vermischtes

Sehr geehrter Herr Engelbrecht

Dr. Alexander von Paleske – Mit Interesse habe ich Ihre Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

Zur Klarstellung:

1. In Botswana gibt es nur eine völlig unbedeutende Anzahl an Leprakranken. Im übrigen klassifizieren wir hier in Botswana mit seinem entwickelten Gesundheitssdienst, (und gleiches galt bis zum Jahre 2000 auch für Zimbabwe) nicht Malaria oder simplen Durchfall als AIDS.

Die Klassifizierung erfolgt hier in Botswana in keiner Weise anders als beispielsweise in Deutschland. Wir testen HIV-Antikörper, Viruslast und CD4- Lymphozyten routinemässig. Herr Max Essex, der übrigens hier arbeitet, würde diese von Ihnen zitierten Thesen aus dem Mittelalter der HIV-Virus Erkenntnisse auf gar keinen Fall auf die jetzige Situation in Botswana angewandt wissen wollen.

2. Botswana gehört zu den Ländern in Afrika mit dem höchsten Pro-Kopf Einkommmen, von 1/3 Unterernährung daher keine Rede

3. Gleichzeitig gehört Botswana zu den Ländern mit der höchsten Zahl von HIV–positiven Patienten.

Ich habe in meinem Bericht ausgeführt, dass wir hier in Botswana aber auch in Zimbabwe und gleiches gilt für Südafrika ein völlig neues Spektrum von Erkrankungen sehen. Dieses Krankheitsspektrum ist gekennzeichnet duch

– Opportunistische Infektionen wie z.B.Pneumocystis, Kryptococcus und Zytomegalie. Mit keinem Wort gehen Sie auf diese Katastrophe ein. Diese Erkrankungen haben wir, und ich spreche nunmehr aus 20-jähriger Erfahrung vor Ort, vorher nur sehr selten gesehen. Sie sind zusammen mit der Tuberkulose die Haupttodesursache geworden.

Allen diesen Patienten ist gemeinsam, dass sie nicht nur einen positiven HIV-Antikörpertest haben, sondern dass das Immunsystem praktisch zusammengebrochen ist, was sich durch die extrem niedrige Zahl von CD4-positiven Lymphozyten dokumentiert.

Ihr Mitstreiter Köhnlein behauptet nun, dass dies wohl ein angeborenes Immundefizienzsyndrom sein müsste.Ein angeborenes Immundefizienzsyndrom, das offenbar gleichzeitig und massenhaft mit dem Erscheinen von HIV -Positivität auftrat. Mit dieser Behauptung hat er sich wohl endgültig in die medizinische Phantasiewelt verabschiedet.

Parallel dazu ist es zu einem steilen Anstieg der Tuberkuloseerkrankungen gekommen, ohne dass sich an der Ernährungslage auch nur irgend etwas geändert hätte. Auch hierzu können Sie absolut nichts sagen. Diese Tuberkuloseerkrankungen waren vorher eindeutig im Absinken begriffen.

Auch habe ich ausgeführt, dass eine erschreckend hohe Anzahl von Säuglingen und Kleinkindern an schweren Infektionserkrankungen leiden, sie nicht gedeihen und zum überwiegenden Teil im Alter bis zu 5 Jahren sterben. Und dies bei völlig adäquater Ernährung. Gemeinsam ist bei ihnen der positive HIV-Antikörpertest, sonst nichts.

Woher, wenn nicht duch Virusübertragung, soll denn diese massenhafte Immundefizienz kommen? Vom Klapperstorch?

Da, jedenfalls in Zimbabwe , aber auch bis vor 2001 hier, die Kinder keine antiretroviralen Medikamente bekamen, scheiden alle Ihre anderweitigen Erklärungsversuche aus.

Und wie können Sie sich erklären, dass bei einer HIV-positiven Mutter, die mehrere Kinder hat, gute Ernährung vorausgesetzt, nur ihre HIV- positiven Kinder diese Probleme haben und früh sterben?

Es hat sich, wie ich ausführte, eine völlige Verschiebung des Krankheits- und Mortalitätsspektrums gezeigt.

Schliesslich habe ich darauf hingewiesen, dass wir nun auch in der Onkologie ein völlig anderes Krankheitsspektrum haben.

Es ist zu einem steilen Anstieg der Krebserkrankungen insgesamt gekommen, und dies vor allem durch die häufigste Erkrankung nunmehr: das Kaposi-Sarkom, ein Krebs, der vor Auftreten der HIV-Epidemie weniger als 1% aller Krebserkrankungen betrug. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind alle Patienten HIV-Antikörper positiv und haben eine erniedrigte Zahl von CD4 Lymphozyten.

Was Sie hierzu sagen, zeigt eigentlich, dass Sie sich in die Problematik gar nicht eingelesen haben. Es ist längst medizinisches Allgemeingut, dass es im Rahmen der Immunsuppression durch das HIV-Virus zu einem erhöhten Risiko kommt, an Krebs zu erkranken. Wir sehen das hier tagtäglich. Ich empfehle Ihnen, ein Kompendium über Tumorerkrankungen, wie den Schmoll/Höffken/Possinger zur Hand zu nehmen und daselbst das Kapitel „Tumortherapie bei HIV-Infektion“ aufzuschlagen.
Herr Köhnlein kann Ihnen da sicher behilflich sein.

Nun noch etwas zu den „Pillen“ wie sie Sie nennen, die nach Ihrer Ansicht nur dem Patienten schaden und den Profit der Pharmaindustrie mehren. Sie würden vermutlich anders sich äussern, wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, z.B. hier vor Ort zu sehen, wie Patienten die auf der Trage oder im Rollstuhl kamen, nun wieder so weit hergestellt sind, dass sie einer normalen Beschäftigung nachgehen können, dank HAART.

Dass dies keine Heilung ist, wer weiss das nicht, aber eine signifikante und sinnvolle Lebensverlängerung.

Da Sie ja Herrn Mbeki, den Präsidenten von Südafrika bei seinen Entscheidungen (leider muss man sagen) beraten durften, hier noch ein paar Zahlen, die den Erfolg Ihrer gemeinsamen Arbeit unterstreichen:

Diese Zahlen stammen wohlgemerkt von der Regierung:
(Siehe auch LANCET Vol 368, September 30, 2006)

1. In den Jahren von 1997-20O4 haben sich die Todesfälle in der Altergruppe der 20-39 jährigen Frauen mehr als verdreifacht und mehr als verdoppelt in der Altersgruppe der 30-44 jährigen Männer.

2. In den öffentlichen Schwangerschaftskliniken lage die Rate von HIV-Antikörper-positiven Fraün im Jahre 1990 bei 1%, 1997 bei 17% und 2004 bei 30%. Als Todesursache führten opportunistische Infektionen und TB.

3. Der Präsident des Medical Research Council von Südafrika, Anthony Mbewu, rechnet mit insgesamt 336.000 AIDS-Toten für den Zeitraum von Juli 2005-Juli 2006. wie er einem Ausschuss des südafrikanischen Parlaments jüngst berichtete.

Wer angesichts dieser Katastrophe den klaren Zusammenhang von HIV und AIDS leugnet ist ignorant.

Wer aber dem Präsidenten eines solchen von der Epidemie heimgesuchten Landes auch noch falsche Ratschläge gibt, der ist macht sich mitschuldig.

Dr. Alexander von Paleske

Sehr geehrter Herr Engelbrecht
HIV kein Virus oder harmloses Virus?
Kampf gegen AIDS: Gesundheitsministerin bevorzugt Gemüse statt Kondome
Machtkampf am Kap

terror

Ghost Plane: The True Story of the CIA Torture Program

Democracy Now!

STEPHEN GREY: Hi.

AMY GOODMAN: How did you first learn about these renditions?

STEPHEN GREY: Well, funnily enough, I was first told about renditions by a man who became the head of the CIA, Porter Goss. He was then a congressman and head of the House Intelligence Committee. And he told me — I asked him whether they would find a way of capturing bin Laden, and he said, “Oh, this is called rendition. Do you know about this?” And I said, “No, I have not heard of it.” He said, “It’s a way of bringing people to a kind of justice.” And that really set me on the trail to uncover this whole network of prisoner detention in secret.

AMY GOODMAN: And so, where did you go from there?

STEPHEN GREY: Well, when the Guantanamo Bay camp was opened up in Cuba, and we saw all those images of those prisoners there, I asked about this, and some people who are close to the CIA told me, “Look, this is the press release. This is what the they want you to see. This is where they’re taking the cameras. But you should know there’s a much wider system of detention, of camps around the world where people are being taken.” And that really inspired me to try and get behind that and find out where they all were and what was happening to them.

And in fact, quite soon afterwards — well, a few months — actually a year later, when Maher Arar was first released, he was one of the first victims of the rendition program to come out. And he described so compellingly what happened to him and how he was taken in this Gulfstream jet, this executive jet, which seemed bizarre, flown across the Atlantic from America to Syria, and described the terrible torture that he faced. That also quite inspired me to sort of find out what happened to everyone else. And, as you know, that use of these plans proved to be quite a clue as to how we could unlock this whole scandal.

AMY GOODMAN: Now, you actually were able to pinpoint the plane that Maher Arar was put on when he was sent to Syria?

STEPHEN GREY: That’s right. I mean, I was able to find that actually the movements of these private jets, probably through some errors by the agency and others involved, were quite easy to track around the world. So I found out not only his plane, but a total of about 20 different planes used by the CIA and allied agencies to move people around the world. I got thousands of flight plans of these planes. What was important was you had people like Maher Arar and others coming out and making these statements of rendition: “I was sent to Egypt, Morocco, Syria.” And you wondered, you know, should you believe these people? They’re accused of being terrorists, etc. You wanted to find out some way of verifying their statement. And the importance of these planes was, they allowed us to confirm precisely that exactly what they said had happened was true.

AMY GOODMAN: So, tell us, what was the company that owned the plane? What was the plane? How did it work?

STEPHEN GREY: Well, one of the main companies that is being used for these renditions is called Aero Contractors. It’s a company based in North Carolina

AMY GOODMAN: That’s A-E-R-O?

STEPHEN GREY: That’s right, yeah. And this is a company that is at the center of the CIA’s aviation network. I was initially wondering whether it was just a normal private company that perhaps had a contract with the CIA. As we dug into it more deeply, we discovered it actually was the CIA, and I eventually found some pilots who used to work there, who described how they got their job working for Aero Contractors by being interviewed by the CIA.

There was an advertisement. There were adverts from the CIA saying, you know, we need all these kind of people, including pilots. And they replied to those jobs. They got vetted by the CIA. They got put on what they called “the box,” the polygraph, in a hotel not far from the CIA’s headquarters in Langley, Virginia.

Finally, they were taken to Langley and provided with a series of cover identities, false aviation licenses, false credit cards, false driving licenses by the CIA. Funny enough, actually, one of them involved said that he was given a form to sign when he joined the CIA, saying, “I will never claim I’m from the CIA. I’ll never say I’m a CIA employee.” He signed the form, but the CIA kept all the copies. But he knew who he was working for, and they all spent many years working with the CIA around the world. It’s definitively a CIA operation.

AMY GOODMAN: And where did they fly Maher Arar out of from the New York area?

STEPHEN GREY: Yeah, he was flown out of the local airport here in New Jersey, Teterboro, picked up there. There was an FBI involvement in that particular operation, because it came out of New York, the U.S. airspace. So it wasn’t a sort of typical rendition. My understanding is the CIA took over. He was flown from Teterboro to Dulles Airport, where a new team took over. And then he was flown from there to — via Athens — sorry, via Rome in Italy, and then the plane then landed in Jordan. At that point, I think, the CIA took over.

He was then taken — he was beaten in Jordan, and then he was driven over the border into Syria to this place. You’ve mentioned the Palestine Branch. It’s one of the worst interrogation centers in the world. And what I found that what I’ve — in this book, in researching this book, that when he got there, he wasn’t the only person that had been sent there by the United States. Up to seven other prisoners were sitting in these same cells about the size of graves, three-foot wide, six-foot wide. And up to seven other prisoners there at the time had all been sent there by the United States.

AMY GOODMAN: Are they still there?

STEPHEN GREY: Well, some them are. I mean, the whole story of this rendition program is that there are only a few people who have emerged to tell their stories, and so many others have disappeared completely. We don’t know where they are. There’s no accountability as to what’s happened to them.

There was one man connected with the Hamburg cell, probably a suspected terrorist who was sent there in December 2001. He’s quite a big man. He couldn’t even fit in the cell. And he’s been held there for over a year in this tiny solitary cell, beaten and beaten constantly and never brought to trial. So, although people say that he’s a man who’s been involved in the 9/11 attacks, he was deliberately sent to a place where he couldn’t be brought to trial, where we couldn’t hear the evidence against him. So we don’t know the truth about these allegations.

AMY GOODMAN: We’re talking to Stephen Grey, an award-winning investigative reporter who’s contributed to the New York Times, Newsweek, the Atlantic Monthly, many other publications, first exposed the rendition program back in 2004. His book is called Ghost Plane: The True Story of the CIA Torture Program. We’ll be back with him in a minute.

AMY GOODMAN: We’re continuing our conversation with Stephen Grey. [He] has authored Ghost Plane: The True Story of the CIA Torture Program. You have documented in this book something like, what, 87 people who have been the victims of this program?

STEPHEN GREY: That’s right, yeah.

AMY GOODMAN: Why is it called “extraordinary rendition”?

STEPHEN GREY: Well, it’s extraordinary because of the way that it was transformed from a program that brought people back to justice in the United States to a public trial before a judge and jury to a program that took people to places where they wouldn’t face such justice. So, rendition itself has been around for a long time, in fact since the 1880s, and has always been about, you know, snatching people where you wanted in the world. It’s been legal in U.S. law — and not perhaps in other countries — but in the 1990s they started using it to send people to other countries. So it actually started under President Clinton.

But the difference that occurred after September 11th was that it greatly expanded, but also it was used after that period to send people to places where there weren’t even any charges against them. It was used to take people off the streets that were considered a threat and were sent to countries where they had no connection at all. I mean, Maher Arar, as you know, was a Canadian citizen, was sent to Syria. We’ve got an Egyptian citizen sent to Libya. We’ve got Ethiopian citizens sent to Morocco, really showing how it was used as a method of outsourcing of interrogation, not simply just to imprison people somewhere else.

AMY GOODMAN: Talk about the case of Muhammad Haydar Zammar?

STEPHEN GREY: Right. Well, he was one of the key suspects from 9/11. In fact, when he was captured, he was captured in Morocco in December of 2001. He was one of the first people in U.S. custody for the 9/11 attacks. And you would have thought that after those attacks, when the FBI and the other agencies were given the mission of finding those responsible, that he would have been held by the United States, brought to trial perhaps, questioned in New York. But, in fact, he was sent to Syria. His interrogation was outsourced to Syria.

And I got hold of a German intelligence report, which specifically states how the U.S. organized that transfer to Syria, and what’s more, there were trade-offs involved. They asked the Moroccan government, which was involved in that transfer — sorry, they asked the European Union not to criticize Morocco over human rights, because of this transfer, because of Morocco’s cooperation in the war on terror. So you see that behind this network of transfers and cooperation, there are trade-offs in the way that we deal, with soft glove, some of the people that we would otherwise criticize over human rights.

AMY GOODMAN: Well, I mean, astoundingly, Syria itself. You had President Bush, just a few weeks ago at the UN General Assembly, calling Syria the crossroads for terrorism. Yet behind the scenes the U.S. is cooperating with Syria in having prisoners sent there to be tortured?

STEPHEN GREY: Well, I think the contradictions here have been so apparent that the relationship probably has deteriorated recently. But even going back to this period — busy period after 9/11, 2001, 2002, at that point the State Department was saying very clearly that people would be tortured in Syria. The Syrian regime was put on the candidate list, if you like, of the axis of evil. It was stated very clearly, this is a country condemned by George Bush for its legacy of torture and oppression. And at the same time, they were sending people to Syria.

And the key thing was, this was a covert operation. It was embarrassing, and it’s still the most embarrassing country for the administration, because they’ve talked about their agenda of spreading freedom and democracy in the Middle East, and yet the same people who are preventing that democracy from happening, the secret police of these countries, are on the other hand referred to as liaison partners in the war on terror, people we work with, the same people who are locking up dissidents who want to bring the kind of democracy that everyone, I think, in the United States would like to see in these countries.

AMY GOODMAN: Stephen Grey, last December, Secretary of State Condoleezza Rice said, “The United States has not transported anyone and will not transport anyone to a country, when we believe he will be tortured.”

STEPHEN GREY: Well, it’s not true. And I think she knows that. They have preserved a legal fiction, when they’ve sent people to these countries, by asking those countries — sometimes just verbally — to say that they won’t be tortured, to say that they’ll be given a fair treatment, they’ll be brought to trial. But what was interesting in researching this book was, I went back to some of the people involved in this rendition program from the earliest period, and they said quite categorically — some of these people, you know, believe that rendition is a good thing, and they still defend it, but the one thing they’re absolutely clear about is, they told everyone in concern, they told the White House, they told the directors of the CIA, they told the State Department, that sending people to these countries would involve torture. They knew there would be torture involved and all those promises that they got were a legal fiction. And one of the ambassadors — United States ambassadors to Egypt told me — it was kind of nod-nod-wink-wink that went on — they knew perfectly well these people would be tortured. So when Condoleezza Rice says that they had credible promises these people wouldn’t be tortured, she’s not telling the truth.

AMY GOODMAN: Stephen Grey, right now there are investigations going on of people being kidnapped off the streets — for example, in Milan, the Sheikh who was kidnapped. Can you talk about the prosecutors and the, was it, two dozen CIA agents who were involved with this?

STEPHEN GREY: That’s right. And they left a trail of clues behind them. They were quite surprising in the way they allowed themselves to be uncovered. What happened there was, there was a man called Abu Omar. He was under investigation for involvement in terrorism, and the Italian prosecutor involved wanted to bring him to court. In fact, if he was still in Italy now, he would be in court. He would have been prosecuted in a normal way in an open court. They were collecting evidence against him.

But what happened instead was that in February of 2003, he was snatched off the streets and taken in a series of executive jets via Germany to a jail cell in Cairo, where he says he was severely tortured. He was released briefly, and he made a phone call back home to his family in Milan and explained what had happened and how he had been kidnapped. And because Italian police were listening to that phone call, the story was revealed.

He was quickly re-arrested after making that call. Presumably the Egyptians were listening, too. But that unlocked that whole scandal in Italy. And the Italian prosecutors, who believe that terrorists should be prosecuted in a court of law, rather than being tortured in a jail cell in Egypt, have pursued this case absolutely vigorously.

And there’s going to be a trial very shortly of the CIA agents involved. There are arrest warrants for them. None of them are being caught. Perhaps they never will be, but there will be an open trial, perhaps held in their absence, that’s going to take place in Italy and will expose further details of this whole operation.

AMY GOODMAN: What about Khaled El-Masri and the German investigation that’s going on into that?

STEPHEN GREY: Well, this is a pretty live story. The German government have treated the rendition of their citizen, Khaled El-Masri, who was on holiday in Macedonia in Eastern Europe — he was picked up and flown to a CIA prison in Afghanistan, held for five months without any charges, without any accusations made against him, finally released without any compensation, without any apology, without any confirmation by the CIA that they carried out this act. He has returned to Germany and made the complaint to the German government. And what’s interesting is the German government are treating that as a criminal offense, as a suspected kidnapping. And now they’re looking to find those responsible. And it looks like, in the coming weeks, they’re going to issue an arrest warrant for some of the people they believe carried out that transfer from Macedonia into Afghanistan. I mean, it’s one of those things.

We’ve — in order to investigate this story, I’ve had to try and trace some of the companies involved, some of the individuals, to try and prove what has been kept secret, the fact that the U.S. government has been responsible for these transfers. And, you know, we wouldn’t have had to do any of that, we wouldn’t have had to dig into any of these CIA operations, if the government had actually just come clean and said, “Yes, we are the ones that were responsible for this transfer. And if we made a mistake, we’ll apologize.”

There’s, you know, an old phrase: trust, but verify. If you want to trust these people, you want to send prisoners to countries like Uzbekistan, for example, where they boil prisoners alive — they’ve been known to do that. I mean, I don’t know how many people have been treated in that way, but it’s a country run by an ex-communist who’s known for that treatment. Well, if we’re going to send people to that country, the least you can do is confirm that you’ve done that. Instead of taking part in a disappearance, take part in an open procedure, where there’s a chance of verifying how these people are being treated. But, in fact, the whole program is being protected by secrecy, and it’s kind of forced us to do all these investigations just to prove what’s been going on.

AMY GOODMAN: We’re talking to Stephen Grey. He’s author of Ghost Plane. You make the argument in your book that the harsh treatment, that the torture, that the extraordinary renditions that are used to talk about fighting the war on terror is actually hurting the war on terror. How?

STEPHEN GREY: Yeah, it’s not a point that I really make myself, but a point that has been made to me by many of those involved, some of the most experienced people in fighting to counter insurgency around the world, military officers and CIA — and former CIA operatives. It’s hurting, because — I think you have to go back to what would people like Osama bin Laden like us to do. What do they want us to do? They want us to torture. They want us to take oppressive acts, because that wins recruits to their causes. It’s an old lesson of — an old method of terrorists. Take a small minority extremist group, how do they win support? How do they turn themselves into a mass movement?

The answer is, cause a terrorist action, kill an innocent people, provoke an enormous reaction which rounds up people who are innocent, causes people to want to take revenge for what’s happened to their families. And this is what’s happened. There’s been a massive reaction. There are people who have been turned into terrorists, as a result of some of the repressive actions that have taken place. And rendition is one of those repressive actions.

AMY GOODMAN: Stephen Grey, I want to ask you about Venezuela. In your book, you write, “The data exposed secret operations by the CIA around the world, even the presence of planes previously used by the CIA in Venezuela at the time, as activists there were alleging, the CIA was plotting a coup back in 2002.”

STEPHEN GREY: Right. This is a story that needs further investigation, and I mention it because I think it’s quite important to know what really happened there and whether the CIA was involved, and other agencies, in trying to prevent Chavez from taking power in Venezuela. What we do know is that there were allegations of a coup attempt against Chavez. And what’s very interesting is to see that planes that have been used by the U.S. government and, for example, have appeared at Guantanamo Bay — it’s not like ordinary planes that go and visit Guantanamo — and have been chartered for various other operations. In fact, you know, the same plane that took Maher Arar from John F. Kennedy to Syria, the man we’ve discussed who was tortured in Syria, that plane also turned up in Venezuela. And it’s just interesting to see the dates of when these planes go to Venezuela at some pretty crucial moments. But, as I say, this is a story that needs further investigation. I mention it because I think it’s important that we find out what was going on there.

AMY GOODMAN: In the footnotes of your book, you say the first appearance of a possible CIA plane in Venezuela was March 4th, 2002, one day before the coup that temporarily ousted President Hugo Chavez. The possible CIA planes also returned to Venezuela on November 19, 2002; December 6, 2003; January 3, 2004; September 3, 2003; September 4, 2003; November 9, 2004. Now, doesn’t Chavez know these planes are flying in?

STEPHEN GREY: I don’t know. They don’t come saying CIA on them. They come as private business jets that are coming into Venezuela, so I’m not sure he would know who was on board. It wasn’t the actual day before the coup. It was the day before there was a plan signed to remove Chavez.

AMY GOODMAN: Right. The coup was in April.

STEPHEN GREY: Yeah, exactly. So it’s a very interesting area. I’ve concentrated on looking at the role of these planes in rendition, but I’ve actually printed in the back of the book some of the flight logs of these planes around the world and a number of other operations they would have been involved in that would take some investigation.

AMY GOODMAN: Is the CIA or U.S. government still running secret prisons around the world?

STEPHEN GREY: It’s still holding people in secret detention, and there are many people hidden in that system. I think that what’s happened is, with the demands of the Supreme Court that the U.S. follows the Geneva Conventions, which do provide for rights of prisoners wherever they’re held to be brought before a court of law, to be held according to civilized standards, they’ve shut down many of the facilities for now, although they’ve been kind of given a new lease of life this week with the new legislation.

What’s happened is people are being disappeared into foreign facilities, and you can look at some very key people. I mentioned the case of Ibn al-Sheikh al-Libi, a very key supposed al-Qaeda operative, who provided some of the false information under interrogation that was used as an argument by Colin Powell to take this country to war in Iraq. That happened after he was rendered to Egypt. He was brought back into U.S. custody, was held in Afghanistan. And now, he’s completely disappeared. So it’s quite chilling really when the President stands up and says these jails are empty, because it makes you wonder, what have they done with everyone else? Where have they put them, you know?

There are hundreds of people that were captured in Afghanistan, for example, that were not sent to Guantanamo. They were sent elsewhere, either held within Afghanistan or sent to other countries. And when they say the jails are empty, it’s quite frightening, because you think, well, where have they put all these people? And it’s still quite a mystery.

AMY GOODMAN: Stephen Grey, we’re going to have to leave it there. His book is called Ghost Plane: The True Story of the CIA Torture Program.

Ghost Plane: The True Story of the CIA Torture Program

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Waffendiebstahl von Marly: Mutmassliche Täter verhaftet

Bern – Die mutmasslichen Täter des Waffendiebstahls von Marly wurden verhaftet. Das Diebesgut konnte grösstenteils sichergestellt werden. Die Leitung des Verfahrens wird an die zivilen Behörden übergeben.

In der Nacht auf den 21. Oktober 2006 wurden vier Personen verhaftet. Sie werden verdächtigt, am Wochenende vom 16./17. September 2006 Waffen, Munition und weiteres Material aus der Truppenunterkunft von Marly (FR) gestohlen zu haben.

Vom Diebesgut konnten sämtliche 82 Sturmgewehre, die gesamte Munition sowie der grösste Teil des Materials sichergestellt werden. Bis heute fehlen drei Pistolen sowie zwei Nachtsichtgeräte. Es ist nicht auszuschliessen, dass auch noch dieses Material sichergestellt werden kann.

Das Ermittlungsverfahren erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem militärischen Untersuchungsrichter, den Untersuchungsbehörden des Kantons Freiburg, den Polizeikorps der Kantone Freiburg, Solothurn und Schwyz sowie der Bundeskriminalpolizei und der Militärpolizei. Die Verhaftung der Täterschaft und die Sicherstellung des Diebesguts erfolgten durch die Kantonspolizei Solothurn. Erste Erkenntnisse ergeben, dass die mutmassliche Täterschaft ausschliesslich oder hauptsächlich aus Zivilpersonen besteht. Aus diesem Grund wird die Leitung des Verfahrens von der Militärjustiz an die Untersuchungsbehörden des Kantons Freiburg übertragen.

Dagegen obliegt es weiterhin der Militärjustiz zu beurteilen, ob der Truppe im vorliegenden Fall eine strafrechtliche Verantwortung in Bezug auf die Aufbewahrung und Sicherung von Waffen, Munition und Material zukommt.

deutschland

Mutiert die Bundeswehr zum faschistischen Trojaner?

Michael Schulze von Glaßer – Viele rechtsextremistische Organisation umschwärmen die Bundeswehr, das ist bekannt, doch immer häufiger geht auch von der Bundeswehr selbst eine rechte Ideologie aus. Einige Vorfälle:

17. März 1997 In Detmold ziehen neun Soldaten eines Panzeraufklärungsbataillons durch die Innenstadt und brüllen ausländerfeindliche Parolen. Ein Italiener, ein Amerikaner und mehrere Türken werden von den Bundeswehr-Soldaten misshandelt.

2. Februar 1998
Der Militärische Abschirmdienst (MAD) informiert das Verteidigungsministerium in einer vertraulichen Nachricht über die Häufung rechtsextremistischer Vorfälle bei der Bundeswehr.

11. August 2000
Ein 28-jähriger Oberfeldwebel wird suspendiert, weil er die Internetadresse „www.heil-hitler.de“ betrieb. Er war zuvor schon öfter wegen rechtradikalen Äußerungen aufgefallenl.

14. März 2006
Der Wehrdienstbeauftragte im Bundestag, Reinhold Robbe, veröffentlicht einen Bericht in dem von 147 rechtsextremen, aktenkundigen Vorfällen die Rede ist. Neben rechtsextremer Musik gehören der „Hitler Gruß“ und „Sieg Heil“-Rufe zu den häufigsten Vergehen.

Dies sind nur einige von vielen Vorkommnissen, die dem rechten Lager bei der Bundeswehr zuzuordnen sind. Dass einige Soldaten nie aufhören werden, „Führers Geburtstag“ zu feiern, ist bekannt. Aber auch Wehrmachtssymbole sind nichts Neues mehr bei der Bundeswehr. Nun hat sich die Bundeswehr in der eigenen Zeitung namens „Die Bundeswehr“ einen Ausritt ins rechte Lager gegönnt. In der Oktoberausgabe des Bundeswehrblattes wird über zwei neu auf den Markt geworfene Bücher berichtet.

„Geheime Krieger“
Pikant bei diesem Buch: Der Mitherausgeber Reinhard Günzel. Der ehemalige Brigadegeneral war bis zum 4. November 2003 Kommandeur der Kommando Spezialkräfte (KSK), einer Spezialeinheit der Bundeswehr, die auch im Afghanistan-Krieg aktiv war und um die es demnächst in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss gehen wird, weil deren „geheime Krieger“ an der Folterung des ehemaligen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz (von der Mainstream-Presse bis zu seiner Freilassung „Bremer Taliban“ genannt) beteiligt gewesen sein soll. Im Jahr 2003 äußerte sich Günzel zum Tag der deutschen Einheit zu der Rede Martin Hohmanns (ehemals CDU). Die Rede Hohmanns wurde von vielen Seiten als antisemitisch gewertet und führte zum Ausschluss des Bundestagsabgeordneten aus seiner Fraktion und später auch der CDU. Auf einem Parteitag der Republikaner in Münster hielt Hohmann im selben Jahr ein Grußwort. (KSK )-Günzel äußerte sich in einem Brief zu der Rede Hohmanns. Auf dem offiziellen Briefpapier der KSK lobte Günzel Hohmanns Rede. Der damalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) hatte Günzel daraufhin entlassen.

Nicht die erste Entgleisung Günzels: 1995 äußerte Günzel sich zu seinen Erwartungen an Untergebene wie folgt: „Ich erwarte von meiner Truppe Disziplin wie bei den Spartanern, den Römern oder bei der Waffen-SS.“

Nach seiner Freistellung schrieb Günzel für die konservative „Deutsche Militärzeitschrift“, die im rechtsextremen Verlagsnetz „Lesen und Schenken/Arndt-Verlag“ von Dietmar Munier herausgegeben wird.


„Geheime Krieger. Drei deutsche Kommandoverbände im Bild. KSK Brandenburger – GSG 9“ von Reinhard Günzel, Wilhelm Walther, Ulrich K. Wegener. / „Kriegsziele und Strategien der großen Mächte 1939 – 1945“ von Heinz Horst Magenheimer

„Kriegsziele und Strategien der großen Mächte 1939 – 1945“
Das Buch erscheint im „Pour-le-Mérite“-Verlag, der ebenfalls dem als rechtsextrem bekannten Verleger Dietmar Munier gehört. Der Autor, Heinz Horst Magenheimer, ist Anhänger der „revisionistischen“ Kriegsschuldthese und bestreitet die alleinige Kriegsschuld Deutschlands im Zweiten Weltkrieg.

Die Zeitschrift „Die Bundeswehr“ meinte zu Magenheimers Buch, Deutschland habe vor einem „Dilemma“ gestanden: „Im Westen wartete Großbritannien mit der Schutzmacht USA im Rücken, im Osten lauerte die unberechenbare Sowjetunion.“

Dieser Ausrutscher der Bundeswehr Zeitschrift „Die Bundeswehr“ gibt alten, oftmals als Vorurteile, zurückgewiesenen Anschuldigungen von Rechtsextremismus in der Bundeswehr neue Kraft. Oftmals aber erkennt man die extremen rechten Tendenzen innerhalb der Armee nur auf den zweiten Blick. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang auch die Gelöbnisse der Bundeswehr die alljährlich am 20. Juli, dem Jahrestags des Attentats auf Hitler, im Berliner Bendler-Block stattfinden. Damit soll gezeigt werden, dass die Bundeswehr in einer Reihe mit dem Widerstand gegen Hitler steht – doch immer mehr Angehörige der Bundeswehr scheinen lieber in der Tradition der Wehrmacht zu agieren. Auf sie zugeschnitten ist eine weitere Zeitschrift für die viele Autoren aus dem rechten Lager schreiben: Die „Deutsche Militärzeitschrift“.


Für die „Deutsche Militärzeitschrift“ schreiben viele Autoren aus dem rechten Lager, wie das Titelblatt der Oktober-(2006- Ausgabe erahnen lässt. Frech: Die Vereinnahmung von Günter Grass, der nach eigenem Bekunden Mitglied der Waffen-SS war und dennoch als Linker bekannt wurde und dessen Werk und politische Unterstützung antifaschistisch geprägt ist.

„Deutsche Militärzeitschrift“
Die Zweimonats-Zeitschrift fällt immer wieder mit soldatischer Heldenverehrung und unkritischen Berichten über die Wehrmacht auf. Neben rechtsextremen Historikern kommen in der Zeitung auch ehemalige Weltkriegsveteranen zu Wort. Themen sind beispielsweise „Der Bombenangriff auf Deutschland“ und die „Vertreibung Deutscher aus dem Osten“. Auch wenn die Zeitschrift sich selbst relativierend als „konservativ“ bezeichnet, lassen Inserate rechtsextremer Organisationen, wie der NPD, auf einen rechtsextremen Kern schließen.

Wie morastig es um die Bundeswehr steht, lassen Äußerungen von einigen Politikern zum Fall des ehemaligen Guantánamo-Häftling Murat Kurnaz erahnen: So will Max Stadler, der innenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, die braunen Flecken von KSK am liebsten gebleicht haben: „Im Verteidigungsausschuss geht es um den ganz speziellen Vorwurf, deutsche Soldaten hätten Herrn Kurnaz misshandelt. Dieser Vorwurf muss rasch aufgeklärt werden. Das liegt auch im Interesse unserer Soldaten, denn wenn an dem Vorwurf nichts dran ist, muss er auch schnell wieder vom Tisch.“

Hans-Christian Ströbele, stellvertrender Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen sagte:

„Ich sehe, dass die „Aufklärungspolitik“ der Bundesregierung eine Art Tarnen und Täuschen in den letzten Tagen gewesen ist. Zunächst wurde geleugnet, dass überhaupt KSK-Leute zu dieser Zeit in Afghanistan gewesen sind. Jetzt wissen wir, dass war doch so und es waren auch viele, und sie hatten auch Kontakt, sie hatten Sichtkontakt, sie haben offenbar auch mit ihm gesprochen haben. Natürlich wird kein Soldat sagen, ich habe den auch gequält und gefoltert.“

Das ist zutreffend. Der für die Tat in Frage kommende KSK-Mann wurde gefunden und leugnet erwartungsgemäß. Folgt er damit (wieder) einem Befehl?

Nach einer Meldung von n-tv soll Verteidigungsminister Franz Josef Jung Vorkehrungen getroffen haben, damit sich „eine Informationspanne“ wie im Fall des Deutsch-Türken Murat Kurnaz im Ministerium nicht wiederholt. Die Meldung darüber, dass Kurnaz Anfang 2000 in einem US-Gefangenenlager im südafghanischen Kandahar festgehalten wurde und KSK-Soldaten zu ihm „Kontakt“ hatten, war aber nach Angaben des Ministeriums vom Führungsstab der Streitkräfte nicht an die politische Spitze weitergegeben worden. Unter seiner Verantwortung sei die Weitergabe von Informationen aber gewährleistet, behauptete Jung nun in einem Fernseh-Interview. Ob das zutrifft, wird sich zeigen.

Seit ihrer Gründung unter Bundeskanzler Adenauer haften der Bundeswehr Vorwürfe an, ein Hort rechtsextremer Kerle zu sein. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Aber die Beweislage verdichtet sich immer mehr dazu, dass die Bundeswehr zu einem faschistischen Trojaner mutiert. Außen die brave „Bundeswehr“ – innen die „Wehrmacht“, die an vielen Fronten kämpft?

Sahnige braucht die Bundeswehr
Die Bundeswehr – Europas Wechselbalg

vermischtes

Fahrlässige Brandstiftung – ein kosmisch-dummer Fall der Ursachenverschleierung

Harald Haack – Menschen wurden schon von Eisbrocken erschlagen und einige wenige sogar mit Eis erdolcht. Die Tötungen, die auf natürliche Ursachen beruhen, überwiegen angeblich. Aber jene, die auf nicht natürliche Weise geschahen, waren keine perfekten Morde, obwohl die eisigen Tatwaffen nie gefunden wurden, weil sie sich in Wasser verwandelt hatten. Kriminalisten kamen den schlauen Mördern dennoch auf die Spur; sonst wüsste man heute nicht, dass Eis als Tatwaffe verwendet wurde und dass der Täter den Vorteil kinetischer Energie nutzte: Die Geschwindigkeit, mit der ein „weiches“ Objekt auf ein hartes Hindernis trifft, kann verheerende Schäden an dem harten Hindernis anrichten. Karate-Sportler kennen dies und nutzen diese Technik in ihren „Bruch-Demonstrationen“.

Was dem Einen sein Eis, ist dem Anderen sein Feuer
Nun soll eine Gartenlaube in Troisdorf bei Bonn von einem „außerirdischen Sandkorn“ in Brand gesteckt worden sein, wie ein Hamburger Nachrichtenmagazin schreibt und verweist damit auf eine kosmische Ursache. Bei dem Einschlag des Himmelsobjektes soll ein 77-jähriger Rentner, der sich gerade in der Hütte aufhielt, verletzt wurden sein und Brandverletzungen an Gesicht und Händen erlitten haben. Die Polizei teilte mit, er liege im Krankenhaus. Für die Polizei Siegburg (Nordrhein-Westfalen) gebe es, nach Beratungen mit Experten, keine andere Ursache für den Brand als ein kleiner Meteorit. Der sei „die wahrscheinlichste Brandursache“. Eine vorsätzliche Brandlegung sei ausgeschlossen. Aber auch technische Ursachen oder eine chemische Selbstentzündung wurden als Ursache ausgeschlossen. Doch Beweismaterial oder Spuren von Meteoritgestein sei nicht gefunden worden.

Es soll kurz gezischt haben, dann ein Blitz und ein Knall. Und schon soll die Hütte in Flammen gestanden haben. Die Polizei will glaubwürdige Zeugen vernommen haben, die über „eine ungewöhnliche Leuchterscheinung am Himmel“ unmittelbar vor der Brandentstehung“ aussagten, die sich „als kleiner glühender Körper Richtung Boden bewegt hatte.“

Einige Experten schätzen, dass jährlich über 19.000 Bruchstücke von Kometen, Asteroiden oder abgesprengte Teile anderer Planeten, mit einer Masse von über 100 Gramm auf die Erdoberfläche, ins Meer oder auf unbewohntes Gebiet stürzen. Das ist nicht viel, wenn man die Zahl mit der Masse vergleicht, die als Raumfahrt- bzw. Satellitenschrott die Erde umkreist.


Stand hier einst die Gartenlaube eines Rentners? Besuchergruppe im Meteoritenkrater – Arizona (USA).


Der riesige Meteoriten-Krater in Arizona aus der Luft fotografiert.

Schrottige Zeugnisse hoch technisierter Zivilisationen der Erde
Unbekannt ist zwar die genaue Zahl jener von Menschen gemachten Teile, die als „Satellitenschrott“ die Erde umrunden und abstürzen. Bekannt ist aber, dass die Menge dieses Schrotts enorm ist. Nur die größeren Teile sind bekannt und werden angeblich verfolgt. Weltweit durchforsten nämlich Radarteleskope und optische Sensoren das erdnahe All nach den gefährlichen Trümmern. Nur die dicken Brocken finden sie, Teilchen mit einem Durchmesser unterhalb von zehn Zentimetern entgehen ihnen. Die kleinen und kleinsten Teile kennt also niemand. Aber jene sind es, die den Eintritt in die Erdatmosphäre oftmals überstehen und, wie in Troisdorf geschehen, Schäden verursachen können.

Die Tatsache, dass viele Orbitalteile unbekannt sind, wurde kürzlich beim letzten Shuttle-Flug der NASA zur ISS wieder einmal offenbar. Geheimnisvolle „schwarze Flugobjekte“ umschwirrten die Raumfähre, wie Nachrichtenagenturen meldeten. Die Flugkontrolle der NASA befürchtete, es handele sich um Hitzeschutzkacheln, die sich von der Raumfähre gelöst haben könnten. Astronauten im Shuttle und besonders jene in der ISS beäugten die „Flugobjekte“. Doch als die mysteriösen Teile dann vom Sonnenlicht erfasst wurden, waren sie mit einem Mal weiß und sahen wie dünne Mülltüten aus. Es handelte sich sicherlich nicht um eine von Experten vorgeschlagene Empfehlung: Sie forderten längst eine Müllabfuhr für den Erd-Orbit.

Vieles saust um den Erdball: Abdeckkappen, Farbpartikel, Fetzen aus Folien zur Wärmeisolierung, Kupferdrähte, Spannbänder, Schlacke aus Feststofftriebwerken, Schrauben und Schraubendreher, Sprengbolzen, Tropfen von Kühlflüssigkeit und eben Trümmerteile von Raketenstufen und die tief gefrorenen Urintropfen der Raumfahrer sollen hier selbstverständlich nicht verschwiegen werden. „Pipi“ im All kann, wenn es nicht durch Sonnenbestrahlung rechtzeitig verdampft, sogar die Raumanzüge der Astronauten durchschlagen. Dies ist wahrscheinlich ein Grund mit, weshalb der Urin von Astronauten und Astronautinnen recycelt und zu Trinkwasser aufbereitet wird. Aber einige NASA-Kritiker befürchten, der Urin von Apollo 13 schwirre immer noch um die Erde, denn bei jener Raumfahrtmission mussten sich die Astronauten nicht mehr in ihre Anzüge pinkeln. Eigentlich müsste deren Urin im All längst verdampft sein. Doch da Urin nicht nur Wasser ist, sondern etliche Feststoffe enthält, geht man vom Schlimmsten aus. Und noch niemand hat das Verhalten von Urin im Orbit untersucht. Eine doppelte Peinlichkeit.

Abfall also, wohin (nicht nur) das Astronauten-Auge blickt – wenn es genauer hinsieht und nicht von der Pracht des blauen Planeten geblendet wird. Und dieser Müll treibt keineswegs träge durch den luftleeren Raum. Er flitzt mit typischen Orbitalgeschwindigkeiten von mehreren Kilometern pro Sekunde um unseren blauen Planeten. Damit wird der Raumfahrtmüll zunehmend zur Gefahr – nicht allein für die Raumfahrt selbst, sondern auch für alle auf der Erde existierende Lebewesen.

Allein für Troisdorf, wo das angeblich „außerirdische Sandkorn“
Schaden anrichtete, werden von heavens-above 146 Radio-Satelliten gelistet, die den Ort innerhalb von 24 Stunden überqueren. Wie gut, dass alle noch intakt und unter Kontrolle sind! In dieser Liste nicht enthalten sind geheime Spionagesatelliten. Offiziell gibt es sie nämlich nicht. Man nennt sie deshalb auch „Black satellites“. Und was es offiziell nicht gibt aber dennoch existiert, unterliegt keiner allgemeinen Kontrolle. Sie stehen nicht still über einer Position wie beispielsweise TV-Satelliten. Die geheimen Späher umrunden den Planeten häufig in anderthalb bis zwei Stunden. Sie sind also verdammt schnell und damit auch eine Gefahr für andere Satelliten, mit denen sie kollidieren könnten.

Simple Wahrscheinlichkeitsrechnung

Es ist also mehr als wahrscheinlich, dass ein Satellit bei einer Kollision mit einem anderen Satelliten oder mit einem Meteor in der extremen Kälte des Erdschattens im Weltall in mehr als „19.000“ Kleinstteile zersplittern kann. Damit wird die „Expertenmeinung“, die an 19.000 kosmische Bruchstücke glauben, radikal negiert. Nach Angaben der NASA gibt es weit mehr als 2.000 Schrott-Teile, die derzeit im Orbit die Erde umrunden. Wie gesagt, jedes dieser Teile könnte in mehr als 19.000 Teile zersplittern. Das wäre dann schon, bei angenommenen 2.000 großen Basis-Objekten, eine Menge von rechnerisch 38 Millionen Teilen, die alle allmählich ihre Flugbahn in Richtung Erde verringern, weil die irdische Schwerkraft und Gravitation auf sie einwirkt, um sie irgendwann abstürzen zu lassen. Mindestens 38 Millionen Teile also, die auf die Gartenlaube eines rheinländischen Rentners stürzen könnten.

Während die legendäre, russische Weltraumstation MIR noch kontrolliert ins Meer stürzte, gehen manche ausgediente Satelliten über Land herunter. Wir alle können froh sein, wenn sie beim Eintritt in die Atmosphäre restlos verglühen! Schlimm aber ist, wie sehr wahrscheinlich im jüngsten Fall in Troisdorf, wenn Reste davon glühend heiß heruntergeschossen kommen und Brände verursachen.

Dabei müssen solche Teile nicht unbedingt die Größe eines Sandkornes haben, um relativ unversehrt die Erdoberfläche zu erreichen. Anfang dieses Jahres berichtete der NASA-Mitarbeiter Dr. Philipps auf seiner WebSeite „Spaceweather“ über den mutmaßlichen Absturz eines Schrott-Teiles über Polen. Das Teil, so groß wie etwa eine KFZ-Radfelge durchschlug die Windschutzscheibe eines auf einem Parkplatz abgestellten Personenkraftwagens und riss dabei ein entsprechend großes, scharfkantiges Loch im Armaturenbrett und in den Frontsitzen. Aus Großbritannien wurden in den letzten zehn Jahren mehrere ähnliche Fälle berichtet; ebenso aus den USA. Es gab aber auch Einschläge von Meteoriten, von denen einer ins Dach eines hölzernen Hauses einschlug und sich seinen Weg bis ins Erdgeschoss bahnte, wo er dann auch gefunden wurde. Das Haus aber blieb von einem Feuer verschont. Auch krachte einmal ein Meteorit in den Kofferraum eines Autos. Im Kofferraum und damit unmittelbar über dem Tank des Fahrzeugs, wurde der Weltall-Vagabund gefunden.

Nach Information der Datenbank heavens-above wurde am 4. September 1996 der US-Satellit „Pegasus DEB“ (USSPACECOM Catalog No.: 25423 / International Designation Code 1996-051-L) von einem Startplatz in den USA gestartet. Am 1. Januar 2000 stürzte er irgendwo nahe der Malawischen Hauptstadt Lilongwe (Südost-Afrika) ab.

Aber nicht nur Satelliten stellen eine Gefahr dar. Häufig sind es ausgebrannte Raketenstufen, deren Flugbahnen zwar verfolgt werden, die sich aber – im Gegensatz vieler Satelliten, die mit Steuerdüsen ausgestattet sind – nicht mehr steuern lassen. Ein Beispiel: Am 17. Januar 2003 überquerte der trudelnde Torso einer Rakete, benannt wahrscheinlich nach einem Satelliten mit „Galaxy-9“, am 24. Mai 1996 mutmaßlich von Baikonur aus ins All geschossen, das Saarland, dann Großbritannien und verfehlte knapp Island, wo er südwestlich der Insel ins Meer stürzte.

Verräterische Erdumlaufbahnen
Es ist schwer mit Amateurmitteln von dem Absturzort eines Weltraumschrottteiles auf dessen Flugbahn und damit auf dessen Startplatz zu schließen. Aber unmöglich ist es nicht für jene Experten, die täglich mit der Verfolgung des Weltraummülls zu tun haben. Bekannte Startplätze für heimlich ins All geschossene Satelliten sind der Kodiak Launch Complex in Alaska (USA, Vandenberg CLF in Kalifornien (USA) und der russische Startplatz Baikonur-Kosmodrom. Viele Flugbahnen der von dort gestarteten Raketen und Satelliten kreuzen sich über Mitteleuropa, wo viele geheime Spionagesatelliten vorbeirasen.

Kleine und kleinste Orbital-Teile neigen zu flachen Eintrittswinkeln und werden somit nicht in der Atmosphäre verdampfen, aber dennoch glühend heiß und nahezu vollständig herunter kommen, wenn sie nicht von der Lufthülle abprallen wie ein im flachen Winkel über eine Wasseroberfläche geworfener Stein.

Sandkörner jedoch sind eine typische planetare Erosionsform, entstehen aus Gestein mittels Wind, Wasser, Sauerstoff, Hitze und Kälte und existieren nur auf Planeten wie Erde und Mars und treiben eigentlich nicht im All herum. Käme eine „Fuhre Sand“ ins All, so würden sich die Sandkörner mittels Gravitation bald zu einem größeren Himmelskörper sammeln und verklumpen; eine Art Asteroid wäre entstanden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gartenlaube des rheinländischen Rentners von einem „kosmischen Sandkorn“ getroffen und in Brand gesetzt wurde, ist somit unglaublich gering aber nicht auszuschließen. Weitaus nahe liegender dürfte als Ursache jener Schrott sein, den Menschen einst in den Orbit geschossen haben – im Rahmen von zivilen oder geheimen militärischen Missionen. Aber gerade das darf offensichtlich nicht ins Bewusstsein der Menschen gelangen und so wird die Wahrheit Erklärungen wie „höhere Gewalt“ oder „kosmisches Sandkorn“ verschleiert. Denn welchen politischen Schaden könnte jener rheinländische Rentner anrichten, wollte er beim US-Präsident George Walker Bush oder beim russischen Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin Schadenersatz und Schmerzensgeld einklagen?

© 23. Oktober 2006 Copyright by Harald Haack

afrika

HIV kein Virus oder harmloses Virus?

Dr. Alexander von Paleske — 23.10. 2006 — – HIV ist ein Virus, HIV führt zu AIDS und die HIV Krankheit ist behandelbar. Das waren bisher die gesicherten Kenntnisse in der Medizin.


Unter dem Elektronenmikroskop: HIV-Virus.
© hiv.ch

Seit geraumer Zeit melden sich aber Kritiker zu Wort, die diese Erkenntnisse nicht nur in Frage stellen, sondern Gegenthesen aufstellen, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:

„HIV ist gar kein Virus, da man es bisher noch nicht im Elektronenmikroskop gesehen hat.“

„Selbst wenn es ein Virus ist, dann ist es nicht für AIDS verantwortlich.“

„AIDS ist keine Viruserkrankung, sondern eine Intoxikationserkrankung, hervorgerufen durch Genussgifte bei Homosexuellen und Drogen bei Drogensüchtigen und antiretroviralen Medikamenten bei Blutern.“

In den USA werden diese Thesen von Professor Duesberg von der Berkeley Universität vertreten, in Deutschland von Dr. Claus Köhnlein und in Österreich von Dr. Christian Fiala. Um sie herum hat sich eine Fangemeinde gebildet.

Claus Köhnlein, Internist und Onkologe hat zusammen mit dem Journalisten Torsten Engelbrecht, der früher bei der FTD arbeitete, gerade ein Buch herausgebracht, in dem die herrschende Auffassung in der Schulmedizin attackiert wird, „Virus Wahn“.

Nun könnte uns Ärzte dies in Afrika, dem Kontinent, der von HIV am schwersten heimgesucht wurde, ziemlich kalt lassen, wenn jene Herren nicht gleichzeitig zu dem Beraterkreis des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki gehörten und wohl auch noch gehören, der auf diese abweichende Meinung gestützt die Behandlung von HIV-Kranken für überflüssig und zumindest nicht dringend hielt und hält und durch die Verharmlosung des HIV-Virus der Ausbreitung der HIV-Krankheit erheblichen Vorschub geleistet hat. Und dies in einem Land, das den stärksten Neuzugang an HIV-Infektionen verzeichnet und wo monatlich Tausende der Krankheit erliegen.

Versuchen wir also die Wahrheit unabhängig von dem „Virus unter dem Elektronenmikroskop“ in den Tatsachen zu suchen, und zwar dort, wo es weder Drogenabhängige in nennenswerter Zahl, noch Genussgifte wie bei Homosexuellen, noch Vorbehandlung mit antiretroviralen Medikamenten, wie bei Blutern gab, nämlich in Afrika, genauer: In Zimbabwe und später in Botswana, wo ich seit 1987 als Internist und Haemato-Onkologe eine Abteilung für Hämatologie und Onkologie leitete und leite.

Herr Fiala behauptet, und mit ihm Köhnlein, dass in Afrika eine Umklassifizierung von Krankheiten stattgefunden habe, also Tuberkulose, Malaria und Durchfallerkrankungen nunmehr als AIDS bezeichnet werden, also ein Etikettenschwindel, hinzukomme, dass ein HIV-Test nicht verfügbar sei. Mit anderen Worten: „AIDS gibt es gar nicht in Afrika“.

Zimbabwe hat bei seinem Bluttransfusionsdienst im Jahr 1986 als erstes afrikanisches Land routinemäßig den HIV-Antikörpertest eingeführt. Auf der Suche nach Spendern wurde dann festgestellt, dass die HIV-Inzidenz bei den Fabrikarbeitern in der Hauptstadt Harare bei etwa 1 Prozent lag und in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt, bei 0,5 Prozent. Inzwischen liegen beide Städte gleichauf bei rund 23 Prozent.

Allerdings war die Inzidenz damals in bestimmten Gruppen wie Polizei und Militär erheblich höher, etwa um 25 Prozent.

Vollbilder von AIDS mit so genannten opportunistischen Infektionen wie Pneumocystisinfektionen der Lunge oder Hirnhautentzündungen mit dem Pilz Cryptococcus waren eher selten.

Die Tuberkulose (TB) wurde natürlich öfter diagnostiziert, aber die Tendenz der 20 Jahre von 1967 bis 1987 war deutlich rückläufig.. Heute sind mehr als 60 Prozent der Aufnahmen in der Medizinischen Klinik durch HIV verursachte opportunistische Infektionen und natürlich TB.

Von Umklassifizierung der Malaria und anderen Erkrankungen als AIDS ist also keine Rede.

Gleichzeitig kam es zu einem massiven Anstieg der Tuberkuloseerkrankungen.

Ganz ähnlich sah es in der Krebsabteilung aus: Während vor der HIV-Epidemie bei Männern das Prostata-Karzinom der häufigste Tumor war und bei Frauen der Gebärmutterhalskrebs, ist es nun bei Männern und Frauen das Kaposi-Sarkom, ein durch die HIV-Immunsuppression bedingter durch ein Herpesvirus verursachter Krebs, der an mehreren Stellen der Haut zugleich auftritt und oftmals auch innere Organe, bevorzugt die Lunge, befällt.

Gleichzeitig hat die Anzahl der Krebsfälle rasant zugenommen. Eine Krebsstatistik wird in Zimbabwe seit 1968 geführt.

Das Kaposi-Sarkom war auch vorher in Afrika vorhanden, sein Anteil an den Krebserkrankungen lag in Zimbabwe und Botswana bei unter 1 Prozent.

Die Virusleugner können natürlich auch nicht erklären, wie es zur Übertragung des HIV-Virus von der Mutter zum Kind kommt.

Die Kinderstationen sind überfüllt mit Säuglingen und Kleinkindern, die nicht gedeihen wollen und eine Infektion nach der anderen haben. Auch hier hat sich das Krankheitsspektrum in Laufe der letzten 20 Jahre völlig verschoben. Diese Kinder sind fast ausnahmslos HIV-positiv. Wobei das Virus in der Mehrzahl der Fälle während des Geburtsvorgangs übertragen wurde, denn die Mütter der HIV-positiven Kinder sind immer HIV-positiv.

Die Übertragungsrate liegt unbehandelt bei etwa 40 Prozent.

In Botswana gelang es durch das Programm „Prävention of Transmission from Mother to Child (PMTCT) mit dem Einsatz antiretroviraler Medikamente, diese Transmissionsrate von 40 Prozent auf etwa 6 Prozent zu senken.

Durch die Etablierung eines umfassenden Programms zur Behandlung von HIV-Patienten ist es in Botswana auch gelungen, viele Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung erfolgreich zu behandeln. Mehr als 30.000 Patienten werden zurzeit mit einer Kombination antiretroviraler Medikamente (HAART) behandelt.

Auch die Behauptung, dass es sich bei AIDS um eine Unterernährungserkrankung handelt, wird den Tatsachen hier in Afrika in keiner Weise gerecht. Die Mehrzahl meiner HIV-bedingten Krebskranken ist gut genährt. Richtig ist allerdings, dass die Progression von HIV zu AIDS bei Unterernährung schneller voranschreitet.

Nein, diese Wahnfreaks und Leugner der HIV-Epidemie wie Köhnlein, Engelbrecht et al. suchen nicht die Wahrheit in den Tatsachen, sondern leugnen sie. Sie müssen sich vorwerfen lassen, durch die Verharmlosung von HIV der Epidemie Vorschub zu leisten.

Ich empfehle ihnen, zwei Monate hier in Afrika zu arbeiten, dann würden sie von ihrem Irrglauben vermutlich schnell geheilt.

Leserbriefbeantwortung von Dr. Alexander von Paleske

Dr. Alexander von Paleske ist Arzt für Innere Medizin, Hämatologie Head, Department of Oncology am Princess Marina Hospital in Gaborone/Botswana und Ex-Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt/M

Sehr geehrter Herr Engelbrecht
HIV kein Virus oder harmloses Virus?
Kampf gegen AIDS: Gesundheitsministerin bevorzugt Gemüse statt Kondome
Machtkampf am Kap

Krieg

Gut zu wissen: Gott führt das Pentagon

Stephan Fuchs – Der ranghöchste Soldat der amerikanischen Streitkräfte, General Peter Pace weiss von wem sein Boss Rumsfeld inspiriert ist: Von keinem geringeren als von Gott selbst. Mit dieser Überzeugung verteidigte der Hochdotierte an einer zeremoniellen Ansprache für das Southern Command (Southcom) in Miami die Führung des Verteidigungsministers Donald Rumsfeld.


Auf was Gott wirklich abfährt: Orden, Medaillen und Sterne. Hier jene von General Peter Pace

„He leads in a way that the good Lord tells him is best for our country,“ meinte der General und weiter: „a man whose patriotism focus, energy, drive, is exceeded by no one else I know … quite simply, he works harder than anybody else in our building.“

Der ehemalige Marine ist dem lieben Gott auf der Kariere-Leiter schon ganz nahe: 1968 Grundausbildung im Marine Corps, ein Jahr später Platoon Leader im Vietnam Krieg und Operationsoffizier, Leiter der Infanterieschreiber-Einheit, Kommandeur der Sicherheitsabteilung von Camp David, 1971 zum Captain befördert, dann Operationsoffizier und erster Offizier in Thailand. 1980 kommandierender Offizier, 1982 Lieutenant Colonel, danach wurde er nach Südkorea versetzt und erhielt das Kommando über die dortig stationierten Bodentruppen.


Trotz Gott in der Hölle

Als Assistierender Divisionskommandeur 1992, wurde er im selben Jahr zum Brigadier General ernannt. Am 13. Juli 1992 wurde er Kommandierender General der Schulen des Marine Corps des Marine Corps Kampfentwicklungskommando. In dieser Funktion diente er auch als stellvertretender Kommandeur der Marine Force in Somalia und als stellv. Kommandeur der Joint Task Force – Somalia. Am 21. Juni 1994 wurde Pace zum Major General befördert und als Stabschef und stellv. Kommandeur der US-Streitkräfte in Japan eingesetzt.

Am 5. August 1996 wurde er zum Lieutenant General befördert und als Direktor für Operationen (J-3) im Vereinigten Generalstab der US-Streitkräfte eingesetzt.

1997 bis zum Jahre 2000 diente Pace dann als Kommandeur der US Marine Corps Forces Atlantik/Europa/Süd. Am 8. September 2000 wurde er zum General befördert und übernahm das Kommando über das US Southern Command. Ein Jahr später, schon ganz nahe bei Gott, wurde er am 30. September 2001 von Donald Rumsfeld zum stellv. Vorsitzenden des Vereinigten Generalstabs (Joint Chiefs of Staff) ernannt. Am 22. April 2005 nominierte ihn George W. Bush als Nachfolger von General Richard B. Myers als Vorsitzenden. Die von Gott inspirierten sind unter sich: Gott Lob!

deutschland

Große Blamage – Hamburgs Politiker ließen sich blenden

Harald Haack – Wenn Konzerne ihren Willen durchsetzen wollen, so drohen sie Politikern gegenüber mit dem Verlust von Arbeitsplätzen. So ähnlich war es auch in Hamburg. Der Hamburger Senat, zuerst jener aus SPD und Grünen, dann der gegenwärtige CDU-Senat, ließ sich von Airbus mit der Zusage der Schaffung mehrerer tausend Arbeitsplätze blenden und setzte den Bau einer von dem Konzern verlangten Verlängerung der firmeneigenen Start- und Landebahn gegen den Willen vieler Hamburger Bürger durch. Obstbauern im Alten Land mussten dafür ihre fruchtbaren Grundstücke hergeben.


Nicht nur Neuenfelder Obstbauern sind vom Airbus-Erweiterungsdrang betroffen, sondern auch jene, die hier wohnen. Sie befürchten eine Zunahme von Lärm und Luftbelastung.


Diese Apfelbäume trugen in diesem Herbst zum letzten Mal Früchte. Nun werden auch sie gefällt, um für Airbus Platz zu schaffen.

Nun aber, da das Firmengelände wunschgemäß erweitert wurde und die erweiterten Flugplatzanlagen fast fertig gestellt sind, will Airbus offenbar keine Arbeitsplätze in Hamburg mehr schaffen. Im Gegenteil sollen in den nächsten vier Jahren Tausende ihren Job im Hamburger Airbus-Werk verlieren.

FOCUS-Online berichtet unter Berufung auf Pariser Regierungskreise, dass sich die französischen Hauptaktionäre des Mutterkonzerns EADS auf die Eckpunkte des bereits angekündigten Sparprogrammes „Energie 8“ geeinigt hätten. Die französische Regierung und der Mischkonzern Lagardère seien sich über die Streichungen in Hamburg einig, wie es heißt.

Die Hansestadt Hamburg bzw. das Hamburger Airbus-Werk soll zwar den Teil an der Produktion des A380 behalten, doch ohne die dafür notwendige Menge an Arbeitskräften dürfte auch dieses Zugeständnis nur wieder eine Augenwischerei, wenn nicht sogar eine Intrige sein.


Zur Zeit noch Baustelle, aber schon jetzt wirkt die Landebefeuerung auf viele Neuenfelder bedrohlich. Im Hintergrund: Die Neuenfelder Kirche. Über deren Turmspitze hinweg werden die schweren Airbus-Maschinen künftig den werkseigenen Flugplatz ansteuern.
© Fotos: Harald Haack

Airbus war wegen immer neuer Lieferverzögerungen beim A380 ins Trudeln geraten. Ursache für die Verschiebungen sollen Probleme bei der Verkabelung der Maschinen sein, und da diese Arbeiten im Hamburger Werk stattfinden, lastete der französische Manager Christian Streiff, der vor zwei Wochen nach nur wenigen Monaten als Airbus-Chef abgelöst wurde, die Schuld für die Verzögerungen den Hamburgern an.

Hamburgs Politiker, besonders Ole von Beust (Carl-Friedrich Arp Ole Freiherr von Beust) (CDU), Erster Bürgermeister der Hansestadt an der Unterelbe, sind nun blamiert, weil sie sich von Airbus mit der Zusage der Schaffung von Arbeitsplätze hatten blenden lassen. Mit der Forderung, er möge von seinem Amt als Bürgermeister zurücktreten, dürfte demnächst sicherlich zu rechnen sein.

Mutmaßlich war sein Beliebtheitsgrad bei den Bürgern tatsächlich nie besonders hoch, obwohl propagandistisch das Gegenteil verbreitet wurde. Jedenfalls wurde von Beusts Karriere als Erster Bürgermeister von vielen Skandalen begleitet. Für viele Hamburger gilt er inzwischen als „undemokratisch“.

© 23. Oktober Copyright by Harald Haack

deutschland

AKW Belene – Alle vier deutsche Banken distanziert

Michael Schulze von Glaßer – Der Vorstandvorsitzende der letzten noch verbliebenen deutschen Bank, der Hypo Vereinsbank, teilte dem Umweltbündnis gestern Abend mit, dass sich die Hypo Vereinsbank und deren Muttergesellschaft, die Uni-Credit Gruppe, ebenfalls nicht an dem Projekt beteiligen wird. Noch im Juli 2006 erklärte das Vorstandsmitglied der Deutschen Bank Tiessen von Heidebreck gegenüber der bulgarischen Presse: „Wir sind bereit in dieses Projekt einzusteigen.“ Auch die Hypo Vereinsbank und ihre Muttergesellschaft äußerten wiederholt Interesse an der Finanzierung vom Projekt „Belene“. Die Hypo Vereinsbank wird „sich aus geschäftspolitischen Gründen“ von dem Projekt zurückziehen, so die Bank in einer E-Mail an die Umweltschutzorganisation „urgewald“. Die Hypo Vereinsbank und die Uni Credit Gruppe verweist jedoch darauf, „dass dies kein grundsätzlicher Ausstieg aus der Finanzierung von Atomkraft ist“, und behält sich somit die Finanzierung anderer geplanter Atomkraftwerke vor.

AKW Belene – Deutsche Bank verkündet Rückzug
Wackelige Atomkraftwerke an der Donau

deutschland

AKW Belene – Deutsche Bank verkündet Rückzug

Michael Schulze von Glaßer – Die bulgaricshe Regierung plant den Bau eines neuen Atomkraftwerkes an der bulgarisch-rumänischen Grenze geplant. [journalismus – nachrichten von heute] berichtete am 18. Oktober 2006 darüber. Auf einem alten Betonfundament aus Sowjetzeiten soll nach einem Baustopp von 21 Jahren nahe der Stadt Belene das Kraftwerk entstehen .Viele Konzerne bekundeten ihr Interesse an dem Auftrag. So auch vier deutsche Banken, die zur Finanzierung des Atomkraftwerkes beitragen wollen. Dabei ist das Projekt „Belene“ sehr umstritten. Nahe dem alten Fundament sind bei einem Erdbeben 1977 etwa 200 Menschen ums Leben gekommen, und nun soll das Kraftwerk dort, in einer seismisch aktiven Region gebaut werden. Außerdem sollen zwei als sehr unsicher geltende Druckwasserreaktoren sowjetischen Typs errichtet werden. Vor Ort regt sich schon seit längerem Widerstand gegen den Kraftwerksbau. In Deutschland hat sich ein Bündnis aus verschiedenen Umweltorganisationen gebildet, das vor allem gegen die deutschen Banken vorgeht und deren Rückzug von diesem Risikoprojekt fordert.

Laut der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation „urgewald“ hat sich die Deutsche Bank am Mittwoch offiziell aus dem Projekt „Belene“ zurückgezogen. Doch dies wurde inzwischen von der Deutschen Bank dementiert. Wie der Sprecher der Deutschen Bank, Dr. Weichert, [journalismus – nachrichten von heute] mitteilte, gebe es keinen Rückzug der Deutschen Bank, weil sie nicht an dem Projekt beteiligt war. Dr. Weichert: „Ich kann Ihnen aber bestätigen, dass die Deutsche Bank sich nicht daran beteiligen wird.“ So heißt es denn auch in einem Fax von der Deutschen Bank an „urgewald“: “An der Finanzierung des Kernkraftwerkes Belene werden wir uns nicht beteiligen.“

Die Einsendung von 15.000 Protestpostkarten und für die nächste Woche geplante Aktionen gegen die Deutsche Bank in 50 Städten habe sie laut eigenen Aussagen erkennen lassen, dass sie wegen der Finanzierung von Belene zu viele Kunden verlieren könnte, sagte ein Sprecher von „urgewalt“. Mit der Deutschen Bank sind nun schon drei der vier in Deutschland ansässigen Geldgeber für das umstrittene Atomkraftwerk in Bulgarien ausgestiegen bzw. vorzeitig abgesprungen – die Bayrische Landesbank und die Commerzbank hatten zuvor ebenfalls kein Interesse mehr an dem Projekt. Der Protest wird nun gegen die einzig noch verbliebene Bank – die Hypo Vereinsbank – fortgeführt. Laut Atomkraftgegner wackelt die Führung der Hypo Vereinsbank, jedoch schon und so sind die Anti-Atomkraft Aktivisten zuversichtlich, dass sich auch die Hypo Vereinsbank aus dem Projekt zurückzieht.

Allerdings wäre dies nur ein Teilerfolg, denn das Hauptziel der Atomkraftgegner bleibt die Verhinderung des Kraftwerkbaus in Belene!

AKW Belene – Alle vier deutsche Banken distanziert
Wackelige Atomkraftwerke an der Donau