SATIRE

Deutschbanker Ackermann schreibt an IKB-Ortseifen Gericht

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail spielte mir heute ein chinesischer Regierungshacker zu

16.7.2010
Josef Ackermann
Chef-Deutschbanker
Vorstandsetage
Deutsche Bank
Am Teufelsrad 1
Frankfurt – Ortsteil Krankfurt

Herrn Präsidenten
des Landgerichts Düsseldorf
Am Gerechtigkeitsbrunnen 1
Düsseldorf

Kopie
Leiter der Staatsanwaltschaft
bei dem Landgericht
Am Gerechtigkeitsbrunnen 5
Düsseldorf

Hochverehrter Herr Gerichtspräsident

ich darf Ihnen meine Anerkennung über das Urteil Ihrer Strafkammer in Sachen IKB-Ortseifen aussprechen.

Es ist ein Urteil mit Augenmass, das mein Vertrauen in die Düsseldorfer Justiz, welches ich nach dem Mannesmann-Vodafone-Prozess doch etwas verloren hatte, voll wiederhergestellt hat.

Zunächst einmal finde ich es ausserordentlich begrüssenswert, dass die Staatsanwaltschaft den Untreuevorwurf im Zusammenhang mit der Anhäufung von 9 Milliarden Euro Zockerverlusten nicht weiter verfolgt hat.

Natürlich ist die Menge des verzockten Geldes, selbst für uns Deutschbanker, keine Kleinigkeit. Aber ich bin schon zuvor bei dem Abladen unserer Schrottpapiere bei der IKB seinerzeit zu der Ueberzeugung gelangt, dass es sich bei Ortseifen & Co um eine Art „Schnarchverein“ handelte.

Zum Untreuevorwurf gehört aber, wie wir beide wissen, zwingend der Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit reicht – glücklicherweise für uns Banker – keineswegs aus.

Darüberhinaus hat mich natürlich gefreut, dass Ihre hervorragenden Richter eine Strafe verhängt haben, die deutlich unter zwei Jahren lag, und damit zur Bewährung ausgesetzt werden konnte.

Es wäre nämlich für die Zukunft unseres enorm wichtigen Wirtschaftzweiges geradezu katastrophal gewesen, wenn eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung verhängt worden wäre.

Dies hätte das absolut falsche Signal in Richtung Bankenwelt gesendet. Insbesondere der Risikofreude unserer doch so einträglichen Investmentbanker wäre ein deutlichen Dämpfer versetzt worden, was sich dann wieder negativ bei unseren Zockergewinnen – äh ich meine Erträgen aus dem Investmentbanking – ausgewirkt hätte.

Nur der Staat geschädigt
Hinzu kommt, dass bei der IKB der Staat, nicht aber Einzelpersonen geschädigt wurden. Ausserdem ist die Schadenssumme bei der IKB noch vergleichsweise niedrig, wenn man sie mit dem Schaden bei der Hypo-Real-Estate (100 Milliarden Euro) vergleicht, bzw. mit dem bei der BayernLB.

Und schliesslich können derartige Verluste ja durch Kürzungen im Sozialbereich, z.B. bei Hartz IV Empfängern, leicht wieder wieder ausgeglichen werden.

Ich bin deshalb absolut mit der vom Gericht verfolgten Linie einverstanden.

Bestraft die Ärzte!
Statt der Banker sollten die Ärzte mit drakonischen Strafen belegt werden, wie im Falle des Professors Broelsch in Essen, der per Zufall den gleichen Verteidiger hatte, wie der Herr Ortseifen.

Zwar hat der Transplantationspapst Broelsch nur zweihunderttausend Euro insgesamt, und die auch nur für Forschungszwecke, von seinen Patienten, die unbedingt von ihm operiert werden wollten, eingeworben, und dafür dann gleich drei Jahre ohne Bewährung kassiert, aber hier muss einfach dem Volkszorn ein Ventil geschaffen werden.

Wer als Arzt, ganz anders als bei uns Bankern, sich nicht altruistisch mit seinen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Verfügung stellt, auf den muss das juristische Fallbeil, ähem, ich meine das Gesetz, in voller Strenge Anwendung finden. Dabei kann es auch keine Rolle spielen, dass der Staat durch massive Kürzung von Forschungsgeldern sich aus der Verantwortung gestohlen hatte.

Fiat Justitia – Es geschehe Recht.

Ganz herzlichst

Josef „Feldherr“ Ackermann
Vorsitzender des Vorstands

Anders als der Hauptartikel keine Satire zur Industriekreditbank IKB
Noch mehr Milliarden Euro Bürgschaften oder: Vorwärts mit der IKB
Der IKB-Prozess in Düsseldorf – oder: hat die Staatsanwaltschaft kapituliert ?
Goldman Sachs, Industriekreditbank (IKB) und Schrottpapiere

Professor Christoph Broelsch – Die lange Reise eines Starchirurgen auf die Anklagebank
Im Interview: Professor Christoph Broelsch
Broelsch Prozess: Urteil verkündet, Fragen bleiben

Mehr Ackermann-Satire zur IKB
Deutschbanker Ackermann schreibt an CSU-Seehofer

Mehr Ackermann-Satire
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments
Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel
Gute Nachrichten aus der Bankenwelt
Horst Seehofer antwortet Josef Ackermann
Deutschbanker Ackermann stoppt Swapserei mit Kommunen

afrika

Happy Birthday, Madiba – Nelson Mandela feiert 92. Geburtstag

Dr. Alexander von Paleske —–18.7.2010 ——
Viel ist an diesem Tag gesagt worden, über diesen aussergewöhnlichen Staatsmann und seine Leistungen.

Erzbischof Desmond Tutu hat dies seinerzeit auf die kurze Formel gebracht:

If this man wasn’t there, the whole country South Africa would have gone up in flames.

Die Versöhnung ist ganz zweifellos das überragende Verdienst, das in dieser Glaubwürdigkeit auch nur von ihm zustande gebracht werden konnte.

Der Film Invictus beschreibt einen Teilaspekt sehr eindrucksvoll.

Die gelungene Fussballweltmeisterschaft war sicher das schönste Geburtstagsgeschenk für ihn, auch wenn sie überschattet war von dem tragischen Tod einer Grossenkelin.

linkEine Ikone wird 90 – Nelson Mandela feiert Geburtstag
linkNelson Mandelas Geburtstag – Ein Nachtrag

kriminalitaet

Österreich: Paradies für Wirtschaftskriminelle?

Dr. Alexander von Paleske —17.7. 2010 — Im Mittelalter hiess es “In Nürnberg hängen sie keinen, es sei denn, sie hätten ihn”

In Österreich muss es heute wohl eher heissen, „Wir verfolgen keine Wirtschaftsverbrecher, es sei denn wir hätten genügend Staatsanwälte.

Eine ganze Reihe von Skandalen haben sich in der Alpenrepublik mittlerweile angesammelt, die alle der strafrechtlichen Aufarbeitung harren – jahrelang – wobei die Skandalgeschädigten keinesweg nur in Österreich, sondern oftmals auch in Deutschland zu finden sind: Kleinanleger, die ihr Geld – oftmals die Lebensersparnisse – verloren haben.

Werfen wir also einen näheren Blick darauf, insbesondere wie sie von der austrischen Strafjustiz aufgearbeitet wurden.

Merkwürdige Bemerkungen
Bereits in dem AMIS-Skandal, über den wir hier ausführlich berichtet hatten, 16.000 Geschädigte, davon 6000 in Deutschland, gab es im Strafprozess gegen die Hauptbeschuldigten, der 2007 statfand, recht merkwürdige Bemerkungen seitens des Gerichts und der Staatsanwaltschaft:
Sowohl Richterin Setz-Hummel als auch Staatsanwalt Krakow erklärten

„Aufgabe des Strafverfahrens ist es im konkreten Fall nicht, die gesamte Entwicklung und Geschichte der Firmengruppe AMIS aufzuarbeiten“……

Unter den Tisch gekehrt wurde daher:

– die hochverdächtige Bawag-AMIS-Connection:

dass die Ehefrau, von Ex-BAWAG – Vorstand Gerhard Partik, Dagmar Partik- Wordian, die Urheberin des korrupten AMIS-Systems war,

– dass Wolfgang Flöttl ein AMIS– Finanzier war

– oder dass die Kanzlei des Bawag -Gerichtsgutachters Thomas Keppert jahrelangals AMIS-Buchhalter fungierte,

Die investigative austrische Zeitung „Format“ hatte bereits Sitzungsprotokolle zitiert, aus denen hervorging, dass die AMIS– Vorgänger recht merkwürdige, angeblich schmiergeldbehaftete, Beziehungen zur Skandalbank BAWAG unterhielten.

Die zwei Hauptverantwortlichen, Böhmer und Loidl, sind zwar mittlerweile zu Haftstrafen verurteilt, aber es gab weit mehr Verdächtiges aufzuklären, und das hätte möglicherweise zu weiteren Anklagen geführt.

.Mit anderen Worten: Die Staatsanwaltschaft klärt den Sachverhalt nicht vollständig auf, sondern greift sich stattdessen diejenigen raus, die an vorderster Front standen.
Das dient zwar der Arbeitsvereinfachung, aber nicht dem Rechtsstaat.

Und so blieb es dann im Riesenskandal AMIS bisher bei den zwei Verurteilungen. Akte zu, Fall erledigt.
Ein Einzelfall? Nein, ganz im Gegenteil.


Der Fall (Skandal ) FirstinEx

FirstinEx war eine Software-Firma, die noch nicht einmal an der Börse gelistet, und der eine relativ kurze, aber verlustreiche Lebensdauer beschieden war, welche im Konkurs endete.

Auch bestanden Verbindungen zur AMIS, Anleihen der FirstInEx wurden von der AMIS als“Investment‘ aufgekauft.

FirstInEx, bekam zu Lebzeiten auch einen schönen Auftrag vom damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser, einem Zögling des Rechtsaussen Jörg Haider, zugeschanzt.
Inhalt des Auftrags: Erstellung einer Homepage für das Finanzministerium. Wert: 50.000 Euro.

Ausserdem war – rein zufällig selbstverständlich – der Vater des Finanzministers Karl-Heinz Grasser, namens Karl Grasser, Aktionär der FirstInEx

All in the Family
Auch den Auftrag für die private Homepage des Sohnes bekam FirstInEx.
Rein zufällig war der Firmen-Chef , Dieter Jandl, auch ein Schulfreund des Finanzministers. Wert des Auftrags für eine respektable private Homepage: 114.000 Euro. Donnerwetter.
Sponsor: der „ Verein zur Förderung der New Economy“ . Dessen Gründer und Obmann – rein zufällig selbstverständlich – der Kabinettschef des Finanzministers, Matthias Winkler.

So läuft das offenbar in Österreich: wie geschmiert, und nicht nur dort, siehe jetzt auch Frankreichs Sarkozy.

Später ging dann der Auftrag an die PR-Agentur Hochegger weiter, auch der ein Freund Grassers, und den kennen wir schon aus der Grasser Satire im Zusammenhang mit weiteren angeblichen Skandalen.

FirstInex ist natürlich mittlerweile längst pleite, genau wie AMIS, und die einstige Mutter von FirstInEx namnes Y-Line, die gesamte Buchhaltung der Firma zerstört, wie praktisch.

Der Staatsanwalt ermittelt, bislang ohne sichtbares Ergebnis.

Der Finanzminister Grasser hielt bei Amtsantritt Anteile an der Firma Y-Line, ohne das offenzulegen, und verkaufte sie rechtzeitig mit Gewinn. Glückwunsch!

In der Causa Y-Line, auch die bereits im Jahre 2001 in Konkurs geschlittert, ermittelt die Staatsanwaltschaft, wegen Verdacht des Betrugs, Insiderhandels und Untreue – bisher ohne jegliches greifbares Endergebnis (Anklage oder Einstellung) – seit immerhin stolzen 9 Jahren.

Geduld erbeten, es kommt der Immofinanz-Constantia Skandal
Geduld, wir sind noch nicht am Ende der unvollendeten Justiz-Werke.
Weiter gehts mit der Immofinanz, auch diese Firma bestens bekannt aus der Grasser Satire.
Es drängt sich mit Macht der Eindruck einer „Skandal-Aera Grasser“ auf.
Um die Immofinanz zu verstehen, müssen wir etwas weiter ausholen, das lohnt sich aber, weil der Schaden ja auch in die Milliarden ging, fast so viel wie bei der Skandalbank Hypo-Alpe (Skandalpe), und die Schadensbeseitigung keineswegs vollständig abgeschlossen ist.
Fangen wir also mit einem Selfmademan namens Herbert Turnauer an. Der startete nach dem 2. Weltkrieg in Österreich aus dem Nichts, und machte eine kleine Hinterhofklitsche zur grössten Lackfabrik Österreichs, Stollack.

Daraus wuchs dann, durch Zukauf weiterer Firmen, das Industrieimperium Constantia.

Einer der Direktoren war ein gewisser Josef Taus, mit der ÖVP eng verbunden, später einmal deren Obmann, und den kennen wir bereits aus dem Mobitel-Skandal (Ein Apo-Mann namens Schlaff). Sein Chef Turnauer war eher dem Rechtsaussen und Ausländerfeind Jörg Haider und seiner FPÖ zugeneigt.
Taus flüsterte dem alten Turnauer ins Ohr: „Banke Banke dann gibt’s Kuchen“ . Und so gründete er die Privatbank Constantia für Reiche und / oder Blaublütige.

Aber Taus und Turnauer ritten ja nicht die gleichen politischen Pferde, und zerstritten sich. Auf Taus folgte ein Christoph Kraus, der nun die kleine, feine Bank managte und redete dem Turnauer ins Ohr: Immobilien, Immobilien Immobilien. Nach Turnauers Zustimmung holte er für die neugegründete Firma, namens Immofinanz, einen Karl Petrikovics von der Konkurrenz c-Immo.

Dieser Petrikovics, extrem ehrgeizig, schafft sich den Christoph Kraus, der ihn holte, vom Hals und aus der Firma, und startet für die Constantia Bank und die Immofinanz einen Ikarus-Flug, immer höher hinaus, insbesondere in den Osten, schluckte auch die Buwog, die kennen wir von der Grasser Satire – bis es dann zum Absturz kam, er beide Firmen an die Wand gefahren hatte.

Millionenbeträge aus Kapitalerhöhungen verschwanden, dann kam die Immobilienkrise und Constantia-Bank stand vor dem Konkurs, die Immofinanz-Anteilsscheine stürzten an Wert ab, Milliarden wurden so vernichtet.

Die Constantia -Bank konnte nur durch einen Rettungseinsatz anderer austrischer Banken vor dem endgültigen Absturz gerettet werden. Petrikovics flog raus, die Inmmofinanz musste saniert werden.

Viele Kleinanleger, denen die Immofinanzpapiere aufgeschwatzt worden waren, sahen ihre Ersparnisse sich in Luft auflösen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, greifbare Ergebnisse gibt es natürlich (noch) nicht. .

Als nächstes: Der Auer von Welsbach- Skandal
Aber auch der blaublütige Anlegerskandal „Auer von Welsbach“ sollte nicht unerwähnt bleiben. Der Skandal mit dem Handel von offenbar dubiosen Genusscheinen flog im Jahre 2008 auf.

Das Finanzministerium (Finanzminister: K.H. Grasser) hatte dem Treiben mit diesen Scheinen, und den offenbar merkwürdigen Zuständen in der Buchhaltung, sowie der Berwertung dieser Genusscheine, angeblich seit der Jahrtausendwende, mehr oder weniger tatenlos zugeschaut, obwohl, wie die investigative austrische Zeitschrift Profil berichtete, es offenbar genügend Warnlampen gab, die knallrot aufleuchteten.

Aber die austrische Finanzmarktaufsicht schritt nicht ein. Das kennen wir auch aus Deutschland von der BaFin und den dortigen Anlegerskandalen.
Wolfgang Auer von Welsbach war ein enger Freund Haiders, und bat diesen, kurz vor dessen tragischem Ableben, um eine kleine Finanzspritze, die Haider ihm wohl auch zusagte, um seinen Fond ein wenig über Wasser zu halten. Durch den plötzlichen Tod Haiders wurde daraus leider nichts, und es kam, wie es kommen musste…..

Die Sache flog auf, die Anleger guckten in die Röhre, die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen 19 Personen wegen Verdachts des Betrugs, der Untreue pp.

Interessanterweise ist der K.H. Grasser nach seinem politischen Abschied Aufsichtsratsvorsitzender bei einem Fonds namens C-Quadrat. Rein zufällig war auch die Auer v.Welsbach-Gruppe seinerzeit mit 33% an diesem Fond beteiligt – rein zufällig sicherlich.

Und noch einer…
Nicht zu vergessen, der Libro-Skandal, die Buchkette, die im Jahre 2001 pleite ging, angeblich betrügerisch. Erst im Jahre 2009 wurde die Anklageschrift eingereicht – nach 8 Jahren. Ein Prozess hat in der Hauptsache bisher nicht stattgefunden. Da gab es nur auf einem „Nebenkriegsschauplatz“ mal eine Verurteilung eines Andre Rettberg , aber da läuft bereits der Wiederaufnahmeprozess, Haftverschonung selbstverständlich.

Fruchtlose Appelle
Im August 1980 forderte der damalige Bundespräsident Rudolf Kirchschläger das „Trockenlegen der Sümpfe und sauren Wiesen“; in der Folge flogen AKH- , Lucona, Noricum – und viele andere Skandale auf, über die wir hier berichteten..

So kamen Haider & Co an die Schalthebel, mit dem Versprechen des „Reinemachens“, aber sie produzierten stattdessen jede Menge weiterer Skandale.

Österreichs Präsident Heinz Fischer fordert derweil rückhaltlose Aufklärung dieser Skandale – ein frommer Wunsch, bedenkt man, dass nunmehr auch noch der Hypo-Alpe-Skandal der Aufklärung harrt, und der vom Umfang nicht wesentlich kleinere Fall der Meinl-Firmen.

70 Strafanzeigen gibt es allein in Sachen Hypo-Skandalpe, und jede Menge Beschuldigte. Aber keine dem Umfang angemessene Zahl von Staatsanwälten. Wenn das mal keine Ermutigung zu weiteren Straftaten ist…..

Für alle hier genannten Personen, soweit nicht rechtskräftig verurteilt, gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.


Zum AMIS-Skandal

linkDer Fall Amis – ein gigantischer europäischer Betrugsskandal

Zu Ex Finanzminister Grasser (Satire)
linkGuten Morgen Deutschland, ich bin KHG, der Karl-Heinz Grasser aus Wien

Zur Strafverfolgung allgemeinJustiz in der Krise oder Krisenjustiz?

Zu BAWAG und Mobitel
linkEin APO-Mann aus Wien – Martin Schlaff
linkBAWAG -Es war einmal eine Arbeiterbank in Wien
Die lange Reise der Finanzjongleure in den Knast
Neues aus Oesterreich – von Skandalen, Neubesetzungen und Freisprüchen

…zu Meinl dem Kaffee-Fünften
linkJulius Meinls kurze Knast-Reise – dank 100 Millionen Euro
linkNeues von den Finanzskandalen, BayernLB, Hypo Alpe, Meinl
linkRepublik Oesterreich – Finanzskandale ohne Ende

….und zur Hypo-Alpe
linkSkandal-Update: Hypo-Alpe-Adria Bank (Skandalpe)
linkBayernLB prüft Schadensersatzansprüche – eine PR-Geschichte?
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
linkHypo-Alpe-Skandalbank – Am Ende Sozialisierung der Verluste
linkVerlustbank BayernLB zahlt weiter: Noch eine Milliarde Euro an die Hypo- Alpe
linkHypo Alpe Adria und BayernLB – Haben die Flick -Erben mitverdient?
linkHypo-Alpe-Adria-Bank – vorwärts abwärts
linkVon Milliardengrab zu Milliardengrab: BayernLB-Tochter Hypo- Alpe Adria hat neuen Vorstand

Zentraler Artikel für alle bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

Zum Lucona und Noricum Skandal
BayernLB-Tochter Hypo Alpe, Privatdetektiv Guggenbichler und ein nachwirkender Skandal
Eine Geburtstagsfeier, die nicht stattfand

Zur deutschen Finanzaufsicht BaFin
Finanzkrise, Bankenkrisen, Kleinanlegerbetrug – Hat die Finanzaufsicht BaFin versagt?
Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin

SATIRE

Guten Morgen Deutschland, ich bin KHG, der Karl-Heinz Grasser aus Wien

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox —

15.7. 2010
Karl Heinz Grasser
Ex-Finanzminister
Am Sumpfblütenweg 1
Wien
Österreich

Liebe Deutsche,

ich möchte die Gelegenheit benutzen, um mich bei Euch vorzustellen. In Österreich bin ich weit besser bekannt, als ein bunter Hund. Denn fast überall , wo in unserer Alpenrepublik – ganz zu Unrecht – Skandal draufsteht, bin ich mit drin.

Mein Name ist Karl-Heinz Grasser, ehemaliger Finanzminister Österreichs, und ein hervorragendes, und sehr nachahmenswertes Beispiel dafür, wie ein europäischer Minister es zu etwas bringen kann, politisch, aber auch, und gerade, finanziell.

Gleichzeitig liefert mein bisheriger Lebenslauf ausserordentlich guten Anschauungsunterricht, wie unsere Filzokratie in Österreich funktioniert, wie sie läuft: wie geschmiert.

Ich bin zwar erst 41 Jahre alt, aber ich habe schon viel hinter mir. Nicht nur privat, da auch, aber vor allem politisch.


Das bin ich, der fesche Karl-Heinz

Natürlich war anfangs einer meiner besten Freunde der mittlerweile verstorbene austrische Rechtsaussen und Ausländerfeind Jörgli Haider, in dessen FPÖ ich eintrat und es bis zum Finanzminister brachte, der beste, den Österreich je hatte.

Im Jahre 2003 wurde es dann aber Zeit, einen verständlichen kleinen Kurswechsel zu vollziehen, ich wurde parteilos und vertrat inhaltlich die ÖVP, das austrische Pendant zur bundesdeutschen CDU.

So konnte ich bis zum Jahre 2007 Finanzminister bleiben. In meiner Zeit als Minister gewann ich viele Freunde dazu , und konnte vielen meiner alten und neuen Freunde, und mir selbst natürlich auch, helfen, Uplifting würde man das auf Englisch nennen, finanzielles Uplifting insbesondere..

Ich helfe gern meinen Freunden
Zu Staatskommissaren bei der austrischen Finanz-Bankenaufsicht berief ich als Finanzminister Leute, die nicht nur hochqualifiziert, sondern mir besonders ans Herz gewachsen waren:

– meine Ex-Verlobte Natalia Corrales-Diez

-meinen ehemaligen Sprecher Manfred Leupschitz

– meinen ehemligen Kabinettschef Heinrich Traumüller

Die SPÖ, die Grünen und meine alten Freunde von der FPÖ, warfen mir daraufhin, in völlig unqualifizierter Form, Freunderlwirtschaft vor. So ein Quatsch.

Mein Freund, der hervorragende Immobilienexperte Ernst Karl Plech, vermittelte 2001 den Umzug des Finanzministeriums und des Handelsgerichts und bekam dafür ein Honorar von mehreren Hunderttausend Euro – ein Trinkgeld angesichts seines Einsatzes und seiner ganz ausserordentlichen Kenntnisse.

Die BUWOG Geschichte
Die Pleitebank Lehman Brothers erhielt, von mir unterstützt, wegen ihrer nachgewiesenen ausserordentlichen Qualifikation, den Zuschlag bei der Abwicklung der Privatisierung der 60.000 Bundeswohnungen, kurz BUWOG. Dort, bei den Lehmännern, arbeitete auch mein Freund Karlheinz Muhr als leitender Angestellter. Aber das beeinflusste den Zuschlag in keiner Weise, beides hatte überhaupt nichts miteinander zu tun. Die Lehmänner bekamen 10 Millionen Euro, 4 Millionen mehr als die Konkurenz forderte, hatten aber auch die millionenfach bessere Erfahrung.

Auch meine Freunde, das Ex-FPÖ Mitglied Peter Hochegger und der Lobbyist Walter Meischberger, waren aktiv bei der Privatisierung der Bundeswohnungen BUWOG .

Die Links-Kampf-Presse hier behauptet, die Immofinanz sei von mir über die Angebote der verschiedenen Bieter informiert worden, sodass sie knapp höher bieten konnten, und den Zuschlag bekamen, und ich sei für die Ausplauderei bezahlt worden. Eine unglaubliche Frechheit.

Hochegger und Meischberger bekamen 9,6 Millionen Euro von dem Käufer, der Immofinanz , nicht für irgendwelche Insiderinformationen, sondern für nachgewiesene harte Arbeit. Dafür stand ihnen dann auch ein schöner Batzen Geld zu, den sie leider in einem der Steuerparadiese vorübergehend bunkerten, an der Steuer vorbei. Aber dann haben sie Selbstanzeige erstattet, und mich so in diesen faulen Deal mit hineingerissen. So etwas macht man einfach nicht unter Freunden.

Ich bin zutietiefst enttäuscht, zumal ich im Zusammenhang mit dem Linzer Terminal Tower, ein Gebäude, wohin die mir unterstellte Finanzdirektion einzuziehen hatte, meine Freunde Meischberger und Hochegger von der Baufirma seinerzeit ein schönes Honorar in Höhe von 200.000 Euro erhielten, um mir den Umzug meiner Beamten in dieses wunderbare, aber ziemlich teure Gebäude, schmackhaft zu machen.

Das habe ich dann letztlich aber durch freihändige Entscheidung durchgesetzt, und die kritischen Finanzbeamten, die sich nicht an dem wunderbaren Ausblick auf die Linzer Bahngleise laben wollten, kurzerhand von der Entscheidungskommission ausgeschlossen.

KHG hilft anderen Parteien und dem austrischen Gewerkschaftsbund
Gelegentlich stellte sich für mich die unangenehme, aber staatsnotwendige Aufgabe, den Sozis und den Gewerkschaften unter die Arme zu greifen. Das war nötig, weil die Arbeiterbank BAWAG das Opfer von Zockereien eines gewissen Wolfgang Floettl geworden war, der, zusamen mit dem BAWAG Vorstand Helmut Elsner, Geld in Milliardenhöhe in der Karibik durch swapsende Zockereien verjubelt hatte, sodass der Gewerkschaftsbund die Streikkasse opfern musste.

Ich griff ein, als die Bank sich im Newtonschen freien Fall befand, und gab eine Staatsgarantie ab, als der Pleitegeier sich gerade auf dem Dach der Bank niederlassen wollte. So umgingen wir die Pleite. Die Arbeiterbank BAWAG konnte anschliessend immerhin für etwas mehr als ein Trinkgeld verheuschreckt werden.

Wirtschaft hilft Politiker
Nicht nur ich habe anderen geholfen, auch mir wurde geholfen , von der Wirtschaft und der Industrie. Das gehört sich ja wohl auch so.

– Die Industrie sponserte einen preiswerten Internetzugang und stiftete schöne 250.000 Euro für die Errichtung einer respektablen Homepage.

– Im Jahr 2004 ließ ich mir eine Urlaubsreise auf die Seychellen durch die Agentur ZehnVierzig meines Freundes Walter Meischberger spendieren.

– Die Austrian Airlines upgradeten mich gegen meinen heftigen Protest. Meine politischen Neider und Feinde, die Holzklasse fliegen mussten, machten daraus die „Grasser Upgrading Affäre“. Unerhört.

– Gross-Finanzinvestor Tilo Berlin, ein durch und durch ehrlicher Mann, der leider zum Opfer der Presse wurde, lud mich ein, beim Verkauf der Hypo Alpe Adria Bank (Skandalpe) an die Bayern LB etwas mitzuverdienen. Ich habe das aber abgelehnt, und ihn über meinen Freund Walter Meischberger an meine Schwiegermutter Marina Giori-Swarowski verwiesen, die dann dort einstieg und binnen kurzem etwas Kleingeld verdiente.

– Auch Julius Meinl, der Kaffee-Fünfte, den ich schon lange kenne, bat mich, nachdem ich Anfang 2007 der Politk ade gesagt hatte, bei der Meinl International Power (MIP), einzusteigen, was ich gerne tat, gegen einen kleinen Unbequemlichkeitszuschlag in Form von Aktien.

Mittlerweile haben dort uneinsichtige Rebellen das Sagen, deshalb bin ich dort wieder ausgestiegen. Und mein Freund, Kaffee der Fünfte, ist der Strafverfolgung Unschuldiger ausgesetzt, der wahre Kern des Meinl-Skandals.

Nach dem Ende meiner politischen Karriere musste ich dafür sorgen, dass bei meiner Familie weiter Brot auf den Tisch kam. Deshalb gründete ich mit meinem Freund Meischberger die Lobbying-Agentur Valora, welche bei der Privatisierung der Telekom Austria härteste Arbeit leistete, und dafür auch hochanständig bezahlt wurde.
Neider haben nun aber der inzwischen geschlossenen Firma den Staatsanwalt ins Haus gehetzt.. Eine einzige Sauerei.

Nun geifert die Presse gegen mich, das werde ich überstehen. Ich habe viele Freunde, die mir helfen werden, psychisch und physisch.

Servus

KHG

E-Mail avpaleske@botsnet.bw
Keine Satire, im Gegensatz zum Hauptartikel:
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.Mehr Satire
Südliches Afrika: Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Frau Bundeskanzlerin Merkel
Glückwunsch Frau Merkel! Christian Wulff – Der richtige Mann zur richtigen Zeit
Herbert Rechtslastig an ZDF und an Reporterin Katrin Müller-Hohenstein
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Post für Thilo Sarrazin
Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin
Deutschbanker Ackermann gratuliert und bedauert
Post für Thilo Sarrazin
Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments
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…… zu Joseph alias Joschka Fischer
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

…zu BILD-Kai Diekmann
Kai Diekmann Betreff: Serie “So war mein bester Sex”
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

Noch mehr aus der Abteilung Satire
Afghanistan: General McChrystal schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Brief an Astrophysiker Professor Hawking
Positionspapier von Jürgen Rüttgers zum Fall Baron Münchguttenberg
Springer-Chef Mathias Döpfner antwortet FDP-Westerwelle
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Wie die Schweiz auf den Hund kam
Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
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Ministerin Ulla Schmidt: Nie wieder unter Hartz IV- Bedingungen leben

Medizin

Welt Aids-Kongress in Wien, die HIV-AIDS-Leugner laden zum Gegentreffen

Dr. Alexander von Paleske —11.7. 2010 — Lange Zeit war es still um die HIV-Aids-Leugner geworden, nachdem sie ihren Unfug nicht mehr dem inzwischen abgehalfterten Präsidenten Südafrikas, Thabo Mbeki, ins Ohr träufeln konnten. Ein Unfug, der in der Regierungszeit Mbekis dort mindestens 300.000 Menschen das Leben gekostet haben dürfte: Menschen, die an der HIV Krankheit litten und keine antiretroviralen Medikamente bekamen.

.

Zapiro-Cartoons zur AIDS-Tragödie in Südafrika während der Regierungszeit Thabo Mbekis

Der Kongress tagt, die Leugner ebenso
In diesem Monat findet in Wien der internationale AIDS-Kongress statt. Offenbar Grund genug für die HIV-AIDS-Leugner wieder aus ihren ideologischen Winkeln hervorzukriechen. Ihr österreichischer Protagonist, Christian Fiala, seines Zeichens Gynäkologe, lädt zu einer Gegenveranstaltung ein.
Thema: „AIDS zwischen Wissen und Dogma“.

Mit dabei auch, wie gehabt, der Kieler Internist Claus Köhnlein, dessen aberwitzige Argumentation in Sachen AIDS wir hier schon mehrfach scharf kritisiert haben, und der einst zu dem „Beraterteam“ Thabo Mbekis gehörte.

Kein Grund zur Beachtung wenn…
Eigentlich kein Grund also, der Veranstaltung weitere Aufmerksamkeit zu schenken
Aber nun haben die HIV-AIDS Leugner – leider muss man sagen – eine publizistische Plattform für ihren unwissenschaftlichen Quark bekommen, und zwar mit einem Artikel in der führenden österreichischen investigativen Wochenzeitung „Profil“ .
Der Artikel trägt den Titel Der Aids- Mythos: Hilft ein gutes Immunsystem gegen Ansteckung“ , verfasst von einer Redakteurin namens Tina Göbel. Ein Artikel, der weit hinter den im Jahre 2007 in der gleichen Zeitschrift erschienenen Artikel „Die andere Wahrheit über AIDS“ zurückfällt

Auch wenn die Autorin beide Seiten zu Wort kommen lässt, ihr Artikel sät gleichwohl erhebliche Zweifel an dem heutigen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisstand, was leider herzlich wenig mit kritischem Journalismus zu tun hat.

Einstieg mit Stimmungsmache
Der Artikel beginnt sofort mit Stimmungsmache, mit einer Geschichte aus der Steinzeit der HIV-Diagnostik und Therapie: Ein falsch-positives HIV-Testergebnis bei einer Patientin, und dann sofortiger Behandlungsbeginn mit antiretroviralen Medikamenten. Zu dem psychischen Stress die Nebenwirkungen der ARV’s.

Niemand behandelt – weder in Europa noch hier im südlichen Afrika – Patienten auf der Basis eines einzigen Tests, und ohne Beurteilung des Immunsystems, gemessen durch die CD4-positiven Lymphozyten. Meistens wird auch die Viruslast bestimmt.

Behandelt wird erst, wenn der CD4 -Lymphozytenabfall im Laufe der HIV-Krankheit eine kritische Grenze unterschritten hat.

Der Artikel ist daher, von der Tendenz her, geeignet , gerade in Risikogruppen zu grösserer Sorglosigkeit zu führen, bzw. HIV- Kranke zu ermutigen, die lebensverlängernden antiretroviralen Medikamente abzusetzen..

Irreführende Ueberschrift
Der Titel des Artikels führt bereits in die Irre: Ein intaktes (gutes) Immunsystem schützt keineswegs vor einer Infektion mit dem HIV-Virus, sondern nur die Vermeidung der Exposition zu Infektionsquellen, allen voran der ungeschützte Geschlechtverkehr zwischen Infizierten und Nichtinfizierten.

Dabei wird die Uebertragung des HIV-Virus enorm erleichtert durch die hier weit verbreiteten ulzerativen Geschlechtskrankheiten, allen voran der Schanker (Chancroid), neben der hohen Promiskuität. Gründe, warum sich hier in Afrika die HIV-Krankheit wesentlich umfangreicher ausgebreitet hat, als beispielsweise in Deutschland. Aber auch in Deutschland stagnieren die Zahlen keineswegs, sondern sind in einem langsamen, aber stetigen Anstieg begriffen.

Auch ist AIDS, wie in der Artikelüberschrift fälschlich suggeriert, kein Mythos, sondern das Endstadium der HIV-Krankheit, und eine globale Katastrophe.

Nicht allein wegen der Immunschwäche, sondern weil im Gefolge damit auch die Tuberkulose weltweit dramatisch zugenommen hat, und mit ihr die immer häufigere therapieresistente TB.

Ein intaktes Immunsystem, regelhaft zu Beginn der HIV-Krankheit, von der kurzen Konversionsphase einmal abgesehen, schützt zwar nicht vor der Infektion mit der HIV-Krankheit, aber vor Sekundärinfektionen, die das Vollbild AIDS auszeichnen. Zu diesem Zeitpunkt, dem AIDS Stadium, ist nämlich ist das Immunsystem durch die HIV-Krankheit weitgehend zerstört .

Typische Infektionen, die dann auftreten:

– Tuberkulose

– Pilzinfektionen (insbesondere Kryptokokken, Pneumocystis und Candida)

– Virusinfektionenj (insbesondere Zytomegalie, aber auch Reaktivierung von Herpes simplex und Zoster)

– Bakterielle Infektionen, andere als Tuberkulose


Lymphknotentuberkulose. Zusammengebrochene Immunabwehr. Statt käsigem Material werden grosse Mengen an Eiter aspiriert, unter dem Mikroskop übersät mit Tuberkelbakterien (rot)
Fotos: Dr. v. Paleske

Aber auch bestimmten Krebsarten wird durch die Immunschwäche Vorschub geleistet, allen voran das Kaposi-Sarkom.

Für Aerzte, die, wie der Verfasser, der seit 23 Jahren in Afrika, genauer gesagt in Simbabwe und Botswana als Internist und Krebsarzt arbeitet, tagtäglich mit AIDS-Kranken zu tun haben , sind derartige Artikel empörend, weil sie den absurden Theorien, die nachprüfbaren Tatsachen und soliden wissenschaftlichen Erkenntnissen ins Gesicht schlagen, ein Podium verschaffen.

Hinzu kommt, dass Zweifel gesät werden an der weiterhin dringend benötigten Hilfe zur Behandlung der HIV-Kranken, und das in einem Land namens Oesterreich. Ein Land, das gerne Milliardenbeträge in die Skandalbank Hypo- Alpe-Adria pumpt , von mir in meinen investigativen Artikeln bereits im Jahre 2007 „Skandalpe“ genannt, aber, wenn überhaupt, nur minimal in den Global Fund zur Bekämpfung von Aids, TB und Malaria einzahlt.

Umklassifizierung? Was für ein Stuss
Fiala behauptet, und mit ihm Köhnlein, dass in Afrika eine Umklassifizierung von Krankheiten stattgefunden habe, also Tuberkulose, Malaria und Durchfallerkrankungen nunmehr als AIDS bezeichnet werden, also ein Etikettenschwindel, hinzukomme, dass ein HIV-Test nicht verfügbar sei. Mit anderen Worten: „AIDS gibt es gar nicht in Afrika“.

Zimbabwe hat bei seinem Bluttransfusionsdienst im Jahr 1986 als erstes afrikanisches Land routinemäßig den HIV-Antikörpertest eingeführt. Auf der Suche nach Spendern wurde dann festgestellt, dass die HIV-Inzidenz bei den Fabrikarbeitern in der Hauptstadt Harare bei etwa 1 Prozent lag und in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt, bei 0,5 Prozent. Inzwischen liegen beide Städte gleichauf bei rund 23 Prozent.

Vollbilder von AIDS mit so genannten opportunistischen Infektionen wie Pneumocystisinfektionen der Lunge oder Hirnhautentzündungen mit dem Pilz Cryptococcus waren sehr selten.

Die Tuberkulose (TB) wurde natürlich öfter diagnostiziert, aber die Tendenz der 20 Jahre von 1967 bis 1987 war deutlich rückläufig..

Heute sind mehr als 60 Prozent der Aufnahmen in der Medizinischen Klinik opportunistische Infektionen im Gefolge der HIV-Krankheit .

Von Umklassifizierung der Malaria und anderen Erkrankungen als AIDS kann also keine Rede sein. Gleichzeitig kam es zu einem massiven Anstieg der Tuberkuloseerkrankungen.

Ganz ähnlich sieht es in der Krebsabteilung aus: Während vor der HIV-Epidemie bei Männern das Prostata-Karzinom der häufigste Tumor war und bei Frauen der Gebärmutterhalskrebs, ist es nun bei Männern und Frauen das Kaposi-Sarkom, ein durch die HIV-Immunsuppression bedingter durch ein Herpesvirus verursachter Krebs, der an mehreren Stellen der Haut zugleich auftritt und oftmals auch innere Organe, bevorzugt die Lunge, befällt.

Gleichzeitig hat die Anzahl der Krebsfälle rasant zugenommen. Eine Krebsstatistik wird in Zimbabwe seit 1968 geführt.

Das Kaposi-Sarkom war auch vorher in Afrika vorhanden, sein Anteil an den Krebserkrankungen lag in Zimbabwe und Botswana bei unter 1 Prozent.


Kaposi-Sarkom, Hautbefall


Kaposi-Sarkom – exzessiver tumoröser Befall des linken Beins


Kaposi-Sarkom, Lungenbefall im Röntgenbild dargestellt


Kaposi-Sarkom, Befall des harten Gaumens

Mittlerweile sind mehr als 60% der Krebspatienten HIV-infiziert, mehr als die Hälfte davon leidet an Krebserkrankungen, die eindeutig HIV-assoziiert sind, also neben dem Kaposi-Sarkom vor allem das hochgradig maligne Non Hodgkin-Lymphom.


Hochgradig malignes Lymphom, Halsbefall


Hochgradig malignes Lymphom mit Befall des harten Gaumens

Aber auch der Krebs der Augen-Bindehaut, vor der HIV-Epidemie nahezu unbekannt, wird jetzt häufiger gesehen. Die Patienten sind jung, zwischen 20 und 40 Jahren alt.


Krebs der Bindehaut
Fotos: Dr. v. Paleske

Die Virusleugner können natürlich auch nicht erklären, wie es zur Übertragung des HIV-Virus von der Mutter zum Kind kommt.

Die Kinderstationen sind überfüllt mit Säuglingen und Kleinkindern, die nicht gedeihen wollen und eine Infektion nach der anderen haben. Auch hier hat sich das Krankheitsspektrum in Laufe der letzten 20 Jahre völlig verschoben. Diese Kinder sind fast ausnahmslos HIV-positiv. Wobei das Virus in der Mehrzahl der Fälle während des Geburtsvorgangs übertragen wurde, denn die Mütter der HIV-positiven Kinder sind immer HIV-positiv.

Die Übertragungsrate liegt unbehandelt bei etwa 40 Prozent.

In Botswana gelang es durch das Programm „Prevention of Transmission from Mother to Child (PMTCT) mit dem Einsatz antiretroviraler Medikamente, diese Transmissionsrate von 40 Prozent auf etwa 6 Prozent zu senken.

Durch die Etablierung eines umfassenden Programms zur Behandlung von HIV-Patienten ist es in Botswana auch gelungen, viele Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung erfolgreich zu behandeln. Mehr als 50.000 Patienten werden zurzeit mit einer Kombination antiretroviraler Medikamente (HAART) behandelt.

Nein, diesem HIV-AIDS-Leugner-Treffen kann man nun wirklich keinen Erfolg, und ihrem pseudowissenschaftlichen Quatsch keine Verbreitung wünschen.

Es gibt die Klima-Wandel-Leugner, die Holocaust-Leugner und eben auch die HIV-AIDS-Leugner. Gemeinsam ist ihnen, dass sie die Wahrheit nicht in den Tatsachen suchen.

Wer sich näher mit dem Quark der Virusleugner beschäftigen will, und wie er Punkt für Punkt widerlegt wird, dem sei die Website

http://www.psiram.com/ge/index.php/HIV/AIDS-Leugnung

empfohlen.

Ein Tag wie jeder andere – In einem Krankenhaus in Simbabwe
Dumela Ngaka – 8 Jahre als Krebsarzt in Botswana – Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Diagnose: Krebs
Cancer surge overwhelms AIDS-struck Botswana
Bittere Pillen für die Dritte Welt
HIV kein Virus oder harmloses Virus ??
Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit
Hilflos bei Infektionen – Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit
Tierfabriken, Schweineviren und die Zukunft
Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch


Links zum Hypo-Alpe Skandal

linkSkandal-Update: Hypo-Alpe-Adria Bank (Skandalpe)
linkBayernLB prüft Schadensersatzansprüche – eine PR-Geschichte?
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
linkHypo-Alpe-Skandalbank – Am Ende Sozialisierung der Verluste
linkVerlustbank BayernLB zahlt weiter: Noch eine Milliarde Euro an die Hypo- Alpe
linkHypo Alpe Adria und BayernLB – Haben die Flick -Erben mitverdient?
linkHypo-Alpe-Adria-Bank – vorwärts abwärts
linkVon Milliardengrab zu Milliardengrab: BayernLB-Tochter Hypo- Alpe Adria hat neuen Vorstand

Zentraler Artikel für alle bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

Unkategorisiert

Südafrika: Nach der Fussball-WM die Migrantenhatz?

Dr. Alexander von Paleske Grenzübergang Plumtree zwischen Botswana und Simbabwe gestern nachmittag:
Wir haben für die Rückfahrt von einem Besuch in Francistown/Botswana mit wenigen Autos und kurzen Wartezeiten gerechnet. Das Gegenteil war jedoch der Fall: Der Grenzübergang war verstopft von Autos mit Anhängern, auf denen Haushaltsgeräte, Betten und Kühlschränke sich befanden, keineswegs neu, sondern gebraucht, wie bei einem Umzug.


Einer von Vielen – Kurz hinter der Grenze


… und noch einer. Fotos: Dr. v. Paleske

Auf Nachfrage stellt sich heraus, dass es sich um Simbabwer handelt, die den Umweg über Botswana gewählt haben, weil der einzige Grenzübergang zwischen Südafrika und Simbabwe bei Beitbridge völlig verstopft ist, wie sonst nur in der Vorweihnachtszeit.

Angst vor Ausschreitungen
Der Grund: Die Angst vor neuen Ausschreitungen gegen Migranten in den südafrikanischen Townships , wie sie im Jahre 2008 stattfanden.

Damals wurden die Habseligkeiten der Ausländer zerstört bzw. geplündert, etliche Menschen fanden den Tod.
Die jetzige Furcht vor Ausschreitungen ist keineswegs unbegründet. Die ersten Anzeichen gibt es bereits. Viele rechnen damit, dass es nach dem Ende der Fussball WM so richtig losgehen wird.

Der Hintergrund des sozialen Konflikts: Simbabwer, Mozambikaner, Sambier, Kongolesen und selbst Nigerianer, wegen der wirtschaftlichen und/oder politischen Probleme daheim, werden von dem „Powerhouse“ Südafrika magisch angezogen. Sie sind nur zu oft bereit, zu den erbärmlichsten Bedingungen, hart und zuverlässig zu arbeiten. Zu Bedingungen, die von den Südafrikanern aus guten Gründen abgelehnt werden.

Und wirken damit gleichzeitig als Lohndrücker. Das schafft notwendigerweise Konfliktstoff mit lohnabhängigen Südafrikanern.

Die oftmals ohne Papiere illegal über die Grenze gekommenen Migranten werden zum Freiwild skupelloser Ausbeuter. So werden beispielsweise Kellner nicht selten als „Tagelöhner“ eingestellt auf Trinkgeldbasis.

Besuch in einem Restaurant in einer Shopping -Mall in Johannesburg vor 5 Wochen: Alle Kellner kommen aus Zimbabwe.


Restaurant in Südafrika: Arbeiten für ein Trinkgeld. Foto: Dr. v. Paleske

Zu den Arbeitsbedingungen wollten sie sich auf Nachfrage nicht äussern, aus Angst.

Von diesem Hungerlohn wird dann oftmals auch noch Geld zur Unterstützung der Familien nach Hause geschickt.

Makwerekwere, wie die Ausländer verächtlich von Südafrikanern genannt werden, sind bereits wieder Opfer von Uebergriffen geworden, wie die südafrikanische investigative Wochenzeitung Mail and Guardian in ihrer neuesten Ausgabe berichtet.


Mail and Guardian diese Woche. Das Bild zeigt Simbabwer, wartend auf Transport, an der Nationalstrasse 1 von Kapstadt nach Johannesburg, mit ihren Habseligkeiten, auf dem Weg nach Hause


…….und in der Woche davor

Während der Regierungszeit des Präsidenten Thabo Mbeki von 1999 bis 2008 wurde nicht nur den HIV-Aids-Leugnern Gehör geschenkt, mit katastrophalen Folgen, sondern auch nichts unternommen, um die Verhältnisse in den Nachbarländern, insbesondere Simbabwe, zu verbessern, also Druck auf Robert Mugabe auszuüben.

Das Resultat: Zwischen zwei und vier Millionen Simbabwer, genaue Zahlen gibt es nicht, arbeiten mittlerweile in Südafrika, leben grösstenteils in den Townships der grossen Städte, wie Johannesburg, Pretoria, Kapstadt und Durban. Townships, die mittlerweile aus allen aus den Nähten platzen, und müssen sich jetzt wieder Drohungen anhören, dass die „Nächte der langen Messer“ bevorstehen.

Und so versuchen viele Migranten ihr Hab und Gut zu retten, erst einmal in ihren Heimatländern Schutz zu suchen, und abzuwarten, was sich in Südafrika weiter tut.

Mittlerweile hat Nelson Mandela wie auch Südafrikas Präsident Jacob Zuma die Bevölkerung aufgefordert, keine Gewalt gegen Ausländer zu verüben. Ob derartige Appelle, die in der Vergangenheit wenig Gehör fanden, etwas bewirken, wird sich zeigen

linkSüdafrika: Der politische Bankrott des Präsidenten Mbeki
linkKrisenrepublik Südafrika – 42 Tote und 15.000 interne Flüchtlinge
linkSüdafrika: Krieg in den Townships

Soeldner

Afrika-Söldner – und was aus ihnen wurde

Dr. Alexander von Paleske—- 6.7. 2010 — Man könnte diese ganze Gruppe der Afrika-Söldner auch als die „Das wäre ja gelacht“ Gruppe bezeichnen, wenn der ganze Hintergrund nicht bitterernst gewesen wäre.

Das wäre ja gelacht, wenn …
Das wäre ja gelacht, wenn wir nicht einen westafrikanischen ölreichen Staat erobern könnten (Wonga Coup), um uns dann einen schönen Lebensabend als Krönung eines langen Söldnerdaseins sichern zu können.

Und nachdem das Ganze im März 2004 schieflief und die Beteiligten, allen voran Simon Mann, zu 34 Jahren Gefängnis verurteilt wurden:
Das wäre ja gelacht, wenn wir mehr als 6 Jahre Knast absitzen müssten.


Sträfling Simon Mann

Und später: das wäre ja gelacht, wenn wir aus dieser Pleite nicht noch ordentlich Gewinn schlagen könnten.

Und so sieht es tatsächlich nun aus

Simon Mann wurde nach 5 ½ Jahren freigelassen, die restlichen südafrikanischen Söldner kamen ebenfalls im November letzten Jahres frei.
Für einen Staatsstreich, der, wenn er erfolgreich gewesen wäre, mit Dutzenden von Toten geendet hätte, war das in der Tat: billig weggekommen.

Starten wir mit Simon Mann
Beginnen wir mit dem Obersöldner und Kopf der Putschisten.
Er kam , auf Intervention Grossbritanniens, das seinerzeit zwei Monate vor dem geplanten Putsch informiert worden war , aber die Info nicht an die Regierung Aequatrorial-Guineas weiterreichte, vorzeitig frei.

Putschist Simon Mann hat nun gerade ein schönes Geschäft hinter sich gebracht, er hat sein Anwesen für satte 10 Millionen britische Pfund an die 28-jährige Tochter des Herzogs von Grosvenor , namens Lady Edwina, verkauft, 4 Millionen mehr als der Schätzwert. Offenbar gibt man sich in diesen Kreisen grosszügig.

Ausserdem hat er sich bereits in Hollywood umgeschaut, um die Filmrechte an seinem(n) Afrikaabenteuer(n) zu Geld zu machen. Kontakte in diese Kreise hatte er je bereits, nachdem er in Paul Greengrass‘ Nordirland Film „Bloody Sundayeinen britischen Offizier spielte.

Als nächster Nick du Toit
Der kann auf eine lange Karriere in Apartheid Südafrikas Mörder- und Zerstörungskommandos, namens Reconnaissance-Commandos (Recce), zurückblicken.

Er war seinerzeit Kommandeur von Recce 5, und kam mit seiner Apartheid-Soldateska am 14 Juni 1985 in die Hauptstadt des Nachbarlandes Botswana, Gaborone, und brachte dort 14 Menschen um, darunter ein sechsjähriges Kind und eine schwangere Frau.


Einnerung an den Ueberfall vor 25 Jahren. MMEGI, Tageszeitung Botswanas vom 18.6.2010


Gedenken an den Gräbern der Opfer – Foto: Dr. v. Paleske

Ich hatte mehrfach gegenüber der stellvertretenden Generalstaatsanwältin Botswanas, Mma Dambe, angeregt, von Aequatorial Guinea die Auslieferung du Toits wegen dieser ihm vorgeworfenen Mordtaten zu verlangen.

Nick du Toit wurde im November 2009 aus der Haft in Malabo entlassen, und die britischen Zeitungen sind sich leider nicht zu schade, wohlwollend jetzt ein Buch des Autors und Filmemachers James Brabazon über seinen Freund Nick du Toit zu besprechen, ein Buch mit dem bezeichnenden Namen My Friend the Mercenary – Mein Freund der Söldner. Ein Buch, das eher Sympathien und Mitleid als die wohlverdiente Verachtung erzeugen will, und das selbstverständlich die mörderischen Details aus Nick du Toits Vorleben unter den Teppich kehrt.

Du Toit arbeitet mitlerweile im Yemen als Autoverkäufer und will angeblich dem Söldnerdasein abgeschworen haben.

Deutsche Schiene
.
Nicht zu vergessen die deutsche Schiene, die Offenbacher Luftfrachtfirma ACL/CAL, deren Boss, Thomas Rinnert, offenbar knietief in den Putsch verwickelt war, indem er die Transportmittel, zwei Flugzeuge, zur Verfügung stellte. Aber ein Deutscher hackt doch einem anderen Deutschen doch kein Auge aus – oder? Jedenfalls nicht bei solchen angeblichen Straftaten.

Nach dieser Devise handelte offenbar die Staatsanwaltschaft Darmstadt und dann die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt unter ihrem Leiter Hans-Josef Blumensatt, die das Ermittlungsverfahren gegen Rinnert wegen Verdachts der Bildung von bzw. der Mitgliedschaft in eine(r) terroristischen Vereinigung im Ausland und der Beihilfe zu versuchten Tötungsdelikten, trotz Vorlage erdrückender Beweise kurzerhand einstellte.
Tja, wie heisst es doch „Crime does not pay“ – Verbrechen lohnt sich nicht – gilt offenbar vorwiegend für Ladendiebe und Handtaschenräuber.

Zentraler Artikel zum Putsch
Der Wonga Coup

Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen

Zum Söldnerunwesen
linkOlympia 2012 in London — Wir rufen die Söldner der Welt
linkVerfahrenseinstellung gegen Blackwater Söldner – eine Rechtsbeugung?
linkBlackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Chefsöldner Tim Spicer erhält Pentagon-Vertragsverlängerung im Irak
Vom britischen Südafrika-Botschafter zum Söldnerfirma-Direktor
Söldnerchef Spicer sucht neues Geschäftsfeld: Piratenbekämpfung vor Somalia?
linkBlair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika
On The Road Again – Blackwater-Söldner dürfen weiter töten
Irak: Wenn die regulären Truppen gehen, kommen die Söldner
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Tony Buckingham – Ein britischer Afrika-Söldner wird Milliardär

Qman (Gast) – 6. Jul, 20:50
Mehr Fragen als Antworten
Sehr geehrter Herr Dr v. Paleske,

ein paar Anmerkungen und Fragen zu Ihrem, wie immer, sehr informativen Artikel:

1. Simon Mann: War ja ein kurzer Aufenthalt für Herr Mann in Black Beach. Was macht er jetzt? Beschützt er zusammen mit Tim Spicer die Olympiade in London? Und profitiert Zimbawe wenigstens vom Öl Äquatorial Guineas, welches es für den Kopf von Simon Mann erhalten sollte?

2. Herr du Toit und Autohandel ….

3. Leben die Herren Moto und Thatcher immer noch völlig unbehelligt in Spanien? Was macht Herr Archer?

4. Für den geneigten Leser stellt sich immer noch die Frage nach der Rolle des Verstorbenen Gerhard Merz? Was ist aus Ihren Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft bzgl. Thomas Rinnert / Central Asian Logistics GmbH geworden? Und die Rolle der BRD / des AA / des BND?

Für den Interessierten ergeben sich weiterhin viele Fragen und Ungereimtheiten bezüglich dieses doch sehr kuriosen Coup-Versuchs.

MFG

Qman

onlinedienst – 6. Jul, 21:19
Antworten
Zu 1) Diese Frage beantwortet sich eigentlich aus dem Artikel. Er ist im Vereinigten Koenigreich und macht Geschaefte, Hausverkauf, Verkauf der Filmrechte an seinem(n) Soeldner-Abenteuer(n) etc.

Das war in der Tat ein relativ kurzer Aufenthalt im Black-Beach Gefaengnis in Malabo. In Harare sass er wesentlich laenger ein (4 Jahre) Er hatte dort, wie auch in Malabo, eine Reihe von Verguenstigungen, verglichen mit anderen Gefangenen.

Scotland Yard hat wohl zugesagt, die anderen Beteiligten wie Greg Wales, Lord Archer und Eli Calil, aber auch Mark Thatcher der Strafverfolgung auszusetzen. Im Augenblick in dieser Sache keine Neuigkeiten.

Simbabwe hat ausserordentlich von der Festnahme der Soeldner und der schliesslichen Auslieferung Simon Manns profitiert (Geld, Erdoellieferungen etc).

zu 3) Mark Thatcher soll noch in Spanien leben


Dog of War=Soeldner, 2004 Cartoon von Zapiro

Moto wurde wohl aus Spanien ausgewiesen, auf Draengen von Aequ Guinea.
Lord Archer ist m.W. noch immer Mitglied des britischen Oberhauses und ein sehr erfolgreicher Schriftsteller.

Zu 4)Gerhard Merz war zu Beginn ein mysterioeser Fall. ich vermute weiterhin, dass er im Kontakt mit dem BND stand, wenngleich seine Witwe, die ich 2005 in Frankfurt aufsuchte, dies abstritt.

Ich bin bei meinen Recherchen darauf gestossen, dass er von 1991-1993 in den Transport von Massenvernichtungswaffen (Giftgase Sarin und Senfgas) von China in den Iran verwickelt war, samt den Blaupausen fuer die Errichtung einer Fabrik zu deren Herstellung. Darin verwickelt auch der britische Mi6, der israelische Shin Bet und wohl auch der BND.
(Siehe hierzu meinen Artikel Gasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug).
http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/2467994/

Die Staatsanwaltschaft hat die Verfahren gegen Thomas Rinnert eingestellt. Siehe die verlinkten Artikel. Fuer meine Begriffe grenzt das an Beguenstigung im Amt.

MfG

Dr. v. Paleske

SATIRE

Frau ZDF-Katrin Müller-Hohenstein braucht Zusatzeinnahmen

==========

3.7. 2010-
ZDF-Chefredakteur
Peter Frey
ZDF-Zentrale
Mainz

Betrifft: Fussballreporterin Katrin (Reichsparteitag) Müller-Hohenstein

Sehr geehrter Herr Frey,

Pressemeldungen habe ich entnommen, dass die Frau ZDF-Fussball-WM-Reporterin Katrin Reichsparteitag-Hohenstein sich ein kleines Nebeneinkommen bei der Molkerei Weihenstephan besorgt hatte, und Sie diese Zusatz-Einnahmequelle, die ja ursprünglich von Ihrem Sender gebilligt worden war, verstopfen wollen.


Unser WM (ZDF) A-Team


…und das Experten A-Team von Weihenstephan, Müller-Hohenstein mit dabei (2. v.r.)

Dafür fehlt mir allerdings jegliches Verständnis. Sie übersehen offenbar gar nicht, dass Sie mit dieser Massnahme sich eine intellektuelle Abseits-Falle aufgebaut haben – anders ausgedrückt: eine sogenannte Milchmädchenrechnung.

Ich habe nämlich durch gewöhnlich gut unterrichtete Kreise erfahren, dass Frau Katrin Rp zu Weihenstephan-Hohenstein dringend empfohlen wurde, Nachhilfestunden in Geschichte, Biologie und Flaggenkunde zu buchen.

Die letzteren erscheinen notwendig, nachdem sie heute den Berliner Bären offenbar als österreichisches Symbol , also einen österreichischen Zuschauer unter den Schlachtenbummlern ausgemacht hatte, der aber in Wirklichkeit aus der Bundeshauptstadt kommt. Und dies, obgleich der Berliner Tanzbär offenbar sehr deutlich auf der Fan-Flagge zu erkennen gewesen war.


Flagge Berlins – ….Irren ist menschlich bzw. hohensteinlich

Um derartigen Fehlpässen in der Zukunft vorzubeugen, sind diese Nachhilfestunden, die ja auch von irgend etwas bezahlt werden müssen, absolut erforderlich.

Da es sich um aussergewöhnliche Aufwendungen handelt, die nur teilweise von der Steuer absetzbar sind, darf mann doch von einem Sender und dessen Chefredakteur, die stets auf Verbessung der journalistischen Qualität bedacht sind, nun wirklich mehr Verständnis erwarten. Denn sonst geht im Volk wieder die Diskussion um diese Fernsehsteuer äh, ich meine Rundfunk – und Fernsehgebühren los.

Im Interesse Ihrer Qualitätsjournalisten, zu denen Frau Rp-Hohenstein zweifellos gehört, sollte die Devise sein: Keine Hartz IV-Verhältnisse für schwer arbeitende Rundfunk – und Fernsehjournalisten!

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Alexander von Paleske

Mehr Satire zur Reporterin KRMH
Herbert Rechtslastig an ZDF und an Reporterin Katrin Müller-Hohenstein

SATIRE

Südafrika: Bundeskanzlerin Angela Merkel schreibt an Altbundeskanzler Helmut Kohl

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

3.7.2010
Bundeskanzlerin
Angela Merkel
z.Zt. Kapstadt
Republik Südafrika

An
Herrn Altbundeskanzler
Dr. Helmut Kohl
Am Saumagen 1
Oggersheim
Bundesrepublik Deutschland

Hochverehrter Herr Altbundeskanzler, lieber Helmut,

gerade bin ich in Kapstadt mit der Luftwaffenmaschine gelandet und der glühenden Hitze in Deutschland entronnen. Auch den kleinlichen Kritiküssen und Korinthenka……., die mir vorhielten, dass die, schon aus psychologischen Gründen absolut notwendige, Nationalmannschafts-Unterstützungsreise angeblich den Steuerzahler zu viel Geld kosten würde.

Ich geniesse den herrlichen Blick auf den Tafelberg bei frühlingshaften Temperaturen, und freue mich natürlich riesig auf das Fussballspiel, und darüber, dass mir, wenigstens für ein Wochenende, dieser Westerwelle nicht mit seinem Quark persönlich auf die Pelle rücken kann.

Nahezu 20.000 deutsche Fans sind hierher gekommen, trotz der Negativpropaganda von FC -Bayern-Chef Hoeness, und ich fühle mich, angesichts der vielen Deutschland-Fahnen, fast wie zu Hause.

Auf dem Flug über Afrika – zum Glück konnten wir Länder wie den Kongo überfliegen, und mussten dort nicht landen – sind mir noch ein paar Gedanken gekommen, die ich Dir gerne mitteilen möchte:

Genau so wie der ehemalige Putzgruppenrandalierer und spätere Aussenminister Joseph ( Joschka) Fischer, der jetzt erfreulicherweise als BMW-Klinkenputzer unterwegs ist, erkenne ich jeden Tag immer stärker, was für ein grosser Staatsmann Du doch gewesen bist – trotz des Parteispendenskandals – und keineswegs diese „Birne“, als die Dich einige Sozis und Fusskranke der linken Weltrevolution seinerzeit kleinreden wollten.

Visionäre Politik nach der Wiedervereinigung
Mir ist nach der letztlich erfolgreichen Präsidentenwahl Wulffs , und der Wahlniederlage dieses Gauck, noch einmal klar geworden, wie recht Du seinerzeit mit Deiner Wiedervereinigungspolitik hattest:

– Rückgabe von Eigentum statt Entschädigung

– Strafverfolgung, soweit nur irgendwie möglich

– Keine Gnade vor Recht

– Nachhaltige „DDR“ -Vergangenheitsentwertung

– Spaltung der „DDR“ Bürger in Gewinner und Verlierer

– Einrichtung und Betreiben der „Gauck-Behörde“

Südafrika und Mandela kein Vorbild
Südafrika, dessen Apartheidregime zeitlich fast parallel lief mit der „DDR“, ist ja den Weg der Wahrheits- Versöhnungskommission unter Leitung des Erzbischofs Desmond Tutu gegangen. Und hat es damit geschafft, fast alle grossen, in der Apartheidzeit begangenen, Verbrechen aufzuklären, den Opfern volles Gehör zu schenken, und schliesslich den reuigen Tätern im biblischen Sinne zu vergeben, also Gnade vor Recht ergehen zu lassen.

Aber ausserdem auch alle Bevölkerungsgruppen die Vergangenheit nicht als „verlorene Zeit“ empfinden zu lassen, sondern dass es jetzt darauf ankommt, gemeinsam in die Zukunft zu schauen und die Wunden der Vergangenheit gemeinsam zu heilen.

Oder, wie der grosse britische Premier Churchill es ausdrückte:

Wenn die Gegenwart über die Vergangenheit zu Gericht sitzt, verliert sie die Zukunft.

Dieses Vorgehen kam für uns in Deutschland, aus wohlverstandenen politischen Gründen, überhaupt nicht in Frage. Denn erst mit der Spaltung der „DDR“ Bevölkerung in Verlierer und Gewinner, in Zunkunftsfreudige und Nostalgiker, in solche, die den Abriss der Mauer feiern, und solche, die ihr nunmehr nachtrauern, gelang es uns, die SPD in weiten Kreisen der DDR unwählbar zu machen, und die Nostalgiker in die Arme der SED-Nachfolgepartei zu treiben.

Eine erfreuliche Entwicklung, die bis heute anhält.

Dass damit auch einige Unbelehrbare in die Rechtsparteien abdrifteten, ist als unvermeidlicher Kollateralschaden anzusehen.

Danke Helmut, Du Grosstaatsmann, Du Visionär
Es bedarf wirklich der Vision eines augebufften Staatsmannes, wie Du, lieber Helmut, es nun unzweifelhaft bist, um das zu erkennen, entsprechend die politischen Weichen zu stellen, und für die notwendigen Mehrheiten zu sorgen.

Nicht nur wäre ansonsten ein Kandidat Gauck, als ehemaliger Vorsitzender einer Wahrheits-Versöhnungskommission, sofort im ersten Wahlgang Präsident geworden, gegen den unser aalglatter Wulff nicht den Hauch einer Chance gehabt hätte, denn die Linke hätte einem solchen Versöhner natürlich sofort ihre Stimme gegeben.

Nein, weit schlimmer noch: mit einer Politik a’la Südafrikas Versöhnungspolitik (Mandela/Tutu) hätte die CDU niemals Wahlen gewinnen können. Wir hätten stattdessen auf lange Zeit eine SPD-Regierung gehabt.

Die Nachfolgepartei der SED, auch Linke genannt, würde es nämlich so gar nicht geben, weil für die Ossis gar nicht die Notwendigkeit bestanden hätte, in „DDR“- Nostalgie zu versinken. Wir alle hätten uns als Gewinner gefühlt, und wären mit unserer schwierigen Vergangenheit in brüderlicher/schwesterlicher Einheit fertig geworden .

Es zeigt nur allzu deutlich, was für ein grosser Visionär Du warst, als Du Strafverfolgung, statt Aufklärung und Anhörung der Opfer, Stasi-Akten-Behörde statt Wahrheits-Versöhnungskommission, durchsetztest, und damit die Spaltung unserer Brüder und Schwestern aus dem Osten so nachhaltig und erfolgreich betrieben hast.

Dafür sei Dir noch einmal in aller Verbundenheit gedankt.

Nur wenn die CDU in Deutschland eine derartige Stärke besessen hätte, wie der ANC hier in Südafrika, hätten wir uns eine derartige Versöhnungspolitik leisten können, dem war aber nicht so.

Und nun heisst es, der Gegenwart und der Zukunft den Blick zuzuwenden: Glückauf für Löw und seine Männer.

Herzliche Grüsse

Deine Angela

Zum Komplex „Wahrheitskommission als versäumte Gelegenheit “ siehe das Interview mit dem ehemaligen Generalstaatsanwalt von Berlin, Dr. Hansjürgen KargeJustiz in der Krise oder Krisenjustiz?

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SATIRE

Südliches Afrika: Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Frau Bundeskanzlerin Merkel

Dr. Alexander von Paleske

Frau Bundeskanzlerin
Angela Merkel
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Hochverehrte Frau Bundeskanzlerin,

mit Spannung und grosser Vorfreude sehen wir Ihrem Besuch in Südafrika entgegen. Ich finde es grossartig, dass Sie sich die Zeit nehmen wollen, trotz Ihres reichlich vollen Terminkalenders, an dem Fussballspiel Deutschland gegen Argentinien als prominente Zuschauerin teilzunehmen.

Nicht nur teilnehmen, sondern die deutsche Mannschaft anfeuern.Eine Tröte namens Vuvuzela, in den Farben Schwarz- Rot-Gold, ist von der deutschen Botschaft in Pretoria bereits angeschafft und bemalt worden.

Gerade hier im südlichen Afrika weiss man um den Effekt, den ein angesehener Staatsmann bzw. Regierungschef / in, wie Sie es ohne Zweifel eine sind, auf den Ausgang eines solchen Spiels haben kann.

In Südafrika nennt man das den „Madiba-Effekt“.
Als Südafrika im Jahre 1995 im Rugby-Weltcup-Finale gegen Neuseeland spielte, war da noch ein weiterer Spieler im Geiste mit dabei, welcher der südafrikanischen Manschaft enorme zusätzliche Kraft gab, und für den sich alle Rugby Spieler besonders anstrengten: Nelson Mandela.

Nicht anders war es beim Afrika-Cup der Fussballer im Jahre 1996.Beide Male gewannn Südafrika, was unter diesen Umständen klar auf den Madiba-Effekt zurückzuführen war.

Sie haben also völlig richtig erkannt, welch enorme Bedeutung Ihre Anwesenheit für den Ausgang dieses Spiels sicherlich haben wird.

Darüber hinaus hat dieses Spiel, gerade auch für die Innenpolitik in Deutschland, hohe Bedeutung unter dem Gesichtspunkt „Panem et Circenses“ , Brot und Spiele, was die Notwendigkeit Ihrer Anwesenheit nur unterstreicht.

Weitere VIP’s hochwillkommen
Sie sollten sich ausserdem ernsthaft überlegen, den frischgebackenen Bundespräsidenten 3. Wahl, Christian Wulff, aber auch unseren putzmunteren Guido, mitzubringen. In der Luftwaffenmaschine sollte eigentlich genug Platz für Sie alle sein.

Bitte nehmen Sie auch noch ein paar Extra-Reporter des Axel Spinger Verlags mit, die Sie dann auf Schritt und Tritt begleiten können. Am besten gleich diesen Bild-Diekmann.. Für den dürfte der Flug mit Ihnen, um die ZDF-Reporterin Müller-Hohenstein zu zitieren, eine Art „innerer Reichsparteitag“ sein.

Diekmann soll aufpolieren
Unser Kai Diekmann sollte ausserdem dafür gewonnen werden, mit Hilfe einer geballten BILD-Kampagne, Ihr in den letzten 9 Monaten etwas ramponiertes Image wieder aufzubessern. Notfalls müssen Sie Elfriede Schalom einschalten, sollte dieser Kai nicht spuren.

Ich möchte Sie gleichzeitig bitten, bei Ihrem Besuch eine optimistische Miene aufzusetzten. Trauermienen sind hier im südlichen Afrika nur bei Beerdigungen angesagt. Sie sollten Deutschland, trotz der unbezwingbaren Staatsverschuldung, als hoffnungsfrohe Botschafterin präsentieren.

Nicht anmerken lassen
Die halbe Pleite bei der gestrigen Bundespräsidentenwahl dürfen Sie sich auf gar keinen Fall anmerken lassen.
Ich bin hocherfreut, dass dieser Wulff es letztlich doch noch geschafft hat, weil er eine enorme Unterstützung für Sie bei der Umsetzung des Kahlschlags im Sozialbereich sein wird.

Wulffs seinerzeitige Aeusserung in einer Talkshow „Kritik an Hochverdienern ist das Erzeugen einer Pogromstimmung“ und das Streichen der Blindenhilfe in Niedersachen geben Grund zu den allerschönsten Hoffnungen.

Nachrichtendienste müssen schnüffeln
Ich empfehle darüberhinaus dringend, den Bundesnachrichtendienst und den bundesdeutschen Verfassungsschutz zur Auffindung der Abweichler in ihren eigenen Reihen bei der gestrigen Wahl einzuschalten.

Es ist nämlich nicht von der Hand zu weisen, dass sich hinter diesem sogenannten „Gewissensnotstand“ in Wirklichkeit der schnöde Mammon befand, diese Abweichler also von einer ausländischen Macht finanziert wurden, wie seinerzeit bei dem Misstrauensvotum gegen Willy Brandt im Jahre 1972.

Am ehesten denke ich da an die Taliban, deren Ziel es sein könnte, hier politische Verwirrung zu stiften, aber auch die südamerikanische Drogenmafia käme durchaus in Frage, als deren prominentester Botschafter angeblich dieser Diego Maradona angesehen werden muss, der auch schon mal Drogenkunde war.

Damit könnte das Ziel verfolgt worden sein, über innenpolitische Auseinandersetzungen in Deutschland auch die Kampfesfreude der deutschen Fussball- Nationalmannschaft zu schwächen.

Bitte vergessen Sie auch nicht, der Nationalmannschaft eine anständige finanzielle Belohnung für den Fall der Erreichung des Halbfinales in Aussicht zu stellen. Solche unschönen Szenen wie bei der WM 1974, wo das Weiterspielen von einem Extra-Bonus abhängig gemacht wurde,eine Form der Erpressung, wie ich meine, darf es einfach dieses Mal nicht geben.

Hochachtungsvoll

Dr. Alexander von Paleske
Arzt für Innere Medizin – Haematologie-
Leitender Abteilungsarzt
Bulawayo/Zimbabwe
Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)

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