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Schwarze Magie von Sarah Palin: „Schütze sie vor dem Satan!“

Stephan Fuchs – Auf dies hat die Welt noch gewartet. Als Abbild eines Milf Hunter „Office Porn“ Girl sehen sie die einen, als Kriegsnutte die anderen. Jetzt wurden wir alle bekehrt: Sarah Palin gehört einem kenianischen Hexenaustreiber.


Skandalnudel: Ist sie nun ein Milf Hunter Girl, eine Kriegsnutte, oder im Bund mit Satan?

Internet-Videos aus ihrer Vergangenheit bringen die republikanische Skandalnudel und US Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin gehörig unter Druck. 2005 hatte sich die Strenggläubige demnach während ihres Wahlkampfs für das Gouverneursamt von Alaska von dem kenianischen Prediger Thomas Muthee in ihrer Heimatkirche, der Wassilla Assembly of God, gegen „jede Form der Hexerei“ segnen lassen. „Kommt, redet mit Gott über diese Frau. Wir sagen, schütze sie vor dem Satan. Bereite ihr den Weg und verschaffe ihr die Finanzen für den Wahlkampf im Namen Jesu“, hört man Muthee predigen, während er und zwei weitere Männer ihre Hände auf die Schultern der mit gesenktem Kopf stehenden Palin legen.

Wohl eher wird sie über die eigenen Teufelchen stolpern. Im Juni hielt sie eine Rede in der Wassilla Assembly of God. Dabei erklärte sie nicht nur, wie schon seit längerem bekannt, den Irak-Krieg sowie eine geplante Gaspipeline zu „Gottes Willen“, sondern lobte auch Prediger Muthee.

Die Freikirche unterhält rege Kontakte zu der Glaubensgemeinschaft Word of Faith Church, die auch unter dem Namen Prayer Cave bekannt ist und sich in Kenia mit einer „Hexenvertreibung“ etabliert hat.

Die Webzeitung Huffington Post berichtete unlängst, die Wasilla-Assembly-of-God-Kirche von Palin sei mit der Propheten-Bewegung „Dritte Welle des Heiligen Geists“ verstrickt. Ziel dieser Radikal-Evangelikalen: „Unsere Endzeit-Armee hat nur einen Sinn: Für das Königreich Gottes Boden zu gewinnen“, wie es auf der Homepage eines Predigers heisst. Die „Dritte Welle“ – der Hunderte Freikirchen angehören – trainiert zu diesem Zweck auch Jugendliche, die als „Joel-Armee“ auf das Ende der Welt warten, um die Herrschaft der Christen über die „Ungläubigen“ zu erkämpfen. Ihre Mission leiten sie aus dem alttestamentarischen Buch Joel ab: Sie vergleichen sich mit dem biblischen Heuschreckenschwarm, der über Israel herfällt. Die „Dritte Welle“ ist sogar Freikirchen-Hardlinern zu radikal: Die grösste evangelikale Gemeinschaft in den USA, die „Assemblies of God“, brandmarkt die Propheten als Ketzer.

Einer der Endzeit-Anhänger in Sarah Palins Kirche ist der Pastor Ed Kalnins. Er pflegt laut Huffington Post engen Kontakt zur Morningstar-Kirche – einer führenden Kirche der „Dritten Welle“. Eigentlich wäre Palin ganz gut auf dem aktuellen Kurs der aktuellen amerikanischen Aussnpolitik.

Sarah Palin: Der Irakkrieg war Gottes Plan

global player

Finanzkrise: Bankenpleiten und Kasperletheater

Dr. Alexander von Paleske – Heute forderte die Finanzkrise ein weiteres Opfer: Die zweitgrösste Bank der USA, die Washington Mutual (WaMu) über die wir hier schon berichtet hatten, („Die Krise am Finanzmarkt und Swaps„) ist pleite, damit handelt es sich um die grösste Bankenpleite in den USA. – bisher -.

Da die JPMorgan Chase Bank nur die Aktiva der Bank auf Drängen der Bankenaufsicht übernimmt, gehen die Aktionäre und Gläubiger leer aus.Ein Teil der Verbindlichkeiten dürfte aber durch Swaps „versichert“ sein. Diese „Versicherungszahlungen“ werden jetzt fällig gestellt. Der Weg zur Kasse könnte weitere Finanzinstitute in die Pleite treiben.

Und während der Finanzhausbrand zum Steppenbrand wird, streiten sich die Politiker in den USA um das geeignete „Löschfahrzeug“

Kasperletheater auf der Titanic
Was sich gestern abend im White House abspielte, das hat das Zeug zum Kasperletheater. Präsident Bush gegen die Republikaner, deren Kandidat McCain ohne eigene Meinung, Demokraten gegen Republikaner und ein Finanzmisister hilflos zwischen allen Stühlen und alles mit den dazugehoerigen Beschimpfungen.

Zunächst hatte man sich im Senat prinzipiell über die Parteigrenzen hinweg auf ein Rettungspaket geeinigt. Ein Rettungspaket, und nicht ein Reformpaket das überhaupt keine grundsätzliche,sondern bestenfalls eine temporäre Lösung bringt, 700 Miliarden Dollar kostet und statistisch gesehen jeden Steuerzahler in den USA mit mehr als 2100 Dollar pro Kopf belastet.

Beim US Präsidenten Bush, wo auch die Präsidentschaftskandidaten McCain und Obama anwesend waren, ging dann die ganze Auseinandersetzung wieder von vorne los.

Republikaner gegen Bush
Die Republikaner wollen keinen Rückkauf der faulen Kredite durch den Staat, sondern eine staatliche Kreditausfallversicherung.

Finanzminister Paulson fiel schliesslich auf seine Knie und bat inständig die Vertreter der Demokratischen Partei, nichts über diese Auseinandersetzungen nach aussen dringen zu lassen.

Reise nach Jerusalem
Das Finanzkrisen-Karussell dreht sich derweil immer schneller, auch in Europa. Gestern meldete die SwissRe weitere 277 Millionen Schweizer Franken Miese aus Swap-Geschäften, die sich zu den bereits mehr als 2 Milliarden Swap-Miesen dazuaddieren.

Gleichzeitig eine Art „Reise nach Jerusalem“.Wer ist der nächste?
Vor allem aber: Wie lange noch, bevor der richtige Finanz-GAU kommt? Mittlerweile pumpen sowohl die EZB wie andere Zentralbanken in einer Art Verzweiflungsakt weitere Milliarden in den Finanzmarkt.

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Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.</b
Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin

afrika

Südafrika – Mbeki-Nachfolger Kgalema Motlanthe vereidigt

Dr. Alexander von Paleske —- 25.8. 2008 —- Kgalema Motlanthe, wurde heute vom Parlament in Kapstadt zum 3. Präsidenten Südafrikas nach dem Ende der Apartheid gewählt.

Dem Vorgänger, Thabo Mbeki, hatte die Regierungspartei ANC das Vertrauen entzogen und ihn zum Rücktritt aufgefordert. Dieser Aufforderung kam Mbeki nach, nicht ohne noch den Versuch gemacht zu haben, zum Abschluss eine Krise zu inszenieren. Auf seiner Website gab er vorgestern die Rücktritte von 10 Ministern bekannt, die er angenommen habe, darunter auch des angesehenen Finanzministers Trevor Manuel.

Als Reaktion auf diese Schock-Nachricht, noch dazu in dieser Form, fiel der Kurs des Rand. Mbeki verschwieg, dass Trevor Manuel bereit war, auch in einer Regierung Motlanthe als Finanzminister zu dienen.

Heute war das Chaos, dass Mbeki offensichtlich noch erzeugen wollte, vorbei. Motlanthe wurde vom Parlament mit 269 Stimmen gewählt, sein Gegenkandidat von der Demokratischen Allianz, erhielt 50 Stimmen. Trevor Manuel wurde zum Finanzminister ernannt.

Der eigentliche Nachfolger, Jacob Zuma, konnte nicht gewählt werden, weil er nicht Abgeordneter im südafrikanischen Parlament ist. Mit der Wahl Motlanthes geht die zweite Amtsperiode Thabo Mbekis vorzeitig zu Ende, dessen Regierungszeit vor allem durch das eklatante Versagen in zentralen Bereichen Südafrikas gekennzeichnet war, wir berichteten darüber.

Hinzu kam, dass Mbeki die Unterstützung seiner Partei schon lange verloren hatte. Auf dem Parteitag des ANC im vergangenen Dezember kandidierte er erneut zum Parteivorsitz, unterlag aber seinem Gegenkandidaten Jacob Zuma. Hier hätte er es in der Hand gehabt, durch Nominierung eines Kompromisskandidaten wie Cyril Ramaphosa oder Tokyo Sexwale eine Wahl Zumas zu verhindern. Aber diese Vollblutpolitiker hatte er schon 10 Jahre zuvor durch erbärmliche Intrigen so frustriert, so dass diese sich erst einmal aus der Politik verabschiedeten. Dabei war es gerade Cyril Ramaphosa gewesen, der den reibungslosen Uebergang vom Apartheidstaat zur Demokratie so erfolgreich bei den Codesa Verhandlungen gemanagt hatte.

In Polokwane war es auch, wo Kgalema Motlanthe durch souveränes Auftreten und geschicktes Management ein Abgleiten des Parteitags ins Chaos verhinderte.

Wer ist Kgalema Motlanthe?
1949 in Alexandra, einem Township von Johannesburg geboren, schloss er sich früh dem ANC und dessen bewaffneten Arm Umkhonto we Sizwe an und half, Befreiungskämpfer ueber die Grenze nach Swaziland zu bringen.

Er wurde 1977, ein Jahr nach dem Schüleraufstand in Soweto, verhaftet und sass 10 Jahre zusammen mit Nelson Mandela auf Robben Island ein. Nach seiner Entlassung wurde er Gewerkschafts-Aktivist in der Minenarbeitergewerkschaft NUM, deren Vorsitzender er 1992 wurde.

1997 wurde er Generalsekretär der Regierungspartei ANC, im Dezember 2007 stellvertretender Parteichef. Im Mai wurde er auf Druck des ANC von Thabo Mbeki als Minister ohne Geschäftsbereich in das Kabinett berufen.

Was wird Motlanthe anders machen?
Er wird zunächst die Minister behalten, die schon zuvor gute Arbeit gemacht haben, und er wird Minister feuern bzw. nicht wiederernennen, die durch eklatantes Versagen aufgefallen waren.

Mit der Berufung von Trevor Manuel ist sichergestellt, dass sich in der Wirtschaftspolitik vorerst wenig ändern wird. Zu den nutzlosen Ministern gehört in erster Linie die Aerztin und Gesundheitsministerin Manto Tshabalala Msimang. Sie ist HIV-Aids Leugnerin wie Thabo Mbeki, in Botswana wegen Diebstahls im Krankenhaus und von Patienten rechtskräftig verurteilt und seinerzeit für 10 Jahre des Landes verwiesen.

Traurige Berühmtheit erlangte sie durch die Propagierung von Knoblauch und anderem Gemüse als Mittel gegen AIDS. Diese katastrophale Gesundheitspolitik, die Tausenden von Südafrikanern das Leben gekostet hat und noch kosten wird, hat gerade auch der massiven Ausbreitung der Tuberkulose Vorschub geleistet.

Man wird mit einer Rückkehr der seinerzeit stellvertretenden Ministerin Nozizwe Madlala-Routledge rechnen können, die seinerzeit entschlossen das Thema HIV-Aids anpackte und deshalb von Mbeki im Jahre 2007 gefeuert wurde.

Kein rasches Mittel gegen die Kriminalität
In Sachen Kriminalität, dem südafrikanischen Krebsgeschwür, von Mbeki als Problem lange kleingeredet, wird sich erst langfristig etwas ändern können. Der ganze Polizeiapparat muss umgekrempelt werden, die weitverbreitete Korruption bekämpft werden. Das wird dauern. Aber immerhin liegen Absichtserklärungen vor.

Die trostlose wirtschaftliche Lage in den Townships, die durch den ungezügelten Zuzug von Ausländern, insbesondere Simbabwern noch einmal dramatisch verschärft wurde, und sich in den xenophobischen Ausschreitungen im Mai diesen Jahres entlud, wird sich kurzfristig nicht ändern lassen. Aber durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Simbabwe , so sie denn überhaupt kommt, wird es möglicherweise gelingen, Simbabwer zur Rückkehr zu bewegen. Hier liegt die wirkliche Herausforderung für die nächsten Jahre.

Zu spät für Simbabwe
Für Simbabwe kommt der Präsidentenwechsel zu spät. Dort hat es der Diktator Mugabe geschafft, trotz Wahlniederlage, durch unbeschreiblichen Terror im Amt zu bleiben, gerade auch Dank des Präsidenten Mbeki, der eine Krise in Simbabwe glatt abstritt. Für Mbeki spielte Robert Mugabe bereits in den frühen 80er Jahren eine Art Vaterfigur, wie Mark Gevisser in seiner ausgezeichneten Biografie Mbekis “The Dream Deferred” aufzeigte.

Allerdings kann Mugabe jetzt weder von Zuma noch von Motlanthe mit irgendwelcher Nachsicht rechnen, diese Zeiten sind vorbei.
Auch wenn Motlanthe nur als Uebergangspräsident bis zu den Wahlen im April 2009 vorgesehen ist, er selbst sieht sich nicht nur als Statthalter. Das könnte Konflikte mit seinem designierten Nachfolger, Jacob Zuma zur Folge haben. In ein paar Monaten wissen wir mehr.

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global player

McCain fingert: kleine Teufelchen

Stephan Fuchs – Wenn es um Geld geht, dann sollte man schon dabei sein. Vor allem wenn es um sehr viel Geld geht. Der Republikaner John McCain unterbricht seinen Wahlkampf wegen der Finanzkrise. Auch das TV-Duell mit seinem demokratischen Kontrahenten Barack Obama möchte er verschieben. Er will im Kongress das Rettungspaket für die angeschlagene Wirtschaft mitschnüren. Da geht es wohl auch um sein Geld.


Da lachen die Teufelchen: Insbesondere werden wohl die Ecken der ohnehin fetten Sparschweinchen der Reichen, unter ihnen jenes von McCain betroffen sein.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain will angesichts der Finanzkrise ein geplantes Fernsehduell mit seinem demokratischen Rivalen Barack Obama vertagen. Er wolle den Wahlkampf aussetzen und in Washington an einem Rettungsplan für die Wall Street mitarbeiten, sagte McCain. Der Senator aus Arizona forderte Obama auf, sich ihm anzuschließen.

Das derzeit diskutierte 700 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket werde in seiner jetzigen Form den Kongress nicht passieren, warnte McCain. Präsident George W. Bush solle deshalb Abgeordnete beider Lager zu einem Treffen einladen, um eine Einigung auf breiter Basis zu erreichen.

Auch eine Fernsehansprache sei geplant. „Wir müssen als Amerikaner zusammenkommen und nicht als Demokraten oder Republikaner und wir müssen tagen, bis die Krise beseitigt ist.“ Nur: Die Krise wird nicht auf den Schultern der „Demokraten oder der Republikaner“ ausgetragen, sondern auf dem Buckel der Bürger. Dabei spielt die politische Leidenschaft gewiss keinen Tango. Verloren haben bei dem Deal alle Amerikaner.

Es sei dringend nötig, Gesetze in dieser „historischen Krise“ zu erlassen, sonst drohten verheerende Konsequenzen für die US-Wirtschaft, fügte McCain hinzu. „Wenn wir nicht handeln, wird jede Ecke unseres Landes davon betroffen sein. Wir dürfen das nicht zulassen.“ Insbesondere werden wohl die Ecken der ohnehin fetten Sparschweinchen der Reichen, unter ihnen McCain betroffen sein. Dafür lohnt es sicher einen Wahlkampf zu unterbrechen.

kultur

Tropic Thunder

Sonja Wenger – Ein Urwald geht in Flammen auf, aber es ist nicht «Apocalypse now». Ein Soldat wird von hinten erschossen und geht mit ausgestreckten Armen zu Boden, aber es ist nicht «Platoon». Und auch die schauderhaften Szenen in einem Camp im südostasiatischen Dschungel stammen nicht aus «Rambo Teil 17», sondern allesamt aus «Tropic Thunder», dem neuen Film von Ben Stiller in Personalunion als Regisseur und Hauptdarsteller.


Veritabler Sauhaufen aus exzentrischen, verweichlichten, drogenabhängigen Hollywoodschauspielern soll einen knallharten Kriegsfilm drehen

Was einem dabei an Wortfetzen, Filmfetzen oder gar Menschenfetzen um die Ohren gehauen wird, ist stinkfreche Provokation. Die Macher haben dafür eine gehörige Portion Mut gebraucht – genauso wie dem Publikum in einigen Szenen ein resistenter Magen zugute kommt. Dabei ist die Grundgeschichte denkbar harmlos. Ein veritabler Sauhaufen aus exzentrischen, verweichlichten, drogenabhängigen Hollywoodschauspielern soll einen knallharten Kriegsfilm drehen. Gleich drei Stars konkurrieren um den Preis, wer von ihnen denn nun das abgedrehteste Ego besitzt. Da ist zum einen der Actionheld Tugg Speedman (Ben Stiller), der dringend einen Kinoerfolg braucht und zum anderen der Komiker Jeff Portnoy (Jack Black), dessen Filmen es bisher an Tiefe mangelte. Ihnen gegenüber steht der mehrfache Oscargewinner Kirk Lazarus (Robert Downey Jr.), der für seine Rolle als schwarzer Vietnamsoldat alles gibt und sich deshalb einer kosmetischen Operation unterzogen hat.

Sie alle sollen die Geschichte des heldenhaften Veteranen Four Leaf Tayback (Nick Nolte) verfilmen, der als Berater am Set weilt und die verhätschelten Schauspieler mal so richtig schleifen will. Er überzeugt den Regisseur Damien Cockburn (Steve Coogan), die Männer im Dschungel auszusetzen und dann im Guerillastil zu filmen. Doch genau dort kann ein falscher Schritt gleichzeitig der letzte sein.

Der Film «Tropic Thunder» ist ein Phänomen: Er ist einerseits abstossend und in typischer Stiller- Manier masslos übertrieben. Doch gleichzeitig ist er auch eine fast perfekte, witzige Satire und gelungene Persiflage auf das Genre der US-Kriegsfilme, die man durchaus politisch wahrnehmen kann. Und wem das nicht reicht, kann sich immer noch damit beschäftigen, den genial versteckten Tom Cruise ausfindig zu machen.

USA

Goodnight Barack Obama: hat der kommende Präsident Schweizer Vorfahren?

onlineredaktion – Ein Ahne von US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama stammt ursprünglich vermutlich aus der Region Bern, wie der Archivar der elsässischen Gemeinde Bischwiller erklärt. Der Vorfahre habe Bischwiller 1749 in Richtung Amerika verlassen.

Der Vorfahre der sechsten Generation sei wahrscheinlich ein Einwanderer aus der Schweiz gewesen, sagte Archivar Christian Gunther gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP. Gunther widerspricht damit einem Bericht der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“, die meldete, der besagte Vorfahre Obamas sei Deutscher gewesen.


Typisch Schweizer: der kommende Präsident Barack Obama

Der betreffende Mann wurde 1722 geboren und hiess Christian Gutknecht. Als er nach Amerika auswanderte, änderte er seinen Namen in Goodnight („gute Nacht“).

In Bischwiller habe Gutknecht mit seinen Eltern in der „Neu Gass“ gewohnt, in einer Strasse, die speziell gebaut worden sei, um Immigranten aus den Regionen Bern und Zürich aufzunehmen. Das Haus existiere heute nicht mehr, und die Strasse sei in „Rue Clémenceau“ umbenannt worden.

spionage

Schweizer Demokraten Bern: nicht amüsiert über die CIA Pläne in Bern

Stephan Fuchs – Die Stadtberner Rechtsaussen Partei SD (Schweizer Demokraten) hat sich gestern mit einer Interpellation an den Gemeinderat gewandt. Darin fragt die Partei, ob dem Gemeinderat bekannt sei, dass ein Hauptquartier des US-amerikanischen Geheimdienstes CIA geplant oder bereits in Betrieb sei. Mit dem parlamentarischen Vorstoß reagiert die SD auf die aktuellen Berichte der Presse. Den Berichten zufolge soll die neue US-Botschaft in Bern als Europa-Zentrale des CIA dienen.

Mit Recht wäre eine solche Entwicklung haarsträubend für Schweizer Interessen. Die Schweiz ist neutral. Sie darf unter keinen Umständen die Machenschaften einer klandestin operierenden Geheimtruppe tolerieren. Brisant: die Schweizer Spionageabwehr ist entweder zu nichts Nutz, oder infiltriert. Aus Insider Kreisen wissen wir, dass die Schweizer Abwehr sehr wohl an der Reling zu stehen weiß.

Eierattacken auf Schweizer Soldaten
Die amerikanische Festung an der Sulgeneckstrasse wird von Schweizer Milizsoldaten bewacht. Am 4. September, kurz vor 22.00 Uhr, fuhr an der amerikanischen Botschaft in Bern ein Auto vorbei. Die Insassen warfen Eier in die Richtung der Soldaten, die vor der Botschaft Wache schieben mussten. Die Armeeangehörigen alarmierten die Polizei, die nach wenigen Minuten eintraf. Die Eierwerfer konnten aber flüchten. „Solche Attacken sind Einzelfälle“, sagt Armeesprecher Christoph Brunner. Er vermutet hinter dem Angriff keine politischen Absichten. „Es ist ein dummer Nachtbubenstreich“, sagt Brunner. Die Armee nehme den Vorfall zur Kenntnis, gehe aber der Sache nicht weiter nach.

Bern: CIA nistet sich in der Schweizer Bundeshauptstadt ein

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spionage

Bern: CIA nistet sich in der Schweizer Bundeshauptstadt ein

Stephan Fuchs – Bereits im zweiten Weltkrieg war Bern Stützpunkt für amerikanische Schlapphüte. Damals residierte Allen W. Dulles, der pfeifenrauchende Oberspion des amerikanischen CIA Vorläufergeheimdienstes OSS an der gemütlichen Herrengasse, nahe am Berner Münster. Von Bern aus wurden die Treffen Allan Dulles mit Emissären der Naziführung, etwa mit SS-Obergruppenführer Karl Wolff im Rahmen der Aktion „Sunrise“ durchgeführt. Jetzt sind sie wieder da, die Schlapphüte.

Die neue amerikanische Botschaft an der Sulgeneckstrasse 19 ist ein Hochsicherheitstrakt. Handys verboten, Taschen verboten, Rucksäcke verboten. Meterhohe Umzäunung, abgedunkelte Fenster: Geheimhaltung pur. Als die Schweizer Boulevard Zeitung BLICK im September 2006, mit Hilfe eines Nachrichten Heute Autoren einen CIA-Spion enttarnte, fanden die Journalisten heraus, dass er offiziell in der Berner US-Botschaft als „zweiter Sekretär für politische Angelegenheiten“ gearbeitet hat. Mittlerweile ist „Tom“ in Berlin. Die Botschaft in Bern ist, wie jede US-Auslandsvertretung auch, ein CIA-Stützpunkt. Jetzt wollen Recherchen zeigen, dass der US Geheimdienst mit Bern größeres vorhat.

Bern soll eine Koordinations-Zentrale werden. Die Botschaft an der Sulgeneckstrasse soll das Verbindungsbüro auf dem europäischen Festland werden. Offiziell wird der Ausbau nicht kommentiert – weder von der Botschaft noch von der Staatsschutz-Abteilung im Bundesamt für Polizei. Auch der Sprecher des Außenministeriums EDA will „im Moment keine Stellung nehmen“.

Bislang wurde die CIA-Tätigkeit in Europa von Stuttgart (D) aus koordiniert. Dort befindet sich das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Europa (Eucom). Die Verschleppung von Gefangenen nach Guantánamo wurde in Stuttgart organisiert. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 suchte die CIA die Nähe zum Militär. Jetzt entdecken die amerikanischen Spione offenbar die Vorteile der Schweiz wieder neu. „Für die CIA ist die Diskretion des hiesigen Finanzplatzes ein wichtiges Argument für den Umzug“, sagt ein Geheimdienst-Insider.

In der Tat war Genf bereits seit den afghanischen Mudschaheddin im Kampf gegen die Sowjets ein Eldorado für geheimdienstliche Operationen. James R. Fees koordinierte von dort aus ein Spinnennetz an Tarnfirmen die zum Kauf von Waffen gebraucht worden waren. Wir freuen uns auf interessante Artikel.

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afrika

Südafrika – Rücktritt des Präsidenten Thabo Mbeki

Dr. Alexander von Paleske – Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki hat heute seinen Rücktritt angekündigt. Er ist damit einer Aufforderung der Regierungspartei ANC nachgekommen, deren Führungsgremium NEC nach zweitägigen Beratungen ihn nicht mehr im Amt haben wollte.

Der Unmut über den Präsidenten braute sich in den vergangenen 12 Monaten zusammen und wir haben kontinuierlich darüber berichtet.

Der letzte Sargnagel für die politische Karriere des Präsidenten kam vor einer Woche, als ein Gericht in Pietermaritzburg die Anklage gegen seinen Nachfolger Jacob Zuma für rechtswidrig und damit unzulässig erklärte.

Jacob Zuma sei das Opfer eines politischen Komplotts seitens der Mbeki Regierung geworden.

Gegen den Rat einiger seiner Kabinettskollegen beschloss die Regierung, dass die Strafverfolgungsbehörde NPA gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen solle.

Neben seinem Versagen in zentralen Bereichen Südafrikas wie der HIV-AIDS-Krise, der Elektrizitätskrise, der ausser Kontrolle geratenen Gewaltkriminalität, den ausländerfeindlichen Ausschreitungen im Mai diesen Jahres in den Townshisps kam immer deutlicher zu Tage, dass Mbeki den Kontakt zur Realität weitestgehend verloren hatte.

Nun kam das Ende
Südafrika geht mit seinem neuen Präsidenten, der letztlich Jacob Zuma heissen wird, einer ungewissen Zukunft entgegen. Allerdings darf und kann man von Zuma erwarten, dass er in den zentralen Problembereichen bessere Lösungen anstrebt.

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Finanzkrise – Steuerzahler sollen Rettungsversuche bezahlen

Dr. Alexander von Paleske—19.9. 2008 — – Der US-Finanzminister Henry Paulson hat die Katze aus dem Sack gelassen. Auf einer Pressekonferenz, auf der nur drei Fragen zugelassen waren, kündigte er heute nachmittag ein Rettungsprogramm für den Finanzmarkt an, das den Steuerzahler mehere Hundert Milliarden Dollar kosten werde, mindestens. Nach Angaben des US Senators Shelby bis zu einer Billion US Dollar.

Staat kauft alle faulen Kredite auf
Dieses Programm sieht vor, dass der Staat die Finanzinstitutionen von den faulen Krediten befreit, damit die erneut mit der Vergabe von Krediten loslegen können. Der Konsum auf Pump soll weiterlaufen.

Und wer glauben sollte, dieses Programm werde nur vom Steuerzahler in den USA bezahlt , der dürfte sich täuschen. Auch deutsche Steuerzahler werden sich an dieser „Rettungsaktion“ beteiligen. Bereits jetzt haben die Europäische Zentralbank, die Schweizer Nationalbank und die Bank von England mehr als 90 Milliarden US-Dollar in den Finanzmarkt gepumpt. Und weiterer Cash wurde angeboten.

Den Untergang vor Augen
Wer so handelt, dem muss der Untergang vor Augen stehen. Und so verkündete der Vorsitzende des Banken-Ausschusses des US-Senats, Chris Dodd, dass der totale Zusammenbruch des globalen Finanzmarktes eine Frage von nur wenigen Tagen sei, wenn nichts geschehen würde..

Gleichzeitig erklärte US Finanzminister Paulson, dieser Weg würde den Steuerzahler letztlich „weniger“kosten als der reihenweise Bankrott von Firmen. Die New Yorker Börse begrüsste die Ankündigung mit einem Kursfeuerwerk. Dem sicheren Todesurteil für viele Firmen folgte plötzlich der Freispruch, das „Weitermachen wie bisher“, Konsum auf Pump.Was könnte schöner sein. Vor allem, wenn andere die Rechnungen für die durch Zockereien und unseriöse Bankpolitik verursachten Schäden begleichen.

Während die Hartz IV Empfänger in Deutschland immer engmaschiger kontrolliert werden,.wird auf der anderen Seite das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen, so wie kürzlich auch bei der „Fehlüberweisung“ der Staatsbank KfW an die Bankrottbank Lehman Brothers nach deren Konkursantragstellung im Zusammenhang mit Swap Zockereien. Da ging es ja „nur“ um die kleine Summe von 300 Millionen Euro, Peanuts in der Bankensprache.

Aber auch deutsche Landesbanken haben bei Zockergeschäften mit der Pleitebank Lehman Brothers erhebliche Verluste eingefahren, darunter, wie sollte es anders sein, die Verlustbank BayernLb, mit satten 300 Millionen Euro.

4 Milliarden Euro Verlust nach der US-Hypothekenkrise waren der bayerischen Staatsbank BayernLB offenbar noch nicht genug.
Ein Sprecher des Sparkassenverbandes DSGV nannte diese Verluste „absolut verkraftbar“. So kann man es natürlich auch sehen.

Nur Atempause
Bisher gibt es keinerlei Anzeichen für grundlegende Reformen auf dem Finanzsektor vor allem der gigantischen Zockerei insbesondere mit den Swaps ein Ende zu setzen. Man muss daher vermuten, dass dieses Programm nur eine kurze Atempause sein dürfte. Aber dann wird es wohl erst richtig losgehen.

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