terror

War der Pentagon-Crasher ein Propan-Truck?

Harald Haack – Die Weltbevölkerung will unterhalten werden. Die „Traumfabriken“ Hollywoods und nacheifernde Hobbyfilmer liefern die modernen Märchen – unterstützt vom Pentagon und den Propaganda-Strategen der Bush-Regierung. Doch im Falle des angeblichen Absturzes eines von Terroristen entführten Passagierflugzeuges der American Airline, das am 11.9.2001 im Pentagon-Gebäude explodierte, von dem es heißt, 125 Menschen seien in dem Gebäude, 59 Passagiere und Besatzungsmitglieder der Boing 757 und fünf Terroristen getötet worden, hat offensichtlich das Pentagon die Geschichte erfunden.

Unmittelbar nach dieser Katastrophe tauchten Zweifel an der über die Medien verbreiteten offiziellen Version auf. Da es keine Fotos oder Videos gab, die den Absturz dokumentierten, nicht einmal Bilder von Wrackteilen, sondern nur welche, die die rauchenden Trümmer des Südwestflügels des amerikanischen Kriegs-Ministeriums zeigen, schickte man verbale Bilder als Ersatz durch die Nachrichten. Doch dies führte massenweise zu Bemühungen den Fall aufzuklären und wurde prompt vom Presse-Mainstream als Verschwörungstheorien verketzert. Sogar Agitatoren fühlten sich beflügelt, dem angeblichen Pentagon-Crasher die Flügel zu stutzen: Wer gerne der unheilvollen Stimme Hitlers lauscht, auf dramatische Musik steht und bedauert, dass Nachrichten-Filme nicht mehr wie Nazi-Wochenschauen gestaltet werden, der sollte sich die Flash-Agitation „Pentagonstrike“ möglichst unkritisch anschauen. Ein kahlgeschorener Schädel, eine Bomberjacke und Springerstiefel sind verzichtbar, um solche Volksverhetzungen zu konsumieren.

Vor kurzem wurden Fotos veröffentlicht, auf denen Wrackteile der Boing 757, die auf dem Rasen vor dem Pentagon liegen, veröffentlicht. Seltsam ist, dass sie auf den bereits bekannten Fotos nicht zu sehen sind.

Zwei Überwachungskameras hatten die Explosion im Pentagon-Gebäude gefilmt. Erst drei Jahre später beantragte die US-Organisation Judical Watch, die gegen Bestechlichkeit in der Regierung kämpft, die Veröffentlichung der Bilder nach dem Gesetz zur Informationsfreiheit. Sie hätten hart darum gekämpft, dieses Video zu bekommen, soll der Vorsitzende von Judicial Watch, Tom Fitton, gesagt haben. Es sei „sehr wichtig“, der Öffentlichkeit auch diese Aufnahmen, auf der Internetseite des Verteidigungsministeriums und der Organisation abrufbar sind, zugänglich zu machen.

Viel ist nicht zu sehen: Der Südwestflügel des Pentagongebäudes im gleißenden Sonnenlicht, ein von rechts nach links vorbeifahrender Polizeiwagen und die Explosion mit dem aufsteigenden Feuerball und viel schwarzer Rauch. Was aber soll an diesem Video so wichtig sein?

Wahrscheinlich ist es ein Objekt am rechten Bildrand, das auf nur einem Frame des Videos zu sehen ist, das Judicial Watch für so wichtig hält. Es befindet sich auf dem Boden. Angeblich soll es sich um die „Nase“ des mutmaßlichen Passagierflugzeuges handeln. Doch es fällt schwer in diesem Gebilde die vorderste Spitze einer Boing 757 zu erkennen. Um eine Maschine dieses Typs soll es sich nämlich gehandelt haben.


Eine Boing 757 der American Airline


Vorausfahrendes Polizeifahrzeug


Das “sehr wichtige” Frame der zweiten Überwachungskamera am Südwestflügel des Pentagon-Gebäudes mit dem nachfolgenden Objekt am rechten Bildrand, unterhalb des Horizonts.


Mittels S-Spline-Modus unterstützte Ausschnittvergrößerung (oben). Nachfolgende Glättung und Unterdrückung der Video-Artefakte durch Gaußchen Weichzeichner (Mitte). Selektierung des Objektes mit Hilfe einer partiellen Tonwerteveränderung (unten).

Nach meiner Bildanalyse ähnelt das geheimnisvolle Objekt – ein überdimensionierter Sarg einer altägyptischen Mumie ist wohl auszuschließen – eher einem Truck mit Gas- oder Treibstoffbehälter als einer Boing 757. Es ist Interessant, welche Formen Passagierflugzeuge annehmen und welche Sinnestäuschungen wir Menschen doch erliegen können!


Simulation des Objektes vor dem Pentagon, hier die diagonale Dreiviertel-Ansicht eines Trucks im Auflicht. Im Gegensatz hierzu zeigt das Video das Objekt seitlich und im Gegenlicht. Aus diesem Grund wurden für diese Simulation die Fenster und der Kühlergrill hell verblasst.

spionage

Wer schnorchelt im Bundeshaus?

Stephan Fuchs – Die deutschen Geheimdienste dürfen sich keine Journalisten mehr an der Leine halten. In der Schweiz ist das noch gang und gäbe; offensichtlich auch im Bundeshaus. Ist es Zeit auch hier auszumisten?

Die drei deutschen Geheimdienste dürfen Journalisten künftig weder ausspähen noch als Quellen führen. Der entsprechenden Anweisung des Kanzleramtes an den Bundesnachrichtendienst schlossen sich am Dienstag das Innenministerium für den Verfassungsschutz und das Verteidigungsministerium für den Militärischen Abschirmdienst an. Die Affäre um die Bespitzelung von Journalisten durch den BND weitete sich unterdessen trotzdem aus.

Der BND selbst bestritt, Telefone von Journalisten abgehört zu haben. Sprecher Stefan Borchert nannte eine entsprechende Meldung der «Berliner Zeitung» «pure Fiktion». Das ist wohl aber lächerlich. Es gibt in der Zunft KollegInnen en gros, die das Gegenteil beweisen können. Spiegel, Stern, Focus und andere wollen sogar Anzeige erstatten. Der «Stern» berichtete, in der früheren Wohnung seines Autors Hans Peter Schütz sei ein Gerät für Lauschangriffe entdeckt worden.

Omertà
Schlimmer als das Abhören der Dienste sind die im Geheimdienst embeded, eingebetteten Journalisten. Dass sich die Geheimdienste Journalisten als „Stöckchen bringende Hunde“ halten, ist natürlich naheliegend. Journalisten haben Einblick in alle Ecken und Faccetten der Gesellschaft und haben Kontakte, nach denen der Geheimdienst lechzt. Ein Journalist im Sold der Dienste kann verheerende Auswirkungen haben; auf die Journalisten-Zunft und auf die Gesprächspartner. Ähnlich wie in der Mafia ist es für den Journalisten und den Gesprächspartner überlebenswichtig, dass der Kodex des Schweigens funktioniert. Er muss Vertrauen zum Gesprächspartner aufbauen. Er lebt von den brisanten Kontakten. Sein Wort der Verschwiegenheit gilt, der Kontakt wird geschützt. Unter allen Umständen. Auch wenn es am nächsten Tag in der Zeitung oder im Weblog steht, die Quelle muss unter Umständen mit allen Mitteln geschützt werden.

Wie praktisch das doch ist, wenn der Dienst akkreditierte Journalisten sein Eigen nennen kann, die in der Wandelhalle des Schweizer Bundeshauses die Ohren über die Bänke langziehen können, um dabei nach verwertbaren Informationen für die Geheimen zu schnorcheln. Das ist praktisch für die Dienste. Das ist aber vor allem beängstigend für die National- und Ständeräte. Und verheerend für die Öffentlichkeit, die dadurch immer weniger brisante und unbequeme informationen bekommen. Wem können wir und die Gesprächspartner bei der Arbeit noch vertrauen?

Katastrophe: BND darf keine Journalisten mehr abhören!

spionage

Katastrophe: BND darf keine Journalisten mehr abhören !

World Content News – Das hatte gesessen: Mit gestrengen Worten hatte unsere Kanzlerin dem BND die Leviten gelesen und ihm den klandestinen Umgang mit der schreibenden Zunft klar untersagt. Journalisten sollen künftig nicht mehr abgehört werden dürfen, Trojaner, News-Phisher und andere geheime Informanten haben in den Redaktionsstuben nichts mehr zu suchen. Schwere Zeiten für den Bundesnachrichtendienst – verlegt man sich dort bald nur noch aufs Zeitungslesen?

Dabei sah es doch so aus, als würden für Geheimdienste aller Art demnächst paradiesische Zustände herrschen: Immer mehr Telefone werden abgehört, Überwachungskameras an jeder Ecke, Verbindungsdaten werden en masse gespeichert, Grundrechte rapide abgebaut und selbst beim Umgang mit Aussagen, die durch Folter gewonnen wurden, sind bei der Bundesregierung alle Hemmschranken gefallen. Und ausgerechnet jetzt soll dem BND einer seiner wichtigsten Erkenntnisquellen beraubt werden? Fruchtaalaarm !!!

Geben wir es offen zu: Journalisten hatten beim Austausch von sensiblen Informationen doch auch ihren Spaß, wenn sie am Telefon grienten: „Hör mal, lass uns das Thema woanders besprechen, ich kenn da eine gemütliche Kneipe, wo keiner mithört…“ Aus und vorbei ? Kann jetzt wieder lauthals gemutmaßt werden, der V. habe wohl ein Kind mit der S. im Irak und der BND muss sich dabei die Ohren zuhalten? Darf der Geheimdienst keine Daten mehr aus der Redaktion klauen, wenn ihm beim Plutoniumschmuggel auf die Finger geschaut wird? Echt fies.

Sind doch die Journalisten von Natur aus die Erzfeinde aller aufrechten Spione vom Undercoverbrother. Machen sich auch noch lustig über die Schlapphüte, die zur Zeit eh auf dem Zahnfleisch robben. Saßen doch neulich pünktlich zum Start des Untersuchungsausschusses zeitgleich zwei fleissige Internetrechercheure auf der Seite des WCN-Blogs, ein Wahlaustralier aus Canberra und ein Amerikaner aus Mannheim vom „5th Signal Command“ der US-Armee, beide googelten nach „Reiner Mahlstedt“ um die Wette. Ob da wohl ein Leak wegen der Hintergründe um die DIA-Verdienstmedaille sein könnte, die unser Held angesichts seiner Feuerleitkünste abgestaubt hatte. Der australische Besucher mit deutschem Betriebssystem konnte immerhin satte 75 Minuten auf sein Überstundenkonto verbuchen, die er mit seiner Sucherei verbummelt hatte. Schon blöd, wenn man jetzt solche Sisyphus-Arbeiten auch noch selber machen muss.

Aber halt, so geht das nicht weiter. Wäre ja noch schöner, wenn die mediale Zunft künftig alleine schnorcheln darf und die Geheimdienste dabei in die Röhre gucken müssen. Wetten, dass unserem auf extremen Ausgleich bedachten Innenminister Schäuble schon was einfallen wird? Zum Beispiel, dass umgekehrt Journalisten künftig nicht mehr über die Arbeit der Geheimdienste schreiben dürfen. Oder dass der Guck- und Horch-Job bald zu den neuen inneren Aufgaben der Bundeswehr gehören wird. Vielleicht muss auch ein deutscher Homeland-Security-Act her, der die Medienausspäherei posthum im Handumdrehen wieder legalisieren würde.

Quo vadis BND, wär’s jetzt nicht an der Zeit, den Laden zu privatisieren und die Zentrale anstatt nach Berlin am besten gleich ins Ausland zu verlagern? Ab in die USA, da können sie dir nichts anhaben, wirst dort sogar gelobt für deine Schnüffelei, und darfst dann auch wieder deinen angestammten Bedürfnissen nach Herzenslust völlig legal nachgehen.

Wer schnorchelt im Bundeshaus?

vermischtes

Mit Schaum vor dem Mund

Karl Weiss – Am kommenden Freitag kommt der Film zum Bestseller „Sakrileg“ in die Filmtheater. Dies Werk und der jetzt folgende Film hat eine beispiellose Kampagne der katholischen Kirche und einiger ihrer Apologeten hervorgerufen, die Gift und Galle spucken. Man höre nur, wie einer der Artikel überschrieben ist: „Der Da Vinci Kot“. Warum soviel Schaum vor dem Mund?

Noch als Großinquisitor hatte der jetzige Papst bereits das Buch verurteilt, es sage nicht die Wahrheit. Jetzt aber, da der Film droht, wird die Kampagne immer schriller. Selbst ein Presseorgan wie die ‚Süddeutsche Zeitung’, die sonst nicht so extrem kirchennah angesiedelt war, hat ihre Zeilen für religiöse Eiferer geöffnet, die ihren Kot loswerden müssen.

Selbst der famose Autor des „Kot“-Titels muß zugeben, das Buch „… ist spannend, witzig, unterhaltsam und nie langweilig. Das Buch ist zu Recht weltweit an 50 Millionen mal verkauft worden. Bessere Kurzweillesekost hat selten einen Computer verlassen.“ So werden denn auch wohl Hunderttausende, wenn nicht Millionen sich den Film ansehen, einschließlich des Autors dieser Zeilen, denn der Film mit Tom Hanks verspricht genauso spannend und unterhaltsam zu werden.

Was ist es also, was so viel Haßtiraden hervorruft?
Der Autor des Buches, Dan Brown, hat den Finger in einige offene Wunden der christlichen Religionen, speziell der katholischen, gelegt. Die christliche Lehre, wie wir sie kennen, ist nämlich nicht von Jesus oder seinen Jüngern oder Aposteln erfunden worden. Sie wurde vielmehr dreihundert Jahre später geboren, als sie offizielle Religion des Römischen Reiches wurde und dazu verschiedenen Ansprüchen zu genügen hatte.

Man wählte aus allen Schriften, die bis dahin über den Jesus von Nazareth überliefert waren, einige aus, die am besten paßten, ließ andere zur Seite, die diesen widersprachen. So wurde aus dem Propheten Jesus der Gott Jesus. Da aber in den Schriften Jesus sich wiederholt auf Gott im Himmel beruft, mußte die Konstruktion der Dreifaltigkeit erfunden werden. Es mußten die Traditionen anderer Religionen berücksichtigt werden, in denen es immer auch mindestens eine Göttin gab. So verklärte man Jesus Mutter zur Gottesmutter, die ohne Erbsünde geboren wurde.

Als Gott durfte Jesus auch nicht mehr verheiratet sein und keine Kinder gehabt haben, also eliminierte man alle Schriften, in denen dies erwähnt wird, aus der Anzahl, die der „Heiligen Schrift“ zugeordnet wurden. Eine durchaus irdische Auswahl.

Dan Brown erinnert an diese Manipulationen, die praktisch alle wesentlichen Grundlagen des christlichen Glaubens erst erschaffen haben. Er läßt Maria Magdalena Jesus Frau sein und beide eine Tochter haben. Er läßt Leonardo da Vinci an diese Geschichte glauben und interpretiert in das berühmte Abendmahl-Gemälde hinein, er habe dies versteckt, aber ebenso deutlich damit ausdrücken wollen.

Unwichtig, ob das tatsächlich so ist (die Argumente sind allerdings ganz schon überzeugend). Wichtig aber, daß er damit auf eine schwärende Wunde hinweist, die Grundlagen des christlichen Glaubens betreffend.

Dan Browns Theorien mögen falsch und widerlegbar sein, nur ist es auch die Grundstory der christlichen Lehre. Deshalb sind die Reaktionen so harsch. Man muß darauf bestehen, daß die eigene Version die einzig richtige ist, die göttliche. Wer Versionen aufbringt, die man zurückgewiesen hat, ja überhaupt den Gedanken aufkommen läßt, es gäbe Versionen über Jesus, der rührt an Unberührbares und muß ausgetrieben werden wie der Leibhaftige.

Da nimmt man denn schon mal zu etwas handfesten Worten Zuflucht. Da ist nicht nur der Kot. Man schreibt auch: „In seinem Bestseller ‚Sakrileg’ verkauft Dan Brown Halbwahrheiten als historische Tatsachen.“ „Der Thriller verknüpft geschickt Verschwörungstheorien und Legenden.“ „…die kunstvoll aufgeschäumte These …“ „…nicht der geringste Hinweis auf solches Zeug ….“ „…synthetisch erzeugte Welle der Aufregung …“. Die „…Thesen seien so absurd wie die Behauptung, dass die Erde eine Scheibe sei…“ „Fiktion“ „…zugehe wie bei Hempels unterm Sofa…“ „…synthetisch stilisierte Skandalisierung…“ „…ein Sakrileg an der Literatur…“. Alles Zitate aus zwei Artikeln der „Süddeutschen“, der eine, mit dem Kot im Titel, vom 15. Mai – rechtzeitig zur Filmpremiere – der andere schon zwei Wochen vorher, von einem gewissen Titus Arnu, mit dem ironischen Titel „Der eilige Gral“.

Nun kann man natürlich den Katholiken, oder auch anderen Christen, nicht übel nehmen, daß sie ihre Glaubenssätze verteidigen. Aber muß man dazu so erregt schimpfen? Man bekommt den Eindruck, sie sind deshalb so aufgeregt, weil sie ihre Thesen genauso wenig beweisen können wie Dan Brown seine. Deshalb braucht man ja einen unfehlbaren Papst, damit ist dann alles bewiesen.

Immerhin ist es interessant, daß man sich dabei u.a. ausgerechnet auf die Story bezieht, daß es Leute gab, die fest und steif behaupteten, daß die Erde eine Scheibe sei und jeder, der anderes sage, der heiligen Inquisition ausgeliefert werden müsse. Wenn jemand, der so etwas in der Geschichte hat, die er verteidigt und jetzt ausgerechnet dieses Beispiel nimmt, um einen anderen unglaubwürdig zu machen, so wird die Ironie ungewollt und daher umso ironischer.

Da kommt es dann auch schon vor, daß man sich ein wenig vergaloppiert in der frenetischen Sicherheit, die man als Gläubiger hat. So lastet Titus Arnu Dan Brown an, daß er sagt, die Schriftrollen vom Toten Meer hätten andere Stories über Jesus beinhaltet und es hätte viel mehr als die vier Evangelien über Jesus gegeben. Sei nicht wahr, die Schriftrollen vom Toten Meer hätten überhaupt keinen Inhalt über Jesus. Da ist es natürlich peinlich, daß kurz nach dem Artikel die Geschichte mit dem „Judas-Evangelium“, gefunden auf einer der Schriftrollen vom Toten Meer, in allen Zeitungen steht, wo eine andere Version über den angeblichen Verrat von Judas an Jesus erzählt wird. Dann muß man auch noch zugeben, daß es wirklich viel mehr Evangelien gab als die vier, die man verwendete, um die Story im richtigen Bild zu haben, nämlich 17.

So wird dann der Ankläger entlarvt: Es hatte Recht der Angeklagte, in diesem Fall Dan Brown.

Wenn wir uns also den Film ansehen, werden wir die Story mit aller Skepsis aufnehmen, so wie wir es mit der christlichen tun.

Unkategorisiert

Mit dem Pentagon auf Shoping Tour in Europa

Stephan Fuchs – Auch in Deutschland und in der Schweiz geht das Pentagon auf Shoping Tour. Die waffentechnologische Einkaufsliste kommt den amerikanischen Verteidigungskoloss günstiger, als die Technologien selber zu entwickeln und zu testen.


Ladenansturm: Mit internationaler Shopingliste zum Einkaufen

Zusammengestellt wird die Shopingliste in Pentagon’s Comparative Testing Office, die Rechnung geht über das Foreign Comparative Testing Programm FCT an den Steuerzahler. Seit 1980 ist das Pentagon Einkaufsbüro in Betrieb und finanzierte bisher nicht weniger als 485 „technologisch wertvolles Kriegsmaterial“ für über 5 Milliarden US Dollar.

Liebstes Shopingland der Amerikaner ist England mit 32% aller getätigten Einkäufe, gefolgt von deutscher Wertarbeit mit 15%. Die Franzosen und die Schweden kommen noch auf interessante 10% taugliche Kriegstechnologie die für das Pentagon interessant ist. Für das Jahr 2006 wurde nur eine Technologie auf die Shopingliste genommen, 2005 gar keines. 1986-88 sowie 2001-2002 waren es jeweils ein dutzend kriegstechnologisch interessante Gerätschaften, darunter vorwiegend dringend gebrauchte Spielereien für Urban Warfare Zones, Racketen die durch Wände schiessen um Personen dahinter zu treffen, intelligente Kriegsköpfe für Bunkerbrechende Waffen. Waffen die im Irak und in Afghanistan an forderster Front sind.

Für das Special Operation Command wurden von der Schweizer Firma Brugger und Thomet Bestandteile des M13 Sniper Gewehrs geliefert, von Oerlikon Bührle programmierbare Munition für das Maschinengewehr MK46 welches auf Schiffen zum Einsatz kommt. Nicht nur die neutrale Schweiz verdient am Krieg, auch andere „neutrale“ Staaten wie Finnland und Schweden verkaufen gerne an das Pentagon. Aus deutscher Studierstube kommt für die Navy eine Munition die tief eingegrabene Ziele erreicht und eine Wetteranalyse-Software aus dem Hause Ernst Basler.

vermischtes

25%-Fall des Dollar?

Karl Weiss – Es kann nicht unerwähnt bleiben, daß der Dollar seit einem Monat fällt. Langsam, aber sicher und der chinesische Vize-Finanzminister sagte, er habe gehört, der Dollar werde 25% an Wert verlieren. Das wäre ein Euro von 1,50.

Entwicklung schockierend
Noch interessanter aber ist, daß er auch sagte, die Konsequenzen aus einer solchen Entwicklung wären „schockierend“. Der Vize-Minister heißt Li Yong und was er mit schockierenden Konsequenzen meint, kann man sich ausmalen. Die Meldung ist vom „Bloomberg News Service“, also der Finanzagentur, die dem New Yorker Bürgermeister Bloomberg gehört, der von der republikanischen Partei ist, also der Partei Bushs. Diese Agentur hat also sicherlich nicht das geringste Interesse, in diesem Moment, kurz vor Wahlen in den USA, falsch Alarmmeldungen in die Welt zu setzen.

Schutz aus dem Reich der Mitte
China ist nämlich, zusammen mit Japan das Land, das den Dollar stützt – ja, nicht nur den Dollar stützt, sondern auch das US-Außenhandels- und Budget-Defizit finanziert. China (und Japan) haben riesige Dollar-Devisenreserven, auf denen praktisch der gesamte Staatsschatz beruht, der wiederum die Basis der eigenen Geldausgabe ist. Sie exportieren viel in die Vereinigten Staaten und erhalten dafür Dollar. Wenn die US-Zentralbank neue Dollaranleihen herausgibt, müssen sie den wesentlichen Teil aufkaufen, um einem Fall des Dollars entgegenzuwirken, der ihre eigenen Reserven entwerten würde. So werden sie zu den Finanzierern der US-Eroberungskriege und Militärmacht. Übrigens ist auch Süd-Korea in dieser gleichen Lage, wenn dies auch kein wirtschaftlich so bedeutendes Land ist.

Andererseits erlaubt die ständige Stützung des Dollars durch diese großen Wirtschaftsmächte (Japan als die zweitgrößte und China als viertgrößte Volkswirtschaft der Erde) der US-Regierung , nach Belieben Geld zu drucken , ohne damit automatisch unter Inflationsdruck zu geraten, wie das für jedes andere Land gälte.

Schock für das Reich der Mitte
Wenn also der chinesische Vize-Finanzminister von schockierenden Konsequenzen redet, dann meint er damit zunächst einmal schockierend für sein Land, aber daneben auch schockierend für die Weltwirtschaft. Für China würde eine deutliche Verringerung des Wertes des Dollar im Verhältnis zu anderen Währungen natürlich einen Verlust in Bezug auf die eigenen Devisenreserven bedeuten. Das aber bedeutet, daß man gezwungen wäre, die eigene Wirtschaft mindestens teilweise vom Dollar abzukoppeln, auch wenn dies in ersten Moment hauptsächlich eine Realisierung der angefallenen Verluste bedeuten würde. Man würde die Devisenreserven teilweise auf andere Währungen und auf Gold umstellen. Dabei käme hauptsächlich der Euro in Frage, aber auch der Yen, das britische Pfund und der Schweizer Franken.

Die Umstellung eines Teils der Devisenreserven von Japan, China und Nord-Korea hätte aber dann erneut Rückwirkungen auf den Dollarkurs, dies würde den Dollar in einen Abwärts-Strudel ziehen, dessen Ende schwer abzusehen wäre. Vor allem aber – und das ist das eigentlich schockierende, auf das der Vize-Minister hinweist, würde das die US-Wirtschaft schwer beeinträchtigen, die das Leitpferd der Weltwirtschaft ist und damit voraussichtlich eine Weltwirtschaftskrise auslösen, die das Ausmaß der Krisen von 1992/1993 und 1999/2001 erreichen könnte oder es sogar übertreffen.

Grosse Gefahr
Solange die Dollarabwertung leicht ist, so wie bis zum jetzigen Zeitpunkt, profitiert die US-Wirtschaft sogar davon, denn dies erleichtert die US-Exporte und hilft, das Außenhandelsdefizit zu verringern. Allerdings werden auch die Importe teurer und da liegt eine große Gefahr, denn die USA sind bei weitem der größte Importeur der Welt. Die „Federal Reserve“ müßte fortfahren, die Zinsen zu erhöhen, um eine importierte Inflation abzuwenden. Man hat gerade den Leitzins auf 5% erhöht, einen Wert, der seit langem nicht erreicht worden war. Solange man Monat für Monat in kleinen Schritten diesen Zins erhöht, verhindert man eine zu hohe Dollarabwertung und wird immer attraktiver für das internationale Kapital, das dann Gelder aus anderen Ländern abziehen würde – was wiederum für eine Anzahl von Entwicklungsländern äußerst schädlich sein könnte.

Alles gut und schön, aber damit würgt man das wirtschaftliche Wachstum im Land ab, denn die Investitionen werden dann immer teurer zu finanzieren. Das aber genau ist der Beginn der US-Weltwirtschaftskrise, die dann die ganze Weltwirtschaft in den Strudel zieht.

Entscheidet die US-Federal -Reserve dagegen, jetzt mit den Zinserhöhungen aufzuhören oder nur noch eine von einem Viertel Prozent Anfang Juni zu machen, wie es viele erwarten, so wird die Abwertung des Dollars weitergehen und die asiatischen Länder werden reagieren müssen, um die Verluste für die Reserven des eigenen Staatsschatzes in Grenzen zu halten – wiederum, wie oben gezeigt, mit der Konsequenz der Weltwirtschaftskrise.

Scilla und Charybdis
Der Weg ist also die Alternative von Scilla und Charybdis – an einem der beiden Felsen zerschellten die Schiffe im Altertum. So kann die „Fed“ im Moment machen, was sie will, die Weltwirtschaftskrise ist nicht aufzuhalten. Die Gesetze des Kapitalismus sind eisern und werden zuschlagen, solange es Kapitalismus gibt.

Waren die beiden genannten Weltwirtschaftskrisen nur von mittelgroßer Schwere, so könnte die jetzt anstehende in Verbindung mit einer massiven Dollarabwertung das Ende des Dollars als internationale Leitwährung bedeuten, was unabsehbare Folgen für die US-Wirtschaft und für die Rolle der USA als einzig verbliebener Supermacht hätte. Zumindest eine ernsthafte Gefährdung dieser Rolle könnte damit einhergehen, denn eine große Militärmacht macht noch keine Supermacht, wenn dahinter nicht eine starke Wirtschaft steht (siehe der Niedergang der Sowjetunuion als Supermacht).

Wie auch immer, die früher schon geäußerte Ansicht, der Ausbruch der Weltwirtschaftskrise stünde im Zusammenhang mit einem US-Überfall auf den Iran, kann man jetzt getrost zur Seite legen. Es wird sie geben, mit oder ohne Iran-Krieg, mit oder ohne einen weiteren Anstieg des Rohölpreises. Angesichts der Tatsache, daß es der US-Regierung weiterhin nicht gelingt, sich aus dem Irak-Desaster zu befreien und es unwahrscheinlich ist, daß man sich auf ein neues Abenteuer einläßt, ohne dem letzten entronnen zu sein, muß Israel sich sogar anfangen zu überlegen, ob es den Iran-Überfall nicht allein durchführt. Das wiederum könnte zu weiteren Implikationen führen, von denen die Weltwirtschaftskrise wahrscheinlich noch die kleinste wäre.

Interessante Zeiten stehen vor uns.
Was den Anleger-Tip betrifft, so gibt es keinen. Jetzt in Gold zu flüchten, ist anhand eines Preises von mehr als 700 Dollar für die Feinunze ebenso riskant wie Immobilien, die massiv an Wert verlieren werden. Nicht zu reden von Aktien oder Fonds oder ähnlichen Anlagen, deren Werte noch mehr fallen werden. Manche meinen, Euro, Yen, Schweizer Franken oder britische Pounds in Banknoten würden noch am wenigsten an Wert verlieren, aber auch das kann niemand garantieren. Das falscheste wäre es auf jeden Fall, Geld auf Bankkonten oder irgendwelchen Bank-Anlagen zu belassen, denn niemand weiß, welche und wie viele Banken überleben werden.

kriminalitaet

Hunde mit Heroin implantiert

Stephan Fuchs – Ideen haben sie, die Kartelle von Kolumbien. Die amerikanische Drogenbehörde DEA verhaftete 22 Kolumbianer die auf recht eigenwillige art 20 Kilogramm Heroin schmuggelten. Der neuste Trick kommt im Hund. „Liquid Heroin“, flüssiges Heroin wird in 500 Gramm Beutel abgefüllt, Hundebauch aufgeschnitten, Liquid Heroin rein, zugenäht und ab die Post. Implantiertes Heroin. Klever.


500 gr. Liquid Heroin im Hunde Bauch

Bis lang wurden menschliche „swallowers“ in Flugzeuge gesteckt und in der Welt rumgeflogen. Manchmal mit wüsten Nebeneffekten. „Swallowers“, schlucken in Kondome eingepakte Kokain Päckchen, die man so in erstaundlich grossen Mengen transportieren kann. Dumm wenn die Dinger platzen… der Trip ist höllisch und kann tödlich sein, ist also ein recht grosses Sicherheitsrisiko.

Bis jetzt wurden bei 14 DEA Operationen insgesammt 24 Kilogramm Heroin in Hundebäuchen gefunden. Das Heroin kommt von Kolumbien nach Florida und erst dort kommen die Hunde zum Einsatz. Als schnuggelige Welpen reisen sie von Miami nach New York. Die Organisation, die laut DEA bereits Heroin im Wert von Millionen in die USA importiert hat, wurde nach einer zwei jährigen Observationsphase hops genommen. Dabei gab es 22 Verhaftungen in Meddelin, Miami und New York..

Nicht nur das Hunde implantieren ist ein Novum, sondern auch die Tatsache, dass Heroin vermehrt auf den Nordamerikanischen Markt drängt. Vermehrt wird Kokain nach Europa und in das Reich der Mitte, nach China und nach Russland verschickt und Heroin von Afghanistan zum Teil über Kolumbien nach Amerika.

spionage

CIA-Flüge nach Baku

World Content News – Die Regierung Aserbaidschans hatte vor einigen Tagen gegenüber dem Europaparlament abgestritten, dass es jemals ein Geheimgefängnis der CIA auf ihrem Territorium gegeben haben soll. Die europäische Flugsicherungsbehörde Eurocontrol hat dagegen allein 63 CIA-Flüge festgestellt, die vom Frankfurter CIA-Drehkreuz nach Baku gegangen sind. World.Content.News ist den Flugspuren im Internet nachgegangen.


N379P von Premier Executive Transport hier in Genf –
von Baku, Überflug Iceland, nach Glasgow, UK

Nach Bekanntwerden der Gerüchte um geheime CIA-Gefängnisse war dies der erste dokumentierte Flug einer CIA-Maschine, die Österreich und den Rest der Welt im nachhinein in helle Aufregung versetzt hatte:
Am 21. Januar 2003 stiegen zwei österreichische Abfangjäger auf und eskortierten eine Herkules C-130 der Firma Tepper Aviation, die mit einem merkwürdigen Antennenaufbau versehen war und zwangen sie zum Abdrehen.

Ein Abgeordneter der österreichischen Grünen griff im November vorigen Jahres diesen Fall auf und lässt seitdem dem Verteidigungsminister Günther Platter von der ÖVP keine ruhige Minute mehr. Was hatte die Maschine an Bord, deren Flug später auf dem Flughafen Heydar Aliyev der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku enden sollte? Warum wurde sie nicht zur Landung gezwungen? Platter fiel daraufhin nur ein, dass es sich bei der Fracht um »logistisches Versorgungsgut der Regierung der USA« handelte.

Logistisches Versorgungsgut? Man muss schon ein Zyniker oder Realitäts-verweigerer sein, sieht man sich die restlichen Flüge an. Fast durch die Bank handelt es sich um Flieger, denen geheime Gefangenentransporte zur Last gelegt werden und auch die meisten Flugrouten sprechen Bände: Warum legten viele nach dem Abflug aus Frankfurt einen Zwischenstopp in Rumänien ein? Weil etwa das Kerosin nicht ausreichte? Kicher… Und der Guantanamo-Rekordflieger N85VM (114x auf MUGM) hat auf seinen Rundreisen immer nur die Post von Gefangenen vorbeigebracht? Seufz …

Da ist man dann ausnahmsweise schon geneigter, russischen Quellen Gehör zu schenken, die die Behauptung in die Welt gesetzt haben, dass der aserbaidschanische Nationale Sicherheitsdienst „Milli Tehlukesizlik Nazirliyi“ (MTN) der CIA einen Trakt seines Hauptquartiers für Verhöre zur Verfügung gestellt haben soll (lt. „agentura.ru“).

Auch Amnesty International verdächtigt die CIA, 2002 den Jemeniten ‚Abd al-Salam al-Hiyla vorübergehend nach Baku verschleppt zu haben. Er war am 9. September 2002 von einer 15-tägigen Geschäftsreise nach Ägypten nicht mehr zurückgekehrt. Heute sitzt er in Guantanamo ein.

Hier im Internet recherchierten Flüge:
21.01.03 N8183J Tepper Aviation
von Frankfurt, Germany, Überflug Austria, nach Baku

23.04.03 N312ME Aviation Specialities
von Goose Bay, Kanada nach Frankfurt, Germany (dep 24.4.) nach Bucharest, Romania nach Baku

06.05.03 N157A Aviation Specialities
von Baku nach Bucharest, Romania (dep 10.5.) nach Frankfurt, Germany

13.06.03 N313P Premier Executive Transport
von Washington, DC nach Frankfurt, Germany nach Baku

16.06.03 N58AS Aviation Specialities
von Baku nach Bucharest, Romania nach Ramstein, Germany

09.07.03 N379P Premier Executive Transport
von Baku, Überflug Iceland, nach Glasgow, UK

13.12.03 N88ZL Lowa Ltd
von Wilmington, NC nach Cleveland, OH nach Baku

15.12.03 N88ZL Lowa Ltd
von Baku nach London, UK nach Newburgh, NY

23.04.04 N85VM Assembly Point Aviation
von Schenectady, NY nach Guantanamo nach Washington, DC (26.4.) nach Shannon, Ireland nach Baku

28.04.04 N85VM Assembly Point Aviation
von Baku nach Shannon, Ireland

12.08.04 N85VM Assembly Point Aviation
von Washington, DC nach Ireland, Shannon (dep. 13.8.) nach Kabul, Afghanistan nach Baku

15.08.04 N85VM Assembly Point Aviation
von Baku nach Shannon, Ireland

20.05.05 N4009L Stevens Express Leasing
von Aberdeen, UK nach Munich, Germany (dep 21.5.) nach Bucharest, Romania nach Baku

08.07.05 N1HC United States Aviation CO
von Richmond, VA nach Baku

28.10.05 N505LL Path Corporation
von St. John’s, Canada nach Ponta Delgada, Azores nach Barcelona, Spain (dep 31.10.) nach Istanbul, Turkey (dep. 1.11.) nach Baku (lt. türkischem Zeitungsbericht)

15.11.05 N505LL Path Corporation
von Baku nach Istanbul, Turkey nach Amsterdam, Netherlands (dep. 18.11.) nach Reykjavík, Iceland nach Frobisher Bay, Canada nach Grand Forks, ND (lt. niederländischer Zeitung ‚Volkskrant‘)
Flugdaten Baku Baki Azerbaijan Aserbaidschan UBBB Jevlach UBBN Fluganlayse Folterflüge CIA Gefangenentransporte Guantanamo rendition flights black sites.

World Content News
Azerbaijan denies CIA prison role
Frankfurt als CIA-Basis
Waffen für den Dschihad, Folter an Dschihadisten

kriminalitaet

Brasilianische Mafia überfällt Polizeireviere

Karl Weiss, Rio de Janeiro – In Europa sind diese Ereignisse in der Berichterstattung unter den Rubriken, in denen „Kurioses“ gemeldet wird, so z.B. bei der „Süddeutschen“ unter „Panorama“, nicht unter „Politik-Ausland“ – und doch sind sie ein Menetekel an der Wand des untergehenden Kapitalismus, ein Zeichen der aufkommenden kapitalistischen Barbarei, die sich in Entwicklungsländern bereits weiter fortgeschritten zeigt als in den Metropolen.

Die Mafia-Organisation (man könnte sie auch ‚Organisation der organisierten Kriminalität’ nennen oder ‚Terroristen-Bande’ oder ‚Kriminellen-Organisation’ oder ‚Warlord-Armee’ oder oder …) PCC (Primeiro Comando da Capital – Erstes Hauptstadtkommando) in São Paulo, Brasilien, hat eine inzwischen bereits vier Tage andauernde Offensive gegen den lokalen Staatsapparat begonnen, bei dem sie bisher 35 Polizisten bzw. andere offizielle Sicherheits-Personen getötet hat sowie 8 unbeteiligte Bürger. 14 der mutmaßlichen Angreifer wurden selbst getötet. Insgesamt wurden 57 Tote durch diese Angriffe gezählt. Insgesamt 53 Personen erlitten schwere Verletzungen, die ein Verbleiben im Krankenhaus notwendig machten, davon einige in kritischem Zustand, unter ihnen Polizisten und Unbeteiligte.

Bomben, Schnellfeuergewehren und Maschinenpistolen
Die Angriffe wurden mit Bomben, Schnellfeuergewehren und Maschinenpistolen auf Polizeireviere durchgeführt, ebenso wie mit gezielten Schüssen auf offenbar vorher ausspionierte Polizisten in Zivil und auf Polizeiautos, darunter eines, das auf einer belebten Brücke in der Stadt São Paulo fuhr.

Gleichzeitig wurden in insgesamt 69 Gefängnissen des Bundesstaats São Paulo Revolten initiiert, bei denen insgesamt etwa 200 Gefängniswärter und andere Personen im Moment von den Gefangenen noch als Geiseln gehalten werden. Diese Revolten haben bisher bereits 11 Tote gekostet, so daß die Gesamtzahl der Toten auf 68 stieg. In 25 Gefängnissen sind die Revolten bereits beendet, in 44 dauern sie an. Auch in einer nicht genannten Anzahl von Jugendstrafanstalten brachen Revolten aus.

Außerdem wurden Omnibusse überfallen und angezündet. Insgesamt stieg die Zahl der einzelnen Angriffe bereits auf über 100. Die ersten Angriffe erfolgten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 12.5., doch weit stärkere in der Nacht auf Samstag, den 13.5.. Auch in der Nacht auf Sonntag wurden weiter starke Angriffe durchgeführt. Noch liegen keine Zahlen für die Nacht auf Montag vor.

Der Staat São Paulo hat auf einer Fläche, die etwas kleiner ist als die der Bundesrepublik, etwa 40 Millionen Einwohner, also etwa die Hälfte der Bundesrepublik. Allein die gleichnamige Hauptstadt (auf die bezieht sich das ‚Hauptstadt’ im Namen der Mafia) ist mit 20 Millionen Einwohnern im Metropol-Bereich die größte Stadt der südlichen Halbkugel. Über den Staat São Paulo läuft eine der wichtigsten Exportrouten des Kokains aus Peru und Kolumbien auf dem Weg nach Nordamerika und Europa. Im Bereich der Hauptstadt gibt es ca. 6000 Favelas, die jeweils eine oder mehrere Drogenverkaufsstellen haben. Die meisten davon, ebenso wie ein großer Teil des Kokain-Exports über diesen Staat, sind in den Händen des PCC.

Eng mit Mitgliedern der Oligarchie verknüpft
Das Problem ist aber nicht, daß es organisierte Kriminalität gibt, denn die kann man bekämpfen und lahmlegen, sondern daß diese eng mit Polizei und vielen staatlichen Stellen wie auch mit Mitgliedern der brasilianischen Oligarchie verknüpft ist. Dabei muß man unter diesen Verknüpfungen verstehen, daß dies von formeller Mitgliedschaft und sogar Kommando durch diese Stellen über Personen, die im Sinne von Doppelagenten fungieren und andere Personen, die Kontakte herstellen bis hin zu reinen Überbringern von Botschaften geht und zu Personen, die einfach bestochen werden und dann nicht ihre Aufgaben wahrnehmen.

Was interessiert, ist Geld und ist Macht. Die Gewinne mit Drogen, aber auch mit Menschenhandel, Waffenhandel und Glücksspiel sind bekannterweise immens. Dabei fällt aber nur etwa 20 – 30 % dieses Gewinnes für die eigentlichen kriminellen Organisationen ab. Der Rest geht hauptsächlich an jene, die für sie das Geld waschen (vor allem Banken und andere Finanzinstitutionen), jene, die solche Geldwaschmöglichkeiten vermitteln und diejene, die wegen der Geldwäsche oder der kriminellen Aktivitäten selbst bestochen werden müssen.

Die Geldwäsche ist deshalb so wichtig und so profitträchtig, weil sie bei großen Mengen Geld aus illegalen Quellen unerläßlich ist. Wer viel Geld hat, aber nicht erklären kann, woher es kommt, ist keineswegs reich. Im Gegenteil, er ist leicht Opfer von Erpressungen. Nur wer Geld mit einer anerkannten Quelle hat, ist reich. 20% Geld mit Herkunftsbescheinigung ist weit mehr Wert als hundert Prozent ohne. Dies ist auch die Stelle, an der viele Politiker, Mitglieder der Oligarchie, Bankdirektoren usw. ins Spiel kommen. Sie haben Zugang zu Stellen, die Herkunftsbescheinigungen vergeben können und können daher den Löwenanteil der Beute einstecken. Damit haben aber auch auch genau diese Leute ein Interesse, die Aktivitäten der Mafia-Organisation zu schützen, zu decken oder jedenfalls deren effektive Verfolgung zu verhindern.

Fröhliches Leben
Aber neben der Geld-Komponente darf man auch die Macht-Komponente nicht unterschätzen. Hat man einmal z.B. einen Staatsanwalt dazu gebracht, daß er bestimmte Anklagen niederschlägt, kann man ihn damit erpressen. Nun kann man ein fröhliches Leben führen, ohne sich an Gesetze halten zu müssen, denn der zuständige Staatsanwalt kann einen nicht anklagen. Je nachdem, was man nun unter „fröhlichem Leben“ versteht, wird dann entsprechend gehandelt.

Das geht von Aktivitäten, die noch nicht einmal illegal sind, aber für hochgestellte Persönlichkeiten nicht akzeptabel, wie wir sie von Hartz und seinen Untergebenen kennen, also dem Halten von Wohnungen, wo man sich Luxus-Prostituierte zuführen läßt oder auch solche direkt aus Brasilien bis hin zu offenen kriminellen Handlungen, wie man von den Unterführern einer der Mafia-Organisationen in Rio gehört hat, die sich minderjährige Mädchen zuführen ließen, immer wieder frische. Andere stehen mehr auf kleine Jungs. Wieder andere wollen in geheimen Spielsalons mit hohen Summen ihren Spieltrieb befriedigen. Noch andere sind selbst Liebhaber von Kokain und Crack. Aber es gibt noch viel Unappetitlicheres wie Leute, die es lieben, auf lebende menschliche Ziele zu schießen und dies bekommen oder solche, die Organe brauchen und sie sich beschaffen lassen.

Hören wir hier damit auf, um unseren Leser nicht auf den Magen zu gehen. Aber man bekommt schon einen Eindruck, was kapitalistische Barbarei bedeutet.

Direkt oder indirekt, verwickelt
Kommen wir zurück auf den Punkt, wo wir feststellten, daß Politiker, Mitglieder der Oligarchie, Bankdirektoren usw. in die kriminellen Tätigkeiten, direkt oder indirekt, verwickelt sind. Sie haben aber eben auch die Macht, eine effektive Verfolgung der Terrorbanden zu verhindern. Damit sind wir genau am Punkt. Da die kriminellen Banden nicht effektiv verfolgt werden, wachsen sie und werden mächtiger. Das PCC wird z.B. im Moment auf etwa 5000 Personen geschätzt. So haben wir die Situation, daß z.B. in Brasilien in den Favelas bereits eine Herrschaft dieser Organisationen herrscht, die jene des Staates abgelöst hat. Die Angriffe der PCC jetzt in São Paulo zeigen aber, daß es dabei nicht stehenbleibt. In dem Maße, wie diese Organisationen an Einfluß gewinnen, beginnen sie auch, ihre Kraft zu zeigen, um ein weiteres Zurückweichen des Staatsapparats zu erreichen.

Genau darum handelt es sich bei diesen Attacken des PCC. Anlaß war offenbar die Verlegung von Gefangenen des PCC in ein Hochsicherheitsgefängnis über 600 km von der Hauptstadt, aber was eigentlich gezeigt werden sollte, ist, wie mächtig die PCC bereits ist. Die Staatsmacht kann weder verhindern, daß fast nach Belieben Polizisten und andere Sicherheits-Agenten abgeschlachtet werden noch, daß ganze Gefängnis-Batterien in Aufruhr geraten.

So mußte denn auch die Polizei zugeben, daß sie keinen der Angreifer fassen konnte (außer denen, die in Feuergefechten getötet wurden) und keine Ahnung hat, wo sie jene finden könnte.

Das letzte Mal, daß die PCC einen groß angelegten Angriff durchführte, Ende 2003, konnte man 2 Polizisten töten und 10 verletzen. Jetzt hatte die Attacke einen weit größeren Umfang. Wie auch schon vorher, konnte die PCC beweisen, daß sie fast nach Belieben in fast allen Gefängnissen von São Paulo Revolten hervorrufen kann.

Die Verlautbarungen von Politikern und Polizeioberen sind denn auch von ohnmächtiger Wut und Ratlosigkeit geprägt. Nicht nur in Kolumbien, auch in Brasilien weicht die Staatsmacht bereits zurück und gibt Warlord-Terrorgruppen Raum.

Und niemand mache sich Illusionen, daß dies auch in Deutschland nicht mehr fern ist. Wenn es uns nicht gelingt, den Kapitalismus zum Teufel zu jagen, wird uns dieser persönlich in Form von Warlord-Terror-Organisationen einholen.

Rio: Bürgerkrieg in den Favelas
Unglaubliche Zusammenarbeit von Behörden mit Mafia-Organisation
Rio de Janeiro: Wird wirklich Militär gegen die Drogenmafia eingesetzt?
Militär gegen Drogenmafia

vermischtes

Vergewaltigung an US-Universität

Karl Weiss – Man fühlt sich in einen älteren Hollywood-Film zurückversetzt, einen jener Filme, der in den 50er oder 60er Jahren spielt und der zeigt, wie zum ersten Mal an einer Universität der USA ein vergewaltigtes Mädchen wagt, ihre Vergewaltiger anzuklagen und am Ende damit durchdringt. Doch dies ist tiefes 21. Jahrhundert – nur die Zustände an US-„Elite“-Universitäten sind anscheinend immer noch die gleichen.

Jene Universitäten, die für Reichen-Söhnchen vorbehalten sind, weil sie unglaublich viel Geld kosten, die sich gerne selbst „Elite“-Universitäten nennen, obwohl das einzige, was an ihnen elitär ist, die Gesinnung der Professoren und Schüler ist, sind einer der perfektesten Ausdrücke von reaktionärer Haltung und Bigotterie, eine Mischung aus Schleimerei, Autoritätsduselei, primitivem Machismus, Unterdrückung des Sex, während gleichzeitig überall sexuelle Zusammenhänge hervorscheinen und das gleichzeitige Leugnen davon – oft auch noch vermischt mit massivem Rassismus und meist mit sozialem Dünkel. Über all das wird dann noch eine feine Schicht der Überbetonung einer bestimmten Sportart gelegt, für die jene Universität seit Generationen immer hervorragende Sportler hervorbringt. Wer da gut ist, darf auch schlechte Noten haben und sich sonstiges leisten, es wird immer ein Auge zugedrückt.

Flagge der Südstaaten aufgezogen
Damit sind die Ingredientien genannt. Das Spiel kann beginnen. Dieses Mal heißt die Universität Duke und befindet sich in Durham, North Carolina. Das ist jener Südstaat, auf dessen Regierungsgebäude noch heute, 140 Jahre nach dem US-amerikanischen Bürgerkrieg, jeden Tag die Flagge der Südstaaten aufgezogen wird. Die Universität, wie auch die dortigen Reichen mitsamt ihren Söhnchen, übrig geblieben aus Zeiten, als man Schwarze als Sklaven hielt – Weiße, Christliche (seeehr christliche) Männer Anglo-Saxonischer Herkunft. Der bevorzugte Sport heißt in diesem fall ‚Lacrosse’, bei uns wenig bekannt, aber auf US-Universitäten üblich, eine Mischung von Tennis, Squash, Kricket und Polo. Da haben wir also die Lacrosse-Mannschaft von Duke und gleich in der Nähe eine Armen-Universität, die ‚North Carolina Central University’, mit deren Abschluß sich einem in den US natürlich nicht eine Tür öffnet – aber dort gibt es schwarze Studentinnen und sowas braucht man schließlich zu einer zünftigen Feier.

Also zahlte man einer schwarzen Studentin von dort ein Almosen und sie durfte vor den starken, schönen Sportlern auf deren Party tanzen, welche Ehre! Hier weiß man doch noch, zu was schwarze Mädchen dienen, nicht wahr?

Nur gibts da einen kleinen Schönheitsfehler, sie behauptete hinterher, sie sei gleich von mehreren der Sportskanonen vergewaltigt worden. Sie hätten sie an einen Ort verschleppt, wo man ihre Schreie nicht hören konnte und sie nach allen Regeln der Kunst vergewaltigt.

Nun, die Polizei von Durham weiß offenbar, daß die Sportler natürlich Söhne einflußreicher Väter sind und was man von solchen leeren Anklagen schwarzer Flittchen halten muß: Im Polizei-Bericht heißt es, die Frau hätte ihre Version geändert und sei „nicht glaubwürdig“ und „diese Sache ginge vorbei“.

Nur gibts da schon wieder einen Schönheitsfehler: der zuständige Staatsanwalt hat zwei der phantastischen Sportler des sexuellen Angriffs, der Vergewaltigung und der Entführung angeklagt. Gegen einen dritten Verdächtigen laufen noch die Ermittlungen.

Was, denken Sie, hat die Universität getan? Denn Fall genau verfolgt, besser noch eine eigene, parallele Ermittlung durchgeführt? Die Frau selbst angehört? Entsprechend Folgerungen gezogen? Z. B. Die Verdächtigen nach der Anklage bis auf weiteres suspendiert?

Nun, Sie wissen es schon, lieber Leser, die Universität hat nichts dergleichen getan. Sie hat sich einfach taub, stumm und blind gestellt wie die drei Affen.

Der Rektor der Universität wüßte bis heute noch nicht von dem Fall, wenn er nicht eine Studentenzeitung gelesen hätte. Die zuständige Studenten-Professorin hielt es für ausreichend zu wissen, daß die Polizei ermittelt – man wußte ja, dort ist der Fall in den richtigen Händen. Sie hat es niemand in der Uni erzählt. Die Täter studieren eifrig weiter – man braucht schließlich ihre sportlichen Fähigkeiten – zum höherem Ruhm der Uni – was wiegt dagegen die Anklage einer Schwarzen?.

Wahrscheinlich wäre der Fall versickert wie so viele Vergewaltigungsfälle vor ihm, wenn es da nicht diesen mutigen Staatsanwalt gäbe, der Anklage erhoben hat. Will jemand Wetten annehmen, wie lange so einer auf diesem Posten bleibt?

Nun wurde der Fall aber leider an die große Glocke gehängt, genau das, was die geilen Hexen immer wollen. Da gibt es nämlich einen früheren Rektor der Universität der kleinen Leute, der ‚North Carolina Central University’, einen gewissen Chambers, Schwarzer wie die Frau. Der hat anscheinend von dem Fall gehört und ist den Fakten nachgegangen, hat offenbar – wie der Staatsanwalt – das schwarze Mädchen keineswegs unglaubwürdig gefunden und hat sich an einen Bekannten von ihm, den früheren Rektor der Princeton University, Bowen, gewandt. Beide haben dann in einen Brief an die Duke University geschrieben, was sie herausgefunden haben und nun (am 9.Mai) steht das Ganze in der ‚New York Times’, unter dem Titel „Duke hat die Schwere des Vergewaltigungs-Falles nicht gesehen“, fast zwei Monate nach der Vergewaltigung.

Dumm gelaufen.
Nun wird es wohl wieder so ablaufen wie meistens in den USA, wenn Söhnchen von einflußreichen Männern angeklagt sind. Man wird ihnen wohl anbieten, daß man ihnen nur eine kurze Gefängnisstrafe aufbrummt, wenn sie sich der „sexuellen Aggression“ schuldig bekennen. Dann werden die beiden Anklagen der Vergewaltigung und der Entführung fallen gelassen. So macht man dann nachträglich noch die vergewaltigte Frau zur Lügnerin.

Update: All Charges Dropped in Duke Case