USA

Familie Clinton, Besuche in Kasachstan: OSZE und Uran

Dr. Alexander von Paleske — 2.12. 2010 — US-Außenministerin Hillary Clinton besuchte Anfang der Woche Kasachstan, um an der Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, (OSZE) teilzunehmen. Kasachstan hat zur Zeit den Vorsitz inne.

Kasachstan gehört zu den Ländern, wo die Korruption blüht, Demokratie ein Fremdwort ist, die Opposition verfolgt wird und die US-Diplomaten sich darüber beschweren.

In den Depeschen der Botschaft der USA aus der Hauptstadt Kasachstans, Astana, die jetzt von Wikileaks veröffentlicht wurden, heißt es im Jahre 2008 zum Beispiel:

„In many instances government figures receive profits from business registered in the name of their spouses or other relatives. In other cases they are stealing directly from the public trough”

Das ist aber nur eine von vielen Beschwerden.

Fehlende Depesche
Es fehlt allerdings eine wichtige Beschwerde, jedenfalls dann, wenn die US-Botschaft die Maßstäbe auch an die USA selbst anlegen würde, und zwar über einen Vorgang, der gerade mal 5 Jahre zurückliegt.

In diesen unerquicklichen Vorgang war auch der Gatte der US- Außenministerin und frühere US-Präsident Bill Clinton involviert, und das hat etwas mit den Schürfrechten für Uran zu tun.

Kasachstan und sein Uran
Kasachstan besitzt rund 20% der Uranreserven der Welt. Der Weltmarktpreis für Uran ist, wie der für viele andere Rohstoffe auch, im Steigflug begriffen, bedingt durch die große Nachfrage und das knappe Angebot. Das erzeugt natürlich Begehrlichkeiten auf der Seite von Minenunternehmen, die an die Schürfrechte kommen wollen. In Kasachstan standen sie Schlange.

Mitbieter bei den Schürfrechten war auch ein gewisser Frank Giustra, Minenbaron , einstmals Investmentbanker bei Merrill Lynch, der flugs die Firma Urasia gründete.
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Aber da hatten andere, bereits lang etablierte Minenunternehmen, von ihrer Erfahrung her weit bessere Karten, sollte man meinen.

Die Bevölkerung Kasachstans ist bitterarm. Das könnte sich ja nun ändern, sollte man meinen, wenn der Rohstoffreichtum der Bevölkerung dienen würde.

Aber es sollte ganz anders kommen
Frank Giustra hatte nach der Tsunami-Katastrophe 2004 in Asien Bill Clinton kennengelernt, und war „tief beeindruckt“ von seinem Charity-Work..

Man freundete sich an, Bill Clinton durfte Giustras Privat-Jet vom Typ MD 87 mitbenutzen, beide spielten gerne auch mal zusammen, Giustra blies in die Trompete, Bill Clinton in das Saxophon.


Wunderbare Freundschaft, Giustra (r) Clinton (m)

Aber mehr noch: Mit Billl Clinton im Schlepptau hatte Giustra nun im Bieterwettsreit um Kasachstans Uranreserven einen unbestreitbaren Vorteil: kein andere Mitbieter hatte einen Ex-Präsidenten als wohlmeinenden Unterstützer aufzubieten, noch dazu einen Ex US Präsidenten.

Wenn der Frank mit dem Bill…
Und so reiste dann im Jahre 2005 Frank Giustra zusammen mit Bill Clinton nach Kasachstan, um dem Präsidenten Nursultan Nazarbayev ihre Aufwartung zu machen, wohl wissend, dass in Kasachstan nur das Wort Nazarbayevs etwas gilt.

Clinton beglückwünschte Nazarbayev, dass er enger mit der OSZE zusammenarbeiten wolle, und daher der Demokratie eine Chance gebe.

Clinton reiste ab, Giustra blieb noch ein wenig. 48 Stunden nach der Abreise Clintons hatte Giustra die Schürfrechte in der Tasche. Für 450 Millionen US Dollar.
Damit wurde Urasia auf einen Schlag der größte Uranförderer der Welt, von Null auf 20.

Kurze Zeit später landeten Millionenbeträge auf dem Konto von Bill Clintons Wohltätigkeitsverein. Eingezahlt von einem gewissen Frank Giustra.

Der Kurs der Aktie von Giustras Firma Urasia stieg von 10 Cents auf 7 US-Dollar innerhalb von zwei Jahren.

Im Jahre 2007 verkaufte Giustra seine Firma an die Minengesellschaft Uranium One für 3,1 Milliarden US-Dollar, Zum Siebenfachen des Einkausfspreises. Einfach So. Grossartig – allerdings nicht für die Bevölkerung Kasachstans.

Und nachdem Nazarbayev – auch heute immer noch Staatsoberhaupt Kasachstans – Kontakt mit der OSZE auf Empfehlung Bill Clintons aufgenommen, und deren Ratschläge sich angehört hatte, ließ er sich im Dezember 2005 gleich wiederwählen – mit 90% der Stimmen, wie es sich für einen (Schein-)Demokraten so gehört.


„Demokrat“ Nazarbayev

Allerdings gibt es kein Kabel, kein Fax und keine E-Mail der US-Botschaft, in welchem sich über Clinton und / oder Giustra wegen des Uranium-Deals beschwert wurde, warum auch?

Bill Clinton und seine grosszügigen Spender
Gold, Uran, Frank Giustra und Bill Clinton
Neues von Robert Friedland, Bill Clinton und Frank Giustra – oder: wie man Politiker als Türöffner einsetzt

linkSöldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Ganoven, Goldgräber, Geheimdienste und Diplomaten

SATIRE

Spät, Wetterfrosch Kachelmann, aber nicht zu spät

Dr. Alexander von Paleske

30.11. 2010

Sehr geehrter Herr Wetterfrosch Kachelmann,

ich habe lange auf diese Entscheidung gewartet, und hatte meine Hoffnung eigentlich schon aufgegeben.

Aber im Herbst des gegen Sie angezettelten Gerichtsverfahrens haben Sie sich zu dieser dramatischen Wende entschlossen: Rechtsanwalt Schwenn muss es machen, der Mann, den die Qualitätsjournalistin Sabine (ZEIT)– Rückert Ihnen, bzw. ihrem nun fortgeschickten Anwalt Birkenstock, schon von Anfang an empfohlen hatte, und mit dem sie sehr gerne im Rahmen ihres Freispruchplädoyers in der ZEIT zusammenarbeiten wollte.

Endlich so weit
Nun endlich ist es soweit. Wie wunderbar.

Und der bekannte Anwalt aus der Freien und Hansestadt Hamburg hat auch nicht eine Sekunde gezögert, den vollen Angriff gegen die Strafkammer und die Staatsanwaltschaft in Mannheim zu fahren, aus profunder Kenntnis der Dinge heraus, obgleich er bisher gar nicht am Strafprozess teilgenommen hat, eine Leistung, die besondere Würdigung verdient.

Richtig gefreut hat mich das, denn es geht ja nicht nur um Sie, Kachelmann, es geht ja auch um die Qualitätsjournalistin Sabine (ZEIT) Rückert, die völlig blamiert dastünde, wenn auf ihr Presse-Freispruchsplädoyer nicht auch der Freispruch folgen würde, oder zumindest ein so krasses Fehlurteil, dass selbst dem dümmsten Staatsbürger klar werden würde, dass die Staatsanwälte einen total Unschuldigen gnadenlos verfolgt haben.

Cicero als Angriffsplattform
Besonders geschickt fand ich auch, dass dieser ausserordentlich begabte Anwalt Schwenn sich als Plattform für den ersten Frontalangriff das hochgradig intellektuell ausgerichtete Bildungsmagazin mit dem vielversprechenden Namen Cicero ausgesucht hat, das von dem hervorragenden Qualitäts-Herausgeber Michael Naumann geleitet wird, der früher auch mal bei der ZEIT tätig war, aber sich auch mal als (erfolgloser) SPD Bürgermeisterkandidat in Hamburg versucht hat.

Hervorragende und mutige Herausgeber-Gestalt
Michael Naumann ist eine wirklich hervorragende Herausgebergestalt, die keine Angst selbst vor Generalstaatsanwälten hat, diese notfalls grob beschimpft, wie den seinerzeit wirklich unabhängigen Generalstaatsanwalt Dr.Hansjürgen Karge, den dieser Naumann als „durchgeknallten Staatsanwalt“ bezeichnet hatte, nur weil dieser gewagt hatte, bei einem koksenden Fernsehmoderator mal in der Wohnung nachzuschauen.

Die kritische Stellungnahme Naumanns dazu belegt nur allzu deutlich seine, Naumanns, hochgradige intellektuelle Kompetenzen und Fähigkeiten.

Möglicherweise hat dieses forsche Auftreten des Herrn Naumann in einer Talkshow ja auch ihren hochverehrten Spitzenanwalt Schwenn zu dieser Attacke auf die Staatsanwaltschaft Mannheim in diesem Cicero-Blatt inspiriert. Glückwunsch zu diesem Mut.

Pest unserer Tage
Nein, nicht die Sexualdelikte sind die Pest unserer Tage, wie Ihr Anwalt in dem enorm anspruchsvollen Cicero-Artikel zu Recht feststellt, sondern die Vorverurteilungen in der Presse.

Gerade deshalb brauchen wir solche standhaften Verteidiger wie Rechtsanwalt Johann Schwenn, und solche durch und durch aufrechten Qualitätsjournalisten, wie die Frau Sabine (ZEIT)-Rückert.

Gegen den Glauben des Volkes und der Staatsanwaltschaft an die sexuellen Abartigkeiten in höheren Kreisen ist einfach kein Kraut gewachsen. Da gebe ich Ihnen völlig Recht.

Und auch, dass die Staatsanwälte und die Gerichte sich auf unzuverlässige Sachverständige verlassen, das geht einfach nicht. Hier muss der Angeklagte als „Zeuge in eigener Sache“ eingeführt werden, sodass dann Zeugenaussage gegen Zeugenaussage steht, es also zu einem sogenannten „Non Liquet“ kommt, mit dem Freispruch in der Folge.

Diese Reform des altertümlichen deutschen Strafprozessrechts ist schon lange überfällig..

Ich denke, Sie werden nach erfolgtem Freispruch diese übermütigen Mannheimer Strafverfolger erst mal richtig zur Rechenschaft ziehen, und ein langes Exklusivinterview in der ZEIT geben. Themenschwerpunkt: Die neue Aufgabenstellung der Presse bei der Durchsetzung der Unschuldsvermutung verbunden mit den Wetteraussichten für den kommenden Winter.

Herr Kachelmann, dank Spitzenanwalt Schwenn kann man eigenlich jetzt schon sagen: Alles wird gut. Ich jedenfalls drücke Ihnen alle Daumen und meine Zehen noch dazu. Herr Schwenn wird es schon richten und dem Gericht, der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage zeigen, wo der Hammer hängt.

Allerherzlichste Grüsse

Dr. Alexander von Paleske
Arzt für Innere Medizin, Hämatologie
Leitender Arzt
Mpilo Hospital
Bulwayo/Simbabwe
Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)

Mehr Satire zum Thema
Freigesprochener Frosch von Hunden gebissen

Kachelmann frei: Danke, danke Frau Sabine ( ZEIT) Rückert
Alice Schwarzer: Willkommen im Circus Sarrazini

Nicht Satire:
Zur Beschimpfung von Generalstaatsanwalt Dr.Hansjürgen Karge durch Michael Naumann siehe hier:
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?

USA

Wikileaks, US-Cables und die Folgen

Dr. Alexander von Paleske — Cui bono? pflegten die Römer zu fragen: wem nützt es – um bei Wikileaks zu bleiben, wer hat den größten Gewinn von diesen Veröffentlichungen? Was keineswegs heißen muss, dass die Nutznießer auch gleichzeitig die „Verräter“ sind.

Viel Unterhaltungswert
Während im Juli 2010 Wikileaks die Kriegsgreuel im Irak und Afghanistan im Detail ans Tageslicht brachte, wie z.B. Journalisten dort wie Hasen abgeknalllt wurden, haben die jetzigen Enthüllungen weit weniger Substanz, stattdessen viel Entertainment.

Sie zeigen z.B., was die US Diplomaten über deutsche Politiker wie Angela Merkel, Horst Seehofer, und vor allem Guido Westerwelle denken (wenig, aber sie stehen mit dieser Einschätzung nicht allein), oder aber über den französischen Präsidenten Sarkozy („Kaiser ohne Kleider“), jedoch das ist nun nicht viel mehr als Unterhaltungswert und bloß geeignet, in der Öffentlichkeit Schadenfreude und „ins Fäustchen lachen“ zu erzeugen.

Iran und arabische Potentaten
Auch die Enthüllungen über die Iran-Beurteilung arabischer Potentaten, Herrscher, für die Demokratie ein Fremdwort ist, und die deshalb ihre Einstellung auch nicht gegenüber der eigenen Bevölkerung zur Abstimmung stellen müssen, können kaum überraschen.

Dass König Abdullah von Saudi Arabien das iranische Regime und sein Atomprogramm lieber heute als morgen loswerden will – nun ja, das war bekannt, jetzt haben wir es schwarz auf weiss.

Auch beispielsweise die Depesche des US Botschafters in Harare, Dell, aus dem Jahre 2007 beschreibt die Situation hier zutreffend, und auch die Charakterisierung des Oppositionsführers Morgan Tsvangirai, jetzt Premier ohne Einfluss, ist nur allzu genau, aber das haben wir hier auch schon geschrieben. Auch da bringt die Depeschenveröffentlichung nichts wirklich Neues.

Wer profitiert?
Wer also, abgesehen von genereller Schadenfreude, profitiert letztlich von den Veröffentlichungen?

Es sind zwei Gruppen: Einmal Israel und dann die Republikanische Partei in den USA. Beide profitieren von der Schwächung Obamas.

Denn nach der Niederlage bei den Midterm- Elections ist dies eine erneute Niederlage für US-Präsident Obama, nicht nur international, sondern auch in den USA, dem nun vorgeworfen werden kann, er „könne sein Haus nicht in Ordnung halten“ .

Israel, Obama und Wikileaks
Der geschwächte Obama ist geradezu ideal für israelische Politiker vom Schlage Benjamin Netanyahus, die nun erst recht gar nicht daran denken, den Siedlungsbau in Ost-Jerusalem und der West Bank einzustellen, sondern damit ungehindert fortfahren, ihre quasi Apartheidpolitik also weiter fortsetzen.

Nicht nur das, die Bereitschaft Israels, den Iran notfalls im Alleingang anzugreifen, dürfte nach den veröffentlichten Aussagen der arabischen Potentaten über den Iran, und was man mit dem Iran machen sollte, ansteigen, weil den USA dann nichts anderes übrigbleiben würde, als in den Krieg mit einzusteigen, während bisher Israel sich nicht traute, gegen den erklärten Willen des US- Präsidenten Obama zu handeln.

In den USA mehren sich zudem die Stimmen aus dem republikanischen Lager, die lautstark einen Angriff auf die Atomanlagen des Iran fordern.

Und so ist es keine Überraschung, was in der Tageszeitung „ Die Welt“ gestern stand:

Die Welt denkt wie wir“ – so kommentierte der Kolumnist Sever Plocker in der israelischen Tageszeitung „Yedioth Aharonoth“ die Wikileaks-Enthüllungen. Plocker machte aus seiner Genugtuung kein Hehl: „Wenn es Wikileaks nicht gäbe – Israel müsste es erfinden“, schreibt er. Denn die Dokumente machten zweifelsfrei deutlich: Nicht nur Israel, sondern die ganze Welt fürchte sich vor einer nuklearen Bewaffnung des Iran.
Tatsächlich belegen zahllose der nun veröffentlichten Dokumente(hier) , dass die US-Regierung seit Jahren nichts so umtreibt, wie die Sorge über das iranische Hegemonialstreben in der Region und ein mögliches nukleares Wettrüsten. Es dürfte niemanden überraschen, dass in vertraulichen Gesprächen zwischen der US-Regierung und den Israelis immer wieder auch das mögliche Zeitfenster für einen Militärschlag gegen den Iran erörtert wurde. Für viele überraschend kommen dürfte aber die Erkenntnis, dass die arabischen Regierungen die Sorge nicht nur teilten, sondern – hinter verschlossenen Türen natürlich – oft sogar ein besonders scharfes Vorgehen gegen den Iran forderten.
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Nach der Niederlage bei den Midterm-Elections ist dies eine erneute Niederlage für Obama, weit mehr als es die Veröffentlichungen über den Irakkrieg und den Afghanistankrieg waren, denn beide Kriege hatte er ja von seinem Vorgänger G.W. Bush schließlich „geerbt“ und selbst seinerzeit gegen den Irakkrieg gestimmt.

Die Chancen Obamas für seine Wiederwahl, auch wenn es noch zwei Jahre bis zur nächsten Präsidentschaftswahl sind, schwinden rapide. Und nach Obama käme wohl Sarah Palin und ihre Tee-Truppe. Man braucht nicht viel Phantasie um sich vorzustellen, wie dann die Politik der USA aussehen würde.

Konflikt Iran-Israel allgemein
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT
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Nach der Sicherheitskonferenz in München: Mit der iranischen Atombombe leben oder Krieg?
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Greift Israel den Iran an ?
Sindbad, der Iranfahrer oder: wie man beim BND einen nutzlos gewordenen „Top-Spion“ los wird

Israels Waffenlieferungen in den Iran einschliesslich Massenvernichtungswaffen
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran


Israels Atomwaffenzusammenarbeit mit Apartheid-Suedafrika

linkIsrael und sein Export von Massenvernichtungswaffen
linkIsraels radioaktive Partnerschaft mit Apartheid-Südafrika – Mehr Details
Prozess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich


KOMMENTARE

404 – 30. Nov, 09:12
Wir wollen es abwarten
Es sind doch alles keine Geheimnisse. Ob Obama DESHALB geschwächt wird, kann ich mir nicht vorstellen.

lupo (Gast) – 30. Nov, 15:53
Bei nüchterner Betrachtung, hat das cablegate von wikileaks verherrende Wirkungen, weil es den Betrug der Amerikaner, ebenso die Lügen von diversen Regierungen outet.

Die ganze Welt beschäftigt sich mit der Sache und es kommen erstaunliche Betrügereien ans Licht.

Was zwar alle wussten: Steinmeier und die US Regierung, waren der Motor, der Kosovo Republik. Auch zu diesem Thema, werden Unterlagen veröffentlicht.

Noch interessandter ist der BP, Wesley Clark, Betrug rund um die Firma Bankers Petrol in Albanien, in Coordinierung mit hoch kriminellen Gestalten, wie mit Damir Fazllic, dem Waffenlieferanten des Bin Laden in Bosnien rund um Izebogvic. immer dabei, egal ob UN Embargo, Drogen- Waffen- Treibstoff Handel, die prominenten kriminellen Mafiosi der Albanischen Regierung. Von dieser enormen Umwelt Verschmutzung, bei einer hoch kriminellen Öl Gewinnung, spricht praktisch niemand.

GAZETA SHQIPTARE WikiLeaks will publish facts about Prime Minister Sali Berisha, the Gerdec depot explosion and NATO.

==== Gerdec Kathastrophe rund um die Firma AEY, beschäftigte den US Kongress sogar in einer Untersuchung, wegen der umgepackten Betrugs Munition, aus Albanien für Afghanistan und im Auftrage des CIA.

Wikileaks, outet die Bankers Petroleum Öl Kathastraphe in Albanien in allen Details und warum die Firma, keine Umwelt Strafen erhält.

http://www.albania.de/alb/index.php?p=2637

SATIRE

Angela Merkel an Heiner Geissler: Danke, danke für Deine erfolgreiche Scheinschlichtung

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox:

28.11. 2010
Angela Merkel
-Bundeskanzlerin-
Im Regierungsviertel 1
Berlin

An
Heiner Geissler
Schlichtungsbüro
Schlossplatz 21
Stuttgart

Lieber Heiner,

vielen herzlichen Dank für die Vorabüberlassung Deines für Dienstag angesetzten Schlichterspruchs, und ganz herzlichen Dank, für Deine hingebungsvolle Arbeit als „Schlichter“ für die Durchsetzung des Projekts Stuttgart 21

Ziel erreicht
Damit haben wir das Ziel erreicht: Der Widerstand erlahmt, gestern waren es nur noch ein paar Hundert unverbesserliche und uneinsichtige Demonstranten.

Stuttgart 21 wird nun, mit kleinen, von Dir vorgeschlagenen – letztlich aber unwesentlichen – Änderungen, ohne größeren Widerstand gebaut werden. Die Dauerverlegung größerer Polizeikontingente in die Landeshauptstadt erübrigt sich damit.

Natürlich wissen wir alle, dass dieses Projekt die Baufirmen mästen und nur den Flugreisenden eine wirkliche Verbesserung bringen wird.

Aber hier ging es ja um wesentlich mehr: Können wir es zulassen, von der Straße her unter Druck gesetzt zu werden? Das betrifft nicht nur Stuttgart 21, sondern auch die von uns jetzt durchgesetzte Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und damit die Entsorgung nach Gorleben.

Exempel statuiert
Mit Stuttgart 21 haben wir damit ein Exempel statuiert.
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1. Wir setzen, einmal beschlossen, auch völlig unvernünftige Projekte durch.

2. Wir weichen nicht dem Druck der Strasse.

3. Wir bleiben in der Form flexibel, hören uns alle Gegenargumente notfalls an, bleiben aber in der Sache knallhart und überzeugungsunwillig.

4. Wir setzen im äußersten Notfall einen „Schlichter“ ein, um dem Druck eine Art Ventil zu verschaffen, so wie seinerzeit der Hyde Park Corner in London eingerichtet wurde.

Danke, Großschlichter Heiner
Lieber Heiner, Du hast diese Aufgabe mit großer Bravour erledigt, und dies trotz Deines hohen Alters, indem Du alle hast zu Wort kommen lassen, während gleichzeitig die Zahl der Teilnehmer an den Demonstrationen abnahm.

So haben wir es geschafft, uns in den von Herrn Kachelmann zutreffend prognostizierten kalten Winter zu retten, der dem letzten Rest nimmermüder Gegner das Demonstrieren endgültig verleiden wird.

Nun kommt es darauf an, eine Reihe von sogenannten Bashern anzustellen, die in den Internetforen wenn schon keine Stimmung für Stuttgart 21 machen, wenigstens dort Defätismus verbreiten können.

Mit herzlichen Grüssen aus dem Bundeskanzleramt

Deine Angela

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kriminalitaet

Uwe Barschel, Olof Palme und die Apartheid-Südafrika-Mörder-Schiene

Dr. Alexander von Paleske —27.11. 2010 — Der Tod Olof Palmes, zweimaliger Ministerpräsident Schwedens von 1969-1976 und von 1982 bis zu seiner Ermordung am 28.2. 1986, und der Tod Uwe Barschels, Ministerpräsident Schleswig-Holsteins von 1982-1987, gestorben unter ungeklärten Umständen in Genf am 10.10.1987 haben nicht nur gemeinsam, zu den grossen unaufgeklärten Politiker-Todes bzw. Mordfällen der vergangenen dreißig Jahre zu gehören.

In beiden Fällen führten angebliche Spuren auch in das Apartheid-Südafrika.

Und so nimmt es dann nicht Wunder, dass mit der neu aufgeflammten Diskussion um die Hintergründe des Barschel-Todes, auch die Südafrika Schiene wieder aufgewärmt wurde. Allerdings eine sehr wenig wahrscheinliche, Mord an Barschel unterstellt, während in Falle Palmes eher das Gegenteil der Fall sein dürfte.

Mörderregime Apartheidstaat
Die südafrikanische Apartheidregierung hatte in großer Zahl politische Gegner ermorden lassen, und zwar sowohl innerhalb, wie auch außerhalb Südafrikas.
Der mörderische Arm der Apartheidregierung reichte bis nach Europa.

Aber bei den Mord- bzw. Anschlagsopfern handelte es sich um aktive Apartheidgegner, wozu Barschel nun ganz gewiss nicht gehörte.

Zum Zwecke der Liquidierung seiner politischen Feinde im In- und Ausland wurde eigens eine Todesschwadron namens Civil Cooperation Bureau (CCB) gegründet, die aus dem „Project Barnacle“ hervorging, deren Akteure, wie Eeben Barlow, aus Südafrikas Terror und Mördereinheiten, also den Reconnaissance Commandos (Recce), Koeveot und dem Buffalo Battalion, rekrutiert worden waren.


CCB-Todesschwadron Mitglied Eeben Barlow (rechts) auf Einsatztour in Europa (hier mit dem nichtsahnenden Botschafter der PLO in Portugal (Bildmitte)

Ein ganzer Schwung Mitglieder rhodesischer Terroreinheiten, wie den Selous Scouts, kam nach der Unabhängigkeit Zimbabwes 1980 über den Limpopo, um ihre zweifelhaften Kenntnisse dem Apartheidstaat Südafrika anzudienen.

Mordanschläge gab es z.B. in:

– Simbabwe 1981 und 1988 (Joe Nqabi ermordet, Jeremy Brickhill schwer verletzt)

– Swaziland 1982 (Cassius Make, ermordet)

– Frankreich 1988 (Dulcie September, ermordet)

– Belgien 1988 (Godfrey Motsepe, versuchter Mord)

– Mozambique 1988 und 1982 (Albie Sachs, schwer verletzt, Ruth First, ermordet)

– Botswana 1985 (Cecil George Phale, Lindiwe Phale, Dick Mtsweni, Duke Mashobane, Mike Hamlyn, Thami Mnyele, Basie Zondie, Peter Mafoka, Sadi Pule und Lucy Mashile, alle ermordet)


Michael Dingake, Ex- Robben Island Häftling am Grab der Opfer in Gaborone/Botswana. Foto: Dr. v. Paleske

Platz 1 der Apartheid-Hassliste: Schwedens Premier Palme
Ganz oben auf der Hassliste aber stand Olof Palme.
Palme, Freund und tatkräftiger Unterstützer afrikanischer Befreiungsbewegungen, steuerte rund 50% zum Budget der damaligen Befreiungsbewegung und jetzigen Regierungspartei Südafrikas, ANC, bei.
Südafrika hatte seinerzeit einen Meisterspion und Mordgesellen namens Craig Williamson, der es geschafft hatte, den ANC zu infiltrieren und Kontaktperson zur schwedischen Regierung zu werden und zwar über ein durch Schweden gesponsertes Förderprogramm, IUEF, das afrikanischen Studenten ein Studium ermöglichen sollte-.


Spion und Mörder: Craig Williamson

Da er Zugang zu Geldern des Programms hatte, benutzte er diese auch, um Terroraktivitäten der südafrikanischen Regierung zu sponsern, die unter dem Codenamen „Longreach“ liefen.

Williamson kam auch in Kontakt mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme, der ihn wiederum mit seinen Mitarbeitern bekannt machte.

Die Blutspur Craig Williamsons in den 80ern

– Einbruch in das Büro des Pan Africanist Congress in London. Die Einbrecher gaben an, von Williamson rekrutiert worden zu sein.

– 1982 Beteiligung an dem Bombenanschlag auf das ANC-Büro in London.

– 1982 Anordnung der Ermordung von Ruth First .

– 1984 Paketbombe an den Anti-Apartheidaktivisten Marius Schoon in Angola, die aber stattdessen seine Frau Jeanette und deren Tochter Katryn tötete

– 1986 Bombenanschlag auf das ANC Büro in Stockholm, der ebenfalls Williamson zugerechnet wird.

Am 21. Februar 1986 attackierte Olof Palme in einer Regierungserklärung das Apartheidregime in Südafrika.
Eine Woche später wurde er ermordet.

Craig Williamson befand sich zu diesem Zeitpunkt in Schweden.
Die schwedische Polizei ermittelte in alle Richtungen, nur nicht in Richtung Südafrika.
Nach drei Jahren wurde schließlich ein Verdächtiger präsentiert: Christer Pettersson, der aber dann vom Mordvorwurf durch ein schwedisches Gericht schließlich freigesprochen wurde.

Im Jahre 2007 veröffentlichte der südafrikanische investigative Journalist De Wet Potgieter sein Buch „Total Onslaught, Exposing Apartheid‘s Dirty Tricks“ in welchem er aufgrund von Indizien als Mörder den Südafrikaner Roy Daryl Allen ausmacht, der mittlerweile in Australien lebt, und der natürlich abstreitet.

Roy Allen war im Projekt Longreach involviert, und befand sich zum damaligen Zeitpunkt in Schweden. Nach seiner Rückkehr verschafften die Apartheid-Dienste für den fraglichen Zeitraum ihm ein gefälschtes Alibi in Namibia.
Seine Reisekostenabrechnung, die er einreichte, wies aber den Aufenthalt in Schweden nach.

Der Chef der Kriminalpolizei Schwedens zum Zeitpunkt der Ermordung Palmes erklärte in einer TV-Sendung des schwedischen Fernsehens vor zwei Monaten, am 8.9. 2010, dass der Hauptverdächtige der Ermordung Palmes die Apartheidregierung Südafrikas sei.

Barschel kein Thema
In das Schema der Ermordungen und Mordversuche im Auftrag Apartheid-Südafrikas passt nun der Fall Barschel ganz und gar nicht hinein, selbst wenn Südafrika durch den fehlgeschlagenen U-Boot-Bau (Schmier-)Gelder verloren hatte, die vermutlich zu Wahlkampfzwecken verwendet worden waren.

Und so bleibt der Verdacht nach wie vor am Mossad hängen.
Hat Victor Ostrovsky also recht? Ein wichtiger Punkt bleibt die Zuführung des Schlafmittels Noludar.

Sollte dies eine neue Erkenntnis Professor Brandenbergers sein, dass nämlich dieses Mittel rektal zugeführt wurde, dann könnte Ostrovsky nicht aus dem Gutachten abgeschrieben haben.

Chancen gleich Null
Gleichwohl ist die Wahrscheinlichkeit, dass es jemals zu einer Aufklärung kommt – sowohl im Fall des Todes von Barschel, wie auch im Fall der Ermordung Palmes – nahe oder gleich Null, es sei denn, Insider packen aus, mit allen Risiken, die damit verbunden sind.

In beiden Fällen hat die Polizei – aus welchen Gründen sei dahingestellt – extrem schlampig gearbeitet, Spuren nicht gesichert, ist Hinweisen nicht nachgegangen, und hat damit die Aufklärung de facto verhindert.

Und die Presse, wenn man sieht, wie sie selbst den wesentlich einfacheren Fall der Kaperung des Frachters Arctic Sea im Juli 2009 nicht aufklären wollte und / oder konnte, war auch nicht hilfreich..


Zum Fall Barschel

Der Fall Barschel, der Mossad und die Waffenlieferungen in den Iran

Kaperung des Frachters Arctic Sea im Juli 2009 durch den Mossad
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Kaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten
Arctic Sea – Die Besatzung ist frei, die Fragen bleiben
Geheimdienste in das Verschwinden der „Arctic Sea“ verwickelt?

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SATIRE

Botschaft des EU-Rettungsschirmers Klaus Regling an das Deutsche Volk: Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Botschaft fand ich heute in meiner Mailbox:

25.11. 2010
Klaus Regling
EU-Rettungsschirmherr
Brüssel

Guten Morgen Deutschland,

Glückauf mit dem Euro. Es bestehen keinerlei Gefahren, wir haben hier in Brüssel alles im Griff.

Gerade habe ich in einem Interview mit Deutschlands wirklich seriöser Tageszeitung, der BILD, „Niemand nimmt den Deutschen etwas weg“ die Befürchtungen erst einmal zerstreut, dem Euro würde Gefahr drohen.

Das will ich hier noch einmal präzisieren.
Irland ist pleite, Griechenland sowieso, Portugal folgt, Spanien und Berlusconi-Mafia-Land Italien stehen schon Schlange und am Horizont taucht Belgien als neuer Wackelkandidat auf..

Bestens gewappnet
Aber wir sind bestens gewappnet.
Wir kaufen die irischen Staats-(Schrott-)anleihen und später die der anderen Pleite-Staaten, die jetzt keinen Käufer mehr finden, tauschen sie gegen EZB-Anleihen um, also ersetzen sozusagen einen Wechsel durch einen anderen.

Für diese Anlagen bürgen dann Deutschland, Frankreich und die Niederlande.

Im Wirtschaftsleben ist das als Wechselreiterei strafbar, aber wir sind ja Staat, uns kann keiner. Wir nennen das hier in unserer Behörde spasseshalber „aufmotzendes Verhübschen von Anleihe-Schrott“ .

Für diese Euro Anleihen finden wir immer noch genügend Abnehmer – vorläufig jedenfalls.

Schöner Reibach
Deutschland und die anderen Bürgen werden, wie ich in meinem Interview mit der BILD schon sagte, einen schönen Reibach machen – kurzfristig versteht sich – denn die Pleite-Länder müssen ja Bürgschaftsgebühren an Deutschland abführen. Im Falle Griechenlands sind das bis zu 600 Millionen Euro alleine für Deutschland.. Da wird sich Herr Schäuble aber freuen, und nicht nur der.

Natürlich ändert das nichts an der maroden Lage in den Pleite-Ländern. Dort müssen vor allem der Bevölkerung die Steuer-Daumenschrauben angezogen, und im Falle Irlands, die Auswanderung vorangetrieben werden.

Allerdings müssen wir parallel dazu diesen Staaten helfen, die Polizei und das Militär aufzurüsten, um die zu erwartenden Unruhen im Keime zu ersticken.

Natürlich kann ich, wie ich das in dem BILD-Interview getan habe, das deutsche Volk erst einmal beruhigen, jedenfalls für ein paar Monate, um die Zeit zu überbrücken, bis die neuen Druckmaschinen installiert sind, mit denen wir den Markt mit frischen Euros überschwemmen werden.

Denn letztlich muss etwa die Hälfte des Volksvermögens auch in Deutschland durch Inflation entwertet werden, um diese exorbitanten Belastungen finanzieren zu können.

Dabei kommt Deutschland noch relativ gut weg, denn in den Pleiteländern werden es mindestens 75% sein, durch die Kombination von Inflation, hohen Steuern, Verlust von Arbeitsplätzen und Verfall der Grundstückspreise.

Währungsreform nötig
Mittelfristig werden wir den Euro abschaffen, in Deutschland wird die Reichsmark äh, ich meine die Deutsche Mark wieder eingeführt.

Die Pleiteländer müssen dann wieder ihre Schwachwährungen reaktivieren, also Peseten, Lire, Drachmen etc., die sie dann regelhaft im Jahresrhythmus abzuwerten haben.

Ich denke, dass wir so die Krise in den Griff bekommen.
Also insgesamt kein Grund zur Aufregung.

Glückauf Deutschland, schlafe gut.

Klaus Regling


Mehr Satire aus der Bankenwelt

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Horst Seehofer antwortet Josef Ackermann
Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin
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Post für Thilo Sarrazin
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Gute Nachrichten aus der Bankenwelt
Deutschbanker Ackermann stoppt Swapserei mit Kommunen

spionage

DHS-TSA Terror Watch List Includes Dead & Long-Dead US Citizens

Sibel Edmonds – In May 2009 the Inspector General of the Justice Department found that 35% of the nominations to the Department of Homeland Security’s Terror Watch Lists were outdated, many people were not removed in a timely manner, and tens of thousands of names were placed on the list without predicate. A September 2009 report by the Inspector General of the Department of Homeland Security found that the process for clearing innocent travelers from the list is a complete mess.

Although significant, both reports failed to mention their findings on the number of names of already-dead US citizens who seem to be stuck there permanently. Even more significantly, it’s been reported that the TSA Terror Watch List includes the names of Long-Dead but well-known and well-respected US citizens, including several members of a group collectively known as the Founding Fathers of the United States. So far, based on our former and current TSA sources, we have been able to confirm the inclusion of two such long-dead persons on at least one DHS-TSA joint Terror Watch List: Thomas Jefferson and Benjamin Franklin.

A former TSA manager and a member of National Security Whistleblowers Coalition (NSWBC) provided us with his first-hand knowledge of what he referred to as the ‘DHS-TSA Terror Watch List Black Hole’, where US citizens’ names remain ‘forever.’ According to this source:

‘The current one million plus list contains the names of many deceased US persons, since there is no working mechanism in place to remove names, whether due to mistaken inclusion or those deemed cleared later, or even those no longer alive…We are talking about the names of thousands of dead Americans who still remain on our terror watch list, and keep getting renewed! Yet they spend millions of dollars to maintain this black hole and keep it classified-secret from the public…’

The most explosive aspect of these recent reports, confirmed by three former and current government officials, was the revelation that since 2002 several well-known historical figures known as the ‘Founding Fathers’, who served our nation in various capacities, including one US President, and all that over two hundred years ago, have been on one joint DHS-TSA Terror Watch List. Through documents and several sources we have been able to confirm two such cases involving Thomas Jefferson and Benjamin Franklin.

PistoleAfter several attempts I was able to secure a phone interview with the current TSA Chief John Pistole by agreeing to his condition. Mr. Pistole asked me to sign an agreement pledging that I would provide him with the names of my sources who had leaked these reports and the names of the Founding Fathers currently on the DHS-TSA Terror Watch List. I complied (At the end of this article I will provide you with additional details on this fulfilled agreement), and within an hour after I faxed his office the signed and notarized agreement we began our interview:

Sibel Edmonds (S.E.): Sir, I have confirmation from three sources, but for the record I would like to receive your confirmation on the report that at least two members of the group ‘Founding Fathers’, Mr. Thomas Jefferson and Mr. Benjamin Franklin, are on one of your most comprehensive joint Terror Watch Lists.

John Pistole (J. P.): Let me first express my utter contempt for those who leak classified and highly sensitive information such as this. As you will see soon we will hold these individuals accountable for divulging sensitive national security intelligence. And to answer your question…YES. Based on solid evidence, evaluation, and subsequent investigations and reviews we have determined that those individuals, Mr. Jefferson and Mr. Franklin, pose a high-level threat to our national security. After careful review and investigation they were placed on our watch list in 2003, and have remained there since our bi-annual review still finds them to be a threat to our security.

S.E.: Could you please explain what you mean by ‘threat to our national security. I mean these individuals are revered as the founders of our democracy, our political system… architects of our nation’s Constitution. How could they possibly be perceived as a ‘threat to national security’?

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kriminalitaet

Der Fall Barschel, der Mossad und die Waffenlieferungen in den Iran

Dr. Alexander von Paleske — 22.11. 2010 — Am 11.Oktober 1987 wird der ehemalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, von dem STERN-Reporter Sebastian Knauer tot in der Badewanne des Zimmers 317 des Genfer Hotels Beau-Rivage aufgefunden.

Was bis heute mit Sicherheit alleine feststeht: Der Tod Barschels.

Mord oder Freitod?
Unklar bleibt weiterhin, ob es sich um einen Freitod handelte, oder um einen Mord.
Nun hat die Diskussion wieder Auftrieb erhalten: der renommierte schweizer Toxikologe Prof. Hans Brandenberger hat die These aufgestellt, dass Barschel vom israelischen Geheimdienst Mossad ermordet wurde.

Brandenberger stützt seine These darauf, dass die toxikologischen Untersuchungen mit der Darstellung des Mossad-Abtrünnigen Victor Ostrovsky übereinstimmen.

Ein Ex-Mossad-Mann namens Ostrovsky
Ostrovsky hatte 1994 in seinem Buch „Geheimakte Mossad“ im Detail geschildert, wie Uwe Barschel von Mitarbeitern des Geheimdienstes Mossad angeblich getötet wurde.
Hintergrund: Waffenlieferungen in den Iran durch Israel, und Ausbildung iranischer Piloten im Bundesland Schleswig Holstein, die Barschel angeblich vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss enthüllen wollte.

Die Schlussfolgerung des Toxikologen, der Mossad habe Barschel umgebracht hat, ist gleichwohl gewagt. Die Tatsache, dass das toxikologische Gutachten mit der Schilderung Ostrovskys übereinstimmt, ist bestenfalls ein Indiz, mehr aber nicht.

Es erscheint deshalb erforderlich, weitere Indizien heranzuziehen, die einen derartigen Schluss nicht nur als möglich, sondern als wahrscheinlich, besser noch: als sicher erscheinen lassen.

Die Hauptfrage: Welches Interesse sollte der Mossad gehabt haben, um Barschel aus dem Wege zu räumen?

Wann mordet der Mossad?
Der Mossad ist für zwei Dinge nicht bekannt:

1. Auftragsmord für andere Geheimdienste (hier: für den südafrikanischen Geheimdienst wegen des Skandals um die Blaupausen für U-Boote)

2. Beseitigung von Personen (oder gar Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie es Barschel war) ohne dringendes „Eigeninteresse“: Mit anderen Worten: dass die Person massiven vitalen (berechtigten oder unberechtigten sei dahingestellt) Interessen des jüdischen Staates entgegensteht, und dass diese Interessen nicht auf andere Weise gewahrt werden können, als sie „aus dem Weg zu räumen“.

Und so waren die Tötungen in der Vergangenheit konzentriert auf Mitglieder von Palästinenserorganisationen wie den Schwarzen September, Hisbollah oder Hamas, so zuletzt in Dubai. Ebenfalls Waffenkonstrukteure, die Feinde Israels mit Waffen ausstatten wollten, wie die deutschen Raketenbauer in Ägypten in den 50er und 60er Jahren und der Konstrukteur der Super-Atomkanonen, Gerald Bull, .

Passt Barschel in das Tötungsschema?
Welchen derartigen massiven Interessen könnte daher Barschel im Wege gestanden haben?

Die Frage führt uns zurück in die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten in der 80er Jahren.

Im September 1980 griff Iraks Herrscher Saddam Hussein den Iran an. Ein Krieg, der sieben Jahre dauern sollte.

Zwar war die Militärmaschine des angegriffenen Iran vom Schah seinerzeit gut geölt worden. In den 70er Jahren hatte das Schah-Regime nämlich hochmoderne Waffen für 16 Milliarden US-Dollar in den USA eingekauft, darunter Phantom Jagdbomber.

Jedoch fehlten jetzt die Ersatzteile und der Munitionsnachschub.

In den USA konnten die Waffen und Ersatzteile nicht direkt eingekauft werden. Die USA hatten nach der Botschaftsbesetzung und Geiselnahme im Jahre 1979 ein Embargo gegen den Iran verhängt.
Jedoch: Israel scherte sich nicht um dieses Embargo und lieferte. Denn:

– Geld lockte

– Der Irak wurde als der grössere Feind angesehen, ein gewaltiger Irrtum, wie sich zeigen sollte.

– Der Krieg sollte so lange wie möglich weiterlaufen und nicht wegen Waffenmangel enden.

Die Waffenlieferungen betrugen vom Umfang her bis 1986 pro Jahr circa 500 Millionen US Dollar, wie der britische Observer seinerzeit zu berichten wusste.

Ein Todeshändler namens Avraham Bar-Am und seine deutschen Freunde
Nachdem der israelische Geheimdienst Mossad grünes Licht gegeben hatte, lief der Waffenexport über einen Mann, der durch seine Brutalität im Libanon Krieg 1982 aufgefallen war: Der israelische General Bar-Am.

Die angepeilten Waffenlieferungen sollten 1986 dann den Umfang von 2,5 Milliarden US Dollar haben.

Mit von der Partie bei diesem Riesen-Waffengeschäft waren auch die deutschen Waffenhändler, Hans Bihn, Hans Schneider, Hermann Moll und Ralph Kopka. Diese wiederum hatten Kontakte zu einem ehemaligen Inspekteur der Bundeswehr, namens Albert Schnez.


Presseberichte in Deutschland über den geplanten Waffendeal aus dem Jahre 1986

Auf deren Einkaufsliste in den USA zum Weiterverkauf an den Iran standen unter anderem:

– 15.700 TOW Panzerabwerraketen

– 240 Typen von Raketenersatzteilen für die Hawk-Rakete

– 13 F-5 Kampfjets

– 33 F-4 Kampfflugzeuge

– 46 Skyhawk Kampfbomber

– 5 C-130 Herkules Transportflugzeuge

– 430 Sparrow Raketen

– 200 AIM Raketen

– 200 Maverick Raketen

– 600 Chaparral Raketen

– 200 Phyton Luft-Luft Raketen

Aber die Sache flog auf. Der US-Zoll hatte einen Tip bekommen. Ermittelnder US-Staatsanwalt gegen diese Waffenschieber war der spätere New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani.

Avraham Bar-Am wurde verhaftet. Er behauptete, Rückendeckung von der israelischen Regierung gehabt zu haben, was sicherlich zutreffend war.

Deutsche Iran-Waffenschiene
Auch von Deutschland aus gab es Waffenlieferungen. Dort war der Waffenschmuggel in den Iran wie folgt organisiert:

– Durch den Israeli und deutschen Staatsbürger Henry Kamaniecky. Dessen Schiene lief über Jugoslawien direkt zu den Israeli Military Industries. Dort managte das alles ein gewisser Ron S. Harel, während auf iranischer Seite ein gewisser Abdolfat Katibi tätig war.

– Mittelsmann für den geplanten Waffenhandel zwischen Teheran und Tel Aviv via Belgrad war der Münchener Kaufmann Stephan Kaiser, wie der STERN am 3.7. 1986 berichtete.

Im Juni 1986 schlug das BKA zu, verhaftete die Akteure und beschlagnahmte die Unterlagen.

Gleichwohl lief der Waffennachschub weiter, angeblich auch über Schleswig-Holstein, wie Ostrovsky behauptet.

Mehr noch: die Mullahs brauchten auch Piloten, für neue Flugzeuge, aber auch für die alten, denn einige der in den USA ausgebildeten iranischen Piloten hatten sie schon ins Jenseits befördert, weil sie in ihnen Abgesandte des „Grossen Satans“ vermuteten

Die Waffentransporte fanden weiter statt, über Argentinien, aber auch Dänemark als Zwischenstationen.

Ostrovsky behauptet, nicht nur Waffentransporte hätten weiter auch von Deutschland aus stattgefunden,ausserdem seien iranische Piloten von israelischem Fachpersonal in Schleswig-Holstein – mit Wissen und Billigung des Bundesnachrichtendienstes – ausgebildet worden.

Noch etwas: Der Waffenhändler Hermann Moll wurde bereits erwähnt. Uwe Barschel war in Notarsozietät mit einem Hans Michael Moll, der 1986 verstarb, und der immer wieder in Zusammenhang mit Waffengeschäften vermutet wurde, wie Der SPIEGEL am 8.10. 2007 schrieb. War das nur eine Namenszufälligkeit, oder gab es da verwandtschaftliche Beziehungen?

Nur wenn die Ausbildung der iranischen Piloten durch israelisches Personal in Schleswig-Holstein, und die Waffentransporte über Schleswig-Holstein, wie von Ostrovsky behauptet, sich als zutreffend erwiesen, dann hätte es in der Tat für den Mossad aus seiner Sichtweise „Handlungsbedarf“ für den Fall gegeben, dass Barschel hätte auspacken wollten, was Ostrovsky ebenfalls behauptet.

Denn damit wäre ein Riesen-Skandal aufgedeckt worden, der nicht nur massive innenpolitische Folgen in Deutschland gehabt hätte, sondern durch den auch das Verhältnis Israels mit den USA enorm belastet worden wäre.

Zu Mossad Morden
Noch ein Mossad Mord?
Eine Visitenkarte und die Mossad-Affäre von Lillehammer

Israels Waffenlieferungen in den Iran einschliesslich Massenvernichtungswaffen
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran


Israels Atomwaffenzusammenarbeit mit Apartheid-Suedafrika

linkIsrael und sein Export von Massenvernichtungswaffen
linkIsraels radioaktive Partnerschaft mit Apartheid-Südafrika – Mehr Details
Prozess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich

Konflikt Iran-Israel allgemein
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT
Raketenabwehr am Persischen Golf – Vorbereitung auf Irans Angriff oder Gegenschlag?
Gasmaskenverteilung in Israel: Kriegsvorbereitungen gehen weiter
Nach der Sicherheitskonferenz in München: Mit der iranischen Atombombe leben oder Krieg?
Israel bereitet sich auf einen Vergeltungsschlag des Iran vor
Greift Israel den Iran an ?
Sindbad, der Iranfahrer oder: wie man beim BND einen nutzlos gewordenen „Top-Spion“ los wird

Kaperung des Frachters Arctic Sea im Juli 2009 durch den Mossad
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Kaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten
Arctic Sea – Die Besatzung ist frei, die Fragen bleiben
Geheimdienste in das Verschwinden der „Arctic Sea“ verwickelt?

Israel allgemein
Israel: Journalismus, illegale Staatsgeheimnisse und Todesschwadronen
Innerstaatliche Feinderklärung, Staatsmassnahmen gegen Kritiker

europa

Berlusconi, die Mafia und ein Gerichtsurteil

Dr. Alexander von Paleske —22.11. 2010 —- Der italienische Premier Silvio Berlusconi ist mittlerweile der Regierungschef Europas, dem jede Schlechtigkeit zugetraut wird: ob es sich um Sex mit Minderjährigen handelt, oder Eingriffe in die Justiz, mit dem Ziel, die multiplen Gerichtsverfahren gegen ihn zum Stillstand zu bringen.


Einfach ein ganzer Kerl? … – BILD 20.11. 2010

Ein Gerichtsurteil in Palermo
Es sind jedoch nicht diese Gerichtsverfahren, und die Sexaffären, die ihn bisher aus der Politik werfen konnten und könnten – am 14. Dezember steht ein Misstrauensantrag im italienischen Parlament zur Abstimmung an – sondern letztlich die Verurteilung seiner einstmals rechten Hand während seines Aufstiegs zum Medientycoon und Politiker.

Sein Name: Marcello Dell’Utri. Der wurde nun zu langer Strafhaft verurteilt.

Das Berufungsgericht in Palermo, setzte zwar das Strafmaß der ersten Instanz von 9 auf 7 Jahre herab, aber in einer 641 Seiten langen Urteilsbegründung, die gestern abend bekannt wurde, fällten die Richter gleichzeitig wohl auch ein moralisches Vernichtungsurteil über seinen Herrn und Meister Berlusconi selbst.

Das Gericht befand:

Dell‘Utri war Berlusconis Verbindungsmann zur sizilianischen Mafia, der Cosa Nostra

Berlusconi empfing im Jahre 1975 drei Mafiabosse in seinem Büro in Mailand, um über Schutzgelder zu verhandeln, nachdem er offenbar Drohungen erhalten hatte.

Ende der 70er Jahre begannen dann die Gelder zu fließen, von Berlusconis Firma Fininvest an die Cosa Nostra. Nicht nur Schutzgelder, sondern auch Aufträge zur Errichtung von Relaisstationen für seine TV-Sender, mit deren Programmen er auch die Bevölkerung in Sizilien beglücken wollte. Schutz der Relaisstationen durch die Cosa Nostra – ebenfalls gegen Bares, versteht sich.

Berlusconi und dell’Utri
Berlusconis zunächst geschäftlicher und dann politischer Aufstieg ist eng mit dem sizilianischen Mafia (Cosa-Nostra) – Verbindungsmann dell’Utri verbunden.

Im Jahre 1974 war Berlusconi auf der Suche nach einem Hausdiener. Er wandte sich an einen Bekannten namens Dell’Utri, Sizilianer, der eine kometenhafte Karriere in Siziliens Bankenwelt hinter sich gebracht hatte.

Dell‘Utri empfahl einen Mann namens Vittorio Mangano, einen „Ehrenmann“ aus der Cosa Nostra, der schon zwei Morde auf dem Kerbholz hatte, was Berlusconi aber angeblich erst später erfuhr (John Dickie, Cosa Nostra 4. A. 2006 S. 512)

Palermo-Mailand
Dell‘Utri zog, von Berlusconi gerufen, von Sizilien nach Mailand um, und wurde rasch Berlusconis rechte Hand.

Im weiteren Verlauf übernahm er die Geschäftsführung von Pubitalia, einer zu Berlusconis Empire gehörenden, sehr profitablen Werbefirma.

Dell’Utri brachte dann Berlusconi 1992 auf die Idee, eine neue Partei zu gründen: die Forza Italia, welche Berlusconi dann an die Macht brachte. Ob die Mafia dabei Geburtshilfe leistete, ist offenbar auch nach dem jetzigen Urteil weiterhin unklar. Forza gewann jedenfalls im Jahre 2001 alle Direktmandate in Sizilien.

Alles wäre gutgelaufen, wenn nicht ein Mafiosi namens Antonio Giuffre, mit Spitznamen auch Manuzza (kleine Hand) genannt, der im April 2002 verhaftet wurde, ausgepackt hätte, also zu einem sogenannten Pentito wurde, einem Zeugen der Anklage.
Aber die Anklage gegen dell‘Utri umfasste noch wesentlich mehr, nämlich:

In-Verkehr-bringen (Waschen) von Drogengeldern

Vermittlung von Mafiageldern als Investition in Berlusconis Firmen

Versuchte Erpressung, um an 50% eines Sponsorenvertrages zwischen einer Bierfirma und einem Basketballclub in Trapani zu kommen

Anzettelung einer Verschwörung gegen die Justiz, mit deren Hilfe Zeugen der Anklage und Untersuchungsrichter in Misskredit gebracht werden sollten.
(John Dickie, Cosa Nostra S. 514)

Kommentar des Sprechers von Berlusconis Partei zum Gerichtsurteil gestern abend: Die Verurteilung dell’Utris ist ungerecht.

Zur Mafia in Deutschland
Die Mafia, die ZEIT und ein ehemaliger Generalstaatsanwalt
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?

medien

Krach in der Verlegerfamilie Neven DuMont oder: Ödipale Meuterei auf dem Schauberg?

Dr. Alexander von Paleske— 19.11. 2010 — Man könnte das Ganze als eine Posse mit Streit um Einfluss, Erbschaft und um Geld betrachten, in einem der großen deutschen Medienhäuser, aber der Konflikt geht tiefer.

Oberflächlich gesehen handelt es sich zunächst einmal um einen alten Zeitungsmacher, namens Alfred Neven duMont, kölnisches Urgestein, sozusagen im Kölner Klüngel groß geworden.
Zeitungsmann durch und durch, mit Druckerschwärze aufgewachsen, zu dessen Verlagshaus DuMont-Schauberg der Kölner Stadtanzeiger, und der Express gehört, und in dessen Verlag auch die Kölnische Rundschau erscheint.

Der damit den Kölner Zeitungsmarkt beherrscht, was der Meinungs- und Pressefreiheit in der Demokratie nicht gerade förderlich ist.

Weiterhin gehören zu DuMont-Schauberg die Mitteldeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung, Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost, sowie 25% der in Israel erscheinenden linksliberalen Tageszeitung Ha’aretz .

Alfred Neven duMont ist ein Mann, der bereits das 80. Lebensjahr überschritten hat, trotzdem weiter auf der Kommandobrücke des Verlagshauses stehen will.

Ein Sohn namens Konstantin
Aber da gibt es einen 1969 geborenen Sohn, namens Konstantin der lieber selbst dort stehen möchte, mit 16% am Verlag beteiligt ist, der auch als Herausgeber der Verlagszeitungen fungiert, bei der Frankfurter Rundschau allerdings seit gestern nicht mehr.
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Konstantin war entweder nicht ausgelastet, oder aber verlor den Überblick über das, was auf seinem Computer im Verlagshaus abgesetzt wurde, jedenfalls trat auf der Kommentarseite des Blogs von Stefan Niggemeier, einem Medienjournalisten, ein Internet-Basher unter etlichen Pseudonymen auf, der, wie Internet-Basher es zu tun pflegen, Verwirrung stiften will, mit dem Ziel, den Blogbetreiber zu diskreditieren, lächerlich oder zumindest uninteressant zu machen.

Die Basherspur führt in ein Kölner Verlagshaus
Wir haben die Arbeitsweise dieser Internet-Basher in einem ausführlichen Beitrag dargestellt. Alle dort beschriebenen Arbeitsweisen trafen auch auf diesen Niggemeier-Basher zu: „Eine-Person-Pseudodiskussionen“, Beleidigungen, Verschwörungstheorien etc.

Die Spur über Backlinks endete im Verlagshaus Neven DuMont, genauer gesagt in Konstantin Neven duMonts Computer.

Eine peinliche Affäre, denn Niggemeier ist auch für die Frankfurter Konkurrenz, die FAZ, als freier Mitarbeiter tätig.

Mehr noch: wer sich im Internet als Basher betätigt, noch dazu als Medienunternehmer, der missbraucht nicht nur die durch das Internet ermöglichte Diskussionsfreiheit, der hat auch seinen Mantel der Seriosität offenbar beim Betreten des Verlagsgebäudes abgegeben.

Konstantin bestreitet die Urheberschaft der Basher-Beiträge, auch andere Verlagsangestellte hätten Zugriff auf seinen Computer gehabt, für diese Mitarbeiter gäbe es aber keine personellen Konsequenzen. Die zog aber der Verlag und beurlaubte Konstantin erst einmal von seinem Vorstandsposten.

Damit wollte sich offenbar der Sohn nicht abfinden, und forderte nun den Abtritt seines Vaters von der Kommandobrücke, und zwar nicht im Vier-Augengespräch, oder im Familienkreis, sondern über eine Zeitung, und zwar eine, die nicht gerade für Seriosität bekannt ist, und noch dazu ein Konkurrenzblatt zum Kölner Express: Die BILD-Zeitung.

Mehr als ein ödipaler Konflikt
Damit war der Konflikt eskaliert. Es fällt allerdings nicht leicht, bei einem nun 41-jährigen noch von einem ödipalen Konflikt zu sprechen.
Vielmehr spielt hier auch die gesamte Medienkrise mit hinein, auf welche die Verlage bisher keine wirkliche Antwort gefunden haben, auch nicht der Verlag Neven duMont-Schauberg,

Hier ist insbesondere das in Schieflage geratene linksliberale Traditionsblatt Frankfurter Rundschau zu nennen, einstmals die absolut führende und kritische Tageszeitung Frankfurts.

Bereits vor einigen Monaten haben wir dargestellt, wie diese Zeitung durch die Zentralisierung der Politik- und Wirtschaftsredaktion für alle zum Verlagshaus gehörenden Tageszeitungen „kastriert“ wurde . Aber weder die „Kastration“, noch die Formatverkleinerung, haben offenbar geholfen.
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Nun soll in üblicher Manier weiter radikal gespart werden. Dies hatte Sohnemann Konstantin noch kurz vor dem Familienknatsch angekündigt, was der Qualität der Frankfurter Rundschau sicherlich nicht dienlich ist.

Qualitätsverbesserung wäre aber der einzige Weg, um das einstmals führende Traditionsblatt wieder attrraktiv zu machen.

Mit der Qualitätsverbessung scheint der DuMont-Schauberg Verlag sich ohnehin schwerzutun, denn Anfang dieser Woche veröffentlichten einige seiner Tageszeitungen ein komplett gefälschtes Interview mit Filmstar Michael Douglas – so eine Blamage.
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In Köln hat vor einer Woche die Karnevalsaison begonnen, am 11.11. 11 Uhr 11.
Der Karneval in Köln dürfte auch dieses Jahr keinen Themenmangel haben, selbst rund um das Haus DuMont-Schauberg..

Diesmal könnte also auch das Internet und seine Basher Thema sein, ein ödipaler Konflikt , oder aber ein Falschinterview.

Da könnte Konstantin, selbst Mitglied eines Karnevalvereins, sicher mit seinen Erfahrungen bei der Vorbereitung helfen.

Kölle Alaaf

Eine Plage im Internet: Die Basher
Frankfurter Rundschau: „Kastration“ als Überlebensprinzip

Bodo Hombach und die Zukunft der Tageszeitungen – oder: Lokalteil hat Zukunft, WAZ macht Zukunft?
linkFAZ: Ein Artikel verschwindet oder: Telefonierte Bodo Hombach mit der FAZ?
Umsonst ist nicht angemessen? – oder: Ist das Zeitungssterben aufzuhalten?
Nach den Banken nun die Zeitungen?
Gruner und Jahr Verlag: Trübe Aussichten, finanziell und journalistisch
Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Josef Joffe und das Gespenst des drohenden Todes der Tageszeitungen
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Alles frei?– oder: Der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung

Kommentare

Belleeer – 19. Nov, 08:10
mir gefiel…
dieser Artikel, der anscheinend einen
gewissen Auftaktcharakter besitzt… ,o)))
spiegel.de/spiegel/print/d-74735264.html

ich zitiere:

„Schon seit Monaten wuchs eine interne Front gegen den Verlagserben. Und auch er selbst hat das Gefühl, mit seinen Ideen, etwa einer Stärkung des investigativen Journalismus, bei den Chefredakteuren nicht mehr durchzudringen. Zunehmend herrscht Unverständnis auf beiden Seiten. Die Blogger-Affäre hat den Konflikt nur akut verschärft.

Einzelne wichtige Entscheider trugen ihren Unmut dem Patriarchen auch schon persönlich vor. Mancher sähe es gern, der Sohn würde aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat weggelobt.

Es sind nicht die kleinen Spleens des Juniorverlegers, die Anstoß erregen: sein Ayurveda-Haus, das Faible für kompostierbare Sofas oder gefiltertes Brunnenwasser etwa. Vor allem im täglichen Geschäft drifte der Verlegerspross allzu oft ab, etwa in Vorträge über digitalen Wandel, Aufklärung oder demokratische Verantwortung für Köln und die Welt.“