spionage

Blackwater’s Owner Has Spies for Hire

Dana Hedgpeth – First it became a brand name in security for its work in Iraq and Afghanistan. Now it’s taking on intelligence.

The Prince Group, the holding company that owns Blackwater Worldwide, has been building an operation that will sniff out intelligence about natural disasters, business-friendly governments, overseas regulations and global political developments for clients in industry and government.

Two analysts, whose names Total Intelligence Solutions would not release for security reasons, work at company headquarters in Ballston. A critic says the firm employs „rent-a-spies,“ while its chairman says, „We break no laws.“

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The operation, Total Intelligence Solutions, has assembled a roster of former spooks — high-ranking figures from agencies such as the CIA and defense intelligence — that mirrors the slate of former military officials who run Blackwater. Its chairman is Cofer Black, the former head of counterterrorism at CIA known for his leading role in many of the agency’s more controversial programs, including the rendition and interrogation of al-Qaeda suspects and the detention of some of them in secret prisons overseas.

Its chief executive is Robert Richer, a former CIA associate deputy director of operations who was heavily involved in running the agency’s role in the Iraq war.

Total Intelligence Solutions is one of a growing number of companies that offer intelligence services such as risk analysis to companies and governments. Because of its roster and its ties to owner Erik Prince, the multimillionaire former Navy SEAL, the company’s thrust into this world highlights the blurring of lines between government, industry and activities formerly reserved for agents operating in the shadows.

Richer, for instance, once served as the chief of the CIA’s Near East division and is said to have ties to King Abdullah of Jordan. The CIA had spent millions helping train Jordan’s intelligence service in exchange for information. Now Jordan has hired Blackwater to train its special forces.

„Cofer can open doors,“ said Richer, who served 22 years at the CIA. „I can open doors. We can generally get in to see who we need to see. We don’t help pay bribes. We do everything within the law, but we can deal with the right minister or person.“

Total Intel, as the company is known, is bringing „the skills traditionally honed by CIA operatives directly to the board room,“ Black said. Black had a 28-year career with the CIA.

„They have the skills and background to do anything anyone wants,“ said RJ Hillhouse, who writes a national security blog called The Spy Who Billed Me. „There’s no oversight. They’re an independent company offering freelance espionage services. They’re rent-a-spies.“

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Krieg

„Stellvertreterkriege“ in Deutschland

onlineredaktion – Randale bei Demonstrationen zwischen Kurden und Türken in Berlin und Hamburg. Deutsche Politiker und Medien sprechen schon von „Stellvertreterkriegen“ rivalisierender Ausländer in Deutschland. Kurden gegen Türkei.

Nun haben dänische LKW-Fahrer am späten Sonntagabend zwei Übergänge an der Grenze zu Deutschland teilweise blockiert. Bei Harrislee nahe Flensburg und an der Ellund-Autobahn staute sich der Verkehr in Richtung Süden auf dänischer Seite zurück. Mit ihren Fahrzeugen sperrten die dänischen Lastwagenfahrer mehrere Stunden lang einen Fahrstreifen. Sie wollten mit ihrer Aktion Polizeiangaben zufolge auf ihrer Ansicht nach zu hohen Bußgeldern bei Verkehrssünden in Dänemark protestieren. Kurz nach Mitternacht lief der Verkehr wieder normal. Dänen gegen Dänemark.

Und in Hamburg kam es zu wilden Schlägereien in den Stadtteilen Steilshoop und Lokstedt. Inder gegen Inder.

Das Hamburger Abendblatt spricht von einem „Tempel-Krieg“ rivalisierender Sikhs.

Der Pressetext der Hamburger Polizei:

05.11.2007 | 12:50 Uhr
POL-HH: 071105-3. Auseinandersetzung zwischen Angehörigen einer indischen Glaubensgemeinschaft in Hamburg-Steilshoop

Hamburg (ots) – Tatzeit: 04.11.07, 14:10 Uhr
Tatort: Hamburg-Steilshoop, Schwarzer Weg

Am Sonntagnachtmittag entwickelte sich vor dem Gebetsraum einer Glaubensgemeinschaft indischer Sikhs in Hamburg-Steilshoop eine Auseinandersetzung mit etwa 70 Beteiligten. Dabei wurden acht Männer und eine Frau dieser Glaubensgemeinschaft zum Teil schwer verletzt.

Zahlreiche Gemeindemitglieder hielten sich vor dem Gebetsraum auf der Straße auf, als mehrere Pkw vorfuhren. Etwa 20 Inder stiegen aus und bewaffneten sich mit Hockeyschlägern, Axtstielen, Teleskopschlagstöcken, Eisenstangen, etc. Die Männer schlugen sofort auf die auf der Straße stehenden Mitglieder der indischen Glaubensgemeinschaft ein. Es entwickelte sich eine Massenschlägerei mit rund 70 Beteiligten. Nach diesem überfallartigen Angriff flüchteten die Täter vom Tatort.
Eintreffende Polizeibeamte konnten drei Männer aus der Tätergruppierung vorläufig festnehmen. Acht Männer und eine Frau wurden zum Teil schwer verletzt.

Hintergrund der Auseinandersetzung sind offenbar Spannungen zwischen den Mitgliedern der indischen Glaubensgemeinschaft, die zur Spaltung der Glaubensgemeinde führten. Während ein Teil der Gemeinde in den Räumen am Schwarzen Weg verblieb, richteten sich die anderen Gemeindemitglieder eigene Gebetsräume im Grandweg in Hamburg-Lokstedt ein.

Da ein Teil der Täter auf der Flucht waren, überprüften Polizeibeamte die Räume der Glaubensgemeinde im Grandweg n Hamburg-Lokstedt. Dabei versuchte ein 24-jähriger Inder zu flüchten und bedrohte einen Polizeibeamten mit einem Messer. Der Beamte gab daraufhin zwei Warnschüsse ab und nahm den 24-Jährigen vorläufig fest. Bei dem 24-Jährigen besteht der Verdacht des illegalen Aufenthaltes, er wurde der Ausländerbehörde übergeben. Am Grandweg wurden insgesamt 85 Personen überprüft.

Die drei Tatverdächtigen (38, 51, 59), die in Hamburg-Steilshoop festgenommen worden waren, bestritten eine Tatbeteiligung. Sie wurden nach der erkennungsdienstlichen Behandlung entlassen.

Es waren 50 Funkstreifenwagen und der Polizeihubschrauber eingesetzt.

Sch.

ots Originaltext: Polizei Hamburg
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6337

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Andreas Schöpflin
Telefon: 040/4286-56211
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
http://www.polizei.hamburg.de

Hamburger Abendblatt – Sieben Verletzte Angriff mit Knüppeln und Macheten

spionage

Nachrichtendienste von Estland und Hitler-Deutschland kooperierten gegen Sowjetunion

Novosti– Der estnische Historiker Magnus Ilmjärv behauptet mit Hinweis auf deutsche Archivmaterialien, dass die estnischen Nachrichtendienste mit der Abwehr von Hitler-Deutschland und den polnischen Nachrichtendiensten lange vor Beginn des Zweiten Weltkriegs kooperiert hatten.

„Es muss mit den Behauptungen Schluss gemacht werden, dass die estnische Aufklärung nicht mit der Abwehr zusammengearbeitet hat. Der Nachrichtendienst eines kleinen Staates kann nicht effektiv arbeiten, wenn er nicht mit dem eines größeren Staates in Kontakt steht. Schon vor 1935 bis 1936 arbeitete die estnische Auslandsaufklärung mit Polen zusammen. Über Estland schickte Polen seine Agenten nach Russland“, erklärte er der Zeitung „Eesti Paevaleht“.

Er will in den Archiven der deutschen Militäraufklärung ein Dokument vom 23. Januar 1939 gefunden haben, in dem beschrieben wird, wie die Beobachtung der sowjetischen Kriegsmarine in Estland organisiert war und wo die Beobachtungspunkte stationiert waren (Narva, Petschory, Tallinn und Haapsalu, Peipussee).

In dem Dokument werden auch die Namen von estnischen Agenten aufgeführt. „Das waren jedoch nur Randfiguren, den Grundstein der Zusammenarbeit haben der Chef der estnischen Militäraufklärung, Richard Masing, und der Chef der Abwehr, Wilhelm Canaris, in den Jahren von 1935 bis 1936 gelegt“, so der Historiker.

In einem Dokument der Abwehr vom 10. Januar 1940 wird behauptet, dass Estland den Deutschen wertvolle Informationen über die sowjetischen Streitkräfte übergeben hatte. Die Zusammenarbeit mit den Esten wurde dabei hoch eingeschätzt.

Ilmjärv stellt fest, dass die Entscheidung über die Zusammenarbeit mit dem ausländischen Nachrichtendienst im engen Kreis von Politikern und Militärs gefällt worden war, doch Deutschland in den 30er Jahren für die meisten Esten der Feind Nummer eins gewesen war. Die Haltung zu Deutschland und den Deutschen hat sich nach seiner Einschätzung erst nach den sowjetischen Deportationen im Juni 1941 geändert.

Er meint, dass die Zusammenarbeit der Nachrichtendienste nicht nur deshalb nicht verleugnet werden sollte, weil die sowjetische Propaganda versuchte, die estnische Geschichte in den dunkelsten Farben darzustellen.

Er verschweigt aber auch nicht, dass „in historischen Werken aus sowjetischen Zeiten und des heutigen Russlands nicht nur Lügen, sondern auch zutreffende Standpunkte enthalten sind“.

Ilmjärv ist in Estland durch die Herausgabe historischer Monographie „Die stumme Unterwerfung“ bekannt geworden. Gestützt auf Unterlagen des NKWD berichtete er darin über die Rolle des ersten estnischen Präsidenten, Konstantin Päts, bei den tragischen Ereignissen in den Jahren 1939 bis 1940 und dessen prosowjetischer Haltung sowie guten Beziehungen mit Moskau.

Krieg

Turkey is the problem this time of year

Rachel Alexander – As the U.S. strains to support the fledgling Iraqi government, countering internal battles as well as threats from Iran in the east and Syria in the west, another threat is emerging, Turkey from the north. And like Afghanistan in the past, the players involved have switched roles. The Kurds, who were gassed in massive numbers by Saddam Hussein, are now the aggressors. Specifically, the PKK, a Marxist-nationalist group of Kurds considered a terrorist organization by the U.S. and European Union. The PKK has launched attacks inside Turkey, killing police and military with mines and bombs. Turkey has begun attacking back, although its strikes have not yet crossed the boundary into Iraq.

So far the U.S. hasn’t interfered with the PKK, not wanting to create further instability within Iraq. But it hasn’t denounced Turkey either. Turkey is a democracy, an asset to the U.S. in the Middle East. The reason the PKK is attacking Turkey is because it doesn’t like Kurds being assimilated into a democracy, the PKK believes they should be a separate nation.

Fortunately, the solution may lie with Turkey itself, and will not involve more U.S. manpower. A few surgical strikes by Turkey on the PKK’s military operations could quell the uprising, like Israel’s targeted strikes did to Hezbollah in Lebanon last year. But it would probably need to happen before the next U.S. presidential election. If Hillary Clinton is elected, she has said she intends to leave U.S troops in Iraq beyond the current mission to protect the Kurds. What she means by „protect“ however will probably benefit the PKK, which hurts Turkey and could spur a revolt of its Kurdish population.

Note: D.A. King was in the USMC 1970-1971 and stayed in Camp Pendleton, California. It should be noted that means testing for vets has only recently been implemented. His website is TheDustinInmanSociety.org

This artcle was first published @ IntellectualConservative.com


Rachel Alexander ist praktizierende Anwältin für die Regierung in Phönix im U.S. Staat Arizona. Als ehemaliges Redaktionsmitglied und Kolumnistin des Arizona Daily Wildcat, gewann sie für ihre journalistischen Arbeiten drei Auszeichnungen und schreibt Kolumnen für IntellectualConservative.com

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Zimbabwe: Mossad get’s list

Itai Dzamara – Israeli intelligence operatives have been hired by the Zanu (PF) government to implement systems that will enable the regime to snoop on phone and internet communications by opposition and civic society leaders as well as journalists.

It is unclear what has happened to the much-touted Chinese snoopers and their equipment, imported last year at huge expense by the Mugabe regime, to intercept communications.

Highly placed sources say a list of names has been given to Mossad for monitoring. The Zimbabwean broke the news recently that Israeli spies had been recruited to work with CIO in strategic areas such as airports, government offices and banks.

„They (Mossad) are working with CIO to snoop on the targeted people and have brought some equipment for that purpose,“ a government source said this week.

It is believed that Mossad operatives are erecting spying equipment across the country brought from Is-raeli and for which the regime is paying huge sums of foreign currency.

They are targeting the finance and banking sectors where Mugabe and his cronies suspects schemes are underway to cause sabotage in order to achieve regime change.

The paranoid Zanu (PF) regime recently passed a spy bill to make it „legal“ for it to spy on the communi-cations of its citizens. It has ordered internet service providers to install, at their own expense, equipment to make it possible for government snoopers to tap their clients‘ communications. But experts say gov-ernment lacks the capacity and equipment for the huge task.

„It is not going to be easy, even with the Israelis‘ expertise,“ a communications expert said on condition of anonymity.

terror

Scotland Yard schuldig – keinerlei Konsequenzen

Karl Weiss – Die Ermordung von Jean Charles Menezes wird ungesühnt bleiben – Damit ist der vorbeugende Todesschuss in der EU offiziell eingeführt

Der Fall Jean Charles Menezes: Am 1. November ist in London der zweifelhafte Ersatzprozess zu einem Schuldspruch gekommen, den die britische Justiz gegen “die Polizei” statt gegen die verbeamteten Mörder veranstaltet hat. Scotland Yard wurde für schuldig erklärt. Der Richter erklärte in seiner Zusammenfassung der Ermittlungsergebnisse, die Polizei führte ihre Operation so schlecht durch, dass das Publikum in Gefahr war und Jean Charles erschossen wurde. Folgerungen: keine!

Am 22. Juli 2005, zwei Wochen nach den Terroranschlägen in der Londoner U-Bahn mit vielen Toten und einen Tag nach einem Schein-Attentat (Nachahme-Täter ohne funktionierenden Sprengstoff) von vier jungen Leuten, wurde Jean Charles, ein Brasilianer, der legal in Großbritannien lebte und als Elektriker arbeitete, mit einem der vier Verdächtigen des Scheinattentates verwechselt.

Polizei oder Gangster?
Als er sich in der U-Bahn gesetzt hatte, stürmten Polizisten einer Elitetruppe in Zivil in den Waggon, ohne anzukündigen, sie seien Polizisten. Sie riefen nur „down!, down!“ und schienen in diesem Moment für die Zeugen eine bewaffnete Bande zu sein, die einen Überfall durchführte.

Jean Charles reagierte so wie andere Passagiere. Er erhob sich und ging in die entgegengesetzte Richtung. Er wurde von insgesamt fünf Polizisten überwältigt und festgehalten. Obwohl er nicht einmal mehr den kleinen Finger rühren konnte, schossen die Polizisten ihm insgesamt acht Mal in den Kopf. Das gesamte Gesicht wurde weggeschossen. Eine Identifizierung war erst Tage später durch einen DNA-Test möglich.

Es wurde also genau das durchgeführt, was Innenminister Schäuble auch bereits für Deutschland gefordert hat: Der vorbeugende Todesschuss bei Terrorverdacht.

Einfach nur Pech gehabt
Nur hatte Jean Charles absolut nichts mit Terrorismus zu tun. Er hatte nur das Pech, im gleichen Häuserblock wie einer der Verdächtigen zu wohnen. Da kommen wir auch schon zu einem der entscheidenden Punkte: Es wird, wenn von Terrorverdächtigen gesprochen wird, so wie das der Präsident des BKA, der Innenminister, Beckstein und eine Horde weiterer Politiker zu tun pflegen, nie vom Niveau des Verdachtes gesprochen.

Ist er mit höchster Wahrscheinlichkeit in die Vorbereitung eines Teroranschlages verwickelt? Gibt es konkrete einschlägige Zeugenaussagen gegen ihn? Wie ist die Zuverlässigkeit der Zeugen einzuschätzen?

Der Fall Menezes zeigt, nein, man legt sich keineswegs auf wirklich heisse Fährten fest. Ein so minimaler Verdacht wie der, im gleichen Häuserblock wie eine Verdächtiger (nicht etwa eines Terroranschlages, sondern eines Scheinanschlages) zu wohnen, reichte bereits aus, um den vorbeugenden Todesschuss einzusetzen.

„Potentieller Terrorist“
Sie, ich, jeder von uns kann so völlig ohne konkrete Verdachtsmomente innerhalb von Minuten zu einem „potentiellen Terroristen“ werden, denn man in den Kopf schiessen muss, weil er sonst eventuell noch den Sprengstoffgürtel auslösen könnte, den Terroristen ja immer am Körper tragen.

Damit ist auch die landläufige Gegenargumentation widerlegt, wer nichts getan habe, brauche auch nichts zu befürchten. Jean Charles Menezes, nicht mehr erkennbar wegen des fehlenden Gesichtes, winkt uns aus seinem Grab zu: Jeder, jeder kann unschuldig in Verdacht geraten!

Die Meldungen hier in Brasilien zu dieser Schein-Verurteilung der englischen Polizei beziehen sich meist auf Details, die währenddes Prozesses ans Tageslicht kamen bzw. die als Erfindung der Polizei entlarvt wurden:

Er hätte trotz eines warmen Sommertages eine dicke Jacke getragen, unter der ein Sprengstoffgürtel hätte stecken können. Das war eine Polizeilüge. Er hatte eine leichte Jeans-Jacke an, unter der kein Sprengstoff zu verstecken war. Er sei auf der Flucht vor den Polizisten über eine Absprerrung der U-Bahn gesprungen. Das Video zeigte: Er schlenderte völlig unbedarft in den Bahnhof, holte sich eine Zeitung aus dem Automaten, kaufte ein Ticket, ging ganz ruhig durch die Sperre und bestieg den U-Bahn-Zug.

Keine Flucht
Andere Polizei-Erfindung: Er sei illegal in England gewesen, deshalb sei er vor Polizisten geflüchtet. In Wirklichkeit hatte er eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Er flüchtete auch überhaupt nicht.

Ebenso wurde deutlich: Er wurde von seinem Haustor bis zur U-Bahn von vielen Zivil-Polizisten überwacht, die über Funk mehrfach die Einsatzleiterin fragten, ob sie ihn nicht ansprechen oder überwältigen sollen. Nach den Aussagen wurde immer wieder Anweisung gegeben, ihn nur zu beobachten.

Die Ausrede für dies unverständliche Verhalten der Einsatzleitung war, man befürchtete, er habe eine Sprengstoffgürtel an und würde ihn zünden, wenn man ihn stoppt. Nur war aber die Behauptung mit der dicken Jacke schon widerlegt und es wurde unhaltbar, weiterhin vom Sprengstoffgürtel zu sprechen. Auch hat noch nie ein Terrorist ausserhalb des Nahen und Mittleren Ostens einen Sprengstoffgürtel benutzt.

Es wird deutlich, es handelte sich darum, man wollte den Zwischenfall bewusst zuspitzen, indem man wartete, bis die „Elitetruppe“ den Verdächtigen erreicht hatte. Das war nämlich erst in jener U-Bahn-Station der Fall. Hier, ausgerecht am Ort mit der grössten Menschenansammlung, liess man nun die Truppe auf den Verdächtigen los.

Pleiten, Pech und Pannen?
Nicht unbedingt. Die andere Theorie ist, man wollte, soweit möglich, eine neue zugespitzte Situation schaffen, die dann eventuell endgültig die ganze Bevölkerung dazu gebracht hätte, dem völligen Aussetzen aller bürgerlichen und demokratischen Rechte zuzustimmen.

Laut den Zeugenaussagen hätte Jean Charles, wäre er wirklich ein Terrorist mit Sprengstoffgürtel gewesen, nämlich sehr wohl noch Zeit gehabt, eine Sprengung auszulösen, bevor er überwältigt wurde – in einer vollbesetzten U-Bahn!

Eine Erklärung, warum man ihn, nachdem er keinen Sprengstoffgürtel gezündet hatte und von fünf Polizisten überwältigt und festgehalten war, dann noch erschossen hat (kaltblütiger Mord)– und warum mit so einem Overkill von 8 Schüssen in den Kopf – gibt es nicht. Die Einsatzleiterin hat in mehreren Aussagen in Abrede gestellt, den Tötungsbefehl gegeben zu haben. Die wahrscheinlichste Deutung ist, die „Elitetruppe“ hat den generellen Auftrag, keine Zeugen für ihr Vorgehen zu hinterlassen – auch wenn das in einer vollbesetzten U-Bahn-Station ein wenig absurd ist.

Aber was ist schon nicht absurd an diesem Fall.

Die Mitglieder der „Elitetruppe“ (wenn das die Elite ist, dann stelle man sich die anderen vor!) bekamen vor Gericht das Recht, ihre Aussagen hinter einem dunklen Vorhang und unter einem Code-Namen zu machen. Auch das widerspricht bereits einem rechtsstaatlichen Prozess.

All diese vielen absurden Details lenken aber eigentlich von dem Hauptpunkt ab: War dies ein einmaliger Ausrutscher? Hat man sich entschuldigt und für die Zukunft dafür gesorgt, dass so etwas nicht wieder geschehen kann? Nein, im Gegenteil.

Bereits damals hat der Premier Blair ausdrücklich betont, er werde sich nicht hierfür entschuldigen, denn man hätte so handeln müssen, es hätte sich ja um einen Terroristen mit Sprengstoffgürtel handeln können. Es gab aber gar keine dicke Jacke, unter der ein solcher Gürtel hätte versteckt werden können. Er hatte also in Wirklichkeit einen anderen Grund, denn er benutzte eine Ausrede, wie sich dann ja herausstellte.

Selbstverständlich hat er auch später jegliche Entschuldigung abgelehnt.

Auch der andere Verantwortliche, der damalige Chef von Scotland Yard, der zufällig auch Blair hiess, hatt Gleichlautendes gesagt. Alles sei korrekt abgelaufen, kein Polizei-Fehler, nur eine tragische Verwechslung.

Korrektes Vorgehen
Auch der englische Innenminister hat immer wieder betont, gegen mutmassliche Terroristen müsse man so vorgehen. Es handele sich um einen tragischen Unglücksfall, aber das Vorgehen sei völlig korrekt gewesen.

Dazu kommt nun, die englische Justiz hat genau diese Auslegung gestützt, indem sie die Eröffnung eines Verfahrens gegen die verbeamteten Mörder von Jean Charles ablehnte und dies dann auch in der Revisionsinstanz bestätigte. Stattdessen hat sie nun das unwürdige Schauspiel eines Prozesses durchgezogen, der die Polizei verurteilte, nur gibt es keinerlei Konsequenzen.

Damit ist der vorbeugende Todesschuss auf eventuell Terrorverdächtige, auch wenn bestenfalls winzigste Hinweise gegen die Person vorliegen (wie das Wohnen im gleichen Häuserblock wie ein Verdächtiger), zur offiziellen EU-Politik geworden. Umso mehr gilt dies natürlich für weniger weitgehende Massnahmen, wie das „Verschwinden-lassen“ (Festnehmen ohne Anklage, ohne Benachrichtigung der Angehörigen und ohne Recht auf einen Anwalt und in Folterhöhlen stecken).

Der grosse Bruder von jenseits des Atlantik hat es uns vorgemacht, nun wird es Zeit, dies auch hier zu praktizieren.

Man braucht nämlich, so hören wir Verteidigungsminister Jung sagen, dafür überhaupt keine Gesetze. Dort in England gab es ja keineswegs ein Gesetz, das den vorbeugenden Todesschuß erlaubt hätte. In einem „übergesetzlichen Notstand“ ist der Regierung und ihren Polizisten und Soldaten immer alles erlaubt – und wer den übergesetzlichen Notstand feststellt, ist natürlich die Regierung – dazu ist sie ja Regierung – verstanden? Na endlich.

spionage

Cia veteran to head clandestine service

Walter Pincus / Washington Post – CIA Director Michael V. Hayden yesterday named Michael J. Sulick to head the National Clandestine Service, bringing back to government service a veteran covert operator who left almost three years ago after a confrontation with aides to Hayden’s predecessor, former congressman Porter J. Goss (R-Fla.).

In announcing the appointment, Hayden described Sulick as „a familiar figure to many of you“ and „a sea-soned operations officer“ who „earned a reputation for superior tradecraft and sound judgment.“

In November 2004, Stephen R. Kappes, then CIA deputy director of operations, the top spy position, and Sulick, then his deputy, became involved in a controversy involving leaks to the media, which pitted them against members of Goss’s senior staff who had come with the congressman to the agency from the House Permanent Select Committee on Intelligence.

Sulick reportedly argued against transferring a senior officer who was accused of the leak. As events es-calated, Kappes and Sulick resigned.

Their departure was followed by a rash of resignations from other senior clandestine operatives. „Their leaving,“ a former senior CIA officer said yesterday, „led to the loss of a number of talented people which the agency is still recovering from.“

With Kappes returning as Hayden’s No. 2 in July 2006 and Sulick coming back this month, Hayden has brought back to the CIA two men who in 2004 developed a plan for the agency to get back to tradecraft basics in the wake of intelligence failures related to the Sept. 11, 2001, terrorist attacks and Fehler! Hy-perlink-Referenz ungültig.’s alleged possession of weapons of mass destruction.

„They just did not have time to get started on that when they were forced out of the agency,“ the senior official said. Sulick had been head of counterintelligence and previously served overseas for 10 years in positions where he was operating against the KGB. „He never should have been allowed to leave,“ one senior official said yesterday.

As head of the National Clandestine Service, Sulick will help direct and coordinate all foreign intelligence activities, whether conducted by the CIA or the Pentagon.

In announcing the appointment to the CIA staff, Hayden noted that Sulick „speaks his mind,“ in an appar-ent reference to the controversy with Goss’s staff three years ago.

spionage

Spy officials tracking key scientists

Pamela Hess / AP – Tracking scientists moving from country to country to share their expertise in building biological weapons is a major challenge, a top U.S. intelligence official said Wednesday.

Unlike nuclear weapons or missiles, biological weapons can be manufactured in relatively nondescript facilities that are hard to detect. That makes tracking the people with the know-how to build the weapons themselves even more critical, said Vice Adm.

Robert Murrett, director of the National Geospatial Intelli-gence Agency. The agency analyzes imagery intelligence that comes from aircraft and satellites.

Biological weapons use viruses, bacteria or toxins rather than explosives to target people, animals or agri-culture. They can be loaded onto a traditional warhead or dispersed by less sophisticated methods, like the letters containing deadly anthrax spores mailed to Congress and media outlets in 2001.
Because they are easier to hide than nuclear weapons or missiles, biological weapons are best tracked by monitoring those with expertise to make them – a formidable challenge in itself, Murrett said.

„The kind of challenge we have for proliferation which I think is tougher is, for example, the transfer of individual scientists from country A to country B,“ he said at a breakfast with defense reporters.

Tracking individuals trying to spread biological weapons know-how is beyond the capabilities of his agency alone, Murrett said. It requires multiple intelligence agencies to combine their intercepts, data bases and analyses. „That’s probably working as well today as maybe it ever has,“ he said.

The NGA’s classified annual budget has increased significantly in the past five years, in large part to sup-port the demands of war commanders in Iraq and Afghanistan, he said.

Murrett said he has sent additional people to Iraq to help with U.S. efforts to target insurgents at the neighborhood level and more recently to Afghanistan to focus on the Pakistan border, where al-Qaida has re-established itself.

vermischtes

US-Rückrufaktion – Hackfleisch möglicherweise verseucht

onlineredaktion – Das Fleisch, das US-Amerikaner für Hamburger verwenden, könnte mit Kolibakterien verseucht sein. Der US-Lebensmittelriese Cargill wurde vom US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium nach einer positiven Probe über die mögliche Verunreinigung informiert. Erst Anfang Oktober hatte der Konzern knapp 400 Tonnen gefrorene Hamburger aus demselben Grund zurückgerufen. Dies veranlasste Cargill nun zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zu einer landesweiten Rückrufaktion für Rinderhackfleisch. Fast 500 Tonnen des verdächtigen Fleisches seien an Einzelhändler im ganzen Land geliefert worden, teilte eine Cargill-Konzerntochter mit Sitz in Wichita (US-Bundesstaat Kansas) am Samstag mit. Bislang wurden angeblich keine Krankheitsfälle im Zusammenhang mit dem Fleisch bekannt.

Krieg

ABRECHNUNG – Sir Richard Dearlove (MI6) gegen Tony Blair

Dr. Alexander von Paleske — 3.11. 2007—- Der ehemalige Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 von 1999 bis 2004, Sir Richard Dearlove, hat in der vergangenen Woche in einem Vortrag in der hochrenommierten London School of Economics die Irak-Politik des ehemaligen britischen Premiers Tony Blair einer vernichtenden Kritik unterzogen.

Sir Dearlove hatte im Juli 2002, nach einem Treffen mit hochrangigen Mitarbeitern des amerikanischen Geheimdienstes CIA, ein Dossier verfasst, das sogenannte „Downing Street Memo“, zur Kenntnis nur für den britischen Premier. Darin warnte der Geheimdienstchef, ein Jahr vor dem Einmarsch in den Irak, dass die Fakten in den USA zurecht gebogen würden, um einen Angriff gegen den Irak zu rechtfertigen.

Dieses Memo, anstatt es ernst zu nehmen, sorgte für eine Verstimmung zwischen Dearlove und Blair, weil es Blair offenbar nicht in den Kram passte.

Blair unbound
Die Abrechnung mit Tony Blair endet aber nicht hier, sondern wird sich am Montag, dem 5. November, mit der Vorstellung eines Buches der investigativen Journalisten Anthony Seldon, Peter Snowdon und Daniel Collings „Blair unbound“ fortsetzen. In dem Buch werden Details aus der Zeit nach dem 11. September 2001 zum Teil erstmalig berichtet, die ein vernichtendes Bild Tony Blairs hinterlassen. Demnach hat bereits eine Woche nach dem Angriff auf die Twin Towers der damalige US-Verteidigungsminister Rumsfeld vorgeschlagen, die Gunst der Stunde zu nutzen und nun den Irak anzugreifen, obgleich Al Qaeda nichts mit Saddam Hussein am Hut hatte und umgekehrt und dies nicht nur im Geheimdienstkreisen Allgemeinwissen war. Also mussten die Lügen über die Massenvernichtungswaffen kreiert werden.

Aber damit nicht genug, kurz vor dem Angriff auf Afghanistan machten die USA gegenüber Blair klar, dass es hier um die Vernichtung des Terrorismus gehe und nicht um Truppen bereitzustellen, um den Wiederaufbau des Landes abzusichern.

Kabul fiel am 13. November 2001 – bereits acht Tage später. Am 21 November 2001, beauftragte der US-Präsident Bush seinen Verteidigungsminister Rumsfeld, die Invasionspläne für den Irak auf Vordermann zu bringen.

Blair hatte zum Entsetzen seiner Berater nichts Besseres zu tun, als Bush Vasallentreue zuzusichern:
„You know George, whatever you decide to do, I’ll will be with you.“
Am 18. März 2003 stimmte das britische Unterhaus, gefüttert mit den Lügen Blairs, über den Einmarsch ab. Am Tage darauf begann die Invasion des Irak.

Am 16. April 2003 traf dann der britische Außenminister Jack Straw den pensionierten US-General Jay Gardner, der den Wiederaufbau des Irak organisieren sollte. Er hatte ein kleines Büro in Kuwait und 20 Mitarbeiter. Straw fiel der Unterkiefer herunter, als er das sah und es dämmerte ihm wohl, dass die US-Regierung mit einer „Reconstruction“ des Irak so gut wie nichts am Hut hatte.

Und was von Anfang an vermutet wurde, findet nunmehr jetzt seine offizielle Bestätigung: Es ging ums Öl und sonst gar nichts.

Der ehemalige US Notenbankchef Alan Greenspan bemerkte kürzlich:
„What everyone knows, the Iraq war is largely about oil.”
Und der Medientycoon Rupert Murdoch verkündete bereits vor dem Einmarsch in den Irak:

„The greatest thing to come out of this for the
worldeconomy would be a US$ 20 for the barrel of
oil.”

Es läuft schief im Irak
Bereits im Frühjahr 2004 dämmerte es Blair, dass es im Irak schief läuft. Aber nach außen demonstrierte er unerschütterlichen Optimismus. An Warnungen hatte es ja nicht gefehlt. Der ehemalige französische Staatspräsident Chirac erinnerte Blair vor der Invasion des Irak daran, dass er, Blair, im Gegensatz zu ihm, keinerlei Kriegserfahrung besitze. Chirac hatte 50 Jahre zuvor als wehrpflichtiger Soldat im Algerienkrieg gekämpft – ein Krieg, der in vieler Hinsicht Ähnlichkeiten mit dem Krieg im Irak aufweist.

Und weiter, dass die Briten wohl dem Irrglauben erliegen, sie seien im Irak willkommen.

Schließlich, dass der Einmarsch im Irak einen Bürgerkrieg dort entfesseln könnte.

Blair grinste nur und meinte später:
“Armer alter Chirac, er versteht gar nichts mehr.“
Und Murdoch ließ darauf sein britisches Massenblatt „Sun“ nach einem Telefonat mit Blair Chirac angreifen und nannte ihn einen „Wurm“, wir berichteten darüber.

Mittlerweile liegt der Ölpreis bei knapp unter 100 US-Dollar, der Bürgerkrieg im Irak tobt und die USA planen den Angriff auf den Iran.

Lügen vor dem Irakkrieg und Vorbereitungen für den Irankrieg
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung