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Roger Kusch – plötzlich Zweiter Bürgermeister Hamburgs?

onlineredaktion – In den Straßen Hamburgs tobt der Wahlkampf. Parteien stellen ihre Plakate auf, die prompt von Gegnern der einen oder anderen Partei bekritzelt werden. Besonders beliebt dabei ist das Augenauskratzen auf den Porträts der abgebildeten Kandidaten, aber auch das Übermalen der Gesichter mit einem Hitlerbart zählt zu den mittlerweile traditionellen Ausdrucksformen des Hasses. Damit ihren Kandidaten bzw. ihren Wahlplakaten dies nicht passiert, hängte die DVU bei der letzten Landtagswahl in Bremerhaven die Plakate ganz hoch auf und damit unerreichbar für flinke Schmierer.


Kusch vorne, Naumann hinten – aber nur als Plakat. Gefunden am Winterhuder Weg in Hamburg.

In Hamburg aber scheint diese Taktik des Höherhängens noch nicht verbreitet zu sein. Und so wurden die kürzlich in Hamburg auf den Gehwegen aufgestellten Plakate von Roger Kuschs Partei HeimatHamburg von bislang unbekannten „Künstlern“ verändert. Den Passanten störts nicht, kaum einer registriert die Malerei.

Doch was ins Auge sticht, ist ein roter Aufkleber, der jetzt auf den Plakaten von „Kusch, RECHTE MITTE HeimatHamburg“ klebt: „Zweiter Bürgermeister“.

Roger Kusch war von 2000 bis 2006 Justizsenator der Freien und Hansestadt Hamburg und wurde vom Ersten Bürgermeister, Ole von Beust, am 27. März 2006 entlassen. Kusch trat daraufhin spontan aus der CDU aus, der er 34 Jahre lang angehört hatte. Er gründet bald eine neue Partei, die nun für ihn wirbt und ihn, den von Bürgermeister von Beust Gefeuerten, schon zum „Zweiten Bürgermeister“ gemacht hat. Kein Wort auf den Plakaten, dass er wohl nur der Kandidat dieser Partei für das Amt des „Zweiten“ ist.

Offensichtlich führt Buchstabengeiz zu Informationsverlust und falschem Federschmuck.

Zweiter Bürgermeister (Zweite Bürgermeisterin) ist in Hamburg zuzeit eine Frau: Birgit Schnieber-Jastram (CDU).

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Stasi und BKA Hand in Hand

Karl Weiss – Was niemand in Deutschland sich auch nur im Traum hätte vorstellen können, als die Unterlagen der DDR-Staatssicherheit Stasi, soweit sie noch vorhanden waren, gesichert wurden, ist nun Tatsache.

Die westdeutsche jetzt: gesamtdeutsche Kriminalpolizei, in Form des BKA, benutzt Opferakten der Stasi, um Erkenntnisse gegen Linke in der Bundesrepublik zu gewinnen! Ja, lesen Sie es ein zweites Mal, es ist wirklich nicht zu glauben, aber es ist so! BKA und Stasi gegen die gleichen Leute!

Im November vergangenen Jahres fragte das BKA bei der Birthler-Behörde, die jetzt die Stasi-Akten verwaltet, nach Akten, die damals die Stasi über 4 Personen aus der Bürgerbewegung der DDR angelegt hatte, als sie 1988 Proteste gegen den im damaligen Westen Berlins stattfindenden Gipfel des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank unterstützte. Zusammen mit Vertretern von Greenpeace luden damals Umweltaktivisten der DDR in der Ostberliner „Umweltbibliothek“ zu einem Treffen ein, auf dem sie von der Stasi bespitzelt wurden.

Es gab damals in der DDR eine unregelmäßig erscheinende Zeitschrift „Umweltblätter“, deren Redakteure bereits früh ins Visier der Stasi gerieten. Deren Räume waren von DDR-Behörden durchsucht und Redakteure festgenommen worden. Der Nachfolger der damaligen Publikationen ist heute der „telegraph“.

Die gleichen Leute stehen heute unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes und des BKA. Sie sollen angeblich etwas mit einer dubiosen Organisation „Militante Gruppe“ zu tun haben, deren wirkliche Existenz bis heute nicht bewiesen ist.

Es gab jemand, der Bundeswehrlastwagen angezündet hatte. Es ist völlig ungeklärt, wer das gewesen sein mag. Vielleicht die Gleichen, die ein Loch in die Mauer des Gefängnis von Celle sprengten, um diese Tat später einer linken Gruppe in die Schuhe zu schieben.

Jedenfalls tauchte ein „Bekennerschreiben“ auf, das äusserst anrüchig ist. Aufgrund dieses Bekennerschriebens wurden drei Linke aus der damaligen DDR wegen Ähnlichkeit ihrer Aussagen mit jenem dubiosen „Bekennerschreiben“ wie höchst gefährliche Verbrecher verhaftet und in Isolierhaft in Berlin-Moabit gehalten, weil die Bundesanwaltschaft diesen Zusammenhang als „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ ansieht.

Es wird einmal mehr deutlich: Der Paragraph 129a, der dies regelt, dient zu nichts anderem als darum, linke Gesinnung zu bestrafen unter dem Vorwand von angeblichem Terrorismus. Es gibt nicht einen einzigen Hinweis, der die drei mit dem Gezündel an Lastwagen in Verbindung bringt. Das einzige, was der Bundesanwaltschaft nicht passt, ist deren Gesinnung. Da lassen sich dann immer Vorwände finden.

In diesem Fall fand man Worte, die sowohl im Bekennerschreiben als auch in der journalistischen Arbeit der drei vorkamen. So z.B. „Prekarisierung“. Das ist ein heute von publizistisch Tätigen im Zusammenhang mit der aktuellen Politik der Bundesregierung häufig gebrauchtes Wort, das sich auf das Hinabdrücken in die Armut von Arbeitslosen, gering Beschäftigten, Rentnern und prekär Bezahlten bezieht. Die Deutsche Journalisten Union in der Gewerkschaft ver.di bemerkt dazu, wenn solche Worte auf Terrorismus hindeuten, dann seien die Gewerkschaften unter Generalverdacht.

Da man nun den drei „Terrorismus-Verdächtigen“ absolut nichts vorwerfen konnte, begann man in der DDR-Zeit zu wühlen und siehe da, jene Linken standen schon damals unter Beobachtung, in diesem Fall der Stasi.

Es ist bezeichnend für den Staat DDR, der sich als sozialistisch bezeichnete, dass er Linke bespitzelte und ins Gefängnis warf, während hochgejubelte „Dissidenten“ wie Wolf Biermann, noch weiter rechts als die DDR-Regierung angesiedelt, nicht ein einziges Mal gesiebte Luft atmen mussten, während er im Westen als „entsetzlich Verfolgter“ gefeiert wird und aus der rechten Ecke kritisiert. Wäre die DDR wirklich sozialistisch gewesen, hätte sie zusammen mit den Linken gegen das Gipfeltreffen von IWF und Weltbank protestiert. So ist es denn nicht verwunderlich, der Unrechtstaat DDR und der Unrechtstaat Bundesrepublik geben sich letztlich die Hand und verfolgen gemeinsam linke Publizisten.

Was war es, was man über sie in Stasi-Akten fand?
Über einen der Angeklagten: „Er hat bei der Grenzpassage aus der CSSR nicht angegeben, dass er innerkirchliches Material bei sich hatte.“ – Selbst die Kirche war der DDR zu links. Achtung, Evangelische Studenten-Gemeinde, ihr dürftet im Visier des BKA stehen! Anderes Zitat aus den BKA-Stasi-Unterlagen: „Bei der Demonstration am 7. Oktober 1989 in Berlin wurde er wie viele andere Personen eingeführt.“ Es wird also deutlich: Das BKA steht den Bürgerrechtlern der DDR keineswegs freundlich gegenüber, wenn sie sich nicht in die bürgerliche Parteienlandschaft der Bundesrepublik eingegliedert haben, sondern ihren Überzeugngen treu geblieben sind.

Einmal Dissident – immer Dissident
So lernen wir zum einen, was es mit unserem Staat Bundesrepublik auf sich hat. Das Bundeskriminalamt der Bundesrepublik hat noch nicht ein einziges Mal faschistische Schlägertrupps, die Ausländer ‚aufmischen’ und auch schon einmal ermorden, in Isolierhaft gesteckt. Diese Taten werden vielmehr relativiert und verharmlost. Als in Frankfurt von der durch Polizisten ermöglichten Kundgebung der NPD skandiert wurde: „Gegen Demokraten helfen nur Granaten!“, standen Polizeiobere daneben, taten nichts und befahlen, gegen die Gegendemonstranten vorzugehen. Siehe hierzu diesen Artikel: http://karlweiss.twoday.net/stories/4352731/.

Wenn es aber gegen Linke geht, dann hastdunichtgesehen! Da wird hineininterpretiert und „Terrorismus“gesehen, wohin man blickt! Im gleichen Zuge lernen wir auch über den vergangenen Staat DDR. Er hatte nichts von links, nichts von fortschrittlich (ausser ein paar Resten aus seinen Anfangszeiten). Er war gegen die BRD, weil sie zum anderen Block gehörte, zur Konkurrenz, das war der Punkt.

So ist es auch nicht verwunderlich, wenn die Berliner PDS, die sich jetzt sinnigerweise „Die Linke“ nennt, die aber bis heute von SEDlern und Stasi-Leuten durchsetzt ist und dominiert wird, eben von ihrem Vorsitzenden Lederer darauf eingeschworen wird, für ein verschärftes Schnüffelgesetz in Berlin zu stimmen. Handy orten von Dissidenten? Sind wir natürlich dafür!

Auch wenn diese Reaktionäre sich nun unter dem Mantel „Linke“ verstecken, sie haben ihre Lektionen gelernt und nicht vergessen: Der Feind steht links! Als damals die Stasi-Akten entdeckt wurden und beschlossen wurde, sie zur Nutzung aufzubewahren und unter bestimmten Voraussetzungen offenzulegen, hatte niemand protestiert, weil man die damals Verfolgten damit erneut zur Bespitzelung freigeben könnte. Es war so selbstverständlich, dass es nicht einmal ausdrücklich erwähnt wurde, dass Opferakten selbstverständlich nicht gegen die Opfer verwendet werden dürfen, um sie ein zweites Mal zum Opfer zu machen.

Doch Frau Birthler weiss, was ihre staatsbürgerliche Pflicht ist: Linke müssen ausgehorcht und bekämpft werden, damals in der DDR und heute in der BRD. Welche Offenbarung!

So lernen wir schliesslich und endlich noch, wie sich Frau Birthler und Herr Honecker letztendlich die Hände reichen. Die gemäßigte DDR-Dissidentin, die in der evangelischen Kirche arbeitete und damit selbst unter Überwachung stand, später eine der wichtigen Figuren im „Bündnis 90“, das dann von den „Grünen“ vereinnahmt wurde, ist heute eine folgsame reaktionäre Schergin gegen andere DDR-Dissidenten und lieferte bereitwillig innerhalb von 4 Tagen die Akten aus, die ihr eigentlich zu treuen Händen übergeben worden waren und nicht zur Freigabe zur erneuten Verfolgung. Hiermit ernennen wir Frau Birthler zum größten DDR-Wendehals!

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Islamophobie – Deutschland im Wahn – Islam-feindliche Medien – Teil 3

Michael Schulze von Glaßer – Die in allen Teilen der Gesellschaft zunehmende Islamophobie hat neben der Anti-Islam-Partei Pro-Deutschland auch einseitig gegen den Islam hetzende Medien hervorgebracht. Noch halten sich die meisten großen deutschen Tageszeitungen mit Positionierungen zum Thema „Islam“ zurück.

Die Antideutsche Zeitung „Bahamas“ erscheint nur dreimal jährlich und zudem nur in sehr geringer Auflage. Bei den neuen Medien des so genannten Web 2.0 sieht es schon anders aus. Hier ist „Politically Incorrect“ eine Speerspitze im Kampf gegen den Islam. Verantwortlich für das Webblog ist Stefan Herre, ein Kölner Grundschullehrer der mittlerweile in Bergisch-Gladbach wohnt. Herre: „Ich bin katholisch und stehe zu meiner Religion, aber ich bin kein Fundamentalist”

Wirklich nicht?

Stefan Herres Internetblog bezieht klar Stellung: Unter dem Banner der Website prangen unter anderem die Worte „Proamerikanisch; Proisraelisch; Gegen die Islamisierung Europas“ – wie könnte Herre auch nur christlich fundamentalistisch sein, wenn er sich für einen zumeist von Juden bewohnten Staat einsetzt? – Vielleicht würde er sich als jüdisch-christlich fundamentalistisch bezeichnen. Herre fabriziert ein klassisches Schwarz/weiß-Denken.


Das Brandenburger-Tor stellvertretend für Deutschland, darüber in der finsteren Nacht – was stilistisch immer für etwas negatives steht – der Halbmond mit dem fünfzackigen Stern als Zeichen des Islam. Dunkle Wolken verschleiern das Symbol wie in einem Horror-Film. Die Ausgabe 13/2007 des Wochenmagazins DER SPIEGEL beschäftigt sich mit dem Thema „Islamisierung“. Das provozierende Titelblatt hat einen Hang zum Islamfeindlichen. Trotzdem kann DER SPIEGEL nicht als islamophob bezeichnet werden. Auch die Artikel in der Ausgabe sind differenzierter als das Titelblatt.

Die „Guten“, dass sind die USA, Israel, die Springer-Zeitungen BILD und WELT so wie die CDU und CSU, die Herre auch auf seiner privaten Homepage verlinkt hat, was jedoch paradox ist da sein Blog „Politically Incorrect“ auch den Untertitel „Gegen den Mainstream“ trägt und was könnte mehr Mainstream sein als die regierende Partei und die auflagenstärkste Tageszeitung? Die „Bösen“, das sind besonders politisch linke Menschen und Kritiker des US-amerikanischen Präsidenten, die in dem Blog als so genannten „Gutmenschen“ bezeichnet werden.

Als George W. Bush im Februar 2005 Mainz besuchte, trommelte Herre rund 20 Menschen zu einer Pro-US-amerikanischen Kundgebung zusammen, um den Präsidenten zu „unterstützen“, so Herre im Gespräch mit dem WDR. Nebenbei warb Herre während der Aktion für seinen Blog „Politically Incorrect“.

Unter der Rubrik „Leitlinie“ fasst Herre den Grund zusammen warum er den Blog „Politically Incorrect“ gegründet hat und gibt dabei sein und das Weltbild der anderen Autoren preis. Die „politische Korrektheit und das Gutmenschentum“ seien der Grund für inoffizielle Selbstzensur und verkürzte Nachrichten und verfälschte Informationen, fangen die Leitlinien mit einem Paukenschlag an.

Um „Tabuthemen“ – damit ist wohl der Islam gemeint – aufzugreifen, die „dem subtilen Diktat der politischen Korrektheit“ widersprechen, wurde „PI“ gegründet. Wird in den Medien das Thema „Islam“ und damit verbundene Probleme in Deutschland bewusst nicht angesprochen? Noch am 23.Oktober 2007 sendete das ZDF unter dem Titel „Terrorziel Deutschland – Tödlicher Wettlauf zwischen Ermittlern und Fanatikern“ eine Dokumentation, die sich mit radikalem Islamismus in Deutschland beschäftigte. Auch das ZDF-Magazin „Berlin direkt“ beschäftigte sich am 4. November 2007 ausgiebig mit dem Thema Islam und besonders mit der Problematik um den Neubau von Moscheen in Deutschland.

Die Sendung ist eine von vielen in der ZDF-Themenwoche „Integration“, die sich besonders mit dem Islam beschäftigt hat. Durch den drohenden Iran-Krieg, den Konflikten im Irak und in Afghanistan wird fast täglich über die Lage vor Ort und das Thema „Islam“ berichtet – von Zurückhaltung kann keine Rede sein.

Der nächste Abschnitt der „Politically Incorrect“-Leitlinien befasst sich mit „Israel“ und den „USA“. Westlichen Medien wird vorgeworfen, dass „andere moralische Bewertungsmaßstäbe an Israel gelegt werden“ als an die arabisch-islamischen Staaten. Außerdem sollen westliche Medien allzu oft „willig“ von arabischer Propaganda und Fälschungen beeinflusst werden – eine ungeheure Behauptung, die an Verschwörung grenzt: Sind die Medien in islamitischer Hand?

Des Weiteren bemängelt „PI“ die negative Darstellung Israels und die positive Darstellung der arabischen Diktaturen in den westlichen Medien, diese „Umkehr der Täter-Opfer-Rolle“ stimme mit den „Tatsachen“ nicht „überein“.

Es stimmt, dass Israel beispielsweise beim Krieg gegen die Hisbollah im Libanon scharf kritisiert wurde, doch stellten die Medien die Existenz Israels und die Verbrechen der Hisbollah nie in Frage. Auch wird die palästinensische Terrororganisation Hamas und die Methoden, wie neue Selbstmordattentäter rekrutiert werden, von den Medien nicht verharmlost. Legitime Kritik an Israel muss ebenso wie an allen anderen Staaten möglich sein.

Im weiteren Verlauf wird die „Anti-Haltung“ gegenüber den USA kritisiert. Diese solle „mit demselben Maßstab gemessen werden wie jede andere Nation“, so „PI“.

Dass die heutige Gesellschaft in Deutschland eine Tendenz zum Antiamerikanismus beziehungsweise zur Kritik an den USA hat, ist nicht von der Hand zu weisen und kann durch Umfragen gestützt werden. So sehen laut einer Forsa-Umfrage vom Frühjahr 2007, die der STERN in Auftrag gab, 49 Prozent der Befragten in den USA eine größere Bedrohung für den Weltfrieden als im Iran (31 Prozent). Trotzdem kommt die Kritik an den USA nicht von ungefähr.

Es bestreitet wohl niemand, dass beispielsweise der Iran die Menschenrechte nicht einhält, doch umso erschütternder ist es, wenn die USA – von denen die meisten Menschen wohl besseres gewohnt sind – absichtlich gegen die Menschenrechte verstoßen wie beispielsweise im US-Gefangenenlager „Guantanamo“ auf Kuba. Es ist nur logisch, dass sich Menschen darüber empören, wenn die USA Kriege mit der Begründung, die Menschenrechte wahren zu müssen, führen und sie gleichzeitig selbst missachten. Auch hier muss legitime Kritik erlaubt sein.

Im dritten Abschnitt befasst sich „PI“ mit „Grundgesetz und Menschenrechten“. Hier wird die „Ideologie des Multikulturalismus“ für eine schleichende Aushöhlung des Menschenrechts und der Grundgesetze so wie für die fortschreitende Überwachung durch den Staat verantwortlich gemacht.

Es wird behauptet, dass „in Deutschland flächendeckend schwere Menschenrechtsverletzungen aufgrund der Befolgung islamischer Gesetze und Ethik bereits zum Alltag geworden sind“ und die Medien dies vertuschen – pure Verschwörung. Es wird von Verbrechen geredet, deren Existenz niemand beweisen kann. Von Vertuschung durch die Medien kann auch keine Rede sein.

Wer beispielsweise das Wort „Ehrenmord“ – ein grausames Verbrechen, das vor allem von Muslimen begangen wird – bei Google-News eingibt, erhält zahlreiche und brandaktuelle Ergebnisse (Bei der Eingabe des Wortes „Ehrenmord“ bei Google-News am Abend des 27. Oktober 2007 sind allein für den Zeitraum Oktober 63 News-Einträge mit dem Thema zu finden). Dass sich auch Justiz und Politik der „Multikulturellen-Ideologie“ unterworfen haben, ist sicherlich schlicht gelogen, wie unter anderem das Urteil im so genannten „Münchener-Ehrenmord-Prozess“ Mitte Oktober 2007 zeigte: Ein 36-jähriger Iraker hatte seine 24-jährige Ex-Frau vor den Augen der gemeinsamen Kinder getötet und bekam dafür eine lebenslange Haftstrafe ohne die Aussicht auf vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren. Auch die CDU äußerte sich positiv zu dem Urteil, als „klares Zeichen der Ächtung von Gewalt gegen Frauen“.


Der vierte Abschnitt der „Leitlinien“ des Webblogs „Politically Incorrect“ steht unter der Überschrift „Gegen die Islamisierung Europas“ und spricht von einer „islamische[n] Indoktrination“ Europas.

„Tausende von Moscheen“ seien der Ausgangpunkt für massive Menschenrechtsverletzungen so „PI“. Zweifel sollte an diesem Satz schon beim ersten Wort anfangen. Moslems sind eine Minderheit in Europa. Da der Islam – nicht wie im Christentum – keine „Kirchen“ – wie bei den Christen beispielsweise „Römisch-katholisch“ und „evangelisch (protestantisch)“ – hat sind Zahlen meist nur sehr vage. Dies machen schon die sehr unterschiedlichen Schätzungen über Konvertiten in Deutschland deutlich. Trotzdem ist ein Vergleich der Religionen und die Anzahl der Gotteshäuser dieser Religionen möglich um die Behauptung des Webblogs zu hinterfragen.


Die Anzahl der Muslime in Deutschland ist mit 5 Millionen sehr hoch gegriffen, es sollen sich in Deutschland jedoch mindestens 3 Millionen Anhänger des Islam aufhalten, nach oben gehen die Schätzungen bis etwa 6 Millionen. Die Zahlen sind teilweise gerundet. Die Angaben in Klammern hinter den islamischen Gotteshäusern sind „Hinterhofmoscheen“, so genannte „echte“-Moscheen gibt es nur rund 159 Mal in Deutschland.

Somit kommen bei den Katholiken etwa 2088 Gläubige auf ein Gotteshaus (Kirche), bei den Protestanten sind es sogar nur 959 Gläubige pro Kirche und bei den Moslems sind es 31446 Gläubige pro „echter“-Moschee beziehungsweise 2000 Gläubige pro Moschee. Werden heute neue (Groß) Moscheen gebaut, schließen meist die „Hinterhofmoscheen“ in der Umgebung wie beispielsweise im Kölner Stadtteil Ehrenfeld – die Zahl der Moscheen wächst also nicht. Die Angaben berücksichtigen nicht die Anzahl von Plätzen je Gotteshaus sprich die Größe der Einrichtungen.

„PI“ hat Recht, wenn es von „Tausenden Moscheen“ in Europa spricht. Allerdings kann dies nicht direkt als Bedrohung oder gar „Indoktrination“ ausgelegt werden, da andere Glaubensgemeinschaften weit besser ausgerüstet sind, wie das Beispiel Deutschland zeigt. In Frankreich sieht das Bild ähnlich aus. Die Hinterhofmoscheen weichen mittlerweile „echten“-Moscheen, was den Eindruck eines sich ausbreitenden Islam erweckt.

Dass „Politically Incorrect“ „den Islam in erster Linie nicht als eine Religion, sondern als ein Gesellschaftssystem, das sich religiös legitimiert“ sieht, ist keine Überraschung. Was dann jedoch am Ende der Leitlinien geschrieben steht, ist an Verschwörungstheorie kaum mehr zu überbieten. Ein paar Auszüge:
„Für uns im Westen ist es bereits soweit, dass sich Europa zunehmend islamischen Standards angleichen muss. Die pro-islamische Selbstzensur unserer Medien ist ein offensichtlicher Beleg dafür, dass man in den Redaktionen offenbar dem Glauben anhängt, es könne mit dem Islam nur dann ein „friedliches“ Zusammenleben geben, wenn wir uns den islamischen Interessen unterwerfen.

Wir stellen uns gegen diese Islamisierung Deutschlands und den damit einhergehenden Verlust unserer durch das Grundgesetz gesicherten Grundrechte. Als Blogger sehen wir uns in der Pflicht, die schleichenden Islamisierung dadurch zu verhindern, dass wir von den Mainstream-Medien unterdrückten Informationen über den realexistierenden Islam in Deutschland und auf der ganzen Welt verbreiten.

Wir tun dies auch deshalb so nachdrücklich auf PI, weil wir fürchten, dass uns nicht mehr allzuviel Zeit dafür bleibt. Wir alle sehen Tag für Tag, wie mit dem Machtzuwachs islamischer Interessensgruppen und deren westlicher Gehilfen bereits jetzt schrittweise Einschränkungen zugunsten eines pro-islamischen Umbaus unserer Gesellschaft einhergehen. […]Die Ausbreitung des Islam bedeutet folglich, dass unsere Nachkommen – und wahrscheinlich schon wir selbst – aufgrund der kulturellen Expansion und der demographischen Entwicklung in zwei, drei Jahrzehnten in einer weitgehend islamisch geprägten Gesellschaftsordnung leben müssen, die sich an der Scharia und dem Koran orientiert und nicht mehr am Grundgesetz und an den Menschenrechten. […]“

Die Autoren des Blogs „Politically Incorrect“ scheinen sich in eine Islamophobie hineingesteigert zu haben. Es ist wahr, dass der Islam in Deutschland immer mehr Anhänger findet, dennoch wird er laut neuesten Erhebungen auch noch in Jahrzehnten eine Minderheit sein. Eine pro-islamische Selbstzensur der Medien ist angesichts von Mohammed-Karikaturen, die noch nach Beginn der heftigen Proteste in deutschen Zeitungen wie der WELT, die alle 12 Karikaturen zeigte, abgedruckt wurden schlicht falsch. Nicht nur die WELT, sondern auch andere große deutsche Zeitungen wie die FAZ, der Tagesspiegel, Die Zeit und auch die taz druckten die Karikaturen trotz Protests.

So klar sich „PI“ positioniert so einseitig sind auch die Artikel, die in dem Blog erscheinen. Akribisch werden alle Verbrechen, die von Menschen islamischen Glaubens in Deutschland begangen wurden, aufgelistet und skandalisiert. Die Nationalität weicht in den Artikeln meist der Religionszugehörigkeit, so wird weniger gegen Türken, als viel mehr gegen Menschen islamischen Glaubens gewettert, was sich vor allem darin ausdrückt, dass nicht mehr von „Kanaken“ sondern von „Musels“ (Jargon: „Muslime“) die Rede ist.


Ausschnitt eines „PI“-Artikels. Natürlich verüben auch Menschen islamischen Glaubens Gewalttaten und Verbrechen, doch die Behauptung, ein „islamistischen Hintergrund“ sei Grundlage solcher Taten, ist plumpe Propaganda.

Im Blog wird permanent gegen Menschen islamischen Glaubens gehetzt. Der Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz wird als „Rübezahl“ verhöhnt und verspottet. Auch der Grünen-Politiker Volker Beck steht im Kreuzfeuer von „PI“ oder besser deren Leserschaft. So kommentiert ein PI-Leser eine Schellte der katholischen Kirche gegen Beck mit den Worten:

„Richtig so! Aber, mich wundert warum dieser pädophile Kinderschänder denn Musles dauernt hilft, Schwule würden doch als erstes umgebracht werden?“

Solche unsachlichen Kommentare werden von der „PI“-Redaktion oft nicht gelöscht, kommentiert oder zurückgewiesen. Schwulen werden – wie der Bildblog Initiator Stefan Niggemeier kürzlich in einem sehr guten Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung schrieb – von „PI“ „nicht dafür gehasst, dass sie schwul sind“ sonder „dafür gehasst, dass sie auf diesen ganzen Multikultischwindel hereinfallen und nicht merken, dass sie an vorderster Front gegen die angeblich fortschreitende Islamisierung Europas kämpfen müssten, weil sie zu den Ersten gehören würden, die dafür nicht nur mit ihrer Freiheit, sondern im Zweifel mit dem Leben bezahlten.

Man hasst Homosexuelle quasi zu ihrem eigenen Besten“. Auch gegen die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, wurde gehetzt: „Kann vielleicht irgendjemand diese verlogene Hisbollah-Unterstützerin stoppen?“, fragte die Redaktion von „PI“. Ein Aufruf, um Roth mundtot zu machen?

Einige Journalisten und Blogger beschäftigen sich schon lange mit „Politically Incorrect“. Beispielsweise wird im Blog „word2go“ eine zweimonatige Analyse von „PI“-Artikeln präsentiert, bei der herauskam, dass der Tatbestand des §130 – Volksverhetzung – des Strafgesetzbuches bei „PI“ sehr wohl gegeben ist. So werden böswillige Verdächtigungen aller Muslime bei „PI“ in den Raum gestellt und allen Muslimen eine Mitschuld an Terroranschlägen gegeben. Wer sich für ein Zusammenleben der Kulturen und eine Multikulturelle Gesellschaft einmischt, wird von der Meute der „PI“-Kommentatoren zerrissen – als „Terroristenversteher“ oder „Dihimmi“ beschimpft oder bekommt einen ganzen Berg voll unsachlicher Beleidigungen an den Kopf geworfen, wie beispielsweise Stefan Niggemeier nach seinem FAS-Artikel.

Die meiste Hetze richtet sich natürlich gegen den Islam und gegen Moslems selbst. Hier ein paar der übelsten Kommentare, die unter „PI“-Artikel zu finden sind jedoch heute gelöscht wurden:

Kommentar zum auf „Politically Incorrect“ erschienenen Artikel „Moschee Hausen: Entsetzen über fehlende Nazis“:
#12 Karolinger (20. Sep 2007 23:43)

Ich rufe zum bewaffneten Kampf gegen den Islam auf. Das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig. Die Generäle der Bundeswehr rufe ich auf uns hierbei zu unterstützen. Notfalls müssen wir Artikel 20 GG anwenden und die jetzige Regierung stürzen um unsere Demokratie zu schützen.

Kommentar zum auf „Politically Incorrect“ erschienenen Artikel „In Hausen weht jetzt die Fahne des Irans“:
#50 norabia (22. Sep 2007 20:22)

Also, das sieht doch ganz danach aus, als ob der Hausener Bub mit einigen Kumpels bei Nacht und Nebel ein wenig “mit der Wurzelübrste beigeht”, wie meine Mama – Gott hab’ sie selig! – gesagt hat, wenn’s ans Großreinemachen ging. Es wird allerhöchste Zeit in Hausen eine Sau durchs Dorf zu treiben. Es müssen sich ein paar aufrechte Jungens – und dem Abendland treue Mädels – finden, die den Musels vor Ort zeigen, wer in Deutschland das Sagen hat. So eine Bürgerwehr für Europa wäre ein Akt der kulturellen Notwehr. Es reicht mit der verdammten Islamisierung unserer öffentlichen Räume. Es reicht wirklich!

Kommentar zum auf „Politically Incorrect“ erschienenen Artikel „BGH: Aufruf zum Dschihad künftig straffrei“:
#66 bavarian (25. Mai 2007 23:31)

Wir sollten die Kreuzüge schnellstmöglich zu Ende führen! Die Zeit zu Reden ist vorbei.

Wer sich einmal kritisch zu „PI“ äußert, muss mit einer Flut von beleidigenden E-Mails und Postings rechnen. Wie wird es bei diesem Artikel sein?

Doch in welches Spektrum gehören die Leserinnen und Leser und die Schreiber der „PI“-Kommentare? Einige Kommentare weisen auf einen Rechtsextremen, weil schlicht Ausländer feindlichen Hintergrund. Andere scheinen aus der Mitte der Gesellschaft zu stammen – dort wo „PI“ und seine Autoren selber herstammen. Mit (Neo-)Nazis will der Blog nichts zutun haben und auch nicht in die Ecke der NPD gestellt werden. Wer will das schon. Die Hetze gegen den Islam kommt – nicht nur bei „PI“ – aus der Mitte der Gesellschaft.

Wer nun noch glaubt „Politically Incorrect“ sei nicht islamophob, dem sei gesagt, dass „PI“ sogar stolz auf ihre Phobie ist: „Islamophobic and proud of it“ steht auf den T-Shirts, Buttons und Tassen, die „PI“ im Online-Shop verkauft werden, geschrieben. Islamophobie scheint bei den Betreibern und Autoren des Blogs eine Grundeinstellung zu sein, die ohne sich zu schämen zum Ausdruck gebracht werden muss.


Screenshot vom Online-Shop des Webblogs „Politically Incorrect“ dessen Islamophobie nicht geleugnet werden kann.

Wissen die Menschen, die hinter „PI“ stehen, überhaupt was eine Phobie ist?

Phobien werden allgemein als krankhafte, das heißt unbegründete und anhaltende Angst, definiert. Phobien äußern sich im übermäßigen, unangemessenen Wunsch, den Anlass der Angst zu vermeiden. Sind die im „PI“ Online-Shop verkauften Waren also das Eingeständnis dafür krank zu sein?


Original und Fälschung: Ein relativ bekanntes Symbol aus der linken Anti-Atomkraft Bewegung (links) wurde von dem Webblog „PI“ für seine Zwecke missbraucht und umgestaltet (rechts). „Dhimmi“ ist mittlerweile zu einem Schimpfwort für Moslems und nicht-Moslems die sich beispielsweise gegen immer mehr Islamophobie wehren avanciert. „PI“ verkauft das „missbrauchte“ Symbol auf Kleidungsstücken.

Der Blog „Politically Incorrect“ ist der Inbegriff von Islamophobie in den Internet-Medien. Glücklicherweise haben sich noch keine großen Medienherausgeber ähnlich wie „PI“ positioniert. Dennoch darf die Reichweite des Blogs nicht unterschätzt werden, denn im Schnitt besuchen den Blog nach Angaben von „PI“ täglich rund 20.000 Internetnutzer. Der Erfolg des Blogs ist besonders deswegen interessant, weil der Extremismus aus der gesellschaftlichen Mitte und beispielsweise nicht vom äußeren rechten Rand ausgeht – wie bei den Ex-NPDlern der Pro-Bewegung.

Einigen Autoren des Blogs sollen Verbindungen zur Pro-Bewegung nachgesagt werden, was nicht verwundern würde – Islamophobe unter sich. Gerade beim ehemals in Köln wohnenden Initiator von „PI“, Stefan Herre, liegt eine Verbindung zu Pro Köln – der ersten Organisation der Pro-Bewegung – natürlich nahe. Bewiesen werden konnte eine Verbindung zwischen „PI“ und der Pro-Bewegung jedoch noch nicht.

Der Webblog „Politically Incorrect“ ist die mediale Speerspitze der Islamophoben in Deutschland. Dennoch schüren besonders nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auch die Mainstream-Medien Angst und verbreiten das Bild vom bösen arabisch aussehenden Mann mit schwarzem Bart. Den Medien – die jede angebliche Terror-Botschaft bereitwillig ausstrahlen – schürten die Terrorhysterie, dazu war es egal ob es nun islamisitischer Terror oder deutscher RAF-Terror war. Daher können die deutschen Massenmedien eher als Terror-hysterisch denn als islamophob bezeichnet werden. Die Terrorhysterie führt jedoch in Zeiten, in denen der Terror oftmals von militanten Islamisten ausgeht, zu einer Abneigung gegenüber dem Islam und auch zu Islamophobie.

Teil 1: Islamophobie – Deutschland im Wahn
Teil 2: Islamophobie – Deutschland im Wahn – Chaos lechts und rinks
Teil 3: Islamophobie – Deutschland im Wahn – Islam-feindliche Medien
Teil 4: Islamophobie – Deutschland im Wahn – Islam und Islamismus

Rückblick: Eine Welt wütender Fanatiker

vermischtes

Dershowitz throws a tantrum, but still endorses the use of torture…

Larisa Alexandrovna – On Dershowitz‘ hit piece on me, I have decided to write a rebuttal instead. Here it is and cross-posted there. I wrote this in one sitting, without editing, so let me know if you find errors:

Your column, sir, entitled Torture, Accountability, and Name Calling assumes a great deal and says very little in the way of clarifying your comments about the use of torture.

You title your post „name calling“ and you begin it with just that, by claiming that my November 11 post discussing your comments is an illustration of how „some blogs endanger rational discourse and substitute-name calling for serious debate about controversial issues.“ I did not realize I had endangered serious debate by discussing your moral ambiguity on the topic of torture.

You state, again, and I assume for the record (because why would you otherwise continue reminding us of how fixed your moral position is?) that you are „personally opposed to the use of torture.“ Yet the implied „but“ that follows as you examine the mechanics of torture and how useful these brutal tactics have been in the past, brings into question your claimed fixed moral stance on the issue.

The moral argument cannot be qualified by providing support of the workable results for the thing that you find immoral to begin with. In other words, I cannot argue that murder is immoral, but then also state in the same argument that in some cases, the best way to kill someone would be to shoot them. You are confusing two separate arguments and by doing so, muddying your own position on the issue.

The question is simple: is torture moral or immoral? There is no room in this discussion for its viability as a weapon of information gathering. The question is not „does it work,“ because even if it does work, it is still immoral. It may work and it may not work, but it does not change the basic moral question. So when you say you are „personally opposed to the use of torture,“ you have already stated your moral position. You have already established where the line cannot be crossed. Why then, is it relevant, or even necessary to argue that torture has been an effective method in the past? Do you not see that you have created this ambiguity?

You then go on to say the following:
Alexandrovna distorts this factual evidence into an „endorse[ment]“ of torture as moral matter, despite my clear statement of my personal opposition to the use of torture. She then begins her name calling, analogizing me to „monsters“, „a multinational crime syndicate“, „political parasites“, and „political prostitutes.“ Going even further she blames me for the increase of anti-Semitism around the world and challenges my commitment to Jewish values. These ad hominem attacks distort my position and that of President Clinton and Senator John McCain. I am against torture on moral grounds despite the empirical evidence that may sometimes produce life-saving and self-proving information.

And you claim that my original piece did not link to your WSJ article. That is a lie, sir, a blatant lie. Let’s examine what I actually said about you (note the big blue underline, that is a link to your original piece):

Take for example the latest Alan Dershowitz column in the Wall Street Journal. Aside from getting the new meme on Mukasey about how the Democrats are beholden to MoveOn.org – echoed by meister Rove, President Bush, Dick Cheney, and the right wing propaganda machine as if one ring ruled them all – Dershowitz actually writes this:

„There are some who claim that torture is a nonissue because it never works–it only produces false information. This is simply not true, as evidenced by the many decent members of the French Resistance who, under Nazi torture, disclosed the locations of their closest friends and relatives.“

This statement defies logic. Even if in some instances Nazi tactics worked, why would anyone endorse them for any reason, especially a Jewish man? Dershowitz, and others like him – Joe Lieberman, et al – do not speak for Jews, nor do they speak for Israel. In fact, the far right regime that has co-opted Israel and the US both is not representative of Judaism or Christianity for that matter. Whatever or whomever it is they represent, it is not the Israeli people or the American people. It is as though a multi-national organized crime syndicate has taken over both countries and is using the cover of religion as a shield against criticism.

I don’t distort what you said. I actually cite it verbatim including a link to where you say it. Do you not see how what you wrote can be read as supportive of torture methods? You say that I have called you names. Did I call you names? No. Did I react to your statement on the moral argument? Absolutely! If you cannot see that what you wrote offended me, a Jew, and is likely offensive to other Jews, then I think you have most certainly lost your moral compass.

Read all @ At-Largely

Krieg

Musharraf shuts down Geo TV

Hamid Mir – Geo News, Pakistan’s premier Urdu news channel, also seen round the world as the main source of news and current affairs, was shut down at 1 a.m. Pakistan time (12 midnight Dubai time) after President Pervez Musharraf put tremendous pressure to silence a media outlet which had refused to bow down to his dictates.

Sources said President Pervez Musharraf himself intervened to stop all Geo News transmissions from Dubai, after a two-week standoff in Pakistan during which all major news channels were shut down by cable operators, who are directly controlled by the Pakistani authorities.

The closure of the Geo News was universally condemned by almost every political party and member of the civil society minutes before the anchors, almost in tears, signed off.


Shocked Hamid Mir’s initial testimonial report

PML-N leader Mian Nawaz Sharif told Dr. Shahid Masood on telephone from London it was a tragic moment in Pakistan’s history as the Musharraf regime was bent upon destroying every symbol of free speech and democracy in the country.

Makhdoon Amin Faheem, the PPP Vice Chairman, told the Geo News in its dying moments that it would be a tragedy for the country and democracy if Geo went off the air, which it did minutes later.

Lt. General Talat Masood, former Chief Justice Saeeduzzaman Siddiqi and many others representing the civil society, who used to regularly appear in Geo talk shows, expressed shock and disgust at the decision to shut down Geo News.

Popular news anchors came on Geo News around midnight Pakistan time to announce that the channel had been ordered to go off the air as result of the continued deadlock between the Pakistani authorities and the media channels, following the imposition of emergency in the country.

In Pakistan, all Geo channels were blocked by the military regime after the imposition of the emergency but on Friday two main channels, Dawn News and AAJ were back on air, with AAJ announcing that its two most popular talks shows, hosted by Talat Hussain, Nusrat Javeed and Mushtaq Minhas, were suspended temporarily.

The Geo News was shut down because it had refused to budge. After six years of objective and highly-professional telecasts, which earned the channel the honour of being the most popular TV channel, the Government of Pakistan put it off the air on Nov 4 after emergency was imposed.

The Geo News was under pressure from the day one. The government tried to bring it down but the channel became a household name in Pakistan and abroad and was declared by international observers as the most seen TV channel.

Its role in the judicial crisis which started on March 9, when the President filed a reference against the Chief Justice, was highly applauded, both domestically and internationally.

Geo kept the whole world informed about the developments regarding the events unfolding during the struggle of people of Pakistan for restoration of dignity of the judiciary through its objective reporting by giving all points of view. The programmes, talk shows and commentaries produced by Geo created an impact and awareness among the people.

Sources said the government first asked the Geo administration to stop the most popular programmes of popular TV hosts Dr. Shahid Masood, Hamid Mir and Kamran Khan without offering any tangible reason why they should be stopped.

After the success of the Chief Justice campaign all private news channels were banned from telecasting live programmes and filming outside the studios.

The media protested against the move and the government had to accept its demands. The shows were allowed to continue but live coverage was banned.

In the meanwhile General Pervez Musharraf kept on resorting to pressure tactics and the Geo channels revenue sources were targeted.

Under his orders, all government advertisements were not only stopped but other commercial advertisers were also pressurized not to give business to Geo. The channel withstood all the pressures and suffered huge losses. A statement submitted in the Sindh High Court on Friday said almost Rs 1 billion was lost by the channel.

After the emergency, General Musharraf banned Geo and other channels inside Pakistan. Geo withstood the pressure and refused to sign on the dotted line.

The sources pointed out that the government under General Pervez Musharraf enhanced its pressure on the media to regulate itself under the command of the administration after the clamping of emergency.

The media was strangulated through an ordinance that placed restrictions on its freedom that had no precedent. It was virtually made impossible to carry on free journalism in the country in the presence of the said ordinance.

A so-called code of conduct was thrust upon the media to follow without any consultations with the journalist community. Private channels were asked to sign an undertaking that would have made the channels subservient to the authorities.

This was done after suspending all private channels of the country and the channel administrations were asked to accept the conditions and sign the document of undertaking.

They were told to accept provisional licenses instead of the permanent ones they had. The earlier licenses were cancelled through the same order. The sources said that General Pervez Musharraf asked the channels to stop their current affairs programmes which were not acceptable to him and demanded that anchorpersons should be fired.

The channels which signed the document were restored on the cable. Some channels accepted the official advice while others refused to follow. Geo declined to oblige General pervez Musharraf as the demands included cooperation on all points which the new caretaker government would bring up.

It was demanded that Geo should stop the objectionable current affairs programmes and toe the official line. The authorities wanted that the channel should cooperate with President General Pervez Musharraf.

The channel was further asked to submit all its programmes for monitoring by government officials as no programme without clearance would not be aired.

The sources said that Geo was first forbidden in Pakistan through cable operators and then pressure was mounted through the authorities concerned of the country from where it was being aired.

The channel was being seen at some places in the country through dish antennas and internet but the government’s technical experts first tried to stop it on the internet and then a ban was placed on the import of dish antenna and relevant equipment used for receiving direct satellite signals.

The authorities in the host country had to ask the Geo News to stop its telecast from their up-linking station under excruciating pressure coming from the Government of Pakistan without considering its long-term adverse impact on the image of the host country.

The authorities concerned while conveying the message of the Pakistan Government to close down the channel, ridiculed the decision as they had no experience of facing such a demand which was contrary to all norms of decency and business in the modern time business culture, the sources revealed.

At 1 am PST, Geo’s voice was silenced by General Pervez Musharraf as its anchors, almost in tears, bid farewell to its viewers throughout the world.

Hamid Mir, the author of this article, is a top Pakistani reporter, head of the Geo TV Bureau in Islamabad. He has won a world-wide acclaim for his interviews with Osama bin Laden and Dr. Ayman al-Zawahiri, before and following 9/11. His new book about OBL is due to appear in Britain, later this year.

Journalists resent news channels blackout
Reporters without borders

This article was published at Canada Free Press

spionage

Makaber: Multimillionär bot WTC-Flugzeug zum Verkauf an

World Content News – Folgende Anzeige im Internet sorgte letzte Woche für Furore:
For sale: Boeing 767-200ER, Seriennummer 22332, Baujahr 1987.
Diese Beschreibung einschließlich Triebwerksausrüstung, Farbe und Innenaustattung war vollkommen identisch mit den Daten des Flugzeugs der American Airlines (Flight Eleven), das am 11. September 2001 um 8:46 Uhr Ortszeit in den Nordturm des World Trade Centers einschlug. Für kurze Zeit standen auch Beobachtern die Haare zu Berge, die ansonsten mit Verschwörungstheorien nicht so viel am Hut haben.

Schließlich war dies die einzige Sequenz in den Abläufen der Geschehnisse, die eindeutig durch verschiedene Videoaufnahmen belegt ist und auch von sogenannten „Truthern“ (Menschen, die an der offiziellen Version der Geschehnisse ihre durchaus berechtigen Zweifel haben) überwiegend als Fakt anerkannt wird. Die Konfusion war schnell perfekt: Plötzlich schwebte wieder der Geist Mohammed Attas über den Trümmern des WTC. Was war denn nun gefaked – die Details über die Anschläge oder die Internet-Verkaufsofferte?


Simulation: Serien-Nr. 22332 kurz vor dem Einschlag in den Nordturm

Auf Nachfragen beim Anbieter des Geister-Flugzeugs behauptete der Inserent, er hätte sich wohl bei der Seriennummer vertippt. Sehr viele Möglichkeiten blieben ihm allerdings nicht, insgesamt gibt es nur noch sechs dieser Flugzeuge auf dem Markt, deren Baujahr und Triebwerke mit den Daten der angebotenen Maschine übereinstimmen.

„My applogy it is 22330 not 22332 !“ mailte der Unglücksrabe Ronnie Chowdry von der erst kürzlich gegründeten Firma Atlas Aviation LLC auf das Nachbohren des Entdeckers des Mysteriums hin, der sich bei Chowdry als interessierter Käufer ausgab.

Anschließende Recherchen ergaben: Tatsächlich steht seit über einem Jahr auf dem internationalen Flughafen von Los Angeles eine Boeing 767-200ER mit der Seriennummer 22330. Großes Aufatmen bei der 9-11-Internet Community, auch wenn vorerst noch Restzweifel bleiben. Diese Boeing ist silberfarben, nicht weiß, wie in der Offerte beschrieben. Von den angeblich neuen Triebwerken war auch Ende Oktober noch keine Spur, im Angebot dagegen stand, das Flugzeug wäre bereits seit September verfügbar. Und ein klitzekleiner Haken war auch noch dabei:


Foto Seriennummer 22330 (2006): „Es gab eine laute Explosion“
Diese Boeing wurde von dem Besitzer American Airlines nach einem Triebwerksbrand bereits vollständig abgeschrieben. Die Flugsicherheitsbehörden vermerkten in ihrem Bericht: „The engine caught fire and the plane sustained significant damage to the left wing, fuselage, and tail section.“ Also eigentlich ein Totalschaden.


Foto: Seriennummer 22330 nach dem Brand mit lädierter Tragfläche

Wenn es sich am Ende tatsächlich um dieses Flugzeug handeln sollte, darf man getrost annehmen, dass der Verkäufer sich eher nicht vertippt hat, sondern damit verschleiern wollte, was er denn den Interessenten gerne angedreht hätte. Angesichts solcher Bilder hätte wohl jeder Käufer gerne verzichtet, dafür 33 Mio. Dollar zu investieren. Bislang sah der Anbieter sich jedenfalls nicht genötigt, sein Internet-Angebot entsprechend zu korrigieren.

Nachdenklich stimmt auch: Dieser Ronnie Chowdry ist nicht irgendein schmieriger Second Hand-Flugzeughändler, sondern schwerreicher Erbe des Gründers der Atlas Air, Michael A. Chowdry, der 2001 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Laut Forbes immerhin im Jahr 2000 einer der reichsten 400 Amerikaner.

Und: Eine Schwestergesellschaft der Atlas Air, die Firma Polar Air Cargo wird im Amnesty-Bericht über die Entführungspraxis der CIA („Below the Radar„) erwähnt. Der frühere Präsident der Polar Air Cargo, Farhood Azima, ist wiederum mit den auch noch heute fleißigen Brüdern Farhad und Farzin Azima verwandt, die in den 80er Jahren im Auftrag der CIA und des exilierten Schahs tonnenweise Raketenteile in den Iran schmuggelten, um die Freilassung der US-Geiseln im Libanon zu erreichen und um den Iran vor einer zeitweilig drohenden Niederlage im Krieg mit dem Irak zu bewahren.

Die Zweifel an der US-Regierungsversion, dass die Attentate des 11. September das alleinige Werk eines religiösen Fanatikers wie Osama Bin Laden gewesen sein sollen, gibt es schon seit langem. Zu viel wird von der Bush-Regierung geheimgehalten, zu widersprüchlich sind die Untersuchungen der FEMA-Kommission. Neben vielen US-Bürgen fordern auch immer mehr Abgeordnete, die Wahrheit endlich auf den Tisch zu legen.

So berichtete der Journalist und NSA-Geheimdienstspezialist Wayne Madsen erst vor kurzem, ein Ex-Kollege von ihm hätte ein geheimes NSA-Dokument (CRITIC) einsehen können, das den gezielten Abschuss der Passagiermaschine Flight 93 über Shanksville bestätigt:
The NSA CRITIC, according to sources who have seen it, is about five or six sentences, and paraphrasically states:
„Two F-16s scrambled from Andrews Air Force Base at [likely 1336 Zulu]. Civilian airline hijacked. Over state of Pennsylvania civilian airliner was „intercepted“ at (Latitude and Longitude of intercept].“
Several follow-up CRITICs are appended to the first United 93-related CRITIC. One follow-up CRITIC mentioned a possible fifth hijacked plane flying south from Canada that was near the Canadian-U.S. border. Another CRITIC states the plane „intercepted“ over Pennsylvania was „confirmed civilian.“

A number of NSA analysts have seen the CRITICs in question and it is well-known within the signals intelligence (SIGINT) community that United 93 was shot down by two U.S. Air Force interceptors on the morning of September 11 over Pennsylvania.
… (Quelle/Abschrift)

Bereits unmittelbar nach den Anschlägen bemängelten Kritiker, der fast senkrechte Einschlagskrater stehe im Widerspruch zu der Version, dass es an Bord einen Kampf gegeben habe, in dessen Folge das Flugzeug führerlos abstürzte. Ob da nun was dran ist oder nicht – die Wahrheit wird wohl noch lange in den Geheimarchiven vor sich hinschmoren.

Wer sich von den zahlreichen Ungereimtheiten über den 9-11 mal ein Bild machen möchte, dem sei die kritische Dokumentation Loose Change empfohlen, entweder die 2nd Edition mit deutschen Untertiteln (1 Std. 21 Min.) oder noch besser die Final Cut – Kino-Version (engl., 2 Std. 10 Min, viele neuen Details).

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

afrika

Zurückgestellter Traum – Biografie des südafrikanischen Staatspräsidenten Thabo Mbeki

Dr. Alexander von Paleske – Rechtzeitig zu der alles entscheidenden Konferenz in Polokwane, dem ehemaligen Pietersburg im nächsten Monat, auf der die Wahl des Präsidenten der Regierungspartei ANC – African National Congress – ansteht, und zu der 3‘500 Delegierte anreisen werden, ist die erste umfassende Biografie Thabo Mbekis erschienen, von Mark Gevisser: „A Dream Deferred“.

Anders als das Jubelbuch des Suresh Roberts – „Fit to govern“ – , das auf Druck des Mbeki-Vertrauten und Staatssekretärs im Präsidentenamt Essop Pahad von einer südafrikanischen Bank finanziert wurde und bestenfalls als Propagandamachwerk bezeichnet werden kann, verbunden mit einer gehörigen Portion von schwarzem Rassismus, bemüht sich Gevisser auf mehr als 800 Seiten Licht auf die Persönlichkeit Thabo Mbekis zu werfen.

Gevisser hat in 8 Jahren den Präsidenten interviewt, aber vor allem Dutzende von Interviews mit politischen Weggefährten Freunden und Gegnern geführt.

Herausgekommen ist eine beachtliche Biografie, die sämtliche Stationen den politischen Lebens Thabo Mbekis umfasst. Und die vor allem versucht, Entscheidungen und Verhaltensweisen des Präsidenten vor dem Hintergrund seiner politischen und persönlichen Erfahrungen verständlich zu machen.

Vor der anstehenden Konferenz in Polokwane reduziert sich allerdings alles auf die Frage, die Ronald Suresh Roberts in seinem Buch glaubt beantwortet haben: Fit to Govern?

Und gerade da lässt die Biografie erhebliche Zweifel aufkommen.

Weiterhin HIV-AIDS-Leugner
Sowohl in der Biografie selbst, aber auch in Interviews nach der Veröffentlichung seines Buches macht Gevisser klar, dass Mbeki nach wie vor den absurden Theorien der HIV-AIDS-Leugner anhängt, die AIDS nicht als Folge der HIV-Infektion ansehen, sondern als Folge von Unterernährung, Medikamentenmissbrauch etc. Und damit die HIV-Infektion verharmlosen und AIDS durch ordentliche Ernährung als vermeidbar darstellen.

Mbeki, auf dringendes Anraten seiner Berater, hält sich mit eigenen Äußerungen zurück, nach dem Interview mit der Washington Post im Jahre 2003, wo er sich dazu verstieg zu behaupten, er kenne niemanden, der an AIDS verstorben sei.

Und so ist es seine Gesundheitsministerin, Alkoholikerin und wegen Diebstahls an Patienten in Botswana vorbestraft, die öffentlich als AIDS-Dissidentin in Erscheinung tritt, aber die volle politische Rückendeckung des Präsidenten hat. Und es ist gleichzeitig seine Achillesferse für die Konferenz in Polokwane, denn es dürfte kaum einen Delegierten geben, in dessen Familie nicht bereits jemand an AIDS erkrankt bzw. an dieser Krankheit verstorben ist.

Und so nimmt es auch nicht Wunder, dass Tokyo Sexwale, der gegen Mbeki antritt, vor einer Woche erklärte: „Nicht einmal ein Tyrann kann mich zwingen zu akzeptieren, dass HIV nicht AIDS zur Folge hat“. Ein Frontalangriff gegen Mbeki und seine Gesundheitsministerin.

Und so bringt der Präsident wieder seinen Schreiber Ronald Suresh Roberts in Stellung, der in einem Leitartikel der größten Tageszeitung Südafrikas, STAR, am 15.11. 2007 in einem Leitartikel verkünden durfte: „Denialist label has no basis“ und damit wahrheitswidrig sich auf Gevisser bezieht. Ein Leitartikel, der nicht einmal den einfachsten Regeln des Journalismus Genüge tut.

Zweifel an der Persönlichkeit
Aber es sind noch andere Ereignisse, die an der Persönlichkeit Mbekis Zweifel wecken. Gevisser weist nach, dass Mbeki seinerzeit den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei im Jahre 1968 begrüßte.

Und schlimmer noch, als sein Vater mit Nelson Mandela und anderen ANC Persönlichkeiten in Robben Island inhaftiert, er aber im Exil in England studierte, da erklärte er gegenüber Freunden, er werde der erste Präsident Südafrikas nach Abschaffung der Apartheid werden. Welch eine Hybris und Fehleinschätzung.

Man möchte meinen, dass Tokyo Sexwale ein besserer Kandidat ist.

afrika

Gehen Botswana die Diamanten aus?

Dr. Alexander von Paleske – Das möchte man glauben, wenn man die Tageszeitung „Die Welt“ vom 3.11. aufschlägt. Der Präsident von Botswana, Festus Mogae, befand sich auf Einladung von Bundespräsident Köhler gerade in Deutschland. Für den Welt-Reporter Knemeyer war dies Grund genug, Botswana die „Afrikanische Krankheit“ anzudichten, nämlich politische Apathie verbunden mit AIDS und Arbeitslosigkeit.

Katastrophen

Heftiges Erdbeben – jetzt zwischen Ecuador und Peru

onlineredaktion – Der Westen des südamerikanischen Kontinents scheint nicht zur Ruhe zu kommen. Nur einen Tag nach dem heftigen Erdbeben in Chile erschütterte ein weiteres Erdbeben nun das Grenzgebiet zwischen Ecuador und Peru. Die US-Erdbebenwarte registrierte am Donnerstagabend gegen 22.12 Uhr (4.12 Uhr MEZ) einen Wert von 6,7. Das Epizentrum des Bebens lag 234 Kilometer südsüdöstlich von Guayaquil. Dort sowie in der Stadt Manta war der Erdstoss deutlich zu spüren. Informationen über Schäden wurden noch nicht verbreitetet. Unklar ist auch, ob sich die Beben weiter nach Norden entlang der Westküsten des südamerikanischen Kontinents verlagern werden und bald auch San Franzisko und Los Angeles zu erreichen. Klar aber ist, dass die pazifische Platte in Bewegung ist. Darauf scheint auch der rumorende Vulkan Kelud in Indonesien zu deuten.

Die Daten:

Region: PERU-ECUADOR BORDER REGION
Geographic coordinates: 2.304S, 77.793W
Magnitude: 6.7 Mw
Depth: 119 km
Universal Time (UTC): 16 Nov 2007 03:12:59
Time near the Epicenter: 15 Nov 2007 22:12:59
Local standard time in your area: 16 Nov 2007 03:12:00

Location with respect to nearby cities:
147 km (91 miles) SE (140 degrees) of Ambato, Ecuador
150 km (93 miles) ENE (64 degrees) of Cuenca, Ecuador
234 km (146 miles) E (92 degrees) of Guayaquil, Ecuador
243 km (151 miles) SSE (161 degrees) of QUITO, Ecuador

Quelle:
National Earthquake Information Center
U.S. Geological Survey
http://neic.usgs.gov

deutschland

Islamophobie – Deutschland im Wahn – Chaos lechts und rinks – Teil 2

Michael Schulze von Glaßer – Die neue religiös-kulturelle Grundsatzdebatte führt sowohl in der politischen Rechten als auch in der Linken zu chaotischen Verhältnissen – nicht zu vergessen ist natürlich auch die selbsternannte politische Mitte, die beim Thema „Islam“ ebenfalls einen Eiertanz aufs Parkett zaubert. Teilweise kommt es zu abstrusen Meinungen und völlig widersprüchlichen Positionen innerhalb der verschiedenen politischen Lager.

In der radikalen linken Szene treten verstärkt so genannte „Antideutsche“ auf den Plan, die zu einer nicht enden wollende Debatte in der Szene führten. Diese so genannten „Antideutschen“ brechen mit traditionellen linken Positionen wie Antimilitarismus (gegen jedes Militär), Antinationalismus (gegen jeden Nationalstaat) und einer eher modernen Linken-Kritik an den USA. Die ganze Bewegung entsprang aus der extremen Ablehnung des Faschismus und Neonazismus.

Natürlich sind alle Linken gegen Rechtsextremismus, doch die „Antideutschen“ leiteten ihre gesamte Ideologie aus der Ablehnung des (Neo-)Faschismus ab. Da Rechtsextremisten den deutschen Nationalismus preisen, lehnen die „Antideutschen“ – wie der Name schon sagt – Deutschland ab – was eine weit verbreitete Meinung in der linken Szene ist: Auflösung aller Nationalstaaten.

Da die Rechten antisemitisch sind und während der Herrschaft des Nationalsozialismus in Deutschland den Holocaust verbrochen haben, sind „Antideutsche“ meistens für uneingeschränkte Solidarität mit dem „jüdischen Staat“ Israel. Diese (uneingeschränkte) Solidarität mit einem Nationalstaat ist ungewöhnlich für radikal-linke Positionen. Die Solidarität geht soweit, jegliche israelische Militäraktionen gut zu heißen und auf Demonstrationen gegen Nazis mit der Nationalfahne Israels aufzukreuzen.

Auch die USA – die in der linken-Szene sonst unter anderem als imperialistische Kriegstreiber abgelehnt werden – sind bei den „Antideutschen“ beliebt, da sie Israel schützen. Ganz nebenbei wird in der gesamten antideutschen ebenso wie in der neonazistischen Ideologie (die es vor der „Antideutschen“ gab) ein Nationalstaat (Israel) mit einer Religion (Judentum) gleichgesetzt – diese Vermischung von Staat und Religion ist ein grundlegender Fehler der Ideologie. Außerdem ist die Bezeichnung „Antideutsch“ unpassend – „Pro Israel“ oder gar „Israel-Nationalisten“ – wäre wohl passender, da es in der linken Szene auch viele Menschen gibt, die Deutschland und alle anderen Nationalstaaten ablehnen – auch Israel.

Die Solidarität mit Israel beinhaltet auch oft die Ablehnung des Islam, da dieser als Bedrohung Israels angesehen wird. So fordern viele Antideutsche einen Militärschlag gegen die größte Bedrohung für den Israelischen Staat – die islamische Republik Iran. Auch die traditionell antimilitaristische und oftmals pazifistische Haltung der linken-Szene geht verloren. Auch in Deutschland wird der Islam von Antideutschen bekämpft. Seinen Höhepunkt findet das Ganze dann bei Demonstrationen gegen Moscheen in Deutschland wo es passieren kann, dass eigentlich linke Antideutsche mit den Rechtsextremisten der Pro-Bewegung gegen den Neubau einer Großmoschee protestieren. Dreimal jährlich erscheint die Antideutsche-Zeitung „Bahamas“ in Berlin.

Intellektuell wird der jüdische Journalist, Schriftsteller und Regisseur Ralph Giordano wegen seinen antiislamischen Positionen geachtet und viel von den Antideutschen zitiert. Ein Zitat des Holocaust-Überlebenden Giordano schrieb wiederum Pro NRW auf ein Transparent: „Es gibt kein Grundrecht auf den Bau einer Großmoschee“ – sowohl die aus der linken-Szene kommenden Antideutschen als auch die Rechtsextremisten von Pro NRW haben somit eine intellektuelle Leitfigur.


Eine Demonstration für einen Nationalstaat, die unter anderem von der Zeitung „Bahamas“ organisiert wurde und an der zahlreiche „Antideutsche“ teilnahmen in Berlin am 28.Juli 2006.

In der radikalen rechten Szene kommt es ebenfalls zu großen Verwerfungen wie das Beispiel Ralph Giordano schon zeigte – denn seit wann zitieren Rechtsextremisten einen Menschen jüdischen Glaubens? Dies ist jedoch nicht der einzige Widerspruch, den sich die rechte-Szene leistet. Wo die ehemaligen NPDler der Pro-Bewegung alles tun, um den Islam platt zu machen, laufen ihre rechtsextremen Kameraden auf Demonstrationen mit Nationalfahnen des Irak und der islamischen Republik Iran herum.

Auf Demonstrationen der Neonazis werden nicht selten Iran-Fahnen gesichtet, bedroht der Iran doch das nicht weit entfernte Israel. Auch der iranische Präsident macht keinen Hehl daraus, dass er den Holocaust leugnet – eine Gemeinsamkeit mit deutschen Rechtsextremisten, die für ihre ungeheuren Leugnungen jedoch zu Recht bestraft werden können.


Neonazis mit den Nationalflaggen der islamischen Republik Iran und des Irak bei einem Aufmarsch am 18. Februar 2006 im nordrhein-westfälischen Münster. Keine Deutschland-Fahnen mehr?

Die politischen Kategorien Rechts und Links gehen beim Thema Religion gemeinsam den Bach runter. Antifaschisten kämpfen gemeinsam mit Rechtsextremisten gegen den Bau von Moscheen – die Rechte ist sich uneins, ob sie antisemitisch oder antiislamisch sein soll oder sogar beides. Wiederum ist der Holocaust-Leugner und Präsident der islamischen Republik Iran, Mahmud Ahmadinedschad, nach heutigen politischen Kategorien auch rechts einzuordnen – also auch an der Seite der Pro-Bewegung, die wiederum gegen den Islam ist. Der österreichische Dichter Ernst Jandl scheint mit seinem populären Vierzeiler Recht zu behalten:

„Manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum“


Wird die politische Einteilung in Rechts und Links einer Einteilung in religiös und atheistisch weichen?

Teil 1: Islamophobie – Deutschland im Wahn
Teil 2: Islamophobie – Deutschland im Wahn – Chaos lechts und rinks
Teil 3: Islamophobie – Deutschland im Wahn – Islam-feindliche Medien
Teil 4: Islamophobie – Deutschland im Wahn – Islam und Islamismus

Rückblick: Eine Welt wütender Fanatiker