afrika

Botswana, Survival International, Leonardo DiCaprio und die Buschmänner

Dr. Alexander von Paleske – Wo viel Licht ist, da ist natürlich auch Schatten, etwas Schatten im Fall von Botswana: Es handelt sich um die Buschmänner (Basarwa), ein Stamm, der im Central Kalahari Game Reserve lebte. Und zwar wie in der Steinzeit und mit Pfeil und Bogen auf die Jagd ging; fantastische Fährtensucher in den Zeiten der Satellitennavigation.

Dies stellte die Regierung von Botswana vor ein Dilemma: Alles so lassen oder Integration in den Mainstream – also Umsiedlung, finanzielle Entschädigung und Infrastruktur im Umsiedlungsgebiet, der Bau von Schulen und Krankenhäusern.

Die Regierung Botswanas entschied sich für Mainstream, also für die Umsiedlung und die damit verbundenen Ausgaben finanzieller Mittel, denn in der Kalahari ließ sich keine vernünftige Infrastruktur aufbauen. Doch leider ohne gründliche Diskussion mit den betroffenen Basarwa wurde das alles im Ruck-Zuck-Verfahren abgewickelt. Aber im Ruck-Zuck-Verfahren lassen sich nicht mal eben Menschen in die Jetztzeit katapultieren; es hätte also besser laufen können. Und so stellten sich Probleme ein – Probleme die lösbar sind, aber deren Lösung schwieriger wurde, weil nun auf einmal eine Organisation auftauchte, die das Volk der Buschmänner dahin haben möchte wo sie herkommen, in dem Kalahari Game Reserve. Zurück in die Steinzeit mit Pfeil und Bogen.


Buschmann Roy Sesana schrieb Brief an Leonardo DiCaprio. Fotos und Zeitungsausschnitte: © Reuters / „Sunday Independent“

Putzig für Touristen und damit lukrativ fürs Image von Survival International (SI), aber letztlich perspektivlos für die Basarwa, das Volk der Buschmänner. Also auf der einen Seite stand nun die Regierung von Botswana und auf der anderen Seite SI mit dem nimmermüden Stephen Corry. Und der startet gegen besseres Wissen eine internationale Kampagne gegen die Regierung von Botswana mit der Behauptung, die Regierung wolle die Buschmänner der Diamantensuche wegen umsiedeln und nur deshalb müssten sie weichen. Es gab den SI-Boykott-Aufruf Botswana nicht mehr zu besuchen:

„Die Ghana und Gwi Buschmänner Botswanas kämpfen um ihr Leben. Zuerst wurden sie wegen ihrer Jagd auf Tiere, von denen ihre Ernährung abhängt, verfolgt und gefoltert. Dann vertrieb sie die Regierung von ihrem angestammten Heimatland im ‚Zentralen Kalahari Wildreservat’ und schob sie in Zwangsansiedlungslager ab, in denen sie Alkoholismus, Prostitution und HIV/AIDS zum Opfer fallen. Ihre Heimat preist die Regierung nun als Touristenattraktion an. Auch aus anderen touristischen Zielgebieten, z.B. den Tsolido Hills, wurden die Buschmänner vertrieben.“

Zuletzt schrieb Roy Sesana, der Chef der Buschmänner, der selbst längst im Mainstraem lebt, mit seinem BMW X5 durch Gaborone fährt und dessen Kinder eine Privatschule besuchen, an den Hollywood-Darsteller Leonardo DiCaprio, der in seinem neuesten Film einen Diamantenhändler in Sierra Leone spielt. Dort, in Sierra Leone, konnte man im Gegensatz zu Botswana bis vor kurzem zu Recht von „Blutdiamanten“ reden. Er bat um Unterstützung für das Anliegen seiner Basarwa und behauptete erneut, die Buschmänner müssten auf Anordnung der Regierung der Diamantensuche weichen. Dieser Brief wurde in einer Anzeigenkampagne von Survival international bekannt gemacht.

Doch dafür gibt es keine Belege. Aber für S.I. macht es sich gut, falsche Behauptungen für einen angeblich guten Zweck zu verbreiten; immerhin wurde SI als internationale Menschenrechts-Organisation bekannt gemacht. Und entsprechend dem Motto „schlagt die Regierung von Botswana dort, wo es ihr am meisten schmerzt“ tauchen Buschmänner nun, von SI eingeladen, bei Diamantenausstellungen auf und behaupten, dass es sich bei Botswanas Diamanten um „Konflikt- oder Blutdiamanten“ handelt. Eine glatte Lüge.

Das Ziel von SI ist, durch den Rückgang der Diamantenverkäufe, die 70 Prozent der Staatseinnahmen ausmachen und damit all die notwendigen und guten Projekte des Landes finanzieren, massiven Druck auf die Regierung auszuüben, sie letztlich in die Knie zu zwingen.

Die Einkünfte aus den Diamantenverkäufen finanzieren das einzige umfassende Anti-Aids-Programm in Afrika. Mittlerweile werden mehr als 30.000 Patienten mit antiretroviralen Medikamenten behandelt. Und es gibt mir die Möglichkeit, meine Krebspatienten zu behandeln, bzw. zur teuren Behandlung nach Südafrika zu schicken, natürlich auch Patienten der Basarwas.


Längst in der Zivilisation Botswanas angekommen: Roy Sesana ohne seine „Arbeitskleidung“, dem Trachtenanzug der Buschmänner. Soll auch er nun – ohne Brille – zurück in die Wüste? Foto: © Mmegi

Letzlich sind Survival International die Folgen dieser Kampagne für die breite Bevölkerung egal, solange es nur dem Ziel dient, bei der Rückführung der Buschmänner voranzukommen.

Auch auf den Ausgang des Rechtsstreits, der am High Court in Lobatse in dieser Sache anhängig ist – die Basarwas haben die Regierung Botswanas auf Rückführung verklagt – will SI offensichtlich nicht warten, obgleich die Urteilsverkündung für Dezember dieses Jahres angesetzt ist.

Etwas Schatten fällt also auf die Feiern zum 40. Jahrestag der Unabhängigkeit Botswana – allerdings nicht, was Survival Intarnational versucht daraus zu machen; nämlich eine totale Sonnenfinsternis.

And the Final Winner is Botswana
Buschmänner gewinnen Prozess in 1. Instanz
Botswana, Survival International, Leonardo DiCaprio und die Buschmänner
Survival International, Leonardo diCaprio and the Bushmen

vermischtes

Der Schlüssel für den Sturz von Schüssel – Österreich vor einer grossen Koalition von SPÖ und ÖVP

Malte Olschewski – „Österreich bleibt besser,“ hatte die Österreichische Volkspartei ÖVP geworben, worauf die Wähler den mangelhaften Satzbau verbessert haben: „Österreich bleibt besser ohne Schüssel.“ Die Nationalratswahl vom 1.10. hat die Ära Wolfgang Schüssels beendet. Die ÖVP war nach den Wahlen von 1999 an dritter Stelle gelegen. Schüssel hatte Verhandlungen mit der stimmstärksten SPÖ vorgetäuscht, um dann doch mit Hilfe der FPÖ Haiders in einem heimlichen Deal die Regierung zu stellen. Eine Wiederholung dieses Drahtseilaktes ist unmöglich, obwohl er sich mit nunmehr zwei Rechtsparteien rechnerisch ausginge. Alles läuft auf eine große Koalition unter SPÖ-Obmann Alfred Gusenbauer hinaus, der dann Schüssel nicht mehr angehören, wie er auch als ÖVP-Obmann abtreten würde. Eine grosse Koalition aber lässt in Österreich immer die Rechtsparteien stärker werden.

Das Ergebnis mit einem Absturz von 42,3 auf 34,22 Prozent traf die selbstherrliche Kanzlerpartei wie ein Blitzschlag. Man hatte durch den Skandal um die BAWAG-Bank mit einem sicheren Sieg gerechnet. Der Wahlkampf war völlig auf die Person des Kanzlers zugespitzt, der sich aber sehr rar machte. Bei den TV-Konfrontationen trat er nur gegen Gusenbauer an und liess sich gegen andere Parteichefs hoheitsvoll vertreten. Im Duell mit Gusenbauer und bei Wahlveranstaltungen trug er eine Endlosschleife von Erfolgszahlen vor, die niemanden etwas zu sagen vermochten. Die SPÖ warf ihm Überheblichkeit, Arroganz und Besserwisserei vor. Geschickt spielte man mit einem politischen Ende des parteilosen Finanzministers Karl Heinz Grasser, der neben den Finanzen auch das Ressort „High Society“ übernommen zu haben schien. Schüssel hatte oft mit dem hohen Anteil von Frauen in seinem Kabinett geprunkt, was die meisten Österreicher nicht zu erhöhter Stimmenspenden veranlasst hat.

Bildungsministerin Elisabeth Gehrer wurde von der SPÖ zur „Katastrophenministerin“ ernannt und wird der neuen Koalitionsregierung nicht mehr angehören. Die SPÖ wird Schlüsselministerien verlagen, womit auch Aussenministerin Ursula Plassnik, Innenministerin Liese Prokop wie auch Wirtschaftsminister Martin Bartenstein ihren Abschied nehmen dürften. Die SPÖ –von 36,5 auf nur 35,7 Prozent gefallen- könnte der ÖVP in den Koalitionsverhandlungen die Ministerien für Justiz, Landwirtschaft, Verteidigung und Gesundheit überlassen.

Die Minister, die Haiders von der FPÖ abgestaltene Privatpartei BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) bisher gestellt hat, sind bereits Vergangenheit. Verkehrsminister Hubert Gorbach hatte sein Amt zur massenhaften Unterbringung für Günstlinge missbraucht. Haiders Schwester Sozialministerin Ursula Haubner eiferte ihm hierbei nach. BZÖ-Justizministerin Karin Gastinger war eine Woche vor der Wahl in einem fehlgegangenen Schachzug aus der Partei ausgetreten und dürfte in der neuen Regierung keinen Platz mehr finden.

Die FPÖ kam trotz der Abspaltung des Haiderschen BZÖ auf 11,2 Prozent. Ihr Vorsitzender Heinz Christian Strache hatte sich auf das Ausländerthema gesetzt, das von den anderen Parteien stark vernachlässigt worden war. Der Anteil der Grünen mit 10,5 Prozent ist zu wenig, um ein rotgrünes Experiment zu starten. Haiders BZÖ mit dem national vorgeschobenen Spitzenkandidaten Westenthaler kam im Bundesland Kärnten auf 26 Prozent, was dann auf nationaler Ebene 4,2 Prozent ausmachte. Damit ist das von vielen erhoffte, politische Ende Haiders vorerst aufgeschoben. Es sind etwa 300 000 Wahlkarten noch nicht ausgezählt, die aber höchstens eine Verschiebung auf dem dritten Platz bringen könnten. Zu Ende ist mit 2,8 Prozent auch die Karriere des Buchautors, Journalisten und EU-Abgeordneten Hans Peter Martin, der vor Ablauf seines Mandates in Brüssel mit einer eigenen Partei ins Parlament zu rutschen suchte.

Die Wahlen haben deutliche Prioriäten der Bevölkerung gezeigt: Arbeitslosigkeit, Ausländer, Renten und Gesundheit stehen hier an erster Stelle. Mit der Frauenquote, mit Schuldzuweisungen in einem Bankenskandal, mit der Homoehe oder dem Kampf gegen den vermeintlichen Faschismus von FPÖ und BZÖ sind nur wenige Stimmen zu gewinnen.

terror

Mohammed Atta: Gelungene Überraschung

Stephan Fuchs – Die Oktoberüberraschung ist da – Karl Rove, das Hirn des Präsidenten hat es bereits letzten Monat angekündigt. Die Überraschung hat geklappt – und dies pünktlich vor den Wahlen. Die Überraschung ist ein stummes Video und zeigt unter anderem Mohammed Atta, den Mastermind des Terrorangriffes der die Welt veränderte. Das Video datiert auf den 18. 01.2000. Rund 18 Monate vor dem Angriff.


Haben es lustig vor dem Angriff

Das Videodokument wurde über “getestete Kanäle” an die britische Zeitung „Sunday Times“ geliefert. Laut „Sunday Times“ ein Kanal der bereits früher verwendet worden ist und soviel heisst wie: „The video released this weekend was found when the United States invaded Afghanistan in 2001. NBC obtained an analysis of the tape by U.S. intelligence experts, which scrutinizes every frame.“ Das Video ist also seit 5 Jahren in CIA- und / oder Armeehänden und fand seinen Weg zum ersten Oktober 2006 – unterteilt in 5 Clips – zu TimesOnline, wo es heute zu sehen ist. „Getestete Kanäle.“ Zwei der Clips zeigen den Fürsten Bin Laden auf der Tarnak Farm in Afghanistan wie er zu rund hundert Anhänger spricht. Darunter – man glaubt es kaum – ist vermutlich auch Ramzi Binalshibh zu sehen.

Die drei anderen Clips zeigen Mohammed Atta flankiert von einer AK-47 und den Libanesen Ziad Jarrah. Beides Todespiloten von 9-11. Ein Rückenmarkbrechender Beweis für alle Skeptiker der offiziellen Version. Karl Rove’s Oktoberüberraschung ist gelungen. Ähnlich wie die Oktoberüberhaschung von 1980 welche Ronald Reagan in das Weisse Haus brachte. In der so genannten Oktoberüberraschung von 1980 setzten die Reagan Wahlkämpfer äußerst fragwürdige Mittel um amerikanische Botschaftsangehörige die im Iran als Geiseln festgehalten wurden als Wahlkampfmittel und Trumpfkarte ein. Dabei wurde kurioser Weise zu den Geheimverhandlungen in Paris just jenes Flugzeug eingesetzt, in dem Osama Bin Ladens Vater Salem 1988 einen tödlichen Flugzeugabsturz in Texas erlitt. An Bord der Maschine zu den Geheimverhandlung mit den Iranern in Paris saß laut einem Artikel von „The Nation“ der angehende CIA Chef William Casey und Bush Senior. Zufälle soll es geben…

Das Auge der Überwachung
Der Clip mit Osama bin Laden’s Rede zeigt ihn am 8. Januar 2000 wohl im afghanischen Terrorcamp der Tarnak Farm. Bereits zu dieser Zeit (mit Sicherheit im August 2000) hat eine damals noch unbewaffnete (Predator) Drohne aufnahmen des Fürsten bin Laden in seinen wallenden Gewändern gemacht. Das war zu Clinton’s Zeit. Ein ungenannter Regierungsmitarbeiter sagte, dass das damals aufgenommene Video „einer der Gründe“ dafür sei, dass man Predator-Drohnen heute bewaffne. Gut Glück für den Fürsten – gut Glück für Bush.


Zweimal Ziad Jarrah, rechts die gefundene Passfoto an der Absturzstelle von Flug 93: Welch ein Glück

Die beiden Sequenzen – bin Laden / Atta & Jarrah werden in der Oktoberüberraschung ’06 zusammen präsentiert, obwohl die Örtlichkeiten, der Videozeitstempel und die Bildqualität nicht übereinstimmen. Die lautlosen Bilder zeigen bin Laden in der Masse einerseits und die beiden Verschwörer in einem weissen Raum andererseits. Kein Hinweis darauf, dass sich Atta und Jarrah in einem terroristischen Umfeld aufhalten, die Atta Version könnte genau so gut in Zürich aufgenommen worden sein.

Wir sagen nichts
Seltsam ist, dass sämtliche Videobotschaften stumm sind. Weshalb dürfen sie nichts sagen? Sagen sie überhaupt was, oder sagen sie zusammenhanglosen Schrott? Bemerkenswert ist sicher, dass die Medien davon ausgehen, dass die beiden Strahlemänner ihr Testament verlesen. Obwohl Lippenleser mit den klar erkenntlichen Lippen der gutgelaunten nichts anfangen können. Erzählen sie uns etwas vom Fischen in der Zürcher Limmat? Sicher nicht.

Denn genau für die Zeitspanne ’99 bis 2000, weiss man nicht mit Sicherheit wo sich Atta aufgehalten hat. Klaus Ulrich Kersten, damals Direktor des deutschen Bundeskriminalamtes BKA wusste es. Laut Kersten trainierten Atta und zwei andere Todespiloten Atta’s Terrorcrew von 1999 bis ins Frühjahr 2000 in Afghanistan. Am 29. November 1999 flog Atta auf dem türkischen Flug TK1662 von Hamburg nach Istanbul und dann weiter nach Karachi. Am 24. Februar 2000 flog Atta mit der TK1057 nach Istanbul und mit der TK 1661 zurück nach Hamburg. Woher wusste der mittlerweile bei den Vereinten Nationen in N.Y. arbeitende Kersten und das BKA vom Aufenthalt der drei?

Ist Able Danger „very desturbing“?
Able Danger ist unangenehm. Nicht nur dass die Leiter des Able Danger Programmes noch immer darauf beharren, dass sie vor 9/11 dreizehnmal Mohamed Atta identifiziert hätten. „Weldon said that pre-Sept. 11 intelligence conducted by a secret military unit identified terrorist ringleader Mohamed Atta 13 different times. Weldon said the unit, code-named „Able Danger,“ also identified „a problem“ in Yemen two weeks before the attack on the USS Cole.” Schrieb ABC News am 14. Februar 2006. Und weiter fragte sich der republikanische Kongressabgeordnete Mr. Weldon:
“Mr. Speaker, I rise because information has come to my attention over the past several months that is very disturbing. I have learned that, in fact, one of our Federal agencies had, in fact, identified the major New York cell of Mohamed Atta prior to 9/11; and I have learned, Mr. Speaker, that in September of 2000, that Federal agency actually was prepared to bring the FBI in and prepared to work with the FBI to take down the cell that Mohamed Atta was involved in in New York City, along with two of the other terrorists. I have also learned, Mr. Speaker, that when that recommendation was discussed within that Federal agency, the lawyers in the administration at that time said, you cannot pursue contact with the FBI against that cell. Mohamed Atta is in the U.S. on a green card, and we are fearful of the fallout from the Waco incident. So we did not allow that Federal agency to proceed.”

Das Pentagon dementierte die Identifikation Atta’s. Nicht die Leiter und Mitarbeiter von Able Danger. Und – einmal mehr – Mohamed Atta’s Vater dementierte, dass der im Video gezeigte Mann sein Sohn sei. Wem glaubt man mehr: Einem ohne Absender geschickten Video ohne Stimmen und Zusammenhang oder Menschen die in relevanten Projekten gearbeitet haben?

Weldon rejects DOD report on able danger & harassment of military officer
Father of Mohammed Atta says Video a Fake
Die Video Clips
NBC

terror

Father of Mohammed Atta says Video a Fake

AKI – The father of Mohammed Atta, the leader of the September 11 hijackers, says a video published by the British daily The Sunday Times, showing Atta 20 months before the Twin Towers attacks, is false. „The video-testament of my son is false and I continue to believe he is innocent“ Muhammad al-Amir al-Sayd Atta, 71, told Saudi daily al-Watan. „The Americans tampered with and falsified that video“ he alleged, “ they want to change the truth in order to achieve their goals in the Middle East.“

Atta senior, who keeps a photo of his suicide attacker son in the hallway of his home just outside of Cairo, said: „There is a big difference between this photo and the images shown by the Americans – that one is not my boy.“

The British newspaper said the hourlong tape was obtained „through a previously tested channel,“ and had been authenticated, on condition of anonymity, by sources from al-Qaeda and the United States.

Atta, who flew one of the planes that brought down the World Trade Center, appears alongside Ziad al-Jarrah, who piloted United Airlines flight 93, which crashed into a Pennsylvania field.

Wearing a dark sweater and looking very different from the mugshot of him released after the September 11 attacks, he pats his hair into place after trying on a hat and appears to be the more reticent of the two hijackers.

The Sunday Times said the footage was taken in Afghanistan and was meant to be released after the men’s deaths.

Video on TimesOnline

terror

Weldon rejects DOD report on able danger & harassment of military officer

„Alleged Misconduct by Senior DoD Officials Concerning the Able Danger Program and Lieutenant Colonel Anthony A. Shaffer, U.S. Army Reserve“ (pdf).

„The purpose of the DOD IG investigation was to shed light on the pressures and harassment placed on LTC Shaffer and other Able Danger team members. It was also supposed to investigate why Able Danger was glossed over by the Pentagon and why there was such a fight to get information out of the Department of Defense about Able Danger, its findings and the reasoning behind destroying crucial data about linkages and relationship of al-Qaeda prior to 9/11. The IG’s report did little to answer these questions.


Curt Weldon: „They do not explain why LTC Shaffer and other Able Danger principles were harassed by their superiors. Specifically, the report did not address why the Defense Intelligence Agency trumped up phony charges against LTC Shaffer in an effort to revoke his clearance.“

„The DOD IG failed to brief LTC Shaffer’s lawyer before releasing the report. The contents and overall tone and scope of the report were leaked to the media before Congress was even briefed of its findings. The DOD IG failed to explain in their briefing to me and my staff how such information got out to the media. They said they would investigate, but I have very little confidence that anything will come of that. Also, the timeliness of this report, just weeks before Congressional elections, also raises serious questions about the IG’s motivations.

„Acting in a sickening bureaucratic manner, the DOD IG cherry picked testimony from witnesses in an effort to minimize the historical importance of the Able Danger effort. The IG narrowly focused their investigation on the witnesses recollections of the 9/11 hijackers and a chart. The report trashes the reputations of military officers who had the courage to step forward and put their necks on the line to describe important work they were doing to track al-Qaeda prior to 9/11.

„To further substantiate the Able Danger effort, within the last three months of the DOD IG investigation, another person who recently retired from the military has come forward and corroborated the work of the Able Danger program. Additionally, another official within DOD has conducted data runs of stored pre-9/11 data that has yielded information about the Brooklyn cell.

„They do not explain why LTC Shaffer and other Able Danger principles were harassed by their superiors. Specifically, the report did not address why the Defense Intelligence Agency trumped up phony charges against LTC Shaffer in an effort to revoke his clearance. When the DOD IG briefed me, they could not account for why they failed to interview key witnesses connected to this harassment, except for claiming that these witnesses ‚did not come to us‘ — evidence that this was not a proactive investigation.
„The FBI agent that was tasked with setting up meetings between Able Danger and FBI officials — meetings that were block by DOD lawyers — was not interviewed in this report, yet it concluded that ‚Able Danger members were not prohibited from sharing intelligence information with law enforcement authorities.‘

„I am appalled that the DOD IG would expect the American people to actually consider this a full and thorough investigation. I question their motives and the content of this report, and I reject the conclusions they have drawn.“

FableArranger: Able Danger and Other NeoConnivances

terror

Neues Schweizer Strategie-Institut

SDA – In Wädenswil entsteht ein neues Institut für Strategische Studien. Unter der Leitung von Albert A. Stahel werden Experten Konfliktherde auf der ganzen Welt analysieren.

Unter der Leitung von Albert A. Stahel hat am 1. Oktober das Institut für Strategische Studien in Wädenswil seinen Betrieb aufgenommen. Das Institut und sein Leiter seien einer objektiven und sachlichen Beurteilung der jeweiligen Lage verpflichtet, heisst es in einer Mitteilung des Instituts. In den vergangenen drei Jahren hat Stahel insbesondere die strategische Entwicklung im Irak und in Afghanistan analysiert.

Der 63-jährige Stahel war während 26 Jahren hauptamtlicher Dozent an der Militärakademie an der ETH Zürich für das Fachgebiet Strategische Studien. Für diesen Fachbereich wirkt er auch nach seinem ETH-Rücktritt noch an der Universität Zürich als Titularprofessor.

Institut für Strategische Studien

Krieg

Pentagons „Blutgrenzen“ in Nahost (Teil 2)- Umstrittene US-Pläne

Malte Olschewski – —3.10.2006 —- Der vom Pentagon geleitete Militärtheoretiker Ralph Peters lässt in seinem umstrittenen Artikel „Blood Borders“ (Armed Forces Journal“ 2006/06) den bisherige Verbündete Pakistan nicht ungeschoren. Der grossteils von Paschtunen besiedelte Norden soll zur Gänze Afghanistan zugeschlagen werden. Und im Westen würde mit dem „Freien Belutschistan“ ein ethnisch reiner Staat des iranischen Belutschen-Stammes entstehen.

Die pakistanische Tageszeitung „Dawn“ sieht hier eine „Retribalisierung“ und eine Rückkehr zum Stammesdenken. Zwischen den US-Plänen und den erst kürzlich ausgebrochenen Aufständen in Belutschistan bestünde einen Zusammenhang. Ein Hintergrund für die Halbierung Pakistans mag die Unzufriedenheit der USA mit dem Militärdiktator Pervez Musharraf in Islamabad gewesen sein. Seiner Armee will womöglich mit Absicht die Kontrolle der Paschtunenstämme in den „Northern Territories“ nicht gelingen.

Diese Stämme verbergen Osama Bin Laden und seine Anhänger. Sie haben auch zum Erstarken der Taliban im Süden Afghanistans beigetragen. Mit der erst kürzlich erfolgten Konsolidierung der Taliban im Raum von Kandahar hat Peters nicht gerechnet. Er setzt historische Irrtümer fort, die ein befriedetes Afghanistan nur durch eine Vereinigung der dominanten Paschtunenstämme für möglich halten. Hierbei wird ein gutes Dutzend anderer Volksgruppen Afghanistans wie die Tadschiken, Mongolen oder Usbeken beiseite gelassen.

Peters glaubt in einem sich fortpflanzenden Irrtum, dass ein durch heimkehrende Paschtunen aus Pakistan bereichertes Afghanistan den USA gehorchen und vor allem die geplanten Öl-Pipeline aus Zentralasien nach Karachi akzeptieren würde. Daher wird Afghanistan durch die pakistanischen „Northern Territories“ zu Gross-Afghanistan. angereichert. „Gross“ werden all jene, die den USA genehm sind.

Es muss auch der Iran für ein „Freies Belutschistan“ seinen Beitrag leisten, zumal Belutschen zu den iranischen Völkern zählen. Ausserdem werden dem Iran nördliche Gebiete abgetrennt und mit einem „Gross-Aserbeidschan“ vereinigt, da das Regime Alijew in Baku amerikanische Wünsche nach Öl so vorbildlich erfüllt hat. Des weiteren soll dem Iran ein Großteil der Ölgebiete im Südwesten und an der Golfküste genommen und dem irakischen „Schiitistan“ zugeschlagen werden.

Ebenso muss der Iran zur Arrondierung des Kurdenstaates seinen Beitrag leisten. Ein „Freies Kurdistan“ von Diyabakir bis Täbris wäre dem Westen und den USA wie kein Staat zwischen Bulgarien und Japan dankbar und ergeben, heisst es in dem Papier. Bagdad könnte eine internationalisierte Hauptstadt werden. Drei Provinzen nördlich von Bagdad würden einen kleinen Sunnitenstaat ohne Öl ergeben, der sich zu einem späteren Zeitpunkt Syrien anschliessen müsste. Syrien verliert seine Mittelmeerküste, die an ein Gross-Libanon geht. „Phoenicia reborn!“ ruft Peters zum Beweis seines irrationalen Geschichtsverständnisses aus.

Einmal entstandenen und untergegangenen Grossreichen, so eine Übereinkunft unter Historikern, sollte mit allen Mitteln eine Wiedergeburt oder Wiederaufführung versagt werden.

Die Balkanisierung des Mittleren Ostens geht offenbar von der trügerischen Annahme aus, dass die neuen oder erweiterten Staaten dankbare und gefügige Diener der USA werden würden. Abgesehen davon, das Peters von der Bevölkerungszusammensetzung verschiedener Länder keine Ahnung hat, übt er sich in Vereinfachungen. Er beruft sich auf eine krude und primitive Geschichtsauffassung: „If the borders cannot be amended to reflect the natural ties of blood and faith, we may take it as an article of faith that a portion of the bloodshed in the region will continue to be our own.“ (Wenn die Grenzen nicht verändert werden können, um die natürlichen Bande des Bluts und des Glaubens zu spiegeln, dann können wird es als einen Glaubensartikel nehmen, dass ein Teil des in der Region vergossenen Blutes auch unser eigenes ist.) Weiter schreibt Peters: „Grenzen haben sich über die Jahrhunderte immer verändert. Grenzen sind nie statisch gewesen und viele Grenzen vom Kongo über den Kosovo bis zum Kaukasus ändern sich jetzt und heute…“

Abgesehen von der Tatsache, dass im Kongo und im Kosovo derzeit keine Grenzen verändert werden, kommen die von Peters proklamierten Grenzen entlang des Blutes und des Glaubens der NS-Ideologie sehr nahe. Damals hatten Theoretiker ein „ständiges Fliessen von Staatsgrenzen“ festgestellt, die dem „biologischen Zug der Stämme und Volksgruppen“ folgen würde.

Zwei Weltkriege waren die Folge dieser den Völkern nachfliessenden Grenzen. Es ist richtig, dass die Grenzen in Nahost nach Untergang des Osmanischen Reiches im Sykes-Picot-Abkommen willkürlich gezogen worden sind. Aber willkürlich oder mit Gewalt geschaffene Grenzen können sich über die Jahrzehnte zu anerkannten Grenzen verfestigen. Eine Änderung von Grenzen bedeutet in den meisten Fällen Krieg.

Gerade das „Einfrieren“ der Grenzen nach 1945 hat viele Kriege verhindert. Darum hütet die UNO die Unantastbarkeit nationaler Grenzen wie einen Augapfel. Darum sieht das Völkerrecht so viele Bedingungen für die Staatswerdung eine ethnischen Minorität vor. Und daher können die „Bloodborders“ nur in einem ungeheuren Blutbad, in einem dritten Weltkrieg und möglicherweise in einem atomaren Armageddon gezogen werden.

Teil 1: Pentagons „Blutgrenzen“ in Nahost – Proteste gegen US-Pläne für Neuordnung der Krisenregion

kriminalitaet

Mysterium um den Flugzeugabsturz in Brasilien – Mehr offene Fragen als Passagiere in einer Boeing

Karl Weiss, Rio de Janeiro – Eine Boeing 737 der brasilianischen Billig-Fluglinie Gol, Flug Gol 1907, fast fabrikneu, stürzte am 29. September, etwa um 5 Uhr nachmittags örtlicher Zeit, auf dem Weg von Manaus nach Brasilia über dem Gebiet des Amazonas-Regenwaldes ab. Alle 155 Insassen kamen ums Leben. Gleich nach dem Bekannt werden der Meldungen über den Absturz begannen sich widersprechende Aussagen von offiziellen und inoffiziellen brasilianischen Stellen durch den Äther zu schwirren, was vieles offen ließ. Nach dem letzten Stand gibt es mehr offene Fragen als Passagiere in eine Boeing passen. Woher all diese Widersprüche?

Es liegt nicht nur der Brandgeruch eines abgestürzten Passagierflugzeuge über jenem Ort in der Region „Alto Xingu“ im Norden des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso, es riecht auch faul im Staate Brasilien angesichts der ungeklärten Umstände des Absturzes.

Gleich am Samstagmorgen konnten die verblüfften Brasilianer widersprüchliches hören. Während der Fernsehsender Globo (Fast –Monopol) sowie die örtlichen Radiosender alle übereinstimmend berichteten, das Flugzeug sei mit einem Exekutiv-Jet zusammengestoßen und danach abgestürzt, konnte man aus anderen Teilen der Welt gegenteiliges hören.

Die Nachrichtenagentur AFP schrieb, dass die These von einem Zuammenstoß in der Luft von brasilianischen Stellen als Spekulation zurückgewiesen worden sei. Das gleiche meldete um diese Zeit CNN International: Spekulation. Angesichts der Tatsache, daß jetzt bereits ein Photo von dem beschädigten Flügel des Exekutiv-Jets vorliegt, muß man sich unwillkürlich fragen, wer hatte ein Interesse, die Kollision in Frage zu stellen und warum?

Von wem diese Dementis kamen, wurde kurz danach klar: es war die ANAC, die Behörde der zivilenLuftfahrt, verantwortlich für den Luftraum oberhalb von 8500 Metern, reserviert im wesentlichen für die zivile Passagierluftfahrt. Offenbar wurde von dieser Seite der Versuch gemacht, die Kollision zu leugnen, aus Gründen, die man nur vermuten kann.

Eine Stange Geld

Schaltete man – wie der Berichterstatter – auf BBC International um am Kabelfernsehen, bekam man ebenfalls die Version „Spekulation “ zu hören. Dort hatte man sich aber die Mühe gemacht, die Morgennachrichten der brasilianischen „Globo“ aufzunehmen und stellte sie mit einer Übersetzung live in die Sendung: Da wurden die Details des Zusammenstoßes genannt: Der Exekutiv-Jet war eine Embraer Legacy und war an jenem Nachmittag in São Jose dos Campos gestartet, im Bundesstaat São Paulo.

Das ergab einen Sinn, denn an diesem Ort ist die Firma Embraer angesiedelt, eine der zwei großen Lieferanten von Exekutiv-Jets und kleinen Passagier-Jets (neben der kanadischen Bombardier) auf der Welt. Die Embraer war früher eine brasilianische Staatsfirma und ist heute, nach einem extrem verdächtigen Privatisierungsprozeß, ein französisch-brasilianisches Privatunternehmen. Die „Legacy“ ist eines der Erfolgs-Flugzeuge der Embraer, ein Jet für die Zwecke von Großunternehmen mit Top-Leuten, die dauernd in der Welt herumfliegen müssen. Es hat eine Reichweite fast wie ein Passagier-Jet, könnte z.B. den Flug von São Paulo nach Caracas (5 Stunden Flug nahe den 900 km/h) ohne Zwischenlandung zurücklegen.

Für diese Mobilität muß man allerdings eine Stange Geld auf den Tisch legen: Die „Legacy“ kostet 24,5 Millionen US-Dollar und kann in verschiedenen Versionen ausgeliefert werden, die von 10 bis 16 Passagieren Platz bieten.

Begann man nun am Samstag-Morgen im Internet nach Informationen zu suchen, so fand man eine weitere Information: Bewohner des Dorfes São Felix do Xingu, nahe der Grenze der Bundesstaaten Mato Grosso und Pará, hätten ein Passagierflugzeug niedrig fliegen gesehen und keinerlei Explosion gehört.

Das weckte nun die Hoffnungen der Angehörigen der Passagiere, die verzweifelt auf Nachrichten warteten, wer denn nun genau an Bord gewesen sei und ob es eine Chance von Überlebenden gibt.

Die Tragödie
Um die Mittagszeit am Samstag wurde gemeldet, man habe Wrackteile des Flugzeugs gesichtet. Die Teile seien über ein weites Gebiet verstreut. Das bedeutete, es konnte keine Überlebenden gegeben haben. Gleichzeitig kam die Information, daß die Kollision in einer Höhe von 11.000 Metern stattgefunden habe.

Damit wurde nun klar: Die Beobachtung der Dorfbewohner mußte sich auf die Legacy bezogen haben, denn nun wurde bestätigt, daß die Legacy mit beschädigtem Flügel sicher auf einem militärischen Fliegerhorst im Gebiet der „Serra do Cachimbo“ landen konnte, nicht weit vom Ort des Zusammenstoßes entfernt, im Süden des Staates Pará gelegen.

Nach verschiedenen Meldungen seien sechs oder sieben Personen an Bord gewesen, einschließlich der Piloten.

Am Nachmittag des Samstag kam dann die endgültige Passagierliste der Boeing, gleichzeitig mit der Aussage, daß kaum mit Überlebenden gerechnet werden könne. Wer die Liste mit den 155 Namen gesehen hat, ist beeindruckt. Eine riesenlange Liste, eine große Tragödie!

Kurz danach kam jene Meldung, die nun die meisten Fragen aufwarf. Diesmal war es einer der Leiter der militärischen Behörde der Luftaufsicht, die in Brasilien den Namen CINDACTA hat. Sie ist zuständig für den Nicht-Passagier-Flugverkehr, d.h. neben den Militärmaschinen vor allem die kleinen Jets (die anderen Kleinflugzeuge im untersten Luftraum werden nicht offiziell überwacht). Im Wesentlichen handelt es sich um den mittleren Luftraum, der von der CINDACTA kontrolliert wird. Ohne Zweifel jedenfalls war sie für die Legacy zuständig.

Ein Offizier der CINDACTA, der sich als zuständig für die Kontrolle der Legacy erklärte, wurde von der Zeitung „Estado de São Paulo“ interviewt. Er enthüllte, daß die Legacy sich außerhalb ihrer Route befunden hätte. Außerdem sei sie in der falschen Höhe gewesen, nämlich viel zu hoch. Er habe wiederholt versucht, de Legacy zu rufen und sie auf den Kollisionskurs aufmerksam zu machen. Es habe aber keine Reaktion der Legacy gegeben, bis es zum Zuammenstoß kam. Das allerdings ist eine Enthüllung, die massiv die Frage der Ursache der Tragödie auf die Seite der Legacy verschiebt.

Gleich danach kam eine andere Nachrcht, die dies sogar noch kritischer machte. Sie sei hier im Original zitiert: „Fontes da Aeronáutica também suspeitam que o piloto do Legacy possa terdesligado o transponder, aparelho que permite a identificação da posição da aeronave por outros aviões. Uma das possbilidades é a de que o comandante tenha desligado o aparelho para voar mais alto.“ „Quellen bei der Luftwaffe vermuten außerdem, daß der Pilot der Legacy den „transponder“ ausgeschaltet haben könnte, der anderen Flugzeugen ermöglicht, die Position des Flugzeugs auszumachen. Er könnte dies getan haben, um weit höher zu fliegen als es ihm zugewiesen war.“

Sollte sich diese Vermutung bewahrheiten, müßte der Pilot der Legacy des Totschlags in 155 Fällen angeklagt werden.

Tatsächlich hat eine Exekutiv-Jet nichts in einer Höhe von 11.000 Metern zu suchen, außer er hätte denn die besondere Erlaubnis gehabt.

Es ist also notwendig, sich ein wenig genauer mit den Leuten zu beschäftigen, die in der Legacy waren bzw. mit ihr zu tun hatten und was mit ihnen weiter geschah.

CIA Verbindungen?

Geht man diesen Informationen nach, kommen einige Überraschungen. Die Legacy war auf ihrem Überführungsflug von der Fabrik an den Käufer. Der Käufer ist eine US-amerikanische Luftfahrtgesellschaft mit dem Namen Excel Air (War das nicht der Name eine der Gesellschaften, unter deren Namen CIA-Flüge auftauchten? – Das ist noch zu klären).

Falls es aber eine Aero-Taxi-Firma ist, wird das Ganze noch mysteriöser. Die Legacy ist für ein Aero-Taxi viel zu aufwendig, zu teuer und hat eine zu große Reichweite. Sie ist sinnvoll nur für Großunternehmen. Als normales Passagierflugzeug ist sie ebenfalls nicht brauchbar. Dazu hat sie nicht genug Plätze.

Was ist das für ein Journalist?
Die Personen im Flugzeug wurden als US-Amerikaner bezeichnet. Der Pilot wurde mit dem Namen Joe Lepore benannt, der Copilot als Jan Palltino, vier Pasagiere mit den Namen Ralph Michielli, David Rimmer, Daniel Bachmann und Henry Yendle. Der siebte aber – und jetzt wird es schon wieder mysteriös – sei ein Reporter der New York Times mit dem Namen Joe Sharkey. Die New York Times allerdings weiß davon nichts – oder sie unterschlägt bewußt, daß einer ihrer Reporter in diesem Flugzeug war. Sie berichtet über den Absturz, ohne dies zu erwähnen. Für beides müßte es eine Begründung geben. Bisher hat niemand danach gefragt.

Doch das Mysterium der New York Times ist klein gegenüber dem Mysterium, das am Sonntag, den 1.Oktober bekannt gegeben wurde. Man hat nämlich die sieben Insassen des Legacy vom Luftwaffenstützpunkt, wo der Jet gelandet war, nach Cuiabá gebracht, der Hauptstadt des Staates Mato Grosso, wo das Unglück passiert war. Als Zeugen. Als Zeugen? War da nicht ein Verdacht gegen den Flugkapitän, der zu klären war? Warum wird dann ausdrücklich betont, sie würden nur als Zeugen befragt?

Noch mysteriöser
Dann wird es noch mysteriöser. Im Lauf des Sonntags wird bekannt, daß die sieben auf eigenen Wunsch zurück nach São Jose dos Campos gebracht worden wären. Offenbar konnte man den Behörden in Cuiabá nicht genügend zutrauen, das nötige Feingefühl aufzubringen und keine unbequemen Fragen zu stellen. Die US-Bürger seine auf ihrem normalen Weg nach Manaus gewesen und seien mit Autopilot gefogen, als es einen Schlag gegeben habe. Moment, nach Manaus? Da stimmt was nicht! Die Linien von Manaus nach Brasilia und von São Jose dos Campos nach Manaus kreuzen sich nicht. Bestenfalls in der Nähe von Manaus kommen sie sich nahe. Aber das Unglück geschah mehr als 1000 km von Manaus entfernt. Demgegenüber würden sich die Linien von Manaus nach Brasilia und von São Jose dos Campos nach Boa Vista genau am Unglückspunkt kreuzen. Auffallend, nicht?

Entweder sie waren auf dem Weg nach Manaus, dann waren sie weitab vom Kurs oder sie waren auf dem Weg nach Boa Vista (oder Caracas?) Warum gibt man dann an, sie seien auf dem Weg nach Manaus gewesen? Der zuständige Staatsanwalt wird denn auch gleich mit den Worten zitiert, es läge nichts gegen die US-Amerikaner vor. Ihre Pässe seien in Ordnung. Wie? Wer redet denn von den Pässen? Es ist noch nicht einmal der Flugschreiber ausgewertet und man weiß bereits, es läge nichts vor? Wie das?

Dazu muß man wissen: Die Region des Amazonas-Urwaldes ist das Hauptumschlaggebiet des Kokains aus Kolumbien und Peru. Ebenso muß man wissen: Der CIA ist der Haupttäter beim Schmuggel von Kokain von dort in die USA. Weiterhin ist das System SIVAM zu berücksichtigen, das seit etwa 2003/2004 das ganzeAmazonasbecken bewacht, ein System mit vielen Radar-Bodenstationen und 100 Radarflugzeugen. Es liegen also über den Absturz auch die SIVAM-Unterlagen vor. Vorsichtshalber haben dies alle Beteiligten „vergessen“ und die Medien tun so, als wüßten sie nichts von einem System SIVAM.

Weiterhin ist da ein Detail wichtig: Alle SIVAM-Daten werden immer zuerst von US-Amerikanern ausgewertet. Nur was da durchgegangen ist, wird dann auch an die brasilianischen Behörden weitergegeben – sofern man es nicht lieber
unterschlägt.

Mysteriös, nicht? Na eben, das war es, was es zu berichten gab bisher.

Krieg

Pentagons „Blutgrenzen“ in Nahost (Teil 1) – Proteste gegen US-Pläne für Neuordnung der Krisenregion

Malte Olschewski – Das Pentagon verrät der Welt ein „schmutziges Geheimnis aus 5000 Jahren Geschichte“: Dass nämlich ethnische Säuberung funktioniert. Wörtlich schreibt der US-Militärtheoretiker Ralph Peters in seiner Grenzfantasie im „Armed Forces Journal“: „Oh, and one other dirty secret from 5000 years of history: Ethnic cleansing works.“ Seit Amtsantritt von Präsident Bush berauschen sich neokonservative Kreise an Planspielen für ein neues „Empire“. Doch der Artikel von Ralph Peters im „Armed Forces Journal“ vom Juni 2006 hat bisherige Allmachtsfantasien bei weitem übertroffen und zu heftigen Protesten geführt. Unter dem nach NS-Ideologie klingenden Titel „Blood Borders“ (Blutgrenzen) schlägt Peters eine radikale Neuordnung des Mittleren Ostens nach ethnischen und religiösen Grenzen vor.

„How a Better Middle East Would Look“ glaubt er im Untertitel zu wissen. Wie Nahost im scharfen Blick der pentagonischen Falken wohl besser aussehen könnte?

Zwei Landkarten („Vorher“ und „Nachher“) ergänzen die Abhandlung, die dem moslemischen Terror die besten Argumente zu liefern vermag. Die Kurzfassung des alle Grenzen der Vernunft überschreitenden Papiers: Saudiarabien und Pakistan würden etwa die Hälfte ihres Territoriums verlieren. Mit Belutschistan, Kurdistan und dem Schiitenirak würden drei neue Staaten entstehen. Jordanien, Jemen, Afghanistan und Libanon sollen vergrössert, die Region um Mekka und Medina würde zu einem moslemischen Vatikan werden. Das US-Aussenministerium stellt das „Blutpapier“ als Werk eines Zivilisten dar. US-Botschafter in moslemischen Staaten suchen zu beruhigen.


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Die Abhandlung erschien im Armed Forces Journal“, das von der „Army Times Publishing Company“ im Rahmen der Gannett-Mediengruppe mit Sitz in Virginia herausgegeben wird. Das „Journal“ ist kein Verlautbarungsblatt des Pentagons, hat aber in der Vergangenheit immer wieder das strategische Denken militärischer Falken in den USA enthüllt. Die Gannett-Gruppe ist ein Medienkonzern, der in den USA etwa fünfzig lokale Tageszeitungen und das überregionale Blatt „USA Today“ herausgibt. Neben zwanzig Tageszeitungen in Grossbritannien ist Gannett der führende Verlag in Militär-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Die Veröffentlichung ist kein Unfall und kein Zufall. Peters ist ein pensionierter Oberst mit Geheimdiensthintergrund, der solche Papiere kaum ohne Deckung von oben schreiben würde. Er hat sich im Frühjahr 2006 längere Zeit zu Studien im Irak aufgehalten. Die „Blutgrenzen“ werden von mehreren Motiven bestimmt:

1. Die Erfolgslosigkeit bei der Bekämpfung des Terrors.
2. Die wachsenden Forderungen nach einem US-Truppenrückzug aus dem Irak.
3. Die Notwendigkeit, auf das arabische Erdöl zu verzichten.
4. Unzufriedenheit mit der Politik Israels.

Kritiker in den USA und in den betroffenen Staaten sehen in dem Papier eine Art Masterplan, um den schwindenden Einfluss der USA in dieser Region durch eine „Balkanisierung“ aufzuhalten. Als Muster können Jugoslawien und die UdSSR gelten. Hatten die USA in beiden Zentralstaaten wenig Einfluss, so konnten sie in deren Zerfall Teile wie Bosnien, Kosovo, Georgien oder Tadschikistan an sich binden und dort Militärbasen errichten.

Das zentrale Problem in Nahost -Israel und die Palästinenser- wird von Peters nur gestreift: Israel müsse in die Grenzen von 1967 zurück und für Jerusalem gebe es schon Dutzende Lösungsvorschläge. Jerusalem scheint für Peters „peanuts“ zu sein. Der Herr der neuen Grenzen lässt den Blick in die Ferne schweifen. Er will die Grenzen vom Berg Ararat bis zum Indus und vom Kaspischen Meer bis zum Tor der Tränen neu ziehen. Die Überraschung dabei ist die Zerstückelung Saudiarabiens und Pakistans als bisher verbündeter Staaten, sowie die Abtrennung kurdischer Gebiete vom NATO-Staat Türkei. Hierbei könnten Entwicklungen der letzten Jahre eine Rolle gespielt haben. Saudiarabien hat den USA nach 1991 aus religiösen Gründen jede weitere Truppenstationierung auf seinem Territorium untersagt. Ausserdem wird Ryadh von den USA verdächtigt, den religiösen Terror inklusive der Al Kaida weiterhin heimlich zu unterstützen.

Peters bezeichnet die Saudis als „das bigotteste und repressivste Regime“ der Region, dessen Ölreichtum „gänzlich unverdient“ sei. Daher soll dieser Staat von allen Seiten beschnitten werden. Im Südwesten gehen Erdöl-Gebiete an einen vergrösserten Jemen, dessen Stämme seit je den wahabitischen Sektierern der Saud-Familie jede Legitimität absprechen. Im Nordosten werden die saudischen Ölgebiete einem neu zu schaffenden, schiitischen Irak-Staat angegliedert. Und im Nord-westen verliert Saudien viel Land an Jordanien, dass als Dank für Gefügigkeit zu „Gross-Jordanien“ werden darf. Das Gebiet um Mekka und Medina soll von Ryadh abgetrennt und von einem Rat verwaltet werden, der von allen moslemischen Richtungen und Schulen beschickt wird: Das Heiligtum der Kaaba soll moslemisch internationalisiert werden. Ein islamischer Super-Vatikan soll entstehen, auf den die Saudis keinen Einfluss mehr haben. Was dann übrig bleibt, ist meist Wüste. Schon einmal hatte die Familie Saud nur ein Stück Wüste regiert, bis dann Abdel Aziz nach blutigen Feldzügen der Sturz der Haschemiten und 1932 die Staatsgründung gelang. Kuwait und die Golfemirate dürfen, so zeigt sich Peters gnädig, als bisher schon treue Diener der USA bestehen bleiben,

Wer brav ist, darf gross werden

Teil 2: Pentagons „Blutgrenzen“ in Nahost – Umstrittene US-Pläne

afrika

Geburtstagsfeier in Afrika – Botswana wird 40

Dr. Alexander von Paleske – —- 2.10. 2006 — Der britische Imperialismus im südlichen Afrika hatte einst auch das Betschuanaland erfasst. Doch das ist lange her. Die Tswana, wie das vielstämmige Volk das dort lebte, genannt wurde, fühlten sich von ihm zwar bedroht – noch mehr jedoch von den damals neu gegründeten Burenrepubliken in Südafrika. So rückten die Tswana-Stämme im Betschuanaland stärker zusammen und bildeten als Gesellschaften eine Allianz.

Am 30. September 1885 wurde das Betschuanaland von der britischen Regierung zum britischen Protektorat erklärt. Es wurde damit als „Schutzgebiet“ zum teilsouveränen staatlichem Territorium: Deren Verwaltung, auswärtige Vertretung und Landesverteidigung unterstand aber weiterhin der britischen Krone. Bis zum 30. September 1966 hatte Großbritannien diese „Schirmherrschaft“, das Protektorat, übers Betschuanaland. An diesem Tag wurde dann aber die Fahne Großbritanniens eingezogen und die Fahne eines neuen afrikanischen Staates gehisst: Die Republik Botswana war geboren, ein demokratischer Staat.

Zuvor hatte es schon demokratische Wahlen gegeben. Gesiegt hatte die Botswana Democratic Party (BDP) unter ihrem Vorsitzenden Seretse Khama. An diesem Geburtstag, dem 30. September 1966, wurde er als erster Präsident dieses neuen Staates auf sein Amt vereidigt.

Aber in welchem Zustand war Botswana damals?

Das Land war eingeklemmt zwischen dem Apartheid-Südafrika und dem Siedlerregime Rhodesien im Osten, dem von Südafrika illegal besetzten Namibia im Westen und hatte nur eine schmale gemeinsame Grenze im Norden mit dem unabhängigen Sambia. Botswana hatte nur eine einzige Asphaltstrasse und die war gerade einmal 400 Meter lang. Die restlichen Schotterpisten waren in der Regenzeit oftmals unpassierbar. Die Hauptstadt Gaborone war nicht mehr als eine Ansammlung von Hütten und ein paar Gebäuden. Das Budget wurde anfangs noch von der ehemaligen Kolonialmacht England finanziert.

Seretse Khama, verheiratet mit der Engländerin Ruth Williams, die er während seines Jurastudiums England kennen gelernt hatte, war gleichwohl optimistisch, und er hegte keinen Groll gegen die ehemalige Kolonialmacht England, die ihn von 1951 bis 1956 dort interniert hatte. Der Grund: Die Apartheid-Republik Südafrika nahm Anstoß an der Ehe eines Schwarzen und einer Weißen, und da Khama als Chef eines Stammes anstand, verlangte Südafrika von England, ihn „aus dem Verkehr zu ziehen“, was auch prompt befolgt wurde.

1967 wurden im Boden von Botswana Diamanten gefunden, und dies sollte sich, anders als in vielen anderen afrikanischen Ländern, nicht als Fluch, sondern als Segen erweisen.

Zornig wies der Präsident Khama nach dem Beginn der Förderung alle Vermutungen zurück, demnach diese Diamanten nur einer kleinen Schicht die Taschen und ausländischen Bankkonten füllten; das Gegenteil war nämlich der Fall. Die Einnahmen wurden in die Infrastruktur gesteckt.


Inzwischen begehrtes Sammelobjekt: Botswana erster Präsident, Seretse Khama, auf einer Briefmarke zum 10. Jahrestages des Staates.

Heute hat Botswana 10.000 Kilometer Teerstrassen – alles selbst finanziert. In Sachen Korruption spielt es in der Liga der am wenigsten korruptesten Staaten der Welt mit und damit nicht sehr weit in der Korruptionstabelle von Deutschland entfernt. Das Gesundheitswesen kann sich sehen lassen.

Und die Präsidenten folgen einander, immer nach demokratischen Wahlen: Auf Seretse Khama, der 1980 einem Krebsleiden erlag, folgte Quett Masire, der aus Altersgründen später nicht weiter machte. Ihm folgte der jetzige Präsident Festus Mogae.

Auch der Umgang mit der HIV-Epidemie ist vorbildlich. Das Land hat eine Gesamtinfektionsrate von etwa 18 Prozent. Allerdings liegt sie in der Gruppe der 17-34-jährigen wesentlich höher, etwa bei etwa 32 Prozent.

2001 erklärte der Präsident der Krankheit AIDS den Kampf. Referenzlaboratorien, in denen Viruslast und CD4-Zellen gemessen werden können, wurden aus dem Boden gestampft und ein umfangreiches Behandlungsprogramm gestartet. Kooperationen wurden mit der Harvard Universität und der Bill Gates Foundation eingegangen. Kubanische Ärzte kamen im Rahmen von Abkommen ins Land. Allein in Gaborone werden 10.000 Patienten behandelt.

Wie wenig selbstverständlich dies ist, zeigt der Blick ins benachbarte Südafrika, wo der Präsident Mbeki und seine Gesundheitsministerin abstrusen Theorien anhängen und ausschließlich Vitaminpillen und Knoblauch als Behandlung von AIDS empfehlen.

Nur wenig Schatten fiel kurzzeitig am 22. September auf Botswana – so kurz vor den Feiern zum 40. Jahrestag der Unabhängigkeit: Eine partielle Sonnenfinsternis. Doch besser hätte es das Land nicht treffen können als von solch einem astronomischen Ereignis geehrt zu werden, denn eine Sonnenfinsternis hat immerhin auch ein absehbares Ende und die Rückkehr des vollen Lichtes könnte als Symbol verstanden werden – gäbe es nicht ein Dilemma. Doch darüber mehr demnächst in einem weiteren Artikel…