SATIRE

Obergrüne Claudia Aufrege-Roth: „Halt die Klappe Boris Palmer“

Dr. Alexander von Paleske — 13.7. 2012 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Claudia Aufrege-Roth
Obergrüne
Mit-Vorstandsvorsitzende der Grünen, MdB
Reichstagsgebäude
Berlin

Herrn
Untergrüner und Bürgermeister
Boris Palmer
Im Rathäusle
Tübingen

Betrifft: Parteischädigende Warnung vom 13.7. 2012

Lieber Parteifreund Boris Palmer

Mit Entsetzen musste ich heute in der Zeitung lesen, dass Du die Deutschen Fortschritts-Grünen davor warnst, das extrem bewährte Tandem Roth & Trittin als Top-Wahlkampf Duo ins Rennen zu schicken.

Ja, dass Du dich sogar dazu versteigst, wahrheitswidrig zu behaupten, wir beide wären nicht geeignet, weil wir angeblich:

– Nicht die bürgerliche Mitte ansprechen.

– Jeder für sich zwar qualifiziert seien, wir aber im Tandem nicht die Grüne-Partei in ihrer Breite repräsentieren würden.,

– Mit unserem Auftreten relevante Milieus aussen vor liessen und lediglich unsere Kernklientel mit unseren Parolen erreichen würden.

„Lahme Ente“ keine Alternative
Als Alternative versuchst Du diese “lahme Ente“ Katrin Göring-Eckardt aus dem Hut zu zaubern, bei deren langweiligen Reden nicht nur die Füsse, sondern auch die Gehirne der Zuhörer sich schlafmässig verabschieden.


Katrin Göring-Eckardt ….eingeschlafene Füsse

Alles Quatsch
Das ist alles völliger Quatsch.
Gerade hat unser Jürgen Flaschenpfand-Trittin durch sein staatsmännisches Auftreten auf dieser Bilderberg-Geheimkonferenz gezeigt, dass wir nicht nur das grüne „Atomkraft nein Danke“ Potential ansprechen, sondern nun auch die IG Adel, Banken, Industrie und Militärs, auch Bilderberg-Club genannt.

Jürgen hat das wirklich phantastisch hinbekommen, und der Ex-Deutsche Bank Vorstand, Josef Ackermann, hat ihm bei dieser Gelegenheit noch einmal zu seiner ausserordentlichen persönlichen und politischen Weiter-Entwicklung und zunehmenden Reife seine Hochachtung ausgesproc hen.

Dann Jürgens zynische Beiträge im Bundestag, die nicht nur ich ganz hervorragend finde.

Schliesslich war Flaschenpfand-Jürgen auch ganz entscheidend daran beteiligt, den Joachim Gauck ins Schloss „Schöne Aussicht“ zu hieven, und damit der Angela Merkel eins auszuwischen.


Unser vielseitiger Flaschenpfand-Jürgen (Bilderberger, Berufszyniker, Ex-Arbeiterkampf-KB Nord Kommunist, Präsidenten-Scout, MdB, und, und, und….)

Wovon schwafelst Du also, Boris?

Ich, Claudia
Was mich betrifft, so stimmt zwar, was der Berufshumorist Harald Schmidt diagnostizierte: ich wirke zeitweise wie ein Ecstasy gedopetes Eichhörnchen, aber mit Lahm-Arschigkeit lassen sich in Deutschland keine Wahlen gewinnen.


Claudia Roth ….ich kann aufmischen

Die Deutsche Volksgemeinschaft lechzt vielmehr danach, emotional so richtig aufgemischt zu werden, und wer kann das besser als ich.

Lieber Boris, offenbar hat Du dieses stänkernde Verhalten von Deinem Vater geerbt, dem einstigen Rebellen vom Remstal.
Das ist aber in unserer Grünen Partei nicht mehr erwünscht-.

Ich fordere Dich, Boris, daher auf, in Zukunft Deine Klappe in solchen Angelegenheiten zu halten.

Wenn Du glaubst, unbedingt so etwas loswerden zu müssen, dann kannst Du das in kleinem Kreis bei der nächsten Wein-Hocketse tun.

Glückauf mit den Grünen

Claudia Aufrege-Roth, MdB

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Hamburger Bordellbesitzer schreibt an ZDF-Programmdirektor zur Bett-Kultursendung mit Paula Lambert

Dr. Alexander von Paleske — 9.7. 2012 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Otto Anschaffer
Grosse Freiheit 6
Hamburg-St. Pauli

Herrn
Programmdirektor „Kultur“
des ZDF
Mainz 500

Sehr geehrter Herr Programmdirektor,

darf ich mich zunächst vorstellen: Mein Name ist Otto Anschaffer. Ich betreibe mehrere Freudenhäuser im Hamburger Rotlichtbezirk.

Ich möchte Ihnen mein tiefstes Missfallen über die gestrige Bett-Sendung mit dieser Paula Lambert ausdrücken, die sich in einem etwas zerwühlten Bett mit einem Mützen-Gast zur Verbalerotik traf.


Screenshot: Dr. v. Paleske

Erst glaubte ich, mich verzappt zu haben, als ich diese lüstern reinschauende Dame zu Gesicht bekam, ich hatte nämlich eine etwas gehobene Literatursendung erwartet.


Paula Lambert …. Erotisches Bett-Gebrabbel mit Mützen-Gast. Screenshot: Dr. v. Paleske

Auch wir Sex-Manager aus den Rotlichtvierteln möchten uns ja gerne mal kulturell aufrüsten, denn Sex – das ist ja unser täglich Geschäft, das wollen wir nicht auch noch nach Feierabend sehen.

Sex-Gebrabbele
Dann glaubte ich, in einer Cabaret-Show gelandet zu sein, bis ich zu meiner Empörung feststellen musste: Die versuchen tatsächlich einen auf Sex-Kultur mit Erotik-Gebrabbele im Bett zu machen.

Schliesslich habe ich mir den Begriff „Kultur“ pervers, also von hinten gelesen angeschaut, und so wird aus „Kultur“ das Wort RuTLuk und darin ist RTL verborgen.

Da ging mir ein Licht auf.

Lambert Sendung Kulturperversion
Es handelte sich ganz offensichtlich um eine Perversion des Begriffs „Kultur“ in Richtung Billigfernsehen, Unterschichtenfernsehen, Klamaukfernsehen.


Etikettenschwindel. Aber Rückwärts gelesen: RTL drin.

Als Mann vom (Sex-)Fach muss ich Ihnen sagen, dass diese Sendung aber auch den niedrigsten Ansprüchen an Unterhaltung nicht gerecht wird, von Kultur ganz zu schweigen: Nichts als ein Herumgeeiere um den kunstvoll praktizierten Sex.

Mit anderen Worten: ein Aperitif , auf den kein Menü folgt.
Ich halte nichts von derartiger Verbalerotik, die Appetit macht und Hunger zurücklässt.

Offenbar war der Raum auch noch ungeheizt, sodass der Gast sich eine Wintermütze aufsetzen musste.
Als Antiaphrodisaikum empfehle ich – statt Absenkung der Raumteperatur – Hängolin-Kaffee, wenn es denn sein muss.

Muss sich ändern
Sehr geehrter Herr ZDF-Programmdirektor, das muss sich ändern. Das können wir zusammen ändern.

Ich lade Sie ganz herzlich in mein gut geheiztes Etablissement ein: Dort wird nicht lange herumgelabert um den heissen Brei, sondern da heisst es: „Hosen runter, zur Sache Schätzchen“.

Das wird bei den Zuschauern wesentlich besser ankommen und die Quote nach oben treiben. Ausserdem halte ich diese Stossgebiete-Buchautorin Charlotte Roche für wesentlich geeigneter durch die Sendung zu führen, als diese Paula Lambert.

„Skandalnudel“ Roche mit der hohen Pieps-Stimme hat ja in ihrem Büchlein Stossgebiete durchaus lebensnah über einen Bordellbesuch mit Ehemann berichtet. Wie aufregend.

In den Zeiten der Doku-Soaps darf es einfach auch in Sachen Bordell keine Berührungsängste mehr geben.

Ich freue mich schon über Ihren Rückruf.

MfG

Otto Anschaffer

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Bild-Kai (Diekmann): So schaffen wir den Wiederaufstieg von Computer-BILD

Dr. Alexander von Paleske —- 1.7.2012 —
Folgende E-Mail landete heute in meiner Mailbox:

Kai Diekmann
Herausgeber Computer-BILD
Axel-Springer-Haus
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg

Guten Morgen liebe Computer-BILD-Leser,

ich habe als Herausgeber der Computer-BILD einige wichtige Neuerungen für unser IT-Blättchen anzukündigen, welche den Auflagen-Wiederaufstieg einläuten werden.

Als Herausgeber dieser Technik-Postille beobachte ich nicht nur mit Schrecken den dramatischen Auflagenrückgang, sondern muss mir auch ständig die bohrenden Fragen von unserem Chef Mathias Döpfner anhören:

„Wann kommt endlich die Trendumkehr?

Die wird jetzt kommen.


Bild-Kai …Trendumkehr wird kommen, so wahr ich BILD-Kai heisse. Screenshot: Dr. v. Paleske

Ein Blick zurück
1996 starteten wir die Computer-BILD und das wurde sogleich ein Renner, da viele Menschen in der Phase nach Abschaffung der cd.. – MS-DOS-Programme, und Einführung von Windows, nach einer Orientierung suchten, und diese in den speziellen Computerzeitschriften, die sich vorwiegend an IT-Freaks richteten, nicht zu finden war.

Diese Lücke hatten unsere Redakteure hervorragend ausgeschnüffelt, und wir gaben ihnen den Freiraum, nach Herzens- äh, ich meine nach Computerlust zuzulegen.

Motto: Du und Dein Computer.
Statt abgehobener Fachsimpelei liessen die aus dem überschäumenden Kauderwelsch, und der nur scheinbaren Computer-Kompliziertheit, die Luft raus.

Die Zeitschrift wurde aus dem Stand heraus ein Renner, ein Dukatenesel. Und die Redakteure re- etablierten die Deutsche Sprache im Computer-Fachbereich. Statt Trojaner: Roboter, statt USB-Stick : USB Speicherstift usw. Hervorragend.

Mittlerweile ist die Auflage von über 1 Million leider auf die Hälfte abgesackt.


Auflagenentwicklung von Computer-BILD

Der Hintergrund: die grossen IT-Revolutionen sind vorbei. Auch Senioren können mittlerweile spielend mit einem Computer umgehen, und nicht alle drei Monate wird ein neues Tablett oder i-Phone gekauft.

Also hat der Bedarf nach Orientierung stark abgenommen und mit ihm leider auch die Auflage von Computer-BILD.

Neue Konzepte vonnöten
Deshalb gilt es nun, mit neuen Konzepten die Auflage und die Profite wieder in die Höhe zu treiben .
Wenn der Bedarf nach Orientierung sinkt, dann muss eben der Suchtfaktor erhöht werden, wie wir das bei der BILD so erfolgreich praktizieren. Gleichzeitig muss das Blättchen billiger werden.

Diese Herausforderungen werden wir mit Frohgemut anpacken:

1. Wir senken die Herstellungskosten, indem wir ganz einfach die Lohnkosten senken. Nur böswillige Gewerkschaftsbosse nennen so etwas Lohndrückerei.

Da wir innerhalb unseres tarifgebundenen Verlages nicht einfach mir nichts Dir nichts den Lohn senken können, lagern wir die Computer-BILD-Schreiberlinge einfach in die separate . „Lohndrück-GmbH“, äh, ich meine Computer Bild Digital GmbH aus, die deutlich untertariflich bezahlt. Wunderbar.

Bei dieser Umstrukturierungs-Massnahme sind wir mittlerweile zwar auf erheblichen Widerstand uneinsichtiger und widerborstiger Redakteure gestossen, aber auch damit werden wir fertig werden.

Wer sich weigert, dieses ausserordentlich attraktive Angebot anzunehmen, den werfen wir fristgerecht und betriebsbedingt einfach raus.

Es ist bedauerlich, dass diese Widerborstigen nicht verstehen wollen, dass wir kein Wohltätigkeitsverein sind.

Die Lücken füllen wir dann mit Praktikanten, Aushilfen und (vogel-)freien Journalisten.
Solange die Leser sich nicht darüber beschweren, dass wir nach der Devise vorgehen:

„Pay peanuts and get monkeys“

kann uns das herzlich gleichgültig sein.

Computer-BILD als Pilotprojekt
Wenn das erfolgreich gelaufen ist, werden wir dieses Modell auch in anderen Verlagssparten praktizieren, also sogenannte selbständige „Lohndrück-Profitcenter“ einrichten.
Insofern ist die Computer-BILD für uns eine Art „Pilotprojekt“.

Aber das alleine reicht nicht.

2. Um die Auflage in die Höhe zu jagen, übertreiben wir einfach mit Internet-Abzocke-Skandalen, gestalten sie reisserischer, das machen wir wie die BILD

3. Und wir werden SEX als Suchtmittel einsetzen, das den Leser zur Computer-BILD greifen lässt wie den Süchtigen nach dem „Stoff“.

Anfangen werden wir mit dem Computer-BILD-Girl. Ein halbnacktes oder nacktes Girl sitzt z.B. auf einem Laptop, oder auf einem Tablet.

Aber dabei können wir nicht stehenbleiben.
Wir starten gleichzeitig die Rubrik “wo finde ich die schönsten Pornoseiten ohne Virusbelastung? – nein, nicht HIV- Virus sondern Computervirus-

In einem weiteren Schritt werden wir dann auch Bordell-Suchhilfen bringen: Wie finde ich das nächstgelegene empfehlenswerte Bordell im Internet. So ähnlich habe ich es in der BILD-Zeitung auch gemacht.

Auch Agony Spalte
Auch eine „Agony-Spalte“ werden wir einrichten wo Computer-Besitzer ihr Herz ausschütten können: z.B. „Meine Frau greift im Bett immer zum Netbook statt nach mir“.

Unsere Auflage mit dieser Themenorientierung wird alsbald in die Höhe schnellen.

Liebe Computer-BILD-Gemeinschaft, Ihr dürft Euch schon heute auf die neue, aufgesexte, verhübschte, billigere Computer-BILD freuen-

Es grüsst Euch ganz herzlich

Euer Computer-BILD-Kai

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SATIRE

Start der „Aktion Zukunft“: 30 Millionen BILD-Leser täglich – mindestens

Dr. Alexander von Paleske 23.6. 2012 Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox.

Kai Diekmann
BILD-Chefredakteur
z.Zt. im bezahlten Forschungsurlaub
Silicon Valley
Kalifornien
USA

Guten Morgen Deutsche BILD-Volksgemeinschaft,

ich melde mich heute aus der Hauptstadt der Internet-Startup-Garagen in Kalifornien/USA.


Bild-Kai …..forsche in Silicon Valley. Screenshot: Dr. v. Paleske

Unser ganz hervorragender Vorstandschef, Mathias Döpfner, hat mich für 6 Monate hier hergeschickt, weil er es leid war, ständig die sinkenden Absatzzahlen der Printausgaben von BILD und BILD am Sonntag morgens auf seinem Schreibtisch zu finden, und dann die bohrenden Fragen von Elfriede Schalom beantworten zu müssen.
Die BILD-Auflage von einst 5 Millionen Exemplaren – nur im Westen – ist ja mittlerweile auf 2,7 Millionen – trotz Wiedervereinigung – zusammengeschmolzen. Und BILD am Sonntag hat im vergangenen Quartal noch einmal 10% eingebüsst. Das kann und darf nicht so weitergehen.


Auflage von BILD und BILD am Sonntag …..Unerträglicher Kurvenverlauf, darf so nicht weitergehen.

Zwar haben wir in den letzten Jahren durchaus einige mutige Innovationen bewerkstelligt, z.B. die Benutzung unserer Leser als kostenlose Medien-Zuträger.

Tausende, nein, Zehntausende unserer Leser gehen täglich mit ihren völkischen Vado-BILD-Bürger-Kameras gemäss dem Wikipedia- Prinzip (ehrenamtliche Mitarbeit) auf Objektsuche, und senden dann diese Schnappschüsse zur Begutachtung auf Sensations-Tauglichkeit an uns.

Dadurch konnten wir darauf verzichten, diese gierigen und eingebildeten Fotojournalisten weiterhin zu alimentieren.

Offensive angesagt
Aber nun geht es um eine Offensive, die BILD in fast jedes Haus bringen soll, so wie wir es anlässlich des 100. Geburtstags unseres Gründer-Väterchens, des Presse-Königs Axel I. gemacht haben. Allerdings diesmal nicht mehr als Printausgabe, sondern über das Internet.

Ein enorm wichtiger Schritt gerade rechtzeitig zum morgigen 60. Geburtstag der BILD, dem „Kettenhund“ des Axel Springer Verlags, den ich seit nunmehr 11 Jahren ausführen darf. Was auch meinen Neigungen entspricht, denn ich erzähle gerne Märchen.

BILD für Multimillionen, Geld für Multimillionäre
Unser vorwärts gerichteter Plan heisst: BILD für 30 Millionen Deutsche – mindestens.

Das können wir natürlich mit unserem bisherigen Internetauftritt Bild.de nicht erreichen. Wir brauchen deshalb einen Multiplikator, eine Art Huckepackverfahren. Und da kommt eigentlich nur Facebook in Frage.

Ich werde daher mit Facebook-Zuckerberg verhandeln und ihm klarmachen, dass ein derartiger intellektueller Auftritt, dem nach dem Börsengang angeschlagenen Image von Facebook nur guttun kann.

Und ich werde ein finanzielles Angebot machen, dass Zuckerberg nicht ausschlagen kann: Das Projekt heisst: Facebook-Bild.

Sofort nach Aufschlagen der individuellen Facebook-Seite, werden Facebooker exklusiv auf einen Aufmacher stossen, der sie verleiten wird, sofort Bild.de anzuklicken.

Als Beispiel sei der hervorragende BILD-Artikel dieser Woche genannt:

Sexologin Ann Marlene Henning: „Männer vergesst das rein-raus“.

Es sind diese Art von Artikeln, die den Leser zur BILD greifen lassen, wie den Süchtigen nach dem „Stoff“. Ja, BILD muss süchtig machen, wie ich gerade in einem Interview mit der WELT erklärt habe

BILD wird Baustelle
Um das Suchtpotential deutlich zu erhöhen werden wir unsere Redaktion umbauen, um unsere Sensationsnachrichten noch sensationeller zu machen.

Wir werden vier Abteilungen einrichten bzw. personell aufstocken:

– die BILD-Promi–Fahrstuhlabteilung,

– die BILD-Investigativabteilung (Schnüffelabteilung)

– die Prangerabteilung und

– die „BILD kämpft für Sie“ Abteilung.

Die BILDPromi-Fahrstuhlabteilung beschäftigt sich vorwiegend damit, wer jeweils durch BILD in der öffentlichen Meinung nach oben, bzw. nach unten zu befördern ist. Das betrifft nicht nur Celebrities (Personalities), sondern auch und gerade Politiker.

In wöchentlichen Konferenzen werden wir bestimmen, wer mit BILD runter, und wer rauffährt. Das wird dann kampagnenmässig umgesetzt.

Als Mittel der Darstellung: Entweder werden Geschichtchen übertrieben dargestellt, oder in der BILD-Volksgemeinschaft Zweifel an der Person gesät, etwa in der Weise:
Ist diese(r)m Mann / Frau noch zu trauen? Wobei diese Fragen nach dem Studium der BILD eigentlich recht einfach mit ja oder nein zu beantworten sind.

Schnüffelteam
Parallel dazu schaffen wir ein Team von „investigativen“ Journalisten, die in der Abteilung „Schnüffel“ zusammengefasst sind.
Dort geht es darum, insbesondere Fehlverhalten von Politikern, Amtsträgern und Personen öffentlichen Interesses aufzudecken, notfalls unter Einsatz aller verfügbaren Mittel. Ganz genau so, wie wir es mit dem Grafen Schnorr von Wulff zu Münchhausen gemacht haben, den wir schliesslich zu Fall brachten.

Hervorragend haben unsere Schnüffler da gearbeitet, die schliesslich mit dem angesehenen „Henri-Nannen-Preis“ geehrt wurden. Unser Team hat sogar diese „sklerotischen“ Journalisten vom SPIEGEL glatt ausgestochen, die wochenlang einer falschen Fährte nachliefen.

Aber das ist ja keine Überraschung, da die sich vor allem in ihrem neuen Palazzo Prozzi über ihre neuen Büros freuen und Hahnenkämpfe austragen: SPIEGEL-Online gegen Printausgabe SPIEGEL.

Dann die Prangerabteilung. Die schlägt vor, welche Person(en), bzw. welche Angelegenheit in der jeweiligen Ausgabe an den Pranger gestellt werden sollten, mit dem Ziel, die Bild-Leser-Volksgemeinschaft emotional so richtig aufzumischen, und damit noch süchtiger nach der nächsten BILD-Ausgabe zu machen. Gerade diese Abteilung wird eng mit dem von mir erfundenen (pseudo-)demokratischen BILD-Leserbeirat zusammenarbeiten.

Schliesslich die kämpfenden Rechts-Ritter von „BILD kämpft für Sie“, welche den Lesern den (falschen) Eindruck vermitteln, bei dieser Truppe handele es sich um die „Bundesanwaltschaft der Kleinen Leute“

Ebenfalls Franz Josef Post von Wagner
Auch die Kolumne des Fäkalienwort-Starkolumnisten Franz Josef Post von Wagner gehört als Aufmacher auf die Facebook-Seite.


Franz Josef Post von Wagner ….. muss auf jede Facebook-Seite

Parallel zu meinen Verhandlungen mit Facebook-Zuckerberg werde ich einen Blick in die Internet-Startup-Garagen werfen, und mich ideenmässig inspirieren zu lassen.

Deutsche Volksgemeinschaft, Ihr dürft Euch auf die neue Facebook-BILD schon heute freuen.
Wir gehen goldenen Zeiten entgegen.

Es grüsst Euch alle aus dem Garagen-Innovativ-Zentrum

Euer Bild Kai.

Nachtrag:
Ich wollte noch darauf hinweisen, dass wir aus Anlass des 60. Geburtstags von BILD auch eine Sammlung der besten Franz Josef Post von Wagner-Sprüche veröffentlicht haben.

Seine Sätze sind Ohrfeigen und Streicheleinheiten. Seit 11 Jahren schreibt Franz Josef Post von Wagner, der berühmteste Briefeschreiber Deutschlands, in BILD an Menschen, Tiere, Pflanzen, Benzin, Harley Davidsons etc, also über Themen, die uns bewegen.

Leider vergassen wir den Spruch aus seiner Vor-BILD-Ära zu erwähnen:

Angeber-Wessi mit Bierflasche erschlagen. Er protzte mit seinem BMW herum, beschimpfte seine Mitarbeiter als doofe Ossis. ganz Bernau ist glücklich, dass er weg ist.

Ich bitte, das Versäumnis zu entschuldigen.

K.D.

Mehr Satire zu BILD-Kai
Hamburger Bordellbesitzer schreibt an BILD-Diekmann zur Hurenserie
BILD-Kai (Diekmann): Kampagnenstart „Junge komm bald wieder“

Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

An BILD-Diekmann Betr.: „Franziska (26) Ich lebe mit zwei Männern“

Kai Diekmann Betreff: Serie “So war mein bester Sex”
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

Zum SPIEGEL – keine Satire
Neues SPIEGEL-Domizil in Hamburgs Hafencity, oder: Umzug in den „Palazzo Prozzi“
Zensur bei Spiegel-Online – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Zum Axel Springer Verlag
Grosse Feier beim Axel Springer-Verlag: Blatt- Plattmachers 100. Geburtstag

Zu Franz-Josef Post von Wagner
(Fäkalworte-) Starkolumnist Post von Wagner an SPD-Sigmar Gabriel: Sind Sie verrückt geworden?

Kommentare
An Kai:
Ich musste leider den Kommentar entfernen – Bitte nicht den Bild-Zeitungs-Stil hier verwenden.

Danke

Dr.v.P

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Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Flaschenpfand-Trittin schreibt an Bundespräsident Joachim Gauck

Dr. Alexander von Paleske — 18-6- 2012 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Jürgen Flaschenpfand-Trittin
MdB, Fraktionsvorsitzener der Grünen
Reichstag
Berlin

An
Seine Exzellenz
Bundespräsident Joachim Gauck
Schloss Schöne Aussicht
Berlin

Hochverehrter Herr Bundespräsident, lieber Joachim,

ich sehe mich veranlasst, Dir zu Deiner hervorragenden Rede vor der Führungsakademie der Bundeswehr „Mutbürger in Uniform“ in Hamburg meine aufrichtige Anerkennung auszudrücken.

Ich, der ich mich sozusagen als „Präsidentenmacher“ ansehe, wenn ich das mal so sagen darf, bin hochzufrieden mit Deinem Auftreten. Du hast mich bisher in keiner Weise enttäuscht, ganz im Gegenteil!.

Früh positiv geäussert
Bereits vor Deiner spektakulären Wahl hattest Du Dich ja zu zum Afghanistan-Feldzug sehr, sehr überzeugend geäussert , und nicht Dich an dieses Gebot „Du sollst nicht töten“ geklammert, indem Du sagtest:

„Um es klar zu sagen, ich finde den Einsatz nicht gut, aber erträglich und gerechtfertigt“


Gauck bei der Bundeswehr —— melde dem Bundespräsidenten: Bundeswehr angetreten zum weltweiten Einsatz

Und im Nachsatz hast Du dann in erfreulicher Frische diesen flügellahmen Friedenstauben, wie meinem berufsnörgelden Kollegen Ströbele, auch noch eins übergebraten:

„Es ist schon sehr merkwürdig, dass eine politische Richtung, die Jahrzehnte lang den bewaffneten Befreiungskampf in Afrika und anderswo bejubelt hat, nun einen Radikalpazifismus pflegt. Das ist ein taktischer, aber kein ethischer Pazifismus”.

Hans-Christian Ströbele besass nun sogar noch die Frechheit nach Deiner wegweisenden Ansprache in Hamburg zu sagen:

“Ich habe Herrn Gauck diesmal (bei der Wahl zum Bundespräsidenten) nicht meine Stimme gegeben und fühle mich bestätigt.”

Lächerlich.

Besonders beeindruckende Redeauszüge
Ich möchte Teile Deiner Grossen Rede, wenn Du erlaubst, hier noch einmal wiedergeben. Teile, die mich ganz besonders beeindruckt haben:

„Die Bundeswehr als Parlamentsarmee im demokratischen, wiedervereinten Deutschland ist keine Begrenzung der Freiheit, sondern eine Stütze der Freiheit”.

Und weiter:

“Unsere glücksüchtige Gesellschaft” könne es nur schwer ertragen, dass es wieder deutsche Gefallene und Kriegsversehrte gebe und ziehe daher ein Nicht-Wissen-Wollen vor..“

Und in Verbindung damit hast Du völlig zu Recht den bundesdeutschen Glückssuchtverseuchten auch noch „Hedonismus“, also das „Verlangen nach Sinneslust“ aufs Butterbrot geschmiert.

Hervorragend.

Dulce et decorum
Auch beeindruckend, wie Du zu den Fragen des Heldentodes Stellung genommen hast:

Eine funktionierende Demokratie erfordert auch Einsatz, Aufmerksamkeit, Mut, und manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben.

Da hättest Du eigentlich auch den Spruch aus dem Lateinischen rezitieren können:

Dulce et decorum est pro patria mori“

Übersetzt:

Süss und ehrenhaft ist es, für das Vaterland zu sterben.

Zum Glück keine Bergpredigt
Gut auch, dass Du trotz Deiner Vergangenheit als Pfaffe keine Bergpredigt dort gehalten hast, vielmehr Dir die Jacke eines (Pseudo-) Realisten angezogen hast, der (angeblich) die Welt kennt und weiß, dass die Ultima ratio regis nun einmal die Kanone, und nicht die Friedenspfeife ist.

Gerade auch, um die Demokratie – mit Waffengewalt – z.B . nach Afghanistan zu exportieren.

Richtig den Nagel auf den Kopf getroffen hast Du mit Deiner Feststellung:

Die Welt ist nun einmal nicht geheilt, sondern tief gespalten, daher könne Gewalt notwendig und sinnvoll sein, um ihrerseits Gewalt zu überwinden”.

Pazifismus längst über Bord
Wir Grüne haben den blinden Pazifismus ja längst über Bord geworfen, wobei unser seinerzeitiger Grosser Steuermann Joseph Martin Fischer, auch Joschka genannt, sich Schrittmacherverdienste gerade auch mit seinem (dort völlig unangebrachten ) Auschwitzzitat erworben hatte.

Nachdem wir Grüne unsere pazifistische Vergangenheit elegant entsorgt hatten, konnten wir frohen Mutes dem Bundeswehreinsatz gegen Serbien und später dann in Afghanistan ohne jegliche Bauchschmerzen zustimmen.

An vielen Brennpunkten präsent
Nun ist das Afghanistanabenteuer (ohne messbare Ergebnisse) ja bald vorbei, aber wir sind an vielen anderen Brennpunkten präsent, wie z. B. am Horn von Afrika.

Die Welt um uns herum verändert sich rasant, und wir Grüne verändern uns mit ihr, wie Du das so treffend ausgeführt hast:


„Wir übernehmen jetzt Verantwortung für Dinge, über die wir früher nicht einmal nachgedacht hätten, so hat es kürzlich General Carl-Hubertus von Butler ausgedrückt, bis vor kurzem Chef des Heeresführungskommandos. Vor wenigen Tagen ging durch die Presse, wie sich die Bundeswehr für den sogenannten Cyberkrieg rüstet. Und während wir hier sitzen, stehen Tausende von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr auf drei Kontinenten in Einsätzen ihren Mann und ihre Frau.

Unser Grünen- Bundeswehr-Motto, das darf ich Dir verraten, wird in Zukunft lauten:

Gestern waren wir nur in Deutschland,
jetzt sind wir überall wo es brennt auf der Welt.

Ja, wir können auf Deutschland stolz sein, in der Zukunft sogar noch mehr.


Jaaaa, das kann ich als Obergrüner nur unterstreichen

Zur Bilderbergkonferenz
Lieber Joachim, ich möchte gleichzeitig die Gelegenheit nutzen, um kurz noch über die Bilderberg-Geheimkonferenz in den USA zu berichten, an der ich die Ehre hatte, teilzunehmen.

Gleich vorweg, viele Teilnehmer haben mir ihr Bedauern ausgedrückt, dass Du bisher noch nicht teilnehmen konntest.

Sowohl Dein (neoliberaler) Freiheitsbegriff, und Dein ständiges (gebetsmühlenartiges) Wiederholen desselben, wurden ausserordentlich lobend erwähnt.

Mit-Organisator und ZEIT-Chefkorrespondent Matthias Nass hat mir aber fest zugesagt, Dich nächstes Jahr auf die Einladungsliste zu setzen.

Auch mit Bilderberger Josef „Feldherr“ Ackermann hatte ich hochinteressante Gespräche.

Gleichzeitig nutzte ich die Gelegenheit, ihm auch namens der Grünen für seine unermüdliche Arbeit zur Wohlstandsvermehrung als Chef der Deutschen Bank zu danken.

Gemeinden und Zinsswaps
Insbesondere erklärte Josef mir, wie er und sein Institut es geschafft haben, den Städten und Gemeinden durch das Aufschwatzen von Zinsswaps hilfreich unter die Arme zu greifen, jedenfalls für die ersten Monate nach Vertragsabschluss, während später – erwartungsgemäss – aus diesen Verträgen wunderbare Geldflüsse an die Deutsche Bank wurden.

Dass vielen dieser Städte und Gemeinden jetzt finanziell das Wasser bis zum Halse steht, sei eben ein zu akzeptierender Kollateralschaden in einer freien Marktwirtschaft.

Ich habe Josef für seinen weiteren Weg in der Schweiz alles nur erdenklich Gute gewünscht.

Gerade heute las ich, dass angeblich ganz Deutschland auf Deine erste Grosse Rede wartet. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass Du die in der Führungsakademie der Bundeswehr zum Thema Krieg und Frieden bereits gehalten hast.


Jürgen Trittin ……ganz untertänigst

Ganz untertänigst

Dein

Jürgen Flaschenpfand-Trittin
Obergrüner und Bilderberger

Mehr Satire zu Flaschenpfand-Trittin
link Jürgen Flaschenpfand-Trittin berichtet von der Bilderberg-Konferenz in Virginia / USA
Jürgen Flaschenpfand-Trittin zur Kandidatur von Joachim Gauck

Mehr Satire zu Gauck
Ansprache des neuen Präsidenten Gauck: Ich bin der richtige Mann (zur falschen Zeit)
Joachim Gauck: Jetzt rede ich und stelle klar

Keine Satire zur Bilderberg-Konferenz
linkDie Bilderbergkonferenzen, Wikipedia und eine persönliche Erfahrung
linkDie Bilderberg Konferenz 2012 tagt – oder: Alles verkommen
link Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit

Zur Deutschen Bank und Zinsswaps
Deutsche Bank: „Raubtierkapitalismus“, Staatsknete und rechtswidriges Vorgehen als Geschäftsidee?

Deutsche Bank und CDO’s oder: wie man Schrottpapiere losschlägt und dabei noch einen Riesen-Reibach macht. Drei Beispiele
Deutsche Bank, Anlagemüll und die Zinswetten mit hochverschuldeten Kommunen

Zum Ex-Grossen Grünen-Steuermann und nun Industrie-Klinkenputzer Joseph Martin Fischer
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

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Minister Dirk Teppich-Niebel: Jetzt rede ich

Dr. Alexander von Paleske — 8.6. 2012 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Dirk Teppich-Niebel
Bundesminister für Exportförderung
– Schwerpunkt: Dritte Welt-Länder –
Im Regierungsviertel 5
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

aufgrund der erbärmlichen Berichterstattung über meinen neuen Afghan-Teppich und dessen Transport nach Deutschland, sehe ich mich veranlasst, zum Zwecke der Klarstellung mich direkt an die Deutsche Volksgemeinschaft zu wenden:

1. Der handgeknüpfte schöne Teppich ist nicht, wie von der Presse frei erfunden, neun Quadratmeter gross, sondern lediglich 8,95 Quadratmeter. Den Teppich wählte ich in der Deutschen Botschaft unter mehreren dort von einem Teppichhändler präsentierten Stücken aus.

2. Der Transport mit einer Maschine des Bundesnachrichtendienstes sollte sicherstellen, dass der wertvolle Teppich nicht unterwegs gestohlen wurde.
Als Handgepäck konnte ich ihn ja wohl kaum auf einer Linienmaschine, mit der ich flog, mitnehmen.

3. Die Maschinen des Bundesnachrichtendienstes fliegen ohnehin oftmals leer aus Afghanistan zurück; auf dem Hinweg sind sie meist mit papierenem Propagandamaterial gefüllt, das aber leider von der Bevölkerung Afghanistans eher als Toilettenpapier zweckentfremdet wird.

4. Der Kauf des Teppichs in Kabul sollte gerade auch ein Beispiel setzen: wie wir Ländern der Dritten Welt helfen können, indem wir nicht nur Waffen dorthin schicken, sondern ihnen ihre Waren abnehmen, und zwar ohne dass Zwischenhändler und Exporteure daran auch noch Geld verdienen.

Direkte Entwicklungshilfe vor Ort sozusagen.
Ein ausserordentlich nachahmenswertes Beispiel für alle Deutschen Touristen und Soldaten in Dritte Welt Ländern.


Das bin ich im Auslands-Outfit

5. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat mit Flügen schon in der Vergangenheit, zwar nicht mir, aber anderen ausgeholfen, z.B. dem mittlerweile verstorbenen österreichischen Rechtsaussen Haider, als der den Irak-Diktator Saddam Hussein seinerzeit besuchte.

Insofern konnte ich bei dem relativ harmlosen Teppich-Transport auch nichts Absonderliches feststellen.
Und der Vorwurf der Steuerhinterziehung, bloss weil der deutsche Zoll nicht aufpasste, ist geradezu albern. Im übrigen kann ich nicht den ganzen Tag mit dem Steuerrecht unter dem Arm herumlaufen.

6. Anstatt die Deutsche Volksgemeinschaft aufzufordern, bei der Suche nach dem Sicherheitsloch im BND mitzuhelfen, (Stichwort: verschwundene Baupläne für die neue BND-Zentrale in Berlin), versuchen diese Medien-Tintenkulis jetzt Stimmung wegen dieses kleinen 30kg Teppichs gegen mich zu machen. Lächerlich.

Dabei bleibt auch noch völlig unberücksichtigt, welche Verdienste ich mir gerade bei der Exportförderung der Deutschen Wirtschaft in Dritte Welt Länder erworben, und gleichzeitig die völlig überflüssigen Hilfszahlungen an Organisationen wie den Global Fund zur Bekämpfung von AIDS, Malaria und TB drastisch zurückgefahren habe,

Eine Organisation zur Impfförderung in Dritte Welt Ländern, genannt GAVI, bekommt von uns so gut wie nichts, ganz auf der Linie der Richtungsänderung in meinem Ministerium, die ich durchgesetzt habe.

Gute Nacht Deutschland

Dirk Teppich-Niebel
Minister auf Abruf

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Zu BND-Ex Chef Uhrlau
Mail an BND-Noch-Präsident Ernst Uhrlau
Brief an BND-Präsident Ernst Uhrlau: Klären Sie einen Skandal auf!
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SATIRE

Thilo Sarrazin: Deutsche Volksgemeinschaft, nur noch zwei Tage bis zum Buch2-Day

Dr. Alexander von Paleske — 20.5. 2012 — Folgende hochinteressante Mail landete heute in meiner Mailbox:

Dr. Thilo Sarrazin
Aufmischender Bestsellerautor
Deutschland-Erneuerungsirrpfad 1
Berlin

Guten Morgen Deutschland,
guten Morgen Deutsche Volksgemeinschaft,

jetzt sind es nur noch zwei Tage, bis mein neues wissenschaftliches 400-Seiten Aufmischer-Werk herauskommt:

„Europa braucht den Sarra“., äh, ich meine den Euro nicht


Ab Dienstag erhältlich – Bitte kauft! kauft! kauft!

Anders als bei meinem ersten Buch-Schinken

„Deutschland schafft Sarr“, äh, ich meine sich ab“

handelt es sich natürlich in meinem neuesten Wissenschafts-Erguss um ein Thema, das längst auch von anderen kritisch beleuchtet wurde und wird, und fast jeden Tag in Kanälen wie CNBC und Bloomberg aber auch in der CNN-Show „Richard Quest means business“ heiss diskutiert wird, und über das sich längst andere Profis, und solche, die sich dafür halten, vor mir verbreitert haben, wie dieser ehemalige IBM-Manager und Talk-Show Dauergast Hans-Olaf Henkel:

„Rettet unser Geld – Deutschland wird ausverkauft. Wie der Euro-Betrug unseren Wohlstand gefährdet“


Henkels Aufklärungs-Fibel …kein Vergleich zu meinem Machwerk.

Aber diese Kommentatoren und Bücher können längst nicht mit meinem B2-Buch mithalten, weil ich in akribischer Form bis auf sechs Stellen hinter dem Komma nachweise, warum wir diese Camembert-Währung nicht mehr brauchen, noch nie brauchten, und schleunigst abschaffen müssen.

Warum nicht schon früher
Natürlich werden jetzt Fragen kommen wie:

„Warum hat dieser Sarrazin das nicht viel eher herausposaunt, als er noch im Präsidium der Bundesbank sass, oder gar früher im Bundesfinanzministerium, wo er von 1989–1990 im Referat Innerdeutsche Beziehungen die deutsch-deutsche Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zusammen mit dem damaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel und dem späteren Bundespräsidenten Horst Köhler vorbereitete?“.

Klare Antwort
Meine Antwort ist klar:

„Ich wollte meine Karriere und damit meine Pensionszahlungen nicht gefährden“.

Damals konnte ich ja noch nicht wissen, dass Mitte 60 meine zweite Karriere als Profiaufmischer mich zum Multimillionär und gefragtesten Talker Deutschlands machen würde.


Kein Hahn danach gekräht

Natürlich hätte kaum ein Hahn nach diesem B2-Aufmischer-Buch gekräht, wenn ich es vor diesem Deutschland-Abschaffungsschinken herausgebracht hätte, mit diesem ganzen (pseudo-)wissenschaftlichen Gen-Kram.

Aber nachdem schon mein erstes Buch in Deutschland ein hörbares Aufatmen auslöste:

„Endlich sagt einer die unbequeme (Un-) Wahrheit“

und selbst der „DDR“-Pfaffe und Herold des neoliberalen Freiheitsbegriffs, unser neuer Bundespräsident Joachim Gauck, mir ausserordentlichen Mut bescheinigte, kann es die Deutsche Volksgemeinschaft, wie ich aus DIMAP-Umfragen bereits erfuhr, kaum noch erwarten, mein Buch zu kaufen.

Wie bei Harry Potter
Ich rechne damit, dass in den grossen Buchhandlungen wie Hugendubel und Thalia am Dienstag Szenen wie bei den Erstverkaufstagen der Harry Potter Bücher sich abspielen werden.

Bereits heute abend werde ich in der Günther Jauch Talkshow

„Wer wird der nächste Buch-Millionär“

Gelegenheit haben der Deutschen Volksgemeinschaft einige meiner Weisheiten in aufmischender Weise vorab zu übermitteln, als Aperitif sozusagen, und so den Appetit auf meinen B2-Schinken noch steigern.

Mir kann keiner
Und, anders als bei den Gentheorien, die ich mangels eigener profunder Kenntnisse bei einigen (dubiosen) Leuten abgeschrieben habe, bin ich beim Euro als gelernter Volkswirt und ehemaliges Bundesbankmitglied natürlich in meinem Element.

Diese Volks-Talker wie Anne Will, Jauch und Co können mir auf diesem Feld gar nicht das Wasser reichen, und wenn die mit sogenannten Fachleuten anrücken, dann wird sich alsbald eine Diskussion entwickeln, bei der kein Otto Normalverbraucher mehr durchblickt.

Dabei gilt: jede Diskussion die mit einem „Unentschieden“ endet, ist bereits ein Gewinn für mich, weil ich nicht widerlegt werden konnte.

Reite auf der Euro-Skepsis Welle
Ausserdem reite ich natürlich auf der Welle der breiten Euro-Skepsis in der Deutschen Volksgemeinschaft.

Und so werde ich durch die Veröffentlichung meines B2-Schinkens, gleich einer Kettensäge ritsche ratsche den letzten Ast des Vertrauens am Euro-Baum absägen.

Auch die albernen Forderungen der SPD-Grünen nach Eurobonds, so schreibe ich, sind nichts anderes als der untaugliche reflexhafte Versuch, für den Holocaust endgültig Abbitte zu tun.

Während viele noch glauben, alles wird gut, wenn erst einmal Griechenland aus dem Euro fliegt, werde ich aufzeigen, dass erst alles gut wird, wenn dieser Draghi samt seinem Schnarchverein, genannt EZB, aus in dem ehemaligen BfG-Gewerkschaftsbank-Haus in Frankfurt ausziehen muss.

Anders ausgedrückt: Dieses finanzielle Ausbluten Deutschlands auf Kosten der Spaghetti- Schafskäse- und Paella-Länder wird erst dann ein Ende finden, wenn die Druckmaschinen für die neuen DM-Scheine angeschafft sind, und auf vollen Touren laufen.

Gute Nacht Deutschland

Dr. Thilo Sarrazin
Politischer Metzgermeister, nimmermüder Deutschland-Abschaffungs-Verhinderungs-Forscher, Ex Bundesbanker, Gendatenbanker, Entdecker des Intelligenz-Sarrazin-Gens, Unterschicht-Heizungskosten-Spar-Consultant, Hartz IV- Nahrungsmittelspezialist, politisch-kaltduschender Pofi-Aufmischer, selbsternannter Integrationsfachmann, Sprecher der Obsthändler- und Kopftuch-Crisis- Group

Nachtrag 21.5.2012, 8.30:
Wer gestern abend Günther Jauch angeschaut hat, der wird festgestellt haben, dass bei meinem Widerpart Steinbrück nur eines lief: Die Schweissperlen von seiner Stirn.
In allen wesentlichen Punkten konnte er mir nicht substantiell widersprechen.

Dieser Mann will Bundeskanzler werden? Dass ich nicht lache. Ich kann das besser. Ich werde meine eigene Kandidatur jetzt energisch betreiben.

Bitte nicht vergessen: Nun ist es nur noch ein Tag, bis mein Buch zum Kauf bereitliegt. Ich freue mich schon auf die Einkünfte daraus.

T.S.

Mehr Satire zu den Sarrazins
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Mein neues wissenschaftliches Werk steht vor der Veröffentlichung

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Hurra, ich habe gewonnen und bleibe (in der SPD)
Thilo Sarrazin: Warmwasserduschen und die Bundesbank-Schrottmillionen
Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

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Herbert Rechtslastig schreibt an BILD-Chefredakteur Kai Diekmann
Buchsensation des Jahres: Sarrazins Weisheiten oder: Deutschland durch die Brille eines politischen Kaltduschers
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Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Post für Thilo Sarrazin

SATIRE

Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Manifesto „Wir sind Europa“

Dr. Alexander von Paleske 19.5.2012- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Betr: „Manifest zur Neugründung Europas von unten“ (Schnupper-Consultancy Jahr).

Herrn
Daniel Cohn-Bendit
Berufsparlamentarier
c/o Europaparlament
Strassburg

Herrn
Prof. Dr. Ulrich Beck
Grosssoziologe
München

Sehr geehrter Herr Prof. Beck,

sehr geehrter Herr Cohn-Bendit,

ich möchte Ihnen meine Anerkennung aussprechen für Ihr hervorragendes Manifesto, mit dem Sie dazu auffordern, in Europa ein soziales Europa-Schnupperjahr für Europa-Bürger einzurichten.

Auf dem Weg zum Europa der tätigen Bürger

wie Sie es beschreiben.

http://www.manifest-europa.eu

Jeder Deutsche soll mitmachen
Jeder Deutsche, also Taxifahrer, Theologen, Arbeiter und Arbeitslose – auch Hartz IV Empfänger – sollten eine Art soziales Schnupper-Jahr in einem der europäischen Krisenländer als Antwort auf die Euro-Krise verbringen.


„Wir sind Europa“ ZEIT vom 3.5. 2012 …leider nur auf Seite 45.

Nicht nur haben Sie, meine Herren Cohn-Bendit und Beck, es geschafft, mit Hilfe der Allianz-Versicherungs-Stiftung dieses hervorragende Manifest zur Grund- Runderneuerung Europas zu verfasssen, sondern gleich eine ganze Reihe von Persönlichkeiten für eine Unterschrift zu gewinnen.


Persönlichkeiten-Unterschriftenliste

Darunter der deutsche Ex-Kanzler Helmut Schmidt, der deutsche Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker, und – der darf natürlich auch nicht fehlen – Grossindustrie-Klinkenputzer, Grossopportunist (cum Ex-Putzgruppen- Ex-Spontimitglied und Ex Aussenminster) Joseph Martin (Joschka) Fischer.

Auch der hochgeachtete Philosoph Jürgen Habermas unterschrieb. Hervorragend.

Empört über Behandlung in der ZEIT
Allerdings hat mich empört, dass die führende Deutsche Wochenzeitung DIE ZEIT die Nachricht über die Bekanntmachung (plus Kommentar) dieses bedeutenden Manifesto nicht als Aufmacher auf Seite 1 gebracht hat, sondern erst irgendwo hinten im Feuilleton auf Seite 45.

Eine krasse Fehleischätzung der Bedeutungsschwere dieses Machwerks, angesichts der immer bedrohlicher werdenden Euro-Krise.

Für uns Deutsche heisst es jetzt, diese umwälzende Idee alsbald in Gesetzesform zu giessen, und durch das Parlament zu jagen. Ein hervorragendes Ablenkungsmanöver von den eigentlichen Ursachen der Euro-Krise, und natürlich eine völlig untaugliche Massnahme, um diese in den Griff zu bekommen.

Diese grandiose Idee des einstmals roten Danny, und des Soziologen des gescheiterten „Dritten Wegs“, Ulrich Beck, entspricht fast haargenau den(m) Ideen (-wirrwar), mit dem ich auch schon seit einiger Zeit schwanger bin, Scheinauswege aus der Eurokrise aufzuzeigen.


…eine irdische, gleichwohl grandiose Idee

Hervorragende Botschafter
Diese Deutschen im Euro-Schnupperjahr werden sich hervorragend als Botschafter Deutscher Sekundärtugenden eignen, unter der Devise: „Am Deutschen Wesen muss Europa genesen“.

Unsere Sozialjahr-Botschafter werden insbesondere die Schafskäse-, Paella- und Spaghetti-Länder mit den Deutschen Tugenden der Pünktlichkeit, der Bescheidenheit, der Verzichtsfreude, sowie den Segnungen eines Hartz IV-Programms bekannt und vertraut machen.

Den Schafskäse-Griechenstaat werden sie immunisieren helfen gegen Linksradikale, Kommunisten und sonstiges Gesocks.

Hierfür sind insbesondere ehemalige „DDR“-Bewohner vom Schlage des Pfaffen und jetzigen Bundespräsidenten Gauck besonders geeignet, also Herolde eines neoliberalen Freiheitsbegriffs.

Bisher haben ja die meisten Deutschen Europa, insbesondere die südlichen Strände, schon durch diverse Urlaube mit Neckermann, Thomas Cook und TUI kennengelernt, insbesondere das etwas ausserhalb des Deutschen Kernlandes gelegene quasi-deutsche Bundesland Mallorca.

Richtig kennenlernen
Jetzt kommt es aber darauf an, dass diese Leute uns Deutsche so richtig kennenlernen (harte Arbeit, pünktliches Aufstehen, keine Siesta und sonstiger Kokoloris, reduzierter Alkoholgenuss- gilt ins besondere für die irische Pub-Nation)

Gleichzeitig können unsere Sozial-Botschafter mithelfen, den völlig unbegründeten Hass auf meine Sparpolitik abzubauen.

Deshalb werde ich dafür Stimmung machen, dass gerade auch in den Ministerien Finanzen, Wirtschaft und Inneres in den Krisenländern Deutsche Beamte ihr Schnupperjahr im Rotationsbetrieb ableisten, um so Deutsche Ordnung dort zun etablieren, und in den Innenministerien die Schlagkraft der Polizeitruppen konsultativ zu verbessern helfen.

Insbesondere in Griechenland scheint da noch erheblicher Nachholbedarf zu bestehen.

Europa muss noch viel Deutscher werden mit Hilfe eines eisernen Sparprogramms a la Germany, und unseren Sozialbotschaftern.

Wie gesagt, am Deutschen Wesen muss Europa genesen.

Mit freundlichen Grüssen

Angela Merkel
Deutsche Bundeskanzlerin

SATIRE

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zu den Wahlausgängen in Frankreich und Griechenland

Dr. Alexander von Paleske — 8.5. 2012 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Wolfgang Schäuble
Bundesfinanzminister
Im Regierungsviertel 3
BERLIN

Guten Morgen Deutschland,

nach den Wahlausgängen in Frankreich und Griechenland ist Ruhe erste Bürgerpflicht.

Bereits gestern hatten die Aktienmärkte in Deutschland sich zügig beruhigt, nachdem es zunächst zu Panikverkäufen und einem DAX-Absturz von mehr als 2% gekommen war, der Index aber am Ende des Tages dann doch im grünen Bereich schloss. Sehr erfreulich, auch wenn er heute wieder etwas nachgegeben hat.

Diese wohltuende, realistisch optimistische Stimmung, möchte ich allgemein in der deutschen Volksgemeinschaft verbreitet wissen, und im Rahmen meiner geduldigen Überzeugungsarbeit werde ich hier darstellen, wie wir diese neuen Regierungen bzw. Parteien auf unseren drastischen Sparkurs trimmen, koste es was es wolle.

Dazu haben wir zwei Pläne für jedes Land in der Schublade: einen Plan A und einen Plan B.


Wolfgang Schäuble……..habe jeweils Plan A und Plan B.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Zuerst Griechenland
Fangen wir zunächst mit Griechenland an.
Dort sind nun Weimarer Verhältnisse im Parlament eingekehrt, die uns aber nicht sonderlich bedrücken.

Die Totalverweigerungshaltung einiger hellenischer Parteien, die von uns gesetzten Daumenschrauben voll zu akzeptieren , die bereits jetzt zu (sehr schmerzhaften) Einkommenseinbussen von rund 40% geführt haben, ist nichts als kleinkindliche Trotzhaltung.

Diese Daumenschrauben können nicht mal so eben mir nichts dir nichts abgeschafft werden. Die erhöhte Freitodrate lässt sich leicht durch Ausweitung der Telefonseelsorge in den Griff bekommen, wie auch die Versorgung der ständig zunehmenden Zahl der Obdachlosen durch Deckenverteilung und Ausweitung der Suppenküchen.

Diese träumenden Schafskäseproduzenten werden rasch auf den Boden der nackten Tatsachen zurückgeführt, wenn sie nämlich keine Euros mehr bekommen.

Dann werden die ganz schnell zu Kreuze kriechen.

Sollte das wider Erwarten nicht geschehen, wird Plan B in Kraft gesetzt: Raus aus dem Euro, Wiedereinführung der Camembert-Währung Drachme.

Binnnen kurzen werden dann dort die Gelddruckmaschinen heisslaufen, und jeder Grieche alsbald Millionär werden, ohne Kaufkraft versteht sich.

Bezahlung deutscher Kriegswaffen vordringlich
Unser Deutsches Interesse ist vor allem darauf gerichtet, die Bezahlung unserer hochmodernen, bereits gelieferten bzw. gekauften Kriegswaffen sicherzustllen, insbesondere der (höchst überflüssigen) U-Boote.

Insgesamt 15% aller deutschen Waffenexporte gingen ja nach Griechenland, das bereit war, 4% der Wirtschaftsleitung dafür zu opfern – ohne Druck, sondern nur durch geduldige Lobbyarbeit unsererseits. Und natürlich durch die grosszügige Bestechung des ehemaligen Verteidigungsministers Akis Tsochadzopoulos seitens der deutschen Firma Ferrostaal, die bereits bei den Waffengeschäften mit Südafrika so hervorragend geschmiert hatte, wir berichteten darüber.

Summa summarum wurden bereits 2,6 Milliarden Euro für diese herrlichen Waffensysteme an uns bezahlt, aber eine weitere Milliarde Euro ist immer noch ausstehend.

Wie Frau BK Merkel vor ein paar Monaten dem griechischen Gewerkschaftsboss Yiannis Panagopoulos klarmachte: pacta sunt servanda, Verträge müssen eingehalten werden – auch wenn die (überflüssigen) U-Boote nicht den Anforderungen entsprachen, und auch dass Griechenland verhältnismässig mehr als doppelt so viel im Vergleich mit den anderen Ländern der Euro-Zone für Kriegswaffen ausgibt..

Auch dass diese Milliarde Euro mehr ist, als die anstehenden Pensionskürzungen ausmachen, spielt keine Rolle. Hier hätte vielmehr die griechische Regierung rechtzeitig verkünden können: „Kanonen statt Butter“. Das ist wirklich nicht unser Problem.

Frankreich als nächstes
Und nun zu Frankreich: Auch dieser neue Präsident Hollande träumt, wenn er glaubt, wir würden den EU-Pakt zur Sicherung deutscher Einkünfte, auch Stabilitätspakt genannt, nachverhandeln.

Seine Versprechen gegenüber dem französischen Volk, mit denen er unseren lieben Freund und Jet-Set Realisten Nicolas Sarkozy aus dem Sattel warf, sind nichts als Känguru-Geschichten: Mit leerem Beutel grosse Sprünge machen.

Im übrigen ist es ja kein Problem, nach der Wahl von diesen Versprechen herunterzukommen, das machen ja auch hier in Deutschland fast alle Politiker

Dieser Hollande, das steht jedenfalls fest, wird nicht an die Gelddruckmaschinen der EZB herangelassen, um sein abenteuerliches Programm „Deficit spending“ in die Tat umzusetzen.

Plan B: Wenn aller freundschaftlicher Druck nicht reichen sollte, dann steht die Wiedereinführung der DM, die dann von Staaten wie Österreich und den Niederlanden auch als Leitwährung übernommen werden kann, auf der Tagesordnung
.
Der Rest der Südländer, einschliesslich Frankreich, kann dann weiter den Euro benutzen, ihn nach Herzenslust drucken und damit entwerten.

Deutsche Volksgemeinschaft, wir haben alles im Griff auf dem sinkenden Euro-Schiff!

Euer Bundesfinanzminister
Wolfgang Schäuble

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Zu Ferrostaal
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SATIRE

Ursula Sarrazin: Deutschland, jetzt schreibe ich!

Dr. Alexander von Paleske — 4.5. 2012 Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Ursula Sarrazin
Volksschullehrerin im vorzeitigen Ruhestand
Deutschlanderneuerungsirrpfad 1
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

darf ich mich zunächst vorstellen für diejenigen der deutschen Volksgemeinschaft, die mich etwa noch nicht kennen sollten:
.
Ich heisse Usula Sarrazin, bin die Ehefrau des Bestsellerautors, politischen Metzgermeisters, nimmermüden Deutschland-Abschaffungs-Verhinderungs-Forschers, Ex Bundesbankers, Gendatenbankers, Entdeckers des Intelligenz-Sarrazin-Gens, Unterschicht-Heizungskosten-Spar-Consultants, Hartz IV- Nahrungsmittelspezialisten, politisch-kaltduschenden Pofi-Aufmischers, selbsternannten Integrationsfachmanns und Sprecher der Obsthändler- und Kopftuch-Crisis- Group Dr. Thilo Sarrazin.


Das bin ich

Anfangs skeptisch
Ich war anfangs sehr skeptisch, ob das aufrüttelnde Buch meines Gatten „Deutschland schafft sich ab“ auch den erforderlichen Zuspruch – ausserhalb der rechtsradikalen Szene – finden würde, und ich war ausserordentlich erfreut, wie sehr gerade in (klein-) bürgerlichen Kreisen das Buch eingeschlagen hat, und zu einem riesigen Verkaufserfolg wurde.

Seit mehr als 18 Monaten tobt der von meinem lieben Ehemann initiierte Meinungskampf darüber, ob die Ausländer nicht besser heute als morgen Deutschland verlassen sollten, um so dem intellektuellen Absturz entgegen zu wirken.

Abschied von der Türkenschule
In die Zeit dieser hochpolitischen Debatte fiel auch mein (zum Glück) vorfristiger Abschied von der Türkenschule, äh, ich meine Volksschule, in Berlin.

Und da das Buch meines Mannes solch hohe Auflagen erlebte, und die deutsche Volksgemeinschaft bereits mit Spannung und Ungeduld auf die Auslieferung seines zweites Buchs

„Die Euro-Pleite – Deutschland vor dem endgültigen Abschaffen. Untertitel: Auf dem Marsch in die Dritte-Welt“

wartet, hatte ich mir gedacht, da könnte ich im Huckepackverfahren auch noch etwas mitmischen und meine (engstirnige) Erfahrung aus dem Schulbereich mit einbringen.

Ich packe aus und rede Klartext


Bild, Deutschlands führende Qualitäts-Tageszeitung vor vier Tagen

Der Arbeitstitel meines Buches wird lauten:

„Ursula Sarrazin: Eine ehemalige Volksschullehrerin packt aus“ Untertitel: “Wie mich die Türkenschule abgeschafft hat – Eine Hexenjagd im Schulterrorbereich“.

Ich werde schonungslos das aufzählen (was längst bekannt ist):

– Die Qualen, denen ein Lehrer im Zeitalter der Überfremdung heutzutage ausgesetzt ist

– Die Ausländer-Schüler-Gewalt an der Schule

– Die Uneinsichtigkeit der Ausländerfamilien, dass hier weder Anatolien, noch der Libanon ist, und deren Weigerung, eine Erwachsenen-Nachhilfe in Erdkunde zu belegen, die ich anbot.

– Warum der Frontalunterricht als bewährte Unterrichtsform

– und warum der Rohrstock als Disziplinarmittel wieder eingeführt werden müssen.

Ich werde in dem Buch berichten, wie die nutzlose Schulbehörde die Zeit damit verbringt, immer neue Erlasse zu erfinden, wobei die Erlasse aus den letzten 5 Jahren noch gar nicht umgesetzt sind.

Aktion „Pack den Tiger in den Ranzen“
Dann werde ich unter dem Thema „Pack den Tiger in den Schulranzen“ konstruktive Vorschläge machen: wie wir das hervorragende chinesische Unterrichtsmodell hier in Deutschland verwirklichen können.

Am Schluss werden Sie alle feststellen, dass ich am eigenen Leibe erfahren habe, was es heisst, wenn wir diese Ausländer nicht bald wieder in ihre Heimat schicken.

Gute Nacht Deutschland, Du darfst Dich auf mein Erstlingswerk freuen!

Ursula Sarrazin

Mehr Satire zu den Sarrazins
Neues vom politischen Schlachtermeister Thilo Sarrazin</b
Mein neues wissenschaftliches Werk steht vor der Veröffentlichung

Sarrazin: Deutschland, mein zweites Buch ist in Arbeit
Thilo Sarrazin – Gentest beweist: Ich bin nicht verwandt mit dem Zwickauer Mörder-Trio
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin: Wunderbar diesen Wowereit abgewatscht
Elfriede Schalom an Thilo Sarrazin: Du wunderbarer Spaltpilz
Hurra, ich habe gewonnen und bleibe (in der SPD)
Thilo Sarrazin: Warmwasserduschen und die Bundesbank-Schrottmillionen
Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

Thilo Sarrazin: Gute Nacht Deutschland, ich bin wieder da und noch mehr
Sarrazin – Sag zum Abschied leise: EINEN RIESEN MEHR
Herbert Rechtslastig schreibt an BILD-Chefredakteur Kai Diekmann
Buchsensation des Jahres: Sarrazins Weisheiten oder: Deutschland durch die Brille eines politischen Kaltduschers
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin
Herbert Rechtslastig schreibt an SPD-Andrea Nahles
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Post für Thilo Sarrazin