SATIRE

Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail gelangte über einen Hacker zu mir

27.4. 2010
Josef „Feldherr“ Ackermann
Vorstand Deutsche Bank
Frankfurt (M)-Ortsteil Krankfurt
Am Teufelsrad 1

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Regierungsviertel 1
Berlin

Liebe Angela,

Vielen Dank für Deinen Anruf heute morgen und Deine Glückwünsche zu unserem Quartalsergebnis, das wirklich hervorragend ist.
2.8 Milliarden Euro Vor-Steuer-Gewinn, besser war es nur im ersten Quartal 2007, also vor der Finanzkrise.
Und der Ueberschuss lag bei satten 1,8 Milliarden Euro. Wobei natürlich die Masse aus unserem Casino-, äh, ich meine natürlich aus der Investmentbanking-Abteilung kommt. Da ist die Roulettekugel -, äh, ich meine die Future-, Derivate-, Terminhandel – Spekulationskugel so richtig gerollt.

Sektkorken knallten
Bei uns knallten heute die Sektkorken, wie Du Dir vorstellen kannst, und alle Investmentbanker freuen sich schon auf die Bonuszahlungen, die in diesem Jahr wieder richtig üppig ausfallen werden.

Ganz besonders freut mich natürlich, dass unser Institut die Griechenlandkrise völlig kalt lässt, da wir in der Vergangenheit gar nicht daran dachten, diese Schrottpapiere, äh, ich meine die griechischen Staatsanleihen, in unsere Tresore zu packen, und was wir in den Tresoren hatten, haben wir längst rausgeworfen.
Stattdessen wetteten wir auf die Staatstpleite.

Unsere Wettscheine, die Credit Default Swaps (CDS), steigen und steigen und steigen im Kurs, sehr erfreulich.

Leider ist Deine Lage wenig beneidenswert, weil die Oeffentlichkeit gar nicht einsieht, dass Ihr dieser Schafskäserepublik nun unter die Arme greifen müsst.
Zum Glück ahnt die Bevölkerung in Deutschland überhaupt nicht, welche Milliardenbeträge für Griechenland in den nächsten vier Jahren noch zu zahlen sind, und dass es sich in Wirklichkeit um Geldgeschenke, und nicht Kredite handelt, weil an eine Rückzahlung, selbst in weiter Ferne, gar nicht zu denken ist.

Nicht nur für Griechenland, sondern alsbald auch für Portugal , Spanien und das Mafialand Italien.

Warm anziehen
Da müsst Ihr Euch noch ordentlich warm anziehen.
Leider sehen die meisten Leute gar nicht ein, dass Euch gar nichts anderes übrig bleibt.
Denn wenn Ihr nicht zahlt, dann bleiben Banken, wie die Pleitebank Hypo Real Estate (HRE), auf ihren reichlichen Griechenland-Anleihen sitzen, und dann müsst ihr, statt an Griechenland, weiter an diese Bank zahlen. Bleibt sich gleich, von der Zahlung kommt ihr nicht los. Babylonische Finanzierungsgefangenschaft wäre eine passende Bezeichnung

Hinzu kommt noch, dass bei einer Zahlungsunfähigkeit Griechenlands wir unsere Wettscheine, die CDS’s, einlösen werden, die vom Volumen her das Vielfache der Schulden betragen. Und da müssen dann wieder deutsche und ausländische
Dumme-August-Banken zahlen, die wegen dieser Zahlungen in Lehman-artige Schwierigkeiten kommen könnten.

Ein neuer Fall „Lehmann-Pleite“ würde sich abzeichnen, der aber aus Ketten-Reaktionsgründen nicht eintreten darf.

Nach der Wahl in NRW werdet Ihr, um das Griechenland- und andere Südeuropa–Abenteuer finanzieren zu können, die Mehrwertsteuer auf 25% erhöhen, und, wenn das nicht reicht, die Gelddruckmaschinen in Gang setzen müssen.

Ich habe hier auf meinem Schreibtisch ein paar preiswerte Angebote für derartige Druckmaschinen liegen, die ich Dir gerne zusenden kann.

Notfalls müssen wir bei uns in Deutschland einen Lastenausgleich für die notleidenden Länder einführen, also Zwangsabgaben für alle Grundstücksbesitzer, wie nach dem 2. Weltkrieg.

Lass uns gleichwohl mit frohem Mut in die Zukunft blicken.

Es grüsst Dich ganz herzlich

Dein Freund und Finanzlehrer
Josef

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KOMMENTARE

Marsue (Gast) – 15. Okt, 11:29

It’s really great that people are shirang this information.

SATIRE

Brief an Astrophysiker Professor Hawking

26.4. 2010

Professor für Astrophysik
Stephen Hawking
Cambridge
U.K.

Sehr geehrter Herr Professor Hawking,

mit grossem Interesse habe ich Ihre Warnungen vor Aliens zur Kenntnis genommen. Glühende, tintenfischartige, aber uns eindeutig überlegene und feindlich gesonnene Wesen sollen das sein.

Herden von Pflanzenfressern und strahlend gelbe Räuber, die offenbar ohne Nahrungszufuhr jahrzehntelang im All unterwegs sein können.

Richtig gruselig finde ich diese offenbar sehr realistische Darstellung und ich bin Ihnen dankbar, dass Sie es immer wieder schaffen, die Astrophysik in solch lebendiger Weise darzustellen.

Alien-Kundschafter unter uns?
Da stellt sich aber doch gleichzeitig die Frage: Hat es solche Landungen von Aliens nicht schon früher gegeben, kleine Gruppen, die als Kundschafter bzw. Wegbereiter unterwegs waren, und die Erde auf eine derartige Apokalypse vorbereiten, sie sozusagen sturmreif machen für den dann endgültigen Angriff? Die sich als Menschen tarnen? Die in die Politik gehen?

Um herauszufinden, wo diese Kundschafter stecken, wäre es sehr hilfreich, zunächst einmal die DNA, also die Erbsubstanz dieser Aliens in Erfahrung zu bringen.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass, nachdem Sie ja eine Vorstellung von dem Aussehen dieser Aliens aufgrund mathematischer Berechnungen haben, es doch sicher keine grössere Schwierigkeit sein dürfte, auch die DNA mathematisch und ohne die normalerweise notwendige Extraktion darzustellen.

Diese Kenntnis würde uns dann in die Lage versetzen, diese vemuteten Kundschafter aufzuspüren.

Natürlich wäre eine Massenuntersuchung viel zu aufwändig, also durch Speichelentnahme von jedem Erdenbewohner. Deshalb müsste zunächst ein Screening durchgeführt werden.

Politiker hochverdächtig
Am verdächtigsten sind dabei Politiker, die in auffälliger Weise versucht haben, apokalyptische Zustände herbeizuführen.
Hierzu fallen mir spontan der ehemalige US Präsident G.W. Bush aber auch der ehemalige britische Premier und Cheflügner Tony Blair ein. Ich denke wir sollten mit den beiden beginnen.

Ihrer geschätzen Rückantwort sehe ich entgegen.

Zur Abwehr eines derartigen Alien-Angriffs habe ich als Selbstschutzmassnahme mir gleich ein gebrauchtes AK47 Schnellfeuergewehr von einem Kriegsveteranen hier besorgt. Das Magazin ist voll, in mein Haus werden die nicht kommen.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Alexander von Paleske

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SATIRE

FDP-Pinkwart: Griechenland muss über Bord gehen

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox

NRW- FDP- Parteizentrale
Möllemannstrasse 1
Düsseldorf

An alle FDP-Parteimitglieder

Sofortige Aenderung der Wahlkampfstrategie für die Landtagswahl am 9.5. 2010

Neues Wahlkampfthema: Griechenland muss über Bord gehen – Keine Kredite für Griechenland – Griechenland raus aus dem Euro

Liebe Parteifreunde,

Gerade rechtzeitig zur Landtagswahl haben wir den Themenbereich gefunden, der uns mit der Masse der Bevölkerung zusammenschmieden, zusammenschweissen, und unsere Wahlchancen erheblich verbessern wird.

Wie sich jetzt herausstellt, benötigt Griechenland sofort 40 Milliarden Euro, in den nächsten vier Jahren insgesamt 230 Milliarden Euro,
von denen unser Deutschland 28% , also rund 60 Milliarden Euro bezahlen soll.

Für die FDP total inakzeptabel
Das kommt für uns als FDP überhaupt nicht in Frage. Mehr als 90% der deutschen Bevölkerung lehnt jegliche Zahlungen an Griechenland ab, wie sich gerade in einer Umfrage der WELT zeigt.

Diese generelle Ablehnung werden wir auf unsere Parteimühle lenken.

Da der Angela Merkel die Hände gebunden sind, kann die glücklicherweise nicht so richtig in die Offensive gehen und „schwabbelt“ nur über Bedingungen, die an die Kredite geknüpft werden sollen.

Mit solchem „Gefasel“ werden wir uns gar nicht erst abgeben. Wir gehen in die Vollen und fordern:

–Griechenland muss sofort aus dem Euro-Verband herausgeworfen werden

— Keine Kredite an Griechenland

Zwar hat heute auch CSU- Landesgruppenchef Friedrich Griechenland aufgefordert, sein Verbleiben im Euro-Verbund zu prüfen. Aber mit solchen windelweichen Forderungen halten wir uns gar nicht erst auf.

Die SPD kann ohnehin keine Front gegen Griechenland eröffnen, weil deren Parteifreunde von der PASOK dort am Ruder sind.

Parallel haben wir nun endlich die passenden Argumente in der Hand, eine Steuerreform und Steuersenkungen für unsere Klientel zu verlangen.

Wenn angeblich kein Geld für die Steuerreform da ist, wieso ist dann Geld für die Schafskäse-Republik da? Da haben unsere Steuerzahler ja wohl erst einmal Vorang. Wir werden dem Schäuble jetzt richtig Feuer unterm Hintern machen.
Ich bin nun absolut zuversichtlich für einen massiven Stimmenzuwachs für unsere FDP.

Kein Problem mit politischen Implikationen
Falls wir auf die politischen Implikationen einer Kreditverweigerung angesprochen werden, dann sollten wir klarmachen, dass auch ein Militärputsch in Griechenland uns nicht beeindrucken könnte.

Zum einen haben die Griechen ja gelernt, unter Leuten vom Schlage eines Papadopoulos oder Pattakos zu leben, zum anderen könnte so ein Putsch auch militärische Ordnung in das Finanzwesen bringen, das wäre eigentlich gar nicht schlecht.

Euro nur für Sonnentage
Im übrigen ist der Euro nur eine Währung für Sonnen- nicht aber Regentage, bildlich gesprochen. Sollte sich eine Klimaveränderung abzeichnen, die mehr Regengüsse in Europa zur Folge hat, ich denke da an Spanien, Portugal und das Mafialand Italien, dann werden wir uns für die Wiedereinführung der Deutschen Mark stark machen. Entsprechende Pläne haben wir bereits in den Schubladen.

Glückauf mit der FDP

Andreas Pinkwart
NRW-Landes-FDP-Chef

Weiteres aus der Abteilung Satire zum Thema
Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments
Gute Nachrichten aus der Bankenwelt

Nicht-Satire zum Thema
Credit Default Swaps – Banken verschärfen die Krise in Griechenland
Obamas Finanzmarkt-Reformpläne – Aus für die Derivate?

Mehr Satire
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
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Horst Seehofer antwortet Josef Ackermann
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Grossphilosoph Peter Sloterdijk antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Grossphilosoph Sloterdijk
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann
Er ist wieder da – Hannibal aus Tripolis meldet sich zurück
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Clearstream–Prozess in Frankreich oder: Die Schlammschlacht geht weiter
Frankreich: Jahrhundertprozess und Liebesnovelle
Schluss mit den Angriffen auf Ulla Schmidt
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Wirtschaftskrise

Obamas Finanzmarkt-Reformpläne – Aus für die Derivate?

Dr. Alexander von Paleske —- 22.4. 2010 — Mit einer Rede in New York hat US-Präsident Obama nach der Gesundheitsreform sein nächstes Projekt angepackt: Die Finanzmarktreform.
Er dürfte er es bei dieser Reform im Kongress und Senat einfacher haben, als mit der Gesundheitsreform, einen Konsens zu erzielen.

Hass auf Banker
Der Hass auf die Banken und Banker ist mittlerweile in den USA weit verbreitet. Immer noch verlieren viele Familien ihre Häuser an die Banken, häufiger, wie nie zuvor. Und offenbar gehen die Banken immer brutaler vor, dies berichtet die FTD.
Im November stehen Teilwahlen in den USA an. Mit einer offenen Unterstützung der Banken lassen sich zur Zeit kaum Stimmen gewinnen. Der Skandal um Goldman Sachs und seine CDO’s tut ein übriges.

Obamas Plan ist es, die Riskogeschäfte mit Derivaten vom normalen Bankgeschäft abzukoppeln, wir berichteten darüber.

Die Banken sollen künftig ihre Investmentabteilungen – besser als Casinos zu bezeichnen – in rechtlich selbständigen Investmenthäusern unterbringen, und diese Investmenthäuser sollen eine ganze Reihe von Privilegien nicht geniessen, die normale Banken haben, wie z.B. Versicherung im Einlagefond und Zugang zu Krediten der Notenbank Fed.

Mit anderen Worten: Das Geld der Sparer und Kredite des Staates dürfen nicht mehr zum Zocken verwendet werden. Wer zockt muss das auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko tun. Das Risiko des Verlustes oder der Insolvenz kann nicht mehr auf die Sparer oder den Staat abgewälzt werden..

Auch Versicherungen wie die AIG würden dann unmittelbar von der Zockerei abgeschnitten. In diese Versicherung hatte die US-Regierung nach der Finanzkrise 2008 Milliardenbeträge gepumpt, um den Totalkollaps zu verhindern und damit die AIG in die Lage zu versetzen, ihren Verpflichtungen aus den Derivaten nachzukommen. Auch z.B gegenüber der Deutschen Bank, die so das Glück hatte, vor Verlusten dank US-Staatsgeld bewahrt zu werden.

Verständlich, dass die Banken gegen Obamas Reformpläne Sturm laufen. Ihre exorbitanten Profite, die weit über dem normalen Wirtschaftswachstum lagen, oftmals das 10-fache, rührten überwiegend aus der Zockerei mit diesen Derivaten, insbesondere den Credit Default Swaps (CDS), her, die jetzt auch die Kosten der Kredite für Griechenland in die Höhe treiben, wir berichteten darüber.

Unregulierter Spekulationsmarkt gigantischen Ausmasses

Der Derivate Markt hat mittlerweile ein Volumen von 600.000 Milliarden Dollar erreicht, von dem die CDS immerhin 8% stellen, also rund 50.000 Milliarden Dollar,

Die Konsequenzen sind allenthalben ablesbar.
Der Kreditmarkt wurde aufgeblasen, selbst die unsolidesten Schuldner bekamen Kredite (man war ja dank CDS’s versichert).

Diesen „Tanz um das goldene Derivate-Kalb“ gibt es aber erst seit Anfang der 90er Jahre.
Gleichwohl sind die Folgen sehr beeindruckend: Während im Jahre 2002 erst 8% aller Kredite an nicht kreditwürdige Kunden gingen, waren es im Jahre 2007 bereits 40%, wie die Ratingagentur Fitch herausfand,.

Spät, aber nicht zu spät?
Obama will nun eingreifen, ohnehin reichlich spät, bedenkt man, dass die Weltfinanzkrise, vor der George Soros im Jahre 2008 korrekt gewarnt hatte, immerhin schon 20 Monate zurückliegt.

Es ist keine Ueberraschung, dass Soros sich jetzt erneut zu Wort meldet:.

Kreditderivate gäben Spekulanten Mittel in die Hand, Länder und Unternehmen zu attackieren.

Soros fordert, neben der Abtrennung des Investmentbankings, auch die Abwicklung des Derivatehandels über Clearinghäuser, die auch das Ausfallrisiko tragen müssten. Mit dieser Konstruktion würden die Spekulationsgewinne der Banken automatisch wegbrechen, weil diese Clearinghäuser selbst nun eine Ausfallversicherung verlangen würden bzw. abschliessen müssten.

Aber auf kurze Sicht werden selbst diese radikalen Pläne nicht weiterhelfen, weil sich bereits exorbitante Mengen von Swaps im Umlauf befinden.

Wie schwierig es ist, aus den Swaps wieder auszusteigen, zeigte sich bei dem Versicherer GenRe, den der Finanzinvestor Warren Buffett aufgekauft hatte, und der mit Credit Default Swaps gut eingedeckt war.

Buffett, der die Swaps bereits im Jahre 2002 öffentlich als finanzielle Massenvernichtungswaffen bezeichnet hatte, ordnete die Aufllösung der Swap-Verträge bereits im Jahre 2001 an. Aber dies bedeutete, dass jeder einzelne Vertrag aufgelöst werden musste. Fünf Jahre später waren von 20.000 Kontrakten immer noch 3000 übrig.

Kommentar Buffett:

Mit den Derivaten ist es wie mit der Hölle, man kommt leicht hinein, aber schwer wieder heraus.

Das Beispiel Griechenland
Wie sehr die Credit Default Swaps die Krise auf die Spitze treiben, das zeigt sich am Beispiel Griechenlands.

Griechenland braucht dringend Kredite, um sich über Wasser zu halten. Da die „Versicherungen“ für diese Kredite, nämlich die Credit Default Swaps, immer teurer werden, steigen automatisch auch die geforderten Kreditzinsen.

Nun muss Griechenland den IWF anpumpen und die von der EU zugesicherten Kreditgarantien in Anspruch nehmen.
Der IMF wird versuchen, Griechenland die Daumenscharuben anzulegen (Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst, Steuererhöhungen, Kürzung der Renten etc.), was die Proteste gegen die Regierung nur verschärfen wird.

Ungarn wehrt sich
Aber mittlerweile beginnen auch Staaten sich gegen diese Art der Spekulation zu wehren. So verhängte die ungarische Staatsbank PZAF eine Strafe von 340.000 Euro gegen die Deutsche Bank, weil die offenbar im Oktober 2008 gezielt gegen den ungarischen Forint spekuliert hatte und damit angeblich mitursächlich für den rasanten Fall des Forint gewesen sei, der Ungarn an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht hatte.

Zwar ist der Betrag in der Terminologie der Deutschen Bank bestenfalls „Peanuts“ aber gleichzeitig eine staatliche Ohrfeige.

Immerhin ein Anfang.

Zentraler Artikel zu CDS
linkDefault Swaps oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher

Weitere Artikel
Credit Default Swaps – Banken verschärfen die Krise in Griechenland
Kämpft, kämpft, kämpft — Gegen Obamas Bankenpläne

……Und aus der Satireabteilung
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Krieg

Afghanistan – wann kommt der Waffenstillstand?

Dr. Alexander von Paleske 22.4. 2010– Der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal ist auf Besuch in Deutschland. Seine Botschaft: Weiterkämpfen in Afghanistan. Und: es wird schwieriger werden. Mit anderen Worten: Mehr Bundeswehrsoldaten werden sterben oder verletzt werden. Weiter Krieg, noch mehr Krieg, noch mehr Soldaten und noch mehr Waffen.

Den Deutschen soll die Kriegsmüdigkeit mit Hilfe einer Propagandaoffensive des US-Geheimdienstes CIA ausgetrieben werden, wie Ralph Sina von der Tagesschau aus Washington am 19.4. berichtete. Julian Assange von WikiLeaks, Journalist und ehemaliger Computer-Hacker, hatte diesen Geheimplan entdeckt und bekannt gemacht. Ein Dementi der CIA gibt es offenbar nicht.
Zielgruppe sollen gerade auch die deutschen Frauen sein, denen der Krieg auch als Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen in Afghanistan verkauft werden soll.

Wie der Krieg in Afghanistan selbst dürfte auch diese unglaubliche Propagandaoffensive zum Scheitern verurteilt sein.

Bilanz eines Krieges
Der Krieg in Afghanistan hat in den vergangenen neun Jahren unzählige Menschenleben gefordert, vorwiegend unter der Zivilbevölkerung aber auch unter der ISAF Truppe.

Ausserdem hat der Krieg bis Ende 2009 insgesamt rund 230 Milliarden US Dollar verschlungen. Ein Betrag, der ausgereicht hätte, um in mehreren Ländern, nicht nur in Afghanistan, die Armut und Unterernährung komplett auszurotten und auch noch eine Infrastruktur aufzubauen.
.
In diesem Jahr allein soll das Afghanistan- Abenteuer alles in allem 70 Milliarden US Dollar kosten. Macht dann zusammen 300 Milliarden US Dollar.

An der Lage der Bevölkerung in Afghanistan hat sich gleichwohl nichts substantiell geändert. Im Gegenteil. Nach wie vor herrschen Armut, Unterernährung und ein sich ausweitender Krieg mit all seinen Folgen. Und dies in einem Land, das sich seit 1979 mit Unterbrechungen im Kriegszustand befindet.

Das Geld floss vornehmlich in den Militäreinsatz und in einige Infrastrukturprojekte.

Die Taliban können – keineswegs verwunderlich – immer grösseren Zulauf verzeichnen.

Der Krieg in Afghanistan ist nicht nur nicht mehr zu gewinnen, die militärische Lage hat sich für die ISAF-Truppe vielmehr Zug um Zug verschlechtert, dies hat gerade auch die Bundeswehr in Kundus zu spüren bekommen, wie die Zahl der gefallenen und verletzten Soldaten nur allzu deutlich belegt.

Täglich werden Granaten auf das Bundeswehr-Lager in Kundus abgefeuert. Die Moral unter den deutschen Soldaten befindet sich im Sinkflug, zumal sie auch noch unzureichend ausgerüstet sind.

Ablehnung des Krieges
In Deutschland stösst die deutsche Beteiligung am Krieg mittlerweile bei 70 % der Befragten auf Ablehnung.
Auch in der deutschen Presse zeichnet sich jetzt ein Meinungsumschwung ab, ganz ähnlich wie seinerzeit im Vietnamkrieg.

So heisst es In der WELT vom 17.4. 2010 unter der Ueberschrift „Schwächt noch mal die Taliban und zieht dann ab“

„Deutschlands Sicherheit wurde bislang nicht in Afghanistan verteidigt. Man kämpfte für den Bestand des westlichen Bündnisses für den sich in der Tat ein Krieg als äussertes Mittel lohnt….Versucht die Taliban in einer Grossoffensive noch einmal entscheidend zu schwächen, um dann erhobenen Hauptes das Land zu verlassen.

Man könnte noch hinzufügen: Dann nach uns die Sintflut.

In der Wochenzeitung DIE ZEIT findet sich ein Dossier mit dem Titel „Die Stadt und die Mörder“ das am Beispiel einer Kleinstadt einen guten Einblick vermittelt, was es in Wirklichkeit mit dem Aufbau von Verwaltung und Justiz auf sich hat, wie die Korruption blüht, weshalb die Bevölkerung mit den Taliban zusammenarbeitet, und die ISAF Truppe keine Aussicht hat, diesen Krieg für sich zu entscheiden.

Exit-Strategie erforderlich
Eine wirkliche Exit-Strategie aber, die den Namen verdient, das zeigt insbesondere der Kommentar in der WELT, ist nicht in Sicht.
Dabei wäre diese jetzt nötiger denn je. Denn die Fortsetzung des Krieges wird das unvermeidliche Ende, nämlich den Abzug und die Machtübernahme durch die Taliban, nur hinausschieben, aber ein Hinausschieben nur um den Preis weiterer Menschenopfer.

Deshalb stünde, um weitere sinnlose Opfer unter der Zivilbevölkerung und den Soldaten zu vermeiden, in erster Linie ein unverzüglicher Waffenstillstand als erster Schritt an.
Dieser Waffenstillstand müsste konsequenterweise auch die Drohnenangriffe beenden.
Anschliessend könnten die Modalitäten für einen Truppenabzug ausgehandelt werden. Denkbar wäre dann auch die Stationierung einer Friedenstruppe aus islamischen Ländern.

Nachtrag vom 22.4. 2010, 15.00h
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute im Bundestag eine Regierungserklärung zu Afghanistan abgegeben. Zu allen wesentlichen Fragen ist sie die Antwort jedoch schuldig geblieben.

Zu Afghanistan
Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat
Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT</a

SATIRE

Gute Nachrichten aus der Bankenwelt.

Dr. Alexander von Paleske — Heute gab es gleich einen Sack voll guter Meldungen aus der Bankenwelt.

Sehr erfreuliche Nachrichten kamen von Goldman Sachs,dem noblen New Yorker Investmenthaus, welches angeblich so clever seinen Kunden, darunter auch der deutschen Industriekreditbank (IKB), CDO-Schrottpapiere andrehen konnte, wir berichteten darüber.

Goldman Sachs zeigt seine Stärke
Heute kamen dieZahlen für das gerade abgelaufene Quartal heraus, und die sehen wirklich super aus.
Goldman Sachs zeigt seine Stärke jubelt die Presse

Schlappe 3,5 Milliarden US Dollar Gewinn in nur drei Monaten. Herrliche Zeiten sind das, und das Resultat harter Arbeit einer hochqualifizierten Bankergemeinschaft, die immer wieder herausfindet, was andere noch nicht entdeckt haben, und es flugs zu Geld macht. Glückwunsch.

Insbesondere helfen dabei offenbar prophetische Gaben, welche die Goldmänner und -frauen offenbar reichlichst besitzen, sich das aber nicht anmerken lassen.

Da kann man doch gleich zweimal abschöpfen. Z.B. den Verkauf von Schrott zu hohem Preis und dann auch noch eine Wette, dass der Schrott einesTages Schrottpreis hat , eine schöne Wette, fast eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Aber das sind natürlich alles bösartige Unterstellungen.
Das Geschrei der deutschen Bundesregierung
ist nur schwer verständlich, schliesslich kann man doch die Goldleute nicht dafür bestrafen, dass Schlafmützen, wie die in der Industriekreditbank (IKB), unbedingt den dummen August spielen wollten.

Diese August-Dummheit hatte ja auch der Deutschen Bank den Verkauf von Schrottpapieren an die IKB ermöglicht, und darüber regen sich diese Politiker nicht auf.

Goldgrube Griechenland
Als besonders ergiebig hat sich offenbar für die Goldmänner/frauen das Engagement in Griechenland entpuppt
Da sollen diese hervorragenden Banker seinerzeit geholfen haben, die griechischen Staats-Bilanzen etwas zu glätten und damit zu verschönern um so den Eintritt in den Euro-Raum zu erleichtern.

Ich persönlich stufe so etwas als barmherzigen Samariterdienst ein. Dafür verdiente Goldman Sachs doch Anerkennung, nicht aber harsche Kritik der Bundesregierung wie diese:.

Auch in der Griechenland-Tragödie spielte das Investmenthaus eine umstrittene Rolle. Goldman Sachs hatte den Griechenangeblich beim Manipulieren der Statistiken geholfen. Ein weiterer Merkel-Vertrauter: „Das Maß ist eigentlich voll. Eine Bank, die sich so verhält, darf nicht mit öffentlichen Aufträgen belohnt werden.“

Dass die Goldman-Banker dabei auch mal einen tiefen Blick in die griechischen Staatshaushaltsbücher genommen haben, versteht sich doch von selbst.

Auch dass diese tüchtigen Banker dann, angesichts der desolaten Lage der Griechen, auf deren Untergang Wettscheine, auch Credit Default Swaps (CDS) genannt,in grossen Mengen gekauft haben, kann man ihnen nun wirklich nicht verdenken.

Und der Kurs dieser Wettscheine auf die griechische Tragödie steigt und steigt und steigt.
Sehr erfreulich.

Zwar verteuern sich damit die Kredite für die Griechen, aber das ist letztlich ein Euro-Problem und kann Goldman Sachs deshalb kalt lassen.

Was fehlt ist jetzt noch die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands, aber die wird bestimmt bald kommen.

Nein, ich bewundere diese Goldman-Leute, die wie einst Midas, alles zu Gold(man) machen, was sie als Kauforder in ihren Computer tippen, und dafür anständig bezahlt werden.

Die Empörung der Bundesregierung sehe ich deshalb als pure Heuchelei und Neid an. Die hätten das über ihre Staatsbanken wie die KfW das doch genau so machen können.

Mit grosser Spannung warten wir jetzt auf die Ergebnisse der Deutschen Bank.

Weiteres aus der Abteilung Satire

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afrika

30 Jahre Simbabwe, 30 Jahre Robert Mugabe

Dr. Alexander von Paleske — 19.4. 2010 — Gestern feierte Simbabwe (Zimbabwe) seinen 30. Geburtstag. Am 18 April 1980 um Mitternacht wurde der Union Jack eingeholt und die Fahne des neuen Staates Zimbabwe gehisst.

Der Jubel der schwarzen Bevölkerung war grenzenlos. Mugabe, der Führer der Befreiungsbewegung ZANU wurde Ministerpräsident, Canaan Banana Staatspräsident.

Nicht nur die Begeisterung war enorm,sondern auch die Hoffnungen, welche mit der Unabhängigkeit verbunden waren.

Robert Mugabe, von den weissen Rassisten und Siedlern als Terrorist portraitiert, entpuppte sich als Staatsmann. In einer Ansprache rief er zur nationalen Versöhnung auf.

Viele Weisse, die schon auf gepackten Koffern sassen, um nach Südafrika , Australien oder Grossbritannien zu emigrieren, blieben.

Vielversprechender Start
Der Start war vielversprechend, alle Sanktionen wurden aufgehoben, das Land erlebte einen Boom.

Die Startbedingungen hätten nicht besser sein können: Simbabwe war die zweitstärkste Wirtschaftsmacht Afrikas, nach der Republik Südafrika, mit einer starken exportierenden Landwirtschaft, Mineralien galore, und einem florierenden verarbeitenden Sektor.

Davon ist heute wenig übrig geblieben.

30 Jahre danach

Die verarbeitende Industrie ist auf 1/3 geschrumpft, das Land kann sich, dank einer miserablen Landreform, die einzig politischen Zwecken, aber nicht einer gerechten Landverteilung diente, nicht mehr selbst ernähren. Die Arbeitslosenrate liegt mittlerweile bei etwa 90%.

1/3 der Bevölkerung hat das Land verlassen, um anderswo Arbeit zu finden, in Australien, Südafrika, Botswana und Grossbritannien.

Kurz bevor der völlige Kollaps eintrat wurde im Februar 2009 eine Regierung der nationalen Einheit gebildet, nach Parlamentswahlen und einer Präsidentschaftswahl im Jahre 2008, in der unbeschreiblicher Terror herrschte, vorwiegend in der Präsidentschaftsstichwahl und vorwiegend von Seiten Mugabes und seiner Gefolgsleute, und vorwiegend auf dem Lande.

Denen ging es um zweierlei: Ihre Machtposition zu halten und die zusammengerafften Reichtümer nicht zu verlieren. Das Wohl der Masse der Bevölkerung ist ihnen herzlich gleichgültig.

Dabei hatte Mugabe in den Anfangsjahren nach der Unabhängigkeit wirklich etwas vorzuweisen, wenn man von dem Genozid im Matabeleland absieht. Das Schulsystem und das Gesundheitswesen waren Vorzeigeprojekte, die Analphabetenrate die niedrigste in Afrika, südlich der Sahara.

Heute, 30 Jahre danach, ist von diesen Hoffnungen nichts mehr übrig geblieben. In den 30 Jahren ist eine neue Generation nachgewachsen, die den Kolonialismus nur vom Hörensagen kennt, und für die es seit 12 Jahren in Simbabwe nur eine Richtung gab: Abwärts.

Recht zügig wurden aus den Pflugscharen wieder Schwerter, diesmal eingesetzt gegen den Minderheitenstamm der Ndebele im Westen und Süden des Landes. 20.000 Menschen fielen dem Genozid in den 80er Jahren zum Opfer.

Aber es sollte nicht das Ende derGewalttätigkeiten sein. Wir haben das hier alles schon einmal ausführlich dargestellt.
Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es nun wieder mal eine Regierung der nationalenEinheit.

Dier erste gab es 1987 zwischen den beiden Befreiungsbewegungen ZANU und ZAPU. Sie brachte dem Land immerhin 13 Jahre Frieden.

Die zweite Regierung der nationalen Einheit gleicht eher einer zerrütteten Ehe, als einem halbwegs harmonischen Zusammenwirken. Mugabe möchte sie lieber heute als morgen loswerden, aber er kann es zur Zeit nicht. Also verfolgt er eine Politik der Nadelstiche und des Nichteinlösens von einstmals gemachten Versprechungen.

Immerhin hat der neue Finanzminister, Tendai Biti, aus dem Lager der Opposition, dafür gesorgt, dass mit der Abschaffung der lokalen Währung und Ersatz durch den südafrikanischen Rand und den US Dollar eine gewisse Geldwertstabilität zu verzeichnen war. Die Inflationsrate lag zum Schluss im Miilionenbereich.

Parallel damit kam es zu einer bescheidenen Wiederbelebung der Wirtschaft.

Grosse Feier
Gestern fand die grosse Jubiläumsfeier im Nationalstadium in Harare statt. Mugabe beschwor die Einheit des Landes und forderte zum Gewaltverzicht auf. Diese Forderung dürfte wohl nur an die Opposition gerichtet sein, denn dass aus dem Wolf nun ein Schaf wird – nach einer 30-jährigen Geschichte der Gewaltausübung – darf man mit Recht bezweifeln.

Simbabwe, quo vadis – das weiss im Moment niemand so genau, ausser dem 86-jährigen Mugabe selbst.

Uebersichtsartikel
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DS (Gast) – 20. Apr, 00:16
Schade
Die haben das Know-How enteignet. Ich habe waehrend meiner Zeit in SA einige ehemalige Farmer aus Zimbabwe kennengelernt. Britischer Abstammung. Das waren keine Rassisten, ganz im Gegenteil, die haetten alles Geteilt. aber leider ging es um Hautfarbe, oder auch nicht, keine Ahnung.

Hartmut Barth-Engelbart (Gast) – 20. Apr, 08:59
Zimbabwe! Simbabwe ist die neokoloniale Schreibweise
Es heißt ja auch nicht Sapu und Sanu/PF, auch nich asania sondern Azania, nicht Tansania sondern Tanzania. Ab den Mitt70ern konnte man genau verfolgen, ob eine Stellungnahme aus der riedrich-Ebertstiftung, Konrad-Adenauer, Naumann-Stiftung, von der FAZ, der FR oder von der Seite der Zimbabwer kam : man konnte es am S oder Z erkennen. Ansonsten wird hier kaum kaschierte Hetze gegen Zimbabwe betrieben, die ja auch gut sekundiert wird von ehemaligen Freunden Zimbabwes oder „Freunden“, die jetzt in der Heinrich-Böll-Stiftung und im Think-Tank des Außenamtes führende Rollen spielen, Und der mediale Haupt-Dieterich zur Öffnung des Kontinents schreibt regelmäßig im schützengraben und U-Boot-kombatiblen ZentralOrkan des „widerstandskämpfers und retter jüdischen eigentums“ Alfred NevenDumont – in der FRontschau.
Dagegen schreibe ich seit Jahren an und liebe Menschen aus dem Dunstkreis von indymedia und (anderen) IsraelFanclubs schreiben, ich würde vom „simbabwischen“ Geheimdienst finanziert oder vom chinesischen (wegen meiner Tibet-Beiträge)

einfach bei mir im Archiv wühlen unter Zimbabwe: http://www.barth-engelbart.de

onlinedienst – 20. Apr, 09:55
Hetze?
Ich habe – im Gegensatz zu Ihnen – das alles aus naechster Naehe erlebt, seit 1987. Ich gehe mal davon aus, dass sie keinerlei direkte Kenntnisse besitzen. Eine Bezahlung durch den simbabweschen CIO unterstelle ich Ihnen nicht, einfach nur Unwissenheit.

Dr. v. Paleske

Wirtschaftskrise

Goldman Sachs, Industriekreditbank (IKB) und Schrottpapiere

Dr. Alexander von Paleske — Das führende US- Investmenthaus Goldman Sachs ist offenbar von seiner Derivate-Vergangenheit eingeholt worden

CDO’s weltweit
.Die einstmals erste Adresse in der Wall Street verkaufte Im Jahre 2007 besondere Wertpapiere an Kunden weltweit. Nicht Aktien, sondern durch Hypotheken gesicherte Wertpapiere, auch Collateralized Debt Obligations (CDO’s) genannt.

Und sie hatte offenbar keine Probleme, diese Papiere loszuwerden, weltweit, auch in Deutschland. Hier kaufte die Industriekreditbank( IKB),damals noch eine Tochter der Staatsbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), in grossem Stil ein gegen Bares. Eine Bank, die eigentlich den Mittelstand finanzieren sollte, aber nun das grosse Rad drehte, wir berichteten mehrfach darüber.

Jeder, auch Geringstverdiener, konnten in den USA damals Hausbesitzer werden, bis die Blasé platzte, der Markt zusammenbrach, und die Subprimekrise auslöste. Die Papiere sausten in den Keller.

So schön, so gut, das haben andere auch gemacht, ohne von der Börsenaufischt SEC belangt worden zu sein, oder sollte man besser sagen: noch nicht?

Verkaufen und Wetten
Das Pikante im Fall Goldman Sachs daran ist, dass dieser CDO-Verkauf angeblich mit einem Hedgefond namens Paulson & Co ausgeheckt, man könnte auch sagen “ausgehedgt” wurde, der gleichzeitig auf den Verfall dieser Wertpapiere wettete, und diese Wette haushoch gewann.

Es besteht damit der Verdacht, dass Goldman Sachs diese Papiere seinen Kunden angedreht, also selbst nicht an den anhaltenden Wert dieser Papiere geglaubt hatte und das wäre dann Betrug.

So sieht es jedenfalls die US-Bankenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) und erhob Anklage.
Schaden: insgesamt 1 Milliarde US Dollar. Das Resultat: die Bankaktien und nicht nur die, aber die besonders, fielen vorgestern kräftig.

Schlafmützigkeit allenthalben

Allerdings musste man schon recht leichtgläubig damals gewesen sein, um derartige Papiere zu kaufen, denn grosse Banken wie die Deutsche Bank, die offenbar einen besseren Durchblick hatten, warfen sie paketweise aus den Tresoren, und die Deutschbanker fanden ebenfalls in der IKB einen dankbaren Abnehmer für diesen Schrott.

Auch die österreichischen Bundesbahnen (OeBB) waren weiterer Abnehmer, wir berichteten im Rahmen einer Satire darüber..

Der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und William Sharpe, sowie der Yale-Professor Robert Shiller, alles ausgewiesene Finanzexperten, erklärten auf einem Institutional Money Congress in Frankfurt im Februar 2008, dass die Subprime Krise, die zum Absturz der CDO’s geführt hatte, vorhersehbar gewesen war.

Offenbar aber nicht für die Schlafmützen bei der IKB und den Finanz- Schaffnern der OeBB, nicht bei der WestLB, der BayernLB, der SachsenLB u.s.w. Die kauften freudig weiter ein, als der Zug bereits dem Finanz-Abgrund entgegenraste..
.
BaFin soll prüfen
Nun soll die deutsche Finanz-Aufsicht BaFin prüfen, ob Schadensersatzansprüche gegen Goldman Sachs geltend gemacht werden können.

Die BaFin? – Man möchte sich die Augen reiben. Die BaFin hatte bis zum bitteren Absturz der IKB das Institut als unproblematsich bezeichnet. Die Presse bezeichnete deren Präsidenten, Jochen Sanio, als Dampfplauderer.

Nicht zu spassen mit der SEC – nur der Beginn?
Mit der Börsenaufsicht SEC in den USA ist, anders als mit der BaFin in Deutschland, nicht zu spassen.
Es könnte daher der Fall Goldman Sachs der Beginn, nicht das Ende, weiterer Ermittlungen sein, auch gegen andere Banken.

Dass mit der SEC nicht zu spassen ist, zeigte sich auch in einem weiteren Fall von Aktienbetrug, in den die Deutsche Bank und der Waffenhändler Adnan Khashoggi verwickelt waren und der Anfang diesen Monats zum Abschluss kam: Der Genesis- Intermedia Skandal.

350 Millionen US Dollar legte die Deutsche Bank, nachdem ihre Verwicklung aufgeflogen war, auf den Tisch zur Schadensbegleichung, ohne Anerkennung einer Schuld versteht sich, wir berichteten ausführlich darüber.

Jetzt wurde mit Waffen- Khashoggi und einem weiteren angeblichen Betrüger namens Ramy El-Batrawi eine aussergerichtliche Einigung erzielt. Beide dürfen die nächsten 5 Jahre nicht Firmen besitzen oder in Firmen arbeiten, die mit Wertpapieren handeln.

Hypo-Alpe-Adria-Bank und Khashoggi
Ob dies den saudischen Multimillionär, der seinerzeit knietief in den Iran- Contra- Skandal verwickelt war, allerdingss noch grösser treffen wird, ist fraglich. Er hat sich mit 75 Jahren vermutlich weitgehend zur Ruhe gesetzt.

Khashoggi, war auch, wie wir berichteten, peripher in die Vorgänge um die ehemalige BayernLB-Tochter und Skandalbank Hypo-Alpe Adria (Skandalpe) verwickelt. Von Wien aus organisierte Khashoggi offenbar mit einer Crew von Berufskriminellen Aktienbetrug weltweit in grossem Stil über die mittlerweile geschlossene Wiener Privatbank General Commerce Bank,vormals WMP-Bank, wir berichteten darüber.

Bis heute gibt es kein Ermittlungsergebnis, geschweige denn eine Anklage. ….Tu felix Austria….. pardon …Tu felix Khashoggi.

Zentraler Artikel für alle bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

Update-Artikel
linkSkandal-Update: Hypo-Alpe-Adria Bank (Skandalpe)

Zur BaFin
Finanzkrise, Bankenkrisen, Kleinanlegerbetrug – Hat die Finanzaufsicht BaFin versagt?
Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin
linkDie Grossbanken und der Staatsanwalt

Zur Industriekreditbank IKB
Noch mehr Milliarden Euro Bürgschaften oder: Vorwärts mit der IKB
Der IKB-Prozess in Düsseldorf – oder: hat die Staatsanwaltschaft kapituliert ?

Zu Khashoggi
Prostituierte, Parties, Pferderennen, Penny Stocks, Deutsche Bank in Toronto und Khashoggi
linkSöldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Ganoven, Goldgräber, Geheimdienste und Diplomaten

SATIRE

Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl

Dr. Alexander von Paleske — 17.4. 2010 — Nachfolgende Mail schickte mir ein Maulwurf zu.

Kai Diekmann
BILD -Meinungspräsident
Axel Springer Gedächtsnisplatz 1
Hamburg

EILT – An alle Redaktionen:

Der heutige Tag muss zum Schicksalstag Deutschlands erklärt werden. Denn heute wird die Entscheidung getroffen, ob Gut oder Böse siegt, ob der Teufel Einzug in Deutschland gehalten hat, ob Opium Nahrung für das Volk werden soll, ob Verbrecher weiter frei herumlaufen bzw. nach abgesessener Strafe wieder in die Volksgemeinschaft entlassen werden dürfen, statt in Vorbeugehaft genommen zu werden.

Heute abend entscheidet sich die Frage, ob die Polizei tatenlos zuschauen darf, wenn ein mehrfach Vorbestrafter ins Mikrophon blökt.

Heute abend entscheidet sich auch, ob wir es schaffen, die Emotionen der Leser so weit zu puschen, dass sie in den nächsten Wochen zur BILD greifen wie der Süchtige zum Stoff.

Heute abend muss das Gute siegen, ab heute abend muss die Auflage von BILD wieder steigen.

Heute abend muss Mehrzad Marashi (uebersetzt: Mit Liebe geboren) bei DSDS siegen und Menowin Fröhlich verhaftet werden. Ich werde persönlich die Handschellen mitbringen falls die Polizei keine dabei haben sollte.

In den nächsten Stunden müssen sich die Schlagzeilen auf BILD – Online jagen, besser überschlagen..

Ich verhänge deswegen eine Ausgangssperre für alle BILD-Tintenkulis und sonstige Hilfstruppen.

Insbesondere muss auf die Tugenden des von Hundertttausenden der BILD-Volksgemeinschaft schon zum Gewinner erklärten sanften Mehrzad hingewiesen werden, typisch deutsche Tugenden:

– Schämt sich für sein Hartz-IV Dasein

– Diszipliniert, schmeisst keine Termine

– Nie bei der Polizei aufgefallen (nur einmal ohne
Führerschein gefahren)

– Will sein Geld nicht verjubeln, sondern
heiraten und sparen (Stammt bestimmt aus
Schwaben)

– Hat viel mehr drauf als er zeigt (Stichwort; Hat mehr
im Laden, als er ins Schaufenster stellt, typische
deutsche Tugend, insbesondere bei Politikern zu
finden )

So und jetzt an die Manipulationsarbeit. Am Montag muss die Auflage um mindestens 10% gestiegen sein, sonst wird es weitere Entlassungen geben.

Themenschwerpunkt für BILD am kommenden Montag: Danke für die DSDS-Entscheidung und Angst vor der Island Wolke. Droht uns der Weltuntergang???

BILD-Kai

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Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments
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Wahrheitsbewegung (Gast) – 17. Apr, 13:11
Bild Pleite oder too big to fail?
Also ich würde ein Fass aufmachen wenn Bild die Pforten schließen müsste – aber ich nehme an dass im Auftrag der Volksbildung diese Institution too big to fail ist. Warum sonst erleben wir kein Sterben im Zeitungsblätter-Wald wie seit Jahren wegen dem Internet an die Wand gemalt. Man könnte auch fragen – warum eine Propaganda-Maschine nicht den Gesetzen des Marktes unterworfen ist.

? (Gast) – 17. Apr, 16:03
Kai Diekmann
Mich hat Kai Diekmann erfolgreich wegen ehrverletzender Äusserungen angezeigt. Der Arme, der bekommt doch täglich solche Anzeigen und ist immer noch nicht vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft hat darüber gelacht, mussten mir aber dennoch eins überbraten.

Anmerkung: die Ueberschrift des Kommentars musste geaendert werden, da sie als moegliche Beleidigung aufgefasst, juristische Konsequenzen nach sich ziehen koennte – leider.
Dr. Paleske

Krieg

Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat

Dr. Alexander von Paleske 15.4. 2010– In Afghanistan lauert der Tod für deutsche Soldaten, das hat sich heute wieder bestätigt.

Vier Soldaten haben bei einem Gefecht mit den Taliban, das offenbar noch andauert, den Tod gefunden. Es sind nicht die ersten, es werden nicht die letzten sein.

Bald werden die Opfer vermutlich in Dutzenden gezählt und die Einzelschicksale werden zu blossen Zahlen.

Der Krieg in Afghanistan ist nicht zu gewinnen, die Zahl der Opfer wird steigen, gerade auch unter der Zivilbevölkerung.
Es wiederholt sich das Szenario des Vietnamkriegs, das wir schon erlebt haben, damals allerdings ohne Beteiligung der Bundeswehr.

Die Weichen sind bereits vor langer Zeit, nämlich gleich zu Beginn, falsch gestellt worden, darauf haben wir in Artikeln und Interviews immer wieder verwiesen. Die Uhr lässt sich nicht mehr zurückdrehen..

Undank als Lohn
Zusäzlich wurden die Soldaten auch noch unzureichend ausgerüstet.

Wenn sie dann traumatisiert, sei es physisch, sei es psychisch, zurückkehren, lernen sie den Dank des
Vaterlandes so richtig kennen: Abschmetterung ihrer Ansprüche in vielen Fällen dank Gutachtern, die offenbar keine Ahnung von Kriegsfolgen haben.
Der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe hat dies gerade in der Sendung “Panorama” angeprangert.

Man fühlt sich an das Buch von Erich Maria Remarque erinnert “Im Westen nichts Neues”.

Am Ende der Rückzug
Am Ende wird der Rückzug aus Afghanistan stehen ohne dass die von der deutschen Regierung gesteckten Ziele auch nur im Ansatz erreicht wurden und je erreicht werden können. Im Gegenteil.

Gerade deshalb sollte der Abzug nicht hinausgeschoben werden, um weitere sinnlose Opfer zu vermeiden.

Zu Afghanistan
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Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT