Israel

Israels radioaktive Partnerschaft mit Apartheid-Südafrika – Mehr Details

Dr. Alexander von Paleske —29.5. 2010 — Weitere Einzelheiten über die Atomrüstungs-Zusammenarbeit zwischen Israel und dem Apartheid- Südafrika in den 70er und 80er Jahren kommen nun ans Tageslicht.

Die südafrikanische investigative Zeitschrift „Mail and Guardian“ druckte gestern vorab Auszüge aus dem Buch von Sasha Polakow-Suransky

„Unspoken Alliance, Israels secret relationship with Apartheid-South Africa

ab.

Danach ergibt sich folgendes Bild:

– Im Jahre 1978 wäre das, von dem gekaperten Frachter Scheersberg A stammende, Uranoxid (Yellow Cake) aufgebraucht, aber Israel immerhin im Besitz einiger Atomsprengköpfe.

– Das war Israel offenbar nicht genug. Es wollte offenbar eine Zahl von Atomsprengköpfen herstellen, die den Nahen Osten gleich mehrfach auslöschen würde. Motto: je mehr Atomwaffen, umso grösser die Abschreckung, Insofern getreu dem, was USA und UdSSR, vorexerziert hatten, deren Arsenal zusammen genommen ebenfalls ausreichte, um die gesamte Welt gleich dutzende Male zu zerstören.

– Israel brauchte für sein expansives Atomrüstungsprogramm – für weitere 10 Jahre Atomwaffenproduktion – 500 Tonnen Uranoxid.
Zwar lagerte schon einiges davon in Israel, geliefert von Südafrika seit 1965, aber Südafrika bestand auf der friedlichen Nutzung, und exerzierte die mit Israel seinerzeit vereinbarten Kontrollrechte und Inspektionen.

– Israel konnte seinerzeit diese Mengen, die sozusagen auf Vorrat eingekauft waren, aber für die friedliche Nutzung kaum verwenden, also stapelte sich das Uran. Zur Verwendung südafrikanischen Urans zum Bau von Atomwaffen hätten sich damit nur nur zwei Wege angeboten – ein zweites Scheersberg-Abenteuer war ausgeschlossen.

1. Der Bruch der Vereinbarungen mit Südafrika, was einen Stopp weiterer Lieferungen von dort zur Folge gehabt hätte, oder

2. dass Südafrika auf die Kontrollen freiwillig verzichten würde.

Letzteres geschah nun. Mittlerweile hatte sich die politische Lage im südlichen Afrika durch die Unabhängigkeit Angolas und Mozambiques völlig verändert. Und die Weltmeinung hatte sich entschieden gegen Südafrika gedreht.

Ein Freund, ein guter Apartheid-Freund
Aber es gab eben auch Freunde, wie z.B. Israel.

Im April 1976 tauchten südafrikanische Geheimdienstleute beim israelischen Council for Scientific Liaison, eine seinerzeitige Spionageagentur ähnlich dem Mossad, aber auf Industrie- und Wissenschaftsspionage focussiert, auch als Lakam oder Lekem bekannt, auf.

Kurz darauf besuchte der damalige südafrikanische Staatspräsident Vorster Israel , und dann wurde es zwischen den beiden Staaten so richtig freunschaftlich eng, vor allem im militärischen Bereich.

Südafrikas Regierung verzichtete auf die Uran-Kontrollrechte, die Atombombenproduktion in Israel konnte weiterlaufen.

Es war ein beiderseitiges Geschäft: Israel hatte die Technologie, Südafrika die Rohstoffe. So half Israel mit bei der Herstellung südafrikanischer Atombomben, zum Ende der Apartheidzeit waren es derer drei, und lieferte das zur Erhöhung der Explosionsneigung erforderliche Tritium, ein Vorrat, genau 30 Gramm, ausreichend für mehrere Atombomben – und das für einen militärisch konventionell schon hoch gerüsteten und ausserordentlich aggressiven Rassistenstaat.

linkIsrael und sein Export von Massenvernichtungswaffen

linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
Prozess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich
Angolagate in Frankreich – Geldgier, Geschütze und Granaten
Ein “investigativer“ israelischer Journalist und Geschichten, die der Mossad erzählte
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT

Links zur Arctic Sea-Story
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Keaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

… als Satire
Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe

…. und die Antwort von Josef Joffe und der ZEIT
IDeutschlands liberale Wochenzeitung “Die ZEIT” verlangt Löschung einer Satire

kriminalitaet

Bayern LB pocht auf Schadensersatz für Skandalpe-Abenteuer: Viel heisse Luft, wenig Substanz

Dr. Alexander von Paleske — 26.5. 2010 — Die Verlustbank BayernLB hofft auf Schadensersatz und beabsichtigt, sich von Kärnten die 3,7 Milliarden Euro zurückzuholen, welche sie mit dem Kauf der Skandaltochter Hypo Alpe verloren hatte. So sehen zur Zeit die scheinbar zuversichtlichen Meldungen in der Presse aus.

Die nüchterne Frage stellt sich aber: Was ist wirklich dran an diesem Ansruchsbegehren, oder handelt es sich nicht vielmehr um eine PR-Massnahme, um das Image, nicht nur der BayernLB, sondern auch der CSU, die knietief in diese Affäre verstrickt ist, aufzupolieren?

Die BayernLB als Opfer?

Die BayernLB behauptet, vom austrischen Land Kärnten, seinerzeit vertreten durch den mittlerweile verstorbenen Landeshauptmann und Rechtsaussen, Jörg Haider, reingelegt worden zu sein. Im Juristendeutsch auch arglistige Täuschung genannt.

Täuschung oder Ignoranz?
Zur Täuschung gehört, dass bei dem Opfer, also hier der BayernLB, vertreten durch den Vorstand, völlig falsche Vorstellungen über die zu erwerbende Skandaltochter Hypo-Alpe bestanden, die entweder von Haider & Co erzeugt oder unterhalten wurden.

Doch davon kann nach dem bisherigen Ergebnisstand wohl überhaupt keine Rede sein.

Etliche Skandale der Hypo Alpe waren bereits beim Kaufabschluss hinreichend bekannt, weil sie schon mehrfach in Oesterreich bzw. Auf dem Balkan durch die Presse gegangen waren. Eine Stichworteingabe bei einer Internet Suchmaschine hätte bereits weitergeholfen

Im einzelnen
Die Skandalbank Hypo Alpe sollte eigentlich im Jahre 2007 an die Börse gebracht werden. Davon nahmen der damalige und mittlerweile verstorbene Landeshauptmann und Rechtsaussen, Jörg Haider, und der damalige Aufsichtsratspräsident und frühere Vorstand, Wolfgang Kulterer, jedoch Abstand. Zu sehr hatten die daneben gegangenen Swap-Geschäfte mit der Lehman- Pleitebank am Image genagt, sodass man sich letztlich nicht so viel davon versprach.

Neben Swap-Skandal weitere Skandale vor Vertragsabschluss mit BayernLB

Die Zusammenarbeit des seinerzeitigen Hypo-Alpe Vorstands Wolfgang Kulterer mit den Berufsbetrügern Raoul Berthaumieu alias Lee Sanders, Regis Possino, Adnan Khashoggi , Rakesh Saxena, Sherman Mazur (ausführlich die ganzen Querverbindungen hier)

Die zwielichtigen Geschäfte in Slowenien und Kroatien z.B. mit dem Waffenhändler
Zagorek.

Die als Ueberfall vorgetäuschte Selbstbeschädigung des seinerzeitigen Schatzmeisters der Bank, Christian Rauscher, und das anschliessende Verschwinden eines Koffers mit angeblich belastenden Hypo-Alpe-Bank-Dokumenten.

Das Grapschen eines historischen Grundstücks im Zentrum von Belgrad, das einstmals der jüdischen Familie Galich gehörte, kurz bevor es an diese hätte zurückgegeben werden können.

Strafanzeige und Klageerhebung des US-Opferanwalts Ed Fagan gegen den Vorstand der Hypo-Alpe mit dem Vorwürfen der Urkundenfälschung, des Betrugs, des Insiderhandels etc.

Die gegen die Hypo-Alpe laufenden Schadensersatzprozesse wegen falscher Anlageberatung. Sichwort: General Partners.

Ausserdem gab es reichlichst Warnungen von Fachleuten, die forderten, die Bank gründlich zu durchleuchten. Ein richtiger Prüfungsprozess, der den Namen verdient hätte, fand aber vor dem Kauf gar nicht statt.

Gleichwohl, Fachleute der Landesbank hatten ausdrücklich vor dem Kauf auf die hohen Risiken hingewiesen und von einem Kauf abgeraten.

Ein Angestellter, der mit der oberflächlichen Prüfung betraut war, meinte:

”Man hätte die Bank nicht einmal geschenkt nehmen dürfen

Der Kauf der Bank habe darüberhinaus keine wirtschaftlichen Motive gehabt, und verstiess offenbar auch noch gegen die Statuten der öffentlich-rechtlichen BayernLB.


Abnicken ohne Prüfung

Mehr noch, der Aufsichtsrat nickte offenbar ohne nähere Prüfung den ganzen Vorgang ab, getreu dem Motto:

„Wir haben doch einen Super-Vorstand, warum sollen wir noch selbst prüfen“.

Damit handelt es sich hier um den typischen Fall der (durch Ignoranz verursachten) Kaufreue, der keinerlei Schadensersatzansprüche auslöst.

Schadensersatzansprüche könnten sich allenfalls ergeben, wenn der Nachweis gelänge, dass BayernLB-Vorstand Schmidt und die Verkäufer Berlin und Haider allesamt kollusiv zusammengearbeitet hätten, also ein Fall vorsätzlicher gemeinschaftlicher sittenwidriger Schädigung, Paragraph 826 BGB.

Dafür gibt es in der Tat einige Indizien, insbesondere dass Tilo Berlin und Werner Schmidt sich bereits zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt trafen, nämlich im Jahre 2006, als sie bisher eingestanden hatten. Indizien daher ja, aber ein kompletter Indizienbeweis dürfte bei dem gegenwärtigen Erkenntnisstand nicht zu führen sein.

Somit bleiben, seitens der BayernLB, ggf. Schadensersatzansprüche bestenfalls gegen einige ihrer eigenen Leute übrig. Aber was sich bei denen im Erfolgsfalle holen liesse, das ist eher geeignet ein Rachegefühl zu befriedigen, als finanziell – bei dem Gesamtschaden von 3,7 Milliarden Euro – nennenswert ins Gewicht zu fallen.

Die 3,7 Milliarden Steuergelder sind weg, da kann die BayernLB noch so viel Wind machen. Das Verschulden liegt offenbar ganz eindeutig bei ihren eigenen Akteuren, die alle Warnungen, und derer gab es ja genug, in den Wind schlugen, und bei den Aufsichtsräten der BayernLB, die sich nach einem Gutachten mit schuldig machten, weil sie alles ohne Prüfung abnickten bzw. bei der entscheidenden Sitzung selbst gar nicht präsent waren..

So bleibt der strafrechtliche Vorwurf der Untreue, insbesondere gegen den seinerzeitigen Vorstand Werner Schmidt.

Wir werden bald sehen, ob die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt.

linkEx BayernLB-Tochter Hypo-Alpe-Adria-Bank (Skandalpe) – wieviel Gülle kommt noch hoch?
linkSkandal-Update: Hypo-Alpe-Adria Bank (Skandalpe)
linkHypo-Alpe-Skandalbank – Am Ende Sozialisierung der Verluste
linkVerlustbank BayernLB zahlt weiter: Noch eine Milliarde Euro an die Hypo- Alpe
linkHypo Alpe Adria und BayernLB – Haben die Flick -Erben mitverdient?
linkHypo-Alpe-Adria-Bank – vorwärts abwärts
linkVon Milliardengrab zu Milliardengrab: BayernLB-Tochter Hypo- Alpe Adria hat neuen Vorstand
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

Israel

Israel und sein Export von Massenvernichtungswaffen

Dr. Alexander von Paleske —25.5. 2010 — Israel bot Apartheid-Südafrika Atomwaffen an. Ueber diese Geschichte aus der südafrikanischen Apartheidzeit wird zur Zeit in den Printmedien und deren Onlineausgaben berichtet. Der britische Guardian brachte als erster die Story, die so neu allerdings nun auch wieder nicht ist, eher die Details.

Was steckt dahinter?
Israel bot offenbar Südafrika in den 70er Jahren Raketen des Typs „Jericho“ plus Atomsprengköpfe an. Die Verhandlungen liefen im Jahre 1975 offenbar direkt zwischen dem damaligen israelischen Minister und heutigen Staatspräsidenten Shimon Peres, und dem damaligen südafrikanischen Verteidigungsminister und späteren Staatspräsidenten P.W. Botha.

Ein Blick zurück
Im Jahre 1974 stürzten Offiziere in Portugal das faschistische Regime Caetano. Sie hatten es satt, als Kanonenfutter im Kampf gegen die erstarkenden afrikanischen Befreiungsbewegungen in den portugiesischen Kolonien Angola, Guinea-Bissau und Mozambique verheizt und zu Hause einem faschistischen Regime unterworfen zu sein. Der Aufstand brachte nicht nur Portugal die Demokratie, sondern auch den afrikanischen Kolonien die Unabhängigkeit. Und er brachte Südafrika, politisch gesehen, neue Nachbarn.

Nun grenzten schwarze unabhängige Staaten, die auch den südafrikanischen Freiheitsbewegungen, allen voran dem ANC, Unterschlupf gewährten, an Südafrika. Im Falle Mozambiques direkt, im Falle Angolas immerhin an das von Südafrika „verwaltete“ Südwestafrika, das heutige Namibia.

Nicht nur in den USA, die noch 1970 in dem sogenannten „Tar Baby Report“, den der damalige Sicherheitsberater Nixons, Henry Kissinger, angefordert hatte, wo man eine lange Phase der weissen Vorherrschaft in Angola, Rhodesien und Mozambique „vorhergesehen“ hatte – eine völlige Fehleinschätzung – begann nun das Umdenken, sondern auch in Südafrika.

Dort ging in Regierungskreisen die Furcht um, und so gewannen die Securocrats die Oberhand. Die versuchten, durch Destabilisierung der Nachbarstaaten, insbesondere Angola und Mozambique , das Rad der Geschichte zurückzudrehen, oder doch zumindest anzuhalten, und den Apartheid-Staus-Quo mit allen Mitteln zu aufrechtzuerhalten.

Südafrika marschierte 1975 erstmals (und danach immer wieder) mit seinen Truppen in Angola ein( Operation Savannah), und wurde erst vor den Toren der Hauptstadt Luanda von den zu Hilfe gerufenen kubanischen Truppen zurückgeworfen.


Zerstörungen der Südafrikaner in Lobito/Angola 1975


Von Südafrikanern zerstörte Brücke in Fort Rocades, jetzt: Xangongo/Angola

Aber die die Apartheidregierung wollte nicht alleine auf seine konventionellen Waffen vertrauen, sondern auch auf Abschreckung setzen: durch Atomwaffen..

Partner Israel
Da bot sich Israel als Partner geradezu an.

– Auch Israel verfolgte eine Art Apartheidpolitik (gegenüber den Palästinensern)

– Auch Israel machte Menschen, in diesem Fall Palästinenser, zu Menschen zweiter Klasse, nahm ihnen Land weg, praktizierte Rassismus.

– Auch Israel sah sich von einer Uebermacht feindlicher (arabischer) Staaten bedroht,.

– Auch in Israel hatten die Securocrats das Sagen.

– Und Israel hatte bereits Erfahrungen mit dem Bau von Atomwaffen, die Südafrika bis dato nicht hatte.

Israel beschliesst Atomrüstung
Die damalige israelische Regierung, zunächst unter unter Ben Gurion, war in den 50er und 60er Jahren zu der Ueberzeugung gelangt – trotz dann des Sieges im Sechstagekrieg im Juni 1967 -dass Israel sich gegen die arabischen Nachbarstaaten eines Tages zu Tode siegen könnte.

Denn während die Araber mehrfach besiegt werden könnten, würde Israel eine einzige Niederlage genügen, um es als Staat auszulöschen.

Aus dieser Ueberzeugung beschloss bereits Anfang der 50er Jahre Israels Regierung, den Atomreaktor Dimona in der Negev-Wüste zum Bau von Atomwaffen zu errichten, also waffenfähiges Plutonium herzustellen.

Der ganze Sicherheits-Aufwand, der dort betrieben wurde, insbesondere die Abschirmung und Sicherheitskontrollen, liessen von Anfang an keine andere Deutung zu. Selbst ein israelisches Flugzeug wurde dort 1967 abgeschossen, als es sich versehentlich in den Luftraum über der Atomanlage verirrte..

Der damalige Verteidigungsminister Moshe Dayan, und der Minister Peres, heute Staatspräsident, argumentierten, dass Israel ein Arsenal von Atomwaffen brauchen würde, um sich nicht nur durch konventionelle Waffen,wohl aber auch und gerade durch Atomwaffen, als Abschreckung, verteidigen zu können. Zu diesem Zweck benötigte Israel rund 200 Tonnen Uran (Yellowcake).

Frankreich, das zunächst Uran geliefert hatte, fiel nach dem Sechstagekrieg 1967, und dem dann verhängten Waffenembargo, als Lieferant aus.

Operation Plumbat
Israel beschaffte sich das Uran durch eine vom Mossad geplante und durchgeführte Kaperung des Frachters Scheersberg A im Jahre 1968, ein Frachter, der 200 Tonnen Uran (Yellowcake)geladen hatte, das zur Weiterverarbeitung in Italien bestimmt war und dann nach Marokko geliefert werden sollte, in Wirklichkeit aber für Indien bestimmt war.

Die gesamte Geschichte der Kaperung hier , mit Fortsetzung hier und schliesslich hier.
.
Ein Mossad Agent gesteht und packt aus
Dan Aerbel alias Dan Ert alias Dan Erteschik, war ein Mossad Agent, der 1973 in Norwegen gefasst wurde. Er war in die Lillehammer Affäre verwickelt, über die wir hier zusammenfassend berichtet haben. Dan Aerbel gestand nach seiner Festnahme nicht nur seine Beteiligung an dem Mord des Tunesiers Bouchiki, sondern berichtete den norwegischen Behörden auch, dass er an der Kaperung der Scheersberg A beteiligt , wo das Uran schliesslich gelandet war (in Israel), und dass es zum Bau von Atomwaffen verwendet werden sollte.

Das war 11 Jahre bevor Mordechai Vanunu dieses Geheimnis, das – jedenfalls in Geheimdienstkreisen – keines mehr war, an die britische Presse weiterleitete.

Israel, das bisher den Atomwaffenbesitz offiziell nie eingestanden hat, redet sich immer wieder mit „verantwortunsgvollem Besitz“ im Vergleich zu „ verantwortungslosem Besitz“ anderer Länder, wie z.B. Iran, heraus.

Die Lieferung von Atomwaffen, bzw., das Angebot der Lieferung von Atomwaffen, an einen Rassistenstaat wie Südafrika, der auch bereit gewesen wäre, zur Erhaltung des Apartheid-Status- Quo diese Massenvernichtungswaffen gegenüber Ländern wie Angola im Notfall einzusetzen, ist wohl der höchste Ausdruck von Verantwortungslosigkeit. Und dies von der Regierung eines Landes, dessen Existenz sich aus dem jüdischen Exodus von Rassismus und Apartheid selbst herleitet.

Aber nicht nur das.
Israel lieferte konventionelle Waffen über Jahrzehnte, vor, aber gerade auch nach dem Sturz des Schahs, (z.B. Iran- Contra Skandal) an den Iran. Der Schah bat Israels Regierung auch um Atomwaffen. Es ist unklar, was aus dieser Anfrage geworden ist, die sich aus Papieren ergab, welche in der US Botschaft in Teheran, nach deren Besetzung, gefunden wurden.

Massenvernichtungswaffen in den Iran
Aber auch Masssenvernichtungswaffen, wie die Giftgase Sarin und Senfgas, samt den Blaupausen für eine Fabrik zu deren Herstellung, wurden von 1991-1993 in China, mit Wissen und Billigung des britischen Auslandsgeheimdienstes Mi6, des israelischen Geheimdienstes Shin Bet, und des des deutschen BND eingekauft, und in den Iran geliefert, wir berichteten mehrfach darüber..

Und während Südafrika sein Apartheidregime mittlerweile los ist, wartet der Nahe Osten auf einen israelischen Nelson Mandela, der endlich mit der Apartheidpolitik und Herrenrassementalität gegenüber den Palästinensern Schluss macht, der die Landwegnahme in der Westbank nicht nur beendet, sondern auch rückgängig macht , die Vertreibung der Palästinenser aus Ost-Jerusalem beendet, die Resolution 242 des UN-Sicherheitsrats erfüllt, nämlich den Rückzug aus den 1967 besetzten Gebieten, und damit endlich das bringt, was der Nahe Osten am dringendsten braucht: Frieden.

linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
Prozess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich
Angolagate in Frankreich – Geldgier, Geschütze und Granaten
Ein “investigativer“ israelischer Journalist und Geschichten, die der Mossad erzählte
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT

Links zur Arctic Sea-Story
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Keaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

… als Satire
Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe

…. und die Antwort von Josef Joffe und der ZEIT
IDeutschlands liberale Wochenzeitung “Die ZEIT” verlangt Löschung einer Satire

Unkategorisiert

Olympia 2012 in London — Wir rufen die Söldner der Welt

Dr. Alexander von Paleske — Es hätte sich um einen Aprilscherz handeln können, aber es ist traurige Wirklichkeit.

Die Söldnerfirma Aegis, geleitet von dem Söldnerveteranen Tim Spicer, hat die Sicherheitsausschreibung für die olympischen Spiele 2012 in London gewonnen.
Nicht nur die Bewachung von ein paar Unterkünften, das wäre schon schlimm genug, , sondern gleich auch noch die Planung der Sicherheit.

Im einzelnen handelt es sich um

– Security design and Engineering Consultancy Services

– Security Strategy, Planning and operations
Consultancy Services

– Corporate Security Consultancy Services

Krönung einer Karriere
Es ist die Krönung einer bisher beispiellosen Karriere eines Mannes , der nach seinem Abschied aus der britischen Armee, im Rang eines Obersten, zielgerichtet in die Söldnerei marschierte.

Söldnermässig angefangen hatte er in der britischen Firma Sandline, diese wiederum verbunden mit der südafrikanischen Söldnerfirma Executive Outcomes, wir berichteten mehrfach darüber.

Sierra Leone, Arms to Africa Affair, und schliesslich Bougainville/Papua Neu Guinea, das sind die Skandalstationen seines Sandline Abenteuers.

Sein damaliger Chef : Tony Buckingham, der es mittlerweile zum Oelmilliardär gebracht hat. Sein Mitstreiter: Simon Mann.. Letzterer versuchte im Jahre 2004 zusammen mit dem Sohn Margaret Thatchers, Mark Thatcher, und – unter anderem – dem Deutschen Gerhard Merz, den ölreichen afrikanischen Staat Aequatorial Guinea zu erobern (Wonga Coup),das lief allerdings schief.

Im Jahre 2000 machte sich Spicer selbständig und gründete die Söldnerfirma Aegis, die nach dem Einmarsch in den Irak gleich einen der grössten Söldnerverträge im Werte von 293 Millionen US Dollar bekam.

Und für Skandale sorgte die Firma selbstverständlich dort, nicht anders als Blackwater.

Im sogenannten „Shooting Video“ ist zu bestaunen, wie sozusagen aus Spass auf Zivilfahrzeuge geschossen wird.

http://video.google.de/videoplay?docid=499399687545634893#

Gelegentlich traf es auch US Soldaten, „friendly fire“ genannt, wie den Unteroffiozzier Khadim Alkanani. Die Klage des US-Soldaten, der mittlerweile schwerbehindert ist, gegen Spicers Firma, wurde von einem US-Gericht abgewiesen. Begründung: Aegis sei zum fraglichen Zeitpunkt nicht als eigenständige Firma registriert gewesen.

Erst im Irak,dann in Afghanistan
Aber nicht nur im Irak, selbstverständlich auch in Afghanistan ist Tim Spicer mit seiner Firma aktiv. Im Januar wurde AEGIS mit „Facility protective services“ in Shindand, im Osten Afghanistans, betraut.

500 Söldner beschäftigt Aegis nach Angaben Spicers, die wirkliche Zahl dürfte weit darüber liegen. Leute, die nicht lange Fragen stellen, und, wie wir mehrfach dargestellt haben, in einer Art rechtsfreiem Raum operieren.

Man darf sich heute schon auf Olympia 2012 in London freuen, da die Sicherheit der Sportler und Besucher in erfahrenen (und schiessfreudigen) Händen liegen wird.

linkVerfahrenseinstellung gegen Blackwater Söldner – eine Rechtsbeugung?
linkBlackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Chefsöldner Tim Spicer erhält Pentagon-Vertragsverlängerung im Irak
Vom britischen Südafrika-Botschafter zum Söldnerfirma-Direktor
Söldnerchef Spicer sucht neues Geschäftsfeld: Piratenbekämpfung vor Somalia?
linkBlair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika
On The Road Again – Blackwater-Söldner dürfen weiter töten
Irak: Wenn die regulären Truppen gehen, kommen die Söldner
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
linkDer Wonga Coup
Tony Buckingham – Ein britischer Afrika-Söldner wird Milliardär

SATIRE

Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox, vermutlich ein Irrläufer

22.5. 2010

-Der Vorneverteidigungsminister-
Vorneverteidigungsministerium
Im Regierungsviertel 3
Berlin

An
Supertalent
Lena Meyer-Landrut,
C/O Chefunterhalter und Metzgergeselle
Stefan Raab
– Abteilung Unterschichtfernsehen/Klamaukfernsehen/
Anspruchslosfernsehen/TV-Witzchen –

ARD-Fernsehen

Liebe Lena Meyer-Landrut,

nachdem schon meine Kollegin, Ursula von der Leyen, Ihnen zu Ihrem morgigen 19. Geburtstag mit den folgenden warmen Worten gratuliert hat

19 Jahre sind ein prima Alter. Sie bedeuten loslegen, rausgehen, Grenzen testen und Leben schmecken.
Ich finde es klasse, wie frisch und locker Sie damit umgehen. Das Signal an andere Jugendliche ist: Jeder kann etwas Tolles schaffen, man muss an sich glauben und dranbleiben

will ich, nachdem auch Kollege Roesler Ihnen schon gratuliert hat, nun den Reigen voller machen und Ihnen ebenfalls zu dem gerade auch für Deutschland so ausserordentlich wichtigen Ereignis meine allerwärmsten Glückwünsche übermitteln.

Die bedeutungsschweren Worte der Kollegin von der Leyen kann ich nur wiederholen.

Es ist im übrigen genau das, was ich meinen jungen Soldaten und Kameraden der Bundeswehr – ich bin ja auch Soldat der Reserve – gerne zurufe:

Rausgehen nach Afghanistan, Grenzen testen nach Pakistan, Leben schmecken (solange man es noch hat)

hier muss ich allerdings immer noch zulegen:

gelegentlich dem Tod ins Auge schauen“ – und was Tolles schaffen, nämlich die Taliban besiegen und das Land verminen.

Und ich bin sicher, so wie meine Soldaten dem nächsten Kampfeinsatz entgegenfiebern, so fiebern sie auch der Contest-Ausscheidung „wer wird Europas Super-Gesangsstar“ entgegen und drücken Ihnen die Daumen.

Bitte kommen Sie nach Masar-i-Scharif
Ich darf Sie bitten, nach der Contestausscheidung für ein paar Stunden bei unseren Kämpfern in Masar–i-Scharif vorbeizuschauen, um ihren Kampfesmut aufzupäppeln. Ganz genau so, wie es unser Bundespräsident Köhler gestern erfreulicherweise bei einer Zwischenlandung auf dem Weg von China nach Deutschland dort gemacht hat. Nicht nur besucht, nein, er hat – zu Recht – mehr Respekt und Anerkennung für unsere Soldaten im Kriegseinsatz gefordert. Leider haben die von ihm befragten Soldaten dort auf ihre Siegeszuversicht angesprochen, mit Schweigen geantwortet.

Wenn solch hoher Besuch sich ansagt, lasse ich immer unsere neuen Haubitzen in Position bringen, und ordne ein Tommelfeuer auf vermutete Talibanstellungen an, um diese Gottes-Terroristen auf Abstand zu halten. Zivilopfer sind leider immer wieder unvermeidliche Kollateralschäden.

Schlag-Raab hochwillkommen
Bitte bringen Sie dann auch diesen Metzger und Unterschichten-Entertainer Stefan Raab mit, damit die Soldaten etwas zu lachen haben.

Ich darf Sie bitten, bei ihrem Besuch auch ein schönes Soldatenlied zu singen. Das verstärkt immer das Kameradschaftsgefühl und wirkt Zweifeln und Depressionen entgegen.
Ich schlage das „Heia Safari Lied“ vor, denn auch damals befanden sich ja deutsche Soldaten fern der Heimat bei der Vorneverteidigung deutscher Kolonialinteressen in Ost-Afrika:

Wie oft sind wir geschritten
Auf schmalem Negerpfad,
Wohl durch der Wüste Mitten,
Wenn früh der Morgen naht.
Wie lauschten wir dem Klange,
Dem altvertrauten Sange
Der Träger und Askari:
Heia, heia, Safari.

Nochmals herzliche Geburtstagsgrüsse aus dem Vorneverteidigungsministerium

Ihr

Baron von und zu Guttenberg

.Mehr Satire zu Guttenberg und Afghanistan
Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Positionspapier von Jürgen Rüttgers zum Fall Baron Münchguttenberg

Mehr neuere Satire
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Post für Thilo Sarrazin
Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin
Deutschbanker Ackermann gratuliert und bedauert

Weiteres aus der Abteilung Satire zu Griechenland und Josef Ackermann
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin
Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments
Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel
Gute Nachrichten aus der Bankenwelt
Horst Seehofer antwortet Josef Ackermann
Deutschbanker Ackermann stoppt Swapserei mit Kommunen
Deutschbanker Ackermann schreibt an CSU-Seehofer

…… zu Joseph alias Joschka Fischer
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

…zu BILD-Kai Diekmann
Kai Diekmann Betreff: Serie “So war mein bester Sex”
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

Noch mehr aus der Abteilung Satire
Afghanistan: General McChrystal schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Brief an Astrophysiker Professor Hawking
Springer-Chef Mathias Döpfner antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Springer-Verlagschef Mathias Döpfner
Hamburger Bordellbesitzer schreibt an Jürgen Rüttgers
FDP-Westerwelle schreibt an Deutschbanker Ackermann
Wie die Schweiz auf den Hund kam
Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
Grossphilosoph Peter Sloterdijk antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Grossphilosoph Sloterdijk
Er ist wieder da – Hannibal aus Tripolis meldet sich zurück
Tony Blair: Ich will König von Europa werden
Clearstream–Prozess in Frankreich oder: Die Schlammschlacht geht weiter
Frankreich: Jahrhundertprozess und Liebesnovelle
Schluss mit den Angriffen auf Ulla Schmidt
Ministerin Ulla Schmidt: Nie wieder unter Hartz IV- Bedingungen leben

afrika

Ein Tag wie jeder andere – In einem Krankenhaus in Simbabwe

Dr. Alexander von Paleske —21.5. 2010 — Ein Wintertag in Simbabwe, in einem Winter der kein wirklicher Winter mehr ist, denn nachts wird es seit ein paar Jahren nicht mehr richtig kalt, Klimaveränderung auch hier.

Konsil auf der internistischen Frauenstation C3 des Mpilo-Krankenhauses in Bulawayo. Es geht um eine 23 jährige Patientin, Endstadium der HIV -Krankheit, bisher nicht behandelt mit antiretroviralen Medikamenten. Ihr Zustand würde selbst den Hartgesottensten rühren.

Tuberkulose und HIV
Ich wurde gebeten, eine Knochenmarkspuktion vorzunehmen, die Vermutungsdiagnose: Tuberkulose, eine Krankheit, die längst hier zur Epidemie geworden ist.

Der Zusammenbruch des Immunsystems im fortgeschrittenen Stadium der HIV- Krankheit ist ein Brandbeschleuniger für eine Krankheit, die vor dem Ausbruch der HIV-Epidemie Jahr für Jahr an Zahl abnahm – das war bis 1985 – seither geht es immer schneller bergauf mit den Krankheitsfällen.

Die Tuberkulose war seinerzeit in Europa vorwiegend eine Erkrankung der Armen, der Schlechternährten, der in engen Behausungen Zusammengepferchten. Hier in Afrika kann sie jeden treffen, ob arm oder reich, dessen Immunsystem durch die HIV-Krankheit schwer geschädigt ist.

Meine Patientin auf der Station C3 kann sich kaum bewegen, hat starke Schmerzen , und so nehme ich die Punktion am Bustbein vor, ein Ort, der fuer Knochenmarkpunktionen zu Recht nicht als am besten geeignet angesehen wird, weil die grossen Gefässe bzw. der Herzbeutel direkt dahinter liegen, und beim versehentlichen Durchstechen des Brustbeins leicht verletzt werden können. Aber der Zustand der Patientin lässt mir keine andere Wahl.

Ich nehme den Eingriff mit einer einfachen Injektionsnadel vor, eigentliche Knochenmark-Punktionsnadeln, die normalerweise Verwendung finden, sind nicht vorhanden, und als sie vor Jahren noch vorhanden waren, da reichten sie für die bis zu 7 Punktionen pro Tag nicht aus, also muss ich mir sich mit dem behelfen, was vorhanden ist, eine 18er Nadel.

Die Patientin lässt den schmerzhaften Eingriff klaglos über sich ergehen, er dauert glücklicherweise weniger als als 2 Minuten.

CDC weiss es besser – oder?
Knochenmarkpunktate werden von mir seit 1990 routinemässig auf Tuberkelbakterien untersucht. Als ich damit anfing, und die ersten positiven Befunde hatte, musste ich mir von einer Abgesandten des Centers for Disease Control (CDC) Atlanta, USA anhören, das würde nichts bringen, sie hätten damit genügend negative Erfahrungen gemacht. Ein Blick durch das Mikroskop konnte sie eines besseren belehren

Am Nachmittag, nach Färbung der Präparate, die Diagnose: Miliare Tuberkulose, also eine Tuberkulose, die von der Lunge ausgehend sich in entfernt liegende Organe ausgebreitet hatte.
Fortgeschrittene TB, fortgeschrittene HIV-Krankheit, ein zu oft zu tödlicher Cocktail, und so hat auch meine Patientin eine extrem schlechte Prognose.


Tuberkelbazillen (rot) im Knochenmarkausstrich der Patientin

Zurückgekehrt in mein Behandlungszimmer warten drei weitere Patienten auf Punktionen, diesmal Lymphknotenpunktionen , zwei haben Tuberkulose, der dritte leidet an einem hochgradig malignen Non-Hodgkin Lymphom. Alle leiden auch an der HIV-Krankheit im fortgeschrittenen Stadium.

Die Behandlung der HIV-Infizierten mit antiretroviralen Medikamenten ist nötiger denn je, damit es gar nicht erst zum Zusammenbruch des Immunsystems kommt.


Lymphknotentuberkulose. Zusammengebrochene Immunabwehr. Statt käsigem Material werden grosse Mengen an Eiter aspiriert, unter dem Mikroskop übersät mit Tuberkelbakterien (rot)
Fotos: Dr. v. Paleske

Nicht besser, sondern schlechter
Aber die Behandlungslage für die HIV-Kranke wird sich in den nächsten Jahren nicht verbessern, dank der Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, und der Milliarden, die zur Stützung des Euro jetzt in den Finanzmarkt gepumpt werden.

Die Administration des US-Präsidenten Funds PEPFAR (President’s Emeregency Plan for HIV/Aids Relief) ), eine der wichtigsten Geldquellen zur Behandlung dieser Menschenplagen, hat bereits einige Länder aufgefordert, die Zahl der Neuzugänge zur Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten (ARV’s) gegen die HIV-Krankheit zu begrenzen, da es im Jahre 2011 nur eine Erhöhung der Zahlungen von 2% geben werde. Zieht man die Inflation ab, beibt es beim Vorjahresstand.

Um den Global Fund zur Behandlung und Bekämpfung von AIDS, TB und Malaria sieht es noch schlechter aus. Dem Fund, zu dem eine Reihe von Industrieländern beisteuert, fehlen zur Finanzierung seiner beschlossenen und laufenden Programme 10 Milliarden US-Dollar. Ein vergleichsweise niedriger Betrag, verglichen mit dem, was jetzt zur Stützung des Euro lockergemacht wird, aber hier, bei der sogenannten Entwicklungshilfe, lässt es sich eben am „problemslosesten“ sparen, da der Widerstand am geringsten ist.
Beide Programme , Global Fund und PEPFAR, haben bisher dafür gesorgt, dass täglich 5000 Menschenleben gerettet werden konnten.,
Der ehrgeizige Plan, statt jetzt 42%, in der Zukunft 80% aller Patienten, die ARV’s benötigen, zu behandeln, wird unter diesen Umständen Makulatur werden.

Uganda: Patienten werden weggeschickt
In Uganda werden bereits jetzt 800 neue behandlungsbedürftige Patienten monatlich von den Kliniken weggeschickt, weil nicht genügend ARV’s verfügbar sind, wie die südafrikanische Zeitung Mail and Guardian vor einer Woche berichtete.

70% der ugandischen Patienten haben entweder nur ein Minimaleinkommen, oder gar keins, und bekommen die ARV’s deshalb kostenfrei, finanziert durch PEPFAR. Nur wenn ein Patient stirbt, oder aus der Therapie aussteigt, kann ein neuer Patient in das Behandlungsprogramm aufgenommen werden.

Und so kann sich, angesichts der Nchtbehandlung der HIV-Krankheit auch die Tuberkulose ungehindert weiter ausbreiten. Und damit auch die Multidrug-Resistant -TB (MDR) und die völlig medikamentenresistente Tuberkulose (XDR).

In Südafrika wird bereits jetzt 60 % desTuberkulose- Behandlungs-Budgets zur Behandlung der MDR-TB, verbraucht, obgleich bisher „nur“ 8000 der insgesamt 460.000 neu diagnostizierten TB-Patienten daran leiden.

72 US Dollar kostet die Normalbehandlung der TB, bei der MDR-TB sind es dagegen schon 1200 US Dollar und bei der XDR 7200 US Dollar, jeweils pro Patient und Jahr.

Damit wird bereits die MDR in den meisten Ländern Afrikas unbehandelbar, von der XDR ganz zu schweigen.

Medizinisches Personal gefährdet
Das medizinisches Personal ist ausserdem einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich nicht nur mit TB, sondern gleich mit MDR-TB bzw. XDR-TB zu infizieren, da sie mit diesen Patienten täglich umgehen und geeignete Schutzmassnahmen (Laminar Flow etc.) in den meisten Krankenhäusern, selbst in Südafrika, nicht vorhanden sind.

So ist es dann kaum eine Ueberraschung, dass die Häufigkeit von MDR-TB in dieser Personengruppe sechs mal höher liegt, als in der Normalbevölkerung.

Trotz all dieser enormen und wachsenden Probleme, werden sich die Länder Afrikas auf weitere Kürzungen einstellen müssen.

Keine guten Aussichten.

Welt-Tuberkulose Tag – eine Krankheit weiter auf dem Vormarsch
Die Zukunft heisst Resistenz? – Antiinfektiva verlieren ihre Wirksamkeit
Hilflos bei Infektionen – Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit
Dumela Ngaka – 8 Jahre als Krebsarzt in Botswana – Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Tierfabriken, Schweineviren und die Zukunft
Cancer surge overwhelms AIDS-struck Botswana
Bittere Pillen für die Dritte Welt

SATIRE

Google: Wir greifen nach der absoluten Cyber-Weltmacht

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

Google Hauptquartier
Abteilung: Expansionsfeldzug
Mountain View, Ca
USA

An:
Google
Zweigniederlassung Deutschland
– Abteilung Massen-Datensammelstelle –
Hamburg
Germany

Hallo Mitglieder der Google- Internet- Expansions- Weltgemeinschaft,

Mit grossem Aerger hat unser CEO Eric zur Kenntnis nehmen müssen, dass ihr in grober Weise gegen unsere Expansionsanweisungen verstossen habt, insbesondere gegen das 11. Gebot: “ Lass Dich nicht erwischen“.

Wir hatten ja seinerzeit den klaren Auftrag herausgegeben, nicht nur alle Strassen mit unseren mobilen Cameras zu filmen, sondern gleichzeitig einen Breitbandempfänger laufen lassen, der mit den Filmkameras gekoppelt ist, sodas wir genau lokalisieren können, wo sich welche WLAN-Networks jeweils befinden und darüberhinaus etwas von dem Datenverkehr mitschneiden können, wobei uns in erster Linie interesiert, welcher Internetanschluss sich an welchem Ort befindet und möglichst auch mit Namen .

Datensammlung rechtswidrig aber erforderlich
Diese Aktion dient einmal der Auffüllung der Abteilung „ungezielte Datensammlung“, wo wir noch fast unbegrenzten freien Speicherplatz haben , also dort, wo wir Daten speichern, von denen wir noch nicht wissen, wofür und wann wir sie einmal im Rahmen unseres ungebremsten Expansionsdranges einmal brauchen.

Bereits jetzt hat sich in einigen Bereichen gezeigt, wie nützlich diese Sammlung von Daten auf Vorrat ist, auf die wir jederzeit zurückgreifen können.

Aber auch der Vervollständigung der Daten in der Abteilung „Erstellung von Persönlichkeitsprofilen“ wo wir jederzeit aus einer Internetadresse und den uns vorliegenden Daten schon recht recht weitgehend einen „gläsernen Menschen“ herstellen können, zusammen mit dem Internet-Website-Abrufprofil, das wir aufgrund unserer Internetsuchmaschine besitzen.

So haben wir schon Millionen von Menschen katalogisieren können, wobei uns in erster Linie natürlich konsumfreudige Mitbürger interessieren, also weniger Arbeitslose, Hartz IV Empfänger, Arbeitsscheue etc.

Dabei hilft uns natürlich auch uns das Abrufen von Suchbegriffen wie „Schuldnerberatung“ „Umschuldung“ „Kredite ohne Sicherheit-Angebote“, die auf jemanden hinweisen, der offenbar seine Rechnungen nicht bezahlen kann, und damit als potenzieller Kunde uninteressant wird.

Diese Kataloge dienen uns zuallererst aber, um individualisierte Werbung betreiben zu können, etwas, wovon viele Unternehmen bis jetzt nur träumen. Also nicht nur stichwortorientierte Werbung, wie wir sie bisher betrieben, sondern Stichwort plus kundenorientiert entsprechend unserem Profiling.

Und nicht nur das, wenn wir z.B. von Menschen aus der Reeperbahn und der Grossen Freiheit in Hamburg Aufrufe bekommen, stellen wir sofort Werbung für Kondome, Dessous, Peitschen etc etc. mit herein.

Diese Informationen verkaufen wir natürlich weiter an andere interessierte Unternehmen, und stellen sie im Bedarfsfalle (Patriot Act)aber auch Geheimdiensten wie dem CIA und Verfolgungsbehörden, wie dem FBI, zur Verfügung, die sich damit das mühselige Beschaffen und Verwalten eigener Profiling-Data ersparen können.

So sind wir in der Lage, anhand unseres Profiling mittlerweile relativ früh festzustellen, wer sich in der Zukunft mit einiger Wahrscheinlichkeit zu einem Kriminellen, oder gar zu einem Terroristen entwickeln wird, bzw. wer das Zeug hat, zum Top-Manager aufzusteigen, was sich wiederum segensreich bei der Vergabe von Stipendien auswirken wird.

Auch den politischen Parteien können wir so wertvolle Hiweise für die erfolgreiche Rekrutierung von Nachwuchs geben, bzw. welche Stadtbereiche besonders lohnenswert für politische Werbung und Hausbesuche ist.

Vergangenheit und Zukunft
Gleichzeitig will ich an dieser Stelle noch einmal ausführen, was die Ziele unserer Gesellschaft in der Vergangenheit waren, und welche es in der Zukunft sein werden.

Angefangen haben wir 1998 als reiner Suchmaschinenanbieter, genauer gesagt: Stichwortsuchmaschinenanbieter. Das war sozusagen unsere Steinzeit, aber schon eine sehr erfolgreiche und einträgliche. Erfolgreich auch deshalb, weil unsere Aufmachung ansprechender war, und das Angebot an Links umfangreicher, als das unserer Konkurrenten, die in grosser Gier alles voll Werbung schon auf der Startseite packten – eine sehr kurzsichtige Vorgehensweise – sodass Suchmaschinen wie Altavista, Yahoo und Microsoft nach kurzer Zeit abgeschlagen waren.

Das war die Basis, von der aus wir unseren Internet-Eroberungsfeldzug starten konnten. Vom „Tante Emma-Laden“ zum Grosskaufhaus, vom Sektoranbieter zum Rundumversorger.
Und so wurden wir mittlerweile zum Anbieter von:

– Bilder (fast alle im Internet gefundenen Bilder unabhängig von Urheberrechten)

– Erdbildern ( Google Earth)

– Software (Android, Chrome)

– E-Mail-Diensten (G-Mail)

Büchern

– Nachrichten

Strassenbildern

– Erkennen von Personen

– Lokalisierung von Personen

Unsere weitergesteckten Ziele lauten aber so:

– Kein Buch mehr ohne Google , entweder direkt bei Google kostenlos einsehbar oder aber über Google zu erwerben, oder die Leseberechtigung online über Google zu kaufen

– Keine Auto-Fahrt mehr ohne Google , Google führt sicher zum Freund/Freundin, Geschäft, Restaurant, Pub, Bar, Puff

– Keine Schlagwortsuche mehr ohne Google, hier geht es vor allem darum, unsere führende Stellung zu behaupten. Erfreulich, dass Googlen schon das Synonym für Internetsuche geworden ist

– Kein Telefonat mehr ohne Google, das machen wir über die Software Android, später werden wir auch die Produktion von Mobiltelefonen kontrollieren

– Keine E-Mail mehr ohne Google da streben einen Anteil von mindestens 50%, längerfristig 75% an

– Keine Filmkarriere mehr ohne Google, das läuft über unseren Ableger YouTube

– Kein Fernsehen mehr ohne Google, das wird über die Verknüpfung von Fernsehen mit Internet laufen. Bei Einschalten des Fernsehers muss zunächst das Google-Zeichen als Navigationshilfe auftauchen.

Und nicht nur Naviigationshilfe, wir werden eine Positiv-Selektion betreiben, was dem Zuschauer am besten bekommen wird. Nur Böswillige würden so etwas als Zensur bezeichnen, auch wenn wir mit einer Selbstzensur, wie im Falle Chinas,aber auch anderswo, schon gute Erfahrungen gemacht haben.

Lexikon-Pleite
Leider haben wir in Sachen Lexikon eine schmerzhafte Bauchlandung erlebt. Das haben wir glatt verschlafen.
So etwas wie mit Wikipedia darf uns einfach nicht mehr passieren , in keinem Bereich, überall müssen wir die Nase vorn haben.

Google-Knol hat zur Zeit leider keine Chance, gegen diesen Wohltätigkeitsverein namens Wikipedia anzukommen, der leider in der Qualität und Quantität immer besser wird.

Nein, trotz Wikipedia, wir sind keineswegs am Ende, wir fangen erst so richtig an. Unser Slogan heisst: „Wo Internet draufsteht, muss in Zukunft immer auch Google mit drinnen sein“.

Und bitte vergesst nicht unsere beiden Wahlsprüche:

1. Wir gehen so lange und so weit, wie wir es für richtig halten, es sei denn, dass wir mit (juristischer) Gewalt aufgehalten werden.

In Deutschland kommen uns da leider diese sogenannten Datenschützer und einige Querulanten, sowie Prozesshanseln, immer wieder in die Quere, deshalb müssen wir doppelt umsichtig und verdeckt zu Werke gehen.

2. Wir müssen bei all unserem Vorgehen uns streng an das 11. Gebot halten.

Und nun ran an die Sammelarbeit und vergesst nicht die Nebelkerzen, für den Fall, dass etwas auffliegt.

Wir schreiten einer sehr rosigen (Google-) Zukunft entgegen.

Vorwärts mit der Googelei

Gruss
Google Hauptquartier
Mountain View

P.S. Bitte geht doch auch auf die Heise Seite, dort haben sich viele Google-Fans zu Wort gemeldet, die unser Vorgehen mit Vehemenz rechtfertigen. Sehr anständig finden wir das, da sie uns in gewisser Weise das Flair eines wohltätigen Fortschritts-Vorantreibers, ja beinahe eines Wohltätigkeitsvereins, geben, was zwar nichts mit der Realität zu tun hat, wofür wir aber natürlich sehr dankbar sind.

.
Keine Satire
Gigant Google: Zensur nur in China?
Alles frei?– oder: Google, der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung
Wird Wikipedia weggegoogelt?

.Mehr Satire
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Post für Thilo Sarrazin
Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin
Deutschbanker Ackermann gratuliert und bedauert

Weiteres aus der Abteilung Satire zu Griechenland und Josef Ackermann
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin
Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments
Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel
Gute Nachrichten aus der Bankenwelt
Horst Seehofer antwortet Josef Ackermann
Deutschbanker Ackermann stoppt Swapserei mit Kommunen
Deutschbanker Ackermann schreibt an CSU-Seehofer

…… zu Joseph alias Joschka Fischer
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

…zu BILD-Kai Diekmann
Kai Diekmann Betreff: Serie “So war mein bester Sex”
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

Noch mehr aus der Abteilung Satire
Afghanistan: General McChrystal schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Brief an Astrophysiker Professor Hawking
Positionspapier von Jürgen Rüttgers zum Fall Baron Münchguttenberg
Springer-Chef Mathias Döpfner antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Springer-Verlagschef Mathias Döpfner
Hamburger Bordellbesitzer schreibt an Jürgen Rüttgers
FDP-Westerwelle schreibt an Deutschbanker Ackermann
Wie die Schweiz auf den Hund kam
Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
Grossphilosoph Peter Sloterdijk antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Grossphilosoph Sloterdijk
Er ist wieder da – Hannibal aus Tripolis meldet sich zurück
Tony Blair: Ich will König von Europa werden
Clearstream–Prozess in Frankreich oder: Die Schlammschlacht geht weiter
Frankreich: Jahrhundertprozess und Liebesnovelle
Schluss mit den Angriffen auf Ulla Schmidt
Ministerin Ulla Schmidt: Nie wieder unter Hartz IV- Bedingungen leben

SATIRE

Kai Diekmann Betreff: Serie “So war mein bester Sex”

Dr. Alexander von Paleske — 15.5. 2010 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Kai Diekmann
Chefredakteur
BILD-Zeitung
Axel Springer-Gedächtnisplatz 1
Hamburg

– An alle Chefredakteure der BILD-Regionalausgaben

– An alle Ressortleiter und Redakteure der Abteilungen
Billig-Sex, Schnell-Sex, Primitiv-Sex, Sex & Crime

Betrifft: Neue Serie „So war mein bester Sex“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neue Serie hat bombig eingeschlagen, die Auflage der BILD hat sofort einen Sprung nach oben vollzogen.

Das habe ich allerdings auch erwartet, denn SEX geht eigentlich immer, er muss nur in der richtigen Form präsentiert werden, als (Gossen-) Info und nicht als pure Pornografie, also etwas in die Richtung „Meine Geschichte“ gehen..

Diese Serie werden wir dann mit anderen Beteiligten fortsetzen.

Ich bitte um geeignete Vorschläge, welche Gruppe als nächstes an der Reihe sein sollte.

Folgende Anforderungen sind an die Artikel zu stellen:

1. Es muss sich um eine Mixtur von Sex, Meine Geschichte und „durchs- Schlüsselloch- gucken“ handeln.

2. Die ganze Geschichte muss sich in einem Zeitraum von einem, höchstens zwei Tagen abspielen, also in die Kategorie „Schnellsex“ fallen.

3. Als Ort der leidenschaftlichen sexuellen Begegnung kommen folgende Oertlichkeiten in Frage

– Hotelräume

– Abgeschlossene Appartments

– Strand bei Nacht

– Ggf. Dichter Wald

– Nur ausnahmesweise auch ein Auto, an einem
verschwiegenen Platz abgestellt,

Auf gar keinen Fall kommen folgende Oertlichkeiten in Frage:

– Toilette

– Aufzug

– Hinterhof

– Eheliche Wohnung

Prinzipiell sollte es sich nicht um einen Seitensprung handeln, weil dies eher der Phantasie der Leser abträglich ist.

Selbstverständlich kommen nur heterosexuelle Begegnungen in Frage.

Der folgende Personenkreis kommt für unsere spannende Serie in Frage:

– Mittelschichtsangehörige

– Verfasser schlüpfriger Literatur

– Pseudoprominente, auch „Schlebs“ genannt

Folgende Themen stehen nicht zur Diskussion

– Sex mit Tieren

– Abartiger Sex (Sado- Maso etc)

Folgende Personen sind als Beteiligte ausgeschlossen:

– Unter 18 Jahren

– Hartz IV Empfänger

– Arbeiter

– Prostituierte

– Alter über 40 Jahre bei Frauen und über 55 Jahre
bei Männern

– Politiker

– Führende Unternehmerpersönlichkeiten,

– Wirtschaftsführer, selbst wenn die aussagebereit
sein sollten

So, und nun mal ran an die BILD-typische journalistische Qualitätsarbeit.

Fröhliches und sauberes Recherchieren wünscht Euch

Euer

BILD-Kai

Mehr Satire zu BILD-Diekmann
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
Post für BILD-Diekmann
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei

SATIRE

Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox – vermutlich ein Irrläufer

14..5. 2010

Thilo Sarrazin
Deutsche Bundesbank
Vorstand
-Abteilung Nebengleis —
Bundeskrankgelände 1
Frankfurt (M), Ortsteil Bankfurt

An
Josef Ackemann
Vorstandsetage Deutsche Bank
Am Teufelsrad 1
Frankfurt (M), Ortsteil Krankfurt

Lieber Banker-Kollege Josef,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem fantastischen Auftreten in der Maybrit-Illner -Show gestern abend..

Erst einmal fand ich es völlig korrekt, dass, angesichts der Bedeutung Deiner Person und Deiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, neben Dir keine weiteren Showgäste anwesend waren.

Insofern drückt sich darin die gleiche Bedeutung aus, die Helmut Kohl seinerzeit zuteil wurde, als Alfred Biolek ihn, Kohl, – und nur ihn allein – bei sich in einer Talkshow als Gast hatte.

Es verträgt sich einfach nicht mit Deiner Bedeutung, dass irgendwelche Plebs (Plebejer) oder selbst Schlebs (Pseudoprominente aus Sport oder Unterhaltung) neben Dir Platz nehmen.

Und ich fand es gut, wie Du der Allgemeinheit in direkter und allgemeinverständlicher Form klargemacht hast, dass die Banker jeden Tag in grosser Sorge um, und Verantwortung für das Allgemeinwohl handeln, und Du diesem Irrglauben, dieser Falschverdächtigung, entgegengetreten bist, bei Bankern würde es sich um gewissenlose Spekulanten handeln.

Dass wir für unsere verantwortungsvolle Arbeit entsprechend sehr gut bezahlt werden, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, und keinen Sozialneid hervorrufen , auch wenn das Salär hier bei der Bundesbank, durch die Ankopplung an das Beamtenrecht, einfach noch nicht unserer Bedeutung entsprechend hoch genug ist.

Die Frage dieser – wie hiess sie doch noch – ach ja, Illner,

Retten wir den Euro, oder retten wir die Spekulanten“

war völlig daneben , denn der Euro ist nicht mehr zu retten und wir Banker sind ja sowieso keine Spekulanten, sondern ehrbare Kaufleute.

Ausserdem ist die Frage an Dich total falsch, weil die ordentlich wirtschaftenden Banken, wie die Deutsche Bank, die Griechenlandanleihen längst aus ihren Tresoren geworfen, an Dumme- August-Banken verkauft , und stattdessen durch Wetten auf den Untergang Griechenlands, auch Credit Default Swaps genannt, ersetzt haben.

Besonders hat mich Deine Stellungnahme gestern gefreut, dass Griechenland niemals in der Lage sein wird, diese nun fälligen „Geschenke“ zurückzuzahlen. Das liegt ganz genau auf meiner Linie, es ist die Verbreitung von Wahrheit, etwas ich gerade bei den Politikern der Schwarz-Gelben (Versager-) Koalition so schmerzlich vermisse.

Auch dass Du festgestellt hast, dass eine Griechenland- Pleite vom deutschen Steuerzahler zu bezahlen sein wird, ist absolut zutreffend, nicht nur die Pleite, sondern alle jetzt bereits fälligen Stützungszahlungen. Da muss die Bundesregierung eben den Sozialetat kürzen, ohnehin leiden ja, wie ich bereits mehrfach in Interviews und öffentlichen Veranstaltungen feststellte, zu viele aus dieser Hartz-IV-Unterschicht an Fettsucht, können problemlos bei den Heiz – und Warmwasserkosten sparen, und sich leicht mit weniger als 4 Euro pro Tag voll ernähren.

Unverschämter Kommentar
Der heutige Kommentar in der Financial Times Deutschland mit dem Titel

„Deutsche Bank Chef sollte einfach mal den Mund halten

ist eine unglaubliche Frechheit. Diese Pink-Zeitung aus dem Absteigenden-Ast-Verlag Gruner und Jahr verlangt praktisch von Dir, dem Volk nicht die Wahrheit zu sagen, sondern wie ein heruntergekommener Politiker zu lügen.

Ich denke, denen solltest Du für einige Zeit als Strafe keine Anzeigenaufträge mehr geben.

Auch der Vorwurf, mit Deiner Wahrheitsverbreitung würdest Du den Effekt des Rettungspakets gefährden, ist einfach zu lächerlich, um sich damit näher auseinanderzusetzen.

Der Euro ist am Ende, und die Zumutung, Brüssel könne, als Aufgabe einer gesamteuropäischen Regierung die Haushalte der EU-Staaten beschliessen, wo noch nicht einmal Belgien seinen Sprachenstreit lösen kann, ist nichts als eine Joseph (Joschka) Fischer-Wahnidee.

Als erstes muss jetzt aber Griechenland aus dem Euro geworfen und in den Staatsbankrott getrieben werden..

Bitte zum Abschluss
Abschliessend darf ich doch noch bitten, Dich dafür stark zu machen, dass ich der Nachfolger von Axel Weber als Bundesbankpräsident werde . Mich dürstet geradezu danach, mit diesem Posten meine Karriere zu krönen, und ausserdem diesen Laden mal richtig auszumisten.

Herzliche Grüsse von Banker zu Banker

Dein Thilo

.Mehr Satire zu Bundesbanker Thilo Sarrazin
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Post für Thilo Sarrazin
Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin
Deutschbanker Ackermann gratuliert und bedauert

Weiteres aus der Abteilung Satire zu Griechenland und Josef Ackermann
Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin
Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments
Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel
Gute Nachrichten aus der Bankenwelt
Horst Seehofer antwortet Josef Ackermann
Deutschbanker Ackermann stoppt Swapserei mit Kommunen
Deutschbanker Ackermann schreibt an CSU-Seehofer

Keine Satire zu Griechenland und CDS’s
Credit Default Swaps – Banken verschärfen die Krise in Griechenland

…… zu Joseph alias Joschka Fischer
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

Mehr aus der Abteilung Satire
Afghanistan: General McChrystal schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Brief an Astrophysiker Professor Hawking
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
Post für Thilo Sarrazin
Positionspapier von Jürgen Rüttgers zum Fall Baron Münchguttenberg
Springer-Chef Mathias Döpfner antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Springer-Verlagschef Mathias Döpfner
Hamburger Bordellbesitzer schreibt an Jürgen Rüttgers
FDP-Westerwelle schreibt an Deutschbanker Ackermann
Wie die Schweiz auf den Hund kam
Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
Grossphilosoph Peter Sloterdijk antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Grossphilosoph Sloterdijk
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann
Er ist wieder da – Hannibal aus Tripolis meldet sich zurück
Tony Blair: Ich will König von Europa werden
Clearstream–Prozess in Frankreich oder: Die Schlammschlacht geht weiter
Frankreich: Jahrhundertprozess und Liebesnovelle
Schluss mit den Angriffen auf Ulla Schmidt
Ministerin Ulla Schmidt: Nie wieder unter Hartz IV- Bedingungen leben

vermischtes

Afrikanische Lebensreise – Erinnerungen einer Auswanderin wider Willen (10. Teil und Schluss)

Dr. Alexander von Paleske

Zum Anfang hier

Ich hatte jetzt zum ersten Mal ein Ahah , der indische Name für ein Kindermädchen, es war eine ältere Frau, die ganz besonders lieb mit unseren Kindern umging, und ich musste nicht mehr die Wiindeln waschen, eine Erleichterung.

Zu guter Letzt kamen unsere Schamottsteine aus Schottland an, das erleichterte die Kalkbrennerei ganz erheblich. Wir mussten in der Nacht nun nicht mehr alle zwei Stunden abwechselnd aufstehen, um nach dem Feuer zu sehen und es am Laufen halten, und konnten endlich wieder durchschlafen.

Die neue Kalkbrennerei hatten wir mitten im Busch aufgebaut, in einiger Entfernung zu unserem Haus. Nachts schliefen wir im Auto, nahe der Brennerei. Bob fuhr kurz vor sechs zur Nachtschicht dorthin, und ich folge ihm zu Fuss, nachdem ich die Kinder zu Bett gebracht hatte. Das ging einen Monat gut so.

Eines abends, mit einer Sturmlaterne in der einen Hand und einem Nachthemd in der anderen, marschierte ich zum Camp um Bob Gesellschaft zu leisten, da hatte ich plötzlich ein sehr unsicheres Gefühl. Ich drehte mich um, sah, dass ein Löwe mir folgte und bekam schreckliche Angst. Mein erster Gedanke war, vor dem Löwen davonzulaufen. Aber man hatte mir eingeschärft, so etwas auf gar keinen Fall zu tun, weil das Löwen reizen könnte, mich zu ihrer Beute zu machen.

So ging ich mit klopfenden Herzen normal weiter , und als ich am Camp der Kalkbrennerei ankam, war der Löwe verschwunden. Ich erzählte das sogleich Bob, und der marschierte mit mir stracks den gleichen Weg zurück. Da war der Löwe, der nun mit einer Löwin sich vergnügte.Von meinen abendlichen Spaziergängen hatte ich erst einmal genug, und blieb von da an abends zu Hause.

Das Leben geht weiter, ohne grössere Ereignisse, abgesehen von den Löwen, die weiter unserem Vieh nachstellten. Wir bauten wieder eine Falle auf und fingen diesmal eine grosses Exemplar, der bereits zwei Einheimische aus dem Nachbardorf getötet hatte.

Weihachten steht vor der Tür – wieder mal – und ich backe Plätzchen in unsrem holzbefeuerten Backofen. Ich brauche grosse Mengen an Feuerholz, das ich in der Küche stapele, und immer wieder falle ich über das Holzscheite……..

Epilog
Gisela Gutzeit wurde nun zu krank, um ihre Lebenserinnerungen fortzusetzen, und starb, bevor sie die Familiengeschichte zu Ende bringen konnte..
Ihre Tochter Audrey hatte ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben und mir in knapper Forrm berichtet, was sich dann zugetragen hat:

Gisela brachte in Tansania noch drei weitere Kinder zur Welt, Audrey, David und Adam, der letztgenannte war leider eine Totgeburt.

Giselas Kinder gingen nach dem Ende der Schulzeit nach Rhodesien, das heutige Simbabwe. Ronnie wurde Strassenbauunternehmer, Helga Krankenschwester.
.
Vater Bob litt an Depressionen und erschoss sich in Tansania im Jahre 1961

Drei Jahre führte Gisela noch die Kalkbrennerei weiter, dann zog auch sie 1964 nach Simbabwe und bewirtschaftete ein Farm in der Nähe von Harare, die ihr Sohn Ronnie gekauft hatte..
Ronnie starb vor drei Jahren, auch Helga ist mittlerweile verstorben Alle anderen Kinder Giselas, leben im südlichen Afrika.

Giselas Mutter, die 1933 nach Deutschland zurückgekehrt war, zog nach dem Krieg von Berlin nach Bad Oeynhausen um, und verbrachte ihren Lebensabend dort. Sie starb im Jahre 1963.

Gisela ist nie wieder nach Deutschland gereist. Sie stand aber weiter mit ihrer Mutter in Briefkontakt.

Im Jahre 2001 besuchte ich zusammen mit ihrer Tochter Audrey Berlin und wir fuhren auch zu dem Grundstück, das einst ihre Grossmutter im Jahre 1941 gekauft hatte.