Unkategorisiert

Seehofer als Wegbereiter für ein Diktat der Gen-Lobby?

Marcel-Franz Paulé – Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) drängt auf die Abschaffung des Genehmigungsverfahrens für die Zulassung neuer Genpflanzen in Europa. Eine Änderung der seit rund drei Jahren geltenden Regeln, nach denen die EU-Kommission den Mitgliedstaaten die Zulassung aufgrund einer Risikoanalyse der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vorschlägt, könnte zu einem Freibrief und damit zur Machterweiterung für Unternehmen werden, die mit der Veränderung von Genen ihren Reichtum mehren. Seehofers Worten nach will er die Einflussnahme der Politik und staatlicher Kontrollen, zu deren Aufgaben u.a. noch die Sicherung ethischer Überwachung zählt, negieren.

Um nun nicht als Webbereiter für ein Diktat der Gen-Lobby beschimpft zu werden, so könnte man meinen, lässt er derzeit eine Propaganda verbreiten, der nach er auf einen vorläufigen Stopp der Zulassung neuer Genpflanzen in Europa dringt.

Das vorläufige Moratorium würde auch ein deutsches Produkt treffen: Die Genkartoffel „Amflora“ des BASF-Konzerns. Das Unternehmen will die Kartoffel nicht nur für die Stärkeproduktion in der Industrie, sondern auch als Futtermittel für Schweine genehmigen lassen. Seehofer behauptet, er lehne dies ab, da „Amflora“ damit in die Nahrungsmittelkette gelangen würde.


Soll auch an Schweine verfüttert werden: Gen-Kartoffel „Amflora“.

Doch das von ihm verlangte Moratorium dürfte nur Augenwischerei sein. Es geht ihm offensichtlich nicht um die Sicherheit der Verbraucher, sondern um die Sicherheit der Unternehmen, die ihnen das Essen mit Gen-Kost vermiesen. Denn, so Seehofer: „Das sollte man jetzt erstmal stoppen und schauen, ist das Verfahren so in Ordnung“, die Entscheidung der Politik zu überlassen, sei aber „hoch unbefriedigend“. „Das wäre ja so, als wenn politische Gremien über die Zulassung von Arzneimitteln entscheiden würden.“

Kurz: Alle Macht künftig der Gen-Industrie! Nun also wissen wir, über welche Winkelzüge Seehofer dies erreichen will. Nicht die Risiken gen-manipulierter Nahrungsmittel sollen überprüft werden, sondern die Zulassungsverfahren selbst.

afrika

Fusball-WM-Auslosung und Raubmord – Südafrika präsentiert sich der Welt

Dr. Alexander von Paleske – Es sollte alles so gut werden – die Auslosung der Fussball-Weltmeisterschaftsduelle gestern in Durban. Sepp Blatter war da, Bierhoff und natürlich Beckenbauer. Und ein großes Polizeiaufgebot, um die Sicherheit zu gewährleisten. Südafrika wollte sich von seiner besten Seite präsentieren, aber die Realität klopfte unerbittlich an die Tür.

Es fing am morgen damit an, dass Oliver Bierhoff im Hotel die Aktentasche geklaut wurde; mit Pass, Handys und Unterlagen für die Auslosung. Gleiches widerfuhr Georg Behlau, dem Leiter des Büros der Nationalmannschaft.

Oliver Bierhoff spielte den Vorfall herunter und äußerte vor der Verlosung nur, er hoffe, dass nichts weiter vorfalle. Das sollte sich als frommer Wunsch erweisen, denn der frühere Fußballprofi Burgstaller aus Salzburg, der auf Einladung Beckenbauers nach Durban zur Auslosung gekommen war, wurde das Opfer eines Raubmordes.

Dies kann Überraschung nur bei denjenigen auslösen, die offenbar keine Vorstellung davon haben, welches Ausmaß die Kriminalität insbesondere die Gewaltkriminalität in Südafrika mittlerweile angenommen hat. Vor wenigen Wochen wurde auch der international bekannte Reggaesänger Lucky Dube Opfer eines Raubmordes. Und der Staatspräsident von Südafrika, Thabo Mbeki, der noch vor kurzem die Berichte über die Gewaltkriminalität als „von Weißen aufgebauscht“ bezeichnet hatte, trägt daran ein gerüttelt Maß an Verantwortung.

Der Influx von Wirtschaftsflüchtlingen aus Zimbabwe, wo Mbeki seit 7 Jahren eine stille und erfolglose Diplomatie betreibt, hat die Kriminalität gewaltig ansteigen lassen. Schlimmer noch: Durch das bisherige Herunterspielen des Problems seitens Mbeki wurden natürlich auch dringend erforderliche Maßnahmen unterlassen, um dieses Krebsgeschwür einzudämmen.

Mbeki eröffnet Schlammschlacht
Während die entscheidende ANC-Konferenz in Polokwane Mitte Dezember stattfinden soll, immer näher rückt, zitiert Präsident Mbeki nun nicht mehr Shakespeare, sondern startet stattdessen eine Art Schlammschlacht gegen seinen härtesten Herausforderer Jacob Zuma, der in den vergangenen Wochen erheblich an Boden gutmachen konnte. Mbeki forderte ANC–Parlamentarier am Wochenende auf, nicht für Kriminelle und Vergewaltiger auf der Konferenz in Polokwane zu stimmen.

Jacob Zuma, auf den sich diese Äußerung offenbar bezog, war aber vom Vorwurf der Vergewaltigung rechtskräftig freigesprochen worden; das Strafverfahren wegen Bestechung gegen ihn läuft noch, bis zu einem Abschluss hat er daher als unschuldig zu gelten.

Was kümmert das den Präsidenten Thabo Mbeki! Südafrika geht schwierigen Zeiten entgegen.

deutschland

Hamburger Staatsrat nutzte Dienstwagen privat – jetzt hat’s gekracht

onlineredaktion – Ein neuer Skandal für Hamburgs CDU: Nicht „Crashkid Dennis“, Hamburgs ehemaliger jugendlicher Autodieb, fuhr eine teure Limousine, die ihm nicht gehörte, zu Schrott, sondern ein Innenstaatsrat.

Der Hamburger Innenstaatsrat Christoph Ahlhaus (CDU) nutzte seinen Dienstwagen privat für Spritztouren an die Ostsee. Am vergangenen Wochenende vermasselte Rotwild den Saus. Auf der Autobahn soll ihm ein Reh „urplötzlich“ vor den Grill seines E-Klasse-Mercedes gesprungen sein. Durch den Aufprall wurde die Motorhaube abgerissen und auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Ob sie dort jemanden traf, blieb bislang unbekannt. Aber die Hamburger Boulevard-Presse spricht kollektiv „von einem Wunder“, bei dem Ahlhaus und sein Beifahrer, der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Schira, mit leichten kleineren Schnittwunden davon kamen. Beide wollten sich, wie Ahlhaus freimütig ausplauderte, mit Frauen an der Ostsee treffen, um mit ihnen dort zu essen.


Schöne Pirouetten nach Bumms mit Rotwild: Außer Schnittwunden nichts gewesen?

Was genau bei dem Unfall passierte, will Ahlhaus wegen des Airbags nicht gesehen haben, er will aber „schöne Pirouetten gedreht“ haben. Sein Mercedes rammte angeblich nur deshalb kein anderes Fahrzeug, weil die Autobahn gerade leer war. Ob jedoch beide CDU-Politiker nur mit ihren Schnittwunden davon kommen, ist die Frage. Immerhin nutzten sie am Wochenende den von Steuergeldern bezahlten Dienstwagen, der nun wahrscheinlich ein Wrack ist, für eine private Lustfahrt.

spionage

Alleged CIA Informant Said to Be in Contact with Atta

Cooperativeresearch – In September 2000, Luai Sakra enters Germany seeking asylum, using the name “Louia Sakka” (one of several ways his name is transliterated). He moves with his wife and two children to a government asylum dormitory in a small town in central Germany while waiting for a verdict. [Der Spiegel (Hamburg), 8/15/2005; Agence France-Presse, 10/27/2005]

After his 2005 arrest in Turkey, Sakra will confess to helping some of the 9/11 hijackers. He will claim to have helped some of the 9/11 hijackers while in Bursa, a city in Turkey 60 miles south of Istanbul. [Washington Post, 2/20/2006]

But he will also say that he knew Mohamed Atta, which presumably would take place during Sakra’s time in Germany. He will warn the Syrian government about the 9/11 attacks one day before they happen and evidence will suggest he was an informant working for the CIA and other governments. He will later admit meeting Asaf Shawkat, head of Syrian intelligence, in Germany, but it is not known when this meeting took place. [BBC, 11/10/2005]

Sakra is indicted in Jordan for allegedly supporting planned attacks around the turn of the millennium. His 2001 Jordanian indictment reads, “Current residence: Germany, on the run.” It is not clear if Jordan communicated with the German government about his whereabouts at this time. He will be convicted in absentia in Jordan in early 2002 and sentenced to 15 years in prison. Meanwhile, in Germany he loses his asylum appeal and leaves the country on July 24, 2001. His family flies to Syria around the same time. [Der Spiegel (Hamburg), 8/15/2005]

surveillance

Vorratsdatenspeicherung: Die Gier der Datenhamster wächst

World Content News – Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung und TK-Überwachung ist noch nicht einmal in Kraft, da stellen schon die Lobbyvertreter der Film- und Musikindustrie einen Fuß in die Tür. Auf ihren Druck hin soll der Bundesrat am kommenden Freitag das Gesetz dahin gehend „verbessern“, dass auch ein zivilrechtlicher Auskunftsanspruch auf gespeicherte Daten möglich wird, um bei Urheberrechtsverletzungen die das „geistige Eigentum“ betreffen, also z.B. illegalen Musikdownload, Zugriff auf Namen und Adressen von Surfern mit dynamischen IP-Adressen zu bekommen.


Schäubles Online-Durchsuchung in der Praxis (Source: Chr. Hayungs)

Bisher musste in solchen Fällen immer ein strafrechtliches Verfahren angestrengt werden, was oft angesichts fehlender Beweislast, Überlastung der Staatsanwaltschaft oder wegen Geringfügigkeit häufig ins Leere lief. Sollte der Einbau dieses „trojanischen Pferdes“ von Erfolg gekrönt sein, könnte die Unterhaltungsindustrie in großem Stil Filesharer und Raubkopierer erfolgreich mit Zivilklagen überziehen.

Auszug aus dem klammheimlich begehrlichen Änderungswunsch des Rechtsausschusses des Bundesrats:

Der Bundesrat stellt fest, dass nach der Neuregelung des § 113b TKG der zivilrechtliche Auskunftsanspruch gegenüber Internet-Providern, wie er im Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums (BR-Drs. 64/07) vorgesehen ist, leerläuft.

Der Bundesrat bittet daher, im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens zum Gesetz zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums diesen Widerspruch der beiden Gesetze aufzulösen und eine Regelung zu schaffen, die den Auskunftsanspruch auch erfüllbar macht.“

Fefes Blog bringt es auf den Punkt:

Na wer hätte DAS gedacht?! Jetzt soll die Contentmafia Zugriff auf die Daten der Vorratsdatenspeicherung erhalten. Also ich bin ja schockiert — SCHOCKIERT!1!! Genau so schockiert wie bei den ersten 23 Malen, bei denen sie uns erst erzählt haben, es ginge um Massenmörder, dann ging es um Terroristen, dann um Kinderpornographie und am Ende wird es gegen „Raubkopierer“ eingesetzt. Eines Tages, wenn der letzte Kunde im Knast sitzt, wenn die letzte Wahl auf Wahlbetrugsmaschinen umgestellt wurde, wenn die letzte Arbeit ins Ausland ausgelagert wurde, werden die Menschen merken, dass man Vorratsdaten, Patente und Verwertungsrechte nicht essen kann.

Übrigens, was sich bisher kaum rumgesprochen hat: Auch Anonymisierungsdienste wie z.B. TOR werden künftig zur Vorratsspeicherung verpflichtet.

Sollte daher die Empfehlung des Rechtsausschusses des Bundesrates erfolgreich in das neue Überwachungsgesetz implantiert werden, bleibt dem gläsernen Internetbenutzer in diesem „harmonischen Gesamtsystem“ (Zitat Gesetzentwurf) künftig wohl nur noch eine wirksame Option:

Licht aus im Internet, Surferstreik bis der Anschlussknoten platzt!

Dieser Artikel erschien erstmalig beiWorld Content News

vermischtes

Brasilien: Mädchen mit 20 Männern in Gefängniszelle

Karl Weiss – In Abaetetuba in der Amazonas-Region im Bundesstaat Pará Brasiliens wurde nach über einem Monat ein Mädchen aus einer Gefängniszelle befreit, in der sie mit 20 Männern eingesperrt worden war. Das 15-jährige Mädchen wurde während der ganzen Zeit vergewaltigt.

Es ist höchste Zeit, dass der Kapitalismus vom Sozialismus abgelöst wird. Da er aber noch nicht abgelöst wurde, beginnt er in Verwesung überzugehen, konkret: Es beginnt sich die kapitalistische Barbarei zu entwickeln. Am deutlichsten wird dies in den Entwicklungsländern, auch wenn die Anzeichen in den entwickelten kapitalistischen Ländern ebenfalls bereits vorhanden sind.

Brasilien ist eines der Länder, in denen bereits eine Doppelherrschaft zwischen Regierung und mafiösen Kriminellen-Banden herrscht, wie in diesem Artikel beschrieben wird.

Doch auch andere Anzeichen der beginnenden kapitalistischen Barbarei sind bereits festzustellen, wie jetzt der Fall des Mädchens, das mit Männern in eine Zelle gesperrt und einen Monat lang vergewaltigt wurde. Auch der fehlende Aufschrei in Brasilien, als diese Tatsachen bekannt wurden, ist ein solches Anzeichen.

Angesichts der Tatsachen, die über die Gefängnisse des Landes bereits bekannt sind, schien dies nur der logische nächste Schritt zu sein. In Zellen von 18 Gefangenen sitzen oft bis zu 50 ein, es gibt keinen Platz zum Schlafen in den Zellen, ein Teil der Gefangenen muss reihum stehen, damit einige schlafen können, die Plätze an der Wand, wo man sich anlehnen kann, werden mit Gewalt erobert und verteidigt, regelmäßig werden Gefangene von anderen umgebracht usw.

Ebenso ist charakteristisch: Die Verantwortlichen für die Tortur des Mädchens wurden bis jetzt nicht zur Rechenschaft gezogen und werden es wohl auch nie. Man hat lediglich die drei verantwortlichen Polizeioffiziere (Delegados) für dieses Gefängnis zeitweise von ihren Aufgaben enthoben. Ein „Delegado“ in Brasilien hat Abitur und einen Studienabschluss. Umso frappierender die Intelligenz der Ausreden der drei.

Ausrede Nr. 1: Das Mädchen sei gar nicht 15, sondern 19 Jahre alt. Ob sie damit sagen wollten, es wäre richtig gewesen, eine Neunzehnjährige mit 20 Männern zuammenzusperren, hat sie niemand gefragt.

Ausrede Nr. 2: Die Frauenabteilung des Gefängnisses sei unbrauchbar, deshalb hätte man sie mit Männern zusammensperren müssen. Es hatte eine Rebellion gegeben, bei der die Frauenabteilung zerstört wurde. Rebellionen sind in brasilianischen Gefängnissen angesichts der überfüllung und der dort herrschenden Zustände häufig. Es stellte sich allerdings heraus, es gab noch eine ungenutzte Zelle. Man hat das Mädchen also absichtlich mit den Männern zusammengesperrt.

Ausrede Nr. 3: Das Mädchen stünde im Verdacht, einen Diebstahl begangen zu haben. Die „Delegados“ behaupten nicht einmal, sie hätten Beweise dafür. Wieso man jemanden wegen eines Verdachts einen Monat ins Gefängnis stecken darf, wurde ebenfalls nicht gefragt.

Ausrede Nr. 4: Das Mädchen hätte keine Ausweispapiere gehabt, deshalb hätte man es einsperren müssen. Dies wirft ein bezeichnendens Licht auf das „Übliche“ in Brasilien. Die Regel, nur mit richterlichem Haftbefehl länger als 48 Stunden festzuhalten ist längst in Vergessenheit geraten.

In Wirklichkeit muss vermutet werden, es gab nur leichte Hinweise auf einen Diebstahl des Mädchens und die „Delegados“ haben das zum Vorwand genommen, um ihren Gefangenen „eine Freude“ zu bereiten. Vielleicht haben sie auch selbst an den Vergewaltigungen teilgenommen.

Auf einer brasilianischen Internet-Seite kann man ein Video sehen, in dem einer der Gefangenen in jenem Gefängnis interviewt wird, der sich mit einem Hemd über den Kopf unkenntlich gemacht hat, in das er Augen- und Mundschlitze gerissen hat. Er bestätigt: „Ja, sie war über einen Monat da. Der Richter hat sie auch gesehen. Sie hat gesagt, sie sei minderjährig, aber niemand wollte irgendetwas tun.“
Es muss also sogar vermutet werden, auch der zuständige Richter hat es vorgezogen, sich an ihr gütlich zu tun.

Brasilianische Boulevardblätter hängen den Fall an die grosse Glocke. Nicht weil er so unglaublich brutal ist, nein, weil er pikante Einzelheiten zu bieten hat. Es wird kolportiert, das Mädchen habe nichts zu essen und zu trinken bekommen, bevor sie nicht einer Anzahl der Gefangenen zu Willen war.

Das Ganze fand nach diesen Angaben auf einer der Pritschen in der Zelle statt. Das Mädchen scheint diese Pritsche den ganzen Monat nicht verlassen zu haben. Einer nach dem Anderen ist offenbar über sie gestiegen, immer mit dem Vorwand, sie wolle doch wohl bei der nächsten Essensausgabe etwas abbekommen. Eines der Blätter spekuliert sogar, es seien von Kontaktleuten der Gefangenen „Zugangsbillets“ ausserhalb des Gefängnisses verkauft worden an Leute, die ebenfalls junges Fleisch geniessen wollten. Jedenfalls will man mit einem Mann ausserhalb des Gefängnisses gesprochen haben, der behauptet hat, er habe sie auch „genossen“.

Man muss davon ausgehen, das Mädchen wurde tagtäglich zwischen zehn und dreissig Mal vergewaltigt. Eines der Blätter will herausgefunden haben, sie habe Spass am Sex gehabt und habe deshalb all dies ohne viel Aufsehens geschehen lassen. Das kann man angesichts der Grössenordnung aber ausschliessen. Ausserdem – welches Aufsehen will man schon als Mädchen machen, wenn einem nicht einmal gestattet wird, sich von der Pritsche zu erheben.

Die Gesetze in Brasilien sind eindeutig: Personen unter 16 dürfen generell nicht festgenommen und eingesperrt werden, sie müssen vielmehr einer „Tutelarbehörde“ (eine Art Jugendamt) übergeben werden. Falls wirklich Unklarheiten über ihr Alter bestanden hätten, müssten die von der Tutelarbehörde geklärt werden. Das wussten selbstverständlich auch die „Delegados“ und der zuständige Richter.

Natürlich ist auch in Brasilien offiziell verboten, Frauen und Männer in eine gemeinsame Zelle zu sperren. Auch dieser Tatsache waren sich offenbar alle Beteiligten bewusst. Auch dass niemand länger als 48 Stunden ohne richterlichen Haftbefehl festgehalten werden darf, ist selbstverständlich allen bekannt. Es bleibt wirklich nur die Deutung, alle Beteiligten wollten sie ficken und haben daher gemeinsam dies Verbrechen begangen.

Damit bekommen wir eine lahme Andeutung, was uns auch in Deutschland bevorsteht, wenn hier ebenfalls mehr und mehr die kapitalistische Barbarei sich breitmacht. Bereits jetzt werden die Sitten in deutschen Gefängnissen rasch brutaler.

Man sehe sich nur die Entscheidung des deutschen Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vom 21. November 2007 an: Yasmin K., die aus dem Iran nach Deutschland geflüchtet ist, weil sie lesbisch ist und deshalb von den Mullahs zum Tode verurteilt wurde, soll kein Asyl erhalten, sondern in den Iran abgeschoben werden – in den sicheren Tod.

In Brasilien bekam das örtliche Tutelar-Amt erst nach einem Monat anonym einen Hinweis, man solle einmal in jener Zelle des Gefängnisses nachsehen. Auch dann wurde das Mädchen noch nicht freigelassen, sondern erst, als eine Tutelar-Beamtin eine Geburtsurkunde des Mädchens beibrachte, die sie als 15-jährige auswies.

vermischtes

Hilflos bei Infektionen? – Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit

Dr. Alexander von Paleske – 25.11. 2007 — Anfang November berichteten die Medien über eine Untersuchung des Robert Koch Instituts in Berlin. In der Studie wurde eine Zunahme von Resistenzen gegen gängige Antibiotika in deutschen Kliniken festgestellt. So sind z.B die häufigsten Erreger der ausserhalb einer Klinik erworbenen Lungenentzündung, nämlich Pneumokokken, schon in 17% resistent gegen die häufig verwendeten Macrolidantibiotika. Eine knappe Verdoppelung gegenüber dem Jahr 1999.

Viel schlimmer sieht es in den Kliniken selbst aus. Dort breiten sich multiresistente Keime durch den starken und oftmals ungezügelten Verbrauch von hochpotenten Antibiotika aus, oftmals gefördert durch mangelnde Hygiene des Krankenhauspersonals wie z.B. ungenügendes Händewaschen. Hier ist sind vor allem die resistenten Staphylokokken, auch MRSA (Methicillin Resistant Stapylococcus Aureus) zu nennen.

In einigen Kliniken in Grossbritannien beispielsweise beträgt die Resistenz bereits 50% aller Proben, die Staphylokokken als Erreger enthalten.

Damit bestätigt das Robert Koch Institut nur, was bereits in anderen Ländern ebenfalls festgestellt und publiziert wurde: Die Antibiotikaresistenz ist weltweit auf dem Vormarsch.

Auch Erreger von Geschlechtskrankheiten werden resistent
Im Mai berichtete die hochangesehene Medizinzeitung „Lancet“, das US amerikanische Centre for Disease Control, CDC, empfehle nicht länger die Behandlung der Gonorrhö mit Fluorchinolonen (Ofloxacin, Ciprofloxacin u.a.)

Die Fluorchinolone kamen Mitte der 80er Jahre auf den Markt und insbesondere das Ciprofloxacin beeindruckte durch seine enorme Wirksamkeit gegen ein ganzes Spektrum von Problemkeimen. Im Jahre 1993 wurde es dann auch zur Behandlung der Gonorrhö eingesetzt, nachdem Penicilline ihre Wirksamkeit eingebüsst hatten und Fluorchinolone den Vorteil der Tabletteneinahme hatten.

Aus, vorbei. Bis zu einem Viertel der Isolate sind mittlerweile gegen diese Chinolone resistent, bis zum Jahre 2001 waren es erst 1%. Gleichzeitig kam es international zu einem Anstieg von Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhö und Syphilis, in einigen Risikogruppen lag der Anstieg zwischen 1997 und 2003 bei 1.400%.

Damit bleiben zur Behandlung der Gonorrhoe nur noch die als Injektion verfügbaren Cefalosporine der 3. Generation. Das ist besonders katastrophal, weil es dann keine Reservemedikamente zur Behandlung mehr gibt und neue Antibiotika nicht in Sicht sind.

Tiermast als Resistenzschrittmacher
Eine der Hauptursachen für die sich ausbreitende Antibiotikaresistenz lag auch in dem weitverbreiteten Einsatz in der Tiermast, der in Europa erst – als routinemässige Beimischung in das Tierfutter- im Jahre 2006 gestoppt wurde. Ein unglaubliches Versagen der Politiker.
Wie sehr Resistenzen durch den Nichteinsatz in der Tierfütterung verhindert werden können, zeigt das Beispiel Australien. Dort war der Einsatz der Fluorchinolone in der Tierfütterung verboten. Das Resultat war eine extrem niedrige Resistenzrate, wie eine Untersuchung aus Jahre 2006 zeigte.

Aber auch im Obstanbau soll – so verlangen es die schweizer Obstbauern – das Antibiotikum Streptomycin , ein wichtiges Medikament in der Behandlung der Tuberkulose, gegen Feuerbrandbefall der Obstbäume eingesetzt werden

Der Obstverband steht nach wie vor hinter dem von einem Pflanzenschutzmittelhersteller Mitte letzten Jahres eingereichten Gesuch für den Einsatz von Streptomycin. Nach wie vor sei kein anderes Mittel mit einem ähnlich hohen Wirkungsgrad bekannt. Auch das kürzlich vorgestellte Hefepilzpräparat Blossom Protect stelle derzeit keine Alternative zu den Antibiotika dar, liessen die Obstbauern in einer Presseerklärung verlauten.

Die weite Verwendung im Obstanbau dürfte für die Wirksamkeit des Medikaments Streptomycin bei der Behandlung von Infektionskrankheiten,insbesondere der Tuberkulose, nicht ohne Folgen bleiben.

Pharmaforschung konzentriert sich auf chronische Erkrankungen
Die goldenen Jahre der Antibiotika Entwicklung, die mit Entdeckung des Penicillins und des Prontosils ihren Anfang nahmen, sind vorbei.

Ihren Höhepunkt erreichten sie mit der Entwicklung der Cephalosporine der 3. Generation wie des Cefotaxims durch die nicht mehr existierende Firma Hoechst im Jahre 1979, ein Antibiotikum mit einer fantastischen Wirksamkeit gegen fast alle Krankenhaus-Problemkeime, von den Staphylokokken abgesehen. Auch hier heisst es: Vorbei. Der weitverbreitete und oftmals unkritische Einsatz hat auch hier zu erheblichen Resistenzen geführt. Ebenfalls die Chinolone oder Gyrase-Hemmer, die bereits erwähnt wurden.

Mit den Penemen ist diese Entwicklung zum Abschluss gekommen. Neue Antibiotika befinden sich nicht in der Pipeline der forschenden Pharmaindustrie. Damit lässt sich einfach nicht genug Geld verdienen. Die Entwicklung eines Medikaments kostet 500 Millionen US Dollar, 8 von 10 Medikamenten schaffen es nicht bis zum Verbraucher, oftmals wegen der unakzeptablen Nebenwirkungen.

Zum Vergleich: die Entwicklung von Cefalosporinen der 3. Generation bewegte sic h im Bereich von 50 Millionen US Dollar.

Entwicklungskosten, die im Bereich von mehreren Hundert Millionen Dollar liegen lohnen sich beispielsweise bei Krebserkrankungen, wo es zum mehrfachen Einsatz bei demselben Patienten kommt (mehrere Therapiezyklen), oder wie bei chronischen Erkrankungen (Diabetes, Rheuma) zum Dauereinsatz und nicht wie bei den Antibiotika für nur wenige Tage.

Wege aus dem Dilemma
Krankenhaushygiene, zurückhaltendes Verschreiben von Antibiotika etc sind oft genug genannt worden, um die Resistenz unter Kontrolle zu halten, Verbesserungen sind oftmals möglich. Und die Neuentwicklung von Antibiotika unter anderem auch gegen Tuberkulose ist dringend erforderlich. Bestimmte Erkrankungen sind vermeidbar. Dazu gehören ganz besonders die Geschlechtskrankheiten.

Erinnert sei daran, dass es in China in den 50er Jahren gelang, Geschlechtskrankheiten, insbesondere die Syphilis, auszurotten. George Hatem, legendärer Arzt, auch als „Peoples Doctor“ bezeichnet, schloss in Beijing nach der Machtübernahme durch Mao mehr als 244 Bordelle in weniger als 48 Stunden. Anschliessend kam es zu einer breiten Behandlung von Geschlechtskrankheiten.

Mittlerweile ist in China die Syphilis wieder auf dem Vormarsch. Die Inzidenz stieg von 0,5 Fallen per 100.000 im Jahre 1993 auf 5.7 per 100.000 im Jahre 2005. Tendenz: Weiter rapid ansteigend. Der Preis der Freiheit? Aber ein vermeidbarer Preis.

afrika

Kenia – in Tumutumu starb das „Symbol der Hoffnung“

onlineredaktion – Vor 48 Jahren fand eine Krankenschwester in einem kenianischen Dorf einen blinden Jungen, dem beide Beine fehlten – die Folge einer Fehlbildung, die unter dem Namen „Phocomelie“ bekannt ist. Am 7. November 1959 wurde das Kind, Joseph Wanjohi, ins Missionskrankenhaus Tumutumu eingeliefert. Er blieb in dieser Klinik, sogar noch als Erwachsener, und verbrachte die vergangenen 48 Jahre in der Klinik, wo für ihn ein spezielles Bett hergerichtet worden war.

Joseph Wanjohi galt für die anderen Kranken der Klinik als „Symbol der Hoffnung“. Nun berichtet „The Nation“ von seinem Tod. Er starb laut dieser Zeitung vor einer Woche am Samstag.

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Die Hamburger Polizei warnt – Ketten-Email im Umlauf

Polizei Hamburg – Bundesweit verunsichern derzeit falsche Warnmeldungen per Email über eine angebliche Gefahr einer HIV-Infizierung.

Der Absender der Email berichtet, dass sich angeblich eine Person in einem Kölner Kino auf eine HIV-infizierte Spritze gesetzt habe. Des weiteren wird davor gewarnt, unaufmerksam in so genannte Geldrückgabe-Aussparungen zu greifen, da dort ebenfalls HIV-infizierte Nadeln angebracht bzw. abgelegt seien.

Der Absender der Email verwendet hierbei die Unterschrift „LKA
Öffentlichkeitsarbeit“.

Die Hamburger Polizei nimmt dies zum Anlass, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass es sich bei dieser Art von Email um eine
Falschmeldung handelt, die von keinem Landeskriminalamt verteilt wurde.

Der Inhalt der Email ist frei erfunden.

Bei dieser Email handelt es sich um einen so genannten „Hoax“
„Hoax“ kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt: Scherz,
Falschmeldung.

Diese Falschmeldung ist eine Ketten-Email, die ausschließlich dazu da ist, Angst beim Empfänger auszulösen, zu verunsichern und das Internet mit nutzlosem Datenverkehr zu belasten.

Die Hamburger Polizei empfiehlt allen Empfängern, diese Email
nicht weiterzuleiten und unbeachtet zu löschen.

Lg.

POL-HH: 071123-5

ots Originaltext: Polizei Hamburg
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6337

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Presse
Sandra Levgrün
Telefon: 040 4286 56213
Fax: 040 4286 562119
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
http://www.polizei.hamburg.de

deutschland

Sachsen – Fahndung nach Neonazis mittels Strichmännchenbildern

Bastian Graupner – Fahndung nach Neonazis mit Strichmännchenbildern. Unmöglich? Nein, Sächsische Polizei und Staatsanwaltschaft nutzen diese lächerliche Möglichkeit derzeit, um jene Täter einer Straftat zu fassen, die sich angeblich am 3. November ereignet hatte.


Phantombilder: Sehen so Sachsens Neonazis aus?

Oder vielleicht so? Wie sich die Bilder doch gleichen…

Ticken die Sachsen noch richtig?
Man sollte diese Frage allen Ernstes stellen, denn was auch immer man Neonazis in Sachsen zuzutrauen könnte, es stimmt gegenwärtig nicht mit der laschen Ermittlungsarbeit der Strafermittler überein. Sachsen ist wegen mehrfacher fremdenfeindlicher Straftaten und blinder Polizei in einigen kleinbürgerlichen Gemeinden in Verruf geraten. Angeblich stagniert deshalb inzwischen der Fremdenverkehr, d.h. der Tourismus.

Wer will schon dort hinreisen und sein Geld ausgeben, wo er heftig einen vor den Latz gehauen kriegt und wo der „Staat“ nichts für seine Sicherheit tut!

So scheint diese angebliche Straftat dem Bürgermeister Mittweidas Matthias Damm (CDU) nur gelegen zu kommen, um auf dem Aktionismus des Staatsschutzes und der „Erfolge“ von Polizei und Staatsanwaltschaft hinzuweisen. Aber die Justiz will nicht mitziehen…

Klar: Für solche schrägen Fälle, in denen von Extremisten die Rede ist – vor allen jene, die Sachsen in Verruf gebracht haben – wird der Staatsschutz aktiviert. Das hat sicherlich nichts damit zu tun, dass einst – in DDR-Zeiten – die so genannte „Stasi“ zahlreich auch in diesem Ort vertreten war.

Die Straftat
Neonazis sollen einem 17 Jahre alten Mädchen im sächsischen Mittweida ein Hakenkreuz in die Haut geritzt haben, und vier Männer sollen an der Tat seien beteiligt gewesen sein. Dabei entsprechen die Täter dem veralteten Klischee der mutmaßlich extrem rechten „Hirnamputierten“: Glatzköpfig sollen sie gewesen sein und „unter anderem“ Springerstiefel sowie Bomberjacken mit NSDAP-Aufnähern getragen haben. Auch das Alter scheint dem Klischee zu entsprechen: Sie sollen zwischen 20 und 25 Jahren alt sein. Interessant: Einer hatte Runen auf den Fingern tätowiert. Aber welcher Mann zwischen 20 und 25 Jahren in Sachsen hat dies nicht? Strichmänner? Neonazis? Sachsen?

Das Opfer soll einem sechsjährigen Mädchen aus einer Spätaussiedlerfamilie zu Hilfe gekommen sein, das von den „Strichmännchen“ belästigt wurde, behaupten die Ermittler. Angeblich forderte sie die Angreifer auf, das weinende Opfer in Ruhe zu lassen. Daraufhin hätten die „Strichmänner“ das Opfer, die 17-Jährige, zu Boden gerissen. Dann soll es zu „Aufschneidereien“ gekommen sein: Während drei von ihnen sie festgehalten hätten, habe der vierte ihr das Hakenkreuz in die Hüfte geschnitten. Die Männer sollen danach noch versucht haben, dem Mädchen mit einem „skalpellartigen Gegenstand“ eine Rune ins Gesicht zu stechen, doch dies scheiterte angeblich an der heftigen Gegenwehr der 17-Jährigen. Die Schulanfängerin wie auch ihre von den „Strichmännern“ misshandelte Jugendliche konnten daraufhin flüchten. Die Tat aber wurde erst neun Tage später der Polizei angezeigt. Und der ganze Staatsapparat begann daraufhin zu „brummen“.

Nichts gegen das Brummen und Summen einer fleißigen Biene, aber einige Jahre ist es nun schon her, das hat es einen ähnlichen Fall in Hamburg gegeben. Und damals waren die Stellungnahmen der Ermittlungsbehörden ähnlich. Man war überzeugt von der stattgefundenen Tat. Doch das Opfer verstrickte sich dann in Widersprüche und am Ende kam heraus, dass es sich – auch damals war es eine Jugendliche – die Hakenkreuz-Ritzerei angeblicher Neonazis (damals in die Gesichtshaut) selbst zugefügt hatte. Kaum zu glauben!

Natürlich, wie sollte es anders sein, glauben Sachsens Polizei und Staatsanwaltschaft dem Mädchen, aber nur deshalb, so deren Begründung, weil es sich seiner Mutter anvertraut hatte.

Und prompt wurde ein 19-jähriger Verdächtiger aus dem Raum Burgstädt ermittelt. Er galt als Täter, weil er in seiner elterlichen Wohnung mit Sand gefüllte Lederhandschuhe herum liegen hatte und weil er ein Abzeichen der Neonazi-Kameradschaft „Sturm 34“ besaß. Welche Sachse hat diese Sachen nicht im Schrank? Und nun publizierte die Polizei in Sachsen „Phantombilder“ von zwei der vier mutmaßlichen „Strichmänner“. Die Ermittler machten jedoch keine Angaben darüber, warum sie erst jetzt die Öffentlichkeit informierte…

Nach langer Suche wollen die Ermittler mittlerweile auch die von den „Strichmännern“ zuerst belästigte Sechsjährige gefunden haben. Das Kind soll alles bestätigt haben…

Aber: Weitere Zeugen wurden nicht gefunden, obwohl es nach Behauptungen der 17-Jährigen während der Tat der „Strichmänner“ auf den Balkons umliegender Häuser mehrere Gaffer gestanden haben sollen…

Ein politisch-juristischer Hintergrund?
Mittweidas Bürgermeister Matthias Damm (CDU) sagte, er fordere von den schweigenden Zeugen „Zivilcourage“. Sie sollen den Ermittlern Aussagen liefern, die für die „Strichmänner“ belastend sind. Gleichfalls verwies er der Presse gegenüber auf die juristischen Zusammenhänge seiner Gemeinde mit der vom sächsischen Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) verbotenen Neonazi-Kameradschaft „Sturm 34“ in Mittweida, nämlich auf den laufenden Prozess vor dem Amtsgericht Chemnitz, wo sich der mutmaßliche Rädelsführer der Organisation „Sturm 34“ wegen Körperverletzung verantworten muss.

Entweder ist der ganze „Neonazi-Zirkus“ erfunden und wird zusätzlich als Propaganda „Seht her: Wir gegen die Nazis!“ genutzt oder aber Sachsens Politiker nutzen über die Ermittlungsbehörden die Möglichkeit, Neonazis als Opfer darzustellen, eben weil man mit „Strichmännchen“-Phantombildern jede wirkliche Straftat unglaublich und lächerlich machen kann. Heile, heile Seelchen…