Krieg

Kann der Iran erobert werden?

Michael Schulze von Glaßer 10.3. 2007 – Ob der Konflikt zwischen den USA und der islamische Republik Iran in Zukunft mit Waffen ausgetragen wird lässt sich nicht genau sagen. Doch kann der Iran überhaupt erobert werden?

Einwohner
Im von den USA besetzten Irak sind nach der Truppenaufstockung etwa 170.000 US-Soldaten im Einsatz. Hinzu kommen 9.000 Britische Soldaten und weitere der „Koalition der willigen“. Die Besatzungstruppen im Irak sind mit High-Tech Waffen ausgerüstet: gepanzerte Fahrzeuge, lasergesteuerte Bomben und Raketen, Nacht- und Infrarotsichtgeräte – trotzdem haben die Besatzungstruppen oftmals das Nachsehen gegen irakische Widerstandskämpfer. Der Irak ist 437.072 Quadratkilometer groß und hatte im Jahr 2004 etwa 26 Millionen Einwohner. Zum Vergleich, der Nachbarstaat Iran ist 3,7 Mal so groß (1.648.195 Quadratkilometer) und hat 2,7 Mal so viel Einwohner (etwa 70 Millionen Einwohner). Die Lage im Irak scheint für die Besatzer nicht unter Kontrolle zu bringen. Täglich kommt es zu Bombenattentaten gegen die Besatzungstruppen, irakische Sicherheitskräfte und Zivilisten.

Der „Imamiten Islam“ ist die Staatsreligion des Iran. Die Einwohner sind beinahe gänzlich schiitischen Glaubens. Auch die Mehrheit der Iraker sind Schiiten die teilweise sehr militant sind. Auch wenn nicht alle Iraner die Politik des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad teilen werden sie doch ihr Land verteidigen.

Geografie
Die islamische Republik Iran ist wegen seiner vielen bis zu 4.000 Meter hohen Gebirgsketten sehr unzugänglich. Höchster Berg ist der 5.671 Meter hohe Demavand in der Nähe der Hauptstadt Teheran.

Im Osten grenzt der Iran an Pakistan und Afghanistan, nordöstlich befindet sich Turkmenistan. Zwischen Pakistan und dem Iran kommt es immer wieder zu Grenzkonflikten. Am 1.März 2007 wurden, laut Medienberichten, zwei iranische Polizisten von Aufständischen getötet und vier weitere nach Pakistan verschleppt.

Im Norden befindet sich eine 600 Kilometer lange Küstenlinie an das Kaspische Meer und außerdem Grenzen zu den Staaten Aserbaidschan, Armenien und der Türkei. An diesen Grenzen kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit kurdischen Rebellen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten prompt und kündigten ein härteres Vorgehen gegen Aufständische an.

Im Westen teilt sich der Iran eine konfliktreiche Grenze mit dem Irak. Die südliche Grenze bilden der Persische Golf und der Golf von Oman, die beiden werden durch die Meerenge von Hormuz verbunden.

Militär
Das iranische Militär ist zum größten Teil veraltet. Viele Panzer und Kampfflugzeuge wurden dem Iran im Kalten Krieg von den USA zur Verfügung gestellt um vor einer Sowjetische Invasion zuschützen. Darunter sowohl Artillerie Geschütze vom Typ M-109 als auch F-14 „Tomcat“ Jagdflugzeuge. Die amerikanischen Waffen könnten den USA heute zum Verhängnis werden auch wenn sie veraltet sein mögen. Wie schon im Irak und in Afghanistan werden die USA, falls es zu einem Krieg kommt, mit ihren zuvor ausgelieferten Waffen angegriffen.

Über das iranische Militär ist indes nur sehr wenig bekannt. Die meisten Informationen kommen von amerikanischen Geheimdiensten und sind somit streitbar. Über die Existenz mancher bedrohlicher Waffensysteme kann nur spekuliert werden. Bei Militärparaden wurden in den letzten Jahren immer wieder neue Waffensysteme präsentiert – ob diese jedoch wirklich funktionieren oder doch nur zur Abschreckung präsentiert werden ist unklar.

Das Waffenembargo lähmte das iranische Militär in den letzten Jahren. China und Russland wurden zu den größten Waffenimporteuren und mit Nordkoreanischer Hilfe sollen Raketen gebaut worden sein. Eine Handvoll moderner U-Boote und Kampfflugzeuge hat der Iran mittlerweile von Russland gekauft oder selbst nachgebaut.

Doch wird der Iran mit Sicherheit trotz seiner in den letzten Jahren vorangetriebenen Rüstung nicht lange im Stande sein sich militärisch zu verteidigen. Die Amerikaner werden wohl schnell die Lufthoheit erlangen und den Iran somit ohne Gegenwehr auseinander nehmen. Dies scheint den Militärstrategen in Teheran bewusst zu sein, und so wird immer mehr in dezentrale Systeme investiert: handliche Boden-Luftraketen und flinke Jeeps die von einem Moment zum andern auftauchen können, ihre Raketen abfeuern und wieder in einer Garage oder Höhle verschwinden.

Die iranische Militärstrategie ist weniger für einen Krieg als viel mehr für einen lang andauernden Guerillakampf ausgestatten. Das iranische Heer hat nach amerikanischen Schätzungen etwa 350.000 Mitglieder worunter sich ein großer Teil von Wehrdienstleistenden findet. Das Heer ist jedoch nur schlecht ausgestattet. Im ersten Golfkrieg setzte der Iran vor allem auf zahlenmäßige Überlegenheit was zu hohen Verlusten führte. Die Militärs scheinen daraus gelernt zu haben und rüsten nun zumindest einen Teil des Militärs gut aus: die Pasdaran.

Die Pasdaran, besser bekannt als iranische Revolutionsgarden, sind eine etwa 125.000 Mann (und neuerdings auch Frau) starke gut ausgerüstete Elitetruppe die auch dem politischen Kurs der Machthaber unterstützen und dadurch fanatisch und unberechenbar sind. Den Pasdaran wurden in den letzten Jahren immer mehr moderne Einheiten unterstellt. Sie sichern die Grenzen, sind für das gesamte iranische Raketenprogramm zuständig und wurden in „Guerilla-Taktiken“ geschult.

Wie fanatisch die iranischen Truppen sind zeigt sich an der paramilitärischen Einheit „Basij“ (übersetzt: „die Mobilisierten der Unterdrückung“). Die Unterabteilung der Pasdaran soll 400.000 Mann stark sein, nach Experten Schätzungen sollen im Falle eines Krieges sogar bis zu einer Millionen Menschen mobilisiert werden können. Die Basij waren die ersten die „Selbstmordattentäter“ ausgebildet und eingesetzt haben. Mehrere Quellen sprechen von grausamen Vorgehen beim räumen von Minenfeldern:

Weil über ein Minenfeld gejagte Esel immer die Flucht ergriffen sobald einer von ihnen von einer Miene zerfetzt wurde sollen junge Männer und Kinder für die Minenräumung eingesetzt worden sein. Die Kinder mussten eine gerade Linie laufen, trat eines der Kinder auf eine Mine und wurde zerfetzt wurde ein zweites nachgeschickt um die Linie weiter abzulaufen. Dabei sollen zehntausende junge Basij umgekommen sein.

Fazit
Militärisch mag der Iran den USA unterlegen sein doch scheint sich das iranische Militär auch mehr auf einen langen Guerilla Kampf vorzubereiten. Das Land ist durch hohe Gebirge sehr unzugänglich. Ein Einmarsch und eine anschließende Besatzung scheinen unmöglich. Die Kosten für die Besatzung des Iraks sind schon enorm hoch – selbst die USA haben weder das Geld noch die Truppenstärke um den Iran zu Besätzen. Die Amerikaner müssten wenn sie den Iran militärisch besiegt hätten mit jahrelangen Guerillakämpfen und zahlreichen Selbstmordattentaten rechnen. Ebenso wie zurzeit der Irak würde der Iran trotz eines militärischen Sieges der Amerikaner gegen das iranische Militär zu einer unkontrollierten Masse.

Das die USA angesichts dieser Situation einen Krieg gegen den Iran beginnen scheint sehr unwahrscheinlich. Die Strategen im Pentagon werden wissen, dass der Iran nicht zu erobern ist. Ein neues „Machtvakuum“ wäre den USA in der Region nicht nützlich, immerhin ist der Iran ein großer Erdölexporteur.

Die Welt hält, wie schon vor dem Irak Feldzug der Amerikaner, den Atem an und wartet gespannt auf einen Angriff. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht dazu kommt. Langweilige Nachrichten können manchmal besser sein als spannende.

Links:
Gerangel um die Straße von Hormuz
Aufmarsch rund um den Iran
Irans Gegenschlagskapazität

Krieg

Israel has a long history of supplying Iran with weapons

Dr. Alexander von Paleske – —9.3. 2007 — The Shah of Iran , who was chased from power in 1979, had bought plenty of weapons, before his departure, in the US, for roughly 18 billion US Dollars. Amongst them 80 warplanes of the type F 14.

The Ayatollah Khomeini of Iran and his government needed them badly, after Saddam Hussein attacked Iran in 1980. However the US government had imposed an arms embargo after the occupation and hostage taking in the US embassy in Tehran in late 1979. So urgently needed spare parts were not for sale in the US for Tehran.

To the surprise of the US government, this embargo was without any effect. The Iranians were helped by Israel. Israel did not care a bit about the embargo. Money did the talking. They saw a chance to make extra profits and keep the Iran-Iraq war going, two of it’s enemies fighting against each other.

Israel regarded Iraq as the bigger enemy, whilst the European countries and the US thought otherwise.

After the Mossad had given the green light, the arms deals were negotiated by an Israeli general by the name of Avraham Bar-Am, famous for his brutality against Arabs in the Lebanon-war.

Participating in these arms deals was allegedly a German arms dealer group comprising Hans Bihn, Hans Schneider, Hermann Moll and Ralph Kopka. They were well connected to a former top general of the German army, Bundeswehr, by the name of Albert Schnez.
On the Israeli side it was a Ron Harel, acting for Israeli Military industries (IMI), his representative in Germany was a Henry Kamaniecky, Israeli with a German passport. The Iranians were represented by a Abdolfath Katibi and a German by the name of Stephan Kaiser.

The US, after they found out, protested, however they themselves later on sold weapons via Israel into Iran in 1986, it was afterwards called the „Iran Contra Scandal“. The profits from these deals were used to support a right wing terror group, fighting the government of Nicaragua, called the Contras., involved was the Pentagon with it’s colonel Oliver North, the CIA and the arms dealer and international crook Adnan Khashoggi.

From Germany to Vienna
After being followed by German police, the arms dealers moved from Germany to Vienna, Austria.

Money was generated by selling Iranian Oil on the black market at a discount, oil, that exceeded the OPEC Quota. The oil selling shop was called Bandaran and managed by an Iranian by the name of Mehdi Farschi, alias Hashemi Bari alias Farschchiha alias Masoud.

He was helped by three local men, Manfred“>Nahum Manbar via his company Europol, based in Poland. He bought Russian tanks of the type T 72 and T 55. They were before sale to Iran refurbished with modern electronics by the Israeli company El OP.

Polish specialists were trained on these arms and later flown to Tehran to train the Iranians.

Manbar was a big supporter of Israels Labour Party and at fuctions regularly seated at the top table next to former Prime Minister Yitzhak Rabin.

A ship without a harbour.
In August 2002, the cargo of a ship by the name of „Zim Antwerp I“, registered in Thailand was confiscated by the German police. The cargo consisted of 3000 tank chains and hundreds of tyres for armoured personnel carriers. The final destination: Iran’s port Bandar e Abbas.

The sender: The Israeli company PAD, based in Netanya and owned by one Avichai Weinstein. His brother-in-law, Eli Cohen, in 1999 bought arms in Canada and shipped them via Belgium to Iran.

Not only arms, also chemicals were sold to Iran by the Israeli chemical company Carmel, owned by the Dankner family in Haifa.. However Carmel was using a subsidiary in Kenya to mask the origin.

So most Israeli arms deals actually appeared to be arms deals of other countries.

The sale of arms to Iran s continued even after the Iran-Iraq war was over and beyond the first Gulf war in 1991, in which Iraq was defeated.

Weapons of mass destruction into Iran
Already in 1989 an Israeli arms dealer, involved in the lucrative Iran-weapons axis by the name of Charles Caplan, tried to sell the nerve gas Sarin to the Iranians. He was helped by a South Korean Juwhan Yun. However the US customs and police got wind of it and stopped it.

These modest beginnings, that had no consequences for the actors, were followed by a more professional sale not only of raw material for the nerve gases Sarin and Mustard, but also the sale of blueprints for a factory plus the KnowHow for the production of these nerve gases. Bought in China and shipped to Bandar e Abbas/Iran.

Sarin is one of the worst weapons of mass destruction. Invented by Adolf Hitler’s chemical industries in 1937, however never used in WW2. It was, however, used in a horrific terrorist attack in the subway of Tokyo in 1995, in which more than 5000 people were injured.

The Buyers
The buyers are Dr. Abbaspour Tehrani Fard, head of Iran’s department 105 (defence industries). He is a close friend of Iran’s former President Rafsanjani. The buys are made by the Vienna Crew, Farschi, Felber & Co.

The Sellers
The Sellers are two groups. One group comprises the arms dealer Nahum Manbar in cohort with the Israeli Secret Service Shin Bet. Equally involved the British Mi6 with it’s agents Richard Tomlinson and Joyce Kiddie. The second group comprised the Israeli Colonel and former F4 pilot Moshe Regev alias Regenstreich in cohort with Shin Bet.

He was supported by the German Gerhard Merz who later on in 2004 was involved in the failed coup in Equatorial Guinea and died there amidst the allegations of torture. Apparently the German Secret Service BND knew about the sales to Iran.

The sales of these chemical WMD’s were done during the period from 1991 to 1994. At the same time the UN weapons inspectors were searching for these weapons in neighboring Iraq.

The Israeli Government ordered a stop of the sales, after weapons once sold by Israel to Iran arrived in South Lebanon in the hands of the Hezbollah.

Regev/Merz stopped, however Manbar continued for another year. He was sentenced in 1998 to 16 years in prison in a secret trial in Israel, that was marked by scandals.
The presiding judge Shtrasnov started allegedly an intimate relationship with one of Manbar’s junior lawyers, Pninat Yanai.

This is the first time in history, that a country has sold weapons of mass destruction to it’s arch enemy. The only explanation is, that Israel tried to create a case of war with Iran, at that time unsuccessfully.

US aganist Iran (Gerhard Merz)

medien

Berner Kulturagenda kann sich kaum mehr überbieten

Stephan Fuchs – Ich bin einer der wenigen der die Berner Kulturagenda regelmässig liest. Praktisch ist, dass nicht viel drinsteht und sie nicht täglich erscheint. Vor allem das Editorial ist immer eine Minute wert, häufig ist es eine gute Mischung aus Tragik, Plüschtieren und Fröhlichkeit. Also wie Kultur eben ist: Vielseitig.


Bonsai! Effekt: Russische MiG-21F

Gestern hat sich das Heftli dann überschlagen: Nachdem wir im Editorial gelernt haben, dass Beat-Man gepflegt werden will und Gegenstände mit Sorgfalt bedacht werden sollen, hat sich das dünne aber sündhaft teure Heft einen besonderen Werbegag ausgedacht. Mit Ebay soll jeweils zweiwöchentlich ein erwerbbares Kultobjekt vorgestellt werden. „Denn“, so die Redaktionsleiterin Franziska Egli, „wer, wenn nicht das Online-Auktionshaus, bringt wirklich wahres Kultgut unters Volk?“ Und: „Nun, ab dieser Nummer verehren auch wir jeweils ein kultiges Objekt.“ Gute Idee nicht?

Egli schreibt dann auch gleich was es bei Ebay alles geben kann: Eine Michael Jackson Jacke – das ist nicht Kult sondern eher schmuddelig bei dem Bubenliebhaber. Eine Seele… das ist schon kultig, aber eher satanistisch und ein russischer MiG-21F Kampfjet. Bonsai! Da werde ich natürlich heiss!


Gähn Effekt für 100 Stutz: Keramiktöle

Hat es sich das erste Mal gelohnt die Berner Kulturagenda zu lesen? Die Enttäuschung war gross, natürlich nicht. Keine Jacke des bleichen Perverslings, keine verlorene Seele eines Satanisten und kein Kampfjet der sowjetischen Armee. Die Kooperation mit Ebay hat nicht mehr hervor gebracht als einen lebensgrossen Keramikhund, obwohl man bei Ebay innert Minuten hundert heisse, verrückte, und wirklich kultige Gegenstände finden kann. Die Töle indes, ist weder Kult noch lustig, noch kann man ihn verehren. Aber das machen wir mit der Berner Kulturagenda ja auch nicht.

Krieg

Nächster Stop: Venezuela?

Karl Weiss – Unabhängig davon, ob man demnächst den Iran überfällt oder ob man dies vorsichtshalber verschiebt, wird die Weltöffentlichkeit von der US-Regierung bereits auf das nächste Angriffsziel vorbereitet: Venezuela. Es werden bereits Berichte in die Medien kolportiert, Venezuela würde angeblich nicht genug gegen den Kokain-Schmuggel tun, es würde zum Transitland für den Schmuggel und zum sicheren Hafen für Schmuggler. Das Problem ist nur, dieser Schmuggel wird in Teilen von US-Regierungsstellen durchgeführt.

Der “Miami Herald”, immer geflissentlich “His masters voice”, meldete am 2. März, die oberste Drogenschmuggel-Verantwortliche des US-Auswärtigen Amtes, Anne Patterson, habe einen Bericht vorgelegt, in dem Venezuela vorgeworfen wird, zum “sicheren Hafen” für Kokain-Schmuggler zu werden, weil die Regierung sich weigere, mit anderen Staaten (sprich USA und Kolumbien) in der Bekämpfung des Kokain-Schmuggels zusammenzuarbeiten. Die Regierung Venezuelas, so wird gesagt, sei korrupt und nachlässig, ohne allerdings Belege dafür vorzulegen. Na, wer braucht schon Belege, nicht wahr?

Die venezuelanische Regierung hatte angebliche Beamte von lateinamerikanischen Drogenbekämpfungseinheiten, die allerdings alle US-Amerikaner waren, beim Spionieren gegen venezuelanische Ziele erwischt und ausgewiesen. Dies nimmt die US-Regierung nun zum Vorwand, Venezuela der mangelnden Zusammenarbeit anzuklagen.

Nur Gott und Bush kennen die Zahlen
Der Report lobt dagegen Kolumbien und Peru, die sich dem “Krieg gegen die Drogen” vollständig widmen würden. Getadelt wird dagegen ebenfalls Bolivien, denn dort werde der Anbau der Koka-Pflanze legalisiert, was zu mehr Kokain führen würde.

Soweit Zahlen vorgelegt wurden, hat man nicht eine einzige nachprüfbar belegt. Das ist ja auch logisch, denn Gott selbst braucht seine Zahlen nicht zu belegen, er ist die Wahrheit in Person, in diesem Fall repräsentiert durch seinen Vertreter auf Erden, George W. Bush.

Es kann kein Zweifel bestehen, diese Anklagen werden nur die ersten einer Reihe sein. Mehr und mehr werden die Massenmedien voll sein von Berichten über die katastrophale Rolle Venezuelas im Kokain-Schmuggel. Schließlich wird nichts anderes übrig bleiben, als den UN-Sicherheitsrat anzurufen, der Venezuela unter Drohung mit Sanktionen zur Zusammenarbeit im aufopfernden Kampf gegen die Drogen mit der friedliebenden USA ermahnen wird. Gleichzeitig wird der US-Präsident bereits verlauten lassen, dass im Fall Venezuela “keine Option” vom Tisch ist, auch nicht die militärische.

Nun, das Szenario braucht nicht weiter beschrieben werden, alle kennen es.

Nun gibt es natürlich immer böswillige Menschen, die nicht die hehren Absichten hinter der US-Politik erkennen wollen und behaupten, das läge daran, dass Venezuela einer der grössten Erdölexporteure der Welt ist und sogar die grössten bekannten noch unerschlossenen Erdölreserven der Erde hat, ebenso wie einen Präsidenten, der nicht immer „jawoll!“ schreit, wenn ein Pubs aus Washington kommt (wie eine gewisse Dame in einer europäischen Hauptstadt, die mit B. anfängt). Aber wir wissen ja alle, diese böswilligen Menschen sind antiamerikanisch und Erfinder kruder Verschwörungstheorien und nicht unserer Beachtung wert.

Trotz Lob der USA – Kokain kommt aus Kolumbien
Nur leider, die Wahrheit ist eine andere. Wer sich ein wenig in Südamerika auskennt, weiß: Fast das gesamte Kokain (und das daraus hergestellte ‚Crack’) auf dem Weltmarkt kommt aus Kolumbien und Peru, den beiden Ländern, die „dem Kampf gegen die Drogen verpflichtet sind“, nur eben auf US-amerikanische Weise. Venezuela hat überhaupt keinen Koka-Anbau, der in Bolivien ist unbedeutend und wird hauptsächlich für den Koka-Tee der Einheimischen verwendet.

Tatsächlich haben US- und kolumbianische Behörden einen wesentlichen Teil der Drogenhersteller und –schmuggler Kolumbiens dingfest gemacht. Nur, der Drogenschmuggel hat sich dadurch nicht im mindestens verringert. Man weiß aber eben auch, warum: Er wurde zum Teil durch den CIA und andere US-Regierungsstellen übernommen.

Der Enthüllungsreporter und Pullitzer-Preisträger Garry Webb hat in seinem Buch „Dark Alliance“ ausführlich und detailliert enthüllt, wie der CIA wesentliche Teile dieses Schmuggels überwacht und betreibt und seine weltweiten illegalen Aktivitäten dadurch finanziert. Aktivitäten wie das Bomben legen und dann der Al Quaida in die Schuhe schieben, Staatsoberhäupter zu ermorden, Bin-Laden-Videos und Al-Quaida-Bekenner-Erklärungen zu produzieren, junge Muslims zu finden, die sich als ahnungslose Bombenträger missbrauchen lassen und so weiter.

Garry Webb verlor aufgrund dieser Enthüllungen seine Arbeit und sein Haus und wurde „verselbstmordet“aufgefunden. Aber der CIA hat damit natürlich nichts zu tun, der CIA ist eine ehrenwerte Gesellschaft!

Einige der Rauschgiftrouten von Kolumbien und Peru – meistens auch durch das Amazonasgebiet – in Richtung Nordamerika und Europa, wo die großen Bedarfszentren sitzen, gehen auch über Venezuela, das stimmt sicherlich. Nur hat die US-Staatssekretärin vergessen dazusagen, wer die Schmuggler oft sind: Die Herren Schlapphüte mit dem Sternenbanner.

Da gab es zum Beispiel den Fall der 5 Tonnen (5000 kg!) Kokain, die letztes Jahr in einem Passagierjet gefunden wurden, der statt der Passagiere viele schwarze Koffer mit der wertvollen Fracht beförderte. Er machte eine Zwischenlandung in Mexiko, kam über Venezuela. Irgendetwas ging schief und die Ladung wurde von mexikanischem Militär aufgebracht.

Allerdings gab es ein paar Besonderheiten: Der Pilot der gefängnisträchtigen Ware verschwand spurlos, obwohl das Flugzeug noch auf der Rollbahn von Militär umstellt wurde. Er muss einen Beamer vom ‚Raumschiff Enterprise‘ dabei gehabt haben. Die Eigner des Flugzeugs waren US-Amerikaner, einer davon hatte mit der republikanischen Partei Bushs zu tun. Mexiko hat bis heute keinen Prozess gegen die anderen Beteiligten eröffnet. Es muss vermutet werden, sie sind – wie der CIA-Pilot – längst im „sicheren Hafen“ USA gelandet.

Obwohl das Aufbringen von 5 Tonnen Kokain nicht gerade alltäglich ist, haben alle nordamerikanischen Massenmedien das Thema nach maximal einer nichts sagenden Meldung wieder fallen gelassen und sind nie wieder darauf zurückgekommen. Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt.

Manchmal wiederholt sich die Geschichte, aber als Farce, wie schon Karl Marx wusste: Der Überfall auf den Irak wurde wegen chemischer Waffen (Massenvernichtungswaffen) unternommen, die, wenn sie denn noch da gewesen wären, von eben jener US-Regierung geliefert wurden, die auch den Überfall anführte. Nun klagt man Venezuela an, nicht genügend mit den USA zusammenzuarbeiten im ihrem energischen Kampf gegen die Kokain-Schmuggler, die wiederum US-Agenten sind – jedenfalls in weitem Masse.

vermischtes

Captain America von Sniper erschossen

Stephan Fuchs – Gerade jetzt wo Amerika Superhelden an allen Ecken dringend braucht, wurde der patriotischste von ihnen das Opfer eines perfiden Sniper Angriffes – eines Scharfschützen. Noch perfider, der Sniper der den Superhelden im Sternenbannerkostüm umblässt, ist seine Ex-Geliebte Sharon Carter. Amerika ist erschüttert!


Erschossen auf den Stufen des Gerichts

Der Tod des Ultra Patrioten reisst an den Emotionen der Amerikaner. Viele verstehen nicht, dass ausgerechnet in dieser moralischen Krisenzeit dem Sinnbild von „Wahrheit, Gerechtigkeit und dem amerikanischen Weg“ das Leben ausgehaucht wird. Starker Symbolgehalt: Ausgerechnet auf den Stufen zum Gerichtsgebäude, umgeben von Polizisten und in Ketten gefangen, wird er kaltblütig erschossen. Makaber dabei, er stritt vor Gericht gegen die Regierung die ihn bändigen wollte. Steht die Regierung hinter dem Mord?

„It’s a hell of a time for him to go. We really need him now,“ sagte der 93 jährige Joe Simon, der Vater (mit Jack Kirby) des Superhelden. Simon entwarf die Figur während des zweiten Weltkrieges um die Moral und den Patriotismus der Amerikaner zu stärken. Damals focht er gegen Nazis und Japaner und seither kämpft Captain America unverdrossen gegen das Böse, auch gegen die Terrororganisation Hydra.


Gegen Nazis & Hydra gewonnen – nicht aber gegen Amerika

Für Ed Brubaker, den „Ziehvater“ von Captain America, war es nicht einfach den Sternenbannerhelden töten zu lassen. „Wir hatten wirklich ein Dilemma: die hard-core linken und liberalen Fans wollten, dass Captain America an den Straßenecken gegen die Bushregierung Reden hält und die Ultrarechten wollten ihn in den Strassen von Bagdad sehen, wie er Saddam Hussein verprügelt.“ Offensichtlich fand man eine amerikanische Lösung, sie mussten ihn einfach töten! Nun ist Amerika eines der letzten Helden beraubt worden, es gibt nur noch Superschurken…wie im richtigen Leben.

Krieg

Teurofighter wird zum Jagdbomber

Michael Schulze von Glaßer – Die scheinbaren Preissteigerungen die der Euro nach seiner Einführung am 1.Januar 2002 mit sich brachte, heimsten der Währung den Namen „Teuro“ ein. Volkswirte bewiesen aber, dass es keine gesamtwirtschaftliche Preissteigerung gab. Eine deutliche Preissteigerung ist jedoch beim europäischen Jagdflugzeug „Eurofighter“ feststellbar die wohl noch nicht einmal von Volkswirten entzaubert werden könnte. Ob der Volksmund den teuren Vogel wohl auch bald umbenennen wird?

Schon 1988 wurde der gemeinsame Entwicklungsvertrag zwischen Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien unterzeichnet, der vorsah endlich ein neues Jagdflugzeug zum Schutz vor dem Ostblock zu konstruieren. Bereits 1983 traf sich ein Konsortium um das Europäische Jagdflugzeug zu planen. Damals nahm auch noch Frankreich an den Gesprächen teil, sprang aber 1985 von dem Projekt ab und entwickelte sein eigenes Jagdflugzeug vom Typ „Rafale“ das dem Eurofighter vom aussehen sehr ähnelt. Heute werden sich die Franzosen ins Fäustchen lachen wenn sie von den technischen Problemen und explodierenden Kosten hören.

Der Eurofighter war bei der Bundeswehr noch in den 80-ger Jahren „Jäger 90“ betitelt weil das Flugzeug in den 90-ger Jahren in Dienst genommen werden sollte. Die Kosten sollten sich auf 11,8 Milliarden Euro belaufen. In dem abgeschlossenen Vertrag steht jedoch die Floskel „Anpassung an die Preisentwicklung“ was de facto zu einem immer höheren Preis führt. Heute sollen die 180 Eurofighter die von der Bundeswehr gefordert werden 15,4 Milliarden Euro kosten – ein Anstieg von rund 30 Prozent! 122 Eurofighter sind bisher verbindlich bestellt worden mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit wird die Bundesregierung auch die restlichen Flugzeuge beschaffen.

Der Kostenseite steht aber immer auch eine Nutzenseite gegenüber und gerade die ist beim Eurofighter sehr fragwürdig, war der teure Vogel doch als Abfangjäger zu Zeiten des eisernen Vorhangs geplant. Damals sollte der Jäger sowjetische MiG 29 Flugzeuge abfangen und mit den Luft-Luft Raketen vom Himmel pusten. Die 24 relativ modernen MiG 29 Fulcrum Jagdflugzeuge der Nationalen Volksarmee der DDR sind nach der Wende in die Hände der Luftwaffe gefallen die, die Flugzeuge im Jahr 2003 für den symbolischen Wert von einem Euro an Polen verschleuderte. Dabei gilt die MiG 29 dem deutschen Kampfflugzeug des Typs Tornado als ebenbürtig und wurde sogar erst ein Jahr später in Dienst gestellt. Warum die Luftwaffe die MiG’s verschleuderte bleibt ein Geheimnis, vielleicht um sich noch mehr moderne Eurofighter anzuschaffen? Auch nachdem der eigentliche Gegner – die Sowjetunion – wegfiel wurde an dem Gemeinschaftsprojekt festgehalten. Bereits am 27.März 1994 startete der erste Prototyp des Eurofighters um einige Tests zu absolvieren. Danach gingen die Probleme los. Nicht nur, dass es keinen wirklichen Feind mehr für den Abfangjäger gab, es stellten sich auch zunehmend Probleme bei der Produktion ein. Wie auch bei den Flugzeugen der Firma Airbus werden die Bauteile in verschiedenen Ländern produziert und treffen erst bei der Endmontage zusammen, dabei soll es zu Abstimmungsproblemen gekommen sein. Am 25. Juli 2006 wurden dem Jagdgeschwader 74 in Neuburg an der Donau die ersten vier Maschinen übergeben. Am 15. Februar 2007 erteilte die NETMA dem Eurofighter die internationale Verkehrzulassung. Folgende Waffen darf das Flugzeug somit tragen:

– Kurzstrecken-Luft/Luft-Lenkflugkörper vom Typ ASRAAM, IRIS-T und AIM-9L Sidewinder
– Mittelstrecken-Luft/Luft-Lenkflugkörper vom Typ AIM-120 (AMRAAM)
– Luft-Boden Bewaffnung vom lasergelenkten Typ Paveway und GBU-16

Die aufgelistete Bewaffnung entspricht jedoch nicht dem eines normalen Abfangjäger denn dieser bräuchte keine Luft-Boden Bewaffnung. Abfangjäger, die nur zur Verteidigung vor anderen Kampfflugzeugen dienen, haben logischerweise nur Luft-Luft Bewaffnung an Bord – der Eurofighter ist also auch mit Offensiven Waffen ausrüstbar. Neue Waffensysteme für den teuren Kämpfer werden schon entwickelt, neben der neuen europäischen Luft-Luft Mittelstreckenrakete METEOR von dem die Luftwaffe 600 Stück im Gesamtwert von 544 Millionen Euro (plus 180 Millionen Euro Entwicklungskosten) anschaffen will kommt noch der Luft-Boden Marschflugkörper mit dem heroisch klingenden Namen Taurus (lat. Stier) hinzu. Über die deutsch-schwedische Entwicklung ist nur wenig bekannt.

Das Bundesministerium der Verteidigung rückt nur spärlich Information über das wohl sehr teure Projekt heraus weil es in der Bevölkerung wohl nicht auf große Gegenliebe stoßen würde. Taurus ist nichts anderes als eine Cruise-Missile die mit über 1.000 km/h eigenständig weite Strecken zurücklegen kann um dann ein sogar stark gepanzertes Ziel zu zerstören. Bis zu 4 Meter dicke Wände soll der Flugkörper mit seinem 500 Kilogramm schweren Gefechtskopf zerschlagen können. Experten vermuten eine Anschaffung von insgesamt 1.200 Taurus Cruise-Missiles, bis 2011 will die Luftwaffe 685 dieser Angriffswaffen Einsatzbereit haben. Doch momentan muss sich die Luftwaffe noch mit alt bewehrtem zufrieden geben – was jedoch nicht weniger offensiv ist.

Am 7.März 2007 segnete der Verteidigungsausschuss, wie nicht anders zu erwarten, die Ausrüstung der deutschen Eurofighter mit offensiven Waffen ab. Die Grünen enthielten sich, nur die Linkspartei votierte gegen die neue Ausrüstung, die es der Luftwaffe nach Medienberichten erlaubt auch Flächenbombardements durchzuführen. Das Bundesministerium der Verteidigung erklärte die Ausrüstung des Eurofighters mit Bomben sei „nach zwischenzeitlicher Überlegung heute unverzichtbar“. Außerdem sollen alte Tornado Kampfjets außer Dienst gestellt werden, begründete das Ministerium die neue Ausrüstung.

Was das jedoch damit zutun hat bleibt im Verborgenen. Fakt ist jedoch, dass die Bomben vom Typ GBU-16 und Paveway Angriffswaffen sind. Laut Rüstungsindustrie soll die GBU-16 Bombe 500 Kilogramm schwer sein und einen sechs Meter tiefen Krater in die Erde reißen. Dabei sollen bis zu 4.500 Kilogramm Steine und Erde mit Überschallgeschwindigkeit ausgeworfen werden.


Eurofighter mit GBU-16 Bomben

Von der Paveway-Bombe gibt es verschiedene Versionen. Medienberichten zufolge soll es sich um eine sehr neue Version vom Typ Paveway IV handeln die 241 Kilogramm schwer sein und durch zersplittern große Zerstörungskraft besitzen soll. Beide Bomben haben an den Seiten kleine Flügel die es dem Flugkörper ermöglichen zu gleiten und die Richtung zu ändern. Daher ist Steuerung der „Präzisionsbomben“ möglich. Die Kosten belaufen sich auf 667 Millionen Euro wobei die eigentlichen Waffen noch nicht mit eingerechnet wurden sondern nur die Aufrüstung der Eurofighter.


Der Eurofighter mit seiner möglichen Bewaffnung. Welche Offensivwaffe fordert die Luftwaffe als nächstes?

Doch es geht noch weiter, die Luftwaffe benötigt nach Angaben der Bundesregierung für den neuen „Jagdbomber“, denn zu dem wird das ehemalige Jagdflugzeug mit der neuen Ausrüstung, auch noch neue Abstandswaffen.

spionage

Oklahoma Bomber McVeigh hatte FBI Hilfe

Stephan Fuchs – Terry Nichols, der Mitverschwörer beim Anschlag auf das Alfred P. Murrah Federal Building in Oklahoma City vom 19. April 1995 hat unter eidestaatlicher Aussage vor einem Gericht in Utah erklärt, dass ein hochrangiger FBI Agent, Larry Potts, den zum Tode verurteilten Timothy McVeigh zum Anschlag angeführt habe.


Hilfe vom FBI?

Der FBI Agent und andere Mitverschwörer würden, so Nichols vor Gericht, von der Regierung geschützt um der Verantwortung zu entgehen. Dokumente die die Aussagen von Nichols stützen würden, sind indes aufgrund des Personenschutzes versiegelt worden und sind somit nicht zugänglich.

Der Richter in Utah, das FBI und das Justizdepartement in Washington verweigerten eine Stellungsnahme gegenüber örtlichen Journalisten, während Nichols keine Gründe angab, weshalb die Regierung beim Anschlag die Führung gehabt habe.

Terry Nichols, der eine lebenslange Haftstrafe im Supermax Gefängnis ADX Florence in Colorado verbringt sagte, er möchte endlich einen Schlussstrich unter die Tragödie setzen und somit den Überlebenden des Terroranschlages helfen. Der Anschlag kostete 168 Menschen, darunter 15 Kindern eines Kindergartens im ersten Stock des Gebäudes das Leben. Die Hinterbliebenen sollen nun, so seine Ausführungen, endlich die Wahrheit erfahren. Im Jahre 2004 schrieb er an den damaligen Justizminister John Ashcroft mit der Bitte, den Ermittlern bei der Identifizierung sämtlicher beteiligter Personen helfen zu können und so der Wahrheit über das „Oklahoma Bombing“ gerecht zu werden. Er bekam weder von Ashcroft, noch von der Untersuchungsbehörde und des Justizapparates eine Antwort.

Beim damaligen Anschlag wurden nur Nichols und McVeith verurteilt, obwohl viele unabhängige Untersuchungen und Nichols immer wieder beteuern, dass mehrere Personen am Anschlag beteiligt gewesen sein mussten. Laut Nichols Aussagen erzählte ihm McVeigh, er sei für undercover Operationen des Militärs rekrutiert worden und dass McVeight verärgert gewesen sei, dass die Auswahl des Zielgebäudes kurz vor dem Anschlag gewechselt worden sei. Im Ärger damals, habe McVeigh ihm auch den Namen des FBI Führungsagenten gesagt.

Allein schon bei der Produktion der Bombe muss McVeight externe Hilfe gehabt haben. Die Bombe die die beiden Attentäter einen Tag vor dem Anschlag produzierten war, so Nichols, nicht jene Bombe die das Gebäude zum Einsturz brachte. „Zur Produktion einer solchen Bombe hatten wir nicht das Wissen.“

kriminalitaet

Bürgermeister zum dritten mal autopsiert

Stephan Fuchs – Der mit grosser Wahrscheinlichkeit ermordete schwarze Bürgermeister von Westlake im südlichen Bundesstaat Louisiana findet keine Ruhe. Sein Leichnam wurde exhumiert und zur dritten Autopsie nach Pittsburgh überstellt.

Gerald Washington war der erste gewählte schwarze Bürgermeister im 4500 Seelen zählenden Südstaatenstädtchen Westlake. Die Seelen freilich, sind vorwiegend Weiss. Die Angehörigen des ehemaligen Bürgermeisters sind überzeugt, dass Washington ermordet worden ist. Er wurde am 30 Dezember 2006 mit einem Brustschuss, die Pistole neben ihm liegend, tot aufgefunden. Eine Abschiedsbotschaft wurde beim toten Bürgermeister nicht gefunden, eine erste Autopsie der Staatspolizei von Louisiana und dem örtlichen Leichenbeschauer, kam zum Schluss, dass sich der Mann selber umbrachte.

Die Familie, die nicht an einen Suizid glaubt, engagierte den forensischen Pathologen Cyril Wecht, um eine dritte Autopsie zu veranlassen. Der bekannte Forensiker Wecht, arbeitete bereits als Berater bei der Autopsie am Leichnam von Elvis Presley. Der exhumierte Gerald Washington wurde nach Pittsburgh Pennsylvania im Norden der Vereinigten Staaten in das Labor von Wecht transportiert. Eine dritte Autopsie ist ungewöhnlich, in diesem Fall aber angebracht, meint Wecht. Es liege der Verdacht nahe, dass der schwarze Bürgermeister ermordet worden sei und im Zusammenhang einer Verschwörung der Mord vertuscht und der Mörder gedeckt worden sei.

Washington, der mit 69 Prozent die Wahlen gegen seinen weissen Widersacher gewonnen hatte, konnte noch nicht mal sein Büro beziehen, als sein Körper auf einem Parkplatz einer ehemaligen Schule gefunden worden war. Westlake ist 80% Weiss.

Krieg

Saudi-Arabien ein Schurkenstaat? Von den Gründen der Kriege

Karl Weiss – Um nur einen groben Eindruck von den heißgeliebten Verbündeten der US-Regierung zu bekommen, hier ein Detail aus Saudi-Arabien: Eine Frau war gezwungen, sich mit einem Erpresser zu treffen. Sie wurde danach von einer Gang entführt und von allen Mitgliedern wiederholt vergewaltigt. Sie erhielt nun die Strafe von 90 Peitschenhieben, weil sie mit dem Mann, dem Erpresser, zusammen im Auto gesessen hatte. Ja, wirklich deshalb!

Was man in Saudi-Arabien so unter Recht versteht, das hat unleugbar seine düsteren Seiten, speziell was Frauen angeht. Die US-Regierung, die uns immer viel über die schlimmen Zustände für die Frauen unter den Taliban erzählt hat, hat allerdings nicht die geringsten Probleme, wenn Gleiches in Saudi-Arabien geschieht.

Wie allgemein bekannt, sind nicht nur die offiziellen Beziehungen zwischen der US- und der saudischen Regierung innig, um nicht zu sagen eng umschlungen, auch speziell die der saudischen Königsfamilie mit den Bushs besonders herzlich. Man trifft sich oft, nicht nur bei Staatsanlässen, sondern auch privat, man hatte lange Zeit gemeinsame Investitionen in bestimmten US-Firmen und auch sonst kann man dies Verhältnis nun schon beinahe als Freundschaft bezeichnen. Dazu müssten allerdings die Bushs und die saudischen Royals in der Lage sein, Freundschaft zu empfinden.

Achse des Bösen & dunkle Mächte
Wir wissen, bei bestimmten anderen Regimes, die ähnlich tyrannisch sind wie die saudische Königsdiktatur, war man schnell bei der Hand, solche Regimes als „Unrechtstaaten“, „Macht des Bösen“ , „Achse des Bösen“ oder „dunkle Mächte“ zu bezeichnen oder in letzter Zeit hauptsächlich als „Schurkenstaaten“.

Handelt es sich aber um Verbündete, worunter die US-Regierung versteht, dass man ihren Befehlen gehorcht, so brauchen sich diese Regimes nicht die mindeste Mühe geben.

Es ist weder irgendeine Art von (auch nur Schein-)Demokratie erforderlich, wie sich z.B. an Saudi-Arabien zeigt, noch brauchen die grundlegenden Menschenrechte Geltung zu haben, wie etwa die Beispiele Kolumbien, Indonesien oder Marokko belegen. Das Folter kein Hinderungsgrund ist, von der US-Regierung wohlgelitten zu sein, ist sowieso selbstverständlich. Ägypten ist hier ein typisches Beispiel. Ebenso gilt das für Länder, die sich nicht an die Nichtweiterverbreitungsregeln für Atomwaffen halten und einfach auch ins Geschäft mit Atombomben einsteigen. Diese Länder sind sogar besonders eng mit den USA liiert, wie die Beispiele Israel und Pakistan zeigen. Auch mit Indien ist man dabei einen Atomdeal zu vereinbaren, was deren heimliche Atombombe (einschließlich heimlicher Trägerrakete) noch ausdrücklich legitimiert.

Das Beispiel Pakistan ist in jeder Beziehung besonders interessant, denn es besteht heute kaum ein Zweifel, Osama Bin Laden ist in Pakistan untergeschlupft oder benutzt jedenfalls pakistanischen Boden als „sicheren Hafen“, um eventuellen Verfolgungen zu entfliehen. Nun war ja aber der einzige Grund, warum man offiziell das Afghanistan der Taliban angriff, eben genau jener: Osama Bin Laden war da und die Taliban lieferten ihn nicht aus. Nach dieser Diktion müsste nun Pakistan überfallen werden. Ach ja, da war natürlich auch noch die Unterdrückung der Frau unter den Taliban. Ist es damit in Pakistan besser bestellt?

Die Berichte zeigen, dieser Punkt ist praktisch deckungsgleich in großen Teilen Pakistans mit dem Afghanistan der Taliban. Können wir also bald einen Pakistan-Krieg erwarten? Nun, irgendwie kommt die US-Regierung mit ihren Begründungen wohl nicht so ganz klar.

90 Peitschenhiebe für das Vergewaltigungsopfer
Extremstes Beispiel aber ist und bleibt Saudi-Arabien. Nicht nur, dass die Königsfamilie dort als absolute Tyrannei herrscht, nicht nur, dass man bereits beginnt mit der Atomtechnik, nicht nur, dass so etwas wie Wahlen absolut verpönt sind, nicht nur, dass die grundlegendsten Menschenrechte nicht gelten, dazu kommt auch noch die spezielle Unterdrückung der Frau, genau jene Begründung, die gerne nachgeschoben wird, wenn von den Gründen des Überfalls auf Afghanistan die Rede ist.

Da kommen wir eben zurück auf jene 90 Peitschenhiebe, die jene vergewaltigte Frau in Saudi-Arabien einzustecken hat, weil sie erpresst wurde.

Haben Sie irgendetwas gehört davon, dass Saudi-Arabien nun unter die Schurkenstaaten eingereiht wurde? Nein? Seltsam!

Man könnte fast zu der Meinung kommen – wenn man nicht sicher wüsste, dies wäre eine krude Verschwörungstheorie – die US-Regierung täuscht uns ständig über die Gründe, warum sie – mit oder ohne Alliierte – in bestimmte Länder einfällt und dort keinen Stein auf dem anderen lässt; dass sie dies in Wirklichkeit aus imperialistischen Gründen tut, um Kontrolle über Rohstoffquellen wie Erdöl zu haben, über geostrategisch bedeutende Punkte oder über die Länder, welche einen Großteil der Rauschgiftproduktion der Welt beherbergen – aber wie gesagt, das sind natürlich krude Verschwörungstheorien von Antiamerikanisten!

vermischtes

Ob die Israelis noch zuhören? Seht euch Zimbabwe an!

Karl Weiss – Der Engländer Max Hastings hat am 27. Februar 2007 im britischen Guardian einen Kommentar zu den Weißen in Zimbabwe, dem früheren Rhodesien, geschrieben, in dem er ausgeht von den Memoiren eines weißen Zimbabwer und die Tragödie dieses Landes und speziell der weißen Bevölkerung hervorhebt. Werden in der Zukunft die verbliebenen jüdischen und anderen zugezogenen Bürger des vormals Israel genannten Landes einen ähnlichen Abgesang hören? Noch gibt es die Möglichkeit, umzukehren, Frieden zu machen und den aggressiven, rassistischen Zionismus auf den Müllhaufen der Geschichte zu befördern wo er hingehört.

Hier einige übersetzte Zitate aus dem Artikel:

„Peter Godwins’ neue Memoiren „When a Crocodile Eats the Sun“ dokumentiert in den lebendigsten Bildern die Erfahrung einer Nation … (…) Godwin wuchs im alten Rhodesien auf … (…) Er porträtiert die zusammengeschrumpfte weiße Gesellschaft, die sich mit Zähnen und Klauen an das Land klammert. Seine eigenen alt gewordenen Eltern verbrachten die letzten Jahre in Armut, Furcht und Schwierigkeiten, bedroht durch Mugabes Kriegsveteranen. Sie mussten zusehen, wie die Gesellschaft sich auflöste, die sie für ein halbes Jahrhundert gekannt hatten.

(…) Die Welt tut nichts.(…) Südafrika behandelt Robert Mugabe weiterhin als einen Alliierten.

(…) Ich habe aus Rhodesien berichtet vor 30 Jahren. Wir sahen eine arrogante, gnadenlose weisse Minderheit…, die sich selbst zu den Wächtern der Zivilisation im Herzen Afrikas erklärten. Sie ermordeten ohne Rücksicht, folterten freiweg, sie benutzten die Zensur, um ihre schlimmsten Exzesse verbergen zu können.

Ich sagte [den Weißen], sie müssten erkennen, wie allein sie auf der Welt seien. Sie glaubten es nicht. Das US- und britische Regierung würden sie nie allein lassen und dem „kommunistischen schwarzen Abschaum“ überlassen, sagten sie. (…)

Sie konnten nicht glauben, die … schwarze Bevölkerung könnte sie militärisch besiegen. (…) Sie waren entschlossen, bis zur letzten Kugel zu kämpfen und sie taten es. Aber als die Portugiesen Moçambique verließen, das südafrikanische Regime die Unterstützung versagte und das Land militärisch und ökonomisch auf den Knien lag, gab das Smith-Regime auf.

Zu jenem Zeitpunkt hatte es schon zu viele Tote und Bitterkeit gegeben, als dass noch eine Versöhnung möglich gewesen wäre.(…) Es bleibt Quelle tiefer Traurigkeit für viele auf dem Kontinent geborene weiße Personen, dass ihre schwarzen Nachbarn sie niemals akzeptieren werden als Ihresgleichen.

So sehr Robert Mugabes Herrschaft [in Zimbabwe] monströs ist, mein Mitleid ist bei den schwarzen Zimbabwern, nicht bei der verschwindenden weißen Minderheit.“

Als der Berichterstatter dies las, musste er unwirklich an Israel denken. Könnte es sein, dass den europäischen Herrenmenschen dort ein ähnliches Schicksal bevorsteht, sie es aber, so wie damals die Rhodesier, nicht wahrhaben wollen?

Könnte es sein, könnten die Israelis, die heute dem Zionismus anhängen, aus der Geschichte lernen, könnten die Lektion annehmen: Niemals konnten bis an die Zähne bewaffnete Minderheiten auf die Dauer ihren Willen der Mehrheitsbevölkerung aufzwingen.

Könnte es sein, sie könnten erkennen: Jegliche weiteren Atrozitäten, begangen durch israelische Polizei oder Militär, bringen sie dem Punkt näher, hinter dem eine Versöhnung nicht mehr denkbar ist, auf die sie einmal angewiesen sein könnten?

Könnte es sein, sie würden einsehen, sie hängen vollständig von der Unterstützung -, militärisch, finanziell und politisch – aus den Vereinigten Staaten ab? Würde diese eingestellt oder auch nur wesentlich verringert, wäre das Aufrechterhalten der Herrschaft in Frage gestellt.

Könnte es sein, sie könnten verstehen, jenseits jenes Punktes und ohne entsprechende US-Unterstützung könnten sie plötzlich im Hemd dastehen und nur noch Objekt wehmütiger Nachrufe sein, weil jene moralische Unterstützung auf Grund des Holocausts von so vielen Menschen in so vielen Ländern für sie sich bereits erschöpft hat und in Ablehnung umgeschlagen ist?

Ob jene Israelis noch zuhören? Kann man sie noch erreichen?

Seht euch Zimbabwe an!