deutschland

Hartz IV: Hungertod durch Leistungsentzug

World Content News – „Wer arbeitet, soll etwas zu essen haben, wer nicht arbeitet, braucht nichts zu essen.“ Dieses furchtbare Zitat von Franz Müntefering, gefallen im Mai letzen Jahres auf einer SPD-Fraktionssitzung im Zusammenhang mit dem Hartz-IV-Fortentwicklungsgesetz, hat jetzt offiziell ein erstes Todesopfer nach sich gezogen: Ein 20-jähriger Jugendlicher aus dem pfälzischen Speyer starb an Unterernährung, weil ihm die Behörden wegen „Pflichtverletzungen“ sämtliche sozialen Leistungen entzogen hatten.

Der junge Mann hatte sein Leben noch vor sich, doch die Behördenbürokratie hat mit ihren brutalen Sanktionsmaßnahmen erreicht, was laut Grundgesetz und allen zivilisatorischen Einsichten gar nicht sein dürfte: Verhungern durch unterlassene Hilfeleistung.

Die dortige ARGE (in diesem Fall namentlich GfA – Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration) weist jegliche Schuld von sich: Sie argumentiert, in Speyer gäbe es doch kirchliche Einrichtungen bei der sich der Jugendliche sein Essen hätte besorgen können. Hätte Könnte. Darf der Staat seine Fürsorgepflicht an private Einrichtungen einfach so abschieben?

Tatsächlich sind bei Hartz IV keinerlei Regelungen vorgesehen, die bei einer Leistungskürzung oder dem vollständigen Entzug die möglichen Folgen einer solchen Maßnahme im Auge behält. Hier werden Menschen quasi einfach auf den Müll geschmissen und müssen selbst zusehen, wie sie über die Runden kommen, wenn sie sich „Fehlverhalten“ zuschulden kommen haben lassen. Und wer das aus psychischen oder körperlichen Gründen nicht kann, etwa weil er zu stolz zum Betteln ist?

Was viele nicht wissen (wollen?): Der Hungertod in unseren „sozialen“ Marktwirtschaften ist nicht unbedingt eine Ausnahmeerscheinung. Meistens sind es ältere Menschen, die wegen eines zu geringen Lebensunterhaltes an den Folgen einer Mangelernährung sterben. Dies wird jedoch in den seltensten Fällen publik. Aus Scham ergänzende Sozialleistungen beantragen zu müssen, durchsuchen sie nächtens lieber die Mülltonnen nach Pfandflaschen und Essbarem. Nicht nur Politiker schauen gerne weg.

Mit Langzeitarbeitslosen, die sich den oft schikanierenden und manchmal auch menschenunwürdigen Behördenhandeln widersetzen oder meist nur passiv Versäumnisse verschulden, wird nach §31 SGB kurzer Prozess gemacht: Dreimal verkehrt reagiert (Kürzungen: 30-60-100 Prozent, bei unter 25-jährigen reichen bereits zwei Verstöße) und der Hilfsbedürftige findet sich auf der Straße wieder. Das Sozialgesetzbuch verkommt zum Strafgesetzbuch, die Würde des Menschen wird außer Kraft gesetzt. Nach einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit müssen inzwischen knapp 20.000 Langzeitarbeitslose mit zwei und mehr Sanktionen leben.

Der jetzt unter noch nicht ganz geklärten Umständen verhungerte junge Mann (seine Mutter wurde mit ernährungsbedingten Mangelerscheinungen ins Krankenhaus eingewiesen) ist wohl der erste einfach so Verhungerte, aber längst nicht das erste Opfer, das diese unsoziale Gesetzgebung hervorgebracht hat. Bereits im November 2004 nahm sich ein Mann in Ludwigsburg das Leben, indem er mit seinem Auto in den Haupteingang der regionalen Arbeitsagentur raste. Die Zahl der Selbstmorde von Arbeitslosen, die sich wegen einer finanziell ausweglosen Situation umbringen, steigt von Jahr zu Jahr kontinuierlich.

Aber auch die Zahl derer wächst, die sich den Androhungen und Zwangsanordnungen verbal entgegenstellen. Fast täglich kommt es auf den Fluren der meist spartanisch eingerichteten ARGEn zu lautstarken Auseinandersetzungen, aus Angst vor Handgreiflichkeiten hält sich in den meisten größeren Städten zusätzliches Sicherheitspersonal zum Eingreifen bereit. Die angestellten Sachbearbeiter, denen oft keine andere Wahl bleibt und die aus Angst vor Entlassung die Vorschriften ohne einen eigenen Ermessungsspielraum buchstabengetreu umsetzen müssen, sind völlig überfordert, der Krankenstand in diesem Bereich zählt zu den höchsten in dieser Republik.

Inzwischen gibt es auch eine erste Reaktion von Speyrer Arbeitsloseninitiativen. Mit einer Mahnwache und Kundgebungen wollen sie am 26. April auf dieses unfassbare tragische Ereignis aufmerksam machen. Es ist davon auszugehen, dass es nicht dabei bleibt und sich bundesweit auch andere Organisationen mit entsprechenden Aktionen anschließen.

Damit Hartz IV und dumme Sprüche von sogenannten Sozialdemokraten endgültig der Vergangenheit angehören werden.

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News
Sämtliche Hartz IV Artikel

Quellen:
Hungertod eines Arbeitslosen – Tödliche Gesetzes-Logik
Behörde sieht keine Schuld am Tod eines Arbeitslosen
Ludwigshafen: Betreiber von HARTZ IV verwalten den Hunger und übersehen den Tod
Aktuelles vom Alg2-Hartz4-Forum
Arbeiten fürs Essen
Arbeitsloser tötet sich vor Arbeitsagentur

deutschland

Hamburger Polizei will G8-Gegner „abfischen“

onlineredaktion – Die Hamburger Polizei will jetzt G8-Gegner „abfischen“, wie das Hamburger Abendblatt andeutet. Zwei Wochen lang soll für die Hamburger Bürger deshalb eine Art Ausnahmezustand gelten.

Polizeipräsident Werner Jantosch kündigte gegenüber der in solchen Dingen gerne nach Sensationen und Entrüstung lechzenden Springer-Presse eine „Null-Toleranz-Strategie“ und ein enormes Polizeiaufgebot an.

Wenn die schwer geschützten Fahrzeugkolonnen mit Blaulicht durch die Stadt rasen, dann müssen sich Autofahrer vorsehen: „Die bleiben nicht an Ampeln stehen“, soll ein Beamter der Polizei gesagt haben und ruft damit Erinnerungen an Polizei-Chaoten einer deutschen TV-Serie des Privat-Fernsehens wach, in der zwei Autobahnpolizisten es immer wieder hinkriegen schwerste Unfälle und Explosionen auf Autobahnen zu verursachen.

Es geht um Sicherheit. Aber nicht um die der Bürger, sondern um die der Delegationsmitglieder des europäisch-asiatischen Gipfels, der in Hamburg am 28. und 29. Mai 2007 stattfinden soll. Aus allen EU-Staaten, China, Japan und Indonesien sollen dazu rund 50 Delegationen anreisen. Zehn davon gelten als besonders gefährdet, weil sie in Augen der G8-Gegner Kriminelle sein sollen.

Um sie alle zu schützen will die Polizei ums Rathaus sowie ums Atlantik-Hotel, dem vermeintlichen Hauptübernachtungsort der mutmaßlichen Gangster unter den Delegationen, zwei „Sicherheitsringe“ aufbauen.

Mit Demonstranten, von Janosch mutmaßlich als „Krawallmacher“ bezeichnet, wolle man aber nicht debattieren. „Sie bekommen die Härte des Gesetzes zu spüren“, soll er dem biederen Springer-Blatt gesagt haben.

Er lässt nun wieder eine „Gefangenensammelstelle“ an der Stresemannstraße herrichten, die zur Fußball-WM als „Hooligan-Knast“ in die Schlagzeilen geraten war. Jantosch: „Wir wollen die Rädelsführer von Krawallen möglichst früh abfischen, so dass sie gar nicht nach Heiligendamm kommen.“ Und das Hamburger Abendblatt schreibt: „Spezielle Vorführbeamte werden die Hardliner Haftrichtern zuführen, die über Präventivhaft während des G-8-Gipfels entscheiden.“

„Gefangenensammelstellen“ hießen im Hitler-Deutschland anders. Sie waren auch anders und was dort ablief, ist mit den Vorgängen der gegenwärtigen „Gefangenensammelstellen“ mutmaßlich (noch) nicht zu vergleichen.

G8-Gegner rechnen schon jetzt damit, dass es unter den Polizisten während der Demonstrationen wieder etliche Gewaltbereite gegen wird. In Uniform werden sie erwartungsgemäß auf die Demonstranten einprügeln, und in Zivil und als vermummte Demonstranten getarnt, wie schon mehrmals in Hamburgs berühmten Stadtteil St.Pauli bei Demonstrationen gegen Hamburgs ehemaligen Innensenator Schill geschehen, Gewalt schüren, um friedlich begonnene Demonstrationen eskalieren zu lassen.

Die Hamburger Polizeiführung erwartet tatsächlich viele Gewaltbereite, die sich unter die Demonstranten mischen werden. Kräftige Haue ist also angesagt.

Übrigens: Bei einer Anti-Schill-Demo erkannten uniformierte Polizisten ihre Zivil-Polizisten nicht und verprügelten sie, weil jene Flaschen nach ihnen geworfen hatten. Sie wurden auch verhaftet.

Vielleicht bleiben Ende Mai aber an den bevorstehenden „Hamburger Bürgerkriegstagen“ die echten Demonstranten weg und die Polizisten verprügeln sich in Hamburg gegenseitig. Dann wären die Presse-Berichte über die „Krawalle“ nichts weiter als schnöde Propaganda einer neoliberalen Clique.

Aber nicht alle Polizisten sind ohne Rückgrat und Hau-drauf-Typen. Einige, mit denen unsere Redaktion sprechen konnte, erwägen sich für die Tage krank schreiben zu lassen. Sie wollen nicht mit den als rechtsradikal gelten Polizisten aus Brandenburg, die zu dem Gipfel in Hamburg anreisen sollen, zusammen arbeiten. Nun, wir werden sehen was daraus wird.

vermischtes

Schweizer Neutralität geopfert?

Stephan Fuchs – Darauf waren wir stolz, darauf haben Länder in Krisenzeiten vertraut: Die Schweizer Neutralität. Verhandlungen auf sicherem Boden. Offensichtlich war die Neutralität nicht erst jetzt an der Nordwand durch den tragischen Unfall einem deutschen Tornado geopfert worden, sondern sie wurde, wie ein Schweizer Käse, schon lange ausgehöhlt. Wäre der deutsche Jet nicht abgestürzt, es hätte niemand gewusst, dass in der Schweiz überhaupt ausländische Jets Übungsflüge absolvieren – im Gegenzug trainieren Schweizer Jets im Ausland.


Man muss sich schon fragen, was teutonische Kampfflugzeuge im Lauterbrunnental zu suchen haben.
Simulation des Tornado-Flug bei den Trümmelbach-Wasserfällen im Lauterbrunnental.


Simulation des Tornado-Flugs bei Stechelsberg an der Schilthorn-Seilbahn im Lauterbrunnental.
3D-modeling: Peter Bratt (UK)
Szenerie, 3D-rendering und Montage: Harald Haack (D

Die Armee hat ungenügend Informiert
Die große Mehrheit der Bevölkerung wusste es nicht, war erstaunt ob der partnerschaftlichen Verträge. Die Reaktionen sind klar:
„Offenbar hat der Bundesrat neben dem Überflugsrecht über unser Land, das er längstens den verschiedensten Fluggesellschaften zugestanden hat, einigen NATO-Ländern die Erlaubnis gegeben, in unseren Alpentälern Übungsflüge mit Hochleistungsflugzeugen durchzuführen, obwohl er wissen mußte, wie allergisch ein großer Teil unserer Bevölkerung auf den Gehör zerstörenden Kampfjetfluglärm ist (Franz-Weber-Initiative mit weit über hunderttausend Unterschriften). Und das, ohne dass die Mitglieder der sicherheitspolitischen Kommissionen des National- und des Ständerats orientiert waren! Unglaublich!“ *

Eidgenossen wittern den Landesverrat selbst auf höchster militärischer Ebene:

„Haben wir unsere Souveränität de facto bereits an die NATO abgetreten? Man muss sich schon fragen, was teutonische Kampfflugzeuge im Lauterbrunnental zu suchen haben. Offensichtlich hat der für seinen mangelnden Respekt gegenüber dem Volkswillen berüchtigte Generalissimus Keckeis den Anschluss an die NATO bereits vollzogen.“ *

und

„Persönlich glaube ich immer mehr, dass unsere Militärflugplätze früher oder später in NATO-Hand sein werden, auch wenn man dies heute noch dementiert. Man kann das Ganze nämlich auch verwässern und mittels «Freundschaftspakten» so aushöhlen, dass am Schluss eben ausländische Bündnisse das Sagen haben. Warten wir’s ab.“ *

Das Volk zürnt
Als ein Schlag ins Gesicht empfinden die sich von der eigenen Armee verschaukelten Schweizer etwa, dass nicht der Drei-Sterne-General und Chef der Armee, Christophe Keckeis, oder SVP Verteidigungsminister Samuel Schmid an die „Front erzürnter Eidgenossen“ geschickt wurde, sondern nur der Pressesprecher Jürg Nussbaum. Gerade Keckeis, hätte dazu einiges zu sagen: Er kommandiert die beiden Teilstreitkräfte Heer und Luftwaffe, er wurde 1966 Pilot im Überwachungsgeschwader (UeG) und war danach ab 1968 über lange Jahre Berufsmilitärpilot mit bisher über 5.000 Flugstunden. 1974 wurde er Hauptmann und pilotierte eine Mirage IIIS. Ein Flieger-Profi, der den verwirrten Eidgenossen vieles klar und vielleicht richtig stellen konnte. Er tat es nicht.

Süffisant schreibt die rechts-konservative Zeitung Schweizerzeit von SVP Nationalrat Ulrich Schlüer:
„Dass Kampfpiloten, vorgesehen für politisch hoch brisanten Einsatz in einem äußerst gefährlichen internationalen Konflikt, in der neutralen Schweiz trainieren – das ist für Herrn Keckeis offensichtlich quantité negligeable. Neutralität? Unwert, darüber von hoher Armee-Warte noch Worte zu verlieren. Man erinnert sich: Schon vor Jahren wurde von der Armee-Spitze die Ansicht verbreitet, Neutralität sei etwas, das man getrost stillem Absterben überlassen könne.“

Laut Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), die als Bewilligungsbehörde auch dafür verantwortlich wäre, dass topografische Verhältnisse gebrieft werden, war es dem Piloten erlaubt gewesen mit einer Maximalgeschwindigkeit von 450 Stundenkilometer bis auf 300 Meter über Grund zu fliegen. Die Talbewohner protestierten mit außergewöhnlicher Schärfe gegen diese „gemeingefährliche Aussage“ eines Bundesamtes und die Berner Zeitung zitiert:

„Die Breite unseres Talbodens beträgt meistens weniger als 500 Meter, und an einigen Stellen ist bei einer Flughöhe von 300 Metern die Distanz zwischen den Felswänden weniger als 800 Meter. Zum Zeitpunkt des Tieffluges waren etliche Gleitschirme im Landeanflug, und die Helikopter der Basis Lauterbrunnen sind auch häufig im Einsatz. Hätte der tief fliegende Tornado plötzlich nach rechts (Westen) ausweichen müssen, wäre eine Kollision mit den Tragseilen der Schilthornbahn vorprogrammiert gewesen. Falls unsere Politiker die Notlage erkennen können, ist es jetzt allerhöchste Zeit, dass bei bestimmten Stellen des Verkehrsdepartementes mit größter Schärfe für Ordnung gesorgt wird. Zudem sind die Amtsträger und Behörden aller Gebirgstäler aufgefordert, eine sofortige Verschärfung der Gesetze für den Luftraum in unseren Tälern durchzusetzen, das heißt also ein völliges Verbot von Tiefflügen!“

Politiker wussten nichts
“Von Übungsflügen in dieser Art habe ich noch nicht gehört“, erklärt Nationalrat und Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) Paul Günter (SP) aus Därligen. „Übungen von ausländischen Jets wurden früher angekündigt“, meint Nationalrat Boris Banga, Sicherheitsexperte der SP. Banga findet solche Übungsflüge bedenklich, der Schweizer Luftraum sei schon so zu klein und beengt.


Die Tornado 46/47 kurz vor dem Take-off in Emmen

Das einzige, was für die Bundeswehr in der Schweiz wohl Trainingswert habe, seien die Berge. „Das riecht ein bisschen nach Ausbildung für Einsätze in Afghanistan.“ „Das ist der offizielle Beweis, dass die Schweiz kein neutrales Land ist“, erklärte Franz Weber, der die Initiative „Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten“ lanciert hatte. „Wenn die Initiative angenommen wäre, hätte der Flug nicht stattgefunden.“ Weber will mit einem offenen Brief an VBS-Vorsteher Samuel Schmid gelangen und eine Erklärung des Vorfalls verlangen.

Der Bundesrat und der Armeeschef Keckeis täten vielleicht gut daran, ihr Volk darüber aufzuklären, wer hier für was trainiert. Aber vermutlich sind die NATO und „geheime Abkommen“ wichtiger als das Recht der Eidgenossen, sich nicht in kriegerische Konflikte einlassen zu müssen. Mit der Opferung des Status Neutralität wird auch die Schweiz zur Kriegszone. Dann, mit Recht.

* Die Zitate stammen aus Leserbriefen, die Namen sind der Redaktion bekannt

Flugdatenschreiber des deutschen Tornado gefunden
Schweizer Behörden schuld am Tornado-Absturz?
Verkommt die Schweiz zum Kriegstrainingslager für Afghanistan?
Deutscher Tornado – Mal schnell über den Gletscher ziehen
Kein Witz – Bundeswehr-Tornado bei Lauterbrunnen abgestürzt

afrika

Simbabwes 27. Geburtstag: Kein Grund zum Feiern, ausser für Mugabe und seine Lakaien

Dr. Alexander von Paleske – Am 18 April 1980 um Mitternacht wurde der Union Jack eingeholt und die Fahne des neuen Staates Zimbabwe gehisst. Der Jubel der schwarzen Bevölkerung war grenzenlos, Mugabe, der Führer der Befreiungsbewegung ZANU wurde Ministerpräsident, Canaan Banana Staatspräsident.

Die Startbedingungen hätten nicht besser sein können. Zimbabwe war die zweitstärkste Wirtschaftsmacht Afrikas, nach der Republik Südafrika, mit einer starken exportierenden Landwirtschaft, Mineralien galore und einem florierenden verarbeitenden Sektor. Davon ist heute nichts mehr übrig geblieben.

27 Jahre danach – der wirtschaftliche Ruin
Die verarbeitende Industrie existiert nur noch in Resten, das Land kann sich, dank einer miserablen Landreform die einzig politischen Zwecken aber nicht einer gerechten Landverteilung diente, nicht mehr selbst ernähren. Die Arbeitslosenrate liegt mittlerweile bei etwa 80%.

27 Jahre nach Erringung der Unabhängigkeit gibt es – abgesehen für eine parasitäre Parteiclique – für die Bevölkerung nichts mehr zu feiern. Die Bevölkerung hungert, die Inflationsrate liegt zurzeit bei knapp 2000 Prozent, zum Jahresende soll sie bei 5000 Prozent liegen!


Wenigstens einer ist gut genährt in Zimbabwe: Robert Mugabe.

Mugabe hat anlässlich der Unabhängigkeit einen einzigen Erfolg nach 27 Jahren Unabhängigkeit benannt: Die Versuche des britischen Premiers Tony Blair abgewehrt zu haben, die Opposition an die Macht zu bringen, die er als Marionetten Großbritanniens bezeichnet. Diese wollten angeblich die Landreform und die Unabhängigkeit rückgängig zu machen. Ein Ablenkungsmanöver, das von den wahren Problemen und ihren Verursachern ablenkt.

Dabei hatte Mugabe in den Anfangsjahren wirklich etwas vorzuweisen, wenn man von dem Genozid im Matabeleland absieht. Das Schulsystem und das Gesundheitswesen waren Vorzeigeprojekte, die Analphabetenrate die niedrigste in Afrika, südlich der Sahara. Davon ist jetzt nichts mehr geblieben. In den staatlichen Krankenhäusern gibt es weder Medikamente in nennenswerter Zahl, noch ausreichend Ärzte.

Schwache Opposition
Während sich die Lage der Bevölkerung von Tag zu Tag verschlechtert, hat die Opposition unter dem früheren Gewerkschaftsführer Morgan Tsvangirai bewiesen, dass sie wieder mal nicht in der Lage ist, diesen Protest zu bündeln und mit Massendemonstrationen den Sturz von Mugabe herbeizuführen.

Der ehemalige Propagandaminister Mugabes, Professor Jonathan Moyo, dessen Amtszeit von Mugabes Gnaden im Jahre 2005 jäh endete, als er sich an einem innerparteilichen Putschversuch beteiligte, hat sich in einem längeren Zeitungsartikel über die Taktik Mugabes ausgelassen.

Zum Wahlkampf-Terror
Moyo, der während seiner Amtszeit auch den Spitznahmen Göbbels-Moyo führte, weil er die Medien nach seiner Amtsübernahme gleichschaltete und zu reinen Propagandamaschinen der Regierung machte, gleichzeitig die einzige unabhängige Tageszeitung „Daily News“ ausschaltete, bezeichnete zutreffend die jetzt allenthalben zu beobachtende Gewalt seitens des Regierungsapparates als Teil des Wahlkampfs Mugabes, der nur noch über Terror und Einschüchterung die Bevölkerung dazu bringen könnte, für ihn zu stimmen.

In den Townships der grösseren Städte besteht nachts de facto eine Ausgangssperre. Fahrzeuge ohne Nummernschilder patrouillieren und die Polizei schlägt wahllos auf Personen ein, z.B. an Bushaltestellen. Moyo muss es wissen, denn er selbst hat genau diese Taktik im Wahlkampf 2002 für Mugabe eingesetzt. Allerdings versuchte Mugabe damals seine Wahl noch durch die Landvergabe schmackhaft zu machen.

Verhandlungen ohne Aussicht auf Erfolg
Die Opposition setzt auf Verhandlungen mit Südafrika’s Präsident Thabo Mbeki als Vermittler. Nachdem Mbeki schon in den vergangenen fünf Jahren sich als Vermittler erfolglos versucht hatte, ist er zwar jetzt mit einem robusteren Mandat der Staatengemeinschaft des südlichen Afrika ausgestattet, aber Mugabe denkt gar nicht daran, seine Macht zu teilen, das hat er gerade heute wieder verkündet, jedenfalls nicht ohne dass er unter gewaltigen Druck gesetzt würde, wozu Südafrika alle Möglichkeiten hätte, ausser einem Präsidenten, der bereit wäre, die Druckmittel auch zu benutzen, nämlich Sperrung der Grenze und Abschaltung der Elektrizitätsversorgung.

Thabo Mbeki – Stark in Intrigen schwach im Regieren
Nelson Mandelas Nachfolger im Amte des Staatspräsidenten hat es zu keinem Zeitpunkt geschafft, aus dem Schatten seines Vorgängers herauszutreten. Zunächst die Irrfahrt in Sachen AIDS, wo er auf HIV-AIDS Leugner wie den deutschen Internisten Klaus Köhnlein gestützt, sich der absurden These anschloss, das HIV Virus sei nicht für AIDS verantwortlich. Erst nach sechsjähriger Irrfahrt eine zögerliche Kehrtwende. Dann die ausufernde Kriminalität und schliesslich Simbabwe.

Totalversagen in Sachen Simbabwe.
Wie der katholische Erzbischof von Bulawayo, Pius Ncube in einem Interview vor wenigen Tagen feststellte, hätte dies unter Nelson Mandela nie passieren können. Wohl wahr. Vielleicht eine kleine Begebenheit, die schon recht frühzeitig andeutete, wohin die Reise geht. Als der damalige nigerianische Diktator Sunny Abacha den Schriftsteller Ken Saro-Wiwa im Jahre 1995 am Galgen baumeln liess, da reagierte Nelson Mandela, damals Staatspräsident sofort. Mandela, der sich gerade zu einem Staatsbesuch in Neuseeland aufhielt, liess eine Verbalattacke gegen Abacha los, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig liess.

Thabo Mbeki, der ihn im Amt vertrat, war das alles sehr peinlich und er schwadronierte in Gegenwart eines Journalisten über die „Komplexität“ der Person Abachas. Auch kein Wort für die Preilassung des jetzigen Präsidenten Obasanjo, der sich damals im Gefängnis befand. Mit anderen Worten: Schwarze, insbesondere Präsidenten, gleichgültig was sie tun, müssen zusammenhalten.

Und nicht nur das, er versucht zur Zeit alles daranzusetzen, eine weitere Amtszeit als Präsident der Regierungspartei zu bekommen um anschliessend dann eine weitere Amtszeit als Staatspräsident zu erreichen, über eine Verfassungsänderung.

Die Intrigenmaschine ist gut geölt, die Angriffe gegen vermeintliche Mitbewerber laufen über die „City Press“ und deren Chefredakteur Mathata Tsedu, eine Wochenzeitung, die sich „Distinctly African“ nennt. Letzte Woche war Tokyo Sexwale an der Reihe, ein möglicher Kandidat für das Amt des Staatspräsidenten. Daneben laufen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Jacob Zuma, den ehemaligen Vizepräsidenten auf Overdrive.

Alles in allem keine guten Aussichten.

SIMBABWE – Polizei mordet, Minister buddeln nach Diamanten
Machtkampf am Kap
Tokyo Sexwale nächster Präsident Südafrikas?
Simbabwe – Katholische Bischöfe warnen vor Massenaufstand
Simbabwe – Streiks im Öffentlichen Dienst
Söldner für das letzte Gefecht – Angolanische Crack-Unit kommt nach Simbabwe“
Erzbischof greift Südafrikas Haltung im Simbabwe-Konflikt an
Simbabwe – Regierungsterror ohne Ende
Simbabwe vor Bürgerkrieg
Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe
Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert
Mugabes Ende naht, Polizei schiesst mit scharfer Munition.
Zimbabwes Diktator Mugabe feiert seinen 83. Geburtstag – und sein Volk hungert
Ob die Israelis noch zuhören? Seht euch Zimbabwe an!
Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies

spionage

Missing CIA Prisoners

Joanne Mariner – Last September, 14 detainees were transferred from secret CIA prisons to military custody at Guantanamo Bay. In a televised speech on September 6, President Bush declared that with those 14 transfers, no prisoners were left in CIA custody.

Bush’s announcement raised the immediate question of what happened to the other detainees. Although it is not known precisely how many detainees were held in CIA prisons between 2002 and 2006, it is certain that there were many more than 14 of them.

Estimated Numbers
Estimates of the number of detainees held by the CIA over the course of its detention and interrogation program vary. The Washington Post, whose ground-breaking reporting revealed the outlines of the CIA program, described a two-tier system of detention.

It said that some 30 „major terrorism suspects“ were held at high-security prisons operated exclusively by CIA personnel, while an additional 70 less important suspects were transferred to prisons run by other countries‘ intelligence services. The major suspects, also known as „High Value Targets,“ were alleged top al-Qaeda leaders, not „foot soldiers.“

The picture emerging from the accounts of former prisoners, however, suggests that these numbers are understated, and that the true picture is more complex. For example, at the prison in Afghanistan where German detainee Khaled el-Masri was held, the guards were Afghan, but the interrogators, the main director, and the people responsible for prisoner transport appeared to be CIA. So while prisoners had daily contact with Afghan personnel, all of the important decisions regarding detention, treatment, and release were made by Americans.

And after a wave of arrests in 2003 and 2004, a number of minor suspects were apparently held by the CIA. For example, the so-called Dark Prison in Afghanistan, which appears to have been operated solely by CIA personnel, held a substantial number of detainees who were not top terrorism suspects.

Human Rights Watch knows of some 20 prisoners previously held at that facility who are currently held at Guantanamo, as well as a former detainee who was released from Guantanamo. The majority of these prisoners (and obviously the one who was released) would not be considered major suspects.

Similarly, former prisoners interviewed in 2005 by Amnesty International and in 2006 by Human Rights Watch were far from top suspects–they were eventually released without charge. Yet they too were held in prisons with only American staff, as well as with the extreme high-security arrangements characteristic of the CIA.

Names of the Missing
Human Rights Watch has the names of more than 70 people who may have been held in secret CIA prisons at some point between 2002 and 2006. The people who are of greatest concern at present are the ones who remain „disappeared.“

Based on detainee testimonies, press articles, and other sources, Human Rights Watch has put together a list of 16 people whom it believes were once held in CIA prisons and whose current whereabouts are unknown. Human Rights Watch has also compiled a separate list of 22 people who were possibly once held in CIA prisons and whose current whereabouts are unknown.

The people listed below — whose name, nationality, and place and date of arrest are given, if known — are believed to have once been held in secret CIA prisons:

1. Ibn al-Shaykh al-Libi (Libyan) (Pakistan, 11/01) (possibly transferred to Libya in early 2006)
2. Mohammed Omar Abdel-Rahman (aka Asadallah) (Egyptian) (Quetta, Pakistan, 2/03)
3. Yassir al-Jazeeri (Algerian) (Lahore, Pakistan, 3/03)
4. Suleiman Abdalla Salim (Kenyan) (Mogadishu, Somalia, 3/03)
5. Marwan al-Adeni (Yemeni) (arrested in approximately 5/03)
6. Ali Abd al Rahman al Faqasi al Ghamdi (Saudi) (Medina, Saudi Arabia, 6/03)
7. Hassan Ghul (Pakistani) (northern Iraq, 1/04)
8. Ayoub al-Libi (Libyan) (Peshawar, Pakistan, 1/04)
9. Mohammed al Afghani (Afghan born in Saudi Arabia) (Peshawar, Pakistan, 5/04)
10. Abdul Basit (probably Saudi or Yemeni) (arrested before 6/04)
11. Adnan (arrested before 6/04)
12. Hudeifa (arrested before 6/04)
13. Mohammed Naeem Noor Khan (aka Abu Talaha) (Pakistani) (Lahore, Pakistan, 7/04)
14. Muhammad Setmarian Naser (Syrian/Spanish) (Quetta, Pakistan, 11/05)
15. Unnamed Somali (possibly Shoeab as-Somali)
16. Unnamed Somali (possibly Rethwan as-Somali)
In addition, the following people may have once been held in secret CIA prisons:
1. Abd al-Hadi al-Iraqi (presumably Iraqi) (1/02)
2. Anas al-Liby (Libyan) (Khartoum, Sudan, 2/02)
3. Retha al-Tunisi (Tunisian) (Karachi, Pakistan, early- to mid-2002)
4. Sheikh Ahmed Salim (aka Swedan) (Tanzanian) (Kharadar, Pakistan, 7/02)
5. Saif al Islam el Masry (Egyptian) (Pankisi Gorge, Georgia, 9/02)
6. Amin al-Yafia (Yemeni) (Iran, 2002)
7. al-Rubaia (Iraqi) (Iran, 2002)
8. Aafia Siddiqui (Pakistani) (Karachi, Pakistan, 3/03)
9. Jawad al-Bashar (Egyptian) (Vindher, Balochistan, Pakistan, 5/03)
10. Safwan al-Hasham (aka Haffan al-Hasham) (Saudi) (Hyderabad, Pakistan, 5/03)
11. Abu Naseem (Tunisian) (Peshawar, Pakistan, 6/03)
12. Walid bin Azmi (unknown nationality) (Karachi, Pakistan, 1/04)
13. Ibad Al Yaquti al Sheikh al Sufiyan (Saudi) (Karachi, Pakistan, 1/04)
14. Amir Hussein Abdullah al-Misri (Egyptian) (Karachi, Pakistan, 1/04)
15. Khalid al-Zawahiri (Egyptian) (South Waziristan, Pakistan, 2/04)
16. Musaab Aruchi (aka al-Baluchi) (Pakistani) (Karachi, Pakistan, 6/04)
17. Qari Saifullah Akhtar (Pakistani) (arrested in the UAE, 8/04)
18. Mustafa Mohamed Fadhil (Kenyan/Egyptian) (eastern Punjab, Pakistan, 8/04)
19. Sharif al-Masri (Egyptian) (Pakistan border, 8/04)
20. Osama Nazir (Pakistani) (Faisalabad, Pakistan, 11/04)
21. Osama bin Yousaf (Pakistani) (Faisalabad, Pakistan, 8/05)
22. Speen Ghul (from Africa) (Pakistan)

Fate of the Missing
The crucial, unanswered question is: Where are all these people now? One concern is that the US may have transferred some of them to foreign prisons where for practical purposes they remain under CIA control.

Another worrying possibility is that prisoners were transferred from CIA custody to places where they face a serious risk of torture, in violation of the fundamental prohibition on returns to torture. Given that some of the missing prisoners are from Algeria, Egypt, Libya, and Syria — countries where the torture of terrorism suspects is common — this possibility is more than speculative.

Human Rights Watch sent a letter to President Bush on February 26 asking that he disclose the identities, fate, and current whereabouts of all prisoners held for any period of time at facilities operated or controlled by the CIA since 2001. It reminded him that persons „disappeared“ into US custody who have since been transferred elsewhere remain the legal obligation of the United States so long as their fate or whereabouts remain unknown.

The letter recalled the plea of the wife of one such man whose current whereabouts are unknown. „What I’m hoping,“ she said, „is if [my children] find out their father has been detained, that I’ll at least be able to tell them what country he’s being held in, and in what conditions.“

Pentagon Attacks Lawyers of Guantanamo Detainees
Soviet-era compound in northern Poland was site of secret CIA interrogation, detentions
Rendition Flights
Torture
Bob Lady
Italy Wiretapping Scandal
Landungsdaten im Allerheiligsten der CIA
Dreist: Folterflieger in Zürich gelandet
Kurnaz: Gefoltert und in Fesseln nach Hause geschickt
BAZL-Direktor bestätigt CIA Flüge
Bush gibt Gefangenenflüge über Europa zu
Flugdatenanalyse: N35NK
CIA-Flüge nach Baku

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Unglück

Im Tiefflug

German Foreign Policy – Mit regelmäßigen Luftwaffentrainings nutzt Berlin das Territorium der Schweiz für eigene Kriegsvorbereitungen. Dies macht der Absturz eines deutschen Tornados in den Alpen nahe Bern deutlich. Übungen deutscher Kampfflugzeuge und Militärhubschrauber im dortigen Hochgebirge sind nicht unüblich, räumt das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport nach dem tödlichen Unfall ein. Mit den Trainingsflügen bereitet sich die Bundeswehr auf Gewaltoperationen in schwierigem Gelände vor. Sie folgt damit dem Beispiel britischer Spezialtrupps, die bereits vor Jahren in der Schweiz für den Kampfeinsatz am Hindukusch übten.


Foto: Simulation – „Wir sind Himmelfahrtkommandos gewöhnt“
3D-modeling: Peter Bratt (UK)
Szenerie, 3D-rendering und Montage: Harald Haack (D)

Die Vereinnahmung des ehemals neutralen Landes durch mehrere NATO-Staaten stößt auf Kritik. Man dürfe nicht zum „Kriegstrainingslager“ der westlichen Interventionsmächte verkommen, heißt es in Schweizer Medienkommentaren. Die deutsche Luftwaffeneinheit, zu der die zerschellte Maschine gehörte („Jagdbombergeschwader 32“), hat 1999 am Überfall auf Jugoslawien teilgenommen und hält sich gegenwärtig für die Bekämpfung möglicher Unruhen in Serbien bereit. „Wir sind Himmelfahrtkommandos gewöhnt“, sagt ein deutscher Tornado-Pilot im Gespräch mit dieser Redaktion. „Egal ob über Serbien, der Schweiz oder in Afghanistan… Unsere Ausfälle sind kriegsbedingt. Sie sind eingerechnet.“

Der deutsche ECR-Tornado, eine Maschine, die auf die Tiefflug-Bekämpfung gegnerischer Radaranlagen spezialisiert ist, stürzte während eines regulären Übungsflugs über Schweizer Hoheitsgebiet ab. Die Besatzung war nach Angaben der Bundeswehr am vergangenen Donnerstag auf dem französischen Luftwaffenstützpunkt Solenzara (Korsika) gestartet und befand sich auf dem Rückweg ins deutsche Lechfeld. Nach einer Zwischenlandung änderte der Kampfflieger die Zielrichtung und setzte zu einem Bogenmanöver durch die Schweizer Alpen an. Tiefflüge in den dortigen Hochgebirgstälern gelten wegen der zerklüfteten Landschaft und der schwer zu berechnenden Thermik als Herausforderung und sind prestigeträchtiges Element einer exzellenten Ausbildung. „Das ist notwendig“, sagt ein deutscher Tornado-Pilot, der anonym bleiben will, weil er Disziplinarmaßnahmen befürchtet. „Das Training orientiert sich an Kriegseinsätzen. Dafür sind wir da. Alles andere ist beruhigendes Gerede für die Öffentlichkeit.“

Übungskampagnen
Der deutsche ECR-Tornado zerschellte nur wenige Minuten nach einer Zwischenlandung. Dem Piloten war es nicht gelungen, seine aus dem Tal kommende Maschine über die steil ansteigenden Felsen zu manövrieren. Übungsflüge der deutschen Luftwaffe in der Schweiz sind nach Auskunft des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport nicht ungewöhnlich. Während ausländische Kampfflieger „(n)ur vereinzelt“ Trainings in den Schweizer Hochgebirgstälern durchführen dürfen (angeblich jährlich rund 20), halten Hubschraubereinheiten der Bundeswehr dort „(w)ochenweise Kampagnen“ ab, um die Bewegung in den Tälern und an Berghängen zu erlernen.[1] Riskante Tiefflüge bis zu einer Höhe von 300 Metern über dem Talboden bzw. 100 Metern über den Bergkuppen sind zugelassen, obwohl sie die Bevölkerung belästigen und gefährden. Eine „aktive Kontrolle“ der militärischen Flugbewegungen sei unmöglich, da „im Gebirge oft kein Radarkonktakt“ hergestellt werden könne, erklärt das Berner Verteidigungsministerium.[2] Den Freibrief für gefährliche Flugmanöver machen sich neben der deutschen Luftwaffe auch die Luftstreitkräfte Frankreichs, Italiens, Österreichs, Belgiens und der Niederlande zunutze.

Verflechtung
Wie es in Bern heißt, ist die Öffnung der fliegerisch attraktiven Schweizer Berglandschaft für Militärs aus NATO-Staaten Teil eines umfassenden Kooperationssystems, mit dem das ehemals neutrale Land zum Teilhaber der westlichen Kriegsexpansion wird.[3] Die Verflechtung erstreckt sich inzwischen auch auf Besatzungsaktivitäten: Rund 200 Schweizer Militärs sind im NATO-Rahmen in Serbien stationiert, weitere wurden nach Afghanistan kommandiert und sind dort ebenfalls dem westlichen Kriegsbündnis unterstellt. Zudem stellt die Schweiz den EU-Truppen in Bosnien-Herzegowina Personal und Hubschrauber zur Verfügung.

Trainingslager
Nach dem Absturz des deutschen Kampfflugzeugs kommt es wegen der NATO-Trainingsmaßnahmen auf dem Territorium der ehemals neutralen Schweiz zu innenpolitischen Spannungen. „Das riecht ein bisschen nach Ausbildung für Einsätze in Afghanistan“, urteilt ein Sicherheitsexperte aus dem Berner Nationalrat über die offen zutage getretene deutsche Praxis, in den Hochgebirgstälern des Landes Tiefflüge zu üben.[4] Die Schweiz dürfe nicht zum „Kriegstrainingslager für Afghanistan“ verkommen, warnen Medienkommentare.[5] Tatsächlich nützen die Flugübungen unter schwierigen Bedingungen nicht nur dem Bundeswehreinsatz in den Bergen des Hindukusch; auch Berliner Militäraktivitäten in anderen besetzten Staaten profitieren von der deutsch-schweizerischen Kriegskooperation. So wird das „Jagdbombergeschwader 32“, zu dem das zerschellte Kampfflugzeug gehörte, seit beinahe zwölf Jahren schwerpunktmäßig im Luftraum des ehemaligen Jugoslawien eingesetzt. Dort waren die deutschen Jagdbomber an tödlichen Gewaltoperationen gegen Belgrad beteiligt.

Arbeitsteilung
Im Juli 1995 verlegte Berlin ECR-Tornados des Bombergeschwaders 32 auf den italienischen Luftwaffenstützpunkt Piacenza, von wo aus die Flugzeuge am 7. August 1995 zum ersten ausländischen Kampfeinsatz nach dem Zweiten Weltkrieg starteten: Sie flankierten US-Maschinen im Luftraum über Sarajewo und ermöglichten die Ausschaltung der jugoslawischen Flugabwehr. Mit derselben Aufgabe war das Geschwader vom 24. März bis zum 11. Juni 1999 am nächsten Überfall auf Jugoslawien beteiligt. Wie die Bundeswehr einräumt, wurden dabei in mehr als 2.100 Flugstunden rund 450 Einsätze geflogen und über 230 „HARM-Raketen“ auf jugoslawische Stellungen gefeuert – „zum Schutz der NATO-Flugzeuge vor Boden-Luft-Raketen“. „Tatsächlich wurde, wann immer eine Rotte ECR über dem Kosovo patrouillierte, nicht ein einziges alliiertes Flugzeug erfolgreich beschossen“, lobt sich die Bundeswehr über ihre Rolle im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Belgrad.[6]

Fester Bestandteil
Während die RECCE-Tornados des „Aufklärungsgeschwaders 51“ („Immelmann“), die von 1995 bis 1999 gemeinsam mit den ECR-Tornados in Jugoslawien im Einsatz waren, in den kommenden Tagen ihren ersten regulären Flug in Afghanistan durchführen [7], ist das „Jagdbombergeschwader 32“ laut Mitteilung der Luftwaffe „nach wie vor fester Bestandteil der Bündnisplanungen zur Friedenssicherung“ in Südosteuropa.[8] Die irreführende Sprachregelung will zum Ausdruck bringen, dass sich Maschinen des Unfallgeschwaders zur Bekämpfung möglicher Unruhen in Serbien bereithalten. Auf schwierige Flugbedingungen sind die Piloten vorbereitet. Wie schon 1999 sind sie mit ihren ECR-Tornados in der Lage, in den zerklüfteten Gebirgstälern des Landes feindliche Radaranlagen zu überwinden und auszuschalten – im Tiefflug nach Schweizer Art.

Logik
„Es ist ja nicht der erste Tornado-Unfall“, sagt der Bundeswehr-Pilot im Gespräch mit dieser Redaktion. „Es sind inzwischen über 50 Maschinen, die verloren gingen oder stark beschädigt wurden, und das mit steigender Tendenz. Das ist jetzt nur stärker aufgefallen, weil es sich nicht (auf den Übungsflügen) in den USA oder Kanada abgespielt hat, sondern über der Schweiz… Es werden noch mehr runterkommen. Das ist die Logik der weltweiten Einsätze. Das ist eingerechnet.“

Quellen:
[1], [2] Factsheet Navigationsflüge; Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS 13.04.2007
[3] Schweizer Luftwaffe am Nordic Air Meet 2006 in Norwegen; Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS 25.09.2006
[4] Fragen nach Nato-Einsätzen und der Zuständigkeit; Jungfrau Zeitung 13.04.2007
[5] Verkommt die Schweiz zum Kriegstrainingslager für Afghanistan?; oraclesyndicate.twoday.net/stories/3569888/
[6] Geschichte der 1./JaboG 32; http://www.321tigers.de/
[7] s. dazu Kriegsbeihilfe
[8] Das Jagdbombergeschwader 32; http://www.luftwaffe.de

Dieser Artikel wurde erstmalig am 15.407 bei German-Foreign-Policy.com publiziert.

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deutschland

Der Eklat um die Rede Oettingers

Kommentar von Karl Weiss – Die Heuchelei feiert mal wieder fröhliche Urständ. Alle möglichen Politiker und sonstige feine Herren halten es für angebracht, nun auf Oettinger einzudreschen, weil er gesagt hat, was die CDU immer gesagt hat. Nur soll das jetzt falsch sein. Und die ganzen Jahre seit 1948 war es richtig, meine Herren, oder was?

Als die CDU unter Führung Adenauers im Jahr 1948 die Geschicke des eben gegründeten Bundesrepublik übernahm, da wurde sie schnell von einem religiösen Debattierklub vom Typ „Zentrum“ zu einer gestandenen Partei des neuen Staates, der als Speerspitze des Antikommunismus herhalten sollte.

Als solche war sie Anziehungspunkt für viele Faschisten, die noch in der Bundesrepublik lebten (und das waren etwa 1 Million) und so strömten sie in die CDU (jedenfalls diejenigen unter ihnen, die noch nicht genug von der Politik hatten), die einen Zugang zu den Fleischtöpfe versprach, was andere, winzige nationale Parteigruppierungen nicht bieten konnten.

Adenauer und die anderen Parteigrößen hatten klare Parolen ausgegeben:

Lassen wir die Vergangenheit ruhen, das war damals! (zu diesem Zeitpunkt gerade einmal drei Jahre her!).

Es bringt niemand etwas, wenn wir nun Zehntausende von Faschisten (genannt kleine Mitläufer) von Gerichten aburteilen lassen. Es gibt wichtige Tagesaufgaben!

Der Kommunismus droht zu einer Gefahr für das ganze kapitalistische System (genannt Marktwirtschaft und Demokratie) zu werden. Wir müssen ihn zusammen mit den Freunden aus Amerika bekämpfen!


Staatssekretär Hans Globke – Fanatischer Faschist (rechts) und Adenauer

Das war nach dem Geschmack des antikommunistischen Sumpfs rechts außen. Man strömte in die neue Regierungspartei, machte sich dort breit, bekämpfte die religiösen Politiker in der Partei, die sich vom Faschismus distanzieren wollten (siehe Ahlener Programm der CDU von 1947) und Adenauer (mag er gegen den Faschismus gewesen sein, nun aber benutzte er reihenweise Faschisten als willige Helfer) war jener, der lautesten die „kleinen Mitläufer“ verteidigte.

Fanatische Staatssekretäre
Es bräuchte hier nicht ausdrücklich erwähnt zu werden, dass Adenauer mit Hans Globke einen fanatischen Faschisten zu einem seiner Staatssekretäre machte, wenn dieser Fakt in den Massenmedien nicht unterdrückt würde. Globke hatte den hauptsächlichen offiziellen faschistischen Kommentar zu den Nürnberger Rassengesetzen geschrieben, dem Hitler-Gesetz, das die Grundlage der ganzen Verfolgung von Juden und anderen „Nicht-Ariern“ war, also jenen Kommentar, den nun jeder Staatsanwalt hatte und der nun auf jedem Richtertisch der faschistischen Herrschaft lag, wenn die Fragestellung in irgendeiner Weise „Rassenfragen“ betraf und das war fast immer der Fall in der Hitlerherrschaft. Kurz: Globke war der juristische Spitzen-Interpret der faschistischen Rassentheorie.

Damit war Globke unmittelbar mitverantwortlich für den Holocaust und andere Massenmorde.

Das war die junge Bundesrepublik. Die faschistische Epoche wurde einfach ausgeblendet, als wäre sie nie geschehen. Die Verbrecher wurden nicht abgeurteilt, die Richter aus der faschistischen Zeit (so wie auch Filbinger) wurden alle wieder in Richterstellen berufen und in den Schulen wurde in Geschichte nichts über jene Epoche gelehrt oder verdreht (der Autor ist Zeuge dessen, er war in den fünfziger und sechziger Jahren auf jenen Schulen, die umbogen und verdrehten, dass es eine Art hatte. Meistens war „leider“ bereits das Schuljahr zu Ende, wenn man den 1.Weltkrieg abgehandelt hatte). Die „Süddeutsche“ nennt diese Zeit in einem ihrer Kommentare zu dieser Sache „Verharmlosung, Leugnung und Amnestie der NS-Täter“.

Schiessbudenfiguren
Die CDU regierte bis 1969. Sie war Hort und Ausgangspunkt dieser bewussten Politik, Adenauer ihr Hauptträger. Eine Zeit lang konnte die CDU sogar in Deutschland allein regieren, später dann mit der FDP, de ebenfalls ein wichtiger Hort von Faschisten war. FDP-Vorsitzender war Ritterkreuzträger Mende, der bis zu seinem Tod verteidigte, die Hitler-Wehrmacht habe nie ein Verbrechen begangen. Der FDP-Politiker Achenbach zum Beispiel verfolgte Jahrzehnte lang das Projekt einer offiziellen Amnestie aller faschistischen Verbrecher. Die offizielle Bundesrepublik hat sie zwar faktisch fast alle amnestiert, aber nie gewagt eine offene Amnestie zu beschließen.

Als 1966 die Große Koalition gebildet wurde, machte man eine Schießbudenfigur, den damaligen baden-württembergischen Präsidenten Kiesinger (ebenfalls ein, wenn auch kleiner, Faschist) zum Bundeskanzler, weil man offenbar eine schwache Figur brauchte.

Im Zuge dieses „Falls nach oben“ brauchte man einen neuen Ministerpräsidenten im Südwest-Bundesstaat und da kam nur die zweitstärkste CDU-Figur hinter Kiesinger, der Faschist Filbinger, in Frage. So kam er zur Ministerpräsidentschaft wie die Jungfrau zum Kind.

Nun war hier allerdings ein Tabu gebrochen, denn die Bundesrepublik hatte bis dahin immer darauf geachtet, dass Faschisten mit nachweislichen Ämtern und Zusammenhängen mit Tötungen während der faschistischen Herrschaft nicht in höchste Ämter gelangten. Das höchste, was es je gab, war eben jener Globke als Staatssekretär. Der Kanzler, der Präsident, die Ministerämter im Bund sowie die Ministerpräsidenten der Länder, da hatte man bis dahin darauf geachtet, dass man keine zu grossen Angriffsflächen bietet.

Wo waren die Grünen?
Wo waren sie alle, die SPD-Politiker und jene heutigen Grünen, die jetzt lauthals hinausposaunen, Oettinger habe Unsägliches gesagt, wo war der Zentralrat der Juden und viele viele Andere, als Filbinger Ministerpräsident wurde, als das Neckarstadion umbenannt wurde, als Globke Staatssekretär wurde, als Filbinger dann 1976 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU wurde. Wo waren die Medien, die heute heuchlerisch schreiben, Oettinger sei zu weit gegangen, ja sogar das Wort „Geschichtsklitterung“ in den Mund nehmen, so als ob dieses Wort nicht ein Synonym für „Bundesrepublik“ wäre.

Nein, diese Bundesrepublik ist unheilbar mit Faschisten und dem Faschismus verbunden. Die wesentlichen Anzeichen dafür sind nicht die vielen kleinen Gruppen von Neo-Faschisten, die über friedliche Bürger herfallen. Sie sind vielmehr die Politiker, die über andere Länder herfallen (Serbien, Afghanistan). Wenn man den Bogen zur heutigen Politik schlägt (Tornado-Einsätze in Afghanistan, die zu massenweise Ziviltoten führen), dann wird deutlich, wer hier heuchelt. Wo ist der Protest von Ralph Giordano gegen den „Krieg gegen den Terror“?

Jawohl, Filbinger war Faschist. Er war nicht nur Militärrichter in einem System, das Tausende von angeblichen Deserteuren, „Feiglingen vor dem Feind“ usw. hat hinrichten lassen, er war nicht nur beteiligt an Todesurteilen noch wenige Tage vor Kriegsende, als die Niederlage längst besiegelt war, gegen junge Menschen, die nichts wollten als bis zum Kriegsende überleben, er war auch in der SA bereits als junger Mensch und dazu wurde keiner gezwungen.

Und noch in britischer Gefangenschaft verurteilte Filbinger am 29. Mai 1945- das Deutsche Reich hatte am 8. Mai 1945 bedingungslos kapituliert – den Soldaten Kurt Petzold wegen „Gesinnungsverfalls“ zu sechs Monaten Gefängnis. Dieser hatte angetrunken seinen Batteriechef als „Nazihund“ beschimpft und sich das Hakenkreuz von der Uniform gerissen. Die Briten hatten diese „Feldgerichte“ in Norwegen nach Kriegsende „zur Aufrechterhaltung der Disziplin“ in den Gefangenenlagern weiterbestehen lassen.

Vieles bleibt ausgespart
Alle diese Fakten waren bekannt. Vielen schon, als er Ministerpräsident wurde, auch dem letzten noch, als 1976 die Debatte entbrannte, ob er Ministerpräsident bleiben könne und als er 1978 Hochhut prozessierte. Hochhut durfte nach dem Urteil Filbinger einen „unsäglichen Richter“ nennen.

Viel mehr aber – und das wird bei den heutigen Debatten ausgespart – Filbinger hat nie auch nur ein Wort verloren über die faschistische Herrschaft, das nicht entweder positiv war oder verschwurbelte Allgemeinplätze brachte („jene dunklen Zeiten der deutschen Geschichte“, „die dunklen Wolken weit in der Vergangenheit am Himmel über Deutschland“), um nur keine Kritik am Faschismus betreiben zu müssen. Das gleiche gilt aber eben nicht nur für Filbinger, das gilt für Generationen von CDU-Politikern .

Langes Mäntelchen über brauner Unterhose
Das gleiche Geschwurbel hat man von Adenauer gehört, von Kiesinger, von Kohl, von Teufel, dem Vorgänger Oettingers. Der hat sogar ausdrücklich erklärt, Filbinger sei Opfer einer Diffamierungskampagne gewesen.

Und noch mehr erkennt man die Herren, die sich nur ein Mäntelchen über ihre braunen Unterhosen gezogen haben, wenn es heute um aktuelle Politik geht, wenn die Immigration zur Ursache der Kriminalität erklärt wird, wenn angesichts eines Überfalls von Neofaschisten auf einen Ausländer erklärt wird, man wisse nichts über die Motive, wenn die Überwachung von Oppositionellen soweit ausgeweitet werden soll, dass man von einer Faschisierung des Staates sprechen kann.

Insoweit ist weit symptomatischer, das Bild zu sehen, auf dem Schäuble sich im Rollstuhl die Mühe gemacht hat, zur Bahre Filbingers zu reisen und ihm dort die Ehre zu erweisen.

JUden sollen das Maul halten?
Insofern sind die letzten bekannten aktuellen Äußerungen des brandenburgischen Innenministers oder jene des bayerischen Noch-Innenministers weit mehr Ursache von Bedenken über aufkeimende neue faschistischen Tendenzen als jene Oettingers über die Vergangenheit. Wo hörte man da den Zentralrat der Juden? Ist der nicht gegen neuen Faschismus, nur gegen den, der 1945 unterging und dem hierzulande zu viele nachtrauerten?

Nein, diese CDU hat sich nie vom Faschismus distanziert und soweit sie es tat, waren es Lippenbekenntnisse, so wie jetzt, wenn Oettinger sich von sich selbst distanziert.

Natürlich hat man Recht, wenn die unglaubliche Äußerung des Chefs der baden-württembergischen CDU-Abgeordneten zurückgewiesen wird, die Juden sollten gefälligst das Maul halten, sonst würden sie Antisemitismus provozieren. Doch es ist nicht Brunnhuber, der das sagt, es ist der Vorsitzende der grössten Landesgruppe der CDU im Parlament!

Vergessen wir nicht, der Faschismus kommt nicht von Glatzköpfen auf den Strassen, er kommt von Leuten, die gewählt wurden.
Dies alles gilt nicht für die Ost-CDU. Sie hat eine andere Geschichte, andere Wurzeln. So kam es zu der fast unglaublichen Aussage einer Bundeskanzlerin über einen Ministerpräsidenten ihrer eigenen Partei, ‚er hätte das besser nicht gesagt’. Das ist ohne Beispiel, zeigt aber auch die Zerrissenheit innerhalb der Partei, die mehrere (mindestens zwei) Parteien in sich trägt, eine rechts-populistische vom Typ Schill-Beckstein-Brunnhuber-Filbinger-Schönbohm-Schäuble und eine erzkonservative, neoliberale, in enger Beziehung mit der Industrie und den Banken stehende, teilweise religiös angehauchte auf der Seite von Merkel.

Wer den Überwachungsstaat anstrebt, wer andere Länder überfällt, wer Komplize der Foltermacht USA ist, wer vom notwendigen Weltkrieg gegen den Islam schwafelt, der muss unser Hauptaugenmerk als gefährlicher Politiker mit faschistoiden Tendenzen haben. Dagegen sind die Äußerungen Oettingers ‚peanuts’.

Vergessen wir nicht, der Faschismus kommt nicht von Glatzköpfen auf den Strassen, er kommt von Leuten, die gewählt wurden, innigste Beziehungen zu industriellen Kreisen haben und dann die Rechte der Bürger in handstreichartigen Aktionen aufheben und die Oppositionellen inhaftieren.

Vergessen wir nicht, was uns die heroischen Widerstandskämpfer gegen den deutschen Faschismus als Erbe hinterlassen haben: DER SCHOSS IST FRUCHTBAR NOCH, AUS DEM DAS KROCH!

spionage

CIA-Fax-Affäre: Blick Journalisten freigesprochen

Stephan Fuchs– Das Militärgericht 6 hat die drei angeklagten Journalisten vom Vorwurf der Verletzung militärischer Geheimnisse freigesprochen. Die Verfahrenskosten gehen zu Lasten des Staates, die Angeklagten erhalten 20’000 Franken Entschädigung.

Am 8. Januar 2006 veröffentlichte der «SonntagsBlick» ein klassifiziertes Dokument der Führungsunterstützungsbasis der Armee. Aufgrund dieser Publikation erhob der Auditor des Militärgerichts 6 Anklage wegen Verletzung militärischer Geheimnisse im Sinne von Art. 106 Abs. 1 des Militärstrafgesetzes.

Die Arbeit des Strategischen Nachrichtendienstes (SND) sei zwar beeinträchtigt worden, befand das Gericht in der Urteilsbegründung. Eine Verletzung militärischer Geheimnisse stellte es aber nicht fest. Dass die Reputation des SND gelitten habe, sei im betreffenden Fall kein Tatbestand.

In ersten Reaktionen zeigte sich die Mediengewerkschaft comedia erleichtert über das Urteil des Militärgerichts 6 in St. Gallen. «Das Urteil hat wegweisenden Charakter».

Drei Schweizer Journalisten kommen vors Militärgericht
Der Schlapphut
Schweiz: Mann wegen CIA-Fax in Haft
Schweizer Faxaffäre: Regierung verliert die Nerven
VBS Beamte abgeführt
Geheim-Fax lag im Intercity
Militärgericht hebt SonntagsBlick-Urteil auf
Brigade 41 – Sie liefern perfekte Leistungen ab
ONYX – Die langen Ohren der Schweiz
Spionage leicht gemacht
CIA-Agenten im Internet enttarnt
Meisterleistung oder tückische List?
Schweizer Militär am kuschen?
Helvetia schläft mit dem Boss! Und der Boss ist die CIA

deutschland

Politiker nach der Karriere: Ächten keine schlechte Idee

Karl Weiss – Ächten solle man die Arbeitslosen, die Schwindler, die sich Vorteile zu erschleichen versuchen, sagte SPD-Struck dem ‚Spiegel’. Hmmm, eigentlich keine schlechte Idee. Greifen wir doch einmal seinen Vorschlag auf und ächten wir alle, die sich ungerecht Vorteile verschaffen, so zum Beispiel jene Politiker, die sich hohe Pensionen zuschanzen und jene, welche Unternehmen Vorteile verschafft haben und dann nach ihrer Karriere bei diesem Unternehmen unterkommen.

Und auch die anderen in dicken Posten nach der Politlaufbahn und jene Abgeordneten und Minister, die Jahr um Jahr ihr Diäten und Spesengelder hochschrauben in unerreichbare Höhen. Jene Superreiche, die den deutschen Staat um geschätzte 200 Milliarden Steuereinnahmen prellen, ächten wir sie doch!

Die Worte ‚Acht’ und ‚ächten’ kommt aus jenen Tagen zu uns herüber, als Deutschland noch in wesentlichen von Wald und Sumpf bedeckt war. Hatte jemand etwas Bestrafenswertes getan (das kam auch damals schon vor), konnte er oft flüchten und sich in den Wäldern oder Sümpfen verstecken. Er wurde dann geächtet, d.h. er verlor jedes Recht, in die Gemeinschaft zurückzukehren. Wer ihn aufspürte, durfte ihn töten. Er war „vogelfrei“- ein anderes Wort aus jenen Tagen. Ob sich Struck bewusst war, welches Fass er da aufgemacht hat?

Tatsächlich mag es in geringem Ausmaß Schwindeleien bei der Antragstellung für das Arbeitslosengeld geben. Nach realen, nicht von Politikern aufgebauschten Angaben bleibt das im Promillebereich. Aber sie, die Politiker, die so mächtig mit Worten umzugehen verstehen und dafür überdimensional bezahlt werden, die während ihrer Amtszeiten den Konzernen Profite verschaffen, die sie dann nach dem Abtritt von der Politischen Bühne mit entsprechenden hochdotierten Posten versehen, sie sind nicht im Promillebereich, nein, nahe dem 100%-Bereich sich ungerechtfertigt Bereichernde. Was machen wir denn mit denen?
Sehen wir uns einmal einige Beispiele an:

Zunächst ist da natürlich der deutsche Grinse-Super-Kanzler selbst. Er ist nun Aufsichtsratsvorsitzender des deutsch-russischen Gaskonsortiums Nord Stream (früher NEGP), das eine Pipeline durch die Ostsee bauen wird. Allerdings ist das keine Korruption, denn er bekommt nur eine geringfügige „Aufwandsentschädigung“ von 250.000 Euro jährlich. Wie jeder weiß, beginnt Korruption erst bei einer Milliarde jährlich, wenn es sich nicht mehr um ‚peanuts‘ handelt. Das Milliardengeschäft mit der Pipeline war kurz vor der vorgezogenen Bundestagswahl unter seiner Kanzlerschaft vereinbart worden. Kein Wunder, dass er sich außerdem als Berater beim Schweizer Medienkonzern Ringier verdingen musste, sonst hätte er ja am Hungertuch genagt.

Wie zu erwarten, gibt es Profiteure nicht nur bei den Sozis. Da ist zum Beispiel Otto Wiesheu. Er war von 1993 bis 2005 Minister in Bayern in verschiedenen Ressorts (Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie) in CSU-Regierungen. Bei den Koalitionsgesprächen für die aktuelle Große Koalition verhandelte Wiesheu für die CSU die Verkehrspolitik, heute ist er Vorstand der Bahn. Zufälle gibts, die sind unglaublich, was?

Da dürfen natürlich die Grünen nicht nachstehen. Sie haben ihren Rezzo Schlauch. Er war viele Jahre die Vaterfigur und die fast allein zu hörende Stimme der Grünen in Baden-Württemberg. Er war unter anderem parlamentarischer Staatssekretär für den Mittelstand im Wirtschaftsministerium, als man die Rot-Grünen an die Fleischtöpfe gelassen hatte. Nun hat er die Politik aufgegeben (im Moment sind die Fleischtöpfe ja gerade so weit weg) und wurde Beirat des überzeugten Kernkraftwerksbetreibers EnBW, dem baden-wütttembergischen Stromversorger. Aber so ein Beiratsposten ist natürlich – wie bei Schröder – nicht brieftaschenfüllend, deshalb ging er außerdem noch zu der Rechtsanwaltskanzlei Mayer & Kambli, die, man sollte es nicht meinen, der CSU nahe steht.

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, sagte meine Großmutter immer.
Oder man sehe sich Werner Müller an, den Schröder zu seinem Wirtschaftsminister vom Beginn der rot-grünen Regierung bis Oktober 2002 machte. Er wurde – gelobt seien die Staatsbetriebe – Vorstandsvorsitzender der Ruhrkohle AG, wo er nun die restlichen Bergleute dem Schlund von Hartz IV anheim geben will.

Eben jener Müller hatte einen Staatssekretär zu jener Zeit mit Namen Tacke. Dieser hatte ihn einmal zu vertreten. Da wurde gerade eine Ministererlaubnis fällig, nämlich die zur Fusion der E.on mit Ruhrgas. Das war eigentlich Kartellbildung und verboten. Aber Minister dürfen Ausnahmen genehmigen. Nun war es eben genau Tacke, der diese Ministererlaubnis gab. Damit war E.on zu einem Monopol geworden. Diese E.on ist nun zufällig an der Rhurkohle beteiligt. Und wo ist Tacke nun Vorstandsvorsitzender? Bei der STEAG, einer hundertprozentigen Tochter der Ruhrkohle. Nein, sagen Sie nichts von Korruption. Das ist keine Korruption. Das ist Politik.

Graf Lambsdorf hat das bereits vorexerziert. Er bekam eine große Spende für seine FDP als Minister von eben jenem Konzern, dem er damals auch eine solche Ministererlaubnis gab. Ein völlig unverständiger Staatsanwalt, der nichts von Politik versteht, klagte ihn der Korruption an. Selbstverständlich wurde er von diesem Delikt freigesprochen. Merke: Deutsche führende Politiker können keine Korruption begehen. Sie machen Politik.

Da wir gerade bei der FDP sind: Da gab es einen Walter Döring, der bis 2002 Wirtschaftsminister im ‚Ländle’ war (wiederum Baden-Württemberg, offenbar eine Region, die besonders frei von Korruption ist). Er hatte dem Küchenhersteller ALNO Landesbürgschaften über 8,5 Mio. Euro besorgt. Er wurde dann, als er aus der Politik ausschied, zum Aufsichtsratsvorsitzenden genau dieser Firma gewählt. Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt!

Der Fall von Martin Bangemann ist bereits Legende. Er war sogar Anlass für die EU-Kommission, eine Ethik-Kommission einzusetzen – die natürlich im Sande verlief. Denn was wollen wir mit Ethik, wir machen doch Politik. Bangemann seligen Gedenkens war bis 1999 EU-Kommissar und zuständig für Kommunikation. Dann wechselte er als Vorstand zum spanischen Kommunikations-Riesen Telefónica.

Oder um einmal ein CDU-Beispiel heranzuziehen: Riesenhuber, 11 Jahre Forschungsminister unter Kohl, weiterhin im Bundestag, sitzt in sieben Aufsichtsräten und 6 Beiräten. Lauter Zufälle!

Aber hören wir auf mit den Politikern, denn es sind noch viele andere zu berücksichtigen.
Z.B. jene Superreichen, die nie Steuern zahlen, weil sie es verstehen, ihr Geld heimlich ins Ausland zu transferieren (der Grenzübergang von Trier nach Luxemburg ist bundesweit bekannt für solche „Transfers“), sind sie nicht auch Schwindler, die geächtet werden müssen?

Und die Konzernherren, die Ackermanns, Pierers und Konsorten, die besonders profitable Konzerne leiten, ihre Einkommen nach Belieben erhöhen und dann Massenentlassungen ankündigen? Klar: in Acht und Bann stellen!

Und die Diäten und „Aufwandsentschädigungen“ der Parlamentarier, die Jahr für Jahr überdimensional ansteigen in der besten Selbstbedienungsrepublik, die man je sah? Acht den Parlamentariern (jedenfalls soweit sie diese Geldsummen nicht abführen)!

Ja, und dann sind da auch noch die Minister, Senatoren und Staatssekretäre, die bereits nach kurzen Laufzeiten Ansprüche auf dickste Pensionen von sich selbst und ihren Parteifreunden zugeschanzt bekommen.

Fragen Sie mal in Hamburg nach, was z.B. Herr Schill, nur kurze Zeit Innensenator, für Pensionen erhält. Auch die also in Acht und Bann!

Man kann da noch weitermachen, aber hier hören wir hier auf – und bedanken uns für die Anregung bei Herrn Struck, der natürlich auf keinen Fall unter die Betroffenen fällt. Nein, Struck, Struck ist ein ehrenwerter Mann!

kriminalitaet

Adnan Khashoggi, Rakesh Saxena and the Spiderweb

Dr. Alexander von Paleske —- 16th April 2007 — On a noticeboard of a Canadian website I found the information, that Rakesh Saxena, an alleged world class megacrook was released from prison in Vancouver/Canada in December 2006. He was put into prison, pending extradition to Thailand in March 2006, 10 years after Thailand requested the extradition. “Saxena who” may many ask, and why does an extradition take more than 10 years. Let’s see.

Rakesh Saxena is part of a spiderweb of private armies, merchants of death, financial artists and politicians. Names that are popping up among others are Adnan Khashoggi, Tim Spicer, Rakesh Saxena, Tony Buckingham,Simon Mann, Nick du Toit, Raoul Berthaumieu (Berthamieu, alias Lee Sanders), Regis Possino, Sherman Mazur, Eeben Barlow , Lafras Luitingh, Victor Bout (Butt), Sanjivan Ruprah and the companies Executive Outcomes, Sandline and General Commerce Bank.

Meet Adnan Khashoggi
Let’s have a closer look and start with a veteran of arms and shady deals, a close friend of the bin Laden family for decades, an uncle of the late Dodi Fayed, the last partner of Diana Princess of Wales and brother-in-law of the owner of Harrod’s Supermarket in London, Al Fayed, his name: Adnan Khashoggi, once called the richest man on earth. Khashoggi’s origin is Saudi Arabia, his favourite place to live is Marbella in Spain and his favourite businesses are arms deals and the stock market, especially in Vancouver/Canada.

At present, however, he likes more the sand of the beaches of the United Arab Emirates, a better, because safer place to be, when arrest warrants and extradition requests are piling up.

He was involved in the Iran Contra-Affair in the 80s, in which the Pentagon sold weapons to Iran and the profits were used to buy weapons for a CIA sponsored group in Nicaragua, the Contra Rebels. Everything illegal of course, but an army man by the name of Oliver North was day and night putting documents into the shredder, when the scandal was about to be made public. It is good to have such trustworthy people in your house.

Khashoggi was also involved in the Bank of Credit and Commerce International (BCCI), a massive washing machine for illegal money from the Medellin drug cartel, Manuel Noriega, and other drug lords. The bank was forcibly closed in 1992 after investigations by a committee of the US senate, in which Senator John Kerry featured prominently.

However Khashoggi, likeable as he is, had and has friends all over the world, so let’s forget about the BCCI-Affair and move on to Thailand, to the Bangkok Bank of Commerce. The CEO of that bank was in the 90s Krirkkiat Jalichandra. A promsing young man of Indian origin, by the name of Rakesh Saxena was introduced to him on a golf course.
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A duo infernale
Saxena was wanted in India for culpable homicide, who cares, was a communist before, while studying in India, who cares and according to the slogan, who is not a communist at age 20 hasn’t got a heart, and who is still a communist age 40 hasn’t got a brain, and Saxena had brains, he forgot Marx and Engels and concentrated on fraud and corruption the big way and advised his “brother in fraud” Jalichandra accordingly both together a “duo infernale”, so to speak. Money was pumped into a labyrinth of fake companies and “small gifts” in cash and kind were handed out to politicians and friends, a non repayable loan was allegedly given to Saxena’s friend Adnan Khashoggi, amounting to only 134 million US Dollars, peanuts, so to speak.

However such big fraud, that triggered eventually the Asian Banking Crisis in 1997 cannot go on forever one time the bubble has to burst and in 1996 the scheme collapsed, however Saxena, clever as he was, left in time the sinking ship and fled to a much cooler place, Canada.

Not forgetting, allegedly to take some pocket money with him, only the laughable sum of 88 million US Dollars laughable, because the damage he and Jalichandra allegedly caused amounted to more than three billion US Dollars. Jalichandra was not so lucky, he got arrested and has been sentenced to 30 years in prison one year ago. Thailand wanted Saxena extradited, but Saxena did not want, had money enough to hire the best of the best of lawyers and he convinced the Government of Canada, a banker is a banker, that it would be cheaper to put him in self paid house arrest, than into a prison. So he is still in Canada but not resting, to the contrary. He is as busy as ever.

Rakesh Saxena and a Mercenary
First to knock on his door was Tim Spicer, the mercenary, Ex-Lieutenant Colonel, OBE, hated by the Irish because soldiers of his unit, when he was stationed in Northern Ireland, killed an innocent Irishman by the name of McBride. These soldiers were later convicted for murder. However Spicer campaigned and lied for them, so that they were early released and then reinstated in the British Army, they are now on patrol in Iraq, where killing of innocent civilians is rather a day- to- day event.

Spicer needed money, Saxena had money for his adventure in Sierra Leone.

Tony Buckinghams company Sandline, of which Spicer was the chief executive until 2000, offered their service, in exchange for diamond mining rights, to ousted President Kabbah with old apartheid soldiers of the infamous 32.Buffalo Battalion, Koevoet, 44 Parachute Brigade and the Reconnaissance Commandos. All well well known killer units, their motto: shoot to kill, and their battleground in those days were the newly independent state of Angola with the refugee camps of SWAPO and the illegally occupied Namibia as well as other neighboring countries like Botswana, Mozambique, Zambia, and Zimbabwe..

The unit, named Executive Outcomes, was founded and headed by Eeben Barlow, former member of the 32.Buffalo Battalion and then of the Civil Cooperation Bureau (CCB) the latter an South African apartheid death squad, which can take credit for countless extra judicial killings inside and outside South Africa including hundreds of captured SWAPO freedom fighters allegedly killed with poison, delivered by a Dr. Wouter Basson and the bodies thrown out of a plane over the Atlantic Ocean.

Saxena and the Arms to Africa Affair
Saxena offered 10 million US Dollar, he had mining interests there as well, bought with money from the Bangkok Bank of Commerce, and with Saxenas/Bangkok Bank of Commerce money Spicer bought tons of weapons in Bulgaria and elsewhere. This was the start, of what was later called the Arms to Africa Affair. Active in this scheme there were also Simon Mann and Nick du Toit, both in prison now, one in Zimbabwe, the other one in Equatorial Guinea after the failed coup attempt last year.

This military intervention was in flagrant violation of an UN arms embargo, who cares, and with the approval of the resident British High Commissioner, Penfold. When the things came out, it nearly brought down the Blair Government.

And Khashoggi and Saxena were not just watching, what was happening in Africa, they had also had serious business to do, Khashoggi in America and Saxena in Canada, before both joint forces and went to Vienna Austria.


Khashoggi, Men from Mars and Deutsche Bank

In 2001 Khashoggi, via his company Ultimate Holdings, based on the Bahamas with a complicated lending scam allegedly pumped up the stock of a Nasdaq bubble company by the name of Genesis Intermedia, in which Ultimate Holdings was the majority shareholder.

The company was built around a book by a John Gray, “Women are from Venus and Men are from Mars”.He forgot to add that arms dealers and mercenaries are from hell. Involved in that scam were Deutsche Bank in Toronto and a slew of criminal stockbrokers and after the scam collapsed in 2001, Khashoggi and his friend El Batrawi were 130 million US Dollar richer, broker houses filed for bankruptcy , the damage amounting to more than 300 million US Dollars.

Deutsche Bank has now settled out of court and has paid 350 million US Dollars, still denying any responsibility, of course.

A friend is a friend
Meanwhile Saxena in Canada was busy as well. He appointed the leading opposition MP in the Canadian Parliament, John Reynolds as board member in a flimsy company called WaveTech while fighting at the same time an extradition request from Thailand in the courts of Canada. We in Africa call that corruption. A friend, even when bought, in need is a friend indeed.

And he was involved in a scandal around a company in South Africa in 2004 , called Platinum Asset Management. PAM, that later on moved to Botswana and was exposed in August 2005 here by me and the local weekly paper „Sunday Standard“.

Vienna and the Big Fraud
However shared success is doubled success, so he went to good old Europe in 2000 with his friend Khashoggi. Khashoggi in person, and him being under house arrest via the phone. They linked up with a Filipino by the name of Amador Pastrana.

Pastrana had already earned himself the reputation as being a king of the boiler rooms earning him more than a billion Dollar.

Boiler rooms are cramped small offices, from where selling of shares to unsuspecting clients is organised. They apply high pressure sales pitches on their victims. Those clients have money but no banking experience, they are neither banker nor broker The shares they sell to pensioners, and medium income earners are worthless, artificially pumped up Penny stocks and the clients never see their money again. The most effective and sophisticated fraud scheme to date.

Saxena, Khashoggi and Pastrana bought together the General Commerce Bank AG in Vienna, formerly WMP Bank and allegedly turned it into a boiler room, the fraud organised there amounts, according to press reports, to roughly one billion US Dollar.
With them the US-convicted criminals Regis Possino, Raoul Berthamieu (alias Berthaumieu, alias Lee Sanders) and Sherman Mazur.

In 2001 the Bank was closed.

.1 billion in one year.
Now Saxena can rub his hands. Not only that he is back in his self paid house arrest in a posh suburb of Vancouver, it gives him also a chance to go back into business in a country, which he called last year “full of unintelligent idiots”.

The extradition request of Thailand has expired now after 10 years. The government of Thailand was overthrown by a military coup last September, thus giving Saxena plenty of new arguments in his legal battle.

Saxena’s colleagues seem to do well.
Sherman Mazur has started a company, Accu Poll Holdings, in which his children are the majority shareholders. They intend to sell polling machines to the government. A lot of shares have already been sold, via boiler rooms of course, at highly inflated prices.

Regis Possino was collecting investor’s money for his company „Geneva Equities“in Asia last year, calling it a „roadshow“. He netted 28 million US Dollars.

Geneva Equities was before connected to a company by the name „L-Air“, supposed to fly between Canada and Belgium. However their planes never made it to the runway, only the money of the investrors flew away – forever-.

And Raoul Berthamieu alias Lee Sanders seems to be still in business with his company Pacific Federal SA. If you put the name in a search engine, plentiful warnings, not to do business with this company, are appearing. Who says, that crime does not pay? Saxena et al?????

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