Krieg

US-Politikwechsel für Afghanistan: Keine Hilfe zur Staatsbildung, stattdessen Konfliktverschärfung

Dr. Alexander von Paleske —— 31.8. 2017 —–Vergangene Woche hat US-Präsident Donald Trump seinen Politikwechsel in Sachen Afghanistan verkündet: Nicht mehr Hilfe zur „Staatsbildung“, stattdessen nur noch „feste druff“ – auf die Terroristen. Mit 4000 Soldaten, zusätzlich zu den 8000 US Soldaten – in Wirklickeit sind es 11.000 – die noch im Lande sind.



US-Präsident Donald Trump bei Verkündung der neuen Afghanistanstrategie vor Soldaten

Kein Glaube an Sieg
US-Aussenminister Rex Tillerson hakte sofort nach: Die Taliban sollen mit Hilfe von US-Truppen in Schach gehalten werden. An einen Sieg glaubt er zwar auch nicht mehr, aber auch die Taliban könnten gegen die USA und die afghanischen Truppen zusammen ebenfalls nicht gewinnen.

Mit anderen Worten: Es wird eine Patt-Situation angestrebt, durch andauernden Zermürbungskrieg, der schliesslich die Taliban, wenn nicht schon zum Aufgeben, dann aber doch zum Einlenken zwingen soll.

Es ist eine Strategie, bei der die USA massiv mit Luft und Bodentruppen punktuell angreifen, den Rest sollen dann die afghanischen Regierungstruppen erledigen, die in den vergangenen Monaten mehr und mehr in die Defensive geraten sind. Das Leiden der Zivilbevölkerung wird also unvermindert weitergehen..

Vietnamkrieg lässt grüssen
Die Parallelen zum Vietnamkrieg drängen sich auf: Nach der Tet-Offensive des Vietcong und der Nordvietnamesen 1968 war klar, dass die USA den Krieg – wie zuvor schon die Franzosen – nicht gewinnen können. Also ging es dann nur noch darum, sich aus dem Krieg zurückzuziehen, den Krieg zu „vietnamisieren“.

Die Verhandlungen in Paris begannen mit den Verhandlungsführern Henry Kissinger für die USA auf der einen Seite, und Le Duc Tho auf nordvietnamesischer Seite.
Nach dem Besuch Nixons in Peking, 1972 vermittelte die Volksrepublik China im Hintergrund.

Der Krieg ging dann zwar noch drei Jahre weiter, aber nach dem Abzug der US Armee brach der Widerstand des korrupten Diem-Regimes bzw. seiner Nachfolger ziemlich rasch zusammen. Sie hatte keinen Rückhalt im Volk, vergleichbar jetzt der afghanischen Regierung ausserhalb der Hauptstadt Kabul..

Wie dort so hier
Wie in Vietnam verlief es auch in Afghanistan: Als die Kampftruppen der US Armee und ihrer Verbündeten, einschliesslich der Bundeswehr-Kampftruppen – Bundeswehr-Ausbilder blieben aber nach wie vor dort – abzogen, konnten die afghanische Armee das Terrain nicht halten.

Nicht überraschend
In den Jahren nach dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan im Jahre 2002 kehrten die Taliban Zug um Zug zurück. Nicht nur kehrten sie zurück, sondern bauten parallele Regierungsstrukturen einschliesslich Gerichtsbarkeit auf.

Der Versuch der USA und ihrer Verbündeten, der Bevölkerung ein westliches Regierungsmodell überzustülpen, scheiterte grandios, weil es nicht von der Bevölkerung akzeptiert wurde.

Wie der ehemalige Deutsche Botschafter in Afghanistan, Dr. Werner Kilian, in einem mit mir geführten Interview bereits 2009 erläuterte:

Weder Karsai (der damalige afghanische Präsident) noch seine Nachfolger werden es schaffen, landesweite Autorität zu besitzen. Auch die parlamentarische Demokratie mit Parteien und Wahlkreisen wird es sehr schwer haben, in Afghanistan populär zu werden. Man folgt dort lieber dem örtlichen „Khan“, der als Ortsvorsteher, Mullah, Stammesältester oder Warlord Autorität ausübt. Hier beginnen also bereits die Fragezeichen unserer und der gesamten westlichen Afghanistanpolitik.“

Und weiter:

Jetzt sind wir in der wenig beneidenswerten Lage, dass Karsai von seinen Landsleuten als westliches Implantat empfunden wird, dass die NATO-Truppen einschließlich der Deutschen als Besatzungssoldaten gesehen werden, die Karsais Mannschaft mit Waffengewalt schützt, obwohl er im Verdacht der Bestechlichkeit, der Verwicklung in Rauschgifthandel und der Wahlfälschung steht.

Ohne geht nicht
Ohne die Unterstützung der afghanischen Armee durch die Bevölkerung muss der Krieg in Afghanistan, wie seinerzeit in Vietnam, verloren gehen, gleichgültig wie viele Soldaten und Waffen noch dahin geschickt werden.

Die USA und ihre Verbündeten hätten ein Scheitern ihrer Afghanistanmission, die bisher mehr als 1 Billion US Dollar verschlungen hat, längst eingestehen müssen.

Taliban haben recht

Die Taliban haben insoweit recht mit dem, was sie in ihrem offenen Brief in er vergangenen Woche als Antwort auf Trumps Strategiewechsel schrieben:

If you failed to win the Afghan war with disciplined U.S. and NATO troops, advanced technology, experienced military generals, consecutive strategies and mighty economy, you shall never be able to win it with mercenaries, notorious contractor firms and immoral stooges,“

Dass von Staatsbildung unter diesen Umständen keine Rede sein kann, versteht sich von selbst, insoweit war Trump entwaffnend ehrlich, ausnahmsweise.

Grüne melden sich..
Aber sogleich meldete sich der aussenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripur, zu Wort.
Die Grünen, die das Afghanistan-Kriegsabenteuer immer abgenickt hatten, haben bis heute keine Kritik an ihrem Abstimmungsverhalten geübt, von Ausnahmen wie Ströbele einmal abgesehen.

So überrascht es nicht, dass Nouripur in seiner Stellungnahme weiter an dem nunmehr völlig illusionären Projekt der Staatsbildung festhält. Ein Projekt, das nicht nur einen militärischen Sieg über die Taliban voraussetzt, sondern eine Totalumkrempelung der afghanischen Gesellschaftsstruktur. Beides ist nicht zu haben.

Möchte der Grünen-Sprecher erneut die Bundeswehr-Kampftruppen als Kanonenfutter in dieses aussichtslose Gefecht schicken?

Nur Totalrückzug
Es gibt für den Westen nur den Totalrückzug, möglichst nach Verhandlungen darüber mit den Taliban, und einen sofortigen Waffenstillstand, damit endlich die Bevölkerung keine weiteren Opfer mehr bringen muss.
Aber aus dem Vietnam-Krieg haben weder die USA, noch die westlichen Verbündeten gelernt.

Neuer Player: IS
Aber anders als in Vietnam ist ein weiterer Player auf den Plan getreten: die Religionsfaschisten des Islamischen Staats (IS).
Die internationalen Terrorbrigaden strömen mittlerweile nach Afghanistan, und nicht wenige Talibankämpfer haben sich dieser Terrororganisation angeschlossen, die mit äusserster Brutalität vorgeht, nicht nur gegen die afghanischen Regierungstruppen und die NATO-Soldaten, sondern vor allem auch gegen die Zivilbevölkerung, ganz besonders jedoch die schiitisch moslemische Minderheit, die als Feind angesehen wird, ganz so wie auch in den islamistisch-sunnitischen Ländern wie Saudi Arabien.


Schiitische Moschee in Herat / Afghanistan nach IS Bombenangriff

Diese Haltung dürfte dort grosses Wohlwollen auslösen, und alsbald, wenn auch nicht offiziell, Hilfsgelder an diese Schiitenhasser sprudeln lassen.

Um den Rückhalt unter der Bevölkerung Afghanistans nicht zu verlieren, müssen sich beide Gruppen nun in ihrer Entschlossenheit und Brutalität gegenseitig überbieten.

Je mehr aber die Auseinandersetzung zwischen Taliban und IS andauert, umso mehr dürften die Taliban an Einfluss verlieren, weil sie – trotz der Gebietsgewinne in 15 Jahren Krieg – der totalen Machübernahme nicht näher gekommen sind.

Russland sucht Ausweg
Russland versucht mittlerweile die Taliban an den Verhandlungstisch zu bringen, auch weil es fürchtet, der Konflikt könne in die benachbarten, mehrheitlich moslemischen Staaten Kasachstan, Turkmenistan, Tadjikistan und Usbekistan überschwappen.

Fazit:
Die neue Strategie der USA und ihrer Verbündeten verschärft den Konflikt lediglich, statt ihn einer Lösung näherzubringen.

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Krieg

Saudi-Arabiens König wählt Sohn zum Nachfolger – mit unmittelbaren Folgen für die Region

Dr. Alexander von Paleske — 23.6. 2017 —– Saudi -Arabiens König al Salman hat seinen Sohn Mohammed (31)gestern zum Kronprinzen gemacht und den bisherigen Kronprinzen,seinen Neffen, Mohammed bin Naif (57), geschasst.

Nicht im Wartestand
Mohamed bin Salman ist aber keineswegs ein König im Wartestand: de facto ist er bereits der König, soweit es die tatsächliche Machtausübung angeht.


Kronprinz Mohammed bin Salman ……nicht im Wartestand

Mohammeds Vater, der 81-jährige König Salman hat offenbar zwei Schlaganfälle hinter sich und soll an Alzheimer leiden.
Damit wird sein Sohn – ohne grössere politische Erfahrung – die Geschicke des Landes bestimmen.

Schreckensbilanz
Bisher war Mohammed Verteidigungsmister, und zeichnete als solcher für die Angriffe der saudischen Luftwaffe auch auf zivile Ziele im Jemen samt Zerstörung grosser Teile der Infrastruktur, einschliesslich Krankenhäusern und Schulen sowie Strassenbrücken, und damit der Versorgungswege im Jemen, verantwortlich.

Das Resultat sind Hungersnot, Unterernährung der Kinder, und der Ausbruch von Krankheiten, wie Cholera.


Opfer der saudischen Luftangriffe


Von saudischer Luftwaffe zerstörtes Gebäude

Ein böses Omen für das, was einer Region voller Konflikte sonst noch bevorsteht.
Mohammed Salman hat so bereits unter Beweis gestellt, zu welchen Grausamkeiten er bereit ist: ein Politiker, der auch aussenpolitisch eine „Knüppel aus dem Sack“ – Politik verfolgt.

Der Krieg im Jemen ist nur das Vorspiel für den Krieg gegen den Iran. Im Vorfeld dazu bereits die Sanktionen gegen Katar, das diese gegen den Iran gerichtete Aggressionspolitik nicht mittragen wollte und will..
Katar soll nicht nur einen drastischen aussenpolitischen Richtungswechsel vornehmen, sondern ausserdem den Nachrichtensender A Jazeera binnen 10 Tagen schliessen.

Nicht das Wasser reichen
Saudi Arabien, das militärisch dem Iran nicht das Wasser reichen kann, musste deshalb die USA ins Boot holen.

Das ist mit der Staatsvisite des neuen US Präsidenten Trump in Riyad, an deren Vorbereitung Mohammed al-Salman federführend beteiligt war, bestens gelungen. Wie Saudi -Arabien und Israel hat nun Trump ebenfalls den Iran zum Terrorstaat erklärt – ohne jegliche Basis versteht sich.


Mohammed Salman (l), Trump (m) ………ziemlich beste Freunde

Insofern war das nicht irgendeine Machtrochade in Saudi-Arabien.
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Modernisierer?

Der Herr Kronprinz macht den Modernisier. Das könnte einem Staat mit mittelalterlichen Strukturen ja eigentlich nur guttun, glauben die Medien in ihrer Berichterstattung.

Der modernisierungsträchtige Generationensprung allerdings dürfte die Rechtlosigkeit der Frauen, und das Schalten und Walten der Religionspolizei, kaum verändern. Die Monarchie mit ihren 8000 parasitären Prinzen, die den Staat kotrollieren, steht auf wackeligem Fundament. Die Modernisierung dürfte sich daher auf die Wirtschaft beschränken, das Bündnis mit dem mittelalterlichen Klerus jedoch unangetastet bleiben. Daran wird auch Mohammed nicht rütteln, um sein und seiner Prinzen Überleben zu sichern..

In einer Region voller Konflikte daher ein Machtwechsel, der nur Schlimmes befürchten lässt.

Reise in die politische Finsternis – Donald Trump & Co in Saudi-Arabien

US-Israelischer-Saudi-arabischer Kriegfriedensplan für den Nahen Osten
Jemen, Süd-Sudan, Somalia und Nigeria: Hungersnöte, Bürgerkriege – und wenig Hilfe

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linkSigmar Gabriel meldet sich von seiner Exportoffensive aus Saudi-Arabien
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Ehemaliger Geheimdienstchef Grossbritanniens, Richard Dearlove: Saudi Arabien steckt hinter den Sunni-Terroristen der ISIS
So ticken die Scheichs von Katar …… und so schuften und sterben ihre Arbeiter
Dubai und UAE: Schöner Urlaub gegen Bares – Folter und Gefängnis gratis

Israels Waffenlieferungen in den Iran einschliesslich Massenvernichtungswaffen
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Der Fall Barschel, der Mossad und die Waffenlieferungen in den Iran

Vereinigte Arabische Emirate: Eine Söldnertruppe gegen den arabischen Frühling
Dubai – Die einen stehn im Lichte….

Krieg

Jemen, Süd-Sudan, Somalia und Nigeria: Hungersnöte, Bürgerkriege – und wenig Hilfe

Dr. Alexander von Paleske —- 20.6. 2017 —– Fast 20 Millionen Menschen in Afrika, davon 10 Millionen Kinder, droht eine Hungersnot, das Resultat der tödlichen Kombination aus Bürgerkrieg und ausbleibendem Regen.

Zeit drängt.
Die Zeit drängt, aber die Hilfszusagen lassen auf sich warten: 6,5 Milliarden US Dollar werden gebraucht, um das Schlimmste abzuwenden, aber erst ein Viertel dieser Summe wurde von Geberländern bisher zugesagt.

Bereits jetzt sind schon:

– 4 Millionen Kinder unterernährt,

– 21 Millionen Menschen ohne Zugang zur selbst minimaler Gesundheitsversorgung

– 20 Millionen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Folge sind jetzt Choleraausbrüche in drei Ländern, insbesondere im Jemen.

Ohne Frieden keine Änderung
Ohne Frieden in diesen Ländern wird es keine mittel-oder langfristige Lösung dieser Hungerkatastrophe geben, weil, insbesondere im Südsudan, die Menschen vor den kriegerischen Auseinandersetzungen in Flüchtlingslager geflohen sind.

Nicht nur wegen der Granateneinschlage, sondern vor allem wegen der Brutalität seitens der Bürgerkriegsparteien – seien es Regierungssoldaten, seien es Rebellen- gegenüber Zivilisten. die ein unvorstellbares Ausmass angenommen haben: Vergewaltigung und willkürliche Tötung sind an der Tagesordnung.

Einziger Ausweg: Flucht
Der Zivilbevölkerung bleibt nur die Flucht.
3 Millionen Menschen sind es mittlerweile, 1/3 der Bevölkerung des Südsudan, die entweder in die Flüchtlingslager, die mehr schlecht als recht von UN Soldaten bewacht werden, oder in das benachbarte Uganda geflüchtet sind.


Flüchtlingslager im Südsudan

Aber ein Frieden ist nicht in Sicht. Unter Vermittlung zustande gekommene Friedensabkommen werden flugs wieder gebrochen.

Der Präsident Südsudans, Salva Kiir, der nicht nur durch seinen grossen Cowboyhut, ein Geschenk des US-Präsidenten G.W. Bush, den er ständig und überall trägt, sondern vor allem durch seine Brutalität und Machthunger auffällt , strebt die Alleinherrschaft an. Sein Widersacher, der von Kiir abgesetzte Vizepräsident Riek Machar, ist nach Südafrika geflüchtet, kommandiert aber nach wie vor zumindest Teile der Rebellenarmee.

Der kaum an Brutalität zu überbietende Oberbefehlshaber der Regierungstruppen, General Paul Malong, wurde zwar von Präsident Kiir im Mai 2017 gefeuert, aber nicht wegen der unzähligen begangenen Grausamkeiten, sondern weil er Kiir zu mächtig geworden war, und der einen Staatstreich fürchtete.


Präsident Kiir (r) und General Malong (l)

Gleichgütig gegenüber den Leiden
Gemeinsam ist diesen Herrschaften, dass es ihnen nur um Macht und Geld geht, das Schicksal der Zivilbevölkerung ihnen jedoch herzlich gleichgültig ist. Zur Macherhaltung spielen sie die Stämme der Dinka und Nuer gegeneinander aus.

Früchte der Sezession
Im Südsudan werden ohne Zweifel die Früchte der Sezessionspolitik geerntet.
Jahrelang hat der Westen, insbesondere radikalchristliche Organisationen in den USA, den Konflikt zwischen dem muslimischen Norden und dem christlichen Süden geschürt, die christlichen Rebellen mit Geld und Waffen versorgt, bis schliesslich das Ziel erreicht war: Eine Volksabstimmung über die Abtrennung .

Sezession kein Ausweg
In meinem Interview mit dem Ex-Präsidenten Botswanas, Sir Ketumile Masire im Jahre 2008, machte dieser noch einmal klar, wie notwendig die nationale Identität ist – trotz der Grenzen, die seinerzeit von den Kolonialisten mit dem Lineal gezogen wurden – ohne Rücksicht auf ethnische Zugehörigkeit:

I shouldn’t be understood to say we should redraw borders. And I have said, that there are two good things, that the colonialism has done. One is to parcel us into viable entities. Doesn’t matter whether they cut the tribe, two tribes, a tribe into half one called Kenyans, the other Tanzanians but at least there is a group of people, who feel, they belong together who can administer and plan their affairs together instead of just a marauding unidentifiable mass of people.

Diese nationale Identität sollte also als Chance begriffen werden, nicht aber als Anlass für ethnische Auseinandersetzungen. Davon kann jedoch im Südsudan keine Rede mehr sein.

Kurzer Frühling
Die Euphorie über den neuen afrikanischen Staat dauerte erwartungsgemäss nicht lange, weil den Politikern alles an der Macht – und am Geld lag , aber nichts an der nationalen Identität

Ihnen lag vor allem daran, bei der Verteilung der Einkommen aus den Ölquellen und den reichlich fliessenden Hilfsgeldern ordentlich etwas für sich abzweigen zu können: 4 Milliarden US Dollar „Abzweigegelder“ waren das bereits im Jahre 2012 – ein Jahr nach der Unabhängigkeit

Das Resultat: seit 2013 tobt mit Unterbrechungen der Bürgerkrieg.
Die Bevölkerung leidet jämmerlich. Aber die Gewaltaktionen der Armee machten auch vor Helfern internationaler Hilfsorganisationen nicht Halt.

Saudi Arabien bombt im Jemen:
Im Jemen wiederum bombardiert die saudische Luftwaffe weiterhin auch zivile Ziele. Vorgestern sind 21 Menschen bei einem derartigen Angriff auf einen Marktplatz im Norden des Jemen umgekommen.

Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien im Mai hat der US-Präsident Trump nichts unternommen, die saudischen Luftangriffe zu stoppen.
Ganz im Gegenteil: Die USA liefern Waffen für Multimilliarden US Dollar, die sollen wiederum Jobs in den USA sichern.

Wenn der Krieg weitertobt, dann nimmt auch der Hunger nach weiteren Waffenlieferungen zu, und schürt den nächsten Konflikt: den mit dem Iran.

50% Hilfslieferungen gestohlen
Im Norden Nigerias brauchen 8 Millionen Menschen Nahrungshilfe, die wird zum Teil auf den Weg gebracht, aber nur 50% kommen tatsächlich an den Zielorten an, das sind vorwiegend die von der Terrormiliz Boko Haram heimgesuchten Gebiete. Die anderen 50% werden von korrupten Regierungsangestellten umgeleitet, und auf dem freien Markt verkauft..

Nun will der stellvertretende Staatspräsident Nigerias die Nahrungsmittel-Transporte durch das Militär begleiten lassen. Es bleibt abzuwarten, ob das etwas hilft.

Bürgerkrieg seit 1991
In Somalia wiederum tobt der Bürgerkrieg seit 1991. Auch hier ist ein Ende nicht abzusehen.

Die Friedenstruppen der Afrikanischen Union, welche die Terror-Islamisten von Al Shabab aus allen Städten Somalia rausgeworfen haben, werden vom Westen nur unzureichend unterstützt, und jetzt wollte die EU diese Hilfsgelder auch noch kürzen.

Wen wundert es, dass die Flüchtlingswelle schliesslich auch nach Europa schwappt?.

Krieg

US-Israelischer-Saudi-arabischer Kriegfriedensplan für den Nahen Osten

Dr. Alexander von Paleske 13.6. 2017

Vor 50 Jahren ging der Sechstagekrieg zu Ende. Er endete mit einer vernichtenden Niederlage der Armeen Ägyptens, Jordaniens und Syriens, der Besetzung der Westbank, Ost Jerusalems, den Golanhöhen und der Sinai-Halbinsel samt Gaza Streifen.

Und, nicht zu vergessen: der weitgehenden Zerstörung des US- Aufklärungsschiffs Liberty vor der israelischen Küste durch israelische Luftangriffe und Torpedos am 8.6. 1967. Das hatte auch den israelischen Funkverkehr abgehört und entschlüsselt, und dabei wohl festgestellt, dass entgegen einer Warnung der USA die Israelis die Westbank besetzen wollten und vermutlich wohl auch Kriegsverbrechen der Israelis dokumentiert. 34 US Soldaten kamen bei dem Angriff der Israelis um, 172 wurden verletzt. Kein versehentlicher Angriff.


USS Liberty

Auf die Besetzung der Westbank, wo 1967 600.000 Palästinenser lebten – aber keine Israelis – folgte die schubweise Annexion der Westbank durch immer neue israelische Siedlungen. Jetzt leben dort bereits knapp 600.000 Israelis – und der Landraub geht weiter.

Aus der Sinai-Halbinsel zog sich Israel nach dem Yom Kippur-Krieg 1973 und dem Friedensschluss in Camp David schliesslich zurück.

Kein Frieden
Im Nahen Osten herrscht trotz des Friedensschlusses mit Ägypten seitdem kein Frieden. Kann kein Frieden herrschen, weil Israel statt Konflikte zu lösen, Konflikte schafft, die es glaubt mit Gewalt dann in seinem Sinne lösen zu können.

Israels Gegner sind nicht mehr Ägypten und Jordanien, es sind die Palästinenserorganisationen: PLO und die als Terrororganisation angesehene Hamas, von Israels Geheimdienst seinerzeit gegründet, um der PLO das Wasser abzugraben

Dazu die Unterstützer dieser Organisationen: Hisbollah im Libanon , Syrien, Iran und das Scheichtum Katar

Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, wird zwar finanziell von Katar unterstützt, aber ideologisch vor allem von der Moslembruderschaft in Ägypten

Die Palästinenserbehörde (praktisch PLO) in den nach der Ladwegnahme übriggebliebenen knapp 50% der Westbank, wird finanziell von der EU unterstützt.

Hisbollah im Libanon wiederum unterstützt generell die Palästinenser. Sie ist eine schiitisch-libanesisch politische Organisation, die bewaffnete Einheiten kommandiert, welche die Israelis bekämpften, als diese in den Libanon einmarschierten, und wird vom Iran – und vor dem Bürgerkrieg auch von Syrien – mit Geld und Waffen unterstützt

Mittlerweile kämpfen Einheiten der Hisbollah im Syrienkonflikt an der Seite der schiitischen (alawitischen) Assad-Regierung

Weg mit Hamas und Hisbollah
Israel will Hamas und Hisbollah loswerden, und glaubt dann den Palästinensern einen Siegfrieden aufzwingen zu können.

Schon einmal, 2006, hatte Israel durch seinen Einmarsch in den Libanon versucht, die Hisbollah militärisch in die Knie zu zwingen, stattdessen sich dabei eine blutige Nase geholt. Die israelischen Truppe zogen schliesslich ab, ohne ihr Kriegsziel erreicht zu haben.

Zunächst soll jetzt der Geldfluss an Hamas und Hisbollah gestoppt, und die Waffentransporte unterbunden werden.

Genau das wollen mittlerweile auch Saudi-Arabien und die Scheichtümer am Golf (Dubai, die Vereinigten Arabischen Emirate UAE) – nicht aber das Scheichtums Katar.

Aber damit enden die Gemeinsamkeiten zwischen Israel und diesen sunnitisch arabischen Ländern noch nicht, denn Feind Nummer 1 für Saudi-Arabien & Co ist der schiitische Iran, der flugs zum Terrorstaat erklärt wurde. Zunächst von Israel, dann auch von den sunnitischen Arabern, obgleich der Iran an keinem der Terrorakte in den letzten Jahren in irgendeiner Weise beteiligt war.

Mehr noch: die Elitetruppen des Iran kämpfen im Irak gegen den Islamischen Staat (IS). Der Iran wurde in der letzten Woche selbst Opfer eines Terroranschlags, als Terroristen des Islamische Staates (IS) das Parlament und das Mausoleum des Ayatollah Khomeini angriffen.

Kein Glück mit Obama
Mit diesem unsubstantiierten Unfug Israels und Saudi-Arabiens, der nur darauf abzielt, eine internationale Koalition zum Krieg gegen den Iran, mit den USA an der Spitze, zusammenzubringen, hatten sie mit dem US-Präsidenten Obama kein Glück. Der durchschaute dieses durchsichtige Manöver und verhandelte lieber erfolgreich mit dem Iran über ein Atomabkommen, das prompt von Saudi-Arabien und Israel scharf kritisiert wurde.

Trump voll auf Linie
Der neue US Präsident Trump ist jedoch voll auf die israelisch-saudische Linie eingeschwenkt. Trump bezeichnet den Iran jetzt ebenfalls als Terrorstaat, also ein Staat, der den internationalen Terrorismus verbreitet – ohne jegliche Substanz. Er hatte bereits im Wahlkampf angekündigt das Atomabkommen mit dem Iran nicht zu akzeptieren

Als Gegenleistung für diesen Schwenk erhielt der US-Präsident Milliardenaufträge der Saudis, vorwiegend für Waffenlieferungen. Die politischen Verhältnisse in Saudi-Arabien spielen – nicht nur für Trump, auch das muss gesagt werden – keine Rolle.


Trump in Saudi-Arabien ……Schwerttanz mit König und Prinzen

Während der Iran gerade Parlamentswahlen hinter sich hat, immerhin eine beschränkte Demokratie, ist die saudische Monarchie mit rund 8000 parasitären Prinzen kaum als auch nur als im Ansatz demokratisch bezeichnen. Im Gegenteil: Hier regiert das finsterste Mittelalter mit Scharia, und ohne jegliche Rechte der Frauen, die nicht einmal Auto fahren dürfen oder alleine verreisen.

Mehr noch: Saudi Arabien ist ein nachhaltiger Exporteur der Islamistenideologie, auf dessen Boden IS und Al Qaida prächtig gediehen.

Ermutigung nach Besuch
Trumps Besuch in Saudi-Arabien hat diese saudischen Herrschaften ermutigt, richtig in die Vollen zu gehen.

Als erstes Land, bevor es dann gegen den Iran losgehen soll, ist das durch grosse Gasvorkommen steinreiche Scheichtum Katar an der Reihe. Dessen Regierung hatte es gewagt, die Hamas in Gaza und die Moslembruderschaft in Ägypten – letztere stelle nach demokratischen Wahlen seinerzeit den Präsidenten Mursi bevor er vom Militär abgesetzt wurde – finanziell zu unterstützen.

Die Moslembruderschaft ist jedoch ein Gegner nicht nur der jetzigen Militärregierung in Ägypten, sondern auch des saudischen Königshauses, dessen Prinzen alle Posten und Pöstchen bis in das mittlere Management besetzen, und die sich Jahrzehnte nur dank der Unterstützung der USA an der Macht halten konnten.

Vorläufiges Fazit
Wer die gemeinsamen Gegner Saudi-Arabiens – und Israels – unterstützt, der ist zwangsläufig ein Terrorunterstützter.

Schlimmer noch: Katar unterhält ordentliche Beziehungen mit dem Iran

Der Scheich von Katar kam mehr oder weniger wutschnaubend von dem Treffen mit Trump und Arabern aus Saudi-Arabien zurück, weil er die Frontstellung und Kriegsdrohungen gegen den Iran ablehnt. Das kann Saudi-Arabien nicht dulden, die Einheitsfront gegen den Iran muss stehen, zumal die USA eine grosse Militärbasis mit 10.000 Soldaten in Katar unterhalten, von wo aus die Angriffe in Syrien und im Irak geflogen werden.Katar könnte im Falle eines Angriffs auf den Iran die Basis sperren.

Abweichen muss betraft werden
So ein Abweichen aus der saudischen Kriegsfront muss bestraft werden Und so verhängten diese arabischen „Bruderstaaten“ erst einmal Sanktionen. Für Katar bestimmte Warenlieferungen werden nicht mehr durchgelassen.

Katar besitzt keinen Tiefwasserhafen, und muss jetzt auf den Weg der Luftfracht ausweichen, vorwiegend aus dem Iran . Nun sollen die Importe auch auf dem Seeweg über Oman laufen, das aber dann bald der Druck der arabischen Brüder spüren dürfte. Wie lange dieses Tor noch offensteht ist also bestenfalls unklar.

Auch Luftraum gesperrt
Katars erfolgreiche Luftlinie, Qatar Airways, darf diese sanktionsverhängenden Länder nicht mehr anfliegen, bzw. überfliegen. Sofort mussten 50 Flüge pro Tag gestrichen werden, andere Flüge werden umgeleietandere Routen dürften nicht mehr ausgelastet sein, weil die Zubringer aus den arabischen Ländern ausfallen. Durch die Umwege werden täglich 600.00 Tonnen Kerosin zusätzlich verbraucht.


Qatar Airways ………600 Tonnen Kerosin pro Tag zusätzlich durch Umwege

In seiner Not suchte Katars Regierung Unterstützung in Moskau. Es ist der Beginn einer Internationalisierung es Konflikts. . Russland wird vermutlich – noch – nicht in diesen Konflikt, der nur das Vorspiel zu dem grossen Konflikt mit dem Iran ist, eingreifen , sondern erst dann, wenn der Iran militärisch angegriffen wird.


Katars Aussenminister in Moskau ……….Freunde in der Not gesucht

Die in Katar lebenden Bürger dieser Sanktions-Staaten wurden von ihren Heimatländern aufgefordert, Katar umgehend zu verlassen. Damit soll ebenfalls Druck ausgeübt werden. In Katar, das in 5 Jahren die Fussballweltmeisterschaft ausrichtet, soll die Wirtschaft durch den Abzug dieser Fachkräfte empfindlich getroffen werden.

Israels Irrglaube
Israel glaubt, durch diesen Krieg sich den Frieden erkämpfen zu könen. Ein Irrglaube. Der abenteuerliche Plan, den Iran anzugreifen, hat vielmehr alle Chancen, sich zu einem globalen Krieg auszuweiten.

Krieg

G7-Gipfel, US-Präsident Trump, die hilflosen Europäer und die zunehmende Kriegsgefahr

Dr. Alexander von Paleske —— 28.5. 2017 ——-
Vor der malerischen Kulisse der sizilianischen Stadt Taormina fand der G-7 Gipfel statt. Er endete, wie nicht anders zu erwarten,, ohne Einigung in wichtigen Fragen, insbesondere dem Klimaschutz und der Flüchtlingsfrage.


G-7-Gipfel in Taormina …..anachronistischer Verein

Trumps Pläne
Dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni hörte Trump erst gar nicht zu, Trump nahm den Kopfhörer aus dem Ohr.
Ihm ging es vor allem darum, als Präsident der absteigenden Supermacht USA seine Standpunkte zur Kriegsvorbereitung, zum Klimawandel (gibt es ja nach Trump gar nicht) und den Flüchtlingen klar zu machen.


Trump (l), Gentiloni r) ……….einfach nicht zugehört

Vorschläge zur Lösung des Flüchtlingsproblems, die der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni machte, den vom Armut betroffenen Staaten insbesondere Afrikas unter die Arme zu greifen – dazu waren auch einige afrikanische Staatschefs am zweiten Tag eingeladen worden – interessierten ihn nicht, er ist vielmehr gerade mit seinen Budgetplanungen dabei, die bisherigen Hilfszusagen zusammenzustreichen.

Ein Blick zurück

Gegründet wurde die G-7 Gruppe 1975 als Gruppe der Sechs ( G-6) führenden Industrienationen. An dem ersten G-6-Gipfel nahmen die Staats- und Regierungschefs von sechs Ländern teil: Bundesrepublik Deutschland,, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und die Vereinigten Staaten. Die Themen damals waren die Währungspolitik nach dem Zusammenbruch des Wechselkurssystems von Bretton Woods, und die Reaktion auf die erste große Ölkrise.

Anachronistischer Verein
Gemessen daran ist die heutige Zusammensetzung der Gruppe als „führende Industrienationen“ geradezu anachronistisch:.

– China, damals noch ein Zwerg der Weltwirtschaft, ist mittlerweile zur zweitgrössten Industrienation und Weltwirtschaftsmacht aufgestiegen.

– Indien liegt mittlerweile auf Platz sechs.

– Russland, 1998 in den Club aufgenommen – dann G-8 – ist schon wieder draussen, wegen der Auseinandersetzungen in der Ukraine und der Krim. Italien hätte längst nichts mehr in dem Club zu suchen.

Aber auch wenn sie im internationalen Vergleich kaum mehr als „die führenden Industrienationen“ bezeichnet werden können: einmal drinnen – immer ist immer drinnen, Russland ausgenommen, versteht sich.

Krieg nach allen Seiten.
Trump benutzte diese in die Jahre gekommene Veranstaltung dazu, um sein Programm anzupreisen, und das heisst letztlich Krieg:

– Krieg den Armen in den USA

– Krieg den Flüchtlingen

– Krieg den Ländern, die nicht nach Trumps Pfeife tanzen wollen, also vor allem Iran, Nordkorea letztlich aber auch China in der Auseinandersetzung um die Inseln im südchinesischen Meer.

Kanonen statt Butter
Das Budget, das Trump gerade den Parlamentariern zugeleitet hat, ist ein „Kanonen statt Butter“, Kriegsbudget.
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Die Armee soll 54 Milliarden Dollar mehr pro Jahr zugeschustert bekommen, und das, obgleich die USA bereits die grösste Militärmaschine der Welt unterhalten.


Militärbudgets im Vergleich ……… USA schon jetzt an der Spitze

Zur Finanzierung der „Kanonen“, wird woanders gekürzt:

– 31% weniger für den Umweltschutz

– Weg mit dem Affordabe Care Act (Obamacare). Nach vorsichtigen Schätzungen werden dann 14 Millionen US Bürger wieder ohne Krankenversicherungsschutz sein,

– die Krankenversicherung Medicaid,</i> soll in den nächsten Jahren um rund 800 Milliarden Dollar gekürzt werden. Für rund 70 Millionen US Bürger, die bereits vor Obamacare durch Medicaid Krankenversicherungsschutz genossen, also Kinder von armen Eltern, Alte, Behinderte bedeutet dies einen deutlich geringeren Kranken-Versicherungsschutz..

Auch die nichtmilitärische Forschung, vor allem im Gesundheitsbereich, wird gestutzt:

– 5,8 Milliarden weniger für das hochrenommierte Gesundheits-Forschungsinstitut National Institute of Health (NIH),
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All das, was Amerika wirklich gross machte, wie die Wissenschaften, werden nur als Kostenfaktor betrachtet, die einem raschen „America first“ im Wege stehen.
Das trieb im April die Forscher aus ihrem „Elefenbeinturm“ auf die Strasse, um gegen diese Pläne zu demonstrieren.

Weil du arm bist……
Die Zuschüsse für die Ärmsten in der Form von Lebensmittelmarken (Food Stamps) werden ebenfalls zusammengestrichen. Motto: Weil du arm bist musst Du weniger essen und früher sterben.


Trumps Streichquartett ………….Krieg gegen die Armen


Trumps Vollstrecker

Trumps Leute, welche diese Streichorgie konkret durchsetzen sollen, sind teilweise bereits berufen, wie der Klimawandel-Leugner Scott Pruitt, der nun die Umweltschutzbehörde EPA leitet. Sozusagen der Bock zum Gärtner.

Und bist Du nicht willig…………..
„America first“ soll nicht durch Wettbewerb, sondern durch Handelsbarrieren, und vor allem durch krude Gewalt durchgesetzt werden. .
Als erstes dürfte der Iran an der Reihe sein – Nordkorea muss sich noch etwas „gedulden“. .

Derartige Angriffs-Versprechen hat Trump auf seiner Reise offensichtlich den Saudis gegenüber gemacht, ebenso gegenüber der Regierung Israels, die den Iran lieber heute als morgen angreifen möchte, aber bisher – dank Obama – nicht konnte.

Den Iran erklärte Trump flugs zum Terrorstaat, obgleich kein einziger Terrorakt in westlichen Ländern dem schiitischen Iran angelastet werden kann, vielmehr alles auf das Konto der sunnitischen Islamisten geht. Deren Vorbild ist der mittelalterliche Islam samt Scharia, den Saudi-Arabien praktiziert. Saudische Gelder und Imane leisteten über Jahrzehnte islamistische Ideologie- Entwicklungshilfe.

Krieg statt Frieden

Während Trump bei seinem Besuch in Israel dauernd von Peace, vom Frieden redete, stellt er mit seiner Politik in Wirklichkeit die grösste Gefahr für den Weltfrieden dar.

Es passt ins Bild, dass Trump nach dem Ende des G7 Gipfel US-Soldaten auf einer US Basis in Sizilien besuchte.

Auch seine Forderung an die NATO Mitgliedsländer 2% – mindestens – des Bruttosozialprodukts für Militärausgaben zu verwenden, und dabei scharf Frau Merkel fixierte, passt in diese Politik der Kriegsvorbereitung.

Gegen wen soll Europa aufrüsten? Gegen Russland?? Hier hätte stattdessen längst mit der russischen Regierung eine Kompromisslösung gefunden werden können, statt der elenden und letztlich wirkungslosen Sanktionen, um den Konflikt in der Ukraine dauerhaft zu entschärfen.

Gerade auf Gewaltverzicht, Verhandlungslösungen und Abrüstung hätten die Europäer pochen müssen, ob in Sachen Nordkorea, Iran, China oder Russland

Kein frischer Wind

Donald Trump hat anders als die Frankfurter Rundschau es darstellte, keinen „frischen Wind“ gebracht, und seine Reise nach Saudi-Arabien, Israel und Europa war auch keine Luftnummer, wie der SPIEGEL glauben machen wollte, sondern der Vorgeschmack auf eine Politik von Drohungen und Gewalt, gegenüber der die Europäer geschlossen und robust hätten auftreten müssen. Stattdessen haben sie gekuscht.

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Krieg

Reise in die politische Finsternis – Donald Trump & Co in Saudi-Arabien

Dr. Alexander von Paleske —— 20.5. 2017 ——
Mit grossem Tam Tam ist der US-Präsident Donald Trump in Saudi Arabien empfangen worden. Der saudische König empfing ihn höchstpersönlich am Flughafen. Eine Ehre, die nur ganz wenigen Staatsoberhäuptern zuteil wird.
Dann wurde ihm auch gleich noch der höchste Orden des Landes umgehängt. Nicht als Anerkennung für Geleistetes, sondern offenbar als Vorschuss für Erwartetes.


Trump (L), König Salman (R) ……….Vorschuss für Erwartetes

Ein Land, eine Clique, eine Religion
Saudi Arabien wird von einer parasitären Clique, bestehend aus König und rund 8000 Prinzen, beherrscht, ausgenommen, kontrolliert. Eine Clique, die alle Schalthebel der Macht bis ins mittlere Management besetzt hält, und vom Staat auch ohne Posten alimentiert wird.

Es ist ein Staat, wo Frauen nichts zu sagen haben, kein Auto fahren, nicht alleine verreisen dürfen, und eine mittelalterliche Lesart des Islam samt Scharia Staatsreligion ist.

Wo Ehebruch – auch Vergewaltigung ist Ehebruch seitens des Opfers – mit Steinigung bestraft, und Diebstahl mit Abhacken der Hände. An der Steinigung darf sich jeder Mann beteiligen. Andere Strafen wie Auspeitschen werden ebenfalls öffentlich vollzogen.

Ideologischer Nährboden
Diese mittelalterliche Lesart des Islam, dessen Einhaltung die allgegenwärtige Religionspolizei kontrolliert, ist der ideologische Nährboden für die Religionsterroristen von Al Qaida bis zum Islamischen Staat.

Sie wollen dieses Regime überall in der moslemischen Welt, und dann in der ganzen, mit äusserster Brutalität einführen und durchsetzen.

Die saudische Opposition gegen diesen totalitären Staat, sei es von radikalislamistischer Seite – die wollen einen Kalifen statt einem König samt Prinzenhorde – oder von liberaler Seite, wird brutal unterdrückt.

Über Jahrzehnte hat Saudi Arabien, das auf riesigen Ölreserven sitzt, dieses radikalislamische Modell durch seine Imane (Prediger) in die moslemische Welt tragen lassen, mit grossem Erfolg wie sich jetzt zeigt.

Weggeschaut
Die westlichen Länder haben weggeschaut, bzw. dies als unvermeidliche Kröte geschluckt, um an Saudi-Arabiens Petrodollars zu kommen. Über Jahrzehnte kaufte – und kauft – Saudi Arabien im Westen ein, alles was der Warenbasar zu bieten hat: vor allem natürlich Waffen – das beste ist gerade gut genug.
Aber nicht nur: ebenso die Infrastruktur ist „Made in the West“, einschliesslich Krankenhäusern, Flughäfen etc.

Deutschland machte – und macht – da keine Ausnahme. Auch nicht die SPD: Leute wie Gerhard Schröder und Sigmar Gabriel reisten gleich mit grossen Wirtschaftsdelegationen an .

Wozu das Tam Tam? was erwarten die Saudis von Trump?
Wozu also dieses Tam Tam mit Donald Trump, dessen Frau und Tochter im Tross nicht einmal ein Kopftuch benutzen mussten, ohne Anstoss zu erregen?

Trumps Vorgänger, Barack Obama, hatte Israel daran gehindert, den Iran anzugreifen, und die iranischen Atomanlagen zu zerstören. Die Überflugrechte Saudi Arabiens hatte Israel bereits „im Sack“.

Zustimmung verweigert
Zum Zweitschlag hätte es des Eingreifens der USA durch Raketen, Marschflugkörper und Bomber bedurft..
Obama verweigerte jedoch die Unterstützung durch einen Zweitschlag, auf den Israel angewiesen war, um die Mittelstreckenraketen und Luftwaffe des Iran komplett auszuschalten. Der Iran hat zwar (noch) keine Atombombe, aber jede Menge Raketen, die auch mit chemischen Massenvernichtungswaffen beladen werden können, die mit Zustimmung Israels in den 90er Jahren in den Iran geliefert wurden. Wir berichteten über diese unglaubliche Aktion, an der auch deutsche Lieferanten beteiligt waren.

Saudi Arabiens Herrscherfamilie, die einem Angriff Israels auf den Iran äusserst wohlwollend gegenüberstand, war stinksauer, ebenso der israelische Ministerpräsident Netanyahu, als Obama die Notbremse zog, und stattdessen Verhandlungen mit dem Iran einfädelte, die schliesslich erfolgreich zu Ende geführt wurden.

Alles besser mit Trump
Aber jetzt soll mit Trump alles besser werden. Der hatte im Wahlkampf bereits angekündigt, das Atomabkommen mit dem Iran nicht anerkennen zu wollen.

Der Iran, der sich strikt an das Abkommen hält, denkt überhaupt nicht daran, erneut zu verhandeln. Also steht erneut der Militärschlag auf der Tagesordnung, von der israelischen verschwand er ohnehin nie.

What Price?
Welchen Preis würden Saudi Arabien und Israel für eine derartige USA-Unterstützung zahlen??
Saudi Arabien und weitere sunnitische Moslemstaaten würden wohl nicht nur Israel diplomatisch anerkennen, sondern die Unterstützung der Palästinenser einstellen. Den Palästinensern würde wohl ein Friedensvertrag aufoktroyiert werden, der nicht einmal in Ansätzen einem Staat Palästina entspricht.

Mit anderen Worten: Die israelischen Siedlungen würden in weiteren Gebieten erlaubt, die bisherigen Siedlungen wohl auch von den arabischen Ländern anerkannt, und ein Rudiment von Palästina in eine Scheinunabhängigkeit entlassen. Damit glaubt Israel das Palästinenserproblem los zu sein, gleichzeitig würde der im Sechstagekrieg vor 50 Jahren vollzogene Landraub schliesslich international sanktioniert.

Bereit zu zahlen
Die in der saudischen Hauptstadt Riyad versammelten arabischen Staatschefs sind vermutlich bereit, diesen Preis zu zahlen, wenn es denn endlich dem schiitischen Iran und seinen Verbündeten in Syrien an den Kragen geht

Die Saudis haben militärisch dem Iran, der den Irak und Syrien im Kampf gegen sunnitische Aufständische unterstützt, nichts entgegenzusetzen. Gleiches gilt für die Scheichtümer am Golf, wie Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate, die sich sogar westlicher Söldner bedienen, um gegen Aufstände im eigenen Land gewappnet zu sein.

Also sollen die USA und Israel ran. Die sollen die Atomanlagen des Iran ausschalten, die Luftabwehr und die Luftwaffe zerstören, und damit das „Gleichgewicht“ am Persischen Golf, wie es die Saudis und Golf-Scheichs sehen, wiederherstellen.

Nicht auf der Rechnung
Nur zwei Staaten stehen bei dieser Rechnung nicht auf dem Zettel: Russland und China.
Wie weit Russland einem derartigen Angriff schweigend zustimmt, um im Gegenzug die Sanktionen loszuwerden und das Verhältnis zu den USA zu verbessern, bleibt zweifelhaft. Das bisherige Engagement in Syrien in enger Zusammenarbeit mit dem Iran spricht eine andere Sprache.

Auch China dürfte diesem Treiben kaum unbeteiligt zusehen. Vielmehr könnte der Angriff auf den Iran eine apokalyptische Katastrophe auslösen. Dem politisch minderbemittelten Trump scheint das offenbar herzlich egal zu sein.

Krieg und Tote im Jemen
Derweil geht der Krieg auch im Jemen, einem der ärmsten Länder, weiter.

Dank der saudischen Luftangriffe liegt die Infrastruktur in Trümmern, mehr als 14 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu selbst minimaler medizinischer Versorgung. 2,1 Millionen Kinder sind unterernährt, alle 10 Minuten stirbt ein Kind an Unterernährung, entweder direkt, oder an der geschwächten Widerstandskraft gegen Infektionen.

Die USA – aber auch Deutschland – leisten dem saudischen Aggressor militärische Hilfe, nicht nur durch Waffenlieferungen: Bundeswehrpersonal ist zur Unterrichtung des saudischen Militärs vor Ort.

So bleibt als Hoffnung für ein Ende dieser Wahnsinnspolitik des US-Präsidenten nur, dass der Druck gegen Donald Trump weltweit zunimmt, und in den USA in einem Amtsenthebungsverfahren endet. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

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Krieg

Bombenstimmung, Bombendrohungen, Bombenabwürfe : US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus und Florida Golf-Resort

Dr. Alexander von Paleske . —– 15.4. 2017 —–
Es war beim Dinner, vor dem „wunderbaren“ Schokoladen-Nachtisch, wie Donald Trump betonte, als er seinem Dinnergast, dem chinesischen Staatspräsidenten Xi beiläufig mitteilte, er habe den gerade den Abschuss von Dutzenden Marschflugkörpern (Cruise missiles) gegen Syrien genehmigt.


Xi und Trump beim Dinner vor einer Woche ….Nachricht vor der Schokoladen Nachspeise

Am Donnerstag kam dann noch der Abwurf einer 9000 kg schweren Superbombe über Afghanistan hinzu, und die Bombendrohungen gegen Nordkorea stösst er täglich aus. „We will deal with them, believe me“, untermauert noch von einer in Marsch gesetzten Armada von US-Kriegsschiffen, einschliesslich einem Flugzeugträger.

Trump lässt die (Militär-)Puppen tanzen, und seine Handlungsweise droht die Welt in die Apokalypse zu treiben. Auch wenn er sich über Nordkoreas Kim Jong Un empört, beider Aktionen bergen eine Reihe von Ähnlichkeiten: Unberechenbar und selbstverliebt.

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Donald Trump und sein „Kriegskabinett“ ……….Bombenstrimmung

Effekt der Superbombe wird verpuffen
Der Abwurf der sogenannten Superbombe in Afghanistan tötete nach ersten Berichten 36 Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS).


US-Superbombe

Dann musste es wohl den Militärstrategen gedämmert haben, dies sehe eher nach „Mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen“ aus. Also wurde flugs aus 36 die mehr „repektable“ Zahl von 90 IS-Kämpfern, die bei einer geschätzten Zahl von rund 1500 IS- Kämpfern in Afghanistan ohnehin kaum ins Gewicht fällt.

Aber, wie pratktisch: hier konnte gleich eine neue Bombe „in combat“ getestet werden, denn um nichts anderes handelte es sich wohl.
Gleichzeitig sollte wohl auch noch den Nordkoreanern signalisiert werden: Wir haben noch Einiges unterhalb der Atomschwelle zu bieten.

Betätigungsfeld gefunden
Trump hat endlich sein Betätigungsfeld gefunden: Als oberster US-Kriegsherr, nachdem er mit Immigration und Gesundheitsreform gescheitet war: War games.

Natürlich ändert der Bombenabwurf in Afghanistan nichts an der aussichtslosen Lage der USA und ihrer Verbündeten, die seit 15 Jahren und mit rund 1 Billion Dollar Kriegskosten vergeblich versucht haben, die Taliban zu besiegen.

Mit dem Bombenabwurf wird aber der Hass gegen die USA und ihre afghanischen Marionetten in Kabul nicht nur unter den Aufständischen weiter zunehmen, und noch mehr Kämpfer von den vergleichsweise gemässigteren Taliban in die Arme des mörderischen IS treiben.

Vernünftiger Schritt
In dieser Lage hat Russland einen vernünftigen Schritt unternommen: Die Nachbarstaaten Afghanistans, die Taliban, die USA und die Regierung in Afghanistan zu einer Konferenz eingeladen, die eine politische Lösung aus dieser Sackgasse finden soll..

Abgesagt haben natürlich die USA, die, wie seinerzeit im Vietnamkrieg, erst zur Einsicht kommen werden, wenn die militärische Niederlage in Sichtweite ist.

So wenig wie der skrupellose Einsatz des Urwald-Entlaubungsmittel Agent Orange, an dem heute noch viele Vietnamesen leiden, und die pausenlose Bombardierung Nord-Vietnams und des Ho Chi Minh Pfades die Niederlage aufhalten konnten, so wenig wird selbst der Einsatz der Superbombe eine Kriegswende in Afghanistan herbeiführen, noch Nordkoreas Kim Jong Un beeindrucken.

Nur noch eine rasche Verhandlungslösung mit den Taliban, wie Russland sie anvisiert, kann verhindern, dass diese letztlich ihren Einfluss an den mörderischen IS, der bereits in 5 der 34 Provinzen Afghanistans sich ausgebreitet hat, verlieren. Deren Todfeinde sind – neben den USA, ihren Verbündeten und der Marionetten-Regierung in Kabul – vor allem die Schiiten, und natürlich alle, die sich ihrem Steinzeit-Islamismus nicht unterordnen wollen.

Der IS wird ausserdem versuchen, anders als die Taliban, in den mehrheitlich moslemischen Nachbarländern Afghanistans also Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Kasachstan und Kirgisistan sich auszubreiten.

Kein Friedenspräsident

Wir haben immer wieder dargestellt, dass Donald Trump kein Friedenspräsident, sondern ein unberechenbarer Kriegstreiber ist.
Diese schmerzliche Erfahrung muss jetzt auch Russland – und etliche Linke in Deutschland – machen, die sich von Trump – unberechtigterweise – eine neue Friedenspolitik, jedenfalls gegenüber Russland, erhofft hatten.

Wenigstens hat die EU die Forderung des britischen (Clown-)Aussenministers Boris Johnson zurückgewiesen, die Spannungen durch die Verschärfung von Sanktionen gegenüber Russland weiter zu erhöhen.

Fröhliche Ostern!

Krieg

USA, Syrien, Nordkorea und Stockholm – 8 Tage, welche die Welt dem Krieg näherbrachten

Dr. Alexander von Paleske — 9.4. 2017 — Der chinesische Präsident Xi besuchte US-Präsident Donald Trump in Florida.


Trump und Xi beim Dinner 7.4. 2017

Trump hatte während des Wahlkampes China beschimpft und angekündigt , die chinesischen Waren mit hohen Strafzöllen zu belegen.

Chinas Interesse

Der chinesische Präsident war deshalb daran interessiert, persönlich mit Donald Trump zu verhandeln. Ihm ging es – neben den Handelsbeziehungen zwischen den beiden Staaten – vor allem darum, Chinas Position in der Frage der südchinesischen Inseln und in der Koreafrage zu erläutern und sich persönlich ein Bild von dem neuen US-Präsidenten zu machen.

Drohung mit Angriff

Donald Trump hat mit einem Angriff auf die Atomanlagen Nordkoreas gedroht, China ist jedoch nicht an einen neuen Koreakrieg mit unberechenbaren Folgen interessiert.
Und während die beiden Präsidenten beim Dinner sassen, schlugen 50 Marschflugkörper, abgefeuert von US- Kriegsschiffen in der Nähe der syrischen Stadt Homs auf einem Militärflugplatz ein, und verursachten dort offenbar erhebliche Schäden.

Vergeltung
Der Angriff sollte eine Vergeltung für einen angeblichen Luftangriff der syrischen Luftwaffe mit dem Giftgas Sarin auf den von den Rebellen gehaltenen Ort Chan Scheichun sein.

Syrien und Russland behaupten, das freigesetzte Sarin stamme aus einem Lager der Rebellen, und sei durch den Luftangriff freigesetzt worden.

Ein Kampfstoff aus Hitlers Arsenalen

Sarin, mittlerweile als Kriegswaffe geächtet, ist ein schreckliches Massenvernichtungsmittel, von Adolf Hitlers Chemikern entwickelt, aber nie eingesetzt, getrieben von der Furcht, die Alliierten könnten es ebenfalls einsetzen.

Stattdessen wurden intensiv Antidots an KZ Häftlingen getestet, federführend der Chemiker Otto Ambros, unter anderem mit der Substanz Thalidomid, die später in Deutschland in den 50er Jahren als Schlafmittel für Schwangere (Contergan) verschrieben wurde, mit fürchterlichen Folgen.

USA und Deutschland verstrickt
Sarin wurde nach dem Krieg von westlichen Ländern als Kriegswaffe produziert, aber kam auch im Vietnamkrieg nicht zum Einsatz……bis der irakische Diktator Saddam Hussein es 1986 gegen die iranischen Truppen zum Einsatz brachte.

Der verstorbene Top Journalist Peter Scholl- Latour schrieb dazu in seinem 2008 veröffentlichten Buch „Zwischen den Fronten“ auf Seite155:

Die irakischen Streitkräfte trafen (Im Iran-Irak Krieg 1980-1988) auf einen Gegner, mit dem sie nicht gerechnet hatten. Die iranischen Revolutionswächter und die jungen Freiwilligentruppe der Bassidji kämpften wie die Löwen. Sie brachten nicht nur das irakische Vordringen auf Abadan zum Stehen. Sie holten zur Gegenoffensive aus. Vermutlich hätten sie die Auffanglinien …durchbrochen, wenn Saddam Hussein nicht auf Mittel zurückgegriffen hätte, die selbst im zweiten Weltkrieg nicht zum Einsatz kamen (Sarin)……..

Die USA und die Bundesrepublik Deutschland konnten den traurigen Ruhm für sich buchen, dass ihre Chemiker und Laboranten die tödlichen Giftgase produzierten. So eng war die Zusammenarbeit mit dem Pentagon, dass der spätere Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der den Präsidenten G.W Bush junior auf so desaströse Weise beraten sollte, zweimal nach Bagdad reiste, um dort als Assistant Secretary of Defense den irakischen Streitkräften Anleitungen zu erteilen. Die US Air Force lieferte Bilder der iranischen Truppenkonzentrationen.

Kein Protest, kein Aufschrei
Kein Aufschrei wie jetzt über den Einsatz der geächteten Massenvernichtungswaffen, denn damals – wie heute – war der Iran Feind der USA, der Irak und Saddam Hussein daher Verbündeter des Westens im „Kampf gegen die iranischen Mullahs“

Mit anderen Worten: Wenn Sarin gegen Verbündete eingesetzt wird, muss das umgehend bestraft werden, nicht hingegen, wenn der Feind damit in die Flucht geschlagen wird. Heuchelei in der US-Variante.

Verbot für jeden
Der Einsatz von Massenvernichtungswaffen muss geächtet bleiben, und das von allen Kriegsparteien respektiert werden.

Aber dieser US-Angriff auf die Militärbasis sollte gleichzeitig eine Botschaft an Nordkorea und damit indirekt auch an China sein:

„Wir zögern nicht, zuzuschlagen, wenn wir es für richtig halten.“

USA wollen Militärschlag
China will das Nordkorea-Problem durch Verhandlungen lösen. Damit hat Trump jedoch nichts am Hut, und schon einmal heute eine Armada von Kriegsschiffen, samt eines Flugzeugträgers, von Singapur aus in Richtung nordkoreanische Küste in Marsch gesetzt.

Weitere Verschlechterung der Beziehungen mit Russland.
Der Angriff auf Syrien, auch wenn Rusland vorher informiert aber nicht gefragt wurde, lässt das Verhältnis zwischen den USA und Russland weiter abkühlen. Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) kann sich die Hände reiben, bleibt weiter in Raqqa propagandistisch tätig, und kann so die internationale Terroristengemeinschaft ermuntern, weiter Terrorattacken zu unternehmen, wie zuletzt in Stockholm.
Natürlich ist der IS ein gefährlicher Terror-Kotzbrocken, eine Gefahr für den Weltfrieden jedoch nicht.
Das ist allerdings der neue US Präsident Donald Trump. Die Gefahr für den Weltfrieden könnte bald so gross sein, wie in der Kuba-Krise 1962. Ein falscher Zug könnte dann die Welt in die Katastrophe stürzen .

Xi abgereist – keine Ergebnisse
Xi, den Trump jetzt einen Freund nennt, ist wieder abgereist, konkrete Ergebnisse des Treffens gibt es nicht, was Xi sehr entgegenkommen dürfte..

Was der chinesische Präsident aus Florida mitgenommen haben dürfte ist der Eindruck von Donald Trump als einem unberechenbaren twitternden Oberbefehlshaber .

Krieg

Kanonen statt Schutz der Umwelt und Auslandshilfe: Donald Trump ein Friedenspräsident??

Dr. Alexander von Paleske ———_28.2. 2017 _—– Donald Trump wird heute seine erste Rede vor dem Kongress halten, und vor allem seine Zielvorstellungen für das Budget des laufenden Jahres bekanntgeben: Ein Kriegs-Vorbereitungs-Budget?

Zitat Trump:

This budget will be a public safety and national security budget It will include an historic increase in defence spending to rebuild the depleted military of the United States at a time we most need it.

Gegen wen wollen die USA sich denn verteidigen?

– Gegen Isis? – dafür ist die Armee ohnehin überproportioniert,

– gegen Russland? – das sind doch angeblich die neuen Freunde.

– . gegen Mexiko? – da reicht ja wohl erst einmal die Mauer.

Nein: gegen den Iran und Nordkorea wird aufgerüstet, gegen China auch, soweit es um die Inseln im südchinesischen Meer geht, aber auch und schliesslich gegen Russland.

Aufrüstung, auch atomare Aufrüstung
Parallel dazu will Trump atomar hoch aufrüsten, als hätten die USA nicht ohnehin genug Atombomben, um die Welt gleich mehrfach auszulöschen.

Die USA wollen ausserdem mehr Kriegsschiffe bauen,, Zielvorstellung: 300 Kriegsschiffe und 100 neue Kampfflugzeuge, dazu noch die Rekrutierung weiterer 90.000 Soldaten, um damit eine „robuste Präsenz“ auf allen Weltmeeren und sonstwo zu zeigen, wie zwei Offizielle des Weissen Hauses in einer Konferenzschaltung gestern erklärten: Vor allem in der Strasse von Hormuz, dem Eingang zum Persischen Golf – also in unmittelbarer Nähe zum Iran – und im südchinesischen Meer.

Friedensmissionen überflüssig
Massiv gekürzt sollen die Gelder für UN-Friedensmissionen werden. Wer auf Krieg setzt, braucht keine Friedensmissionen.

Unter diesen Umständen kann der neue US-Präsident Trump kaum als Friedenspräsident bezeichnet werden.

Fort mit Umweltschutz und Auslandshilfe
Gekürzt wird im Budgetplan, um diesen gigantischen Militärhaushalt zu finanzieren, auch beim Schutz der Umwelt und bei der Auslandshilfe.

Klimawandel-Leugner als Abwickler
Bei der Umweltbehörde EPA hat Trump schon einmal einen Klimawandel-Leugner namens Scott Pruitt
installiert, der schon immer gefordert hatte, diese Behörde abzuschaffen. Dazu hat er nun die Gelegenheit bekommen.

All das erinnert fatal an die Politik Hitlers „Kanonen statt Butter“.

America First nicht neu
Trumps „America First“ ist auch keineswegs neu. Dieser Slogan hat eine Geschichte in den USA: eine unerquickliche..
So nannte sich eine Vereinigung von Freunden des Nazi-Deutschland und Kriegsgegnern, an der Spitze Charles Lindbergh die vor allem die USA aus dem Krieg in Europa 1939 und 194O heraushalten wollte.
Bis dann Japan 1941 die USA angriff. Die Bewegung verschwand daraufhin auf Nimmerwiedersehen.

Diese Bewegung bekämpfte auch die Pacht- und Leihverträge, mit denen die USA vor Kriegseintritt materiell England im Kampf gegen Hitler zur Seite standen, und die Englands Überleben sicherten, das damals allein im Kampf gegen die Hitler-Armeen in Europa stand. Bis im Juni 1941 dann Hitler Russland angriff, und Japan später die USA .

Krieg

US-Präsident Donald Trump twittert und zündelt, die Gefahr eines grossen Krieges rückt näher

Dr. Alexander von Paleske —– 5.2. 2017 ——- In der Politik hat keine Emotion und keine Leidenschaft Platz, ausser der Leidenschaft zur Vernunft.
Das waren die Worte des verstorbenen ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt.

Der neue US Präsident Donald Trump kennt offenbar nur eine Leidenschaft: Die Leidenschaft zur Selbstdarstellung, die Vernunft bleibt auf der Strecke.

Fortsetzung einer Reality-Show
Für ihn ist das Präsidentenamt offenbar eine Fortsetzung der von ihm seinerzeit veranstalteten Realityshow „The Apprentice.“

Wie bei diesen Shows geht es Trump vor allem um die Einschaltquoten, um die Zustimmungswerte.

Um zu zeigen, dass er – und nur er- der wahre Meister dieses Geschäfts ist, verwies Trump während eines Prayer-Breakfasts in der vergangenen Woche auf seinen schwachen Nachfolger Arnold Schwarzenegger, um hinzuzufügen, er bete für ihn und bessere Einschaltquoten.

Das kam unmittelbar nachdem er den Tod eines US Soldaten bedauerte, der bei einem Einsatz im Yemen getötet worden war.

Kein Wort des Bedauerns zu den ebenfalls bei dem Überfall „versehentlich“ getöteten Zivilisten. Diesen Überfall hatte er mal schnell während eines Abendessens abgesegnet.


Donald Trump beim Prayer Breakfast

Ein Narzisst im Präsidentenamt
Der neue US Präsident will, dass das Publikum ihn liebt, um mit der positiven Resonanz seinen narzisstischen Trieb zu befriedigen (am meisten liebe ich mich selbst). Daher auch seine Twitterei, um in ständigem Kontakt mit seinem Wahlvolk zu bleiben. Dass er offenbar auch noch am einem ADHS Syndrom leidet, macht die Sache eher noch schlimmer..

Prima für eine Satireshow
Mit seinen Einlagen und Ausbrüchen ist Trump Futter für Satiriker und Komödianten Am besten hat ihn bisher der holländische Filmemacher Arjen Lubach mit seinem Clip porträtiert.
In einem BBC interview macht Lubach auch klar, für was er den neuen US Präsidenten hält: für einen Idioten.

Das ganze Auftreten dieses Blondschopfs könnte man als alberne Clownerei abtun, wenn der Hintergrund nicht bitterernst wäre. Denn neben dieser Selbstdarstellung versucht er sein Publikum, wie ein Sheriff im wilden Westen, damit zu begeistern, wie er Regierungschefs anderer Länder, potentielle Besucher, Immigranten und ihm nicht genehme Richter „verfrühstückt“.

Zunächst war er noch nicht mit einem Colt unterwegs: Eher mit Anordnungen oder mit der abrupten Unterbrechung eines Telefonats, wie mit dem australischen Premier Turnbull. Der hatte es gewagt, auf der Einhaltung einer Vereinbarung mit Obama zu bestehen, wonach die USA sich verpflichteten, rund 1000 syrische Flüchtlinge aufzunehmen, die sich in australischen Flüchtlingslagern befinden.

Sogenannter Richter
Einen ihm nicht genehmen Bundestrichter fertigt er mal eben über Twitter ab.

Ein bisher noch nie dagewesener Vorgang in der Justizgeschichte der USA. Der Richter hatte es gewagt eine überfallartige Verordnung des Präsidenten, die Hunderttausend bereits im Besitz eines Visums oder sogar einer Green Card befindliche Personen aus mehreren arabischen Ländern stranden liess, im Eilverfahren temporär aufzuheben.

Ironie der Geschichte: der betreffende Bundesrichter war seinerzeit von dem Republikaner G.W. Bush berufen worden.
.

Griff zum Colt
Das ist aber alles kaum der Rede wert, verglichen, was sich mit dem Iran jetzt abzeichnet. Denn jetzt greift „Sheriff“ Trump zum Colt.

Der Iran hatte gewagt, eine Rakete und einen Marschflugkörper zu testen. Keine Überraschung angesichts der Tatsache, dass Trump bereits angekündigt hatte, den Iran-Atom-Deal, der nach langen Verhandlungen schliesslich unter Dach und Fach gebracht werden konnte, nicht akzeptieren zu wollen..

Damit lag er voll auf der Linie der Netanyahu-Regierung Israels, die weiter danach trachtet, die Atomanlagen des Iran zu zerstören, wozu die Obama Regierung nicht bereit war, was zu einer massiven Verstimmung zwischen Israel und den USA führte.

So leicht wie 1981, als Israel den Atomreaktor des Irak in Osirak durch einen Luftangriff zerstörte, würde es diesmal nicht ablaufen. Die USA müssten Hilfe leisten, insbesondere bei der Ausschaltung der Raketenabwehr sowie bei der Zerstörung der Abschussbasen für Mittelstreckenraketen von denen aus die Vergeltungsangriffe des Iran laufen würden, einschliesslich Chemiewaffen wie Sarin und Senfgas.

Die Rohstoffe zu deren Herstellung hatten in den 90er Jahren schmierige Händler wie der deutsche Gerhard Eugen Merz und die Israelis Moshe Regev und Nahum Manbar zusammen mit dem britischen Auslandsgeheimdienst Mi6, dem israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, und wohl auch dem deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) von China in den Iran geliefert.

Nur eine Politik der Vernunft kann einen solchen eskalierenden Konflikt verhindern, der das Zeug hat, in eine globale Auseinandersetzung einzumünden.

Trump und „Mad Dog“
Der US Präsident und sein Verteidigungsminister James Mattis (Spitzname „Mad dog“) haben den Iran nicht nur zum grössten staatlichen Terrorismusunterstützer gekürt, und dabei offenbar den Iran mit Saudi-Arabien verwechselt, sondern wollen daraus Konsequenzen ziehen, die weit über Sanktionen hinausgehen: Sie wollen Krieg mit dem Iran.

Keine Vernunft

Donald Trump handelt nicht aus der Vernunft heraus, sondern aus diffusen Emotionen, dabei den Einflüsterungen seines ultrarechten Chefeinflüsterers Stephen Bannon folgend, der vor allem das Rad der Geschichte zurückdrehen will, ganz egal zu welchen Kosten.

Nicht nur das, der auch seine rechten Genossen von dem ultrarechten Propaganda Medium Breitbart News ausschwärmen lässt, wie diesen Milo Yiannopoulos, um diesen rückwärtsgerichteten Mist samt Klimawandelleugnung und Rassismus auch an den Universitäten zu verbreiten.


Milo Yiannopoulos ….Rassismus und Klimawandelleugnung

Auf dem Campus der Berkeley Universität kam es daraufhin zu studentischen Massenprotesten gegen dessen geplanten Auftritt.

Wer auf eine Politik des Appeasement mit der Trump-Administration setzt, dürfte kaum eine Änderung bewirken. Lediglich in Sachen Ukraine spielt Trump den Wolf, der Kreide gefressen hat: Er braucht Russland für das geplante gemeinsame Vorgehen gegen den IS in Syrien.Nach deren Abschluss dürfte diese Kriegskoalition alsbald auseinanderbrechen.

Donald und seine Spiessgesellen: die Welt muss sich auf Schlimmes gefasst machen.

Zu den Chemiewaffentransporten von China in den Iran
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