afrika

Simbabwe: Erfolg des Terrors – Mugabe bleibt Präsident

Dr. Alexander von Paleske – 22.6. 2008 — Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hat heute mittag bekanntgegeben, dass er nicht an der für kommenden Freitag geplanten Präsidentschaftsstichwahl teilnehmen wird. Damit heisst der alte und neue Präsident Robert Mugabe. Eine eigentliche Stichwahl wird es daher nicht geben.

Tsvangirai kapituliert vor Terror Mugabes
Tsvangirai hat vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Terrors, über den wir ausführlich berichtet haben, kapituliert. Heute war eine Grosskundgebung der Opposition in Harare geplant, die zunächst von der Mugabe-Regierung verboten worden war, ein Gerichtsbeschluss hob diese Entscheidung jedoch auf.


Alter neuer Präsident: Robert Mugabe lässt zur Sicherung Militärhubschrauber kreisen.

Im Sportsstadium, dem Ort der geplanten Kundgebung, kreuzten bereits früh am morgen Hunderte von schwer bewaffneten Mugabe-Milizionären auf. Damit war die Abhaltung der Wahlveranstaltung unmöglich gemacht. Somit konnte die Oppossition nicht einmal in den Städten für sich werben. In den ländlichen Gebieten konnten praktisch überhaupt keine Wahlveranstaltungen stattfinden. Wann immer Tsvangirai ausserhalb Harares auftreten wollte, wurde er von der Polizei verhaftet.

Nach der Tragödie soll die Farce kommen
Mugabe wird also in der kommenden Woche in seinem Amt bestätigt. Das Land ist völlig ruiniert. Er braucht daher dringend Finanzspritzen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Dabei können ihm natürlich weder seine Milizionäre, noch seine Kriegsveteranen helfen. Da soll jetzt die Opposition ran.

Er wird also der Opposition ein Angebot für eine „Regierung der nationalen Einheit“ unterbreiten. Es läge nun nahe, dieses Angebot auszuschlagen, und Mugabe als illegitimen Präsidenten zu brandmarken.

Aber nun wird es Druck von Südafrika geben. Präsident Thabo Mbeki wird also wieder in Harare aufkreuzen, um ein Kabinett der nationalen Einheit mit aushandeln, und dies dann als grossen Verhandlungserfolg darzustellen.

Der Führer der Minderheit in der Oppositionspartei, Arthur Mutambara, hat für einen solchen Fall in einem langen Artikel, der heute in der grössten südafrikanischen Wochenzeitung, „Sunday Times“ erschien, seine Mitwirkung versagt. Der Druck wird aber auch von anderen afrikanischen Staatsmännern kommen, die das Problem Simbabwe vom Tisch haben wollen, mit oder ohne Mugabe, mit oder ohne Demokratie.

Wird Morgan Tsvangirai sich zu einer ablehnenden Haltung durchringen?
Wenn nicht, und das muss man angesichts des bisherigen Verhaltens des Oppositionsführer vermuten, dann muss man sich ernsthaft fragen, wofür die Bevölkerung während des Wahlkampfes gelitten hat und wofür so viele zum Teil qualvoll gestorben sind.

Mugabe rechnet mit Aufstand
Nachdem Morgan Tsvangirai seine Entscheidung bekanntgegeben hat, ist Harare und Bulawayo Militär in den Strassen aufgekreuzt. Militärhubschrauber kreisen über den Städten. Mugabe rechnet mit einem Aufstand der Bevölkerung. Aber dazu ist die Bevölkerung augenblicklich wohl viel zu demoralisiert.

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medien

Tratschundlaber

Sonja Wenger – Sandkastenspiele wohin der «Blick» auch fällt: «Zickenkrieg» im Bundesrat und «Warum sich Doris Leuthard und Micheline Calmy-Rey nicht ausstehen können.» Da erfährt die geschockte Leserschaft also, dass «die Außenministerin Wert auf Inneres und Äußeres legt» und Leuthard, die «Macherin und Wirtschaftsministerin schaut, alles im Griff zu haben».

Auf drei Seiten wird dann ausgebreitet, was den beiden aber auch einfalle, «zwei machtbewusste, erfolgreiche Frauen» zu sein, die «alle politischen Tricks kennen», statt sich nur für Schuhe, Sex und Mister Big zu interessieren.

sabri
Das ist wahre Tiefe! Gegen soviel Charisma kann die Welttragödie nicht mithalten. Danke Ringier

Und da auch das schönste Wortspiel nicht verdecken kann, dass es sich hier um ein an den Haaren herbeigezogenes Konstrukt handelt, versucht ein Ringier-Heini im Kommentar zu erklären, was denn nun gemeint sei: Im Bundesrat gehe es um «Kriege, nicht Schlachten», und die Geschichte des Zickenkrieges sagt, dass «es uns offenbar zu gut geht».

Im «Bundesrat wie im wirklichen Wirtschaftsleben geht es oft um Selbstdarstellung» – und davon, da schleckt die Ziege nichts weg – versteht Ringier nun einmal allerhand. Immerhin schrieb die Ringier-Publikation «Schweizer Illustrierte» über das Event 175 Jahre Ringier, dass «so sexy nur ein Ringier- Jubiläum sein» könne. Die Missen und Mister der vergangenen Jahre waren alle angetrabt, immerhin wissen sie genau, wem sie ihre Medienpräsenz zu verdanken haben: Ringier, Königsmacherdynastie und heimliche Kraft hinter den vielen Schweizer Krönchen und Thrönchen. Doch da ist nichts zu machen.

So wie Neapel im echten, versinken die Medien im geistigen Müll: «Die Woche der Promis in zehn Fragen» oder «Cannes im magischen Bann von Angelinas Babybauch» treibt uns um, statt steigende Agrarpreise, widerlich durchschaubare Abstimmungsvorlagen und abgeschmackte Fernsehauftritte von Blocher und Co. Und die wirklich wichtigen Dinge gehen dabei gänzlich unter: Immerhin entschied ein britischer Richter kürzlich, dass die weibliche Brust privat sei, die männliche aber nicht, da sie «rechtlich nicht zu den Geschlechtsteilen zählt».

Da sind wir aber froh, denn sonst hätte Harrison Ford sich nicht filmen lassen dürfen, wie ihm eine Kosmetikerin die Brust mit Wachsstreifen enthaarte. Um auf die Kampagne der Umweltgruppe «Conservation International» aufmerksam zu machen, wollte Ford durch das schmerzhafte «Lichten seines Haar-Dschungel auf der Brust» zum «Kampf gegen die Abholzung der tropischen Regenwälder» aufrufen. «Jedes Stück Regenwald, das anderswo ausgerissen wird, schmerzt uns hier.»

Krieg

Baradei: nahe Osten wird zum Feuerball

onlineredaktion – Die Spannung zwischen Iran, Israel & Amerika nimmt zu. Laut Zeitungsbericht sollen israelische Kampfjets schon Übungsmanöver geflogen haben. Mohamed El Baradei, Chef der UN-Atomenergieorganisation warnte vor einem Angriff: Der Nahe Osten würde zum Feuerball werden.

„Glorreicher Spartaner 08“
Für Hektik sorgte ein Zeitungsbericht der New York Times, wonach Israels Luftwaffe einen Großangriff auf den Iran in einem Manöver geübt hatte. Das Manöver unter dem Namen „Glorreicher Spartaner 08“ hätten am 28. Mai und 12. Juni auf der griechischen Insel Kreta stattgefunden wie die Zeitung am Freitag unter Berufung auf eine griechische Quelle berichtete. Mehr als 100 Kampfjets vom Typ F-16 und F-15 sollten sich demnach auf einen weitreichenden Einsatz vorbereiten.

Auf den Bericht folgte die Warnung El Baradeis. Der Chef der UN-Atomenergieorganisation (IAEA), Mohamed El Baradei, hat eindringlich vor militärischen Angriffen auf den Iran gewarnt. „Ein militärischer Angriff wäre schlimmer als alles andere“, sagte El Baradei mit Blick auf Drohungen aus den USA und Israel. „Er würde den Nahen Osten in einen Feuerball verwandeln“, fügte der IAEA-Chef in einem Samstag ausgestrahlten Interview des Fernsehsenders El Arabija hinzu.

Rücktritt?
Sollte es im Streit um das iranische Atomprogramm zu militärischen Auseinandersetzungen kommen, wäre er nicht in der Lage, seine Arbeit an der Spitze der IAEA fortzusetzen, warnte der IAEA-Chef. Die UN-Behörde überwacht die friedliche und störungsfreie Nutzung der Atomenergie in ihren Mitgliedstaaten. „Ein Angriff würde im Iran einen Notfallplan zur schnellen Herstellung einer Atombombe auslösen, und das mit der Zustimmung aller Iraner, selbst derjenigen, die im Westen leben“, warnte El Baradei. Er sehe im iranischen Atomprogramm zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine „unmittelbare Gefahr“ der Weiterverbreitung von Atomwaffen.

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deutschland

Berlin08 – Festival für junge Politik

Felix Werdermann – Die Jugendlichen sollen sich politisch engagieren. Aber bitte nur so, wie es der Regierung passt. „Nur wer was macht, kann auch verändern“ heißt das Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung, das am letzten Wochenende mit dem Politik-Festival Berlin08 den Höhepunkt erreichte. 1,2 Mio. Euro wurden dafür ausgegeben, 11.000 Jugendliche sind nach Angaben des Veranstalters nach Berlin gekommen.


Eröffnungsveranstaltung: Moderator Markus Kavka, Bundesministerin Ursula von der Leyen, DBJR-Vorsitzender Detlef Raabe und bpb-Präsident Thomas Krüger eröffnen das Politik-Festival Berlin08. Foto: Jörgen Camrath

Drei Tage junge Politik – vom 13. bis 15. Juni fanden über 600 Workshops auf dem Gelände des Freizeit- und Erholdungszentrums (FEZ) in Berlin-Wuhlheide statt. Aber auch an Bands wurde nicht gespart um Jugendliche nach Berlin zu holen: Madsen, Culcha Candela und Wir sind Helden standen auf der Bühne, genauso aber auch Nachwuchs-Bands, die sich im Band-Contest durchsetzen konnten. Organisiert wurde das Festival vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und vom Deutschen Bundesjugendring (DBJR).

„Niemand ausgegrenzt“
Die Veranstaltungen auf dem Festival kommen aus den unterschiedlichsten politischen Richtungen: Vom „Planspiel Widerstand – wie mache ich eine Revolution?“ über den Umwelt-Workshop der Jungen Liberalen, der Jugendorganisation der FDP, bis hin zum Infostand über „Linksextremismus“. Alles dabei. Und auch Marc Kinert vom Bundesministerium versichert: „Alle Gruppen, die sich als Programmmacher zum Festival angemeldet haben, wurden berücksichtigt; niemand ausgegrenzt oder auch nachträglich des Festivalgeländes verwiesen.“

„Staatstragend“
Das liegt sicherlich auch daran, dass einige der Regierung unliebsame Gruppen erst gar nicht erschienen sind. Der kommunistische Jugendverband REVOLUTION fand das Festival „sehr staatstragend“ und auch die DKP-nahe Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) war bei Berlin08 nicht dabei. „Unserer Meinung nach war das Festival nicht sehr deutlich auf die Selbstbestimmung von Jugendlichen in diesem Land ausgerichtet. Natürlich rührt diese Herangehensweise daher, dass es durch den Staat und seine Gremien weitgehend finanziert und vorbestimmt wurde“, erklärt Julian Neumann aus dem Bundesvorstand der SDAJ.

„Abgestimmt“
Und tatsächlich war auf dem Festival nicht alles so pluralistisch, wie es auf den ersten Blick schien.

Die Jugendlichen wurden mit der täglich erscheinenden Festival-Zeitung „nullacht“ überschwemmt, die in großen Packen an vielen Stellen kostenlos auslag. Herausgegeben wurde „nullacht“ von den Veranstaltern des Festivals und der Jugendpresse Deutschland. Auflage: 15-20.000 Exemplare, Werbe-Anzeigen ausschließlich von den Herausgebern. Und auch die redaktionellen Beiträge mussten mit dem Bundesministerium „abgestimmt“ werden: Dabei wurden dann unliebsame Artikel wieder herausgenommen, Redakteure sprechen von „Zensur“. Diesem Vorgehen ist unter anderem ein Artikel über die „Safer-Privacy“-Kampagne der JungdemokratInnen / Junge Linke (JD/JL) zum Opfer gefallen. Bei „Safer Privacy“ soll mit Kondomen Überwachung verhütet werden: Die Größe entspricht der einer Überwachungskamera.


Haben gespielt: Wir sind Helden

Ein anderer Artikel über den Chaos Computer Club (CCC) musste stark verändert werden, eine Anleitung zum Hacken sollte in der Festivalzeitung nicht zu finden sein. Viel Kritisches blieb nicht übrig: In der Zeitung, dem Hauptinformationsquelle für viele Teilnehmende, wurden hauptsächlich Mainstream-Meinungen reproduziert.

Reserviert
Auch in anderen Bereichen wurden hinter den Kulissen politische Weichenstellungen vorgenommen: Die besten Zelte waren für das Ministerium, die Bundeszentrale für politische Bildung und die Parteijugenden reserviert: Auf der linken Wegseite die Jungsozialisten , die grüne Jugend , die Linksjugend [‚solid] und auch die Jungen Liberalen; auf der rechten Wegseite neben dem Ministerium und der Bundeszentrale die Junge Union, die Jugendorganisation der CDU, der auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen angehört.

Unter Druck
Beauftragt mit der Durchführung des Festivals war die private Agentur „Luna Park 64“, die unter anderem in der Vergangenheit schon Aufträge des CDU-geführten Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Europäischen Kommission sowie der grünennahen Heinrich-Böll-Stiftung in Hessen angenommen hat. Die Agentur stand unter Druck: Das Vorgänger-Festival „Berlin05“ war mit etwa 20.000 anwesenden Jugendlichen ein voller Erfolg.

Dieses Jahr waren es weniger: 11.000 „Festivalgäste“ seien vor Ort gewesen, heißt es in der Pressemitteilung zum Abschluss des Events . Viele sind auch nur zu den Live-Auftritten von Madsen oder Wir sind Helden gekommen. Wurde im Jahr 2005 noch unterschieden zwischen 11.200 Teilnehmenden des ganzen Festivals und 20.000 Konzert-Besuchern, so war diesmal auch auf Nachfrage von offizieller Seite nur die Zahl 11.000 in Erfahrung zu bringen. Auf dem Festival waren Zahlen von knapp 6.000 Anmeldungen zu hören.

Die Werbetrommel
Dabei wurde für das Festival ordentlich die Werbetrommel gerührt: Anzeigen waren nicht nur auf Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung zu finden, sondern auch beispielsweise in der Internet-Community „schuelervz“ und im Fernsehen der Berliner U-Bahnen. Und neben den Bands winkte den Jugendlichen auch eine kostengünstige Reise in die Bundes-Hauptstadt. Für 39 Euro gab es Sonder-Tickets der Deutschen Bahn, mit denen man aus jedem beliebigen Ort in Deutschland nach Berlin reisen konnte und zurück.

Kontrolliert
Aber den Veranstaltern war es das anscheinend wert: 1,2 Mio. Euro wurden für das Festival ausgegeben, das politisches Engagement im staatlichen Rahmen fördert. Das Festival gehört zu dem „Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung“, für das das Bundesjugendministerium insgesamt 5 Mio. Euro zahlt. Zum Vergleich: Der Ring politischer Jugend (RPJ), in dem fünf politische Jugendverbände zusammengeschlossen sind, erhält vom Ministerium jährlich etwa 1 Mio. Euro. Statt des Festivals hätte also die politische Jugendbildungsarbeit der Jungen Union, der Jungen Liberalen, der Grünen Jugend, der Jungsozialisten und der JungdemokratInnen / Junge Linke ein Jahr lang finanziert werden können.


Mit Live-Konzerten Jugendliche zu Berlin08 geholt. Foto: Christoph Müller

Ein Festival wäre damit nicht ausgeschlossen gewesen. Die Verwendung dieser Gelder zur Förderung kontinuierlicher Jugendbildungsarbeit könnte vom Ministerium aber nicht so stark kontrolliert werden, wie die Gelder, die für einzelne Projekte – beispielsweise im Rahmen des Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung – beantragt werden.

Ausgeschlossen
Die Linksjugend [’solid], die erst im vergangenen Jahr gegründet und von der Linkspartei als Jugendverband anerkannt wurde, ist von Förderung bislang ausgeschlossen. Der Ring politischer Jugend müsste eine Aufnahme einstimmig beschließen, die Junge Union stellte sich dem in den Weg. Und auch die Bundesregierung schreibt in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion: „Bei wiederholter Nennung eines Trägers, Vereines oder Verbandes im Verfassungsschutzbericht ist eine finanzielle Unterstützung des Bundes nicht möglich.“ Auch im aktuellen Bericht ist die Linksjugend [’solid] als Jugendorganisation der Linkspartei erwähnt. Die Linkspartei währt sich schon seit einiger Zeit gegen die Beobachtung durch den deutsche Geheimdienst , der dem CDU-geführten Innenministerium unterstellt ist.

Und so läuft es nicht nur bei Berlin08: Politisches Engagement von Jugendlichen ist erwünscht. Aber nur, wenn es der Regierung passt.

afrika

Simbabwe: Mugabes Terrorkampagne erreicht neuen Höhepunkt

Dr. Alexander von Paleske – Die Terrorkampagne des simbabweschen Präsidenten hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Terrorbrigaden, bestehend aus sogenannten Kriegsveteranen, viele davon zur Zeit des Befreiungskampfes in den 70er Jahren entweder noch nicht geboren oder aber Kleinkinder, sowie den Jugendbrigaden auch genannt „Green Bomber“ sind nun in die Städte eingerückt und setzen ihren Terror, den sie in den ländlichen Gebieten gestartet hatten, in den Hochburgen der Oppositionspartei fort. In den ländlichen Gebieten hatten sie ein Blutspur hinterlassen.

Terrorbericht der vergangenen Woche
Der Chef der Oppositionspartei MDC in der Kleinstadt Rusape, östlich von Harare gelegen, Farai Gamba, wurde entführt und anschliessend erschossen.

Chokuse Muphango, ebenfalls Aktivist der MDC wurde in Buhera erschossen, anschliessend wurde die Leiche auf die Pritsche eines Lastwagens geworfen und in der Stadt umhergefahren. Die Mörder riefen „Wir haben den Hund erschossen“.


Mugabes Green Bomber confesses

Ken Nyeve, Wahlkampfmanager der MDC und sein Fahrer Godfrey Kauzani wurden ermordet, nachdem ihnen zuvor die Augen ausgestochen worden waren. Insgesamt 100 Menschen, Aktivisten und angebliche Aktivisten der Opposition sind seit der Wahlniederlage Mugabes am 29.3. 2008 von seinen Schergen ermordet worden, weitere 200 sind verschwunden, vermutlich ebenfalls getötet.

Massenmörder Perence Shiri leitet Kampagne
Die Terrorkampagne in der Provinz Manicaland wird von dem Armeegeneral Perence Shiri angeführt, der bereits den Massenmord im Matabeleland in der 80er Jahren organisiert hatte.

Nacht für Nacht finden sogenannte „Pungwes“ statt, Umerziehungversammlungen, auf denen der eingeschüchterten Bevölkerung „klargemacht wird“, wo sie Ende nächster Woche bei den Präsidentschaftsstichwahlen ihr Kreuz zu setzen haben.

In den Städten finden Haus-zu-Haus Kampagnen statt, bei denen die Bewohner verprügelt und ihnen die Personalausweise abgenommen werden. Ohne Personalausweis können sie nicht an der Wahl teinehmen.

Wer verdächtigt wird, mit der Opposition zu sympathisieren wird in Straflager gebracht. Als neue Variante des Sadismus kippen Mugabes Schergen in die Wunden der Verprügelten Insektenvertilgungsmittel wie Paraquat, woran die Opfer dann unter Höllenqualen versterben.

Mbeki in Simbabwe
Endlos-Vermittler, Südafrikas Präsident Thabo Mbeki besuchte dieser Woche wieder einmal seinen Freund Mugabe und versuchte ihn zu überreden, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden, aber Mugabe sieht die Zeit dafuer noch nicht für gekommen.

Er will damit offenbar bis nach den Wahlen warten, um dann der Opposition generös ein paar Ministerposten anzubieten.
Mbeki reiste unverrichterer Dinge wieder ab. Noch mindestens eine Woche lang – vielleicht auch noch länger – soll dieser Terror weitergehen.

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Krieg

Jerry Majetich: The Story of a Severely Injured Iraq War Veteran

Rachel Alexander – The moving story of one of one of America’s true heroes, a veteran who was struck by an IED while serving in Iraq. Featured on the Montel Williams Show with me this Tuesday. 

I recently had the opportunity to meet one of our U.S. military’s bravest heroes, Staff Sergeant Jerry Majetich, on the Montel Williams Show.

Jerry served in Iraq until he was struck by an Improvised Explosive Device (IED), critically injuring him and causing 3rd degree burns over 100% of his face, neck and scalp along with numerous other serious injuries. Yet Jerry refuses to blame President Bush for what happened, and places the blame squarely upon whom it belongs – the Islamo-fascist terrorists and insurgents who attacked him. Here is his story, told mostly by him with only a few edits by me.


Staff Sergeant Jerry Majetich: 100% face, neck and scalp 3rd degree burns, causing the loss of all hair, both ears (his hearing is fortunately ok), most of his nose, and his vision was gone for two months, with the inability to close either eye for almost three months.

Jerry was deployed to Iraq in March of 2005 with the 304th Psychological Operations (PSYOP) Company, stationed south of Baghdad in support of the 184th (AA), 3rd ID. On October 18th, 2005, while traveling as the 27th vehicle in a 69-vehicle convoy as part of Operation Clean sweep, he was hit by an Improvised Explosive Device (IED). His vehicle had a bounty on it. The rear half of the vehicle disintegrated immediately, killing a member of the security detachment, who was a friend and room mate of Jerry’s, and the Battalion Information Officer, also a good friend. The driver’s door blew off and he was ejected from the vehicle, receiving minor burns to his right arm and leg. The gunner was thrown about 50 feet into a nearby field from the explosion, shattering his right leg and suffering 2nd and 3rd degree burns on his arm, leg, and lower back.

The propane tank in the IED set the vehicle on fire, and Jerry was trapped inside, unable to escape because the door next to him had been welded closed. A Navy Dog Handler, a Air Force UAV pilot, and the Captain leading the convoy somehow pulled him out. While his injuries were being treated, the battle fire continued for nearly 50 minutes. Because the flames on the vehicle were so hot, one of the M16 rounds inside of the vehicle „cooked off,“ flying out to hit Jerry in the upper rear of his right leg. When it was finally safe for a medical helicopter to land, Jerry was shot by an AK47 in the right upper portion of his right leg as he was being transported by stretcher to it. He remained in Baghdad for a day because his condition was so serious medics could not keep him stabilized. He was flown to Landsthul Germany, where he stayed for two days.

Jerry was finally taken to Brook Army Medical Center (BAMC), Fort Sam Houston, Texas on November 2nd. While at BAMC, he underwent 44 surgeries. Close to a dozen more surgeries must still be performed.

His injuries include:
35% total body surface 3rd degree burns.
100% face, neck and scalp 3rd degree burns, causing the loss of all hair, both ears (his hearing is fortunately ok), most of his nose, and his vision was gone for two months, with the inability to close either eye for almost three months.
His intestines were ruptured and stomach bruised, causing the loss of 1/3 of his small intestines. Because of the multiple surgeries to his stomach, his muscles were unable to heal and he now has what is referred to as „swiss cheese“ by his doctor: a total of six hernias (five in his stomach and one on his right side), which required another surgery. If not taken care of, their size would have increased, interfering with other organs.
Total amputation of his right thumb and pinky, and remaining three fingers down to the second knuckle.
Finger tip amputations to all of the fingers on his left hand.
Loss of use to right arm and shoulder beyond ten pounds.
Unable to straighten either arm due to bone growth caused body in reaction to the burns.
Unable to stay in sun light for more than a few minutes, and his body does not react well to either extreme cold or heat.
Two gunshot wounds in his upper, rear right leg with a loss of muscle and tendons.
Frequent loss of memory, both short and long term, due to Traumatic Brain Injury (TBI).
Frequent bouts with anxiety in and out of crowds, depression and fatigue.

Jerry retired from the U.S. Army on June 29th, 2007. His wonderful wife has been a great support to him. As can be seen in the pictures accompanying this article, Jerry still has a long way to go to return to a semi-normal life. The cost of the surgeries has been staggering, and even veterans‘ healthcare doesn’t pay for everything. Because of the severity of his injuries, the expense of healing all of them is going to require expensive surgeries beyond what government can provide. Bringing this valiant young man back to where he was before he served our country should be a high priority of patriotic Americans. There are very few worthier causes we should contribute our own money to.

I encourage everyone to watch his moving story on the Montel Williams show on Tuesday, April 1, 2008; after that it will be available on my website at Intellectualconservative. Whether you agree with U.S. involvement in Iraq or not, this young man does not deserve to be cruelly punished simply for serving his country in a war that he had no choice over. Please, consider contributing some amount of money to Jerry for his restorative surgeries. As a valiant American, he deserves no less than the best from us. There is no cause worthier to me personally than this.

Jerry Majetich Website

rachel1
Rachel Alexander ist praktizierende Anwältin für die Regierung in Phönix im U.S. Staat Arizona. Als ehemaliges Redaktionsmitglied und Kolumnistin des Arizona Daily Wildcat, gewann sie für ihre journalistischen Arbeiten drei Auszeichnungen und schreibt Kolumnen für linkIntellectualConservative.com

afrika

The trial of Simon Mann

Dr. Alexander von Paleske – The trial of British mercenary Simon Mann, allegedly having tried to overthrow the government of the oil rich African country Equatorial Guinea, in March, 2004, is on.

The failed coup, better known as the „Wonga Coup“ ended prematurely during a stopover of the weapon-and-mercenary-carrying plane at Harare/Zimbabwe international Airport on 7th March 2004. This is where weapons were supposed to be onloaded for the rest of the trip but instead the group of 70 mercenaries, former members of South Africa’s Terror and destruction gangs, like the 32. Buffalo Battalion, the 44 Parachute Brigade, the Reconnaissance Commandos and the death squad Civil Cooperation Bureau were offloaded and later sentenced to prison terms.

The alleged coup leader Simon Mann was sentenced to four years in prison in Zimbabwe and after serving his prison term extradited to Equatorial Guinea on 30th January 2008.

Who is Simon Mann?
Simon Mann, a former officer of the British Special Forces SAS, Etonian, son of a rich beer brewing family in Britain, who after his service for queen and country became a mercenary under his boss Tony Buckingham, the latter number 244 on the list of the wealthiest Englishmen and former owner of British mercenary company Sandline. He was also the founder and CEO of the oil company Heritage Oil, listed on the Toronto Stock Exchange.

Simon Mann, Buckingham’s employee in the 90s, looked after his ventures in many African countries. However, he was not the only one allegedly involved in the failed Coup. Other persons in Britain have been accused of having been involved in the failed coup as well.

The alleged Co-Coup Plotters
There is Eli Calil, a British of Lebanese origin, and a friend of Equatorial Guineas’s opposition leader, Severo Moto Nsa. He allegedly brought Simon Mann and Moto together.

Allegedly Calil happily and illegally banked money for the former horrible Nigerian dictator the late Sani Abacha.

Calil is also being investigated in France for money laundering on the one side, and on the other side he is a close friend of Tony Blair’s Ex-Minister for scandals, Peter Mandelson.

Mandelson could be no longer gainfully employed in Tony Blair’s cabinet, because of several scandals involving „small gifts“ from good friends including Calil. He, however, managed to get another job with Tony’s helping hand – a friend is a friend – more distant to the mother of all parliaments, this time as EU trade commissioner in Brussels.

Peter Mandelson has strictly denied any involvement or even having heard anything about the planned coup beforehand.

His Lordship and the Coup
Also allegedly involved is Lord Jeffrey Archer, former chief of Maggie Thatcher’s Conservative Party who spent a few years in prison for perjury and perverting the course of justice. He allegedly put a bit of his pocket money, a few ten thousands of British pounds on Simon Mann’s coup savings account placed in the tax haven of Guernsey. Of course, he denies, but there was a payment made by a J.H. Archer into that account. And he phoned Calil before the coup most likely to tell him, that crime does not pay.

And, alas, the former vice-chairman Howard Flight of the Conservative Party via the Investec banking group offered a loan of US $ 30 million for agricultural development in Equatorial Guinea – after the coup – of course.

Next in the line is Greg Wales old friend of the Thatcher family with African experience.

He denies having been involved, however an E-Mail, passed on to me by the widow of the alleged transportation officer for that coup, the German Gerhard Merz, shows the exact opposite.

And there is David Hart, 60, Old Etonian like Mann, and old friend of the Thatcher family.

He was Maggie Thatcher’s chief enforcer during the British miners strike in the 80s he handed out money for strike breakers from a suite at Claridges, a hotel in London, that takes per room per night, what a miner earns in one month. The Government of Equatorial Guinea accuses him of being involved as well.

Not to forget Sir Mark Thatcher, Mummy Maggie’s son who has been famous for making headlines, negative ones mostly and who cobbled together an income without breaking too much sweat. Now barred from entering the US where his former wife and children live. He was arrested in Cape Town in 2004 and later confessed to have violated South Africa’s anti-mercenary laws and sentenced to a suspended prison term and a fine by a court in Cape Town in 2005.

Last but not least, the German Gerhard Merz, who died a few days after his arrest in Malabo’s notorious Black Beach Prison, allegedly after having been tortured.

Merz, a former transporter of chemical weapons of mass destruction from China to Iran in the 90s was the alleged transportation officer for the coup.

The Mercenary starts singing
Simon Mann, after his extradition from Zimbabwe to Equatorial Guinea, has not only confessed for the first time his involvement in the coup, but also implicated Mark Thatcher and Eli Calil as key players in this affair. Others like Greg Wales, Lord Archer, David Hart, and Gerhard Merz were either not named or declared as „not involved“.

Simon Mann’s obvious strategy in this trial was: Say as much as necessary , to get a reduced sentence and the chance to be pardoned later on and say as little as possible to find a way back into the British Society after the release.

So he did not name the alleged „political commissar“ in the attempted coup, Greg Wales , or financiers like Lord Archer. His strategy was, obviously , to put the blame on those, who were either already convicted, like Mark Thatcher, or who had a bad reputation anyway, like Eli Calil. At the same time Mann tried to downplay his own role and upgraded the one of financier Calil as the mastermind of the attempted coup.

The „Green Light“ of Spain, the US and South Africa
In his trial Mann claimed, that the coup plotters got the green light for their action from Spain, the US and South Africa.
He does not mention Britain.

Greg Wales met in the weeks before the coup allegedly with Pentagon official Theresa Whelan. She is now Deputy Secretary for Defense of the African department of Defense. One can assume, that the US-Government was informed.
During the last year Whelan unsuccessfully promoted Africom.

The then Aznar Government of Spain was, according to author Adam Roberts (The Wonga Coup) heavily involved, however not the government of South Africa, contrary to what Simon Mann testified in court. South Africa was informed by two intelligence man, Nigel Morgan and Johann Smith and became instrumental in preventing the coup.

The Government of Britain got wind of the planned coup two months in advance and invited top mercenary Tim Spicer, a former colleague of Simon Mann in those PMC-Sandline days, to discuss the issue. This was admitted by the then Foreign Minister Peter Hain in Parliament.

Nick du Toit
With Simon Mann in prison is another co-coup plotter by the name of Nick du Toit, sentenced to 34 years in 2004. He was the head of the advance party for the planned coup. Nick du Toit can look back on a long career in South Africa’s Apartheid murder and destruction gangs.

On 14th June 1985, he allegedly came with his Reconnaissance Commando 5 to Gaborone/Botswana on a killing spree, killed 14 unarmed civilians including a six-year-old child and blew up a number of houses afterwards. Last Saturday, a group of people, including South Africa’s Ambassador to Botswana, Moopeloa, Ex-Robben Island prisoner Michael Dingake and Botswana’s Speaker of Parliament, Patrick Balopi, in a solemn ceremony at Extension 14 cemetery in Gaborone paid tribute to those fallen heroes.


Last Saturday in Gaborone. Michael Dingake, ex Robben Island Prisoner, recipient of the highest South African order of merit. Photo: Dr. Alexander von Paleske

linkA Coup for a Mountain of Wonga

When the Regular Army goes, the Mercenaries come

linkBritish Mercenary Simon Mann’s last journey?
Does Africa need AfriCom?
US aganist Iran (Gerhard Merz)

kriminalitaet

Britischer Söldner Simon Mann vor Gericht: Bedauern und halbe Wahrheiten

Dr. Alexander von Paleske – Seit dem 17.Juni läuft der Prozess gegen den Söldner Simon Mann in Malabo, der Hauptstadt des ölreichen afrikanischen Staates Äquatorial Guinea.

Angeklagt ist Simon Mann wegen des im März 2004 fehlgeschlagenen Putsches gegen die Regierung des Diktators Obiang Mbasogo Nguema.

Simon Mann droht zwar nicht die Todesstrafe, wie vielfach gemeldet, aber eine lange Gefängnisstrafe von mehr als 30 Jahren. Dies würde für den nunmehr 55-jaehrigen praktisch auf eine lebenslange Gefängnisstrafe hinauslaufen. Mann hat sich daher entschlossen, auszupacken, teilweise jedenfalls und er hat sein tiefstes Bedauern ausgedrueckt.

Die Hauptfiguren Calil und Thatcher
So belastete Simon Mann den windigen Geschäftsmann Eli Calil, und den bereits in Kapstadt verurteilten Sir Mark Thatcher, Sohn der ehemaligen Premierministerin Maragaret Thatcher.

Gleichzeitig stellte er sich als „missbrauchtes“ Werkzeug des angeblichen Putschplaners Eli Calil dar. Er versuchte also seine eigene Rolle kleinzureden. Ausserdem behauptete er, dass der Putsch die stillschweigende Unterstützung der Regierungen Spaniens, der USA und Südafrikas gehabt habe.

Spanien, Südafrika, die USA und der Putschversuch
Spaniens Regierung unter dem damaligen Regierungschef Aznar hat offenbar eine unterstützende Rolle gespielt, darauf deuten auch die Recherchen des Buchautors Adam Roberts (The Wonga Coup) hin.

Die Regierung Südafrikas, das kann mit Sicherheit gesagt werden, hat zu keinem Zeitpunkt diesen Putsch gebilligt oder sogar unterstützt. Im Gegenteil, sie war massgeblich an dessen Aufdeckung und Vereitelung beteiligt.

Die Billigung oder gar aktive Unterstützung eines solchen Söldner-Putsches würde auch der Politik des Präsidenten Thabo Mbeki, der selbst brutale Diktatoren wie Robert Mugabe als seine Freunde bezeichnet, diametral zuwiderlaufen.
Die Regierung der USA ist offenbar durch den Geschäftsmann Greg Wales über den geplanten Putsch informiert worden, er traf sich mit Theresa Whelan, Unterstaatssekretärin im Pentagon in den Wochen vor dem Putsch.

Die britische Regierung wurde von Simon Mann nicht als Mitwisser bzw. Unterstützer benannt. Aber gerade sie wurde zwei Monate vor dem geplanten Putsch detailliert über Geheimdienstleute informiert, dies musste der damalige Aussenminister Peter Hain im britischen Unterhaus zugeben. Das Foreign Office bestellte nach Erhalt der Informationen Tim Spicer, den Chefsöldner im Irak und ehemaligen Söldnerkollegen Simon Manns aus den Tagen der Söldnerfirmen Sandline und Executive Outcomes ins Foreign Office ein. Eine Warnung an die Regierung Aequatorial Guineas unterbleib selbstverständlich.

Alle weiteren als Unterstützer oder Finanziers verdächtigten Personen, wie Lord Archer, Greg Wales, David Hart, Howard Flight, der Deutsche Gerhard Merz und andere wurden von Simon Mann entweder nicht benannt oder ausdrücklich exkulpiert.

So wenig wie möglich
Seine Taktik ist offensichtlich:„So viel wie nötig und so wenig wie möglich.“ Packe soweit aus, dass der von der Regierung versprochene Strafrabatt zuteil wird, belaste all diejenigen, die ohnehin schon belastet bzw. verurteilt sind, und lass diejenigen aussen vor, gegen die „nur“ Verdachtsmomente bestehen.

Schliesslich will Simon Mann in das Vereinigte Königreich Grossbritannien eines Tages zurückkehren und dann nicht wie ein Verräter und Ausgestossener behandelt werden.

Eine umfassende Aufklärung über den Putsch,seine Beteiligten, die Mitwisser und die Finanziers war und ist in diesem Verfahren nicht zu erwarten.

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Krieg

U.S. Military Hoped for Virtually Unlimited Freedom of Action in Iraq

National Security Archive – Recently declassified documents show that the U.S. military has long sought an agreement with Baghdad that gives American forces virtually unfettered freedom of action, casting into doubt the Bush administration’s current claims that their demands are more limited in scope. News reports have indicated that the Bush administration is exerting pressure on the government of Prime Minister Nuri al-Maliki to accept a U.S.-Iraq security plan by the end of July 2008. According to these accounts, the plan would give the U.S. more than 50 military bases in Iraq, provide complete freedom of action to conduct military operations, allow complete freedom to arrest and detain Iraqis, and grant U.S. forces and contractors total immunity from Iraqi law. Growing awareness of the implications of the pact have fueled opposition by the Iraqi public – to the extent that Prime Minister al-Maliki announced today that discussions had deadlocked.

Documents obtained by the National Security Archive under the Freedom of Information Act indicate that the U.S. started drafting the agreement in November 2003. While information available in the heavily redacted copies that were provided does not specifically address such hot-button, present-day issues as the number and location of bases, or control of airspace, these preliminary planning documents show that from the outset U.S. aspirations for conducting military operations based in Iraq were essentially without limit.

The Bush administration had initially hoped to see the security pact accepted by an interim Iraqi Governing Council that it itself had appointed. The documents outline a number of „red lines“ that the Defense Department and the Central Command considered crucial during the early planning, including unlimited authority to conduct military operations; the „absolute“ prerogative to detain, interrogate and intern Iraqis; the right to establish its own rules of engagement; complete freedom of movement entering, departing, and within Iraq; full immunity for U.S. forces and contractors; immunity from international tribunals; and exemption from inspections, taxes, and duties.

„When it developed its initial plans for a security pact, the U.S. wanted virtually unlimited freedom of action for its forces – including private contractors,“ said Archive analyst Joyce Battle. „In addition to freedom to wage military operations as it saw fit – and to arrest, detain, and interrogate Iraqis at will – U.S. demands even extended to priority use of public utilities. This was after the invasion had led to the collapse of Iraq’s already fragile infrastructure and Iraqi civilians – old and young, healthy, sick, and disabled – were getting by with a few hours of electricity a day – if they were lucky.“

See the documents at The national Security Archive

vermischtes

„Lasse redn“: Zensierte bayrisches Lokal-Radio einen kritischen Ärzte-Song?

World Content News – Neues aus der wunderbaren Axel-Springer-Welt: Ein bayrisches Radio, an dem der Springer-Verlag eine Minderheitsbeteiligung hält, hat kürzlich bei einem ausgestrahlten Song der Kultband „Die Ärzte“ einen frechen Refrain über die „Bild“-Zeitung mitten im Lied einfach „verschluckt“.

In dem neuen Ärzte-Lied „Lasse redn“ kommt Deutschlands Meinungsverblöder Nr. 1 wieder einmal – wer hätte das gedacht – gar nicht so gut weg. Das muss auch den Machern von „Antenne Bayern“ aufgefallen sein, die ihren Brötchengeber doch unmöglich so beschmutzen konnten und, vermutlich in vorauseilendem Gehorsam, folgende Passage aus dem knapp 3-minütigen Song einfach herausoperierten:


Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht.


Zum ganzen Liedtext

Blöd nur, dass das, so weit hat man beim Dudel-Sender wiederum nicht gedacht, auch einigen Ärzte-Fans aufgefallen ist. Jetzt verbreitet sich der Manipulationsversuch in Windeseile durch das Internet. Der Schaden für die Zensöre dürfte nicht nur im Spott bestehen, schon gibt es erste Aufrufe den ansonsten recht erfolgreichen Sender zu boykottieren.

Den „Ärzten“ kann es dagegen nur recht sein, den Bekanntheitsgrad ihres wundervollen neuen Songs nochmal zu steigern. Lasse doch zensieren … das verhilft nur zu einer neuen Inspiration: Geben Sie mir ein Äh!

Wer bei der gegenwärtigen Mode von Überwachung und Manipulation durch die Regierung bzw. bild- und tonangebende Konzerne solche rotzfrechen Kulturblüten zu schätzen weiß, dem sei noch mal der Stasi-Song über die Telekom sowie die volksnahe Schäuble-Inszenierung „Im Frühtau zu Berge“ wärmstens zum Mitsingen in die revolutionären Stimmbänder gelegt.

Das WEINEN hat ein ENDE!

Quellen:
Die Ärzte im Axel-Springer-Remix
(bildblog.de, 13.06.2008)
Lasse reden! Aber nicht im Radio!
(Notizen aus der Provinz, 14.06.2008)
Die Ärzte – zensuriert auf Antenne „Bild“
(blog.bassena.org, 14.06.2008)
Hörfunkbeteiligungen der Axel Springer AG
Seite der Kultband Die Ärzte auf www.bademeister.com

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News