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Südkoreas Klonpionier fälschte Forschungsarbeiten

Seoul – Der südkoreanische Klonpionier Hwang Woo Suk hat nach Angaben seiner Universität seine als bahnbrechend gefeierten Arbeiten in der Stammzellforschung grossteils manipuliert.

Nach einem Bericht einer neunköpfigen Untersuchungskommission der Nationaluniversität in Seoul waren neun von elf Stammzellkulturen eine vorsätzliche Fälschung. Lediglich zwei Stammzelllinien hätten zum Stichtag 15. März existiert, als die wissenschaftliche Arbeit Hwangs dem Fachjournal „Science“ vorgelegt worden sei.

Die Überprüfung der Arbeiten von Hwang habe ergeben, dass es sich nicht um einfache Fehler, sondern um absichtliche Manipulationen gehandelt habe, hiess es im vorläufigen Untersuchungsbericht. Hwang trage eine grosse Verantwortung, auch wenn das Ausmass seiner direkten Beteiligung an den Manipulationen noch unklar sei.

Hwang hatte in einer wissenschaftlichen Publikation behauptet, die elf Stammzellenlinien seien genetisch identisch mit ihren Spendern. Hwang und sein Team hatten erklärt, Stammzellenlinien aus geklonten menschlichen Zellen gewonnen zu haben.

Die Erzeugung von geklonten Stammzellen mit dem Erbgut kranker Menschen wurde als ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Anwendung des therapeutischen Klonens für künftige Therapien bewertet.

Die Seouler Nationaluniversität, an der Hwang arbeitet, hatte eine Expertenkommission zur Untersuchung der Stammzellforschung Hwangs eingesetzt. Der Wissenschaftler, der bereits im November wegen der Verwendung umstrittener Stammzellspenden in die Kritik geraten war, hatte selbst um die Überprüfung gebeten.

Auch ein ehemaliger Mitarbeiter Hwangs hatte im koreanischen Fernsehen behauptet, dass es sich bei neun der elf in „Science“ beschriebenen Stammzellkulturen um Fälschungen gehandelt habe. Die Echtheit der beiden anderen sei zweifelhaft, sagte Roh Sung Il vom MizMedi-Krankenhaus, das Hwangs Team mit Eizellspenden versorgt hatte.

Hwang selbst habe ihm gegenüber die Manipulation von Daten für die Publikation in „Science“ eingestanden. Im vergangenen Jahr war es Hwangs Team als erstem in der Welt gelungen, einen menschlichen Embryo zu klonen und daraus Stammzellen zu gewinnen.

spionage

Bundesrat Blocher’s Kontakte zum Geheimdienst

Stephan Fuchs – Laut einer kürzlich veröffentlichten Nationalfonds-Studie über die Beziehungen der Schweiz zum Apartheid-Regime in Südafrika hat der südafrikanische Geheimdienst die Kontakte zum damaligen Nationalrat Christoph Blocher als sehr wertvoll eingestuft. Bundesrat Christoph Blocher indes stülpt sich die Käseglocke über und dementiert.

Blocher hat nach eigenen Worten nie mit dem südafrikanischen Nachrichtendienst zu tun gehabt. Das Apartheid-Regime habe ihn und seine Arbeitsgruppe südliches Afrika nicht interessiert, erklärte er in Zeitungs-Interviews.


Keine Kontakte, weiss von nichts…

«Ich hatte nie mit dem südafrikanischen Nachrichtendienst zu tun», erklärte Blocher der «Mittelland-Zeitung» und der «Südostschweiz». «Ich kenne auch jene Person nicht, mit welcher ich gemäss diesem Bericht hätte gesprochen haben sollen. Ich bin von den Autoren dieser Studie auch nie zu diesem Thema kontaktiert worden. «

Blocher hat sicher Recht. Welcher Geheimdienstler kommt schon mit offenen Armen auf einen zu und sagt: „Hello Christoph I’am Secret Agent Tom and I would love to have a Tea with you.“

Dazu schrieb die Schweizer Gewerkschaftszeitung Work:

Burenfreund Blocher
1982 gründete Blocher die «Arbeitsgruppe südliches Afrika» (ASA), der er als Präsident vorstand. Und er hob deren Kampfpostille, das «ASA-Bulletin », aus der Taufe. Darin durften Militärs, Rechtspolitiker und Wirtschaftsführer wortgewaltig das südafrikanische Regime rechtfertigen. Zum Beispiel die zentralen Säulen der Rassentrennung. So zeigte das «Asa-Bulletin» laut dem «Magazin» Verständnis für den «Immorality Act».

Dieser verbot unter Androhung von Gefängnisstrafen jegliche sexuellen Beziehungen zwischen Schwarzen und Weissen. Verständnis und Rechtfertigung auch für den «Bantu Education Act»: Dieser verordnete, dass Schwarze nur getrennt von Weissen unterrichtet werden sollten. Blochers und Schlüers «ASA-Bulletin» kritisierte die Entkolonialisierung Afrikas nach dem Zweiten Weltkrieg und rief zu einer «europäischen Neokolonialisierung zur Rettung des sterbenden Afrika» auf. Jahrzehntelang organisierte die ASA Reisen ins Apartheidland: «Auf den Spuren der Buren». Und sie zog gegen das Wahlrecht der Schwarzen ins Feld, gegen das «One man, one vote»-Prinzip.

«‹Ein Mann, eine Stimme› würde Südafrika ökonomisch und sozial innert kürzester Zeit in ein Chaos stürzen. » Auch das gab Blocher noch 1989 der «Schweizer Illustrierten » zu Protokoll. Kein Wunder, hatte der südafrikanische Geheimdienst Freude an Burenfreund Blocher. Laut Historiker Hug hatten die Geheimdienstkontakte zwischen der Schweiz und Südafrika auch der Anbahnung von Rüstungsgeschäften gedient. Und auch da war Ems- Chef Blocher aktiv. So gelangte die Patvag Technik AG ZH, in deren Verwaltungsrat Blocher sass, mit einem Exportgesuch für Zünder an die interdepartementale Arbeitsgruppe für Fragen der Kriegsmaterialausfuhr.

Diese entschied im April 1978, dem Gesuch zu entsprechen: Fortan sollten die Patvag- Zünder als ‹anonyme Serienprodukte› eingestuft und ohne Endverbraucherbescheinigung exportiert werden können. Laut Nachrichtenmagazin «Facts» unterstützte Blochers Ems-Patvag, ein selbständiger Unternehmensbereich der Ems-Chemie Holding. die Rüstungsindustrie in Südafrika zudem mit Produktionslizenzen und schulte südafrikanische Waffentechniker.

Die Burenrepublik & Project Coast
Es war eine Zeit der kollektiven Paranoia, in der die Burenrepublik Südafrika alle Regeln eines zivilisierten Staates aufhob. Der Generalstab der südafrikanischen Streitkräfte beschloss das Project Coast, die Aufrüstung mit chemischen und biologischen Kampfstoffen, die zum Teil auch offensiv gegen die schwarze Mehrheit eingesetzt werden konnte.

Das streng geheime Militärprogramm der Apartheid war zwar ursprünglich defensiv angelegt, aber bald schon kam die Produktion offensiver B- und C-Waffen hinzu. Mit der Umsetzung dieser Pläne wurde Oberstleutnant Wouter Basson betraut, ein junger, gutaussehender, ebenso ehrgeizig wie scharfsinnig und man mag es nicht für möglich halten, humorvollen Mann. Basson war Herzspezialist und Militärmediziner. Er leistete ganze Arbeit: Am Ende besaß Südafrika eines der umfassendsten Arsenale an todbringenden Viren und Waffen die seit dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurden und einen riesigen Schlamassel der nicht nur über Südafrika, sondern über alle Kontinente und Ideologien hinweg einen Schleier des Unfassbaren gezogen hat.

Die Verhandlung & das Grauen
Am 4. Oktober 1999 eröffnete das Oberste Gericht in Pretoria die Verhandlung gegen den ehemaligen Geheimdienstchef Dr. Death alias Woulter Basson. Sieben Jahre ermittelten die Strafverfolgungsbehörden in Sachen Basson und Project Coast. Die Anklageschrift, 400 Seiten dick, ist ein Handbuch der Grausamkeiten. Wouter Basson ist in 63 Punkten angeklagt, unter anderem wegen vielfachen Mordes, wegen Beihilfe zum Mord, wegen schweren Betrugs und Drogenhandels. Aber Basson hatte sich, so die Beobachter, blendend geschlagen.

Mal Freund, mal der ernste Herr Doktor, mal der paranoide Geheimdienstagent und immer der Gewinner. Dem Gericht wurde vielfach schwindlig, denn in hundert Masken und hundert Rollen jagt er es durch seine Labyrinthe die nur er kennt und die voller Fallen sind, in dessen sich die Opfer verfangen und man fragt sich, ob er selber noch Schein und Sein, Fakten und Fiktionen auseinander halten kann. Die Gerichtsprache war Afrikaans, die Sprache der Buren, Weiße richteten über Weiße die Verbrechen an Schwarzen begangen hatten.

Damals, am Beginn von Project Coast, bekam Spezialagent Basson eine Carte blanche. Er konnte tun und lassen was er wollte. Basson wechselte seine Identitäten wie die Anzüge, benutzte vier Pässe, seinen südafrikanischen und drei weitere, die er sich durch Scheinehen mit Frauen aus Bulgarien, Belgien und Russland beschafft hatte. Er gründete Firmen, Scheinfirmen, Offshore Firmen, legte Netze und Köder aus, schlich sich in hochsicherheits- Firmen ein und legte sich mit zu vielen Geheimdiensten an. Aber nicht nur das, er verhandelte mit der ABC- und Waffen Mafia, mit russischen, israelischen, schweizerischen und amerikanischen Glücksrittern, Killern und mysteriösen Helfern, die ihm ein EXIT Programm in England offen hielten für den Fall, dass er schnell verschwinden musste und eine neue Identität benötigte. Keine halbe Stunde von Heathrow entfernt, sollte ein „sicheres Haus“ bereit stehen, das er über ein ex- Special Force Mitglied beziehen könnte.

Doch zu dem Notprogramm kam es nicht. Basson wurde selber zum Köder, eventuell wurde er zu gefährlich für andere, vielleicht musste das Problem elegant beendet werden. Am 29. Januar 1997 wurde Basson mit 1000 Ecstasy Tabletten im Magnolia Dell Park in Pretoria durch einen V-Mann an die Angel genommen. Er rannte um sein Leben, sprang in einen vermeintlichen Fluss, wo seine heroische Flucht bereits schon endete. Er stand von oben bis unten im Schlamm, die Polizei verhaftete ihn. Das war das Ende des gefürchteten Dr. Death.

Dr. Death hatte Kontakte in die Schweiz.
Der Schweizer Geheimdienstler Jacomet verstarb im Oktober 1998. An Krebs. Er hatte mit angereichertem Uran gehandelt, das er von dubiosen Leuten aus Moskau bekommen haben will. „Damit bin ich von Kloten nach Rümlang in unser Büro gefahren. Dann hat Jacomet den Koffer aufgemacht. Drei Fläschchen waren drin, in Schaumgummi eingebettet. Jedes hatte eine andere Farbe. Es war Plutonium und Uran und noch irgendwas. Eines dieser Fläschchen hat geronnen. Das hat mir Jacomet erst sehr viel später erzählt. Ich habe eine Dummheit gemacht.“ Jacomet, der Tausendsassa, der mit Russen über Plutonium und Uran verhandelte, den Südafrikanern Waffen verkaufte, Deals mit den Kroaten und den Serben tätigte, ist ehemaliger Luftwaffen Kamerad von ex Geheimdienstchef Peter Regli, der von Jacomet in arge Bedrängnis gebracht wurde..

Jacomet war Waffenhändler mit Lizenz und Konzession vom Bund, zum Handel mit Kriegsgerät. Bei einem Waffendeal hat er Lothar Neethling, den stellvertretenden Chef der südafrikanischen Polizei, kennen gelernt. „Er brauchte Schrotflinten für seine Polizisten. So lieferten wir 10’000 Pump-Actions nach Südafrika.“ Extra für diesen Deal gründete Jacomet die Firma „Intermagnum“. Danach vermittelte er Geschütze der südafrikanischen Waffenfirma Armscor, mit denen Giftgas verschossen werden kann, in den Irak. Durch seine Beziehungen mit Lothar Neethling kam Jacomet auch in Kontakt mit Wouter Basson, dem Leiter des Massenvernichtungsprojekts. Neethling seinerseits, war ein Flüchtlingskind aus dem besiegten Deutschland. 1948 wurde er, als 13 Jähriger, der schon 5 Jahre in der Hitlerjugend diente, von einer Südafrikanischen Kinderhilfsgruppe die stark mit den Nazis liebäugelte, evakuiert. Die Gruppe setzte Wert darauf, dass die 83 Kinder, die von verschollenen Hitlertreuen Eltern kamen, in Burische Familien integriert wurden und somit den Wert der Rasse weiterhin schätzen und verteidigen würden. Neethling, das Führerkind in der Jungnazigruppe, tat sein Bestes.

Wir tun unser Bestes!
Sie alle taten ihr Bestes. Im Dezember 1982 wurden mindestens 200 Inhaftierte SWAPO Mitglieder vergiftet wurden und anschließend über dem offenen Meer aus dem Flugzeug geworfen. Ebola, Cholera, Marburg und Gelbfieber Virus wurde in Flüchtlingslagern getestet, Thallium in Lebensmitteln, Krebserregende Stoffe in Unterhosen, sterilisierende Schokolade, selbst Mandela wollte man mittels präparierten Lebensmitteln die Krebs erzeugen, frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Man tat sein Bestes in allen Belangen.

Für die Q Utensilien, die wohl besser in einen James Bond Film passen, reiste von Zeit zu Zeit ein Amerikaner ein. Dr. Larry Ford, spezialisiert auf AIDS, Biologische Kriegsführung und Geburtenkontrolle. Er führte in Kalifornien die Firma BioFem. 1997 erhielt er sogar ein Patent auf eine neue Technik der Geburtenkontrolle. Bereits 1984 reiste Ford in das Military Hospital One wo er an Plazentas Virus Versuche vornehmen wollte. Er unterrichtete in Südafrika auch das Fachgebiet: „Wie töte ich gezielt mit einem Virus?“ Ford war ein Draufgänger. Um seine Untersuchungen vorzunehmen, schreckte er nicht davor zurück über Kriegsgebiet abzuspringen, um Toten angolanischen Kämpfern Blut abzunehmen, die im Bio oder Gas Krieg gestorben sind. Dr. Ford hat sich am 2 März 2000 erschossen, kurz nach dem sein Geschäftspartner James Patrick Riley, am 28 Februar vor der Firmentüre erschossen wurde.

In Südafrika wurde speziell für das Coast Programm eine Firma gegründet. Eine von vielen und sie war wohl maßgeblich an der Erforschung beteiligt. Sie war unterirdisch gebaut, stark gesichert, mit Käfigen für bis zu 3000 Ratten, Affen, für Pferde, Schafe und Ziegen. Roodeplaat Research Laboratories, werkelte neben anderen Projekten wie Ebola, Anthrax und Marburg an einer eigentlichen Ethnowaffe: An Bakterien, die dunkle Hautpigmente erkennen und so nur Schwarze befallen sollte. Dazu brauchte Roodeplaat ein BL-4 Labor, die höchste Sicherheitsstufe überhaupt und dafür war Basson der Mann für die Kontakte.

Die bekam er 1985 in England bei Porton Down, einer Firma des englischen militärischen Versuchslabors „Center for Applied Microbiology and Research“ CAMR, das Center für bio-chemische Verteidigung. Porton, hatte einen merkwürdigen Privatisierungsvorgang. CAMR, wurde durch die britische Regierung, als Teil von Porton Products integriert. Porton gehörte der Firma Speywood Holdings Ltd, welche wiederum der I&F Holding, die in den niederländischen Antillen Immatrikuliert ist, gehört. I&F Holding ist im Besitz von Ibrahim El-Hibri, der auch im Verwaltungsrat einer Firma im schweizerischen Zug seinen Einsitz hat.

Ob El-Hibri alleiniger Inhaber von I&F Holding ist, weiß niemand so recht. Porton siedelte nach Amerika in den US-Bundesstaat Michigan und wechselte den Namen in Bioport Corporation. Fuad, deutsch-libanesischer Abstammung und Ibrahims Sohn war für den Transfer von CAMR verantwortlich. 22.5% der Firmenanteile werden vom pensionierten Admiral und ehemaligen Mitglied der Joint Chiefs of Staff unter Ronald Reagan gehalten, 30% von Fuad El-Hibris Frau Nancy und der Rest der Firma ist in den Händen von I&F Holding in den Niederländischen Antillen. Vor dem Abenteuer mit der Biofirma, war Fuad in Jedda, Saudi Arabien für die Citibank tätig. Ein Fachmann für Geschäftsübernahmen, hat er doch einen Management Degree von der Elite Universität Yale.

Helvetia schläft mit dem Boss! Und der Boss ist die CIA
Enge Schweizer Bande zum Apartheid-Regime
Elitäre Knochenmänner und geheimnisvolle, prominente Totenschädel
Right wing leader Blocher elected to the Swiss federal Council

kultur

Bimmerl Bammerl Weihnachtsmannderl

Stephan Fuchs – Viel weiss keiner über den Weihnachtsmann. Im 4. Jahrhundert, vermutlich war er Bischof, lebte er wohl im türkischen Myra und ist etwa zwischen 345 und 352 in den Himmel gekommen, nachdem er damals schon einige Wunder vollbrachte. Drei armen Mädchen schenkte er reichlich Gold um ihnen die Heirat zu ermöglichen. Er rettete drei Unschuldige vor dem Blutrichter und soll drei zerstückelte und eingepökelte Schüler wieder zum Leben erweckt haben.

Handfest erinnert an ihn nur ein Sarkophag in der Basilika, obschon die Gebeine verschwunden sind. Einzig ein paar Skelettreste werden noch im nahen Antalya aufbewahrt und ob die wirklich vom heiligen Nikolaus sind vermag wohl niemand mit Bestimmtheit zu sagen. Und doch: im kleinen Park von Myra, umgeben von Bäumen, Fächerpalmen und Rosen, steht er auf einem runden Sockel, hat einen Vollbart und einen langen Mantel mit Kapuze. Einige Kinder schmiegen sich an ihn und wer weiss, vielleicht sind es die zum Leben erweckten eingepökelten, aber auch das weiss keiner so recht. Eines ist sicher: er zeigt sich als der den wir alle aufs innigste lieben: Nikolaus der Weihnachtsmann, in voller Pracht. Aber, der Mann hat’s Faustdick hinter den Ohren.

Tausendsassa der Wandlung
Der Weihnachtsmann ist ein Tausendsassa der Wandlung. Die Katholiken von heute kennen ihn als Christkind, paradoxer weise als eine Schöpfung von Martin Luther. Zu Luthers Lebzeiten wurden Kinder am 6. Dezember, dem eigentlichen Nikolaustag beschenkt. Da eilten Nikolaus und seine Gehilfen von Haus zu Haus und verteilten Birnen an die übers Jahr als brav aufgefallenen und für die bös gefallenen, gab es die Rute. Die grosse Bescherung, so wie wir sie heute kennen, existierte damals noch nicht und die Protestanten lehnten die katholischen Heiligen fundamental ab.

Damit war das Problem freilich nicht aus der Welt und schon gar nicht im Himmel, denn die Protestanten wollten vom Nikolaus-Brauch, wohl aus einem praktischen, pädagogischen Aspekt nicht abrücken. Luther der Schlaumeier, ersetzte deshalb den Nikolaus durch den Heiligen Christ bzw. das Christkind, das an seinem Geburtstag, dem 25. Dezember, Geschenke an die braven Kinder verteilt.

Im 19. Jahrhundert wurde das Christkind dann von der katholischen Kirche übernommen, während es im protestantischen Weihnachtsbrauch eine immer geringere Rolle spielte, sich quasi aus dem Staub machte und langsam vom säkularisierten Weihnachtsmann verdrängt wurde. So kommt das ursprünglich protestantische Christkind heutzutage vor allem in katholischen Haushalten vor. Ob Katholik oder nicht, der Weihnachtsmann, der liebe Opa mit der lustigen Zipfelmütze, ist ein Zwitter.

Die strafende Rute
Dargestellt als freundlicher alter Mann mit langem weißem Bart, gehüllt in seine rote, mit weißem Pelz besetzter Kutte, über seine starke Schulter gestemmt den prall gefüllten Geschenk-Sack und in seiner Hand, es ist dies in der Regel die Rechte… die strafende Rute. So bringt er den lieben Kindern in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember Geschenke und bestraft die bösen.

Bei der Gelegenheit erinnere ich mich, wie ich als Kind tatsächlich angsterfüllt unter das Bett gekrochen bin. Das schlechte Gewissen, übers ganze Jahr sukzessive aufgebaut, muss sich wohl auf einen Schlag in Angst und Entsetzen umgewandelt haben. Der Weihnachtsmann vereinigt merkwürdigerweise die Eigenschaften des gutmütigen Sankt Nikolaus und seines strafenden Knechtes Ruprecht, der die Ruten verteilt oder noch schlimmer dem Krampus, der damit auch häufig kräftig zuschlägt.

Die europäischen Auswanderer schließlich, brachten den St.-Nikolaus-Brauch quasi als blinden Passagier mit nach Amerika. Insbesondere in den holländischen Kolonien um New York, wurde das Sinterklaas feest gefeiert und aus Sinterklaas wurde Saint Claus und schließlich Santa Claus. Im Jahre 1823 wurde daraus eine ganze Armada von Renntieren die einen sagenhaften fliegenden Schlitten hinterher zogen. Im Gedicht A Visit From St. Nicholas, von Major Henry Livingston Jr. wurde diese Geschichte zum ersten Mal veröffentlicht. Durch diese Geschichte erst, kam der Santa Claus richtig in Fahrt:

Rauschender Bart & Speed
Heimlich steigt er nun durch die Kamine in die Häuser, macht sich auf die Suche nach Socken und, heute wäre das ja umgekehrt, er nimmt nicht etwa Wertsachen mit, sondern bringt Geschenke. Seine Renntiere, Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen, warten derweil beim Kamin auf die Rückkehr des Helden. Und so zieht der Santa Claus, vom hohen Norden her kommend mit einer Schar stolzer und mutiger Renntiere von Haus zu Haus. Ab 1862 bekommt der Himmelsreiter, stets in höllischem Tempo unterwegs, vom deutschstämmigen Cartoonist Thomas Nast für die Zeitschrift Harper’s Weekly einen rauschenden Bart um sein Kinn. Am 27. November 1927 schrieb die New York Times: „Ein standardisierter Santa Claus erscheint den New Yorker Kindern. Größe, Gewicht und Statur sind ebenso vereinheitlicht wie das rote Gewand, die Mütze und der weiße Bart.“ Dies war also der Moment, als Santa Claus zur DIN Norm wurde, den kindlichen Träumen und Vorstellungen entrissen und als Produkt auf den freien Markt geworfen wurde. Vermarktet wurde der gute alte Mann aber erst richtig 1931.

Damals beauftragte die Coca-Cola Company den schwedisch-amerikanischen Zeichner Haddon Sundblom den Santa Claus für eine winterliche Werbekampagne zu zeichnen. Sundblom schuf einen sympathischen, knudligen „Weihnachtsmann zum Anfassen“, ziemlich genau so wie er heute durch die Kamine steigt. Seine Vorlage war das Gesicht eines pensionierten Coca-Cola Fahrverkäufers und seit dem waren manche sicher, der Weihnachtsmann sei eine Erfindung von Coca-Cola. Was für eine Strategie!

Aber da muss mehr als Coca-Cola dahinter stecken. Wenn wir den Weihnachtsmann auf seinem Schlitten, im Höllenritt gezogen von 8 wilden Renntieren, seinen Rauschebart heroisch wehend über unsere Gassen und Dächer flitzen sehen, dann ist das der pensionierte Coca-Cola Fahrverkäufer, auf… Speed? Muss er! Wie sonst sollte er die über 93 Millionen europäischen Haushalte beliefern und dann das ganze noch einmal – plus einige Haushalte mehr – in Amerika. Wohl gemerkt einen Tag später. Damit aber nicht genug, denn bekanntlich gibt es ja noch einige christliche Enklaven im Süden und im wilden Osten und in Asien, wo ebenfalls brave Kinder auf einen grossen Lego-Baukasten, einen Game-Boy, oder eine Barbie-Puppe warten.

Die meisten von ihnen allerdings, warten wohl leider das ganze leben, aber da kann der liebe Weihnachtsmann natürlich nichts dafür. Auch wenn der Weihnachtsmann in einigen Ländern Probleme mit den Einreise-Bestimmungen bekommen würde, keinen gültigen biometrischen Ausweis vorzeigen könnte, beim Drogen-Test positiv auffallen könnte, seines Bartes wegen als verkleideter Taliban durch Spezialisten auf geheimen Stützpunkten verhört würde, oder schlicht durch Flak- Feuer getroffen notlanden müsste, der Weihnachtsmann ist ein armer, gestresster Kerl.

Für jede Familie hat er nämlich, Anfahrt inbegriffen, nur mal knapp eine tausendstel Sekunde Zeit. Da bleibt nicht viel zum plaudern und schon gar nicht zum prügeln. Aus Kinderaugen betrachtet, ist die zeittechnische Situation in Kinderheimen natürlich interessanter.

Offensichtlich gibt es da einen Quantums -Zeit -Rabatt, was dem Weihnachtsmann wirklich hoch angerechnet werden kann. Naturgemäss müssten dem Kinder Held eigentlich solche Visiten besser behagen, doch seine Verpflichtung will möglichst breit gestreut sein. Wenn also jedes Kind ein mittelgrosses Lego-Set bekommen würde, welches in etwa einem Kilogramm entspricht, sofern sich das die Zulieferer des Weihnachtsmannes nach den Steuern und Krankenkassen Prämien noch leisten können, dann hat der Schlitten ein Gewicht von sagenhaften 378.000 Tonnen. Für den Transport dieser gewaltigen Tonnagen an Legos würde er 210 000 Rentiere und entsprechend viele Schlitten benötigen. Mindestens 120 Millionen Kilometer müsste er so, man beachte, der Erdumfang liegt bei etwa 40’000 Km, in rund 36 Stunden zurücklegen. Das würde die 4000fache Schallgeschwindigkeit erfordern. Beim Anfahren müssten er und seine Rentiere das 17 500fache der Erdbeschleunigung aushalten – da kommt jede Zipfelmütze ins glühen.

822,6 Besuche pro Sekunde! Man stelle sich das mal bildlich vor! Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, sofern Klettern hier noch in Frage kommt, die Socken füllen, sofern sie nicht versteckt sind, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, wenn er denn da unter den Baum kommt und sortiert nach Name, alle übrig gebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, man denke an den Bauch, den Schornstein wieder raufklettern, wenn er denn noch rein passt, reingehechtet in den Schlitten, wenn die Renntiere noch am stehen sind und hopp zum nächsten Haus geflogen.

Hut ab, denn das ist ein Wunder! Doch ist das zulässig? Aus rein menschlich-ethischen und aus Gründen des Tierschutzes müsste man nämlich konsequenterweise scharf für eine Kriminalisierung der Kinder und Jugendlichen plädieren in der Hoffnung, der Weihnachtsmann könnte dadurch ein bisschen entlastet werden. Doch wollen wir das? Hand aufs Herz, zu uns Erwachsenen kommt der Weihnachtsmann ja nur nicht, weil er durch seinen Stress keine Zeit dazu hat um uns mit der Rute zu prügeln.

kriminalitaet

Polizei in Chiasso entschärft Autobombe

SDA – Die Tessiner Polizei hat auf einem Parkplatz in Chiasso eine Autobombe entdeckt und entschärft. In einem Kleinwagen mit Tessiner Nummernschildern befanden sich 13 Kanister mit Benzin sowie vier Pakete mit Brandpulver und Zündschnur.

Wozu das Material diente, ist noch unklar. Man ermittle in alle Richtungen, liess ein Sprecher des zuständigen Staatsanwaltes am Dienstag auf Anfrage ausrichten. Das sichergestellte Auto sei am Freitagabend in Morbio Inferiore, einem Nachbarort von Chiasso, gestohlen worden.

Einen terroristischen Hintergrund scheinen die Ermittler eher auszuschliessen. Die Tessiner Medien spekulieren, dass das Brandmaterial für einen Versicherungsbetrug hätte gebraucht werden sollen. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang an die Silvesternacht 2003, als Kalabresen aus diesem Grund in Taverne bei Lugano ein Restaurant in die Luft gejagt haben.

Eine andere These geht davon aus, dass mit der Autobombe eine Vergeltungsmassnahme hätte durchgeführt werden sollen. In Mendrisio war am 19. November bereits das Garagentor eines Anwaltes in Brand gesteckt worden. Von den Tätern fehlt jede Spur.

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Tausende nahmen Abschied von Stanley „Tookie“ Williams

Stephan Fuchs – Eine Woche nach der Hinrichtung von Stanley „Tookie“ Williams haben tausende Anhänger und Freunde Abschied von dem umstrittenen Bandengründer und Buchautor genommen. Etwa 2000 Menschen nahmen an dem Gedenkgottesdienst in einer protestantischen Kirche teil.

Der Bürgerrechtler Jesse Jackson sagte in seiner Traueransprache, Williams sei einen sinnlosen Tod gestorben: „Tookie ist tot. Wir sind dadurch nicht sicherer geworden.“ Er sei überzeugt, dass der Hingerichtete „in der Literatur und unseren Herzen weiterleben wird“.

Der Rapper Snoop Dogg, der sich für Williams“ Begnadigung eingesetzt hatte, sagte mit Tränen in den Augen: „Ich kann ihn fühlen. Ich fühle, dass wir dem gleichen Menschenschlag angehören.“

Nach der Trauerfeier sollten Williams“ Überreste eingeäschert und auf seinen Wunsch nach Südafrika überführt werden. Er war am 13. Dezember durch eine Giftinjektion hingerichtet worden, nachdem der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger eine Begnadigung abgelehnt hatte.

Williams hatte stets bestritten, die vier Raubmorde begangen zu haben, für die er 1981 verurteilt worden war, und beteuert, er sei in der Haft zu einem anderen Menschen geworden. In seinen Kinderbüchern warnte er vor der Bandenkriminalität, weshalb er mehrfach für den Friedens- und Literaturnobelpreis vorgeschlagen wurde.

Gründer der Crips Hingerichtet

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Mafia Boss „das Kinn“ gestorben

Stephan Fuchs – Mafiaboss Vincent „The Chin“ Gigante ist am Montag in einem Gefängnisspital in Springfield im US-Bundesstaat Missouri gestorben. Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt, sagte eine Sprecherin der US-Bundespolizei FBI.


Geisteskranker der im Bademantel und mit Schlarpen durch die Strassen Manhattans lief.

Der Pate mit dem Übernamen „Das Kinn“ war Oberhaupt der mächtigen Mafiafamilie Genovese. Erst 1997 wurde er verurteilt. In den Jahren zuvor hatte er fintenreich die Justiz getäuscht, indem er einen Geisteskranken mimte und im Bademantel und mit Schlarpen durch die Strassen Manhattans lief.

Einmal trafen ihn Polizisten, die ihn festnehmen sollten, mit einem Regenschirm unter der Dusche an. Mit seinen Possen wurde er zu einem Liebling der New Yorker Boulevardpresse. Den Schwindel gab Gigante erst vor zwei Jahren bei einer Gerichtsanhörung zu und erreichte damit eine Verkürzung seiner Haftzeit.

Die Oraclesyndicate Archive

deutschland

Deutschland bald eine Militärjunta?

Harald Haack – Ob dies der Wählerwille ist? Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) will das Grundgesetz ändern, um den Einsatz des deutschen Militärs, der Bundeswehr, im eigenen Land – über die bisherigen Rettungseinsätze hinaus – zu ermöglichen. Werden künftig deutsche Soldaten auf deutsche Bürger schießen, wenn deutsche Politiker dies befehlen? Bedeutet dies die Rückkehr des Schießbefehls, wie es ihn einst in der DDR gab, um Deutsche an ihrer Flucht zu hindern? Deutschland bald eine Militärjunta?

Nachdem die Polizeigewerkschaft gegen den Beschluss protestierte, Polizisten für Sondereinsätze wie die „Begleitungen“ des Castor-Transportes oder von Fußballspielen künftig nicht mehr mit Extrazulagen zu belohnen, will Schäuble die Polizei „entlasten“ und die Bundeswehr aufmarschieren lassen – angeblich zum „Objektschutz“ in den Stadien der Fußball-WM im Juni und Juli 2006. Ob dies nur ein Einzelfall bleiben soll, darüber verlor Schäuble kein Wort. So darf man wohl davon ausgehen, dass der Einsatz der Bundeswehr tiefer greifende Konsequenzen für die Freiheit der Bundesbürger und der sich in Deutschland aufhaltender Gäste haben wird, falls Schäuble mit seinem Vorhaben durchkommt.

Dieses Thema war in den Koalitionsverhandlungen bis zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts über das Luftsicherheitsgesetz, was für Februar 2006 erwartet wird, zurückgestellt worden.


Nach Schäubles starkem Tobak bald auch ultrascharfe Zigarrenanzünder für die Stiefelknechte? Jede Ähnlichkeit der abgebildeten Person mit dem einem Hamburger CDU-Politiker ist rein zufällig.

Als „aberwitzig“ bezeichnete der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) Schäubles Vorstoß. Die Bundeswehr habe die Aufgabe der Landesverteidigung sowie der internationalen Konfliktverhütung und Krisenbewältigung, sagte Beck in Mainz. „Sie ist nicht dazu da, Fußballfans im Zaum zu halten“, betonte der SPD-Bundesvize.

Die WM stehe schließlich unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“. Beck fragte: „Sollen Gäste wie in Militärdiktaturen vom Militär empfangen werden?“ Da im Übrigen der Einsatz der Bundeswehr im Innern bei Naturkatastrophen oder zur Rettung und Evakuierung bereits jetzt möglich sei, sehe er keinen Grund, an der Verfassungslage etwas zu ändern.


Diese Werbekarte des Unilever-Konserns könnte missverstanden werden – von Terroristen, von Amokläufern und vom Bundesinnenminister Schäuble gleichermaßen.

Übrigens: 1976 regierte die Militärjunta in Argentinien mit blutigem Terror, Tausende verschwanden in den Folterkellern des Regimes, Angst und Schrecken beherrschten das Land. Im US-Movie „Verschleppt“, produziert 2003 und jetzt als DVD im Videoverleih erhältlich, nutzt Regisseur Christopher Hampton die argentinische Militärjunta, um US-propagandistisch in esoterischen Kitsch abzugleiten.

Verschleppungen von deutschen Staatsbürgern durch die CIA in deren Foltergefängnisse führten zu teils hysterischen Debatten in den Medien. Auf oberster politischer Ebene aber wurde das Thema nicht nur plattgeredet, sondern auch negiert. Darf dies vorab als „Grünes Licht“ für Schäubles Vorhaben gewertet werden?

Schäuble relativierte inzwischen, reichlich spät nach so viel Wirbel in Politik und Medien, sein Vorhaben und sagte, seine Ankündigung sei nicht autorisiert in ein Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ gelangt. Na sowas!

spionage

Rap als Folterinstrument der CIA

Harald Haack – Die Musik der Rapper Eminem und Dr. Dre wurde in einem afghanischen Gefängnis von der CIA als Folterinstrument verwendet. Der in Äthiopien geborene Brite Benyam Mohammad sei gezwungen worden deren laute Musik 20 Tage lang zu hören. Gefangene wie er sollen damit Tag und Nacht bearbeitet worden sein, viele hätten den Verstand verloren. Er habe hören können, berichtete er seinem Anwalt, wie sie ihren Kopf gegen Wand und Türen schlugen und sich die Seele aus dem Leib schrien.


Nicht allein Amerikas böser Traum: Die Rapper Eminem und Dr. Dre

Eminem und Dr. Dre gelten unter in der von Weißen beherrschten Öffentlichkeit der USA als böse Jungs. Eminem wird nachgesagt, „Amerikas böser Traum“ zu sein. Konservative Politiker stellten den Detroiter Superstar auf eine Stufe mit Bin Laden. Dr. Dre gilt als „Godfather of Gangsta Rap“, Dre’s Partner Suge Knight wegen Waffengewalt und Überfällen verurteilt und eingebuchtet.

Das afghanische Gefängnis, in dem der Brite Benyam Mohammad nach seiner Inhaftierung in Guantanamo auf Kuba 2004 gefoltert wurde, sei „pechschwarz“ gewesen, die meiste Zeit gab es seinen Angaben nach kein Licht: „Sie haben mich aufgehängt. Am zweiten Tag erlaubten sie mir, ein paar Stunden zu schlafen, dann hingen sie mich wieder auf – diesmal für zwei Tage.“ Die von monotonen Bässen und Sprechgesang geprägte Musik wurde dann von „schrecklichem Gespenstergelächter und Halloween-Geräuschen“ ersetzt. Keiner habe das ertragen.

Der Terrorismusexperte von Human Rights Watch, John Sifton, sagte, man spreche jetzt nicht mehr abstrakt über Folter. Das mutmaßlich vom Geheimdienst CIA betriebene Gefängnis sei von den Häftlingen „dunkles Gefängnis“ genannt worden. Die amerikanischen und afghanischen Aufseher hätten Zivilkleidung getragen, was auf eine Beteiligung der CIA hindeute. Laut Sifton könnte das US-Personal strafrechtlich verantwortlich sein, und ein Sonderermittler sei erforderlich. Auch Khaled el Masri, ein Deutscher libanesischer Abstammung hatte über ein geheimes CIA-Gefängnis in Afghanistan berichtet. Nach eigenen Angaben wurde er vom CIA in Mazedonien entführt und nach Afghanistan verschleppt. Dort sei er in einem Gefängnis misshandelt worden, bevor er im Mai 2004 in Albanien freigelassen worden sei.

US-Vizepräsident Dick Cheney äußerte sich nicht direkt zu dem Bericht von Human Rights Watch und dementierte Vorwürfe, die USA griffen auf Folter zurück. In einem Interview des US-Fernsehsenders ABC sagte er, die USA hielten sich an ihre Verpflichtungen, nicht zu foltern.

Human Rights Watch ist eine amerikanische Menschenrechtsorganisation. Das „dunkle Gefängnis“ soll sich in der Nähe von Kabul befinden. John Sifton stufte die Informationen, die seine Organisation von den Anwälten Gefangener erhalten habe, als „ausreichend glaubwürdig ein“. Eminem und Dr. Dre äußerten sich bisher nicht zum Vorwurf, Lieferanten von Foltermitteln der CIA zu sein.

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Terminator-Gouverneur Schwarzenegger hirngeschädigt und leberkrank?

Harald Haack – Als er jüngst nach seiner Ablehnung des Gnadenbesuches des Todeskandidaten Stanley Williams vor die Fernseh-Kameras trat, wunderten sich nicht wenige Zuschauer über seine seltsam straffen Gesichtszüge. Das war nicht mehr der beliebte vor Gesundheit strotzende Muskel-Star, das war ein offenkundig hirn- und lebergeschädigter Mann, der dann auch noch von seinem Leid als Gouverneur faselte, über Leben und Tod zu entscheiden zu müssen.

Er mag das vielleicht als „Collateral Damage“ bezeichnen, frei nach seinem eher zwiespältigen „Arnie-Kracher“, ein billiges B-Movie, USA 2002, in dem es lange nicht so rummste wie gewohnt. Als kreuzguter Feuerwehrmann kriegt darin er nach dem zufälligen Tod seiner Familie bei einem Bombenattentat die Wut, weil Polizei und CIA sich aus der Affäre ziehen. So nimmt er in alltagsheldenhafter Verzweiflung selbst die Spur der Terroristen auf. Der Film zum hitzigen Gouverneur. Doch offenbar hat ihn jemand ein Hormon des Todes gereicht.

Der bekannte Chicagoer Internist Dr. Bart Silverstein, MA, will ihn als Opfer und Unterstützer des umstrittenen California Healthspan Institute, einer Scientology nahe stehenden Quacksalber-Organisation, entlarvt haben. Gegen ein wahnwitzig hohes Honorar kann man sich dort mit menschlichen Wachstumshormonen so sehr vollballern lassen, dass beinahe wieder embryonale Schwimmhäute wachsen. Unter dem Label „Anti Aging“ und „Human Growth Hormone Replacement Therapy“ wirbt das California Healthspan Institute für sein Programm, das nach Auffassung von Bart Silverstein keinesfalls das Leben verlängert und jemanden „jünger“ macht, sondern im Gegenteil das Leben verkürzt und Gebrechen und besonders Hirn- und Leberschäden programmiert.

Die Angst vor dem Alter und besonders vor dem Tod müsse Arnold Schwarzenegger erfasst haben. Immerhin habe dieser für seine Filmrollen, um Top auszusehen, ständig an seiner Gesundheit gesündigt. Er unterstellt ihm, dass er, da er als Schauspieler keiner Doping-Kontrolle unterlag, Anabolika und andere Hormone konsumiert habe. Nur so könne dessen übermenschliche Kondition als Kraftmensch erklärt werden. Schwarzeneggers Äußeres sei völlig unnatürlich und mit Training und Ausdauer allein nicht zu erzielen. Selbst eine Diät unter ärztlicher Aufsicht könne nicht zu dieser Muskelmonstergestalt Schwarzeneggers geführt haben.

Gründer der Crips Hingerichtet

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Bush’s Schwierigkeiten im Irak

US-Präsident George W. Bush hat in einer Rede an die Nation Schwierigkeiten im Irak eingeräumt und zugleich den Siegeswillen der Amerikaner beschworen.

Sie sollten diejenigen ignorieren, die meinten, der Krieg sei verloren und nicht «noch einen Groschen oder einen weiteren Tag wert», sagte Bush am Sonntag aus dem Oval Office des Weissen Hauses.


Schreckliche Verluste

Zwei Optionen: Sieg oder Niederlage
«Ich weiss, dass meine Entscheidungen zu schrecklichen Verlusten geführt haben», sagte Bush über die mehr als 30’000 getöteten Zivilpersonen im Irak und mehr als 2100 dort umgekommenen US-Soldaten. «Keine dieser Entscheidungen ist leichtfertig getroffen worden.» Für die USA gebe es nur zwei Optionen: Sieg oder Niederlage.


Sieg oder Niederlage. Für wen was?

Auch die Parlamentswahl am vergangenen Donnerstag werde noch kein Ende der Gewalt im Irak bringen. Aber die Wahl bedeute auch, dass Amerika «einen stärker werdenden Verbündeten im Kampf gegen Terror» habe. Die Wahl würdigte er als Geburt der Demokratie im Nahen Osten. Um diesen Prozess zu schützen, dürften die US-Truppen nicht vorzeitig abgezogen werden.

Gegner seiner Irakpolitik bezeichnete Bush als Miesmacher.
Deren These, der Krieg sei verloren, glaube er nicht. Und auch die Offiziere und Soldaten im Irak glaubten nicht, dass Amerika verloren habe. «Nicht einmal die Terroristen glauben das. Wir wissen aus ihrer eigenen Kommunikation, dass sie spüren, wie sich die Schlinge zuzieht und dass sie den Aufstieg eines demokratischen Iraks fürchten.»

Gegen verfrühten Rückzug
Es sei wichtig, dass jeder Amerikaner verstehe, was die Konsequenzen für einen verfrühten Rückzug aus dem Irak seien, sagte Bush in seiner ersten Rede an die Nation aus dem Oval Office, seitdem er von dort im März 2003 den Einmarsch in das Land verkündete. «Wir würden unsere irakischen Freunde im Stich lassen und der Welt signalisieren, dass man dem Wort Amerikas nicht trauen kann. … Wir würden den Irak an unsere Feinde übergeben, die geschworen haben, uns anzugreifen und die terroristische Bewegung würde ermutigt und gefährlicher sein als jemals zuvor.»

Im Vorfeld der Wahl im Irak hatten die USA die Zahl ihrer Soldaten auf 150’000 aufgestockt. Bis Februar soll sie auf 138’000 verringert werden.

Stimmungswechsel bei Bushs Reden
Bush hat in den vergangenen Wochen eine Reihe von Ansprachen über seine Irak-Politik gehalten. Dabei war er von einer eher optimistischen Darstellung hin zu einer mehr realistischen Sichtweise umgeschwenkt.

Er räumt nun Fehler in seinem Vorgehen ein und verweist auf einen langen und schwierigen Weg, der noch zu gehen sei. Vor wenigen Tagen hatte er in ungewohnt deutlicher Form die Verantwortung dafür übernommen, dass die USA auf der Basis falscher Informationen in den Irak einmarschiert sind. Die USA hatten den Krieg mit der Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen begründet. Diese Waffen wurden aber nie gefunden.


Ende gut alles gut

Bush will sich mit seinen Reden auch gegen seine politischen Gegner zur Wehr setzen. Der Präsident hat seit Monaten mit schlechten Umfrageresultaten zu kämpfen. Dazu trugen auch die zögerliche Reaktion auf den Hurrikan Katrina, hohe Benzinpreise und Korruptionsvorwürfe gegen seine Republikanische Partei bei.