SATIRE

FDP-Westerwelle schreibt an Deutschbanker Ackermann

Dr. Alexander von Paleske
Die folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox

20.2. 2010

Von
Spitzenpolitiker Guidosozial Westerwelle
Wolfgang Mischnick Gedächtnisplatz 1
Berlin

An
Chef-Deutschbanker
Josef Feldherr Ackermann
Am Teufelsrad 1
Frankfurt Ortsteil Krankfurt

Lieber Josef,

Ich möchte noch einmal meine Gedanken schriftlich zusammenfassen, wie ich sie bereits in unserem Telefonat vorgestern ausgebreitet habe.

Gemeinsam gehts besser

Angesichts der Neuordnung des Sozialsektors, die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus der vorvergangenen Woche ansteht, muss die Devise der Banker und uns, der FDP, heissen: getrennt marschieren, vereint schlagen.

Es ist daher in den nächsten Wochen wichtig, dass wir von der FDP ideologische Schützenhilfe, sowohl von Dir, als auch aus dem Bankensektor allgemein bekommen, wobei Ihr dann als quasineutrale Personen Euch „sachverständig“ zu Wort melden solltet.

Was die Neuordnung des Sozialsektors betrifft, so ist völlig klar, dass dies – auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts – zunächst völlig kostenneutral laufen muss, um dann im weiteren Verlauf weiter abgesenkt zu werden.

Lohnniveau muss sinken
Unser Ziel ist und muss es bleiben, noch mehr Menschen in den Billiglohnsektor zu treiben, um damit international dann wieder Exportweltmeister zu werden. Vergleichsmasstab muss für uns das aktuelle Lohnniveau in der Volksrepublik China sein.

Ideologisch scheint es aber zunächst einmal wichtig, in Vorbereitung der Wahlen in Nordrhein Westfalen, massiv den Sozialneid zu schüren,also den Zorn der Lohnabhängigen auf die „sozialparasitären“ Hartz IV Empfänger zu lenken. Wir nutzen so den Aerger über den Sozialabbau, und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

Mit anderen Worten: Unser Ziel ist es, die Hartz IV Empfänger und die lohnabhängig Beschäftigten gegeneinander auszuspielen.

Die Hartz IV Empfänger gehören ja ohnehin in keiner Weise zu unserem Wählerpotential, und bei den Angestellten und Arbeitern können wir als deren (falsche) Freunde damit punkten.

Eselei eines sozialpolitischen Greises
Es ist betrüblich, dass sozialpolitische Greise wie dieser Heiner Geissler sich erdreisten, mich angesichts meiner wohldurchdachten Pläne als Esel zu bezeichnen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Seine Aeusserungen sind nichts als törichte Eselei.

Ich habe als Antwort auf diese grobe Beleidigung deshalb meine Parteifreunde angewiesen, Hunderte von kleinen Eselsfiguren vor seinem Haus abzuladen.Ausserdem habe ich die Telekom gebeten, bei ihm einen Anrufbeantworter zu installieren, der sich statt „Hier Geissler“ mit einem“ Ihh Ahhh“ meldet.

Dann müssen wir es schaffen, die Armenfürsorge, Pardon Hartz IV, noch wesentlich unattraktiver zu machen, als es ohnehin schon ist, so dass in Zukunft es kaum noch Arbeitsverweigerer im Hartz IV Bereich mehr gibt, vielmehr sofort jede Arbeit, welcher Art auch, und wie entfernt gelegen, angenommen wird.

Da das Bundesverfassungegericht mit seinen weltfremden Juristen uns da leider einige Vorgaben gemacht hat, müssen wir uns schon einiges einfallen lassen.

Gutscheine statt Bargeld

Zunächst einmal darf kein Bargeld mehr an Hartz IV Empfänger ausgehändigt werden, sondern stattdessen Lebensmittelgutscheine, also Lebensmittelmarken. Diese werden dann nur bei dem Discounter eingelöst werden können, der das billigste Gesamt-Angebot an uns abgegeben hat, wobei wir die Preise durch solche attraktiven Exklusivverträge noch einmal drücken könnten.

Das wird dann wiederum die Löhne im Einzelhandel senken, eine sehr erfreuliche Entwicklung, die sich da anbahnen würde.

Altkleider statt Gutscheine
Ausserdem werden wir, um dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts scheinbar zu entsprechen, in Zukunft Altkleidersammlungen an staatliche Stellen umleiten, um Hartz-IV Kinder mit Kleidung zu versorgen. Kleidergutscheine, so sie erforderlich sein sollten, könnten prinzipiell nur in Second Hand Läden eingelöst werden.

Wir werden darüberhinaus die Kirchen und andere karitative Institutionen auffordern , in jeder Schule, in welcher der Anteil der Hartz IV Kinder 15% übersteigt, Suppenküchen einzurichten.

Eine generelle staatlich finanzierte Schulspeisung, wie sie von einigen Sozialromantikern gefordert wird, kommt auf gar keinen Fall in Frage.

Die Aufgabe von Ihrer Seite, hochverehrter Herr Banker Ackermann, dürfte darin bestehen, eine Stimmung zu erzeugen, die alle unsere Massnahmen als absolut notwendig darstellt.
Wöchentlich muss mindestens eine Stellungnahme, besser zwei, über unser viel zu hohes Lohnniveau abgegeben werden, über die hohe Staatsverschuldung, die auf gar keinen Fall durch Sozialausgaben weiter in die Höhe getrieben werden darf. Dabei muss auf Länder wie Griechenland als abschreckende Beispiele verwiesen werden.

Generelle Linie: Bekämpfung spätrömischer Dekadenz

.Und die Steuern müssen natürlich gesenkt werden, damit gerade auch den Bankern ein anständiges sorgenfreies Leben ermöglicht wird.

Boni versteckt halten
Um die Glaubwürdigkeit ihrer Stellungnahmen zu verbessern, müssen die hohen Boni an Banker in der Zukunft in der Bilanz versteckt werden. Das kann man am einfachsten so machen, dass pro erfolgreicher Transaktion jedem Banker täglich oder wöchentlich Boni bezahlt werden, sodass sie in der Jahresbilanz gar nicht mehr auftauchen. Damit würde sich der angeschlagene Ruf der Banker schlagartig verbessern.

Sozialoffensive mit Prominenten
Ausserdem halte ich es für wichtig, dass Sie zur Imageaufbesserung eine Sozialoffensive mit Prominenten starten. Motto: Banker helfen Armen.

Als Prominente kämen z..B. Boris Becker, Unterschichten Platt-Witzchen-Amüsierer Schlag-Raab, Heidi Klum und andere in Frage. Denen drücken Sie dann ein paar Euro-Hunderter aus Ihrer Portokasse in die Hand und lassen Sie die an Bettler und ärmlich aussehende Kinder in der Stadt publikumswirksam verteilen.

BILD- Diekmann begeistert
Ich habe mit dem Chefredakteur der BILD-Zeitung, meinem Freund Kai Diekmann, schon Kontakt aufgenommen. Er ist ganz begeistert davon und hat mir versprochen, auf Seite 1 seines Revolverblättchens über derartige Aktionen zu berichten.
So viel erst einmal für heute.

Herzliche Grüsse nach Bankfurt

Dein Freund und Spitzenpolitiker
Sozialmobil Guido

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Krieg

Noch ein Mossad-Mord?

Dr. Alexander von Paleske — 18.2. 2010 — Am 20. Januar wurde der 50 jährige Hamas-Anführer Mahmud el-Mabuh in einem Hotel in Dubai von einer Todesschwadron ermordet. Die Finger zeigen auf den Mossad, auch wenn die israelische Regierung abstreitet.
Mabuh soll angeblich internationale Waffenlieferungen aus dem Iran, Nordkorea und China in den Gazastreifen organisiert haben.

Nicht das erste Mal

Es wäre ist nicht die erste Ermordung durch eine Todesschwadron des israelischen Auslandgeheimdienstes Mossad, es würde kaum die letzte sein.

Nur diesmal haben sich die Attentäter eine Blösse gegeben.Anders als bei früheren Ermordungen sind die Gesichter der Mitglieder der Todesschwadron aufgenommen worden, auf dem Flughafen in Dubai und im Hotel, in dem der Hamas-Anführer al- Mabuh sich aufhielt , und gleich mehrfach von Ueberwachungskameras.

Damit werden die Attentäter selbst das Ziel von Verhaftungen, wenn sie sich ausserhalb des Entsendelandes – vermutlich Israel — begeben sollten.

Mossad-Mord in Lillehammer 1973
Das war dem Mossad bisher nur in Lillehammer/Norwegen passiert. Dort hatte eine Todesschwadron des Mossad den Tunesier Ahmed Bouchiki in Lillehammer 1973 auf offener Strasse vor den Augen einer schwangeren Frau ermordet, ein Mann, der weder Palästinenser war noch mit den palästinensischen Organisationen etwas zu tun hatte.

Die Polizei in Norwegen verhaftete fast die komplette Todesschwadron. Darunter den Top-Mossad-Agenten Dan Ertel, alias Dan Erbel alias Dan Erteschik, der 1968 an der Kaperung des Frachtschiffes Scheersberg A , mit 200 Tonnen Uran an Bord, beteiligt war, das Israel in die Lage versetzte, in seinem Reaktor Dimona in der Negev-Wüste Atombomben herzustellen. Er informierte bereits 1974 die norwegischen Behörden über Israels Griff zur Atombombe und seine Beteiligung an der Kaperung des Schiffs.

Und es gibt zumindest eine israelische Familie, welche die Ermordung al-Mabuhs mit Angst und Schrecken zur Kenntnis genommen haben dürfte: Die Familie des israelischen Soldaten Gilad Schalit, der von der Hamas 2006 gefangengenommen wurde und über dessen Freilassung Verhandlungen liefen, an denen der deutsche Bundesnachrichtendienst als Vermittler beteiligt war.

Hamas verlangt im Gegenzug von Israel die Freilassung von 1000 in israelischen Gefängnissen einsitzenden Palästinensern.

Geplatzte Verhandlungen
Die Verhandlungen sind mittlerweile geplatzt. . Die Verhandlungen hatten angeblich kurz vor einem Durchbruch gestanden, aber dann habe sich der israelische Premier Netanyahu dazwischengestellt.

Das ist auch der Hintergrund, warum Israel so vehement abstreitet, hinter der Ermordung el-Mabuhs gesteckt zu haben. Dabei trägt die Ermordung alle Merkmale der Handschrift des Mossad:

– Der Mossad versorgt seine Mitglieder nicht nur mit gefälschten Pässen, sondern diese Pässe enthalten Daten von wirklich lebenden Personen.

– Bei der Ermordung des Tunesiers Bouchiki in Lillehammer, reiste beispielsweise die Mosssad–Agentin Sylvia Rafael , deren Ehemann ich in Bulawayo/Simbabwe später kennenlernte, mit dem Pass einer Angestellten eines Anwaltsbüros in Kanada ein. Die Daten der Kanadierin hatte sich der Mossad über seine Verbindungen besorgt.

– Aber, und das macht die Beteiligung des Mossad praktisch sicher: Alle gefälschten Pässe enthalten die Daten von lebenden Personen, die kürzlich nach Israel eingereist waren, darunter jemand, der seit der Einreise Israel nicht mehr verlassen hat, und niemals in einem arabischen Land war. Nur Israel, abgesehen von dem Ausstellerland, und das sind gleich mehrere nichtarabische Länder, hatte daher Zugang zu den Personendaten.

Die Ermordung Mahmud el-Mabuhs kann, wie auch alle anderen Ermordungen von Palästinensern, niemanden dort mehr einschüchtern. Die verzweifelte Lage der Palästinenser, die tägliche Demütigung, das Abschneiden von der Versorgung mit lebenswichtigen Gütern in Gaza , die Angriffe auf Gaza vor einem Jahr, all das ist der Nährboden, auf dem für einen getöteten el- Mabuh drei andere nachwachsen – mindestens.

Solange Israel mit einer Art Herrenrasse- Mentalität die Palästinenser unterdrückt, bekämpft, aus ihren Häusern vertreibt, ihnen Land wegnimmt, kann es in Nahost keinen Frieden geben. Da kann der Mossad noch so viele Ermordungen vornehmen.

Eine Visitenkarte und die Mossad-Affäre von Lillehammer

Links zu Israels Waffenlieferungen in den Iran einschliesslich Massenvernichtungswaffen
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
linkIsrael has a long history of supplying Iran with weapons

Links zur Mossad-Arctic Sea-Story
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Kaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

Israel-Iran
Israel bereitet sich auf einen Vergeltungsschlag des Iran vor
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT
Greift Israel den Iran an ?
Sindbad, der Iranfahrer oder: wie man beim BND einen nutzlos gewordenen „Top-Spion“ los wird
Ein “investigativer“ israelischer Journalist und Geschichten, die der Mossad erzählte

SATIRE

Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz

Dr. Alexander von Paleske — 16.2. 2010 — Gestern beschloss Libyens Herrscher und Zeltbewohner Muammar el Gaddafi alle Visas für Bürger aus den Schengen-Staaten zu sperren. Ein Einreiseverbot also.

Verständnis angesagt
Dafür kann man nur volles Verständnis haben, denn die Provokationen der Schweiz verdienen doch eine adäquate Antwort, da hat der Aussenminister des Mafialandes Italien, Franco Frattini vollkommen recht.

Die Regierung der Schweiz nimmt die Länder des Schengen- Raums als Geisel“

schimpfte er

Die Schweiz ist ja Mitglied des Schengen-Abkommens und hier gilt der auch im libyschen Landrecht festverankerte Grundsatz: Mitgefangen – mitgehangen, oder hier besser mitgefengen – mitgeschengen.

Lange Liste der Provokationen
Die Lister der schweizer Provokationen ist lang.
Da ist einmal die Verhaftung des Gaddafi -Schreckens-Sohnes Hannibal samt Frau im Sommer des Jahres 2008 durch die schweizer Polizei in Genf.

Hannibal, der, wie der römische Hannibal, Schrecken verbreitet, wo immer er auftaucht, hatte angeblich Hausangestellte verprügelt. Seine hochschwangere Frau, die zur Niederkunft in die Schweiz gekommen war, soll ihm beim Verprügeln psychisch und physisch unterstützt haben.

Die schweizer Behörden hätten sich an den 5 Fingern ausrechnen können, dass Vater Gaddafi sie nicht straflos davonkommen lassen würde, ein Blick in das libysche Landrechtsgesetzbuch hätte genügt.

Aber nicht nur das, auch das Kriminalfoto des Gaddafi-Sprösslings samt Gattin tauchte in einer schweizer Zeitung auf. Werden die Kriminalbeamten in der Schweiz so schlecht bezahlt, dass sie noch einen Nebenverdienst durch Verkaufen von Fotos brauchen?

Vater Gaddafi straft
Gaddaffi, streng nach libyschen Landrecht, bestrafte die Schweiz.
Die Erdöllieferungen wurden eingestellt, zwei schweizer Bürger in Libyen verhaftet, die diplomatischen Beziehungen abgebrochen und Gaddafis Taschengeld von Schweizer Konten abgezogen, schlappe 5 Milliarden schweizer Fränkli.

Wir berichteten ausführlich darüber, wie der damalige schweizer Bundespräsident Merz eine Canossareise nach Libyen im vergangenen Jahr unternahm, um die Gnade der Vergebung zu erbitten und die schweizer Staatsbürger freizubekommen.

Der Canossareise war allerdings nur ein beschränkter Erfolg beschieden. Als es mit der Freilassung der Schweizer nach Auffassung der schweizer Regierung nicht schnell genug ging, goss die Schweiz noch Öl ins Feuer anstatt mit der gebotenen Ruhe abzuwarten, was Vater Gaddafi als nächstes ausheckt.

Die Schweiz verhängte ein Einreiseverbot nicht nur gegen Hannibal samt Frau, sondern auch noch weitere 190 libysche Regierungsangestellte, darunter natürlich auch Vater Gaddafi selbst..

Wer Wind sät ……

Wer so viel schweizer Wind sät, der muss Wüstensturm ernten. Schlimm genug, dass Vater Gaddafi bei Staatsbesuchen nicht überall sein Zelt aufbauen und seine Kamele mitbringen kann, aber ein Einreiseverbot… das war ihm seit dem Abschwören vom Atomprogramm nicht mehr passiert.

Und so verhängte Gaddafi gleich mal ein Einreiseverbot gegen alle Bürger von Schengen- Staaten, wozu die Bundesrepublik Deutschland, nicht aber das Vereinigte Königreich Grossbritannien gehört.

Dort reiben sich die Geschäftsleute jetzt erst mal die Hände, denn einen neuen Gewaltausbruch des Hannibal, Ende letzten Jahres in London, diesmal gegenüber seiner Frau, beantwortete die britische Polizei in Gentleman-Manier: Die libysche Botschaft (auch Volksbüro genannt) wurde um einen standesgemässen Transport für Hannibal gebeten und ein standesgemässer Krankenwagen wurde für seine Frau bestellt, die etwas heftig aus der Nase blutete. Ja, so etwas zahlt sich einfach aus.

Gaddafi nicht hinter Bankdatenklau
Dabei haben die Schweizer schon reichlich Probleme mit dem Bankdatenklau.

Mittlerweile hat Vater Gaddafi dementieren lassen, dass er hinter dem schweizer Datenklau steckt. Er bestrafe immer direkt, nicht über Umwege.

Unterdessen muss man damit rechnen, dass zur Aufhebung dieses Einreiseverbots der libysche Staatschef Vorbedingungen stellen wird. Eine hat er schon früher geäussert: die Schweiz von der Landkarte zu entfernen und die schweizer Kantone den Nachbarländern zuzuschlagen.

Damit würde sich natürlich auch das Problem des schweizer Bankgeheimnisses von selbst lösen, denn Zürich würde dann nach Deutschland eingemeindet.

Fazit:
Alpenberge schützen gegen das Eindringen fremder Heere, aber nicht vor Wüstenstürmen und Datenklau.

Er ist wieder da – Hannibal aus Tripolis meldet sich zurück
Hannibal aus Tripolis oder: Ein schweizer Bundespräsident auf Canossa-Reise

SATIRE

Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

Dr. Alexander von Paleske -15.2. 2010— Die nachfolgende Mail wurde mir von einem ehemaligen Putzgruppenmitglied zugespielt.

Joschka (Joseph) Fischer
Ex-Aussenminister
Prominenten-Allee 68
Berlin

An:
Dr. Theo Sommer
ZEIT-Editor –at-large
Liberales Pressezentrum
Hamburg

Lieber Theo,

so darf ich Dich doch nennen,

Ich entwickele doch zunehmend das dringende Bedürfnis, wieder mehr in der Offentlichkeit wahrgenommen zu werden, scheinbar bedeutungsschwere Sätze aufzusagen, kurzum mit meinen politischen Weisheiten wieder Beachtung zu finden.

Da mein Hausarzt mir verboten hat, mich erneut dem Stress des Politikers auszusetzten, hatte ich erst einmal die Tätigkeit eines Klinkenputzers für Siemens und BMW übernommen. Leider kann diese Arbeit meine recht kräftig ausgebildeten narzisstischen Bedürfnisse und meine alpha-Tier-Mentalität nicht befriedigen, deshalb möchte ich anfragen, ob Eurerseits weiter das Interesse besteht, mich als Mitherausgeber bei Eurer Zeitung an Bord zu nehmen.

Nach den vielen Interviews und Artikeln, die ich bei Euch hinterlassen konnte, wurde mir das ja seinerzeit mal so signalisiert.

Ich könnte Euch sicherlich neue Leserschaften erschliessen, insbesondere durch meine reichhaltigen politischen Erfahrungen, durch tiefschürfende Analysen, durch meinen grossen Bekanntenkreis, meine ausgeprägte Imaginationskraft, und, nicht zu vergessen, meine grenzenlose Fexibilität, die es mir erlaubt, mich so vortrefflich an neue politische Situationen schnell anzupassen. Kurzum ich könnte mit einigen Pfunden wuchern. Und ich könnte, anders als in der rot-grünen Regierung nicht nur den Kellner, sondern den Koch spielen, und was für einen Koch, eine Art Chefkoch.
.

Böswillige Menschen würden mich mit der Romanfigur des „Fängers im Roggen“ , Holden Caulfield, versuchen zu vergleichen, dessen Autor, Jerome D. Salinger jüngst verstorben ist. Also einem Rebellen in der Jugendzeit der später sich anpasst, zu einem Blasierten, einem Verlogenen, zu einem Selbstbetrüger wird.

Aber ein derartiger Vergleich hinkt, was meine Person angeht, vorne und hinten. Denn ich war nicht nur Rebell, sondern putzmunterer Sponti und Putzgruppenguru, blasiert bin ich auch nicht und ich betrüge bestenfalls andere – politisch gesehen – aber nicht mich selbst.

Leider sieht mich aber der ZEIT-Herausgeber und Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt nach wie vor als politisches Leichtgewicht an, jedoch ist diese Einstellung völlig unzutreffend. In den letzen Monaten habe ich deutlich an Gewicht zugenommen, wie ich beim täglichen Wiegen auf der Personenwaage feststellen kann.

Mein Freund Josef
Insbesondere in dem Mit-Herausgeber Josef Joffe habe ich einen lieben Freund bei Euch und einen starken Fürsprecher.
Leider kann sich Josef gegen Helmut Schmidt (noch) nicht durchsetzen.

Ein Mann von Statur

Josef Joffe ist wirklich ein Mann von Statur und darüber hinaus auch ein erfreulich kritikloser Lobbyist Israels, was mir besonders imponiert.

Mein Freund Josef hat gerade in einer ZEIT-Randglosse die Innovationskraft des jüdischen Staates hervorgehoben und dessen rasche Erholung von der Rezession. Das sei beispielhaft . Richtig!

Geschafft worden sei dies auch gerade durch den Zuzug von immer mehr Einwanderern,insbesondere jungen Einwanderern nach Israel, vermerkt Freund Josef nicht ohne Freude.

Zur Zeit würden ja alle politischen Parteien Israels sich gegenseitig mit den Vorschlägen zur Anwerbung von noch mehr Einwanderern versuchen zu überbieten. Diese Neubürger würden dann oftmals gleich Startup-Firmen gründen. Sauber!

Was Josef vergass
Josef vergass aber das folgende zu erwähnen, vielleicht nur aus Platzgründen:
Die Unterbringungsfrage für diese neu Hinzugekommenen ist zum Glück kein Problem, weil Israel eine erfolgreiche Rauswurfpolitik gegenüber den Palästinensern nicht nur in der Westbank, sondern gerade auch in Ost-Jerusalem initiiert hat.

Zwar gibt es diese Politik nicht erst seit gestern, aber sie hat in der jüngsten Zeit so richtig an Fahrt gewonnen.
Entweder reissen die deren ohnehin minderwertige Gebäude ab mit der natürlich unzutreffenden Begründung, sie seien illegal errichtet, oder sie kaufen denen Grundstücke ab mit der Drohung, im Weigerungsfalle würde deren Grundstück einfach konfisziert. 180.000 Israelis konnten mittlerweile dank dieser Politik in Ost-Jerusalem angesiedelt werden. Sehr erfreulich.

Langfristig werden daher in diesem, den Israelis ohne jeglichen Zweifel seit biblischen Zeiten zustehenden Stadtteil, die Palästinenser in der Minderheit sein.

Damit stellt sich natürlich in absehbarer, und nicht erst in entfernt biblischer Zeit, nicht mehr die Frage, ob Ost- Jerusalem die Hauptstadt eines Palästinenserstaates ist. Eine jüdische Stadt kann ja wohl kaum von Palästinensern beansprucht werden.

Genosse Danny
Mein alter Kampf- und Wohngemeinschaftsgenosse Daniel Cohn-Bendit, Sohn eines jüdischen Rechtsanwalts, hat leider zu diesen Problemen immer noch eine andere Auffassung, weil er den Israelis in ihrem Verhalten gegenüber den Palästinensern eine Art Herrenrasse-Mentalität unterstellt.

Diese Auffassung habe ich im Laufe meines gesellschaftlichen Anpassungs- und reifungsprozesses in den 70er und 80er Jahren glücklicherweise über Bord geworfen. Ich muss Danny in der nächsten Zeit noch mal gehörig den Kopf waschen.

Keine ernsthaften Kritiker
Ernsthafte Kritiken an meiner Herausgeberschaft sind nicht zu erwarten, da meine grössten Kritiküsse, Rudolf Augstein und Günter Gaus, nicht mehr unter uns weilen.
Der FDP-Sponti Guido Westerwelle gehört mittlerweile zu meinem Freundeskreis.

Insbesondere dieser Gaus nannte mich den grössten Opportunisten, den er je kennengelernt habe, bloss weil ich ihm mal seine Talk-Show vermasselt habe.

Rudolf Augstein wiederum hatte sich erdreistet, folgendes zu sagen:

„Der Frankfurter Sponti und Sitzblockierer gegen die US Rakete Pershing, das grösste Schimpfmaul gegen den verbrecherischen Krieg der USA in Vietnam , wirft seine Vergangenheit hinter sich wie der Apostel Paulus und betet an, was er immer bekämpft hat: den Kriegskapitalismus“

Dann hatte er auch noch die Frechheit, mich als Rattenfänger zu bezeichnen, von dem man angeblich nicht wisse, in welches Rattenloch er seine grünen Kinder führen will (Peter Merseburger „Rudolf Augstein, der Mann, der den Spiegel machte“ 2007 Seite 525).

Ich hoffe, dass mein Wunsch bei Euch ZEIT-Leuten auf offene Ohren stösst und bald in Erfüllung geht. Ich kann es kaum erwarten.

Bitte sei mein Gast in meinem neuen grossen Haus, das ich kürzlich von meinem hart erarbeitetem Geld erwarb, wenn Du das nächste Mal wieder in Berlin bist – Mi casa su casa.

Aus Vorsichtsgründen habe ich das Haus auch Putzgruppen-sicher machen lassen.


Villa Joseph Martin (alias Joschka) Fischer

Hier noch einmal mein Lebenslauf, wie er auf der Website des AA zu finden war, als ich dort noch der Chef war.
Die 34 Jahre von 1948 bis 1982 habe ich seinerzeit unter den Tisch fallen lassen, weil sich da ja nun wirklich nichts Wesentliches abgespielt hat..

Freundschaftliche Grüsse aus dem kalten Berlin

Dein Joschka

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Dr. Alexander von Paleske – Nachfolgende Mail kam als Kopie zu mir.

Grossphilosoph Peter Sloterdijk
(S)Think Tank Karlsruhe
Karlsruhe

An:
Spitzenpolitiker
Guido Westerwelle
FDP-Haus
Wolfgang Mischnick Gedächtnisplatz 1
Berlin

Lieber Spitzenpolitiker Westerwelle – darf ich das nächste mal Guido sagen? –

herzlichen Dank für Ihre aufmunternden Worte in Ihrem Brief vom 29.1. 2010.
Mittlerweile wurde mir als Resultat der von mir initiierten Diskussion ein Lehrstuhlangebot von einer hochrenommierten US-Universität, zur Ivy-League gehörend, gemacht. Es handelt sich um einen Lehrstuhl „Strategien zur Abwehr sozialromantischer Veränderungsversuche unter dem Deckmantel staatlicher Steuern“.

Und da sind wir beim Thema angekommen: Die Hartz IV-Debatte, die Sie in so erfreulicher Weise nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts angestossen haben. Da zeigt sich doch, was für ein ausgefuchster Politiker Sie in Wirklichkeit sind. Glückwunsch!

Politische Scharlatane
Erwartungsgemäss ging sofort das Wutgeheul der Linken, und derer, die sich dafür halten, los, als Sie vor sozialistischen Tendenzen bei der Armenfürsorge – Pardon Hartz IV – warnten.

Das war ja wohl auch so beabsichtigt. Dabei übersehen diese politischen Scharlatane, ob sie nun Grün-Künast, DGB-Sommer, Linke-Ernst oder SPD-Nahles heissen, gar nicht, dass es ja gerade der Zweck war, eine Debatte über Mindestlöhne zu unterdrücken, indem Sie diese linken Debattierer ins Leere laufen liessen.

Denn Mindestlöhne wären ja der einzige Weg, um zu verhindern, dass jemand, der am untersten Ende der Lohnskala liegt, letzten Endes weniger bekommt, als jemand, der vom Staat mit Hartz IV alimentiert wird. Und diesen sozialistischen Kokoloris, diese ekelhafte Gleichmacherei, wollen weder Sie noch ich.

So haben sich diese linken Herrschaften auf ihre angebliche Hartz-Kälte gestürzt, da kann man doch sehen, wie wenig die in Wirklichkeit durchblicken.

Die keifen und schimpfen über ihre wohlüberlegten Aeusserungen, nicht aber darüber, dass es noch keine Mindestlöhne gibt.

Wunderbar haben Sie das hingekriegt
Die Strategie der nächsten Wochen muss einfach bleiben, diejenigen, die noch Arbeit haben gegen diejenigen, die arbeitslos sind, auszuspielen. Am Ende dürfte dann das Thema Mindestlohn vom Tisch sein. Den Kredit, die Tür zu diesem Thema zugenagelt zu haben, können Sie dann für sich reklamieren.

Ihre Absturzwerte bei der Wählergunst sehe ich deshalb auch als äusserst temporär an. Wenn sich die Lage so weiterentwickelt, wird nämlich ihre Hauptklientel, also z.B. Aerzte und wohlhabende Rechtsanwälte, kurz gesagt die mittlere und obere Mittelschicht , sich, wie jetzt schon die Oberschicht, alsbald problemlos wieder Hausangestellte und Gärtner zu Niedrigstlöhnen leisten können. Diese Damen und Herren wissen natürlich ganz genau, wem sie das zu verdanken haben.

Empfehlungen an Exportminister Niebel
Bitte geben Sie auch meine besten Empfehlungen an Herrn Minister Dirk Niebel. Der hat in der ZEIT vom 4.2.2010, Seite 23 “Die Kappe bleibt“ , doch so richtig gut klargemacht, dass die Entwicklungshilfe in erster Linie dafür da ist, den deutschen Export auch in minderbemittelte Länder anzukurbeln und dieses Feld auf gar keinen Fall den neuen Exportweltmeistern aus China zu überlassen. Vielleicht sollten Sie alsbald eine Namensänderung in Erwägung ziehen. Ich denke da an „Ministerium zur Unterstützung der deutschen Exportoffensive“.


Heia (Export) Safari, Niebel im Kongo, ZEIT vom 4.2. 2010, Seite 23

Fotogen ist unser Dirk Niebel mit dieser Bundeswehr-Militärkappe auf seiner Afrikareise auch noch (Weitere Fotos hier). Da werden gleich positive Assoziationen an General von Lettow-Vorbeck geweckt, der einstmals mit seinen Askaris durch Ost-Afrika marschierte, und Heia Safari sang .

Wie oft sind wir geschritten
Auf schmalem Negerpfad,
Wohl durch der Wüste Mitten,
Wenn früh der Morgen naht.
Wie lauschten wir dem Klange,
Dem altvertrauten Sange
Der Träger und Askari:
Heia, heia, Safari.

Nur besonders Böswillige können Assoziationen mit dem deutschen Söldner Kongo-Müller herstellen.

Heia Safari gehörte auch noch zum Liedgut der Bundeswehr in den 60er Jahren, eine positive Traditionspflege, der sich offenbar auch Herr Niebel verpflichtet weiss. Sehr erfreulich.

Lieber Herr Westerwelle, Sie können darauf vertrauen, dass ich als prominenter intellektueller Leistungsträger und steuerlicher Leidensträger alles in meiner Macht stehende tun werde, um die von mir angestossene Diskussion am Laufen zu halten. Die für mich und meine Leidensgenossinnen und -genossen zum verdienten komfortablen Leben notwendigen Steuersenkungen lassen sich problemlos über Kürzungen im Gesundheitsbereich (für die Unterschicht) bewerkstelligen. Kopfpauschale muss die Devise heissen.

Glückauf mit der FDP

Ihr
Grossphilosoph Peter Sloterdijk

N.B. Beigefügt das von mir unterschriebene Beitrittsformular

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SATIRE

BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker

Dr. Alexander von Paleske
Die nachfolgene Mail erreichte mich heute morgen.

11.2. 2010
Kai Diekmann
BILD-Chefredakteur
Axel Springer-Gedächtnisplatz 1
Hamburg

Tennisstar Boris Becker
z.Zt. Portland-Clinic
London
UK

Lieber Boris,

erst einmal ganz herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Nachwuchs. Das schaffen ja nicht viele: vier Kinder aus drei Beziehungen. Und dann das Idealgewicht: 3500 Gramm und die Idealgrösse: 59 cm.

Wir haben in der BILD-Chefredaktion alle diesem Ereignis entgegengefiebert und es wurden Wetten abgeschlossen, nicht nur ob es ein Junge oder Mädchen ist, sondern auch welchen Namen ihr beide Glücklichen wählen würdet.
Und dann das: Amadeus zu Deutsch Gottlieb. Wer hätte das gedacht, ein wirklich schöner Name, der gleich Assoziationen an Amadeus Mozart weckt. Vielleicht könntet ihr ja noch Johann Sebastian dranhängen.

Nomen est Omen, vielleicht wird ja mal ein grosser Musiker aus ihm. Dieser Name auch ist viel schöner als Noah, der Name Deines ersten Sohnes, den Du offenbar nach einem Tennisstar benannt hast, an den sich jetzt noch kaum noch jemand erinnert. Das war sehr kurzsichtig, denn nun assoziert jeder ihn mit dem biblischen Noah und der seinerzeitigen Hochwasserkatastrophe.

Danke, Danke
Danke auch, dass Du uns das enorm wichtige Ereignis wieder als Exklusivmeldung für unser Blättchen verfügbar gemacht hast. Ich habe dafür gesorgt, dass es überdimensional auf Seite 1 erschien zusammen mit Deiner wunderbaren Erklärung, dass Du dem Nachwuchs bedingungslose und aufopfernde Liebe versprochen hast. Das wird viele BILD-Leser zu Tränen rühren.

Strikte Anweisungen
Gleichzeitig habe ich die strikte Anweisung per Rundschreiben an meine Redakteure gegeben, dass alle Negativmeldungen über Dich, also wenn z.B. Deine Triebe Dich wieder einmal in eine Besenkammer führen sollten, über meinen Schreibtisch zu laufen haben.
Ohne persönliche Rücksprache mit Dir werden über Dich keinerlei Negativmeldungen in unserem Revolverblättchen veröffentlicht, und bei Positivmeldungen ist erst einmal zu prüfen, ob das Positive nicht noch journalistisch aufgebessert werden kann, das verspreche ich Dir.

Kolummne „Jetzt rede ich“
Bei dieser Gelegenheit wollte ich das Thema einer täglichen Kolummne noch einmal anschneiden „Boris Becker: Jetzt rede ich“.
Es sind so viele Themen, zu denen Du wirklich tiefschürfend substantiell etwas zu sagen hättest. Z.B. diese Bundestrainer-Löw Geschichte. Dieser Mann, und Bierhoff mit ihm, wurden einfach nicht anständig genug bezahlt. Offenbar orientieren sich diese falschen Fuffziger im Deutschen Fussballbund an den Hartz IV Tarifen, von denen einige das Bundesverfassungsgericht ja gerade für rechtswidrig erklärt hat.

Löw und Bierhoff sind vorläufig unersetzbar, auch wenn dieser „Kaiser“ Franz Beckenbauer anderer Meinung ist. Vorausgesetzt allerdings, dass sie und die Deutsche Nationalelf nicht wenigstens Platz Drei in Südafrika erreichen.

Lieber Boris, da ist Deine Meinung wirklich gefragt. Unsere BILD-Leser lechzen geradezu danach, wie ich von unserem BILD-Volks-Beirat, einer scheindemokratischen Institution, die ich erfunden habe, gerade wieder hörte

Anruf Merkel
Gerade hat mich Frau Bundeskanzlerin Merkel angesichts der zu erwartenden hohen Arbeitslosenzahlen gebeten, mehr „Panem et Circenses“ also Brot und Spiele zu bringen, um so von der düsteren wirtschaftlichen Lage abzulenken. Da könntest Du gerade mit Deiner Familie eine wichtige Rolle spielen, ähnlich wichtig wie die des Metzgergesellen und Derb-Primitiv-Witzchenreissers Schlag-Raab im Unterschichten-Fernsehen.

Ich schlage vor, dass ich einen meiner besten BILD-Fotoreporter für eine Familienrundreise abstelle, sobald die Schneekrise vorbei ist. Daraus machen wir dann eine BILD-Foto-Wohlfühl-Fortsetzungsserie

Ganz herzliche Grüsse an die überglücklichen Beckers! Ich freue mich mit Euch.

Dein BILD-Kai

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afrika

Zwei Jahrestage im südlichen Afrika

Dr. Alexander von Paleske — In diese Woche fallen zwei Jahrestage im südlichen Afrika.
Vor 20 Jahren, am 11.Februar 1990 kurz nach vier Uhr nachmittags, wurde Nelson Mandela nach 27 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Hand in Hand mit seiner damaligen Frau Winnie und von Millionen Menschen in aller Welt am Bildschirm gesehen, führte sein langer Weg endlich in die Freiheit .

Drei Stunden später sprach er auf einer Kundgebung in Kapstadt, an der 60.000 Menschen teilnahmen.


Ansprache Nelson Mandelas, Grand Parade, Kapstadt, 11.2. 1990

Seine Rede begann mit den Worten:

Friends, Comrades and fellow South Africans. I greet you all in the name of peace, democracy and freedom for all.
I stand here before you not as a prophet, but as a humble servant of you, the people. Your tireless and heroic sacrifices have made it possible for me, to be here today. I therefore place the remaining years of my life in your hands. On this day of my release I extend my sincere and warmest gratitude to the millions of my compatriots and those in every corner of the globe, who have campaigned tirelessly for my release.

Zweite Reise ins Gefängnis
Damit begann Mandelas Reise in sein „Zweites Gefängnis“ wie er seine Zeit als Präsident Südafrikas scherzhaft zu bezeichnen pflegte.
Im Jahre 1994 nach langwierigen Verfassungsverhandlungen und Störversuchen rechter Apartheid- Anhänger wurde er am 9.5.1994 vom Parlament nach den ersten freien Wahlen zum ersten schwarzen Staatspräsidenten Südafrikas gewählt.

Lebende Legende
Längst ist der 91 jährige eine lebende Legende geworden. Und obgleich Mandela die Mammutaufgabe der Versöhnung der scheinbar rettungslos verfeindeten Bevölkerungsgruppen in Südafrika mit Bravour erledigte, konnte er sich bei der Wahl seines Nachfolgers – Mandela wollte den ANC-Politiker Cyril Ramaphosa, der erfolgreich die Verfassungsverhandlungen geführt hatte als seinen Stellvertreter und damit Nachfolger – gegen seine eigene Partei, den ANC, nicht durchsetzten.

Stattdessen wurde Thabo Mbeki, der Sohn seines Robben-Island Mithäftlings Govan Mbeki, sein Stellvertreter und 1999 sein Nachfolger im Amt des Staatspräsidenten.

Rückblickend muss man sagen, dass Mandela sich besser für eine zweite Amtszeit zur Verfügung hätte stellen sollen. Aber er wollte endlich Zeit für seine Familie haben.

Unfähiger Nachfolger
Sein Nachfolger Mbeki, paranoid was angebliche Verschwörungen gegen ihn anging, AIDS Leugner,ausserdem Unterstützer des simbabweschen Präsidenten Robert Mugabe und mit einem Schuss schwarzem Rassismus, konnte deshalb nicht an die Erfolge Mandelas anknüpfen. Er wurde vor Ablauf seiner zweiten Amtszeit von seiner eigenen Partei zum Rücktritt gezwungen.

Der jetzige Präsident Jacob Zuma macht vor allem duch seine Polygamie und weitverzweigten Vaterschaften von sich reden. Aber die Probleme AIDS und Kriminalität werden immerhin angepackt.

Jahrestag auch in Simbabwe

Der zweite Jahrestag betrifft die Regierung der nationalen Einheit in Simbabwe.
Vor einem Jahr wurde eine Regierung der nationalen Einheit in Simbabwe gebildet, Mugabe blieb Staatspräsident, sein Herausforderer Morgan Tsvangirai wurde Premier.

Von nationaler Einheit kann allerdings wenig die Rede sein. Mugabe, nachdem er und seine ZANU-PF-Regierung das Land wirtschaftlich zugrunde gerichtet hatten, verbunden mit innenpolitischem Terror, hatte die Parlamentswahlen am 29 März 2008 verloren und die Präsidentschaftsstichwahlen nur gewinnen können, nachdem seine Schergen vor allem die ländlichen Gebiete mit Terror und Einschüchterung überzogen hatten.

Sein Konkurrent Morgan Tsvangirai stieg deshalb aus dem Rennen aus, um dann ein Jahr später doch in eine Regierung der nationalen Einheit einzusteigen.

Wenig Einheit
Viel zu sagen hat er dort allerdings nicht. Mugabe benutzt jede Gelegenheit, um ihn zu demütigen. Wichtige Vereinbarungen vor Bildung der Regierung werden nicht eingehalten, darunter die Ablösung des Notenbankchefs Gideon Gono. Der hatte durch wildes Gelddrucken dafür gesorgt, dass ein Laib Brot zuletzt 1 Milliarde Simbabwe-Dollar kostete.

Im Juli 2008 lag die Inflationsrate in Simbabwe bei unvorstellbaren 231 Millionen Prozent.


Südafrikas Wochenzeitschrift Mail and Guardian, diese Woche

Hoffnung nach Jahren der Hoffnungslosigkeit
Der neue Finanzminister Tendai Biti, ein Anhänger Tsvangirais, hat mit durchgreifenden Massnahmen dafür gesorgt, dass die Gelddruckerei und damit die Inflation, zum Ende kam.
Zahlungsmittel sind jetzt nur noch der südafrikanische Rand und der US-Dollar. Die Folge: Die einstmals leeren Geschäfte haben sich wieder mit Waren gefüllt, ein bescheidenes Wirtschaftswachstum konnte erzielt werden, und seit Jahren gibt es in der Bevölkerung erstmals wieder Hoffnung.

Die weitere Folge: Würden heute Wahlen stattfinden, dann könnte Mugabes Partei ZANU-PF bestenfalls mit 10-20% der Stimmen rechnen. Mugabe weiss das durch seine allgegenwärtigen Geheimdienstmitarbeiter nur allzu gut. Wahlen stehen für ihn deshalb überhaupt nicht zur Diskussion. Sein Ziel ist es, Tsvangirai und seine Leute durch permanente Nadelstiche und Demütigungen zu zermürben und blosszustellen.

Südafrika macht Druck
Wahlen sollen eigentlich im nächsten Jahr stattfinden, aber erst nach Verabschiedung einer neuen Verfassung. Also sabotiert Mugabe und seine ZANU-PF , soweit sie das können, den Prozess einer neuen Verfassungsbildung. Und hier macht nun Südafrika Druck.

Der grösste Unterstützer Mugabes, Thabo Mbeki, ist nicht mehr im Amt und der jetzige Präsident, Jacob Zuma, hat gegenüber Mugabe eine andere Gangart eingeschlagen, und das nicht nur, weil eine seiner Töchter mit dem Sohn des Mugabe- Opponenten Welshman Ncube verheiratet ist.

30 Jahre Unabhängigkeit
Im April feiert Zimbabwe 30 Jahre Unabhängigkeit. Die Feiern sollen ausgerichtet werden von einem Mann, der schon einmal durch seine Unterdrückung der Pressefreiheit verbunden mit Propagandaoffensiven sich einen Namen gemacht hatte, aber wegen einer vorfristigen Nachfolgediskussion sich bei Mugabe schliesslich unbeliebt gemacht hatte: Professor Jonathan Moyo, mit Spitznamen auch Goebbels-Moyo genannt.
Und während es wirtschaftlich etwas aufwärts geht, liegt eine politische Erholung in Simbabwe noch in weiter Ferne.

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Krieg

Nach der Sicherheitskonferenz in München: Mit der iranischen Atombombe leben oder Krieg?

Dr. Alexander von Paleske –9.2. 2010 …. Das ist die Frage, um die es auf der Sicherheitskonferenz am Wochenende in München in Wirklichkeit ging.

Iran will die Bombe
Natürlich war der iranische Aussenminister nur angereist, um Verwirrung zu stiften und zu versuchen, die Gegner des Iran zu spalten. Die Regierung des Iran will Zeit gewinnen.
Der Iran greift nach der Atomwaffe, daran bestehen wohl keinerlei ernstzunehmende Zweifel mehr. Für diese Haltung findet die iranische Regierung auch Unterstützung bei weiten Teilen der iranischen Opposition.

Es war im übrigen Akbar Haschemi Rafsandjani, einer der schärfsten Gegner von Staatschef Ahmadinejad, der seinerzeit angesichts des Angriffs des Irak gegen den Iran in den 80er Jahren, bei dem auch Giftgas zum Einsatz kam, den Ayatolla Khomeini überzeugte, das nach der Vertreibung des Schahs eingestellte iranische Atomwaffenprogramm wieder aufzunehmen. Khomeini hatte zunächst den Stopp des Atomwaffenprogramms angeordnet, weil er Atomwaffen als Teufelszeugs des Westens ansah.

Zu dieser Haltung steht Rafsanjani nach wie vor.

Ahmadinejad hat keinen Hehl daraus gemacht, dass er Israel als jüdischen Staat lieber heute als morgen von der Landkarte verschwinden sehen möchte. Er weiss auch, dass dies ein Wunschtraum ist und bleibt, mit oder ohne Atombombe.
Kein iranischer Politiker ist bereit, Israel mit einer Atombombe, so sie dann fertiggestellt sein sollte, anzugreifen. Alle wissen: Der Vergeltungsschlag Israels bzw. der USA wäre furchtbar und würde den Iran von der Landkarte löschen.

Es gibt keine Hinweise, dass der Iran sich in diesem Punkte irrationaler verhält, als Pakistan, Indien, Nordkorea oder Israel.
Dies hat sehr überzeugend der Militärhistoriker Martin van Creveld, der an der Hebräischen Universität von Jerusalem lehrt, in einem Artikel in der ZEIT vom 28. Januar 2010 Seite 11 „Mit der Bombe leben“ nachgewiesen.

Warum dann Krieg?
Warum steht aber dann der Angriff Israels gegen den Iran auf der Tagesordnung?
Israel, selbst im Besitz von wenigstens 150 Atomsprengköpfen, hat bereits gelernt, mit einer islamischen Atommacht zu leben: Pakistan. Ohne Probleme versteht sich.

Pakistan hat aber, anders als der Iran, keine engen Verbündete wie Hamas im Gazastreifen oder Hisbollah im Libanon, deren Schicksal den Iranern keineswegs gleichgültig ist.

Allen ist gemeinsam, dass sie das Existenzrecht Israels nicht anerkennen, ohne dass dies Israel je in seiner Existenz gefährdet hätte. Auch mit einer iranischen Atombombe wäre die Existenz Israels nicht in Frage gestellt.

Mit oder ohne Bombe: Existenzrecht Israels
Der Iran, im Besitz der Atombombe würde aber aus dem vorhandenen Ungleichgewicht eine Art Gleichgewicht herstellen. Es würde ein Gleichgewicht des Schreckens mit Israel und damit auch zum Nutzen von dessen Verbündeten in Gaza-Streifen und im Libanon hergestellt. Ein Gleichgewicht, wie es seinerzeit zwischen West und Ost in den 50er 60er und 70er Jahren bestand.

Die jetzt forcierte Vertreibungspolitik gegenüber den Palästinensern in Ost-Jerusalem würde damit schwieriger, jedenfalls psychologisch schwieriger.

Auch ein erneuter Einmarsch in den Libanon, ebenso wie Angriffe der Israelis gegen die Palästinenser, wie zuletzt in Gaza vor einem Jahr, einschliesslich der Bombardierung von Krankenhäusern und Schulen, wären erheblich riskanter . Denn erstmals hätte eine Drohung seitens des Iran in einer solchen Situation ein ganz anderes Gewicht : Es wäre keine leere Drohung mehr. Anders ausgedrückt: Israel könnte nicht mehr so rücksichtslos schalten und walten wie bisher.

Mehr noch: Israel würde an Attraktivität für zuzugwillige Juden aus der ganzen Welt verlieren, und die Auswanderung aus Israel würde möglicherweise ganz andere Ausmasse, als zur Zeit, annehmen.

Israel, als einzige Militärmacht in Nahost im Besitz von Atombomben, in den 60er Jahren mit Hilfe von gekapertem Uran hergestellt , machten es in gewisser Weise unverwundbar. Es konnte schalten und walten und brauchte nicht auf die berechtigten Forderungen der Palästinenser eingehen.

Im Gegenteil: Immer mehr Land wurde ihnen stattdessen weggenommen. Das alles ähnelt mehr und mehr der seinerzeitigen Apartheidpolitik Südafrikas.

Kein Abschied vom Status Quo – koste es was es wolle
Israel will auf gar keinen Fall vom Staus Quo Abschied nehmen, auch nicht um den Preis, dass es zu einem grossen Krieg in Nahost kommt. Das macht in Wirklichkeit die Lage so gefährlich.
Der israelische investigative Journalist Yossi Melman fasste das vor knapp einem Jahr so zusammen:

1. Verhandlungen mit dem Iran seitens der Obama Administration sind sinnlos, weil sie keinerlei für Israel akzeptable Ergebnisse bringen werden.

2. Israel hat die militärische Macht, um die Atomanlagen des Iran in Natanz und Isfahan nachhaltig zu zerstören und damit das Atomprogramm Irans um Jahre zurückzuwerfen

3. Der Iran hat nicht die militärischen Mittel, um nach einem derartigen Angriff zurückzuschlagen.

4. Der Angriff Israels würde seinen Status als regionale Supermacht in Nahost wiederherstellen, der durch die Kriege gegen Hisbollah im Libanon im Jahre 2006 und Hamas in Gaza stark gelitten hat. Eine Supermacht, die vor nichts zurückschreckt .

5. Dieser Angriff diene letztlich den wohlverstandenen Interessen der USA und der arabischen Regierungen in der Golfregion, die sich zunehmend durch die Aufrüstung des Iran bedroht sähen.

6. Der Angriff auf den Iran alleine würde Israel politisch isolieren und müsste deshalb begleitet sein von der Errichtung eines Palästinenserstaates.

So weit Melman.

Es gibt aber keinen Grund, die iranische Atombombe anders zu betrachten, als die nordkoreanische, die pakistanische, die indische , die US-amerikanische, die russische, die britische oder die französische. Da hat Martin van Crefeld völlig recht.

Die Schrecken der Shoa dürften in diesem Falle wohl seitens Israels nur als vorgeschobenes Argument dienen.
So wird wohl aber gleichwohl letzten Endes der US-Senator Joe Lieberman Gehör finden mit seiner Forderung nach einem Militäreinsatz.

Israel braucht Versöhnungspolitiker
Nicht der Iran braucht einen Nelson Mandela, wie ein Kommentator für N-TV gestern meinte, sondern Israel braucht Politiker, die endlich eine Versöhnungspolitik betreiben, die den Namen verdient, die endlich aufhören, die Palästinenser nicht nur als Menschen 2. Klasse anzusehen, sondern auch auf deren berechtigte Forderungen eingehen. Erst dann wird es wirklich Frieden in Nahost geben.

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Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
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Krieg

Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung

Dr. Alexander von Paleske — 6.2. 2010 — Im Jahre 1966 schrieb der damalige Redakteur des politischen Ressorts der Wochenzeitung Die ZEIT, Dr. Theo Sommer – heute fungiert er als Editor at large der ZEIT – zum Krieg in Vietnam:

„Bei aller Kritik an seinen Modalitäten halte ich dieses Engagement im Grundsatz für richtig und unvermeidlich. Als „Zwei-Ozeane-Staat“ müsse Amerika die Freiheit in Asien ebenso verteidigen wie in Europa, als Weltmacht habe es die Aufgabe, den chinesischen Kommunismus einzudämmen, nach der Dominotheorie würde eine Kapitulation in Vietnam nur Aggressionen in Südostasien auslösen. Er sehe keine Alternative zum Engagement.“ (Karl Heinz Janßen, Die Zeit in der ZEIT, 1996 S. 218)

Pressezar Axel Springer gab zur gleichen Zeit die Parole aus:

“ In Saigon wird Berlin verteidigt“.

Wenn man Saigon durch Kabul ersetzt und Südvietnam duch Afghanistan, dann sind wir in der Jetztzeit angekommen.

Und weiter heisst es bei Karl Heinz Janßen:

Als der damalige US Präsident Johnson seinen gescheiterten Oberkommandierenden, General Westmoreland zurückruft, tritt Redakteur Theo Sommer den Rückzug an und verkündet, dass der Krieg nur um einen unzumutbar hohen Preis gewonnen werden kann und das bisherige Ziel – ein unabhängiges, stabiles, nichtkommunistisches Südvietnam möglicherweise unerreichbar ist.“

Bei der Orientierungssuche zum Thema Afghanistan erwartet man von der ZEIT als führender liberaler Wochenzeitung Deutschlands „Meinungsführerschaft“ basierend auf tiefschürfenden substantiellen Analysen. Aber auch, dass sie aus ihren Fehlern gerade im Zusammenhang mit der Einschätzung des Vietnamkrieges gelernt habe.

Die verstorbene Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff, deren 100. Geburtstag gerade mit grossem Tam Tam in der Wochenzeitung gefeiert wurde, formulierte das einst so:

„Wir müssen die Emotionen rationalisieren, wir müssen gegenhalten, wenn die Leute sich zu viel aufregen, und wir müssen anfeuern, wenn sie stumpfsinnig dasitzen und immer noch nicht begriffen haben, dass etwas Unerhörtes vorgeht

In Afghanistan geht Unerhörtes vor sich
Eine der grössten Militäraktionen überzieht das Land. Ungezählte Opfer hat sie bereits unter der Zivilbevölkerung verursacht.

Das ursprüngliche Kriegsziel, die Vertreibung der Al Qaeda war bereits nach kurzem Einsatz im Jahre 2001 erreicht. Osama bin Laden und seine Terrorfreunde konnten aus dem Höhlenkomplex Tora Bora nach Pakistan entkommen, weil man „vergessen hatte“ die Fluchtrouten nach Pakistan, deren gab es zwei, komplett zu sperren.

Die Al Qaeda -Terroristen zogen in die Stammesgebiete Pakistans, die afghanischen Taliban verschwanden erst einmal von der Bildfläche, aber nur kurzfristig.

Neue Terroristenheimat
Al Qaeda fand aber nun neben den Stammesgebieten in Pakistan andere Länder als Basis und Nachahmer: In Yemen, in Somalia, in Mali.
Der Abzug der Nato-Truppen hätte deshalb längst auf der Tagesordnung stehen müssen. Aber mit Afghanistan hatte man Grosses vor. Im Eilgalopp sollte aus den zersplitterten Stammesstaat ein Zentralstaat gemacht werden, ohne die Bevölkerung, und die wird in erster Linie durch die Stammesältesten vertreten, zu konsultieren. Ihnen wurde statdessen von aussen ein Konzept übergestülpt.

Etwas Geld floss in einige Infrastrukturprojekte, wie Strassenbau Elektrizitätsversorgung. Milliarden flossen hingegen für das Militär. Kabul samt deren korrupter Regierung zweigten ordentlich Gelder für sich ab.

Alles ganz entsprechend der Maxime des seinerzeitigen US Präsidenten Bush, dass man nach Afghanistan gekommen sei, um Al Qaeda zu vertreiben, aber nicht, um den Wiederaufbau des Landes abzusichern.

Daneben folterte man und bombte kräftig in Gebieten, die abseits der Hauptstrassen und Städte lagen, oftmals traf man statt der Taliban die Zivilbevölkerung. Und neben den regulären Truppen bediente man sich zunehmend der Söldnerfirmen wie Blackwater (jetzt XE), Triple Canopy, Dyncorp und anderen. Söldner, die schon im Irak durch das Abknallen von Zivilisten sich einen zweifelhaften Ruf erworben hatten.

Das Resultat:
Die Taliban kamen zurück und fanden Unterstützung in der Bevölkerung. Denn mittlerweile stellten die Afghanen fest, dass die Nato Truppen als Besatzer sich dort eingerichtet hatten, dass an der miserablen Lage für die verarmte Bevölkerung sich nichts, aber auch gar nichts änderte, und dass die Zentralregierung vor allem die Taschen sich vollstopfte.

Anfänglich vereinzelte Aktionen der versprengten Taliban wurden zu einem organisierten Guerillakrieg.
Die Aehnlichkeit mit dem Krieg in Vietnam ist frappierend, die Kommentare in den Medien ebenfalls..

Und während Nato- Soldaten, auch Bundeswehrsoldaten, in Zinksärgen in die Heimat zurückkehren, kippte die Zustimmung zu dem Kriegsabenteuer in Afghanistan. Nicht nur in Deutschland, auch in den USA ist die Mehrheit der Bevölkerung mittlerweile gegen den Einsatz der eigenen Truppen dort.

Dönhoffs Credo?

In solch einer Situiation erwartet man von einer liberalen Wochenzeitung das, was die seinerzeitige Herausgeberin Marion Dönhoff seinerzeit so formulierte:

Der legitime Platz des Liberalen ist zwischen allen Stühlen, Es darf ihn nicht kümmern, wenn er von allen Seiten beschimpft wird.

Was wir in den letzten Monaten in Sachen Afghanistan jedoch geboten bekamen, entsprach kaum diesem Credo. Im Gegenteil.
Mit-Herausgeber Josef Joffe, dessen Artikel im Zusammenhang mit dem Israel-Iran-Konflikt wir schon als kriegstreiberisch kritisiert hatten, meldete sich am 3. September vergangenen Jahres zu Wort: „Krieg als Vorsorgeprinzip“ Zitat:

Wir müssen in Afghanistan bleiben, zu unserem eigenen Schutz

Also: Berlin wird in Kabul verteidigt. Als Vorsorge sozusagen. Eine Analyse der Verhältnisse in Afghanistan fehlt völlig. Die soziale Basis der Taliban und die Gründe für deren Erstarken werden in oberflächlichster Weise abgehandelt. Und schliesslich das Resumee

„Der Machtkampf gegen die Taliban wird eher durch Kungeln als durch Kugeln entschieden. …Selbstverständlich muss diese (militärische) Herkulesarbeit von einem nationalen Versöhnungsprozess überwölbt werden, der auch diverse Taliban-Truppen einbezieht, denen Stammesinteressen näher sind, als der Koran.“

In die gleiche Kerbe hauen dann die Universalreporterin Andrea Böhm und Bernd Ulrich am 14 Januar 2010.
Titel: „So lange wie nötig“.

Wie in Joffes Artikel fehlt jegliche substantielle Analyse. Dafür wird pauschal als Klischee verdammt, aus der Vergangenheit zu lernen „Geschichte schreibt kein Diktat für die Zukunft“ . Da werden „Erfolge“ bei der Bekämpfung des Mohnanbaus berichtet, und gleichzeitig unterschlagen, wie katastrophal die militärische Lage durch den Zustrom, den die Taliban erhalten, mittlerweile geworden ist.

Dann wird dafür geworben, dass sich der Abzug der Bundeswehr nicht exakt bestimmen lässt, es könnten auch acht Jahre sein, das hänge von der Stabilität in Afghanistan ab. Und diese Stabilität hänge davon ab, ob die Afghanen einen Staat zu Gesicht bekommen, der, so hässlich er auch sein mag, eine minimale Grundversorgung sichern kann.

Auch der SPD-Fraktionschef Steinmeier darf sich verbreiten unter der Ueberschrift „Jetzt raus-nein“.

Erst jetzt – endlich möchte man sagen– hat der ehemalige Bundeskanzler r und jetzige Mit-Herausgeber der ZEIT, Helmut Schmidt, klare Worte gesprochen, nämlich dass der Krieg nicht zu gewinnen ist. Schmidt fordert Zurückhaltung bei der Bereitstellung weiterer Truppen.

Den Aufbau einer afghanischen Polizei und Armee sieht er mit grosser Skepsis, weil ein Zentralstaat in Afghanistan sowohl in der nahen als auch mittleren Zukunft eine Illusion bleiben dürfte.
Er schliesst:

„Ich muss vermuten, dass sich der Westen nur unter grossen Verlusten der Zivilbevölkerung, der Soldaten, Verlusten an Ansehen und politischem Prestige aus Afghanistan „herauswursteln“ kann – wenn überhaupt.

Und Helmut Schmidt stellt den Konflikt in Afghanistan zutreffend in einen grösseren Zusammenhang mit anderen Konflikten.

Palästinakonflikt als Treibsatz
Der Konflikt Israels mit den Palästinensern, anders ausgedrückt, die Weigerung Israels, den gerechten Forderungen der Palästinenser zu entsprechen, stattdessen deren tagtägliche Demütigung, hat Auswirkungen, die weit über das eigentliche Konfliktgebiet hinausreichen und werden weiter den Dschihadisten die Munition und die Truppen zuführen, ob in Pakistan, Yemen, Somalia oder in der Sahara.

Es ist schon bedauerlich, dass die führende Wochenzeitung Deutschlands erst mit der Stellungnahme Helmut Schmidts wieder etwas Meinungsführerschaft dank vernünftiger Analyse zurückgewinnen konnte, die sie durch die erbärmlichen Artikel von Böhm, Joffe und Co mittlerweile verloren hatte.

Und während heute ein Stammesführer in Deutschen Fernsehen (DW-World) darauf hinwies, dass nur bei einem Wiederaufbau, der den Namen verdient, die Unterstützung der Bevölkerung für die Taliban nachlassen werde, hat im Gegensatz dazu die Nato auf einer Konferenz in der Türkei gerade beschlossen, trotz mehr Truppen die Mittel zu kürzen.

Man braucht nicht viel Phantasie um zu erahnen, wieviel Mittel tatsächlich der verarmten und hungernden Bevölkerung Afghanistans letztlich zur Verfügung stehen werden.

Den Taliban dürfte das nur recht sein. Die Nato und die Zeit arbeiten für sie.

Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT

Als Ergänzung aus dem Jahr 1859

Theodor Fontane

Das Trauerspiel von Afghanistan

Der Schnee leis stäubend vom Himmel fällt,
Ein Reiter vor Dschellalabad hält,
„Wer da!“ – „Ein britischer Reitersmann,
Bringe Botschaft aus Afghanistan.“
Afghanistan! Er sprach es so matt;
Es umdrängt den Reiter die halbe Stadt,
Sir Robert Sale, der Kommandant,
Hebt ihn vom Rosse mit eigener Hand.

Sie führen ins steinerne Wachthaus ihn,
Sie setzen ihn nieder an den Kamin,
Wie wärmt ihn das Feuer, wie labt ihn das Licht,
Er atmet hoch auf und dankt und spricht:

„Wir waren dreizehntausend Mann,
Von Kabul unser Zug begann,
Soldaten, Führer, Weib und Kind,
Erstarrt, erschlagen, verraten sind.

Zersprengt ist unser ganzes Heer,
Was lebt, irrt draußen in Nacht umher,
Mir hat ein Gott die Rettung gegönnt,
Seht zu, ob den Rest ihr retten könnt.“

Sir Robert stieg auf den Festungswall,
Offiziere, Soldaten folgten ihm all‘,
Sir Robert sprach: „Der Schnee fällt dicht,
Die uns suchen, sie können uns finden nicht.

Sie irren wie Blinde und sind uns so nah,
So lasst sie’s hören, dass wir da,
Stimmt an ein Lied von Heimat und Haus,
Trompeter blast in die Nacht hinaus!“

Da huben sie an und sie wurden’s nicht müd‘,
Durch die Nacht hin klang es Lied um Lied,
Erst englische Lieder mit fröhlichem Klang,
Dann Hochlandslieder wie Klagegesang.

Sie bliesen die Nacht und über den Tag,
Laut, wie nur die Liebe rufen mag,
Sie bliesen – es kam die zweite Nacht,
Umsonst, dass ihr ruft, umsonst, dass ihr wacht.

„Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan.“

(1859)

terror

The Right Truth

Debbie Hamilton – “ If journalists are afraid of litigation, they should seek another profession.“

„The Freedom of Speech legislation will be presented to the Senate Judiciary Committee in late February. All Americans should contact their senators and congressman and press for its passage. We are the only nation on earth that grants its citizens freedom of speech. Unfortunately, that freedom is being taken away from us and most Americans remain silent and uninformed.“

Debbie Hamilton: Thank you Dr. Williams for taking the time to answer a few questions about legal-jihad or law-fare (war by legal action) and your personal battle. McMaster University in Canada is suing you. Will you summarize for readers exactly what you said and did that is the basis of this suit and what judgment McMaster is suing for if they win. I believe I read that the amount is somewhere around $2 million.

Dr. Paul Williams: Debbie, I am being sued by McMaster University for reporting the following:

1. McMaster has harbored leading al Qaeda operatives, including Adnan el-Shukrijumah, Jaber A. Elbaneh, Abderraouf Jdey, and Amer el-Maati. This finding was a result of the interrogation of Khalid Sheikh Mohammad, who was taken into custody in Karachi by ISI officials on March 3, 2003. A BOLO (“Be-on-the-Lookout”) for these operatives was issued by former US Attorney General John Ashcroft and FBI director Robert Mueller on March 21, 2004. A reward of $5 million has been posted for each of these agents. Adnan el Shukrijumah has been described by the US Justice Department as „the next Mohammad Atta“ who has been commissioned to commandeer the next attack on U.S. soil. McMaster is an ideal location for these operatives to study since it houses a 5 megawatt nuclear reactor, one of the largest reactors for educational purposes in the western hemisphere. The first accounts of these operatives at McMaster were written by Bill Gertz of „The Washington Times“ and Scott Wheeler of “Insight.” They appeared on October 17, 2003 and remain posted on the internet. I met with a McMaster official who verified these reports. But, again, I am far from the first to report this story and far from the last to verify it.

2. When the operatives left McMaster, 180 pounds of nuclear material was reported missing. The story of the missing waste was first reported by former federal prosecutor John Loftus on WABC News and by Attorney Janice L. Kephart of the 9/11 Commission in an address before the House Committee on the Judiciary entitled „The Need to Implement WHIT to Protect Homeland Security.” This address is also accessible on the internet. It was verified by Scott Wheeler of The Washington Times who spent a considerable amount of time on the McMaster campus. The McMaster official restated this account of the missing nuclear material when I interviewed him.

3. The College of Engineering at McMaster contains an over-abundance of professors from terror-sponsoring countries. In the Division of Earthquake Engineering, 9 out of 10 faculty members are from the Universities of Cairo and Alexandria. For verification, go to this site: http://www.eng.mcmaster.ca/civil/vibs/.

Similarly, the only full-professors at the College of Engineering, when I wrote about the university in 2005, all hailed from The University of Cairo or The University of Alexandria. Ditto the Dean, Vice President, and the Department Head of the same department. Jane Corbin of BBC points out in her book on al Qaeda that the engineering department at the University of Cairo remains under the control of the Muslim Brotherhood. Stating such facts in Canada constitutes racism, and, therefore, I am being dragged into Canadian court.

4. Officials from the Ontario Provincial Police (OPP), when I met with them in Hamilton, confirmed that McMaster has been under scrutiny for a long time; that many of the students have ties to radical Islam and terrorist organizations; and that Islamic members of the faculty have conducted clandestine meetings at an off-campus address in Hamilton. I did not meet with the OPP alone. Dr. Hugh Cort (a physician), Laurice Tatum (a private investigator) and Judi McLeod (editor of Canada Free Press) were also present. At the conclusion of the meeting, the OPP officials – – Detective Constables Dennis A. Bryson and Tim Trombley – – advised me to warn the American people of the situation at McMaster and the fact that the campus was a “hive of jihadi activity.” For heeding this advice and warning the American people, I am being sued for defamation.

5. Two of the terrorists who were taken into custody in the plot to kill the Canadian Prime Minister and to blow up Parliament were students from McMaster. I appeared on the national airwaves to inform the public that something very significant was unearthed by investigators in Toronto and that a major bust would take place in a matter of days. I was right. Five days later the arrests were made. But this didn’t vindicate me in Canada since the terrorists were arrested after I made the announcement. I’m sure some of your readers and listeners will be shaking their heads at this last statement. But truth is not a defense in Canada.
There you have it as succinctly as I can state it.

Debbie Hamilton: You have been living under this suit for how many years now and what toll has this taken on your personal life and finances?

Dr. Paul Williams: It has been devastating. I was forced to obtain Canadian and American lawyers at considerable costs and to pay investigators to revisit McMaster in order to substantiate my claims. At the same time, I became a pariah in the publishing world. From 2000 to 2007, I wrote nine books that were sold to major publishing firms – – some became international bestsellers and attracted widespread acclaim. I was a popular figure on Fox News and other national news outlets. As soon as I was slapped with the suit, the book offers ceased to come and the welcome mat to the outlets was removed. Still and all, I am fortunate. My family has stood firmly behind me and the Lord is with me.

Debbie Hamilton: Previously you said you welcomed the lawsuit because it would give you access to all of McMaster’s records through the legal process of discovery and you would be able to expose what you believe could well be the nerve center for Osama’s „American Hiroshima“ project to blow up ten American cities with suitcase nukes. How is the discovery process proceeding and are you pleased with the documents you have received so far?

Dr. Paul Williams: I have not been granted access to any documents – – not even student records, not even the dossiers of the Muslim staff members. My Canadian lawyers refuse to request such documentation – – claiming that any findings that I uncover will not be admissible in Canadian court. And so, I am even denied the right to substantiate my allegations. The libel laws in Canada are radically different from the laws in the U.S. Let’s remember that I am an American being tried by a foreign court under foreign law. I have been stripped of my Constitutional rights and the protection of my government.

Debbie Hamilton: Many Americans have a hard time understanding how you, or anyone, can be sued by a foreign nation or entity for something you said or did in your own home here in the United States. Can you explain how that works?

Dr. Paul Williams: It’s a result of globalism and free trade agreements, including NAFTA It’s a situation that will worsen with the decline of nationalism and the surrender of our national interests. Your question is apt and your audience should realize that what I wrote about McMaster was written from my office in Pennsylvania; what I said about McMaster was said from my home to radio hosts who called me.

Debbie Hamilton: I understand that some states in the U.S., California, New York, Florida, and Illinois, have passed laws to prevent anything like this from happening again. Is this correct and do you see other states following their lead?

Dr. Paul Williams: The Freedom of Speech legislation will be presented to the Senate Judiciary Committee in late February. All Americans should contact their senators and congressman and press for its passage. We are the only nation on earth that grants its citizens freedom of speech. Unfortunately, that freedom is being taken away from us and most Americans remain silent and uninformed.

Debbie Hamilton: Do you see an end in sight as to your personal lawsuit? What would be your perfect verdict? If you don’t see a perfect verdict, what would be an acceptable verdict and what is the worst outcome, that outcome that you fear?

Dr. Paul Williams:
When you lose your life savings and your professional career, you realize that you have nothing else to lose and that you have reached a state of real freedom. I am free to face a court and to tell a jury about the situation at McMaster that threatens everyone in the western hemisphere. This is a wonderful opportunity and I intend to make the most of it. The perfect outcome for me would be widespread media coverage and an in-depth investigation of jihadi activity on campuses throughout Canada and the U.S. Under Canadian law, a victory for a hard-nosed journalist like me might be hard to come by. But I am Irish and, given my day in court, I will draw blood.

Debbie Hamilton: Many have been silenced by the threat of physical terrorism and also by law-fare, and go out of their way not to insult radical Islam. We’ve seen that recently with the Christmas Day bomber Nigerian Umar Farouk Abdul Mutallab and the Fort Hood massacre by Nidal Malik Hasan, where intelligence agencies and the military went out of their way not to use the words ‘religion’, ‘Islam’, and ‘Muslim’.
What advice would you offer to authors, journalists and individual citizens who value free speech and want to be accurate in their reporting? What can they do to avoid being treated as you have been?

Dr. Paul Williams: If journalists are afraid of litigation, they should seek another profession. I have been careful to document every assertion that I make. My books are filled with hundreds of footnotes. I have served as the editor/publisher of an award-winning newspaper. My reports have resulted in the arrests and convictions of some very nasty individuals. But such scrupulousness, training, and hard work can not save anyone from a lawsuit. I can only quote H. R. Mencken, “Don’t trust any reporter who hasn’t been sued at least once.”

Debbie Hamilton: Thank you so much for this interview. Please know that you have many supporters who would like to help in some way. Is there something readers can do to help, in addition to contributing to the Dr. Paul L. Williams Defense Fund?
Dr. Paul Williams: Grant me mention in their prayers and stand up for America by supporting the Freedom of Speech Act.