weird world

Verwunderliche Gemeinsamkeiten

Harald Haack – Was haben Papst Paul Johannes II., der Palästinenserpräsident Jassir Arafat und die NPD-Direktkandidatin Kerstin Lorenz gemeinsam – außer, dass sie tot sind?

Die Todesursache von Johannes Paul II. wurde nie konkret untersucht, weil der Vatikan dies verhinderte. Es gab keine Autopsie. Die gab es auch nicht nach dem Tod von Jassir Arafat, weil seine Witwe dies verhinderte. Laut „New York Times“ soll Arafats Frau Suha dies nicht erlaubt haben und zitierte Arafats damaligen Leibarzt, Aschraf al-Kurdi. Über beide, Johannes Paul II. und Jassir Arafat heißt es aber, „Blutinfektionen“ seien wohl die Ursache für deren Tod gewesen; bei Arafat soll eine solche Blutinfektion zur Gehirnblutung geführt haben. Und an den Folgen einer Gehirnblutung („Gehirnschlag“) ist nun auch die Dresdner NPD-Direktkandidatin Kerstin Lorenz, nach dem sie ins Koma fiel, gestorben.


Beide wussten ihre ärgsten Feinde in den eigenen Reihen.

Drei Tote, die in vielerlei Hinsicht politisch dem rechten Lager angehörten. Wer nun glaubt, linke Gegner stünden hinter den Todesfällen des Papstes und des Palästinenserpräsidenten, sollte sich das nähere politische Umfeld dieser beiden berühmten Toten anschauen: Beide wussten ihre ärgsten Feinde in den eigenen Reihen. Wie in jeder „guten“, erbgeilen Mörderfamilie, in der die lästig gewordene Oma oder der Opa dank der Hilfe von oberflächlichen Hausärzten, die die wahre Todesursache, zum Beispiel ein Ersticken mit dem Kissen oder ein Morhinpflaster zu viel, nicht sehen, trauerten die den berühmten Toten Nahestehenden demonstrativ. So hingabevoll, dass es Argwohn erregt. Im Fall von Johannes Paul II. gab es die wohl größte Begräbnisfeier aller Zeit, seine Kardinäle beteten fleißig und mobilisierten Millionen von Gläubigen. Nach dem Tod von Jassir Arafat war es ähnlich, allerdings gab es massenweise Luftschüsse von Schützen der fanatisch trauernden Palästinenser.

Hartnäckig halten sich in den Palästinensergebieten Gerüchte über eine Vergiftung Arafats. Auch Al-Kurdi glaubt an eine Vergiftung. Der deutsches CNN-Ableger n-tv schreibt hierzu: „Genährt wurden die Gerüchte von Äußerungen der israelischen Regierung, die Arafat als „Terroristen“ und „Hindernis für den Frieden“ bezeichnete. Ehud Olmert, damals israelischer Handelsminister, sagte 2003, Arafat zu töten, sei eine „legitime Option“. Ministerpräsident Ariel Scharon hatte dem widersprochen.“

Blut-, Knochenmarks-, Stuhl- und Urinproben der Leiche Arafats sollen keinerlei Hinweise für eine Fremdeinwirkung ergeben haben. Nach der unabhängigen Experten-Analyse des Berichts der französischen Ärzte von Arafat habe man in keiner der Proben Spuren von Metallen oder Drogen wie Barbituraten, Opiaten oder Amphetaminen gefunden. Und weil die im Bericht beschriebenen Symptome nicht auf die Immunschwächekrankheit hindeuteten, sei ein Aids-Test nicht gemacht worden.

Wieder einmal wurde die Welt durch den Tod dreier mehr oder weniger rechtsradikaler Menschen reicher – reicher durch die Erkenntnis, dass der Tod uns immer rätselhaft sein wird – ob da nun ganz gewiefte Mörder dahinter stehen oder ob die Verstorbenen von einem Himmelkörper erschlagen wurden. Letztere Todesursache scheidet klar für Johannes Paul II., Jassir Arafat und Kerstin Lorenz aus. Selbst absolut sauberes und chemikalienfreies Wasser, in seiner reinsten und damit demineralisierten Form, tötet und kann Hirnblutungen verursachen. Das Opfer müsste es allerdings in großer Menge trinken.

Wesentlich zielsicher ist dagegen Schweres Wasser, Deuteriumoxid, was toxische Vorgänge im Organismus des Opfers auslösen kann und nicht nachweisbar in der Leiche ist. Experimente mit Mäusen sollen gezeigt haben, dass die Zellteilung (Mitose) unterdrückt wird. Gewebe, das schnell erneuert werden muss (z. B. Magenwand, kleinere Blutgefäße), wird bei fortgesetzter Einnahme von schwerem Wasser in Mitleidenschaft gezogen. Noch hat sich die NPD nicht näher zur Todesursache ihrer Kandidatin, die gelernte Köchin war, erklärt.

Wie auch immer spekuliert wird: Hitlers Nazis ließen Schweres Wasser in Norwegen in den Kriegsjahren Kriegsjahren 1942 bis 1944 herstellen und nach Deutschland transportieren, um es für „experimentelle Zwecke“ zu nutzen. Mielkes Stasi nutze es angeblich schon zur schleichenden Vernichtung von Feinden.

Quellen:
Schweres Wasser
Mitrose
n-tv
n-tv
Spiegel
Anwalt TV
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de
Stasi & Kerstin & Lorenz

deutschland

Deutschland: Der Tod wählt mit

Harald Haack – Die Deutschen haben noch nicht gewählt, doch schon wurde die Bundestagswahl manipuliert, möglicherweise zu Gunsten der CDU/CSU. Das ist nicht neu in diesem Staat, dem angeblich demokratischen Kind des faschistischen Nazi-Deutschland und der Allierten; gestern vor genau 56 Jahren war die Bundesrepublik Deutschland gegründet worden, am 7. September 1949.

1961 starb im rheinland-pfälzischen Cochem der Direktkandidat der SPD vor dem eigentlichen Wahltag. Da schon vorher die Stimme per Briefwahl abgegeben werden konnte, wurde mit dem Tod des Kandidaten die Wahl am 17. September hinfällig. Immerhin hatte dessen Namen auf den Wahlscheinen gestanden. Die mussten neugedruckt werden und trotz des bereits veröffentlichten vorläufigen Wahlergebnisses, durften die Cochemer in Kenntnis des Wahlergebnisses der anderen Wahlkreise am 1. Oktober 1961 erneut wählen. Prompt verlor die SPD die Wahl und die CDU erreichte ein Direktmandat.

1965 war es ähnlich. Doch dieses Mal hatte der Tod gleich zwei Kandidaten ausgeschaltet. Zwei Wochen vor dem Wahltermin am 19. September holte der „Mann in Schwarz“ im Wahlkreis Schweinfurt den Kandidaten der Deutschen Friedensunion in sein ewiges Schattenreich; im Obertaunuskreis schwatze er dem Bewerber der Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher vor dem Wahltermin Selbstmord auf. Wieder mussten die Wähler in den betroffenen Wahlkreisen ihre Stimmen revidieren: Im Obertaunuskreis (Wahlkreis 135) wurde der CDU-Kandidat Walther Leisler Kiep direkt gewählt, im Wahlkreis Schweinfurt (236) der CSU-Bewerber Max Schulze-Vorberg.

Nun holte sich der Tod in Dresden im Bundesland Sachsen die NPD-Direktkandidatin Kerstin Lorenz. 219.000 Menschen werden nach der 18. September, dem Tag der Bundestagswahl, noch einmal wählen dürfen und werden, falls die SPD mit Bundeskanzler Schröder wider Erwarten vorläufig gewinnen sollte, den Wahlausgang letztendlich bestimmen.

spionage

Keine Hinweise auf US-Foltertransporte via Genf-Cointrin?

Stephan Fuchs – Obwohl die mittlerweile weltweit bekannten Folter Jets auch wiederholt in Genf gesichtet wurden, fand der Schweizer Bundesrat keine Hinweise auf illegale Operationen in der Schweiz. Er hat gestern Mittwoch zwar bestätigt, dass die fraglichen Flugzeuge drei Mal in Genf gelandet sind. Nichts deute aber darauf hin, dass darin Menschen zur Folterung in Drittstaaten geflogen worden seien.


Mal einfach wieder Alpenluft geniessen…

Der kleinen Antwort des Bundesrates vorausgegangen ist eine Anfrage des Nationalrates Boris Banga, Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission. Sein Eingereichter Text:

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist nach heutigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass die USA, d.h. CIA evtl. FBI und andere Dienste zivile Luftfahrzeuge für „renditions“ (zur Folterung nach Syrien, Ägypten, Jordanien, Marokko) und für Entführungen von Terrorismusverdächtigen (zumindest drei Fälle in Schweden und Italien bzw. Deutschland) verwendet haben und verwenden. Nach der Genfer Konvention und nach dem Uno Pakt II über die bürgerlichen und politischen Rechte gilt nicht nur das non-refoulement-Prinzip, sondern auch das absolute Folterverbot.

Dabei ist auch unser Land betroffen. Sowohl die dazu verwendete Boeing 737 (Business Jet) als auch eine Gulfstream überflogen nicht nur häufig den Schweizerischen Luftraum sondern landeten auch mehrmals in Genf.

Die B 737 ist registriert unter einer privaten Firma und hat ihre Immatrikulation bereits mehrfach gewechselt. Auch die Gulfstream wechselt laufend ihre Immatrikulation und gilt aktuell als Firmenflugzeug der Firma SIKORSKY.


…An der Rue du Rhone zum Bijoutier gehen,…

Beide Flugzeuge sind nicht „Standard“ und weisen keinerlei Beschriftungen auf. Hingegen besitzen sie spezielle Einstiegsleitern (Unabhängigkeit von der Bodenorganisation) und besondere Antennen für SATCOM.

Hat der Bundesrat Kenntnis von diesen Überflügen und Landungen in der Schweiz und wie hat er reagiert?

Ist der Bundesrat bereit, bei verdächtigen Flugzeugen (sie gelten nach der Landung auf dem Abstellplatz als exterritorial) die einzig möglichen Kontrollen (Zoll und Bordbuch) lückenlos durchführen zu lassen?

Ist der Bundesrat bereit, die USA in unmissverständlicher Form zur Einhaltung insbesondere der Genfer Konvention anzuhalten?

Der Bundesrat schreibt in seiner Antwort, dass die fraglichen Flugzeuge drei Mal in Genf gelandet sind, und zwar im Dezember 2003, im Januar 2004 und im April 2004. Zum Zeitpunkt der Landungen hätten aber keine Verdachtsmomente bestanden, die eine eingehendere Überprüfung der Maschinen erfordert hätten.

Auch die nachträglichen Abklärungen hätten nun keinerlei Hinweise auf rechtswidrige Zwecke ergeben. Die Flüge hätten gemäss den Erkenntnissen des Bundesrates nicht dem unfreiwilligen Transport von Personen durch die Schweiz gedient. Verschiedene Medien hatten berichtet, die USA würden in diesen Flugzeugen Terrorverdächtige in Drittländer transportieren, um sie dort foltern zu lassen.
Der Bundesrat schreibt weiter, er habe die USA mehrmals an das völkerrechtliche Folterverbot erinnert.


…und alte Kollegen treffen

Aussenministerin Micheline Calmy-Rey habe den Behörden bei ihrem USA-Besuch im vergangenen Juni ein Memorandum überreicht, in welchen darauf hingewiesen wird, dass die Überführung von Personen in Länder, in denen diese gefoltert werden könnten, gegen das Folterverbot verstösst.

Gut gemacht, der Bundesrat. Vielleicht sind die Folterknechte nur schnell auf ein Bierchen an die Genfer Promenade, oder für den Weihnachtseinkauf durch die Rue du Rhone geschlendert. Das lohnt sich nämlich. Nicht nur gibt es da besonders schöne Bijouterien, sondern auch viele Kollegen.

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zeitgeschichte

Wir basteln uns eine chemische Granate

Stephan Fuchs – Ein neuer Leckerbissen fand heute seinen Weg in die Archive: Tactics and Technique of Chemical Warfare aus dem Jahre 1926. Die 87 Seiten umfassende Broschüre wurde am 15. AUgust 1926 an der General Service Schools at Fort Leavenworth, Kansas herausgegeben. Ein interessanter Einblick .

Inhalt:
Chapter I: Organization—Chemical Warfare Service
Chapter II: Chemical Warfare Weapons
Chapter III: Chemical Agents and Their Tactical Use
Chapter IV: Smokes and Incendiaries
Chapter V: Tactical Operations of Gas Troops
Chapter VI: Chemical Warfare Tactics by Artillery
Chapter VII: Chemical Warfare Tactics by Air Service
Chapter VIII: Staff Duties of Chemical Warfare Service Officers
Chapter IX: Defense Against Chemical Warfare

vermischtes

Money Maker

Harald Haack – Die Zukunft New Orleans ist schon gesichert noch bevor US-Präsident George W. Bush seine Untersuchungskommission auf die Beine gestellt hat, die ihm persönlich ein Versagen im Krisenmanagement ableugnen wird. Er selbst werde die Untersuchung leiten, die das schlechte Krisenmanagement seiner Regierung überprüfe, soll er gesagt haben.

Noch stinken Tausende von nicht entsorgten Leichen in New Orleans vor sich hin. „Leichen stinken, doch tut es Geld nicht.“ Diese Bestatter-Weisheit muss von Menschen stammen, die gierig nach Geld in Form von positiven Kontowerten sind, die selten einen Geldschein oder eine Münze in die Hand nehmen, die jegliche Gefahr leugnen, die von Geld ausgeht – chemisch wie auch kriminologisch -, die blind vor Gier sind.

Geld stinkt. Besonders in den USA, die dem Parfümwahnsinn erlegen sind, wo alles parfümiert – genauer: wo alles mit toxischen Kohlenwasserstoffen kontaminiert wird, aus denen zeitgenössische Parfüme gemixt, in den Handel und dem Konsumenten mittels psychologisch wohl durchdachten Verkaufsstrategien, deren Grenzen zur Gehirnwäsche fließend sind, aufgeschwatzt werden, existiert ein Defizit an Verbraucherinformation. Die Leute werden nicht nur durch die Konzerne auf Parfüme, Insektizide und Pestizide gelenkt. Es scheint so, als wäre es inzwischen zur Lebensphilosophie der US-Amerikaner geworden, sich mit den Giften das Leben einzurichten. Die Konzerne sorgen für Desinformation, verdrehen Tatsachen, blenden Behörden und sogar Ärzte. Wer die Gifte nicht verträgt, wird schnell als psychisch krank erklärt und dem Millionen-Heer von Psychiatern zugeschoben, ohne die, so argwöhne ich, kein US-Bürger mehr lebensfähig ist. Unter der Regierung des früheren US-Präsidenten Clinton gab es eine Zeit der Aufklärung und auch Verbote in den USA, parfümierte Reinigungsmittel in öffentlichen Gebäuden zu verwenden, wenn danach nicht ein Warnschild aufgestellt wurde. George W. Bush hat die Schutzmaßnahmen von Clinton für chemisch sensibilisierte Menschen aufgehoben. In den USA herrscht wieder der alte Chemikalien-Wahnsinn, d.h. Menschen glauben mittels diverser Chemikalien nicht nur das Leben, sondern auch die Welt im Griff zu haben. Sie behaupten, dass Gifte ihnen Vorteile bringen.

Ein Irrglaube, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Teilen von Europa entstand, der vor allem durch die größtenteils heilvollen Taten des Geheimnis umwitterten Grafen von St. Germain ausgelöst wurde. St. Germain, der angeblich in Deutschlands Norden, in Eckernförde, starb und sein Grab fand, dem aber nachgesagt wird unsterblich zu sein, scheint auch heute noch vergöttlicht zu werden. Glaubt man den Gerüchten, so muss er nicht nur ein Erneuerer des Templerordens, sondern auch ein Begründer heutiger Logenbrüderschaften gewesen sein. Sogar das Grundgerüst der Vereinigten Staaten von Amerika wird ihm zugeschrieben. Auch soll er, so phantasieren gerne Esotherik-Autoren in den USA, der geistige Vater der Symbole auf dem berühmten Ein-Dollar-Schein sein; des Auges über der Pyramide. Nun ja, Geld eben – wo es regiert! Irgendein Stuss, mit dem sich viele Generationen beschäftigen können, musste wohl das wahre Fundament der USA ja ein. Und ausgerechnet auf der billigsten Banknote abgebildet; der Nummer Eins unter den Dollar-Noten.

Wie eingangs gesagt, die Zukunft New Orleans ist gesichert. Selbst wenn es die Entscheidung gebe, die ganze Stadt platt zu machen, was völliger Unsinn wäre, denn wie die Luftbilder von NOAA, dem nationalen Wetterdienst der USA, zeigen, waren tatsächlich vornehmlich nur von der Regierung vernachlässigte Armen- und Schwarzenviertel von Hurrikanschäden und Überflutung betroffen. Zwar wurden auch Anwesen von reichen oder weniger reichen weißen Bürgern zerstört und deren Bewohner getötet, doch dies will die Regierung von George W. Bush, wie durch Äußerungen der Mutter von George W. Bush wie auch von vorlauten republikanischen Industriellen angedeutet wurde, die an der Katastrophe gut verdienen, als „Kollateralschaden“ verbuchen.

Übrigens: Wissen Sie, was der Begriff „Kollateralschaden“ wirklich bedeutet?

Ich gebe zu, so richtig habe ich es auch nicht gewusst. Man glaubt ja manchmal selten verwendete Wörter mittels wiederholter Nutzung in Presseartikeln zu verstehen, tappt aber tatsächlich im Dunkeln. Das ist keine Schande, denn das Nichtverstehen bislang selten verwendeter Wörter zählt zum Geschäft der Public-Relations-Manager, besonders von jenen, die einen Regierungsauftrag ergattern konnten. Eigenartigerweise tauchte dieser Begriff bislang nur in Verbindung mit zweifelhaften Aktivitäten der US-Regierung auf.

Ich zitiere zum Begriff „Kollateralschaden“: „Vom Militär verwendeter Begriff. Hierbei handelt es sich um einen unbeabsichtigten Schaden an Menschen oder Objekten, der bei der Bekämpfung feindlicher Streitkräfte oder Anlagen mit Nuklearwaffen entsteht, die selbst nicht Ziel des Angriffs sind. In jüngster Zeit findet der Begriff auch Verwendung zur Beschreibung von nicht beabsichtigten Schäden oder Verlusten durch konventionelle Angriffe.“

Führt die gegenwärtige US-Regierung unter der Fuchtel von George W. Bush einen bislang versteckten Krieg gegen die schwarze, und absolut nicht verhätschelte Bevölkerungsgruppe?

Die Antwort muss mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden, denn es sind vornehmlich Flächen von New Orleans und Umgebung durch Dammbrüche untergegangen, auf denen fast ausschließlich Schwarze wohnten. Die „wenigen“ Weißen, die nun zu den Opfern zählen, hatten wohl das Pech, ausgerechnet in der Grauzone zwischen schwarzer und weißer Bevölkerung zu leben. Ein Verlust, für den das US-Militär wie auch die Regierung unter George W. Bush gerne den Begriff „Kollateralschaden“ verwendet. Das klingt doch so zielgerichtet und wohl durchdacht! So intelligent und vor allem menschenfeindlich.

Ich werde „Kollateralschaden“ in meine Liste der dümmsten und zugleich klügsten Wörter aufnehmen. Dieser Begriff wird vielleicht eines Tages auf meinen Grabstein stehen, wenn Regierungstreue zu meinen Mördern wurden.

Aber zurück zur Zukunft von New Orleans. Die Zukunft dieser Stadt ist in festen Händen. Wie mir James Wolcott jr. aus El Paso in Texas schreibt, lehnten die republikanisch beeinflussten texanischen Behörden zunächst die Aufnahme der New-Orleans-Flüchtlinge ab. Doch dagegen soll es Proteste gegeben haben. Etliche Bewohner in El Paso nahmen die Flüchtlinge aus New Orleans freundlich auf, obwohl die meisten dieser Flüchtlinge in Massenquartieren mehr oder weniger inhaftiert wurden. Offensichtlich regiere hier wieder einmal das Geld: Die Armen ins „Konzentrationslager“, die besser Situierten an die Swimmingpools der reichen Texaner. Elinor Gibbins aus La Mesa Drain/Texas berichtet von Welcome-Parties mit Flüchtlingen, wo diese von Scharen angeblicher Hollywood-Autoren umlagert wurden, während anwesende lokale Pressevertreter keine Chance hatten an die Flüchtlinge heran zu kommen.

Offensichtlich erwartet uns weltweit eine neue Flut: Die scheinbar unendliche Verfilmung von New-Orleans-Schicksalen – natürlich „Made in Hollywood“. New Orleans wird es weiterhin geben – zumindest in den theatralischen Money-Makern des amerikanischen Kinos. Und George W. Bush wird sich von seinem Freund Arnold Schwarzenegger, der sich zurzeit noch als Governor auf kalifonischen Parties herumschlägt, als Terminator die Schwarzen killen und sich als Held darstellen lassen. Eigentlich hatte ich Schwarzenegger für klüger in Sachen Geld gehalten.

Noch bevor an Originalschauplätzen gedreht werden kann, sollen die verseuchten Areale mit Insektiziden und Pestiziden, die aus tieffliegenden Flugzeugen versprüht werden, bis in alle Ewigkeit chemisch „gesichert“ werden. Fragt sich nur, welcher Mensch da noch leben soll, ohne zu erkranken, ohne an Krebs zu verrecken. Nur die Zombies, die Untoten Hollywoods, könnten es überstehen und als leibhaftige Vertreter der Bush-Adminstration den Fremdenverkehr New Orleans wieder ankurbeln.

Quellen:

  • James Wolcott jr, El Paso / Texas
  • Elinor Gibbins, La Mesa Drain /Texas

medien

Was geht uns die Übernahme von Sat.1 durch Springer an?

Klaus Bonanomi – Der Axel Springer Verlag ist der grösste und mächtigste Zeitungsverleger Europas. Zum Springer-Imperium gehört die Boulevardzeitung «Bild» mit ihrer Auflage von 3,8 Millionen; die konservative Tageszeitung «Die Welt», verschiedene weitere Tages- und Sonntagstitel sowie mehrere Zeitschriften von «Hörzu» bis zum deutschen «Rolling Stone». Tag für Tag erreichen die Springer-Titel 35 Millionen Menschen in Deutschland – mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung.

Doch das reicht Springer nicht: Nun will der Grossverleger auch noch gross ins Fernsehgeschäft einsteigen. Für gut 4 Milliarden Euro will Springer die Privatfernseh- «Familie» Sat.1-ProSieben übernehmen – neben RTL die grösste Privat-TV-Gruppe Deutschlands. «Wenn das Bundes-Kartellamt die Übernahme genehmigt, könnte ein Konzern mit konservativer Ausrichtung entstehen, wie es ihn in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben hat», befürchtet die liberale Wochenzeitung «Die Zeit». Ein Medienverbund, der Themen setzen und Themen verschweigen, Stars heute hochjubeln und morgen niedermachen und im Zusammenspiel von Boulevardpresse, Tageszeitungen und Fernseh-Magazinen in nie gekanntem Ausmass die politische Stimmung im ganzen Land beeinflussen könnte.

Und zwar in konservativem Sinne: Konzerngründer Axel Cäsar Springer stand zeitlebens unverrückbar im rechten Lager, liess seine Zeitungen gegen die 68er- Studentenbewegung und gegen Willy Brandts Entspannungspolitik mit der DDR anschreiben. Und heute, 20 Jahre nach dem Tod des Patriarchen, zeigt sich seine Witwe Friede Springer demonstrativ gerne an der Seite von CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel. Bevorzugtes Opfer der «Bild»-Kampagnen sind auch heute noch rot-grüne, allenfalls auch liberale Politiker. «Das politische Sendungsbewusstsein ist 20 Jahre nach Springers Tod schwächer geworden, erloschen ist es noch nicht», heisst es in dem «Zeit»-Text. Wer nun erwartet hätte, dass sich die deutschen PolitikerInnen – insbesondere natürlich die rot-grünen – gegen den Springer Sat.1-Deal au. ehnen würden, sah sich freilich getäuscht. Die «Zeit» versuchte für ihren Artikel kritische Politiker-Statements einzuholen – vergebens: Sämtliche angefragten Spitzenpolitiker hatten entweder «keine Zeit» oder (wie SPD-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse) die Ausrede parat, «da müsste er sich zuerst einarbeiten», bevor er eine Stellungnahme abgeben würde. «Politisches Wegducken» nennt dies die «Zeit»: Schon heute ist «Bild» so mächtig, dass sich keiner dagegen aufzulehnen getraut. Insbesondere jetzt, mitten im Wahlkampf. – Und nun droht die konservative Springer-Macht auch noch aufs Privatfernsehen überzugreifen.

Natürlich verbittet sich Sat.1-Chef Roger Schawinski tapfer jede politische Einflussnahme: Sein Sender bietet in erster Linie Unterhaltung und News; und sein einziger Erfolgs-Massstab ist die Einschaltquote: Und mit einem auf konservativen Kurs getrimmten Polit-TV würde er zumindest einen Teil seines Publikums vergraulen. Doch zu Sat.1 gehören auch der Newskanal N24 und der kleinere Sender ProSieben; da lässt sich einiges machen. Und warum sollte sich der Springer Verlag auf das finanzielle Hochrisikogeschäft Fernsehen einlassen, wo seit Jahren ein erbitterter Kampf um die rückläufigen Werbeeinnahmen tobt und wo es wenig zu verdienen, aber viel Geld zu verlieren gibt, wenn es ihm nicht darum ginge, politischen Einfluss zu nehmen? Gerade jetzt, wo die politische Wende nach rechts naht. Mit Frau Merkel an der Macht und Springer-Sat.1 als publizistischem Flankenschutz könne man die konservative Linie auf Jahre hinaus zementieren.

Und was geht dies alles uns hier in der Schweiz an? Auch wir haben, wenn auch in lokalerem Rahmen, unsere mächtigen Medienfürsten und Kartelle. Zum Beispiel in Chur. Dort führt kein Weg am Imperium der «Südostschweiz» vorbei: Zwei deutschsprachige und eine rätoromanische Zeitung, Lokalfernsehen und Lokalradio sind in einer Hand. Das bekam auch der Leiter der Churer Theatergruppe «In Situ», Wolfram Frank, zu spüren: Wie kürzlich die Wochenzeitung WOZ berichtete, gerieten der Theatermann und der «Südostschweiz»- Chefredaktor Andrea Masüger abends in einer Kneipe aneinander, es kam zu einem heftigen Wortgefecht, mit der Folge, dass Masüger drohte, in sämtlichen ihm unterstellten Medien nie mehr ein Wort über «In Situ» zu veröffentlichen, bis sich Frank bei ihm entschuldige. Auf diese flagrante Zensurdrohung reagierte Theatermann Frank mit einer Beschwerde an den Presserat – in dessen Stiftungsrat unter anderem auch «Südostschweiz»- Mann Masüger sitzt…

Der Fall ist noch hängig, und man darf gespannt sein, ob und wie in der «Südostschweiz» über die «In Situ»- Premiere vom 8. September berichtet wird!

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surveillance

TOP SECRET

Stephan Fuchs – Information is Power. Auch im Museum für Kommunikation. Das sagen sich die Geheimdienstler. Und die Wirtschaftsspione. Und die Hacker. Spätestens seit dem Computer und der öffentlich- zivilen Nutzung des WWW sollte jede/r ein wenig hinter die Informationsgewinnung moderner Informationstechnologie schauen und verstehen um was es geht.

Sie haben das sicher schon gehört: Von Terroristen wird vermutet, dass sie geheime Botschaften in digitalen Bildern verstecken und sich so ungestört austauschen können. Vielleicht haben sie schon von der National Security Agency, NSA, dem grössten amerikanischen Geheimdienst gehört. Sie wurde im Auftrag von Harry Truman in den 40er Jahren gegründet und wurde über Jahre geheim gehalten. Die Aufgabe des Superdienstes ist es, „nützliche“ Daten abzufangen, darunter ausländische Nachrichtenverbindungen.

Sie stehen im Verdacht, mit dem Abhörsystem ECHELON weltweit Emails, Faxe und Telefongespräche abzuhören. Auch in der Schweiz, obwohl die Schweizer Dienste nicht gerne darauf angesprochen werden. Auch Windows 2000 machte von sich reden, das, wie Hacker zeigen konnten, einen vordefinierten Generalschlüssel für asymmetrisch verschlüsselte Verbindungen besaß – und dessen Eigentümer unter der Bezeichnung «NSA» firmierte.

Entsprechenden Gesetzesinitiativen in den USA, die den Gebrauch von Verschlüsselungsmethoden regulieren oder staatlichen Stellen eine Entschlüsselungsgarantie geben sollten, blieben schließlich erfolglos. Der Supersauger ist Arbeitgeber von sage und schreibe 16‘000 Mathematikern, darunter einige „umgedrehte“ Superhacker. Kein Wunder ist die NSA auf dem Gebiet der Verschlüsselung der Öffentlichkeit um Jahre voraus. Spionage software die sich auf ihrem Computer selber installiert weiss genau über ihr Surfverhalten Bescheid, registriert ihre Bewegungen, leuchtet ihr Surfverhalten aus, bombardiert sie mit Werbung, oder mit bösartigen Viren, oder klaut ihnen Passwörter.

Der Phantasie zum Schutz vor echten und eingebildeten Bedrohungen sind keine Grenzen gesetzt: Schlüssel und Codes werden entwickelt. Wer kennt sich in diesen Kommunikationslabyrinthen noch aus? Dieser Frage geht die Führung TOP SECRET nach. Auf dem gut einstündigen Rundgang werden aber auch Geschichten aus der Vergangenheit zu hören sein. Zum Beispiel von den «Simpsons» im Museum für Kommunikation.

Oder warum die Geschichte Englands wohl anders verlaufen wäre, hätte Maria Stuart die Häu. gkeitsanalyse gekannt. Exklusiv wird ausserdem eine originale Chiffriermaschine der Schweizer Armee in Betrieb genommen. Und zu guter Letzt nimmt die Führung noch den eigenen Schlüsselbund genauer unter die Lupe. Sie werden staunen, was der Bruder über sie weiss…

TOP SECRET
Museum für Kommunikation, Helvetiastrasse 16,
Bern. Jeweils sonntags; 14:00. Anmeldung bis 5 Minuten
vor Führungsbeginn am Museumsempfang.
Die Führung ist im Eintritt inbegriffen.

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vermischtes

Teutonische Wahl

Harald Haack – Am 18. September soll in Deutschland gewählt werden. Jede Stimme zählt, so heißt es. Angeblich geht es wieder einmal um die Wurst. Also, wenn ich an diesem Tag wählen gehe, dann wahrscheinlich zu „Tante Erna“ an der Ecke, wo ich Currywurst mit Pommes wählen und auch kriegen werde. Da gibt’s keine leeren Versprechen. Da gibt es Currywurst! Das Theater bei der letzten Wahl mache ich nicht noch einmal mit.

„Ich krieg die Currywurst und eine Portion Pommes mit Ketschup und mit ohne Majo!“ hatte ich laut gerufen, als ich die finstere Lobby der Grundschule, die sie zum Lokal umfunktioniert hatten, betrat. Aber da saßen an schäbigen Tischen nur eingetrocknete Typen herum. Es roch auch nicht nach Frittenfett. Vor sich hatten die stapelweise und ganz pedantisch verschiedenfarbige Briefumschläge und sehr lange, bedruckte Zettel liegen. Erwartungsvoll winkte mich einer dieser Bemitleidenswerten heran und verlangte meinen Perso und die Wahlkarte.

„Wahlkarte? Wieso das denn nun?“ hatte ich dem Heini um die Ohren geblasen. „Ich schleppe doch nicht ständig den ganzen Werbemüll mit mir herum, der ihr mir in den Briefkasten gedonnert habt. Ich kenne die Karte auswendig. Ich wähle die…“

„Pssst!“ unterbrach er mich. „Die Wahl ist geheim!“ Dann nuschelte er, der Perso würde auch genügen und suchte hektisch in einem Endloscomputerausdruck herum.

„Mann, nun tu doch nicht so geheimratlich“, hatte ich ihm zugeraunt.

„Ich will doch nur das indische Menü. Currywurst! Klar?“

„Ja ja“, hatte der gequält gelächelt. „Soll’s vielleicht auch noch ein Bier und ein Korn dazu sein?“

„Na, sag‘ mal, wofür hältst du mich denn eigentlich?“ platzte ich heraus und knallte ihm meinen Perso vor die Nase auf den Tisch. „Glaubst du wirklich, ich will hier verdursten? Nee, nee! Nicht vielleicht ein Bier und nicht vielleicht ein Korn dazu! Nee! Nicht mit mir auf diese Tour! Also, damit das hier klar ist: Ich kriege ein Bier und einen Korn dazu, und beides hübsch gekühlt. Hasste das kapiert?“

Wie von der Hummel gepiekt, sprang der mit einem Mal auf und schnauzte mich an, es gebe weder Bier noch Korn, und Currywurst gebe es auch nicht.

„Na gut, nun reg‘ dich doch nicht gleich so auf“, hatte ich ihm beschwichtigt und ihm meinen Perso ein Stück näher zugeschoben, „dann nehme ich eben nur die Pommes. Ketschup haste doch wohl noch. Oder etwa nicht?“

„Der hat sie doch nicht alle“, nörgelte einer hinter mir in der langen Schlange.

„Wem sagst du das“, lachte ich, „wem sagst du das?“

„Hier, ihre Wahlunterlagen“, sagte der Heini hinter dem Stapel Briefumschläge und langer, bedruckter Zettel und schob mir eine Garnitur davon zu.

„Danke“, sagte ich.

„Na bitte, es geht doch“, sagte er und verdrehte die Augen.

„Ja, warum sollte es nicht“, antwortete ich ihm. „Aber: Gibt es kein Besteck dazu?“

„Liegt alles hinten in der Kabine bereit“, stöhnte er und zeigte auf einen Tisch, auf dem ein Kasten stand. „Dort finden Sie einen Kugelschreiber und mit dem machen Sie ihre Kreuze hier irgendwo auf dem Papier.“

„Sie müssen sich nicht so verstellen“, entgegnete ich ihm. „Ich bin kein Analphabet. Ich muss keine Kreuze machen. Ich weiß, wie man CURRYWURST schreibt.“

spionage

New Orleans mayor fears CIA to take him out

New Orleans Mayor Ray Nagin said he’s feeling better about his city, he feels confident he has gotten the attention of Gov. Kathleen Blanco and President Bush, but he said he fears the Central Intelligence Agency may take him out because he’s been yelling at these officials.

He didn’t say it once. He said it twice.


Ray Nagin: CIA might take me out

Last night he told a reporter for the Associated Press: „If the CIA slips me something and next week you don’t see me, you’ll all know what happened.

Today he told interviewers for CNN on a live broadcast he feared the „CIA might take me out.“

Nagin resorted to vulgarity and profanity yesterday in his pleas for help. But he was actually calmer today, despite the hyperbole.

Nagin said Bush gave him a „hearty“ greeting and did not seem at all offended by Nagin’s earlier outburst.

„I do think the pleas for help basically got the nation’s attention, and the nation’s attention got everybody to stop and re-evaluate what was going on, including the president. … He basically said, ‚Look, our response was not what it should have been and we’re going to fix it right now.“

Nagin said evacuation has been hampered by officials‘ difficulty grasping where state authority ends and federal authority begins and he said he very frankly urged Bush and Blanco to get a clear chain of command straightened out immediately.

Fotos: AP
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vermischtes

Weshalb Bush aufs Kyoto-Protokoll scheisst

Harald Haack – Klimaforscher sind sich inzwischen einig: Gegenwärtig erleben wir den Anfang einer globalen Klimakatastrophe. Bald soll es kein Eis mehr in der Arktis geben. Doch was viele kluge Köpfe als katastrophal darstellen, wird für einige wenige Geschäftemacher das Paradies werden: Keine Eisberge mehr, die „unsinkbare Schiffe“ mit stinkreichen Menschen an Bord rammen, aufschlitzen und versenken können. Grönland ohne Eis, und schon können Ölkonzerne mit ihren Bohrtürmen die großen arktischen Erdöllager anzapfen. Das Ende der Ölkrise und die Unabhängigkeit vom Öl der Mullahs nahen. Und endlich könnten Vertreter den Inuits, den „Eskimos“, Kühlschränke verkaufen, wenn diese nicht flüchten und in die Antarktis umsiedeln.

Allerdings wird es immer häufiger Hurrikane geben, deren Stärke zunehmen soll, wie Klimaforscher warnen. Das Orakel könnte, nach der Zukunft befragt, antworten:

Bald werden immer mehr US-Bürger wie auch Industrieunternehmen feststellen, dass die gesamte Ostküste bis hin nach New York sowie die Küste am Mexikanischen Golf wegen der heftigst wütenden Hurrikane praktisch unbewohnbar sein wird. Kanada muss angesichts der massenhaften Migration des „US-Mobs“ seine Grenzen abschotten, wie die USA ihre Grenzen vor dem „mexikanischen Mob“ abgeriegelt haben. Dänemark wird Grönland wegen des Ölreichtums verlieren und in die Unabhängigkeit entlassen müssen. Denkbar ist auch, dass viele der künftigen Hurrikan-Vertriebenen in Grönlands großem Tal, das gegenwärtig noch unter einem dicken Eispanzer versteckt ist, siedeln werden. Aber kein neuer Menschenschlag wird dort heranwachsen. So wie einst der „Abschaum Europas“ Nordamerika mit Aggression und Gewalt „im Namen Gottes“ überschwemmte, werden die amerikanischen Flüchtlinge Grönland in Besitz nehmen. Wahrscheinlich werden die hohen Berge, die das große, weite Tal Grönlands flankieren, die Nachkommen der amerikanischen Invasoren glauben lassen, dass die Welt hinter der grönländischen Bergkette zu Ende ist und sie die Größten sind. Es wird sich also nicht viel ändern.