vermischtes

Anormale Wetterphänomene

Harald Haack – Europas Meteorologen sahen das Tiefdruckgebiet kommen. Es bildete sich über der Nordsee. Aber die Nordsee ist nicht gerade Europas Wetterküche, wenn auch wegen der relativ geringen Tiefe ein mörderisches Meer. Wo die Tiefdruckgebiete und die Stürme geboren werden, die England heimsuchen, steht in britischen Schulbüchern. Demnach entstehen sie nordwestlich der Hebriden, der Inselgruppe vor Schottlands Westküste, und südöstlich von Island. Der atlantische Ozean bei Island ist ein ideales Gebiet zur Bildung von Triefdruckgebieten, weil dort der warme Golfstrom auf den kalten Labradorstrom trifft. Kaum hat sich der erste Tiefdruckwirbel über der See gebildet, saugt der schon Wasserdampf an, verdichtet es in seinen Armen und steuert dann, getrieben von der Rotation der Erde, auf Europa zu und regnet dort seine Wolken ab.

„Thorsten“ aber, wie Meteorologen jenes Tiefdruckgebiet nennen, das in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich für Chaos gesorgt hatte, wurde mitten über der Nordsee geboren, wuchs zu einem Sturmtief heran und überquerte die niederländische Küste. Doch plötzlich blieb „Thorsten“ mit seinem Auge in Belgien über Nijmegen, wo sich die niederländische, die belgische und die deutsche Grenze treffen, stehen. Wie das riesige Rad eines Schaufelbaggers wirbelte „Thorsten“ um seine Achse und sorgte für stetigen Nachschub an Schneemassen. So fielen beispielsweise im Bergischen Land insgesamt 40 bis 60 cm Schnee. Das habe es hier noch nicht gegeben, sagte TV-Meteorologe Plöger im WDR. Auch andere Meteorologen sprechen von einem Phänomen.


Vom Schneesturm schräg gestellte Baumstämme

Die Folgen sind bekannt: Schneechaos im Münster Land, zusammenbrechende Strommasten der Überlandleitungen, Tausende von Verkehrsunfällen, Haushalte tagelang ohne Strom, frierende Menschen – Katastropheneinsätze von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Stromversorger.

Erst am Dienstag nach dem Chaos vom Freitag, wurde klarer, weshalb „Thorsten“ nicht weiter nach Osten wandern konnte. Östlich von „Thorsten“ war „Ullrich“, ein mächtiger Tiefdruckausläufer, nur langsam vorangekommen. Und westlich von „Thorsten“ gab es den Druck von Luftmassen durch den Hurrican „Delta“, der, was ebenfalls von Meteorologen als völlig anormal bezeichnet wird, die Kanarischen Inseln erreichte, dort wütete und für Schäden und Tote sorgte.

„DIN 1055 Schneelast“
Die Schneelast im Bergischen Land könne allein nicht die aufgetretenen Schäden an Freileitungen und Stromasten erklären, gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) bekannt. Die Schneefälle waren zwar ungewöhnlich, doch nach einer ersten Berechnung der aufgetretenen Schneelasten lagen sie nicht außerhalb der Normwerte für die Bauwirtschaft. Seit Jahrzehnten erstellt der DWD Wind-, Schnee- und Eislastgutachten. Der nationale Wetterdienst führte im Auftrag des Deutschen Institutes für Bautechnik Untersuchungen zur neuen DIN 1055 Schneelast in den vergangenen Jahren durch. Im Münsterland liegen die für einen Zeitraum von 50 Jahren ermittelten Maximalwerte der Schneelast bei über 50 kg je Quadratmeter. Am vergangenen Wochenende wurden dort und im Bergischen Land jedoch nur Schneelasten von etwa 30 bis 50 Kilogramm je Quadratmeter erreicht. Damit wurden die Maximalwerte für Schneelast nicht überschritten.

Offensichtlich wurde bei den Gutachten für die Bauwirtschaft gepfuscht. Hatte man den Faktor „Wind“ völlig vergessen? Laut DWD wurden nämlich die Strommasten Opfer einer Kombination von Schnee und Wind. Stellt diese Kombination eine „abstrakte allgemeine Erwägung“ dar, aus der eine Gefährdung nicht hergeleitet und diese nicht in der „Deutschen Wetternorm“ berücksichtigt werden kann?

Klimawandel – Wetter von mild nach heftig
Bedingt durch den Klimawandel stehen uns auch in Europa harte Zeiten bevor. Politiker haben zu spät reagiert und den Klimawandel und dessen drastische Folgen mitverursacht. Winter und Sommer werden offensichtlich bizarrer. Dies bedeutet nicht zwangsläufig etwas zu warme oder zu kalte Jahreszeiten. Auf der Skala der Extreme werden die Spitzen höher und tiefer liegen: Viel zu warme oder viel zu kalte Winter, verbunden mit einem schnellen Wechsel von Warm auf Kalt und umgekehrt. Die daraus resultierenden Schäden sind wie vorprogrammiert.


Der Schneesturm im Münster Land versetzte vereiste Überlandleitungen in Schwingungen. Dies führte laut DWD zum Abbrechen der Stromasten.

Wir Menschen können uns zwar an alles gewöhnen, aber wir müssen wahrscheinlich erst lernen wieder mit Extremen zu leben. Und wir sollten uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass Menschen ins Wettergeschehen eingreifen – einerseits, um Wetterkatastrophen zu verhindern und anderseits, um sie gezielt zu schaffen. Geheimdienste könnten, falls nicht schon längst geschehen, speziell meteorologisch geschulte Agenten einspannen, um Regierungen vorab auf beabsichtigte Attacken von „Frau Holle“ vorzubereiten.

terror

Die Namen der Geistergefangenen

Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch hat die Namen von 26 „Geistergefangenen“ veröffentlicht. Sie sollen von den USA in geheimen Gefängnissen ausser Landes festgehalten werden.

In der am Mittwoch in New York veröffentlichten Liste waren unter anderem der mutmassliche Chefplaner der Anschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed, und der der Mitwisserschaft beschuldigte Ramzi Binalshib genannt.

Die Namensliste sei nicht vollständig, erklärte die Organisation. Es gebe vermutlich viel mehr Häftlinge, zu denen das Internationale Komitee vom Roten Kreuz keinen Zugang habe und die ohne alle Rechte festgehalten würden.

Die Gefangenen stünden unter dem Verdacht, in die Anschläge vom 11. September 2001, auf die Botschaften in Kenia und Tansania 1998 oder auf Bali 2002 verwickelt zu sein, erklärte Human Rights Watch. Sie würden isoliert und unbefristet gefangen gehalten.

Nach Angaben von US-Regierungsbeamten, die ihre Namen nicht in der Öffentlichkeit sehen wollten, wurden einige der Häftlinge gefoltert.

1. Ibn Al-Shaykh al-Libi
Reportedly arrested on November 11, 2001, Pakistan.
Libyan, suspected commander at al-Qaeda training camp.
Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

2. Abu Faisal
Reportedly arrested on December 12, 2001
Nationality unknown. See next entry.

3. Abdul Aziz
Reportedly arrested on December 14, 2001
Nationality unknown. In early January 2001, Kenton Keith, a spokesman at the U.S. Embassy in Islamabad, produced a chart with the names of senior al-Qaeda members listed as killed in action, detained, or on the run. Faisal and Aziz were listed as detained on Dec. 12 and 14, 2001. See: Andrea Stone, “Path to bin Laden may lie behind bars; US interrogates al-Qaeda, Taliban prisoners in hope of nailing down war on terror’s prime targets,” USA Today, January 8, 2002; Bradley Graham and Walter Pincus, “Al-Qaeda Trainer in U.S. Hands,” The Washington Post, January 5, 2002.

4. Abu Zubaydah (also known as Zain al-Abidin Muhahhad Husain)
Reportedly arrested in March 2002, Faisalabad, Pakistan.
Palestinian (born in Saudi Arabia), suspected senior al-Qaeda operational planner. Listed as captured in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

5. Abdul Rahim al-Sharqawi (aka Riyadh the facilitator)
Reportedly arrested in January 2002 Possibly Yemeni, suspected al-Qaeda member (possibly transferred to Guantanamo). Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch (see note 27).

6. Abd al-Hadi al-Iraqi
Reportedly arrested in January 2002 Nationality unknown, presumably Iraqi, suspected commander of al-Qaeda training camp. U.S. officials told Associated Press on January 8, 2002 and March 30, 2002, of al-Iraqi’s capture. See e.g., “Raid May Have Nabbed Bin Laden Lieutenant,” Associated Press, March 30, 2002. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

7. Muhammed al-Darbi
Reportedly arrested in August 2002 Yemeni,
suspected al-Qaeda member. The Washington Post reported on October 18, 2002: “U.S. officials learned from interviews with Muhammad Darbi, an al Qaeda member captured in Yemen in August, that a Yemen cell was planning an attack on a Western oil tanker, sources said.” On December 26, 2002, citing “U.S. intelligence and national security officials,” the Washington Post reports that al-Darbi, as well as Ramzi Binalshibh [see below], Omar al-Faruq [reportedly escaped from U.S. custody in July 2005], and Abd al-Rahim al-Nashiri [see below] all “remain under CIA control.”

8. Ramzi bin al-Shibh
Reportedly arrested on September 13, 2002
Yemeni, suspected al-Qaeda conspirator in Sept. 11 attacks (former roommate of one of the hijackers). Listed in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

9. Abd al-Rahim al-Nashiri (or Abdulrahim Mohammad Abda al-Nasheri, aka Abu Bilal al-Makki or Mullah Ahmad Belal)
Reportedly arrested in November 2002, United Arab Emirates.
Saudi or Yemeni, suspected al-Qaeda chief of operations in the Persian Gulf, and suspected planner of the USS Cole bombing, and attack on the French oil tanker, Limburg. Listed in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

10. Mohammed Omar Abdel-Rahman (aka Asadullah)
Reportedly arrested in February 2003, Quetta, Pakistan.
Egyptian, son of the Sheikh Omar Abdel-Rahman, who was convicted in the United States of involvement in terrorist plots in New York. See Agence France Presse, March 4, 2003: “Pakistani and US agents captured the son of blind Egyptian cleric Omar Abdel Rahman. . . a US official said Tuesday. Muhamad Abdel Rahman was arrested in Quetta, Pakistan, the official said, speaking on condition of anonymity.” David Johnston, New York Times, March 4, 2003: “On Feb. 13, when Pakistani authorities raided an apartment in Quetta, they got the break they needed. They had hoped to find Mr. [Khalid Sheikh] Mohammed, but he had fled the apartment, eluding the authorities, as he had on numerous occasions. Instead, they found and arrested Muhammad Abdel Rahman, a son of Sheik Omar Abdel Rahman, the blind Egyptian cleric. . .”

11. Mustafa al-Hawsawi (aka al-Hisawi)
Reportedly arrested on March 1, 2003 (together with Khalid Sheikh Mohammad), Pakistan.
Saudi, suspected al-Qaeda financier. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

12. Khalid Sheikh Mohammed
Reportedly arrested on March 1, 2003, Rawalpindi, Pakistan.
Kuwaiti (Pakistani parents), suspected al-Qaeda, alleged to have “masterminded” Sept. 11 attacks, killing of Daniel Pearl, and USS Cole attack in 2000. Listed in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

13. Majid Khan
Reportedly arrested on March-April 2003, Pakistan.
Pakistani, alleged link to Khalid Sheikh Mohammad, alleged involvement in plot to blow up gas stations in the United States. Details about Khan’s arrest were revealed in several media reports, especially in Newsweek: Evan Thomas, “Al Qaeda in America: The Enemy Within,” Newsweek, June 23, 2003. U.S. prosecutors provided evidence that Majid Khan was in U.S. custody during the trial of 24-year-old Uzair Paracha, who was convicted in November 2005 of conspiracy charges, and of providing material support to terrorist organizations.

14. Yassir al-Jazeeri (aka al-Jaziri)
Reportedly arrested on March 15, 2003, Pakistan.
Possibly Moroccan, Algerian, or Palestinian, suspected al-Qaeda member, linked to Khalid Sheikh Mohammed. Details of arrest reported: Alex Spillius, “FBI Questions al-Qaeda Man in Pakistan,” Daily Telegraph, March 17, 2003; Paul Haven, “Al-Qaida suspect begins cooperating with authorities, Pakistani security officials say,” Associated Press, March 17, 2003.

15. Ali Abdul Aziz Ali (aka Ammar al Baluchi)
Reportedly arrested on April 29, 2003, Karachi, Pakistan.
A Pakistani, he is alleged to have funneled money to September 11 hijackers, and alleged to have been involved with the Jakarta Marriot bombing and in handling Jose Padilla’s travel to the United States. U.S. Judge Sidney Stein ruled that defense attorneys for Uzair Paracha could introduce statements Baluchi made to U.S. interrogators, proving that he was in U.S. custody. Former Deputy Attorney General James Comey also mentioned Baluchi during remarks to the media about the case of Jose Padilla on June 1, 2004

16. Waleed Mohammed bin Attash (aka Tawfiq bin Attash or Tawfiq Attash Khallad)
Reportedly arrested on April 29, 2003, Karachi, Pakistan.
Saudi (of Yemeni descent), suspected of involvement in the bombing of the USS Cole in 2000, and the Sept. 11 attacks. See Afzal Nadeem, “Pakistan Arrests Six Terror Suspects, including Planner of Sept. 11 and USS Cole Bombing,” Associated Press, April 30, 2003. His brother, Hassan Bin Attash, is currently held in Guantanamo. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch. President Bush described his arrest as a “major, significant find” in the war against terrorism: “He’s a killer. He was one of the top al-Qaeda operatives. . . . He was right below Khalid Shaikh Mohammad on the organizational chart of al-Qaeda. He is one less person that people who love freedom have to worry about.” David Ensor and Syed Mohsin Naqvi, “Bush Hails Capture of Top al Qaeda Operative,” CNN.com, May 1, 2003.

17. Adil al-Jazeeri
Reportedly arrested on June 17, 2003 outside Peshawar, Pakistan.
Algerian, suspected al-Qaeda and longtime resident of Afghanistan, alleged “leading member” and “longtime aide to bin Laden.” (Possibly transferred to Guantanamo.) Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

18. Hambali (aka Riduan Isamuddin)
Reportedly arrested on August 11, 2003, Thailand.
Indonesian, involved in Jemaah Islamiyah and al-Qaeda, alleged involvement in organizing and financing the Bali nightclub bombings, the Jakarta Marriot Hotel bombing, and preparations for the September 11 attacks. Listed in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

19. Mohamad Nazir bin Lep (aka Lillie, or Li-Li)
Reportedly arrested in August 2003, Bangkok, Thailand.
Malaysian, alleged link to Hambali. See next entry.

20. Mohamad Farik Amin (aka Zubair)
Reportedly arrested in June 2003, Thailand.
Malaysian, alleged link to Hambali. For more information on the arrest of Mohammad Farik Amin and Mohamad Nazir bin Lep, see: Kimina Lyall, “Hambali Talks Under Grilling—Slaughter of Innocents,” The Australian, August 21, 2003; Kimina Lyall, “Hambali Moved JI Front Line to Bangladesh, Pakistan,” The Weekend Australian, September 27, 2003; Simon Elegant and Andrew Perrin, “Asia’s Terror Threat,” Time Asia Magazine, October 6, 2003; Simon Elegant, “The Terrorist Talks,” Time, October 13, 2003.

21. Tariq Mahmood
Reportedly arrested in October 2003, Islamabad, Pakistan.
Dual British and Pakistani nationality, alleged to have ties to al-Qaeda. See “Pakistan grills detained British al-Qaeda suspect,” Agence-France Presse, November 10, 2005; Sean O’Neill, “Five still held without help or hope; Guantanamo,” The Times, January 12, 2005.

22. Hassan Ghul
Reportedly arrested on January 23, 2004, in Kurdish highlands, Iraq.
Pakistani, alleged to be Zarqawi’s courier to bin Laden; alleged ties to Khalid Sheikh Mohammad. President Bush described Hassan Ghul’s arrest on January 26, 2004, in comments to the press, Little Rock, Arkansas: “Just last week we made further progress in making America more secure when a fellow named Hassan Ghul was captured in Iraq. Hassan Ghul reported directly to Khalid Sheik Mohammad, who was the mastermind of the September 11 attacks. . . . He was captured in Iraq, where he was helping al Qaeda to put pressure on our troops.”

23. Musaad Aruchi (aka Musab al-Baluchi, al-Balochi, al-Baloshi)
Reportedly arrested in Karachi on June 12, 2004, in a “CIA-supervised operation.”
Presumably Pakistani. Pakistani intelligence officials told journalists Aruchi was held by Pakistani authorities at an airbase for three days, before being handed over to the U.S., and then flown in an unmarked CIA plane to an undisclosed location. Anwar Iqbal, “Pakistan Hands Over 1998 Bomber to US,” United Press International, August 3, 2004. See also, reports cited in next entry, and Zahid Hussain, “Pakistan Intensifies Effort Against al Qaeda,” The Asian Wall Street Journal, August 5, 2004; Bill Powell, “Target: America,” Time Magazine, August 16, 2004, Vol. 164, Issue 7; “Pakistani Aides: Al-Qaida Arrest in June Opened Leads,” Dow Jones International News, August 3, 2004; “CIA-supervised arrest in Pak opened valuable leads: Report,” The Press Trust of India, August 3, 2004.

24. Mohammed Naeem Noor Khan (aka Abu Talaha)
Reportedly arrested on July 13, 2004, Pakistan.
Pakistani, computer engineer, was held by Pakistani authorities, and likely transferred to U.S. custody. (Possibly in joint U.S.-Pakistani custody.) See Douglas Jehl and David Rohde, “Captured Qaeda Figure Led Way To Information Behind Warning,” New York Times, August 2, 2004. Kamran Khan, “Al Qaeda Arrest In June Opened Valuable Leads,” Washington Post, August 3, 2004; Kamran Khan and Dana Priest, “Pakistan Pressures Al Qaeda; Military Operation Results In Terror Alert and Arrests,” Washington Post, August 5, 2004; “Pakistan questioning almost 20 Al-Qaeda suspects,” Agence-France Presse, August 5, 2005; Robert Block and Gary Fields, “Al Qaeda’s Data on U.S. Targets Aren’t New: Surveillance of Listed Sites In Eastern Cities Took Place Over Time, Perhaps Years,” The Asian Wall Street Journal, August 7, 2004; Adrian Levy and Cathy Scott-Clark, “One Huge U.S. Jail,” The Guardian, March 19, 2005.

25. Ahmed Khalfan Ghailani
Reportedly arrested on July 24, 2004, Pakistan
Tanzanian, reportedly indicted in the United States for 1998 embassy bombings. U.S. and Pakistani intelligence officials told UPI that Ghailani was transferred to “CIA custody” in early August. See Anwar Iqbal, “Pakistan Hands Over 1998 Bomber to US,” United Press International, August 3, 2004. Pakistani security officials told AFP and Reuters in January 2005, that Ghailani was handed over to the United States “several months ago.” See e.g., “Pakistan hands Tanzanian Al-Qaeda bombing suspect to US,” Agence France Presse, January 25, 2005. Listed as captured in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website.

26. Abu Faraj al-Libi
Reportedly arrested on May 4, 2005, North Western Frontier Province, Pakistan.
Libyan, suspected al-Qaeda leader of operations, alleged mastermind of two assassination attempts on Musharraf. Col. James Yonts, a U.S. military spokesman in Afghanistan, “said in an email to The Associated Press that al-Libbi was taken directly from Pakistan to the U.S. and was not brought to Afghanistan.”

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Achmed Huber, The Avalon Gemeinschaft, and the Swiss „New Right“

Kevin Coogan – Achmed Huber is not only a devout Muslim and supporter of political Islam; he also a leading member of the avowedly pagan Swiss-based Avalon Gemeinschaft („Avalon Society“ also known as the Avalon Kreis or Avalon Circle). Avalon’s estimated 150 members include aging Swiss SS volunteers, youthful far right fanatics, and died-in-the wool Holocaust deniers. Each summer solstice this motley mélange of characters journeys deep into the Swiss woods to ritually worship the pre-Christian Celtic gods of ancient Europe. They then spend the rest of the year bemoaning the Enlightenment and denying the Holocaust.

Although Huber is one of Avalon’s leading members, he was not involved in founding the group. Avalon began as a curious mixture of Old Right and New Right currents that reflected its founding members involvement in a far right youth group known as the Wiking-Jugend Schweiz (WJS) as well as their later rejection of cadre-based politics for the creation of Avalon as a self-proclaimed elite society. Besides being steeped in mystical imagery, Avalon’s founders also embraced „New Right“ jargon most frequently associated with the French theorist Alain de Benoist, his Paris-based think-tank, GRECE (the Groupement de Recherche et d’Etudes pour la Civilisation Européene), and GRECE’s German counterpart, Pierre Krebs‚ Thule Seminar.

Avalon’s origins begin in the end of 1986 with the formation of the WJS by two young far rightists, Roger Wüthrich and Andreas Lorenz. After Wüthrich and Lorenz returned from a winter camp in Germany sponsored by the Wiking-Jugend Deutschland (WJD), they were granted permission by the WJD to form a Swiss branch of the organization. The WJS was formally launched in April 1987 and began publishing a paper, Nordwind, that specifically targeted Swiss youth. As WJS propaganda put it, „Have you had enough of degenerate art, jungle music, environmental destruction, immorality, and Coca-Cola culture? Then come to us! Work with us for a better worthwhile future. Travel, camps, sports, adventure, comradeship and love of our home belong to our program. Hard work, discipline, good manners, courage, and honor are things that for us again have meaning. The zero (Null) bloc of youth is already shuffling off to its decline with a Walkman in its ears and hamburgers on its brains. Not us! Join us! Viking Youth! That is the youth movement faithful to the people of Switzerland.“

In the summer of 1988 the WJS, with help from the WJD, organized a summer camp in Seelisberg, Switzerland. Participants were told that they would learn things like folk dancing, old German letters, and sports like boxing. The WJS promised all who signed up the experience of „forced marches in ankle deep mud“ until the „dead tired“ finally reached their goal „filthy, soaked with sweat, with a banner in hand, and a proud smile on [their] face.“ The forced marches were a necessary camp experience, Nordwind explained, because „in the all masculine cultural circles to which we belong, discipline and morals are the keystone of our view of life.“

Alas, few Swiss youth seemed willing to part with their blue jeans and Coke cans for folk dance lessons and forced marches. In February 1991, at the WJS‚s fourth convention in Worblaufen, Switzerland, the group voted to dissolve itself. Along with its failure to recruit youth cadres, the WJS was equally concerned about possible adverse publicity. Just a month earlier, a Swiss far rightist named Robert Burkhard – president of the Nationalrevolutionären Partei der Schweiz (NPS) – had been arrested for a hand grenade attack on a journalist in Winterthurer, Switzerland. After the police discovered WJS material inside Burkhard‚s apartment, the WJS feared that it too might now come under scrutiny by the Swiss authorities. Equally troubling was the development of ideological dissent inside the WJS itself. The Aargau Canton branch, for example, openly broke with the WJS‚s leadership and embraced a „national revolutionary direction“ complete with open overtures to the Swiss Left. Roger Wüthrich, the WJS‚s co-founder, was particularly appalled by this move because he considered National Bolshevism a political dead end, particularly given the fall of Communism.

The Birth of the Avalon Gemeinschaft
Following the official dissolution of the WJS, Wüthrich and another rightist named Andreas Grossweiler decided to build a new elite cadre organization, the Avalon Gemeinschaft. They structured their new group on the New Right model espoused by de Benoist and GRECE in France and by Pierre Krebs and the Thule Seminar in Germany.

Wüthrich and Grossweiler‚s turn from a failed cadre-based political activist model to a self-proclaimed elite structure did not occur out of the blue. The formation of the Avalon Gemeinschaft came after the Swiss far right had learned about French and German „New Right“ theory, which primarily occurred through the activity of a young Geneva-based rightist named Pascal Junod. In 1983 Junod first established the Centre national de la pensée européene with former members of the New European Order (NEO) backed student group, the Nouvel ordre social, to help popularize New Right ideas in Switzerland. One year later, Junod next established another Geneva-based organization, the Cercle Proudhon, in 1984. Junod also helped organize the Swiss branch of the Thule Seminar while he also served as the Swiss correspondent for GRECE’s journal, Nouvelle école.

In his book Strategie der kulturellen Revolution, Pierre Krebs, head of the Thule Seminar, gives a useful overview of New Right thinking when he embraces the theory of „intellectual hegemony“ taken from the Italian Marxist Antonio Gramsci and „detourned“ by the New Right. Krebs also articulated New Right themes when he attacked the „principle of equality“ and instead demanded a „War against Egalitarianism and Rootlessness: For Originality and Identity! Against Americanism and Collectivism: For Culture and Organic Humanism! Race is Class! For a Heterogeneous World of Homogeneous Peoples! Vive la difference!“

Starting in 1987, members of the Swiss branch of the Thule Seminar took part in a pagan gathering around the Celtic holiday Lugnasad, along with a delegation from the WJS and various neo-Nazis from across Europe. In 1988 the Swiss branch of the Thule Seminar, along with the Circle Proudhon, organized seemingly scholarly-sounding talks on topics like „The History of the Templers and „The Heritage of the Indo-Europeans“ on the grounds of Geneva University.

Although lacking the scholarly chops of a de Benoist or a Krebs, Avalon’s founders were quick to proclaim their own elite status as well as their embrace of pagan ideas. Grossweiler, for example, said that Avalon’s members „consider ourselves as an intellectual/spiritual elite and know that our ideas are incomprehensible to simple people.“ Avalon’s emergence also came wrapped in a heavy dose of Celtic mysticism. One Avalon tract began, Avalon – white mist covered island in an icy sea. Avalon, land of inner rest and the confident, holy land of the Celts. Avalon, original homeland and secure pole of our European culture. The land of King Arthur gives our society its name. Many of our way and beliefs shall find the power in the circle to resist the time of the wolf (the destruction of value). This is our spiritual place of refuge, [the] place of the calling to mind of Europe‚s eternal values, Courage, Honor, Loyalty.

Huber and Avalon
Achmed Huber’s later emergence as a key Avalon leader no doubt reflects both his well-developed networking skills as well as his powerful contacts inside the European right. Huber’s particular association with Avalon, however, may also be due in part to Avalon’s New Right trappings. New Rightists are almost by definition extremely anti-American, and many look favorably on collaboration with the Islamic world. In traditional Islam they see a culture that has resisted the siren song of the Enlightenment. GRECE leader Alain de Benoist (who has visited both Iran and Libya) also regularly criticizes Jean-Marie le Pen’s Front National for its harshly anti-Muslim and anti-immigrant views.

That said, Avalon appears to be a rather poor copy of the GRECE model. The New Right, it should be recalled, emerged in Paris in the late 1970s and early 1980s as a response not just to the cultural Americanization of Europe but also as a reaction by a post ’68 generation of young right-wing activists to the failed Old Right’s tedious embrace of Hitler nostalgia and crude anti-Semitism. Against this, the New Right reveled in rediscovering unorthodox theorists, particularly from the 1920s „Conservative Revolutionary“ movement in Germany; thinkers like Carl Schmidt, Moeller van den Bruck, Ernst Niekisch, and Ernst Junger. All of these men‚s ideas had either been highly marginalized or actively suppressed during the Nazi era. Under Huber and Wüthrich, however, Avalon is far more close to intellectually spurious groups like the California-based Institute for Holocaust Review than with the elite Parisian salon world of de Benoist.

Still, Huber and Wüthrich have tried to give Avalon some veneer of respectability. In March 1998, for example, on the two hundredth anniversary of his death, Huber and other Avalon members laid a wreath at the memorial to General von Erlach, who was killed by Napoleon‚s troops in 1798. Erlach’s death symbolized not just the end of Bern’s Ancien Régime and the triumph of Napoleon‚s army but the victory of the Enlightenment ideals of equality, democracy, and brotherhood associated with the French Revolution that both Avalon and the New Right so despise. By laying a wreath at Erlach’s tomb, Huber and Avalon were suggesting that they were willing to fight once more to recapture a world once thought hopelessly vanished.

Huber and Wüthrich have also portrayed Avalon in a press communiqué as a highly respectable group that sponsors gatherings dedicated to scientific and cultural themes – particularly the honoring of Europe‚s „Celtic Germanic inheritance“ – as well as to groundbreaking critical research into questions of contemporary history. Avalon’s eager embrace of Holocaust deniers, even more than its strange celebrations of the summer solstice, have stripped it of even a vague sense of legitimacy as an serious organization engaged in historical research.

Avalon functions as a kind of umbrella organization for the Holocaust denial movement in Switzerland. Under the cover name of the Studiengruppe für Geschichte (History Study Group), for example, Avalon sponsored a 1993 presentation by leading French Holocaust denier Robert Faurisson at a hotel conference room in Bern. Some 70 people, including the NEO’s Gaston-Armand Amaudruz, attended the gathering. Huber’s close friend Jürgen Graf, a leading Swiss Holocaust denier who is now living in Tehran, provided the simultaneous translation from French to German when Faurisson spoke. Robert H. Countess, an American editor of the Institute for Historical Review, also addressed an Avalon gathering in April 1995. Huber’s later participation (along with Graf and the German NPD’s Horst Mahler) in an IHR conference that was to have occurred in Beirut in the spring of 2001 can be seen as a logical extension of the kind of Holocaust denial activity that both Huber and Avalon have been involved with for years.

Finally, it seems particularly ironic that a self-proclaimed Muslim like Huber would be associated at all with any „New Right“ grouping, even with a pale parody of the New Right, as Avalon appears to be. Huber, after all, is a self-proclaimed devotee of Islam, an utterly monotheistic religion. In the New Right canon, monotheism has always been portrayed as the original sin. This has been so ever since de Benoist identified the Enlightenment‚s universalistic values as a secular extension of a monotheist worldview; namely the Judeo-Christian tradition which Islam claims to complete.

New Right theorists insist that they embrace paganism and the pagan notion of a universe of pluralistic gods precisely out of their desire to dethrone monotheistic thought structures which they see as essential to the future elimination of American „monoculture.“ That a fanatical Islamic monotheist like Huber could spend each summer solstice out in the woods worshiping Celtic gods is one more bizarre twist to his already bizarre life.

Report On Islamists, The Far Right, And Al Taqwa
Der mysteriöse Achmed Huber:
This Article first appeared at the Print Magazine HITLIST April/May 2002, Berkeley CA, USA

vermischtes

In China trinken sie Benzol und in Europa ITX

Harald Haack – Das chinesische Regime verschweigt der Bevölkerung angeblich, dass das Trinkwasser mit Benzol verseucht ist. Und was macht die EU? Sie belügt die Bürger ständig, wenn es um kontaminierte Lebensmittel geht. Wenn solche Skandale an die Öffentlichkeit gelangen, wird ganz schnell über den Mainstream der Presse der Standardspruch verbreitet, demnach es zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung gegeben hat.

Dies ist auch nun wieder geschehen. Da behauptet der Marketing- Leiter von Milupa-Deutschland, Christian Stammkötter, von dem Tintenbestandteil Isopropylthioxanthone (ITX), womit Milch- und Kakaoprodukte kontaminiert wurden, dieser sei harmlos. Brav plappern die Presseagenturen ihn nach: Sowohl firmeneigene Untersuchungen als auch Tests anderer Labors und der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit hätten ergeben, dass von den Produkten, die mit ITX kontaminiert gewesen seien, keine Gesundheitsgefahr ausgehe.

Aber dennoch nehmen die vom ITX-Skandal betroffenen Konzerne Nestle und Milupa ihre Produkte, die mit ITX verunreinigt sein könnten, vom Markt. Wozu?

Das wäre irrsinnig, wenn nicht tatsächlich Erkenntnisse über die Gefährlichkeit von ITX vorlägen. Und sie liegen vor, wie Greenpeace Europe berichtet. Betroffen seien Tetra-Paks von ITX. Laut Greenpeace seien die Falschmeldungen der Presse über die Gefährlichkeit von ITX typisch für den Mangel an Sicherheitsdaten in der EU.


Gut, aber nicht gut genug! Tetra-Paks ließen Isopropylthioxanthone aus Aufklebern durch und kontaminierten Milch und Kakao von Nestle und Milupa. Millionen Liter der Lebensmittel müssen vernichtet werden.

Die US-Umweltschutzagentur EPA stufte das Gefahrenpontential für ITX als sehr hoch ein. Bei ITX handelt es sich um eine Chemikalie, die auf zwei Isomere beruhe. Laut eines US-Reports von 1999 erkrankten 6 Arbeiter, die mit ITX Hautkontakt hatten. Es soll zu heftigen Hautausschlägen gekommen sein. Sie ähneln Entzündungen der Haut wie nach einem Sonnenbrand.

Die Chemische Industrie hat bisher nachprüfbare Informationen über ITX verweigert. Es sei ein Skandal, dass eine toxische Chemikalie seinen Weg in Babymilch finden könne, obwohl es keine vorhandenen Informationen über Gesundheitsgefahren solcher Stoffe gebe, sagte Nadia Haiama von Greenpeace, dies sei für über 90% aller Chemikalien typisch, die in Europa verkauft werden. Es sei, als ob der Industrie-Beauftragte Günter Verheugen jede Gelegenheit ausnutze, die Macht der Europäischen Kommission zu schwächen, um besonders der deutschen Chemikalienindustrie zu gefallen.

Genon K Jensen, der strategische Direktor vom European Public Health Alliance Environment Network, sagte zu dem Fall: „Europe can only expect more chemical health scares if governments refuse to take the greater health and environment concerns of the public into account. It will be a sad day for Europe if governments vote for chemicals industry profits at the expense of the people’s health, particularly vulnerable groups like babies, and environment.“

Mit Deutschlands Kanzlerin Merkel, der es laut ihrer Äußerungen im TV-Duell gegenüber Alt-Kanzler Schröder egal ist, ob Menschen durch Chemikalien erkranken oder sterben, wenn dadurch die Chemische Industrie gesunde (als wenn diese jemals krank war!), stirbt die Hoffnung in Europa in absehbarer Zeit wirksame Kontrollmechanismen für toxische Chemikalien durchzusetzen.

Greenpeace: Chemikalie in Säuglingsmilch – mit REACH wäre das nicht passiert!

deutschland

Paradoxe Zusammenhänge

Harald Haack – Bei der Verabreichung eines Brechmittels starb vor etwa einem Jahr im Bremer Polizeigewahrsam ein 35-jähriger Drogendealer. Er wurde obduziert. Aber erst jetzt wurde die Todesursache geklärt.

Demnach wurde der auf einer Liege gefesselte Mann vom Polizeiarzt ertränkt. Dieser hatte ihm, wie die taz am Donnerstag berichtete, einige Liter Wasser in den Magen gepumpt. Wasser sei dabei in die Lunge gelangt, habe zum Ertrinken und so zu einem tödlichen Hirnschaden geführt. Die Bremer Staatsanwaltschaft beschäftigt sich mit dem Fall. Während sie angeblich prüft, ob sie Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhebt, gab das Landgericht Osnabrück bekannt, dass es sich an der Aktion „Städte für das Leben – Nein zur Todesstrafe“ beteiligt. Dafür solle vom 28. November bis zum 2. Dezember das Gerichtsgebäude abends grün angeleuchtet werden.

In den vergangenen Jahren haben weltweit mehrere hundert Städte mit der Aktion ein Zeichen gegen die Todesstrafe gesetzt. In Deutschland beteiligen sich neben Osnabrück München, Berlin, Aachen, Würzburg und Augsburg an der Initiative. Schön und gut! Doch extreme Stromschwankungen mit teils minutenlangen Unterbrechungen haben viele Teile Osnabrücks am frühen Freitag-Abend in Dunkelheit gehüllt. Selbst in der Polizei-Leitstelle seien die Rechner ausgefallen, die Beamten arbeiteten zwischenzeitlich bei Kerzenlicht, hieß es dort. Notstrom-Aggregate gebe es nicht, sagte eine Beamtin der dpa. Seit 16.00 Uhr gingen ständig Anrufe besorgter Bürger ein. Für NRW hatte der Energieversorger RWE die starken Schneestürme als Ursache solch starker Stromwankungen angegeben.

kultur

007 ONLY: Her Majesty’s Best…

Stephan Fuchs – Dass James Bond seine Girls reihenweise in die Pfanne klatscht, ist so sicher wie die Ladehemmung seiner Beretta 905B im entscheidenden Moment. Das war ja allerhand peinlich. Seither spielt Bond lieber mit einer Walther PPK, oder mit Raketen schiessenden Zigaretten vom japanischen Geheimdienst, die sind in doppelter Hinsicht tödlich… Das ist doppelzüngig, denn die vertrackten Raketen wurden just in dem Film „Man lebt nur zweimal“ eingesetzt.


Die guten Bondsounds des englischen Secret Service auf Abenteuerreise mit einem Haufen charmanter Girls.

Nun aber fachsimpeln und Girls zur Seite gelegt. Es gibt ja noch wahre Geheimnisse um James Bond. Wussten Sie, dass Mr. 007 ab und an in Bern ist? Wussten Sie, dass er im Silo eine Premiere vom besten gibt? Eben. Und das nackt, also ohne Walther PPK und ohne Auftrag der Königin, sondern mit seinem Lieblingsgirl und seinen Lieblingsfeinden. 007 ONLY nennt sich das Spektakel mit dem Sound der Bondklasse, ausgetüftelt in den Kellern der Abteilung Q, dem Waffenmeister des englischen Geheimdienstes. Mit der Bondklasse ist nicht unbedingt ein russisches Frequenz-U-Boot gemeint, sondern eher die Klasse mit Geschmack: Die guten Bondsounds des englischen Secret Service auf Abenteuerreise mit einem Haufen charmanter Girls.

Ob es seiner Majestät und „M“ gefällt oder nicht, die Mission will gespielt sein: Mr. Bond an der Seite seiner bezaubernden Miss Sabrina Undress im unerbittlichen Kampf mit Mr. Mini Me, dem kleinen aber grossen Bösen an sich, dem einflussreichen im afghanisch-türkischen Heroingrosshandel mächtig gewordenen Mafiosi Don Tomaso del Günzürüs, dem mit ELF-Wellen weltbeherrschenden Mr. Tastenhauer und natürlich dem fiesesten aller Fiesen… Mr. Seitenzupfer. Soll noch einer sagen die amerikanischen und britischen Geheimdienste seien wegen al-Qaida nervös.

Nervös macht allen voran Miss Sabrina Undress, ihre Waffen kennen Insider bereits, denn sie machte kurz mal Furore als Agentin von Telesuzi, bevor sie eines unnatürlichen Todes starb. Hier schliesst sich das linke Auge mal kurz, denn selbstverständlich war das nur ein vorgetäuschter Tod um nun… Abarakadabara mit Mr. 007 wieder in Aktion zu treten. Ob der gute alte Mr. Q wieder seine Trickkiste geöffnet hat? In diesem Fall wohl kaum, denn eines der wichtigsten Bond Zitate aus den Quereleien mit Golden Eye sei hier kurz rezitiert, als 006 meint: „Für England, James?“ 007: „Nein, für mich!“ Also hingehen, Bondsounds hören und nicht abschiessen lassen. Auch die Ladehemmung kann ein Trick sein.

Silo, Mühlenplatz 1, 3011 Bern, 20. Dezember um 21:30
Voc
Vocals, Stephan Greminger & Sabrina Bühlmann, Git. Toby Rüest, Keybords Tom Steiner, Bass Housi Ermel und Drums Tom Günzburger

Krieg

Der Weg raus aus dem Irak

Norman Solomon – Zu Beginn der diesjährigen Thanksgiving-Woche schrieb die New York Times: „Ganz Washington ist emsig mit der Debatte beschäftigt, welche Richtung der Krieg im Irak nimmt„. Diese – längst überfällige – Debatte ist sicherlich ein herber Schlag für die Kriegsplaner in Washington. Dennoch wird Amerikas Krieg (im Irak) noch jahrelang weitergehen – falls die Friedensbewegung nicht in Fahrt kommt und ihn stoppen kann.


Dieser Krieg ist nicht schiefgelaufen. Er war schon immer schief.

Es gibt diesen klischeehaften Spruch: Der Krieg ist zu wichtig, um ihn den Generälen zu überlassen. Noch wichtiger: Der Frieden ist zu wichtig, um ihn Kongressmitgliedern und Gurus zu überlassen, denn diese Leute sind meist gegen die Option eines schnellen Abzugs der US-Truppen aus dem Irak.

Am 17. November brach ein profilierter Verfechter des militaristischen Kurses im Kongress plötzlich mit jener Position, die als Common Sense gilt, nämlich, dass ein sofortiger Abzug undenkbar sei: „Die amerikanische Öffentlichkeit ist uns Meilen voraus„, so der Abgeordnete John Murtha in einem schriftlichen Statement. Sein Fazit in Großbuchstaben, das die politischen Großeliten unseres Landes erschüttert hat: „Unser Militär hat alles erfüllt, was von ihm verlangt wurde. Militärisch können die USA im Irak nicht mehr erreichen. ES IST ZEIT, SIE HEIMZUHOLEN„.

Murthas Statement hat den Bann gebrochen. Nach wie vor aber stellt die weiße Magie des amerikanischen Militarismus das Haupthindernis für die Heimholung unserer Truppen dar – Truppen, die man nie in den Irak hätte entsenden sollen.

In den Redaktionen bzw. auf dem Kapitolshügel sind aber keineswegs die Gewissensbisse ausgebrochen. Das politische bzw. journalistische Klima im offiziellen Washington ist nach wie vor geprägt von tödlichem Opportunismus. Zwar mag sich in den nächsten Tagen der Schwerpunkt des Opportunismus verschieben, aber das Pendel der mächtigsten Stimmen in der amerikanischen Medienwelt bzw. in der US-Politik schlägt nach wie vor reichlich einseitig in Richtung jener Position aus, die Präsident Bushs am Sonntag so formuliert hat: „Ein sofortiger Rückzug unserer Truppen aus dem Irak würde nur die Hand der Terroristen stärken – im Irak und im Krieg gegen den Terror allgemein„.

„Sofortiger Rückzug“ ist eigentlich nicht der korrekte Begriff für das, was Murtha fordert, obwohl er es so genannt hat. Worauf Murtha drängt, ist vielmehr der komplette Abzug aller US-Truppen aus dem Irak innerhalb der nächsten 6 Monate. Seine Haltung ist viel klarer als die von Senator Russell Feingold, der im Sommer den vollständigen Abzug bis Ende 2006 gefordert hatte. Für seine Haltung hat er damals viel Lob vonseiten der Progressiven geerntet – und das, obwohl Feingold praktisch für 16 weitere Monate US-Krieg im Irak plädiert hatte. Verglichen mit Murtha wirkt Feingolds Pullout-Deadline rückblickend direkt kriegsbefürwortend.

Für die Pundits und den Capitol Hill bedeuten die ausbleibenden Militärerfolge der Bush-Administration, dass der Krieg politisch zunehmend anfechtbar wird. Ihre Kritik lässt dem Weißen Haus dennoch viel Spielraum, um zu behaupten (wenn auch wenig glaubwürdig), das US-Militär und die Verbündeten in der irakischen Regierung könnten die Wende noch schaffen und auf eine ‚Irakisierung‘ des Krieges hoffen. Die Linie des Weißen Hauses, „wir sehen das Licht am Ende des Tunnels“, erinnert an das Gerede von einer Vietnamisierung des Vietnamkriegs vor 35 Jahren.


Ein Großteil des Protests gegen den (Vietnam-)Krieg hängt schlicht mit der Tatsache zusammen, dass wir dabei sind zu verlieren.

Hätte das Pentagon es geschafft, die irakische Bevölkerung zu unterwerfen, würden heute wohl nur sehr wenige Schlagzeilen bzw. Kongressmitglieder diesen Krieg verurteilen. Dies ist nur eine von vielen Parallelen, die es zwischen der innenpolitischen Dynamik des Irakkriegs und dem Verlauf des Vietnamkriegs gibt. Die Betonung des Vorrechts, Kriege zu führen, steht nicht in der Kritik. Daher wird die vorhersehbare Reaktion in diesem Fall wohl sein: Wir müssen den Krieg noch effektiver führen.

Genau das meinte der große Journalist I.F. Stone, als er Mitte Februar 1968, also nach den ersten Jahren des Vietnamkriegs, schrieb: „Es wird Zeit, etwas Abstand zu gewinnen und zu sehen, wohin wir gehen – und uns selbst genau zu beobachten. Die erste Ein-Sicht lautet: Wir messen der Frage unseres nationalen Gewissens zu große Bedeutung bei. Ein Großteil des Protests gegen den (Vietnam-)Krieg hängt schlicht mit der Tatsache zusammen, dass wir dabei sind zu verlieren. Ginge es nicht um die hohen Kosten, Politiker wie die Kennedys (Robert u. Edward) und Organisationen wie ADA (liberale Amerikaner für Demokratische Aktion) wären noch immer genauso mit diesem Krieg einverstanden, wie sie es vor einigen Jahren waren“.

Während die Lügen hinter dem Irakkrieg immer offensichtlicher werden und der Sieg in immer weitere Ferne rückt, dreht sich in den USA der Protest gegen den Krieg schwerpunktmäßig um die toten und leidenden US-Soldaten. Diese Fokussierung ist innenpolitisch ein scharfes Schwert – aber eben auch ein zweischneidiges. Man gibt die Definition aus, der Krieg sei in erster Linie zu bedauern, weil Amerikaner leiden. Eine mögliche Gefahr, die ich sehe: Ein Prozess des Truppen-Teilabzugs wird eingeleitet werden, bei gleichzeitiger Steigerung der US-Airpower – Luftschlagkraft, die durch eskalierendes Bombardement noch mehr Tod und noch mehr Terror bringt (wie das in Vietnam über mehrere Jahre der Fall war, nachdem Präsident Nixon Mitte 1969 seine „Guam-Doktrin“ der Vietnamisierung des Kriegs verkündete). Eine effektive Friedensbewegung hätte die Aufgabe, gegen jenen Chauvi-Narzismus vorzugehen, der den Krieg hauptsächlich aufgrund der amerikanischen Opfer problematisiert.

Noch immer gibt es viele Pundits und Politiker, die die Bush-Administration kritisieren, weil sie über keine effektive Irak-Strategie verfügt. Aber dieser Krieg ist nicht schiefgelaufen. Er war schon immer schief, das heißt, falsch. Das Grundproblem mit dem US-Krieg im Irak heute ist doch, dass er überhaupt stattfindet.

Dieser Artikel von Norman Solomon erschien auf Deutsch erstmals bei Zmag. Übersetzung: Andrea Noll.



spionage

Europarat eröffnet Untersuchung über mutmassliche CIA-Gefängnisse

Der Europarat hat offiziell eine Untersuchung über mutmassliche geheime Gefängnisse des US-Auslandsgeheimdienstes CIA in Europa eingeleitet, teilte der Generalsekretär des Staatenbundes mit.

Er habe bei allen Mitgliedsstaaten einen formellen Antrag auf Informationen gestellt, erläuterte Terry Davis. Der Brite stützt sich dabei auf einen Artikel der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Dieser Artikel verpflichtet die Mitgliedsstaaten, dem Europarat Auskunft über mutmassliche Menschenrechtsverletzungen auf ihrem Hoheitsgebiet zu übermitteln. „Mein Ziel ist es herauszufinden, was möglicherweise passiert ist, wie es passiert ist und wer daran beteiligt war“, sagte Davis.

In einem Brief an die 45 Europaratsländer, die die Konvention ratifiziert haben, fordert Davis innerhalb von drei Monaten Angaben über mögliche Aktivitäten von ausländischen Geheimdiensten seit Januar 2002.

Unter anderem will er wissen, inwieweit die Gesetzgebung der Europaratsländer eine „angemessene Kontrolle“ solcher Aktivitäten gewährleistet. Ausserdem sollen die Regierungen erläutern, ob ihre Gesetze sicherstellen, dass niemand einem „nicht anerkannten Freiheitsentzug“ unterworfen werden kann.

Am Dienstag hatte der zuständige Berichterstatter der Parlamentarier-Versammlung des Europarats, der Tessiner Ständerat Dick Marty (FDP), mitgeteilt, es gebe „Indizien“ für Menschenrechtsverletzungen im Zuge der Terror-Bekämpfung.

Er habe die europäische Behörde für die Luftsicherheit Eurocontrol um Hilfe bei Nachforschungen über mögliche „suspekte Flüge“ gebeten.

Die „Washington Post“ hatte Anfang November berichtet, die CIA unterhalte acht geheime Gefängnisse. Zu den Standorten gehörten neben Thailand und Afghanistan auch „mehrere Demokratien in Osteuropa“.

vermischtes

Mobile Tötungseinheiten für Schweizer Geflügel

BERN – In der Schweiz stehen zwei mobile Einheiten bereit, um bei einem allfälligen Ausbruch der Vogelgrippe in einem Geflügelbetrieb dem betroffenen Bestand rasch zu töten. Die Einrichtungen werden per Lastwagen und Container transportiert.


Chicken Run in der Schweiz?

Angeschafft wurden die mobilen Geräte von den Kantonen. Marcel Falk, Sprecher des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET), bestätigte einen Bericht der Sendung „10vor10“ vom Montagabend. Die Anhänger kämen bei einem Ausbruch der Vogelgrippe oder einer anderen hoch ansteckenden Geflügelseuche vor Ort zum Einsatz.

Vögel befallener Bestände sollen mit Kohlendioxid (CO2) vergast werden. Die Tiere würden in einen geschlossenen Behälter gesetzt und über einen Schlauch das Gas eingeleitet, führte der Berner Kantonstierarzt Christian Huggler im Fernsehbeitrag aus. Die Vögel seien betäubt, bevor das Gas ihr Atemzentrum lähme.

Innerhalb eines halben Tages ist bei einem Ausbruch der Vogelgrippe das nationale Krisenzentrum beim BVET einsatzbereit. Laut Falks Angaben dient es dazu, die Bekämpfung von gefährlichen Tierseuchen national zu koordinieren. Für Massnahmen und auch für das „Ausmerzen von Tieren“ seien aber die Kantone zuständig.

Weder das Krisenzentrum noch die mobilen Tötungseinheiten sind zur Zeit im Einsatz. Kriterium für einen Einsatz bei Vogelgrippe wäre, dass die Tierseuche in einem grösseren Geflügelbestand der Schweiz ausbrechen würde, betonte Falk.

deutschland

Schaumschläger Stoiber

Harald Haack– Man kann sich an vieles gewöhnen, ob sich die Wählerinnen und Wähler jedoch an die neuen Abzocker gewöhnen werden, an die Große Koalisation von CDU und SPD, wird sich noch herausstellen. In Bayern aber scheint sich der Himmel verdunkelt und die Hölle geöffnet zu haben.

Seit ein gestandener Münchner Dienstmann in den Himmel gelangte und dort nun regelmäßig sein „Manna“ erhält, sitzt der brav auf einer Wolke und singt das ihm von den (blasierten) Engeln vorgeschriebene „Halleluja“. Nur selten vergreift er sich im Ton und brüllt es wütend zur Erde, nach unten, nach Bayern. Ob Franz Josef Strauss, den Karikaturisten gerne nach dessen Tod in die Rolle des Dienstmannes im Himmel, einst ersonnen von Bayern Dichter Ludwig Thoma, schlüpfen ließen, tatsächlich dort angekommen ist, sich an seinem Manna labt und dafür „Halleluja“ grölt, pardon: verkündet, wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass die Bayern gegenwärtig ganz weit unten sind, der Hölle näher als dem Himmel. Und das haben sie ihrem Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zu verdanken.

Das Hin und Her von Edmund Stoiber, ob er in die Bundespolitik und damit nach Berlin geht oder nicht, hatte nicht nur seinem Image geschadet. Seine Partei, die CSU, fiel in der Wählergunst in Bayern drastisch nach unten. Auch die Schwesterpartei, die CDU, erhielt Blessuren.


Sie muss auf ihren Vorflüsterer Stoiber verzichten und erntete dafür den Spott der Rheinischen Karnevalshitparade des WDR: Angela Merkel auf Platz 3.

Edmund Stoiber entlarvte mit seiner Wankelmütigkeit und seinem Hass gegenüber Menschen aus der ehemaligen DDR, den Neuen Bundesländern, endgültig seine langjährigen besserwisserischen Nörgeleien gegenüber der ehemaligen rot-grünen Regierung als Schaumschlägereien. Das mag niemand, das mögen vor allem die Bayern nicht. Sie wollen keine Memmen als Landesvater, sondern Männer wie Günther Beckstein, der als Innenminister Bayern unter Edmund Stoiber bislang tätig war. Nachdem Stoiber bekannt gegeben hatte, nach Berlin in die Bundespolitik gehen zu wollen, als Minister unter Angela Merkel als Kanzlerin, hatten Beckstein und Staatskanzleichef Erwin Huber schon für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten kandidiert. Nachdem Beckstein sah, dass offensichtlich Huber die besseren Karten hätte, von Stoiber manipuliert, zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden, hatte gezetert unter Huber nicht als Minister dienen zu wollen. Huber konterte, wohl um sich zu revanchieren und um seine Chance zu verbessern, er könne sich sehr wohl vorstellen unter einem Ministerpräsidenten Beckstein wirken zu können.

Dann trat Müntefering als SPD-Chef zurück, und Stoiber verzichtete mit einem Mal auf sein Vorhaben, als Kanzlerinflüsterer Kariere in der „Berliner Republik“ zu machen. Aber wenn der hinschmeißt, dann müsse er das auch tun, weil er sich mit Müntefering gut vertragen hätte, ließ er wissen. Und für Beckstein und Huber bedeutete dies, dass sie ebenfalls zurückrudern mussten.

Schnellte auf Platz 1 der Karnevalsveräppelung des WDR („Mitternachtsspitzen“): Edmund Stoiber

Laut einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks wäre den Wählern eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen im Freistaat Bayern derzeit ebenso recht eine Regentschaft der CSU – aber ohne Stoiber. So wollen nicht ganz zwei Drittel der Bürger in Bayern (65 Prozent), dass er bei der kommenden Landtagswahl 2008 nicht mehr als Kandidat für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten antritt. Seine Kandidatur können sich nur noch 27 Prozent vorstellen. Selbst eine Mehrheit der CSU-Anhänger ist gegen eine erneute Kandidatur. Offensichtlich ist es keine Frage mehr, wer bei der nächsten Landtagswahl am besten abschneiden würde. 51 Prozent aller vom BR Befragten und 53 Prozent der CSU-Anhänger nannten den Namen von Landes-Innenminister Günther Beckstein. Der jedoch hatte schon mit dem Posten seines großen Freundes Otto Schily, des Bundesinnenministers, geliebäugelt. Welch Blamage!