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Libysche Söldner erschiessen Ägypter

Onlineredaktion – In der libyschen Mittelmeerstadt Tobruk nahe der ägyptischen Grenze sind nach Angaben von Augenzeugen zehn Ägypter erschossen worden. Der ägyptische Arzt Seif Abdel Latif sagte der Nachrichtenagentur AFP, am ägyptischen Grenzübergang Solum hätten Ägypter, die in drei Bussen aus Libyen geflohen seien, berichtet, in Tobruk seien zehn Ägypter mit Maschinenpistolen erschossen worden.

Die Täter seien libysche «bewaffnete Banden und Söldner» gewesen. Latif wollte nach eigenen Angaben mit anderen Rettungskräften die Grenze nach Libyen überqueren, doch die Gruppe sei am Grenzübergang Solum aufgehalten worden. Die ägyptischen Grenzschützer hätten lediglich zwei Ärzte und Medikamente nach Libyen durchgelassen.

In der libyschen Hauptstadt Tripolis machen derweil regierungstreue Milizen nach einem Augenzeugenbericht Jagd auf Gegner von Staatschef Muammar al-Ghadhafi. Mitglieder der «Revolutionskomitees» hätten das Stadtzentrum besetzt, sagte ein Bewohner, der in der Nähe des zentralen Grünen Platzes lebt. Aus Angst vor Repressalien wollte er seinen Namen nicht genannt wissen. Die Situation am Montag beschrieb er als «sehr, sehr gewaltsam».

«Wir wissen, dass das Regime am Ende ist, und die Libyer weichen nicht zurück», fügte er hinzu. «Das Volk hat nach all dem, was passiert ist, eine eigenartige Entschlossenheit.» Die Bewohner der Hauptstadt hofften nun darauf, dass sie aus anderen Teilen des Landes Unterstützung erhielten.

Das Staatsfernsehen berichtete am Abend, das Militär habe «die Verstecke der Saboteure» gestürmt. Die Kommunikationsverbindungen in die Stadt waren unterbrochen, und auch Handyanrufe nach Libyen waren vom Ausland aus unmöglich. Das staatliche Fernsehen zeigte Aufnahmen von Hunderten von Ghadhafi-Anhängern, die sich auf dem Grünen Platz versammelten, die Palmwedel und Bilder des Staatschefs schwenkten.

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Ägypten zwingt zu neuer Nahost-Politik

Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait – Das ägyptische Militär hat keinen Putsch durchgeführt. Die ägyptischen Offiziere als Putschisten zu bezeichnen, ist nicht richtig. Hier irrt sich die Optik von Tomas Avenarius (Vergleiche hierzu: Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 17.2.11: Leitartikel von Stefan Kornelius: „Botschaft der Befreiung“ und SZ-Artikel von Tomas Avenarius: „Ein Wunder in zehn Tagen“).

Der Sturz von Mubarak ist in der Tat nicht durch Intervention der Militärs, sondern durch den massiven Aufstand einer Volksbewegung erfolgt. So stehen die demokratische Opposition und die populären Muslimbrüder vorerst Seite an Seite. Es war die landesweite friedliche Volksbewegung, die den ägyptischen Staatschef Hosni Mubarak zum Rücktritt zwang. Die Zivilgesellschaft und das Militär waren sich einig und überzeugt davon, einen friedlichen Machtwechsel zu schaffen. Die breite Basis des Volksaufstands ist die Mittelschicht vereint mit der Jugend und den Akademikern, also die Säule der gesamten ägyptischen Gesellschaft.

Die Forderung des deutschen Außenministers Guido Westerwelle, die EU sollte ihre gesamte Nahost-Außenpolitik überdenken und neu strukturieren, ist zu begrüßen. Die EU-Außenbeauftragte, Catherine Ashton, an die sich Guido Westerwelle wandte, hat die Zäsur im Nahen und Mittleren Osten endlich erkannt.

Allerdings sind die Überlegungen von Stefan Kornelius in seinem SZ-Leitartikel vom 17.2.11, „Botschaft der Befreiung“ zu berücksichtigen: „Jede Bevormundung des Westens hat exakt jener Repression geholfen, die eine ganze Region erstarren ließ. Wer also der Demokratiebewegung in der arabischen Welt helfen will, der sollte keine Doktrin schreiben. Er sollte warten, bis er um Hilfe gebeten wird.“ Dieser Gedanke spiegelt sich auch in der Volksbewegung in Kairo wider, für das Angebot vom deutschen Außenminister zu danken, aber es vorläufig nicht zu akzeptieren.

Das Militär in Kairo hat den Zeitplan für den Übergang zur Demokratie präsentiert, der in einem Atem beraubenden Tempo stattfinden soll, damit keine Zeit für eine unerwünschte Einmischung aus dem Ausland bleibt. Seit dem 25. Januar stand das ägyptische Volk friedlich gegen den Despotismus von Mubarak auf. Der Westen, die USA und die EU, spielten dabei keine Rolle. Israel auch nicht. Die Volksbewegung war von der Hoffnung nach einem gerechteren Wechsel und Freiheit getragen. „Dieser Aufstand findet ohne den Westen statt…“ Gerade weil sie ihre Herrscher ohne fremde Hilfe verjagt haben, sind die ägyptischen Aufstandsbewegungen so stark, ist die Freude über die neue Freiheit so groß. „Die Demonstranten glaubten an sich und sonst keinen.“ Stefan Kornelius Bemerkung ist zutreffend und vollkommen zuzustimmen.

Am 11.2. tritt der Despot zurück und das Militär übernimmt die Kontrolle des Landes, um die allgemeine Ordnung zu sichern und den Übergang zur Demokratie nach Plan zu ermöglichen. Die despotische Verfassung wird außer Kraft gesetzt und das durch gefälschte Wahlen 2010 zustande gekommene Parlament aufgelöst. 48 Stunden später kündigt das Militär freie Wahlen in sechs Monaten an. Dazu muss in zwei Monaten eine minimale Verfassung erarbeitet werden, weil die alte keine freien demokratischen Wahlen vorsieht. Das ägyptische Militär an der Seite des Volkes statuiert ein Vorbild: Sie drücken bewusst aufs Tempo, denn sie wollen das Land stabilisieren und die Macht spätestens in sechs Monaten abgeben. Dieser Respekt vor dem Primat der Politik und seine Anerkennung überrascht den Westen, der immer noch einen militärischen Putsch und das Primat des Militärs bevorzugt, weil er glaubt, dadurch die Kontrolle besser zu halten. Die gesamte Welt kann vom ägyptischen Volk und vom ägyptischen Militär lernen, was Zivilisation heißt. Die ägyptischen Offiziere haben die dringende Priorität richtig gesetzt: So bald wie möglich eine legitime zivile Regierung in Ägypten zu schaffen.

Eine vollständige Verfassungsreform oder sogar eine verfassungsgebende Versammlung kann man später erreichen. Die neue gewählte zivile Regierung muss sich damit und mit den zentralen Streitfragen beschäftigen. Das ist die große Herausforderung und Aufgabe für die Zukunft Ägyptens, aber eigentlich keine Aufgabe für das Militär. Ein faschistisches Regime hat den Menschen In Ägypten ihre Würde geraubt. Die Freiheit hat Ägypten den jungen Leuten zu verdanken. Sie haben für alle Völker ein Exempel statuiert, das in der Geschichte Ägyptens einen festen Platz haben wird. Um so mehr ist die neue ägyptische Generation zu unterstützen.

Ägypten wird keine „Roadmap“ bekommen. Gegen diesen Begriff sind alle Ägypter allergisch. Sie sehen ja bei den Palästinensern, dass solche Vorhaben zum Scheitern verurteilt sind. Sie alle respektieren das Militär, aber niemand will eine Militärregierung. Das Militär selbst muß sich von korrupten Verstrickungen befreien. Militärische Hilfe in gigantischem Ausmaß (=USD 1.300 Milliarden Dollar jährlich), wie das Militär sie aus den USA bekommt, ist weder korrekt noch zu rechtfertigen. Die militärische Kooperation ist in vielen Aspekte ein Grund zur Beunruhigung. Militärhilfe löst keine wirtschaftlichen und sozialen Probleme weder in Ägypten noch anderswo.

Natürlich ist die künstliche Debatte völlig absurd, ob demokratische Ideale unter dem Präsident Obama oder unter seinem ominösen Vorgänger effektiver verbreitet wurden. Keine Demokratie, keine Freiheit ist zu erzwingen, am wenigsten mit Gewalt, Brutalität und Kriegsaggressionen wie Bush und seine kriminelle Mannschaft schändlich für Amerika erwiesen hat. Die Zeiten, in denen der Westen anderen ein System unter dem Etikett der Demokratie aufzwingen kann, sind vorbei. Die Welt hat erkannt, was die Einmischung des Westen bedeutet: Der Westen ähnelt immer dem listigen Fuchs gegenüber dem Wiesel: „Adieu, Dieu vous sauve; ces colliers d’anguilles sont à moi et ce qui reste est pour vous.“

Jetzt muss das Land neu aufgebaut werden. Alle sollten sich daran beteiligen, Christen und Muslime. Die Diskussion über die Zukunft ist voll im Gange. Wie in Tunesien sollte sich die herrschende Partei des gestürzten Autokraten auflösen, die korrupte NDP von Mubarak.

Die Situation im Nahen Osten bleibt aber hoch gefährlich. Im Sinne der Entspannung wäre es ratsam, die USA zögen ihre Militär-Maschinerie aus dem Persischen Golf zurück. Ratsam in jeder Hinsicht: Sie sparen unproduktive ungerechtfertigte Kosten, und anstatt Konfrontation wirken sie somit für Entspannung in der Region.

Schon die Tatsache, dass der korrupte Mubarak von seiner Villa aus Scham El Scheik Kontakt mit dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak aufgenommen hat, wie vor kurzen bekanntgegeben wurde, weist auf Hochverrat hin. Der Despot will sich mit seinem Machtverlust nicht abfinden und verrät sein eigenes Volk an den israelischen Gegner, indem er das israelische Lamento über den Machtwechsel anheizt. Versucht der gestürzte Despot, Israel für eine Aggression gegen Ägypten anzustiften? Grund genug, den unverbesserlichen Mubarak vor ein ägyptisches Militärgericht zu bringen.

Selektive Wahrnehmungen, wenn es darum geht, Despoten und Autokraten durch die USA und EU zu akzeptieren und andere ungelegene zurückzuweisen, haben unter Demokraten keinen Platz. Daher offenbart sich als vollkommen antidemokratisch das offizielle Auftreten der israelischen Botschafterin vor den Vereinten Nationen in New York, die die Schuld für den Sturz Mubaraks dem US-Präsidenten Obama gab, genauso wie schon die USA unter Jimmy Carter die Schuld am Zusammenbruch des Schah-Regimes gehabt habe, so die Botschafterin Israels. Das zeigt, wie sehr sich das „demokratische“ Israel mit den ihnen nützlichen Despoten solidarisiert.

Ägyptens Militär steht in der ehrenhaften arabischen Tradition von Abd-el Nasser. In einer berühmten Rede entwarf dieser frühere patriotische Ministerpräsident Ägyptens ein Bild der arabischen Geschichte aus seiner ägyptischen Sicht. Seine Rede war eine große Abrechnung mit dem Kolonialismus und ein Beweis für die Vitalität der arabischen Bewegung. Zusammen mit Syrien verkündete er die Vereinigte Arabische Republik (1.2.1957) mit Kairo als Hauptstadt. „Heute fühlen sich die arabischen Völker in der Lage, die Verantwortung zu übernehmen und ihren eigenen Kampf zu führen.“ Die Worte von Abd-el Nasser sind aktueller denn je: „…wenn ein Pakt Besetzung und Fremdherrschaft und Intervention zur Folge hat, kann er eine Nation keinesfalls schützen, sie sichern oder ihre Freiheit gewährleisten. Jeder Pakt, der von einer fremden Macht oder Nation befürwortet wird, ist nichts als eine Form der Herrschaft, er ist sogar eine Form der Aggression.“

„Das Hauptproblem, dem jeder Araber gegenüber steht, ist die Suche nach einem Weg, auf dem sie sich gegen Aggression und imperialistische Unterdrückungsversuche verteidigen können. Die Geschichte gibt uns eine Lektion für die Gegenwart und eine Lektion für die Zukunft.“ So Nasser. Der Aufstand der arabischen Welt fordert den Westen heraus, eine neue Nahost-Politik zu entwickeln und die demokratische Entwicklung in Ägypten aufmerksam und mit Respekt zu verfolgen. Halten wir uns an das Demokratieverständnis, müssen wir anerkennen und die Tatsache respektieren, dass die Macht vom Volk ausgeht. Die legitime Macht.

Die Autorin Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait ist Juristin und Diplomatin a.D.

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Libyen: Gaddafi lässt schiessen – die Ausbildung besorgte auch Deutschland

Dr. Alexander von Paleske — 21.2. 2011 — Die Tage des Gaddafi-Regimes – , möglicherweise die Stunden – sind offenbar gezählt.

Die zweitgrößte Stadt, Benghazi, befindet sich bereits in der Hand der Aufständischen. Gaddafi ließ seine Luftwaffe jetzt die Kasernen dort bombardieren, um zu verhindern, daß die Aufständischen, die sich mit den dortigen Armeeeinheiten offenbar verbündet haben, sich bewaffnen.

Der zweitälteste Sohn Gaddafis, Saif al-Islam hat heute im libyschen Fernsehen verkündet, die Familie Gaddafi und deren (noch verbliebene) Anhänger würden bis zu letzten Patrone kämpfen.

Verrottete Familie
Bisher waren die Söhne Gaddafis allerdings eher durch unliebsame Nahkämpfe aufgefallen, der zweitälteste Sohn, Saif al-Islam al-Gaddafi, hatte offenbar auf einer Party während seines Studiums in Österreich eine der eingeladenen Prostituierten so krankenhausreif geschlagen, dass die ins Koma fiel. Er selbst konnte dann dank der Hilfe des Familienfreundes und austrischen Rechtsaussen Jörg Haider schnell per Flugzeug nach Hause zurückkehren.

Sein Bruder mit dem Spitznamen Hannibal verprügelte in Genf Hausangestellte und einige Monate später in London seine Ehefrau. Die musste anschließend ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Gaddafis jüngster Sohn, Saif Al-Arab studierte in München- .Die hier alsbald gegen Saif eingeleiteten Strafverfahren wegen Bespucken eines Polizisten, Fahren ohne Führerschein, Alkohol am Steuer, Verdreschen eines Disco-Besitzers (hier wurde unberechtigter Weise auch mal ein versuchter Mord ins Gespräch gebracht), unerlaubter Schusswaffenbesitz und Waffenschmuggel, Verprügelung einer Hausangestellten wurden von der Münchener Staatsanwaltschaft mangels öffentlichen Interesses, und in Wahrung übergeordneter Staatsinteressen, allesamt eingestellt.

Diese verrottete Familie, an deren Spitze der paranoide Wüstenzeltbewohner Muammar steht, lässt offenbar scharf auf die eigenen Landsleute schiessen. 30 Tote allein gestern in der Hauptstadt Tripoli.
Die Sicherheitskräfte hatten mit automatischen Waffen und Maschinengewehren das Feuer auf unbewaffnete Demonstranten eröffnet.

Schöne deutsche Entwicklungshilfe
Diese Sicherheitsleute sind seit 1979 auch von deutschen Beamten ausgebildet worden. Zunächst von Bundesbeamten und ab 2004 auch über private Firmen.


FAZ vom 14.4. 2008

In der FAZ vom 14.4. 2008 heißt es:

Ehemalige Soldaten der Bundeswehr, die als Personenschützer eingesetzt waren, berichteten der F.A.Z. von einem Film eines BKA-Beamten über die Ausbildung in Libyen, der Mitte der achtziger Jahre in Sonthofen während der jährlichen Sicherheitstagung gezeigt worden sei. Einer berichtete von Aufnahmen, die nur im kleineren Kreis gezeigt worden seien: „Einiges hatte mit Personenschutz nichts mehr zu tun.“ Das sei „paramilitärische Ausbildung“ gewesen.

Weiter heisst es:

Ein ehemaliger Offizier sagte, seiner Kenntnis nach sei die Zusammenarbeit privater Firmen mit Libyen „kontinuierlich über mehr als 20 Jahre fortgesetzt“ worden. Auch der Bundesnachrichtendienst (BND) arbeitete nach Informationen dieser Zeitung in den achtziger Jahren mit Libyen zusammen – zumindest vor den Terroranschlägen von Lockerbie und Berlin („La Belle“).

Auch im Jahre 2006 meldete sich die libysche Regierung wieder wegen Ausbildung paramilitärischer Kräfte bei der Bundesregierung: Die Anfrage wurde von Minister Schäuble damals positiv beantwortet.

Aufregung unnötig
Warum die Aufregung über Libyen? Kein Grund zur Besorgnis – jedenfalls seinerzeit für die Bundesregierung. Die außen- und sicherheitspolitische Lage war damals offensichtlich auf den ersten Blick gewiss eine andere. Aber dass Gaddafi sein eigenes Volk brutal unterdrückte störte keineswegs.

Der damalige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und frühere Verteidigungsminister Struck sagte bei gleicher Gelegenheit:

An der Ausbildung libyscher Sicherheitskräfte durch deutsche Polizisten und Soldaten sei nichts zu beanstanden. Es sei gut, „dass wir mit einem Staat wie Libyen zusammenarbeiten – auch im Kampf gegen internationalen Terrorismus“..

So kann man das natürlich auch sehen.

Währenddessen versuchen sich die Libyer von der 42-jährigen Zwangsherrschaft Gaddafis zu befreien, im Kampf gegen auch von Deutschland ausgebildete Sicherheitskräfte.

Heimkehr eines Attentäters, Libyens Staatschef Gaddafi und das deutsche Auswärtige Amt
Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti

Satire
linkMuammar el Gaddafi: Jetzt rede ich zum Thema „Jörg Haider und die Euro-Millionen“
Wie die Schweiz auf den Hund kam
Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
Er ist wieder da – Hannibal aus Tripolis meldet sich zurück
Hannibal aus Tripolis oder: Ein schweizer Bundespräsident auf Canossa-Reise

medien

David gegen Goliath: Französischer Journalist Denis Robert obsiegt im Verfahren wegen übler Nachrede gegen die Deutsche Börse-Tochter Clearstream.

Dr. Alexander von Paleske — 20.2. 2011 — Der französiche Autor und investigative Journalist Denis Robert, der sich mit den angeblichen faulen Machenschaften der deutsch-luxemburgischen Finanzfirma Cedel/Clearstream beschäftigte, sollte mundtot gemacht werden. Ein Angriff auf den Autor selbst, aber auch auf die Pressefreiheit.

.
Denis Robert

Das ist nun gescheitert
Das höchste französische Gericht, der Cour des Cassation, in Paris hat Robert Recht gegeben.

Ein höchst wichtiges Urteil, aber in Deutschland war das keine Meldung wert, und dies, obgleich Clearstream eine 100%ige Tochter der Deutschen Börse AG ist, und bei der laufenden Fusion der New Yorker Börse mit der Frankfurter Börse eine erhebliche Rolle spielt

Außerdem trägt Clearstream immer sehr kräftig zum Jahresgewinn der Deutschen Börse AG bei.

Wer ist Clearstream und was macht diese Firma?
Clearstream International S.A ist, wie erwähnt, eine Tochter der Deutschen Börse AG, allerdings nicht mit Sitz in Frankfurt, sondern in Luxemburg.

Die Finanzfirma ist im Jahre 2000 hervorgegangen aus einer Fusion der beiden Clearing-Häuser Deutsche Börse Clearing AG und der Firma CEDEL International.
Aufgabe dieser Gesellschaft(en) war und ist die Sammelverwahrung von Wertpapieren, denn die einzelnen Banken verwahren heutzutage keine Wertpapiere mehr.

Der Wert dieser bei Clearstream eingelagerten Wertpapiere beläuft sich auf rund 10 Billionen Euro.

Mit anderen Worten: Wenn irgendwo in Deutschland Wertpapiere gekauft oder verkauft werden, dann bekommt Clearstream das mit, dort lagern sie ja. Clearstream rechnet dann zwischen den Banken ab, und verdient gut daran als „Bank der Banken.“

Die Banken müssen also beim Kauf von Papieren kein Geld mehr über die Strasse tragen. Und bunkern brauchen sie die Wertpapiere eben auch nicht mehr, das macht alles Clearstream. Sozusagen ein Lager- und Verrechnungshaus, aber nicht nur das, sondern über eine Tochtergesellschaft auch eine richtige Bank. mit Konten und allem Drum und Dran was eben so zu einer Bank gehört.

Clearstream ist aber nicht nur Lagerverwalter, sondern international auch als Wertpapier- Finanzier und Investmentfond-Dienstleister tätig , eine richtig dicke Adresse, noch dazu im finanzfreundlichen Großherzogtum Luxemburg.

2500 Finanzinstitute in über 100 Ländern sind Kunde bei Clearstream. 150 Millionen Transaktionen waren es bereits im Jahre 2000, dem Gründungsjahr.
Die Gesamttransfersumme betrug 10 Trillionen Euro pro Jahr.

Kaum bekannt
In der breiten Öffentlichkeit kannte kaum jemand die Firma, die im Jahre 2002 von der Deutschen Börse voll übernommen wurde.

In Zukunft wird die Bedeutung von Clearstream noch weiter steigen, nämlich dann, wenn die bisher über den Tresen gehandelten Derivate wie Swaps, mitursächlich für die Weltfinanzkrise, über Clearinghäuser laufen sollen.

Der Europäische Gerichtshof hat im Jahre 2009 festgestellt, dass, jedenfalls vor einigen Jahren, Clearstream eine Art marktbeherrschende Stellung hatte, die es offenbar ausgenutzt hat, um sich Konkurrenten vom Leibe zu halten.

Nicht alles hasenrein?
Wer so viele Transaktionen bewerkstelligt, durch dessen Hände rinnt auch kriminelles Gut – zwangsläufig- , also Papiere der Mafia, sei es der italienischen, sei es der russischen, und natürlich auch von Terrororganisationen, dann auch aus Waffen- und Drogengeschäften. Im einzelnen waren folgende Banken mit kriminellen Aktivitäten Kunden bzw. Konteninhaber bei Clearstream-Vorgängerin Cedel:

Banco Ambrosiano, Waschmaschine für Mafia-Gelder und in kriminelle Machenschaften mit der Vatikanbank verwickelt, außerdem Finanzier der italienischen kriminellen Vereinigung Loge P2

– Bank of Bahrein, die angeblich seinerzeit Osama bin Ladens Finanztransaktionen durchgeführt hatte

Bank of Credit and Commerce International (BCCI), eine seinerzeitige Waschmaschine für Drogengelder des kolumbianischen Medellin-Kartells und Finanzierungsvehikel für allerlei dunkle Waffengeschäfte.

Außerdem eröffnete die Clearstream-Vorgängerin Cedel eine Zweigstelle in der Schweiz, die angeblich als Steuerhinterziehungsoase großen Stils operierte und offenbar gar nicht in der Bilanz von Cedel auftauchte.

Was wusste Cedel/Clearstream?
Die Fragen sind nur: Weiß oder wußte Clearstream bzw. Cedel davon, konnten sie davon wissen, oder hat Cedel sogar die Wertpapier- und Geldtransfers dieser kriminellen Organistaionen absichtlich erleichtert oder zumindest nicht unterbunden?

Diesen Fragen waren zwei investigative Journalisten nachgegangen, einer davon vom Bankfach und ehemals bei CEDEL international, zuletzt als Nr. 3 in der Hierarchie beschäftigt: Ernest Backes, dazu der investigative Journalist Denis Robert, der zuvor 12 Jahre bei der französischen Zeitung Liberation gearbeitet hatte.

Der Eintrag Ernest Backes wurde im vergangenen Jahr aus der englischen Wikipedia entfernt , aus schwer (oder leicht?)nachvollziehbaren Gründen.

Im Jahre 2001 erschien ihr Buch , das sich mit Cedel/Clearstream und deren angeblichen dunklen Machenschaften beschäftigt: Révélations– dt: Das Schweigen des Geldes.

Das Buch löste den ersten Clearstream-Skandal aus. Die Anschuldigungen der Journalisten betrafen auch den französischen Rüstungsriesen Thomson CSF/Thales und seine Geschäftsbeziehungen zu Taiwan aber ebenso andere Großfirmen. Auch der italienische Premier und Bunga-Bunga-Mann Silvio Berlusconi, fand gebührende Beachtung…

Insgesamt war jedoch die Beweisführung der Autoren wohl nicht ausreichend, was Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz auf Seiten von Clearstream und seinen Managern angeht, obwohl man vermuten darf, dass die Autoren sich auf Insider- Infos stützen konnten, Infos, für die sich auch der BND interessierte, dessen Mitarbeiter Backes offenbar dann wurde.

Und so verlor der Autor Robert gleich mehrere gegen ihn angestrengte Verleumdungsklagen – vorläufig jedenfalls.

Im Jahre 2008 bot, nach der letzten Verurteilung Roberts, Clearstream einen Vergleich an, aber Robert war und ist ein investigativer Journalist, der sich auch von einer mächtigen Finanzinstitution nicht den Schneid abkaufen ließ, obgleich er damals bereits an einer Knochenkrankheit litt.

Er rief stattdessen das oberste französische Gericht an, das ihm nun Recht gab.
Begründung: Kleinere Irrtümer sind erlaubt, solange die Recherche gründlich und seriös durchgeführt wurde. Das Gericht berief sich dabei auf „ l’interet general du sujet traite‘ et le serieux constante‘ de l’enquete“

Ein kostbares Urteil für die Pressefreiheit und eine Ohrfeige für die Tochter der Deutschen Börse AG namens Clearstream.

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deutschland

Feuer Frei: Verteidigungsminister Guttenberg im Kreuzfeuer

Stephan Fuchs – Jedem Journalisten hätte es schon lange Abmahnungen in astronomischen Eurozahlen, Klagen und das Aus der Karriere beschert. Abschreiben ist nicht cool. Fehler abschreiben ist noch weniger cool. Dafür einen Doktor Titel kassieren und einen Ministerposten ergaunern, das ist extrem peinlich.

Mindestens 17% seiner Dissertations- Arbeit sollen geklaut sein. Schludrig gearbeitet haben soll er – so entschuldigt er sich – denn er war im Stress: Familie mit Kleinkindern, ein vielbeschäftigter Abgeordneter, kurzum Stress: Also quasi ein normal Zustand für sämtliche Studenten und Journalisten. Für Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg war das einfach alles wohl zuviel. Ist ein Schludriger schnell gestresster Verteidigungsminister am rechten Ort?


Der Kriegsminister: Haarlack stimmt, Brille stimmt, Krawatte stimmt. Der Rest ist scheissegal.

Sein „Dr.“ hat er voraussichtlich von der Webseite genommen. Guttenberg entschuldigt sich, allerdings nicht bei den beklauten, sondern bei Journalisten für einen doppeltgebuchten Medientermin. Die elektronische Ausgabe seiner Dissertation wurde mittlerweile vom Markt genommen, bestätigt „Duncker&Humblot“. Ein Eingeständnis?

Beinahe Zeitgleich werden in Afghanistan deutsche Soldaten Opfer eines Terrorangriffs. Zwei Soldaten sind tot. Guttenberg ist zwischen Stuhl und Bank. Was ist wichtiger? Der Druck wird – wen wundert’s – zu groß. Minister und Stabsunteroffizier der Reserve Guttenberg von und zu aber ohne Doktor kommt ins Kreuzfeuer.

SATIRE

Kanzlerin Merkel an Dr. e.x. Baron von Münchguttenberg: „Du dummer Junge“

Dr. Alexander von Paleske 18.2. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

18.2. 2011
Angela Merkel
-Bundeskanzlerin-
Im Regierungsviertel 1
Berlin

An
Plagiator, Vorne- und Selbstverteidigungsminister
Baron von und zu Guttenberg
Vorne- und Selbst-Verteidigungsministerium
Im Regierungsviertel 3
Berlin

Eilt sehr — Sofort auf den Tisch

Gutten Plag – äh ich meine guten Tag- mein lieber Karl-Theodor,

was Du dir heute geleistet hast ist nichts anderes als ein Dumme-Jungen Streich der nicht nur Dich, sondern auch meine Regierung in ein sehr schiefes Licht gerückt hat.

Wir beide wissen ja, dass Deine Doktorarbeit von Abkupferungen nur so wimmelt und deshalb als Plagiat angesehen werden muss.

Demut statt Angriff
Es hätte nun nahe gelegen, dass Du die Presse – und nicht nur ein paar handverlesene Journalisten, die Dir normalerweise nach dem Munde reden – einlädst, um die versammelten Journalisten zu bitten, sich doch zu gedulden, bis die Uni in Bayreuth die Vorfälle klärt und Du jedwede Entscheidung, die dort getroffen wird, akzeptieren wirst.


Guttenberg gestern – vor handverlesenen Journalisten: Kein Plagiat. Screenshot: Dr. v. Paleske

Selbst eine Negativentscheidung würdest Du nicht auf dem Gerichtswege anfechten.

In der Zwischenzeit wäre dann schon ein wenig Gras über die Sache gewachsen und andere Themen wären in den Vordergrund getreten. Auch hätte die bayerische Landesregierung der Uni Bayreuth sicher einen Wink geben können, wie positiv ein für Dich günstiger Ausgang sich auf Landesmittelzuschüsse auswirken würde.

Stattdessen hast Du Dich wie ein Dorftrottel aus einem Jodmangelgebiet verhalten.

Journalisten gegen Dich
Jetzt hast Du auch noch die Meute der Journalisten gegen Dich.

Auch meine Freundin Elfriede Schalom rief mich ganz entsetzt vom Blendergut in Kampen aus an und fragte, ob Du von allen Geistern verlassen worden seiest. Bild-Kai hatte ihr schon telefonisch mitgeteilt, dass Du so nicht mehr zu halten bist.

Deshalb muss ich Dich nun mit aller mütterlichen Strenge auffordern, für die nächsten Tage auf Tauchstation zu gehen und Dich in Demut zu üben. Angriff ist hier nicht die beste Verteidigung, sondern taktische Dummheit.

Eine Entlassung kommt, jedenfalls zur Zeit, aber noch nicht in Frage, da ich das Desaster mit dem Bundesbank-Chef Weber noch nicht verdaut habe. Und dies angesichts der Lage, dass wir die Euro-Printmaschinen voll am Laufen haben, weil anders wir die Euro-Schulden nicht bezahlen können.
Ganz zu schweigen von den Unruhen in der Golf-Region.

Wir sehen uns ja heute abend,
Bis dann.

Gruss

Angela

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Zur Gutti-Plagiatsammlung hier:
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Aufstand in Libyen: WL Central aktuell

wlcentral – WL Central eine Informationsplattform bringt aktuelle News aus Libyen. Filmbeiträge, Kartenmaterial, Twitters und Blogstreams. Topaktuell.

THURSDAY, February 17

9:30 AM Updated map and blog stream of protests via @Arasmus.

7:30 AM A video from Zintan from youtube user MeddiTV.

7:30 AM Another video from Albeida from youtube user MeddiTV.

7:15 AM Al Jazeera announces a live blog for Libya. It so far contains two entries, neither newsworthy.

7:15 AM Protesters in Albeida shout „Gaddafi you dictator! The turn has come for you, the turn has come for you!“ Translation from LibyaFeb17.

7:15 AM Benghazi eyewitness account on Al Jazeera translated on LibyaFeb17. The eyewiness says there is no Libyan government presence for negotiation, they brought thugs to Benghazi from outside but they all fled from the protesters. Snipers are positioned atop buildings in all parts of the city with the primary aim to kill the Libyan youth. [Men with what appear to be rifles on top of buildings can be seen in the video below.] While I speak to you now there is a heavy exchange of fire. Our demand is one and that is to topple the regime! Removing Mu’ammar Al Gaddafi! Removing him and his children! We want to change the regime! We are fed up! We have become tired, that’s it, we’ve had enough as the Arabs say! Too much has happened. 1200 murdered in the prison of Abu Sleem, 500 HIV infected children in Benghazi. Full translation at LibyaFeb17.

4:02 AM: Al Jazeera reports that the names of the two people killed in Al-Beida were Khaled ElNaji Khanfar and Ahmad Shoushaniya. They say at least 38 other people were injured in Al-Beida.
3:40 AM: Protesters burn Gadaffi pictures and a building in Al-Beida

  • 1:10 AM: „CONFIRMED: Demonstrations in #Benghazi on Gamel AbduNasr St., over 5000 demonstrators“ via @EnoughGaddafi
  • 1:10 AM: „CONFIRMED: Demonstrations in #Derna, chantin „Ya sa7afa, waynkum waynkum“ „Media! Where are you? Where are you?“ via @EnoughGaddafi
  • 1:10 AM: „Gunfire in the street Amr ibn al-Aas in #Benghazi“ via @DJMeddi

  • 1:10 AM: „CONFIRMED: Helicopters used to shoot demonstrators in #Bayda, 3 CONFIRMED dead“ via @EnoughGaddafi
  • 1:10 AM: „CONFIRMED: Demonstrations in #Benghazi on Gamel AbduNasr St., security forces using teargas & water cannons on protestors “ via @EnoughGaddafi
  • 1:10 AM: „Confirmed: 13 Dead in #Bayda“ via @Libya17Feb

  • 12:30 AM: „UPDATE: 2 protesters are confirmed dead after being shot by police east of #Benghazi and several #Libyans have been wounded.“ via @Jnoubiyeh
  • 12:30 AM: „URGENT: Shots fired in downtown Benghazi killing at least 1 person“ via @SumayyahG
  • WEDNESDAY, February 16

  • „can we rely on our army like #Tunisia and #Egypt? I very much doubt it“ | „Confirmed, at least 800 soldiers are now in #Benghazi from #Tripoli, same old #gaddafi mixing the country so no relations“ | „Revolutionary guard are usually well paid and have a relatively good standard of living, and will die for #gaddafi“ via @bintlibya
  • Gunfire in video from Albeida via @bintlibya
  • „3 protestors dead and 4 injured in Albayda #Libya they are using live ammo“ via @bintlibya
  • „Please note: reports of 4 to 7 deaths in Al-baida in #benghazi and 14 injured, inc a 12 year old today.“ via @ChangeInLibya

  • British Libya Solidarity Campaign asks for protests on Thursday, 17th February 2011 at the Libyan Embassy – London
  • Demonstrations in Al-Bayda (police station burning in background)

  • „Massive protests against Gaddafi“

    Image


  • TUESDAY, February 15

  • Troops raided the home of rights advocate Fathi Tarbel and took him away for questioning, causing protests in Benghazi which lasted until around 4 a.m. Wednesday. Atlanta Jouurnal-Constitution
  • Saif al-Islam Gadhafi ochestrated the released of 110 members of the Libyan Islamic Fighting Group leaving only 30 members of the group in prison.
  • Protesters chanted: „No God but Allah. Moammar is the enemy of Allah,“ and „Down, down to corruption and to the corrupt.“
  • Police and security fired rubber bullets water and hot cannons. A video showed people running away from gunfire while shots are heard. A young man in a white, bloodstained robe was seen being carried by protesters.
  • A Libyan security official said 14 people, including 10 policemen, were injured.
  • In Zentan hundreds marched through the streets and set fire to security headquarters and a police station, then set up tents in the heart of the town.
  • In Beyida hundreds set fire to police stations while chanting, „people want the ouster of the regime“.
  • Protesters chanted, „The people want the ouster of the regime.“
  • Security forces in Beyida have rounded up a many activists in the run up to the February 17 protest date.
  • Benghazi protests on February 15 via EnoughLibya2011
  • Benghazi protests on February 15 via EnoughLibya2011

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  • Benghazi protests on February 15 via EnoughLibya2011


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    SATIRE

    Freiherr von und zu Guttenberg: Ich bin kein Plagiat – und nur darauf kommt es an

    Dr. Alexander von Paleske — 16.2. 2011 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

    16.2. 2011
    Freiherr von und zu Guttenberg
    -Skandalminister-
    Vorne- und Selbst-Verteidigungsministerium
    Im Regierungsviertel 3
    Berlin

    An

    Angela Merkel
    Bundeskanzlerin
    Im Regierungsviertel 1
    Berlin

    Liebe Angela

    das Kesseltreiben gegen meine Person will einfach kein Ende nehmen.

    Jetzt hat die Kritische Justiz, eine linke Jura-Postille, im Aufruhr-Jahr 1968 gegründet, in der sich auch schon manche Gegner unserer freiheitlich demokratischen Plagiat- äh ich meine Grundordnung verbreitern durften, zum Angriff geblasen.

    Vorwürfe völlig unbegründet
    Die wollen mit diesem, an den Haaren herbeigezogenen Plagiatsvorwurf letztlich mein außerordentlich segensreiches Wirken als Minister sabotieren. Sie wollen mich damit lächerlich machen, und in eine Reihe stellen mit diesem Prinzen Friedrich Wilhelm von Hohenzollern, wie ich aus dem Hochadel stammend, der eine Doktorarbeit auf dem Gebiet der Geschichte seinerzeit komplett abgeschrieben hatte.und deshalb seinen Doktortitel verlor.

    Da das von ihm bearbeitete Thema aber so am Rande lag, fiel das nicht gleich auf, bis ein Bibliothekar in Marburg dann auf die Idee kam, die beiden Werke zu vergleichen.

    Ich habe aber, anders als der Prinz, keineswegs die Arbeit komplett abgeschrieben, sondern nur gelegentlich auf meinem Computer die Copy- und Paste Taste benutzt. das ist ja wohl erlaubt.

    Meine wissenschaftliche Arbeit umfasst 475 Seiten und ist aus guten Gründen in einer Schriftenreihe herausgekommen. Das belegt eindeutig, um was für ein hochwissenschaftliches Werk es sich dabei handelte, Copytaste hin und Pastetaste her.


    ….hat sich doch gelohnt das Abkupfern, jetzt auch für die Neue Züricher Zeitung (NZZ)

    Der Doktortitel steht mir zu, nicht nur der, sondern auch mindestens bereits ein Dr. honoris plagiatis, äh, ich meine honoris causa (h.c.) für meine erfolgreiche Arbeit in der schwarz-gelben Koalition.

    Hinzu kommt, dass es für mich gar nicht in Frage kam, wie dies so manch andere machen, mir einen Doktortitel von einer ausländischen Universität z.B. in Mittelamerika gegen eine kleine Spende „verleihen“zu lassen.

    Vielmehr habe ich mich, wie zu meiner Studentenzeit, wieder in das juristische Seminar gesetzt und geforscht.

    Den Korinthenka..… von der Kritischen Justiz sei ins Stammbuch geschrieben: Dieser Schuss wird für Euch zum Rohrkrepierer.

    Weder bin ich selbst ein Plagiat, noch ist es meine Arbeit

    Ich werde mich gleich erneut mit meiner Frau nach Afghanistan aufmachen, um von dieser elenden Sache, die von der Presse so begierig aufgeschnappt wird, abzulenken. Dort plane ich dann einen Foto-Gesangstermin mit Lena Meyer- Landrut ein. Da wollen wir doch mal sehen, ob wir mit einem schneidigen Frontbesuch diese ekelhafte Schmutzkampagne nicht zum Verstummen bringen können. Notfalls entlasse ich noch ein paar Generäle.

    Besonders dankbar bin ich für die profunde Stellungnahme des hervorragenden BILD-Kolumnisten F.J. Wagner in der schönen Bild-typischen Fäkaliensprache:

    Ich habe keine Ahnung von Doktorarbeiten. Ich flog durchs Abitur und habe nie eine Universität von innen gesehen. Also, ich kann von außen sagen: Macht keinen guten Mann kaputt. Scheiß auf den Doktor.“

    In diesem Sinne.

    Sei gegrüsst vom

    Vorne- Selbst- Verteidigungs- und Skandalminister
    K.T. von und zu Guttenberg

    Mehr aus der Abteilung Guttenberg-Satire
    Tagesbefehl des Selbstverteidigungsministers von und zu Guttenberg vom 22.1. 2011
    CSU-Seehofer mailt an Frontbesucher und Vorneverteidigungsminister Baron von und zu Guttenberg
    CSU-Wahlkampf-Spot – Nur die Wahrheit zählt
    Der Theodor, der Theodor der steht bei uns im Rohstoff-Militär-Kontor

    Minister Guttenbergs Tagesbefehl
    Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
    Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut

    Zur Gutti-Plagiatsammlung hier:
    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki

    Israel

    Bewusste jüdische Mitbürger – zukunftslos in Europa? – Ausweg Israel?

    Dr. Alexander von Paleske — 16.2. 2011 — Die Wochenzeitschrift Die ZEIT hat einen langen Artikel veröffentlicht, der sich mit dem zunehmenden Antisemitismus in Europa beschäftigt.

    Titel:

    Bewusste Juden müssen sich darüber klar werden, dass sie hier (gemeint ist Europa) keine Zukunft haben.

    Der Antisemitismus hat auch in Deutschland wieder zugenommen, verschwunden war er eigentlich nie. Das erschrechendste Beispiel der letzten Monate kam aus dem Bundesland Sachsen-Anhalt, aus der Kleinstadt Laucha, wo ein junger jüdischer Mitbürger, der mit seiner Mutter aus familiären Gründen von Israel nach Deutschland gekommen war, von einem sehr gut in die Kleinstadtgemeinschaft integrierten rechtsradikalen Mitbürger übel zusammengeschlagen wurde..
    Leider in Europa kein Einzelfall.

    Antisemitismus ist Teil der in der Bevölkerung abnehmenden Toleranz und der Zunahme des Rechtsradikalismus. Damit verbunden die Zunahme der Ablehnung von

    — Ausländern – (Xenophobie)

    — Juden (Antisemitismus)

    — Moslems (Islamophobie, Antiislamismus)

    Oftmals findet sich Xenophobie mit Antisemitismus bzw. Anti- Moslemismus gekoppelt.

    Thilo Sarrazin mit seinem „Abschaffungsschinken“ hat es geschafft , die latent moslemfeindliche und im weiteren Sinne auch ausländerfeindliche Haltung zu aktivieren und in den Mainstream zu hieven, sie also aus der rechten Ecke herauszuholen.

    Neue Variante
    Mittlerweile ist aber eine weitere Variante dazu getreten, die gerade den jüdischen Mitbürgern in einer ganzen Reihe von europäischen Ländern zu schaffen macht: der zum Teil offen feindselige bzw. gewalttätige Antisemitismus der moslemischen Minderheit, die wiederum selbst oftmals Opfer von Xenophobie und Anti-Moslemismus ist.

    Dieser Antisemitismus wird von der Politik des Staates Israel gegen die Palästinenser genährt und führt mittlerweil offenbar bei einer ganzen Reihe von Juden dazu, nach Israel auszuwandern bzw. zurückzukehren, oder dies zumindest ins Auge zu fassen..

    Dieser (neue moslemische) Antisemitismus in Europa ist nicht nur, wie jeglicher Antisemistismus prinzipiell verabscheuungswürdig, er schlägt auch den Einstellungen vieler jüdischer Mitbürger ins Gesicht, die keineswegs vorbehaltlos die Politik Israels gegenüber den Palästinensern gutheißen, ebenso wie übrigens auch eine Minderheit in Israel selbst. Damit wird nämlich jedem Juden automatisch unterstellt, dass er Zionist sei.

    Mit diesem neuen Antisemitismus werden allerdings nicht wenige Juden, für die Israel keineswegs Heimat ist, zu der Überzeugung getrieben, dass es nur einen Staat auf der Welt gibt, in dem sie wirklich Bürger und nicht nur Gast sind: Israel.

    Mit der Ankunft neuer Einwanderer werden dann den rechten Siedlern und ihren politischen Vertretern die Argumente für die Expansionspolitik geliefert, Einwanderer, für die neue Siedlungen in Ost-Jerusalem und der Westbank gebaut werden nachdem die Palästinenser dort vertrieben wurden.

    Der (moslemische) Antisemitismus leistet daher letztlich den Palästinensern einen Bärendienst, denn deren Ziel war und ist es, die weitere Zuwanderung von Juden nach Israel und damit die Expansionspolitik zu stoppen.

    Ein Blick zurück
    Am 28.9. 1973, zur Regierungszeit des österreichischen Bundeskanzlers Kreisky, wurde der Chopin Express von Moskau nach Wien von bewaffneten Palästinensern überfallen und 4 Geiseln genommen, drei davon jüdische Auswanderer.

    Damals hatte durch Ausreiseerleichterungen eine Welle von jüdischen Bürgern die damalige Sowjetunion verlassen, um nach Israel auszuwandern.

    Auf dem Wege nach Israel kamen sie über Österreich und dort in ein Durchgangslager namens Schönau. Die Geiselnehmer verlangten von der österreichischen Regierung, das Durchgangslager Schönau zu schliessen.

    Bundeskanzler Kreisky kam den Forderungen nach, sehr zum Ärger der Regierung in Jerusalem unter Golda Meir. Ein Aufschrei der Empörung kam aus Israel.

    Kreisky war selbst Jude, Sozialdemokrat und Österreicher , dem es nicht im Traume eingefallen wäre, nach Israel auszuwandern oder Israel als seine eigentliche Heimat anzusehen.

    Den Geiselnehmern ging es darum, die weitere Einwanderung russischer Juden nach Israel zu stoppen, weil dadurch gleichzeitig die Möglichkeit der palästinensischen Flüchtlinge, in die Heimat zurückzukehren, erschwert wenn nicht gar zunichte gemacht würde.

    Moslems, die einen Antisemitismus betreiben, muss man daher vorwerfen, dass sie nicht nur moralisch verwerflich handeln, sondern auch noch das Geschäft der israelischen Siedler fördern und ihnen die Argumente für ihren Expansionsdrang liefern.

    Exkurs: Holocaust als Rechtfertigung
    Israel leitet die Rechtfertigung seiner Existenz aus dem Holocaust ab. Eine völkerrechtlich haltlose Begründung, denn die Palästinenser hatten und haben ja wohl mit dem Holocaust nichts zu tun gehabt, und ein Unrecht, wie das gegenüber den Juden, kann wohl nicht ein zweites Unrecht, die Vertreibung der Palästinenser, rechtfertigen. Die einzige wirkliche Rechtfertigung – mittlerweile – ist und bleibt die Tatsache des Staates Israel seit nunmehr 62 Jahren, sonst nichts.

    Dass diese normative Kraft des Faktischen keinerlei Rechtfertigung bietet, den jüdischen Staat in das Westjordanland (Westbank) und nach Ost-Jerusalem auszudehnen, versteht sich von selbst


    8.12. 1975 – Israels Rechtsaussen, angeführt von Hanan Porat, feiern den gerade von der israelischen Regierung abgesegneten Siedlungsbeginn (Landwegnahme) in der Westbank

    Die UN-Resolution 242 fordert Israel deshalb klar zum bedingungslosen Rückzug hinter die Grenzlinien vor dem Sechstagekrieg des Jahres 1967 auf.

    Alle anderen Begründungen wie „wir waren vor 2000 Jahren schon einmal da“ also noch vor der Völkerwanderung in Europa, sind bestenfalls mystisch, aber völkerrechtlich völlig irrelevant.
    Mit der gleichen Begründung könnten z.B. die Ureinwohner Nordamerikas, die Indianer, und in Australien die Aborigines, ihr Land zurückverlangen und die Abkömmlinge der Immigranten, die sie vertrieben, zur Rückkehr nach Europa aufrufen. Deren Vertreibung liegt weniger als 500 Jahre zurück, also weit weniger als die 2000 Jahre der jüdischen.

    Fazit
    Gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Antimoslemismus helfen nur Integration und ein Klima der Toleranz.. Nicht jedoch politische Kaltduscher, selbsternannte Integrationsfachleute und laienhafte Intelligenz-Gen-Interpreten wie Thilo Sarrazin und Konsorten.

    Investigative israelische Journalistin Anat Kam schuldig gesprochen

    Gaza 2009: Al Jazeeras Enthüllungen und das Buch zweier Chirurgen
    Nahost: Wem nützen die Enthüllungen der Palästina-Papiere?
    Stuxnet und die Folgen: Legalisierung von Virusattacken und Cyberwars, Fortsetzung der Landwegnahme in Ost-Jerusalem und der Westbank
    Das Stuxnet-Virus und der Siedlungsbau im Westjordanland

    Zu Sarrazin
    Thilo Sarrazin – Genug ist genug

    Satire zu Sarrazin
    Sarrazin: Deutschland, mein zweites Buch ist in Arbeit
    Thilo Sarrazin: Gute Nacht Deutschland, ich bin wieder da und noch mehr
    Sarrazin – Sag zum Abschied leise: EINEN RIESEN MEHR
    Herbert Rechtslastig schreibt an BILD-Chefredakteur Kai Diekmann
    Buchsensation des Jahres: Sarrazins Weisheiten oder: Deutschland durch die Brille eines politischen Kaltduschers
    Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin
    Herbert Rechtslastig schreibt an SPD-Andrea Nahles
    Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
    Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
    Post für Thilo Sarrazin

    Weitere Satire zum Thema
    Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe

    …. und die Antwort von Josef Joffe und der ZEIT – keine Satire
    IDeutschlands liberale Wochenzeitung “Die ZEIT” verlangt Löschung einer Satire

    terror

    Torture ‚business as usual‘ in Egypt

    Charles Onians – Egypt’s feared state security services are using torture as much as they ever did, rights activists say, with no sign that their horrifying tactics are about to change despite the regime’s promise of reform.

    Rights groups say anger against routine police abuse and torture has been a driving force behind the massive popular protests in which at least 300 people have died and an unknown number were detained.

    The regime has agreed to deal with complaints about the treatment of political prisoners and to lift an emergency law used to detain people without trial „depending on the security situation“ in the face of the protests.

    But official brutality and torture are continuing apace amid the 13-day revolt against President Hosni Mubarak’s regime, said Amnesty International’s Hassiba Hadj Sahraoui.

    „When you see the beatings of protesters by security forces in the last 10 days there’s really no break in the way they continue to behave,“ she told AFP.

    „If this is about maintaining public order rather than trying to scare people, then they should acknowledge when they hold someone and publish the list of people detained,“ she said, citing the disappearance of Google executive Wael Ghoneim, snatched by plain clothes security forces on Friday.

    Foreign journalists arrested by security forces during the protests have given harrowing accounts of hearing Egyptians being tortured nearby during their detention.

    Rights activist Aida Seif el-Dawla said the use of torture is „business as usual“. „State security are arresting people at protests, taking them from their homes and using torture against them, such as electric shocks,“ she told AFP.

    She cites security forces‘ „destruction“ of the Hisham Mubarak Law Centre and simultaneous arrest of dozens of rights activists there, including foreigners, as emblematic of the regime’s attitude to human rights.

    Mubarak addressed the nation on Tuesday, saying: „My first responsibility is now to bring security and stability to the nation to ensure a peaceful transition of power“. Since the speech, Seif el-Dawla said: „We have at least 30 documented cases of killings.“

    „Mubarak must go,“ she told AFP. „Nothing will change until he is gone: he is the commander-in-chief of torture and of the police.“

    Mubarak’s axing of his much-hated interior minister, Habib al-Adly – who was in charge of the police – did little to calm the furious sea of protesters in Cairo’s Tahrir Square.

    Seif el-Dawla said Adly was still in charge, despite his replacement by Mahmud Wagdi, himself a former head of the prison service, where rights groups say torture is rife.

    Activists say while previously torture was reserved for political prisoners and terrorism suspects, it is now widely practised even on petty criminal suspects.

    The most recent case to have dominated headlines and sparked demonstrations was of Khaled Said, a 28-year-old man beaten to death by two undercover police officers on an Alexandria street in June.

    Other notorious cases include Emad el-Kabir, who was sodomised with a stick in a police station in 2007, with images of the torture recorded on a mobile phone and broadcast on the internet.

    According to the government, seven police officers have been sentenced for torture or inhumane treatment since 2006. No one from the State Security Investigations, which monitors political dissent, has ever been prosecuted for torture.

    But there is little hope for immediate change even if Mubarak were to go and be replaced by his vice-president, Omar Suleiman.

    „We’re changing a man, not the system. It’s difficult to have faith in Omar Suleiman considering his track record in human rights,“ said Amnesty’s Sahraoui.

    „In his previous capacity as head of military intelligence and intelligence, he was involved in crushing opposition, particularly the Muslim Brotherhood. He was involved with the extraordinary rendition program with the US.“

    That controversial program of extraordinary rendition under ex-president George W Bush involved terror suspects snatched by the CIA being taken to Egypt and other countries without legal proceedings and subjected to torture.

    Many protesters have demanded Mubarak go on trial for the alleged crimes of his regime.

    „We will need first of all to investigate the extent of violations and unpack the chain of command and how it works,“ said Sahraoui. „Once this is clarified, no one should be safe from prosecution if they’ve been involved in torture.“