vermischtes

Wieder Erdbeben in Basel wegen Geothermieprojekt

SDA – Die Stadt Basel ist am Dienstagmorgen um 1.09 Uhr erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) hatte das Beben eine Stärke von 3,2 auf der Richterskala.

Auch diesmal lag das Epizentrum neben dem Bohrloch des Erdwärme- Projektes im Basler Stadtteil Kleinhüningen. Anfang Dezember war dort Wasser durch eine fünf Kilometer tiefe Bohrung in das Gestein gepumpt worden, um die Durchlässigkeit des Gesteins zu erhöhen.

Das Erdwärme-Projekt wurde nach dem ersten grösseren Beben am 8. Dezember zwar vorläufig gestoppt.

Das Wasser im Untergrund habe aber nach wie vor eine destabilisierende Wirkung, sagte ein SED- Seismologe in der Nacht auf Anfrage.

Die Erde hatte seither in Basel noch mehrere Male gebebt, das letzte Mal vor rund einer Woche. Bis der Druck des noch vorhandenen Wassers sich abgebaut habe, seien weitere Beben dieser Art nicht ausgeschlossen, sagte der Seismologe. Gemäss SED sind Beben dieser Stärke in der Nähe des Epizentrums zwar deutlich zu spüren, es sind jedoch keine Schäden zu erwarten.

vermischtes

Komet McNaughs Reise durchs Licht

Harald Haack – Der erst vor wenigen Monaten von dem Australier McNaugh entdeckte und nach ihm benannte Komet zeigt wieder einmal drastisch, welcher Gefahr die Erde ausgesetzt ist und wie unwichtig alle Kriege gegenüber den Katastrophen wirken, die entstehen könnten, wenn solch ein himmlischer Brocken herunter kracht. Während kleinere Gestein- oder Eisklumpen als Sternschnuppe in der Atmosphere verglühen, wären solche Kometen wie McNaugh in der Lage mit einem Schlag nahezu alles Leben auf der Erde auszulöschen.

McNaugh wird sich wohl erst in jüngerer Zeit aus der Oortschen Wolke gelöst haben – die zirkumsolare Kometenwolke, die unser Sonnensystem schalenförmig umgibt – um dann in eine Bahn zur Sonne einzuschwenken. Dabei kam er zwar der Erdbahn ziemlich nahe, doch noch nicht nah genug für eine Kollision. Dennoch gilt er als einer der hellsten Kometen, die jemals von Menschen beobachtet wurden.

Für wenige Tage war er jeweils morgens und abends jeweils vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang in Nähe der Sonne zu sehen; leider nicht in Norddeutschland, denn dichte Regenwolken verhinderten die Beobachtung. Dann flog er – von der Erde aus gesehen – ins Licht und konnte nicht mehr mit bloßem Auge beobachtet werden.

Wayne Winch aus Bishop, Kalifornien, entdeckte ihn trotzdem am Himmel, indem er sich im Schatten eines hohen Gebäudes so hinstellte, dass die Hauskante gerade eben die aufgehende Sonne abdeckte, seine Augen schütze und McNaugh sichtbar werden ließ.


Hätten wir eine Sonnenfinsternis, so könnten wir McNaugh auch tagsüber in den Minuten der Verfinsterung sehen. So aber dient diese Karte nur der Orientierung.

Im Weltall zwischen Erde und Sonnen aber gibt es keine Gebäude, die Schatten werfen. Doch dort existiert SOHO, ein Weltraumteleskop zur Beobachtung der Sonne. Mit an Bord ist auch ein Instrument, das Koronograph genannt wird. Was eine Hauskante kann, nämlich die Sonne verdecken, das macht eine kleine Blende in diesem Gerät. Nahezu stündlich gibt es ein Bild, das zur NASA gefunkt wird. Viele Bilder in der richtigen Reihenfolge ergeben einen Film. Mit Hilfe des ULEAD Animators habe ich nun aus den Bildern des SOHO-Koronographen nun einen Film erzeugt.


McNaugh am 13. Januar 2007 neben der Sonne. Die horizontale Linie ist ein Überstrahlungsfehler, der typisch ist für Bildsensoren. In modernen Kameras gleicht die Firmware der Kamera diesen Fehler aus. © 2007 SOHO

Links im Bild ist der Komet McNaugh bei seinem Vorbeiflug an der Sonne zu sehen. Der „Stern“ links unterhalb der Sonne ist der Planet Merkur. Zu sehen sind auch kleinere, unbekannte Himmelkörper. Sie wurden wegen ihrer hohen Geschwindigkeit nur als Striche abgebildet. In dem Film blitzen sie nur für eine Sechszehntel Sekunde auf, denn ich habe die Animation so eingestellt, dass 16 Bilder eine Sekunde Film ergeben.

 http://www.newsbattery.de/Komet.swf

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© 2007 Copyright by Harald Haack – Alle Rechte vorbehalten. Die Übernahme und Nutzung des Artikels und der Fotos zu anderen Zwecken und auf anderen WebSeiten und in Print-Medien sowie Fernsehen und Hörfunk bedarf der schriftlichen Zustimmung des Autoren.

deutschland

Die neue (Un)Sicherheitspolitik Deutschlands (11) Idiotie des Machthungers

Michael Schulze von Glaßer – Deutschlands Sicherheit ist bedroht. Jedenfalls nicht so wie es die Bundeswehr in ihrem – gemeinsam mit der Bundesregierung – herausgegebenen „Weißbuch 2006 zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr“ darstellt.

Globalisierung wird von der Bundeswehr, deren Weiser mit ihren Äußerungen auf mich den Eindruck erwecken, sie könnten paranoid sein, als äußerst feindselig angesehen. Dennoch propagieren sie den freien Welthandel, internationale Märkte sowie einen globalen Zugang zu Rohstoffen; die Bundeswehr sieht nämlich die Sicherheit Deutschlands gefährdet, wenn diese drei Dinge nicht erfüllt sind. Dabei gibt es Alternativen zur neoliberalen Globalisierung, die allerdings Solidarität statt manische Geldgier voraussetzt. Also sollte die Bundeswehr gegenüber Globalisierung kritisch sein und nicht feindlich. Als starke und schlagkräftige Armee sollte sie sich jedoch vollkommen aus dem „Säbelgerassel“ heraushalten, da sie nur zur Landesverteidigung genutzt werden darf.

Im Inland strebt die Bundeswehr nach mehr Macht, was vor allem durch Bündnisse und Verschmelzungen mit anderen staatlichen Institutionen realisiert werden soll. Eine Ausweitung der geheimdienstlichen Aufgaben der Bundeswehr wird dabei ebenso gefordert wie die Gleichstellung von Polizei und Bundeswehr. Dabei wird die Bundeswehr schon heute oft im Inland eingesetzt – wie der Fall der Fußballweltmeisterschaft bei der die Bundeswehr Unterstützung leistete zeigte. Die Bundeswehr hat im Inland nichts verloren solange der im Grundgesetz festgelegte Verteidigungsfall nicht eingetreten ist. Dies funktioniert aber nur, wenn das Grundgesetz endlich wieder zum Maß aller Dinge in Politik und Justiz sowie in der Bundeswehr wird und nicht nur, wie gegenwärtig, ein Lippenbekenntnis darstellt. Der Grat zwischen Versprechen und Versprecher ist schmaler als manchem Politiker bewusst ist. Und wenn dann einmal ein Versprechen und Versprecher öffentlich entlarvt wurde, fand die Karriere des Betroffenen ein jähes Ende. Solche Peinlichkeiten kommen immer wieder vor, sind leider aber, wie ich feststellen muss, zunehmend. Kritisch wird es für die Demokratie Deutschlands und für die Verfassung, wenn gewisse Politiker permanent peinlich auffallen und dann starrköpfig an ihrem Ministersessel kleben bleiben.

Das Grundgesetz darf nicht nach der Bundeswehr ausgerichtet werden, wie Verteidigungsminister Jung (CDU) und Innenminister Schäuble (CDU) es fordern. Ein strenges Kontrollorgan, das der Bundeswehr auf die Finger schaut, sollte eingerichtet werden, um eine künftige, gegenwärtig drohende Machtübernahme des Militärs ins Deutschland zu verhindern.

Die Expansion der Bundeswehr ist vor allem im Ausland zu spüren. Der Krieg im Irak zeigt den USA ihre Grenzen auf und Deutschland könnte es eines Tages ebenso ergehen. Der großflächige Mohnanbau ist ein Musterbeispiel für das Versagen der Besatzer in Afghanistan, die die Lage in jenem Land nicht fassen können. Akut gleitet ihnen die Kontrolle ganz aus den Händen.

Auf welchem Kurs sich die Bundeswehr gerade steuert, lässt sich nicht nur an den zahlreichen Interventionen ablesen, sondern auch an den Rüstungsinvestitionen in aller Welt. Die Bundeswehr lässt sich vornehmlich von deutschen und europäischen Unternehmen für neue Kriege rüsten, und diese freuen sich schon seit geraumer Zeit über den Großkunden, der Milliarden von Euro in neue Waffen und Informationstechniken investiert. Das Ziel der Bundeswehr-Einkaufstour ist die Fortführung der selbst auferlegten „Transformation“, mit der sich die Bundeswehr von einer reinen Verteidigungsarmee zu einer offensiven Angriffsarmee wandeln will. Vielleicht wird sich die Bundeswehr wohl bald umbenennen – oder diesen Schritt erwägen.

Von einer weltweit einsetzbaren, schnellen und schlagkräftigen Truppe träumen ranghohe deutsche Militärs – ihr Traum wird mehr und mehr Realität. Schon heute besitzt die Bundeswehr viele Fähigkeiten zum schnellen Einfall in Länder und beteiligt sich sowohl an der schnellen Eingreiftruppe der NATO, der NATO Response Force als auch an der schnellen Eingreiftruppe der EU, der EU Battlegroup – die wohl weltweit größte Community von Kriegsspielern. Gerade Psychologen weisen wiederholt darauf hin, dass Spiel zur Sucht werden kann und Süchtige werden nicht selten kriminell und verstoßen gegen Gesetzte, um ihre Sucht zu befriedigen und vernachlässigen wichtige Aufgaben ihres Daseins. Und die Bundeswehr verhält sich für mein Verständnis so, als sei sie spielsüchtig; sie setzt sich vehement über das Grundgesetz hinweg und nimmt ihre eigentlichen Aufgaben nicht mehr war.

Die aggressive Außenpolitik, welche die Bundesregierung mit Hilfe der Bundeswehr führt, ist nicht zum Wohle des deutschen Volkes, sondern dient zweifelsfrei geschäftlichen Interessen. Auslandseinsätze gefährden nicht nur das Leben von Menschen in den besetzten Gebieten, sondern die ganze Bundesrepublik und die hier lebenden Einwohner. Die Erfahrungen der Generation des Zweiten Weltkriegs mit Chaos und Hunger und Massenvernichtung gelten offenbar nicht mehr. Eines Tages aber wird das Pendel der Gewalt erneut zurückschlagen.

Epilog
Vieles wird im Bundeswehr Weißbuch analysiert und wirkt auf dem ersten Blick flott. Doch tatsächlich quälen sich Regierung und Armee mit der eigenen Dickschädeligkeit. Wenn sich die Bundeswehr mit einem Ökosiegel auszeichnen will, sollten Bürger skeptisch sein und dies hinterfragen. Die Bundeswehr trägt mit ihren Dreckschleudern, ihrem mobilen Kriegsgerät, zwar nur minimal zum weltweiten Klimawandel bei, doch sollte sie sich nicht als besonders nachhaltig und umweltbedacht darstellen. Das wirkt nicht nur verlogen – das ist verlogen. Der Klimawandel sollte für Deutschland eine größere Bedrohung haben als der noch nicht einmal genau definierte „Terrorismus“.

Der „Krieg gegen den Terror“ geht in die falsche Richtung. Terrorismus entsteht, laut Bundeswehr, vor allem durch Ungleichheiten wie Armut, Hunger und ungleiche Ausstattung mit Ressourcen. Doch gerade Deutschland trägt dazu bei, dass diese Unterschiede nicht so schnell verschwinden werden.

Ein Beweis dafür ist die Führung der G8-Staaten, die Deutschland 2007 innehat. Die G8-Staaten sind die sieben führenden Industrienationen plus Russland. In diesen acht Staaten (USA, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien, Russland) leben 13,5 Prozent der Weltbevölkerung. Jedoch werden in den acht Staaten über 65 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens erwirtschaftet. Der Reichtum ist nur auf einige wenige Länder verteilt – Tendenz weiter steigend. Das nächste Gipfeltreffen, bei denen sich alle Staatschefs zum „Gipfel der Ungerechtigkeit“, wie ihn die Globalisierungskritiker von Attac nennen, treffen, findet im Juni 2007 im mecklenburg-vorpommerischen Heiligendamm statt. Die Bundeswehr macht den Weg für die deutsche Industrie in allen Ländern frei.

Eine objektive Analyse der Sicherheitslage Deutschlands käme folglich zu einem komplett anderen Ergebnis: 1955 wurde die Bundeswehr zur Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland gegen die Staaten des Warschauer Pakts gegründet. Die Bundeswehr sollte das Heimatland verteidigen, sollte es angegriffen werden. Doch statt einer radikalen Abrüstung wurde 1991, nach Ende der Bedrohung durch den Warschauer Pakt, weiter auf die Bundeswehr gesetzt, obwohl der Verteidigungsfall spätestens mit dem EU-Beitritt der ehemaligen Ostblockstaaten als äußerst unwahrscheinlich gilt.

Nun ist die Gefahr eines Krieges in Deutschland praktisch gleich Null. Die Bundeswehr hat damit ihr Existenzrecht verloren. Aber jetzt soll der „Krieg gegen den Terror“ als Argument für eine starke Bundeswehr dienen. Doch auch Terrorismus darf nur im eigenen Land verteidigt werden und nicht in Afghanistan oder sonst wo.

Bundeswehr und Regierung scheinen entweder paranoid zu sein oder nutzen den „Krieg gegen den Terror“ nur als schäbigen Vorwand, um global an irgendwelchen teilnehmen zu können. Krieg impliziert immer ein Konglomerat aus Mord, Raub und Vergewaltigung, das Chaos, um sich zu bereichern.

Terrorismus wird von Einzelpersonen oder Organisationen betrieben. Es mag Diktaturen geben, aber „Terrorstaaten“ gibt es nicht, auch wenn die USA unter Führung ihres Noch-Präsidenten George W. Bush dies gerne zur Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen Interessen wiederholt behaupten und andere Länder diesen Sprachgebrauch aufzwingen. Und sollte es sie tatsächlich geben, diese angeblichen Terrorstaaten, so müssten sich die USA an erster Stelle nennen, gefolgt von Großbritannien und anderen Gefolgsamen.

Eine Definition von „Terrorismus“ hat die Bundesregierung noch immer nicht zustande gebracht. Dies wird sie auch nicht wagen, denn dann könnte sie ihre Kriege der Öffentlichkeit gegenüber nicht mehr „legitim“ verkaufen.

Deutsche Soldaten dürfen also nicht ins Ausland. Deutschland ist ein sicheres Land; nur von der Bundeswehr geht eine hohe Gefahr aus. Die Interventionen der Bundeswehr im Ausland können zu Gegengewalt führen – zu Terroranschlägen in Deutschland und zu einer endlosen Todesspirale.

Mit Waffen kann man Menschen töten, Deutschland ist „Exportweltmeister“ und auch Rüstungsgüter sind deutsche Exportschlager. Egal ob es nun Handfeuerwaffen, U-Boote oder Panzer sind – Deutschland verkauft bereitwillig (fast) alles an andere Staaten und trägt so zur Destabilisierung der internationalen Sicherheit bei.

Die „Grundlagen deutscher Sicherheitspolitik“, wie sie im Weißbuch 2006 stehen, gehen in die falsche Richtung. Ausländische Menschen werden ebenso wie die Globalisierung als Bedrohung angesehen. Obwohl die Bundeswehr kein Existenzrecht mehr hat, expandiert sie und rüstet sich für neue Einsätze im Ausland. Das Bild der Arglist – ohne jegliche Alternative dazu – zeichnet sich ab; ein schlimmes Bild wie aus dem Roman „1984“.

Dabei gibt es Alternativen! Die Bundeswehr ist im Inland weder nötig noch wünschenswert. Gerade mit Hinsicht auf geltende Gesetze, welche die Bundeswehr oft missachtet. In der Bundeswehr muss ein Umdenken stattfinden: Die Militärs müssen endlich akzeptieren, dass die Mission der Heimatlandsverteidigung beendet ist und nun friedliche Zeiten anbrechen in der keine starke, wirtschaftliche Mittel raubende Bundeswehr mehr benötigt wird. Dem Ausland muss freundlich begegnet werden. Egal, ob Bildungs-Misere oder Arbeitslosigkeit: Überall fehlt Geld, das bei Rüstungsgütern eingespart werden könnte. Deutschland muss international tolerant werden und seinen multikulturellen Nutzen erkennen und fördern und darf sich nicht vor einer Annährung an andere Staaten fürchten. Deutschland sollte sich einen intelligenten, zivilen Ersatz für die Bundeswehr leisten, der Frieden dauerhaft schafft und auch diesen Frieden anderen Ländern vermitteln kann – also etwas, was mögliche außerirdische Besucher, sollten sie denn eines Tages die Erde friedlich besuchen, als größten Schatz der Menschheit im ganzen Weltall verbreiten könnten. Es wäre ein Schatz, der, wenn entsprechend gepflegt, nie versiegen wird. Aber das wird immer Ideologie bleiben, solange nicht Staaten wie die USA erkennen, dass sie mit der Idiotie ihres Machthungers den eigenen Untergang ankurbeln.

Quellen:
http://www.bundeswehr.de
http://www.weissbuch.de
http://www.spiegel.de
http://www.stern.de
http://www.taz.de
http://www.jungewelt.de
http://www.ulla-jelpke.de
http://www.linksfraktion.de
http://www.german-foreign-policy.com
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/
http://www.imi-online.de/
http://www.freieheide.de
http://www.kmweg.de
http://www.oraclesyndicate.twoday.net
http://www.N24.de
http://www.truemedia.de

Alle 11 Artikel dieser Serie in einem PDF:

Krieg

No Drugs in Afghanistan?

Stephan Fuchs – Verblüffend was man auf der Suche nach Drogenlabors – geheimen Flugplätzen und Transportwegen findet. Früchte mit Gewinn von 17 Millionen US Dollar. Jene haben in der Region um das Städtchen Shurandam in Kandahar den Mohn verdrängt und exportiert sich als Schlager. 21,000 Tonnen Rosinen, Feigen, Walnüsse und 16 Tonnen Frischfrüchte. Demonstrativ in den Stein gezeichnet steht, für die Spionagesatelliten und Späh –sowie Kampfflugzeuge klar erkenntlich: No Drugs.


Kein Opium. Um die Ecke aber schon

Gefunden wurde die Bekennung bei den Koordinaten 31°34’41.78’’N & 65°49’53.00’’E, in der Nähe des Dorfes Shurandam in Kandahar Afghanistan. Von da werden die Früchte via Ariana Airlines in die Ukraine, Bangladesch, Deutschland, Süd Korea, Singapur, Indien Pakistan, Japan und nach Saudi Arabien geflogen. Das Früchte Projekt soll für lokale Bauern Anreiz sein, mit dem Opiumanbau zu brechen. Viele der Bauern scheinen mit dem Markt zufrieden zu sein und verbannen Opium aus ihren Ländern. Ob das den Warlords gefallen wird?


Omar da lang? Und Gulbuddin Hekmatyar? Und CIA Tepper Aviation?

Mullah Omar, Chef der Taliban, wird die zivile Nutzung des Landes wohl nicht so toll finden. Um Aufklärern auch gleich zu sagen wo es lang geht, steht auf der anderen Seite des Hügels mit dem „No Drugs“ Bekenntnis, wo Omar zu finden ist. Er will den Krieg gegen die „Eindringlinge“ noch diesen Winter intensivieren. Der noch gefährlichere Kriegs- und vor allem Drogenfürst Gulbuddin Hekmatyar, bekannt für seine Opium gegen Waffen Geschäfte schon in der Zeit der verdeckten Kriegsführung der Amerikaner gegen die Soviets, droht mit erbittertem Kampf gegen die Truppen in Afghanistan. Den allerdings können sie nur führen, wenn der Heroin Fluss nach Westen funktioniert. Und – da können wir uns leider sicher sein, Heroin wird wunderbar fliessen. Unsere Waffenschieber, müssen ja schliesslich auch leben.

spionage

Opfer des CIA MK ULTRA Programmes verklagt Regierung

Montréal – Kanada droht eine millionenschwere Sammelklage wegen der mutmasslichen Unterstützung eines CIA- Forschungsprogramms zur Bewusstseinskontrolle während des Kalten Krieges.

Die Kanadierin Janine Huard beantragte vor einem Bundesgericht in Montréal die Zulassung einer Klage gegen die kanadische Regierung, wie ihr Anwalt Alan Stein der Nachrichtenagentur AFP am Freitag sagte.

Huard wirft dem kanadischen Staat Komplizenschaft bei den Versuchen des US-Geheimdienstes vor, eine Wahrheitsdroge zu entwickeln.

Forschungsstelle Kanada
Die Regierung in Ottawa hatte die von dem Wissenschaftler Ewen Cameron am Allan Memorial Institute der McGills University in Montréal geleiteten Experimente in den Jahren 1950 bis 1965 teilweise mitfinanziert, wie Stein sagte.

Huard, der in den 50er Jahren gegen ihren Willen «experimentelle Drogen und Elektroschocks» verabreicht wurden, bezeichnete die Versuche als «Folter». Ausserdem sei sie Elektrokrampftherapien, Psychotests und Psychodrogen wie LSD ausgesetzt worden.

In einem stockdunklen Raum wurde ihr nach eigenen Angaben eine Woche lang bis zu sieben Stunden täglich ein Tonband vorgespielt: Die Tonbandstimme habe ihr vorgeworfen, eine schlechte Mutter zu sein, die ihre Kinder vernachlässige, sagte sie Medien.

Huard musste die Versuche nach einer Spitaleinweisung wegen Wochenbettdepressionen über sich ergehen lassen. Nach den Versuchen sei sie zehn Jahre lang nicht mehr in der Lage gewesen, selbst für ihre Kinder zu sorgen und habe die Hilfe ihre Mutter benötigt.

Gehirn in Kontrolle
Nach Untersuchungen des US-Kongresses waren insgesamt 30 Universitäten und Institutionen an dem so genannten MK-Ultra- Projekt der CIA beteiligt. MK ist eine Ableitung von Mind Control (Bewusstseinskontrolle). Das Programm lieferte demnach jedoch kaum verwertbare wissenschaftliche Daten.

Es wurde erst in den 70er Jahren bekannt. Cameron war einer der Pioniere auf dem Feld der «Gehirnwäsche» und wurde in den 50er Jahren von der CIA angeworben.

Die kanadische Regierung wies in der Vergangenheit eine Verantwortung in der Angelegenheit zurück, bot etwa 70 Test-Opfern Anfang der 90er Jahre jedoch aus Anteilnahe an ihrem Schicksal je 100 000 Dollar Entschädigung.

Weiteren rund 250 Testpersonen wurde wegen zu geringer Verletzungen eine Entschädigung versagt. Huard erhielt aus Mitteln der CIA 66 000 Dollar, von Kanada jedoch nichts, wie ihr Anwalt sagte.

Im Jahr 2004 verurteilte ein kanadisches Gericht die Regierung in Ottawa zur Entschädigung eines der 250 Opfer, die kein Geld erhalten sollten. Huard habe damals den Entschluss zu ihrer Klage gefasst, wie der Anwalt weiter sagte. Regierungsanwälte argumentieren, ihre Klage komme zu spät.

Psychopharmazeutische Drogen als Waffe gegen zivile Ziele.
Entdecker des geheimen CIA Projekts MKULTRA gestorben
The Birth of Soft Torture
LSD Entdecker feiert 100. Geburtstag
The CIA’s Pain Project

spionage

Kuba Flugzeugbomber und CIA Agent in Amerika unter Anklage wegen Meineid

Stephan Fuchs – Am 6. Oktober 1976 wurde ein kubanisches Passagierflugzeug mit 73 Passagieren in die Luft gesprengt. Deklassiffizierte US Dokumente zeigen nun, dass einer der hauptverdächtigen für die CIA arbeitete. Luis Posada Carriles, ein in Kuba geborener Venezolaner und Anti- Castro Aktivist war Informant und Agent für die Geheimdienstbehörde. Nun hat ein amerikanisches Bundesgericht in Texas den ehemaligen CIA-Agenten Luis Posada Carriles wegen Meineids im Einbürgerungsverfahren angeklagt.

Mit sämtlichen PDF Files, weiterführenden Artikeln und MP3 File von Amy Goodman


Guter Terrorist weil amerikanisch

Das Massaker in Caracas wurde von Luis Posada Carriles und Orlando Bosch Avila organisiert. Zwei venezolanische Söldner, Hernán Ricardo Losano und Freddy Lugo, brachten den Sprengstoff in dem Flugzeug an. Es handelte sich um das den Flieger CUT-1201, das seine Reise in Georgetown, der Hauptstadt Guayanas, begonnen hatte und von Barbados aus nach Jamaica und dann nach Havanna weiterfliegen sollte. Der Anschlag kostete 73 Menschen das Leben. Zu den Passagieren gehörten die 24 Mitglieder der kubanischen Jugend-Fechtnationalmannschaft, die gerade in Caracas die Goldmedaille bei den Spielen Mittelamerikas und der Karibik gewonnen hatte. Unter den Passagieren befanden sich auch 15 Mitglieder einer anderen Flugzeugbesatzung von Cubana, die aus Barbados kamen.

Luis Posada, der jede Mittäterschaft bestreitet, beantragte im August 2005 Asyl in Amerika. Seine Anwälte sagen, ihm müsse die US Protektion zugestanden werden, da ihr Klient viele Jahre im Dienste des Landes gestanden habe. Pasoda versteckte sich möglicherweise in Miami. Falsche Angaben zu seiner Einreise in die USA wurde dem Terrorsiten unter CIA Fahne nun zum Verhängnis.

Die Dokumente, veröffentlicht vom George Washington University National Security Archive, beweisen indes, dass der 70 Jährige Posada über die Jahre 1960 – 1976 auf der Gehaltsliste der CIA stand. Jener Dienst, der in diesen Jahren alles daran setzte Fidel Castro zu eliminieren.

Eines der FBI Dokumente zitiert eine nicht genannte Quelle, die behauptet Pasada sei einer derjenigen gewesen, der sich mindestens zweimal in einem Hotel in Caracas traf, um den Bombenanschlag auf die Passagiermaschine zu besprechen. Die amerikanische Bundespolizei habe aber nichts unternommen, um ihre Quelle zu schützen.


CIA Verbindung

Der CIA Mann Posada wurde nach dem Bombenanschlag in Venezuela verhaftet, konnte aber noch vor der Gerichtverhandlung fliehen. Die CIA rettete ihn mit Unterstützung der Kubanisch-Amerikanischen Nationalstiftung aus dem angeblichen Hochsicherheitsgefängnis. Die Dokumente zeigen, dass er sich nach Südamerika absetzte, wo er sich den Verdeckten Operationen der Amerikaner anschloss. Die dortigen Operationen standen unter Oliver North, dem Oberst beim Nationalen Sicherheitsrat Ronald Reagans, dem die wieder Bewaffnung der Antikommunistischen Contra Guerilla unterstellt war.

Posada, kaum zu glauben, brüstete sich gar, verantwortlich für eine Serie von Bombenanschlägen auf touristische Ziele in Castros Hauptstadt Havana in den 90er Jahren zu sein. Vor fünf Jahren wurde er in Panama unter dem Verdacht verhaftet sich an einem Mordkomplott gegen Fidel Castro beteiligt zu haben. Nach kurzer Zeit wurde er erstaunlicherweise vom abtretenden Präsidenten Panamas begnadigt. Die kubanische Regierung wirft nun der amerikanischen Regierung mit Recht vor, einem Terroristen Unterschlupf zu bieten. Dies könnte für die Bush Regierung zu einer heiklen Entscheidungsfrage werden.

Dokumente
Diese Dokumente sind im PDF Format

THE CIA CONNECTION

Luis Posada Carriles had a long relationship with the CIA. In February 1961, he joined the CIA’s Brigade 2506 to invade Cuba, although the ship to which he was assigned never landed at the Bay of Pigs. While in the U.S. military between 1963 and 1965 the CIA recruited him and trained him in demolitions; he subsequently became a trainer of other paramilitary exile forces in the mid 1960s. CIA documents posted below reveal that he was terminated as an asset in July 1967, but then reinstated four months later and apparently remained an asset until 1974. The documents also show that he remained in contact with the Agency until June 1976, only three months before the plane bombing.

Document 1: CIA, October 13, 1976, Report, „Traces on Persons Involved in 6 Oct 1976 Cubana Crash.“

In the aftermath of the bombing of Cubana flight 455, the CIA ran a file check on all names associated with the terror attack. In a report to the FBI the Agency stated that it had no association with the two Venezuelans who were arrested. A section on Luis Posada Carriles was heavily redacted when the document was declassified. But the FBI retransmitted the report three days later and that version was released uncensored revealing Posada’s relations with the CIA.

Document 2: FBI, October 16, 1976, Retransmission of CIA Trace Report

In this uncensored version of the CIA trace report, the Agency admits that it „had a relationship with one person whose name has been mentioned in connection with the reported bombing,“ Luis Posada Carriles. The CIA file check shows that Posada was „a former agent of CIA.“ Although it doesn’t say when his employment began, it indicates he was terminated briefly in the summer of 1967 but then reinstated in the fall and continued as an asset while a high level official in the Venezuelan intelligence service, DISIP, until 1974. Even then, „occasional contact with him“ continued until June 1976.

Document 3: CIA, June 1966, File search on Luis „Pozada“

In this file search the CIA states that Posada has „been of operational interest to this Agency since April 1965,“ the likely date when he first became a paid CIA agent.

Document 4: FBI, July 18, 1966, „Cuba“

An informant reports to the FBI that Posada is a CIA agent and is „receiving approximately $300.00 per month from CIA.“

Document 5: CIA, April 17, 1972, Personal Record Questionnaire on Posada

This „PRQ“ was compiled in 1972 at a time Posada was a high level official at the Venezuelan intelligence service, DISIP, in charge of demolitions. The CIA was beginning to have some concerns about him, based on reports that he had taken CIA explosives equipment to Venezuela, and that he had ties to a Miami mafia figure named Lefty Rosenthal. The PRQ spells out Posada’s personal background and includes his travel to various countries between 1956 and 1971. It also confirms that one of his many aliases was „Bambi Carriles.“

EARLY TERRORIST PLOTTING

During the time that Posada was on the CIA payroll in the mid-1960s, he participated in a number of plots that involved sabotage and explosives. FBI reporting recorded some of Posada’s earliest activities, including his financial ties to Jorge Mas Canosa, who would later become head of the powerful anti-Castro lobby, the Cuban American National Foundation.

Document 6: FBI, July 7, 1965, „Luis Posada Carriles“

The FBI transmits information obtained from the CIA’s Mexico station titled „Intention of Cuban Representation in Exile (RECE) to Blow up a Cuban or Soviet Vessel in Veracruz, Mexico.“ The document summarizes intelligence on a payment that Jorge Mas Canosa, then the head of RECE, has made to Luis Posada to finance a sabotage operation against ships in Mexico. Posada reportedly has „100 pounds of C-4 explosives and detonators“ and limpet mines to use in the operation.

Document 7: FBI, July 13, 1965, „Cuban Representation in Exile (RECE)“

A FBI cable reports on intelligence obtained from „MM T-1“ (a code reference to the CIA) on a number of RECE terrorist operations, including the bombing of the Soviet library in Mexico City. The document contains information on payments from Jorge Mas Canosa to Luis Posada for an operation to bomb ships in the port of Veracruz, as well as a description of Posada and a statement he gave to the FBI in June of 1964.

Document 8: FBI, May 17, 1965, „Roberto Alejos Arzu; Luis Sierra Lopez, Neutrality Matters, Internal Security-Guatemala“

The FBI links Posada to a major plot to overthrow the government of Guatemala. U.S. Customs agents force Posada and other co-conspirators to turn over a cache of weapons that are listed in this document. The weapons include napalm, 80 pounds of C-4 explosives, and 28 pounds of C-3 explosives.

BOMBING OF CUBANA FLIGHT 455

Document 9: FBI, October 7, 1976, Secret Intelligence Report, „Suspected Bombing of Cubana Airlines DC-8 Near Barbados“

In one of the very first reports on the October 6, 1976, downing of Cubana Flight 455, the FBI Venezuelan bureau cables that a confidential source has identified Luis Posada and Orlando Bosch as responsible for the bombing. „The source all but admitted that Posada and Bosch had engineered the bombing of the airline,“ according to the report. The report appears to indicate that the Venezuelan secret police, DISIP, were arranging for Bosch and Posada to leave Caracas, although this section of the document has been censored.

In the report, the FBI identifies two Venezuelan suspects arrested in Barbados: Freddy Lugo and Jose Vazquez Garcia. Vazquez Garcia is an alias for Hernan Ricardo Lozano. Both Ricardo and Lugo worked for Luis Posada’s private security firm in Caracas at the time of the bombing.

Document 10: FBI, November 2, 1976, Secret Intelligence Report „Bombing of Cubana Airlines DC-8 Near Barbados, West Indies, October 6, 1976“

The FBI receives information from a source who has spoken with Ricardo Morales Navarrete, a Cuban exile informant working for DISIP in Caracas. Known as „Monkey“ Morales, he tells the FBI source of two meetings during which plotting for the plane bombing took place: one in the Hotel Anauco Hilton in Caracas, and another in Morales room at the Hilton. Both meetings were attended by Posada Carriles. A key passage of the report quotes Morales as stating that „some people in the Venezuelan government are involved in this airplane bombing, and that if Posada Carriles talks, then Morales Navarrete and others in the Venezuelan government will ‚go down the tube.‘ He said that if people start talking ‚we’ll have our own Watergate.'“ Morales also states that after the plane went down, one of the men who placed the bomb aboard the jet called Orlando Bosch and reported: „A bus with 73 dogs went off a cliff and all got killed.“

Document 11: FBI, November 3, 1976, Cable, „Bombing of Cubana Airlines DC-8 Near Barbados, West Indies, October 6, 1976“

The FBI reports on arrest warrants issued by a Venezuelan judge for Posada, Bosch, Freddy Lugo and Ricardo Lozano.

ORLANDO BOSCH AND ANTI-CASTRO TERRORIST ORGANIZATIONS

Document 12: FBI, January 24, 1977, Secret Report, „Coordination of United Revolutionary Organizations (CORU) Neutrality Matters – Cuba – (Anti-Castro)“

The FBI reports on a plot to carry out terrorist attacks that will divert attention from the prosecution of Orlando Bosch and Luis Posada in Caracas. Orders for the attacks are attributed to Orlando Garcia Vazquez, a Cuban exile who was then head of the Venezuelan intelligence service, DISIP. (Garcia Vazquez currently lives in Miami.) The report also provides some details on CORU.

Document 13: FBI, August 16, 1978, Secret Report, „Coordinacion de Organizaciones Revolucionarias Unidas (Coordination of United Revolutionary Organizations) (CORU), Neutrality Matters – Cuba – (Anti-Castro)“

This FBI report provides a comprehensive overview of CORU which the FBI describes as „an anti-Castro terrorist umbrella organization“ headed by Orlando Bosch. The report records how CORU was created at a secret meeting in Santo Domingo on June 11, 1976, during which a series of bombing attacks were planned, including the bombing of a Cubana airliner. On page 6, the report relates in great detail how Orlando Bosch was met in Caracas on September 8, 1976, by Luis Posada and other anti-Castro exiles and a deal was struck as to what kind of activities he could organize on Venezuelan soil. The document also contains substantive details on behind-the-scene efforts in Caracas to obtain the early release of Bosch and Posada from prison.

IRAN-CONTRA AND POSADA (A.K.A. RAMON MEDINA)

Document 14: September 2, 1986, Contra re-supply document, [Distribution of Warehoused Contra Weapons and Equipment – in Spanish with English translation]

After bribing his way out of prison in Venezuela in September 1985, Posada went directly to El Salvador to work on the illicit contra resupply operations being run by Lt. Col. Oliver North. Posada assumed the name „Ramon Medina,“ and worked as a deputy to another anti-Castro Cuban exile, Felix Rodriguez, who was in charge of a small airlift of arms and supplies to the contras in Southern Nicaragua. Rodriguez used the code name, Max Gomez. This document, released during the Congressional investigation into the Iran-Contra operations, records both Posada and Rodriguez obtaining supplies for contra troops from a warehouse at Illopango airbase in San Salvador.

Weiterführende Artikel:
Awkward test of antiterrorism begins in Texas

Anti-Cuban Terrorists: the Iran-Contra Affair and other Crimes

What the CIA Could Learn from Venezuela: The Luis Posada Carriles Case

Posada has something on Bush, says expert on Kennedy case

Tango mortale Artikel in Telepolis

Fluchthelfer Washington Artikel in Telepolis

MP3 von Amy Goodman Democracy Now.

terror

Anschlag auf US-Botschaft in Athen – Angriff mit Rakete

Athen – Die US-Botschaft in Athen ist mit einer Rakete angegriffen worden. Dies teilte die griechische Polizei am Morgen mit. Verletzt wurde niemand.

Die Rakete sei in der Nähe des Haupteingangs eingeschlagen und im Innern des Gebäudes explodiert, sagte die Polizei weiter. Wer für den Angriff verantwortlich war, war zunächst nicht bekannt. Die Explosion sei um 04.55 Uhr MEZ gehört worden, teilte die Feuerwehr mit.

Nach Angaben des US-Aussenministeriums gab es keine Opfer. Nach ersten Angaben von Augenzeugen ereignete sich die Explosion am Haupteingang des Gebäudes. Die Botschaft bleibe zunächst geschlossen, teilte ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington mit.

Die Polizei sperrte weiträumig ab und durchsuchte das Gelände mit Spürhunden. Vier Löschfahrzeuge waren im Einsatz. „Man hörte die Explosion im Hof,“, sagte ein Augenzeuge dem privaten Radiosender Skai. Dann sei über dem Haupteingang, in der Nähe des Adler-Emblems, ein Feuer ausgebrochen.

Nach Medienberichten wurde ein Fenster in der Nähe des Emblems zerbrochen. Die US-Botschaft in Athen ist eines der am besten gesicherten Gebäude in der griechischen Hauptstadt. Vor zehn Jahren hatten Terroristen des „17. November“ eine Rakete in den Hof der Botschaft abgefeuert, jedoch keine Opfer verursacht.

Krieg

U.S. sends stealth fighter planes to South Korea

Seoul – The United States is deploying a squadron of stealth fighters to South Korea, a U.S. military spokesman said on Wednesday, amid speculation that North Korea may be ready to test a second nuclear device.

The United States is sending about 15 to 20 of its F-117A Nighthawk fighters to South Korea, the spokesman for U.S. Forces Korea said.

„This is a routine deployment,“ said Kim Yong-kyu. „It is a regular operational matter.

The U.S. military has sent the radar-evading fighters regularly to South Korea for stays of a few months over the past few years. North Korea has criticized previous deployments as preparations for invasion and nuclear war.

Holloman Air Force Base in New Mexico, where the squadron is stationed, said in a Web posting that the fighters left earlier this week for South Korea. About 250 to 300 airmen were sent to South Korea for previous deployments.

„This precision-strike aircraft penetrates high-threat airspace and uses laser-guided weapons against critical targets,“ the U.S. Air Force said in a Web posting. North Korea conducted its first test of a nuclear device on October 9.

The U.S. television network ABC cited U.S. officials last week as saying North Korea was preparing for another test. However, both U.S. and South Korean officials have publicly said that there was no evidence a test was imminent.

deutschland

Die neue (Un)Sicherheitspolitik Deutschlands (10) Superschnüffler – Verfassungskiller

Michael Schulze von Glaßer – Zum „Wohl des Volkes“ gehört ein gewisser Wohlstand, der aber in diesen Zeiten des gekürzten Arbeitslosengeldes und gestiegenen Ausgaben für „Verteidigung“ für viele Menschen längst nicht mehr gegeben ist, und obwohl die Armee im Grundgesetz dazu verpflichtet ist das Wohl des eigenen Volkes zu schützen, kommt sie dieser Aufgabe immer weniger nach.

Denn die Bundeswehr sieht die Sicherheitslage Deutschlands bedroht und gibt an, wie auf Seite 28 des Weißbuches behauptet:

„den freien und ungehinderten Welthandel als Grundlage unseres (des deutschen) Wohlstands zu fördern und dabei die Kluft zwischen armen und reichen Weltregionen überwinden zu helfen“.

Aber will die Regierung den Wohlstand armer Weltregionen wirklich fördern oder will sie die Menschen in den armen Ländern nur ausnehmen?

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte kürzlich der Bild am Sonntag:

„Als Deutsche wollen wir Exportweltmeister bleiben. Deshalb müssen wir an stabilen Verhältnissen in jenen Regionen interessiert sein, in denen unsere Waren und Dienstleistungen abgenommen werden.“

Damit Deutschland sich auch weiterhin mit dem Titel „Exportweltmeister“ schmücken kann, wird das Grundgesetz missachtet und Kriege geführt. Außenminister Steinmeier (SPD) legt sein Augenmerk vor allem auf die Regionen, die der deutschen Wirtschaft nützen, weil ihre Waren dort verkauft werden können, beispielsweise im Kongo. Andere Weltregionen bringen der deutschen Wirtschaft keinen Nutzen und müssen daher auch keine Intervention fürchten. Dabei kann die Bundeswehr durch Vernetzung mit anderen staatlichen Institutionen auf eine große Macht zurückgreifen, die sogar noch ausgebaut werden soll:

„Als ein Schritt in diese Richtung (Richtung Vernetzung mit anderen Institutionen) wurde bereits die Zusammenarbeit des Bundesnachrichtendienstes (BND) mit dem militärischen Nachrichtenwesen der Bundeswehr intensiviert. Der Bundesnachrichtendienst wird künftig im Rahmen seiner gesetzlichen Aufgaben die zentrale Lagebearbeitung für das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und die Bundeswehr gemäß deren Anforderungen übernehmen.“ (Bundeswehr-Weißbuch, Seite 29)

Dies ist eine Verschmelzung zweier Institutionen, die zumindest teilweise verfassungswidrig handeln, wie der BND-Skandal zeigt.

Der deutsche Auslandsgeheimdienst BND ist wie jeder Geheimdienst nur schwer vom Parlament zu kontrollieren und kann damit Gesetze ohne große Mühe übergehen: Ob es nun die Anwesenheit zweier BND-Spione in Bagdad ist, die den Amerikanern und Briten während des Irak-Krieges die geheimen Verteidigungspläne Bagdads gaben oder die Bespitzelung von Journalisten – der BND fiel in der Vergangenheit mehrfach durch Verfassungsbruch auf.

Nun soll der BND Aufgaben sogar der Bundeswehr übernehmen. Diese hat jedoch einen eigenen Geheimdienst, den schon oben genannten Militärischen Abschirmdienst (MAD).

Der Geheimdienst „Militärischer Abschirmdienst“ wurde bereits 1956 gegründet und bekam erst Ende 1990 durch das MAD-Gesetz rechtlichen Rückhalt. Das Budget dieses Geheimdienstes der offiziell 1.300 Mitarbeiter hat, betrug im Jahr 2005 knapp 74 Millionen Euro. Als Teil der Bundeswehr untersteht er dem Bundesministerium der Verteidigung. Zu den Aufgaben gehören praktische Dinge wie der Schutz sensibler militärischer Bereiche und Spionageabwehr, aber auch der Kampf gegen Extremismus und vor allem der Schutz der Verfassung, aber dass der Militärische Abschirmdienst diese hier zuletzt genannte Aufgabe, den Schutz der Verfassung, nicht wahrnimmt, scheint erwiesen.

Mit dieser Quasi-Verschmelzung des BND und MAD entsteht ein neuer Supergeheimdienst, der Deutschland noch weiter in Richtung eines Überwachungsstaates drängt – ähnlich wie Blairs Big-Brother-Britannien. Es ist auffallend, wie die Bundeswehr auf alle Bereiche Einfluss nehmen will. Egal, ob es nun die Aufgaben von Geheimdiensten oder die der Polizei sind – die Bundeswehr will mehr Macht. Doch eine übermächtige Bundeswehr ist gefährlich, denn schließlich sollen nicht die Militärs bestimmen welche Politik gemacht wird, sondern die Zivilbevölkerung und die von ihr demokratisch gewählten Vertreter.

Streng genommen müsste demnach, um Demokratien zu schützen jede Art jede Art militaristischer Organisation weltweit verboten sein, denn auffallend ist, wie sich überall Militärs immer wieder erfolgreich an die Macht hieven und die von ihnen beherrschten Länder diktatorisch knechten. Egal, ob es nun die noch junge Militärdiktatur in Thailand oder der Putsch des kürzlich verstorbenen Diktators Pinochet ist: Militärs killen die Verfassungen.

Aber: Wer schützt die Weltbürger vor den Militaristen? Wer soll die Macht haben, Militaristen zu stoppen?

© by Michael Schulze von Glaßer

deutschland

Die neue (Un)Sicherheitspolitik Deutschlands (9) Angriffskriege über alles

Michael Schulze von Glaßer – Im Weißbuch unterstreicht die Bundeswehr den Status des Grundgesetzes als höchstes Gut der deutschen Gesellschaft und stellt sich wie selbstverständlich unter diese Verfassung. Dabei handelt die Bundeswehr oft mit sehr zweifelhaften und unrechtmäßigen Methoden:

Seit 1992 werden die Aufgaben der Bundeswehr immer stärker ausgeweitet. Ohne eine entsprechende Änderung im Grundgesetz der Bundesrepublik, wurde plötzlich in Konflikte eingegriffen.

2006 wurde das Mandat der „Operation Enduring Freedom“, an dem die Bundeswehr teilnimmt, zum fünften Mal verlängert. Dabei ist mittlerweile bekannt, dass die Bundeswehr innerhalb der Mission zumindest zeitweise völkerrechts- und verfassungs- widrig handelte indem sie Kriegsschiffen von Amerikanern und Briten in 26 erwiesenen Fällen Geleitschutz gaben – obwohl diese Kriegsschiffe in einen völkerrechtswidrigen und von den Vereinten Nationen geächteten Angriffskrieg verwickelt waren (dem Krieg im Irak).

Die Bundesregierung erlaubte es den Amerikanern und Briten während des Völkerrechtswidrigen Angriffskrieges auf den Irak mit Militärflugzeugen über deutsches Hoheitsgebiet zu fliegen. Die Amerikaner nutzten sogar die US-Air-Base im rheinland-pfälzischen Ramstein als Ausgangspunkt von Angriffen.

Die Bundesregierung begründete die offensichtlichen Rechtsbrüche immer wieder mit dem Einhalten multilateraler Verträge als NATO-Bündnispartner. 2005 erklärte das Bundesverwaltungsgericht diese Behauptung in einem Urteil jedoch für absolut falsch.

Die „taz“ schrieb am 13.November 2006 es sei die Bundesregierung, die verhinderte, dass das „Völkerrecht“ in den EU-Verfassungsentwurf als Grundlage militärischen Handelns genannt wird.

Auch im „Weißbuch 2006“ ist nie vom „Völkerrecht“ die Rede. Als internationale Rechtsgrundlage werden nur Phrasen wie „nach den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen“ oder nach „den Regeln der UNO“ benutzt, aber nie eine wasserdichte Formulierung wie beispielsweise „nur auf Basis eines Mandats des UNO-Sicherheitsrates“.

In Artikel 26 des Grundgesetzes ist es Deutschland verboten einen Angriffskrieg vorzubereiten: Zu (1), Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

Angriffskriege vorzubereiten ist also verboten, einen Angriffskrieg zu führen jedoch nicht. Was die Väter des Grundgesetzes mit dem Artikel 26 aussagen wollten, ist klar: Nie wieder sollte Deutschland einen Angriffskrieg führen. Nach zwei Weltkriegen sollte Deutschland endlich friedlich werden. Doch 50 Jahre nach Inkrafttreten der Verfassung, sind besonders Militärs wieder an Angriffskriegen interessiert, und behaupten dreist, dies sei zum „Wohle Deutschlands“. Die Lust und die Sucht der Verantwortlichen der Bundeswehr am Angriffskrieg sind längst pathologisch gefestigt und zwar manisch-depressiv. Eine mögliche Ursache: Vorwürfe der Medien in den Siebziger und Achtziger Jahren demnach die Bundeswehr zu einer reinen Gammel-Armee verkommen sei: Immer nur so tun als ob. Das muss schwer in den Gehirnen fanatischer Militaristen wiegen und deprimieren. Derart gekränkt schafften sie es 1999 mit Biegen und Brechen am völkerrechtswidrigen Krieg gegen die ehemals souveräne Bundesrepublik Jugoslawien teilzunehmen. Die Ausreden der Regierung und der Bundeswehr waren dabei primitiv wie keck: Sie hätten den Krieg schließlich nicht vorbereitet, diese Aufgabe den anderen Staaten überlassen. Dieser Schlag gegen das Grundgesetz zeigt, mit welchem Hohn und Spott die Bundeswehr gegen Gesetze, die ihnen im Weg stehen, vorgeht.

Interessant ist ebenfalls, dass die Bundesregierung – obwohl sie bekennend am „Krieg gegen den Terror“ teilnimmt – keine Definition von „Terroristen“ vorlegen konnte. Wer als Terrorist gilt, bleibt unklar. Es könnten praktisch alle Deutschen sein, immerhin terrorisieren die sich längst in Nachbarschaftskriegen gegenseitig, über die in Politik und Pressemainstream gefeixt wird. Und zusätzlich scheint es, als wenn sich das US-amerikanische Feindbild vom sonnengebräunten vollbärtigen Mann mit muslimischer Kopfbedeckung auch in Deutschland wie ein bösartiges Geschwür schon festgesetzt hat.

Mit der gesetzlich geregelten Wehrgerechtigkeit hält es die Bundeswehr derweil auch nicht mehr so streng und ob jemand gemustert wird oder nicht, ist – wie beim Lotto – vom Glück abhängig.

Als einen Höhepunkt im „Konflikt zwischen Bundeswehr, Recht und Moral“ nannte der Spiegel am 18.Dezember 2006 in einem Artikel die Totenkopf-Affäre der Bundeswehr. Einige hochrangige Soldaten hatten sich in Afghanistan mit menschlichen Gebeinen aus einer „Kieskuhle“ in heroischen Posen fotografieren lassen. „Wer sich so verhält, hat in der Bundeswehr keinen Platz“ empörte sich Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) über den Vorfall. Anscheinend täuschte sich der promovierte Jurist Jung mit dieser Äußerung selbst, denn nach Abschluss der Ermittlungen will Jung nun den Empfehlungen der Heeresleitung folgen und lediglich gegen fünf Beteiligte disziplinargerichtliche Maßnahmen einleiten. Als Höchststrafe müssen vier Unteroffiziere eine zweijährige Beförderungssperre befürchten – obwohl „befürchten“ eigentlich das falsche Wort dafür ist. Ein beteiligter Reservist darf vielleicht für die nächsten Jahre an keiner Wehrübung mehr teilnehmen. Dafür wird er sich seine Befriedigung möglicherweise bei den „Wehrsportübungen“ rechtsradikaler Bundeswehrfans holen können.

Fazit: Das Grundgesetz wird von der Bundeswehr mit Füßen getreten und andere internationale Gesetze nicht anerkannt. Deutsche Bundeswehr-Angehörige dürfen mit menschlichen Gebeinen posieren ohne große Repressionen befürchten zu müssen.

Die deutschen Militärs haben für das Grundgesetz offensichtlich nur Spott übrig. Sie interpretieren das Grundgesetz absichtlich falsch und umgehen es, damit sie Angriffskriege führen und unterstützen können. Sie scheinen geradezu nach Krieg zu lechzen.

© by Michael Schulze von Glaßer