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Südafrikanischer Ex Apartheidrichter spricht Recht über ANC-Politiker

Dr. Alexander von Paleske – Am 12 September 2008 erklärte das Landgericht in Pietermaritzburg/Südafrika unter Vorsitz des Richters Chris Nicholson die Anklage gegen den Vorsitzenden der Regierungspartei ANC, Jacob Zuma wegen angeblicher Korruption für rechtswidrig und unzulässig. Der Grund: Rechtlich unerlaubte politische Einflussnahme auf die Anklagebehörde seitens des (damaligen)Staatspräsidenten Thabo Mbeki und fehlendes rechtliches Gehör.
Wir berichteten darüber.

Das Urteil führte zum Rücktritt Mbekis.

Nun hob das Berufungsgericht in Bloemfontein am 12. Januar 2009 unter Vorsitz des Richters Louis Harms das Urteil auf.

Ein Richter namens Harms
Bevor wir uns mit dem Urteil des Berufungsgerichts selbst beschäftigen scheint es erforderlich einen Blick auf die Vergangenheit dieses Richters Louis Harms zu werfen, eine wenig erbauliche Vergangenheit in der Tat.

Richter Harms gehörte in den 80er Jahren dem „Afrikaner Broederbond“ an, eine Art Geheimbund, in den nur aufgenommen wurde, wer strammer Befürworter der Apartheidpolitik und damit der brutalen Unterdrückung der schwarzen Mehrheit durch das Apartheidregime war.

Ausserdem waren natürlich nur Weisse (Buren) und nur Männer zugelassen.

1918 gegründet war es eine Organisation von immensem politischen Einfluss, ein Think Tank, eine Denkfabrik der rassistischen Buren-Ideologie, eine Organisation, die auch dafür sorgte, dass ihre Mitglieder in Stellen von Einfluss kamen. Alle Apartheid-Regierungschefs nach 1948 waren Mitglieder des Broederbonds.
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Der frühere Premier Jan Smuts, der Südafrika an der Seite Grossbritanniens in den zweiten Weltkrieg führte und dessen Truppen entscheidenden Anteil an der Niederlage von Rommels Afrikakorps im Jahre 1942, hatten, der ersten Niederlage Hitlerdeutschlands noch vor Stalingrad, bezeichnete öffentlich den Broederbond als „eine gefährliche faschistische Organisation“

Aber seine Partei verlor 1948 die Wahlen gegen D.F. Malan, auch er ein Mitglied des Broederbondes, und der Beginn der brutalen Aparteidpolitik für fast 40 Jahre.
Verständlich, dass die Rassenideologie des Hitlerreiches im Broederbond auf breite Zustimmung stiess der Eintritt Südafrikas in den Krieg gegen Hitlerdeutschland hingegen auf Ablehnung (siehe Allister Sparks,The Mind of South Africa“ 1990 S. 174 ff)).

Dieser Geheimbund erinnerte fatal an die Mafia-Loge P2 in Italien.

Harms und der Broederbond
Harms gab nach Ende der Apartheidzeit als Begründung für seinen Eintritt in den Broederbond an, er habe den Broederbond für eine „kulturelle Organisation“ gehalten. Eine Stellungnahme, die in ihrer Erbärmlichkeit kaum noch zu unterbieten ist.

Im Jahre 1990, nachdem der investigative Journalist Max du Preez in seiner Zeitung Vrye Weekblad aufgedeckt hatte dass das Civil Cooperation Bureau (CCB) eine von der Apartheidregierung unterhaltene Todesschwadron war, auf deren Konto ungezählte Morde und Mordversuche an Gegnern der Apartheidregierung gingen, da setzte der damalige Präsident de Klerk eine Kommission zur Untersuchung der Vorwürfe ein.

Die Harms-Kommission
Den Vorsitz hatte der Richter Louis Harms.
In der Kommission trat das ehemalige Mitglied der Todesschwadron CCB, Dirk Coetzee, auf und enthüllte die mörderischen Machenschaften in Vlakplaas und zwar Im Detail, mit Namen und Ortsangaben.

Der Vorsitzende Richter Harms bezeichnete die Aussagen von Coetzee in seinem Untersuchungsbericht als „Dreck“.

Er nannte Coetzee ausserdem einen Psychopathen mit Verfolgungswahn (Peter Stiff, „Warfare by other Means“ 2001 S. 417).

Gleiches galt für die Aussagen des Brigadegenerals Floris Mostert, der immerhin die Morde an dem Wissenschaftler Dr. David Webster in Johannesburg und dem Rechtsanwalt Adam Lubowski in Windhoek im Jahr 1989 mit Namen der Mörder dem Civil Cooperation Bureau zur Last legte (siehe Peter Stiff, „Warfare by other Means“ 2001, S. 415f)

Harms stellte nach Anhörung von etlichen „Zeugen“ aus dem Regierungsapparat fest, es habe keine Todeschwadron gegeben.

Was nicht sein darf auch nicht sein kann.

Und bei anderer Gelegenheit nannte er im Jahre 1989 Korruptionsvorwuerfe gegen Buren eine „Schmierkampagne gegen das Burenvolk“(Stiff aao S.417)

Die von Nelson Mandela unter Vorsitz des Erzbischofs Desmond Tutu eingesetzte Wahrheitskommission brachte die Wahrheit ans Licht, und stellte in ihrem Untersuchungsbericht fest, dass die Aussagen von Coetzee in allen Punkten richtig waren. Gleichzeitig bezeichnete sie den Bericht der Harms-Kommission als Blödsinn.

Heute ist es eine feststehende Tatsache, dass das CCB eine Todesschwadron war.

Das Urteil von Bloemfontein
Die Urteilsbegründung des Berufungsgerichts in Bloemfontein unter Vorsitz von Richter Harms liest sich teilweise wie eine Abrechnung mit einem politischen Gegner.

Da wird der Richter Nicholson mit Namen genannt, ein Richter, der früher als Anwalt etliche Apartheidgegner in Prozessen vertreten hatte.

In Gerichtsurteilen werden niemals die Richter der Vorinstanz persönlich genannt, weder in Deutschland, noch in Südafrika und noch dazu in einer Art und Weise, die einem juristische Feldzug denn einer abwägenden Entscheidung entsprechen. Da müsste es heissen – professionell gehandhabt – „die Vorinstanz“ oder „das Gericht der ersten Instanz“. Denn die Gerichte werden ja als staatliche Instanzen tätig iund nicht als Person. So aber versucht das Urteil von Bloemfontein die Entscheidung zu personifizieren.

Daher liest sich das Urteil eher wie eine persönliche Abrechnung mit den Ausführungen des Richters Nicholson und der wird auch nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals beim Namen genannt.

Dabei ist die Auslegung des Paragraphen 179 Absatz 5 der südafrikanischen Verfassung , vergleichbar dem Artikel 103 des Grundgesetzes, der den Grundsatz des rechtlichen Gehörs regelt im Hinblick auf das staatsanwaltschaftliche Vorverfahren durchaus umstritten, darauf hätte das Gericht in Bloemfontein sich konzentrieren müssen. Das Urteil geht jedoch weit darüber hinaus.

Ein Richter namens Hartzenberg
Harms ist nicht der erste Richter, der, aus der Apartheidzeit kommend, umstrittene Urteile fällt.

Ganz in der Tradition steht der Richter Willie Hartzenberg, Bruder des rechtsradikalen Politikers Ferdi Hartzenberg.
Willie Hartzenberg führte den Vorsitz im Verfahren gegen den Arzt Dr. Wouter Basson, auch als „Dr. Mengele Südafrikas“ bezeichnet.

Wouter Basson wurde angeklagt, durch die Organisierung von Gift an der Tötung von Hunderten gefangengenommener Freiheitskämpfer der namibischen Befreiungsbewegung SWAPO beteiligt gewesen zu sein. Die so Getöteten wurden aus einem Flugzeug in dem Atlantik geworfen (siehe Peter Stiff, „Warfare by other Means“ , 2001, Seite 107ff und NTI Country Overview South Africa).
Richter Willie Hartzenberg sprach Wouter Basson im April 2002 frei, nachdem er alle Anklagen wegen dieses Massenmordes aus dem Verfahren geworfen hatte, als „im Ausland begangen“

Erst das südafrikanische Verfassungsgericht legte fest, dass bei derartigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit auch eine parallele Gerichtsbarkeit in Südafrika trotz Begehung der Straftaten im Ausland gegeben sei.

Aber da das Verfahren kein zweites Mal durchgeführt werden kann, „nicht zweimal in derselben Sache“ im Englischen auch „Double Jeopardy“ im Lateinischen „ne bis in idem“genannt, kam Wouter Basson straflos davon, nicht ohne dass Richter Hartzenberg den Hauptbelastungszeugen Johan Theron als völlig unglaubwürdig darstellte. Harms lässt grüssen.

Ein ehemaliger rhodesischer Justizminister
Auch in dem Verfahren gegen Schabir Shaik, der Korruption angeklagt und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, ein Urteil, das in Deutschland normalerweise nur für schwere Gewaltverbrechen zu erwarten ist, und welches das das Signal für den damaligen Staatspräsidenten Thabo Mbeki war, seinen Vize Jacob Zuma abzusetzen, hatte ein Richter mit unerquicklicher Vergangenheit den Vorsitz: Hilary Squires.

Einstmals Richter in Bulawayo/Simbabwe, damals Rhodesien genannt beschloss er Politiker zu werden. 1971 wurde er Parlamentsabgeordneter und fiel durch anti-britische Aeusserungen auf.
Von 1976-1978 war er Justizminister der rhodesischen Regierung unter Ian Smith.

Mit der Unabhängigkeit Simbabwes wollte er nichts zu tun haben und ging in das Apartheid-Südafrika. Dort wurde er wieder Richter.

Dass so ein Mann kein Erbarmen mit Schabir Shaik haben würde, der unter Lebensgefahr mit seinen Brüdern und seinem Vater über lange Zeit das Apartheidregime erbittert bekämpft hatte, versteht sich von selbst.

Vieles ähnelt der Situation der Bundesrepublik Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg, wo Altnazis in hohe Justizpositionen kamen und über die Verbrechen ihrer Gesinnungsgenossen zu Gericht sassen. Viele milde Urteile gab es.
Oder Freisprüche wie im Falle des Beisitzers am Volksgerichtshof, Rehse. Der hatte an 231 Todes-Terrorurteilen mitgewirkt. Bestraft wurde er nie.

Endentscheidung durch das Verfassungsgericht
Jacob Zuma will nun das Verfassungsgericht anrufen, das sicherlich mit den besten Richtern Südafrikas besetzt ist.
Jüngst wurde ein mutiger Richter, bekennender HIV-Positiver und bekennender Schwuler dorthin berufen: Edwin Cameron. Jahrelang hatte der erbittert die erbärmliche Politik des ehemaligen Staatspräsidenten Thabo Mbeki in Sachen HIV/Aids bekämpft.

Richter vom Schlage Harms, Squires oder Hartzenberg finden sich dort nicht.

Man darf mit Spannung auf deren Urteil warten.

E-Mail apaleske@gov.bw

Südafrika – Thabo Mbekis Höhenflug und Absturz
Deutschland, Suedafrika und ein Waffenskandal ohne Ende
Südafrika – Auf dem Weg in eine Bananenrepublik?
link Thabo Mbeki – Mugabes Freund in der Not
linkSüdafrika: Der politische Bankrott des Präsidenten Mbeki</
Bulelani Ngcuka and his Apartheid Soldiers
Auswärtssieg im Rugby, und Heimniederlage der Demokratie – Südafrika in der vergangenen Woche.

Krieg

Blood And Oil

Theconnextion – The notion that oil motivates America’s military engagements in the Middle East is often disregarded as nonsense or mere conspiracy theory. Blood and Oil, a new documentary based on the critically-acclaimed work of Nation magazine defense correspondent Michael T. Klare, challenges this conventional wisdom to correct the historical record.

The film unearths declassified documents and highlights forgotten passages in prominent presidential doctrines to show how concerns about oil have been at the core of American foreign policy for more than 60 years — rendering our contemporary energy and military policies virtually indistinguishable. In the end, Blood and Oil calls for a radical re-thinking of US energy policy, warning that unless we change direction, we stand to be drawn into one oil war after another as the global hunt for diminishing world petroleum supplies accelerates. 52 min. (2008)

Blood & Oil

Krieg

Wohin treibt der Ost-Kongo oder: Krieg ohne Frieden

Dr. Alexander von Paleske —22.1. 2009 — Die Nachrichten aus dem Ostkongo sind für den nicht mit der Situation vertrauten Beobachter kaum noch verständlich.

Gerade noch lieferten sich undisziplinierte kongolesische Regierungssoldaten Gefechte mit der CNDP des Tutsi-Generals Nkunda, der von Ruanda massiv unterstützt wird, und nun kämpfen Regierungssoldaten in der Provinz Nord-Kivu zusammen mit etwa 5000 Tutsi- Soldaten aus Ruanda gemeinsam gegen die Hutu Milizen der FDLR , getreu dem Motto Pack schlägt sich, Pack verträgt sich?

Mitnichten. Die Regierung des Kongo wagt einen Versuch, den Forderungen Ruandas nach Vertreibung und Entwaffnung der Hutu-Milizen nachzukommen und bietet einen gemeinsamen Kampf an, in der Hoffnung, damit das Problem Nkunda und seines Eroberungsdrangs unter dem Vorwand der Beschützung der Tutsi-Minderheit los zu werden. Das Tor für den Einmarsch von gut ausgerüstetetn ruandischen Soldaten wurde geöffnet.
Bisher hatte die kongolesische Regierung auch die Hutu- Milizen, die für den Genozid in Ruanda im Jahre 1994 verantwortlich sind, im Kampf gegen den Tutsi-General Nkunda benuzt.

Wechsel der Verbündeten
Nunmehr wurde ein Pferdewechsel vorgenommen. Hat dieser Wechsel der Verbündeten Aussicht, Frieden für den Ostkongo zu bringen? Dies muss man mit Fug und Recht bezweifeln.

Seitens der kongolesischen Regierung handelt es sich um einen ziemlich verzweifelten Versuch, damit der Lage im Ostkongo Herr zu werden.

Ein Erfolg könnte es nämlich nur dann sein, wenn das einzige Ziel Ruandas darin bestünde, die Milizen der FDLR zu entwaffnen. Diese Annahme dürfte sich alsbald vermutlich als eine gewaltige Fehlkalkulation herausstellen.

Ruanda und seine Kriegsziele
Ruanda hat weitergehende Ziele, die bisher von dessen Statthalter Laurent Nkunda getreulich umgesetzt wurden.

Der Osten des Kongo mit seinen üppigen Rohstoffreserven vor allem Coltan, Niob und Diamanten, soll aufgespalten und ein erheblicher Teil davon Ruanda über eine Interimslösung, die sich wohl Republik Volcano nennen soll dann letztendlich zugeschlagen werden.

Bereits bisher plünderte das rohstoffarme Ruanda in grossem Umfang über seinen Statthalter Nkunda und dessen Rebellen diese Rohstoffquellen, darüber haben wir mehrfach berichtet.

Als im April 2003 der Frieden nach dem Kongokrieg unter Vermittlung des früheren botswanischen Präsidenten Sir Ketumile Masire geschlossen wurde, da meldete sich einen Tag vor Abschluss des Friedensabkommens telegrafisch der General Nkunda bei Masire, um ihm mitzuteilen, dass ohne seine Beteiligung es keinen Frieden im Ostkongo geben werde.

Einen Tag vor Abschluss, nach jahrelangen Verhandlungen. Es war offensichtlich, was damit beabsichtigt wurde, nämlich den fehlenden Einschluss Nkundas in das Friedensabkommen als Legitimation für die Bildung eines neuen Rebellenhaufens zu benutzen. Nun ist Nkunda wieder nicht mit dabei. Er soll in Ruanda verhaftet worden sein.

Angeblich hatte der CNDP Mann und Tutsi-Offizier Bosco Ntaganda sich mit seinen Tutsi-Truppen von Nkunda losgesagt und unterstützt jetzt die kongolesische Regierung.

Wie seinerzeit in Sun City darf man wohl nicht zu Unrecht vermuten, dass Nkunda erneut als Joker der Regierung Ruandas dienen könnte.

Wenn die Hutus vertrieben und entwaffnet sind, wird er wohl wieder auf den Plan treten, im Auftrag seines Herrn, Meisters und Regierungschefs von Ruanda, Paul Kagame und dann eine Autonomie von Kivu auf die Tagesordnung setzen.

Der Krieg um die Neuaufteilung des Ostens der Demokratischen Republik Kongo ist wohl noch lange nicht vorbei, ebenso wenig , wie das Leiden der Zivilbevölkerung.

Im Interview: Sir Ketumile Masire zur Lage im Kongo
Kongo: Warlord Laurent Nkunda benennt „Kriegsziele“
Kampf um Kongos Ostprovinzen
Die Kongo-Plünderer
Reichtum, Armut, Krieg – Demokratische Republik Kongo
Gletscher, Safari und Zyanid – Barricks-Gold
Ugandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.
Viktor Bout, Afrikas “Merchant of Death”
linkViktor Bout – Auslieferung in die USA?

E-Mail avpaleske@botsnet.bw

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February 2004: CIA Officer Lies to Justice Department Inspector General about Passage of Information about Almihdhar’s US Visa

History Commons – A CIA officer who blocked notification to the FBI that Khalid Almihdhar had a US visa makes a number of false statements about the blocking in an interview with the Justice’s Department’s office of inspector general.

The officer, known only as “Michelle,” was working at Alec Station, the CIA’s bin Laden unit, in 2000. She blocked a cable drafted by an FBI agent on loan to Alec Station named Doug Miller telling the FBI about Almihdhar (see 9:30 a.m. – 4:00 p.m. January 5, 2000), but then drafted a cable falsely stating the information had been passed (see Around 7:00 p.m. January 5, 2000) and insisted to Miller’s colleague Mark Rossini that the FBI not be informed the next day (see January 6, 2000). Instead of telling the inspector general why she blocked the initial cable and then drafted the cable with the false statement, Michelle claims that she has no recollection of Miller’s cable, any discussions about putting it on hold, or why it was not sent.

She also claims the language of the cable suggests somebody else told her the information about Almihdhar’s visa had been passed to the FBI, but cannot recall who this was. [US Department of Justice, 11/2004, pp. 242-243 pdf file; Bamford, 2008, pp. 19-20] The exact date of this interview is not known, although the inspector general discovered Miller’s cable in early February (see Early February 2004) and Miller and Rossini are interviewed around this time. Both men also falsely claim not to recall anything about the cable.

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Simbabwe: Verhandlungen über Regierungsbildung erneut gescheitert

Dr. Alexander von Paleske – Die Verhandlungen über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit in Simbabwe sind gestern erneut gescheitert. Die Opposition unter Führung von Morgan Tsvangirai und Arthur Mutambara hatte neben der Freilassung von 42 Oppositionsaktivisten, die entführt und dann offenbar schwer gefoltert wurden, unter anderem die Besetzung des Innenministeriums durch ein Mitglied der Oppositionspartei MDC verlangt.

Mugabe nicht kompromissbereit
Wie zuvor war Mugabe zu keinerlei Kompromissen bereit.
An den Verhandlungen hatten auch die Staatspräsidenten von Südafrika und Mozambique, Kgalema Motlanthe und Armando Guebuza sowie der frühere Staatspräsident Südafrikas, Thabo Mbeki teilgenommen.

Nun soll in einer Woche auf einem Gipfel der Präsidenten der Staatengemeinschaft des südlichen Afrika, SADC, erneut versucht werden, eine Lösung zu finden. Der Gipfel wird voraussichtlich hier in Botswana stattfinden.

Die Verhandlungen spielten sich vor dem Hintergrund einer Choleraepidemie ab , die mittlerweile mehr als 2000 Tote gefordert hat.

Die Gesundheitsversorgung wird praktisch nur von den internationalen Hilfskräften und Medikamentenlieferungen, die im Zuge der Choleraepidemie ins Land kamen, notdürftig aufrechterhalten.

Die Wirtschaft ist weitgehend zusammengebrochen und der Zustand der Landwirtschaft kann nur als desolat bezeichnet werden.

Es wird damit gerechnet, dass in in Kürze etwa die Hälfte der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein wird. Und dies, obgleich es bisher ausreichend geregnet hat.

Lokale Währung bedeutungslos
Auch wenn gemeldet wurde, dass Simbabwe einen 100 Billionen Dollarschein herausbringt, so lenkt diese Meldung doch von der Tatsache ab, dass die lokale Währung so gut wie keine Rolle mehr spielt.

In den Geschäften kann praktisch nur mit Devisen eingekauft werden, der südafrikanische Rand, der US Dollar und der Euro sind die neuen Zahlungsmittel. Selbst Telefongebühren müssen jetzt mit US Dollar bezahlt werden.

Die Geldwechsler, die lokale Währung gegen Fremdwährung verkauften, sind von den Strassen verschwunden. Selbst die Massentaxis verlangen Fremdwährung.

Weiterhin in lokaler Währung werden die Regierungsangestellten bezahlt, die deshalb auch nicht mehr zur Arbeit kommen.

Aber Mugabe hält weiter an der Macht fest, kompromisslos.

Und seine Frau Grace war jüngst wieder zum Shoppen im Ausland unterwegs, diesmal in Hongkong. Als sie dort von einem Fotografen der britischen Zeitung „Times“ entdeckt und fotografiert wurde, liess sie den Fotografen von einem Leibwächter zusammenschlagen, dann stürzte sie sich auf den Fotografen und zerkratzte dessen Gesicht mit ihren Diamantenringen.

E-Mail apaleske@gov.bw

Simbabwe – Auf dem Weg in die Anarchie
Simbabwe: Cholera-Epidemie und Tod im Gefängnis
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Südafrikanische Justiz in politischer Mission

Dr. Günter Pabst – Um die aktuelle politische Entwicklung in Südafrika verstehen zu können, sind Rechtskenntnisse hilfreich. Denn der politisch mächtigste Mann, ANC-Präsident Jacob Zuma, kämpft vor allem mit juristischen Mitteln darum, in ein paar Monaten Staatspräsident des Landes zu werden. Politische Mittel muss er nicht mehr einsetzen; seine Partei hält an ihm als Kandidaten fest, obwohl der jahrelange Kampf zur Abwehr eines Strafverfahrens seinem Ansehen nicht gerade förderlich ist. Nun hat er in diesem Kampf mal wieder eine Schlappe erlitten. Aber es geht ja weiter und beim nächsten Mal könnte er schon wieder einen Etappensieg verbuchen.

Ich habe in den letzten vier Jahren mehrfach über die Jacob-Zuma-Storyberichtet. Wie kein anderer Politiker in Südafrika hatte er die Schlagzeilen beherrscht. Am 13. September 2008 gab es meinen Beitrag mit dem Titel „Justiz ebnet Zuma den Weg ins Amt des Staatspräsidenten Südafrikas“ berichtet habe ich darin von der Entscheidung des High Court in Pietermaritzburg vom 12. September 2008, mit der die Anklage gegen Zuma aus formalen Gründen für unzulässig erklärt worden war.

Dieses Verdikt des plötzlich im Rampenlicht stehenden Richters Chris Nicholson hatte tiefgreifende Konsequenzen, weil er eine angebliche Einflussnahme der Regierung Mbeki auf das Verfahren als einen der Gründe für seine Entscheidung zugunsten Zumas nannte. In diesem politischen Aufwind für das Zuma-Lager sind einige Köpfe gerollt; so wurde u.a. Staatspräsident Thabo Mbeki zum Rücktritt gezwungen. Eigentlich waren sich alle einig: die National Prosecuting Authority (NPA) würde nun wohl das Kapitel Zuma abhaken. Tat sie aber nicht – die NPA ging in die Berufung. Und bekam Recht. Der Supreme Court of Appeal hob die Entscheidung der Vorinstanz auf. So geschehen am 12. Januar 2009.

Die Anklage gegen Jacob Zuma steht also nun wieder. Der Präsidentschaftskandidat zieht damit in den Wahlkampf als jemand, der sich u.a. wegen Bestechlichkeit, Betrug, Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu verantworten hat. Immerhin Vorwürfe, die in dem Prozess gegen Zumas „Finanzberater“ Schabir Shaik ausgereicht hatten, um eine Haftstrafe von 15 Jahren zu verhängen (siehe meinen Beitrag in SÜDAFRIKA-INTERN II/2005). Da der ANC – trotz der neuen Konkurrenz des Congress of the People (COPE) (siehe meinen Beitrag vom 7. November 2008)  – mit großer Wahrscheinlichkeit wieder die absolute  Mehrheit der Wähler-Stimmen erringen wird, könnte dann mit Zuma ein Staatspräsident vor einem Strafgericht stehen. Wenn er nicht doch wieder einmal mit Hilfe der Justiz seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann.

Und es gibt keine vernünftigen Zweifel daran, dass Jacob Zuma das gesamte Repertoire rechtlicher Mittel ausschöpfen wird, um seinen Prozess doch noch zu verhindern. Jetzt wird das Zuma-Team erneut zum Verfassungsgericht ziehen, um die Entscheidung des Berufungsgerichts überprüfen zu lassen. Seine Juristen haben auch schon angekündigt, dass sie bei einem Scheitern in dieser Instanz einen Antrag einbringen werden, die Anklage auf Dauer zu blockieren. Begründung: Wer so lange nach der ursprünglichen Erhebung der Anklage auf den Prozess warten muss, hat kein faires Verfahren mehr. Dabei sind die Verzögerungen im Wesentlichen das Resultat von Zumas diversen Schachzügen im Verfahrensrecht.

So wird Politik in Südafrika vorläufig weiter auch in den Gerichtssälen gemacht.

linkDieser Artikel wurde durch Capetown-online ermöglicht

linkDr. Günter Pabst hat in den letzten Jahren zu verschiedenen rechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen und politischen Themen in Fachzeitschriften und Magazinen Beiträge veröffentlicht. Mehrfach wurde er eingeladen, vor Wirtschaftsdelegationen in Südafrika und auf Seminaren und Workshops in Deutschland Vorträge zu diversen Südafrika-Themen zu halten. Dr. Papst ist Rechtsanwalt, seine Hompage finden sie unter Pabst & Pabst Consulting.

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Craig Murray: Ein Autor ohne Verlag. Rakesh Saxena: Ein Mann ohne Strafe

Dr. Alexander von Paleske — 18.01. 2009 — In dieser Woche kamen zwei Meldungen über den Ticker, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben: Rakesh Saxena wird vorerst nicht nach Thailand ausgeliefert und darf weiterhin in Kanada bleiben und zwar unter Hausarrest, wie schon seit 12 Jahren. Damit hat er die Möglichkeit, wie bisher, in grossem Stil und ungestraft international Betrügereien zu begehen.

Craig Murray hat keinen Verleger für sein neues Buch „The Catholic Orangemen of Togo and other confliccts I have known“ finden können.

Und doch haben beide Meldungen etwas miteinander zu tun, denn es ist Tim Spicer, Chef der britischen Söldner-Firma Aegis, britischer Ex- Oberst, Kommandeur aller Söldnertruppen im Irak und Freund des internationalen Grossbetrügers Rakesh Saxena der die Publizierung des Buches von Craig Murray verhinderte, jedenfalls soweit er selbst darin vorkommt.

Aber nicht nur er kommt in dem Buch vor, sondern eben auch Rakesh Saxena.

Aber der Reihe nach
Ueber den internationalen Grossbetrüger Rakesh Saxena hatten wir hier schon mehrfach und ausführlich berichtet.

Nun hat in der vergangenen Woche sich wieder mal ein Gericht in Vancouver/Kanada mit diesem Herrn beschäftigt, der seit 12 Jahren eigentlich an Thailand hätte ausgeliefert werden sollen, der es aber mit allerhand juristischen Kniffen immer wieder schafft, seine Auslieferung zu verhindern. Immerhin 12 Jahre, das ist auch in Auslieferungsverfahren eine lange Zeit.


Rakesh Saxena

Saxena soll nach dem Willen der thailändischen Regierung an den Ort seiner angeblich grössten Betrügereien zurückkehren und vor Gericht gestellt werden. Thailand wirft ihm vor, in den 90er Jahren Betrügereien in Milliardenhöhe begangen zu haben und dadurch mit seinem angeblichen Mitbetrüger Krirkiat Jalichandra, seinerzeit Chef der Bangkok Bank of Commerce, die asiatische Bankenkrise in den 90er Jahren ausgelöst zu haben.

Saxena flüchtete dann nach Kanada, in ein Land, das er vor nicht allzu langer Zeit als “voll von unintelligenten Idioten“ bezeichnete.
Aber nicht nur diese Beleidigungen hat er auf Lager, sondern er setzte von Kanada aus unter Hausarrest die internationalen Betrügereien weiter fort, diesmal über das Internet und über Boiler Rooms, die seinen wertlosen Aktienschrott verhökerten, selbst hier in Botswana und auch Südafrika.

Saxena unterstützte Tim Spicer finanziell im Jahre 1998, als der Tonnen von Waffen mit Saxenas Geld einkaufte. Saxena wollte im Gegenzug an Diamantenminen herankommen – Blutdiamanten.

Und genau zu diesem Zeitpunkt war Craig Murray Vizebotschafter Ihrer Majestät, der britischen Königin, in Ghana.

Wer ist Craig Murray
Craig Murray gehörte wohl zu den widerborstigsten und aufrechtesten Diplomaten, die je im Dienste Ihrer Majestät, der britischen Königin, standen.

Er trat im Jahre 1984 in den diplomatischen Dienst ein und absolvierte verschiedene Auslandsstationen, bis er relativ schnell im Alter von 44 Jahren zum Botschafter aufstieg, und zwar in Usbekistan. Einem Land, in dem die Menschenrechte mit Füssen getreten werden dessen Regierungschef aber ein Freund Deutschlands, der USA und Grossbritanniens war und dessen Land als Transitland für die Opiumtransporte aus Afghanistan dient.

Murray protestierte dagegen, auf dem Dienstweg (ohne Erfolg) und dann aber auch öffentlich und privat. Die britische Regierung wollte ihn daraufhin loswerden.

Schliesslich einigte man sich im Jahre 2004 auf eine Auflösung des Dienstvertrages gegen eine Abfindung. Er ist mittlerweile Rektor der Universität von Dundee, seiner Alma Mater.

Murray berichtete nun über seine betrüblichen Erfahrungen in Usbekistan in dem Buch „Murder in Samarkand“, dessen Publikation das Foreign Office vergeblich zu verhindern suchte.

Das Buch wurde mehr als 20.000 mal verkauft. Es benennt die unzähligen Menschenrechtsverletzungen einschliesslich der Ermordung von politischen Gegnern der Regierung.

Murray beschreibt darin die Verwendung von Geständnissen angeblicher Islamterroristen durch den britischen Auslandsgeheimdienst Mi6, angebliche Geständnisse, die unter barbarischer Folter gemacht wurden. Auch der Bundesnachrichtendienst (BND) soll sich gerne und reichlich aus diesen erbärmlichen Quellen bedient haben

Afrikanische Dienstfahrt
Nun setzte Murray zu einem weiteren Enthüllungsreport an, der seine Dienstzeit von 1998-2002 als Vizebotschafter in Afrika, genauer gesagt in Ghana , enthält.

Auch dieser Report enthält wieder explosives Material. Da berichtet er zum Beispiel über den Staatsbesuch von Königin Elisabeth, wie der Prinzgemahl Philipp sich nach der Zahl der Parlamentarier in Ghana erkundigte und als Antwort die Zahl 200 genannt bekam. Seine Antwort: „That’s about the right number, we have 650 and most of them are a complete bloody waste of time“

Und Murray sorgte durch unermüdlichen persönlichen Einsatz dafür, dass die Wahlen in Ghana im Dezember 2000, die der Oppositionskandidat John Kufuor gewann, nicht gefälscht wurden. Allein dafür hätte er einen OBE (vergleichbar dem Bundesverdienstkreuz) verdient.

Aber er traf auf einen anderen Empfänger eines OBE , den bereits genannten Obersöldner und ehemaligen Oberst der britischen Armee, Tim Spicer.

Spicer wollte von Murray die offizielle Erlaubnis erhalten, Waffen, die er mit dem Geld des Grossbetrügers Rakesh Saxena gekauft hatte, über Ghana nach Sierra Leone bringen, um dort – gegen Einräumung von Minenkonzessionen für seinen (Spicers) Partner Tony Buckingham – den gestürzten Präsidenten Kabbah wieder an die Macht zu bringen.

Nicht nur Tony Buckingham, Chef der Ölfirma „Heritage Oil“ und der Söldnerfirma „Sandline“ (mittlerweile geschlossen), sondern auch Rakesh Saxena sollte Minenkonzessionen bekommen, im Werte von 70 Millionen Pfund Sterling.

Craig Murray wies dieses Ansinnen empört als offensichtlich rechtswidrig zurück, da ein UN- Waffenembargo gegen Sierra Leone bestand.

Spicer fand jedoch andere Transportwege für seine Waffen, mit denen er die südafrikanischen Ex-Apartheid-Söldner der Firma „Executive Outcomes“ ausrüstete.

Als alles schliesslich aufflog, wurde es zur „Arms to Africa Affair“ und war nicht nur wochenlang Top-Thema in der britischen Presse sondern brachte Tony Blair, der offensichtlich heimlich seine Zustimmung zu diesem Unternehmen gegeben hatte, und seine Mannschaft seinerzeit in höchste Absturzgefahr.

Tim Spicers vergeblicher Versuch
Und nun wollte Tim Spicer die Veröffentlichung des Buches verhindern.

Sein von ihm beauftragter Anwalt Schilling setzte den Verlag „Mainstream“ unter Druck, der sich dann weigerte, dieses Buch herauszubringen.

Der Schuss ging jedoch nach hinten los. Denn Craig Murray veröffentlichte nun das Buch im Internet und die Zeitung Daily Mail veröffentlichete vor einer Woche Auszüge davon. Damit erhielt Murray mehr Aufmerksamkeit, als er sie sonst mit der blossen Veröffentlichung seines Buches hätte erreichen können.

linkSöldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Chefsöldner Tim Spicer erhält Pentagon-Vertragsverlängerung im Irak
Ganoven, Goldgräber, Geheimdienste und Diplomaten
Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.
linkBlair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika
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linkViktor Bout – Auslieferung in die USA?
linkUgandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.
linkKokain, Kindersoldaten und Killerkommandos – auf den Spuren des Waffenhändlers Yair Klein.
Bulelani Ngcuka and his Apartheid Soldiers
linkA Coup for a Mountain of Wonga

When the Regular Army goes, the Mercenaries come

linkAdnan Khashoggi, Rakesh Saxena and the Spiderweb
linkHypo-Alpe-Adria – A Bank-Scandal in Austria?
linkBritish Mercenary Simon Mann’s last journey?
US aganist Iran (Gerhard Merz)
Conflicts in Africa – Millions suffered, a few became millionaires, one of them: Viktor Bout (Butt)

Krieg

Ein Brief aus Israel Oder: Wer ist der Verlierer im Gaza-Krieg?

Dr. Alexander von Paleske – Kurz nach Weihnachten schrieb ich einem mir bekannten israelischen Journalisten eine Gruss-E-Mail zum Jahreswechsel und drückte meine Abscheu darüber aus, was sich in Gaza abspielte. Ich drückte gleichzeitig meine Hoffnung aus, dass der Krieg zu einem raschen Ende kommen würde.

Eine Antwort aus Israel.
Die Antwort kam schnell:

Claims that Israel “massacred” or “slaughtered” innocent Palestinians are bald-faced lies.

Israel takes unprecedented precautions to avoid hurting innocent civilians. Gazan civilians actually received telephone calls from the IDF last week warning of impending attacks. Even master terrorist Nizar Rayyan , the Hamas military commander killed in Thursday’s air raid on his home, received a warning to evacuate his family. He refused, preferring martyrdom for his family over life. Rayyan once dispatched one of his own sons to carry out a suicide bombing. Few tears are being shed for Rayyan, especially in the Palestinian Authority who Rayyan hated as much as he despised Israel.

All of the attacks on Hamas until now have been carried out by the Israel Air Force, but frankly, it just doesn’t make any sense. All targets within Gaza are within range of Israeli artillery or MLRS rockets. Artillery shells are much cheaper than air-delivered bombs and missiles. Artillery can be directed against targets 24/7 and are not limited by bad weather. Send up a plane to hit a Hamas target in Gaza, and the pilot and a $35 million plane are both at risk.

There is only one reason for artillery not being used: It is not as accurate as an attack from the air. Civilians could be hit.

If Israel meant to “massacre” innocent civilians, it certainly has the means. The IDF can eradicate Hamas fighters and anyone within a mile radius without jeopardizing its soldiers. But Israel has repeatedly put its soldiers in harm’s way in order to protect Palestinian civilians. Evidence the 23 IDF soldiers killed in close quarter combat in Jenin during Operation Defensive Shield in 2002. Blasting away at the alleyways of Jenin with artillery or tank fire would have spared their lives but would have killed countless civilians. The military tactics of Russia, Syria or the Palestinians simply do not exist in the IDF playbook.

Der Krieg ist anders verlaufen, wie wir mittlerweile wissen, mehr als 1000 Zivilisten haben ihr Leben verloren, darunter mehr als 300 Kinder. Die Bilder von der zerstörten UN-Schule, dem mit Phosphorbomben in Brand gesetzten Krankenhaus und dem zerstörten UN-Hilfswerk-Gebäude gingen um die Welt und haben weltweit Entsetzen und Abscheu ausgelöst.

Nun steht Israel vor der Verkündung eines einseitigen Waffenstillstands, rechtzeitig zur Inaugurierung des neuen US Präsidenten Obama. Die israelische Armee erklärt, „die Kriegsziele seien erreicht“.

Welche Kriegsziele erreicht?
Wenn die Kriegsziele waren, mehr als 1000 Zivilisten zu töten und Terror unter der Zivilbevölkerung zu verbreiten , dann wurden die Kriegsziele in der Tat erreicht.

Wenn die Kriegsziele aber waren, die Zivilbevölkerung von der Hamas zu isolieren und die Hamas militärisch und politisch zu schwächen, dann steht der Verlierer des Krieges bereits jetzt fest: Er heisst Israel.

Und so reiht sich eine Niederlage der Israelis an die andere, zuletzt die im Libanonkrieg im Jahre 2006.

Der Sieger heisst Hamas
Trotz des riesigen menschlichen Leids, das die Israelis mit ihren pausenlosen Angriffen gegen eine weitgehend wehrlose Zivilbevölkerung erzeugten, hat der Krieg die Hamas und die Zivilbevölkerung zusammengeschweisst, wie nie zuvor.
Das Ansehen der Hamas im Ausland ist gestiegen. Und zwar gewaltig. Nicht nur in den arabischen Ländern, selbst in denen, deren Regierungen sich der Hamas gegenüber ablehnend äusserten, sondern weltweit.

Das internationale Ansehen Israels ist auf einen neuen Tiefpunkt gefallen. Selbst in den USA unterstützen nur etwa 35% der Bevölkerung den Krieg Israels gegen Gaza.

Und gleichzeitig werden die Bewegungen Zulauf erhalten, die der Hamas in ihrer Radikalität nahestehen, wie bespielsweise die Moslembruderschaft in Ägypten.

Und die Palästinenserbehörde auf der Westbank mit Mahmoud Abbas dürfte weiter geschwächt worden sein.

Selbst die Legitimation des israelischen Staates und damit die Zwei-Staaten-Lösung wird seit dem Beginn des Gaza-Kriegs immer mehr in Zweifel gezogen.

So ist es nicht verwunderlich, dass der prominente Hamas-Unterstützer und Akademiker Azzam Tamimi auf einer grossen Protestdemonstration vor einer Woche in London, an der etwa 100.000 Menschen teilnahmen, erklärte, „Israel hat sein eigenes Grab geschaufelt“. Während der ehemalige britische Diplomat Craig Murray ausrief „Zionism is Bullshit“ und beide dafür grossen Beifall bekamen.

E-Mail apaleske@gov.bw

terror

Schweizer von Terroristen entführt

onlineredaktion – Drei Mitarbeiter des IKRK, ein Schweizer, ein Italiener und ein Philippiner, sind heute im Süden der Philippinen entführt worden. Die Armee ist «hinter den Entführern her». «Wir haben sofort Alarm geschlagen und wir sind hinter den Entführern her», sagte Armeesprecher Generalleutnant Nelson Allaga. Die drei wurden nach Angaben des IKRK verschleppt, nachdem sie ein Gefängnis besucht hatten.

Das IKRK hilft dort bei der Einrichtung einer Abwasseranlage. «Die Mitarbeiter waren in einem Auto des philippinischen Roten Kreuzes unterwegs, als sie ein paar hundert Meter vom Gefängnistor entfernt verschleppt wurden», sagte IKRK-Sprecher Roland Bigler. In der Region ist die Terrororganisation Abu Sayyaf aktiv.

Die Extremisten, die mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung stehen sollen, waren auch für die Verschleppung der deutschen Familie Wallert und anderer Touristen im Jahr 2000 nach Jolo verantwortlich. Die Familie kam erst nach Wochen und gegen Zahlung eines Lösegeldes frei.

vermischtes

Onkel Sarkozys Justizumbau

Wiebke Priehn – Ist der französische Staatspräsident Sarkozy der Onkel des Kindes seiner Justizministerin? Wird dann die Mutter seiner Nichte ihm helfen, seine hochumstrittenen Pläne für den Umbau des französischen Rechtssystems durchzusetzen, nämlich die noch aus der Zeit Napoleon I. stammende Unabhängigkeit der französischen Untersuchungsrichter zu beenden? Verhindert Bertelsmann, verhindern die Konzernmedien eine Klärung?


Rachida Dati und der Onkel?

Offenbar hat François Sarkozy, der jüngere Bruder des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, ein mehr als enges Verhältnis zur französischen Justizministerin Rachida Dati, was die französischen Zeitschriften der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr („Voici“) zu verheimlichen helfen. Kürzlich wurde François Sarkozy dabei fotografiert, wie er das Krankenhaus verließ, indem Dati entbunden hatte, was Spekulationen über seine Vaterschaft an dem Kind schürte. François Sarkozy hatte von 1990 bis 2000 Direktorenposten bei den Pharma-Unternehmen Aventis, Hoechst Marion Roussel, Roussel-Uclaf, heute Sanofi-Aventis. François Sarkozy ist Vize-Vorsitzender des Aufsichtsrats von BioAllianz Pharma und Direktor der AEC Partners consulting firm. Wäre er der Vater, wäre Nicolas Sarkozy, Staatspräsident Frankreichs, der Onkel der kleinen Zohra. Auch BILD.de berichtete.

Das französische Bertelsmann-Klatschblatt Voici hat auf Einwirkung des Bruders des französischen Staatspräsidenten auf die Veröffentlichung eines Fotos, das ihn beim Klinikbesuch zeigt, verzichtet.

Voici hat das Foto auch von seiner Internetpräsenz entfernt. („Geheim. François Sarkozy: Zeitschrift darf Präsidentenbruder nicht zeigen.“

Der Vorstandvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung und ehemalige Bertelsmann-Konzern-Chef, Gunter Thielen, ist übrigens Mitglied im Verwaltungsrat von Sanofi-Aventis Deutschland, also hochrangiges Mitglied der Leitung jenes Unternehmens, in dem auch François Sarkozy Manager war. Da Dati die Vaterschaft ihrer Tochter Zohra geheim hält, spekuliert die Regenbogenprese seit Monaten darüber, wer der Vater sein könnte.


Lieber Onkel…. oder war es doch der Spanier? Oder der Coach?

Genannt werden als mutmaßliche Väter „unter anderen der ehemalige spanische Premierminister José María Aznar, der ehemalige Coach der Rugby-Nationalmannschaft und jetzige Staatssekretär für Sport, Bernard Laporte“ (welt-online), bei der Klink fotografiert wurde jedoch nur der Präsidentenbruder Sarkozy! Auch die Mutter der Sarkozy-Brüder besuchte die Klink, Dati verbrachte Weihnachten im Kreise der Familie Sarkozy. Was von den Medien in diesem Zusammenhang nicht erwähnt wird:

Präsident Nicolas Sarkozy schmiedet konkrete Pläne für einen grundlegenden Umbau des Justizsystems. Insbesondere sollen die vom Justizministerium – mithin von Rachidi Dati – unabhängigen Untersuchungsrichter abgeschafft werden. „Das Amt des Untersuchungsrichters wurde 1811 von Kaiser Napoleon I. eingeführt. Untersuchungsrichter treten nur in etwa 5 Prozent der Strafverfahren auf, insbesondere bei Blutverbrechen sowie in Korruptionsaffären und politischen Skandalen.“ („Präsident will Untersuchungsrichter abschaffen. 09. Jänner 2009)

Die Aufgaben der Untersuchungsrichter sollen zukünftig, ähnlich wie in Deutschland, der gegenüber dem Justizministerium weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft übertragen werden. Die Befugnisse der Untersuchungsrichter waren 2001 bereits beschnitten worden.Darüber berichtete auch die FTD, die über Gruner + Jahr zu Bertelsmann gehört. („Untersuchungsrichter. Justiz fürchtet Pläne Sarkozys.“ 07.01.2009)

Welche Rolle spielt dabei die Justizministerin Rachidi Dati und welche Bedenken stünden gegen eine mögliche derartige familiäre Verbindung des Staatspräsidenten zu der Justizministerin?

Diese Fragen finden in den Presseberichten keine Erwähnung!!! Schon gar keine kritische. SPON, ebenfalls mit dem Bertelsmann-Konzern verflochten, erwähnt Gerüchte über ein Verhältnis von Dati und dem jüngeren Präsidentenbruder, ohne dem weiter nachzugehen und streut indessen weitere Gerüchte, der Staatspräsident könnte Dati wegen ihrer „Allüren“ fallen lassen. (Rachida Dati. Frankreichs verglühender Star. Von Stefan Simons)

Ebenso Springer-Medium Welt Online: Hier findet noch Erwähnung, dass Dati mit Sarkozys Ex-Frau Cécilia und Mutter von Sarkozys Sohn Louis, eng befreundet sei: „Frankreichs Mutter der Nation. Vom Kreißsaal ins Kabinett: Wie Justizministerin Rachida Dati das Land spaltet“, von Sascha Lehnartz 10. Januar 2009.

Ein Beispiel für die Möglichkeiten der unabhängigen Untersuchungsrichter lieferte in den 90er Jahren die Richterin Eva Joly, die trotz massiver Einschüchterungsversuche und Morddrohungen die Ermittlungen in der Schmiergeldaffäre um den Ölkonzern Elf Aquitaine gegen verschiedene hochrangige Politiker und Manager leitete. Im Zuge der Ermittlungen stieß sie auf Schmiergeldzahlungen von Elf in Richtung der von CDU-Kanzler Helmut Kohl regierten BRD (Leuna-Affäre): „Die Pariser Staatsanwaltschaft bat in Bonn offiziell um Rechtshilfe. elf soll im Zusammenhang mit dem Kauf der Leuna-Raffinerie (Sachsen-Anhalt) sowie der Tankstellenkette Minol rund 75 Millionen Mark Schmiergeld auch an deutsche Entscheidungsträger gezahlt haben. Das gaben frühere elf-Manager gegenüber den Pariser Untersuchungsrichterinnen Eva Joly und Laurence Vichnievsky zu Protokoll. Im Gegenzug kassierte elf laut Gutachten rund 1,5 Milliarden Mark Subventionen zuviel (FOCUS 24/98).“ Aus FOCUS Nr. 38 (1998)

Doch in der BRD, wo Staatsanwälte der Weisung des Justizministeriums unterliegen und es keine unabhängigen UntersuchungsrichterInnen gibt, verliefen die Ermittlungen um die Schmiergeldzahlungen an deutsche Politiker im Zuge der Privatiserung der beiden ehemaligen DDR-Staatsbetriebe Leuna und Minol im Sande.