weiter
Der Rest ist bekannt, Kabila wurde als Staatspräsident gewählt, die UN hat eine Friedenstruppe dort und gleichwohl geht der Krieg im Osten der DRC auf kleinerer Flamme weiter, was das Elend nicht kleiner macht. Zehntausende sind auf der Flucht, Tausende gestorben, die UN-Friedenstruppe unfähig, die marodierenden Milizen, zu entwaffnen. Und die Regierung der DRC verlangt nun den Abzug der UN Truppen..

Und nun China

Nachdem die alten Plünderer abgetreten sind, über die wir in einem ausführlichen Artikel berichteten, ist jetzt die Volksrepublik China auf den Plan getreten.

Gewaltige Schürfrechte, vorwiegend, aber nicht ausschließlich, in der Bergbauprovinz Katanga, gegen die Entwicklung der infrastruktur,.also Bau von Eisenbahnen, Hospitälern, Straßen und Schulen.
Die chinesische Regierung stellte im September 2007 dafür 3,5 Milliarden US-Dollar bereit. Die chinesische EXIM-Bank stellte weitere 8,5 Milliarden US-Dollar bereit zur Rehabilitierung der Minenindustrie und weitere Kredite wurden im Oktober 2007 mit der chinesischen Development Bank unter Dach und Fach gebracht. Es dürfte Addio heißen für eine ganze Reihe von Firmen, die zurzeit den Kongo plündern. Das Geschrei in Europa und den USA ist entsprechend. Ob die Chinesen nur die Plünderei fortsetzen, wird sich zeigen.

Schlimmer als es ist, kann es eigentlich nicht werden, nur besser.

Zum Feiern besteht allerdings wenig Anlass. Denn trotz allen Reichtums ist die DRC eines der schlimmsten Armenhäuser Afrikas gekennzeichnet durch Krieg, Hunger, fehlende Infrastruktur und hohe Mütter- und Kindersterblichkeit.

Die Kongo-Plünderer
Reichtum, Armut, Krieg – Demokratische Republik Kongo
Im Interview: Sir Ketumile Masire zur Lage im Kongo
Kongo: Warlord Laurent Nkunda benennt „Kriegsziele“
Kampf um Kongos Ostprovinzen
Wohin treibt der Ost-Kongo oder: Krieg ohne Frieden

SATIRE

Google: Vorwärts Genossen, wir wollen zurück – nach China

Dr. Alexander von Paleske — Bei Google ist die Vernunft, insbesondere die ökonomische Vernunft, aber auch die Zensurvernunft, im Verhältnis zur Volksrepublik China wieder eingekehrt.

Das sollte die Internetnutzer, insbesondere in China, und natürlich auch die Aktionäre von Google, mit grosser Freude erfüllen.

Heute meldete die Nachrichtenagentur AFP:
Unmittelbar vor Ablauf seiner Betreiberlizenz für China hat der US-Internetriese Google im Streit mit der Regierung in Peking eine neue Strategie angekündigt. In den kommenden Tagen werde Google die automatische Weiterleitung der chinesischen Nutzer auf eine Hongkonger Website beenden, erklärte Google-Chefjustiziar David Drummond im Firmenblog. Stattdessen gebe es eine neue Homepage Google.cn mit einem Link zum Hongkonger Google-Auftritt.

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt (verdient) es sich ganz ungeniert
Im Januar diesen Jahres hatte Google angekündigt, sich nicht mehr der chinesischen Zensur unterwerfen zu wollen. Wir haben das damals ausserordentlich begrüsst gleichzeitig aber festgestellt:

Einen großen wirtschaftlichen Schaden würde Google nicht erleiden, wenn die Regierung in Peking den amerikanischen Suchmaschinenbetreiber aus dem Reich der Mitte verbannen würde. Zwar ist es richtig, dass das chinesische Internet mit seinen momentan rund 340 Millionen Nutzern der größte Markt der Welt und zudem noch ein schnell wachsender Markt ist – doch Google profitiert davon nur unterdurchschnittlich……Nur 15,1 Prozent aller chinesischen Suchanfragen landen bei google.cn.. Das Internetunternehmen erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz von rund 22 Milliarden US-Dollar, und davon kam nur ein Bruchteil aus China. Nach Angaben von Branchenkennern erlöste Google durch Werbeanzeigen von chinesischen Unternehmen im vergangenen Jahr lediglich rund 200 Millionen Dollar. Betriebswirtschaftlich wäre es also für Google überhaupt keine Katastrophe, sich aus dem chinesischen Markt zurückzuziehen – auch wenn dieser rasant wächst.

…. wenn Google weiterhin mit Internet-Zensur und faulen Kompromissen mit der Führung in Peking in Verbindung gebracht wird, kann dem Internetunternehmen ein Imageschaden in der westlichen Welt entstehen, der weitaus schwerwiegender sein könnte als ein paar Millionen Dollar Umsatzverlust in China.

Den Imageschaden braucht Google nach den ganzen Aktionen im Zusammenhang mit Street View nun nicht mehr zu befürchten, denn den gibt es bereits.

Da My Space, MSN und Yahoo weiter in China präsent sind, und sich strikt an die Zensurbestimmungen dort halten, gibt es doch keinen Grund für Google, sozusagen den Pseudo-Saubermann zu spielen.

Man kann Google zu diesem (Rück-)Schritt nur beglückwünschen und für die Zukunft alles erdenklich (geschäftlich) Gute wünschen..

Andere Unternehmen sollten sich an dieser (Profit-) Vernunft ein Beispiel nehmen.
Schon die Römer sagten:Geld stinkt nicht – Pecunia non olet.

Mehr Satire zu Google
Google: Wir greifen nach der absoluten Cyber-Weltmacht

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Wirtschaftsbetrug in der Dritten Welt – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Dr. Alexander von Paleske –27.6. 2010 —- In den 23 Jahren meiner Arbeit als Krebsarzt in der Dritten Welt habe ich mit einem Krebsgeschwür besonderer Art Bekanntschaft gemacht, unfreiwillg und mehr zufällig : Mit drei verschiedenen Formen des Wirtschaftsbetrugs in grossem Stil:

1. Verkauf von Dienstleistungen oder Waren an die Regierung bzw. Regierungseinrichtungen zu absoluten Phantasiepreisen

2. Erschwindelung von Staatsgeld durch Scheinfirmen

3. Aktienbetrug (Verkauf wertloser Aktien) in grossem Stil aus einem Land der Dritten Welt ohne professionelle Finanzmarkt-Ueberwachung. Die Opfer sassen meistens in Europa, Nordamerika, oder Australien, und waren oftmals Pensionäre oder Mitglieder der Mittelschicht, die etwas Geld zurücklegen konnten.

Die Auswirkungen der Gaunereien in den beiden erstgenannten Fallgruppen sind deshalb so gravierend, weil es in diesen Ländern an allen Ecken und Enden an Mitteln gerade im Sozialbereich fehlt.

Die Betrügereien in Fallgruppe 3) können die Reputation des Landes beschädigen, was sich wiederum negativ auf Investments aber auch auf den Tourismus auswirken kann.

In den beiden erstgenannten Fallgruppen wird entweder die Ahnunglosigkeit ausgenutzt , oder direkt kriminell mt Insidern zusammengearbeitet, oder beides.

In der dritten Fallgruppe wird die mangelnde Finanzaufsicht in Dritte Welt Ländern ausgenutzt. Das soll allerdings nicht heissen, dass eine Finanzaufsicht, wie die BaFin in Deutschland, eine Garantie gegen derartige Machenschaften ist. Ganz im Gegenteil: Unter der Nase der BaFin konnten sich in Deutschland Anlagebetrüger im grösstem Stil breitmachen und Milliardenschäden verursachen, wir berichteten ausführlich darüber.

Ein Grossbetrug in Namibia
Starten wir mit der zweiten Fallgruppe:
In Namibia gibt es eine halbstaatliche Offshore Development Company ( ODC), die vom Staat pro Jahr einen bestimmten Betrag zur Erfüllung ihrer Aufgaben zugewiesen bekommt.

Aufgabe der ODC: Administration und Verwaltung der „Export Processing Zones (EPZ)“

Diese ODC hatte auf ihrem Bankkonto bei der FNB-Bank einen Betrag von 100 Millionen Rand, rund 10 Millionen Euro.

Der damalige Direktor der ODC namens Abdool Sattar Aboobakar wurde von einem lokalen Finanzinvestor in Windhuk namens Pieter Albertus Boonzaaier angesprochen: Er, Boonzaaier, hätte da bessere Möglichkeiten und würde ihn gerne mit „erfahrenen Finanzinvestoren“ zusammenbringen, die eine wesentlich bessere Rendite erwirtschaften könnten als diese lächerlichen Bankzinsen.

Auf Vermittlung von Boonzaaier tauchte eine Crew von Finanzartisten auf, und stellten sich bei der ODC als seriöse Investorengruppe vor. Angeführt wurde diese Truppe von einer Person, die sich „Professor“ Fourie“ nannte.

Diese Crew wollte nun die Offshore Development Company um ihr gebanktes Geld zu erleichtern. Zu diesem Zweck hatten sie eine Firma in Botswana gekauft, die nicht mehr aktiv war und den vielversprechenden Namen „Great Triangle Investments“ führte. Vorstand der Firma: ein bostwanischer Politiker im Ruhestand mit Doktortitel, Dr. Knight Maripe. Weiterer Vorstand: „Professor“ Philip Fourie.

Das verlockende Angebot lautete: 20% Zinsen, statt der lächerlichen 5% banküblichen.

Auf (Nimmer) Wiedersehen, Du schönes Geld
Auf dem Briefkopf der Triangle-Firma fand sich allerdings, merkwürdigerweise, eine südafrikanische Telefonnummer und keine in Botswana, wo die Firma ja angeblich ihren Sitz hatte.

Aber das interessierte Abboobaker und sein Team von der ODC alles herzlich wenig, genau so wenig, wie ein Background-Check dieser Investoren vor Vertragsabschluss durchgeführt wurde. Der hätte allerdings Erstaunliches zutage gefördert.

Nun ging stattdessen die Post ab, jedenfalls für Fourie und Co. Die ODC schnappte den Köder, allen voran Direktor Sattar Abdool Aboobakar und die Direktoren Williams Nkuruh, Philip Namundjebo und Mabos Ortmann, ohne dass ein ordentlicher schriftlicher Vertrag, der diesen Namen verdiente, ausgearbeitet worden wäre.

100 Millionen Rand landeten auf Great Triangles Bankkonten in Botswana,. Das Geld ruhte aber nicht lange in Botswana, sondern verschwand nach etlichen Transaktionen im Offshore-Finanz-Nirwana, in einem der Briefkastenfirmen-Paradiese .

Als die vereinbarten Zinszahlungen nicht auf den Konten der ODC eintrafen, begannen die Nachforschungen. Anrufe bei der Telefonnummer von Great Triangle in Südafrika endeten im Nichts, der Anschluss war abgemeldet..

Nun ging die Suche nach dem „Professor“ Fourie los, seitens der genarrten ODC, aber auch die namibische Presse beteiligte sich daran, allen voran die Tageszeitung The Namibian.

Die Suche verlief ergebnislos, auch im Internet fand sich nur ein Professor Fourie in Australien, ein Radiologe, der wohl kaum in Frage kam.

Die botswanische Zeitung Sunday Standard, die gerade einen Artikel über meine Aktivitäten im Zusammenhang mit der der Rolle, die ich bei der Aufklärung der Hintergründe des fehlgeschlagenen Putsches in Aequatorial-Guinea (Wonga Coup)spielte, gebracht hatte, kontaktierte mich.

Das Interesse der Zeitung war geweckt worden, nachdem ein Artikel über den ODC-Skandal in der südafrikanischen Zeitung Mail and Guardian, vergleichbar dem Spiegel in Deutschland, erschienen war, und die Gangster offenbar von Bostwana aus operierten.

Der Chefredakteur des Sunday Standard, Outsa Mokone, klapperte alle verfügbaren Quellen in Botswana ab, um näheres über diese Firma „Great Triangle“ zu erfahren .

Von dem Rechtsanwalt der ODC in Namibia, Theunissen, den ich kontaktierte, erhielt ich per Fax eine Kopie des Briefkopfs der Betrügerfirma mit der Telefonnummer in East London. Die Firma Great Triangle existierte an der angegebenen Adresse in Gaborone nicht mehr, wie Outsa Mokone feststellte.
Ich begab mich nach Feierabend auf die Internetsuche. Allerdings nicht nach „Professor“ Fourie, sondern nach Fourie und als weitere Suchbegriffe Fraud, defrauded, Crook, Crime .
Solche Betrüger wie dieser „Professor“ Fourie kommen eben oftmals nicht aus dem Nichts , sondern sind zuvor bereits kriminell in Erscheinung getreten, haben also oftmals mehr auf dem Kerbholz.

Ein Skandal aus dem Jahre 2000
Die Internetsuche unter Weglassung des Professorentitels, erbrachte mehrere Artikel der führenden südafrikanischen Tageszeitung in East London, Dispatch, aus dem Jahre 2000. Ein gewisser Philip Fourie seinerzeit Chef der Wasserbehörde in East London, namens Amatola Water Board, hatte im Jahre 2000 versucht, einen Bankkredit in Höhe von 1,5 Milliarden Rand (150 Millionen Euro) klarzumachen, den er aber für private Zwecke verwenden wollte.

Als Sicherheiten bot er Pfandbriefe der Wasserbehörde in gleichem Umfang an. Ein ausgekochter Betrugsversuch, der allerdings fehlschlug und selbst im Parlament in Kapstadt seinerzeit Erwähnung fand.

Fourie musste abdanken.

Ein Betrüger wird aufgestöbert

Bei diesem Fourie könnte es sich um die gleiche Person handeln, die als Professor Fourie in Namibia aufkreuzte.

Ich kontaktierte die Zeitung Dispatch in East London, setzte den Chefredakteur über den Skandal in Namibia in Kenntnis, und bat ihn, die Wasserbehörde Amatola zu kontaktieren und zu prüfen, ob diese auf dem Briefkopf erwähnte Telefonnummer des Professors Fourie – nun ausser Betrieb – die seinerzeitige Telefonnummer des Chefs von Amatola war.

Das stellte sich als zutreffend heraus. Damit war klar, dass es sich um ein- und dieselbe Person handelte.

Der Zeitung gelang es auch, Fouries neuen Aufenthaltsort herauszufinden: George, eine Stadt an der Garden-Route.

Fourie, vom Dispatch kontaktiert, behauptete nun frech, er habe das Geld inmvestiert, und zwar bei einer Firma Triple M (Water Tech International) in Boston.

Der CEO der Firma, Tony Pasciuto, den ich daraufhin kontaktierte, brach am Telefon in lautes Lachen aus, als ich den Namen Fourie erwähnte. Fourie hatte sich im Zusammenhang mit seinem versuchten Amatola-Betrug im Jahre 2000 dort gemeldet, und wollte 50 Millionen US Dollar für eine Wasseraufbereitungsanlage auf der Sinai-Halbinsel investieren. Das Geld traf nie in Boston bei Triple M ein, konnte es ja auch nicht, angesichts des fehlgeschlagenen Betrugsversuchs.

Und weitere Namen tauchten nun auf: ein Robert Gibson, der in Südafrika mit seiner Investmentfirma Mortgage Bond Financial Services (MBFS) etliche Südafrikaner um ihr Geld gebracht hatte. und ein Tertius Theart, ebenfalls zuvor wegen Verdacht des Versicherungsbetrugs in Erscheinung getreten.

Ein Strafverfahren, das bis dato nicht stattfand
Nachdem der Betrugsfall damit aufgeklärt war, würde man wohl erwarten dürfen, dass es nun alsbald zu Verhaftungen und Strafprozessen kommen würde.
Davon kann allerdings bis heute keine Rede sein.

Ortswechsel: Im Juli letzten Jahres kam ich per Zufall mit einem Herrn auf dem Flughafen in Gaborone/Botswana ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass es sich um den stellvertretenden Generalstaatsanwalt von Namibia handelte.

Ich sprach ihn natürlich sofort auf den ODC / Great Triangle Fall (Skandal) an und wollte hören, was aus der Sache geworden ist, wer und zu wieviel Jahren Gefängnis verurteilt worden sei.Er teilte mir mit, dass die „Ermittlungen weit fortgeschritten“ seien – nach 4 Jahren – auch nach namibischen Verhältnissen eine lange Zeit.

Die gleiche Formulierung hatte die namibische Generalstaatsanwältin Imwala bereits im Jahre 2007 benutzt, um damit bohrende Fragen von Journalisten abzuwimmeln.

Auf meine Frage, was ihn als stellvertretenden Generalstaatsanwalt nach Botswana gebracht habe, antwortete er „Business“, er suche nach Verträgen für seine Catering-Firma, eine Firma, die Essen für Fluggäste zubereitet.

Dieses sogenannte „zweite Standbein“ ist eine „Seuche“, die hier nicht auszurotten ist. Fast jeder höher im öffentlichen Dienst Beschäftigte sucht nach weiteren Einkommensquellen, um eines Tages den öffentlichen Dienst als „Geschäftsmann“ oder „Farmer“ zu verlassen und bis dahin sein Einkommen aufzubessern.

Dass darunter die Arbeit für seinen ersten Job leidet, versteht sich von selbst. Von Interessenkonflikten ganz zu schweigen.

Vor 6 Wochen fand sich ein Artikel in der namibischen Zeitung Namibian Sun unter dem Titel ‚The ODC’s missing Millions. Die Zeitung berichtete, dass bisher kein sichtbarer Fortschritt bei der Aufklärung des ODC-Skandals festzustellen sei. Weder gab es Verurteilungen noch einen Prozess, noch Verhaftungen. Das könnte damit zu tun haben, dass ein ehemaliger Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Andrew Ndishishi, offenbar zum Kreis der Verdächtigen gehört. Aber der wurde bis heute nicht vernommen.

In der nächsten Folge berichte ich über Betrug bei dem Verkauf von Arzneien an staatliche Krankenhäuser in Simbabwe.
Finanzkrise, Bankenkrisen, Kleinanlegerbetrug – Hat die Finanzaufsicht BaFin versagt?
Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin
Der Wonga Coup

Weitere Erfahrungsberichte aus Afrika
Dumela Ngaka – 8 Jahre als Krebsarzt in Botswana – Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Auswanderin wider Willen- Eine Afrikanische Lebensreise

SATIRE

Herbert Rechtslastig schreibt an SPD-Andrea Nahles

Dr. Alexander von Paleske — Folgende braune Mail fand ich heute in meiner Mailbox.

24 Juni 2010
Herbert Rechtslastig
Oswald Spengler Gedächtnisallee 33
Brandenburg

An
Frau Andrea Nahles
Generalsekretärin
SPD-Vorstand
Willy Brandt Haus
Berlin-Mitte

Sehr geehrte Frau Nahles,

normalerweise schreibe ich nicht an Sozis bzw. Mitglieder SPD -nahestehender Organisationen, ganz zu schweigen von dem grünen Gesocks. Ich bin nämlich Mitglied der vaterländischen Partei NPD und im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Heute aber musste ich einfach meiner Freude Ausdruck geben, wie sie auf die provokative Demonstration dieses Türkenvereins „DeuKische Generation“ reagiert haben.

Diese Südländer forderten in wirklich frecher Weise, den von uns wegen seiner Prinzipienfestigkeit, seiner Klarsicht, seiner intellektuellen Begabung, seiner Wahrheitsliebe, und seines augewogenen Urteils geachteten Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin aus Ihrer Partei hinauszuwerfen.

Sarrazin hatte sich zu recht über diese fremdländischen Migranten beschwert, die keinen nennenswerten Beitrag zum Bruttosozialprodukt leisten, und darüber hinaus auch noch zu einer Durchschnittsverdummung der Bevölkerung unseres geliebten Vaterlandes führen.
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Diese Migranten riefen doch tatsächlich

Es Pe De – Sarrazin tut weh.

Allein diese Parole beweist nur, wie recht Sarrazin mit seiner Wahrheitsfindung hatte.

Sie, Frau SPD-Nahles, haben dann, wie ich der linkspolternden Schülerzeitung TAZ entnehmen konnte, von sich gegeben, dass Sie die Wahrheitsbekundungen des Dr. Sarrazin zwar nicht gerne hören, diese sich aber mit der langen demokratischen Tradition der Grossfamilie SPD durchaus vereinbaren lassen.

Wandel durch Annäherung
Ich glaube zu erkennen, dass die SPD einen leicht-positiven Wandel vollzogen hat, und nun auch rechtslastige und grenzwertig rassistische Aesserungen, die ich persönlich sehr gerne verwende, nicht mehr unter einen Unvereinbarkeitsbeschluss fallen lässt.

Als aktives NPD-Mitglied amüsiert mich natürlich in gewisser Weise ihr verzweifeltes Bemühen, auch das rechte Wählerpotential damit anzapfen zu wollen, das ist ja unsere traditionelle Wählerschaft, und die denkt natürlich gar nicht daran, Ihrer Partei auch nur eine Stimme zu geben..

Gleichwohl freut mich aber ihre Stellungnahme aus zwei Gründen:

– Einmal machen sie damit unsere nationaldemokratischen Positionen im deutschen Volk voll akzeptabel, aber damit nicht genug,

– Sarrazin wird sich ja glücklicherweise nicht davon abbringen lassen, weiter seine (Rechtslast) Wahrheiten über diese Südländer zu verbreiten.

Das werden wir dann aufgreifen und weiter zuspitzen. Unsere Akzeptanz bis weit in das sogennannte bürgerliche Lager wird einen Steilflug vollziehen. Dafür erst einmal aufrichtigen deutschen Dank!

Heute las ich diesen Kommentar zur Fussball WM und war empört:

Er (Loew)kann durch sein Team beweisen, dass Deutschland – ob nun gewollt oder eher zufällig – international geworden ist. Er kann belegen, dass genau dieser Aspekt eine Bereicherung für alle sein kann. Die Sarrazins der Republik aber hätten als Bundestrainer versagt. Kein Özil. Kein Sieg. Kein Weiterkommen.

Das ist, von meinem rechten Auge aus gesehen, grundfalsch. Eher nehme ich eine Fussballniederlage in Kauf, als dass diese Cau Caus, Ozils oder wie sei heissen mögen, im Namen des deutschen Vaterlandes Tore schiessen.

Das einzig Positive an dieser Fussball-WM ist die Stellungnahme von Frau Müller- Hohenstein „Innerer Reichsparteitag“.

Weiter so Frau Nahles!

Vaterländische Grüsse .

Herbert Rechtslastig

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Nicht Satire
Thilo Sarrazin – Genug ist genug

Krieg

Der Fall General McChrystal oder: Wehe wenn sie losgelassen

Dr. Alexander von Paleske —-Wie sich die Zeiten gleichen: General Westmoreland 1968, General McChrystal 2010.

Von 1964 bis 1968 war General William Westmoreland Kommandeur der US Truppen in Vietnam, in einem Krieg, dem der Krieg in Afghanistan immer ähnlicher wird. Aber die Aehnlichkeiten enden hier nicht.

Während seiner Zeit als kommandierender General in Vietnam stieg die Zahl der US-Soldaten von 15.000 auf 500.000. Er erhielt den Spitznamen „General Westmoremen“.
Als er schliesslich weitere 206.000 Mann und eine Mobilisierung der Reserveeinheiten verlangte, sowie eine Ausweitung des Krieges auf die Nachbarländer, um die Nachschublinien des Feindes zu unterbrechen, und sogar den Einsatz von Nuklearwaffen gegen Hanoi forderte, wurde der General im Juni 1968 abberufen.

Er gab später die Schuld am Versagen der Militärstrategie in Vietnam dem damaligen Präsidenten der USA, Lyndon B. Johnson, und seiner Administration, die ihre Ziele „zu unsicher und zu nachgiebig“ verfolgt habe..

Die Parallelen zu den jetzigen Aeusserungen McChrystals sind frappierend. Abgesehen davon, dass die Aeusserungen McChrystals von tiefer Verachtung gegenüber der Obama- Administration geprägt sind.

Während es den Politikern – wie seinerzeit in Vietnam – langsam dämmert, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist, verlangen die Militärs mehr Waffen, mehr Truppen, und – noch anders als im Vietnamkrieg – mehr Söldner

Es gibt aber ein weiteres Beispiel aus der Zeit vor dem Vietnamkrieg: General Douglas MacArthur, im 2. Weltkrieg Oberkommandierender der US-Truppen im Pazifik gegen Japan.


Kapitulation Japans auf dem Schlachtschiff Missouri, General MacArthur stehend hinter dem Stuhl

Der wurde im Koreakrieg Oberkommandierender der UN-Truppen. Als die Volksrepublik China 1951 mit 1 Million „Kriegsfreiwilligen“ Nordkorea zu Hilfe eilte, forderte MacArthur die Ausweitung des Krieges gegen China, mehr Truppen, und den den Einsatz von Atomwaffen, was einen atomaren Weltkrieg ausgelöst hätte. Die UdSSR, ebenfalls im Koreakrieg involviert, war damals bereits im Besitz von Atomwaffen..
Die US-Politiker zogen die Notbremse, US-Präsident Truman feuerte den hochdekorierten US- General.

McChrystals Ende als Befehlshaber in Afghanistan steht offenbar bevor. Eine politische Lösung des Konflikts wird immer dringender. Von den Kommissköpfen, aber auch von Hurraschreibern in den Medien, sind keine vernünftigen Lösungsvorschläge zu erwarten.

Dass Grüne wie Trittin und Künast, die seinerzeit gegen den Vietnamkrieg demonstrierten, für eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Bundestag stimmten, ist Ausdruck von erbärmlichem politischen Opportunismus. Sie setzen damit allerdings nur fort, was Ex-Putzgruppenmitglied, Ex-Aussenminister, Chefopportunist und BMW-Klinkenputzer Joseph alias Joschka Fischer ihnen bereits vorexerziert hat.

Afghanistan – wann kommt der Waffenstillstand?
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Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

kriminalitaet

Hypo Alpe Adria Bank (Skandalpe) – die endlose Geschichte – Was bleibt?.

Dr. Alexander von Paleske — Vor 6 Wochen stellten wir die Frage als Artikelüberschrift “Wieviel Gülle kommt noch hoch?”

Heute können wir deprimiert feststellen: Der Güllenachschub reisst nicht ab.

Das Hyp-Alpe Karussell
Starten wir mit einem Komplex, den wir bereits im Jahre 2008 erwähnt hatten, die „Kapitalerhöhung im Karussell“.

Normalerweise findet eine Kapitalerhöhung durch Einwerben von mehr Kapital statt, im Gegenzug für die Ausgabe von Aktien.
Für die Kapitalerhöhung bei der unterkapitalisierten Hypo-Skandalpe – Gesamtwert der Erhöhung: 100 Millionen Euro – hatte man sich aber eine besondere Variante ausgedacht: Eine Scheinkapitalerhöhung, um pro forma den Bankenregulierungen bzw. den Anforderungen der Finanzmarktaufsicht in Oesterreich zu genügen, und das lief so:

Die Kapitalerhöhung wurde nicht bei der Hypo-Alpe-Skandalpe selbst, sondern bei einer ihrer Töchter durchgeführt, der HLH.
Aktionäre schossen offenbar kein eigenes Kapital ein, sondern erhielten zum Erwerb der Aktien Kredit von der Hypo-Alpe Tochter in Liechtenstein.

Nun stellt sich heraus, dass diese „Aktionäre auf Pump“ offenbar zum engen Bekanntenkreis der ehemaligen, und mittlerweile wegen Bilanzfälschung verurteilten, Hypo-Alpe Vorstände Kulterer und Striedinger gehörten.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht kam aber hinter diesen abenteuerlichen Karussellbetrieb, und nun musste umgeschuldet werden. Die Kredite zum Aktienkauf wurden in Call Options umgewandelt und konnten, wie wasserdicht vereinbart, im Jahre 2009, als die Hypo Alpe noch unter der Regie des hervorragenden Ex- Kommkunalkredit-Aufsichtsrats Franz Pinkl stand, geltend gemacht werden.Und wie durch Zauberhand wurden aus 100 Millionen Euro nun 200 Millionen, Verdoppelung in 6 Jahren, also pro jahr 18%. Nicht schlecht , jedenfalls für ein simples Finanzkarussell ohne Risiko.

Wechselgeld vom Rennfahrer oder: Pässe für spendable Russen
Weiter gehts mit dem mittlerweile verstorbenen austrischen Rechtsaussen Jörg Haider. Der soll von seinem Protokollchef Franz Koloini mal eben etwas Geld, schlappe 190.000 Euro, zugesteckt bekommen haben, das von der „Hilfe“ zum Formel 1-Einstieg eines Rennfahrer namens Patrick Friesacher im Jahre 2005 „übrig geblieben“ sei
.
Das Formel-1-Einstiegs- Geld war von der Hypo-Skandalpe nur vorgestreckt worden. Zwei russische Geschäftsleute, denen im Gegenzug die austrische Staatsbürgerschaft überreicht wurde, traten als Wohltäter in Erscheinung. Sehr anständig.

Schön, als Russe mit EU-Pässen im EU-Raum Geschäften nachgehen zu können, und nicht immer wieder für Visas anstehen zu müssen. Stichwort: Hilfst Du mir, so helf ich Dir.

Wo das Rennfahrer- „Wechselgeld“ letztlich landete, ob in Haiders Tasche, oder der seiner Partei, ist bis heute nicht geklärt.

Fürstliche Entlohnung oder: Eine Million pro Seite
Und wer für die Hypo-Alpe sich richtig anstrengte, an der richtigen Stelle versteht sich, der durfte auf fürstliche Entlohnung hoffen.

So erhielt der Villacher Steuerberater Dietrich Birnbacher schlappe sechs MillionenEuro für eine sechsseitige, angeblich nicht sehr tiefschürfende, Expertise zum Verkauf der Hypo-Alpe an die BayernLB. Eine Million pro Seite. Das war bereits ein discounteter Preis, ursprünglich sollten es 12 Millionen Euro sein.

Die ehemaligen Skandalpe-Manager, Franz Pinkl und Tilo Berlin, erhielten einen millionenschweren „goldenen Handschlag“ zum Abschied für die harte und erfolgreiche Bankarbeit, wir hatten darüber berichtet..

Auch der ehemalige Skandalpe-Vorstand Josef Kircher sollte nicht der Armut anheimfallen. Im Februar 2008, als er ausschied, gab es für ihn einen millionenschweren „Beratervertrag“ 32.000 Euro pro Monat und 5,14 Millionen für seine Beraterfirma, wie das Nachrichtenmagazin News zu berichten wusste.

Fass ohne Boden
Und heute wurde die Bank ihrem Spitznamen „Fass ohne Boden Bank“ wieder einmal gerecht: Weitere 450 Millionen Euro müssen staatsseitig in die Bank gestopft werden.

Wenigstens ein paar Yachten, der Hypo Alpe Leasinggesellschaft gehörend, zwischenzeitlich verschwunden, sind wieder aufgetaucht. Aber die müssen nun zu Schleuderpreisen verramscht werden, denn es mangelt an betuchten Käufern, auf deren Einkaufsliste derartiges Mobiliar steht.

Das Schweigen
Der Titel des Films aus dem Jahre 1962 von Ingmar Bergman könnte die Ueberschrift für das sein, was sich in den mit der Skandalpe befassten Untersuchungssauschüssen in Oesterreich und Bayern abspielt.
Die damals Involvierten wollen nämlich vom Recht der Auskunftsverweigerung Gebrauch machen, da die deutschen und österreichischen Staatsanwaltschaftschaften mittlerweile Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue, Betrug pp. eingeleitet haben.

Das Recht steht ihnen zu, allerdings dürfen sie nur die Auskunft auf bestimmte Fragen verweigern und nicht grundsätzlich die Aussage.
Investor und Ex Skandalpe-Vorstand Tilo Berlin will angeblich gar nicht erscheinen, offenbar ist ihm noch nicht einmal der Unterschied zwischen Zeugnisverweigerungsrecht und Auskunftsverweigerungsrecht geläufig.

Mittlerweile erhob der Wirtschaftsprüfer Walter Groier schwere Vorwürfe gegen ehemalige und jetzige Mitarbeiter der Hypo-Alpe. Insgesamt 40 bis 50 Mitarbeiter hätten seinerzeit von den Bilanzmanipulationen nach den Swap-Verlusten im Jahre 2004 gewusst

Schwerwiegende Auswirkungen
Die Auswirkungen dieses Skandals dürften weit über die Milliardenverluste hinausreichen.Die politischen Nachbeben werden wohl den finanziellen kaum nachstehen.

Die in den österreichischen Presserorganen wie dem Standard veröffentlichten Leserkommentare schwanken zwischen Hohn und Zynismus. Der massive Vertrauensverlust in den demokratischen Rechtsstaat ist allenthalben zu spüren, nicht weniger als nach dem Lucona-Skandal, und dem damit verbundenen Heraufkommen von Rechts-Radikal-Figuren wie Jörg Haider als angeblicher„Saubermacher“.

Da wird es sicherlich schwierig sein, für alsbald anstehende drastische Sparmassnahmen im Sozialbereich auf Verständnis der Bevölkerung zu hoffen.


Links zum Hypo-Alpe Skandal

linkSkandal-Update: Hypo-Alpe-Adria Bank (Skandalpe)
linkBayernLB prüft Schadensersatzansprüche – eine PR-Geschichte?
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
linkHypo-Alpe-Skandalbank – Am Ende Sozialisierung der Verluste
linkVerlustbank BayernLB zahlt weiter: Noch eine Milliarde Euro an die Hypo- Alpe
linkHypo Alpe Adria und BayernLB – Haben die Flick -Erben mitverdient?
linkHypo-Alpe-Adria-Bank – vorwärts abwärts
linkVon Milliardengrab zu Milliardengrab: BayernLB-Tochter Hypo- Alpe Adria hat neuen Vorstand

Zentraler Artikel für alle bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

Zum Kulterer-Prozess
BayernLB-Tochter Hypo-Alpe, Bilanzfälschung und eine Frau mit Zivilcourage
Wolfgang Kulterer – vom „erfolgreichsten Bankmanager“ zum bestraften Bilanzfälscher

Zum Lucona- und Noricum-Skandal
BayernLB-Tochter Hypo Alpe, Privatdetektiv Guggenbichler und ein nachwirkender Skandal
Eine Geburtstagsfeier, die nicht stattfand

Frankreich

De Gaulles Ansprache und Luftschlacht um England

Dr. Alexander von Paleske —- 20.6. 2010 — Vorgestern jährte sich zum 70. mal die Ansprache General de Gaulles an das französische Volk aus London über die Sender der BBC am 18.6. 1940.

General de Gaulle war keinswegs ein französischer General ohne Armee, denn in Dünkirchen waren neben den englischen Truppen auch 135.000 französische Soldaten aus der deutschen Umzingelung gerettet worden.


Englische und französische Soldaten vor und bei der Evakuierung, Dünkirchen, Mai 1940


General Charles de Gaulle, Truppeninspektion am 24.1. 1941

General de Gaulle gab mit seinen Aufrufen den Franzosen Mut und Hoffnung im Augenblick tiefster Depression.

Gleichwohl blieb sein Verhältnis zu dem britischen Premier
Winston Churchill nicht ohne Spannungen, insbesondere auch nach der Versenkung der französischen Kriegsflotte im algerischen Hafen Mers el-Kebir im Juli 1940, nach deren Weigerung, sich den Briten zu ergeben. Churchill wollte verhindern, dass die französischen Kriegsschiffe in die Hände der Hitler-Armee fielen.

In Frankreich nahm die Resistance den Kampf gegen die deutschen Besatzer auf.

Die entscheidende Wende kam mit der Landung der Alliierten in der Normandie am 6.6. 1944.
An der Spitze französischer Truppen marschierte General de Gaulle in Paris ein. Eine Stadt, die zuvor von dem deutschen Kommandanten Dietrich von Choltitz , entgegen Hitlers Befehlen, kampflos übergeben, und dadurch vor der Zerstörung bewahrt worden war.

Dort war zuvor am 20.Juli 1944, anders als in Berlin, der Aufstand der Offiziere gegen Hitler erfolgreich verlaufen. Die SS-Führer landeten hinter Gittern -kurzfristig-


General de Gaulle bei einer Truppeninspektion 1944

General de Gaulle nahm zusammen mit Churchill am 11.11. 1944 die Militärparade in Paris ab.

Im Juni 1940 begann auch die Luftschlacht um England.
Die pausenlosen Angriffe von Görings Luftwaffe wurden schliesslich erfolgreich von der Royal Air Force (RAF)abgewehrt.


September 1940 Curchill besucht Stadtteile Londons, die von deutschen Luftangriffen schwer getroffen wurden


Coventry nach deutschen Luftangriffen 1940. Eine Stadt, die Hitler „ausradieren“ wollte.

Der Einsatz der RAF- Piloten wurde von Churchill mit den Worten gewürdigt:

Never in the field of human conflict was so much owed by so many to so few“

Dünkirchen vor 70 Jahren – Eine Niederlage, die zum Triumph wurde

SATIRE

Stefan Raab muss Regierungssprecher werden

Dr. Alexander von Paleske —-16.6. 2010 —

An
Bundeskanzlerin
Angela Merkel
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Hochverehrte Frau Bundeskanzlerin,

mit grossem Missvergnügen beobachte ich die erbärmlichen Auseinandersetzungen in der Streitkoalition (Gurkentruppe etc.).

Verkäufer gesucht
Da dies nun schon seit Monaten anhält und die Tonart immer rüder wird, müssen Sie auch unkonventionelle Wege in der Politik gehen. Offenbar gelingt es nicht, den Guido zur Raison zu bringen, so muss zumindest die einfältige Regierungspolitik besser „verkauft“ werden.

Politik muss wieder Freude in der Bevölkerung erzeugen. Das deutsche Volk muss geradezu darauf brennen, den Regierungssprecher auf der Mattscheibe zu sehen, und was er zu verkünden hat .

Im Augenblick reizt das Aufkreuzen der Regierungspolitiker und deren Sprachrohre nur zum sofortigen Wechsel des Fernsehprogramms bzw. -Kanals.

Kurzum, wir brauchen neue Gesichter. Mir fällt dazu eigentlich nur eine geeignete Person ein: Stefan Raab, der Unterschichtenentertainer , Platt-Witzchen-Erzähler und Lena-Promoter.

Raab muss es machen
Stefan Raab muss den Regierungssprecher machen, mit der Aussicht, später einmal Bundeskanzler zu werden.
Mit dessen Ernennung schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Der hohe Zustimmungswert für Raab, das positive Gefühl, das sein Erscheinen auf dem Bildschirm auslöst, und dass er gnadenlos andere verwursten kann – im übertragenen Sinnne natürlich.

Politik muss auch ein bischen zu Klamauk werden, um verständlich zu sein, nicht dieses zwanghafte Draufdreschen, was wir zu Zeit mitansehen müssen, das in weiten Kreisen der Bevölkerung zu solcher Politiker- und Politikverdrossenheit geführt hat.

Vom Metzger zum Entertainer

Raabs Qualiifikationen für den Job als Ihr Sprecher sind eindeutig belegt. Er hat es vom Metzger zum Persönlichkeitsverwurster, Klamauk-Entertainer, TV-Spässchen-Macher und Lena-Promoter gebracht. Stichwort: Der unaufhaltsame Aufstieg des Raabschlägers.

Immer mehr Zuschauer sind geradezu süchtig nach seinem feisten Metzgersgrinsen, und dem zu erwartenden Qualitätsfernsehen.

Mit dem Eurovisionssieg von Lena hat er dem deutschen Volk das gegeben, was es zur Zeit am meisten braucht, Hoffnungsillusion.

Bekannt wie ein bunter Hund
Raabs Bekanntheitsgrad liegt, selbst in Pflegeheimen, bei mehr als 70% .
Wo Raabs Visage auftaucht, und die wollen immer mehr Menschen in Deutschland immer öfter sehen, da gibt es keine Langeweile, da gibt es, auf niedrigem Niveau. Spannung, Klamauk, Wettkämpfe, die niemand vorher kannte, also von ihm erfunden wurden.

Früher, sozusagen in der Fernsehsteinzeit, gab es Wim Thoelke, und Hans Joachim Kuhlenkampff .
So etwas brauchen wir heute nicht mehr. Das hat Raab alles vereinfacht. Er ist Thoelke, Kuhlenkampff und Quizteilnehmer, alles in einer Person. Das erzeugt auch grösseres Verständnis in der Bevölkerung für den Wegfall von Arbeitsplätzen.

Und dass seine Show „Raabschläger“ am Ende offen ist, weist den Weg in der Arbeitswelt: Arbeitstag ohne festes Ende. Sehr positiv.

Positives „Nach Vorne Drängeln“
Raab war der erste Promoter, der bei der Siegerehrung in diesem Wettberwerb in Oslo sich mit auf das Siegertreppchen drängeln durfte. Man kann also hoffen, dass er auch als Regierungssprecher sich immer in den Vordergrund drängeln wird, und keinen Platz lässt für diesen Westerwelle mit seinen absurden Vorschlägen, und auch nicht für Sie, Frau Bundeskanzlerin mit ihrer Trauermiene, sodass die Zuschauer sich an seinem Anblick, seinem Optimismus, seiner Freude, selbst bei den schlechtesten Nachrichten, laben können.

Wir haben in Island bereits ein nachahmenswertes Beispiel mit dem Komiker Jon Gnarr, seit vorgestern Bürgermeister von Islands Hauptstadt Reykjavik, und dem Erfolg, den er unter dem Wahlvolk hat, obgleich er offen mit dem Ziel antrat, die Korruption in der Regierung zu etablieren.

Auch weitere Details aus dem Raabschen beruflichen Werdegang geben zu grossen Hoffnungen Anlass: Ob es Kleinkinder mit Schultüte waren, denen Drogenhandel unterstellt wurde, oder simplen FKK Anhängern Unterwassersex, Raab schreckt keinesfalls vor der „Verfleischwolfung“ von Personen und den absurdesten Assoziationen zurück.

Leitsatz für sein ein aufklärerisches Wirken ist offenbar: „Die Zumutbarkeits- Toleranz- und Schamgrenze bestimme ich“.

Er hat es ausserdem geschafft, die offene und klammheimliche Schadenfreude, ein Begriff, für den es im Englischen kein Gegenstück gibt, zum festen Bestandteil, insbesondere seiner TV-Totalsendung, zu machen, mit dem Ziel, den Zuschauern jegliche Empathie auszutreiben.

Er wird daher sicherlich die Opposiotion in seiner TV-Total Sendung als Regierungssprecher vorführen, verwursten, der Lächerlichkeit preisgeben, und über deren Missgeschicke, seien es einzelne Politiker oder die ganze Politik, Schadenfreude erzeugen. Sehr erfreulich.

Und er wird ausserdem den deutschen Sprachschatz um einige neue Wörter bereichern können:

Raabsehen = Fernsehen

Raabschlagen = An der Fernsehshow „Schlag den Raab“ teilnehmen

Verraaben = Persönlichkeitsverwurstung in TV-Total

Abraaben = im Fernsehen erfolglos gegen Raab antreten

Hochraaben = Einen Sänger(In) ohne Stimme zum Grammy-Verdächtigen machen

Unterraaben = Sich erfolglos gerichtlich gegen die Raab-Verwurstung zur Wehr setzen

Raab unter = Wenn sich nach dem Ende der Fernsehsendungen mit Raab Langeweile ausbreitet

Wegraaben = Wenn man vom Raab-Präsenzkanal wechselt und prompt in einem Langeweile-Kanal
landet (Tagesschau, late night show Nicht-Raab Talkshows)

Eins auf die Mütze
Raabs bleckendes Grinsen verspricht nicht nur Television total, sondern dem Zuschauer totale Ablenkung von der täglichen Misere verbunden mit dem Gefühl: Dort, wo ich sitze bin ich richtig aufgehoben, wer unverschämterweise mehr will, wie bei Schlag-Raab, der bekommt eins auf die Mütze.

Nur ganz gelegenlich darf jemand einmal zulangen, aber Stefan Raab ist immer Gewinner und fast immer Sieger. Selbst wenn er verliert, und das tut er selten genug, ist man gleichwohl auf seiner Seite.

Kurzum, Raab muss Regierungssprecher werden.

MfG

Dr. Alexander von Paleske

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SATIRE

Herbert Rechtslastig an ZDF und an Reporterin Katrin Müller-Hohenstein

Dr. Alexander von Paleske – Folgende braune Mail landete heute in meiner Mailbox:

Herbert Rechtslastig
Oswald Spengler Allee 33
Brandenburg
Deutschland

An
Katrin Müller Hohenstein
ZDF-WM-Studio
Durban
Südafrika

Werte Frau Müller Hohenstein,

darf ich mich zuerst vorstellen: Ich bin NPD-Mitglied und im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Ich möchte Ihnen meine Anerkennung aussprechen, für Ihre Bemerkung im ZDF-Fernsehen gestern abend bei der Uebertragung des WM-Spiels Deutschland gegen Australien:

„das ist für Miro Klose doch der innere Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass der heute hier trifft.“

Diese Bemerkung ist keineswegs ein Eigentor, wie viele Linksradikale und Scheinliberale jetzt jaulen, sondern trifft völlig ins Schwarze.

Dieser Bezug auf die NSDAP- Reichsparteitage wurde – und wird zum Glück immer noch – gebraucht, um ein besonders ausgeprägtes Erfolgs- und Glücksgefühl wiederzugeben, wie man es eben in besonderer Ausprägung auf diesen herrlichen Parteitagen erleben konnte, mit dem Standartenaufmarsch, dem Flaggenmeer, diesen patriotischen Ansprachen..

Leni Riefenstahl hat dies in ihren wundervollen Filmen „Sieg des Glaubens“ und „Triumph des Willens“ festgehalten, und ich empfehle, diese Filme noch einmal anzuschauen, soweit sie erhältlich sind..

Vielleicht können sie Ausschnitte davon in den Halbzeitpausen einblenden.

Braune Politik und weisser Sport gehörten schon immer zusammen, und es ist erfreulich, dass Sie diese Assoziationskette hergestellt haben. Das beste Beispiel sind die olympischen Spiele von 1936 in Berlin. Auch diese so wunderbar von Leni Riefenstahl im Film festgehalten.

Wie Sie vielleicht wissen, hatte sich Hitler seinerzeit geweigert, dem Neger Jesse Owens die Hand nach seinen Medaillengewinnen zu reichen.

Ein paar braune Tips
Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Ihnen noch ein paar Empfehlungen mit auf den Weg zu geben.

Die Schwarzen in Südafrika sollten Sie besser als Nigger oder Kaffer bezeichnen, und auch nicht vergessen, ein paar lobende Worte für das seinerzeitige Apartheidsystem zu verwenden.

Kameraeinstellungen sollten schwerpunktmässig weisse Deutsche mit Deutschlandfahne zeigen.

Richtig klasse fand ich, dass Sie sich bei den Veranstaltern bereits über diese Neger-Kaffer-Tröten, auch Vuvuzelas bezeichnet, beschwert haben, und verlangten, deren Gebrauch zu verbieten.

Weiter so Frau Müller Hohenstein.

Hochachtungsvoll!

Ihr Fan
Herbert Rechtslastig

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Richter (Gast) – 14. Jun, 19:05
Daneben
Was für ein Schwachsinn! Das soll lustig sein? Geh bloß woanders spielen!

onlinedienst – 14. Jun, 19:47
Schliesse mich an
Stimmt, was Frau Mueller-Hohenstein von sich gegeben hat ist Schwachsinn, gefaehrlicher, verharmlosender Schwachsinn und das in einem Land, das unter Rassismus lange gelitten hat. Frau Mueller-Hohenstein sollte woanders spielen, z.B. in Raabs Unterschichten Fernsehshows. Mit solchem Schwachsinn kann man sich nur noch in satirischer Form auseinandersetzen, was nicht unbedingt sehr lustig sein muss, indem man es auf die Spitze treibt.

onlinedienst – 16. Jun, 06:15
Richtlinien fuer Kommentare
Aus gegebenem Anlass sei noch einmal die Richtlinien fuer die Kommentare, wie sie im Impressum des Blogs dargestellt sind, verwiesen:

Richtlinien für Leser-Kommentare
Veröffentlichte Meinungsbeiträge müssen zu einer sachbezogenen Debatte des im jeweiligen Beitrag dargestellten Themas beitragen. Von der Diskussion ausgeschlossen sind Texte mit rechtswidrigen Inhalten, namentlich beleidigende, verleumderische, ruf- und geschäftsschädigende, pornografische, rassistische, aber auch rechts- wie linksradikale Äusserungen sowie Aufforderungen zu Gewalt oder sonstigen Straftaten.

Da zwei Kommentare diesen Richtlinien klar widersprachen, wurden sie nicht veroeffentlicht.

Dr. v. P.

ArmesDeutschland (Gast) – 16. Jun, 16:07
Ihr armen Irren
Der „inntere Reichsparteitag“ hat, wie hier diese neurotischen Blogger hier vielleicht falsch vermuten, einen ganz anderen Hintergrund der eher das Gegenteil aussagt, jedoch ein wenig aus der mode gekommen ist. Schön blöd wenn man das nicht weiß:
http://princo.wordpress.com/2010/06/-reichsparteitag-skandal-der-ahnungslosen/
aber erstmal drauf los trollen hab ich recht? Armes Deutschland.

Doch da agieren ahnungslose verquerte wie von der tarantel gestochen, wenn einmal völlig zusammenhangslos ein NS-belasteter Begriff fällt… Als hätten diese Leute nichts besseres zu tun als gegen seriöse Moderatoren zu trollen und ihnen rechtslasige Tendenzen zu unterstellen.

So entstehen solche paranoiden Verwechslungen und Medientribunale wie schon 2007 bei Johannes B Kerner mit Eva Herman geschehen welche ebenfalls fälschlicherweise NS-Ideologie unterstellt wurde.
Die im übrigen nun Recht bekommen hat gegen jeden rechtliche Schritte einzuleiten wer sie mit NS-Ideologien in Verbindung bringt.

Wenn es nach solchen Gutdünken von Gehirnamputierten Neurotikern wie hier vertreten ginge, darf man jetzt auch nicht mehr:

– „Autobahn“
– „Gleischaltung“
– „Kindergeld“
– „Proparganda“
– „Heil“
– uvam. sagen

denn das sind ja alles NS-belastete Begriffe, hab ich recht?

Kinder geht woanderst spielen, das Thema ist was für gebildete Erwachsene.

onlinedienst – 16. Jun, 19:05
Sancta Simplicitas
Ihrem Beitrag fehlt vor allem eines: Logik

Autobahn ist ein neutraler Begriff
Heil ist ein neutraler Begriff
Sieg ist ein neutraler Begriff
„Sieg-Heil“ ist es nicht.

Reichsparteitag ist es ebensowenig. Denn unter Reichsparteitag wird nicht ein Parteitag der SPD, oder der DVP oder des Zentrums verstanden, sondern einzig und allein ein Reichsparteitag der NSDAP.

Im Klartext: Frau Mueller Hohenstein sagte nichts anderes als „Das war ein innerer NSDAP-Reichsparteitag“

So simpel ist das alles, was Sie versuchen kompliziert darzustellen.garniert noch mit recht duemmlichen Bemerkungen.

Anders: Wenn sie gesagt haette „innerer Bundesparteitag“ haette man sich sofort die Frage gestellt : „Von welcher Partei?“

Ich habe die alten Nazisaecke nach dem Krieg noch kennengelernt und weiss, wie haeufig sie dieses Wort gebrauchten. Und Frau Mueller Hohenstein, die Literaturwissenschaft studiert hat, weiss dies sicher auch.

Die Aeusserung von Frau Mueller-Hohenstein ist eine schwere Entgleisung gerade auch in Suedafrika, und es waere angemessen gewesen, neben der Entschuldigung des ZDF sie als Reporterin fuer die WM abzuloesen.

Dr. v. Paleske

Krieg

Weitere Verurteilung und Seemannsgarn im Fall „Kaperung der Arctic Sea“

Dr. Alexander von Paleske Vorgestern teilte ein Moskauer Stadtgericht der Nachrichtenagentur Interfax mit, Dimitrij Savins, einer der Piraten, die vor 10 Monaten das unter finnischer Flagge fahrende Schiff Arctic Sea entführt hatten, sei wegen Freiheitsberaubung und Erpressung zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe habe unter dem Mindestmass gelegen, weil Savins geständig gewesen sei, und mit den Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet habe.

Es ist die zweite Verurteilung, und wiederum war offenbar die Presse bei dem Prozess nicht präsent.

Als Hintermann der Entführung gab Savins den estnischen Geschäftsmann Erik-Neiliss Kross an, der zugleich ein bekannter Historiker sei. Dem sei das Geld ausgegangen, und der wollte deshalb mit Hilfe eines Lösegeldes, sich selbst und seine Firma sanieren.

Für eine Handvoll Dollar
Der Kapercrew seien zunächst 10.000 später 20.000 Euro geboten worden.

Involviert gewesen seien daneben auch zwei weitere Geschäftsmänner: Ein in Deutschland ansässiger Russe und ein in Estland lebender Israeli.

Dimitriv Savins war war offenbar der Anführer der Kapercrew. Unter dem Tarnnamen „Alpha“ telefonierte er nach der Kaperung der Arctic Sea mehrfach mit der Reederei Solchart in Finnland , und teilte denen mit, das Schiff sei von einer Gruppe von 25 Soldaten übernommen worden, und hinter ihnen stehe eine freme Macht.

Ein Lügner namens Dimitrij

Dimitrij Savins, ein Russe ausLettland, war vor der Kaperung der Arctic Sea als Chef bei einer grossen estnischen Firma beschäftigt die Oel und Chemikalien verschiffte.

Diese Transportfirma wurde wegen finanziellen „Unregelmässigkeiten“ jedoch geschlossen, Unregelmässigkeiten, in die offenbar Dimitrij Savins involviert war. Auf eine Strafverfolgung gegen Dimitriv verzichtete die Mutterfirma jedoch, weil das nur Zeit gekostet und Aerger verursacht hätte.

Nun heuerte Dimitrij, mittlerweile in Geldnöten, bei dem Auftraggeber für die Kaperung an, ebenso wie sein Halbbruder Vitaly Lepin.

Handelt es sich hier bei dem „Geständnis“ des Dimitrij, der früher behauptet hatte, von einem Vladimir Yarovoi und dessen Umweltschutzorganisation angeheuert worden zu sein – ein nichtexistenter Mann und eine nichtexistente Organisation – erneut um eine Baron-Münchhausen-Geschichte oder um die Wahrheit?

Münchhausen und Wahrheit

Beides. Irgendwann, keineswegs unmittelbar nach der Kaperung, wurde von Dimitrij Savin auch per Telefon die Forderung nach 1,5 Millionen Euro Lösegeld erhoben.
Eine wirklich präzise Forderung, Modalitäten der Geldübergabe etc., wie sonst bei Entführungen üblich, gab es nicht. So hielt Savin auch mal 60.000 Euro für jeden der Entführer für „angemessen“. Eine Finte also.

Die Nato wusste über den jeweiligen Standort immer bestens Bescheid, zumal das Standort-Ersatzsignal auf dem Schiff von der Reederei Solchart aktiviert worden war.

Die NATO-Staaten griffen jedoch nicht ein.

Wir hatten aufgrund einer relativ lückenlosen Indizienkette gefolgert, dass der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hinter der Kaperung stand. Dies wurde Monate später von dem Sicherheitsspezialisten Rühle in einem Artikel in der Welt bestätigt.

Selbstverständlich arbeitet eine Organisation wie der Mossad, wenn er solche Kriminellen anheuert, über Tarnfirmen, um Spuren zu verwischen.

Israel hat keinerlei Interesse, dass, insbesondere nach der blutigen Kaperung der Hilfsschiffe für Gaza, nun auch die Kaperung der Arctic Sea durch den Mossad offiziell bestätigt wird. Und Russland muss fürchten, dass die abredewidrige Verschiffung von Abwehrraketen an den Iran durch russische Mafiosi und korrupte Militärs die Regierung in Moskau als „not in control“ blosstellt.

So werden weiter Nebelkerzen von beiden geworfen, und die Münchhausen-Erzählungen der Kaperer von einer Reihe von Presseorganen in Deutschland kritiklos aufgegriffen.

Links zur Arctic Sea-Story

Kaperung der Arctic Sea – Verurteilung eines Piraten, Verdummung der Oeffentlichkeit
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Kaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

Zum Mossad-Mord in Dubai
Noch ein Mossad-Mord?