vermischtes

Chinesischer Aktivist nach ARD-Interview schwer verletzt worden

Peking / SDA – Ein chinesischer Aktivist, der in einem Bericht des deutschen Fernsehens über den umstrittenen Drei-Schluchten-Damm mangelnde Entschädigung für die Umsiedlung beklagt hatte, ist brutal zusammengeschlagen und schwer verletzt worden.

Das Studio des Ersten Deutschen Fernsehens in Peking berichtete, Fu Xiancai sei nach der Attacke am vergangenen Donnerstag offenbar die Wirbelsäule angebrochen. Der NDR-Intendant wollte beim chinesischen Botschafter in Berlin formellen Protest einlegen.

Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Human Rights in China (HRiC) ist Fu Xiancai von den Schultern abwärts gelähmt. Er sei auf dem Rückweg von einem Polizeiverhör wegen des Interviews von einem Angreifer mit einem schweren Objekt von hinten niedergeschlagen worden. Ihm seien Halswirbelknochen gebrochen.

Der Aktivist habe mehrfach Todesdrohungen erhalten und sei unter Androhung von Gewalt aufgefordert worden, seine Proteste gegen die Umsiedlung für das Staudammprojekt am Jangtse-Strom in Zentralchina einzustellen.

Das Spital in Yichang wolle die weitere Behandlung einstellen, falls die Familie nicht die Kosten von 80 000 Yuan (12 000 Franken) zahle. Seine Angehörigen könnten aber nur 7000 Yuan (10 000 Franken) aufbringen. Das ARD-Studio bemüht sich, Kontakt aufzunehmen und der Familie Geld für die medizinische Behandlung zukommen zu lassen.

spionage

Bush gibt Gefangenenflüge über Europa zu

World Content News – Endlich. US-Präsident Bush hat bei einem Treffen mit dem dänischen Ministerpräsidenten Rasmussen eingestanden, dass Gefangenenflüge im Rahmen der Terrorismusbekämpfung über europäischem Luftraum stattgefunden haben. Gefangene seien ohne Formalia transportiert worden, ohne dass dabei Souveränitätsrechte anderer Staaten verletzt wurden.

Wenn man seinen Angaben Glauben schenken kann, bedeutet dies zweierlei: Der Rechtsweg ist jetzt formaljuristisch offen. Bisher konnte man sich nur auf Vermutungen stützen. Jetzt kann man sich darauf konzentrieren, Entführungsfälle jeweils im Einzelfall nachzuweisen (was noch schwierig genug sein wird). Zweitens ist die Erwähnung der Souveränitätsrechte ein weiteres Indiz dafür, dass die europäischen Regierungen zumindest Bescheid gewusst haben müssen.

Der 67-seitige Abschlussbericht des Sonderermittlers des Europarates, Dick Marty, geht noch darüber hinaus, neben anderen Ländern wird auch Deutschland der aktiven Komplizenschaft bei Verschleppungen verdächtigt. Die Zurückweisung der Klage von Khaled el-Masri durch ein US-Gericht war nur der Anfang einer Prozesskette, die die Justiz weltweit über Jahrzehnte hinweg beschäftigen dürfte.

Der Entführung von Khaled el-Masri zieht sich dann auch wie ein roter Faden durch Marty’s Bericht. Anhand der Aufenthaltsdauer und der Flugdaten der mutmaßlichen Entführungsmaschine N313P wird außerdem auch versucht, die Existenz von Geheimgefängnissen in Polen (Szymany) und in Rumänien (Timisoara) greifbar zu machen. Beide Länder haben mögliche Kenntnisse energisch abgestritten.

Dass es von der Bundesregierung bisher nur zaghafte offizielle Statements zu den Vorwürfen des Europarats über die Verwicklung der deutschen Regierung und ihres Geheimdienstes BND in die illegalen Machenschaften der CIA gegeben hat, ist einerseits ein riesiger Skandal, andererseits aus Sicht der Betroffenen auch klug. Sie wollen sich weder selbst belasten noch ins nächste Fettnäpfchen treten. Schweigen und Aussitzen ist da wesentlich unproblematischer – glaubt man dort zumindest. Doch die Untersuchungen sind nicht am Ende, sie haben soeben erst begonnen. Und wenn es um Menschenrechtsverletzungen geht – da hat die demokratische Öffentlichkeit ein Elefantengedächtnis.

CIA-Flüge nach Polen:
Die Regierung in Polen sah sich als einziges Land nach Marty’s Bericht aus technischen Gründen nicht in der Lage, dem Europarat Flugdaten zur Verfügung zu stellen. Auch die FAA-Datensätze aus den USA weisen entsprechende Lücken bei der Flugdatenerfassung auf. Die baltische Nachrichtenagentur BNS berichtet dagegen von Dutzenden Flügen der N313P und N379P zwischen 2001 und 2003 über den litauischen Luftraum auf dem Weg von Polen nach Afghanistan. Hier das wenige, was noch auffindbar war:

22.09.2003 N313P (Premier Executive Transport Services)
Kabul – Szymany, Polen – Constanta (M. Kogalniceanu), Rumänien –
Bukarest-Banaesa – Rabat, Marokko – Guantanamo, Kuba (23.09.)

06.06.03 N379P (Premier Executive Transport Services)
Warschau, Polen – Rabat, Marokko (Überflug Schweiz)
und am 28.06.03
Washington DC, USA – Warschau, Polen – Glasgow, Schottland (29.06.)

27.08.05 N1HC (United States Aviation)
Bangor, ME, USA – Warschau, Polen
(zurück nach Philadelphia, PA, USA am 30.08.)

CIA-Flüge nach Rumänien:
Während Polen laut Human Rights Watch eine Hauptbasis der CIA für Gefangene war, soll Rumänien nur Zwischenstation für kürzere Gefangenenaufenthalte gewesen sein. Hier sieht die Datenlage zwar etwas besser aus, die von World.Content.News recherchierten Flüge sind vermutlich nur die Spitze eines Eisberges:

22.09.03 N313P (Premier Executive Transport )
siehe oben unter Polen
am 25.01.04
Kabul – Timisoara/Giarmata, Rumänien – Bukarest-Baneasa –
Palma de Mallorca (26.01) – Washington DC

26.01.04 N85VM (Assembly Point Aviation)
Amman, Jordanien – Constanta (M. Kogalniceanu), Rumänien –
Bukarest-Baneasa (27.01) – Barcelona, Spanien – Washington DC
am 12.04.04
Guantanamo, Kuba – Tenerifa Norte, Kanaren – Bukarest-Banaesa
am 30.09.04 als N227SV (gleiche Gulfstream, umregistriert)
Washington – Teneriffa – Rabat, Mariokko (01.10.)
– Amman, Jordanien – Mihail Kogalniceanu, Constanta
zurück über Prag – Shannon, Irland (02.10.) – Washington

am 06.05.03 N157A (Aviation Specialties)
Baku – Bukarest-Baneasa
am 10.05.03: Bukarest-Baneasa – Frankfurt
am 17.05.03: ebenfalls Bukarest-Baneasa – Frankfurt

23.04.03 N312ME (Aviation Specialties)
Goose Bay, Kanada – Reykjavik, Island – Frankfurt (dep. 24.04) –
Bukarest-Baneasa – Baku

16.06.03 N58AS (Aviation Specialties)
Baku, Aserbeidschan – Bukarest-Baneasa – Ramstein, Deutschland

25.08.04 N4456A (Aviation Specialties)
Prag – Bukarest-Otopeni – Athen – Amman, Jordanien
Am 22. sowie am 30.04.05 landete die Maschine in Bukarest-Otopeni mit unbekannter Herkunft und Ziel

12.06.03 N2189M (Tepper Aviation)
Amman, Jordanien – Constanta/Kogalniceanu
zurück nach Amman am 14.06.

28.05.04 N173S (Stevens Express Leasing)
Ankara, Türkei – Bukarest-Otopeni – München, Deutschland – Prestwick, UK – Reykjavik, Island – Goose Bay, Kanada – Bangor, ME, USA

20.05.05 N4009L (Stevens Express Leasing)
Bangor, ME, USA – Goose Bay, Kanada, – Reykjavik, Island – Wick, UK –
Aberdeen, UK – München, Deutschland (dep.21.) – Bukarest-Otopeni -Baku

26.08.04 N187D (Devon Holding)
Goose Bay, Kanada – Reykjavik, Island – Frankfurt (dep.27.08.) -Bukarest-Otopeni – Amman, Jordanien

12.03.05 N822US (Alameda Corp Trustee)
Goose Bay, Kanada – Reykjavik, Island, – Bukarest-Baneasa
am 01.06.05 Bukarest – Stavanger, Norwegen

05.11.05 N1HC (United States Aviation)
Porto, Portugal – Mihail Kogalniceanu/Constanta
Flugdaten Romania Poland Fluganlayse Folterflüge CIA Gefangenentransporte Guantanamo rendition flights black sites Gefangenenflüge Abschlussbericht Dick Marty

Sämtliche Flugdaten und Quellen finden sie unter World News Content

spionage

Flugdatenanalyse: N35NK

World Content News – Die Geschichte des Learjets 35A mit der Registrierung N35NK ist abenteuerlich. Sie wirft mehr Fragen auf, als sie zu beantworten vermag. Die Spuren der Maschine, die unter CIA-Verdacht stand, führen tief in den Drogensumpf von Florida, kurven um den Ausbildungsort für den 9-11, man findet sie auf Guantanamo Bay genauso wie in Deutschland wieder und sie lassen am Ende dennoch keine eindeutigen Schlüsse zu.

Um zu erahnen, wie komplex die Verwicklungen zwischen der CIA und dem internationalen Drogenhandel sind, ist es vielleicht hilfreich, an die jüngste Vergangenheit zu erinnern, als am 10. April dieses Jahres eine DC-9 mit 5,5 Tonnen Kokain in Mexiko beschlagnahmt wurde. Deren Besitzer stand in unmittelbarer Beziehungsnähe zur Huffmann Aviation, eine Flugschule, die weltweit Schlagzeilen machte, als heraus kam, dass sie zwei der Attentäter des 11. September – Mohamed Atta und Marwan al-Shehhi – das Fliegen beibrachte.

Damaliger – wenn auch nicht offizieller – Eigentümer der Huffmann Aviation war neben dem Holländer Rudi Dekkers auch der Grand Senior des Drogenschmuggels Wallace „Wally“ Hilliard, der auch die Firma Plane 1 Leasing Co., Inc. sein eigen nennt, auf die die N35NK bis Mitte 2004 registriert war. Daneben betrieben die beiden noch gemeinsame Unternehmen wie z.B. die Florida Air Holdings, Llc. Kenner der Szene wie der investigative Journalist Hopsicker meinen zu wissen, dass der inzwischen weit über 80-jährige Hilliard als Strohmann des nur zehn Jahre jüngeren saudischen Milliardärs Adnan Kashoggi firmiert, der in den achtziger Jahren als Drahtzieher der Iran-Contra-Affäre galt.

Hilliard hatte im Jahr 2000 schon mal eine Bauchlandung gemacht, als eine bewaffnete Sondereinheit der Antridrogenpolizei DEA in Orlando einen anderen Learjet von ihm stürmte und dabei 43 Pfund Heroin ans Tageslicht brachte. Keine Angst, passiert ist dem alten Herrn nichts dabei, dank seiner guten Beziehungen zur CIA, wird gemunkelt.

Nach dem Attentat auf das World Trade Center musste Hilliard seine Flugschule dichtmachen und sich seine Brötchen woanders verdienen. Dazu suchte er sich die Insel Rum Cay auf den Bahamas aus. Eine lokale Tageszeitung titelte dort schon mal auf ihn zugemünzt: „Cops size $50 Million in drugs.“ Was er dort wirklich trieb, darüber gehen die Vermutungen auseinander. Wieder war es Hopsicker, der ihm auf die Schliche kam. Ägypter und andere unerwünschte Personen aus dem Nahen Osten soll Hilliard mit der N35NK über die Bahamas in die USA eingeschmuggelt haben. Von Investitionen in ein gigantisches Spielcasino auf den Bahamas ist die Rede. Und last but not least sollte auf Rum Cay nach dem Vorbild des Medellin-Kartells ein neues Drogen-schmuggelzentrum entstehen. Wollten Kashoggi und Hilliard beweisen, zu was alles sie in ihrem Alter noch fähig sind?

Die Flugdaten der N35NK, die am Ende der Story zum Download bereitstehen, kann man durchaus so interpretieren: Neben wochenlangen fast täglichen Pendelflügen zwischen Bahamas und Fort Lauderdale, wo möglicherweise der ehemalige Kumpan Diego Levine zu Diensten stand, besuchte der Learjet so ziemlich jeden Drogenschandort in der dortigen Hemisphäre: Puerto Rico, Turks, Haiti, die Kaiman-Inseln usw., teilweise lesen sich die Daten wie ein Einkaufsflug. Wie weit die CIA ihre schützende Hand drüber hielt oder selbst absahnte, wer weiß das schon. Tatsache ist, als Hopsicker seine Enthüllungsgeschichte auftischte, wenige Tage nach einem Guantanamo-Aufenthalt der Maschine (29.04.2004), wollte Hilliard seinen treuen Flieger plötzlich ganz schnell loswerden.

Am 02.07.2004 ging der 1982 gebaute Jet dann in die Hände der Aircraft Guantary Corp Trustee über, eine Treuhand-Gesellschaft, die sich darauf spezialisiert hat, dass auch Nicht-Amerikaner eine N-Registrierung erlangen können, ohne dass sie Auflagen für die Flug-Bewegungsfreiheit innerhalb der USA zu befürchten haben. Aber ruhiger wurde es um die N35NK dadurch nicht, im Gegenteil, jetzt geriet sie in Europa unter CIA-Verdacht, sie kam sozusagen vom Schnee in die Geheimdienst-Traufe.

Die CIA-leidgeprüfte isländische Flugaufsicht CAA hat als erste gewarnt, dass dieses Flugzeug einen Pferdefuss haben könnte, das dänische Parlament hatte sich dieser Warnung angeschlossen:

Europaflüge der N35NK:
06.12.04: von St. Petersburg, FL, USA nach Gander, Kanada
07.12.04 von Gander, Kanada nach Reykjavik, Island nach Egelsbach, Hessen
10.12.04 von Egelsbach, Hessen nach Billund, Dänemark
11.12.04 von Billund, Dänemark nach Reykjavik, Island nach Gander, Kanada nach Wilmington, NC, USA nach Teterboro, NJ, USA nach St. Petersburg, FL, USA

23.01.05 von St. Petersburg, FL, USA nach Gander, Kanada
28.01.05 von Gander, Kanada nach Reykjavik, Island nach Billund, Dänemark
06.02.05 von Billund, Dänemark nach Nürnberg
11.02.05 von Nürnberg nach Billund, Dänemark
17.02.05 von Billund, Dänemark nach Santa Maria (Azoren), Portugal nach Halifax, Kanada nach Wilmington, NC, USA nach St. Petersburg, FL, USA

Auch in Deutschland hatte Die Linke im Bundestag Ende letzten Jahres dazu eine kleine Anfrage gestellt, die die Regierung unter Verweis auf das Luftfahrt-Sicherheitsgesetz mit dem üblichen Bla-Bla (nicht) beantwortete.

Aber wer jetzt nach dem bisherigen Verlauf der Geschichte Spektakuläres erwartet und dabei an mögliche Gefangenenflüge denkt, die kalte Dusche folgt auf dem Fuße: World.Content.News hat recherchiert, dass es sich diesmal hierbei wohl nicht um typische CIA-Flüge gehandelt haben dürfte.

Tatsache ist. dass Aircraft Guantary die N35NK unmittelbar nach dem Erwerb für ein Jahr an eine europäische Leasingfirma mit dem Namen Nordic Aviation Contractor weitervermietet hat. Genauer gesagt, an eine US-Zweigstelle dieser Firma mit Sitz in St. Petersburg-Clearwater, Florida. Verständlich, dass diese ihren Neuerwerb auch mal ihren Bossen in Europa vorstellen wollte. Und der Hauptsitz von Nordic Aviation ist nun mal Billund in Dänemark. Aha! Also alles falscher Alarm?

Nicht ganz. Zum einen ist es in den USA ziemlich unüblich, dass eine Firma (hier: Aircraft Guaranty) nach einem Erwerb ihren neuen Flieger mit der alten Registriernummer weiterlaufen lässt (Ausnahme: er verbleibt innerhalb der Firmen-Family). Hinzu kommt, dass Aircraft Guaranty zwei weitere Flugzeuge mit CIA-Verdacht unter ihren Fittichen hatte:

N250AG. Die Maschine vom Typ Socata TB-20 zerschellte am 16. Januar 2006 in den französischen Alpen und ging in Flammen auf. Dabei gab es vier Tote. Der Absturz fand in den Medien kaum Beachtung, nur wenige Zeitungen berichteten sehr spärlich über diesen Vorfall. Genauso merkwürdig war das Verhalten der US-Regierung, sie wollte sich lange Zeit nicht zur Identität der Toten und den Unfallumständen äußern. Erst später kam heraus, dass neben zwei Amerikanern auch zwei Franzosen an Bord waren. US-Behörden stuften in ihren Berichten den Flug als „non-commercial“ ein. Schnell kamen Gerüchte auf, dass es sich hier um die Vertuschung geheimdienstlicher Aktivitäten gehandelt haben könnte.

Die US-Maschine pendelte vorher sehr oft zwischen den Kanal-Inseln und der französischen Atlantikküste. Planespotter auf Guernsey, die das Flugzeug fotografieren wollten, berichteten von angedrohten Festnahmen durch Sicherheitskräfte.

N666MX. Die Cessna 560XL Citation wurde fast überall in Europa gesichtet und war auch in St. Petersburg, Russland. Der Betreiber Comjet BV aus Rotterdam hatte sogar eine Landeerlaubnis für die englische Luftwaffenbasis in Northolt. Möglicherweise ist die Firma ein Ableger der nicht minder mysteriösen Leasing-Firma Comjet International Inc. aus Fort Lauderdale, die 2003 einen Kontrakt mit dem US-Verteidigungsministerium hatte. Seit 2005 ist die N666MX für eine belgische Firma namens „Flying Partner“ unterwegs.

Welche kleinen oder großen Geheimnisse sich hinter den angesprochenen Jets und Firmen auch immer verbergen mögen, die N35NK hat erst einmal ausgedient. Nach dem einjährigen Vertrag mit Nordic Aviation wurde sie an die Firma JetSmart, Inc. in Connecticut weitergereicht, ist seitdem clean und wird nun seit Anfang Mai dieses Jahres für $2,395,000.00 zum Verkauf angeboten.

Und die CIA & Drugs Connection? Läuft natürlich weiter, auch wenn sich Wally Hilliard inzwischen (hoffentlich) auf sein Altenteil zurückgezogen hat. Jetzt heißen die Firmen World Jet Inc. (N252WJ, N500MD, N200LJ), World Jet of Delaware (N229WJ) und Turks Air (N381AA), die die Koks-Route Bahamas-Florida bedienen und deren Flieger auch gern gesehene Gäste auf Guantanamo Bay sind. Aber das wiederum ist eine andere Geschichte…

Quellen und Excel Flugdatenanalyse bei World Content News

terror

Hier spricht Guantánamo

Karl Weiss – Roger Willemsen hat die Interviews durchgeführt, die schon Hunderte von Reportern hätten führen müssen, aber es aus Untertänigkeit gegenüber der US-Regierung nicht getan haben: Interviews mit entlassenen Guantánamo-Insassen. Er beschämt damit sämtliche Zeitungen und Fernsehstationen der Welt. Es war offensichtlich, daß die neue Form von US-Konzentrationslagern, wie sie als bekanntestes Beispiel Guantánamo darstellt, von höchstem internationalem Interesse ist. Trotzdem haben sich alle großen Medien geweigert, Interviews zu machen, als die ersten Opfer Guntánamos entlassen wurden.

In Guantánamo, wie auch in einer unbekannten Anzahl anderer Konzentrationslagern innerhalb von US-Stützpunkten, aber auch in Staaten, die unbesehen alles akzeptieren, was die US-Regierung anordnet, werden mehrere hundert, eventuell auch Tausende von illegalen Gefangenen zusammengepfercht, unter im wesentlichen sub-humanen Umständen.

Die Kennzeichen, die diese Lager zu Konzentrationslagern machen, sind die absolute Willkürlichkeit der Auswahl der Gefangenen, die völlige Isolierung der Gefangenen von der Außenwelt, die Nicht-Bestätigung der Haft durch einen Richter, die Nicht-Benachrichtigung von Verwandten über den Aufenthaltsort, das völlige Fehlen konkreter Anklagen, die absolute unbefristete Gefangenschaft, die Tatsache, daß die Gefangenen offiziell Gefangene eines großen Staates sind, die Anwendung verschiedenster Demütigungs- und Foltermethoden wie auch die von psychischen Zerstörungsmethoden, die Verweigerung von Kontakt mit ihren Anwälten, die Weigerung, ihnen den Status von Kriegsgefangenen zuzuordnen, die Weigerung, Abgeordneten des Roten Kreuzes freien Zugang zu allen Gefangenen und zu Gesprächen mit von ihnen ausgesuchten Gefangenen zu geben, die jahrelange Weigerung, auch nur Namenslisten an die Öffentlichkeit zu geben (die außer für Gunatánamo fortbesteht), das völlige Geheimhalten der Orte der Lager (mit Ausnahme von Gunatánamo) und schließlich die Verpflichtung der Entlassenen, nicht über die Vorgänge und Zustände im Lager verlauten zu lassen, bei Androhung von ungenannten Übeln.

Vergleiche wurden versucht mit den schlimmsten Kriegsgefangenenlagern, wie z.B. einige der West-Allierten nach dem 2. Weltkrieg im Rheinland auf freiem Feld, die der physischen Vernichtung, sprich Ermordung, der Gefangenen dienten. Allerdings waren diese Lager Kurzzeitlager, die in keiner Weise mit den jetzigen US-Konzentrationslager verglichen werden können. Auch Vergleiche mit Gefängnissen im Mittelalter und in einigen absolutistischen früheren Ländern sind nicht hilfreich, weil dort zwar äußerst prekäre Bedingungen herrschten, aber in der Regel keine systematische Folterung aller Insassen.

Im Prinzip gibt es Ähnlichkeiten mit den Geiselhaft-Lagern von kriminellen Organisationen, die im großen Stil Geiseln nehmen, aber selbst in Kolumbien gab es bisher noch keinen Fall von vier Jahren Geiselhaft.

Es ist tatsächlich unmöglich, irgendeinen zutreffenden Namen für diese Lager zu finden, wenn nicht Konzentrationslager.

Die US-Regierung rechtfertigt die Aufhebung aller Rechte für die Gefangenen mit den Anschlägen des 11. September 2001. Angeblich hätten die Insassen irgendetwas damit oder mit der Vorbereitung ähnlicher Anschläge zu tun. Dieses Argument ist nicht zu halten. Alle, über die man bisher Kenntnisse gewonnen hat, hatten weder etwas mit den Anschlägen des 11. September zu tun, noch gibt es irgendwelche Beweise für Vorbereitung ähnlicher Anschläge auch nur durch einen dieser Häftlinge.

So berichtet die Presseankündigung des Buchs „Hier spricht Guantánamo“ denn auch davon, daß die Freigelassenen (nach mehr als drei Jahren Haft) berichten, es handele sich im wesentlichen um Bauern, Landarbeiter, Arbeiter, Angehörige von Hilfsorganisationen und andere Personen, die in Afghanistan willkürlich aufgegriffen oder von den Taliban an die Amerikaner verkauft wurden. Unter den Gefangenen und jetzt Freigelassenen befindet sich auch der ehemalige Botschafter Afghanistans in Pakistan.

Kaum einer der Insassen sei je militanter Islamist gewesen. Was die Entlassenen besonders anprangern, ist, daß ihnen keine Rehabilitierung ermöglicht wird. Dadurch, daß praktisch alle Medien der Welt über sie schweigen und sie nicht zu Wort kommen lassen, können sie nicht in ein normales Leben zurückkommen. Nach jahrlanger Haft können sie keinen Freispruch vorweisen, ja nicht einmal eine abgebüßte Gefängnisstrafe. Sie bleiben „Terroristen“.

Die ‚Zeit’ schreibt über das Buch: „Aus dem rechtlichen Niemandsland“, eine Züricher Zeitung: „Skandalon der US-Demokratie“.

Bleibt die Frage : Wo ist Demokratie?

Zweitausendundeins. 12,90 EUR.

Krieg

Geheimer Waffendeal mit MEK Terroristen?

Stephan Fuchs – In den 80er Jahren wurden mit Drogengeldern illegal Waffen für die nicaraguanischen Contras bereitgestellt. Der Deal, der das Weiße Haus in seinen Grundfesten erschütterte, ging als Iran-Conta-Skandal in die Geschichte ein. Jetzt, 25 Jahre später, geht es möglicherweise erneut darum, im verborgenen eine militärische Macht aufzubauen, diesmal die Mujaheddin-e Khalg gegen Iran.

Um solche Operationen hinter dem Kongress zu finanzieren, könnten der Opiumfluss aus Afghanistan und Kokain aus Südamerika als Finanz- und Schmiermittelkanäle reaktiviert worden sein. Von den Mujaheddin-e Khalq (MEK)-Einheiten weiß man, dass sie im Heroinhandel tätig sind. Denkbar ist auch, dass sie in den Genuss früherer Kalashnikow-Waffen aus dem Jugoslawien-Krieg gekommen sind.

Vermuten lässt dies ein seltsamer Schulterschluss zwischen Amerika und der als terroristisch eingestuften MEK und ein seltsamer Waffendeal, bei dem der dubiosen Waffenhändler und KGB Mayor Victor Bout im August 2004 über den amerikanischen Stützpunkt Tuzla in Bosnien Herzegowina Waffen aus dem Jugoslawien-Krieg verschwinden ließ.

In den 60er Jahren waren die MEK aktiv im Kampf gegen den Schah und töteten in dieser Zeit auch US-Soldaten. 1979 nahmen sie an der Revolution an der Seite von Ayatollah Khomeini teil. In den 80ern brachen sie mit den Mullahs, gingen in den Untergrund und verübten Anschläge gegen Zivilisten. 1986 muss der MEK-Führer Rajavi sein Exil in Frankreich auf Druck der Regierung in Paris verlassen. Sein neuer Gastgeber: Iraks Machthaber Saddam Hussein, Todfeind der Mullahs. Dabei zeigt sich Saddam großzügig, überlässt den MEK-Einheiten Stützpunkte und liefert ihnen schwere Waffen. Im Mai 2003 rollen US-Panzer beim Hauptquartier der Mujahedin 100 km nördlich von Bagdad vor. Es fällt kein Schuss. Die MEK hat sich während der Operation “Enduring Freedom” für neutral erklärt und übergibt bereitwillig alle schweren Waffen. Die MEK ist fortan die einzige terroristische Vereinigung dieser Welt, mit der die US-Armee ein offizielles Waffenstillstandsabkommen ausgehandelt hat.

MEK, die nützlichen Idioten?
Daniel Pipe, Direktor des Middle East Forum und Mitglied im Project for the New American Century verteidigt die MEK konsequent und seine Meinung soll hier zitiert sein:

„Die MEK ist nicht die typisch antiwestliche Gruppierung, sondern eine Organisation mit einer starken politischen Präsenz in westlichen Hauptstädten und mehr als 3.000 im Irak stationierten Soldaten, die sich einem einzigen Ziel verschrieben hat: den Sturz des „Erzfeindes”, der Islamischen Republik Iran.“

Und weiter:

„Kann die MEK nützlich sein? Ja. Westlichen Spionage-Organisationen fehlt die „menschliche Komponente” – was heißt: Spione im Iran selbst, statt Augen am Himmel. Militärkommandeure der Koalition sollten die MEK nach Informationen über die Agenten der iranischen Mullahs im Irak befragen. Die MEK kann auch Schlüsselinformationen über Entwicklungen im Iran liefern – wo sie, trotz einer Tendenz zu Übertreibungen, einige wichtige Quellen abschöpfen kann. Ihre Information Mitte 2002 über das Atomprogramm des Iran war z.B. besser als das, was die Internationale Atomenergiebehörde wusste, was eine geschockte US-Regierung veranlasste, eine Untersuchung zu betreiben, die bestätigte, wie weit fortgeschritten die Iraner beim Bau einer Atombombe waren.“

Unsere Terroristen sind gute Terroristen
Nicht nur als „bestinformierte“ Atomspione profilieren sich die MEK-Terroristen. Ihre Kämpfer könnten auch bei einem Militärschlag gegen den Iran eine wichtige Rolle spielen. Tausende stünden bereit, ihr Leben für ein neues Iran zu lassen. Die MEK sei der geheime Bündnispartner der USA, meint Ex-CIA-Agent Ray McGovern laut einem Bericht der WDR-Sendung Monitor vom Februar 2005.

Folgend ein Auszug aus der Monitor-Sendung des WDR vom 3. Februar 2005

Ray McGovern, Ex-CIA-Beamter:
“Warum arbeiten die USA mit Organisationen, wie den Volksmujahedin zusammen. Ich denke, weil sie vor Ort sind, und weil sie bereit sind, sich für uns einspannen zu lassen. Früher galten sie für uns als Terrororganisation. Und genau das sind sie auch. Aber jetzt sind sie unsere Terroristen und wir zögern nicht, sie dorthin zu schicken.”

Karen Kwiatkowski, Ex-Pentagon-Beamtin: “Bereits im Herbst 2002, als der Präsident noch um Zustimmung für die Invasion in den Irak warb, schaute das Amt für spezielle Planung schon auf den Iran. Und die Neokonservativen dachten darüber nach, wie man mit dem Iran verfahren sollte. In ihrem Weltbild ist der Iran schon seit langem ein Zielobjekt.”

Seit Jahren dringt das Pentagon darauf, sie von der Terroristenliste zu streichen, sie als Widerstandskämpfer anzuerkennen. Für die Kriegsplaner sind sie die geborenen Alliierten, geschult in Sabotagetechnik, diszipliniert, gedrillt.

Ray McGovern, Ex-CIA-Beamter: “Sie werden jetzt über die Grenze in den Iran geschickt. Für die übliche Geheimdiensttätigkeiten. Sensoren anbringen, um das iranische Atomprogramm zu überwachen. Angriffsziele für die Luftwaffe markieren. Vielleicht auch geheime Lager einrichten und die Truppenstationierung überwachen. Und ein bisschen Sabotage.”

Karen Kwiatkowski Ex-Pentagon-Beamtin: “Die Volksmujahedin sind bereit, Dinge zu tun, für die wir uns schämen müssten, und über die wir am liebsten schweigen. Doch genau für solche Aufgaben benutzen wir sie.”

Ein mysteriöse Waffendeal?

Im August 2004 ereigneten sich laut Amnesty Report “Dead on Time” merkwürdige Dinge. Von der Luftwaffenbasis Eagle in Tuzla, Bosnien-Herzegowina wurden vier Flüge mit Tonnagen an Kalaschnikow-AK47-Gewehren in den Irak organisiert. Die Waffen waren für die Aufrüstung der irakischen Armee gedacht. Der vierte Flug, am 21. August 2004 mit einer russischen Ilyushin 76 und der Registrationsnummer ER-IBV, flog illegal. Die Waffen kamen nie am Bestimmungsort an. Auftraggeber der Lieferungen: die amerikanische Firma Taos Industries. Verantwortlich für die Maschine: Aerocom. Eine Frachtfirma des bekannten notorischen Waffenschmugglers und Ex- KGB Agenten Victor Bout. Eine seltsame Konstellation für Waffenlieferungen.

5 Monate nach dem monströsen Waffen-Deal verstarben die beiden Brüder und Besitzer der Firma Taos Industries bei einem Flugzeugunfall in Huntsville. Die Waffen freilich wurden nicht gefunden. Vermutet werden sie bei der MEK. Jetzt stellt sich die Frage: Gibt es da Berührungspunkte zwischen dem Heroin- und Kokainhandel aus Afghanistan und Südamerika?

Fallout an Heroin
Wird WM Attentat in Deutschland Auftakt zum Irankrieg?
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Krausköpfe mit Stinger-Raketen
DC 9 Kokainflieger war in Kolumbien
Iran Sammlung

terror

WM: Attentat mit anschließendem Iran-Überfall?

Karl Weiss – Es gibt Hinweise, daß ein Attentat während der WM in Deutschland geplant ist, das dann als Vorwand für den Krieg gegen den Iran dienen soll. Die Hinweise kommen von einem Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA. Sie wurden übermittelt an den Journalisten, Sprecher des Friedenskreises und Beirat der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, Christoph R. Hörstel.

Der deutsche Blog ‘Profi-reporte.de’ hat die Nachricht und die Glaubwürdigkeit kritisch überprüft und kam zu der Ansicht, daß die Warnung real ist – was noch nicht heißt, daß der Anschlag auch stattfinden wird.

Ein Auszug aus dem Text:

„Here are some further details.The French have pulled the Charles DeGaulle carrier group back to home port, arriving as of June 9. This is a change, and, I think, a reflection of French recognition that any military action against Iran would create a hideous blowback.“

„Hier einige weitere Details. Die Franzosen haben ihre „Charles de Gaulle“-Flugzeugträger-Flotte in den Heimathafen zurückbeordert, wo sie am 9.Juni ankommen wird. Das ist eine [bedeutende] Veränderung und ich glaube, der Ausfluß der französischen Erkenntnis, daß jegliche militärische Aktion gegen den Iran eine fürchterliche Antwort hervorbringen würde.“

„On the World Cup targeting, the Israelis are already putting out the line that Hezbollah, on behalf of Iran, is planning attacks on some of the soccer matches. This would be a possible trigger for military strikes on Iran, in „retaliation.“ US is covertly arming both MEK (Mujahideen e-Khalq) and PKK terrorists for operations inside Iran. Weapons to MEK are coming from Bosnia, with US complicity. US is also trying to get Azerbaijan cooperation, to stir up Azeri minorities in northwest Iran, along Caspian Sea region.“

„Was den Anschlag bei der [Fußball-]Weltmeisterschaft betrifft, haben die Israelis bereits durchgegeben, daß die „Hisbollah“, wegen des Iran, ein Attentat gegen eines der Fußballspiele planen. Das wäre ein möglicher Auslöser für einen militärischen Schlag gegen den Iran, als Antwort. Die Vereinigten Staaten rüsten heimlich die MEK (Mujahideen e-Khalq) und die PKK-Terroristen für Operationen innerhalb des Iran. Die Waffen für die MEK kommen aus Bosnien, in Zusammenarbeit mit den USA. Die Vereinigten Staaten versuchen außerdem die Zusammenarbeit von Aserbeidschan zu bekommen, um die Azeri -Minderheit im Nordwesten des Iran, in der Region des Kaspischen Meeres, aufzuhetzen.“

„US carrier groups are criss-crossing Persian Gulf and Indian Ocean for much of the middle of June, so this is a window of opportunity with assets in the area. Looks like some people in US institutions are foreseeing financial shocks of commodity hyperinflation, and worry about a new oil shock, with a hit on Iran triggering price spikes to $120 per barrel. US economy could not withstand such a new hyperinflationary shock. So maybe cooler heads are trying to weaken the war drive, which is led by Cheney.“

„US-Flugzeugträger-Flotten kreuzen in der ganzen mittleren Hälfte des Juni zwischen indischem Ozean und Persischem Golf, so daß sich da ein Fenster öffnet, wenn man etwas militärisches unternehmen will in dieser Region. [Aber] es sieht so aus, daß eine Reihe von Leuten in der US-Administration einen Finanz-Crash mit einer Rohstoffpreisexplosion für den Fall eines Iran-Überfalls vorhersehen und besorgt sind über einen möglichen neuen Ölpreischock, in dem die Rohölpreise auf bis zu 120 Dollar pro Barrel schießen könnten. Ein solcher Schock könnte die US-Ökonomie aus der bahn werfen. Es kann also sein, daß Leute mit kühlerem Kopf versuchen, den Kriegskurs abzubremsen, der von Cheney vorangetrieben wird.“

Soweit die Zitate aus der Nachricht, die bekannt geworden sind.

Die Berliner Umschau hat schon in einem Artikel von Mitte März darauf hingewiesen, daß die imperialistischen Kriegsplaner dringend wieder einen großen Terroranschlag in einem westlichen Land brauchen, um erneut das Volk hinter sich sammeln zu können, das ihnen bereits nicht mehr traut.

Die Popularität von Bush und Blair in ihren Ländern ist auf einen Tiefpunkt gesunken und selbst Bundes-Ängie lockt keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Bei den letzten Anschlägen in London steigen die Beliebtheitsquoten von Blair, aber auch von Bush, unmittelbar an.

Will man einen Krieg gegen den Iran beginnen, wäre eine stärkere Unterstüzung der (tatsächlichen) öffentlichen Meinung unbedingt notwendig, denn ein solcher Krieg wird erneut lang dauernd sein und man wird ihn gegen eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nicht durchhalten können.

Offenbar lassen sich die Menschen im Westen noch leicht überzeugen, daß solche Anschläge nur aus den Plänen extremistischer islamistischer Terroristen entstehen können und die (offensichtlich nahe liegende) Idee, daß es sich in Wirklichkeit um Planungen westlicher Geheimdienste handelt, auch wenn die Ausführenden fanatisierte Islamisten sein mögen, findet wenig Anklang. Offensichtlich wollen sich die Menschen nicht so leicht mit der Idee anfreunden, daß sie nicht nicht einfach von unfähigen Politikern, sondern von kriminellen Terroristenbanden regiert werden.

Diesmal könnte man die Schuld ja nicht der (nicht existenten) Al Quaida in die Schuhe schieben, sondern braucht schiitische Verbündete des Iran. Da bietet sich die Hisbollah an. Kurz nach dem Anschlag würde auf einer ominösen Internetseite eine Hisbollah-Erklärung erscheinen, die sich rühmt, den Anschlag ausgeführt zu haben. Die wirkliche Hisbollah würde zwar sofort dementieren, aber wer würde ihr glauben?

Es ist extrem unwahrscheinlich (wenn auch nicht unmöglich), daß ein solcher Terroranschlag in einem Stadion oder in der Menschenmenge vor einer Großbildwand in Deutschland wirklich von der Hisbollah geplant wird. Die Hisbollah hat noch nie Anschläge außerhalb der Region des Nahen Osten durchgeführt und hat bei allen Anschlägen immer Israelis und israelische Einrichtungen im Visier gehabt. Sie hat ausdrücklich Anschläge gegen die Bevölkerung westlicher Länder verurteilt. Auch ist das Drohszenario gegen den Iran ein extrem schwacher Begründungszusammenhang für einen Terroranschlag mit möglicherweise 100 oder mehr Toten.

Es gibt, wie der Schweizer Blog „Journalismus – Nachrichten von heute“ schreibt, konkrete Hinweise, die den Planungen eines solchen Terroranschlages mehr Wahrscheinlichkeit geben. Tatsächlich gibt es genau Mitte Juni Manöver von vier Flugzeugträgerflotten der US-Navy im Bereich Indischer Ozean – Persischer Golf, so daß die doppelte Schlagkraft der üblicherweise dort stationierten See-Streitmacht zur Verfügung steht. Dabei ist bereits die Macht der Luftschläge einer dieser Flotten immens.

In diesem Zusammenhang muß man ja auch sehen, daß die US-Regierung eben ein Verhandlungsangebot an den Iran gemacht hat, von dem sie wußte, das es nicht annehmbar ist, weil das Verhandlungsobjekt bereits als Vorleistung gefordert wurde. Ebenso hat man jetzt ein neues europäisches Angebot gemacht, dessen Inhalt nicht bekannt ist, das aber wahrscheinlich wieder nichts Substantielles enthält. Die Ablehnung mehrerer Angebote könnte dann als weiterer Vorwand für den Krieg dienen.

Auch für die Bewaffnung der MEK aus bosnischen Quellen gibt es konkrete Anhaltspunkte. „Journalismus“ schreibt:

„2004 vergab das US-Verteidigungsministerium an das amerikanische private militärische Transportunternehmen Taos Industries aus Madison, Alabama den Auftrag, Waffen in Bosnien-Herzegowina zu beschaffen. Taos Industries wiederum nahm dazu ein Netzwerk privater Waffenschieber, Sicherheitsfirmen und Luftfrachtfirmen unter Vertrag. Unter ihnen Firmen des notorischen Waffenhändlers und Ex-KGB Mannes Victor Bout. Brisant: 5 Monate nach dem monströsen Waffen-Deal verstarben die beiden Brüder und Besitzer der Firma Taos Industries bei einem Flugzeugunfall in Huntsville.“

Auch gibt es bereits die ersten Demonstrationen von Menschenmengen in jener Region des Iran, wo die Azeris leben, also nahe Aserbeidschan. Auch dies stimmt genau mit dem Szenario des Informanten überein.

Es ist allerdings zu beachten, daß auch die Quelle im NSA noch keineswegs sicher ist, daß das Attentat und der Iran-Überfall bereits beschlossene Sache sind. Er weist ausdrücklich darauf hin, das noch besonnenere Kräfte die Oberhand behalten könnten.

Geheimer Waffendeal mit MEK Terroristen?
Wird WM Attentat in Deutschland Auftakt zum Irankrieg?
Iran Sammlung

spionage

Kann man mit Telephon-Überwachung Terrorzellen ausheben?

Karl Weiss – In einem Associated Press-Artikel wird in Frage gestellt, on man wirklich durch die flächendeckende Überwachung von Telephongesprächen Terrorgruppen aufspüren und identifizieren kann, wie es das Pentagon vorgibt zu glauben, denn es werden über den Geheimdienst NSA Millionen von Telefongesprächen in den USA abgehört. Es wird argumentiert, daß sich die Gespräche eines Lese-Klubs, der ein Treffen plant, sehr ähnlich anhören wie die einer Gruppe von Terroristen, die einen Anschlag planen.

Man kann davon ausgehen, daß Terroristen nicht offen ihre Planungen am Telefon besprechen werden. Es wird also von ihnen nicht mehr zu hören sein als Verabredungen zu Treffen und ähnliches. Man kann perfekt Gruppen erkennen, in denen häufiger untereinander telefoniert und sich verabredet wird, aber davon gibt es so viele, daß es unmöglich ist, sie dann alle unter nähere Überwachung zu nehmen.

Etwas anderes ist es, wenn man bereits konkrete Hinweise auf einen möglichen Terroristen hat. Dann kann man Nachverfolgen, mit wem er telefoniert hat. Aber dazu braucht man nicht alle Telefongespräche registriert haben, denn diese Verbindungen kann man auch schnell herausfinden, sobald man Hinweise hat.

Valdis Krebs ist ein Spezialist in „Sozial Network Analysis“. Er berät Firmen, die mehr über das Zusammenleben ihrer Angestellten wissen wollen. Er wurde von Associated Press befragt, ob man unterscheiden kann, wer Böses und wer Normales plant. Die Antwort ist klar: Nein, das ist nicht möglich über Telefon-Verbindungen, genauso wenig über Abhören von Telefonen.

Zwar mag es bestimmte Ausdrücke oder Ausdrucksweisen geben, die Terroristen von anderen unterscheiden, aber um die herauszufinden, müßte man bereits die Telefongespräche von mindestens 100 Terrorzellen aufgezeichnet haben. Es gibt aber keine Weitgestreuten Erfahrungen über dieses Detail.

Auch Jeff Jonas, der Gründer der ‚Systems Research and Development’ wurde zu dieser Frage interviewt. Er sagt ebenfalls, daß man immer einen Eingangshinweis braucht, um soziale Interaktionssysteme richtig zuordnen zu können. Jonas hat Software entwickelt, die es ihm erlaubte, Spiel-Betrüger, die aus Las-Vegas-Kasinos verbannt waren, auf Kontakte zu Ersatz-Betrügern zu überprüfen und verkaufte diese Dienste an die Spielkasinos. Jonas ist jetzt Chef der IBM „Entity Analytics“-Gruppe.

Muß man also davon ausgehen, daß der NSA Unsinniges tut? Kaum. Das Ganze gewinnt Hand und Fuß, wenn man statt Terroristen vielmehr oppositionelle US-Amerikaner im Visier hat. Man identifiziert Leute auf Kundgebungen und Demonstrationen und überwacht dann ihre Telefongespräche und E-mails. So kann man nach und nach die ganze oppositionelle Szene ausspionieren. Die Kapitalisten und ihre Schergen wissen sehr wohl, daß der islamische Terrorismus keine Gefahr für sie darstellt. Eine wirkliche Gefahr für sie wird dagegen sein, wenn immer mehr und mehr Leute zur Überzeugung kommen, daß dieses System weg muß.

terror

Wer gibt Terroristen finanzielle Unterstützung?

Harald Haack – Ist es wirklich Angst, die über den Ölpreis herrscht? Wie viel tote Terroristen passen in einem durchschnittlichen Autotank? Freut sich George W. Bush wirklich über den erfolgreichen Abwurf zweier 250-Kilogramm-Bomben im Irak, die angeblich Abu Mussab al-Sarkawi töteten?

Zunächst beeindruckt wohl nur die wirtschaftliche Nachricht, denn ob der Terroristen-Führer Abu Mussab al-Sarkawi nun tatsächlich getötet wurde oder auch nicht, das geht den meisten Menschen in Europa in dem einen Ohr hinein und aus dem anderen wieder heraus. Zu alltäglich sind die Meldungen über Tote im Irak und Afghanistan geworden, als dass der Tod von al-Sarkawi, der mutmaßliche unmittelbar nächste Untergebene von Osama bin Laden, wirklich beeindrucken könnte – schon gar nicht so kurz vor der WM 2006, über die eifriger berichtet wird – zumindest in Deutschland – als über solche „Nebensächlichkeiten“. Aber die wirtschaftliche Nachricht erzeugt doch immerhin etwas Interesse: Der Ölpreis ist kräftig gesunken – weil Abu Mussab al-Sarkawi tot ist. Der Preis rutschte laut n-tv deutlich unter 70 Dollar ab. Man spricht von einem „Sarkawi-Effekt“. Und dies könnte jenen zugute kommen, die jetzt in Deutschland allen zeigen wollen, welche patriarchatischen Idioten (kurz: Patrioten) sie sind und die mit ihren mit Deutschland-Fähnchen verzierten Autos hin und her fahren. Das Schaufahren kostet natürlich Sprit und der ist in Deutschland extrem teuer und der sollte doch nun im Preis ebenfalls sinken.

Aber der Staat ist prozentual am Kraftstoffpreis beteiligt. Folglich käme ein Absinken der Preise an den Zapfsäulen der Tankstellen den nach Geld dürstenden Regierenden nicht gerade recht. Nach dem Motto „Sarkawi ist tot – es lebe der Terrorismus“ bestünde nun die Möglichkeit, dass zugunsten der Sicherung der Pfründe hinter den Kulissen Terroristen unterstützt und aufgebaut werden. Falls das schief ginge und heraus käme, könnte man das den Medien immer noch als „Panne“ verkaufen. Zu offensichtlich ist außerdem der plötzliche Sinneswandel führender westlicher Staaten, wie den USA, Großbritannien und Deutschland, Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad nun, nachdem dieser mit einem Zudrehen des iranischen Ölhahnes gedroht hatte, mit geheim gehaltenen Vergünstigungen und der Zusage der USA dem Iran Atomtechnologie zu liefern. Dabei hatte man dem Iran gerade die Atomtechnologie sperren wollen in der berechtigten Befürchtung „der zweite Hitler“, Ahmadinedschad, wie ihn Charlotte Knobloch, die neue Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland so nannte, könne Atombomben bauen und diese auch einsetzen. Aber Geld ist Geld und Öl hat viel mit Schmieren zu tun.

So kostete am Nachmittag des 8. Juni 2006 ein Barrel (rund 159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent mit 68,34 Dollar knapp einen Dollar weniger. Auch das US-Öl verbilligte sich entsprechend auf 69,80 Dollar.

Es wird verbreitet, das Chaos im Irak und die täglichen Anschläge der Terroristen, welche auch die dortigen Ölanlagen betrafen, hätten zuletzt den rasanten Anstieg des Ölpreises auf mehr als 75 US-Dollar erzeugt und damit zu dem inflationsbereinigt höchsten Stand seit 25 Jahren beigetragen. Und es heißt, auch nach dem Tod Sarkawis werde die Ölindustrie im Irak weiter Ziel von Anschlägen radikaler Gruppen sein. Klingt dies nicht nach einer Zusammenarbeit der Terroristen mit den Ölkonzernen und den führenden westlichen Staaten?

Zunächst schoss durch den Presse-Mainstream die Meldung US-Präsident Bush würde sich über den Tod Sarkawis freuen. Doch dann wurde das relativiert. Nun soll seine Reaktion verhalten sein, was verständlich ist, wenn man sich daran erinnert, dass das Vermögen seiner Familie auf Öl beruht. Und schon wird Sarkawis Tötung als ein sehr großer Propaganda-Coup für die US-geführten Truppen beschönigt. Experten der Ölbranche bemühten sich inzwischen nach außen hin den Tod Sarkawis herunter zu spielen und hoffen wohl insgeheim, „vor Ort“ dürfte (dürfe) der keine Auswirkungen haben. Und was heißt „vor Ort“ schon? Es ist eine Umschreibung für die Angst vor einem weiteren Ölpreisverfall. Und wird wieder einmal das Wort „Sicherheit“ gebraucht und wie immer mehrdeutig.

Bislang wurde dieses Wort von den Regierenden als Synonym für einen angeblichen Schutz vor terroristischen Anschläge genutzt, aber als Deckmantel zum Ausbau faschistoider Macht wird es immer noch missbraucht. Gemessen am Preisverfall des Ölpreises auf dem Weltmarkt als Reaktion auf Sarkawis Tod hin, könnte man aber auch die geheime Unterstützung von Terroristen seitens der Regierenden wie auch der mächtigen Ölindustrie verstehen. Wann lässt Al-Kaida ein Video des Terror-Führers veröffentlichen, in dem er höhnend bekannt gibt, dass er am Leben ist? Dieses Video könnte vorsorglich produziert worden sein, für den Fall dass der Chef ums Leben kommt und es könnte immerhin wieder den Ölpreis wunschgemäß ansteigend lassen.

Wie viel tote Terroristen in einen Autotank passen, ist sicherlich davon abhängig, in wie weit die westlichen Mächtigen dies genehmigen. Denn: Jeder lebende Terrorist sorgt für einen hohen Ölpreis und damit für den Reichtum jener, die sowieso schon genug Geld haben – wie zum Beispiel George W. Bush.

terror

Wie viele Beine hat Al Sarkawi?

Karl Weiss – Der Terrorist Al Zarkawi wurde liquidiert. Gab es Al-Zarqawi überhaupt? Falls es ihn gab, hätte er nur ein Bein haben sollen – aber das könnte bereits ein Teil der Desinformationskampagne gewesen sein.

Das nämlich, so entnehmen wir keineswegs verwundert der „Washington Post“, ist die Al Zarqawi-Story, zumindest in ihrer offiziellen Version. Bewußter, andauernd wiederholter Bullshit – und alle Mainstream-Medien tun beschäftigt und reden über etwas anderes, als hätten sie nicht mitgemacht. Was das berühmte Fünkchen an Wahrheit dahinter ist, kann man nur erraten.

Es war für jeden verständigen Menschen, der die ihm vorgesetzten „Informationen“ kritisch betrachtet, bereits einige Zeit abzusehen, daß ein einzelner Mann nicht all das anstellen kann, was man Al-Zarkawi andichtete, dem angeblich „zweiten Mann“ der Al-Quaida nach Bin Laden, und angeblich Verantwortlichen für alle Anschläge auf schiitische Zivilisten im Irak.

Nun aber haben wir es schriftlich, denn die Quelle, die „Washington Post“, ist über jeden Zweifel erhaben. Sie berichtet von Dokumenten über die Desinformationskampagne PSYOP, die ihr aus Kreisen von US-Stasi Diensten zugespielt wurden. Da heißt es u.a.:

„“The Zarqawi campaign is discussed in several of the internal military documents. „Villainize Zarqawi/leverage xenophobia response,“ one U.S. military briefing from 2004 stated. It listed three methods: „Media operations,“ „Special Ops (626)“ (a reference to Task Force 626, an elite U.S. military unit assigned primarily to hunt in Iraq for senior officials in Hussein’s government) and „PSYOP,“ the U.S. military term for propaganda work…“

Sarkawi Kampagne wurde disskutiert
„Die Sarkawi-Kampagne wird in mehreren internen Militärdokumenten diskutiert. ´Sarkawi diffamieren / fremdenfeindliche Antwort zum eigenen Vorteil nutzen´, legte eine Lagebesprechung des US-Militärs von 2004 dar. Sie listete drei Methoden auf: „Medienoperationen“, „Spezialoperationen (626)“ (eine Referenz auf die Task Force 626, eine Elite-Einheit des US-Militärs mit dem primären Auftrag, im Irak hochrangige Funktionäre aus Husseins Regierung zu jagen) und „PSYOP“, die Bezeichnung des US Militärs für Propagandaarbeit…


Welches Bein nehmen wir heute?

Und: The military’s propaganda program has „largely been aimed at Iraqis, but seems to have spilled over into the U.S. media. One briefing slide about U.S. „strategic communications“ in Iraq, prepared for Army Gen. George W. Casey Jr., the top U.S. commander in Iraq, describes the „home audience“ as one of six major targets of the American side of the war.“ Das Propagandaprogramm des Militärs ist „weitgehend auf Iraker ausgerichtet gewesen“, aber scheint in die US-Medien übergeschwappt zu sein. Ein Lagebesprechungsdia über „strategische Kommunikation“ der USA im Irak, das für Army-General George W. Casey Jr., US-Oberbefehlshaber im Irak, vorbereitet worden war, beschreibt die „heimatliche Zuhörerschaft“ als eine von sechs Hauptzielgruppen der amerikanischen Kriegspartei.“

Und: „An internal document produced by U.S. military headquarters in Iraq, states that „the Zarqawi PSYOP program is the most successful information campaign to date.“ Ein internes Dokument, welches vom US Militärhauptquartier im Irak produziert worden war, stellt fest, daß „das Sarkawi PSYOP-Programm die bislang erfolgreichste Informationskampagne ist.“

Damit wissen wir nun, es war alles ein Propagandafeldzug, der Jordanier Al-Zarkawi, 2. Mann hinter Bin Laden in der Al Quaida, Führer der Al Quaida im Irak, der von Stadt zu Stadt mit Siebenmeilenstiefeln eilt, Terroranschläge konzertiert und einfach nicht zu fangen ist – und ganz nebenbei noch die Terroranschläge von Madrid, von London und von Amman konzertiert, der in der Lage ist, sich aus einer Einkreisung herauszubeamen, der bereits vor dem Irak-krieg im Irak gewesen sein soll – alles Fake (anderer Name für „Informationskampagne“).

Nur, diese Erkenntnisse aus der „Washington Post“ sind bereits vom 10. April – genug Zeit also, daß die Redaktionen aller Fernsehsender und aller Wochenmagazine und aller Zeitungen den Mund vor Staunen wieder zukriegen und die Leserschaft/Zuschauer um Entschuldigung bitten, daß sie sich von der PSYOP der US-Dienste haben einwickeln lassen und statt zuverlässiger, nachgeprüfter Wahrheiten Propaganda-Stücke der US-Regierung verbreitet haben, ohne sie als solche zu kennzeichnen.

Sehen Sie selbst nach, lieber Leser, erinnern Sie sich, wer hat diese Berichtigung gebracht? Spiegel? Focus? Tagesschau? Heute? RTL? N-TV? Welt?, FAZ?, Süddeutsche?, Tagesspiegel? TAZ? Irgendwer? Niemand!

Was heißt das? Was heißt es, wenn jemand Falsches verbreitet hat und es kommt heraus, daß es falsch ist, wenn er dann in Schweigen fällt und verzweifelt über Anderes redet? – Genau! Er hat bewußt gelogen – er wußte, daß es falsch war!

In der Berliner Umschau konnten Sie dagegen im Artikel „Endlich, endlich, endlich!“ bereits vor über einem Jahr, am 29.3.05 folgende ironische Bemerkungen lesen: „Es soll (immer noch) einen Musab al-Zarqawi geben, der einmal Stellvertreter von Osama Bin Laden in der Führung der Al Quaida gewesen sein soll. Außer US-amerikanischen Quellen, die natürlich nichts mit dem CIA zu tun haben, hat ihn seit Jahren niemand gesehen, aber die US-Regierung weiß sicher, daß er andauernd Anschläge im Irak verübt – die rein zufällig alle CIA-Handschrift haben – und daß sie ihn andauernd im Irak fast erwischt haben – fast. Doch nun, so erklärte mit stolz geschwellter Brust am Ostersonntag der irakische Innenminister Quisling Falah al-Naqib, habe man ihn eingekreist. Endlich, endlich, endlich!“

Na, nun mal langsam mit die junge Pferde, mag da nun jemand sagen, aber irgendetwas muß doch dran sein, an der Geschichte mit Al Zarkawi – und die Terroranschläge finden schließlich statt! Das stimmt.

Al-Zarqawi ist tot
Bereits damals schrieb die Berliner Umschau im genannten Artikel: „Fragt man Leute aus dem irakischen Widerstand, dann sagen die, Al-Zarqawi sei seit Jahren tot. Die Anschläge auf Märkte mit vielen Ziviltoten und auf betende Gruppen von schiitischen Moslems, die von US-Offiziellen ihm zugeschrieben wurden, würden nur den US-Interessen nutzen.(…) Und die Anschläge eines Stellvertreters von Osama Bin Laden dienen US Interessen???

Aber der CIA, der CIA ist eine engelgleiche Organisation, die niemals Terroranschläge auf Zivilisten durchführen würde.“

Was man noch halbwegs sicher weiß, ist, daß es einen Al Zarkawi gab, der damals ein Unterführer der Organisationseinheit des CIA war, die von Osama Bin Laden angeführt wurde, als die Jugoslawien-Teilungskriege tobten und die US-Dienste mit Hilfe dieser Gruppe, die sie der Einfachheit halber „Al Quaida“ nannten, den Bosniern Terror gegen die Serben beizubringen versuchten. Später war die gleiche Gruppe, wieder in CIA-Diensten, in Tschechenien tätig und lehrte wiederum Terrormethoden, diesmal gegen Rußland.

Gebildet worden war die Gruppe ursprünglich in Afghanistan, als fanatische Muslims gesucht waren, um dort einen Guerrilla-Krieg im Auftrag von US-Stasi-Diensten gegen die sowjetische Besatzung zu organisieren.

Irgendwann später, als es gegen das Jahr 2000 ging, soll diese Gruppe sich angeblich von ihren Auftrag- und Geldgebern abgewandt haben und entdeckt haben, daß diese in Wirklichkeit das Böse in Menschengestalt darstellten. Diese Story ist auch wenig glaubhaft, aber wir haben noch keine eindeutigen Beweise vorliegen, daß sie auch nicht stimmt. Wie auch immer, diese Gruppe, die nach damaligen Beschreibungen nie mehr als 20 Mitglieder hatte, soll dann angeblich eine Menge neuer Mitglieder angeworben haben, den Verlust des CIA-Apparates innerhalb kürzester Zeit ausgeglichen haben und den größten Terroranschlag aller Zeiten, den des 11. September, ausgeführt haben.

Dem Erdboden gleichmachen
Sie soll dann in Afghanistan untergetaucht gewesen sein, weshalb die NATO dann beschloß, dieses geschundene Land erneut zu überfallen und noch mehr dem Erdboden gleich zu machen als es schon war. Nach den Aussagen von Leuten, die Al Zarkawi kannten, soll er bei diesem Angriff in Afghanistan ums Leben gekommen sein. Die Zeugen sagen, daß sie an seiner Beerdigung im Jordanien teilgenommen hätten.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, daß es gar nicht seine Leiche im Sarg war. Jedenfalls berichteten „amerikanische Sicherheitskreise“ kurz vor dem Überfall auf den Irak im März 2003, daß es auch Beweise gäbe, daß Saddam Hussein mit der Al Quaida zusammengearbeitet hätte. Der Al Quaida-Führer Al Zarkawi sei nämlich in einem Bagdader Hospital operiert worden. Man hätte ihm ein Bein amputieren müssen.

Diese Verbindung mit Al Quaida wurde dann später immer besonders betont, als sich die Massenvernichtungswaffen einfach nicht einfanden, weil dies doch die ganze Infamie des Charakters Husseins so richtig zeigte und somit der Überfall auch ohne sie berechtigt schien. Dies Argument mit dem fehlenden Bein Al Zarkawis hat aber einen Haken: In einem Interview, das er vor kurzem dem Fernsehsender ABC gab, erklärte der US-Vizepräsident Cheney nämlich, daß die US-Regierung nie behauptet habe, Hussein habe Verbindungen zur Al Quaida gehabt.

Amputiert PSYOPS Beine?
Wahrscheinlich war die Amputationsstory auch erfunden, lediglich ein Teil der PSYOP und nun, da man Al Zarkawi wiederauferstanden mit zwei Beinen braucht, um seine unglaublichen Aktivitäten nicht ganz so unglaubwürdig werden zu lassen, muß man einfach so tun, als hätte man die Operation in Bagdad nie behauptet (hat man ja auch nicht, waren ja ‚Sicherheitskreise’- und wer denen glaubt, ist selber Schuld).

Daß Al Zarkawi mit den Anschlägen in Madrid und dann in London zu tun hatte, wurde zwar im richtigen Moment geschickt in die Medien lanziert, aber die offiziellen Untersuchungsberichte beider Anschläge verneinen dies – wiederum eine ungeklärte Lüge im Al Zarkawi-Zusammenhang, die ebenfalls nie offiziell zurückgenommen wurde – auch in diesem Fall keine Entschuldigung von irgendeinem Organ der Medien.

Dann schließlich der dreifache Terroranschlag in Amman in Jordanien mit vielen Toten. Bereits nach zwei Tagen tönten alle Presse- und Fernsehorgane: Es war Al Zarkawi mit seinen Leuten aus dem Irak! Irgendwelche Beweise dafür wurden nie vorgelegt – aber wo kämen wir da auch hin, wenn man gegenüber der Al Quaida noch Beweise brauchte. Der Name sagt doch schon alles!

Tatsächlich waren die Tatsachen der Zerstörung und der Toten in den Hotels nicht in Übereinstimmung zu bringen mit der Internet-Botschaft, kurz danach verstärkt durch eine Audio-Aufnahme, in der die Al Quaida und Al Zarkawi mit seiner irakischen Truppe die Verantwortung übernahmen. Während in der Botschaft das Ziel der Anschläge als Israelis und US-Bürger angegeben wurden, waren unter den Opfern nicht ein einziger Israeli und nur eine US-Bürger. Während in der Botschaft die Vergeltung gegen Schiiten wegen ihres angeblichen Verrats gegenüber den Sunniten als Grund angegeben wurde, waren fast alle Opfer sunnitische und nicht schiitische Muslims.

Aus sicherer Entfernung gezündet
Näher kommen wir der Frage nach den wahren Tätern der Bombenanschläge in den Hotels in Amman, wenn man weiß. daß die Israelis in den Hotels vorgewarnt waren und sich rechtzeitig absetzten und daß die Folgen der Explosionen vor allem die Decken der Räume zerstörten, in denen die Bomben explodierten. Es gibt klare Hinweise, daß die Bomben nicht von Selbstmordattentätern mit Sprengstoffgürteln ausgelöst wurden, sondern in den Decken versteckt waren und aus sicherer Entfernung gezündet wurden.

Die wirklichen Ziele der Attacken waren offenbar Palästinenser und Chinesen, die sich in einem der Hotels trafen und eine Annäherung zwischen China und Palästina und eine militärische Zusammenarbeit besprechen wollten. Unter ihnen waren der Kommandeur des palästinensischen West Bank Geheimdienstes, Basheer Nafe, sein Stellvertreter Abid Allouni, der Geschäfts-Attaché der palästinensischen Botschaft in Kairo Jihad Fattoh, der Bruder des Sprechers des „Palestinian Legislative Council“ Rawhi Fattoh und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Cairo-Amman Bank in den palästinensischen Territorien, Musab Khama. Andere Opfer waren drei Chinesen, deren Funktion nicht bekannt ist, die aber offenbar in Gesprächen mit den Palästinensern waren.

Israel hatte schon mehrfach China davor gewarnt, mit den Palästinensern zusammenzuarbeiten oder sogar eine militärische Zusammenarbeit zu beginnen. Wenn man nicht gehorcht, dann macht Israel, was es in solchen Fällen immer macht: Es antwortet mit Bomben und Raketen. Allerdings sollten das nur die Chinesen verstehen. Für die Öffentlichkeit wurde Al Zarkawi als Täter aus dem grab geholt.

Rufer in der Wünste
Unabhängig von diesem Fall hatten aber nun, nach der Veröffentlichung in der „Washington Post“ am 10. April, das US-Militär und die US-Stasi-Dienste ein Problem. Interne Papiere waren an die Öffentlichkeit gelangt. Wie sollte man reagieren? Und siehe da: Niemand brachte die Nachricht. Die „Washington Post“ blieb Ruferin in der Wüste. Weder in den USA noch in England, Frankreich, Deutschland, Italien, niemand brachte die Nachricht!

Da beschlossen das Militär und jene Dienste, noch einen draufzulegen und Al Zarkawi fester denn je in die Gespensterwelt der westlichen Medien einzupflanzen: Letzte Woche veröffentlichte man ein Video, das Al Jazeera zugespielt wurde und angeblich von Al Zarkawi persönlich stammte und nicht nur die Nachricht brachte, daß er selbstverständlich alle diese Anschläge ausführt, sondern auch, warum er das täte: Er wolle einen Bürgerkreig zwischen Schiiten und Sunniten im Irak provozieren. Der heimliche Traum Bushs, der Bürgerkrieg, als Ziel der Al Quaida? Das ist nun aber dick aufgetragen.

Zusätzlich zeigte das Video auch noch einen Al Zarkawi im Portraitphoto, damit auch nur ja keine US- oder irakischer Soldat ihn nicht erkennt und zeigte auch noch eine Szene mit militärischen Übungen, in der jener angebliche Al Zarkawi mit zwei Beinen herumlief.

Ein wirklicher Al Zarkawi, wenn es ihn denn noch gäbe und wenn er wirklich im irak aktiv wäre und noch zwei Beine hätte, hätte selbstverständlich niemals ein solches Video gemacht. Die US-Dienste müssen die Öffentlichkeit schon für ganz schön dumm halten, daß sie eine so plumpe Fälschung veröffentlichen.

So kam denn auch gleich am Tag nach der Veröffentlichung die Bestätigung der Echtheit von wem? Natürlich von den Fälschern selbst. „US-Sicherheitskreise“ hätten die Echtheit der Botschaft bestätigt, lasen wir. Schlau, was? Die denken, wir sind Vollidioten. Und wiederum, wie schon in den vorherigen Fällen, berichten alle Medien schön brav, was die US-Dienste ihnen vorgekaut haben.

Die Leute bei der „Wash Post“ müssen sich an den Kopf greifen. Wozu bringen sie denn eigentlich noch Enthüllungen, wenn alle so tun, als gäbe es sie nicht?

Na, nun wissen wir jedenfalls, woran man Presseorgane und Fernsehstationen erkennt, die uns wissentlich zu täuschen versuchen: Sie sprechen von Al Zarkawi.

Al-Zarqawi Video Is A Pentagon Propaganda Psy-Op
A U.S. ‚Propaganda‘ Program, al-Zarqawi, and ‚The New York Times

spionage

Pleiten, Pech und Pannen?

Karl Weiss – Nun steht endgültig fest, daß der BND bereits früh von der Verschleppung des deutschen Staatsbürgers Al Masri wußte, aber bewußt nichts unternommen hat. Aus US-Quellen war die Entführung als „Irrtum“ bezeichnet worden. Als aber Al Masri gegen die Verantwortlichen des „Irrtum“ in den USA klagen wollte, wurde seine Klage nicht angenommen, denn es seien „Sicherheitsinteressen des Staates“ betroffen.


Mitgegangen mitgefangen: BND wusste von der Al Masri Entführung

Fragt sich, was ist an angeblichen Irrtümern Sicherheitsinteresse? Daß das Image unbeschädigt bleiben soll, ist ein Sicherheitsinteresse? Nein, in Wirklichkeit lag keinerlei Irrtum vor. Man hatte nur einmal mehr jemanden entführt, gegen den bestenfalls vage Verdachtsmomente aufgrund der üblichen Geheimdienst-„Quellen“ vorlagen, die hinreichend bekannt sind: Exil-Afghaner, Exil-Iraker, Exil-Iraner usw., die ein Interesse haben, ständig neue Geschichten zu erfinden, so wie damals die über die irakischen Massenvernichtungswaffen.

Verbrecher
Bei diesen Kreisen, mit denen die Geheimdienste wie der BND eng zusammenarbeiten, handelt es sich meist um bekannte Kriminelle, die aus Gründen aus jenen Ländern fliehen mußten, die in jedem anderen Staat auch zu Verurteilungen geführt hätten. Bekanntestes Beispiel ist der Verbrecher Alawi, der es im Irak bis zum Ober-Quisling der US-Besatzer gebracht hatte.

Der CIA hat bereits Routine darin, die verschiedenen „Unregelmäßigkeiten“, die an die Öffentlichkeit dringen, als Pleiten, Pech und Pannen zu entschuldigen, so wie die völlige Untätigkeit vor den Anschlägen des 11. September, über die umfangreiche und leicht entzifferbare Kenntnisse vorlagen. Doch ebenso klar ist, daß diese Geheimdienste nicht einfach ein Haufen von Dummköpfen sind. Sie stellen nur als Pannen dar, was sie nicht offenlegen dürfen, weil sie selbst mit im Cockpit saßen.

Das ist das Problem des BND wie jedes Geheimdienstes. Da sich jeder vernünftige Mensch weigert, die Drecksarbeit für einen solchen Dienst zu erledigen, ist man automatisch auf Kriminelle, dubiose Elemente und verkrachte Existenzen angewiesen, soweit man nicht Leute durch Erpressung „anwirbt“ (Hier ist nicht von den Agenten die Rede, sondern von den Informanten). Dadurch sind die erhaltenen Informationen fragwürdig und nach objektiven Maßstäben nichts wert. Da sich die Geheimdienste aber natürlich nicht selbst auflösen werden, werden sie immer eine Wichtigtuerei mit diesen wertlosen Informationen betreiben, die dann zu solchen Ergebnissen führen wie bei Al Masri.

Aus den Fingern saugen was geht
Irgendein „Informant“ hatte wohl etwas über ihn behauptet, was sich später als aus den Fingern gesogen herausstellte. Ein US-Dienst hatte seinen mazedonischen Lakaien (da weiß man, warum Jugoslawien zerschlagen werden mußte) aufgetragen, sich ihn zu schnappen und die taten, was man sie hieß, nicht ohne lange Geiselhaft für Al Masri. Die Geisel wurde dann von einem jener (nicht existenten) Entführungs-Folter-Flüge an einen unbekannten Ort gebracht, wahrscheinlich nach Afghanistan und hochnotpeinlich befragt. Monate weiterer Geiselhaft folgten. Als sich dann endgültig herausstellte, daß mit ihm nichts anzufangen war und schon gar nicht irgendetwas vorlag gegen ihn, wurde er irgendwo im Balkan ausgesetzt, so wie es oft Verbrecherorganisationen machen, wenn sie sich einer nutzlosen Geisel entledigen wollen.

Nur handelte es sich diesmal um eine offizielle Verbrecherorganisation, den CIA. Das deutsche Pendant dazu, der BND, mußte nun zugeben, daß einer der ihren bereits im Januar 2004 von der Geiselnahme Al Masris erfahren hatte. Wie das aber bei befreundeten Verbrecherorganisationen üblich ist, hacken sie sich gegenseitig keine Augen aus. Der BND tat so, als wüßte er nichts.

Eine offizielle Regierungsstelle, die über die Geiselnahme eines ihrer Bürger im Ausland erfährt, müßte natürlich eigentlich aktiv werden, die diplomatischen Kanäle nutzen, die Botschafter in den entsprechenden Ländern in Bewegung setzen, die Öffentlichkeit informieren, so wie das üblich ist, wenn z.B. im Irak Deutsche entführt werden.

In diesem Fall wußte man aber, daß der kriminelle Geiselnehmer CIA hieß und da gelten natürlich alle Regeln nicht mehr. Der CIA darf entführen, wen er will, Deutschland wird ihm nie in die Parade fahren, Fragen stellen oder gar an die Öffentlichkeit gehen, nein, das würde ja unserem Verbündeten, der US-Regierung, nicht gefallen. Bündnisverpflichtungen gehen natürlich über Menschenrechte.

Was, sie glauben, Sie haben ein Recht, nicht ohne Richterspruch Ihrer Freiheit beraubt zu werden? I wo! Ein Recht auf körperliche Unversehrtheit? Lächerlich!

Hätte irgend etwas Reales gegen Al Masri vorgelegen, so hätte man ihn einfach in Deutschland verhaften könne, einen Haftbefahl beantragen und ihn verhören, so wie das die Regeln vorschreiben. Aber man wußte natürlich, von welchen Gestalten man die Informationen hatte, und daß man denen nicht trauen kann. Die hätten nie für eine Verhaftung getaugt.

Rechtsstaat? Sch…. auf den Rechtsstaat. In Wirklichkeit war der immer eine Illusion. „Wir machen, was wir wollen. Später dann sagen wir einfach, das sei eine „Panne“ gewesen,“ so wie es jetzt der BND tut.

Wer solche Grundsätze hat, dem ist alles zuzutrauen.