vermischtes

Tratschundlaber

Sonja Wenger– Kürzlich war auf der Feuilleton Seite (!) der Süddeutschen Zeitung eine Lobeshymne auf Pinks neuen Song «Stupid Girl» zu lesen. Genüsslich wird dabei beschrieben, gegen wen und was die Pop-Sängerin eine Breitseite nach der anderen abfeuert. So wettert der Autor Tobias Kniebe denn wortgewandt gegen «die hochtourig hohldrehende, sinnentleerte Celebrity-Kultur, die nichts anderes mehr feiert als das Berühmtsein selbst».


Mager- und shoppingsüchtig – und trotzdem der volle Sex-Apeal: Die Paparazzi-Ikone Paris Hilton

Oder gegen «die mager- und shoppingsüchtigen, ostentativ hirnamputierten Paparazzi-Ikonen wie Paris Hilton», respektive gegen «einen Postfeminismus, der Hunger nach Aufmerksamkeit, Girl Power, sexuelle Befreiung, Porno-Chic, Selbstverleugnung und Regression (auf Deutsch Verminderung) zu einem mittlerweile fatalen Cocktail verquirlt hat». Toll, nicht? Aber so isses nun mal: Sex sells, mehr denn je.

Die Schweizer Medienlandschaft nimmt sich dagegen ja grausam harmlos aus. Mehr als Ringier gegen Tamedia liegt da nicht drin. Dass in der Sendung «Glanz & Gloria» genüsslich über die sofortige Einstellung der Konkurrenz-Sendung «People» berichtet wurde, nimmt eh kein arbeitender Mensch wahr. Ein böses Grinsen entlockt vielleicht noch die Meldung, dass sich Elisabeth Tessier getrennt haben soll. Ob das wohl in ihren Sternen stand? Hach, ist das ein billiger Witz. Ist das jetzt übrigens Selbstverleugnung oder sexuelle Befreiung von ihr?

Als Ablenkung von all diesen tiefschürfenden Fragen herrscht zum Glück im Moment ein nationales Panini-Fieber. Aber Vorsicht: man könnte ja von wichtigen Leuten wie Chefredaktoren «Verhöhnt!» werden. Für alle, die den «Hype» nicht für ein italienisches Brot halten, bietet der BLICK eine entsprechende Platzform, auf der sich die armen Verhöhnten(!) «wehren» können. So meint «Meteo»- Moderatorin Sandra Boner (31) mit ernstem BLICK: «Ich kenne viele Frauen, die Panini-Bilder sammeln.» Und Chris von Rohr hält dieselbigen für gar «menschlich wertvoll». Der muss es ja wissen. Apropos Porno-Chic und sinnentleert: Ist es eigentlich ein postfeministischer Fortschritt, wenn Seraina B. aus Thun in der SI erklären darf, weshalb sie Porno-Filme dreht?

«Porno ist ihr Weg, Porno ist ihr Ziel», steht da und ihr Produzent nennt sie nicht nur Kenia Gates, sondern will sie gross rausbringen: «Denn willige und begabte Frauen sind äusserst rar in der Schweiz» – steht da. Und es steht da auch, dass ihr Freund, ein Sportler (25), sich nicht öffentlich zu ihr bekennt, denn er will keine Sponsoren verlieren. Das ist wahre Liebe, postfeministisch.

spionage

Skyway und die Räuberpistolen

Stephan Fuchs – Brent Kovar, Inhaber der Pleite Bude Skyway, Inhaber des Koksfliegers, mit einem Emblem das der Homeland Security ähnlich sieht und mit besten Verbindungen zu Tom Delay hat ein grosses Spiel gespielt. Er hat gepokert.

Die Passagiermaschine DC-9 welche in Mexiko mit 5,5 Tonnen Kokain gefilzt wurde kaufte Kovar von einer Firma, die den Rauch einer alten mächtigen Familie trägt: DuPont. Der Name schon schmilzt auf der Zunge. DuPont gründete 1802 die grosse Firma für Explosivstoffe und später für die Chemie. DuPont hatte 2004 einen Jahresumsatz von 27,3 Milliarden Dollar und weltweit ca. 60.000 Angestellte. Kein Wunder hat DuPont auch einen Trust. In einem Pressekommuniqué vom 20. August 2004 erwähnte Brent Kovar:

„When DuPont Trust, which for over a hundred years has been searching out the best investments, begins buying this stock for their portfolio, DuPont again begins to show why they are one of the premier trusts and foundations in the modern world.“

Caramba
Dumm gelaufen Mr. Kovar. Im nachhinein stellt sich heraus, dass weder die alte Swissair Maschine „Graubünden“, die ebenfalls mit dem Emblem der Homeland Security ausgestattet wurde, mit neuartigen Sicherheitstechniken jemals testgeflogen wurde, noch existiert der DuPont Fund. Alles war ein Schwindel.

Der Trust heisst denn in virtueller Wirklichkeit auch anders: DuPont Fund 57289, Inc. im Apartado 10455-1000, in San Jose, Costa Rica… Olé! Der Inhaber, er nennt sich Richard Dupont Jr. Ist, ein Phantom. Er erscheint zwar in den SEC Unterlagen, in Zeitungsberichten und Onlinestatemants aber, seine Durchlaucht und sein DuPont Trust hatten nur gerade Existenzberechtigung für zwei Aufträge. Den Auftrag die Koksmaschine zu verkaufen und dafür 28’000’000 Aktien zu bekommen und gleichzeitig nocheinmal Investoren anzulocken. Richard DuPont aus Costa Rica trumpfte in einem Artikel offenbar nocheinmal auf:

„Ich bin sehr zufrieden. Skyway hat im Moment eine Kapazität von über 500 Millionen Dollar. Das ist mehr als wir erwartet haben. Skyway ist gesichert.“

Und Brent Kovar doppelte nach:

„Er (Richard DuPont) ermöglichte uns den Kontakt zu Lantax einer europäischen Investoren Gruppe des Adels. As a result, we may soon have all complete our mission.“

Lantax, die im Schatten operierende, vom europäischen Adelsblut getränkte Investoren Gruppe ist genau so ein Phantom wie alles andere. Nix. Gibt es nicht. Jedoch ist, das hat Kovar richtig gesagt die Mission wirklich bald zu Ende. Oder wie darf man das verstehen? Ist das ein Wink? Eine Nachricht? Sehr wahrscheindlich nicht. Trotzdem gehen wir nach San Jose in Costa Rica und schauen was wir dort finden. Die Gambler Mafia? Die Special Operation Samurai?

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Der seltsame Weg einer DC-9
Hasenfus Kokain? Oder kein Hasenfus Kokain?
Swissair DC-9 „Graubünden“ steckt mit in der Kokain Affäre
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spionage

CIA-Direktor Porter Goss verabschiedet sich

WASHINGTON – Der Direktor des US-Geheimdienstes CIA, Porter Goss, ist nach nur 18 Monaten im Amt zurückgetreten. US-Präsident George W. Bush gab die Nachricht, die im politischen Washington wie eine Bombe einschlug, selbst bekannt.


Danke für den Kuchen, es war schön

Goss hatte den Posten von George Tenet übernommen, der nach heftiger Kritik an den Fehlern und Versäumnissen im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September und im Vorfeld des Irak-Krieges aufgegeben hatte.

Über die Gründe für den Rücktritt von Goss wurde nichts bekannt. Allerdings war er in den Monaten seit seiner Amtsübernahme wegen seines persönlichen Führungsstils intern kritisiert worden. Ausserdem geriet der Geheimdienst wegen „undichter Stellen“ in die Schlagzeilen. Die CIA war zuletzt durch die Affäre um geheime Gefangenentransportflüge in Europa erschüttert worden.

Angesichts stetig sinkender Umfragewerte und mit Blick auf die Kongresswahlen im November hatte Bush vor einiger Zeit mit einem Personalumbau begonnen. Einen Nachfolger für Goss nannte er nicht.

Frühere hohe Geheimdienstbeamten äusserten unterdessen die Vermutung, Goss sei aus Enttäuschung darüber zurückgetreten, dass er bei der Neuordnung der Geheimdienste im April vergangenen Jahres von Bush nicht berücksichtigt worden war.

Bush hatte seinerzeit John Negroponte zum nationalen Geheimdienstdirektor und damit zum Chefkoordinator für alle 16 US-Geheimdienste gemacht, was die Position von Goss als CIA-Chef schwächte.

Bush würdigte die Verdienste von Goss, der wichtige Reformen eingeleitet habe. Der Präsident wies insbesondere auf ein von Goss eingeleitetes Fünf-Jahre-Programm zur Aufstockung der Zahl von Agenten „vor Ort“ und von Analytikern hervor.

Goss habe dazu beigetragen, das Land sicherer zu machen, erklärte der Präsident. Goss seinerseits sagte, der Zustand des Geheimdienstes habe sich „ausserordentlich verbessert“.

Bush muss nun nach einem geeigneten Nachfolger suchen – eine Aufgabe, die von Experten als sehr schwierig eingestuft wird. Die Umbesetzung an der CIA-Spitze ist der jüngste Wechsel in Bushs engem Mitarbeiterzirkel.

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Der seltsame Weg einer DC-9

Stephan Fuchs – Dokumente belegen, dass die in Mexiko beschlagnahmte DC-9 Passagiermaschine über eine dubiose Firma Namens Dupont Investment Found #57289 aus San Jose in Costa Rica im November 2004 an Skyway Communication Holding in Clearwater Florida verkauft worden war. Ein Geschäft zwischen einer Briefkastenfirma und einer Firma die Pleite war. Eine Einladung ins Koks- und Geldwäschermilleu.


Eine uralte, kaum durch die Zulassung gekommene DC-9 für 7 Millionen

Skyway Communication, eine ehemalige Telefonkompanie war faktisch Pleite. Die Firma prellte Investoren um 40 Millionen Dollar. Diese glaubten, sie investierten in eine Firma die Sicherheitstechnische Neuerungen für die Luftfahrt entwickelten. Um den Bluff zu tätigen, wurde die alte Lady „Graubünden“, eine ehemalige DC-9 der Swissair missbraucht. Sie wurde mit einem Homeland Security ähnlichen Emblem versehen, sonst geschah mit der Lady nichts.


Total Pleite, aber für 100’000 Dollar eine VIP Loge im Raymond James Stadium in Tampa

Wohin die 40 Millionen Dollar der Investoren geflossen sind? Man weiss es nicht genau: Für 300’000 Dollar wurden sechs Humvee Autos als Werbegag gekauft. Andere Hunderttausend Dollar wurden für eine VIP Lounge im Raymond James Stadium in Tampa gekauft, damit ausgewählte Gäste die Spiele aus der Ehrenloge schauen konnten.

Unfreundliche Übernahme.
Um die Firma vor dem definitiven Aus zu retten, hat sich ein „Weisser Ritter“ eingefunden. Eine Firma die sieben Millionen investierte. Sache des Deals war, dass Skyway die DC-9 übernahm und Dupont Investment Found #57289 erhielt dafür 28’000’000 Aktien der Firma.

Einer der 223 über den Tisch gezogenen Investoren, Naza Talib, setzte 13 Millionen Dollar in den Staub. Er ist auch derjenige der behauptet:

„SkyWay did not possess such technology and it was simply in the stage of testing to determine whether in fact it could provide such services to commercial airliners at all.“

Laut Talib, wurden Löhne ausbezahlt, die in der finanziellen Situation und vor allem dem Know-How der Verantwortlichen in keiner Weise entsprach. Das ganze Geschäft zielte offensichtlich nur darauf ab Kontakte zu knüpfen und eine leere Eierschale anzustreichen. Diese Schale ist offensichtlich zerbrochen.

Am 23. April 2005 explodierte intern das Machtgerangel. Talib, der mit dem Einsitz in der Firma sich und andere Investoren vertrat wurde abgewählt und vor die Tür gestellt. Am 25. April wurden Brent Kovar, der Präsident, Joy Kovar und James Kent, CEO und CFO vor die Tür gestellt. Dupont Investment Found #57289 hatte die Macht übernommen. Die Humvees wurden verkauft, die Luxus Loge über dem Stadion von Tampa wurde verkauft, eine Cessna 172 sowie zwei schwere Trucks wurden ebenfalls verkauft. Die Graubünden, jene Maschine die den Fänger im Spiel spielte, wurde bereits im November 04 verkauft, die brauchte man offensichtlich nicht mehr. Sie wurde an die Firma Royal Sons Inc. verkauft. Die Schwester der Graubünden, jene Maschine die nun mit 5,5 Tonnen Kokain gefunden wurde hat Skyway erst in allerletzter Minute an die Partnergesellschaft Royal Sons verkauft. An die selbe Firma wie die Graubünden. Seit der letzten Phase war Skayway so hohl, dass nicht einmal ein Telefon dastand. Die Firma war schlicht verschwunden.

Es war eine Operation. Da war eine Costa Rica Connection und da ist eine andere Firma, die europäische Lantax Investment Gruppe.

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Hasenfus Kokain? Oder kein Hasenfus Kokain?
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Hasenfus Kokain? Oder kein Hasenfus Kokain?

Stephan Fuchs – Ein DC-9 Flugzeug ohne Passagiere. Darin 128 identische schwarze Reisetaschen. Jene sind mit 5,5 Tonnen Kokain, einem Marktwert von über 100 Millionen US Dollar gefüllt. Der kolumbianische Co-Pilot Miguel Vazquez wurde verhaftet. Vom Piloten fehlt jede Spur, das Koks will keiner.

Von Kolumbien über Venezuela und dann über Mexiko gelangen Tonnen von Kokain in die USA – und natürlich nach Europa. Erst nach Spanien und dann weiter bis zu den Näschen in den Clubs. Je mehr Zwischenhändler, desto teurer. Irgendjemand vermisst im Moment 100 Millionen US Dollar. Egal welche Hintergründe die verworrene Geschichte hat. Jemand wird recht Böse sein. Vom Flugzeug weiss man nur, wer der letzte Besitzer war. Der ist immer noch als solcher registriert und hinterlässt eine Spur die in Richtung Covert Operation Samurais zeigt.

Sting Operation negativ
Eine Sting Operation, also eine Undercover Geschichte a là Fausto Cattaneo, in der die amerikanische Drug Enforcment Agency DEA eine Koks Gang infiltriert und dann im richtigen Moment die Bande Hops nimmt, ist nicht plausibel. Es wurde ja, nebst dem Co-Piloten niemand verhaftet, zudem man annehmen kann, dass Piloten in der Regel einfach fliegen und dafür bezahlt werden. Trotzdem- er hätte vielleicht aussagen können, wer der Auftraggeber war. Sonst geschah nichts, das für die Drogenbekämpfung Interessant ist, ausser dass 5,5 Tonnen auf der einen und 100 Millionen auf er anderen Seite fehlen und irgendjemand sich die Fingernägel wund kaut.

Die politische Motivation.
Und dann was? Venezuela schwächen? Oder Mexiko? Es ist ja nichts geschehen, ausser dass an einem Ende 5,5 Tonnen Kokain und an einem anderen Ende 100 Millionen Dollar fehlen. Also da wären 100 Millionen für eine politische Aktion, die nichts bringt ein bisschen viel.

Die Hasenfus Theorie
Eugen Hasenfus wurde am 5. Oktober 1986 über Nicaracua in einem Flugzeugfrachter C-123 von Sandinisten abgeschossen. Er trug als einziger, unter Missachtung der Vorschriften, einen Fallschirm und überlebte. An Bord der Maschine fand man Waffen und weitere militärische Ausrüstung. Interessanterweise, gehörte die Maschine Barry Seal, einem der grössten Drogenhändler, der im Februar 1986 ermordet wurde. Barry Seal war ebenfalls CIA Agent. Er löste die folgenschwere Untersuchung Iran Contra aus . Ohne Hasenfus, wäre der immense Deal Drogen gegen Waffen nie aufgedeckt worden. Hasenfus wurde in Nicaracua zu 25 Jahren Jahren verurteilt und von Daniel Ortega, erstaundlicherweise bereits im Dezember 1986 begnadigt. Die Hasenfus Geschichte war also, wie man heute noch annimmt, ein Zufall. A damn’d lucky shot.

Die Vermutung liegt nahe, dass auch das DC-9 Linienkokser Flugzeug ein Hasenfus ist. „A damn’d lucky shot.“ Auch ein Hasenfus, weil es dermassen viele Parallelen zum Iran Contra Skandal gibt, dass es ein Hasenfus sein muss. Dann wäre die Geschichte ein absoluter Glücksfall, die Wiederholung seiner selbst. Nicht einmal das Casting hat gross gewechselt. Ein anderes Indiz, es herrscht Nervosität. Ähnlich wie damals als die Genfer Journalisten mit Telefonüberwachung konfrontiert wurden als sie über Willard Zucker und J.R. Fees recherchierten. Jetzt scheint das US Army’s 5th Signal Command fleissig mit zu lesen und Server der Kollegen lahm zu legen.

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Brasilien energieautark

Karl Weiss, Rio de Janeiro – Brasilien ist seit April 2006 energieautark. In einer offiziellen Feierstunde auf der neuesten schwimmenden Ölplattform weit draußen im Meer vor der Küste Rio de Janeiros wurde die Plattform in Betrieb gesetzt und gleichzeitig die Energie-Autarkie Brasiliens besiegelt und gefeiert.

Während Deutschland, das bekanntlich fast keine Ölquellen hat, mit lächerlichen 9% erneuerbarer (und damit auch heimischer) Energie glaubt auskommen zu können und das gesamte „Zukunftsprogramm“ so aussieht, daß man diesen Anteil im Schneckentempo auf 20% in vielen Jahrzehnten vergrößern will, und so für unbegrenzte Zeit in der Abhängigkeit von Lieferungen von fossilen und ständig teurer werdenden Energierohstoffen aus dem Ausland bleibt, die Energie in Deutschland bald zum teuersten Gut, zum Luxus, machen werden, feiert Brasilien.

In der Feierstunde, deren Bedeutung in den brasilianischen Medien praktisch ignoriert wurde, tauchte Präsident Lula seine Hand in eine der ersten geförderten Mengen von Erdöl und hielt sie den Fotografen entgegen, was denn auch fast das einzige war, was alle Medien berichteten, weil es eine Geste war, die ein früherer Diktator Brasiliens auch schon einmal gemacht hatte.

Nur als kleine Anmerkung: Man braucht eine beträchtliche Zeit und ausreichend Bimsstein, um das Zeug wieder von der Hand abzukriegen, abgesehen davon, daß die schwarze Suppe stinkt und hochgradig krebserregend ist.

In schwindelnden Höhen
In Deutschland dagegen werden Stromrechnungen, wie auch Benzin- Heizöl- und Erdgasrechnungen weiterhin in schwindelnde Höhen steigen. Die Energiekonzerne, die internationalen Ölkonzerne, die russische Regierung und die Gazprom mit Schröder im Aufsichtsrat werden vor lauter Profit nicht mehr aus den Augen schauen können, während der kleine Mann in Deutschland sein Auto und seine Tiefkühltruhe abschaffen muß und anfangen, im Winter nur noch Wohnzimmer und Küche zu heizen. Die Hersteller von Wärmflaschen werden es danken.

Die wichtigsten brasilianischen Ölfelder in der „Bacia de Campos“ und der „Bacia de Santos“, die inzwischen auch nennenswerte Mengen an Erdgas fördern, liegen in großen Teilen in Gebieten mit Meerestiefen von tausend und sogar zweitausend Metern. Früher war keine Ölförderung, ja nicht einmal eine Exploration möglich, wenn eine so große Schicht Wasser zwischen der Oberfläche und dem Meeresboden ist. Die Ölplattformen in der Nordsee z.B., sowohl auf schottischer als auch auf norwegischer Seite, stehen mit ihren stählernen Füßen in Wassern mit nicht mehr als 300 Meter Tiefe. So mußte die staatliche brasilianische Ölfirma Petrobras in langen Jahren Verfahren entwickeln, wie man in tiefen Wassern Probebohrungen abteuft und bohrt und schließlich, wie man in tiefen Wassern fördert. Heute ist man bereits in der Lage, in 2500 Meter Wassertiefe zu bohren. Daß es ein Land Entwicklungsland ist, heißt nicht, daß dort nur Hirnamputierte sind.

Demgegenüber setzt sich Deutschland ohne Not den Preiswünschen und Erpressungen von allen möglichen ausländischen Kräften aus, wie der russischen Gazprom, die bereits angekündigt hat, die Westeuropäer bluten zu lassen (wenn sie nicht Firmen aufkaufen lassen), den russischen Erdölfirmen, die ebenfalls bereits verlauten ließen, sie würden nicht mehr so viel (und damit vor allem nicht mehr zu alten Preisen) nach Westeuropa liefern. Der Kanzler, der geschworen hatte, Übel vom deutschen Volk zu wenden, hat die Deutschen stattdessen noch tiefer in die Abhängigkeit der Gazprom gebracht – und siehe da, schon kam er dort in den Aufsichtsrat, nicht ohne eine fette Bezahlung.

Die neue Kanzlerin mit dem gleichen Amtseid pfeift ebenfalls auf das deutsche Volk, denn sie hat es mit den deutschen Energieversorgern wie RWE, Ruhrgas, Ruhrkohle und eon, die rein zufällig auch wichtigste Spender der Regierungsparteien CDU und SPD sind. Wo sie wohl nach der Kanzlerschaft im Aufsichtsrat sitzen wird? Irgendwelche auch nur mittelprächtige Maßnahmen, die Auslands- und Fossil-Abhängigkeit der deutschen Energieversorgung zu verringern, sind nicht einmal in Aussicht.

Stinkende Dreckschleudern
Dabei gibt es in Deutschland traditionell eine heimischen Energiebereich: Die Kohlekraftwerke. Doch das sind entweder Braunkohlekraftwerke mit all ihren Problemen oder sie werden längst nicht mehr mit Steinkohle aus Deutschland gefüttert, weil von draußen billigere kommt.

Braunkohlekraftwerke sind nicht nur die stinkendsten Dreckschleudern von allen (oder sie sind viel zu teuer, weil mit Abgaswäschen ausgestattet, die größer sind als das eigentliche Kraftwerk), sondern sie sind auch immer mit Tagebau verbunden, was im dicht besiedelten Deutschland eine Todsünde ist.

Die Autarkie Brasiliens bezieht sich zunächst und eigentlich auf das Erdöl bzw. Erdölprodukte. Genau gesagt, exportiert Brasilien seit dem Förderbeginn der neuen Plattform mehr Erdöl und Erdölprodukte als es importiert. Das heißt, dies umfaßt den ganzen Bereich des Erdöls selbst, der Rohstoffe für die Chemie, die Benzin- und Diesel-Kette, das Kerosin, die Schmieröle, sowie das Öl, das zum Erwärmen verbrannt oder zur Stromerzeugung genutzt wird (letzteres ist extrem wenig in Brasilien). Aber in Brasilien gibt es auch außerhalb des Erdölbereichs keine umfangreichen Abhängigkeiten vom Ausland.

Die Stromgewinnung funktioniert hautsächlich aus Wasserkraft, einige wenige Kohle-, Öl-, und Gaskraftwerke spielen kaum eine Rolle. Für Brasiliens 2 Atomkraftwerke wurde eben die eigene Urananreicherungsanlage (aus eigenem Uran) in Resende in Betrieb genommen.

Zwar gibt es eine Gaspipeline von Bolivien nach Brasilien, in der Erdgas für auf Gas laufende Autos, Haushalte und Gaskraftwerke gefördert wird, aber die eigene Gasförderung Brasiliens ist inzwischen bereits so angewachsen, daß dies locker ersetzt werden könnte, wenn nötig. Es handelt sich also tatsächlich um die umfassende Energie-Autarkie.

In Deutschland ist natürlich die Autarkie nicht so leicht, weil man ja keine eigenen Ölfelder hat. Da muß man dann etwas langfristiger planen und kann auch einen Teil der Energie weiter aus dem Ausland kommen lassen, wenn dies nicht mehr entscheidenden Umfang hat. In Abwandlung der Vorschläge, die schon im Artikel vom Anfang April standen, hier also, was nötig wäre:

Biodiesel, Bioalkohol, Biogas
Massive und sofortige Umstellung von wesentlichen Teilen der Agrarproduktion auf Produktion von Energiepflanzen (und Gülle), aus denen Biodiesel, Bioalkohol, Biogas und andere Bio-Energiestoffe hergestellt werden können. Massive Investitionen in Umwandlungsanlagen, die diese Bio-Energiestoffe aus den Pflanzen herstellen. Sofortige Installation von Biodiesel- und Bioalkohol-Zapfsäulen an allen Tankstellen. Befreiung dieser Treibstoffe von Steuern bei gleichzeitiger starker Besteuerung der CO2-produzierenden Kraftstoffe. Verpflichtung der Automobilkonzerne, alle Benzinmotoren in der Flex-Version auszuliefern (die es längst gibt), mit der Benzin und Alkohol in jeder beliebigen Mischung verwendet werden kann. Verpflichtung aller Kommunen und Landkreise, auf die eine oder andere Weise Fernwärmeanlagen auf Bio-Basis innerhalb kürzester Zeit in Angriff zu nehmen.

Dies ist übrigens fast genau, was im Moment in Schweden gemacht wird. Zwar wird das auch dort nicht zur völligen Autarkie führen, aber es ist schon ein andere Sache, wenn das wesentliche Funktionieren der Volkswirtschaft auch noch garantiert wäre, wenn Energie von außen nicht oder nur unbezahlbar teuer zu haben wäre.

Brasilien hat neben dem eigenen Erdöl auch noch andere Vorteile gegenüber Deutschland: Zum einen ist die Wirtschaftsleistung und damit auch der Energiebedarf nur etwa bei 20% der Deutschen. Vor allem aber hat Brasilien das Alkohol-Programm für Autos, das schon auf den Beginn der 70er-Jahre zurückgeht. In letzter Zeit wieder aufgelebt durch die neuen Flex-Fuel-Fahrzeuge, ist jetzt bereits 40% des gesamten Kraftstoffverbrauchs in Brasilien (einschließlich des Diesel-Anteils) Ethanol und damit heimische Energie und erneuerbare Energie, die ohne zusätzlichen Kohlendioxid-Ausstoß auskommt und hilft, die Klimakatastrophe eventuell doch noch verhindern zu können.

Dazu hat Brasilien auch ein Bio-Diesel-Programm aufgelegt, obwohl in diesem Punkt die Bundesrepublik bekanntlich voraus ist.

In was Deutschland aber vor allem voraus ist, das ist die Fähigkeit, schnell und effektiv technische Änderungen durchführen zu können, die auf erneuerbare Energien hinauslaufen. Es müßte lediglich der Startschuß gegeben werden und Deutschland könnte bis zum Jahr 2020 weitgehend auf erneuerbarer und heimischer Energie basiert sein. Es fehlt nur der politische Wille.

Wahrscheinlich wird so ein Aufstand wie in Frankreich nötig sein, um die Politiker zu zwingen, diesen Weg zu gehen.
In Brasilien hat sich allerdings für die Bevölkerung nichts geändert. Die Benzin- und Alkohol-Preise steigen genauso wie im Rest der Welt, obwohl die Regierung eigentlich diesen Preis nun nach Belieben festlegen könnte. Aber eine neoliberale Regierung wie die Lulas wird nartürlich nichts anderes machen als die internationalen Preisbewegungen nachzuvollziehen. So erreicht die Petrobras sagenhafte Profite, schüttet sie an den Staat aus und Lula kann dann leichter die Zinsen für Brasiliens Schulden (etwa 50 Mrd. US- Dollar jährlich) zahlen.

Krieg

Wie viele Beine hat Al Zarqawi?

Karl Weiss – Gibt es Al-Zarqawi? Zumindest gab es ihn. Falls es ihn noch gibt, müßte er nur ein Bein haben – aber das könnte bereits ein Teil der Desinformationskampagne gewesen sein. Das nämlich, so entnehmen wir jetzt – keineswegs verwundert – der „Washington Post“, ist die Al Zarqawi-Story, zumindest in ihrer offiziellen Version. Bewußter, andauernd wiederholter Bullshit – und alle Mainstream-Medien tun beschäftigt und reden über etwas anderes, als hätten sie nicht mitgemacht. Was das berühmte Fünkchen an Wahrheit dahinter ist, kann man nur erraten.

Es war für jeden verständigen Menschen, der die ihm vorgesetzten „Informationen“ kritisch betrachtet, bereits einige Zeit abzusehen, daß ein einzelner Mann nicht all das anstellen kann, was man Al-Zarkawi andichtete, dem angeblich „zweiten Mann“ der Al-Quaida nach Bin Laden, und angeblich Verantwortlichen für alle Anschläge auf schiitische Zivilisten im Irak.

Nun aber haben wir es schriftlich, denn die Quelle, die „Washington Post“, ist über jeden Zweifel erhaben. Sie berichtet von Dokumenten über die Desinformationskampagne PSYOP, die ihr aus Kreisen von US-Stasi Diensten zugespielt wurden. Da heißt es u.a.:

„“The Zarqawi campaign is discussed in several of the internal military documents. „Villainize Zarqawi/leverage xenophobia response,“ one U.S. military briefing from 2004 stated. It listed three methods: „Media operations,“ „Special Ops (626)“ (a reference to Task Force 626, an elite U.S. military unit assigned primarily to hunt in Iraq for senior officials in Hussein’s government) and „PSYOP,“ the U.S. military term for propaganda work…“

Sarkawi Kampagne wurde disskutiert
„Die Sarkawi-Kampagne wird in mehreren internen Militärdokumenten diskutiert. ´Sarkawi diffamieren / fremdenfeindliche Antwort zum eigenen Vorteil nutzen´, legte eine Lagebesprechung des US-Militärs von 2004 dar. Sie listete drei Methoden auf: „Medienoperationen“, „Spezialoperationen (626)“ (eine Referenz auf die Task Force 626, eine Elite-Einheit des US-Militärs mit dem primären Auftrag, im Irak hochrangige Funktionäre aus Husseins Regierung zu jagen) und „PSYOP“, die Bezeichnung des US Militärs für Propagandaarbeit…


Welches Bein nehmen wir heute?

Und: The military’s propaganda program has „largely been aimed at Iraqis, but seems to have spilled over into the U.S. media. One briefing slide about U.S. „strategic communications“ in Iraq, prepared for Army Gen. George W. Casey Jr., the top U.S. commander in Iraq, describes the „home audience“ as one of six major targets of the American side of the war.“ Das Propagandaprogramm des Militärs ist „weitgehend auf Iraker ausgerichtet gewesen“, aber scheint in die US-Medien übergeschwappt zu sein. Ein Lagebesprechungsdia über „strategische Kommunikation“ der USA im Irak, das für Army-General George W. Casey Jr., US-Oberbefehlshaber im Irak, vorbereitet worden war, beschreibt die „heimatliche Zuhörerschaft“ als eine von sechs Hauptzielgruppen der amerikanischen Kriegspartei.“

Und: „An internal document produced by U.S. military headquarters in Iraq, states that „the Zarqawi PSYOP program is the most successful information campaign to date.“ Ein internes Dokument, welches vom US Militärhauptquartier im Irak produziert worden war, stellt fest, daß „das Sarkawi PSYOP-Programm die bislang erfolgreichste Informationskampagne ist.“

Damit wissen wir nun, es war alles ein Propagandafeldzug, der Jordanier Al-Zarkawi, 2. Mann hinter Bin Laden in der Al Quaida, Führer der Al Quaida im Irak, der von Stadt zu Stadt mit Siebenmeilenstiefeln eilt, Terroranschläge konzertiert und einfach nicht zu fangen ist – und ganz nebenbei noch die Terroranschläge von Madrid, von London und von Amman konzertiert, der in der Lage ist, sich aus einer Einkreisung herauszubeamen, der bereits vor dem Irak-krieg im Irak gewesen sein soll – alles Fake (anderer Name für „Informationskampagne“).

Nur, diese Erkenntnisse aus der „Washington Post“ sind bereits vom 10. April – genug Zeit also, daß die Redaktionen aller Fernsehsender und aller Wochenmagazine und aller Zeitungen den Mund vor Staunen wieder zukriegen und die Leserschaft/Zuschauer um Entschuldigung bitten, daß sie sich von der PSYOP der US-Dienste haben einwickeln lassen und statt zuverlässiger, nachgeprüfter Wahrheiten Propaganda-Stücke der US-Regierung verbreitet haben, ohne sie als solche zu kennzeichnen.

Sehen Sie selbst nach, lieber Leser, erinnern Sie sich, wer hat diese Berichtigung gebracht? Spiegel? Focus? Tagesschau? Heute? RTL? N-TV? Welt?, FAZ?, Süddeutsche?, Tagesspiegel? TAZ? Irgendwer? Niemand!

Was heißt das? Was heißt es, wenn jemand Falsches verbreitet hat und es kommt heraus, daß es falsch ist, wenn er dann in Schweigen fällt und verzweifelt über Anderes redet? – Genau! Er hat bewußt gelogen – er wußte, daß es falsch war!

In der Berliner Umschau konnten Sie dagegen im Artikel „Endlich, endlich, endlich!“ bereits vor über einem Jahr, am 29.3.05 folgende ironische Bemerkungen lesen: „Es soll (immer noch) einen Musab al-Zarqawi geben, der einmal Stellvertreter von Osama Bin Laden in der Führung der Al Quaida gewesen sein soll. Außer US-amerikanischen Quellen, die natürlich nichts mit dem CIA zu tun haben, hat ihn seit Jahren niemand gesehen, aber die US-Regierung weiß sicher, daß er andauernd Anschläge im Irak verübt – die rein zufällig alle CIA-Handschrift haben – und daß sie ihn andauernd im Irak fast erwischt haben – fast. Doch nun, so erklärte mit stolz geschwellter Brust am Ostersonntag der irakische Innenminister Quisling Falah al-Naqib, habe man ihn eingekreist. Endlich, endlich, endlich!“

Na, nun mal langsam mit die junge Pferde, mag da nun jemand sagen, aber irgendetwas muß doch dran sein, an der Geschichte mit Al Zarkawi – und die Terroranschläge finden schließlich statt! Das stimmt.

Al-Zarqawi ist tot
Bereits damals schrieb die Berliner Umschau im genannten Artikel: „Fragt man Leute aus dem irakischen Widerstand, dann sagen die, Al-Zarqawi sei seit Jahren tot. Die Anschläge auf Märkte mit vielen Ziviltoten und auf betende Gruppen von schiitischen Moslems, die von US-Offiziellen ihm zugeschrieben wurden, würden nur den US-Interessen nutzen.(…) Und die Anschläge eines Stellvertreters von Osama Bin Laden dienen US Interessen???

Aber der CIA, der CIA ist eine engelgleiche Organisation, die niemals Terroranschläge auf Zivilisten durchführen würde.“

Was man noch halbwegs sicher weiß, ist, daß es einen Al Zarkawi gab, der damals ein Unterführer der Organisationseinheit des CIA war, die von Osama Bin Laden angeführt wurde, als die Jugoslawien-Teilungskriege tobten und die US-Dienste mit Hilfe dieser Gruppe, die sie der Einfachheit halber „Al Quaida“ nannten, den Bosniern Terror gegen die Serben beizubringen versuchten. Später war die gleiche Gruppe, wieder in CIA-Diensten, in Tschechenien tätig und lehrte wiederum Terrormethoden, diesmal gegen Rußland.

Gebildet worden war die Gruppe ursprünglich in Afghanistan, als fanatische Muslims gesucht waren, um dort einen Guerrilla-Krieg im Auftrag von US-Stasi-Diensten gegen die sowjetische Besatzung zu organisieren.

Irgendwann später, als es gegen das Jahr 2000 ging, soll diese Gruppe sich angeblich von ihren Auftrag- und Geldgebern abgewandt haben und entdeckt haben, daß diese in Wirklichkeit das Böse in Menschengestalt darstellten. Diese Story ist auch wenig glaubhaft, aber wir haben noch keine eindeutigen Beweise vorliegen, daß sie auch nicht stimmt. Wie auch immer, diese Gruppe, die nach damaligen Beschreibungen nie mehr als 20 Mitglieder hatte, soll dann angeblich eine Menge neuer Mitglieder angeworben haben, den Verlust des CIA-Apparates innerhalb kürzester Zeit ausgeglichen haben und den größten Terroranschlag aller Zeiten, den des 11. September, ausgeführt haben.

Dem Erdboden gleichmachen
Sie soll dann in Afghanistan untergetaucht gewesen sein, weshalb die NATO dann beschloß, dieses geschundene Land erneut zu überfallen und noch mehr dem Erdboden gleich zu machen als es schon war. Nach den Aussagen von Leuten, die Al Zarkawi kannten, soll er bei diesem Angriff in Afghanistan ums Leben gekommen sein. Die Zeugen sagen, daß sie an seiner Beerdigung im Jordanien teilgenommen hätten.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, daß es gar nicht seine Leiche im Sarg war. Jedenfalls berichteten „amerikanische Sicherheitskreise“ kurz vor dem Überfall auf den Irak im März 2003, daß es auch Beweise gäbe, daß Saddam Hussein mit der Al Quaida zusammengearbeitet hätte. Der Al Quaida-Führer Al Zarkawi sei nämlich in einem Bagdader Hospital operiert worden. Man hätte ihm ein Bein amputieren müssen.

Diese Verbindung mit Al Quaida wurde dann später immer besonders betont, als sich die Massenvernichtungswaffen einfach nicht einfanden, weil dies doch die ganze Infamie des Charakters Husseins so richtig zeigte und somit der Überfall auch ohne sie berechtigt schien. Dies Argument mit dem fehlenden Bein Al Zarkawis hat aber einen Haken: In einem Interview, das er vor kurzem dem Fernsehsender ABC gab, erklärte der US-Vizepräsident Cheney nämlich, daß die US-Regierung nie behauptet habe, Hussein habe Verbindungen zur Al Quaida gehabt.

Amputiert PSYOPS Beine?
Wahrscheinlich war die Amputationsstory auch erfunden, lediglich ein Teil der PSYOP und nun, da man Al Zarkawi wiederauferstanden mit zwei Beinen braucht, um seine unglaublichen Aktivitäten nicht ganz so unglaubwürdig werden zu lassen, muß man einfach so tun, als hätte man die Operation in Bagdad nie behauptet (hat man ja auch nicht, waren ja ‚Sicherheitskreise’- und wer denen glaubt, ist selber Schuld).

Daß Al Zarkawi mit den Anschlägen in Madrid und dann in London zu tun hatte, wurde zwar im richtigen Moment geschickt in die Medien lanziert, aber die offiziellen Untersuchungsberichte beider Anschläge verneinen dies – wiederum eine ungeklärte Lüge im Al Zarkawi-Zusammenhang, die ebenfalls nie offiziell zurückgenommen wurde – auch in diesem Fall keine Entschuldigung von irgendeinem Organ der Medien.

Dann schließlich der dreifache Terroranschlag in Amman in Jordanien mit vielen Toten. Bereits nach zwei Tagen tönten alle Presse- und Fernsehorgane: Es war Al Zarkawi mit seinen Leuten aus dem Irak! Irgendwelche Beweise dafür wurden nie vorgelegt – aber wo kämen wir da auch hin, wenn man gegenüber der Al Quaida noch Beweise brauchte. Der Name sagt doch schon alles!

Tatsächlich waren die Tatsachen der Zerstörung und der Toten in den Hotels nicht in Übereinstimmung zu bringen mit der Internet-Botschaft, kurz danach verstärkt durch eine Audio-Aufnahme, in der die Al Quaida und Al Zarkawi mit seiner irakischen Truppe die Verantwortung übernahmen. Während in der Botschaft das Ziel der Anschläge als Israelis und US-Bürger angegeben wurden, waren unter den Opfern nicht ein einziger Israeli und nur eine US-Bürger. Während in der Botschaft die Vergeltung gegen Schiiten wegen ihres angeblichen Verrats gegenüber den Sunniten als Grund angegeben wurde, waren fast alle Opfer sunnitische und nicht schiitische Muslims.

Aus sicherer Entfernung gezündet
Näher kommen wir der Frage nach den wahren Tätern der Bombenanschläge in den Hotels in Amman, wenn man weiß. daß die Israelis in den Hotels vorgewarnt waren und sich rechtzeitig absetzten und daß die Folgen der Explosionen vor allem die Decken der Räume zerstörten, in denen die Bomben explodierten. Es gibt klare Hinweise, daß die Bomben nicht von Selbstmordattentätern mit Sprengstoffgürteln ausgelöst wurden, sondern in den Decken versteckt waren und aus sicherer Entfernung gezündet wurden.

Die wirklichen Ziele der Attacken waren offenbar Palästinenser und Chinesen, die sich in einem der Hotels trafen und eine Annäherung zwischen China und Palästina und eine militärische Zusammenarbeit besprechen wollten. Unter ihnen waren der Kommandeur des palästinensischen West Bank Geheimdienstes, Basheer Nafe, sein Stellvertreter Abid Allouni, der Geschäfts-Attaché der palästinensischen Botschaft in Kairo Jihad Fattoh, der Bruder des Sprechers des „Palestinian Legislative Council“ Rawhi Fattoh und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Cairo-Amman Bank in den palästinensischen Territorien, Musab Khama. Andere Opfer waren drei Chinesen, deren Funktion nicht bekannt ist, die aber offenbar in Gesprächen mit den Palästinensern waren.

Israel hatte schon mehrfach China davor gewarnt, mit den Palästinensern zusammenzuarbeiten oder sogar eine militärische Zusammenarbeit zu beginnen. Wenn man nicht gehorcht, dann macht Israel, was es in solchen Fällen immer macht: Es antwortet mit Bomben und Raketen. Allerdings sollten das nur die Chinesen verstehen. Für die Öffentlichkeit wurde Al Zarkawi als Täter aus dem grab geholt.

Rufer in der Wünste
Unabhängig von diesem Fall hatten aber nun, nach der Veröffentlichung in der „Washington Post“ am 10. April, das US-Militär und die US-Stasi-Dienste ein Problem. Interne Papiere waren an die Öffentlichkeit gelangt. Wie sollte man reagieren? Und siehe da: Niemand brachte die Nachricht. Die „Washington Post“ blieb Ruferin in der Wüste. Weder in den USA noch in England, Frankreich, Deutschland, Italien, niemand brachte die Nachricht!

Da beschlossen das Militär und jene Dienste, noch einen draufzulegen und Al Zarkawi fester denn je in die Gespensterwelt der westlichen Medien einzupflanzen: Letzte Woche veröffentlichte man ein Video, das Al Jazeera zugespielt wurde und angeblich von Al Zarkawi persönlich stammte und nicht nur die Nachricht brachte, daß er selbstverständlich alle diese Anschläge ausführt, sondern auch, warum er das täte: Er wolle einen Bürgerkreig zwischen Schiiten und Sunniten im Irak provozieren. Der heimliche Traum Bushs, der Bürgerkrieg, als Ziel der Al Quaida? Das ist nun aber dick aufgetragen.

Zusätzlich zeigte das Video auch noch einen Al Zarkawi im Portraitphoto, damit auch nur ja keine US- oder irakischer Soldat ihn nicht erkennt und zeigte auch noch eine Szene mit militärischen Übungen, in der jener angebliche Al Zarkawi mit zwei Beinen herumlief.

Ein wirklicher Al Zarkawi, wenn es ihn denn noch gäbe und wenn er wirklich im irak aktiv wäre und noch zwei Beine hätte, hätte selbstverständlich niemals ein solches Video gemacht. Die US-Dienste müssen die Öffentlichkeit schon für ganz schön dumm halten, daß sie eine so plumpe Fälschung veröffentlichen.

So kam denn auch gleich am Tag nach der Veröffentlichung die Bestätigung der Echtheit von wem? Natürlich von den Fälschern selbst. „US-Sicherheitskreise“ hätten die Echtheit der Botschaft bestätigt, lasen wir. Schlau, was? Die denken, wir sind Vollidioten. Und wiederum, wie schon in den vorherigen Fällen, berichten alle Medien schön brav, was die US-Dienste ihnen vorgekaut haben.

Die Leute bei der „Wash Post“ müssen sich an den Kopf greifen. Wozu bringen sie denn eigentlich noch Enthüllungen, wenn alle so tun, als gäbe es sie nicht?

Na, nun wissen wir jedenfalls, woran man Presseorgane und Fernsehstationen erkennt, die uns wissentlich zu täuschen versuchen: Sie sprechen von Al Zarkawi.

spionage

Swissair DC-9 „Graubünden“ steckt mit in der Kokain Affäre

Stephan Fuchs – Eine alte Swissair Dame aus dem Jahre 1966 kommt plötzlich in den Schatten einer mysteriösen Kokain Affäre. Die DC- 9 „Graubünden“ wurde als Köder für kriminelle Geschäfte missbraucht. Ihre komplett identische Schwestermaschine wurde am 10. April im mexikanischen Ciudad del Carmen gefilzt und dabei wurden 5,5 Tonnen reines Kokain sichergestellt, das in 128 identischen Koffern verpackt war. Der Pilot ist weg, der Stoff will niemandem gehören.


Alte Lady „Graubünden“

Das hätte sich die alte Swissair Dame wohl nicht träumen lassen: Die Douglas DC-9-15 wurde am 20.07.1966 als HB-IFA „Graubünden“ Fabrikneu in den Swissair Betrieb aufgenommen. Für knappe zwei Jahre bis im August 1968. Dann wurde sie verkauft und eine lange Odysse begann, welche die Maschine in immer dunklere Ecken der Schattenwelt um Koks, Geheimdienst und Macht abstürzen liess.

Nach dem Einsatz für die Schweizer Zivilluftfahrt ging es erst mal als N8500 zurück an Douglas, dann am 10.1973 als Executive Jet N60FM an Forbes Magazine und am 11.1976 als N901B an Westinghouse Electrics. Am 07.1985 wird die „Graubünden“ für den Harrah’s Club in Las Vegas als N2H fliegen um zwei Jahre später, am 12.1987 an James R. Wikert als N120NE eingeflogen zu werden. Am 06.1989 geht es an Express One, am 09.1989 zur ALG Aeroleasing wiederum als HB-IFA, dann im Einsatz für Executive Air Transport 89 – 93. Dann steht sie offensichtlich zwei Jahre herrum und wird am 04.95 an Topeka Management als N120NE verkauft. Am 06.97 kommt sie an Genesis Aeron und schliesslich geht es am 01.04 als N911SY an Royal Sons Inc.


Koks Lady mit vermeintlichem Homeland Security Emblem

Zwischen dem 06.1997 bis im Januar 2004 ist ein Loch, sprich da hat sich kein neuer Käufer für die Graubünden finden lassen oder aber sie hat mit Genesis Aeron einen Kunden gefunden, der es unglaubliche sieben Jahre ausgehalten hatte. Am 01. 04, das sehen wir, kam die DC-9 an Royal Sons Inc. Eben jene Firma mit der die andere DC-9 mit der Nummer N900SA und 5,5 Tonnen im Bauch in Mexiko gefunden worden ist.

Das verflixte siebte Jahr
Die Graubünden war aber nicht nur bei Genesis Aeron. In den Jahren 2003 bis 2004 taucht sie und ihre Zwillingsschwester bei der Firma SkyWays Aircraft auf. Beide Maschinen, die „Graubünden“ mit der N-Nummer N120NE und der Koksflieger N900SA. Beide identisch gleich. Beide mit dem identisch gleichen, auf den ersten Blick staatlich-offiziellen Symbol der Homeland Security. Auf den ersten Blick nur, denn das Emblem ist eine Farce. Ein Schwindel. Ein Augenwischer. Seit 2004 gibt es einige PRNewswire Pressemitteilungen von Skyway, sie soll hier in Länge zitiert sein:

Ist SkyWay nach Taser die nächste todsichere Aktie in der Sicherheitsindustrie?
CLEARWATER, Florida, June 15 2004 /PRNewswire/ —
Möglicherweise hat SkyWay Communications Holding Corp. (OTC Bulletin Board: SWYC) der Luftfahrtindustrie auf die seit Jahren erwartete nächste Ebene der Homeland Security verholfen. Titan Corporation, die derzeit einen Auftragsrückstand in Höhe von 5,4 Milliarden US-Dollar verbucht, hat kürzlich mit SkyWay ein Sales- und Marketing-Abkommen unterzeichnet, welches das SkyWay Kommunikationssystem im Rahmen des Homeland Security speziell für die Luftfahrtindustrie auf den Markt bringen soll. Diese Vereinbarung ist genau das, was SkyWay für seine Umsatzverbesserung braucht.

SkyWay kündigte ausserdem eine Lieferung von vier seiner hochentwickelten Media Servers an Continental Airlines an. Weitere Server sollen, per Vertrag, später folgen. Titan Corporation hatte zuvor Übertragungsgeschwindigkeiten von über 23Mbps bestätigt.

SkyWay zeigt in vieler Hinsicht das gleiche Potential, das Taser International, ein anderes Sicherheitsunternehmen, vor ihm zeigte. Es wäre daher vielleicht angebracht, SkyWay Communications Holding Corporation näher unter die Lupe zu nehmen. Mit den beiden Verträgen mit Continental Airlines und Titan sicher in der Tasche, hat SkyWay gute Aussichten darauf, dass andere Luftfahrtgesellschaften nachziehen. Das amerikanische Verteidigungsministerium wäre z.B. ein guter Kandidat. Investoren scheinen immer die neuesten und besten Anlagemöglichkeiten zu entdecken. SkyWay könnte seinen Umsatz noch bedeutend steigern, wenn es Sicherheitsdienstleistungen für amerikanische Bundesbürger anböte.

SkyWay hat sich in eine einzigartige Position manövriert: es kann der Luftfahrtindustrie mit Hilfe seines innovativen Kommunikationssystems möglicherweise dabei behilflich sein, sowohl Familien als auch Geschäftsseisenden das Fliegen wieder schmackhaft zu machen und sich hierdurch aus den roten Zahlen herauszuarbeiten. Die Leute in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von SkyWay haben eventuell genau die richtige Technologie, verbunden mit dem notwendigen Weitblick, um die Luftfahrtindustrie im Rahmen der Homeland Security zu schützen. Titan Corporation hat sein Abkommen mit SkyWay eventuell genau aus diesem Grund geschlossen.

Das Interesse von Investoren an Sicherheitsdienstanbietern ist in allen Städten und Gemeinden der USA stark gestiegen. UBS, die grösste Bank der Schweiz, hat seinen Kapitalanteil an der Titan Corporation auf vier Prozent ausgebaut, was Investoren Anlass geben sollte, ein waches Auge auf das neue innovative Kommunikationssystem von SkyWay zu halten.

Uppsala! Eine Sensation auf dem Sicherheitsmarkt? Njet! Es ist Humbug. Die hübsch und offiziell angemalte „Graubünden“ flog keine Tests und nichts. Die Pressemitteilungen waren eine Schwindelei. Investoren haben dabei 40 Millionen Dollar verloren. Und wie wir gestern bereits gesehen haben, waren spannende Leute mit dabei. Geldwäscher der grossen Sorte. Dank des Schweizer Fliegers „Graubünden“ kommt aber noch eine Dimension mehr dazu: Weiter oben sahen wir, dass die „Graubünden“ im August 1997 an die Firma Genesis Aviation verhökert wurde. Was war denn diese Firma? War das nicht eine Firma des legendären Waffenhändlers Adnan Kashoggi?

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spionage

Special Operation Samurais & die 5.5 Tonnen Koks

Stephan Fuchs – Am 16. Mai 1999 wurde dem saudischen Prinzen Nayef bin Fawwaz Al-Shaalan 1,993 Tonnen Kokain weggenommen. Er flog mit seiner Privatmaschine nach Paris. Gefängnis? Nöp. Wer mit so viel Stoff in seinem Flieger unterwegs ist, der hat offensichtlich einen Diplomatenpass. Es reisst sich so einfacher.

Unangenehm für den Prinzen war es trotzdem: Ungewollte Publizität, ungewollte Nervosität. Vor allem in seiner Bank Kanz in Genf. Seine Geschäftskollegen fanden das nicht lustig. Die Banque Kanz war mit hochkarätigen Leuten bestetzt. Curt Gasteyger, er war 1978 bis 1999 Direktor des „Program for Strategic and International Security Studies“ und davor war er in leitender Funktion am Institut für Strategische Studien in London. Vizepräsident war kein geringerer als Maurice Aubert. So hatte der Prinz genau das was man nebst einer Bank braucht. Verwaltungsräte mit exzellenten Beziehungen – die Bank seither inexistent.

Die guten Verbindungen hatte der Prinz auch in Amerika, mit der Firma Skyway Communications Holding Corp, von deren er die Koksmaschine geleast hatte. Skyway Direktor Brent Kovar, ist „a good old friend“ des republikanischen Mehrheitsführer im Kongress, Tom DeLay, doch der Bude ging es, abgesehen vom schlechten Umgang, schon länger mies. Zwischen 2002 und 2005 stürzte die Firma mit 40 Millionen Verust beinahe in den Konkurs. In letzter Minute wurde auf fast magische Weise eine Lösung gefunden. Eine Firma namens duPont Investment Fund kaufte für $1,000,000 Aktien.

Die Rettung! Eben nicht die Rettung
Brent Kovar’s DuPont Investoren waren mit einer Firma in San Jose, Costa Rica verbunden. Die Red Sea Management, einem Offshore Spezialisten. Präsident der Red Sea ist Nichols Evans Ware, ein ehemliger CIA Mann, der sich in covert operations zu Hause fühlt. Der Covert Operation Samurai ist entweder ein Bluffer oder, so sind die Kerle, stolz darauf. Ware arbeitete 10 Jahre für die CIA, im Directorate of Operations in Latin Amerika und in Asien. Dabei war er in der Gegenspionage und im Antiterror aktiv und besitzt eine Top Security Clearance. Unter diplomatischem Schutz betrieb er wirtschaftliche und politische Spionage. Anschlissend kam er zu Motion Picture als Regionaldirektor für Anti Piracy in Latin Amerika, dabei vertrat er die sieben Schwestern Disney, Warner Brothers, Sony, Fox, Paramount, Universal and MGM. Der ehemalige US Marine spricht Spanisch, Portugisisch, Indonesich, Mandarin und Französisch und hat ein Anwaltspatent in den Destrikten Columbia, Oregon und Florida.

Red Sea Management ist offensichtlich schwer ins Online Casino Business involviert, welches oft auch im Zusammenhang als Geldwaschanlage für den internationalen Terrorismus genannt wird. Die europöische Version von Red Sea ist Dark Sea Consultants auf Zypern, welche für die Gambling Federation G-Fed arbeitet. Dies in 15 Sprachen und vier verschiedenen Währungen in Saudi Arabien, Asien. Nicht genug, auch ein Teil des Online Pharmacy Business läuft über Red – beziehungsweise Black Sea. Über den Read Sea Mann Jonathan Curshen wurde bereits auch eine Verbindung zum organisierten verbrechen hergestellt.

Über den Tisch gezogen?
So wurde Skyway offensichtlich in der finanziellen Verzweiflung von zwielichtigen Firmen über sämtliche Tischkanten gezogen. Nöp! Die Prinzengeschichte hat stattgefunden bevor sich der CIA Black Ops Samurai Nichols Evans Ware als weisser Ritter markiert hat. Interesanterweise ist die Skayway seit langem auch mit der Royal Sons Motor Yacht Sales, allgemein als Royal Sons LLC bekannt, verbandelt. Jene soll sich just in dem Hangar befunden haben, wo auch die Huffmann Aviation auf dem Flugplatz in Venice untergebracht war.

Auf die Royal Sons wurden bereits zwei DC 9 Maschinen überschrieben oder verkauft. Die eine DC9 mit der N-Nummer N900SA, wurde eben kürzlich mit 5,5 Tonnen reinem Kokain in Mexiko hochgenommen. Die alte Lady aus dem Jahr 1966 war auf dem Jungfernflug. Die andere DC9 flog für die Schweiz. Wurde die Maschine mit Drogengeld gekauft?

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medien

Blogszene Schweiz

Une Fille du Limmatquai – Als ich vor gut dreieinhalb Jahren beschloss, ein Weblog zu führen, hätte ich nie gedacht, dass ich damit Teil eines Netzwerkes werden könnte und auf diesem Weg neue Bekanntschaften schliessen würde, virtuell wie persönlich. Ich hatte zuvor einige Monate lang im Internet regelmässig verschiedene Weblogs besucht, und ehe ich mich versah, verfasste ich selbst täglich Blogbeiträge, erhielt die ersten Reaktionen auf meine Texte und realisierte, dass ich zwar unter dem Deckmantel der Anonymität schrieb, schlussendlich aber die ganze Welt mitlesen konnte, was mich bewegt und in meinem Leben passiert. Mich kümmerte damals allerdings wenig, ob meine Leser aus der Schweiz oder sonstwo stammen, und erst recht nicht, ob sie ebenfalls ein Weblog führen. Mir ging es ums Schreiben, mich faszinierte, wie einfach mir eine Plattform für meine Texte geboten wurde.


„Der Anteil an französischsprachigen Weblogs in der Schweiz ist im Verhältnis zur prozentualen Sprachverteilung hoch. Ob das daran liegt, dass wir Deutschschweizer mit unserer Amtsprache, dem Hochdeutschen, doch mehr hadern als wir zugeben möchten?“

Erst später, als ich auf die ersten Schweizer Blogverzeichnisse aufmerksam wurde, ist mir klargeworden, dass es eine Schweizer Blogszene gibt. Nicht, dass ich bei meinen Streifzügen durch die sogenannte «Blogosphäre» nicht auch anderen Schweizer Weblogs begegnet wäre, doch hielt ich uns Deutschweizer für eher schreibfaul. Eine Meinung, mit der ich übrigens gar nicht so falsch lag: Der Anteil an französischsprachigen Weblogs in der Schweiz ist im Verhältnis zur prozentualen Sprachverteilung hoch. Ob das daran liegt, dass wir Deutschschweizer mit unserer Amtsprache, dem Hochdeutschen, doch mehr hadern als wir zugeben möchten?

Wer ist denn nun alles Teil der Schweizer Blogszene? Natürlich gibt es keine fixe Definition, aber es sind einerseits alle in der Schweiz wohnhaften Blogger, alle Auslandschweizer mit Weblogs, und von mir aus gesehen auch die Blogger, die weder Schweizer sind noch hier leben, deren Weblogs inhaltlich aber einen Bezug zur Schweiz aufweisen.

Wer sich Zeit nimmt, in die Schweizer Blogszene einzutauchen – am einfachsten geht das über ein Blogverzeichnis, oder indem man sich über Blogrolls, das sind Linklisten, von Weblog zu Weblog klickt – wird schnell begreifen, wie heterogen diese ist. Das einzige, was die Betreiber auf den ersten Blick gemeinsam zu haben scheinen ist, dass sie alle ein Weblog führen und dazu eine passende Software einsetzen.

Weblogbeiträge können tagebuchartig geführt werden, über die neusten technischen Innovationen berichten oder sogenannte «Podcast», eigene Radioshows, zum Download anbieten. Weblogger veröffentlichen Strickmuster, sind gesellschaftskritisch, sie decken Skandale und Ungereimtheiten in Politik und Wirtschaft auf und werden so von manchen traditionellen Medien langsam aber sicher als ernst zunehmende Konkurrenz wahrgenommen. Es werden Tierbilder, Babybilder und Ferienfotos gezeigt, Wettbewerbe veranstaltet und mehr oder weniger ernsthafte Umfragen durchgeführt. Blogger veröffentlichen Kochrezepte, Kino- und Konzertkritiken, geben Buch-, Musik- und Restaurantempfehlungen ab und bewerten neu erworbene Konsumgüter.

Genauso verschieden wie die Webloginhalte sind auch deren Betreiber. Während die einen anonym die ganze Welt an ihrem Liebes- und Sexualleben teilhaben lassen oder über Ungerechtigkeiten und Probleme am Arbeitsplatz berichten, gibt es andere, die mit ihrem richtigen Namen auftreten und sich so auch ausserhalb der virtuellen Welt ihrem privaten Umfeld oder der Öffentlichkeit stellen.

Die Schweizer Blogszene unterscheidet sich wahrscheinlich nicht gross von denen anderer in Europa. Vielleicht geht es bei uns ein bisschen ruhiger zu als anderorts, schweizerisch bedächtiger. Der Austausch findet meistens öffentlich statt, in Kommentaren oder Foren, die extra dafür eingerichtet wurden. Es gibt Blogger, die nicht nur sich selbst zu ernst nehmen und Blogger, die manches vielleicht ein bisschen ernster nehmen sollten. Es gibt Trendsetter und Mitläufer, es gibt Blogger, die vor Ideen übersprudeln und Blogger, die finden, dass bitte alles so bleiben soll wie es ist. Es gibt laute Blogger und solche, die leise Perlen fabrizieren und deren Qualität erst entdeckt werden muss. Es gibt literarisch anspruchsvolle Texte und solche, über die nicht nur Deutschlehrer verzweifelt den Kopf schütteln. Es gibt Blogger, die jede neue Meldung veröffentlichen und Blogger, die sich darüber so richtig schön ärgern können. Genauso wie es diejenigen gibt, die Regeln für Weblogs aufstellen möchten, die viel weiter gehen als die immer wiederkehrende Frage, ob es nun «das» oder «der» Weblog heisst. Ein bisschen mehr «leben und leben lassen» würde der Szene gut tun, andererseits lieben und brauchen auch Blogger Klatsch und Tratsch, und der Fakt, dass sich in der Zwischenzeit viele virtuelle Bekanntschaften in reale Freundschaften verwandelt haben, macht alles natürlich noch interessanter.

Heute, wo wir konstant mit Informationen überflutet werden, ist es angenehm, aus einem zwar nicht mehr kleinen, aber noch überschaubaren Netz das herauszufiltern, was einem interessiert und von Gleichgesinnten empfohlen wird. Andererseits bringt einem die Vielfältigkeit der Blogwelt die unterschiedlichsten Themen nahe. Es scheint zwar eher unmöglich, dass sich der Technikfreak auf einmal für Strickmuster interessiert, aber vielleicht läuft ihm bei den Fotos zu einem köstlichen Bratenrezept das Wasser im Munde zusammen und er beschliesst, nach langer Zeit endlich mal wieder selbst in die Küche zu stehen. Oder er druckt das Rezept aus und legt es seiner Freundin auf den Tisch. Wie auch immer, mich haben Weblogs schon zu allem Möglichen inspiriert, als Highlight sei hier der Kauf einer bestimmten Toilettenpapier-Marke erwähnt.

Was uns Schweizer Blogger verbindet, ist schlussendlich doch mehr als nur das Wort «Blog» und die dazugehörende Software. Es ist die Arbeit und die Sorgfalt, die viele von uns in ihr Weblog stecken. Mag sein, dass in jedem von uns ein kleiner Exhibitionist steckt, aber was wir tun, tun wir meist mit viel Engagement und einem nicht unbeträchtlichen Zeitaufwand. Denn schlussendlich ist die es Qualität des Inhalts, die ein gutes von einem schlechten Weblog unterscheidet: Und wenn nun am 5. Mai in Biel von der Schweizer Blogszene zum ersten Mal das beste Schweizer Weblog gekürt wird, spielt hoffentlich der Inhalt die Hauptrolle. Wobei ich persönlich bezweifle, dass «The Best of Swiss Blogs» überhaupt ermittelt werden kann. Dazu ist das Angebot schlicht zu vielfältig. Und so wird es hoffentlich auch weiterhin bleiben.

Die Besten im Netz: Zum ersten Mal werden in der Schweiz die beliebtesten Weblogs gekürt
Unefilledulimmatquai
Dieser Artikel erschien im Berner ensuite Kulturmagazin