afrika

Südafrika: 100 Tage Präsident Jacob Zuma

Dr. Günter Pabst – Da gab es Tausende in Südafrika, die verkündet hatten, das Land verlassen zu wollen, wenn Jacob Zuma (67) Präsident werden sollte. Sie konnten sich nicht vorstellen, von einem Mann regiert zu werden, dem ein so negatives Image anhing. Die meisten haben ihre Koffer wieder ausgepackt.

Nicht etwa, weil Zuma über Nacht zum Saubermann geworden ist. Auch nicht, weil er sie mit einer neuen Politik überzeugt hätte. Die große Absetzbewegung fiel aus, weil Jacob Zuma sich seit dem Wahlsieg des ANC erstaunlich ruhig im Hintergrund hält. Man merkt kaum, dass da ein Wechsel im höchsten Staatsamt stattgefunden hat. Und bei vielen waren die Auswanderungsgelüste wohl auch eher unterentwickelt.

Das Fazit der ersten 100 Tage kann am besten so formuliert werden: Es gibt nichts weltbewegend Neues in der Politik. Die neue Regierung hat keine wirklichen Akzente gesetzt. Der Präsident gibt sich zurückhaltend, mehr wie ein Staatsoberhaupt als ein Regierungschef. Oberste Devise ist: Nur keinen Fehler machen und nicht unangenehm auffallen. Die scharfen Töne überlässt man wie so oft anderen, nämlich dem Gewerkschaftsverband COSATU und der Kommunistischen Partei SACP, den beiden Allianz-Partner des ANC.

Dabei hatte die Konfiguration der neuen Regierung durchaus Akzente versprochen. So gibt es zwei strategisch wichtige Ministerien in der Präsidentschaft, eines für Nationale Planung, geführt vom Star der letzten Regierungen, Ex-Finanzminister Trevor Manuel (53). Das andere nennt sich Ministerium für Monitoring + Evaluation, also so etwas wie der Watchdog des gesamten Regierungsapparates bis hinunter in die Gemeinden, geführt von Collins Chabane (49), ein der breiten Öffentlichkeit bisher unbekannter Parteisoldat. Auch das Wirtschaftsressort ist aufgewertet worden. Es gibt – wie bisher – Trade + Industry, jetzt mit Rob Davies (61) an der Spitze, einem Führungsmitglied der SACP mit allerdings pragmatischen Zügen; er war im letzten Kabinett stellvertretender Wirtschaftsminister.

Neu ist Economic Development, geführt vom Ex-Gewerkschaftler Ebrahim Patel (47), bekannt für seine stramme Linksausrichtung. Zwei Linke also in den Wirtschaftsressorts; keine andere Besetzung im Kabinett macht so sehr deutlich, dass ein stärkerer Linkskurs unter Zuma zu erwarten ist.

Für Überraschung hat gesorgt, dass Tokyo Sexwale (56) bereit war, als Wohnungsbau-Minister in die Regierung einzutreten. Er war lange von vielen als Kandidat für die Präsidentschaft gehandelt worden und hat es mit Immobiliengeschäften und im Bergbau zu Milliarden gebracht – ein Vorzeige-Unternehmer und sicher eine Bereicherung für die Politik. Der Rest des Kabinetts ist eine Mischung aus alten Hasen, zum Teil in neuen Ämtern, und Newcomern, die bislang nicht im Rampenlicht gestanden waren.

Die nennenswerten Entwicklungen im Land fanden außerhalb der Politik statt. Es gab mal wieder eine Welle spektakulärer Streiks, wie immer begleitet von Gewalt und mit hässlichen Szenen. Aber sie waren aus Gewerkschaftssicht durchaus erfolgreich, sehr sogar. Der Öffentliche Dienst brauchte nur eine paar Schwerpunktstreiks, um nach geforderten 15% mit 13% nach Hause gehen zu können.

Die Bauarbeiter konnten 12,5% Lohnanhebungen durchsetzten, weil sie ein wertvolles Faustpfand geschickt eingestzt hatten: die Baustellen für die 2010-Infrastrukturmaßnahmen. Da gab es viel Schützenhilfe für die streikenden Arbeiter von ansonsten unbeteiligten Dritten, die um das Milliardengeschäft FIFA-Worldcup 2010 besorgt waren. Nach gut einer Woche sind die Bauarbeiten wieder ins Laufen gekommen; der Zeitplan ist nicht gefährdet. Vorläufig nicht. Denn es würde nicht überraschen, wenn dieses Faustpfand nicht noch ein weiteres Mal benutzt wird, bevor die 2010-Baustellen abgearbeitet sind und die Bauindustrie dann in der Rezession versinken wird.

Wenn man sich die Inflationsdaten (Juni 2009: 6,9%) ansieht und sich weiter vor Augen führt, dass auch Südafrika in einer tiefen Rezession steckt, müssen solche Tarif-Abschlüsse mit Sorge zur Kenntnis geommen werden. Und beim Abschluss im Öffentlichen Dienst kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte die Arbeitgeberseite, natürlich dominiert von ANC-Getreuen, den Gewerkschaften ein Dankeschön für deren Wahlhilfe spendiert.

Jacob Zuma hat auch einige personelle Weichen in Schlüsselpositionen gestellt. So hat er einen neuen Polizei-Commissioner ernannt, den kommenden Chief-Justice nominiert, eine neue Gouverneurin der Zentralbank benannt und den „Hawks“ ihr Leben eingehaucht, der neuen Spezialeinheit für die schwierigen Kriminalfälle. Ein geschicktes Händchen scheint er dabei gehabt zu haben. Denn jetzt ist sogar sein wohl schärfster und meistgeachteter Kritiker auf Schmusekurs gegangen – Ex-Erzbischof Desmond Tutu (77) sieht das Land nun auf einem guten Weg unter Jacob Zumas Führung. Das kommt einem Ritterschlag gleich.

linkDieser Artikel wurde durch Capetown-online ermöglicht

linkDr. Günter Pabst hat in den letzten Jahren zu verschiedenen rechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen und politischen Themen in Fachzeitschriften und Magazinen Beiträge veröffentlicht. Mehrfach wurde er eingeladen, vor Wirtschaftsdelegationen in Südafrika und auf Seminaren und Workshops in Deutschland Vorträge zu diversen Südafrika-Themen zu halten. Dr. Papst ist Rechtsanwalt, seine Hompage finden sie unter Pabst & Pabst Consulting.

Schweiz

Miss Schweiz – dümmer geht’s nicht

Stephan Fuchs – Es gibt viele schöne und intelligente Frauen in der Schweiz. Leider nehmen jene nicht an der Miss Schweiz Wahl teil. Jene die teilnehmen sind so doof, dass man sich fragt ob diese wirklich die Schweiz repräsentieren sollten. Ein peinliches Zeugnis dümmlicher Weiber? Oder ist die Miss Wahl nur was für doofe?

http://www.sf.tv/videoplayer/embed/b5c9591d-8658-4604-8602-dc261f3a2a10&live=false

Die eine will das unverkennbare Schweizer Bundeshaus als Kirche sehen, bestätigt überzeugt, dass das Matterhorn die Zermatt sei. Schön dumm die Schweizer Weiber und saupeinlich für die Schweiz. Das Genferkantonswappen – selbst die 8 jährigen Kinder vom Nachbarn und Asylbewerber konnten das Wappen als jenes von Genf klar identifizieren, die hübschen Missen nicht. Sie sahen darin das Wappen von Bern und Schaffhausen. Ein Armutszeugnis für eine Generation oder für die Schönlinge? Ist Show und Gloria wichtiger als ein Minimum an Allgemeinwissen?

Jeanice-Lea Hofstetter erkannte nichts. Völlig im Nebel… Weder Bundeshaus, noch Bundesrat Merz noch Matterhorn… eben den Zermatter. Aber ist ja egal. Hübsch sein genügt ja in der Kultur der brabbler. Langweiligkeit ist hoch im Kurs.

global player

Bill Clinton and the list of donors for his charity – a closer look

Dr. Alexander von Paleske —– 10. August 2009 —- Former US President Bill Clinton is as busy as ever. Not accompanying his wife Hillary on her foreign trips, but collecting money for the Clinton Foundation from donors and giving it to the needy. However looking at some of the donors, one may ask questions.

Let’s have a closer look at the list
First and foremost is to mention Frank Giustra, not just a donor, but a friend. We mentioned him already in another article.

Giustra is on the board of Clinton’s charity and Clinton on the board of Giustras charity, the Clinton-Giustra–Sustainable-Growth-Initiative (CGSGI).

Clinton helped Giustra to secure uranium mining rights in Kasakhstan, a country blessed with plentiful uranium and little democracy. Subsequently Giustra donated millions of Dollars to Bill Clinton’s charity.
Looks like „Scratch my back and I scratch yours.“

Quote from Giustra:

The only thing that always worked for me is generosity, Generosity can be very profitable.

Giustras Charity, CGSGI, is however not really global as such, but limited to countries with mines, creating good will, where he needs it. On the website of his company Endeavour Financial one can find the following statement:

Endeavour recognizes the importance of contributing to the communities in which both it and its client companies operate. Endeavour’s core corporate social responsibility engagement is with the Clinton Giustra Sustainable Growth Initiative (CGSGI), an initiative launched by Ex-President Bill Clinton and Frank Giustra in June 2007. CGSGI is beginning its work in partnership with an industry that has a truly global reach: the natural resources sector.

By increasing the scope, scale, impact, and sustainability of social and economic development efforts in communities where the natural resource industries are an important part of the economy, CGSGI hopes to develop a model for how all corporate sectors can spur sustainable social and economic development as an integral part of their operations in the developing world.

Bill and Frank in Peru
Of late Bill Clinton visited Peru, together with Giustra, flying there with Giustra’s luxurious MD 87 plane.

One of Endeavour’s clients operating in Peru is the mining company IMA. So Peru was a suitable target for CGSGI.

Giustra and Clinton donated 10 Million US Dollars for eye operations (cataract).

A long article in the British TIMES recognized the good work and brought it to the attention of a broader audience.

Not mentioned, however, was “Operation Milagro”, eye-operations carried out in Latin America by Cuban doctors with no mining rights involved.

Who else
Let’s see, who else is on the donor list.
We continue with Andre Agapov. This man is certainly not a stranger to us.

His company Rusoro- Mining is a client of Giutstra’s Endeavour Financial and mining Gold in Latin America. However, the government of Thailand allegedly accused Agapov of unlawful deals with the criminal duo Krirkiat Jalichandra and Rakesh Saxena. Again, both have been reported about here extensively

Next on the list is – for a change – a mercenary company, named XE, better known under it’s former name Blackwater. The company made headlines in 2007, when their employees in Iraq killed 17 innocent civilians.

Also Alfonso Fanjul seems to be generous. A sugar-Baron from Florida, whose company allegedly contributed to the pollution of the the Everglades National Park.

Fanjul lobbied successfully for keeping the sugar import -tax at a high level, so that he had not to compete against cheaper imports from Third World countries.
As Giustra said, generosity can be very profitable.

Another interesting person on the list is Denise Rich, ex-wife of Marc Rich.

Marc was on the “FBI most wanted list” for many years for alleged tax evasion, wire fraud, racketeering and illegal oil trading with Iran. Moreover he was exporting goods to Iran, during and after the hostage crisis in Tehran, despite a US trade embargo.
Who cares, certainly neither Marc Rich nor his second home country Israel, which exported weapons including weapons of mass destruction to Iran.

To evade prosecution in the US, Marc Rich moved to Switzerland in 1993,, where he still lives.

His ex-wife and song writer Denise donated to Clinton’s charity and then successfully lobbied for a pardon of her ex-husband.

Bill Clinton pardoned him on 20th January 2001, his very last day in office.

A pardon just in time is fine.

Lastly not to forget William S. Lerach, lawyer and convicted to two years imprisonment for bribery .

Quite a fascinating crowd of donors. Pecunia non olet – money does not stink – the Romans said. That seems to be Bill Clinton’s motto as well.

linkPoliticians, Diplomats, Crooks and Mines
linkAdnan Khashoggi, Rakesh Saxena and the Spiderweb
linkA Coup for a Mountain of Wonga

When the Regular Army goes, the Mercenaries come

linkHypo-Alpe-Adria – A Bank-Scandal in Austria?
linkBritish Mercenary Simon Mann’s last journey?
US aganist Iran (Gerhard Merz)
Conflicts in Africa – Millions suffered, a few became millionaires, one of them: Viktor Bout (Butt)
Bulelani Ngcuka and his Apartheid Soldiers
Ganoven, Goldgräber, Geheimdienste und Diplomaten
Gold, Uran, Frank Giustra und Bill Clinton
Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.
linkBlair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika
linkViktor Bout, Afrikas “Merchant of Death”
linkViktor Bout – Auslieferung in die USA?
linkUgandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.
linkKokain, Kindersoldaten und Killerkommandos – auf den Spuren des Waffenhändlers Yair Klein.

USA

Obama und die Gnade der doppelten Geburt

World Content News – Bereits seit James Bond wissen wir: Man stirbt nur zweimal. Das aber jemand am gleichen Tag zweimal geboren wird, einmal im Coast General Hospital in Mombasa und einmal im Kapiolani-Hospital in Honolulu auf Hawaii, das bringt wohl nur ein späterer US-Präsident zuwege. Die US-Anwältin Orly Taitz hat gestern dem Bundesbezirksgericht von Kalifornien eine angebliche Geburtsurkunde von Barack Obama aus Kenia vorgelegt. Aber einen kleinen Geburtsfehler hat das Dokument dann offenbar doch.


Yes we can twice: Urkunde aus Kenia …


… und von Hawaii (Computerausdruck)

Die kenianische Fassung soll Orly Taitz von einem anonymen Informanten zugespielt worden sein, der angeblich „um sein Leben fürchtet“. Die Zeitung WorldNetDaily glaubt durch Vergleich anderer Urkunden aus diesem Zeitraum belegen zu können, dass zumindest der Vordruck echt ist.

Ob jetzt die „Birther“ auf den Tischen tanzen und die USA bald einen neuen Präsidenten braucht, weil man ja für dieses Amt laut Verfassung in den USA geboren sein muss?

Aber nicht doch. Ausgerechnet Karl Rove, ehemals wichtiger Berater von George Bush und Enttarner der CIA-Agentin Valerie Plame hat sich auf die Seite von Obama geschlagen und das neu aufgetauchte Dokument flugs für falsch erklärt. Und einer der Herausgeber von Daily Kos hat herausgefunden, dass nicht sein kann, was nicht sein darf: Die Geburtsurkunde, die vom Februar 1964 stammt (Obama wurde 1961 geboren), ist mit der Bezeichnung „Republic of Kenya“ versehen. Das Land wurde zwar 1963 unabhängig, die Republik wurde offiziell aber erst im Dezember 1964 ausgerufen.

Und auch die Malen-nach-Zahlen-Verschwörungsexperten meinen zu wissen: Da hat sich jemand einen schlechten Scherz erlaubt. Die Dokument-Nummer 47.044 weist ganz klar darauf hin: Obama, 47, ist der 44. Präsident der USA. Da muss man erst mal drauf kommen, äh. Wurden die rechtsschaffenden Made in U.S.-Zweifler reingelegt?

Auf der anderen Seite, auf Haiwaii, regiert der über alles erhabene Computer:

„This certified document is a true abstract of the official record filed with the Registrar-Recorder.“

Gewöhnliche Sterbliche müssen mit solchen Bescheiden vorlieb nehmen, eine Einsichtnahme in die Originale gibt es nicht. Man muss schon als Zeuge bei der Geburt dabei gewesen sein, um sicher zu gehen.

Die schlichte Wahrheit ist: Eines dieser Dokumente ist falsch. Der Unterhaltungswert bleibt jedenfalls hoch. Bis Sarah Palin die nächste Präsidentin der Vereinigten Staaten wird? Gott verhüte.

A propo, wer es noch nicht gemerkt hat: Barack Obama feiert morgen seinen 48. Geburtstag. An welchem Ort auch immer. Wenigstens das Datum ist verbürgt 🙂 WCN is proud to be the first congratulator …

Update (!) 04.08.: Wunderbare Web-Community: Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung der kenianischen Geburtsurkunde hat sich herausgestellt: Sie ist eine klare Fälschung, als Vorlage wurde eine australische Geburtsurkunde benutzt. Dies haben Surfer nach einer fieberhaften Suche herausgefunden.


Urkundenvergleich: Sogar die Seitennummern sind identisch

Ein Australier namens David Bomford hatte seine genealogischen Daten auf seiner Homepage präsentiert, die Fälscher hatten den Vordruck seiner Geburtsurkunde offenbar übernommen und daraus eine kenianische Urkunde mit Obamas Daten generiert.

Zunächst herrschte Verwirrung, da nach entsprechenden Hinweisen auf das Fake Bomfords Webseite plötzlich nicht mehr erreichbar war, auch im Cache und im Webarchiv waren alle Spuren des Originals verschwunden. Wollten Obama-Anhänger mit einem Fake ein Fake nachweisen? Nein, Bomford hat inzwischen der australischen ABC ein Interview gegeben:

It’s definitely a copy of my certificate. It’s so laughable it’s ridiculous.
Wonderful. Die „Birther“-Bewegung wird sich nach dieser Niederlage voraussichtlich nicht mehr erholen. Der Krieg um Obamas Geburtsort dürfte ein jähes Ende erfahren. Na ja, fast


Orly Taitz: „From Nazi Germany“?

Is This the Source of the Forged ‘Kenyan Birth Certificate?’
(Washington Independent, 03.08.2009)

Quellen:
Is this really smoking gun of Obama’s Kenyan birth?
(WorldNetDaily, 02.08.2009)
Verschwörung der Zeichentrickfiguren
(Süddeutsche Zeitung, 31.07.2009)
«Obama ist in Kenya geboren – ich will mein Land zurück»
(Tagesanzeiger.ch, 30.07.2009)
On birth, and the death of the conservative movement
(oregonlive.com, 03.08.2009)

Dieser Artikel erschien erstmailig bei World Conent News

Krieg

Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT

Dr. Alexander von Paleske —-9.8. 2009 —
Am 18.5. 2009 veröffentlichte die Wochenzeitung Die ZEIT einen Artikel von Christoph Bertram. Titel: Israels gefährliche Iran- Drohung. http://www.zeit.de/online/2009/21/israel-usa-iran

Der Artikel, in welchem der Autor auf die ausserordentlichen politischen Konsequenzen eines zu erwartenden Angriffs Israels auf den Iran hinweist, schaffte es nicht, in die Druckausgabe gehoben zu werden. Er endete in der Ablage für zweitrangige Artikel, auch ZEIT ONLINE genannt.

Dabei hätte es dieser Artikel verdient, in das Printmedium gehoben zu werden, weil er im Detail nachweist, welche gravierenden Auswirkungen ein derartiger Angriff auf die arabischen Länder haben würde.

Regime wie die Saudi Arabiens und Aegyptens würden als „Komplizen“ dieser Politik Israels von den zornigen Volksmassen hinweggespült werden, nachdem radikale Moslem- Gruppen wie die Moslembruderschaft in Aegypten nun weit mehr Gehör finden würden.

Al Qaida hofft auf Angriff
Man darf wohl annehmen, dass Al Qaidas Leute inständig hoffen, dass dieser Angriff Israels bald stattfindet, würde er sie doch aus der zunehmenden Isolierung herausbringen.

Mit anderen Worten: es ist nicht nur ein gefährliches Unternehmen, das Israel da vorbereitet, sondern ein apokalyptisches.

Stattdessen hat die ZEIT einen Artikel des Mit-Herausgebers Josef Joffe in die Printausgabe vom 23. Juli 2009, Seite 3 gehoben. Titel: Mission possible. Und hochriskant.

„Kriegsberichterstatter“ Joffe
Josef Joffes ausgesprochen israelfreundliche Einstellung, komme was da wolle, ist bereits bekannt. Auch zum israelischen Geheimdienst Mossad hat er offenbar beste Kontakte. Wie ist es anders zu erklären, dass er als erster am 23.9.2007 über die die Hintergründe des Angriffs Israel auf Syrien am 6.9. 2007 berichtete , allerdings nicht in der ZEIT, sondern in der schweizer Sonntagszeitung ? – Wir berichteten darüber

In seinem neuesten Artikel wägt Joffe die militärischen Chancen und Risiken ab, die ein israelischer Angriff auf den Iran haben könnte. Im Detail werden die Ziele aufgezeichnet, die einzusetzenden Waffen beschrieben und deren Durchschlagskraft besprochen.

Man hat den Eindruck, hier schreibt ein potentieller Kriegsberichterstatter in Jane‘s Defence Weekly und nicht der Mitherausgeber von Deutschlands führender Wochenzeitung.

Ein Abwägen der politischen Konsequenzen eines solchen Angriffs findet, wenn überhaupt, in einer unglaublich oberflächlichen Art statt.

Dies lässt den fatalen Eindruck aufkommen, hier wird Kriegspropaganda für Israel betrieben, denn die schwerwiegenden politischen Konsequenzen, sowohl regional wie global, werden unter den Teppich gekehrt.

Israel bereitet sich auf einen Vergeltungsschlag des Iran vor
Greift Israel den Iran an ?
Ein “investigativer“ israelischer Journalist und Geschichten, die der Mossad erzählte
Der Iran, das Atomprogramm und Ahmadinejad
linkIran: Der Krieg rückt näher
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Keine Freilassung des Waffenhändlers Nahum Manbar zu erwarten
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
Prozess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich
linkNahost-Neue Eskalationsstufe erreicht
Lügen vor dem Irakkrieg und Vorbereitungen für den Irankrieg
linkIsrael has a long history of supplying Iran with weapons
US aganist Iran (Gerhard Merz)
linkA Coup for a Mountain of Wonga

USA

Is this really smoking gun of Obama’s Kenyan birth?

WorldNetDaily – California attorney Orly Taitz, who has filed a number of lawsuits demanding proof of Barack Obama’s eligibility to serve as president, has released a copy of what purports to be a Kenyan certification of birth and has filed a new motion in U.S. District Court for its authentication.

This document purports to be a Kenyan certification of birth for Barack Obama, allegedly born in Mombasa, Kenya, in 1961

The document lists Obama’s parents as Barack Hussein Obama and Stanley Ann Obama, formerly Stanley Ann Dunham, the birth date as Aug. 4, 1961, and the hospital of birth as Coast General Hospital in Mombasa, Kenya.


Document enlarged to show detail alleges Barack Obama was born at Coast General Hospital in Mombasa on Aug. 4, 1961

No doctor is listed. But the alleged certificate bears the signature of the deputy registrar of Coast Province, Joshua Simon Oduya. It was allegedly issued as a certified copy of the original in February 1964.

WND was able to obtain other birth certificates from Kenya for purposes of comparison, and the form of the documents appear to be identical.


An enlarged view of the bottom of the document

Last week, a counterfeit document purporting to be Obama’s Kenyan birth certificate made the rounds of the Internet, but was quickly determined to be fraudulent. The new document released by Taitz bears none of the obvious traits of a hoax.

One of the issues Taitz must deal with will be the authentication of the document. Critics immediately jumped on the Feb. 17, 1964, date for the document, explaining that the „republic“ of Kenya wasn’t assembled until in December of that year.

Media Matters wrote, „Sorry, WorldNetDaily: Kenya wasn’t a republic until Dec. 1964.“

But Kenya’s official independence was in 1963, and any number of labels could have been applied to government documents during that time period.

At Ameriborn Constitution News, the researcher noted that the independence process for the nation actually started taking as early as 1957, when there were the first direct elections for Africans to the Legislative Council.

„Kenya became an Independent Republic, December 12, 1963, which gives more [credibility] that this is a true document,“ the website stated.

The 1963 independence is corroborated by several other information sources, including the online African History.

Even the People Daily news agency cited, on Dec. 12, 2005, the „42nd independence anniversary“ in Nairobi. „The country gained independence from Britain on Dec. 12, 1963,“ the report said.

An online copy of the Kenya Constitution, „adopted in 1963, amended in 1999,“ states: „CHAPTER I – THE REPUBLIC OF KENYA, Article 1, Kenya is a sovereign Republic. Article 1A, The Republic of Kenya shall be a multiparty democratic state…“

It was in November 1964 when the region voluntarily became a one-party state, according to an online source.

The region including Mombasa originally was dealt with as a separate independence movement, but it almost immediately became part of Kenya when the sultan of Zanzibar ceded the „coastal strip“ to Kenya, according to sources.

Taitz told WND that the document came from an anonymous source who doesn’t want his name known because „he’s afraid for his life.“

Taitz’s motion, filed yesterday in the U.S. District Court for the Central District of California, requests the purported evidence of Obama’s birth – both the alleged birth certificate and foreign records not yet obtained – be preserved from destruction, asks for permission to legally request documents from Kenya and seeks a subpoena for deposition from Secretary of State Hillary Clinton.

„I filed the motion with the court asking for expedited discovery, which would allow me to start subpoenas and depositions even before Obama and the government responds,“ Taitz told WND. „I am asking the judge to give me the power to subpoena the documents from the Kenyan embassy and to require a deposition from Hillary Clinton so they will be forced to authenticate [the birth certificate].

„I’m forcing the issue, where Obama will have to respond,“ she said.

„Before, they said, ‚You don’t have anything backing your claims,'“ Taitz explained. „Now I have something. In fact, I have posted on the Internet more than Obama has. My birth certificate actually has signatures.“

Taitz’s most celebrated case involved a military officer, Maj. Stefan Cook, whose order to deploy to Afghanistan was revoked when he challenged Obama’s eligibility to hold office. That case has now been refiled in federal court in Florida, raising the specter of a class-action claim among members of the military that their orders aren’t valid because of questions surrounding Obama’s constitutional eligibility.

Taitz told WND she plans to file additional paperwork with the Florida court tomorrow, adding the alleged Kenyan birth certificate to Maj. Cook’s case.

Read it all @ World Net Daily

afrika

Nervige Töne am Kap

Klaus D. Doll – Der ohrenbetäubende Lärm der Vuvuzela-Tröten, denen ausländische Fußballfans erstmals bei den Spielen des Confed Cub ausgesetzt waren, ist verklungen. Fazit: ein kleines Lob an Südafrika als Veranstalter und ein großes Lob an die Bafana Bafana-Künstler, die sich wacker im Turnier geschlagen haben.

Die deutschsprachige Presse zu diesem Ereignis wie immer, schwankend zwischen Vorurteil und Anmassung. Während die Einen vor all zu großen Hoffnungen emsig warnten, mäkelten die Anderen reflexartig über Pleiten, Pech und Pannen rund um das WM-Vorspiel. Einen Preis für geschmacklosen Journalismus hat hier mal wieder die BILD verdient: „Ich, der BILD-Reporter, war auf der gefährlichsten Fanmeile der Welt.“ Soweit Soweto, Kommentar zwecklos! Was allerdings auch nach dem Lärm der Rüsseltröten dringend auf Lösungen durch die verantwortlichen Politiker wartet, ist die hohe Kriminalität und die mangelnde Sicherheit im Land.

Und damit sind wir schon bei neuen Misstönen vom Kap. Heftig quietschend und stöhnend ist die südafrikanische Wirtschaft in die Rezession geschlittert. Willkommen im Club möchte man fast sagen! Für das Land ist es die erste Rezession seit 17 Jahren und die schlimmste seit fast 30 Jahren. Gedämpft werden die negativen Zahlen durch das 70 Milliarden Euro schwere Infrastrukturprogramm, das bis 2012 läuft. Sonst wäre das Minus locker im zweistelligen Bereich aufgeschlagen. Nach einem Wachstum von bis zu 5 Prozent in den letzten Jahren, ist das Land nun heftig von der Rezession getroffen. Anders als in Deutschland lässt sich dem Bankensektor kein Vorwurf machen. Vielmehr sind es die gesunkenen Rohstoffpreise und die schwache globale Nachfrage. Abzuwarten bleibt, ob die Fußball-WM und der damit verbundene Tourismus den Aufschwung bringen werden.

In den letzten Tagen sind die Töne so richtig laut geworden. Auslöser waren meist die gleichen Menschen, die vor kurzem noch so fröhlich in die kultigen Plastiktröten geblasen hatten. Denn zum erste Mal fühlten sich die Slumbewohner von der ANC-Regierung betrogen. Die Armen haben nun mal ein anderes Zeitgefühl, wenn es um ihre Belange und Forderungen geht. Und da ist es wieder, das Bild aus längst vergangenen Apartheid-Zeiten: skandierende Demonstranten, brennende Autoreifen, laut gebrüllte Forderungen in eilig herbei getragene Mikrofone und die ersten fliegenden Steine. Dabei ist es erst drei Monate her, dass wir uns alle fragten, ob der frisch gewählte Präsident Jacob Zuma dem Land nun Gutes oder Schlechtes bringen würde. Das vorzeitige Ende der eigentlich hunderttägigen Schonfrist hat sich Jacob Zuma allerdings selbst zuzuschreiben. Vollmundig und letztlich haltlos waren die vielen Versprechen des Volkstribuns vor der Wahl. Bewusst robust war da noch sein Auftreten vor den Massen in den Townships, um sich so deutlich von der bisherigen intellektuellen ANC-Elite, um seinen Amtsvorgänger Thabo Mbeki abzugrenzen. Wohl auch um Vorbehalte zu entkräften und der heimischen Wirtschaft keine Angriffsfläche zu bieten, gibt sich Zuma seit seiner Vereidigung brav bis zur Unsichtbarkeit. So lässt sich politisch nichts gestalten und Schlagzeilen haben die neuen Minister nur durch den Ankauf von Luxuslimousinen aus ihren Etats gemacht. Dagegen ist die ministerielle Nutzung von Dienstwagen in Deutschland, respektive Spanien, zu vernachlässigen.

Derweil weiten sich die Streiks im Lande aus. Besonders stark ist der öffentliche Dienst betroffen. Da richten sich natürlich alle Augen auf den schweigenden Präsident Zuma. Lediglich der Generalsekretär des ANC erklärt lakonisch: „Wir verurteilen die mit den sozialen Protesten verbundene Gewalt und untersuchen ihre Ursachen“. Der von Zuma wenig geschätzte Karikaturist Zapiro zeichnete hierzu eine Welle aus Lohnstreiks, Straßenprotesten und geplünderten Läden, die über Zuma hinwegfegt. Schlichte Bezeichnung ist das vom Namen des Präsidenten abgeleitete Wortspiel „Zunami“ und den hat sich das Zuma-Lager doch irgendwie anders vorgestellt.

Übrigens, die nervige Vuvuzela-Tröte können Sie mit dem offiziellen Segen der mächtigen FIFA auch online kaufen: Vuvuzela online

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USA

Unterhaltsames: Clintons Trip nach Nordkorea wurde von Hollywood gesponsert

Net News Global – Die Befreiungsaktion der beiden Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee aus einem staatlichen Gästehaus in Pjöngjang geht wohl auf eine private Medien-Initiative zurück. Die entstandenen Reisekosten in Höhe von 200.000 Dollar werden offenbar gänzlich von dem Hollywood-Produzenten und Immobolienhai Steve Bing übernommen. Die Huffington Post mutmaßt darüber hinaus, dass Bill Clinton bei dieser „humanitären, privaten Mission“ das US-State Department einfach links liegen gelassen hat.


Heimkehrer-Boeing N2121: Private Mediengeiselinitiative von Shangri-La Entertainment

Wie die Nachrichtenagentur ABC meldete, hat der Medienmogul Bing nicht nur gratis seine Boeing 737 für den Rücktransport zur Verfügung gestellt, sondern will auch für alle anderen entstandenen Kosten aufkommen. Dies erklärte der Operator des Flugzeugs, die Firma Avjet. Steve Bing selbst wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Die Journalistinnen waren Mitte März an der Grenze zu China festgenommen worden, als sie dort über nordkoreanische Flüchtlinge berichten wollten. Ihr Auftraggeber: Current TV, zu deren Mitgründern der ehemalige Präsidentschaftskandidat Al Gore zählt. Dieser war auch die treibende Kraft hinter der Freilassung und wollte ursprünglich selbst nach Nordkorea reisen, was jedoch von Kim Jong Il abgelehnt wurde.


Großer Gast, kleiner Stuhl: Clinton meets Kim Jong Il

US-Präsident Obama wiederum macht gute Mine zu diesem privatwirtschaftlichen Coup. Ihm ist es ganz recht, weil er dadurch den politischen Druck auf Nordkorea weiterhin aufrecht erhalten kann. Er habe nicht persönlich mit Bill Clinton gesprochen, hieß es aus dem Weißen Haus. Washington hatte zunächst über schwedische Diplomaten versucht, die Freilassung von Ling und Lee zu erreichen.

Noch sind keine näheren Einzelheiten bekannt, wie es den beiden Festgehaltenen während ihrer Haft ergangen ist. Nur unser Unterhaltungsmedium BILD hat wieder mal vorab wichtige Aufklärungsarbeit geleistet: Sie mussten Reis mit Steinen essen.

Wird wohl Zeit angesichts des leeren Staatssäckels, dass die deutsche Medienindustrie bei soviel Kümmerlichkeit auch mal ordentlich was springen lässt, bei der nächsten Geiselnahme in Afghanistan etwa.

Quellen:
Steve Bing to Pay $200K for Clinton Korea Trip
(ABC News, 05.08.2009)
Why the North Koreans Picked Bill
(taylormarsh.com, 05.08.2009)
Bill und Al sind wieder Freunde
(Die Zeit, 07.08.2009)
Umjubelte Heimkehr der begnadigten Journalistinnen
(diestandard.at, 05.08.2009)
Obama drängt nach Clinton-Besuch zur Aufgabe des Atomprogramms (Focus, 06.08.2009)
Glückliches Ende einer heiklen Mission
(Frankfurter Rundschau, 05.08.2009)
Stellt Obama jetzt Hillary Clinton kalt?
(bild.de, 06.07.2009)

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

kriminalitaet

Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ohne Verfolgungswillen bei Fall von internationalem Terrorismus

Dr. Alexander von Paleske – — 8.8. 2009 — Versteckt in einem unscheinbaren Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung vom 9. April 2008 war ein bemerkenswertes Statement zu lesen.

Frank Fahsel, Jurist, ehemals Richter am Landgericht Stuttgart,, nun im wohlverdienten Ruhestand, schrieb dort:

„Ich habe unzählige Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erleben müssen, die man schlicht “kriminell” nennen kann. Ich … habe … ebenso unglaubliche wie unzählige, vom System organisierte Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen erlebt, gegen die nicht anzukommen war/ist, weil sie systemkonform sind.“

An diese Stellungnahme fühlt man sich erinnert, nachdem die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft, geleitet von Hans-Josef Blumensatt, auf Gegenvorstellung des Verfassers es erneut und endgültig abgelehnt hat, substantielle Ermittlungen im Fall des fehlgeschlagenen Putschversuchs in Aequatorial Guinea/Afrika aufzunehmen.

Eine Offenbacher Firma hatte ein Flugzeug samt armenischer Besatzung nach Aequatorial Guinea entsandt, um den Transport von Söldnern, welche die dortige Regierung stürzen sollten, zu übernehmen. Wir berichteten mehrfach darüber.

Es wäre zu Kämpfen mit Toten und Verwundeten gekommen, da die dortige Palastgarde mit Maschinengewehren und Mörsern angegriffen werden sollte. Der Putschversuch wurde durch Verhaftung des Vorauskommados in Malabo/Aequatorial Guinea und des Söldnerhaufens bei einem Zwischenstopp in Harare, der Hauptstadt Simbabwes, verhindert.

Kein Ermittlungsbedarf
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und ihr folgend die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt weigerten sich, auf die diesseits angebotenen erdrückenden Beweismittel hin entsprechende Ermittlungen aufzunehmen. Stattdessen machten sie sich die offenbaren Schutzbehauptungen des Inhabers der Luftfrachtfirma zu eigen. Wir berichteten darüber.

Die Unwilligkeit der beteiligten Staatsanwaltschaften, substantiell zu ermitteln, grenzt schon fast an Begünstigung im Amt, oder Ignoranz oder beides.

Mittlerweile hat der renommierte investigative Journalist Adam Roberts gerade die 2. Auflage seines Buchs„Wonga Coup“ herausgebracht, das weitere Details des Putschversuchs enthält.

Nichts unversucht gelassen
Gegen den seinerzeitigen ablehnenden Bescheid der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hatte der Verfasser, um nichts unversucht zu lassen, mit Fax vom 4.Juli 2009 Gegenvorstellung erhoben. Darauf antwortete die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit Schreiben vom 15.7. 2009 wie folgt:

In vorstehender Sache habe ich auf Ihr Schreiben vom 4.7.09 den Vorgang überprüft. Ihrer Auffassung, dass der Sachverhalt zuvor unzureichend überprüft worden sei, vermag ich danach nicht zu folgen. Mein Verwerfungsbescheid vom 24.6.2009 trifft vielmehr ohne Einschränkung zu.

Im Auftrag
Honecker
Leitender Oberstaatsanwalt

Ein erbärmliches Zeugnis der Unwilligkeit, ein Kapitalverbrechen substantiell unter Ausschöpfung aller vorhandenen Beweismittel aufzuklären.

Wie sagte doch der ehemalige Berliner Generalstaatsanwalt
Dr. Hansjürgen Karge in einem kürzlich hier veröffentlichten Interview:

„… muss die Justiz Staatsanwälte haben, die den energischen Willen haben, Straftaten zu verfolgen. Das ist nichts Anstössiges, wie manche….. meinen. Verfolgungswillen zu haben, und sich auch wehzutun beim Arbeiten, und nicht nachzugeben, ohne diesen starken Willen wird man bei schwierigen Komplexen keinen Erfolg haben.Und daran fehlt es…der Wille, zu verfolgen“

Das möchte man der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ins Stammbuch schreiben.

Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Der Wonga Coup

medien

Rupert Murdoch: Mit der Vergangenheit in die Zukunft?

Dr. Alexander von Paleske – Rupert Murdochs Stern verblasst. Was demokratische Verfassungen nicht schafften, nämlich seinem Meinungsjournalismus einen Riegel vorzuschieben, das besorgt offenbar jetzt das Internet.

Die Firma des Medienmoguls, für den Qualitätsjournalismus ein Fremdwort, die Privatsphäre anderer offenbar ein nicht schützenswertes Rechtsgut und der Appell an die Emotionen der Konsumenten seiner Medien täglich Brot ist, hat nunmehr satte Verluste eingefahren. News Corporation veröffentlichte für 2008/2009 ein Minus von 3,4 Milliarden US Dollar.

.
Das soll sich nun ändern. In Zukunft will er mit den Auftritten seiner Medien im Internet Geld verdienen.


Rupert Murdoch, „Lordsiegelbewahrer“ des Meinungsjournalismus

Murdoch -Zitat:

„Qualitätsjournalismus ist nicht billig

.Er vergass offenbar hinzuzusetzen:

„und bei mir ohnehin kaum zu haben“

Zuletzt hatte seine Postille News of the World, in Grossbritannien beheimatet, Aufsehen erregt, als herauskam, dass einer der Zuarbeiter die Mobiltelefone von sogenannten Prominenten gehackt hatte, um an intime Informationen heranzukommen. Ein durch und durch rechtswidriges Vorgehen.

Ein Schuss in den Ofen?
Nun soll also eine neue Verdienstoffensive gestartet werden. Wer Murdochs Medien im Internet geniessen will, soll dafür bezahlen.

Nachdem er in Deutschland mit dem Fernsehsender Sky, der sich früher einmal Premiere nannte, das Bezahlfernsehen durchsetzen will, vermutlich ein untauglicher Versuch angesichts des Massenangebots von kostenlosen Kanälen, will er mit dem „Ladenhüter“ Bezahl-Internet, den Internetsurfern das Geld aus der Tasche ziehen.

Das mag vielleicht bei seinem Wall Street Journal gelingen, bei den übrigen Medien hat dieser Versuch kaum Aussicht auf Erfolg.
Einmal gibt es genügend Konkurrenz anderer Medien, die kostenfrei anbieten, auch wenn der Chefredakteur der Financial Times, Lionel Barber nun in Murdochs Kerbe haut, zum anderen sind die Blogger mit ihren Beiträgen oftmals heute schon attraktiver als die professionellen Medien , ganz besonders in den USA.

Eine Medienindustrie, die ihre Produkte wegschenkt, kannibalisiert sich selber“

soll Murdoch gesagt haben. Wahrscheinlicher ist hingegen, dass das Internet seinen Konzern auf lange Sicht kannibalisiert.
Ein grosser Verlust wäre das allerdings nicht.

Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
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