kultur

k-notes:

Lukas Vogelsang – Das war’s wieder, das Gurtenfestival. Es ist schon erstaunlich, wie lange die G-Crew und Organisatoren den berner Hausberg noch besetzen wollen. Spätestens nach diesem Regenfestival wird die Frage, ob der Gurten wirklich ein guter Ort für so eine Grossveranstaltung ist, wieder aufblühen. Es ist nicht nur logistisch und anfahrtstechnisch ein ungeeigneter Ort, auch die BesucherInnen haben von diesem Berg wenig: Das Festivalgelände ist mit Bäumen umstellt – man sieht gar nicht, dass man auf einem Berg ist.


Haben Zuhause auch viel Schlamm: britische Gurtenveteranen The Pipettes

Nach diesem Regenfallfestival kommt anschliessend dazu, dass der gesamte Boden restauriert werden muss. Das heisst, die Matsch-Erde muss abgetragen, neue Erde angeliefert und neuer Rasen angesäht werden. Das heisst, dass der Gurten diesen Sommer wegen 4 Tage Festival insgesamt für 3 Monate ungeniessbar ist. Was für eine Kultur ist das?

Bis ins Jahr 2001 hatte sich das Festival weiter-entwickelt und verändert. Seither ist nichts mehr geschehen. Man hat zwar die Infrastruktur verbessert, aber es gibt nichts mehr zu entdecken. Darüber kann auch die Waldbühne nicht hinwegtäuschen, die in diesem Jahr wieder aufgebaut wurde. Das Konzept stammt von früher.

Dazu kommt, dass das Festival schon länger unter einem musikalisch kritischen Stern hängt. Ein wildes Potpourri, welches möglichst viele Besucher in die Geldmaschine locken will – dieses Konzept ist veraltet. Es ist also an der Zeit, dass die Festivalcrew über die Bücher geht. Vielleicht erhält so ein eigentlich guter Anlass wieder etwas mehr Herz…

Krieg

Erfolgreicher Raketentest in Pakistan

onlineredaktion – Die pakistanische atomwaffenfähige Flügelrakete Hatf VII „Babur“ ist heute erneut erfolgreich vom pakistanischen Militär getestet worden, wie das pakistanische Fernsehen unter Berufung auf Militärquellen mitteilte. Die tief fliegende, wendige Hatf-VII Babur kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 700 Kilometer Entfernung punktgenau treffen. Die Rakete ist in der Lage, einen nuklearen Gefechtskopf in’s Ziel zu tragen.

vermischtes

Explosion in syrischer Militäranlage – 15 Tote, viele Verletzte

onlineredaktion – Eine Explosion hat nach Berichten von Zeugen eine Infanterieschule in Nordsyrien erschüttert. 15 Menschen wurden getötet und mehr als 50 verletzt. Dutzende Soldaten wurden in umliegende Spitäler gebracht. Die Detonation hat sich am Morgen in der Nähe von Aleppo in der Stadt al-Masalmjiah ereignet. Eine seit drei Tagen andauernde Hitzewelle löste in einem Depot mit hoch explosivem Sprengstoff einen Brand und anschließend die Explosion aus. Ein «Sabotageakt» werde ausgeschlossen.

spionage

US deploys Intelligence Unit in Armenia to spy on Iran

– The US Global Gold Corporation (GGC) will complete the gold exploration in Arevis village of Sisyan region, Armenia by the end of 2007, APA reports quoting Armenian press. The gold de-posit is situated on the border with Nakhchivan province of Azerbaijan.

Henrich Mkrtchyan, general geologist of GGC office in Armenia said the Corporation that operates in close cooperation with Armenian defense ministry has invested $2.2 million in “Marjan” deposit which is 3000 meters above the sea level.

Unnamed source in Armenian environmental protection ministry said it is not informed of the Corporation’s activity as it is not allowed for that.

Armenian defense ministry sources said the American company is working for the Pentagon and fulfilling errands on Iran in the territory. Chairman and CEO is Armenian Van Krikorian, president on operational works Michael T.Mason and vice-president Hrayr Agnerian.

Local residents say the GGC supports the restoration of the infrastructure of Arevis village which is com-pose dof 24 houses. They say there are also some English-speaking military-like persons besides geolo-gists, who are installing unknown big facility in the territory.

Armenian-born American analystRichardKirakosyan has recently announced that Washington and Mos-cow has reached an agreement on Serj Sarkisyan’s presidency after Robert Kocharian. Armenia is re-ported to have undertaken certain commitment on providing opportunity for the Us to use its territory against Iran.

terror

Raw Story: National Intelligence Estimate sloppy and possibly politicized, intelligence officials say

Larisa Alexandrovna – Current and former intelligence officials say the Bush Administration’s National Intelligence Estimate regarding terrorist threats to the United States does not provide evidence to support its assertions and may have inflated the domestic threat posed by the Lebanese political and military group Hezbollah, perhaps because it receives financial support from Iran.

According to the report, Hezbollah – a Shi’s Muslim group with ties to Iran that has been labeled a terrorist organization by the United States – may target the US domestically if the US poses a serious threat to Iran. But sources say the allegations about Hezbollah were simply „thrown in.

Speaking under condition of anonymity because they were not authorized to speak publicly, several intelligence officers asserted that the report was sloppy and lacked supporting evidence. „The NIE seems… fiddled [with],“ regarding Hezbollah, one high-ranking CIA official said. „Whether it is or isn’t is not really the point. The point is that nobody is ready to believe it.“

As regards to the Hezbollah ‚threat,'“ the official added, „they just threw that in. „Nobody in CIA talks to Hezbollah, and they’re living off their assessments from back in the 80s, which they really never got right anyway.

Former CIA case officer Robert Baer – a 20-year intelligence professional with expertise in the Middle East on whose book See No Evil the award winning film Syriana was based – is skeptical that Hezbollah will launch domestic attacks on US soil.

Hezbollah had all the opportunity and motivation to [attack the U.S] during the last 24 years,“ Baer said in a conversation with RAW STORY last Friday. „Why in god’s name would Hezbollah resort to terrorism against the west when it got what it wanted?

You’ll know there’s a Hezbollah domestic threat when the FBI makes a serious arrest“ in relation to a terrorist plot. Read all @ at-Largely

afrika

Dr. Maria Eder – Nachruf auf eine außergewöhnliche Ärztin

Dr. Alexander von Paleske — 25.7. 2007 — Maria Eder kam 1960 als Missionsärztin nach Simbabwe. Sie hatte nach dem Medizinstudium in München und Würzburg ihre Weiterbildung in Gynäkologie und Geburtshilfe in Passau, Zwickau und Berlin absolviert und ihren Facharzt gemacht. Dort reifte auch ihr Entschluss, Missionsärztin zu werden.

Von 1961 an baute sie das katholische Missionskrankenhaus in Brunapeg im Süden Simbabwes auf. Als sie dort eintraf, gab es so gut wie nichts, die ersten Patienten wurden unter Bäumen versorgt. Mit großer Tatkraft ging sie daran, aus einem Provisorium ein ansehnliches Distriktkrankenhaus mit Schwesternschule zu errichten, größtenteils mit Spendengeldern über das Missions-ärztliche Institut in Würzburg.

Als einzige Ärztin war sie dort neben der Gynäkologie und Geburtshilfe für alle Fachbereiche der Medizin zuständig, einschließlich des Ziehens von Zähnen.

Während der Unabhängigkeitskrieges von 1972-1980 verließ sie das Krankenhaus nicht. Auch dann nicht, als eine andere Missionsärztin, Dr. Decker, im St. Pauls Krankenhaus einem Mordanschlag zum Opfer fiel. Sie weigerte sich aber auch, eine von der weißen Regierung installierte Funkverbindung mit der Armee zu benutzen, wenn Freiheitskämpfer im Krankenhaus um Behandlung nachsuchten.

Da die Missionsstation eingezäunt war und Befreiungskämpfer oftmals aus Furcht nicht in das Krankenhaus wollten behandelte sie, soweit das ging, durch den Zaun. Nach der Unabhängigkeit wurde ihre Arbeit auch gerade in der Zeit des Krieges in einem Schreiben des damaligen Gesundheitsministers Herbert Ushewokunze gewürdigt.

1990, im Alter von 71 Jahren, gab sie die Leitung des Krankenhauses ab und arbeitete in dem kleinen Krankenhaus Antelope weiter. Als sie aus Gesundheitsgründen als Ärztin nicht mehr arbeiten konnte, kümmerte sie sie sich um die Versorgung von mehr als 4000 AIDS-Waisen in Bulawayo, sammelte Spendengelder in Deutschland, vorwiegend in ihrer Heimatstadt Altötting.

Außerdem begann sie damit, Solarkocher herstellen zu lassen. Dieses Thema hatte sie schon seit Jahren beschäftigt, weil es in der Umgebung von Brunapeg es kein Feuerholz mehr gab. Eine Firma in Bayern lieferte die Reflektoren. Binnen 20 Minuten konnten, 10 Liter Wasser zum Kochen gebracht werden, Sonneneinstrahlung vorausgesetzt,

Ich traf Dr. Eder zum ersten Mal 1987, als ich meine Arbeit am Mpilo Zentralkrankenhaus in Bulawayo aufnahm. Sie kam dort regelmäßig zu Weiterbildungsveranstaltungen und um Behandlungsprobleme zu diskutieren. Immer mit dabei waren Patienten die sie zur Weiterbehandlung brachte.

Beeindruckt hatten mich neben ihren profunden medizinischen Kenntnissen ihre menschliche Wärme und Bescheidenheit. Mehrmals drängte ich sie, ihre Erlebnisse aufzuschreiben und als Buch herauszubringen, Dafür habe sie keine Zeit erklärte sie mir, und das sei auch nicht so wichtig.

Dr. Eder starb am 2. Juli nach kurzer Krankheit im Alter von 87 Jahren in Bulawayo.

Krieg

Iran: Der Krieg rückt näher

Dr. Alexander von Paleske —- 23.7. 2007 —-Die Nachrichten aus dem Nahen Osten (ohne Irak) klingen optimistisch, Israel will sich aus großen Teilen des Westjordanlandes zurückziehen, streicht 174 Mitglieder der Al-Aqsa Brigaden von der Fahndungsliste und entläßt 256 inhaftierte Palästinenser (natürlich keine Hamas Leute).

Aber damit nicht genug, zum erstem Mal seit der Gründung des Staates soll eine Delegation der Arabischen Liga nächste Woche Israel einen Besuch abstatten und Ex-Premier Blair, der neu ernannte Nahost-Friedenapostel kommt ebenfalls, um mit Abbas zu sprechen. Und der Rubel rollt wieder. Die Zahlungen an die Autonomiebehörde sind wiederaufgenommen worden, den Palästinensern im Westjordanland soll es besser gehen, neidisch sollen die im Gaza Steifen unter Hamas lebenden Palätinenser das sehen und die Botschaft soll lauten: „Werdet die Hamas los, dann kommt Manna auch zu Euch”. Woher auf einmal diese Bewegung? Die Antwort heißt Mahmoud Ahmadinejad.

Solange es nur darum ginge, den Iranern die Enflußmöglichkeiten zu nehmen, indem die Palästinenser mehr Unterstützung bekommen und ihre berechtigten Forderungen Gehör finden, wäre dagegen ja nichts einzuwenden. Die Realität sieht leider anders aus.

Die Kriegsgefahr mit dem Iran wächst.
Präsident Bush und Vize Cheney haben keinesweg die Idee aufgegeben, den Iran anzugreifen. Und der neuernannte britische Außenminister David Miliband hat in seinem ersten Interview einen Angriff auf den Iran ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Gleiches gilt für alle Präsidentschaftskandidaten in den USA.

Israel steht am meisten unter Druck. Der Iran hat in Israel den Konflikt mit den Palätinensern klar als Problem Nr. 1 abgelöst. Israel sieht sich als erstes Ziel für einen eventuellen Nuklearschlag des Iran

Nur vor diesem Hintergrund sind die Zugeständnisse gegenüber den Palästinensern, so sie denn kommen, zu sehen. Und so ist auch der Besuch der Arabischen Liga in Israel zu verstehen. Ägypten, Saudi-Arabien und Jordanien drängen darauf, den Iran unter Druck zu setzen, weil deren Regierungen sich einer starken Opposition im eigenen Lande gegenübersehen. In Ägypten vor allem die Moslembruderschaft und in Saudi-Arabien ein weit verbreiteter Unmut über die autokratische Herrschaft des Hauses Saud. Demokratische Verhältnisse, die ja sonst immer gerne von den USA eingefordert wurden, existieren in keinem dieser Länder. Eine unheilige Allianz, die sich da zusammengefunden hat.

Sollten nämlich Russland und China nicht bereit sein, ebenfalls Druck auf den Iran zwecks Einstellung des Atomprogramms auszuüben, dann steht der Angriff gegen den Iran auf der Tagesordnung.

Ein Militaerschlag Israels gegen die Nuklereinrichtungen des Iran, soweit sie überhaupt existieren bzw bekannt sind, wäre völlig anders als der einmalige Angriff auf den oberirdischen irakischen Reaktor in Osirak im Jahre 1981. Und anders als der Irak hätte der Iran die Kapazität, mit chemischen Massenvernichtungswaffen, von 1992-1994 von Deutschland Großbritannien und Israel in den Iran geliefert, zurückzuschlagen. Eine Apocalypse größten Ausmaßes wäre die Folge.

Gasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Massenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
Israels tödlicher Export – Waffen in den Iran
Massenvernichtungswaffen für den Iran

vermischtes

Ölkartelle geben viel Geld für „leicht frisierte Wahrheit“ aus

Karl Weiss – Die Öl- und die mit ihnen eng liierten Automobilkonzerne werden immer verzweifelter in ihren Bemühungen, ihre ‚Ikonen’ und hauptsächlichen Profitbringer Benzin und Diesel gegen den Ansturm von Bio-Treibstoffen zu verteidigen. Da werden denn auch schon mal ein paar schmutzige Tricks versucht, um die Biokraftstoffe zu verunglimpfen. Da schreibt zum Beispiel Mathias Gräbner in „Telepolis“, offenbar hereingefallen auf einen der Verdrehungsversuche der interessierten Industriekreise, Biosprit würde die Luftbelastung in den Städten vergrößern und dort zu vermehrten umweltbedingten Erkrankungen führen.

Als Beleg nimmt er dabei eine Untersuchung, basierend auf Computermodellen, die Marc Jacoben von der Stanford University in Kalifornien angestellt hat. Nach diesen Untersuchungen sei in den bereits hochbelasteten Städten mit einem höheren Ozon-Niveau zu rechnen, wen wesentliche Teile des Benzins durch Bio-Ethanol ersetzt würden.

Es geht aus dem zitierten Artikel nicht hervor, ob diese Untersuchung vielleicht zufällig durch einen Ölkonzern gesponsert wurde.

Liest man aber genauer nach, so wird gleich klar, es wurde nichts dergleichen nachgewiesen. Der Forscher arbeitet ausschließlich mit einer Computersimulation, in die voraussichtliche zukünftige Klimadaten, voraussichtlicher zukünftiger Verkehr, eine weiterhin hohe Luftbelastung durch Dieselmotoren und ein nicht näher spezifizierter voraussichtliche Schadstoff-Ausstoß durch Ethanol-Motoren eingegeben wurden.

Als Ergebnis wurde eine um 4% höhere Ozonbelastung der Luft und damit eine entsprechend höhere Zahl von Todesfällen durch Ozon in den USA errechnet, wobei offen bleibt, ob dies auf höhere generelle Temperaturen, auf Steigerung des Verkehrs mit Dieselmotoren oder wirklich auf die Abgase von Ethanol-Motoren zurückzuführen wäre. Es ist deutlich, dass es keinerlei Möglichkeit gab, die Genauigkeit der Computersimulation zu verifizieren. Solche Computersimulationen haben (soweit sie überhaupt wissenschaftlich durchgeführt werden) üblicherweise – wenn sie nicht durch jahrzehntelange Arbeiten extrem verfeinert wurden – eine Schwankung von 10% nach oben und nach unten aufzuweisen.

Kein Ergebnis der Studie
Mit einer minimalen Erhöhung von 4% ist die Aussage also innerhalb der wahrscheinlichen Schwankungen. Mit anderen Worten: Es gibt kein Ergebnis der Studie. Sie hat im Gegenteil einen Hinweis darauf gegeben: Die Luft wird durch eine Umstellung von Benzin auf Alkohol nicht in messbarem Masse stärker mit Ozon belastet.

Die Behauptung der erhöhten Belastung durch Abgase von Ethanol-Motoren ist schlicht und einfach eine massive Desinformation – oder eine „leicht frisierte Wahrheit“.

Hätte man wirklich wissen wollen, wie sich die Luftverschmutzung in den Städten entwickelt, wenn ein wesentlicher Teil des Benzins durch Alkohol ersetzt ist, hätte man einfach die Daten der Messungen (nicht Computersimulationen) in Brasiliens Grossstädten zu Rate ziehen können. In Brasilien ist nämlich bereits seit den 70er Jahren Alkohol als Treibstoff im Einsatz, verstärkt wieder in den letzten Jahren, sowohl als Zumischung zu den normalen Benzin-Fahrzeugen (25%) als auch in reiner Form bei den alten Alkohol-Autos und in jeder beliebigen Mischung bei den modernen Flex-Fuel-Fahrzeugen. Heute ist bereits 75% der Nicht-Diesel-Kraftstoffverbrauchs Alkohol.

Die Ergebnisse der Luftmessungen in den brasilianischen Städten (es liegen ausführliche Untersuchungen vor) sind eindeutig: Die Gesamt-Luftverschmutzung ist deutlich zurückgegangen, hauptsächlich wegen der erniedrigten Schwefeldioxid-Werte. Die anderen Werte wie Partikel (hauptsächlich durch Diesel-Fahrzeuge verursacht), Ozon bzw. NOX sind gleich geblieben und ‚sonstige Verschmutzungen’ haben sich verändert, aber nicht vermindert. So findet man deutlich weniger krebserregendes Benzol oder Toluol, dafür aber Formaldehyd und Acetaldehyd.

Charakteristisch bei dieser Art von Auswertung von Computersimulationen: Es wurden nicht mit einem Wort die wesentlichen Vorteile erwähnt, wenn auf Alkohol umgestellt wird:

Der wichtigste Vorteil ist natürlich: Der Alkohol führt der Luft so gut wie kein zusätzliches Kohlendioxid zu, dem hauptsächlichen Verursacher der globalen Erwärmung, die schon zur beginnenden Klimakatastrophe geführt hat.

Ein anderer wichtiger Vorteil zur Luftverschmutzung: Alkohol enthält keinen Schwefel. Damit wird die Bildung von Schwefeldioxid in den Abgasen der Autos verhindert, der hauptsächlichen Ursache des sauren Regens.

Schliesslich ist es auch nicht zu unterschätzender Vorteil, dass man dann keine Erdöl mehr für diesen Teil des menschlichen Energiebedarfs braucht und die sich verringernden Reserven für wichtigere Zwecke verwenden kann.

Schliesslich auch die Preis- und Versorgungslage: Alle grossen Industrienationen wie auch China und Indien, die auch bereits zu den acht Ländern mit dem höchsten Brutto-Sozialprodukt (genau: „Gross Domestic Product“, GDP) gehören, müssen fast vollständig oder jedenfalls mehr als die Hälfte des benötigten Erdöls einführen. Die sich daraus ergebenden Abhängigkeiten (wie auch die Kriege um Erdölresourcen) können mit der Umstellung auf Bio-Kraftstoffe beschränkt werden.

Zudem ist das Erdöl ja bereits dabei, unbezahlbar teuer zu werden, während Bio-Ethanol in grossen Mengen z.B. von Brasilien der EU für 25 Cents vom Euro pro Liter angeboten wurde.

Tatsächlich löst der Austausch durch Alkohol keineswegs alle Luftverschmutzungs-Probleme des Strassenverkehrs. Zunächst darf man natürlich nicht, wie bei dieser Studie, dabei stehenbleiben und die ganzen Diesel-Brummis weiterhin ungestört die Luft verschmutzen lassen. Die müssen vielmehr auf Bio-Diesel umgestellt werden – jedenfalls in erheblichem Masse. Damit wird auch das Problem der Dieselabgase wesentlich verringert.

Zum anderen ist festzustellen: Alkohol als Benzin- und Bio-Diesel als Diesel-Ersatz sind keineswegs die Lösung der Energie-Probleme für den Transport der Menschheit. Sie können nicht mehr als eine Übergangslösung darstellen, bis genügend Sonnen-Energie-Paneelen in den Wüsten der Welt aufgestellt wurden, um den gesamten Energiebedarf der Menschheit zu decken.

Der Explosionsmotor ist nämlich aufgrund seiner generellen Eigenschaften ein Erzeuger von Luftverschmutzung durch NOX und durch Ozon, was keineswegs auf Dauer akzeptabel ist.

Das Klima allerdings kann nicht warten. Es sind durchgreifende Sofortmassnahmen notwendig, um den CO2-Ausstos schnell zu verringern, sonst kann die Klimakatastrophe innerhalb von Jahren unumkehrbar werden. Dafür sind die Umstellung von Benzin auf Alkohol und die von Diesel auf Bio-Diesel (jedenfalls in wesentlichem Ausmass) gut geeignet – wenn sie auch keine endgültigen Lösungen darstellen – weil sie ohne grossen Aufwand mit bereits bewährter Technik durchführbar sind.

afrika

Machtkampf in Südafrika und Gipfel in Ghana

Dr. Alexander von Paleske – Anfang Juli ging das Gipfeltreffen der Staatschefs der African Union, AU, in Accra/Ghana ohne irgendwelche konkreten Ergebnisse zu Ende. In der größten Tageszeitung Südafrikas fanden sich Berichte auf Seite 4 wie ”Continental Unity in Spotlight at AU Talks”. Das gleiche Schicksal erlitt auch der G8 Gipfel in Heiligendamm und der wurde ebenso größtenteils auf Seite 4 abgehandelt.

Weder von Heiligendamm noch vom AU Gipfel wurden bzw. werden irgendwelche positiven Impulse für Afrika erwartet.

Bühne frei für Gadaffi
Libyens Staatschef Gadaffi reiste auf dem Landweg mit einer Karawane von mehreren Hundert Fahrzeugen an. Er machte auf dem Weg nach Accra/Ghana, wo einst Kwame Nkrumah vor 50 Jahren zum Befreiungskampf für das ganze Afrika aufgerufen hatte, in mehreren westafrikanischen Staaten Station, um sich sozusagen warmzulaufen, bzw., warmzufahren. Auf seiner Reiseroute lagen Mali, Guinea, Sierra Leone, Liberia und Elfenbeinküste.

Überall verkündete er seine Botschaft: Afrika braucht eine Zentralregierung, eine eigene Armee, eine eigene Zentralbank. Vor allem, aber das sagte er natürlich nicht, Afrika braucht Gadaffi als deren Präsidenten.

Die afrikanischen Staatschefs hörten es, applaudierten und dachten sich ihren Teil.

Ein Traum, mehr nicht
Natürlich ist die afrikanische Einheit ein Traum, ein höchst unrealistischer. Wenn es noch nicht einmal gelingt wenigstens regional etwas auf die Beine zu stellen – Thabo Mbeki kreierte im Jahre 2002 NEPAD, die Neue Partnerschaft fuer Afrikas Entwicklung. Und er läutete die “Afrikanische Renaissance” ein.

Außer dem Geläute ist nichts gewesen, denn er versagte jämmerlich das Problem Zimbabwe zu lösen und für die Ablösung Mugabes zu sorgen, so, wie es einst Nelson Mandela in Lesotho im Jahre 1998 vorexerziert hatte, als dieser Staat drohte, im Chaos zu versinken.

Nun hat Mugabe nicht nur Zimbabwe in ein wirtschaftliches Chaos gestürzt, sondern auch Südafrika selbst enorme zusätzliche Probleme beschert: Illegale Immigration, drastische Zunahme der Kriminalität und Verlust der Glaubwürdigkeit Mbekis.

Kurzum, ohne die Lösung des Zimbabwe Problems ist an eine bescheidene regionale Zusammenarbeit überhaupt nicht zu denken.

In den letzten zwei Wochen hat sich die Lage in Zimbabwe noch einmal dramatisch zugespitzt. Die Regierung ordnete eine Halbierung der Preise für alle Dienstleistungen und Güter an, während gleichzeitig die Notenpresse lief. Die Folge war, dass es zu einem Ansturm auf die Geschäfte kam und jetzt die Regale leer sind. Waren werden seitens der Geschäfte nicht mehr eingekauft. Die Welle der wirtschaftlichen Flüchtlinge vorwiegend nach Südafrika ist noch einmal erheblich angeschwollen. Bis zu Tausend pro Tag sollen es nach Schatzungen sein.

Dann Darfur, auch hierfür keine Lösung, der schwelende Konflikt in der Elfenbeinküste, Somalia, und natürlich der Osten der demokratischen Republik Kongo… Damit sind noch nicht einmal alle Probleme benannt.

Erst Klarheit, dann Einheit
Die Einheit Afrikas, so sie je kommen sollte, könnte nur aus der Stärke von existierenden regionalen Gemeinschaften kommen, aber nicht aus der Schwäche heraus. Das wussten auch die in Ghana versammelten Staatsmänner und deswegen nahmen sie natürlich Gadaffi nicht ernst, denn der ist schon an der so oft von ihm proklamierten Staatengemeinschaft in Nordafrika kläglich gescheitert.

Und so waren die südafrikanischen Zeitungen vor allem mit einem ANC-Kongress beschäftigt, der vor zwei Wochen stattfand und der auch eine Vorfrage für die Nachfolge von Thabo Mbeki regeln sollte: Darf Thabo Mbeki sich als ANC Präsident wiederwählen lassen, auch wenn er nicht Staatspräsident werden kann?

Mbeki will Staatspräsident bleiben, auch wenn er es nicht sagt
Der Kongress antwortete nach langen heftige Debatten mit einem Jein. Grundsätzlich sollten Staatschef und ANC Präsident dieselbe Person sein, aber keine absolut bindende Regel.

Worauf sich sofort Thabo Mbeki zur Verfügung stellte, als Kandidat. Mbeki sagte natürlich nicht, welches seine weitergehenden Ziele sind, nämlich mit der ANC-Präsidentschaft dann die Verfassung zu ändern will, um eine dritte Amtszeit für sich als Staatspräsident zu ermöglichen.

Mbeki wirft Propagandamaschine an

Mbeki hat ohne Zeitverzug die Propagandamaschinerie angeworfen. Als Erstes erschien das Jubelbuch „Fit to Govern“, von der südafrikanischen Bank ABSA mitfinanziert, verfasst von einem gewissen Ronald Suresh Roberts. Wobei pikanterweise die Finanzierung auf sanften Druck des Ministers im Präsidialamt und langjährigem Mbeki-Vertrauten Essop Pahad zustande kam. Das Buch zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es die schlimmsten Flecken auf Mbekis Weste weißzuwaschen versucht. Also vor allem die Tatsache des von den HIV-AIDS Leugnern wie Claus Koehnlein und Peter Duesberg übernommenen Unfugs seitens Mbeki nun auf einmal in Abrede stellt und Mbeki schon immer in vorderster Front im Kampf gegen HIV-AIDS beschreibt.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing‘
Aber wer so gut bezahlt wird, der muss noch mehr tun. Und so findet sich kurz darauf in der größten südafrikanischen Tageszeitung “Star” gleich ein großer Kommentar von Herrn Ronald Suresh Roberts mit dem Titel “Would a third term be so bad”?

Hier ist nicht etwa die ANC-Präsidentschaft mit gemeint, sondern eine dritte Amtszeit als Präsident Südafrikas, was die Verfassung in ihrer gegenwärtigen Form nicht zulässt. Und Roberts gibt gleich die Antwort: Mbeki ist der Beste. Und selbstverständlich wird gleichzeitig der schärfste Konkurrent, Tokyo Sexwale, als korrupt hingestellt.

In der gleichen Zeitung, einen Tag später, setzt dann Essop Pahad, ebenfalls als Weißwäscher, noch einmal nach und behauptet wahrheitswidrig, Thabo Mbeki habe niemals bestritten, HIV habe AIDS zur Folge. Vergessen gemacht werden sollen die Äußerung von Mbeki, er habe noch niemanden gesehen, der an AIDS verstorben sei und seine sechsjährige Wahnfahrt in Sachen AIDS, die vielen Menschen in Südafrika das Leben gekostet hat und noch kosten wird.

Kriminalität schlimmer als je zuvor
Die vor einer Woche veröffentlichte Kriminalitätsstatistik des Jahres 2006 für Südafrika zeigt, wie die Regierung Mbeki auch auf diesem Feld versagt hat. Die schon erschreckend hohe Anzahl von Morden ist nochmals um 2,4 Prozent angestiegen, die Zahl der Raubüberfalle in Häusern um 25,4 Prozent, die Raubüberfalle auf Kraftfahrzeuge um 6 Prozent und schließlich die Raubüberfälle auf Geldtransporter um 21 Prozent. Und, als hätte es noch eines schlagenden Beweises bedurft, wurde vorgestern die Frau des Präsidentschaftskandidaten Tokyo Sexwale Opfer eines Raubüberfalls.

Noch vor wenigen Wochen bezeichnete Mbeki das Kriminalitätsproblem als “von Weißen aufgebauscht”.

Mbeki fit to govern?

Ende des Jahres wird der neue ANC-Präsident gewählt werden: Eine wichtige Vorentscheidung – nicht nur für Südafrika, sondern für das südliche Afrika und damit letztlich für den gesamten Kontinent.

spionage

Neck Deep: The Disastrous Presidency of George W. Bush

Robert Parry – A real-life who-done-it, Neck Deep unravels what may become one of history’s great mysteries: Who killed the American Republic?

How did plutocrat George W. Bush come to lead the United States at the start of the 21st century – and how did he get away with using the 9/11 tragedy to overwhelm the constitutional safeguards that had protected the nation’s liberties for more than two centuries?


Neck Deep’s remarkable narrative goes on to reveal how the American Republic, even at that moment, was undergoing decay that would accelerate dangerously after the 9/11 attacks.

Neck Deep shows how this crime was committed and then lines up the suspects – aggressive Republicans, accommodating Democrats, abrasive pundits, careerist journalists – for an assessment of collective guilt.

Tracking the investigative work of the Web site Consortiumnews.com, Neck Deep also reveals that the mystery’s secrets often were in plain view in real time. Much of the damage could have been avoided, the book shows, except that the Washington establishment itself was implicated.

An extraordinary contribution to the history of the Bush era – and a must-read for Americans who are fighting to save the Republic – Neck Deep is written by three of the Consortiumnews.com’s editors: Robert Parry (who broke many of the Iran-Contra stories for The Associated Press and Newsweek in the 1980s) and two of his sons, Sam and Nat Parry.

The book opens with a first-person account of the cold, rainy, dreary winter day – January 20, 2001 – when George W. Bush was sworn in as President of the United States.

Neck Deep’s remarkable narrative goes on to reveal how the American Republic, even at that moment, was undergoing decay that would accelerate dangerously after the 9/11 attacks.

The Bush administration soon was hollowing out many of America’s most treasured principles, including the nation’s founding belief in the „unalienable rights“ of all mankind.

But Neck Deep does more than critique Bush’s presidency. The book explains how – across the board – the Washington political/media elite failed the country.

The book also strips away the public myths surrounding leaders – from Colin Powell to John Kerry – and reintroduces them as real people with strengths and weaknesses.

Neck Deep weaves in, too, historical perspective that gives context to the extraordinary events in the six years since Bush became President, including revelations about his father’s secret dealings in the Middle East.

As work on Neck Deep came to a close in June 2007, the authors observed:

The United States was still at a dangerous crossroads – or perhaps a better image would be that the nation was at a stoplight that permits U-turns. Ahead lay the route that the country had followed for almost six years since 9/11. It was a road toward a future in which a frightened people would rely on a powerful Executive who promised them safety in exchange for their liberties.

It was unclear whether the American people would make the U-turn away from fear and authoritarianism and back toward a Republic with ‚unalienable rights‘ restored for ‚posterity,‘ as the Founders intended. Yet, even as Americans wondered whether to go forward or turn back, many remained confused over how they had gotten to that place on that dark road.

Neck Deep is the first comprehensive historical work to track the twists and turns of that troubling journey.

Neck Deep
Consortium News
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