weird world

Loch im Pariser Ritz-Hotel

Matz Hosan – Wahrscheinlich gibt es ein „Loch“ im Pariser Ritz, der noblen Promi-Absteige. Ein Loch, das betont indiskret Informationen über Hotel-Gäste an die Boulevard-Presse durchrutschen lässt.

Seit das Fotomodel Kate Moss durch ihren Kokain-Konsum für Schlagzeilen sorgte, gilt es gemeinhin als „Skandal-Model“. Dabei ist es kein Geheimnis, dass hauptsächlich unter den Hechten der Boulevard-Presse von London und Paris „Koks“ schon als Frühstücks-Stimulanz konsumiert wird. Und nun, der Droge entwöhnt, ließ es sich von stimulierten und elektrisierten Paparazzi durch Paris jagen.

Dergleichen aber ist nicht neu. Manchmal sollen die verfolgten Opfer sogar dafür bezahlt haben, um Paparazzi auf ihre Fersen zu hetzen.

Am 31. August 1997 verließen Lady Diana und ihr geliebter Freund Dodi al-Fayed das Pariser Ritz und wurden sofort von knipswütigen Fotografen verfolgt. Bei der Verfolgungsjagd kamen beide, Dodi und Diana, in einem Tunnel von Paris ums Leben. Mit ihnen starb der Chauffeur Henri Paul, der, so das Obduktionsergebnis welches die oder den Paparazzi entlastete, unter Medikamenten- und Alkoholeinfluss am Steuer des Mercedes gesessen haben soll. Die schwere Limousine des prominenten Paares zerschellte im Tunnel an der Alma-Brücke, Pfeiler 13, unmittelbar nachdem sie vom leichten Fahrzeug eines Unbekannten geschnitten und abgedrängt wurden. Saß darin ein geldgeiler Presse-Fotograf oder war es jemand, der den Anschein erweckte ein Paparazzi zu sein? Noch heute ermittelt Scotland Yard in diesem Fall und geht Vermutungen nach, bei dem Autounfall 1997 in Paris habe es sich um ein Verbrechen gehandelt. Nach Pressemeldungen wurde zuletzt Prinz Charles vor kurzem von Scotland Yard verhört. Immerhin steht er seit langem in Verdacht, Auftraggeber eines Mordkomplotts zu sein. Kann es sein, dass Dodi und Diana selbst die angeblich lästigen Paparazzi bestellt hatten? Kann es sein, dass ein Hotel-Mitarbeiter diese Information verkauft hatte? Kam es zu einem Unfall, weil jemand den Chauffeur Henri Paul in böser Absicht unter Drogen gesetzt hatte?

Unangenehme Fragen, die sich Ermittler von Scotland Yard ausdenken und nach deren Antworten suchen müssen. Im Fall von Kate Moss aber stinkt die Sache nun so richtig zum Himmel.

Laut der britischen „Sun“, Zynismus und unmenschliche Niederträchtigkeiten zugunsten einträchtiger Verkaufszahlen nie abgeneigt, hatten sich Kate Moss und der Zeitschriftenherausgeber Jean-Yves Lefur am Nachmittag des 26. Januar 2006 auf die von Moss angemietete Suite im vierten Stock des Pariser Ritz-Hotels zurückgezogen. Süffisant hatte das britische Schmierenblatt hinzufügt, dass Moss und Lefur keineswegs auf das „Nicht stören“-Schild an der Tür verzichtet hatten. Gegen acht Uhr Abends habe das Paar das Hotel dann verlassen – sofort gefolgt von einer Meute Fotografen.

Die Pariser Polizei verhalf dem Paar nach einer dramatischen Verfolgungsjagd zur Flucht und stoppte den Straßenverkehr, nachdem es an einer Polizeistation nahe der Champs Elysées gehalten und sich über die Belästigung durch Paparazzi beschwert hatte. Wie hilfreich ein Stau, der von der Polizei wieder einmal verursacht werden musste, doch sein kann!

Übrigens: In der Box-Sport-Kneipe „Zur Ritze“ in Hamburg St. Pauli, gleich neben dem Kontakthof des Eros-Centers an der weltberühmten Reeperbahn, wurde nie geleugnet Verbindungen zum Pariser Ritz zu haben. Im Gegenteil rühmten sich prominente Stammgäste dieses in der Öffentlichkeit als zwielichtig verkannten Lokals, von einem Pariser Public-Relation-Manager, frei nach Tacos Pop-Song, beraten worden zu sein: „Wo auch immer du hingehst, ob im Nadelstreifen oder in Rockefellers Lumpen, eingelocht bist du im Ritz.“

deutschland

Ficken für (Eltern-)Geld

Harald Haack – Die Deutschen sterben aus, und die Türken stehen vor der Tür und warten drauf – Mitglied der europäischen Gemeinschaft zu werden. Diesem Schreckgespenst deutscher Konservativer will die neue Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) damit begegnen, indem sie für Nachwuchs sorgt.

Wenn nicht einmal mehr der Beate-Uhse-Versand es schafft, die Deutschen mit diversen Artikeln der „Ehehygiene“ zum Kinderkriegen anzuregen, dann könne wahrscheinlich nur noch eines helfen: Geld nämlich. So hofft Ursula von der Leyen auf eine Zunahme der Geburten nach der Einführung des Elterngeldes im kommenden Jahr. In Schweden habe es einen kleinen Baby-Boom gegeben, als dort das Elterngeld eingeführt wurde, erklärte sie. „Vielleicht schaffen wir das auch“, sagte sie der „Sächsischen Zeitung und bekräftigt, das Elterngeld sei „ein ganz starkes Signal, dass es der Gesellschaft nicht gleichgültig ist, ob sich Menschen für ein Kind entscheiden“. Zum ersten Mal werden wir Teile des Gehaltes zahlen, das Eltern im ersten Lebensjahr ihres Kindes nicht verdienen können, weil sie sich um ihr Kind kümmern.“

Die Ministerin kennt offensichtlich die Erkenntnis von Worldwatchers.org nicht. Nach umfangreichen Studien dieser internationalen Organisation korreliert der Rückgang der Geburtenraten in den vergangenen 50 Jahren mit der Zunahme des Konsums von Chemikalien wie Putzmittel, Parfüme, Pestizide, Holzschutzmittel etc. Selbst wenn sie davon wüsste, sie hätte es unter der Kanzlerin Merkel, die solche Tatsachen nicht sehen will, schwer, den Chemikalien-Konsum zugunsten der Deutschenvermehrung zu drosseln.

Also Geld! Weil allein Geld eine heilende Wirkung hat? Sie redet von Schaffung neuer Arbeitsplätze, rechnet die Betreuungskosten, die bei der Kindererziehung zwangsläufig entstehen, hin und her und spricht von Gerechtigkeit zwischen den kinderlosen und den kindererzeugenden Paaren. Doch darüber, dass Kinder von Eltern, die sich wie blöd dem Chemiekalienkonsum hingeben, geschädigt zur Welt kommen könnten, verliert sie kein Wort. Wozu denn auch? Die Kosten für ein behindertes Kind sind schließlich weitaus größer als für ein gesundes Kind. Letztendlich werden die Eltern wieder die Dummen sein und bleiben sich und ihrem behinderten Kind selbst überlassen. Und eine Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen wird es dann, wenn das Kind erwachsen wird, sicherlich nicht mehr geben. Vielleicht wird sich Frau von der Leyen dann über ihre üppige Pension als Ex-Bundesfamilienministerin freuen…

spionage

ONYX ohne Personal

Bern – Das geheime Abhörsystem des Schweizer Geheimdienstes Onyx gibt weiter zu reden. Wie die Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments festhält, lässt sich ein Grossteil der Kapazitäten von Onyx wegen Personalmangels gar nicht nutzen. Zudem sind Fragen zur Rechtsgrundlage des Abhörsystems weiterhin offen.

Finanzpolitiker aller Parteien kritisieren diese Situation und fordern die zuständigen Bundesstellen auf, zu reagieren. Der Bund hat bisher zwischen 100 und 200 Millionen Franken in Onyx investiert

zeitgeschichte

Das Interview mit Rugovas Untergrund

Stephan Fuchs – Das Interview zur Lage der Albaner wurde am 03 März 2001 in der Schweiz geführt. Herr Kelmendi ist Professor für Geschichte und lebt in der Schweiz. Herr Ajdini studierte Soziologie und Philosophie. 1981 wurde er bei Protesten gegen das serbische Regime in Pristina verhaftet und als politischer Gefangener inhaftiert. 1990 wurde er, dank der politischen Veränderung nach 9 Jahren Gefängnis vorzeitig entlassen. Das Interview wurde von einem Dolmetscher begleitet.


Rugova, Präsident des Kosovo ist gestorben

Fuchs: Sehr geehrter Herr Professor, sehr geehrter Herr Ajdini. Vielen Dank, dass sie mit uns ein Gespräch über die aktuelle Lage im Kosovo führen. Ihr Ziel ist es, Kosovo und die Gebiete um Kosovo in denen mehr als 70% Albaner leben wieder zu vereinen?

Kelmendi: Das ist ein gesetzliches und demokratisches Recht, dass der autochthone Volkswille respektiert wird. Das bezeugt auch das Helsinki- und UNO-Abkommen, in denen sie den autochthonischen Völkern die Selbstbestimmung ermöglichen. Somit auch den Albanern aus Preseva, Bujanoc und Medvegja, die seit Jahrhunderten in diesem Land leben. Der internationale Einfluss sollte hier ermöglichen, dass unser Volk für ihr Schicksal selbst bestimmen kann, da diese Gegenden immer schon unzertrennliche Teile des Kosovo waren.

Die Weltgemeinschaft hat in verschiedenen internationalen Konferenzen immer wieder die Methoden von Apartheid und Segregation verurteilt. Alle ethnischen Völker auf der Welt haben das Recht zusammen zu leben. Deshalb sollte eine Vereinigung, oder besser gesagt ein gemeinsames Zusammenleben der Albaner auf dem Balkan etwas ganz Normales für zivilisierte Völker sein. Wir können dazu sehr viele Beispiele nehmen, eines davon ist sicher das niederreißen der Berliner Mauer.

Das Zusammenleben eines vereinten albanischen Volkes im Balkan, darf die Europäer nicht ängstigen oder beunruhigen. Genau das ist die Angst, die Belgrad jahrelang gesät hat. Europa und die Internationale Gemeinschaft wird mit Sicherheit verstehen, dass die Probleme mit einem vereinten albanischen Volk viel kleiner sein könnten als heute. Die freien Albaner auf dem Balkan könnten die Stabilität und Sicherheit in der Region positiv beeinflussen. Das Volk von Preseva, Bujanoc und Medvegja hat im März 1992 durch ein Referendum den eigenen Willen klar ausgedrückt, in welchem es deutlich für das „Autonomiegebiet mit Recht für die Vereinigung mit Kosovo“ spricht. Die Gebiete Preseva, Bujanoc und Medvegja waren immer mit mehr als 70% Albanern bewohnt.

Fuchs: Auf was berufen sie sich?

Kelmendi: Viele Studien von Historikern, Archäologen und Linguisten haben mit wissenschaftlichen Beweisen bestätigt, dass die Albaner viel früher bevor die Slawen kamen, hier gewohnt haben. Mit der Einwanderung der Slawen auf dem Balkan und damit auch im Gebiet des Ost-Kosovo, hat die serbische Hegemonie mit ihrem Bündnis eine langjährige antialbanische Politik und Kampagne geführt. Dasselbe Regime hat nicht damit gespart, Terror und Diskrimination auf die Bevölkerung in dieser Region auszuüben. Außerdem führten sie ethnische Säuberungen durch, nach unseren Angaben beginnend mit dem serbischen Chauvinisten Gracanin, bis hin zum kriminellen Milosevic und dessen Nachfolger Kostunica, der übrigens ein paramilitärischer Serbe aus dem Kosovo ist. Von unseren Gebieten sind ca. 300’000 Albaner mit Gewalt vertrieben worden, die bis Nis gewohnt haben.

Fuchs: Rugova, der gewählte Präsident in Kosovo und Exkommandanten der UCK führen Friedensgespräche mit den internationalen Organisationen und der serbischen Regierung. Es scheint, als ob sie die Grenzen, so wie sie im Moment sind, akzeptieren würden. Fühlen Sie sich verraten?

Kelmendi: Das ist kein Verrat. Da sich heute die albanischen Intellektuellen zusammen mit den internationalen Institutionen beschäftigen ist, wie wir wissen, der Kosovo in einer internationalen Verwaltung bis der entgültige Status für sie gefunden wird. Wie es die Resolution Nr. 1244 des UNO Sicherheitsrates für den Kosovo empfiehlt.

Fuchs: Wie geht das vor sich?

Kelmendi: Es ist so: die politischen Kräfte und das Militär treffen gemeinsam mit der albanischen Mehrheit und mit den internationalen Vertretern im Kosovo Entscheidungen für die Zukunft der Region. Die einen dürfen nicht ohne die anderen Entscheiden. Das könnte fatale Folgen für die Perspektive und Sicherheit im Kosovo haben.

Fuchs: Vertrauen Sie der Internationalen Gemeinschaft und der Nato?

Kelmendi: Natürlich ja; in die NATO und die UNO haben wir Vertrauen, mit Ausnahme des Bündnisses mit den Slawen, besonders mit den Serben, die direkt oder indirekt, unter der Führung des obersten kriminellen Milosevic, den serbischen Genozid und Terror im Kosovo unterstützten. Wie man weiß, hat die NATO mit den Bombardements den Genozid an einem Volk gestoppt. Doch setzt jetzt die internationale Gemeinschaft die Festnahme der Kriegsverbrecher fort, die skrupellose Verbrechen an der albanischen Zivilbevölkerung im Kosovo ausgeübt haben? Leider wird auch weiter die Politik der ethnischen Säuberung des Albanischen Volkes im Ostkosovo geführt.


Rugovas Untergrund

Fuchs: Lohnt es sich denn weiter zu kämpfen, wenn man die Gunst der Nato verlieren könnte?

Ajdini: Hier sind zwei Fragen: Warum kämpfen wir und zweitens wie könnte die NATO reagieren? Was die erste Frage betrifft, wollten die Albaner in ihrer ganzen Geschichte nie Krieg. Schon seit der Osmanenzeit zwangen uns die Türken, die Waffen in die Hand zu nehmen um des eigenen Landes Herr zu bleiben, was wir auch getan haben. So wurde die Unabhängigkeit Albaniens im Jahre 1912 erkämpft.

Die internationale Gemeinschaft hat einige Resolutionen an Belgrad gestellt um die Gewalt und den Terror gegen die ethnischen Albaner im Kosovo einzustellen. Doch die Belgrader Regierung hat den Appell ignoriert, was die Albaner veranlasste anders zu denken, sich politisch vorzubereiten, friedliche Demonstrationen im Jahre 1968, 1981 und 1989 zu organisieren und parallel dazu die Unabhängigkeit des Kosovo und dessen Präsidenten bekannt zu geben. Alle diese Forderungen wurden aber von der Regierung in Belgrad nicht anerkannt, sondern mit serbischen Panzern erdrückt.

Dieser Schritt und die barbarische Gewalt der Serben gegenüber den Albanern bewirkte, dass sich die Albaner militärisch zu organisieren begannen und die Waffen in die Hand nahmen um auf der Seite der UCK für die Befreiung des Kosovo zu kämpfen. Danach hat das Regime eine Offensive gegen die Zivilbevölkerung gestartet, mit den bekannten Genoziden und Massakern am albanischen Volk.

Um die faschistische Politik im Zentrum Europas zu stoppen hat die Internationale Gemeinschaft nichts getan. Besonders die USA hätten nicht gleichgültig mit diesem nicht gesehenen Terror sein können. Die NATO intervenierte dann für den Frieden und den Humanismus, aber auch zum Schutz ihres Images. Faktisch hat die NATO auch eingegriffen um die europäischen Interessen im Kosovo zu verteidigen und sich gegen das Diktatorische Regime von Milosevic, das eine Gefahr für die europäische Demokratie war, zu schützen.

Die Albaner in den Regionen von Preseva werden heute gezwungen, die Waffe in die Hand zu nehmen so, wie die Albaner im Kosovo gezwungen worden waren sich zu verteidigen. Die NATO verpflichtet sich, den Frieden und die Stabilität im Kosovo zu gewährleisten und zwischen den serbischen Banden und den paramilitärischen Einheiten, die für den Terror im Kosovo bekannt sind zu vermitteln.
Wir respektieren die NATO Einheiten. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir kein Recht haben, unsere eigenen Häuser oder unsere Kinder vor den serbischen Aggressoren zu schützen. Wir werden kämpfen und uns verteidigen, bis wir uns frei fühlen.

Fuchs: Sich verteidigen gegen wen?

Ajdini: Wie Sie wissen, hat 1884 ein Programm mit dem Ziel begonnen ein Groß-Serbien zu errichten. Diese, von enthusiastischen Serben und den Slawen durchgeführte Großserbische Strategie, beinhaltete die Gefahr der Okkupation, Annexion und Assimilation für die Nachbarländer im Balkan und in außergewöhnlicher Weise und vor allem für das albanische Volk.

In jener Zeit war Albanien 116’000 km2 groß, heute ist es noch 28’000km2. Eine Katastrophe. Im Jahre 1912 haben wir zusammen mit anderen Völkern gegen die Ottomanen gekämpft. In derselben Zeit haben Serben und Montenegriner Spezialeinheiten geschaffen, um die Albaner aus ihren eigenen Ortschaften zu vertreiben. Wir verteidigen uns gegen die serbischen Aggressionen, da Preseva, Bujanoc und Medvegja immer noch serbische Kolonien sind. Diejenigen albanischen Orte, die das serbische Regime in Belgrad weiter zu dirigieren versucht.

Fuchs: Beinhaltet das Programm, von dem Sie gesprochen haben, die Vernichtung des albanischen Volkes?

Ajdini: Dies waren die Ansprüche Groß-Serbiens. Es ist die Absicht Serbiens. Es ist eine Tatsache, dass das serbische Regime hart gegen die Albaner vorgegangen ist, doch wir waren stärker und hielten besser zusammen. Trotz der Meldungen der Serben, dass sie als Gewinner raus gekommen sind weis die ganze Welt ganz genau, dass die Serben viele Kämpfer aus bis jetzt vier Kriegen im Balkan verloren haben. Die Kämpfe gegen die Türken, gegen die Slowenen, gegen die Kroaten und zuletzt gegen die Albaner und mit Sicherheit werden sie in naher Zukunft den Krieg gegen Montenegro verlieren. Die Serben haben die Hilfe der Russen ausgenutzt, um im Balkan zu dominieren, doch jetzt hat sich die Sache geändert. Selbst die Russen sind mit den slawisch-orthodoxen Serben müde geworden.

Fuchs: Was ist der Grund, dass die Albaner als Volk ausgelöscht werden sollen? Sind die Albaner ein gefährliches Volk?

Kelmendi: Die Serben sind nicht immer gegen die Albaner gewesen, sondern auch gegen viele andere nicht slawische Völker. Ihr Ziel war zu dominieren und ihre wichtigsten Funktionen im Balkan beizubehalten, denn der Zugang zum Meer ist ein Strategisch wichtiges Ziel. Auch ist der Kosovo reich an Bodenschätzen.

Unglücklicherweise haben uns die Serben immer als Sündenböcke gesehen und tun das heute noch, weil wir nicht slawischer Herkunft sind. Für die Realisierungsziele der serbischen Hegemonie und die Ansprüche des kriminellen Milosevic kommt die Antwort aus der serbischen Akademie „Francuska-7“ die sagt, dass da wo ein Serbe ist, auch Serbien ist! Diese faschistische Politik für Groß-Serbien hatte Misserfolg. Wir Albaner auf dem Balkan verlangen nicht mehr, als das uns im Balkan das gehört, wo zur Zeit mehr als 70% Albaner leben, dort sollte Albanien sein.

Fuchs: Somit dreht sich im Balkan eine ewige „Hassspirale“?

Ajdini: Wir, die Albaner als Volk, haben keinen Hass gegen die Serbische Bevölkerung. Wir waren immer gezwungen, uns gegen die Politik der serbischen Regierung zu verteidigen. Den Hass gegen die Serben haben sie uns selbst geschenkt, diejenigen, die uns regelmäßig gehasst, bestraft, diskriminiert und vergewaltigt haben.

Fuchs: Hat es in einem vereinten Albanien Platz für alteingesessene Serbische Familien?

Ajdini: Wir haben nichts gegen die Serben die hier gelebt haben und hier leben wollen. Wir sind sogar bereit für sie zu garantieren, jedoch muss uns hierfür eine Kompetenz gegeben werden, so wie es das UNO Abkommen verlangt. Ich will noch einmal deutlich machen, dass wir in der Lage sind für die serbischen Familien zu sorgen die sich auf albanischem Territorium befinden. Nicht aber für diejenigen Serben, die sich schuldig fühlen oder den serbischen kriminellen am Genozid gegen die Albaner geholfen haben. Sie wissen selbst was für sie besser ist, ob sie im Kosovo leben wollen oder nicht.

In Albanien hat es heute auch Serben und dort sind sie ruhig, weil sie keine Straftaten gegen die Albaner begonnen haben. Wieso können sie sich nicht als gute Nachbarn geben?
Kelmendi: Die serbische Regierung ist nicht an den Serben im Kosovo interessiert, sondern an der Dominierung und der Macht. In der Zeit von Tito war es nicht anders.

Fuchs: Weshalb hat Tito als gebbürtiger Kroate die Ziele der Serben verfolgt?

Kelmendi: Tito war eine große Autorität. Aber die Politik und vor allem die Schlüsselpositionen wie zum Beispiel das Militär und die Polizei wurden von serbischen Personen mit Grosserbischen Zielen besetzt. Die Albaner wurden in der Zeit des Osmanischen Reiches zum Moslemischen Glauben Zwangskonvertiert, was für das Regime unter Tito ein Grund war, 500’000 Albaner in die Türkei zu vertreiben.

Fuchs: Heißt das, dass Tito also gar nichts unternehmen konnte?

Ajdini: Eine gleiche Politik hat er auch in Kroatien geführt. In Titos Zeiten sind aus Jugoslawien ungefähr 35’000 Intellektuelle Kroater ausgewandert. Im Gefängnis habe ich viele kroatische Intellektuelle kennen gelernt, die heute Schlüsselpositionen in Kroatien haben. Unter ihnen waren: Dr. Marko Veselica, der Schriftsteller Vlado Gotovac, der Rechtsanwalt Vladimir Sheks und viele andere.

Fuchs: Herr Ajdini: Waren Sie im Gefängnis, weil ihre Meinungen und Gedanken staatsgefährdend waren?

Ajdini: Damals war ich jung. Ich habe gelernt was Freiheit bedeutet und was es bedeutet Sklave zu sein. Ich war enthusiastisch. Ich habe an friedlichen Protesten in Pristina teilgenommen, das war im Jahre 1981. Dafür habe ich als politischer Gefangener eine drakonische Strafe von 13 Jahren bekommen, von denen ich neun Jahre und drei Monate gesessen habe. Ich wurde am 21.Juni 1990 dank den politischen Veränderungen in Kroatien befreit. Ich habe die beste Zeit meines Lebens im serbischen Gefängnis verbracht, weil ich für meine Freiheit und meines Volkes Freiheit gesprochen habe. Ich danke Ihnen für Ihren Ausdruck, aber ich habe damals nicht so gefühlt. Ich bekämpfe immer das Schlimme.

Kelmendi: Frei kann man nur in einem Freien Land sein.

Fuchs: Wie werden Sie das Ziel erreichen, ihr Land zu befreien?

Ajdini: Wir haben uns immer bemüht unsere Ziele mit demokratischen Mitteln zu erreichen. So wie das selbstbestimmende Völker tun und wie es das UNO- Abkommen garantiert. Aber der kommunistische Staat kannte das nicht. Da waren wir gezwungen uns selbst zu verteidigen. Wir sind kein Volk das Krieg will, jedoch müssen wir unser Volk verteidigen, das ist unser Recht und unsere Verpflichtung. Das albanische Volk kann nicht länger das Sklavendasein dulden.

Fuchs: Also das heißt konkret, sie werden ähnlich wie die IRA in Nordirland oder die Palästinenser, 40 Jahre aus dem Untergrund einen Guerillakrieg führen?

Ajdini: Nein, wir sind keine Guerilla, wir sind keine Extremisten. Im Gegenteil, wir kämpfen um unsere Rechte. Die jungen Menschen, die heute das Symbol der UCPMB auf den Schultern tragen, sind in der Mehrheit Intellektuelle mit einer abgeschlossenen Fakultät oder einer Hochschule und Gymnasium die Jahre lang diplomiert haben und darauf warteten, beschäftigt zu werden. Unser Krieg ist Legal und friedlich, da bis heute kein serbisches Kind oder die Zivilbevölkerung angegriffen worden sind. UCPMB hat nur die Uniformen der serbischen Polizei und des Militärs als Ziel, jene die als Besetzer hier sind und die unserem Land schaden zugefügt haben.

Kelmendi: Viele male sind die Albaner von den Serben missbraucht und verraten worden. Zum Beispiel im zweiten Weltkrieg haben uns die Serben versprochen, dass, wenn wir auf ihrer Seite gegen den Faschismus kämpfen, wir das Recht zur Selbstbestimmung bekommen würden. Dies waren jedoch nur Versprechungen.

Fuchs: Es gibt in der westlichen Welt eine ganz strickte und wichtige Trennung zwischen den Wörtern Freiheitskämpfer und Terrorist. Je nachdem wie man Sie Titulieren wird gelten sie als unterstützungswürdig oder Sie werden auf die schwarze Liste der terroristischen Gruppierungen gesetzt. Im Moment schaut es so aus, als sei ihr Kampf als terroristisch klassifiziert worden. Das wird einen enormen Einfluss auf das Verständnis der breiten Öffentlichkeit und somit auch auf die Unterstützung der Internationalen Staatengemeinschaft haben. Wie erklären Sie der Welt, dass Sie Freiheitskämpfer sind?

Ajdini: Ich denke in diesem Fall, dass das Wort Terror hier keinen Platz findet. Wie könnte man kein Freiheitskämpfer sein, wenn man das eigene Volk beschützt und für das Überleben des eigenen Landes kämpft. Ich bin der Meinung, wir müssen nachschauen ob es von albanischer Seite Massakrierungen an serbischen Familien und Kindern gibt. Die Geschichtsschreibung wird uns dann Gelegenheit geben zu schauen, ob wir Freiheitskämpfer oder Terroristen waren. Das Gegenteil haben die Internationalen Experten schon bewiesen, welche die Beweise für begangene Kriegsverbrechen der Serben an den Gerichtshof in Den Haag gebracht haben. In Zusammenarbeit mit der Internationalen Gemeinschaft entdecken wir immer noch Massengräber im Kosovo. Das serbische Militär terrorisiert und massakriert die Zivilbevölkerung.

Fuchs: Wie werden wir unterscheiden können, ob die Albaner oder der serbische Geheimdienst im Mantel der Albaner Massakrierungen an Zivilisten aus provokativen und propagandistischen Gründen begeht?

Ajdini: Was Sie sagen stimmt, solche Fälle gibt es. Aber der serbische Geheimdienst kann, auch mit Hilfe des russischen Dienstes, von 1000 Fällen 700 manipulieren. Der serbische Geheimdienst ist sehr gut. Ihre Propaganda ist brillant. Sie wissen wie man Lügen als Wahrheit verkauft. Um diese Tatsache wissen auch die westlichen Regierungen.

Fuchs: Haben die Westlichen Nationen Angst, sie zu unterstützen weil sie mehrheitlich Muslimisch sind und sich eventuell mit einem muslimischen Staat im Herzen Europas auseinandersetzen müssten?

Kelmendi: Im Gegenteil, die Westvölker haben uns unterstützt und dafür sind wir dankbar. Im Kampf gegen die Serben kämpfen wir Albaner wie eine Nation, ohne Rücksicht auf die Religion oder Ideologie. Diese Etiketteierung und Politik des Belgrader Regimes ist für uns beendet.

Fuchs: Herr Professor Kelmendi, Herr Ajdini, vielen Dank für dieses konstruktives Gespräch.

terror

Bombenalarm in Regionalzug

Ein Regionalzug der SBB ist in Siders im Mittelwallis am frühen Morgen nach einer Bombendrohung evakuiert worden. Der Zugverkehr zwischen Sitten und dem Oberwallis wurde von 6.30 bis 8 Uhr eingestellt. Eine Bombe fand die Polizei jedoch nicht.


Dritter Bombenalarm seit dem Schweizer Geheimdienstskandal

Der Zug war am frühen Morgen in Brig losgefahren. Nachdem auf der Notrufzentrale um 6.09 Uhr ein anonymer Bombenalarm eingegangen war, konnte der Zug um 6.26 Uhr in Siders gestoppt werden. Die Evakuierung des Regionalzuges sei ohne Probleme verlaufen. Die gegen 150 Passagiere seien ruhig geblieben, teilte die Walliser Kantonspolizei mit.

Anschliessend sei der Zug auf einem Abstellgleis von Sprengstoffspezialisten unter die Lupe genommen worden. Auch ein Sprengstoffsuchhund stand im Einsatz. Die Kontrolle brachte aber kein verdächtiges Objekt zum Vorschein. Zwei zurückgebliebene Koffer im angehängten Postwagen wurden gescannt, enthielten jedoch ebenfalls keinen Sprengstoff.

Untersuchung eingeleitet
Das Untersuchungsrichteramt Mittelwallis leitete eine Untersuchung ein. Unter anderem soll der anonyme Anruf zurückverfolgt werden.

Der Schienenverkehr zwischen Sitten und dem Oberwallis stand wegen der Bombendrohung bis um 8 Uhr still. Während dieser Zeit verkehrten Ersatzbusse. Für die Bahnpassagiere bedeutete dies Verspätungen von bis zu einer Stunde. Ab 10 Uhr lief der Schienenverkehr laut SBB wieder normal.

Am vergangenen 13. Januar war ein Intercity-Zug von Zürich nach Bern von einer Bombendrohung betroffen. Mehrere hundert Reisende wurden damals im Berner Hauptbahnhof evakuiert. Eine Bombe wurde nicht gefunden.

Zug nach Bombendrohung in Bern evakuiert
Bombendrohung gegen Westschweizer Fernsehen

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Marmelade am Ärmel?

Matz Hosan – Was macht die Marmelade am Ärmel? Sie wissen es nicht? Nun, Millionen deutscher Fernsehzuschauer wussten es auch nicht, als sie den Werbespot des Stromversorgungsunternehmens Vattenfall (schwedisch: „Wasserfall“) sahen, in dem über Marmelade am Ärmel berichtet wurde. Vielleicht sollte es eine Erklärung zur Stromerzeugung sein oder darüber, wie elektrisierend die Feststellung Marmelade am Ärmel zu haben, sein kann.


Das VEH-Kraftwerk in Hamburg-Tiefstack gilt als eines der modernsten konventionellen Kraftwerke Europas, in dem ohne Wasserfall Strom erzeugt wird.

Vattenfall ist das schwedische Staatsunternehmen, das seinen Wirkungsbereich nach Europa hin erweitert hat. Neben Polen und Tschechien zählt auch Deutschland dazu. Stromversorger in Berlin und Hamburg wurden gekauft und nun umbenannt. Doch so dynamisch und sinnlich sich Vattenfall nach außen hin auch darstellt (Pressetext Vattenfall: „Wir wollen ein klares und verlässliches Bild sowie marktfähige Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden bieten. Unter einer gemeinsamen Marke und unter neuem Namen werden wir unsere Engagement an den Standorte weiter ausbauen“), in der Wahl der Namen der neuen Marken haben die Berater des Konzerns, wie besonders Berliner meinen, kein gutes Gespür bewiesen.

Die Hamburgischen Elektrizitätswerke waren gemeinhin bekannt unter der Abkürzung „HEW“. Dieses Unternehmen, nun Teil Vattenfalls, wurde umbenannt und heißt seit dem 1. Januar 2006 „Vattenfall Europe Hamburg“. Das Berliner Stromversorgungsunternehmen, vielen Berlinern nur unter der Abkürzung „BEWAG“ bekannt, bezog seinen Markennamen aus dem Zungenbrecher „Berliner Elektrizitätswerke Aktiengesellschaft“ und heißt nun „Vattenfall Europe Berlin“. In Hamburg und Berlin wird man sich an die neuen Abkürzungen noch gewöhnen müssen. Während die Hamburger schon fleißig üben „VEH“ zu sagen, sind ehemalige BEWAG-Mitarbeiter stocksauer, heißt ihr Unternehmen doch nun „VEB“ und erinnert damit an die alte DDR-Bezeichnung „Volkseigener Betrieb“.

spionage

„SonntagsBlick“-Chef verweigert Zusammenarbeit mit Militärjustiz

SDA – „SonntagsBlick“-Chefredaktor Christoph Grenacher boykottiert die Militärjustiz: Bei deren Voruntersuchung im Zusammenhang mit der Publikation eines Faxes über angebliche CIA-Gefängnisse in Europa hat er die Aussage verweigert.

„Ich anerkenne ihre Zuständigkeit für diesen Fall nicht“, sagte Grenacher in Dielsdorf anlässlich einer Befragung durch das Militärgericht 6, wie „SonntagsBlick“-Herausgeberin Ringier mitteilte. Grenacher hob dabei die „Wächterrolle“ der Medien in der Demokratie hervor.

Beim „SonntagsBlick“ wehre man sich „mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen jeglichen Versuch, Informationen zu unterdrücken“, sagte Grenacher laut der Medienmitteilung vor dem Untersuchungsrichter Major Marc Gmünder. Er kritisierte, dass heute in der Schweiz noch Journalisten aufgrund ihrer zivilen Tätigkeit durch die Militärjusitiz verfolgt würden.

Diese hatte nach der Publikation eines vom Schweizer Nachrichtendienst (SND) abgefangenen Fax des ägyptischen Aussenministeriums an die Botschaft in London eine Voruntersuchung wegen Verletzung militärischer Gemeimnisse eingeleitet.

Der „SonntagsBlick“ hatte anfangs Januar das als geheim klassifizierte Fax veröffentlicht. Es verweist auf die Existenz geheimer Gefängnisse des amerikanischen Geheimdienstes CIA in Europa im Kampf gegen den internationalen Terror.

Kartell des Schweigens
Geheimdienstdokument im Schreibtischchen
Die Befehlskette des Geheimdienstes
Eingelullte Schweizer Presse?
Brigade 41 – Sie liefern perfekte Leistungen ab
Meisterleistung oder tückische List?
Schweizer Militär am kuschen?
Helvetia schläft mit dem Boss! Und der Boss ist die CIA
ONYX – Die langen Ohren der Schweiz

terror

Ali Agca hält sich für den „Messias“

Der aus türkischer Haft freigelassene und inzwischen wieder in ein Istanbuler Gefängnis gebrachte Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca hält sich für den „Messias“. Als ihn Papst Johannes Paul II. nach dem Attentat in der Haft besucht habe, habe er es ihm als Erstem mitgeteilt, erklärte Agca nach Angaben der türkischen Zeitung „Zaman“ (Onlineausgabe) gegenüber Polizeibeamten. Und der Papst habe es akzeptiert.

„Satanische Mächte“
Agca, dessen Hände bei der Einvernahme zitterten, äußerte Unverständnis über seine erneute Inhaftierung. „War ich nicht lange genug im Gefängnis“, fragte der Papst-Attentäter und sagte, auch die Mörder des türkischen Ministerpräsidenten Nihat Erim (auf den 1980 ein Attentat verübt wurde) seien freigelassen worden. „Satanische Mächte“ hätten seine, des Messias, Rückkehr ins Gefängnis gefordert.

„Kommandant im Dritten Weltkrieg“
Nach seiner Freilassung sei er im Regen spazieren gegangen und habe das Meer betrachtet, erzählte Agca den Beamten. Er sei verkleidet gewesen. Diejenigen, die ihn erkannt hätten, hätten ihn um ein Autogramm gebeten. Auf die Frage, warum er immer blaue Kleidung trage, sagte Agca: „Blau ist die Farbe der Armeen des Dritten Weltkriegs. Und ich bin der Kommandant“. Er habe nie den Koran gelesen und bete nicht. „Ich bin ein Führer. Ich bin der Messias.“

„Ich bin der Messias“
Auf Fragen nach den Hintergründen zum Papst-Attentat sagte Agca: „Das sind nur unwichtige Details. Ich bin der Messias“. Er habe eine Pflicht erfüllt, die ihm vor tausend Jahren aufgetragen worden sei. Auch wenn der Papst auf dem Mond gewesen wäre, hätte er auf ihn geschossen.

Wie er denn darauf gekommen sei, dass er der Messias ist, wollten die Beamten wissen. Agca antwortete nach kurzem Schweigen: „Ich habe es zuerst dem Papst gesagt, dass ich der Messias bin, Er sagte nichts. Er hat meinen Kopf gestreichelt. Sie wissen was das bedeutet: Der Papst hat akzeptiert, dass ich der Messias bin.“

Agca verbüßt seit 2000 in der Türkei eine Strafe für den Mord an dem türkischen Journalisten Abdi Ipekci sowie für zwei Bankraube. Zuvor saß er wegen des Attentates auf Papst Johannes Paul II. 19 Jahre lang in Italien im Gefängnis. Agca hatte den Papst am 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz in Rom niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt.

Dass Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca eine durchaus schillernde Persönlichkeit ist, war bereits durch einige seiner Aussagen zu bemerken.

Türkische und italienische Medien veröffentlichten nun neue Details aus Agcas Leben. Vor allem seine Briefe aus der insgesamt über 25-jährigen Haftzeit beinhalten einige bizarre Überraschungen.

„Fasse Bin Laden tot oder lebendig“
Laut „Hürriyet“ hat Agca aus der Haft heraus den türkischen Behörden seine Dienste angeboten, um den Chef des El-Kaida-Netzwerks Osama bin Laden zu fassen.

Er werde Bin Laden „tot oder lebendig“ dingfest machen, schrieb Agca im Jahr 2000 an den damaligen Chef des türkischen Geheimdienstes MIT, wie die Zeitung am Dienstag berichtete.

Dank für Öcalan-Festnahme
Der Brief liegt der Zeitung nach eigenen Angaben vor. Demnach schlug Agca vor, er werde nach Afghanistan reisen, Bin Laden fassen und in die USA bringen.

Mit dieser „historischen Mission“ könne sich die Türkei für die Hilfe der USA bei der Festnahme des kurdischen Rebellenchefs Abdullah Öcalan 1999 bedanken.

Fragwürdiges Vatikan-Angebot
In dem handgeschriebenen Brief habe Agca auch von einem Angebot des Vatikans geschrieben, zum Katholizismus überzutreten, berichtete „Hürriyet“ weiter.

Zwei Jahre nach seinen Schüssen auf Papst Johannes-Paul II. auf dem Petersplatz habe der Vatikan ihn zum Katholiken und Kardinal machen und dafür 50 Millionen Dollar zahlen wollen. Er habe abgelehnt. Zudem habe sich Agca in dem Brief als „Messias“ bezeichnet.

Engagement für Weltfrieden
Nach seiner Entlassung aus der Haft hatte Agca über seinen Anwalt Mustafa Demirbag ausrichten lassen, er wolle sich nun für den Weltfrieden stark machen.

Sein Mandant habe gesagt, er wolle „allen die Hand in Frieden und Freundschaft reichen“, berichtete der Anwalt. Agca habe zudem angekündigt, sich für die Demokratie einzusetzen.

Agca soll sich in Hollywood selbst spielen
Ob er dafür wirklich Zeit hat, ist zumindest der italienischen Zeitschrift „Gente“ zufolge fraglich. Diese berichtet, Agca verhandle mit Hollywood, um einen Film zu drehen, in dem er sich selbst spielen solle.

Er verlange für seinen Filmauftritt acht Millionen Dollar (6,63 Mio. Euro). Dafür soll er sich verpflichten, die Hintergründe des Anschlags auf Johannes Paul II. zu klären, so „Gente“.

Mexiko statt 600.000-Dollar-Interview
Eine Filmgesellschaft, die nicht genannt wurde, habe Rechtsanwalt Demirbag bereits 500.000 Dollar gezahlt. Der Papst-Attentäter plane eine Reise nach Mexiko, wo einige Szenen des Filmes gedreht werden sollten, berichtete „Gente“. Wegen der Reise nach Mexiko habe Agca ein TV-Exklusivinterview abgesagt, für das er 600.000 Dollar kassiert hätte.

Justizminister mit Einspruch gegen Enthaftung
Die türkische Justiz kümmert sich unterdessen wenig um die umtriebigen Machenschaften des Ex-Sträflings und will ihn wieder dort sehen, wo er bereits die letzten Jahre verbracht hatte: im Gefängnis.

Fünf Tage nach der Haftentlassung des Papst-Attentäters legte der türkische Justizminister Cemil Cicek formell Einspruch gegen die Entscheidung ein. Cicek forderte das Berufungsgericht am Dienstag auf, die Entscheidung zur Freilassung Agcas aufzuheben.

„Hat Fehler gegeben“
„Ich sage nicht, dass die Freilassung ein Irrtum war, aber ich sage, dass es einen Fehler gegeben haben könnte“, hatte Cicek am Donnerstag nach der Freilassung Agcas gesagt. Sein Vorgänger Hikmet Sami Türk nannte die Freilassung einen „schweren Fehler“. Agca hätte bis mindestens 2012 im Gefängnis bleiben müssen.

Reihe von Amnestien
Der Papst-Attentäter war am vergangenen Donnerstag aus der Haft entlassen worden. Er hatte seit 2000 in einem Istanbuler Gefängnis eine Strafe für den Mord an einem türkischen Journalisten sowie für zwei Bankraube verbüßt. Zuvor hatte er wegen des Attentates auf Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz in Rom 19 Jahre lang in Italien im Gefängnis gesessen.

Agca hatte von einer Reihe von Amnestien und Reduzierungen seiner Strafen profitiert und war deshalb am 12. Jänner freigekommen. Sollte das Gericht dem Antrag Ciceks zustimmen, müsste Agca schon bald wieder ins Gefängnis.

Ali Agca aus Haft entlassen
Dieser Artikel ist eine Zusammenstellung

Krieg

Countdown zum Atomkrieg?

Harald Haack – Es ist wieder einmal so weit. Die atomare Abschreckung der Großmächte funktioniert nicht mehr. Die Welt hat ihren antisemitischen Hass-Führer zurück, der offensichtlich alles dransetzt, um einen Weltkrieg auszulösen – dieses Mal mit nuklearer Waffengewalt und nicht Polen wird überfallen werden, sondern Israel und nicht Deutschland wird der Aggressor sein, sondern der Iran. Oder vielleicht doch nicht?


„Wo geht’s hier bitte zum Krieg?“ Frankreichs Staatschef Jacques Chirac am Sehrohr in einem U-Boot

Die Vorbereitungen der beteiligten Staaten zum großen Krieg ähneln denen, die schon immer zielsicher zum Krieg geführt haben. Irgendwo in einem Land kommt ein mental gestörter Mann an die Macht, meint von sich der Retter der Welt zu sein und schlägt wütend um sich. Das wäre noch relativ einfach zu verstehen, wenn es auf der Seite seiner Feinde nur gesunde und strahlende Lichtgestalten gebe. Doch die Realität ist erschreckend anders.


Soll sich die Grand Nation von Bush und Ahmadinedschad vor dem Karren spannen lassen?

Frieden – ein (inter-)nationales Verbrechen?
Offenbar befinden sich die USA in einer Phase der Werteumkehr. Die einst gepriesenen Ziele wie Freiheit, Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden werden zugunsten der Durchsetzung von Krieg immer mehr aufgegeben. Es ist, als habe sich das größtenteils christliche Grunddenken der „Neuen Welt“, wie sich die USA gerne selbst loben, einem teuflischen Wahnsinn gebeugt, dem Wahnsinn des aus heutiger Sicht „dunklen“ Mittelalters.

Wann genau dieser Prozess eingesetzt hat, lässt sich nicht eindeutig festlegen. So führen nicht nur Kritiker des kommunistischen Lagers führen spontan nicht nur den Kapitalismus sowie den Imperialismus als Kausalität für die weltweit negative Rolle der USA an. Demnach müsste die Phase der Werteumkehr mit dem Eindringen marodierender, vornehmlich aus Europa stammender Einwanderer in die Jagdgründe der Ureinwohner begonnen haben.

Die Aggression und Profitgier der europäischen Invasoren sollten längst eliminiert sein, doch wahrscheinlich wurden sie von Generation zu Generation der amerikanischen Elite vererbt und innovativ aufgestockt – der US-„Retrodiabolismus“ offenbart mehr und mehr seine Wurzeln im 16. Jahrhundert, als unliebsame Personen in so genannten Hexenprozessen „auf legale Weise“ vernichtet wurden.

Damals schon ein paranoider Wahn, von krankhaften und kriminellen Köpfen der katholischen Kirche entfacht, dessen Ziel es war, die Macht der Kirche (unter deutlicher Missachtung christlicher Werte) zu erhalten und zu verfestigen. Mit Papst Johannes Paul II. will sich der Vatikan von den Massenmorden und Exzessen jener Zeit der Hexenverfolgung distanziert haben. Doch leider war es schon immer so in der Geschichte der Menschheit: Das Böse sucht sich stets unverbrauchte Gesellschaften, um seine Feuer des Krieges zu nähren; es reiste von Rom nach Washington D.C. Und in den USA wurden friedliebende Menschen zu Staatsfeinden erklärt und rundum bespitzelt.

Frieden predigen – Kriege führen?
US-Präsident George W. Bush vermeidet offenkundig das Wort „Demokratie“, um die Politik seines Herrschens zu charakterisieren. Er ersetzte es durch mehrere (unheilsschwangere) Worthülsen wie „Achse des Bösen“ oder „Heimatschutz“ oder „Sicherheit“. Sie stehen stellvertretend für den „Frieden“, den die USA anstreben. Die Welt weiß inzwischen, dass selbst das Wort Frieden (freedom) nach amerikanischer Verkürzungsdiktion eine Kurzform gefunden hat: Krieg (war). Kein Wunder, dass der US-Präsident inzwischen weltweit als Kriegtreiber Nummer Eins gilt.

Was nur soll das für ein Frieden sein, den man mit Krieg erreicht?

Hitler, der über ein bestialisches Denken verfügt haben soll, hat sich umgebracht. Vor ihm hatte Napoleon seinen politischen Irrsinn der aggressiven Expansion, um Frieden zu schaffen, vorangetrieben und Hunderttausende seiner Soldaten in den Tod getrieben. Er wurde mutmaßlich vergiftet.

Aber nicht Hitler, Napoleon und Nero allein zählen zu den Irren der Weltgeschichte. Wenn man so will, ist das, woran Historiker weltweit ständig arbeiten, die Geschichte eines einzigen Tollhauses, einer erdumspannenden Anstalt voller machtbesessenem Egomanen, denen die Sicherung durchgebrannt ist. Gegenwärtig scheinen sie vom US-Präsidenten George W. Bush angeführt zu werden. Doch schon morgen kann es ein anderer sein. Der Iraner Ahmadinedschad vielleicht?

Wird der Westen sich auf dessen Spiel des Bangemachens einlassen und sich zu einem Angriffskrieg verleiten lassen? Oder wird der Iran den Atommächten zuvor kommen und Raketen mit atomaren Sprengköpfen nach Israel schießen und damit eine Kettenreaktion des Wahnsinns auslösen? Die Zeit scheint rückwärts zu laufen.

Grand Nation droht mit Atomwaffen

medien

OSZE kritisiert Einschränkung der Medienfreiheit in der Schweiz

Bern – Die OSZE kritisiert die Schweiz, weil ihre Justiz in der „CIA-Affäre“ Ermittlungen gegen den „SonntagsBlick“ aufgenommen hat. Der Beauftragte für Medienfreiheit verlangt, dass Schweizer Medien wegen der Publikation von Geheimdokumenten nicht belangt werden.

In einem Brief an die Bundesräte Christoph Blocher und Samuel Schmid schreibt der OSZE-Beauftragte Mikols Haraszti, dass die Schweiz im Strafgesetzbuch eine Lücke schliessen müsse.

Medien sollten nicht dafür bestraft werden, weil sie als vertraulich klassierte Informationen enthüllten, hat Haraszti in seinem Brief laut einer Mitteilung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geschrieben. Dies gelte auch für militärische Geheimnisse.

Die Geheimhaltung sei Aufgabe der Behörden, nicht der Medien. Deshalb müssten bei Informationslecks einzig die Informanten bei den Behörden dafür verantwortlich gemacht werden und nicht die Medien, die die Information veröffentlicht hätten.

Der Sprecher von Bundesrat Blochers Justizdepartement (EJPD), Livio Zanolari, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, dass das Schreiben Harasztis eingetroffen sei. Der Zürcher „Tages-Anzeiger“ hatte zuvor von dem Schreiben berichtet.

Bereits am Sonntag drückte Ägypten gegenüber der Schweiz ihren Unmut über die Veröffentlichung des Regierungfaxes im „SonntagsBlick“ aus. Der Schweizer Botschafter, Charles-Edouard Held, wurde vom Aussenministerium in Kairo einbestellt.

Jean-Philippe Jeannerat, Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), sagte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, Held habe dort das Bedauern der Schweizer Regierung ausgedrückt, sich aber nicht für den Vorfall entschuldigt.

Weiter habe der Botschafter erklärt, dass diese „Indiskretion nicht dem Willen der Regierung entspricht“. Er habe dabei auf die beiden laufenden Untersuchungen des Bundesanwaltschaft und der Miliärjutziz verwiesen.

Gegen den „SonntagsBlick“ ermittelt die Blochers Justizdepartement (EJPD) zugeordnete Bundesanwaltschaft (BA). Auch die Militärjustiz, die im VBS angesiedelt ist, hat Ermittlungen aufgenommen.

Kartell des Schweigens
Geheimdienstdokument im Schreibtischchen
Die Befehlskette des Geheimdienstes
Eingelullte Schweizer Presse?
Brigade 41 – Sie liefern perfekte Leistungen ab
Meisterleistung oder tückische List?
Schweizer Militär am kuschen?
Helvetia schläft mit dem Boss! Und der Boss ist die CIA
ONYX – Die langen Ohren der Schweiz