deutschland

Das Maß ist voll! – Die neuesten Hartz-Sauereien

Karl Weiss – Hartz IV war vom ersten Tag an darauf angelegt, die Arbeitslosen zu demütigen, auszugrenzen, zu schikanieren und zu Bittstellern zu degradieren (so als ob sie nicht jahrelang Sozialabgaben gezahlt hätten), um sie zum abschreckenden Beispiel zu machen für jene, die noch Arbeit haben, die dann fast jede Verschlechterung hinnähmen, um ihren Arbeitsplatz ein paar Wochen oder Monate länger zu behalten (so wie jetzt die Benq-Siemens-Kollegen 12 Monate). Auch ein breiter Bereich prekärer Arbeitsverhältnisse sollte mit Hartz IV eingeführt werden.

Wer die Statistiken vergleicht, wird feststellen, genau das hat das Gesetz erreicht oder ist noch dabei es zu erreichen. Deshalb ist an diesem Gesetz auch nichts, was verbesserbar wäre („Anheben der Grundsicherung“?). Nur die völlige Abschaffung ist als Ziel akzeptabel.

Tatsächlich ist die Geschwindigkeit atemberaubend, mit der sich in Deutschland ein Bereich der Armut in der Bevölkerung auftut, initialgezündet von den Hartz IV-Politikern der Grün-Rosa-Schwarz-Gelben Gesamtkoalition. Die Anzahl von Kindern in Armut hat sich in Deutschland im Verlauf von eineinhalb Jahren verdreifacht!

Ein wichtiger Teil des Abbaus von Rechten ist dabei auch die Einführung des Überwachungsstaates. Alle Bankkonten sind schon für jeden Beamtenanwärter und Beamten zugänglich, ohne Mitteilungspflicht, ohne richterliche Anordnung. Der Obrigkeitsstaat läßt grüßen! Die Untertanen müssen systematisch daran gewöhnt werden, daß sie keinen Anspruch mehr auf einen Schutz der Privatsphäre haben, keinen Rückzugsraum ohne Abhören und Video-Überwachung.

Wer gegen die Regierung demonstriert, wird von Batallionen von Photo- und Video-Trupps aufgenommen und dokumentiert, werden sich gegen Faschisten wehren will, bekommt Polizeiknüppel- und natürlich Photo- und Video-Dokumentation aufs Auge gedrückt. Ihr werdet schon sehen, wie weit ihr damit kommt!

Das Motto der KSK-Gruppen der Bundeswehr (früher GSG 9) wurde schon einem Bremer in Afghanistan ins Ohr geschrieen, während er gefoltert wurde: „Wir sind die deutsche Kraft!“.

Der Weg, auf den sie uns haben wollen, ist vorgezeichnet. Man sehe sich nur die neuesten Sauereien an: In Lübeck wurden die Datenschutz-Rechte von Empfängern von Arbeitslosengeld 2 von der örtlichen ARGE massiv mißachtet. Auf die Beschwerden der Betroffenen hin hat der Landesdatenschutzbauftragte einen Bericht zusammengestellt. Der wird jetzt von unseren allseits beliebten Politikern geheim gehalten. Die ARGEN seien „Einrichtungen besonderer Art“ und bräuchten sich nicht in die Machenschaften sehen zu lassen, beschied das Amt.

Die Trägerversammlung, da sitzen die Politiker, bestätigte ihm das Recht auf Geheimhaltung der Verfehlungen. Ein gewisser Bürgermeister Saxe verficht mit hahnebüchenen Begründungen das Recht auf Geheimhaltung. Wo kämen wir denn auch hin, wenn Untertanen nun auch schon Rechte auf Einsicht hätten! Ein anderer Fall wurde auf der letzten Montagsdemonstration in Witten an der Ruhr bekannt. Einer arbeitslosen alleinerziehenden Frau wurde aufgrund einer durch nichts belegten anonymen Anzeige, sie würde heimlich arbeiten, das Arbeitslosengeld 2 gestrichen. Ihr Protest beim Amt wurde umgehend abgelehnt. Eine eidesstattliche Versicherung, daß sie keine Arbeit hat, nützte nichts. Sie weiß nicht mehr, wie sie sich und ihren behinderten Sohn ernähren soll. Die „Jobagentur“ blieb stur: Sie könne sich ja an die Gerichte wenden! Das kann Jahre dauern!

Das ist die Realität, heute, hier in Deutschland. Wir alle sind betroffen (mit Ausnahme natürlich der Politikerkaste, die ihre Schäfchen im Trockenen hat). Wir werden beginnen müssen zu kämpfen. Kämpfen wie in Frankreich!

Die Protestaktionen der Gewerkschaften am Samstag, den 21.Oktober gegen Sozialabbau in Frankfurt, Dortmund, Berlin, Stuttgart und München sind dazu der richtige Auftakt! Informiert euch bei den örtlichen Gewerkschaften und geht und fahrt hin!

vermischtes

UN-Sicherheitsrat berät über Sanktionen gegen Nordkorea

AFP – Nach dem nordkoreanischen Atomwaffentest beraten die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Japan heute über mögliche Sanktionen gegen das kommunistische Land. Der Botschafter der USA bei der UNO, John Bolton, forderte eine rasche Reaktion des Gremiums. Die USA hatten am Montag einen Resolutionsentwurf gemäß Kapitel VII der UN-Charta eingebracht, der die Möglichkeit von Sanktionen und der Einsatz militärischer Gewalt vorsieht. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte die Besorgnis, dass der Test den Atomwaffen-Sperrvertrag weiter aushöhlen könnte.

Die Sanktionen müssten „wirklich weh tun“, forderte der US-Chefunterhändler in den Atomgesprächen mit Nordkorea, Christopher Hill. Es reiche nicht, dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Il einen Brief zu schicken. Der UN-Sicherheitsrat müsse Maßnahmen ergreifen, um Nordkoreas Fähigkeit einzuschränken, Technologie und Gelder für Massenvernichtungswaffen zu erhalten, sagte Hill dem US-Sender Fox News.

Der von der US-Regierung vorgelegte Resolutionsentwurf sieht nach Angaben eines westlichen Diplomaten Kontrollen auf allen Schiffe vor, die Nordkorea ansteuern oder verlassen. Die UN-Mitgliedsstaaten werden aufgefordert, alle mit dem nordkoreanischen Raketenprogramm verbundene Aktivitäten auf ihrem Territorium zu unterbinden.

Die südkoreanische Regierung erklärte, sie halte die Erklärung Nordkoreas, eine Atomwaffe erfolgreich getestet zu haben, für glaubwürdig. Es könne jedoch noch zwei Wochen dauern, bis dies überprüft worden sei, sagte ein Sicherheitsberater von Präsident Roh Moo Huyn. Pjöngjang habe die Nuklearbombe vermutlich gezündet, um seine Position bei den Gesprächen über sein Atomprogramm zu stärken, sagte Wiedervereinigungsminister Lee Jong Seok.

Er sehe mit besonderer Besorgnis, dass der Test ein weiterer Beitrag dazu sein könnte, den internationalen Nichtverbreitungsvertrag über Atomwaffen zu erodieren, sagte Steinmeier im ZDF-„heute-journal“ des ZDF. Die nordkoreanische Bevölkerung zahle einen hohen Preis für die Ambitionen ihrer Regierung. In den letzten Jahren habe es immer wieder Hungersnöte gegeben, „und das nur, um den Ehrgeiz der nordkoreanischen Führung zu befriedigen, an diesem Atomwaffenprogramm festzuhalten und die internationale Staatengemeinschaft zu provozieren“. Das Außenministerium habe den nordkoreanischen Vertreter in Deutschland einbestellt und klar gemacht, dass die Bundesregierung die Tests scharf verurteile.

Die Internationale Atomenergieagentur IAEA verurteilte den nordkoreanischen Atomwaffentest als Bedrohung für die internationale Sicherheit.

Nordkoreanischer Atomtest verursachte mutmaßlich eine Reihe von Erdbeben
Ein unterernährter Atomtest – Nordkorea hat in einem Bergwerk seinen ersten A-Versuch gezündet
Atomtest in Tiefe Null
Nordkorea hat erfolgreich Atombombe getestet

vermischtes

Nordkoreanischer Atomtest verursachte mutmaßlich eine Reihe von Erdbeben

Harald Haack – Incorporated Research Institutions for Seismology (ISIS), ein US-amerikanisches Universitäts-Konsortium zur Erforschung von Erdbeben und seismischer Wellen in der Erde, mit Sitz in Washington DC, verifizierte die im ISIS-Seismic-Monitor angegebene Position des nordkoreanischen Atomtests und bezieht sich dabei auf das National Earthquake Information Center (USGS). Demnach trat am 9. Oktober 2006 ein leichtes Erdbeben 70 Kilometer (40 Meilen) nördlich von Kimchaek in Nordkoera um 01:35 auf: 27 (UTC) auf. Die Zeitangabe entspricht 10:35:27 morgens lokaler Zeit in Korea.


Seisomogramm des vom Atomtest verursachten Erdbebens der Stärke 4,2 auf der Richterskala. Quelle: IRIS Data Management Center.

Damit werden auch die Google-Earth-Ansichten (© 2006 DigitalGlobe) des nordkoreanischen Testgeländes bestätigt. Offenbar handelt es sich dabei um Satellitenbilder neueren Datums. Zu sehen ist genau an der von USGS und ISIS ermittelten Position eine sandfarbene Anomalie, die wie eine Aufschüttung von Erdreich aussieht.

Das von SPIEGEL-Online ohne zusätzliche Positionsangaben publizierte AFP/GEOEYE-Satellitenbild, das das „mutmaßliche nordkoreanische Atomtestgebiet“ zeigen soll, ist vermutlich älteren Datums. Zudem ist unsicher, ob es tatsächlich das betreffende Testgelände zeigt. Sollte es jedoch das Testgelände zeigen, so macht die Google-Earth-Ansicht deutlich, dass Nordkorea das Gelände umfassend verändert und ausgebaut hat.


Entweder falsches Testgelände oder veraltete Ansicht.
© AFP/GEOEYE


Das von USGS und ISIS ermittelte Epizentrum befindet auf einem abgeflachten Berg. Deutlich sichtbar: Die Waldrodungen deuten auf Nordkoreas intensive militärische Aufrüstung hin.


Waldrodungen in seltsamen Ausmaßen unmittelbar neben dem Epizentrum.


Offensichtlich gibt es hier viele unterirdische Militäranlagen. Das Bild zeigt Flächen in ziemlicher Nähe zum Epizentrum.


Wenn das Epizentrum des Erdbebens zugleich die Position ist, an der die nordkoreanische Testbombe gezündet wurde, dann fand das Ereignis an dieser Stelle statt: In der linken unteren Ecke der quadratischen, grünen Fläche. Das Bild entstand vor der Zündung. Nach Angabe von Google Earth wurde es 2006 von DigitalGlobe fotografiert und herausgegeben.

Nach dem vom Atomtest ausgelösten Erdbeben gab es am selben Tag entlang der Kante der Westpazifischen Platte mehrere stärkere Beben. Zuerst eines gegen 10:01:46 (UTC) im Bereich der Philippinischen Inseln in einer Tiefe von 10 Kilometern und mit einer Stärke von 6,0. Danach gab es dort – und 11 Uhr (UTC) ein weiteres Beben mit einer Stärke von 5,0 in der gleichen Tiefe. Ebenfalls um 11 Uhr bebte es in einer Tiefe von 60,8 Kilometer in der New Ireland Region, PAPUA NEW GUINEA in der Stärke 5,3 und kurz darauf um 11:08 (UTC) noch einmal im Bereich der Philippinischen Inseln in einer Tiefe von 10 Kilometern. Offenbar hatte der Atomtest mit seiner relativ schwachen Stärke von 4,2 diese stärkeren Beben verursacht. Die seismischen Wellen pflanzten sich aller Wahrscheinlichkeit nach wie ein Lauffeuer an der Kante der Westpazifischen Platte in Richtung Süden fort und erreichten um 13:57:24 die Salomon Inseln (Stärke 5,1, Tiefe 60,4) und um 15:13:30 die Molukkische See (Stärke 5,0, Tiefe 44,1 Kilometer). Es muss sich wirklich um einen sehr sonderbaren Zufall handeln, wenn der nordkoreanische Atomtest diese Erdbeben nicht verursacht hat.

ISIS
USGS
Nordkoreanischer Atomtest verursachte mutmaßlich eine Reihe von Erdbeben
Ein unterernährter Atomtest – Nordkorea hat in einem Bergwerk seinen ersten A-Versuch gezündet
Atomtest in Tiefe Null
Nordkorea hat erfolgreich Atombombe getestet

vermischtes

Atomtest in Tiefe Null

Harald Haack– Das ist auf dem Seismic Monitor:

09-OCT-2006 01:35:27 41.31 129.11 4.2 0.0 NORTH KOREA
Die hier angegebene Uhrzeit dürfte demnach 10:35:27 entsprechen, wie in dem Artikel „Nordkorea hat erfolgreich Atombombe getestet“ angegeben.

Die hier angegebene Uhrzeit dürfte demnach 10:35:27 entsprechen, wie in dem Artikel angegeben. Die Stärke aber wird hier mit 4,2 Mag. angegeben. Sehr interessant aber dürfte die Tiefe sein: 0. Damit wurde die Bombe an der Erdoberfläche gezündet oder zumindest nahe der Erdoberfläche. Dass dabei keine Radioaktivität ausgetreten ist, ist folglich sehr unwahrscheinlich und ist wahrscheinlich eine Lüge Nordkoreas. Für den Bereich des Atomtest-Areals in Nord-Korea wurden aber Regenschauer vorhergesagt.

Der Ort des Geschehens: Lat: 41,31 und Lon: 129,11.

Der Seismic Monitor vom GFZ Potsdam war gestern und heute Nacht nicht zu erreichen. Da ist gegenwärtig auch noch nichts verzeichnet:

Geofon

Google Earth zeigt an der oben angegebenen Position eine Anomalie. Offensichtlich haben dort vor dem Atomtest, als das Bild von Google Earth entstand, in geringem Ausmaß Erdarbeiten stattgefunden.

Krieg

Kalter Krieg im wüsten Nahen Osten

Michael Schulze von Glaßer – Ein Krieg, der nicht ausbricht, aber immer kurz zuvor stehen scheint, gilt als Kalter Krieg. Die Zeit von 1947 bis 1990 ist gekennzeichnet davon. Sechzehn Jahre nach dem Ende des ersten Kalten Krieges gibt es nun Anzeichen für einen neuerlichen Ausbruch dieses Phänomens.

Auslöser des Kalten Krieges im 20. Jahrhundert waren die verschiedenen Ideologien; zumeist die der beiden Supermächte, der USA und der Sowjetunion. Die damaligen Kontrahenten hatten auf der einen Seite die NATO um sich versammelt und auf der anderen die Staaten des Warschauer Pakts. Mit Verträgen fesselten die beiden Atomwaffen besitzenden Staaten, USA und der Sowjetunion, andere Staaten an sich, die sich vom vermeintlichen Kontrahenten ebenfalls bedroht fühlten. Eine dritte Macht, die so genannten »Blockfreien« gründete sich zusätzlich. Aber auch andere Gründe, wie beispielsweise persönliche Machtinteressen spielten eine Rolle.


Iranisch – irakische Grenze mit amerikanischem Beobachtungsposten, im Hintergrund Stacheldraht

Nur manchmal wurde der Kalte Krieg heiß, aber nie mit einer direkten Konfrontation der beiden Supermächte, sondern über verschlungene diplomatische Kanäle; die so genannten »Stellvertreterkriege« entstanden. Neben dem Krieg von Nord- und Süd-Korea, beginnend im Sommer 1950, gab es weitere Stellvertreterkriege: der Vietnam-Konflikt und der Afghanistan-Feldzug der Sowjetunion. Dabei wurden die heutigen Erzfeinde der USA, die Taliban und El-Qaida unter ihrem Chef Osama Bin Laden von den USA durch Waffen- und Material-Lieferungen unterstützt, um zu verhindern, dass Afghanistan in sowjetische Hände fällt.

Der Kalte Krieg des 21. Jahrhunderts hat nun einen neuen Schauplatz gefunden: Den Nahen Osten. Die Parteien, die sich gegenüber stehen, haben jedoch weniger ideologische als vielmehr religiöse Interessen und besonders solche, welche die Rohstoffe betreffen. Dieser Konflikt begann jedoch anders als beim Kalten Krieg des 20. Jahrhunderts. Eine heiße Kriegsphase schwappt seit 2001, dem Jahr, in dem die die einzige Supermacht der Welt – die USA – Afghanistan angriff, weit über die Region. Auslöser waren die Terroranschläge vom 11.September 2001 auf das amerikanische World Trade Center und das Pentagon. Nach Afghanistan griffen die USA den Irak an. Beide Staaten konnten den einfallenden Amerikanern nichts entgegen werfen. Die labile Lage im Nahen Osten wurde so destabilisiert. Den Kampf um die Länder gewannen die USA, doch den Kampf um die Köpfe führen Sie bis heute – und scheinen zu verlieren. Anschläge sowohl im Irak als auch in Afghanistan sind an der Tagesordnung.

Zwischen den beiden arabischen Staaten steht neuerdings ein weiterer Krieg im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Beide Kontrahenten haben sich gegenseitig in der Mangel, können jedoch nicht losschlagen ohne selbst gigantische Einbussen zu erleiden. Auf der einen Seite die USA mit ihrer militärischen Übermacht und auf der anderen Seite ein Staat mit riesigen Erdölvorkommen, der Iran. Des Weiteren spielt bei den USA der Gedanke an einen zweiten Irak mit, die Befürchtung, die USA könnten die Köpfe der zumeist tief religiösen Menschen nicht für sich gewinnen und grausame Anschläge und Guerillakämpfe könnten zum Alltag werden. Beide Staaten »bekämpfen« sich mit Worten und Drohungen, die jedoch bei beiden unterschiedlich lauten. Die USA drohen mit wirtschaftlichen Sanktionen – sie versuchen diese durch die UN zu untermauern – und ihrem Militär. Der Iran als bedeutendes Erdöl exportierende Land droht damit den Ölhahn zuzudrehen und die zumeist westlichen Länder in eine Wirtschaftskrise zu stürzen. Auch wenn die Ideologien nicht im Vordergrund stehen, sind die Fronten doch sehr verhärtet. Die Völker werden immer wieder gegeneinander aufgehetzt – meist über die Medien, denen sich die Kontrahenten zur Verbreitung ihrer Propaganda gerne bedienen.

Ein weiterer Beweis für einen erneuten kalten Krieg ist der Konflikt zwischen dem Libanon und Israel. Die libanesische Hisbollah wird, und das ist kein Geheimnis, vom Iran (und auch Syrien) unterstützt, um den jüdischen Staat Israel zu zerstören. Dieser Konflikt ist seitens des Irans religiös motiviert – das merkt man nicht nur daran, dass der Iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad bei jeder Gelegenheit den Holocaust leugnet, sondern auch an der antisemitischen Propaganda sowie die Verehrung von so genannten Märtyrern.

Israel hingegen wird von den USA unterstützt, meist mit Waffenlieferungen. So findet sich in der israelischen Armee auch beinahe das gesamte Inventar der US-Streitkräfte. Für die USA geht es jedoch mehr um Rohstoffinteressen, wobei sich auch bei ihnen eine hohe und immer größer werdende Religiosität entdecken läßt. Als Deckmantel benutzen sie den »Krieg gegen den Terror« und den iranischen Atom-Konflikt und versuchen ihr Handeln damit zu rechtfertigen. Der Israel–Libanon-(Hisbollah)-Konflikt ist bei näherem Hinsehen also ein Stellvertreterkrieg.

Für den Ausbruch eines neuen »Kalten Krieges« gibt es einige Anzeichen, wenn sie auch noch nicht so deutlich sind wie die in der Zeit des ersten Kalten Krieges. Festzuhalten bleibt jedoch, dass jede der beiden Kriegsparteien bei einem »heißen« Krieg große Verluste hinnehmen müsste und deshalb vor einem »heißen Krieg« zurückschreckt. Stattdessen bekämpfen sich die Parteien in Stellvertreterkriegen.

Fazit: Auf eine schnelle friedliche Lösung des Konfliktes ist zu hoffen, andererseits besteht die Gefahr eines grausamen Krieges noch lange Zeit.

terror

Bio-Roulette

Gordon Thomas & David Dastych

Deadly Germs
British counterintelligence (MI5) has recently identified 32 spies of the Russian Foreign Intelligence Service (SVR), operating under the cover of diplomatic immunity. They maintain communications with former secret KGB agents, who during the Cold War concealed, in the English countryside, biological weapons for use in a preemptive attack against British cities.

After the purge carried out in the KGB in the 1990s, which former CIA Director George Tenet called a game of appearances, agents dismissed from the service offered their extensive knowledge about the United Kingdom to whoever paid the most. An internal MI5 document prepared for Director Eliza Manningham Buller, maintains: „There is a great probability that certain (KGB — editor’s note) agents were recruited by al-Qa’ida.“ The MI5 has identified the license plate numbers of all the cars used by Russian spies. Several weeks ago a car with a number beginning with the digits 248D was noticed nearby an RAF base in Lyenam in the county of Wiltshire. The car was being driven by a middle-aged man.

The car was headed towards the road leading to Marlborough. An MI5 informant confirmed that in the opinion of the British services, part of the mission of the Russian spies is to make sure that the containers of biological weapons have not been found. Until recently, knowledge about the deadly bacteria concealed in the United Kingdom was highly confidential, even Eliza Manningham Buller and her specialists on Russian intelligence had no idea about their existence.

Kuzminov’s Revelations
It was only Aleksandr Kuzminov, a former commander of KGB spies, who disclosed that his agents had hidden these containers in the British countryside. It was he who suggested that certain spies operating in the United Kingdom were supposed to make sure that the deadly bacteria remained hidden. Kuzminov was chief of a super-secret KGB unit — Department 12 of Directorate S. „We were involved in biological espionage, planning and preparing attacks using biological weapons, sabotage, and biological warfare,“ Kuzminov disclosed. From his home in New Zealand, neighboring the home of former MI5 officer Peter Wright, Kuzminov announced: „Great efforts were made and vast money was spent (…). It would be naive to think that our people were dismissed from the service merely because Russia is participating in talks on biological disarmament in Geneva.“

In his book Biological Espionage, Kuzminov expresses his hope that this publication „will turn the attention of intelligence services.“ His revelations have shocked the MI5. Even the highest-ranking defectors from the USSR from the Cold War period, such as Oleg Gordiyevskiy and Vasiliy Mitrokhin, had no idea about the operations of Department 12. The deadly bacteria were bred by Russian scientists employed at the Soviet biological weapons program „Biopreparat.“

They received the objective of „producing bacteria against which Great Britain would be unable to defend itself.“ The bacteria were produced after the USSR signed the biological weapons convention in 1972. Scientists from Porton Down, the British biological defense center, are afraid that this may involve plague or even smallpox germs. „Biopreperat was actively involved in producing weapons of this sort,“ confirms Ken Alibek, former director of the program, who defected to the United States. Kuzminov stresses that by disclosing the sensational revelations of how his department left a collection of deadly bacteria in the English countryside, „I had no intention of exerting political pressure on any state or its policy.“ Ten years after leaving Department 12 and coming to reside with his wife in New Zealand, Kuzminov continues to refuse to enter the question of whether he knows where the deadly germs are concealed.

Usama’s Suitcase Bombs
On September 12, 2001, one day after the attack against the World Trade Center, an intensive search was launched for nuclear charges allegedly concealed at the New York port. Signals about the possibility of terrorists utilizing former Soviet „suitcase bombs“ came from US intelligence agencies.

Warnings had been received by the CIA
from other countries as well, including from Poland and the Czech Republic. Nuclear weapons were not then found, but the situation remains current five years later. Recent reports by US and UK intelligence point out mistakes in the reconnaissance of al-Qa’ida’s ability to employ weapons of mass destruction, and the ties between terrorists and the agents of former Soviet and current Russian intelligence.

A book by Paul L. Williams, Osama’s Revenge: The Next 9/11: What the Media and the Government Haven’t Told You, recently came out in the United States. Williams is an experienced investigative reporter, and was also an FBI consultant on fighting terrorism and the organized crime. He maintains that credible intelligence sources indicate that nuclear explosive charges („suitcase bombs“) may already lie hidden by „sleeping“ al-Qa’ida agents in the US cities: New York, Boston, Los Angeles, Chicago, Dallas, Philadelphia, Miami, Washington, and… Rappahannock in the state of Virginia. Why there? Because there is an underground bunker nearby, the command center of the US Government in the event of war.

Williams describes in detail how al-Qa’ida may have obtained miniature post-Soviet nuclear weapons and what threat they may pose to the United States. „The Chechen mafia sold 20 suitcase nuclear charges to representatives of Usama Bin Ladin in Groznyy in 1996. Bin Ladin paid $30 million for them, and also threw in two tons of heroin.“ Perhaps 10 suitcase bombs are already in al-Qa’ida’s hands. In the opinion of outstanding US physicist Theodore Taylor, who miniaturized the atomic bomb, the suitcase bomb „emits intensive heat radiation, generating a ball of fire more than 100 meters across. The core of the ball reaches a temperature of 10 million degrees Celsius.“ The temperature that brought about the collapse of the WTC on 11 September 2001 was 5,000 degrees Celsius. Nuclear suitcase bombs, much more dangerous than „dirty“ radiological bombs, could immediately kill hundreds of thousands of Americans, while millions of people would die from radiation sickness

Attack Before the End of the Year?
„We can expect an attack to occur before the end of 2006,“ Williams told us. US intelligence and counterintelligence is not ignoring the danger.

Porter J. Gross, director of the CIA, told the special Senate intelligence committee: „A decision by al-Qa’ida or another group to use chemical, biological, radiological, or nuclear weapons may be only a matter of time.“ Robert S. Miller III, director of the FBI, recently announced: „I am very concerned at the growing number (…) of reports clearly pointing to the intentions of al-Qa’ida, which is striving to obtain chemical, biological, and nuclear weapons as well as high-energy explosive materials, and to use them against America.“ The expectation of an attack by terrorists is confirmed by Lowell Jacoby, director of the DIA (Defense Intelligence Agency). Information being exchanged between al-Qa’ida cells, such as over the Internet (constantly being intercepted by NSA electronic intelligence) indicates that there still exists a threat of an attack similar to the strikes of 9/11/2001.

Will „sleeping“ Soviet (now Russian) agents, who are watching over the hiding places of nuclear, chemical, and biological weapons, take part in it? This cannot be ruled out. So far, secret stores of these weapons have not been found. This is extremely difficult in view of their small size and the vast territory in which they may have been concealed. The troubles could grow even greater: the next generation of Russian weapons is even more miniaturized, and hard to detect.

A Grenade That Kills Thousands
Sam Cohen, the inventor of the neutron bomb, has given Wprost weekly several important pieces of information that confirm his observations and experience from many years of monitoring the development of Soviet, and then Russian nuclear weapons. The Russians were the world leaders in the field of high-pressure technologies, leading to the production of so-called red mercury (RM 20/20, chemical formula Sb2O7Hg2), the basic material for producing cheap, miniaturized neutron bombs. Red mercury is a kind of highly thick gel. It serves as the detonator for a small amount of tritium (super-heavy hydrogen), which when exploding produces a wave of pulsing neutrons. In February 1992 Russian President Boris Yeltsin signed secret directive no. 75-RPS permitting the Russian company Promekologia to produce and sell (including abroad) up to 10 tons of RM 20/20 per year. In the early 90s, the price of a kilogram of RM 20/20 exceeded $400,000. Difficulties in obtaining the mysterious substance caused numerous frauds, which the Russian mafia specialized in.

After 11 September 2001, both the demand for RM 20/20 and the price suddenly went up. On 24 September 2004, the British police arrested four individuals suspected of an attempt at purchasing a „radioactive substance, a material of great explosive potential, originally produced in Russia, known by the name of red mercury.“ The four suspects are said to have offered $541,000 for a kilogram on behalf of a Saudi Arabian (described as supporter of Islamic fundamentalists). Individuals suspected of trading in red mercury were also arrested in Italy. In one interview, the inventor of neutron weapons describes the properties of this extraordinary explosive material: „Most worrisome is the ease with which in a neutron bombs can be constructed using red mercury. This substance is a compound containing mercury that has been exposed to radiation. When it explodes, it generates a high temperature and pressure — sufficient for detonating a thermonuclear charge.“

Cohen maintains that the Americans have not managed to produce nuclear weapons using RM 20/20, despite attempts. In the USSR and then in Russia, on the other hand, research on these weapons was (and is) constantly being perfected. In 2004, Cohen confirmed for us the chemical composition and other technical parameters of RM 20/20 on the basis of a technical certification presented to him, coming from one of Russia’s secret laboratories. As early as in 1993, Russian General Negin publicly admitted that Russia was working on nuclear weapons with a very low radiation level, whereby a twofold explosive force had been achieved while halving the weight of the charge, as compared to existing types of such weapons. Describing its more specific parameters, another Russian specialist, Yevgeniy Kerolev, went on to say that red mercury has such a strong explosive force that a bomb the size of a grenade could sweep a ship from the surface of the sea.

An ideal terrorist weapon
Cohen pointed out that these neutron weapons are ideal for terrorists: cheap (without expensive uranium or plutonium), almost indetectable (a low level of radiation), and miniature (the size of a hand grenade). Furthermore, without destroying buildings, they send out a powerful stream of pulsing neutron radiation that penetrates the walls of bunkers. Such radiation kills all living organisms within a radius of half a kilometer. Detonated in a large city, it will kill thousands of people. There are increasing indications to confirm the suspicion that Putin’s Russia considers only the Chechens to be terrorists, and the brain of the world campaign of terrorists against the free world is Russian military intelligence (GRU).

Note: This article was first published on the 17th of July 2005, by a best-selling Polish weekly „Wprost“. In spite of the lapse of time, the information contained in it is actual. With North Korea testing its first nuclear charge on Monday, October 9, 2006 and being the largest in the world producer of biological weapons, with Iran developing its nuclear capability, and al-Qaeda threatening the United States with a nuclear terrorist attack („American Hiroshima“), the public opinion should be aware of these dangers.

About the authors: Gordon Thomas is a famous British journalist and writer, specializing in intelligence matters. His updated bestseller, „Gideon’s Spies. The Secret History of the Mossad“, will be soon re-published in the U.S.A., France, Spain, Poland and other countries in 2006/2007. David Dastych is an international journalist, and a former covert intelligence operative, specializing in the monitoring of the nuclear proliferation.

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South Korea, U.S. beef up military preparedness

Jin Dae-woong – South Korean and U.S. militaries went onto a high state of alert today after North Korea conducted a nuclear test despite warnings from the international community.

The South Korean intelligence agency said today it detected 3.58-magnitude seismic tremor in Hwadae, North Hamgyeong Province at 10:35 am. North Korea confirmed the underground test around noon, saying it was successful.

Hwadae is one of the North’s missile launch sites located near Gilju which was considered one of the most likely places for the nuclear test.

The Defense Ministry and the Joint Chiefs of Staff today activated respective emergency taskforces to cope with the North’s provocations, military officials said.

The Joint Chiefs of Staff directed the military to enhance the level of military preparedness against the North at 11:30 am, they said. But the military still maintains a Watchcon 3 surveillance status and Defcon 4 defense readiness status as in usual defense situations.

The South Korean military is under close coordination with U.S. Forces Korea in analyzing detailed information to decide whether the communist regime actually carried out a nuclear test, the JCS said.

If the joint investigation determines the North’s nuclear test actually took place, the South Korean military could take additional measures to raise its readiness status, the JCS added.

When military tensions rise the status us usually increased. In case of war, they will be raised to Watchcon 1 and Defcon 1.

South Korea first raised the conditions in June 1999 since the end of the 1950-53 Korean War, when a naval skirmish between the South and North Korea took place. South Korean forces were put on a Watchcon 2 surveillance status and Defcon 3 defense posture.

The Japanese government also activated a taskforce in response to reports of the North Korean nuclear test.

Nordkorea hat erfolgreich Atombombe getestet

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Nordkorea hat erfolgreich Atombombe getestet

SDA/AP – Nordkorea hat am Montag zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Atomwaffe getestet. Der unterirdische Test sei sicher und erfolgreich verlaufen, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Es sei keine Radioaktivität ausgetreten. «Der Atomtest wurde mit 100 Prozent unserer Weisheit und Technologie ausgeführt», hiess es in der Erklärung der KCNA. Es handle sich um ein «historisches Ereignis», das die Fähigkeit des Landes zur Selbstverteidigung stärken und zum Frieden auf der koreanischen Halbinsel beitragen werde.

Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums wurde die Atomwaffe in der nordöstlichen Provinz Hamgyong um 10.36 Uhr (Ortszeit; 03.36 Uhr MESZ) gezündet.

Der südkoreanische Geheimdienst registrierte zum Zeitpunkt des Tests einen Erdstoss der Stärke 3,58, wie die südkoreanische Agentur Yonhap unter Berufung auf einen Sprecher des Aussenministeriums in Seoul meldete. Laut einem Sprecher des Verteidigungsministeriums war auch ein Explosionsgeräusch zu vernehmen.

«Die Nachricht wurde sofort Präsident Roh Moo Hyun übermittelt», sagte ein Sprecher des Staatschefs. Die betroffenen Staaten seien informiert worden. Roh berief eine Krisensitzung ein.

Die japanische Regierung setzte eine Krisengruppe ein, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Japans neuer Regierungschef Shinzo Abe traf am Morgen in Seoul ein. Thema seines Treffens mit dem südkoreanischen Präsidenten Roh sollten auch die nordkoreanische Atomaktivitäten sein.

Atomtest entsprach einer Sprengkraft von 550 Tonnen TNT

Der nordkoreanische Atomtest hatte nach Angaben aus Südkorea eine Sprengkraft von 550 Tonnen TNT. Das erklärte ein Sprecher des staatlichen Koreanischen Instituts für Geowissenschaften, Park Chang Soo, am Montag.

medien

Bestürzung über Journalisten-Mord

Der Europarat hat mit Bestürzung auf die Ermordung der regierungskritischen russischen Journalistin Anna Politkowskaja reagiert. Die Umstände, unter denen sie ihr Leben verloren habe, machten ihn tief betroffen, erklärte der Generalsekretär des Europarats, Terry Davis, am Samstag in Strassburg.

Aussergewöhnlicher Mut und Entschiedenheit hätten die Journalistin ausgezeichnet. Ihre Berichte über den Konflikt in Tschetschenien hätten der russischen Öffentlichkeit und der ganzen Welt ermöglicht, sich ein unabhängiges Bild von dem zu machen, wie ganz gewöhnliche Menschen den Konflikt erlebten, erklärte Davis. Auch der Menschenrechtskommissar des Europarats, Thomas Hammarberg, würdigte die 48-Jährige als eine Frau, deren Menschenrechtsarbeit international anerkannt worden sei. Sie sei eine der wichtigsten Kämpferinnen für Menschenrechte im heutigen Russland gewesen.

Die prominente Kolumnistin und Tschetschenien-Expertin Politkowskaja wurde am Samstag in Moskau getötet. Ihre Leiche sei im Aufzug eines Wohngebäudes entdeckt, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AP. Die Staatsanwaltschaft nahm nach Angaben einer Sprecherin Ermittlungen wegen Mordes auf. Politkowskaja berichtete kritisch über den von Moskau geführten Krieg in der abtrünnigen Kaukasusrepublik Tschetschenien.

In dem Aufzug wurden eine Pistole und vier Kugeln gefunden, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Polizeikreise berichtete. Der Chefredakteur der Zeitung «Nowaja Gaseta», bei der Politkowskaja arbeitete, sagte, das Verbrechen sei am Nachmittag in dem Gebäude verübt worden, in dem die Journalistin wohnte.

spionage

Bald Prozess gegen 26 CIA-Agenten

SDA – Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat die Eröffnung eines Verfahrens gegen 38 Personen im Zusammenhang mit der Entführung des ägyptischen Imams, Abu Omar, im Jahr 2003 in Mailand beantragt.

Unter anderem droht 26 Agenten des US-Geheimdienstes CIA der Prozess. Sie werden für die Entführung des ägyptischen Imams verantwortlich gemacht, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Gegen die 26 CIA-Agenten wurden bereits früher Haftbefehle erlassen. Ein Verfahren will die Staatsanwaltschaft auch gegen den Chef des italienischen Militärgeheimdienstes (Sismi), Nicolo Pollari, sowie gegen seinen Mitarbeiter, Marco Mancini beantragen. Beide waren im vergangenen Frühjahr in Zusammenhang mit der Entführung des Imams festgenommen worden.

Mailänder Staatsanwalt ermittelt
Der Mailänder Staatsanwalt Armando Spataro ermittelt seit Monaten wegen möglicher Verstrickungen von Sismi und CIA. Er ist der Ansicht, dass der italienische Militärgeheimdienst über drei Jahre hinweg eine Desinformationskampagne geführt habe. Der Sismi zählte auch zwei Journalisten der rechtsgerichteten Zeitung «Libero» zu seinen Informanten.

Diese informierten angeblich den Geheimdienst über die Ermittlungen Spataros wegen des Vorgehens der CIA in Italien. Sollten sich nun im Verlaufe des Verfahrens die Verdachtsmomente für eine Zusammenarbeit des Sismi mit dem CIA erhärten, könnte dies eine Kooperation europäischer Staaten mit den USA bei den Gefangenenflügen und Entführungen der CIA beweisen.

Fehlende Beweise für Dick Marty
Dieser Beweis fehlt Europaratsermittler Dick Marty noch, der seit Monaten auch wegen mutmaßlichen CIA-Gefängnissen in Europa ermittelt. Der Tessiner FDP-Ständerat hat bisher keine konkreten Beweise, aber starke Indizien gefunden. Auch die Schweiz ist vom Fall Abu Omar betroffen. Am Tag der Entführung, am 17. Februar 2003, überflog ein Flugzeug des US-Verteidigungsministeriums zweimal die Schweiz. Die Bundesanwaltschaft eröffnete Ende 2005 wegen der möglichen Benutzung des Schweizer Luftraumes für CIA-Gefangenentransporte ein Strafverfahren.