SATIRE

Post von Karl-Heinz Grasser, Ex Finanzminister Österreichs

Dr. Alexander von Paleske — 14.10. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Karl Heinz Grasser
Ex austrischer Finanzminister
Im Sumpfblütenweg 1
Wien
Österreich

Hallo Deutschland,

ich habe das dringende Bedürfnis, mich wieder in unserem Nachbarland Deutschland zu Wort zu melden, mit Berichten aus unserer schönen (korrupten) Alpenrepublik.

Zur Erinnerung: Ich war der beste Finanzminister den unsere (skandalgeschüttelte) Alpenrepublik je hatte, und ich werde deswegen von der austrischen Klassenjustiz und der linken Kampfpresse hartnäckig verfolgt.

Heute möchte ich mich deshalb substantiell zum Thema „Treibjagd“ verbreitern:
Bei uns in Österreich gibt es zwei Formen von Treibjagden: gesellschaftliche und politische.

Die gesellschaftlichen Treibjagden finden im Herbst statt, man könnte auch sagen: Herbstzeit ist Treibjagdzeit.

Die politischen Treibjagden finden in Österreich neuerdings leider das ganze Jahr über statt.

Gesellschaftliche Treibjagden
Die gesellschaftlichen Treibjagden sind wichtige Ereignisse, die keineswegs nur zum Abknallen von Wild veranstaltet werden, sondern gerade auch dem Zusammenhalt der Oberschicht, dem hochintelligenten Meinungsaustausch, und dem Anbahnen bzw. Zuschanzen von Geschäften dienen sollen.

Zur den gesellschaftlichen Treibjagden des Jahres lädt regelmässig Julius Meinl, der Kaffee-Fünfte, auf sein wunderschönes Jagdschloss Lehenshofen ein.


Jagdschloss Lehenshofen – Rückzugsort für Hoch- und Geldadel

In bösartiger Weise versucht die austrische „Kleine Zeitung“ die Promi-Treibjagden mit einem Tontaubenschiessen zu vergleichen, geradezu lächerlich.

Wahrheit ist vielmehr, dass immer eine schöne Anzahl von Wild waidgerecht dort abgeknallt, äh, ich meine abgeschossen wird.

Die Wichtigkeit und Bedeutung dieser gesellschaftlichen Ereignisse, wo europäischer Hochadel, Geldadel und ausgesuchte Politiker sich ein Stelldichein geben, hat auch die Gemeinde Pöllau in deren Bezirk das Jagdschloss Lehenshofen liegt, erkannt. Sie hat deshalb ihr Kanalbauproramm gestoppt um die Treibjagden nicht durch Baulärm zu stören, und die Weiterführung der Verrohrung auf das nächste Frühjahr verlegt. Zu Recht betonte der Pöllauer Bürgermeister Johann Schirnhofer:

Wir wollen das gute Einvernehmen mit Herrn Meinl nicht gefährden“.

Es ist beruhigend zu wissen, dass es in Österreich noch solchen Respekt, solche Devotheit , und solche Rücksichtnahmen gibt.

Nach der Treibjagd, nach dem Halali, findet das sogenannte „Schüsseltreiben“ statt. Es wird getafelt, es wird getrunken, dabei wird über Politik und Geschäft philosophiert. Ein schönes Erlebnis. Nur Proleten würden so etwas als Fress- und Saufgelage bezeichnen.

Politische Treibjagden
Die erbärmlichen politischen Treibjagden finden das ganze Jahr über in den Medien statt, die ihre Revolverblätter mit angeblichen Skandalgeschichten glauben besser verkaufen können.

Ich kann mich mit Fug und Recht als ein Opfer dieser Treibjagden bezeichnen. Es vergeht kaum ein Tag, den der Herr geschaffen hat, an dem nicht irgendein absurder Skandalvorwurf gegen mich erhoben wird, obgleich ich eine blütenweisse Weste habe – meistens jedenfalls.

Ganz besonders perfide ist das politische Schüsseltreiben. Es handelt sich um die Treibjagd gegen den austrischen Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel.


Opfer des Schüsseltreibens: Ex-austrischer Bundeskanzler Wolfgang Schüssel

Zu Recht betonte mein damaliger Chef Schüssel, dass er ein fabelhaftes Team gehabt habe, und hob besonders meine Verdienste hervor.

Demgegenüber haben Kreaturen wie der Verfassungsrechtler Heinz Mayer, anstatt in Gesetzbücher und Kommentare seine Nase zu stecken und über Gesetzesauslegungen zu forschen, folgendes ungefragt von sich gegeben:

Eine Gruppe von Halunken hat sich äusserst brutal auf den Weg an die Futtertröge gemacht, in Österreich gibt es ein sehr warmes Nest für Korruption“.

Nicht nur beleidigend, sondern geradezu lächerlich..

Der Grüne Peter Pilz setzte noch einen drauf auf diesen Blödsinn und spricht von einer unverschämten Korruption in der Ära Schüssel.

Meine liebe Frau
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen meine, dem Jet-Set zugehörende, und aus dem edlen Kristall-Schmuck-Haus Swarovski stammende Frau Fiona Pacifico Griffini Grasser vorstellen.

Wie dieses Bild zeigt, sind wir grenzenlos glücklich miteinander, und das hat auch damit zu tun, dass meine Frau lebenspraktische Ratschläge für Minderbemittelte in Österreich als Wege aus der Armut parat hat, z.B.:

Sollen die Leute halt ihren Salat und ihre Tomaten auf ihren Terrassen selber züchten.Ich backe auch mein Brot selber, züchte mein Gemüse und trinke gerne Wasser statt Champagner.“

Das erst einmal für heute

Servus

Karl Heinz Grasser.

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Willkommen Piratenpartei

Dr. Alexander von Paleske —6-10.2011 — Folgende Mail landete gerade in meiner Mailbox. Sie wurde mir von einem Anhänger der Piratenpartei übersandt.

Hallo Deutschland,
wir sind die neue Piratenpartei

die wahren Probleme der Welt, die lassen wir ziehen an uns vorbei.

Alphabetweise schreiten wir (wenig problemorientiert) voran,

Weg lassen wir aber z.B. „A“ wie Afghanistan

Denn: Ob Afghanistan, Libyen Syrien, Finanzkrise, Griechenland und Rettungsfond

Transparenz – alleine – heisst unser Piraten- Zauberwort

Unser Ziel: Das Gemauschele und unehrliche Gequassele der Politiker, das muss ein Ende finden.

Die jungen Wähler werden wir mit transparenter Ehrlichkeit an uns binden,

Aus der Tiefe des Internets, der Grenzenlosigkeit und Freiheit geboren,

haben wir Piraten uns geschworen:

Wir machen alles besser, wissen nur noch nicht wie.

Hauptsache: Wir brechen nichts über das Knie.

denn für uns geht es um Koalitionen und die 8% hier

Der Einzug in Landtage und den Bundestag steht vor der Tür

Viele der Etablierten fragen: was wollen die denn?

Wo kommen die her, wo wollen die hin?

Aber wer den Verdruss der Volksmassen mit den Politikern kennt
,
der weiss dass selbst ein Esel den Wahlzettel verschönt,

mit dem Versprechen den Politikern ob schwarz grün, rot, rot-rot oder gar gelb

über die Ohren zu ziehen das Geschwafel-Fell.

Während Griechenland gegen den Sparkurs demonstriert

während eine Protestbewegung in den USA die Wallstreet okkupiert

versuchen wir erst einmal die Piraten-Kompassnadel zu justieren

derweil Transparenz,Transparenz wir skandieren.

Auch wenn wir keine Antworten auf drängende Fragen haben:

Wählt uns, wählt uns, denn wir sind die Piraten.

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Angela Merkel: Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche (Bankenfreunde)

Dr. Alexander von Paleske — 29.9. 2011 — Folgende Mail landete gerade in meiner Mailbox:

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

An
Alle Parlamentarier des
Deutschen Bundestages
Reichstagsgebäude
BERLIN

Liebe Deutsche Parlamentarier,

das war heute eine Sternstunde des Deutschen Parlaments, vergleichbar dem parteiübergreifenden Beschluss zum (sinnlosen) Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, wie wir in Deutscher Einheit das Rettungspaket für die Deutschen und französischen Banken beschlossen haben, äh, ich meine das Griechenland-(Schein-) Rettungspaket.

Mein engster Freund und Banker Josef „Feldherr“ Ackermann hat mich sogleich angerufen, und mir in bewegenden Worten für diese Richtungsentscheidung gedankt, die viel Geld in die Kassen der Banken spülen wird. Und schon steigen die Kurse der Banken am Aktienmarkt als Reaktion darauf an. Sehr erfreulich.

Mit meinem Freund „Feldherr“ Josef zusammen habe ich für diese Form der Zinsknechtschaft den Begriff Karussell-Rettungspaket geprägt.
Denn wie bei der Entwicklungshilfe kommen für jeden Euro den wir da reinstecken, letztlich 1,50 Euro wieder zurück, durch die exorbitanten Zinsen für die Anleihen, die Griechenland mittlerweile zahlen muss.


Schulden Griechenlands


Zinslast Griechenlands in Prozent – Screenshots: Dr. v. Paleske

Schnurz-piep-egal
Dass dies eine wirtschaftliche Erholung in Griechenland ausschliesst ist uns schnurz-piep-egal, solange die Privatisierung in Griechenland planmässig weiterläuft. Wir sorgen wir dafür, dass Griechenland sein Tafelsilber verhökert und dann werfen wir das Land aus dem Euroverbund.

Ein Schuldenschnitt Griechenlands, der vor allem die Banken, in Deutschland, vor allem aber in Frankreich, treffen würde, kommt nicht in Frage. Das habe ich mit meinem Freund Sarkozy fest vereinbart.

Im Gegenzug hat mir der Nicolas versprochen, bei den Libyern ein gutes Wort für uns einzulegen, und dafür zu sorgen, dass auch deutsche Firmen bei den Riesenaufträgen zum Wiederaufbau nicht ganz unberücksichtigt bleiben, insofern uns daher nicht die volle Wucht der Fehlentscheidung trifft, in Libyen auf das falsche Pferd gesetzt zu haben.

Für uns ohne Belang
Auch dass das Gesundheitswesen und die Kommunen Griechenlands in eine verzweifelte Lage dort geraten, die Arbeitslosigkeit massiv ansteigen, die Armut dramatisch zunehmen wird, die Selbstmordrate bereits um 40% angestiegen ist, und keine Schulbücher mehr verfügbar sind, stattdessen CD’s ausgehändigt werden, ist für uns ohne Belang.

Sicher, insbesondere staatliche Krankenhäuser, die jetzt schon in einer kritischen Lage sich befinden

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(11)61152-5/fulltext

werden durch die Sparmassnahmen, zu denen wir die griechische Regierung gezwungen haben, an den Rand des Kollapses geschubst. Aber hier gilt das Prinzip der Titanic: Everybody for himself, und das braucht uns deshalb auch nicht weiter zu interessieren.

Träumer Papandreou
Der Regierungschef Papandreou kann nur davon träumen, deutsche Firmen würden in seinem Land investieren. Die Griechen selbst investieren ja mittlerweile in Bulgarien, statt in ihrem Heimatland, und für deutsche Investitionen sind die Löhne (noch) viel zu hoch, da gibt es wesentlich attraktivere Investitionsmöglichkeiten auf dem Balkan und in Osteuropa.

Natürlich hat Griechenland historisch gesehen eine grosse Bedeutung, aber, wie es so schön heisst:

Für Dinge, welche die Vergangenheit vergoldet hat, gibt der Leihhändler nichts.

Heute will auch Italien wieder eine Anleihe platzieren, das wird nur über einen deutlich höheren Zinssatz laufen, der wiederum schönes Geld in die Banken spülen wird. Die Italiener sollen dann eben weniger essen und den Gürtel enger schnallen, auch ein Beitrag zur Verhinderung von Diabetes und Fettsucht.

Glückauf Bundestag der Deutschen

Ihre Angela Merkel
Bundeskanzlerin

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Angela Merkel an Nicolas Sarkozy: Danke für die erfolgreiche Videokonferenz

Dr. Alexander von Paleske 14.9. 2011 — Folgende Mail landete just in meiner Mailbox:

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin
Bundesrepublik Deutschland

An
Nicolas Sarkozy
Staatspräsident
Elysee-Palast
Paris
France

Lieber Nicolas,

danke für diese erfolgreiche Videokonferenz mit dem Griechen Papandreou .


Videokonferenz – Schafskäse nach China?
Screenshot: Dr. v. Paleske

Ich denke, diese von uns eingeschlagene Strategie wird erst einmal die Finanzmärkte beruhigen, um nicht zu sagen: hinters Licht führen, nachdem wir die schöne Lüge verbreitet haben, dass Griechenland mit unserer Finanzhilfe und Gottes Segen aus der Finanzkrise kommt.
Unsere wahre (Titanic everyone for himself -) Strategie, die natürlich auch Eurobonds zwingend ausschliesst, versuchen wir, solange es geht, zu verheimlichen, und in den Medien schwafeln wir als Vernebelungsaktion weiter von Europa und dessen Miteinander / Füreinander.

Fix und Foxi
Wir beide wissen natürlich, dass Griechenland fix und foxi ist, und auch mit noch so vielen Finanzspritzen – angesichts seines Schuldenbergs – ohne Schuldenerlass nicht gerettet werden kann. Aber weder Schuldenerlass noch Eurobonds sind ein Thema, sondern es muss der Staatsbankrott kommen.

Auch als Warnung an die anderen Spaghetti, Paella und Pub-Länder, die ansonsten bei einem Griechen-Schuldenerlass glauben, der Schuldenerlass-Weihnachtsmann kommt ja immer, wenn es kritisch wird, anstatt durchgreifend im Sozialbereich zu kürzen und die Steuern für die unteren Einkommen in die Höhe zu treiben.


Schulden Griechenlands


Zinslast Griechenlands in Prozent – selbst ein griechischer Gott hätte da Probleme- Screenshots: Dr. v. Paleske

Aber die Überantwortung der Hellasrepublik an den Konkursverwalter und der dann folgende Rauswurf aus dem Euro muss in genau geplanten Etappen vonstatten gehen, so dass es scheibchenweise von den Finanzmärkten geschluckt und verdaut werden kann.

Ich unterstütze voll Deinen Vorschlag, die heute wegen umfangreichen Besitzes maroder hellenischer Anleihen herabgestuften Banken in Frankreich, wie Societe Generale und Credit Agricole, mit frisch gedrucktem Geld zu versorgen, und damit aus der Gefahrenzone zu bringen.

Abnehmer für mehr Schafskäse
Zwischenzeitlich hatte ich mir überlegt, ob wir Griechenland raten sollten, die Schafskäseproduktion hochzufahren und dann in Brüsseler Subventionsmanier den Schafskäse einlagern, an Biogasbetriebe weiterleiten, wo er richtig gären kann und etwas Elektrizität erzeugt, oder aber an China zu verkaufen, dessen Bevölkerung allerdings erst noch auf diesen Geschmack gebracht werden müsste.

Ich halte diese Vorgehensweise aber letztlich für zu umständlich.
Ich denke, dass Griechenland in 2-3 Monaten zum Konkurs freigegen werden kann, aus dem Euro fliegt und die Drachme wieder einführt. Der Euro wird dann in Griechenland zu einer Parallelwährung.


Müssen raus aus Euroland: Hellas und seine Pfeifen – Screenshot: Dr. v. Paleske

Quertreiber FDP
Das politische (Über-) Leben in Berlin wäre erheblich leichter, wenn wir nicht ständig diese Quertreiberei seitens der FDP- Gernegrossen hätten.

Besonders auf den Wecker geht mir dieser vorlaute Rösler, nachdem der Guidomobil Westerwelle jetzt endlich die Klappe hält und sich darauf beschränkt, Botschafterernennungen zu unterschreiben.


Vorlauter Quertreiber – Minister Rösler – Screenshot: Dr. v. Paleske

Da diese Pendlerpartei F.D.P. de facto am Ende ist, werde ich nach den Landtagswahlen in Berlin mit den beiden SPD- Steinen Brück und Meier sowie dem Gabriel Gespräche über die Bildung einer Grossen Koalition aufnehmen.

Die Grünen sind für uns kein geeigneter Partner, weil die einschneidenden Massnahmen, die jetzt anstehen, nur mit einer Grossen Koalition durchgesetzt und verständlich gemacht werden können.

Die Grünen mit ihrer Kurzhaar- und Currywurstliebhaberin (Rohrkrepierer-) Granate-Renate werden am nächsten Sonntag in Berlin einen knackigen Dämpfer bekommen.
.
Ich plane im Übrigen ein Gesetz zur Rettung der Exportnation und des Finanzplatzes Deutschlands, das im folgenden vorsieht:

1. Anwerfen der Gelddruckmaschinen um die Banken mit frischen Scheinen zu versorgen

2. Drastische Kürzung der Krankheitskosten auch durch weitere Beteiligungen der Krankenversicherten, bis zu 50% an Medikamenten unter 100 Euro

3. Weitere Schliessung von Krankenhäusern

4. Senkung der Renten auf das Niveau des Jahres 1998

5. Suppenküchen statt Armutsausgleich.

So viel für heute, mein lieber Nicolas, hoch lebe die deutsch-französische Freundschaft und der deutsch-französische Kartoffelsalat.

Deine Angela

Zu Merkel
Willkommen in Afrika, Frau Merkel – Sie haben aber nichts im Gepäck und kommen außerdem noch zu spät

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Bundeskanzlerin Angela Merkel schreibt an Altbundeskanzler Helmut Kohl
Südliches Afrika: Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Frau Bundeskanzlerin Merkel
Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel

SATIRE

Angela Merkel weist Helmut Kohl zurecht

Dr. Alexander von Paleske — 25.8.2011 —
Folgende E-Mail landete heute in meiner Mailbox:

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

25.8. 2011

Hallo Deutschland,
gestern hat der Altkanzler Helmut Kohl eine Art politische Stinkbombe, geboren im Kohl-Kopf, gegen mich zur Explosion gebracht, die ich aus Gründen der politischen Hygiene nicht unbeantwortet lassen kann.

Natürlich hat mich geärgert, dass Helmut Kohl mir diese unberechtigten Rügen nicht per E-Mail oder per Post zugeschickt hat, sondern sie unbedingt gleich in die Öffentlichkeit posaunen musste, wo ich zur Zeit ohnehin alle Hände voll zu tun habe, mich meiner Kritiker innerhalb und außerhalb meiner Partei zu erwehren.

1. Kohl behauptet, Deutschland habe seinen Kompass verloren.
Das ist natürlich kompletter Kokoloris. Die Kompassnadel meiner Regierung zeigt konstant in Richtung Bankfurt.

Ich habe alles unternommen, um meinen Banker-Freunden, an erster Stelle Josef Feldherr Ackermann, ihre Spekulationseinkünfte aus dem Casinobetrieb Investmentbanking sicherzusstellen.

Natürlich weiß ich, dass insbesondere die Swaps, von einigen alten Herren aus der Finanz-Szene wie George Soros und Warren Buffett auch als finanzielle Massenvernichtungsmittel bezeichnet, nicht ohne Risiko sind, und einen Gutteil Schuld an der Lehman-Pleite 2008 und der dann folgenden Finanzkrise hatten.

Aber auf der anderen Seite, so hat mir der Feldherr aus Frankfurt versichert, bringen sie wunderbare Spekulationsgewinne in den Händen vertrauenswürdiger Banker, wie denen der Deutschen Bank, ein. Deshalb bleibt da alles so wie es war.

Auch die neuen Instrumente, wie die Indexfonds, auch als ETF bezeichnet (Exchange Trade Fonds), sind herrliche Gewinnbringer (für die Banken und Hedge Fonds), und werden natürlich nicht reguliert oder gar der Handel mit ihnen eingeschränkt.

Zwar glauben die Kunden, dass der DAX oder andere Indizes dort mit entsprechenden Papieren, z.B. aus dem DAX, real nachgebildet wird, aber das ist natürlich völliger Blödsinn. In diesen Fonds stecken ganz andere Papiere, mit denen sich spekulativ viel Geld (für die Banken) verdienen lässt und ein bisschen Schummelei darf ruhig sein, wie in der Politik.

Die Bankkunden wiegen sich eben in einer (Schein–) Sicherheit . Wenn sich dann die spekulativen Papiere negativ entwickeln, springen „Versicherungen“ ein, also handelt es sich also wieder um sogenannte Swaps

Natürlich ist das alles nicht ohne Risiko, aber mein Wahlspruch war auch schon immer: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und notfalls springt der Staat wieder ein wie 2008, wenn die Verluste zu gross werden. Also Kontinuität auf der ganzen Linie.

2. Kohl behauptet, Deutschland drohe ein massiver Bedeutungsverlust.
Das ist geradezu lächerlich. Jeden Tag stehen die Abgesandten der Schafskäse- Paella- und Spaghetti- Länder, aber auch die IRA-Heimat Irland bei uns Schlange, um sich Geld zu pumpen.

Immer wieder höre ich: Wie macht ihr das bloss mit eurer brummenden Wirtschaft.

– Meine Antwort an die Iren lautet: Wir gehen nicht jeden Tag ins Pub

– meine Antwort an die Spanier: Wir kennen keine Siesta

– meine Antwort an die Italiener lautet: Wir machen kein Bunga Bunga mit Minderjährigen

– und meine Antwort an die Griechen lautet: wir ruhen uns nicht auf antiken Lorbeeren aus.

Stattdessen kürzen wir Hartz IV, um noch mehr Leute in die Billigjobs zu treiben und kürzen die Leistungen im Sozial-Krankenbereich.

Dass US-Präsident Obama bei seinem letzten Europabesuch über Deutschland hinweggeflogen ist, statt hier Station zu machen, zeigt nur, dass die USA längst an Bedeutung eingebüsst haben, und deshalb dort auftreten, wo sie noch Eindruck schinden können, wie z.B. in Polen.

Wir haben längst erkannt, dass China viel bedeutender für unsere Exporte ist, wenn auch nicht auf Dauer, weil diese Schlitzohren, äh, ich meine Schlitzaugen alles (illegal) kopieren und dann selbst herstellen, aber vorläufig brummt der Export dorthin.

3. Kohl behauptet: Deutschlands Aussenpolitik verliere an Kontinuität.
Auch das ist Kokoloris.
Gerade am Beispiel Libyen hat sich gezeigt, dass wir bis zum nahenden Ende unserem Geschäftsfreund Gaddafi die Treue gehalten, und nicht, wie dieser Gambler Sarkozy, auf diesen verlumpten Rebellenhaufen gesetzt haben.

Gaddafi hat uns in vielen E-Mails für unsere aufrechte kontinuierliche Aussenpolitik gedankt, und drängte darauf, mit seinen Kamelen uns einen Besuch abzustatten. Nun müssen wir eben einen Richtungswechsel vornehmen, und uns mit den neuen Herren in Tripolis irgendwie arrangieren.

Auch die Kritik, Deutschland hätte sich nicht am Irak-Krieg beteiligt , liegt – was meine Person betrifft – völlig neben der Sache.

Wenn ich damals bereits Kanzlerin gewesen wäre, dann wären wir Seite an Seite mit Bush und Blair (in den Abgrund) marschiert, das Lied: Wenn wir schreiten Seit an Seit, dann muss es gelingen“ auf den Lippen.

4. Auch Kohls Kritik, die Politik müsse mehr Zuversicht geben, liegt neben der Sache.
Richtig ist, dass unsere Politik besser verkauft werden muss.
Mein Gesicht, für das ich nichts kann, strahlt leider nicht diesen (unbegründeten) Optimismus aus, deshalb hatte ich ernsthaft erwogen, den Unterschichten-Anspruchslos-Schadenfreude-Entertainer Stefan Raab mit seinem fröhlichen Schadenfreude-Metzgersgrinsen als Regierungssprecher zu verpflichten.
Leider konnte ich das in meiner Partei (noch) nicht durchsetzen.

5. Schliesslich: Mit Kohl als Kanzler wäre alles besser geworden
Das wage ich zu bezweifeln, es handelt sich offenbar um die bei alten Menschen vielverbreitete Selbstüberschätzung.

Nur in einem stimme ich zu: Fehler sind heilbar, vor allem der Fehler von Schröder und Konsorten, Griechenland in den Euro aufzunehmen.
Wir sind gerade dabei diesen Fehler zu korrigieren, indem wir Griechenland die Daumenschrauben anziehen und vermehrt Polizeiausrüstung dorthin liefern.

So viel für heute

Glückauf Deutschland

Angela Merkel
Bundeskanzlerin

Keine Satire
linkCredit Default Swaps oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher
linkMord verjährt nicht – das Verfahren gegen Muammar Gaddafis Auftragsmörder in Djibouti muss weitergeführt werden

Zu Merkel
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Gaddafi-Satire
: Aussenminister Westerwelle schreibt an die neue Übergangsregierung in Libyen
Westerwelle: Wir haben uns die Entscheidung zur Flugverbotszone nicht leicht gemacht
Libyens Muammar Gaddafi schreibt an Angela Merkel
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SATIRE

Aussenminister Westerwelle schreibt an die neue Übergangsregierung in Libyen

Dr. Alexander von Paleske — 22.8. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Guido Westerwelle
Aussenminister
der Bundesrepublik Deutschland
Heinrich von Brentano-Gedächtnisplatz 1
Berlin
Bundesrepublik Deutschland

An
Libysche Übergangsregierung.
Martyrs Square
Tripolis
Arab Republic of Libya

Sehr geehrte Rebellen und Mitglieder der neuen Übergangsregierung,

ich möchte Ihnen auch im Namen des gesamten Deutschen Volkes meine Glückwünsche zu Ihrem erfolgreichen Kampf gegen unseren Ex-Freund Gaddafi übermitteln.

Ich habe mir, als es zu den ersten Protesten und dem Kampf um Bengasi kam, einfach nicht vorstellen können, dass, ohne den Einsatz von Nato-Bodentruppen, ein Rebellenhaufen es schaffen würde, Muammar Gaddafi, den Herrscher Libyens und Freund der diversen Bundesregierungen, aus dem Sattel zu werfen, angesichts seiner starken Armee, seiner hervorragenden – auch von uns (mit-) – ausgebildeten Palastgarde und Leibwächter, und seiner überlegenen Waffen.

Uns ging und geht es in erster Linie darum, unsere massiven Wirtschaftsinteressen in Libyen zu sichern, die sich unter Gaddafi so vorteilhaft entwickelt hatten, Menschenrechte hin, Unterdrückung her.

Für uns kam es daher vor allem darauf an, auf das richtige Pferd zu setzen, was damals zweifellos Gaddafi hiess.
Aus diesem Grunde haben wir uns bei der Abstimmung im
Weltsicherheitsrat auch der Stimme enthalten, als es um den Militäreinsatz in Libyen ging.

Großes Bedauern
Das bedaure ich heute zutiefst. Ein derartiger taktischer Fehler wird uns in Zukunft, zumindest in Libyen, nicht mehr passieren.

Denken Sie bitte auch daran, dass ich noch relativ neu in diesem Gebiet der Außenpolitik war und bin.

Nun aber zur Sache
Ich denke, wir sollten alsbald uns über Milliardenaufträge an Deutsche Unternehmen zum Wiederaufbau unterhalten, und natürlich über den Neu-Aufbau von Armee und Polizei.

Wir können Ihnen dazu eine ganze Reihe von Experten mit Libyen-Erfahrung vermitteln, die völlig wertneutral seinerzeit schon für Gaddafi den Sicherheitsapparat aufgebaut hatten, nachdem dieser erklärt hatte, dass er die deutsche Terrorgruppe RAF für geisteskrank halte.

Hühnchen zu rupfen
Um zu zeigen, dass auch wir noch ein Hühnchen mit Gaddafi zu rupfen haben, möchte ich sie bitten, den Libyer Taher Chaabane und seine Mitstreiter alsbald an uns zu überstellen.
Die werden angeschuldigt, seinerzeit vier deutsche Nachwuchswissenschaftler in Djibouti umgebracht zu haben, aber wir haben aus verständlichen (opportunistischen) Gründen die Sache nicht weiter verfolgt.

Das soll nun nachgeholt werden.

Für Gaddafi selbst haben wir keine Verwendung, der kann nach Simbabwe oder Südafrika ins Exil gehen. Zum internationalen Gerichtshof sollte er besser nicht überstellt werden, er könnte sonst Dinge ausplaudern, die auch für uns sehr unangenehm sind.


Muammar Gaddafi …..weg mit ihm, am besten ins südliche Afrika.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Ich werde alsbald den Außenhandels-Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel nach Tripolis schicken, um alles Nähere auszuhandeln.

Auf eine weitere ertragreiche Zukunft.

Lang lebe die deutsch-libysche (Wirtschafts-) Freundschaft

Gez. Guidomobil Westerwelle
Deutscher Aussenminister

Keine Satire
Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait und der Konflikt in Libyen
Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti

Libyen-Konflikt: Wir rufen die Söldner der Welt
Libyen: Verraten und Verkauft – Die Bürgerbewegung Libyens rüstet zum letzten Gefecht
Libyen: Gaddafi lässt schiessen – die Ausbildung besorgte auch Deutschland
Heimkehr eines Attentäters, Libyens Staatschef Gaddafi und das deutsche Auswärtige Amt

Gaddafi-Satire
Westerwelle: Wir haben uns die Entscheidung zur Flugverbotszone nicht leicht gemacht
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Mehr Satire zu Westerwelle
Politischer Leichtmatrose Westerwelle schreibt an Philosophie-Kapitän und Großphilosoph Peter Sloterdijk

FDP-Westerwelle schreibt an Grossphilosoph Sloterdijk
Grossphilosoph Peter Sloterdijk antwortet FDP-Westerwelle

SATIRE

Stefan Raab schreibt an Charlotte Roche: Sauber gemacht

Dr. Alexander von Paleske — 13.8. 2011 —
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Stefan Raab
Abt. Unterschichtenfernsehen, Klamaukfernsehen,
Anspruchslosfernsehen, TV Witzchen
c/o Brainpool TV GmbH
Köln-Mülheim

An
Charlotte Roche
Schein-Sexualaufklärerin
c/o Piper Verlag
München

Liebe Lotte,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Skandal-Schinken „Stossgebiete“, den ich im Eilmarsch in den vergangenen Tagen konsumiert habe.

Dabei habe ich erfreulicherweise festgestellt, wie wesensverwandt wir beide mit unserer Darstellung doch sind: Du in Deinen Büchern, die tiefschürfenden Einblick ein Lotte-Leben erlauben, und ich mit meinen Anspruchslos-Klamaukshows.

Aber zunächst einmal beste Empfehlung an Deinen Gatten, Martin Kess der ja der Mitbegründer der Unterschichten-Unterhaltungs-Orgien-Firma Hirnvoll, äh ich meine Brainpool war, die ja auch meine wunderbare Unterschichten-Klamauk-Schadenfreude-Show TV Total produziert.

Liebe Skandalnudel Lotte, unser beider großartiger Massenerfolg dank unserer geistigen Verwandtschaft besteht zuallererst einmal darin, erfolgreich die Schamgrenzen der Deutschen Volksgemeinschaft auf nahe Null gesenkt zu haben.

Weg mit der Scham
Während vor einiger Zeit noch viele sagten: DAS kann man doch nicht sagen, geschweige denn schreiben, so haben wir gezeigt, dass es doch geht, es für uns keine Grenze der Niveauabsenkung nach unten gibt.


Skandalnudel und Schein-Sexualaufklärerin Charlotte Roche – …….weg mit der Scham.

Ein außerordentlich erfolgreicher Weg, um die Massen bei Laune zu halten, und dabei unsere Schatullen zu füllen.

Ich habe es in harter langjähriger Arbeit mit meiner wunderbaren TV-Total Show geschafft, die offene Schadenfreude im deutschen Volk fest zu verankern, und gleichzeitig denen die Empathie, also das gesellschaftlich völlig überflüssige Einfühlungsvermögen und Mitgefühl, auszutreiben.

Du wiederum hast es mit Deinen Skandal-Schinken geschafft, dass mittlerweile eigentlich jedes Begrüßungsgespräch mit der Frage beginnen kann: Wie war der Sex gestern abend? Ordentlich geblasen oder Analsex?. Damit hast Du dem deutschen Volk das letzte noch vorhandene Schamgefühl ausgetrieben und das Ganze auch noch als scheinbar progressiven sexuellen Freiheitskampf verkauft. Hervorragend.

Alles öffentlich
Beachtlich finde ich, dass Du mit Deinen beiden Schinken Feuchte Liebe – Aus der Welt der literarischen Sumpfblüten und jetzt Stoßgebiete auch gleichzeitig Dein eigenes erfülltes und variantenreiches Sexualleben der Öffentlichkeit zum Anschauungsunterricht verfügbar gemacht hast. Super mutig.

Da habe ich immer noch Probleme, denn mein eigenes Sexualleben halte ich (noch) unter Verschluss, aber Dein aufrüttelndes Buch hat mich in dieser Hinsicht doch sehr nachdenklich gemacht.

Liebe Lotte, während ich weiter Persönlichkeiten „verwurste“ und mit meinem breiten Metzgersgrinsen Schadenfreude ausstrahle, warte ich schon gespannt darauf, welchen literarischen „Stinkbovist“ Du als nächstes publizieren wirst.


Stefan Raab … freue mich auf den nächsten literarischen „Stinkbovist“

Weiter erfolgreiches Entschämen.

Dein Raabschläger

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SATIRE

Charlotte Roche: Ohne Geld habe ich Angst, Geld ist richtig sexy

Dr. Alexander von Paleske — 11.8. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Hallo Deutschland,

mein neuer Skandalroman liegt in den Buchgeschäften aus.

Meine Bitte an das Deutsche Volk: kauft, kauft, kauft, denn ohne viel Geld habe ich einfach Angst.


das bin ich, Charlotte Roche – ……brauche Geld gegen die Angst

Viel habe ich in der Vergangenheit unternommen, um dieses Angstgefühl loszuwerden, Lotto gespielt, gearbeitet, mich im Fernsehen verbreitert, aber das hat alles nicht geholfen: Keine Lottogewinne, geringer Arbeitslohn, Produktionen und ein Buch, die keinen Abnehmer fanden und Sendungen, die nach kurzer Zeit eingestellt wurden.

Bis ich auf die Idee kam, mich selbst in Buchform zu vermarkten.

Natürlich habe ich literarisch wenig anzubieten, aber ein Skandalroman, an dem sich die Geister scheiden, das könnte richtig die Diskussion anheizen,die Leser in die Buchgeschäfte und das Geld in meine Tasche treiben.

Leser-Zielgruppen: Neugierige Mädchen, junge Frauen und ältere Männer.

Inspiriert dazu hat mich das tägliche Lesen der BILD-Zeitung. Artikel wie „Oh wie ist das Stöhn“ hatten mich überzeugt: das kann ich auch, auf etwas höherer Ebene, nein, nicht das Stöhnen, das auch, aber vor allem das Schreiben.

Ich nahm einfach meine seinerzeitigen ausschweifenden und lebhaften Pubertätsphantasien und brachte sie in Buchform heraus. Der durchschlagende Titel: „Feuchte Liebe“ . Untertitel: „Aus dem Reich der literarischen Sumpfgewächse“

Dank der Riesen-Verkaufszahlen, und der damit verbundenen Riesen-Tantiemen habe ich schlagartig meine Angst verloren, wofür ich der (anspruchslosen) Deutschen Buchlesergemeinschaft außerordentlich dankbar bin.

Zweites Buch gegen die Angst
Das hat mich dazu ermuntert, gleich mein zweites Buch in Angriff zu nehmen. Es sollte eine Mixtur aus viel Sex, und etwas Melodram werden. Auch einen passenden Arbeitstitel fand ich rasch: „Stoßgebiete“.

Dabei habe ich sehr viele autobiografische Bettgeschichten detailreich verarbeiten können, was zweierlei bewirkt: einmal können meine Leser überprüfen, ob sie wirklich alles in diesem Fach schon wissen und beherrschen, und dann regt es natürlich enorm die (sexuelle) Phantasie an.

Sozusagen ein Schlafzimmer-Schlüsselloch-Buch aber eben nicht nur. Denn reine Pornografie ist ja zu billig, also muss auch noch ein bisschen Melodrama dazu. Ich habe es geschafft, das alles gut miteinander zu vermengen.

Beispiele: Nachdem ich den tragischen Tod meiner drei Brüder bei einem Autounfall aufarbeite,schreibe ich über den Fahrer des Unglückswagens:

„Vielleicht ist ihm eine Zigarette in den Schoss gefallen und hat ihm die Eier verbrannt“

oder:

„Mein Mann muss zwar die aus dem Unfall resultierenden pychsichen Störungen aushalten, der hat aber auch viel davon, weil ich mir beim Blasen (Oralsex) solche Mühe gebe“.

Wichtige Zitate
Hier ein paar enorm wichtige Zitate aus meinen Verkaufsgesprächen mit neugierigen Medienvertretern:

„Wenn jemand mein Buch falsch versteht, dann mache ich doppelt und dreifach mit“

Wenn mich jemand auf Porno (bringt ja Geld ein und geht immer) reduzieren will (unerhört) dann sage ich: gerne und steige voll darauf ein. Alles andere finde ich total peinlich

Natürlich plädiere ich für einen offenen Umgang mit dem Thema Sex (ganz so wie einstmals der Volks-Sex-Aufklärer Oswalt Kolle“)

Jedes Gespräch über Sex ist gut und hebt die Isolation auf, die wir alle empfinden“.

Ohne Sex habe ich Angst, Sex ist lebensbejahend, weil er ohne den Kopf auskommt (wie viele Politiker) und nur der Körper agiert.“


Angst, nichts als Angst, aber Rettung naht: Im Schlafzimmer

Deshalb will ich bei Kaffeeshop-Betreibern anregen, sogenannte „Freie Aussprache-Ecken“ einzurichten, wo jeder Kaffeehausbesucher, der ein derartiges Bedürfnis verspürt, sich mit anderen Besuchern frei über seinen Sex unterhalten kann.

Die Angstgefühle, die ich vor dem Erscheinen meiner „Stoßgebete“ hatte, haben sich angesichts des großartigen Verkaufsbeginns schlagartig gelegt. Das hat natürlich auch meinen Mann gefreut, denn gerade auch für den habe ich das Buch ja geschrieben

Ich habe das Buch geschrieben, um ihn zu beeindrucken oder zu schocken, so eine Art Hommage an ihn“

Wobei ihn sicher beeindrucken wird, dass ich im Bett ohne meinen Kopf auskomme, dank der Lebensbejahung der erfüllenden Begegnung.

Mein Fazit: Mit Kopf keinen richtigen Sex, mit sexueller Enthüllung viel Geld.

Danke Deutschland

Charlotte Roche
(Schein) Sexualaufklärerin und „Skandalnudel“

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KOMMENTARE

Dalton (Gast) – 15. Okt, 23:31

Why does this have to be the ONLY reliable srouce? Oh well, gj!

SATIRE

Angela Merkel: Deutschland, ich melde mich aus dem Urlaub

Dr. Alexander von Paleske — 27.7. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
z. Zt. im Urlaub

Hallo Deutschland,

ich melde mich schon kurz nach meiner hochinformativen Bundespressekonferenz am vergangenen Freitag (23.7.) mit ein paar Ergänzungen zu meinen / unseren folgenden, allseits ermutigenden Plänen, Feststellungen und Wahrheiten:


Urlaubsfreuden gestern: Society-Aufgalopp bei Wagners in Bayreuth – Meine Freunde von BILD mit dabei .

Wir arbeiten nicht nur einfach mal weiter mit unserer schwarz-gelben Koalition, unseren Kürzungen im Sozialbereich, unserem Waffenexport, unserem schwarzen Humor, nein, wir fangen erst jetzt so richtig an.

Ein paar Eckpunkte
Deutsche, uns geht es besser als je zuvor – allerdings nur vorübergehend – denn für den Erhalt des Euro werden wir zahlen müssen, aber da will ich die Katze noch nicht voll aus dem Sack lassen, um die Deutsche Urlaubsstimmung nicht zu verderben .Nur ein paar Eckpunkte seien hier verraten:

– Die Zeche werden vor allem die einfachen Steuerzahler zu zahlen haben.

– Wir werden einfach die Inflation anheizen durch Gelddruckerei

– die Kosten im Gesundheitswesen werden wir drastisch senken, bestimmte Behandlungsmethoden werden von der Erstattungspflicht ganz ausgenommen, indem wir sie einfach als unbewiesen, als experimentell oder als nicht ausreichend erfolgversprechend, und schließlich als schlicht zu teuer klassifizieren.

Diese Behandlungen stehen dann nur denen offen, deren Geldbeutel das zulässt. Einen Anfang hat der gemeinsame Bundesausschuss (GBA) erfreulicherweise bei der Behandlung der akuten lymphatischen Leukämie mit Stammzellen gerade gemacht.
Nur bösartige Kritiker würden das als Zwei-Klassen-Medizin bezeichnen.

– Die Renten bleiben auf dem jetzigen Niveau, schließlich sind die Rentenempfänger ja nicht mehr produktiv tätig, und auch die Einführung eines Mindestlohnes kommt überhaupt nicht in Frage, notfalls muss eben Hartz IV beantragt werden, das erzieht zur Bescheidenheit.

Bankensektor Herzensangelegenheit
Mir liegt das Wohlergehen des Bankensektors besonders am Herzen.Mein enger Freund und Lehrer Josef Feldherr Ackermann hat mir noch einmal gedankt, wie gut wir die Banken auf unserem Krisengipfel in Brüssel haben davonkommen lassen, insbesondere haben wir so gut wie nichts an den Bedingungen zum Betrieb ihrer Haupteinnahmequelle geändert: dem Spielkasinobetrieb, auch Investmentbanking genannt.

So bleiben natürlich die Credit Default Swaps (CDS) in vollem Umfang bestehen, also die Ausfall-Versicherungen auf die bedenkenlos von den Banken herausgegebenen Kredite selbst für zweifelhafteste Kunden.

Die drohende Erklärung bzw. Feststellung des „Versicherungsfalls“ im Falle Griechenlands hätte dazu geführt, dass CDS-Zahlungen von insgesamt 1 Billion Euro fällig gestellt worden wären. Eine kleine Wiederholung der Lehmann Pleite-Geschichte sozusagen. Aber das haben wir durch ein paar Taschenspielertricks verhindert, die natürlich keine endgültige Lösung bringen, aber das Problem uns für unseren hochverdienten Sommerurlaub erst einmal vom Hals schaffen.

Natürlich sind diese Credit Default Swaps wirtschaftlich gesehen nichts anderes als potenzielle Massenvernichtungswaffen, aber sie stellen ein wunderbares und sehr einträgliches Spekulationsinstrument für meine Bankerfreunde dar, und sie sorgen ausserdem dafür, dass über die damit ermöglichte bedenkenlose Kreditvergabe auch gleichzeitig Exporte Deutscher Waren in den Euroraum vorfinanziert und angekurbelt werden, obwohl diese Länder sich das prinzipiell gar nicht leisten können.

Wenn es mit den Schafskäse / Paella / Spaghetti-Ländern dann schiefläuft, müssen bei denen eben die Mehrwertsteuer erhöht, und völlig überflüssige Ausgaben im Sozialbereich gekürzt werden.

Die sollten sich wirklich ernsthaft mal überlegen, wieder Armenhäuser, Armenspeisungen und Armenspitäler einzurichten bzw. die vorhandenen Einrichtungen dahingehend umzuwidmen.

Es ist ja gerade das Schöne, wenn man etwas gut gestalten kann, wie ich auf der Bundespressekonferenz feststellte.

Schlechte Umfragewerte vorübergehend
Die schlechten Umfragewerte für unsere Super- Koalition halte ich für völlig vorübergehend.

Deses ständige Gequatsche in der Presse von Meinungsverschiedenheiten in der Koalition ist lächerlich. Wir ziehen gelegentlich gemeinsam an vielen Strängen.
Beim Strangziehen diskutieren wir gleichzeitig, und dass wir da oftmals nicht einer Meinung sind, ist doch absolut natürlich.
Unser Motto: „Jetzt arbeiten wir einfach mal weiter an den Projekten, die vor uns liegen.“

Als nächstes werden wir die Grünen in Stuttgart vorführen und zeigen, dass selbst sinnloseste Projekte auch gegen den Willen dieser Sandalenschlurfer durchgezogen werden können.

Warte auf Entscheidungsreife
Dümmliche Gegner werfen mir immer wieder vor, ich warte zu lange mit Entscheidungen. Das ist blanker Unfug. Ich entscheide Dinge dann, wenn ich alleine weiss, dass sie entscheidungsreif sind und spekuliere wenig.

Deutsche, wie Ihr seht macht mir die Arbeit Spass. Ich sorge durch Rüstungsexporte in Spannungsgebiete und in Länder, die das Waffenzeugs überhaupt nicht brauchen, dafür, dass auch dieser Exportzweig nicht vernachlässigt wird.

Ich bin eine leidenschaftliche Sozialingenieurin und wenn es nach mir ginge, könnte ein Tag 48 Stunden haben.

Schließlich: Ich bin ich eine „leidenschaftliche Europäerin“ und mit Leidenschaft sorge ich dafür, Probleme an der Wurzel zu packen – eine „merkelsche Leidenschaft“ sozusagen.

Ich glaube fest daran, dass die SPD einen blassen Kandidaten für das Bundeskanzleramt ins Rennen schicken wird. Vielleicht ja auch die Grünen ihren (über-)gewichtigen Joseph Martin (Joschicka) Fischer. Aber gegen mich / uns haben die keine Chance.

Schönen Urlaub Ihnen allen

Angela Merkel
Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

Keine Satire
Zur Swapserei
linkCredit Default Swaps oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher

Zu Merkel
Willkommen in Afrika, Frau Merkel – Sie haben aber nichts im Gepäck und kommen außerdem noch zu spät

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SATIRE

Hamburger Bordellbesitzer schreibt an BILD-Diekmann zur Hurenserie

Dr. Alexander von Paleske — 16.7. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Otto Anschaffer
Freudenhaus 6
Grosse Freiheit
Hamburg-St. Pauli

An
Herrn
Chefredakteur der BILD-Zeitung
Kai Diekmann
Axel Springer- Haus
Axel Springer-Gedächtnisplatz 1
Hamburg

Betr.: Ihre Hurenreportagen

Sehr geehrter Herr Diekmann,

darf ich mich vorstellen: mein Name ist Otto Anschaffer und ich besitze mehrere Freudenhäuser auf der Hamburger „Sündenmeile“, auch Grosse Freiheit genannt.

Zuletzt hatte ich mich an den seinerzeitigen Ministerpräsidenten Nordrhein Westfalens, Jürgen Rüttgers gewandt, der leider, trotz meiner grosszügigen Spende, die Wahl in NRW verlor.

Anerkennung für Reportagen
Herr Diekmann, ich möchte Ihnen meinen Dank und meine Bewunderung für ihre hervorragenden Reportagen in Ihrer Anspruchslospostille BILD zu den Themenbereichen, Billigsex, Prostitution (einschliesslich Bordellreportagen) ,Primitivsex und Lotterleben aussprechen.

Immer wieder müssen wir uns gegen das Anrüchige in unserem Gewerbe wehren. Sie aber haben es sich zur Aufgabe gestellt, die Prostitution besonders positiv darzustellen sozusagen als selbstverständlichen Teil des „day to day life“, des tagtäglichen Lebens.
.
Besonders gefallen hat mir Ihr Artikel:

Ich bin die deutsche Urlauber-Hure von Mallorca“,

der Bericht über eine sehr attraktive und erfolgreiche Strichdame, die im Winter in Deutschland kellnert, im Sommer auf Mallorca Urlauber gegen Bezahlung beglückt.

Aber auch die Reportage über die Zwischendurch-Strich-Studentin, die sozusagen zwischen den Uni-Seminaren mal rasch prostituiert, hat mich beeindruckt. Ausgezeichneter investigativer Schlüsselloch-Journalismus…

Da sieht man doch, dass die Prostituierten aus „all walks of life“ kommen, und die Unterschichten-Prostituierten-Geschichte eine Mär ist.

Huren wichtige Sozialingenieure
Insbesondere zeigt Ihre hochinteressante Reportage aus Mallorca, dass Familienväter, wenn es ihnen mit Frau und Kindern am Strand zu langweilig ist, mal eben schnell für eine „Nummer“ bei der Mallorca-Hure hereinschauen, statt der Familie auf die Nerven zu gehen, oder am Ballermann 6 sich volllaufen zu lassen und danach nicht mehr zu wissen, wo vorne und hinten ist, oder sogar sich in eine Massenschlägerei am Strand einzulassen.

So trägt die Prostitution auch gleichzeitig zum Familienfrieden im Urlaub bei, eine enorm wichtige soziale Funktion. Wir wissen ja aus vielen Brigitte-Reportagen, was für ein Stress so ein Urlaub sein kann, insbesondere wenn die Kinder quengeln und die Eltern streiten.

Ansehen wird gehoben
Ihre Berichte tragen ausserdem dazu bei, das Sozialprestige, das Ansehen der Prostituierten zu heben, sie also zu einer Art Sozialarbeiterin zu machen. Hervorragend.

Man sieht beim Lesen Ihrer Artikel deutlich, dass Sie sich selbst mit der Prostitution gut auskennen, denn Ihre Journalisten verkaufen sich ja auch an Ihren Verlag und vergessen in Ihrem Blättchen auf Anforderung nicht selten sozusagen alles das, was sogenannte journalistische Ethik ausmacht, etwas, was ich durchaus positiv als „journalistische Prostitution“ bezeichnen möchte.

Kein moralischer Zeigefinger
Ihren Reportagen fehlt daher zum Glück auch der lächerliche moralische Zeigefinger, was aufrichtig ist, denn viele dieser Moralisten habe ich später als Kunden in meinen Etablissements wiedergetroffen.

Sarrazin wäre zufrieden
Gleichzeitig sollte noch ein weiterer Aspekt in Ihren Reportagen berücksichtigt werden: Prostitution ist ein anständiger Weg aus dem Hartz IV Dasein. Die Damen sitzen keineswegs 24 / 7 vor dem Fernseher, sondern gehen raus auf die Strasse oder sind am Telefon, um Sozial-Termine zu vereinbaren, tun also alles das nicht, was der von mir hochgeschätzte Thilo Sarrazin zu Recht kritisiert: Dauerfernsehen und Regeln der Zimmertemperatur im Winter durch das Öffnen und Schliessen der Fenster, Bewegungsarmut, ungesundes Essen etc
.
Er hätte sicherlich auch nichts dagegen einzuwenden, dass diese Damen nach getaner Arbeit von seinen Empfehlungen abweichen und Warmduschen.

Herr Diekmann, beigefügt ein Freifahrtschein für Sie in einem meiner Etablissements, sollten Sie ein Bedürfnis in dieser Richtung verspüren.

Ganz herzliche Grüsse von (Freuden-)Haus zu Haus

Ihr

Otto Anschaffer

Hamburger Bordellbesitzer schreibt an Jürgen Rüttgers

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