spionage

Kokain nicht nur Straffrei sondern bald Pflicht?

Stephan Fuchs – Uppsala, das ist nicht aufs Auge, sondern in die Nase gekommen: Im Haus des britischen Verteidigungsministers John Reid wurden bei einer Sicherheitskontrolle „winzige Spuren“ von Kokain gefunden. Reid zeigt, was die Regierung von uns erwartet: Kokst und helft damit den Geheimdiensten im Krieg gegen den Terror!

Schon eigenartig: Seit dem Krieg gegen den Terror steigt der Handel von Heroin, Opium und dem Engelspulver Kokain drastisch an. Ein Zeichen dafür, dass Gelder benötigt werden. Gelder, die nicht nur von Terroristen, sondern vor allem von den Geheimdiensten und den Paramilitärs benöigt werden um ultrageheime Projekte durchzuführen, die in keinem Senatsauschuss und in keinem Rat bewilligt worden sind. Vom ehemaligen CIA Boss William Casey haben wir dazu das schöne Dokument in dem er sagt:

„Das Werkzeug ist Kokain. Der Trick ist, zu verstehen, dass der Konsument die Freiheit hat selber zu entscheiden. Er wählt die Droge und ich wähle seine Sucht um die Demokratie, die wir Amerikaner geniessen zu finanzieren. Meine Aktionen mögen als kriminell angesehen werden. Das ist mir egal.“


Reserviertes Kokain für den französischen Verteidingungsminister?

Westeuropa schniffelt sich jährlich 200 Tonnen Koks durch die Nase. Äusserst konservativ geschätzt. Massiv erhöht hat sich der Verbrauch in Osteuropa. Dort, insbesondere in Russland, ist auch der Heroinkonsum durch die rekordhaltigen Opium-Ernten in Afghanistan angestiegen. Auch in Afrika herrscht Unruhe: Dort wird ein drastsischer Anstieg von intravenös konsumierten Drogen registriert. Ein Geschenk der verdeckten Kriegsführung an die neuen Nationen im Freien Handel? Offensichtlich werden die neu geöffneten Märkte im Osten miteinbezogen, denn die Kontakte mit der russischen Mafia sind bereits kurz vor der Wende intensivert und erst recht nach 1990 gefestigt worden.

Doch auch Westeuropa wird beim Nasenskifahren nicht vergessen. Das Kokain landet, in ganz kleinen Mengen beim Verteidingungsminister von England, oder als saubere Ware bei den Brokern, den Anwälten, Ärzten und Designern oder, auf dem Edelleiterchen absteigend, bei Crack rauchern:

Der kleine Staat Belgien konfiszierte 2005 satte sechs Tonnen Kokain. 2004 waren es in Belgien noch 1,8 Tonnen und 2003 waren es schlichte 429 Kilo.
In London vermuten die Behörden, dass einer von hundert Einwohner Crack raucht, das wären 46’000 Crack Konsumenten.
Am 16. September 2005 wurden in Livorno Italien 691 Kilogramm beschlagnamt.
Am 13. Oktober 2005 hat sich die spanische Polizei 3,5 Tonnen aus einem Fischerboot geangelt, zusammen mit einigen anderen grösseren Fällen, satte 46,6 Tonnen.

Von Spanien aus wird der europäische Markt beliefert, aber auch im Inland ist der Drogenkonsum in den letzten Jahren ständig gestiegen. Spanien hat sich, wie die Zeitung El Mundo einmal schrieb, vom Dealer Europas zu einem bedeutenden Abnehmer- und Konsumland entwickelt. Nach Angaben der Madrider Antidrogenbehörde ist der spanische Pro-Kopf-Verbrauch an Kokain inzwischen der höchste weltweit. Sind die Spanier denn, der Logik von Casey folgend, auch die besten Demokraten? Wohl kaum, denn im Rennen sind auch die Portugiesen in zwei Monaten auf 14,1 Tonnen:

Die Portugiesen kamen alleine am 17. Februar auf 8 Tonnen und im November 2005 nocheinmal auf 6,1 Tonnen:
Am dritten August 2005 wurde die Hafenpolizei in Rotterdam glückliche Finder von 4,6 Tonnen Koks.
Am 11. April schliesslich haben die Mexikaner 5,5 Tonnen reines Kokain aus einer DC9 geholt.

Diese DC 9 kann zum ersten mal, seit dem Krieg gegen den Terrorismus, eine Verbindung zu den Special Operation Samurai herstellen.

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medien

Die Besten im Netz: Zum ersten Mal werden in der Schweiz die beliebtesten Weblogs gekürt

Nick Lüthi – Wer regelmässig das Internet durchstreift, kennt sie: Die Weblogs. Seit ein paar Jahren erfreuen sich diese notizbuchartigen Webseiten immer grösserer Beliebtheit. Was bis vor wenigen Jahren nur mit grossem technischem und finanziellem Aufwand zu bewerkstelligen war, ist heute für jedermann und -frau möglich. Gratis und ohne Programmierfertigkeiten lässt sich heute das Internet mitgestalten. Hierzulande sind es einige tausend Menschen, die ihre persönliche Sicht der Dinge via Weblog einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren, in Frankreich sind jüngst gar 2,5 Millionen aktive Weblogs gezählt worden. Von Boom zu sprechen ist hier also nicht übertrieben.

Das Publikum entscheidet
Mit den Swiss Blog Awards, die erstmals am Freitag 5. Mai im Bieler Volkshaus verliehen werden, sollen Weblogs ausgezeichnet werden, die als besonders originell aufgefallen sind oder sonstwie die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen vermögen. Es gibt keine Jury, die nach einem strengen Kriterienkatalog entscheidet, wer der oder die Beste ist, in die Rolle des Entscheidgremiums schlüpfen all jene, die ebenso subjektiv wie die Weblog-AutorInnen selbst das bunte Treiben im Netz beobachten. Kurz: Das Publikum entscheidet.


Bloggen was das Zeug hält: Auch in der Schweiz

Bis am 23. April konnten sämtliche Weblogs, die in der einen oder anderen Form einen direkten Bezug zur Schweiz haben, in drei Kategorien für den Preis vorgeschlagen werden. Ausgezeichnet werden sollen schliesslich das beliebteste Schweizer Weblog überhaupt („Best Swiss Blog“), das beste Multimedia-Weblog, sowie der kreatives Newcomer, jemand, der oder die erst seit 2005 ein Weblog sein eigen nennt. Von den fünf Weblogs pro Kategorie, die mit den meisten Stimmen aus der Nominationsphase kommen, kann schliesslich das anwesende Publikum die Sieger küren. Alle 15 KandidatInnen werden eingeladen, sich dem „Wahlvolk“ zu präsentieren. Schliesslich zählt nicht nur der Eindruck im Netz, sondern auch der Mensch dahinter. Präsentiert wird die zweistündige Siegeskür von einer Moderatorin und einem Moderator vom DRS-Jugendradio Virus. Das ist kein Zufall, schliesslich teilen sich die Mitarbeitenden des selbsternannten „Radio neueste Generation“ wenn sie nicht ins Mikrofon plaudern via Weblog der Welt mit.

Fragen über Fragen
Ebenso wichtig wie die eigentliche Preisverleihung ist am 5. Mai das Rahmenprogramm, das sich sowohl an gestandene Bloggerinnen und Blogger richtet, als auch an Leute, die einen ersten Einblick in die Welt werde Weblog erhaschen wollen. In einer ersten Diskussionsrunde geht es ums Geld. Tatsache ist, dass bereits heute mit Weblogs Geld verdient wird. Nur nicht so, wie man sich das vielleicht vorstellt. Vom Publizieren alleine können sich weltweit vielleicht ein paar Dutzend Weblog-Autoren der A-Klasse ihren Lebensunterhalt finanzieren. Allerdings gibt es bereits heute eine kleine Weblog-Branche, die all das – gegen Entgelt – anbietet, was es braucht, um als Netzpublizist loslegen zu können. Drei Unternehmer, die sich in dieses Geschäftsfeld vorgewagt haben, geben am 5. Mai Auskunft darüber, wie sich Weblog-Pixel in klingende Münzen verwandeln lassen.

Eine andere Frage, die immer wieder gestellt wird, wenn von Weblogs die Rede ist, ist jene nach dem Verhältnis zwischen Massenmedien wie Radio, Fernsehen und Presse, sowie den Medien der Massen im Internet. Sind das Konkurrenten? Werden wir gar in ein paar Jahrzehnten unser Medienmenu aus einer Fülle von Angeboten aus dem Internet ganz nach unserem persönlichen Geschmack zusammenstellen? Wohl kaum. Viel mehr ist es vorstellbar, dass Massenmedien und Weblogs einander gegenseitig befruchten. Ansatzweise lässt sich das bereits heute beobachten. Wie sich Weblogs mit den althergebrachten Medien verstehen, ist Gegenstand einer Podiumsdiskussion, die ebenfalls am 5. Mai anlässlich der Verleihung der Swiss Blog Awards in Biel stattfinden wird. Profis aus der „alten“ Medienwelt debattieren mit Weblog-ExpertInnen.

Zuletzt noch das Wichtigste – das nicht früher erwähnt wurde, weil es fast eine Selbstverständlichkeit für einen solchen Anlass ist: Während fünf Stunden kommen im Bieler Volkshaus Bloggerinnen und Blogger für einmal hinter ihren Bildschirmen hervor zu einem ungezwungenen Stelldichein. Wer schon immer wissen wollte, was das für Leute sind, die sich gerne im Internet mitteilen, findet hier eine der seltenen Gelegenheiten, die Köpfe hinter den Weblogs kennen zu lernen.

Die Nominierten des 1. Swiss Blog Awards
Best Swiss Blog
BloggingTom
CH Internet Szene
Don’t mention the skiing
Der Leumund.ch
Politik Forum

Rookie
blog.claudioschwarz.com
CH Internet Szene
Morphi’s Blog
Pendlerblog
RHOblog

Multimedia
ArtCast Basel
bkanal.ch/blog
Mimi’s Blog
Scanblog
Starfrosch

Swiss Blog Award
<Blogszene Schweiz
Dieser Artikel erschien im Berner ensuite kulturmagazin

medien

k-notes:

Lukas Vogelsang – Kulturschauplatz Bern: Es regnet. Erst recht, nach dem wir durch ein Interview in der Berner Zeitung (Podiumsveranstaltung „Lesen macht Lust und lustig“) erfahren durften, dass unser Stadtpräsident Micky Mouse liest und der Kultursekretär Jugendliterartur. Ich habe mich schon oft gefragt, was denn die „Elite“ in Bern so tut, wenn sie sich nicht gerade in der Öffentlichkeit sonnt. Nun, diese Ehrlichkeit hatte unwirkliche Konsequenzen – böse Zungen munkeln, dass es – gleich eine Woche später – die Präsident-schaftswahl des Vereins Berner Kulturagenda beinflusste… Ab sofort ist unser Kultursekretär nämlich nur noch Vorstandsmitglied…


Der Mai bringt uns verheissungsvolles nach Bern. Laurie Anderson und Dino Saluzzi (Titelseiten) sind nur zwei Highlights daraus.

Aber mit dieser Berner Kulturagenda ist es sowieso ein Hinz und Kunz. Da werden grosse Zeilen gemacht, dass 56 Veranstalter Mitglied in diesem Verein sind. Nun, wir wissen aus erster Hand, dass nicht alle bezahlen. Und was ist mit der Tatsache, dass wir, die Kulturopposition, über 80 zahlende – und zwar freiwillig! – Institutionen zählen?… Und so schwebt der Weihrauch über dieser Stadt.

Der Mai bringt uns verheissungsvolles nach Bern. Laurie Anderson und Dino Saluzzi (Titelseiten) sind nur zwei Highlights daraus. Und man kann als Veranstalter schon wieder glücklich sein, dass es regnet: So kommt das Publikum lieber an den Event, als am heimischen Grill zu verkommen.

Apropos verkommen: Konrad Tobler hat den ersten Kulturvermittlerpreis vom Kanton Bern erhalten. Coole Sache, mit 10’000 Franken nicht schlecht dotiert. Nur, ist die Selektion fragwürdig – und damit nichts gegen Konrad Tobler – da die Auswahl-kriterien der Juri auf ein paar 100 Personen fallen könnte. Es ist auch fragwürdig, ob jetzt alle Journalisten für ihre Tätigkeit einen Vermittler-Preis erhalten. Das ist ja ihr Beruf. Wenn dem nämlich so ist, müssten wir auch mal die Metalbauarbeiter in der Fabrik hinten, den Förster, Strassenwischer und warum nicht auch mal die Schüler auszeichnen… Aber diese Litanei kennen wir schon: Geld erhalten nie die, welche es verdienen würden.

ensuite kulturmagazin

deutschland

Polizei-Skandal in Brandenburg

Karl Weiss – Wie aus dem vermeintlichen Rechtsstaat Bundesrepublik mehr und mehr ein Polizei-Staat wird, in dem Wirtschaftinteressen gegen Recht und Gesetz mit Polizeigewalt durchgesetzt werden, zeigt schlaglichtartig das Polizei-Vorgehen bei einem scheinbar ganz harmlosen Vorgang, dem Brand in einer Firma im brandenburgischen Heiligengrabe.

Offenbar hat die brandenburgische Polizei schon das Prinzip der ‚Betriebsführerschaft’ eingeführt, das aus der Hitlerherrschaft stammt, als Chefs von Betrieben Polizei und Gestapo rufen und für ihre wirtschaftlichen Interessen eingreifen lassen konnten.

Was war passiert? Ein Allerweltsvorgang. Ein Brand nach einer Verpuffung auf dem Betriebsgelände der Presspan-Firma Kronoply in Heiligengrabe (Ostprignitz-Ruppin). Örtliche Reporter gingen dorthin, um zu berichten, darunter ein Redakteur des „Ruppiner Anzeigers“ und eine Photographin und ein Redakteur der MAZ.

Nachdem von außerhalb des Betriebsgeländes einige Photos gemacht worden waren, tauchten plötzlich Mitarbeiter der Firma auf und wurden handgreiflich gegen die Photographin. Sie müsse auf der Stelle die Bilder auf dem Speicher ihrer elektronischen Kamera löschen. Das tat sie natürlich nicht, worauf die Mitarbeiter sie und den Reporter festhielten und die Polizei riefen. Als die kam, sorgte sie nicht etwa für die Rechte der Journalisten, sondern wurden als getreue Gefolgsleute des ‚Betriebsführers’ tätig. Die beiden wurden in den Polizeiwagen verfrachtet, auf das Gelände der Firma gefahren, in das Verwaltungsgebäude geführt und ihnen die Kamera abgenommen. Die darauf befindlichen Bilder wurden gelöscht – alles unter Polizeiaufsicht.

Nicht besser erging es dem Redakteur der Neu-Ruppiner Zeitung. Er mußte sogar geraume Zeit in Polizeigewahrsam verbringen, weil er sich weigerte, den Speicher seiner Kamera herauszurücken.

Die deutsche Journalisten-Union in Ver.di hat Protest eingelegt. Ihr Landesvorsitzender, Mathias Gottwald, sagte: „Ich frage mich, wie die beteiligten Beamten reagieren würden, wenn es sich nicht nur um einen simplen Brand auf dem Gelände einer Press-Span-Fabrik handelte.“

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Wer war denn Mr. Bramble?

Stephan Fuchs – Die Cocaine Inc. ist 1979 in vollem Schuss. Ein Jahr zuvor, in der Weihnachtszeit von 1978 wurde in Genf das Hauptquartier der privaten CIA aus der Taufe gehoben. Paten für die Firma waren Ted Shakley, Richard Secord und Edwin Wilson, dem einige Firmen gehörten. Es war die Zentrale Firma, die Compagnie de Services SA des Genfers Jean de Senarclens. Über diese Firma wurde die Southern Air Transport finanziert, welche für die Contras Versorgungsflüge ausführte und auf dem Weg zurück mit Koks voll gepackt war, mindestens eine davon gehörte Barry Seal, sie wurde abgeschossen.


Mr Bramble hievte den Ghost in die dritt mächtigste Position des CIA

Ted Shakley, auch Blond Ghost genannt, war ein Vietnam Veteran der übelsten Sorte. Im Vietnamkrieg war er als Station Chef in Saigon massgeblich am Export von Heroin und am Phönix Programm beteiligt. Zurück in Amerika machte er sich als Architekt der „Low Intesity Conflict“ Strategie in Südamerika einen Namen und war Station Chef in Miami. 1976 hievte ihn sein Freund Mr. Bramble in die dritt mächtigste Position innerhalb der CIA. Der Blonde Geist wurde zum Associate Deputy Director of Operations, eine Power Stellung für die Verdeckte Kriegsführung. Mr. Bramble war damals für ein Jahr Boss der CIA.

Nach drei Jahren verdeckter Kriegsführung wurde Ted Shakley 1979 bereits wieder aus der Firma geworfen, was ihn nicht weiter störte. Vorne aus der Tür marschiert und hinten wieder rein, ging er somit noch mehr in den Untergrund und wurde vollends unsichtbar. Das Old Boys Netzwerk, zu dem er schon lange gehörte stand bereit. Sein Freund Mr. Bramble indes, bereitete sich auf die Präsidentschaft vor, die ihm allerdings nicht gelingen sollte. Wunderbar. Er wurde Vizepräsident unter Ronald Reagan und so eigentlich nicht zum mächtigsten Mann in Amerika, sondern zum wirklich mächtigsten Mann in Amerika. Somit hatte alles seine Richtigkeit.

Mr. Bramble war Vizepräsident geworden, Shakley und seine Covert Operation Samurai im Untergrund waren für den Krieg mit Waffen und Drogen bestens positioniert. Mr Bramble wollte auch seine Anteile am Kuchen und eröffnete sich 1979 Konten über die in Hawaii registrierte Investmentfirma Bishop, Baldwin, Rewald, Dillingham and Wong – eine CIA Frontfirma. Nette Kerle. Der CIA Mann Ronald Rewald setzte verschiedene Konten auf. Eines für Mr. Bramble und eines für einen gewissen Mr. Irvin M. Peach. Beides identische Personen. Beide auch unter dem Namen George Herbert Walker Bush bekannt.

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In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen

Stephan Fuchs – Im Jahreswechsel vom Dezember 1975 bis im März 1976 brachte die CIA und die US Armee 106 Transportflugzeuge Kokain von Kolumbien nach Panama. Das ist eine Menge. Das ist so viel, dass Schneeliebhaber darauf spielend Skifahren könnten. Das war erst der Anfang. Eine kleine Geschichte des Medellin Kartells aus der Wikipedia:

„Als der Kokain-Schmuggler Carlos Lehder 1978 die Bahamas-Insel Norman’s Cay kaufte, um von dort den Drogenschmuggel in die USA zu organisieren, formierten Escobar, die Ochoa-Brüder Jorge und Juan, Gonzalo Rodriguez Gacha (auch bekannt als „der Mexikaner“) und Lehder selbst in und um Medellín ein Netzwerk, das als Infrastruktur für die gewinnträchtige Herstellung und den Handel mit Kokain diente, daraus entstand das Netzwerk mit dem Namen „Medellín-Kartell“.

Die Mitglieder des Kartells organisierten den Kauf und Transport der Coca-Paste aus Bolivien und Peru, errichteten Labors zur Kokain-Veredelung und Landebahnen im Dschungel, die häufig über Tarnvorrichtungen und Technik zum Aufspüren von Radar-Flugzeugen der Anti-Drogenbehörden verfügten. Vor allem Escobar erkaufte sich die Loyalität brutaler Banden und Paramilitärs, auf denen der gewalttätige Charakter des Medellín-Kartells beruhte. In den 80ern sollen über 50 kolumbianische Richter und Staatsanwälte im Auftrag des Kartells bzw. Escobars ermordet worden sein“


Koks vornehmlich in den putzigen Flughafen Mena in Arkansas geflogen
© 2002 by Pam Rotella

Wie der Stoff nach Amerika und Europa kam? Am besten folgen wir der Schneeschmelze: In der zweiten Phase wurden die Tonnagen in den Jahren 1976 bis 1981 von Panama nach Costa Rica, El Salvador und Honduras gebracht. In der dritten Phase wurde das Koks bis 1989 vornehmlich an den putzigen Flughafen Mena in Arkansas geflogen. In El Salvador zum Beispiel, wurde das Material in den Hangars vier und fünf zwischengelagert. Die Lager waren enorm. Manchmal lagerten Waffen, manchmal lagerte nur das Koks. Der ursprünglich von Kolumbien importierte Stoff reichte also gerade um die amerikanischen und europäischen Nasen bis 1989 gut zu pudern. Sicher gab es in dieser Zeit auch andere Syndikate, aber gegen dieses Monopol hatten die wenigsten eine Chance.

Für den reibungslosen Ablauf waren John Poindexter, Robert McFarland und Oliver North verantwortlich, am Zielflughafen stand Barry Seal. Alleine Barry Seal, der ausrangierte CIA Tausendsassa erzielte einen Strassenverkaufswert von bis fünf Milliarden US Dollar. Aus Mena wurde das Koks an die Gangs von L.A, die Bloods and Crips geliefert. Ihnen wurde aber vor allem auch „China White“, das Heroin aus Asien angedreht. Die Gangs freilich lieferten sich auf den Strassen von L.A. verheerende Strassenkämpfe um die Vormachtstellung, was der Polizei wunderbar in den Kram passte und den Special Operation Samurai eh Scheissegal war.

An die rivalisierenden Mafiafamilien aus N.Y. und Chicago wurde hingegen das gute Koks verkauft. Die Welt ist ein geben und ein nehmen. Auch in der Schattenwelt. Niemand hatte besser funktionierende Geldwaschtechiken und Vertriebswege entwickelt als die Familie der Genovese, und dessen Chef John Gotti. Die halfen dann auch mit der Verteilung in Europa und mit dem Waschen der Unsummen von Geldern.

Die CIA hatte einen weiteren wunderbaren Trick: Zwischen dem CIA Chef William Casey und dem US Department Chef William French-Smith wurde vereinbart, dass CIA Personal sämtliche kriminelle Beobachtungen die sie sahen unverzüglich weiterleiten mussten. Die Vereinbarung sah vor, dass nicht akkreditierte Agenten, also Entlassene, Ausgeschiedene oder Pensionierte davon ausgenommen sind. Somit war also alles in Butter. Die CIA selber hat nie Kokain importiert. Die CIA hat nie Heroin Importiert. Die CIA hat nie Gelder gewaschen. Die CIA hat nie Folterflüge durchgeführt.

Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
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CIA-Agentin entlassen

Karl Weiss – Der Teil der Menschen auf der Welt – und das ist die bei weitem überwiegende Mehrheit -, für den Gerechtigkeit, Schutz vor willkürlichem Gefängnis, Verschwindenlassen und Folter noch Begriffe sind, die ihnen etwas sagen und Teil ihres Wertsystems sind, hat eine neue Märtyrerin. Die CIA-Angestellte McCarthy wurde jetzt entlassen. Sie ist verantwortlich dafür, daß Informationen über die geheimen CIA-Gefängnisse, Entführungen und Folterflüge an die ‚Washington Post’ gingen, die – wenn auch äußerst behutsam – darüber berichtete.


Nicht alles schlecht was aus dem Tempel der CIA HQ kommt

Danach war kein Halten mehr. Die häufigen Flüge von Flugzeugen, die offensichtlich im Dienste des CIA standen, wurden dokumentiert, ihr Zwischenlandungen und ihre Ziele. Praktisch alle Regierungen der EU wußten zwar davon, hielten aber alle dicht und weigern sich bis heute, ihre Kenntnisse zu offenbaren, einschließlich der letzten und der heutigen Bundesregierung. Es kann inzwischen als gesichert gelten, daß zumindest in Polen, Rumänien und Bulgarien solche CIA-Geheimgefängnisse bestehen.

Im Verdacht stehen auch Tschechien und die Slowakei. Fast alle diese
Foltertransporte wurden über deutschen Boden abgewickelt.

Die größten CIA-Folterlager dürften aber in Staaten des Bereichs der früheren Sowjetunion bestehen, in denen heute die Regierenden dem US-Imperialismus die Stiefel lecken.

Daneben wissen wir heute sicher, daß in Staaten, die besonders für ihre Foltergefängnisse bekannt sind, wie Ägypten, Syrien und Marokko, CIA-Gefangene „exportiert“ wurden, um den Ruch der Folter nicht so direkt der US-Regierung anzuhängen. Es sind mit Sicherheit Tausende von Menschen, darunter auch Deutsche, die entweder beliebig auf offener Straße entführt und mit den bekannten Folterflügen in eines dieser Lager gebracht, oder bei Grenzübertritten festgenommen und dem CIA überstellt, oder auf Anweisung aus Washington von lokalen Polizeikräften festgenommen und ebenfalls überstellt wurden.

In diese kriminellen Machenschaften sind offensichtlich praktisch alle EU-Regierungen verstrickt, auch und gerade die Bundesregierung und ihre Vorgängerin. Denn es handelt sich um die Verbrechen der Entführung und Freiheitsberaubung. Wodurch unterscheiden sich diese Verbrechen von Festnahmen durch Polizeikräfte und rechtmäßigen Auslieferungen? Dadurch, daß für Festnahmen und Auslieferungen immer richterliche Verfügungen vorliegen bzw. bei Gefahr im Verzug nachgeliefert werden müssen, während die hier genannten Fälle niemals vor einen Richter gekommen sind und auch gar nicht kommen sollen.

Im Prinzip waren diese Machenschaften durch die Kenntnisse über das US-Folterlager in Guantanamo schon bekannt, nur betraf dies eine begrenzte Zahl von Entführten, die fast alle in Afghanistan nach dem Einmarsch der Nato-Truppen verschleppt wurden.

Frau McCarthy hat das unsterbliche Verdienst, als erste einen kleinen Zipfel des riesigen Netzes von geheimen Verschleppungen, CIA-Folterlagern und -Folterflügen aufgedeckt zu haben. Alle Menschen guten Willens auf der Erde sind ihr zu Dank verpflichtet.

Allerdings dürfte sie sich schwerlich in Sicherheit befinden. Wenn es ihr nicht gelingt unterzutauchen, könnte eventuell ihr Leben gefährdet sein. Der CIA ist eine Organisation, aus der man weder austreten kann noch so ohne weiteres entlassen wird. Die ehemaligen CIA-Kollegen sind hochspezialisierte Fachleute im Verselbstmorden von Menschen, wie wahrscheinlich vor kurzem im Fall des Journalisten Garry Webb wieder deutlich wurde.

Wenn wir also – mit einem angemessenen Zeitabstand – hören werden, daß Frau McCarthy sich aus Gram um ihre Entlassung aus dem CIA umgebracht hat, dann wissen wir Bescheid.

spionage

Die Old Boys Dirigenten von Genf

Stephan Fuchs – William Casey war 1984 gerade CDI (Director of Central Intelligence), als sämtliches Kokain über Hangar vier und fünf von der Ilapango Airbase in El Salvador nach Amerika, in den putzigen Flughafen Mena geflogen wurde. Verantwortlich für den reibungslosen Ablauf waren John Poindexter, Robert McFarland und Oliver North. Casey gab die Befehle.

Casey veranlasste das Trio ausserhalb jeglicher offiziellen Kanäle und unter Einbeziehung der Mafia sicherzustellen, dass der Stoff am amerikanischen Zielflughafen ankommt. Dazu meint William Casey:

„My pointman at Mena was Adler Berriman Seal… Barry Seal“

Barry Seal – CIA Mann, Drogenschmuggler und Tausendsassa. Er gilt als einer der größten und erfolgreichsten Drogenschmuggler in der Geschichte, der Straßenverkaufswert der von ihm importierten Drogen wird offiziell auf drei bis fünf Milliarden US-Dollar geschätzt. Das sind einige Nasen voll. Ihm gehörte das Frachtflugzeug mit dem am 5. Oktober 1986 Eugene Hasenfus über Nicaracua abgeschossen werden wird und den ganzen Skandal raufspühlt wie warme Scheisse.


Sandinisten haben Barry Seals Fairchild abgeschossen – Eigentor für die Special Ops Samurai

Das Mena Team hatte Kontakte in die Rhone und Bankenstadt Genf. Das von Edward Wilson und Richard Secord bereits aufgebaute Finanznetz in Genf kam zum Einsatz um die Milliarden zu waschen. Die Lake Resource Ltd, die Standford Technologie Corporation SA und viele mehr. Es war ein Rosenkranz an Firmen und Scheinfirmen. Das Zentrale Regie Pult für diese Operationen war die Compagnie de Services SA, über diese Firma wurde die Southern Air Transport finanziert, welche für die Contras Versorgungsflüge ausführte und in einer dieser Maschinen, einer Fairchild 123 sass Hasenfus.

Verbindung zur Mafia
In der Compagnie de Services SA sass auch Willard Zucker. Ein amerikanischer Anwalt, der noch bis mindestens 2001 in der Firma verweilte, obwohl sie schon seit Jahren in der Liquidation stand und Zucker… meine Güte auch nicht mehr der Jüngste war. Sie steht immer noch in der Liquidation. Von Zucker wurde wurde im November 1986 bekannt, dass die Contras den Kaufpreis für ein Kampfflugzeug bei einer seiner Firmen auf den Bermudas bezahlt hatten. In den sechziger Jahren arbeitete er mit Robert L. Vesco für die legendäre IOS, der Investment Overseas Services, für die auch Werner K. Rey tätig war. Letzterer wurde von Mena Beschützer Bill Clinton als eine seiner letzten Amtshandlungen begnadigt. Freunde muss man haben. Vesco war eine Läuferfigur auf dem Schachbrett der Special Operation Samurai, er fungierte als Geldwäscher der grossen Sorte. Dazu wiederum William Casey:

„Colby told me, that profits from the prepositioned cocain would be laundered through the New York Mafia ( die Genovese Familie) and Robert Vesco.“

In der Schweiz kam so einiges an Geld zusammen. Ist es übertrieben zu sagen, dass die ganze Operation die Schweiz bis aufs Mark korruptierte?

Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen

vermischtes

20 Jahre Tschernobyl …

World Content News – … und kein bisschen weise! Heute vor 20 Jahren explodierte der Atomreaktor in Tschernobyl und unsere „Zukunftstechnik“ flog uns um die Ohren. In diesen Tagen gibt es umfassende Medienberichte über den Supergau und dessen Folgen. Das ist angemessen und gut so, aber kaum einer hat im Medienrauschen mitgekriegt, dass wir uns vor kurzem das Jubiläumsjahr beinahe in besonderer Weise radioaktiv versüßt hätten.

Kosloduj, 1. März 2006, 06:10 Uhr: Im bulgarischen Kernkraftwerk Kosloduj/Donau ist nach einem Störfall der Block 5 heruntergefahren worden. Die Werksleitung teilt mit, eine von vier Zirkulationspumpen, die die Kühlung regeln, ist ausgefallen. Später heißt es, das Ereignis sei ein Vorfall „am unteren Ende der Skala“ und könne „nicht als Störfall“ bezeichnet werden. Es würden jetzt „einzelne Elemente des Steuerungssystems“ repariert.

Jetzt kommt raus: Das zentrale Sicherheitssystem hatte Totalausfall, wir sind buchstäblich in letzter Minute an einer neuen Katastrophe á la Tschernobyl vorbeigeschrammt. Im Reaktor blieben drei Brennstäbe hängen, daraufhin heizte er sich auf. Die AKW-Arbeiter mussten dem Kühlwasser große Mengen Borsäure hinzufügen, um die Kettenreaktion zu stoppen. Eine erste Schnellabschaltung misslang zunächst, wieder blieben Stäbe hängen, dieses Mal 22 von 60, danach konnte der Reaktor Gott sei Dank doch noch nach mehr als sechs Stunden nach Ausfall der Pumpe heruntergefahren werden.

Ohne die Schnellabschaltung, so der Kernphysiker und ehemalige Chef der nationalen Aufsichtsbehörde, Gueorgui Kastchiev, „hätte in diesem Fall niemand die Katastrophe aufhalten können“,

Der Hochrisiko-Reaktor vom Typ WWER 1000/32, ähnlich gebaut wie das durch andauernde Störfälle geprägte AKW Temelin, dem in einer Umweltverträglichkeitsprüfung aus dem Jahr 2000 bescheinigt worden ist, dass die „Folgen eines Kühlmittelverlustunfalles katastrophal wären“, wurde ein Jahr nach dem Supergau von Tschernobyl in Betrieb genommen. Seitdem hat es in der insgesamt 6 Reaktoren umfassenden Anlage (noch 4 Meiler in Betrieb, 6.500 Mitarbeiter) immer wieder „Zwischenfälle“ gegeben. Kosloduj liegt direkt an der zur Zeit vom Jahrhunderthochwasser betroffenen Donau.

Doch die Atomindustrie lässt sich davon nicht stören. Der havarierte Reaktor soll auch weiterhin in in Betrieb bleiben dürfen. Weltweit gibt es zur Zeit 443 aktive Atomkraftwerke und es dürften noch einige in den nächsten Jahren dazu kommen. Der Betrieb ist seitdem nicht sicherer geworden, das „nächste mal“ ist statistisch gesehen daher längst überfällig.

Themenseite Tschernobyl bei Robin Wood
Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

terror

Der moderne Knecht foltert ferngesteuert

Karl Weiss – Wie die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ berichtete, wurde nun bekannt, daß die US-Folterknechte auf Guantanamo die als ‚Stun Belts’ bekannten modernsten Elektroschocker einsetzen. Auch in den CIA-Flugzeugen für die berüchtigten Folterflüge seien sie eingesetzt.

In diesem Zusammenhang erfahren wir auch gleich, daß die kriminellen Verschleppungen durch die CIA unter dem Namen ‚Operation Extraordinary Rendention’ laufen. Auch in den irakischen Gefängnissen und in Gefangenenlager Baghram in Afghanistan seien die Foltergürtel im Einsatz.

Es liege ein Bericht über den Einsatz solcher Gürtel vor, der u.a. ausdrücklich erwähnt, daß der Einsatz dieser Foltergürtel „nicht im Einklang mit internationalen Konventionen“ stehen. Stimmt, foltern ist nach den UN-Konventionen verboten.


Unter Spannung?

Die Gürtel werden dem Gefolterten genau auf der Höhe der Nieren angebracht und geben, einmal ausgelöst, für acht Sekunden Sromstöße von 50.000 Volt ab. Dies fährt nach diesen Angaben zu unerträglichen Schmerzen, so wie die Schmerzen der Nierensteine, nur viel stärker. Gleichzeitig lösen sie schwere Krämpfe am ganzen Körper aus, sowie Harnblasen- und Darmentleerungen.

Sie führen zu langanhaltender Orientierungslosigkeit und völliger Bewegungsunfähigkeit. Damit dürften sie mit zu den scheußlichsten Folterinstrumenten gehören, die sich je jemand ausgedacht hat.

Da sie noch neu auf dem Markt sind und die herstellenden Firmen natürlich keine Angaben mitliefern, weiß man bisher noch nichts über bleibende Schäden. Die „Stun Belts“ können aus der Ferne ausgelöst werden. Bis zu 100 Meter Abstand sind möglich.

Jene „Sicherheitskreise“ teilen mit, daß diese High-Tech-Folter neben den USA auch von China, Südafrika und Libanon eingesetzt wird.

Der UN-Ausschuß gegen Folter hat die US-Regierung bereits aufgefordert, dafür zu sorgen, daß die Anwendung der ‚Stun Belts’ gestoppt wird.

Unklar ist, ob der in den USA angeklagte mutmaßliche Mittäter der Anschläge des 11. September 2001, Zacarias Moussaoui, unter seiner Kleidung zumindest zeitweise einen „Stun Belt“ tragen mußte. Er hatte am 8. Juli 2002 vor Gericht mitgeteilt: „Ich weiß, Sie wollen einen Zwischenfall vor Gericht inszenieren, indem der Marshal den Elektroschockgürtel aktiviert und behauptet, ich hätte eine ‚bedrohliche Bewegung‘ gemacht.“

Ende März 2006 gestand Moussaoui vor Gericht überraschend seine Beteiligung an den Attentaten ein. Ein Gerichtsreporter des Fernsehsenders NBC, der live darüber berichtete, mutmaßte, Moussaoui trage während seines Geständnisses unter seiner Kleidung verdeckt einen „Stun Belt“.

In den USA gibt es mehrere Hersteller der umstrittenen Elektroschock-Gürtel. So ist etwa der „Secpro XR 500 Prisoners Stun Belt“ nach Herstellerangaben in den USA ein „Bestseller“. Im Internet wird er für 1199 Dollar vertrieben.

Interessant, daß man in den USA nun Folterwerkzeuge bereits frei kaufen kann. Für was kauft wohl jemand so einen Foltergürtel? Vielleicht ein brutaler Ehemann, der es leid ist, nach dem Verprügeln seiner Frau immer schmerzende Hände zu haben?

Stun Belt Used for First Time on Defendant in L.A. Court