Entwicklungshilfe

Kuba und Fidel Castro – von Afrika aus gesehen

Dr. Alexander von Paleske ——- 30.11. 2016 —-
Viel wird in diesen Tagen nach dem Tode Fidel Castros über seinen Einfluss auf die politische Entwicklung in Lateinamerika gesprochen. Dabei wird gerne vergessen, in welchem Umfang Kuba geholfen hat, das Ende der Apartheid in Südafrika herbeizuführen.


Fidel Castro 1926 – 2016

Nicht nur dass es dem ANC im Exil in Angola geholfen hat, seine Freiheitskämpfer auszubilden, ebenso die Freiheitskämpfer Namibias (der SWAPO), es hat auch einen enormen Blutzoll für die Befreiung es südlichen Afrika geleistet: Rund 10.000 kubanische Soldaten wurden in den Kämpfen mit den südafrikanischen Armeeeinheiten und den Söldnertruppen des 32 Buffalo Bataillons getötet.

In der Schlacht von Cuito Cuanavale 1988, in die Fidel Castro befehlsmässig selbst eingriff, fand die bisherige militärische Überlegenheit Südafrikas ihr Ende.

Suche nach Frieden

Südafrika suchte nun eine Friedenslösung, weil es diesen Krieg nicht mehr gewinnen konnte, der auch im eigenen Land auf immer grösseren Widerstand traf. Junge Männer verweigerten den Wehrdienst weil sie sich nicht als Kanonenfutter in einem sinnlosen Krieg in den Nachbarländern verheizen lassen wollten.

Kuba und Apartheid-Südafrika nahmen Verhandlungen auf: Unabhängigkeit Namibias gegen Abzug der Kubaner aus Angola. Und so erlangte Namibia 1990 nach freien Wahlen die Unabhängigkeit, die kubanischen Soldaten zogen aus Angola ab, ebenso die südafrikanischen Truppen aus Namibia.

Der Krieg in Angola ging jedoch weiter – als Bürgerkrieg – und sollte noch 13 Jahre dauern, bis zum Tode des Rebellenführers Jonas Savimbi.

Ende der Apartheid, Kubas Anteil

1990 wurde Nelson Mandela aus dem Gefängnis entlassen, und alle Repressalien gegen den ANC aufgehoben. Der Anfang vom Ende des Apartheidregimes
Kubas Anteil an der Befreiung des südlichen Afrika kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, und so war es nur konsequent, dass Nelson Mandela es ablehnte, die freundschaftlichen Beziehungen zu Kuba – trotz Drucks der USA – abzubrechen, und nun der südafrikanische Präsident Jacob Zuma zu den Trauerfeierlichkeiten nach Kuba reiste .

Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass die Politik der UdSSR in den 70er Jahren, die angolanische MPLA unter Agostinho Neto als alleinige Befreiungsbewegung anzuerkennen, den Keim zum 27 Jahre dauernden Bürgerkrieg schuf. Demgegenüber lehnte China eine derartige spalterische Politik strikt ab.

Vorbildliche Entwicklungshilfe

Ebenfalls nicht hoch genug kann die Entwicklungshilfe eingeschätzt werden die Kuba mit ärztlichem Personal geleistet hat und noch leistet. Mehr als 49.000 kubanische Ärzte und Schwestern arbeiten in 63 Dritte Welt Ländern. Ich selbst habe mit vielen kubanischen Ärzten in Simbabwe und Botswana bestens zusammengearbeitet, und mich hat ihr Einsatz – trotz des mageren Gehalts – immer wieder beeindruckt.
Auch während der Ebola Epidemie in Westafrika hat Kuba sofort reagiert, und medizinisches Personal in die betroffenen Länder Westafrikas gesandt: 165 Ärzte, das weitaus grösste ausländische Ärzte-Kontingent, das von einem Staat zur Verfügung gestellt wurde.

Gemessen an der Wirtschaftskraft hätten es aus Deutschland mindestens tausend sein müssen Stattdessen nur eine Handvoll.

Auf Notstand reagiert
In der 3. Welt fehlen schon seit Jahren rund 7 Millionen Ärzte, Krankenschwestern und weiteres Personal im öffentlichen Gesundheitswesen.

Kuba hat, darauf reagiert, und bildet seit Jahren Ärzte aus Dritte Welt Ländern aus – kostenlos.

Im Jahre 1998 wurde die Escuela Latinoamericana de Medicina die ELAM Medical School eröffnet, die ausschliesslich Ärzte aus unterentwickelten Ländern kostenlos ausbildet.
Mehr als 26.000 Studenten aus 123 Ländern haben ihr Medizinstudium dort absolviert, darunter auch mehrere Hundert US-Bürger, die aus armen Familien stammen, und sich ein Medizinstudium in den USA nicht leisten können. Null Studiengebühren, kostenlose Unterbringung, und etwas Taschengeld

Kubas Gesundheitswesen
Mittlerweile ist anerkannt, dass das Gesundheitswesen in Kuba selbst vorbildlich ist.

Wer akzeptiert, dass Gesundheitswesen in der Breite und für viele wichtiger ist, als einzelne Hochleistungsbereiche für wenige, der muss erstaunt feststellen:

– Kuba hat die höchste Ärztedichte in der Welt: 67 Ärzte pro 10.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Grossbritannien sind es 37 per 10.000-

– Ein Hausarzt und eine Krankenschwester kümmern sich um 150-200 Familien. Diese Ärzte leben in dieser Community, kennen die meisten beim Namen, und kennen auch die sozialen Probleme.

– Vorsorge steht an erster Stelle, resultierend in einer deutlichen Abnahme der Säuglingssterblichkeit um 40%. Die Säuglingssterblichkeit ist geringer als in den USA.

– Die Müttersterblichkeit konnte ebenfalls deutlich gesenkt werden: durch konsequente Vermeidung von Hausgeburten, und regelmässiger Ultraschall nach der 11. und 21.Schwangerschaftswoche.

Schwerpunkt Prävention
Dort gehen die knappen Ressourcen hin, durch rechtzeitige Erkennung und Behandlung beispielsweise von Herzerkrankungen können Krankenhauseinweisungen vermieden werden.

– Risikogruppen wie Hochdruckpatienten und Suchtgefährdete geniessen die besondere Aufmerksamkeit der Hausärzte.

Antwort der USA

Die USA reagierten darauf, allerdings kaum im positiven Sinne. Im August 2007 erleichterte die US-amerikanische Bush-Regierung die Einreisebestimmungen – für kubanische Ärzte und Krankenschwestern – natürlich mit dem Hintergedanken, die kubanischen Ärzte zur Flucht zu bewegen, im Falle Venezuelas beispielsweise nach Kolumbien. Ihr ist es völlig gleichgültig, ob die Bevölkerung in den Slums von Venezuela, auch dort arbeiten kubanische Ärzte, dort, wo kein venezolanischer Arzt arbeiten will, ärztlich versorgt wird. Amerika geht es darum, jegliches Programm, das den Goodwill Kubas auf dem lateinamerikanischen Kontinent erhöhen könnte, zu zerstören.

Die Ankündigungen des neugewählten US-Präsidenten Donald Trump auf den Tod Fidel Castros, alle von dem noch-Präsidenten Obama mit Kuba getroffenen Abmachungen zu widerrufen,, lassen nichts Gutes erwarten.

Kubas Gesundheitswesen – Modell für die Dritte Welt?
Post aus Bolivien

Entwicklungshilfe

Der Global Fund – eine Fehlkonstruktion?

Dr. Alexander von Paleske —– 27.2. 2016 —– Der Global Fund, 2003 gegründet, sammelt Gelder für den Kampf gegen die in der Dritten Welt grassierenden Hauptseuchen: AIDS, Malaria und Tuberkulose.


Website: http://www.theglobalfund.org/en/

Pro Jahr standen ihm bisher bis zu 3 Milliarden US Dollar zur Verteilung zur Verfügung.

Haupt-Spender sind Regierungen westlicher Länder und die Bill und Melinda Gates Stiftung.

Wie der Global Fund arbeitet
Arbeitsweise des Global Fund:

– Prüfung von Anträgen zur Finanzierung von Projekten zur Bekämpfung der drei genannten Erkrankungen.

– Einsammeln von Geldern

– Auszahlung der Gelder.

Die Gelder werden vornehmlich den jeweiligen Gesundheitsministerien, aber auch Nichtregierungsorganisationen zur Verfügung gestellt.

Keine stringente Überwachung

Der Global Fund unterhält keine Einrichtungen zur Überwachung der zweckgerichteten Gelder vor Ort. Teilweise spannt er dafür andere Organisationen ein, wie UNDP – gegen Bezahlung. Deren , Hauptaufgabe liegt aber gerade nicht in der Bekämpfung der Hauptseuchen AIDS, Malaria und Tuberkulose..

Krebsgeschwür Korruption
In vielen Empfängerländern herrscht weitverbreitet Korruption. So werden diese Empfängergelder auf eine höchst unsichere Reise geschickt. Nicht selten erreichten sie ihr Ziel entweder gar nicht, oder nur in stark reduzierter Form.

Hauptprobleme:
– Direkte Unterschlagung von Global-Fund Geldern in Ministerien (Sambia, Mauretanien)

— Zweckentfremdung z.B. zur Wahlkampffinanzierung (Simbabwe)

– Finanzierung von Projekten, die lediglich auf dem Papier gut aussehen, in der Realität hingegen nichts als heisse Luft sind, z.B. wirkungslose Aufklärungskampagnen.

– Überhöhte Preise für Medikamente und andere Produkte zur Seuchenbekämpfung wie Moskitonetze

– Ausschreibungsbetrug

– Einkauf von stark diskontierten Medikamenten, da nahe am Verfallstag, aber Inrechnungstellung des vollen Preises etc.

– Veranstaltung von Workshops, die auf dem Papier gut aussehen, jedoch oftmals nur Bekanntes wiederkäuen, und bestenfalls die Hotelindustrie mästen.


Hochglanzbroschüre verdeckt Schwächen

Keine Überraschung
So überrascht es nicht, dass Gelder im Multimillionenhöhe zweckentfremdet wurden.

Die Folge: Einige Länder wie Schweden strichen die Unterstützungsgelder.

Eine Gruppe von Staatsmännern arbeitete daraufhin Verbesserunsgvorschläge aus, die auch umgesetzt wurden. Daraufhin flossen die Gelder wieder.

Antwort auf Zweckentfremdung
Der Global Fund antwortete auf die Zweckentfremdung in den betreffenden Ländern mit einer Mittelstreichung, bis die Gelder zurückgezahlt waren.

Die unerwünschte Folge: Mit Global Fund Mitteln angeschobene Projekte darunter auch die Medikamentenbeschaffung wurden bis auf weiteres eingestellt. Leidtragende waren also in erster Linie die Patienten, was wiederum Kritik am Global Fund nach sich zog


Aufteilung der Mittel des Global Fund
.

Vollends geriet die Organisation aber während er Ebola-Epidemie in Westafrika in die Kritik: Für die Bekämpfung dieser Seuche gab es vom Global Fund keine Mittel. Ebola stand nicht auf der Liste der zu bekämpfenden Erkrankungen,

Auch zeigte sich, dass der Global Fund wenig oder gar nichts zur Verbesserung der Infrastruktur im Gesundheitswesen beitrug, also Hilfe zum Bau von Krankenstationen, Ausbildung von medizinischem Personal etc.

Wieder in den Schlagzeilen
Nun ist der Global Fund wieder in die Schlagzeilen geraten, in scheinbar positivem Sinne: In dem Versuch, die Zweckentfremdung der Mittel zu bekämpfen greift der Fund jetzt zu noch drastischeren Massnahmen.

So ist in einem Artikel in der internationalen Medizinzeitung LANCET zu lesen:

Global fund plays hard ball on corruption – Global fund reclaims millions of Dollas in misuse grants.

Dieser “Hard Ball” sieht so aus, dass zweckentfremdete Gelder im Falle der Nichtrückzahlung an den Fund in doppelter Höhe von bereits bewilligten Projekten zurückbehalten werden
Damit werden natürlich viele nützliche Projekte lahmgelegt.

Zu den so „bestraften“ Ländern gehören Bangladesch, Guatemala und Nigeria.

Korruption läuft weiter
Gleichwohl geht das Problem der Korruption weiter: So wurden z.B. in Burkina Faso für 9 Millionen US Dollar minderwertige Moskitonetze eingekauft.

Insgesamt 127 Millionen US Dollar verschwanden im Laufe der Jahre in den tiefen Taschen korrupter Regierungsbeamter oder Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen.

Es muss befürchtet werden, dass es sich nicht um die Gesamtsumme handelt, denn viele korrupte Geschäfte werden erst gar nicht bekannt – dank der Geschicklichkeit der Akteure.

Konzept funktioniert so nicht
Das zeigt mit aller Deutlichkeit: das Konzept der puren Ausschüttung von Geldern funktioniert nicht, kann nicht funktionieren. Strikte Kontrolle der Mittelverwendung einerseits und die Anschaffung von Medikamenten und Medizinprodukten in eigener Regie andererseits sind der einzige Weg.

Der Verfasser hatte in einer Diskussionsveranstaltung anlässlich einer Tuberkulose-Konferenz in Durban / Südafrika vor zwei Jahren den hochrangigen Vertreter des Global Fund wegen dieser Probleme zur Stellungnahme aufgefordert.

Die Antwort des Herrn war entlarvend: er habe über 100 Länder besucht, und sich an Ort und Stelle informiert. Als wenn eine derartige Stippvisite ausreichend wäre. Im übrigen würde er mich doch von irgendwo her kennen – ein dümmlicher Trick um den Fragesteller zu verwirren.

Die Nichtregierungsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF)</i> hat längst vorgemacht, wie das besser geht: Mit dem hocheffektiven Einsatz eines begrenzten Budgets hat diese Organisation Enormes geleistet. Nicht nur in der Ebola-Epidemie in Westafrika.

Von dieser Organisation könnte der Global Fund eine Menge lernen – wenn er nur wollte.

Zum Global Fund
Global Fund: Neuer Chef – alte Probleme?

Global Fund – oder: Warum Aushändigen von Geld nicht reicht

Global Fund: Erreichen alle Gelder der Geldgeber die richtigen Empfänger?

Entwicklungshilfe

Weltbank fördert Niedergang des Gesundheitswesens in Lesotho

Dr. Alexander von Paleske 8.2. 2016 —– Lesotho, eines der ärmsten Länder der Welt mit einer Bevölkerung von 2 Millionen und einer der höchsten HIV-Inzidenz hat ein brandneues Hospital, errichtet mit Hilfe der Weltbank.


Lesotho

Wunderbar möchte man denken. Aber wenn die Weltbank Kredite vergibt, um Projekte zu fördern, dann lohnt es sich oft genug, genauer hinzusehen, ob diese Projekte wirklich zur Entwicklung des Landes bzw. zur Verbesserung des Gesundheitswesens beitragen, oder nur dieTaschen Weniger füllen.

,Ein Krankenhaus namens Mamohato Memorial
Von aussen sieht das Krankenhaus wunderbar aus, es könnte sich um eines der modernen privaten Krankenhäuser in Südafrika handeln. Und da es mit Unterstützung der Weltbank gebaut wurde, dürfte es den Staatssäckel Lesothos kaum belasten. Sollte man meinen

2011 war das Krankenhaus fertiggestellt.


Mamohato Memorial Hospital

Die Ärzte, die dort arbeiten, sind voll des Lobes. Arbeiten wie in entwicklelten Ländern, „State of he Art“ wie sich das so schön nennt

Der Betreiber ist nicht etwa der Staat Lesotho, sondern Netcare, die grösste private Krankenhauskette in Südafrikas, auch in Grossbritannien vertreten. Netcare bekommt Jahr für Jahr 32,5 Millionen US Dollar für maximal 20.000 sationäre und 300.000 ambulante Patienten. Jeder weitere Patient kostet extra.
.Mittlerweile haben sich so die Kosten um 80% erhöht.

Eine Fehlkonstruktion namens PPP
Das ganze nennt sich Public Private Partnership (PPP), eine Konstruktion, die von der Weltbank nachhaltig gefördert wird.
Der Private Sektor investiert zusammen mit der Regierung oder übernimmt gleich Krankenhäuser, modernisiert sie, und darf dann damit ordentlich Geld verdienen. Von der Weltbank als Win-Win Programm verkauft, es gibt nur Gewinner, aber keine Verlierer.
Stimmt das?

Gewinner und Verlierer
Da lohnt es sich, genauer in die Bücher zu schauen, und da lugen an jder Ecke Pferdefüsse heraus.
40 % der Baukosten trug die Regierung Lesothos, die restlichen 60% als Kredit von der Development Bank of Southern Africa, also letztlich ebenfalls die Regierung Lesothos. Lächerliche 4 % steuerte der private Betreiber Netcare bei. 100 Millionen US Dollar kostete das Krankenhaus.

Die Weltbank, die über ihren Finanzarm International Finance Corporation an der Verhandlung über die Bürgschaften führend mittgewirkt hatte, will das jetzt als vorbillich für die Dritte Welt verkaufen, und weitere Projekte dieser Art fördern. Public Private Partnertship: Erste Welt in der Dritten Welt.
Und gleich haben Kanada, die Niederlande und Japan beschlossen, ihre Entwicklunghilfepolitik auf derartige Projekte zu konzentrieren.

Die nackten Tatsachen
Das Krankenhaus frisst mittlerweile 50 % des nationalen Health Budgets auf. Und das, obwohl der grösste Teil der Bevölkerung in ländlichen Gebieten, und nicht inder Hauptstadt Maseru lebt.
.
Mit anderen Worten: Das Krankenhaus bekommt den grössten Teil des Kuchens ab, für die Basis-Medizinversorgung bleibt viel zu wenig übrig.

Das lässt sich in Zahlen fassen: Eine verbesserte Gesundheitsversorgung sollte zu einer gesteigerten Lebenserwartung führen, in Lesotho ist die Lebenserwartung jedoch im Zeitraum von 1990-2011 von 59 auf 49 Jahre gefallen. Das zeigt, dass bereits vor der Eröffnung des neuen Krankenhausse massive Unterversorgung bestand, die mit dem neuen Krankenhaus nur für wenige besser, insgesamt aber eindeutig schlechter werden muss.

Hier gibt es nur einen Gewinner, und der heisst Netcare. Die Verlierer sind die Masse der Bevölkerung Lesothos, die zwar auf der einen Seite jetzt ein wenig Cape Canaveral, vorwiegend aber meistens noch mehr Lambarene haben.

Was Lesotho braucht ist eine wesentlich verbesserte Basisversorgung. Wie weit Hochleistungsmedizin praktiziert werden kann, muss sich danach richten, , wieviel sich das Land nach Befriedigung der Basisversorgung noch leisten leisten kann, nicht jedoch umgekehrt.

Entwicklungshilfe

Europas „Hilfe“ für Afrika: 2 Milliarden US Dollar „Kopfgelder“ für einige afrikanische Regierungen

Dr. Alexander von Paleske —- 12.11. 2015 ——
Europäische Staatsmänner trafen sich gestern und heute mit einer Reihe von afrikanischen Staatsmännern in Malta, um über ein Ende der Flüchtlingsströme von Afrika über das Mittelmeer nach Europa zu beraten.

Europäisches Problem
Für die afrikanischen Regierungschefs handelt es sich um ein europäisches Problem, und sie verweisen darauf, dass es einst eine weisse Migration nach Afrika gegeben habe, die in Versklavung, , Ausbeutung der Rohstoffe, Unterjochung der lokalen Bevölkerung und Landwegnahme geendet habe.

Kolonialismus ein anderes Wort dafür.

Nun kämen eben zur Abwechslung die Afrikaner nach Europa. Kein afrikanisches Problem. Stattdessen ein grosser Vorteil: Die in Europa arbeitenden Afrikaner schicken Geld in ihre Heimatländer, um ihre Familien dort zu unterstützen. Daher: Je mehr Emigration nach Europa, umso besser.

Weg mit Handelsbeschränkungen und Nahrungsmittel-Dumping
Sie forderten, die Handelsbeschränkungen aufzuheben und das Dumping von subventionierten Nahrungsmittel-Überschüssen in Afrika endlich zu beenden, das die afrikanischen Bauern in den Ruin treibe..

Geld für Rücknahme
Den Europäern geht es vor allem darum, wenn sie die Migration schon nicht stoppen können, wenigstens diese unerwünschten afrikanischen Immigranten schnellstmöglich wieder loszuwerden – gegen Geld, das sie einigen Afrikanischen Regierungen zuschanzen wollen.
Die sollen dann umgekehrt keine Schwierigkeiten machen, wenn ein Flugzeug aus Europa im Schnellverfahren abgelehnte Migranten in einem afrikanischen Land ausspuckt.


Angela Merkel bei der Unterzeichnung

Die Gruppe der als „sicher“ angesehenen Länder wird praktischerweise entsprechend erweitert.

Keine Entwicklungshilfe, sondern „Kopfgeld“
Es handelt sich bei den von Europa angebotenen 2 Milliarden US Dollar keineswegs um Entwicklungshilfe, sondern um notdürftig kaschiertes „Kopfgeld“: An der Armut, in den afrikanischen Ländern, der Hauptgrund für die Miigration unter Lebensgefahr, wird sich mit dieser Kopfprämie natürlich nichts ändern.

Mehr noch: afrikanische Länder, die jetzt bereits unter der Migration stöhnen, wie Südafrika, wohin bereits rund 2 Millionen Simbabwer angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen Lage in ihrem Heimatland emigriert sind, werden in Zukunft nicht etwa mehr unterstützt, sondern von dort werden Entwicklungshilfegelder abgezogen.
Dänemark hat bereits den Anfang gemacht, schliesst die Botschaften in Mozambique und Simbabwe und lässt alle Entwicklungsprojekte auslaufen, wir berichteten darüber..

Pure Heuchelei

Ein heuchlerischer Vertrag, der in Hauptstadt Maltas heute abgeschlossen wurde.
Zumal Europa für diese Flüchtlingskrise mit verantwortlich zeichnet:.

– Die Beseitigung des libyschen Staatschefs Gaddafi mit aktiver Hilfe aus den USA, Frankreich und Grossbritannien hat das Land dem Bürgerkrieg mit den Islamisten geöffnet, eine funktionsfähige Regierung gibt es nicht mehr, und so konnte sich das Land zu einem Sprungbrett für afrikanische Migranten nach Europa entwickeln.

– Der Syrienkonflikt, der bereits im Anfang durch Verhandlungen hätte gelöst werden können, wurde im Gegenteil durch die USA, europäische Länder, aber auch durch die Türkei, Saudi Arabien und Katar ordentlich angeheizt.

– Vom Irakkonflikt nach dem Einmarsch von US-Truppen und deren Verbündeten im Jahre 2003 ganz zu schweigen

– Afghanistan, wo fast eine Billion US-Dollar in den Krieg gepumpt wurden, die Lage der Bevölkerung sich jedoch keinen Jota gebessert hat, und wo der Krieg als Buergerkrieg heftiger denn je tobt.

Die Flüchtlingswellen das Resultat dieser Konflikte

Afrika braucht Entwicklungshilfe, die den Namen verdient, keine Kopfgelder, Syrien, Irak und Afghanistan brauchen endlich Frieden.

linkKürzung der Entwicklungshilfe im südlichen Afrika als Folge der Flüchtlingskrise

linkMörderischer Fremdenhass in Südafrika

linkKrisenrepublik Südafrika – 42 Tote und 15.000 interne Flüchtlinge

linkSüdafrika: Krieg in den Townships

Entwicklungshilfe

Kürzung der Entwicklungshilfe im südlichen Afrika als Folge der Flüchtlingskrise

Dr. Alexander von Paleske — 9.11. 2015 —
Es war eine kleine Meldung in der hiesigen lokalen Presse: Dänemark schliesst seine Botschaft in Simbabwe.

Phasing out
Alle Entwicklungshilfeprojekte der staatlichen Entwicklungshilfeagentur DANIDA (Danish International Development Agency) laufen nächstes Jahr aus, und werden nicht mehr erneuert.


DANIDA. .raus aus dem südlichen Afrika

Parallel dazu wird auch die Botschaft in Mozambique geschlossen.

Der scheidende dänische Botschafter in Simbabwe, Erik Rasmussen, erklärte dazu:

“We are phasing out assistance to Southern Africa”,

Zwei Jahre zuvor war bereits die Botschaft in Lusaka/Sambia geschlossen worden.

Ebenfalls zieht sich Dänemark mit seiner Entwicklungshilfe aus Bolivien, Vietnam, Indonesien, Nepal und Pakistan zurück.

Der Aussenminister Dänemarks, Kristian Jansen, erklärte ergänzend, man wolle nunmehr sich auf diejenigen Länder konzentrieren, die den höchsten Anteil von Flüchtlingen nach Europa stellen,

Wörtlich:

We want to focus on combating the root causes of migration, and especially contribute to efforts in areas affected by conflict and displacement in the Middle East and Africa”

Mit anderen Worten, die neue Aufgabe der Entwicklungshilfe ist es: die Flüchtlinge und Migranten sich vom Hals zu halten.

Das südliche Afrika war einst ein Schwerpunkt der dänischen Entwicklungshilfe, auch im Gesundheitswesen.

Aus und vorbei
Dänemark gehört zu den ganz wenigen Ländern, welche die von der UN geforderten 0,7% des Bruttosozialprodukts für Entwicklungshilfe ausgeben.

Aber auch hier im südlichen Afrika gibt es Migration: rund zwei bis drei Millionen Simbabwer – genaue Zahlen existieren nicht – leben mittlerweile in Südafrika was dort zu Lohndumping und sozialen Konflikten geführt hat. Die Migration ist Folge der miserablen wirtschaftlichen Verhältnisse im Heimatland.

Die Gründe für die Migration sollen nur in den Ländern gemildert werden, deren Bewohner an die Tür Europas, nicht jedoch Südafrikas klopfen.

Dänemark dürfte kaum das einzige Land Europas bleiben, das einen derartigen Kurswechsel in der Entwicklungshilfe-Politik vollzieht.

Keine guten Nachrichten für das südliche Afrika – und andere Länder, deren Einwohner sich (noch) nicht auf den Weg nach Europa gemacht haben.

linkMörderischer Fremdenhass in Südafrika

linkKrisenrepublik Südafrika – 42 Tote und 15.000 interne Flüchtlinge

linkSüdafrika: Krieg in den Townships

Entwicklungshilfe

Norwegen nach der Wahl: Was bleibt von der Unterstützung von Gesundheitsprojekten in der Dritten Welt?

Dr. Alexander von Paleske —– 13.9. 2013 —
Norwegen ist mit seinen rund 5 Millionen Einwohnern, pro Kopf gerechnet, eines der reichsten Länder der Welt: In den Tresoren des Investment-Arms der Norges-Bank,
welcher die Auslandsinvestitionen des Statens-Pensjonsfond steuert, und damit die nachhaltige Verwendung der Einnahmen aus der Erdöl- und Gasförderung garantieren soll, befindet sich der Investitions-Schatz in Höhe von 737,2 Milliarden US Dollar.

Pro Woche kommt 1 Milliarde hinzu, die neu investiert wird.


Jede Woche 1 Milliarde – Investmentbanker der Norges Bank. Screenshot: Dr. v. Paleske

Und so besitzt die als Notenbank fungierende Staatsbank Norwegens bzw. der Statens-Pensjonsfond rund 2% aller Aktien gelisteter Unternehmen in Europa, und 1% der gesamten Welt.

Durch Finanzkrise kaum beeinträchtigt
Die Finanzkrise hat dieser Staatsfond gut überstanden, da die Investments alle langfristig angelegt sind und deshalb keinerlei Notverkäufe getätigt werden mussten.

Mit dem Staatsfond soll Vermögen angesammelt werden für die Zeit, wenn die enormen Öl-und Gasreserven des Landes, aus denen seit 1979 der Reichtum des Landes sprudelt, erschöpft sind.


Noch sprudeln sie: Ölplattform vor norwegischer Küste. Screenshot: Dr. v. Paleske

Reichtum und Verantwortung
Mit diesem schier unermesslichen Reichtum kommt Verantwortung, sollte man meinen. Verantwortung nicht nur für das Land selbst.
So sahen es auch die regierende Arbeiterpartei, die mit Sozialisten und der ökologischen Zentrumspartei in einer Koalition in den letzten 9 Jahren die Regierung stellte.

Die norwegische Regierung mit dem Premier Jens Stoltenberg an der Spitze, zeichnete sich durch grosses Engagement bei der Unterstützung von Gesundheitsprojekten in bzw. für die / der Dritten Welt aus: Die Globale Allinaz für Wirkstoffe und Immunisierung (GAVI), die sich um die Finanzierung von Impfprogrammen insbesondere in 3. Welt Ländern kümmert, erhielt 1,4, Milliarden US Dollar, und machte Norwegen damit zur drittgrössten Gebernation nach Grossbritannien und Frankreich.

Der Global Fund zu Bekämpfung von Malaria, Tuberkulose und HIV / AIDS erhielt 500 Millionen, deutlich mehr als Deutschland bereitstellte.

Die Regierung erklärte darüber hinaus, Global Health zu einem Schwerpunkt ihrer Aussenpolitik zu machen.

Nun Geschichte
Das muss angesichts des Wahlergebnisses wohl als Geschichte bezeichnet werden, denn am 9. September fanden Wahlen in Norwegen statt, welche die Arbeiterpartei verlor. Sie blieb zwar stärkste Partei, noch vor den Konservativen, aber das bisherige Regierungsbündnis kommt zusammen nur noch auf rund 40% der abgegeben Stimmen.

Die Konservativen unter Erna Solberg, auch „Eiserne Erna“ genannt, streben eine Koalition mit Christdemokraten, Liberalen und den Rechtspopulisten an. Erstmals wären damit die Rechtspopulisten mit dem irreführenden Namen „Fortschritts-Partei“ an der Regierung beteiligt.

Dritte Welt und Global Health sind Themen, die diese Parteien – wenn überhaupt – bestenfalls am Rande interessieren.
Ihr Schwerpunkt ist vor allem: Wie Norwegen freihalten von Asylsuchenden und Immigranten. Darüber hinaus die Arbeitslöhne zu senken.

Auch Andreas Behring Breivik
Auch Anders Behring Breivik, der Massenmörder, war einst Mitglied der Fortschrittspartei, wo er sozusagen politisch „auf Vordermann“ gebracht wurde, bevor er dann noch weiter nach rechts abdriftete.

Keine guten Nachrichten vom Land hoch im Norden – nicht nur für Norwegen.

Zum Global Fund
Global Fund: Neuer Chef – alte Probleme?
Global Fund – oder: Warum Aushändigen von Geld nicht reicht

Global Fund: Erreichen alle Gelder der Geldgeber die richtigen Empfänger?

Zur GAVI und Deutschlands Beitrag
Hungerkatastrophe am Horn von Afrika, „Exportminister“ Dirk Niebel und die deutsche Entwicklungshilfepolitik

Entwicklungshilfe

Wo jeder Tag ein AIDS-Tag ist – in einem afrikanischen Krankenhaus

Dr. Alexander von Paleske — 1.12. 2011 —-
Ein Tag wie jeder andere, abgesehen davon, dass heute Welt- AIDS-Tag ist.
In der Labor-Ambulanz des Mpilo-Hospitals in Bulawayo / Simbabwe warten Patienten, die meisten leiden an HIV-AIDS. Sie kommen zur Abklärung von möglichen Komplikationen der HIV-Krankheit.

Für sie ist es nicht ein Tag wie jeder andere, weil sie nicht genau wissen, wie schmerzhaft der Eingriff sein wird.
Knapp die Hälfte der Patienten kommt zur Abklärung von deutlich geschwollenen Lymphknoten. In mehr als der Hälfte der Fälle diagnostizieren wir Lymphknotentuberkulose.

Andere kommen zur Abklärung eines Mangels an Blutbestandteilen, oder wegen des Verdachts einer disseminierten Tuberkulose, und bei ihnen müssen wir eine Knochenmarkpunktion durchführen.

Die Eingriffe dauern zum Glück jeweils nur wenige Minuten, was die Schmerzen in Grenzen hält.

Tagtäglich HIV-AIDS
Hier in einem Krankenhaus Simbabwes brauchen wir nicht mit einem Welt-Aids-Tag an die Seuche erinnert zu werden, denn wir haben tagtäglich mit dieser Krankheit und ihren Komplikationen zu tun.

Eine ganze Reihe von Komplikationen ist vermeidbar, weil sie nur im sehr fortgeschrittenen Stadium der HIV-Krankheit auftreten, wie zum Beispiel die Infektion mit Kryptokokken, die eine Hirnhautentzündung hervorrufen, welche schwierig zu behandeln ist.

Dies setzt jedoch eine rechtzeitige Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten voraus. Aber dazu müssen Mittel bereitgestellt werden, die viele der gerade am schwersten betroffenen Länder in Afrika südlich der Sahara nicht zur Verfügung stehen. Sie sind auf Hilfe angewiesen.

Die Zahlen

Zur Zeit

– sind weltweit rund 34 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert, davon 20 Millionen in Afrika

– werden 6 Millionen mit antiretroviralen Medikamenten behandelt

– bräuchten 9 Millionen Menschen sofort eine Behandlung, weil das Immunsystem bereits stark im Mitleidenschaft gezogen ist, und damit die Wahrscheinlichkeit von lebensbedrohlichen Infektionen und das Krebsrisiko stark ansteigt

– Sollen bis zum Jahre 2015 insgesamt 15 Millionen HIV-Infizierte mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden.

– Steigen in einigen Ländern – nicht nur in Afrika – die Zahlen der HIV-Infizierten weiter an, so z.B. auch in Griechenland, wo sich die Zahl der Neu-Infizierten en im abgelaufenen Jahr verdoppelt hat, und insbesondere in Osteuropa.

– China meldete 47.000 Neuinfektionen


Behandlung von Kindern mit antiretroviralen Medikamenten – Screenshot: Dr. v. Paleske


Weltweiter Rückgang der AIDS-Todesfälle dank Behandlung. – Screenshot: Dr. v. Paleske

Aber nicht nur um die Behandlung von Infizierten geht es, sondern gerade auch um die Vermeidung der Übertragung des Virus. Und da ist die medikamentöse Verhinderung der Übertragung des Virus vor und während der Geburt von der Mutter auf ihr Kind (PMTCT) eines der erolgreichsten Programme. In Botswana gelang es so, die Infektionsrate von 20,7% auf 3,8% zu drücken

Dies setzt jedoch voraus, dass in ausreichendem Umfang Mittel, z.B. über den Global Fund, bereitgestellt werden.

Massive Mittelkürzungen drohen
Angesichts der Finanzkrise in Europa und der weltweit drohenden Rezession muss mit drastischen Mittelkürzungen für die Behandlung der HIV Krankheit, aber auch der Tuberkulose, mit der HIV-Krankheit oft genug vergesellschaftet, und der Malaria, gerechnet werden. werden.

Bereits jetzt müssen Behandlungsprogramme zurückgeschraubt werden.


Ein ambitionierter Plan, dem die Mittel fehlen Screenshot: Dr. v. Paleske

Wir haben angesichts der Zweckentfremdung von Mitteln in mehreren Ländern die Vorgehensweise des Global Fund auch und gerade bei der Mittelverteilung kritisiert.

Mittlerweile hat aber ein unabhängiges Gremium, zu dem auch der ehemalige botswanische Präsident Festus Mogae gehörte, vernünftige Vorschläge gemacht, um die Administration zu verbessern.
Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel hatte erst einmal die zugesagten Mittel eingefroren. Ohnehin ist ihm diese Form der Entwicklungshilfe zuwider, weil damit nicht deutsche Exporte ins Ausland gefördert werden – Niebels Hauptanliegen.
Die Folgen werden wir auch wir hier alsbald zu spüren bekommen.

Und so ist der Welt-AIDS-Tag notwendig um – neben der Warnung vor der Ansteckungsgefahr – an die Bereitstellung der dringend benötigten Mittel zu erinnern.

Zum Global Fund und seinen Problemen
Tuberkulose-Diagnostik mit einem neuen Test, Sperrung der Mittel für Global Fund – Fortschritt oder nicht, das ist die Frage

Global Fund: Erreichen alle Gelder der Geldgeber die richtigen Empfänger?
Global Fund – oder: Warum Aushändigen von Geld nicht reicht

linkDiagnosis of disseminated Tuberculosis in bone marrow aspirates
linkLymph node aspirates in Tuberculosis-Diagnosis: New challenges, new solutions – a study of 156 patients

Ein Tag wie jeder andere – In einem Krankenhaus in Simbabwe
Diagnose: Krebs
Dumela Ngaka – 8 Jahre als Krebsarzt in Botswana – Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Cancer surge overwhelms AIDS-struck Botswana

Entwicklungshilfe

Hungerkatastrophe am Horn von Afrika, „Exportminister“ Dirk Niebel und die deutsche Entwicklungshilfepolitik

Dr. Alexander von Paleske — 8.7. 2011 — Am Horn von Afrika, vor allem in Somalia, aber auch in Äthiopien und dem Sudan herrscht eine Hungersnot, von der rund 10 Millionen Menschen mittlerweile betroffen sind. Die hungernden Menschen versuchen in die Flüchtlingslager in Kenia und Äthiopien zu gelangen, Flüchtlingslager, die für einen Zustrom von etwa 10.000 eingerichtet sind, wo aber mittlerweile mehrere Hunderttausend Flüchtlinge untergekommen sind.

1500 Menschen jeden Tag
Täglich kommen alleine in Kenia rund 1500 Flüchtlinge dazu. Viele der Flüchtlinge, insbesondere die Kinder, sind unterernährt, nicht wenige sterben auf dem Marsch in die Flüchtlingslager oder völlig entkräftet nach der Ankunft.


Flüchtlingslager in Kenia


Eines der vielen neuangekommenen unterernährten Kinder


Kindergräber in der Nähe des Flüchtlingslagers. Screenshots: Dr. v. Paleske

Die Hilfsorganisationen wie Save the Children bitten dringend um Spenden, um die Versorgung aufrechterhalten zu können.

Während die britische BBC seit Tagen mit Korrespondenten vor Ort über diese verzweifelte Lage berichten, findet sich in den deutschen Medien nicht viel.


BBC-Reporter in Kenia

Rechtzeitig gewarnt
Monatelang haben Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) vor dieser Katastrophe gewarnt, denn seit zwei Jahren hat es in dieser Region kaum Niederschläge gegeben. Aber diese Warnungen wurden ignoriert, bis dann die Katastrophe da ist.

So schlimm ist die Lage, dass selbst die somalischen Islamististen von Al Shabaab internationale Hilfe auch von nichtmoslemischen Ländern ins Land lassen wollen, was seit 2009 nicht mehr möglich war. Die Hilfsorganisationen wurden als „Abgesandte des großen Satans“ angesehen.

Berlin exportiert und schweigt
Obwohl Hilfe dringend erforderlich ist, tut sich in Berlin herzlich wenig.
Das verwundert allerdings nicht, wenn man sieht, welchen Funktionswandel das einstige Entwicklungshilfeministerium – das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – dort, wo seit der Bildung der schwarz-gelben Koalition der FDP-Mann Dirk Niebel das Sagen hat, vollzog. Es wurde zu einem „Export-Offensive Ministerium“.


Heia (Export) Safari, Niebel im Kongo

Für die Unterstützung deutscher Exporte ist eigentlich das Wirtschaftsministerium zuständig. Minister Niebel, der sein jetziges Ministerium vor seinem Amtsantritt ganz abschaffen wollte, hat es zu einer Art Außenhandelsministerium – Schwerpunkt: Dritte Welt- und Schwellenländer – umfunktioniert.
Beamte seines Ministeriums sind nicht etwa vor allem in der Dritten Welt unterwegs, sondern klappern Firmen ab, um herauszufinden, wie man dem Deutschen Export besser unter die Arme greifen kann.

So werden dann Exporte mit Geldern aus seinem Ministerium subventioniert, gleichzeitig werden Mittel für die Gesundheitsversorgung und Hilfe beim Umweltschutz zusammengestrichen.

Streichliste als „Erfolgsbilanz“
Neben der bisher nicht vorhandenen Hilfe für die Flüchtlinge am Horn von Afrika kann Niebel auf folgende stolze Streich-Erfolgsbilanz verweisen:

– Mittelsperrung für den Global Fund zur Bekämpfung von Malaria, Aids und Tuberkulose, in Höhe von über 200 Millionen Euro.

– Bisher völlig unzureichende Mittel für das internationale Impfprogramm GAVI (Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung), und keine substanziellen Zusagen für die nächsten Jahre. GAVI hat seit der Gründung vor 10 Jahren 250 Millionen Kinder mit Impfstoffen versorgt..

Dank GAVI konnte das Leben von 4 Millionen Kindern, die ohne Impfung gestorben wären, damit gerettet werden. Mehr als 80% des Budgets von GAVI dienen dem Einkauf von Impfstoffen. Eine außerordentlich gute Effizienzrate.


An GAVI gemachte Länderzusagen für die nächsten vier Jahre – Deutschland nicht mit dabei

Großbritannien hat GAVI 1,3 Milliarden US Dollar zur Verfügung gestellt..

Auch andere Länder leisten erhebliche Beiträge, nicht dagegen Deutschland. Ganze 73 Millionen wurden in den vergangenen10 Jahren von Deutschland beigesteuert. Eine Schande, wie der Chefredakteur der hochangesehenen Medizinzeitung LANCET, Richard Horton, feststellte (Lancet 25.6. 2011 S. 2164)

– Auch die bereits weit vorangetriebene Unterstützung des Projekts zur Rettung des Yasuni Nationalparks in Ecuador, die vor seinem Amtsantritt bereits so gut wie durch war, wurde von Niebel auf Eis gelegt.

Es wird höchste Zeit, dass dieses erbärmliche Vorgehen auch im Parlament zur Sprache kommt und Niebel unter Druck gesetzt wird.

Entwicklungshilfe

Ärztin Monica Glenshaw und ihr Einsatz in Simbabwe

Dr. Alexander von Paleske 12.1.2011 — Angewidert von den jüngsten Skandalen im Zusammenhang mit der BayernLB und . der Hypo Alpe (Skandalpe) mögen manche auf der Suche nach einem Kontrastprogramm sein, nach Menschen, die nicht sich von ihrer Gier leiten lassen, sondern von ihrer Menschlichkeit, die Befriedigung darin finden, anderen zu helfen und nicht den Sinn des Lebens darin zu sehen, sich die Taschen vollzustopfen.

Ein derartiges Kontrastprogramm, noch dazu ein außergewöhnliches, bot Monica Glenshaw mit ihrem 30-– jährigen Einsatz in Simbabwe.


Monica Glenshaw

Ursprünglich hatte ich schon vor einiger Zeit mit einem Artikel sie hier vorstellen wollen. Durch die Zeitverzögerung ist leider ein Nachruf daraus geworden.

Geboren am 16 November 1941 wuchs Monica Glenshaw als drittes Kind einer weißen Angestelltenfamilie in dem Bergwerksstädtchen Van Dyk in Südafrika auf.

Abgeschirmt von den miserablen Lebensumständen der schwarzen Bevölkerungsmehrheit, absolvierte sie ihre Schulzeit und wollte den Beruf einer Tierärztin ergreifen. Dazu reichten aber ihre mäßigen Schulabschlüsse nicht, und so studierte sie Agrarwissenschaft und schloss das Studium mit einem Diplom ab.

Über eine katholische Frauenorganisation, die in Soweto, einem schwarzen Township von Johannesburg, Nähkurse organisierte, kam sie erstmals in Kontakt mit der bitteren Wirklichkeit, der Armut und der Unterdrückung der Schwarzen im Apartheid- Südafrika der 60er Jahre.

Sie nahm nach diesen Erfahrungen ein Medizinstudium an der Universität von Witwatersrand /Johanneburg auf. 10 Jahre älter als ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen machte sie Ihre medizinischen Famulaturen nicht im Vorzeigekrankenhaus, dem Johannesburg General Hospital, sondern im Baragwanath-Hospital (jetzt: Baragwanath- Chris Hani) in Soweto, dem Krankenhaus für Schwarze, und in den Distriktkrankenhäusern Hlabis und Nqutu in Natal.

Nach Sambia und Simbabwe
Ihre erste Stelle als Assistenzärztin trat sie dann auch in Nqutu an, bevor sie nach Sambia ging, um dem Apartheidregime zu entkommen. 1979 kam sie kurzfristig nach Südafrika zurück, um dann, nach der Unabhängigkeit Simbabwes im Jahre 1980, die Arbeit am dortigen Provinzkrankenhaus von Mutare aufzunehmen.
5 Jahre später wurde sie District Medical Officer im Buhera- Distrikt, einem der Armenhäuaser Simbabwes. Es sollte ihre Lebensaufgabe werden.

Als ärztliche Direktorin des Provinzkrankenhauses Murambinda, baute sie dort eine Schwesternschule auf, erreichte die Erweiterung nicht nur des Murambinda Krankenhauses, sondern auch des Krankenhauses in Birchenough Bridge, das in ihrem Distrikt lag.

HIV und TB als Herausforderungen
Ende der 80er Jahre war die HIV Epidemie auch in ihrem Distrikt mit voller Wucht angekommen. Monica Glenshaw organisierte die Heimversorgung der damals noch unbehandelbaren Patienten.

Im Jahre 2001 begann sie mit einem Programm zu Verhinderung der Übertragung des HIV-Virus von Müttern auf ihre Neugeborenen mit Unterstützung der Universität von Bordeaux und der Elizabeth Glaser Stiftung in den USA.

Sie arbeite eng mit der Organisation MSF/Ärzte ohne Grenzen zusammen, um Diagnose und Behandlung der Tuberkulose zu verbessern . 50% der Tuberkulosepatienten sind ebenfalls HIV-positiv.

Es war nicht das Alter, das schließlich diese außergewöhnliche Ärztin im Alter von 68 Jahren zum Aufgeben zwang, sondern ihre Krebserkrankung.

Monica Glenshaw starb am 20 September 2010 in Harare, der Hauptstadt Simbabwes.

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Entwicklungshilfe

Global Fund: Erreichen alle Gelder der Geldgeber die richtigen Empfänger?

Dr. Alexander von Paleske — 6.12. 2010 — Der Welt AIDS Tag am 1. Dezember ist vorbei, der die Aufmerksamkeit – kurzfristig – auf das Leiden von Millionen gelenkt hat.

Vergessen werden sollte jedoch nicht: Nur einer von drei Patienten in Ländern der Dritten Welt, die sich mit HIV angesteckt haben und der Behandlung mit antiretroviralen Medikamente bedürfen, kann derzeit auch mit diesen Medikamenten behandelt werden.

Dort, wo die Seuche am schlimmsten wütet, in Afrika südlich der Sahara, sind fast alle Länder in ihren Behandlungsprogrammen auf ausländische Hilfe angewiesen.

Die größten Geldgeber sind mittlerweile der Global Fund zur Bekämpfung von HIV, Malaria und TB und PEPFAR, der Fund des US-Präsidenten zur AIDS-Bekämpfung.

Die gute Nachricht zuerst: Die Einzahlungen in den Global Fund haben von 2002 an, als der Fund erstmals in Aktion trat, kontinuierlich zugenommen. Deutschland ist einer der Hauptgeldgeber.

5,7 Millionen Menschenleben konnten so gerettet, 2,8 Millionen HIV-AIDS-Patienten mit antiretroviralen Medikamenten versorgt werden..

Die schlechte Nachricht: Der Diebstahl von Geldern des Global Fund hat mittlerweile dazu geführt , dass Schweden seine Weiterzahlungen in den Fund – pro Jahr 85 Millionen US Dollar – nun in Frage stellt.

Der Hintergrund:
Neue „Diebstahlsfälle“ von Global Fund-Geldern in Empfängerländern wurden bekannt. Im einzelnen:

– Sambia – 12 Millionen

– Mali – 4 Millionen

– Mauretanien – 6,6 Millionen

– Kamerun – 3 Millionen

(Alle Beträge in US Dollar).

Es dürften wohl nicht die einzigen sein.

Bei diesen Geldern kann nicht festgestellt werden, wohin sie gewandert waren. Jedenfalls nicht in die vorgesehenen Projekte.
Im Klartext: das Geld wurde unterschlagen.

Leider trägt der Global Fund ein gerüttelt Maß Mitschuld daran, weil die Gelder zur Weiterverteilung an Ministerien als Gesamtsumme pro Jahr verschickt werden, was zur Unterschlagung geradezu einlädt. Insbesondere in den Ländern, in denen ohnehin ein hohes Maß an Korruption und Armut herrscht. Die Vorgehensweise des Global Fund, kann daher nicht anders als „naiv“ bezeichnet werden.

Der Global Fund hat, anders als Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) keine ausreichende Zahl von eigenen Mitarbeitern vor Ort, welche für die korrekte Auszahlung der Projektgelder an die jeweiligen Projekte sorgen und darüberhinaus. kontinuierlich das Funktionieren bzw. den Fortschritt der unterstützen Projekte überprüfen.

Aber anstatt eigenes Personal dafür einzusetzen, werden z.B. hier in Simbabwe andere NGO’s wie UNDP mit dieser Aufgabe betraut und erhalten dafür 6% der jeweils eingesetzten Fundgelder als „Administrationsgebühren“.


UNDP und Global Fund – Foto: Dr. v. Paleske

Dass eine Organisation wie UNDP, die andere Aufgaben zu erledigen hat, kein gesteigertes wirkliches Eigeninteresse hätte, würde daher nicht überraschen.

Oder Betrug

Darüber hinaus gibt es eine weitere Möglichkeiten, welche in die Kategorie „Betrug“ fallen, wo zwar Gelder nicht, wie in den oben beschriebenen Fällen, direkt unterschlagen werden, stattdessen drastisch überhöhte Preise gefordert und bezahlt werden .

Meistens gelingen derartige Betrügereien nur über die Bestechung von Personen, die über den Kauf (mit-)entscheiden.
Beispiel Medikamente: Hier konnte ich kurz nach meiner Ankunft in Simbabwe feststellen, dass Medikamente zur Krebs- und Diabetesbehandlung von einer Firma an ein Krankenhaus geliefert, und zum Zehnfachen des Marktpreises in Rechnung gestellt wurden. Offenbar war selbst die Anlieferung unvollständig.

Dass derartige Betrügereien vermutlich nur in kollusivem Zusammenspiel mit Bediensteten des Krankenhauses denkbar sind, versteht sich von selbst.

Bei Ausschreibungen werden z..T. – auch in Deutschland ja hinreichend aus der Baubranche bekannt – abgesprochen völlig überhöhte Angebote von mehreren Bietern eingereicht, ein Scheinwettbewerb also. Eine andere Form des Betrugs.

Nur die ständige Überprüfung der Plausibilität der Rechnungen, notfalls wenigstens stichprobenartig, kann das verhindern. Gleiches gilt für Labormaterial sowie für die Anschaffungen von teuren Geräten, Fahrzeugen etc.

Missbrauch durch Mittelverschwendung
Eine weitere Form des Missbrauchs von Global Fund Geldern ist die Mittelverschwendung.

Als Beispiel mag ein Workshop für Ärzte über die Aufklärung von HIV-Patienten dienen. Um den Ärzten, die mit dieser Materie natürlich längst vertraut sind, die Teilnahme schmackhaft zu machen, wurde jedem Teilnehmer als „Dankeschön“ auch noch ein 20-US-Dollarschein in die Hand gedrückt.
Anschließend konnte ein entsprechender „Erfolgsbericht“ verfasst werden.

Die Liste liesse sich noch um einiges erweitern.

Exkurs: Workshops, eine Pest in der Entwicklungshilfe
Workshops sind eine Pest, die sich im Zuge der Entwicklungshilfe überall ausgebreitet hat.

Der Nutzwert dieser Workshops ist in vielen Fällen gleich Null, teure Zeitverschwendung.

Die Entwicklungshilfeorganisationen veranstalten solche Workshops recht gerne, weil sich damit Tätigkeit „dokumentieren“ lässt, anhand der Themen die abgearbeitet wurden und an Hand der Teilnehmerzahl. Nach der effektiven Relevanz, dem Output und dem Kosten / Nutzenverhältnis fragt dann niemand mehr.

Ich habe erlebt, wie Krankenhausangestellte es immer wieder schafften auf derartige Workshops eingeladen zu werden, die meist in Hotels oder Country Clubs stattfinden, gutes Essen und Getränke inbegriffen, während die Arbeit im Krankenhaus liegenblieb.

Ich selbst habe, nach einiger Anlaufzeit, mich grundsätzlich geweigert, an solchen Workshops teilzunehmen, da nicht nur letztlich die Patientenversorgung darunter litt sondern außerdem Geld mit vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen wurde, das an anderer Stelle wesentlich besser hätte eingesetzt werden können.

Wirklich profitiert von dieser „Pest“ eigentlich nur die Hotelindustrie.

Nach dem Diebstahl ist vor der Kürzung
Was passiert nach dem Aufdecken von Diebstahl?
Global Fund fordert das Geld von der Regierung zurück. Die betreffenden Diebe haben das Geld in der Regel natürlich längst „verbraten“, sei es durch Anschaffen teurer Autos etc, sodass im Regelfall bestenfalls ein Bruchteil gerettet werden kann.

Der Fehlbetrag wird dann meistens durch Kürzungen in anderen Bereichen ausgeglichen, also oftmals absolut notwendgien Projekten die Gelder entzogen, wie z. B. in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen. Die Patienten also letztlich die Leidtragenden sind.
Daher ist es erforderlich, durch regelmässige Kontrollen derartige Diebstähle so weit wie möglich zu verhindern.

Verbesserung: nötig. Abschaffung: Auf keinen Fall
Der Global Fund ist eine enorm wichtige Einrichtung, deren Mittelüberwachung aber zu Zeit nicht ausreichend ist. Sollten sich die Skandale weiter ausbreiten, womit unter den obwaltenden Umständen leider zu rechnen ist, dann wird auch rasch der Wille auf Seiten der Geberländer nachlassen, die absolut notwendigen Mittel bereitzustellen.

Dieser Wille ist auf Seiten des Entwicklungshilfeministeriums unter Dirk Niebel ohnehin nicht sehr ausgeprägt. Er bevorzugt bilaterale Verträge, weil dadurch leichter auf die Empfängerländer Einfluss genommen werden kann, zum Beispiel bei Vertagsvergaben an deutsche Firmen und Import deutscher Waren.

Global Fund – oder: Warum Aushändigen von Geld nicht reicht

Entwicklungshilfe alternativ und effektiv

Ein Tag wie jeder andere – In einem Krankenhaus in Simbabwe
Dumela Ngaka – 8 Jahre als Krebsarzt in Botswana – Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Diagnose: Krebs
Cancer surge overwhelms AIDS-struck Botswana

Bittere Pillen für die Dritte Welt

Welt Aids-Kongress in Wien, die HIV-AIDS-Leugner laden zum Gegentreffen

HIV kein Virus oder harmloses Virus ??

Antibiotika oder Massentierhaltung?

Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit
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Tierfabriken, Schweineviren und die Zukunft
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